Skip to main content

Full text of "Die Handschriften-verzeichnisse der Königlichen Bibliothek zu Berlin"

See other formats


DIE 

HANDSCHRIFTEN-VERZEICHNISSE 

DER 

KÖNIGLICHEN  BIBLIOTHEK 

zu  BERLIN. 


SECHSTER  BAND. 
VERZEICIJNISS 

DER 

TÜRKISCHEN  HANDSCHRIFTEN 

VON 

m 

WILHELM  PERTSCH. 


BERLIN. 

jÄ..    ^^SüET?,    <Sc    CO. 

1889. 


CHiDA 


OpL  c0^ 


3  T1S3  DOOSbVMfl  ^ 


CHCfs 


DIE 

HANDSCPIRIFTEN-VERZEICHNISSE 

DER 

KÖNIGLICHEN  BIBLIOTHEK 

zu  BERLIN. 


SECHSTEE  BAND. 
VERZEICHNISS 

DER 

TÜRKISCHEN  HANDSCHRIFTEN 

VON 

WILHELM  PERTSCH. 


BERLIN. 

u^.   .A.S£££:£^   <Ss   CO. 

1889. 


VERZEICHNISS 


DER 


TÜRKISCHEN  HANDSCHRIFTEN 


DER 


KÖNIGLICHEN  BIBLIOTHEK 


ZU  BERLIN 


VON 


WILHELM  PERTSCH. 


BERLIN. 

-A..    -A-SKEIl    <fe    CO. 

1889. 


143—147 
148—154 
155U.156 


Inlialt. 

Seite  Nr. 

Vorwort IX 

I.  Handschriften  vermischten  Inhalts i  i— 55 

IL  Encyklopädie  und  Bibliographie »5  56u.  56* 

ITI.  Grammatik,  Metrik  und  Lexikographie  ...  97  57—90 

IV.  Glauben  und  Recht 117  91-U2 

V.  Mystik  (Sufismus) 158 

VI.  Philosophie      i«' 

VII.  Sprichwörter i'S 

VIII.  Geheime  Wissenschaften lU  157-162 

IX.  Künste  und  Fertigkeiten 183  I6:j-166 

X.  Mathematik,  Astronomie  (nebst  Kalenderkunde) 

und  Astrologie is'  166*-176 

XL  Kosmographie  und  Geographie 197  177—189 

XII.  Geschichte  und  Biographie 21 6  i89*-248 

1.  Einleitung  und  Äioä'ü 216  189*  u.  190 

2.  Allgemeine  Geschichte 218  191—200 

3.  Urgeschichte  des  Islam 226  201  u.  202 

4.  Geschichte  der  Türken,  bes.  der  Osmanen    .  227  203—224 

5.  Syrien 252 


225  u.  226 


VI  INHALT. 

Seit«  Nr. 

6.  Persien 254  227  u.  228 

7.  Das  Abendland 256  229  u.  230 

8.  Städtegeschichte 257  231  u.  232 

9.  Prophetengeschichte 259  233 

10.  Biographie 260  234—246 

a)  Sammehverke 260  234—238 

b)  Der  Prüpliet  Slunammad 266  239  u.  240 

c)  Verschiedene  Personen 268  241—246 

11.  Genealogie 272  247  u.  248 

XI JJ.  Fürstenethik,  Politik,  Statistik 275  249-275 

XIV.    Medicin 292  276-289 

sLJI   |JU 301  286  u.  287 

Veterinärwissenschaft       302  288—289 

XV.  Botanik  (Gärtnei-ei) 304  290—293 

XVI.  Dicliterbiographie  und  Anthologik 307  294—296* 

XVIT.    Poesie 315  297—436* 

1.  Sammelhandschriften       315  297 — 357 

2.  Einzelne   Werke 359  358—435 

3.  Gesänge   der  Kirghisen r  430  43G 


Uighurische  Handschrift 432         436' 


* 


XVJII.  Erzählungen 433       437—487 

XIX.  Ehetorik  und  Poetik      467       488  u.  489 

XX.  Stylistik  und  Epistolographik 469       490—510 

XXI.  ChristHche  Theologie 484       511—513 

Register 489 

I.  Concordanz  der  alten  und  neuen  Nunniiern  491 

II.  Register  der  Titel  und  der  titellosen  Schriften  495 

III.  Verfasser 527 

IV.  Schreiber 548 

V.  Personennamen   aufser  denen  der  Verfasser 

und  der  Schreiber 550 


INHALT.  VH 

Seite 

VI.   Ätisäb 5g2 

VII.  Geogi-aphische  Namen 557 

VIII.  Chronologisches    Verzeichnis    der    datierten 

,  Handschriften 577 

IX.  Siegelstempel,  Bilder,  Verzierungen,  be- 
merkenswerthe  Einbände,  Verfasser -Auto- 
graphen     579 

Einige  Nachträge  und  Verbesserungen    ...      580 


Dem  Verzeichnisse  der  in  der  Könlgl.  Bibliothek  zu  Berlin  aufbe- 
wahrten türkischen  Handschriften,  welches  ich  liierniit  der  Oeft'entlichkeit 
übergebe,  habe  ich  nur  wenige  Worte  vorauszuschicken.  Die  Geschichte 
der  Sammlung  ist  dieselbe  wie  die  der  Sammlung  persischer  Handschriften, 
und  auch  die  Art,  in  welcher  die  Handschriften  beschrieben  sind,  ist  hier 
dieselbe  wie  dort;  nur  dafs  Handschriften  anderer  Bibliotheken,  da  ich 
einen  Index  über  die  türkische  Litteratur  besitze,  hier  wieder  mit  mög- 
lichster Vollständigkeit  angegeben  sind.  Auch  sind  die  Register  ein  wenig 
anders  eingerichtet. 

Aus  denselben  Gründen,  wie  im  Kataloge  der  pei'sischen  Handschriften, 
habe  ich  mich  auch  hi  der  vorliegenden  Arbeit  der  von  Richard  Lep- 
sius  erfundenen  Umschrift  (Standard  Alphabet  p.  215)  bedient.  Die  vor- 
kommenden arabischen  und  persischen  Wörter  habe  ich  etymologisch  (die 
letzteren  sogar  meist  mit  Berücksiclitigung  der  i/f7^/;öZ- Aussprache),  nicht 
phonetisch,  d.  h.  nicht  nach  der  Aussprache,  welche  sie  im  Türkischen  haben, 
umgeschrieben;  also  (jlaiizl  (nicht  Gewzl),  Krunil  (niclit  K'änul),  DariceS  (nicht 
Derwis),  liösam  (nicht  EüSenl),  u.  dgl.  m.  Ähnlich  verfahren  wir  ja  im 
Deutschen,  wenn  wir  z,  B.  „Lieutenant"  schreiben,  aber  „Leutnant"  sprechen. 

Von  Vorarbeiten,  welche  ich  habe  bemitzen  können,  ist  vor  allen 
Dhigen    der  Katalog   zu    nennen,   in    welchem    Diez   seine    eigenen   Hand- 


X  VORWORT. 

Schriften  beschrieben  hat.  Dieser  Katalog  ist  zwar  etwas  redselig,  aber 
doch  sehr  gut,  mit  Fleifs,  Gewissenhaftigkeit  und  Sachkenntnis  gearbeitet. 
Er  ist  mir  von  grofsem  Nutzen  gewesen.  Aufserdem  habe  ich  ein  dünnes 
Heft  in  Folio  (bezeichnet  als  „Catal.  4  85")  zur  Verfügung  gehabt,  in 
welchem  der  vor  kurzem  verstoi'bene  W.  Schott  ungefähr  sechzig  zumeist 
türkische  Handschriften  beschrieben  hat.  Dafs  auch  dieser  Katalog  gut 
und  brauchbar  ist,  bedarf  bei  der  Gelehrsamkeit  und  Gewissenhaftigkeit 
des  Vei'fassers  kaum  der  Erwähnung. 

Die  gedruckte  Litteratur  zu  benutzen,  soweit  ich  dieselbe  ei-reichen 
konnte,  habe  ich  mir  angelegen  sein  lassen.  Von  zusammenfassenden  Werken 
habe  ich,  wie  billig,  vor  allem  die  betreffenden  Arbeiten  von  Hammer'}, 
ferner  Thomas  Chabert's  auszugsweise  Uebersetzung  zweier  türkischer 
Dichterbiographen  ^) ,    und    die    „Ottoman    Poems"    von    E.    J.    W.    Gibb 


')  Also  hauptsächlich  die  Geschichten  des  osmanischen  Reiclies  und  der  osmanischen 
Dichtkunst.  Wenn  ich  die  cretere  ohne  weiteren  Beisatz  eitlere,  ist  stets  die  Ausgabe  in 
zehn  Bänden  gemeint;  wo  nach  der  Ausgabe  in  vier  Bänden  citiert  wird,  ist  dies  ausdrück- 
lich bemerkt. 

')  „Latifi,  oder  Biographische  Nachrichten  von  vorzüglichen  türkischen  Dichtern,  nebst 
einer  Blumenlese  aus  ihren  Werken.  Aus  dem  Türkischen  des  Monla  Abdul  latifi  und  des 
Aschik  Hassan  Tschelebi  übersetzt  von  Thomas  Chabert.  Zürich  1800."  K1.-8".  (Fehlt  bei 
Zenker). 

Das  Buch  von  Ed.  Servan  de  Sugny  „La  Muse  Ottomane,  ou  Chefs-d'oeuvre  de  la 
po^sie  turque,  traduits  pour  la  premiere  fois  en  vers  franijais"  (Paris  1853.  8")  habe  ich 
unberücksichtigt  gelassen,  da  ein  Verfasser,  welcher  p.  51  ^iOljÄ  statt  ^iclj^j  p.  191,  209 
und  229  Os^  statt  jlwc,  p.  217  ^-i"Lu/  statt  ^'lö ,  p.  245  Lx»L>  statt  ^jjd  oder  Lai , 
p.  253  (^jlj  v^£  statt  ^«Aut.  ^J'^A,  p.  311  ^tX.*„  statt  ^i'jXo  u.  dgl.  m.  schreibt,  ohne 
Kenntniss  des  Türkischen  nur  aus  abgeleiteten  Quellen  (Hammer)  geschöpft  haben  kann. 
Wenn  in  dem  Buche  trotzdem  einzelne  Gedichte  in  türkischer  Sprache  und  Schrift,  abge- 
sehen von  wenigen  Druckfehlern,  richtig  mitgethoilt  werden,  so  dürfte  dies  nur  beweisen, 
dafs  dem  Verfasser  hier  sachverständiger  Beirath  (vgl.  Pr^face  p.  XIX)  zur  Seite  ge- 
standen hat. 


VORWORT.  XI 

(London  and  Glasgow  1882.  8")  citiert.  Zu  meiner  besonderen  Freude 
habe  ich  noch  während  eines  Theiles  des  Druckes  und  für  die  Nachträge 
Charles  Rieu's  ausgezeichneten  „Catalogue  of  the  Tnrkish  Manuscripts 
in  the  British  Museum"  (Ijondon    1888.  Fol.)  benutzen  können. 

Von  den  meisten  Bogen  hat  Herr  Professor  Thorbecke  in  Halle, 
von  einigen  Herr  Professor  Nöldeke  in  Strafsburg  eine  Correctur  zu 
lesen  die  Güte  gehabt,  und  Herr  Professor  L.  Stern  in  Berlin  hat  die 
vielen  Fragen  über  Lesarten  der  Handschriften  u.  dgl.,  welche  ich  wäh- 
rend des  Druckes  an  ihn  richtete,  mit  stets  gleicher  Gefälligkeit  beant- 
wortet.    Den  genannten  Hen'en  sage  ich  hiermit  aufrichtigen  Dank. 

Schliefslich  bitte  ich,  bei  Beurtheilung  meiner  Arbeit  zu  bedenken,  dafs 
ich  die  beschriebene  Sammlung  niemals  in  ihrer  Gesammtheit,  sondern 
imr  stückweise  (und  zwar  in  Gruppen  von  Handschriften  ohne  inneren 
Zusammenhang)  in  Händen  gehabt  habe.  Dafs  es  einer  derartigen  Arbeit 
aber  in  nicht  geringem  Grade  zugute  kommen  nmfs,  wenn  der  Verfasser 
mit  der  Sammlung,  welche  er  beschreibt,  Jahre  lang  und  noch  während 
des  Dnickes  täglicli  so  zu  sagen  verkehren  kann,  wird  kein  Sachverstän- 
diger in  Abrede  stellen, 

Gotha,  im  Juni    1889. 

"W.  Pertsch. 


I.  Haiidseliriftcn  vermischten  Inhalts. 

1,     [Petermaini  II,   7.] 
Diese  Handschrift  enthält  viele  kurze  Aufsätze,  deren  nicht  ganz  voll- 
ständiges Vei'zeichnifs  auf  Fol.    l''  aufgeschrieben  ist;  nämlich: 

1.  Fol.  2°:  ein  Stück  aus  IiCu'i(Ji  Xahfalis  Chronologischen  Tafeln 
(.^vjJ-jJI  |vjJü),  p.    11—24   der  Ausgabe  von  Konstantinopel    1146. 

Anfang:  ^1  i     g^  '   j  V> 

2.  Fol.  12'':  einen  Aufsatz  ohne  Titel  und  ohne  Angabe  eines  Verfassers 
über  heilige  Männer,  welche  in  Konstantinopel  begraben  liegen,  und  deren 
Gräbei-,  welche  von  fronnnen  Pilgern  besucht  zu  werden  pflegen.  In  dem 
erwähnten  Inhaltsverzeichnisse  wird  dieser  Aufsatz  ndt  den  Worten  ö^Syns 
«.AjLiiÄiiv^is"  ^  \yi^:>  rtJ»  \j^>ö^'^   «.jLäOI  angeführt. 

Anfang:     XaJLc    jLxJ'     xJlJI     ^^.^     xAJt     J^^^     '^y^.z^     v_;Lä?l      Ks\^     ScXJ^Läa«!     ä^+Ä» 

^^>^A.gj.    {Xj^jj*    t^aXJ'    |aJ\4/j'    >>..^Jrl    ijtX.4.L*u. 

3.  Fol.  22'':  einige  Erzählungen  von  iÄll,  iüinar,  lU6män,  Nösirwän 
(ijl^Jl  (ji^j)  u.  a.     Im  Iidialtsverzeichnisse  nicht  aufgeführt. 

Anfang:   '^^^Cslj^   ('  xÄ.w.;a.   &ää   nXiS    ^/ä>    ^^>Ä   cyj..<äi.    ^jy^  o   ojK^ 

4.  Fol.  27'':  s.jvL>l  kw^jcsp  ^^b',  eine  kurze  Geschichte  von  Adrianopel 
unter  türkischer  Herrschaft.  Dieser  Aufsatz,  welcher  in  dem  Inhaltsverzeich- 
nisse als  ÄJxOi  ^i  v>Jsl.J  aufgeführt  wird,  beginnt  nnt  einer  Anekdote  von 
einem  bei'ühmten  Arzte  zu  Iconium  namens  JiaMr  Cclebi.  —  Angeschlossen 
ist  eine  kurze  Erzählung  auf  Fol.   38''. 

Anfang:    (^'3U».    ^— ^^yJ»    y-    äc>lAjj.i'    j^*:;    ts^*-?.    »tXjLi.^.    ^^^   5.J>.ä-Lv   «5'   >t>J-äJ 

5.  Fol.   30'':    eine   Geschichte    von   Konstantinopel,    von    der   Erbauung 


')  Bio!  1.  ^tÄ*y^. 

Türkische  Uandecbriften. 


•i         Türkisclie  Handschriften    1.  Vermiscliten  Inhalts. 

der  Stadt,  welche  einem  gewissen  Yamjö  ihn  Madyän  zugeschrieben  wird, 
und  von  welcher  bis  zur  Eroberung  der  Stadt  dui'cli  SuJtän  MuRnviinud  II 
2  288  Jahre  verflossen  sein  sollen,  bis  zum  Jahre  886  d.  Fl.  (beg.  2.  März 
1481).  Dasselbe  Schriftchen  scheint  in  der  Bibliothek  der  Orientalischen 
Akademie  zu  Wien  vorhanden  zu  sein  (Krafft  p.  104  Nr.  CCLXXV). 
Anfang:  tX^.a?  ^JJiaL^  |»lj  ijtXJp^l  i>I.aäj  (sie)  XAiaÄla*,^  y^  ij^.'^^  ^j~>  C  }^. 
^jIavJCw    )5-^^-'   '^^    i5^"'    ****'    '^'^'^•^   ^s^■'.<^'*~'}    J>-^    ^'r*    (j^i^-^   ^J~? 

6.  Fol.  5  7'':  Dieselbe  Biographie  des  MaJhnüd  PaSa  lAdant,  welche 
auch  in  den  Handschriften  Nr.  20,9  und  24  5  enthalten  ist.  Man  s.  dort. 
Die   Ueberschrift  lautet  hier:  vi5»xjyij'vAäi.  Lib  li^.a?  ^y^y'^  :^-)^T^' 

Anfang :    VJhs.    cjJv«    «^.Lä    'kjJSye    iäS,jLcilj    öy.^^    ^y^T"    ^^^   )'^    '-'5'    ^*^^^ 

sLj  (sie)  i^ü 

7.  Fol.  67*':  einige  Abschnitte  über  die  Ei-bauung  Konstautinopels  und 
der  Aya  Sofia,  die  Eroberung  Konstantluopels  und  Aegyptens;  einer  Be- 
merkung auf  Fol.  67"  zufolge  dem  Geschichtswerk  und  der  Sohtqzädcdi 
entnommen  (s.  Hammer,  Osman.  Geschichte,  grofse  Ausgabe  I,  p.  XXXVIII 
nr.   36). 

Anfang:   sLioL    ii.jJ.h.xh.^'i  (sie)   ^Lü    vttXÄil    jj^.iwS'  ^^    «X»^?    ^UaA.«;  cj^^^öa» 

Am  Ende  dieses  Abschnittes  nennt  sich  als  Sclireiber  ein  gewisser  al  HCi<)i] 
Mustafa  ihn  cd  Hcn](j  hliäq;  auf  Fol.  0  7"  ist  ein  Siegel  mit  der  Inschrift 
^hKfOjn  ö^'J.aäJ  yksS  ^ks.  i_jb  ij.^  ^>o  L  abgedruckt  (vgl.  Ileinaud,  Monu- 
ments du  Duc  de   Blacas  11,   27  0). 

8.  Fol.  so'':  alleriiand  fabelhaftes  Gerede  zur  angeblichen  Geschichte 
Konstantinopels;  überschrieben  Ä*k,jj.^sJI  &jaiaÄJa*vwä  j^j^Lj  Ij^  und  beginnend 
mit  den  Worten:  y-LsJkJ-jl  <^-'}y)  >^.y^  '  i^'-J v*"-^}  'ij^l-    '"'-»^j   )'7^'  ij^'^^ 

y.  Fol.  88'':    eine    Abhandlung    über  den   Mahdi,    von  Mustafa  nbü  'J 

ilßviat  al-NuqSbaruh   nach    folgenden    drei  Schriften    bearbeitet:     1.    u^xi^' 

jjLoJI    y-^\   i$i>~^    ci-'U^lfi    ^    'u'-^'    ^"^'^  ungenanntem    Verfasser,    welche 

Schrift    ihrerseits    wieder    mit    Wey-lassung  der    asänid    nach    den    Abhand- 


')  80  stellt  hier  wiederholt  ganz  deutlicli,  nicht  „Benk'o",   wia   Krafft  neben   „Jenk'o" 
zu  lesfcu  olieu   liifst. 


Türkische  Handsohriften   1.  Vermischten  Inlialtr,.         3 

langen  a)  ^iX^\  ^Lj^l  3  '^^'^p^-''  o^-c  von  al-SwjiVj  (//.  '/.  IV,  19  7,  8  117), 
1))  JaXiJI  icJ^^JI  sLa-.!  ,5  ';;'^^'  '^■**  ^'*"  Fw.sv//'  ?'/;».  Yalvjä  nl  Maqdt'si, 
und  o)  JtiÄÄjl  (^iX^JI  ('  »cjiU.  ^j  'j.^ääJI  J^i'  von  /S'^■Ää?>  a/-Jm  ÄUmad  ihn 
6ajar  al  HaiGaml  zusammengestellt  ist.  —  2.  nXsn  ü^jl-^  ^^^^  'i_ä^X3l  i^jli^ 
oijSil  £h\  von  al-Suyan  (s.  Gotha  Nr.  721,  Band  11,  50);  —  und  3.  ^yä 
JLo^ll  r-5-^  ti  'li^-^l  von  Alimad  ihn  iAll  nl-Ncihl.  —  Die  vorliegende  türkische 
Abhandlung  zerfällt  in    folgende    vier  Fasl:    l)  ääj,.^  i_**«*j  *£vÄJtX^  üis..«1=>. 

»(>.jl     (jLaj     ^ijJxÄJy.ci    '»•*:^^     —     2)    jjkÄ;!,!    ;^tX.«Äi'    i^ÄAui^ÄtJ    ii(.ÄJ(Xg-«     >::-'ja^~> 

yO  »tXJuLo  cjLoiLe  i3^!^;i  —  4)  «.^^j  ÄJJ'Uxi  ^cUi»j>.i>  ^ttXÄj'  ^2JC»J4Xg^  iiy».ö.=> 
)J  ^JkÄjLsJ  vj-xil  ;3=.«J.1.  —  Am  Rande,  sind  sehr  häufig  arabische  Stellen 
aus  mehreren  der  oben  genannten  Werke  (besonders  aus  dem  (jAxi^i" 
i^LuJI  und  dem  i_ft*ijC'l  ober),  so  wie  aus  einem  noch  nicht  genannten, 
(sie)  (»jLAaAjl  \ö  betitelten  und  von  Husain  ihn  Kmnül  verfafsten  (s.  Fol.  89") 
Werke  auso-eschrieben.  Die  dem  letzto-enannten  Werke  entnommenen 
Stellen  sind  stets  roth  geschrieben. 
Anfang,  4X*j    Lei    ^^aLoI  ^^j-j^X-'I    soLä    J^    |.iL*^    (sie)    ^^ä^  (^(Xil    xD    tX^-i-l 

10.  Fol.  100'';  eine  türkische  Bearbeitung  der  arabischen,  angeblich 
aus  indischer  Sprache  übersetzten  Schrift  ^jL*«j^l  *.J'vjJ(  liS'h^^)'  'j^LxJI  »twc, 
welche  in  den  Gothaischen  Handschriften  Nr.  1265  und  1266  (II,  451 
und  45  2)  enthalten  ist.  Als  Verfasser  des  arabischen  Originales  wird  hier 
Muliyi  al-dm  ihn  lAmhJ  (f  638,  beg.   23.  Juli    1240)  genannt. 

Anfang:    ti^A-w^i'  »(^.Äjp'^    cj>J.i5    »S'  '^y^j    vi^\ö3   >_wi.Lo    J^l    iji^}^.   ^^    tX-»-^ 

Am  Ende  nennt  sicli  als  Schreiber ''')  ein  gewisser  Dar/rPs  Husain  al-Na(2S- 
bandi  und  datiert  die  Vollenditng  dieser  .seiner  Arbeit  vom  Jahre  1131 
(beg.   24.  Nov.    1718). 

11.  Fol.  10  6'':  eine  Abhandlung  über  c>.äL.  isL^il,  die  Anzeichen  der 
(letzten)  Stunde,  d.  h.  des  jüng.sten  Tages,  im  Wiener  Kataloge  III,  4  75 
(Nr.  1982,3)   wird   eine  Schrift  mit  dem  Titel  o^rL^  kL^^  von  Misri  erwähnt. 

Anfang:  ijiXxolAi'  *ji^  ^i\xi^  jJL'LxS'  u>2.»jj  ^jt^r^^*^   w^-?  «Aj^'j^'  j-^». 

')  sie!    es  soll  wohl    viyLoiLc  heilscn. 

*)    oder    als    Verfasser    der    Uebcrsetzung?      Es    hei!'!:    .^a^I    s.}\uu^\     ^^^jj    o>.*J 

J.I     \^J.T.XS.i\     J.AÄ     iXj     i^ä     .  .   .     ^c^T*^' 


i         Türkische  Handschriften  2.  Vermischten  Inhalts. 

12.  Fol.  113'':  mich  ein  paar  Notizen  und  arabischen  Gedichtchen 
auf  Fol.  112"''  folgt  ein  Aufsatz  über  einen  gelehi'ten  und  heiligen  Mann 
namens  Xälid  ihn  Zaid,  bekannt  unter  dem  Namen  Ähü  Aiyüb  al  Ansäri, 
welcher  in  der  „kleinen  Burg"  von  Konstantinopel  begraben  liegt  (s.  die 
Anfangsworte).  In  dem  Inhaltsverzeichnisse  ist  dieser  Aufsatz  als  J^l^i 
vjyl  yi\  angeführt. 

Anfang  (nach  der  Basmalali) :    ^^tX/3    s^^xävjxL^s»    ätXJ^AjL'«,!    io^jI  bt  J^i 

Nach  einem  kurzen  arabischen  Gebete  auf  Fol.  121)''  bildet  endlich  den 
Beschlufs  der  Handschrift : 

13.  Fol.  ISO*":  eine  Erzählung  der  historischen  Ereignisse  des  Jahres 
1143  (beg.  17.  Juli  173ü),  überschrieben  wäJIj  «jLc^  (J-ajijvIj    öJj  x.k^  /V.'^'j- 

Anfang:  jtiL^jLot  üSoUit  ^U.  öy^^  c^^"'  oV'  '^■'^♦'°  ^^  )j^^  ^jösJ^  ^y>^l 

146  beschriebene  Blätter;  20X1'*)'^  <^'"-  Verschiedene  Nasyl-  und 
A^astoä/jg'-Hände. 

2.     [Ms.  Orient.   8".   78.] 

1.  ,jLÄ.ÄJi  jtsy«,  dasselbe  Gedicht,  welches  auch  in  der  Handschrift 
Nr.  435  enthalten  ist;  man  vgl.  dort.  Der  Verfasser  wird  hier,  wie  in  den 
meisten   Handschriften,    Lattfl    genannt;    der   betreffende    Vers   lautet   hier 

(Fol.  lö'',  Z.  10):  ('v:>^l  i>b  (^AixIaJ   xJUiCikJ.      Anfang   wie   in    der   anderen 

Handschrift;  doch  ist  hier  i^d-^S  statt  (JcXäjI  geschrieben.  —  Deutliches, 
vocalisiertes  Nasiaüiq  mit  15  gespaltenen  Zeilen  auf  der  vollen  Seite.  Ab- 
schrift datiert  vom  Jahre   1130   (heg.  5.  Dec.   1717). 

2.  Fol.  16":  in  Prosa,  eine  kurze  Abhandlung  über  ^^^vs»  ^^-s^^',  clei^ 
partiellen  (d.  h.  durch  das  göttliche  Verhängnifs,  stXi"^  Lää,  beschränkten) 
freien  Willen.  Der  Verfasser,  welcher  ehi  Schüler  des  Nun  Efendi  war, 
nennt  sich  nur  waäj  tXxe  ^  oder  j*li  ^j,  ohne  seinen  Namen  anzugeben. 
Verschieden  von  Nr.   ;)l.j,  I,  ri. 

Anfang,  btXl*«    J^   j.i^.L.JI^    'iyk^l\^    ^*JiU^    SajLäJI^  ^jj^\.*i\    ^^  xiJ  J^l 
&i=»  yj   ^jCijLJkio  »tV*j^  jj.JvjcLyi  jj.AAAk!l  ^j-fJu=-\  «-^s^5  »-'';  <^~<^ 

Fluchtiges  Nastaülq,   14  Zeilen. 


')  Metrum  /«/>/■  der  Form 


.^^  —   ^  - 


Türldsche  Handschriften  3.  Vermischten  Inhalts.  5 

r 

3.  Fol.  20'',  (' y^j^'l  >-»/,  ein  mystisches  ÄlaOiia wi-Gedicht  der  ^imat- 
allaJi,  welche  sich  mit  ilirem  Dicliteniamen  Sid<ii  muiiite  und  im  Jahre 
1115  (beg.  17.  Mai  1703)  starb;  s.  Hammer,  Osman.  Dichtkunst  IV,  12, 
Servan  de  Sugny,  La  Muse  Ottomane  p.  3  I  l  ^)  und  370,  Gibb,  Otto- 
man Poems  p.  1  1 1  und  212,  sowie  einige  Bemerkungen  über  dem  Anfange 
der  vorliegenden  Abschrift.  Das  Jahr  der  Vollendung  des  Gedichtes  wird 
am  Ende  mit  dem  J^r^'r^/-Vers  (.Uj  ^ctX-'^'  v^^  x^j^S  jt  iX«^^  angegeben, 
was  meiner  Eechnung  nach  1085  (beg.  7.  April  lt>74),  nicht  —  wie  der 
Schreiber  beigeschrieben  hat  —    108  4   giebt. 

Anfang :     \d^~>-  .1  (jL»-l  '^^.l  y»*^j'  ''^'  i5)^-^  |»-'s<^^'  «l-J.»*«..' 

Gutes  Nastaüiq  ohne  Vocale  mit  15  gespaltenen  Zeilen  auf  der  vnllen 
Beite.  Einige  Bemerkungen,  Ta'riy-  und  sonstige  Verse  shid  noch  auf 
einigen  sonst  leeren  Blättern  (z.  ß.  dem  letzten)  und  Seiten  von  verschie- 
denen Händen  eingeschrieben. 

99  Blätter;  20,5  X  13  cm.  —  Auf  einem  dem  Vorderdeckel  von  auisen 
aufgeklebten  Zettel  steht:  o^s)..äj  ijj'^-*  i^^-^  'k^).^^  ({^'  ^^A:>^  öAJtXi. )  (_>Lx5 

3.     [Ms.  Orient.   4".    15  1.] 

1.  Am  Anfang  defect,  eine  Sammlung  von  Kasiden,  welche  säinnit- 
lich  dem  Gefühle  der  Zerknirschvuig  über  begangene  Sünden  und  der 
Sehnsucht  nach  V^ergebung  Ausdruck  geben.  Den  Verfasser  ausfindig  zu 
machen,  ist  mir  nicht  gelungen. 

Anfang:  ^^y^jSS   Xä=>.  ^J^^  tj-'r^       ^)?^  cZ-V^  tidA^.«^.«  e>J.ÄÄ  «->^jy^  ji'! 

2.  Fol.  26'':  (.iV*u1  j^l^,  C'in  Katechismus,  Fragen  und  Antworten 
über  die  Grundlehren  des  muhammedanischen  Glaubens;  s.  Gotha  Nr.  I,i6 
und  49,5,  wo  dasselbe  Schriftchen  vorliegt.  Andere  Handschriften,  aufser 
den  zu  Gotha  49,5  angeführten,  finden  sich  in  Leiden  Nr.   2135,  Budapest 

^)  Fol.  27''  Z.  5  T.  u.  und  Fol.  98^  Z.  8.  —  Hammer  und  nach  ihm  ü  i  b  b  geben 
ßls  Titel  des  vorliegenden  Gedichtes  jl^J^I  OhÄ.^  au ;  das  ist  aber  sprachlich  unmöglicb,  da 
es  doch  nur  entweder  Jjj|    ^»iJ^oder  )'}.J^I    — o   hcifsen  kann. 

*)  wo  der  Taxallus  der  Dichterin  mit  arabischen  Buchstuben    ic^iJ^-"   geschrieben  ist! 

')  durchstrichen. 


6         Türkische  Handschriften  4.  Vermischten  Inhalts. 

Nv.  LH    fol.    2  6%    vielleicht    auch    Wien   Nr.    1687,5    (III,    128);    vgl.    aucli 
Halle  Nr.  XXXVII,  b,    sowie    die    hiesigen  Handschriften  Nr.   5,2.   4  2,6.    OS 
und   9  4,1    (wo   man    s.). 
Anfang :    i^ajI     ^j->.j    ^j-aa^jI^X»**»     wl*.-\^.o    *j  I    ....    (j^*.Jl*JI    ^_>^    aij    tX+il 

3.    Fol.    30*':    eine    anonyme    Abhandlung   über    das    Gebet,   an    deren 
Ende   auch    einzelne    Gebete    (darunter    auch    einige   arabische)    mitgetheilt 
werden. 
Anfang:  saJIä    oy^äs.   ja.«.xaj    ....    ^^^^x+JJ    «asI*.'!^    jJ.A4JLaJI    lo^    jüJ    tX+s.1 

64  beschriebene  Blätter;  20,5X15,6  cm.  Deutliches  (in  Nr.  1  voca- 
lisiertes)  türkisches  NasyJ  mit  13  (in  Nr.  1  gespaltenen)  Zeilen  auf  der 
Seite;  Abschrift  mehrfach  datiert  vom  Jahre  99  1  (beg.  25.  Jan.  1583); 
Seiten  und  Spalten  mit  doppelten  rothen  Linien  umzogen.  Die  Gebete 
auf  den  41  letzten  Seiten  von  anderer  Hand  geschrieben.  —  Auf  einem 
vorgehefteten  Blatte  steht,  von  alter  Hand  geschrieben:  „Volumen  hoc 
continet  a)  poemata  Turcica;  b)  catechesin   Turcicam". 

4.     [Ms.  Orient.  4".    14  8.] 

1.  Fol.  2'':  Eine  anonyme,  nach  Jahren  geordnete  Geschichte  der  os- 
manischen  Dynastie,  von  ihrem  Ursprünge  bis  zunr  Jahre  878  (beg. 
29.  Mai  14  73)  und  den  von  Uzun  Öasan  hervorgerufenen  Wirren.  Offen- 
bar dieselbe  Schrift  ist  in  dem  Wiener  Codex  Nr.  983  (II,  207)  enthalten, 
nur  dafs  die  vorliegende  Handschrift  sowohl  am  Anfang  als  am  Ende  ein 
wenig  mehr  hat,  als  die  Wiener:  am  Anfang  ein  einleitendes  Gedicht 
mit  der  Ueberschrift  J^i^;'  r-jT^  "i^*^^  '^'^"^  Beginne:  (?)  ^^  »t)öl  ,ctXj;l 
«Jj.£^vl  j^i*r,  und  am  Ende  eine  Fortsetzung  um  zwei  Jahre.  Wie  Worte, 
welche  Flüp-el  als  die  letzten  der  Wiener  Handschrift  anführt,  stehen 
hier  in  der  Mitte  von  Fol.    1  10^ 

Anfang  der  Prosaerzählung    (Fol.   3'',  letzte  Zeile) :    ^jUic  Jl  ■f'-^.jy^  ^  Jj' 
>c\Ai.J^I    »ilj   stXjLov  ^ Jl   »S  vIäj^ä   v^L^   Y>^Ä  (?)  '^y^*^  )<> 
Abschrift  datiert  vom   Gamäda  1   965   =   19.  Febr.  —  20.  März   1558. 

2.  Fol.  112'':  eine  in  Prosa  abgefafste  Schrift  über  den  jüngsten  Tag, 
überschrieben  »Jol  ^Laj  oxilxi'  JL^I  \Ö^  und  nach  der  Basmalali  mit 
den  Worten  ^tXxj  Jj-»>Lo  (sie!   1.  Jwj^ä)  y^yi'.f'  beginnend.     Schriftchen  über 


Türkische  Ilaudschiüften  4.  Vermischten  Inhalts.  7 

denselben  Gegenstand  linden  sich  z.  B.  in  Leipzig  Nr.  351,  Wien  Nr. 
1700,3  (III,  140),  Upsala  Nr.  107, i  u.  7  und  411;  sie  sind  aber  alle  von 
dem  vorliegenden  verschieden. 

Abschrift  (in  welcher  die  zahlreichen  arabischen  Stellen  roth  ge- 
schrieben und  vocalisiert  .sind)  datiert  vom  lä  'I  qouhi//  '.)G5  =  15.  Aug. 
-  13.   Sept.    1558. 

3.  Fol.  1  lO'':  |.iL.v,/-'l  x-Jx  Jy-^)  '^'w^äji.  k:>jKs.,  eine  Erzählung  in  2faO- 
wawl- Versen  von  dem   Leben   und  den  Wundern  des  Propheten,  beginnend: 

j»JIjO  cioltX^s  jvio  ä>jLää  |vS5  Ct^-'"'  ^^^t?^-^  ^JO^JJ(  JJ 

Abschrift  datiert  vom  Jahre   9B4   (beg.   4.   Nov.    155ü). 

4.  Fol.  15  7*':  Jt^j  »i-'l  ^S  JsÄ  v^yw^ack  |jIä*»,I>>,  eine  ebensolche  Er- 
zählung- von  dem  Leben  und  den  Timten  des  lAIl.  Vo-l.  unten  Nr.  G 
dieser  Handschrift  und  Nr.    13  3,«. 

Anfang:      i^ijy*«'  y-''-*^'  j^  i*-^  07^**^.  ^r^  i5'   )'^.'   '^ 

5.  Fol.  162'':  ein  kurzer  Abschnitt,  gleichfalls  in  JlaÖ/KuvJ-Veraeu^ 
über    Ytlinis. 

Anfang:     xJ^^  i*r^^  ^y^^  *-iLj  ä*«J.S' ycl  ^y5  yi  ,^_^ 

6.  Fol.  163":  noch  eine  metrische  Erzählung  von  i^ill,  J^e.  ^jLa*>,Io, 
beginnend : 

xIjI  jüJI  ij^S'  igjj^  |JL.ix.k>  \Xj)  sJJl  |V*-J  vJ)^*"  i*-''-^^'^'? 

und  datiert,   wie  Nr.   3,  vom  Jahre   1164. 

7.  Fol.  166'':  eine  gleichfalls  in  J/rt^wf«(;«- Versen  abgefalste,  aber  mit 
einer  kurzen  Einleitung  in  Prosa  versehene  Erzählung  von  Moses,  ooKä 
^^^.     Anfang  der  Verse: 

jJj^Av    ^ÄÄ4.Xä.     ^ÖJjijlXs  ^j-b!     ijSyJ     >uj,\.xj     (3^. 

Abschrift  datiert  vom  Saibän  964   =   30.   Mai— 27.   Juni    1557. 

8.  Fol.  174'':  ein  Abschnitt  in  Prosa,  zur  Biographie  des  Propheten, 
nach  Ihn  Hisäm  (vgl.   Gotha,  arabisch  Nr.    1781). 

Anfang :  ^i'  ^yiy  (?)  ^  ^  uS^if  ^^tUx^Jj^  (.UiP  ^\  o'^f'  ^)^) 
Abschrift  datiert  vom  Gumädä  I  965   (wie  Nr.    l). 

187  beschriebene  Blätter;  21,5X15  cm.  Vocallose  Dftüän^-Schrift, 
welche  sauber  und  in  ihrer  Ai't  gut,  aber  doch  oft  recht  schwer  zu  lesen 
ist;  durchgehen ds  die  gleiche  Hand;  die  poetischen  Stücke  zweispaltig  ge- 
schrieben; Fol.  176  und  181  gelb  und  braun  marmoriert.  —  Auf  Fol.  2" 
(Fol.    r    enthält    nur    einige    Verse)   steht    von    einer    alten    Hand,    welche 


g         Türkische  Handschriiten  5.  Vermischten  Inhalts. 

vielen  hiesigen  Handschriften  der  alten  Sammlung  richtige  und  im  all- 
o-emeinen  genügende  Bestimmungen  eingeschrieben  hat,  folgendes:  l)  An- 
nales familiae  Ottomanicae,  709-878  (1309-1473  p.  C).  2)  de  resurre- 
ctione  mortuorum.  3)  de  prophetae  adventu,  carmen.  4)  de  raajestate 
propli.  Ali.     5)  de  sanctis". 

5.     [Ms.  Orient.   4".    14  6.] 
Diese    Handschrift    enthält    neben    persischen    und    arabischen    die    fol- 
genden türkisch  geschriebenen  Stücke,  meist  Fragmente: 

1.  Fol.  183—24  7,  ein  Stück  aus  lianidts  Gedicht  l-^isj  *-ä^^  (s.  Nr. 
173 ff.),  bestehend  aus  fünf  stark  verbundenen  Fragmenten;  nämlich:  I, 
fol.  233,  235,  232,  234  =  foL  9*'  Z.  1  bis  13''  Z.  7  v.  u.  der  Gothaer 
Handschrift  Nr.  100;  II,  fol.  183,  203-220,  230  u.  23  1  =  Gotha  fol. 
22"  Z.  5  v.  u.  bis  fol.  45*",  unbestimmt');  III,  foh  221-229  =  Gotha 
fol.  46"  Z.  G  bis  56''  Z.  4  v.  u.;  IV,  fol.  184-202  rmd  237-247  = 
Gotha  fol.  5  7^'  letzte  Zeile  bis  fol.  SO"-  Z.  1;  V,  fol.  23  6  =  Gotha  fol. 
98"  Z.   9   bis   99"  Z.    10. 

Anfang : 

2.  Fol.  281  u.  282,  den  Anfang  der  Glaubensfragen,  welche  auch  in 
den  Handschriften  Nr.  3,2.  4  2,g.  9  3  und  9  4,i  enthalten  sind.  Als  Verfasser 
nennt  sich  liier  Lufßß.  ihn  iAhd  ol  muitn. 

Anfang:    äX**^ cJ^"!^'  ^^^^)   *'*'^^   ,jL*jifl   {J^^   ^fj.-'!  idi  tX«.i.| 

(sie)     JlÜJI     tX+i-l     &i     y«     ^'^^     ^^...^■..^X!jjl+-L«./0     yXM\yO 

3.  Fol,  282-283'',  das  Ende  eines  jwbsL.  Die  drei  vorhandenen 
Capitel    (»jL    handehi    über    ^U^-l  ^^^'^   »^^il^'l,  £U4'  (e>*)  tr^^'    ^"^"^^    ^^'' 

Anfang  (sie):    i^L    iXJjl    ^cr^^^'    S-'^^    \J-^^    ^'^^'    S^i^s-    jjl    üS-IäcUö    ä^Jljw 

4.  Fol.  283''-284,  daini  301-306,  den  Anfang  (Einleitung,  Inhalts- 
verzeichnifs  und  die  zwei  ersten  Capitel)  desselben  Schriftchens  über  Phy- 
siognomik (iwbo^iLö),  welches  in  Nr.  38,7  enthalten  ist.  Der  Verfasser 
wird  hier  (Fol.   28  4"  Z.   3   v.  u.)   Mnllammad  ihn  hjüzl  genannt. 


•)  Die  Verse,  mit  welchen  Fol.   231''  schliefst,  fehlen   in  der  Gothaor  Handschrift. 


Türkische  Handschriften  5.  Vermischten  Inhalts.         9 

Anfang:    (.l*v.=>.f    «i'  kaäjoIlV.=«j     e^J^=.^l    (sie)    ^=»15    '^    Jjl     [j^^*J    i^^    y^ 
i^jkA-bl   (sie)   v^»^   i^'^^)   r"^"^   (*^i^)  O't*   it-^^StXJi  jt^jS^  (sitj)   »;öU«.j| 

5.  Fol.  361—379:  eine  in  höchst  geschinlickteni  Styl  geschriebene 
Abhandlung,  welche  der  ungenannte  Verfasser  selbst  (Fol.  374*'  Z.  4)  IÄp 
^j.*i.JI  »jLäXJI  nennt.  Zwei  Faiwü  (?)  vom  14.  ]\fnliarrinit  9  48  (=  10.  Mai 
1541;  Fol.  374  Z.  l)  und  15.  Rahll  II  947  (=  19.  Aug.  1540;  Fol. 
37  7*,  Z.   6   V.   u.)   sind  eingefügt. 

Anfang:   '  «>ol*v.    'cjLi.Ui.1   (sie)   (C->öLs    'LgJCjliit   *Jt>.Ä   >X-«ij    '■^ItXÄjiil   *.-^iäÄ   Jl^ä. 

6.  Fol.  508  u.  509:  zuerst  ein  per.sisches  RuhäU  von  Xioü(jah  NaqS- 
handi'^  dann  ein  Ta'ny^  von  Fauri  Efendi  auf  den  Tod  des  Sultan  Suloi- 
män  I.,  welcher  hier  in  das  Jahr  973  (beg.  29.  Juli  1565)  gesetzt  wii'd; 
dann  ein  i-ftj».ci  Xs.0  genanntes  Gebet ,  welches  man ,  utu  die  reichlichste 
Sündenvergebung  zu  erlangen,  an  jedem  Freitag  sieben  mal  beten  soll; 
endlich,  unter  der  Ueberschi-ift  saü'^  ^^y^«..«;,  ein  Muster  für  eine  Stiftungs- 
urkunde.     Dieselbe    beginnt   mit    den   Worten:    tX*i.|  Jjcl  L  ^j^\  liXi  lfcV.+Ä 

7.  Fol.  512  —  524:  Fi-agment  einer  theils  in  Prosa,  tiieils  in  Versen 
geschriebenen  Biographie  des  Propheten;  dasselbe  scheint  dem  gleichen  oder 
doch  einem  ähnlichen   Werke  wie  die  Gothaer  Handschriften  Nr.    162   oder 


163  anzugehören.     Auf  Fol.  5  22''  lieifst  es:  cVaä  (^  yyxX^M  ooKi»  jj^tj-il  J^.«aj 

Anfang:   'JkJ^I  x^'v.^:a.   ^-ik^ax)  'JOji'^^Jjl  J^l   (V^..:i.  i'l' 
Ende:  'jctXjl   jj.j|  äS+J^i  t£<+Ä.wt   »^==-' 

8.  Fol.  525":  eine  Tabelle  zur  Traumdeutung,  mit  Gebrauchsanwei- 
sung; überschrieben  «.«Ljjaaäj  und  beginnend:  tX^I  ySyJvXAJü  (jiji>  J;<>^  jJ 
^^JJJ  ,j.+jCä  Sv\I  i3^j.=>-.  Die  Tabelle  führt  die  Buchstaben  des  arabischen 
Alphabetes  in  der  Alni(j(id-Ovdiim.\\g  an,  und  fügt  jedem  eine  Deutung  bei; 
es  kommt  darauf  an,  mit  welchem  Buchstaben  der  Name  des  Gegenstandes, 
von  welchem  man  geträumt  hat,  beginnt. 

9.  Fol.  525":  zwei  Talismane,  um  ehien  „Gebundenen"  zu  lösen 
ia5U-Ä.«i  JL«J  und  um  einen  Zauber  wirkungslos  zu  machen  ^j^-^äl  J.Jeb  *^. 


^)  sie!  1.   x«.Äi.A-w  =   n^aJIs*^   „es  wird  gesprochen,  berichtet". 


TürkiäCbe  Haadschritten. 


10         Türkische  Handschriften  5.  Vermischten  Inhalts 

10.  Fol.    526''  und   527":   ein   Madncnvl -Gedicht  mit  dem   Anfange: 

Zu  stark  beschnitten. 

11.  Fol.  5  27*- 535:  Briete,  darunter  einer  (Fol.  531'')  von  iAI'd  al 
faul  Efendi  an  Öiwizädali.  Efendi  und  (Fol.  5  34^)  der  von  Sultan  Qorqud  an 
seinen  Bruder,  den  Sultan  Salhn  1.  (reg.  918-9  26  =  1512—15  20),  geschrie- 
bene Brief,  welcher  aucli  in  der  Handschrift  Nr.  502  enthalten  und  bei 
Wickerhauser  S.   ft'A  und   244   in  Text  und  Uebersetzung  mitgetheilt  ist. 

12.  Fol.  5  37  —  539:  Titulaturen,  mit  welchen  Würdenträger  (Sul- 
taninnen, Veziere,  Statthalter  u.  s.  w.)  brieflich  anzureden  sind. 

Anfang:  üja**.'!   ^A,ilyii.l   ,jUal»«  »JaxJI   ^j^\y^  v_jIäJI 

LajJ.JI    x*xa.£   LjXt   d^/>  iUi&4..'l    |j.AJiyi.<    ^jLlai.«/    U^^'-^ 

13.  Fol.  540  u.  54  1:  das  Ende  einer  suiischen  Abhandlung.  Das 
vorliegende  Fragment  beginnt  mit  einer  Aufzählung  der  sieben  „Stufen" 
iui'j.«;   nämlich:    xjyÄjl    cy^XLo    jJLc    »^SjA    —    ,j**äj    |JL&    Äxiy«    ■ —    |JLä    »aj-x 

J.ÄÄ  —  v_Jlä  |JLe   »AJ'v«    —    Y-'    [J^   *^y«    — "   1^^)   (♦-'■*  ^^jy*  —  '^l'^^^  **^j* 

14.  Fol.   542:    eine  Bittschrift  an   einen  Pascha,  beginnend:    xJJl  J^^l 

&JÜI  g.^yi  ^LiLftJl  i_j^'  ij  vr^"^?  '''^•'  '-r*^  ^*  c>'°  <^*  *^^-'  J^-*^  '-^''^  J^^   cj' 

15.  Fol.  543  —  552:  am  Anfang  nur  wenig  defect,  eine  Abhandlung 
llber  Physiognomik,  o/^lji  und  o^iLö,  oder  besser  noch  eine  kurzgefafste 
Anthropologie.  Auf  Fol.  5  44''  erklärt  der  ungenannte  Verfasser,  wie  es 
2ücbi_.A-wl  und  Äxbvb,  Bücher  über  Pferde  und  Falken,  gebe,  so  wolle  er 
nun  ein  jooLj^jL*-.j| ,  ein  Buch  über  den  Menschen,  .schreiben.  Dasselbe  ist 
eingetheilt  in  zwei  Fa.^l .  von  welchen  der  erste  über  die  äufseren,  der 
zweite  (Fol.   55  0^)  über  die  inneren  Eigenschaften  des  Menschen  handelt. 

Anfang:    |vJLc    ^5^'^     r?    >^>^*^     »i^'    oi^i^ÄJ'    ^^-ai£<«i     5^X»o    ^d-MjS^jjo    üSLjo 

16.  Auf  den  Rändern  von  Fol.  543''— 545":  ein  ä/jLjXw,  d.  h.  eine 
kurze  Abhandlung  über  das  vorbedeutende  Gliederzucken,  welches  auf 
arabisch  j^^^-Äi.'  genannt  wird,  vgh  Nr.  10,3  u.  4.  27,3.  11,8.  125,4,a  und 
unten  AI.  22  dieser  Handschrift.  Stark  beschnitten,  wodurch  die  Anfangs- 
worte verloren  gegangen  .sind. 

')   Hs.  jwsLä.    ^Jö. 


Türkische  Handschriften  5.  Vermischten  Inhalts.         II 

17.  Fol.  553—556:  Fragment  eines  Werkes,  welches  allerhand  Anek- 
doten und  Ueberlieferungen  vom  Propheten  enthält. 

Anfang:  ^d^y^,  U-^)y^y  i5<^'  (5?^  ^'^)h  ^  «y>-«ä=*  i^^j 
Ende:  \^\^\  <5^'^  '^'^y?  ^^ 

18.  Fol.  5  60*-5  62''  und  fortgesetzt  auf  den  Rändern  von  Fol.  5  62*'- 
5  64'':  nach  dem  Ende  einer  anderen  Schrift  dieselbe  Abhandlunor  über 
Metrik  (jc^vc,  welche  auch  in  der  Handschrift  Nr.   70, t   entlialten  ist. 

Anfang:   ijöjjfi   r»^  J^^    ^j-^:*-^^   «-''j    tX-«-^"    *^    J^    ü^JLaJIj    sJ^    «JJ   cV^t 

19.  Fol.  565  —  571:  Fragment  einer  Schrift  über  die  Namen  Gottes 
und  die  Wirkung,  welche  dieselben  angeblich  tiaben  sollen,  wenn  man  sie 
eine  bestimmte  Anzahl  von  malen  ausspricht.     Vgl.  Nr.   44,6. 

Anfang:    jajj.JLJUe.    iUjj.iJuiLc    »aS*-Lfc    »j    w»■^*^    KXjJy*J^    J^^    Vy^ja    ^Oyi.iXif^ 

Ende:  ^j(yj^^  ^iCo  ^  i^\  ^^\  J^l  ^5<>-«l 
Durchaus  vocalisiert. 

20.  Fol.  608  —  617:  a)  einige  Anekdoten  vom  Propheten  und  von 
'All.  —  b)  Die  Namen  Gottes,  zum  Theil  mit  ßeischreibung  des  Zahl- 
werthes  ilirer  Buchstaben  (vgl.   Nr.   5*,6i);  ferner  Gebete  und  Talismane. 

Anfang :  »Oajsl  sS^  Km^  jS>  \d^\  /vi-w^  *^s'^  *^'  J^^  r^^'J^S?  ij'^*^.'Y^  ;4XJ><" 

21.  nach  einigen  Blättern,  welche  oftmals  den  Ausruf  J^  L  mit 
darunter  gesetzten  Puncten,  und  aufserdem  ein  paar  ganz  kurze  Notizen 
enthalten,  folgt  auf  Fol.  622''— 633  eine  medicinische  Schrift  über  die  Wir- 
kungen einer  oovaXHI  ^^Lc  „  Schwefel wasser"  genannten  Mixtur,  verfafst  von 
MuRammad  ihn  Hamzali,  zubenannt  Äq  Sams  al-dln.  Die  Abhandlung  ist 
betitelt  cio>-Jül  <-Lo  yjo\ys>  und  beginnt:  *_jLäX3I  sJ^aä  J^  Jyit  ^äJJI  xÜ  «X^sLI 
^j-xiiLjLJ  ^^cXff.     Am  Ende  datiert  vom  Jahre    1047   (beg.    26.  Mai    1637). 

22.  Fol.  635—640:  Fragment  eines  iwbjXw,  eines  Büchleins  über  das 
vorbedeutende  Gliederzucken;  .s.  oben  AI.    16   dieser  Handschrift. 

Anfang:  sijjüw  eui.o  kx)c>  (,3-L=»  \j^\  y^   «.wjXw  jcXaj 
Ende:  ^Lu.^Xw<  ^Ls  ^}yo  üS^^jüLwU  S\ 

23.  Fol.  641  u.  642:  ein  paar  Briefe;  vom  ersten  ist  nur  das  Ende 
vorhanden;  der  zweite  beginnt  mit  den  Worten:  iXaa  ^  |VJUaA..w  ^ä+äwc  *jls 
v_)l^    ijl   yi   ^Lä.    |V«mä-   ^\^^\    ^5^    (jc>öJjjl    ^S    Jaj    5lA.i.Uj'    i^AÄc    wijÄ    ;3^Äc 

2» 


12         Türkische  Handschriften  5.  Vermischten  Inhalts. 

24.  Fol.   644-659":   das  Ende  eines  Uol . 

Anfang:     ij^y»'  '■^  s^*  i^^         ^^^V-^^'^t^'  »Lc  ^iL^I  «^^r?  tX«' 

25.  Fol.   660—666:  allerlei  Gedichte,  z.  B.  von  BäqJ,  Ni^cinü  u.  a. 

26.  Fol.  G77-6S2:  das  Ende  eines  ajcb^y^xi  (s.  Fol.  681''  Z.  6),  d.  b. 
einer  Schrift  über  das  asketische  Leben.  Vgl.  Dresden  Nr.  65  u.  266, 
Upsala  Nr.   4  79,  Gotha  Xr.   45, i,  München  Nr.   20. 

Anfang:    _jv   -iLwJl.   S^i-Ä-'i   xaIä  viS.iUjiÄ' ^^  af  t^tXXi)  yct  ^^i>j'   >^,.«aAjo 

27.  Fol.  687  —  69  2:  Fragment  einer  Schrift  über  die  Trennung  von 
der  Geliebten,  deren  Reize  sehr  eingehend  geschildert  werden.  In  der 
Vorrede  heifst  es:   j^^  xjJ.I  iiLyc*i.|  xatsv  j^Liöl  i^Liwuo.  |^'>Äil  L«Lj  tXj^«ö'  w*-«^ 

Anfang:   ^^jtgj   i>t^   J^  jj  (jy^i  ^->   "^LxXj   stXÄi>La-j 
Ende:  jjL«  (j^A^jy*  *-jI  >-?  (j<^l 

Verschiedene  Hände;   Gröfse  der  Handschrift  23  X  15   cm. 

5*.     [Landberg  589.] 
Eine  Sammelhandschrift,    welche    einiges    Arabische   und    Persische    (s. 
S.    105  2  des   persischen  Kataloges),    zumeist   aber  Türkisches    enthält.     Die 
türkischen  Stücke  von  einiger  Bedeutung  sind  die  folgenden : 

1.  Fol.  S*"— 12":  atÄö.|jw  Lc^lisjue,  ein  hier  und  da  von  einem  kurzen 
Abschnitt  in  Prosa  unterbrochenes  MaOnaiot-Gedicht  über  die  Himmelfahrt 
des  Propheten,  im  Jahre  11 18  (beg.  15.  April  1706)  —  nach  Ahmad 
äanifzädah  bei  Flügel  H.  X.  VI,  631,  14  948  —  verfafst  von  lAhd  al 
Bäqi  Efendi  lÄrif  (s.  das  Schlufsgedicht ,  x^ylhXji  |VÄis>),  Avelcher  im  Jahre 
1125  (beg.  28.  Jan.  1713)  starb;  s.  über  ihn  Hammer,  Osman.  Dicht- 
kunst IV,   72. 

Anfang  (ein  wenig  anders  als  bei  Hanlfzädah): 

2.  Fol.   40"':  einige  Gebete,  U*>. 

3.  Fol.  45^-48'':  eine  Sammluno-  von  63  Traditionen.  Eine  Einlei- 
tung  fehlt  ganz;  die  Traditionen  werden  arabisch  mitgetheilt,  und  jeder 
ist  eine  Paraphrase  in  zwei  türkischen  Bau  beigegeben.  Ueberschrieben 
ist  die  Sammlung:  ^j~t^s\  s^aj^^Lä.!  cjUTIi^j». 


Türkische  Handschritten  5*.  Vermischten  Inhalts.  13 


Anfang:  Jp\  ^\SjJL   üH   JU^bH  U*l  öo^xil 

J.«£    V*~''   o>^->«'^>^    'r^^^'    lO^^T*    y^*"^^    ^»-^ 

Jf-^)   ^•^)y-tr-?   «i-'L/j-Ä-'L-j   JL»_£i't   L ►-jf 

4.  Fol.  4  8^':  die  acht  ersten  von  den  sogenannten  Sprlicliwörtern  des 
iAli,  arabisch;  jedem  derselben  ist  eine,  aus  je  zwei  Baii  bestehende  tür- 
kische Pai-aphrase  beigegeben.  Die  Ueberschvift  lautet:  \^yc^  j.ii.-UJLS' ft4.Ä.jJ> 
x.^j   ^'S  J^s..     Verschieden  von  Nr.   4  18*,7   und   435   fol.   24*'. 

Anfang :  l-^y^.  ^^^i^)'  ^  '  Uix-'l  oLiy  J 

c>iv*^''  7^  15^^  r^*  ^■^/j^  *^;^  u*^ 

5.  Fol.  4  9"'':  Copie  eines  Schreibens  des  Ushudän  MnJlmüd  Efendi 
an  Halyrädl  Mimirl  Efend.i  (vgl.  unten  AI.  7  und  8)  über  das  beschau- 
liche   Leben    i^yA.^.      Ueberschrift    ^t\Ji,_jl    t>»4-s'    ^^xltVjO.I    ^.^ÄJi^\    jsjjX-s 

iCvAÄJwii    i_;*JcX;e    |^wL2k>>*^    jL*uvl    5<XäjLj    ü5^oJ-w    &ÄJ .Jj>«.<C-:&    ^ctXÄi'    ^OjÄ/?    (^.3t  JLIj 

Anfang:   ijjie    y*'    ;3ä   i^oJs  xS'  x»a,'.I   (»i^Äl.   Ljjl  j.iLJl.'l   cXjij      juLä^v»;   *,*Xi 

6.  Fol.  4  9*:  zwei  Auszüge  aus  ^ajü::!*.'!  ^';.j^ ;  s.  Gotha  Xr.  59.  Wei- 
tere Auszüge  aus  derselben  Sclmft  finden  sich  auf  Fol.  157  u.  158,  173"'', 
192"  u.    195'. 

Anfang:    «Oö^j   ^c^L:^   sOj-j  i^y^  ^^JuJÜI   ^UJ  ^tX^j   ^J-t  «^''   ^•«-=';   J'»*   (»l-*' 

7.  Fol.  50":  ein  Schreiben  siV^y  des  2Iumn  Balyrädi  (s.  oben  AI.  5), 
welcher  sich  ^»aäJL  .x^^Ut   vJ^aXLI  ^^  >a*^I>j'  untei'zeichnet. 

Anfang:   |.ik.«,ili   v-äj'-is^   LjbIwiJ  ULcl   Lo  J^  «dJ  J.*i' 

8.  Fol  5  3''-94"  und  125-13  1:  ^L*i5'N|  >_jLaJ  (s.  die  Ueberschrift), 
eine  sufische  Abhandlung  nebst  ^uÄj■  (von  Fol.  9  2°  an)  desselben  MunJrl 
Balyrädt,  in  welcher  über  die  ädäb  der  verschiedenen  Berufsarten  gehandelt 
wird.  Auf  Fol.  223''  steht  ein  Duplicat  des  Anfangs  dieser  Abhandlung, 
und  dort  lautet  der  Titel  derselben  (iji  der  Ueberschrift)  k_iL»;üIifl  (_jlxaj; 
der  richtige  Titel  ist  i_,L^:i(t  cjbT.  '^L«JüiH  ljLäj  (s.  Fol.  125"  Z.  2  v.  u.). 
Die  einzelnen  Bestandtheile  der  Abhandlung  .sind  in  der  Handschnft  in 
folgender  Weise  verbunden:  die  erste  Seite  ist,  wie  gesagt,  zweimal  vor- 
handen, als  Fol.  53''  und  223*',  dann  müfsten  P'ol.  125-134,  dann  Fol. 
54—94  folgen. 


14         Türkische  Handschriiten  5*.  Vennischten  Inhalts. 


Anfang:  ('  |»*>l    ^  lixS  JJiJ^  xS'  'xxJwli'j-^Ä.  JL*.j    (jltX-Ä.    Jjl    ^l^^j  Jk»a. 

9.  Fol.  95''-100*:  das  Ende  —  die  3'°  und  4'"  Randak  und  die  Xä- 
timnh  ■ —  eines  Werkes,  welches  über  den  Projjlieten,  seine  Tugenden,  seine 
Gebote  u.  s.  w.  handelt.  Als  Titel  des  Werkes  wird  (Fol.  9  7^  Z.  3)  _Ü 
JoU^  *^j)^  'J^L**,^  angegeben.     Ich  finde  dasselbe  nirgends  erwähnt. 


Anfang:     »«>Jjij*.ii    '^r^^     tf50w«ä:a.     J^l    ^JwlJLw^     _Lj'    »i.<Ö^^     j-SJ^a..!    üüLilt    &«ö.Jl 

10.  Fol.  10(V'-107*:  eine  Abhandlung  über  die  Kinder,  Frauen,  Skla- 
vinnen, Oheime,  Tanten  u.  s.  w.  des  Propheten.  Dieselbe  ist,  wie  die 
Unterschrift  besagt,  fler  von  iAbd  cd  Bäql  (dem  berühmten  Dichter  Bäql, 
t  1008,  beg.  24.  Juli  1599)  verfafsten  türkischen  Uebersetzung  der  ara- 
bischen, ÜAjjJLJI  ^aJcI^JI  betitelten  Prophetenbiographie  des  ARmad  al  Qa- 
staläni  (t  9  23,  beg.  24.  Jan.  1517)  entnonnnen;  s.  die  Gothaische  Hand- 
schrift arab.  Nr.  1795  (Katalog  111,  3  7  0).  Der  türkischen  Uebersetzung 
des  £äq1  kommt  nach  H.  X.  VI,  24  7  der  Titel  ^j-aä^"  iJl**  zu;  dieselbe 
ist  auch  im  Jahre  1261  (1845)  in  Konstantinopel  gedruckt  erschienen 
(Zenker  11,    1201,   Wien,  Sitz.-Ber.,  Hist.-phil,  CL  III,    136,   254). 

Anfang;  '^^^'v^  i^^ifj'    |Ji*«j    **iÄ   JUu    jJlJI    Js^    *^rs^    |J^    J^'    «JL«';    ^ 

'^y«>*^  '(sie)  <Sy^}^}  'v^y*:?;^}  '^S;^y^) 

11.  Fol.  117*"— 119":  das  arabische,  Ks^^iÄjl  »jkA^aüJI  betitelte  Gedicht 
des  Tauzar i  (s.  Gotha,  arabisch  Nr.  1539,  Katalog  III,  164),  mit  beige- 
gebener türkischer  Umdichtung,  welche  auf  ^'  reimt,  und  in  welcher  jedem 
Bau  des  Originales  auch  ein  türkisches  Bau  entspricht.  In  den  einlei- 
tenden Worten  wird  der  Verfasser  der  türkischen  Uebersetzung  nicht  ge- 
nannt; der  Verfasser  des  arabischen  Originals,  welcher  sonst  gewöhnlich 
Ahü  'l  fadl  Yüsuf  ihn  MuHamviad  al-Tauzan  genannt  wird,  erscheint  hier 
unter  dem  Namen  Abu  'l  faM  Yüsuf  al  Mayribl  ^).  Es  wird  von  ihm  ge- 
sagt, dafs  er  ein  Zeitgenosse  des  berühmten  razäll  gewesen  sei,  im  Westen 
dasselbe  Ansehen  genossen  habe,  wie  jener  im  Osten,    und    auch    in    dem- 


>)  Qur.  XVII,  72. 

')  Tauzar  liegt  in  Ifrlqiyah   (im  jetzigen  Tunis,    wo    es    auf   den  Karten   als  „Toeer" 
erscheint). 


Türkische  Handschriften  5*.  Vermischten  Inhalts.         15 

selben   Jahre    wie    Fazäh,   nämlich    513    (beg.    14.    April    1119)    gestorben 
sei  *).     Das  erste  Bai'f  lautet  im  Original  und  in  der  Uebersetzung : 

..         ^^ 

Anfang  der  Einleitung: 

gf  (sie)    vk>^i";    (•_y*J'j    i5=»-    J^'    <^-*^    15J    (^'-«"Jj    '<^^^    (5^    <^~»^ 

12.  Fol.  119''-122^  verschiedene  Tar§Ji-  und  2'arM -  Gedichte  von 
YaHt/ä  (talschlich  als  »Joyaji  bezeichnet),  Qahn  und  Daftarl.  Anfang  des 
Gedichtes  von    YaJiyü: 

13.  Fol.    122'':  ßuchstabenspielereien,  auf  iÄh  zurückgeführt. 

14.  Fol.  123":  ein  kurzes  «jcbkäAA-oj  von  KamäljjaSazädah  (f  940,  beg. 
23.  Juli    1533,  nach  Rieu,  Catalogue  II,   5  14''). 

Anfang:  x!|  "3  ^1    tXjxöj  ^äj    ^^^I   U    IJljd jJ.aJI*J|    v^^    xJJ    <X»i.l 

15.  Fol.    123'':   ein  j..g.xe  s^JLo  genanntes  Gebet  mit  Erläuterung. 

Anfang:   ^(>.j|   x^^y  ä-UI   j.-S'  ^^  v:y..ö„s»   rj^  »^.«s  o^i.^ 

16.  Fol.  12  4"'':  zwei  Traditionen,  von  denen  die  eine  als  die  14'°,  die 
andere  als  die    18'"  bezeichnet  wird. 

Anfang:  v-'jJi^  vs?  &äJ^I  J^yji,  _L=i  jl  «-Ls^  »t^'  »^-i^  (*^V  ^'^^-^ 

17.  Fol.  136^'':  ein  paar  Briefe,  der  erste  von  Si/laimäi/.  Efendl  an  den 
Grofsvezier  Miüiammad  PaSa  über  j^,  die  Mahlzeit,  welche  während  des 
Ramadan  vor  Anbruch  des  Tages  gehalten  wird. 

Anfang:  (sie)   ^4X♦J^S'L^.  5tXj^LJj  ^jLäxiN    _^  vJkJOiccgJI   ■■U*«!  ^jLojoj 

18.  Fol.  1  SS"— 141":  eine  Erzählung  von  Xadir  /li/ila  imd  Ja  'l  qar- 
nat'n,  mit  angehängtem  tXiJ. 

Anfang  der  Erzählung:    s^JLäJI    iuJ.Ä    (.sicj   -..äs.    ^j^a^    ^j-xj-Jüt   ^j   ^tX-iX*.,! 

des  J.ij:     *jl**    yJ^I  *^  jjJjl    xj^aä    v'^)'.?    '^^t^    v-jLäs'I    iua^.    ^on — -oj  yi 


«4X.iiik^jl    *älj   »JkÄ*wÄ.Uv   ^  <\  >jl    ^^jl     \y-fA^   *sSjy^    >OwLw»jl  ■      razäli  starb  aber 
bekanntlich  bereits  im  Jahr  505  (beg.   10.  Juli  1111). 


16         Türkische  Handschi-iften  5*.  Vermischten  Inhalts. 

19.  Fol.  14  0''— 14  1'':  allerhand  Gedichte:  das  erste  eine  Kaside  von 
Ahmad  Efendi,  einem  Einwohner  von  läS-w^l;  dann  folgt  ein  Ghazel  von 
Snltan  SulaimCin,  dann   TcCri%  u.  s.  w. 

20.  Fol.  14  3":  eine  Angabe  darüber,  für  wessen  _^n  man  in  jedem 
Monat  den  Qur'än.  lesen  oder  lesen  lassen  solle:  im  Mullarram  für  die  _jn  des 
äasan,  des  li/isim/.  und  ihrer  Nachkommen,  im  Hafcir  für  die  sämmtlicher 
Propheten  und  Heiligen  LJ^Ij  LaajI  äJL».=»,  im  Rahli  I  für  den  des  MuJiavi- 
mad  jJ.Jf  ^AAi»,  im  Rahli  II  für  die  der  „Gefährten"  ^■■-fg.A^  u.  s.  vv. 
Die    Ueberschrift   lautet:    <:j'^\  's    5j>.jI    v-ä    ^^^äjI    e.'^^^-v^  ^^j'--^-'    &^^^    (jM 

21.  das.:  unter  der  Ueberschrift  .«*«/  o^ää  ^Lj  .:>  „über  die  sieben 
Siebentel",  eine  Anweisung,  wie  man  den  Qur'än  einzutheilen  hat,  um 
denselben  in  einer  Woche  ganz  durchzulesen  (um  ein  x^ää  zu  machen). 

Anfang : 

22.  Fol.  144"- 146^  (Rand):  Hymnen  ^^I| ,  zum  Theil  mit  Angabe 
ihrer  Melodieen  (i*^,  ^y^)'^  dann  andere  Gedichte  von  Uskudäri  MaRmüd, 
ATimad,  Lnttjt,  Qid)Tü,  ßCiqJ,   MiiMudwuuI  Efendi,  Hadri. 

23.  Fol.  146":  eine  Anweisung,  wie  man  in  den  einzelnen  Nächten 
des  Ramadan  beten  soll,  überschrieben  (^=»b^>Uä  sjkjjjw£v.f  ^iy-^^  ^j'-"^; 
v(>..i.Jjl  ojIj   xIjI   x*a.^ö  "^^h)   *^ ;'^  )''*^   ^^""^  beginnend:   ^^s  vi>JLo  ^j.j   ^A 

24.  Fol.  14  6'',  am  Rande:  zwei  kurze  Auszüge  aus  (.^*«yi  t>UÄ  (vgl. 
die  Handschriften  Nr.  10  0-102)  und  der  s^tXä  J%J3\  j^A-i  Liil^  kJLw^ 
jLxj  jJÜi  x+i>v  t>^a.wJI  ^jl  ^_^^Ä:£sJ| .  Weitere  Auszüge  aus  der  letzteren 
Abhandlung  stehen  auch  auf  Fol.    147"'',    US"**,    189\ 

25.  Fol.    147":    ein    arabisches  Gebet,    genannt  ^«— «,1 cc>  »sl säL-.-,f  (s. 

Fleischer  im  Leipziger  Kataloge  S.  408'',  o),  mit  türkischer  Einleitung. 
Der  Unterschrift  zufolge  den  ^X^\  3y^^  des  äasan  ÄqMsän  (f  1025,  beg. 
20.  Jan.  1616)  entnommen,  welches  Werk  von  ä.  X.  I,  339,  853  erwähnt 
wird,  in  Leipzig  Nr.  231,  Dresden  Nr.  177,2  und  Wien  Kr  äfft  Nr.  4  75 
handschriftlich  vorhanden,  und  von  Gar  ein  de  Tassy  im  Journ.  Asiat. 
IV,  213-226  und  283-290  übersetzt  ist;  das  obige  Gebet  steht  daselbst 
auf  p.    224. 

Anfang:   ^^iXj|   ^JJs  Luö  yij*^  sJüJlI  s^Lsä--!   ^r  JjCL   SvUi*vf   '<^\yLo 


Türkische  Handschriften  5*.  Vermischten  Inhalts.         17 

26.  Fol.  149*,  die  Lebensdauer  der  Propheten  von  Adam  (l  000  Jahre) 
bis  Muhammad  (63   Jahre). 

27.  Fol.  149'':  ein  Abschnitt  über  Gebete  und  Cäriinonien  bei  Be- 
gräbnissen, übei-schi-ieben  »Jö-io  JUj>  jj^Uijl  stU^JL^v-«  rjL<w<  ^)Uj  »vLäs. 
,o  und  beginnend:  ^^>  stUjLo  JU^  l^^;'  »tVjvUi  svUa...  Der  Unterschrift 
zufolge  einem   Werke  des  Titels  XisiJI  entnoTunien. 

28.  Fol.  15  1":  erst  ein  ^.ci*i|j  v'^'j  7^^''  r'^i  ^'^^\  J^ü  ^  ^-Lk«, 
beginnend:  »tXÄcL^  s^is  piLw.JI  «u-U.  ,^*«y  v:i)~o.i»  ^j^f  wj  sS^  yiX-iu^Xf  8>>»Ai»- 
ijiTjJol  ojLä.Läxi  und,  der  Unterschrift  zufolge,  einem  Werke  mit  dem  Titel 
J^yi  sK-cixi  (vgl.  H.  Z.  V,  557  f,  sämmtlich  arabisch)  entnommen;  dann 
eine    Erzählung   ojK=»    aus    demselben    Werke,   beginnend:    ^lia^^    y^^    o 

29.  Fol.  15  3":  die  geheime  Bedeutung  ^^ijuo  l)  der  voces  memoriales, 
welche  erdacht  sind,  um  die  Abgad- Ordnung  des  arabischen  Alphabetes 
dem  Gedächtnisse  einzuprägen  (tX=;',  \yo,  ^^  u.  s.  w.),  und  2)  der  ein- 
zelnen Buchstaben  in  der  gewöhnlichen  Ordnung  desselben  Alphabetes  (I 
=  Jj ,  10   =  okjil ,  cj  =  jüCwl,  lij  =  |V.iltXJo   u.   s.   w.). 

30.  Fol.  153'':  derselbe  Brief  2Iuräd'ü  I  an  Ewrenos  Beg ,  welcher 
aucli  in  der  Handschrift  Nr.  260,3  enthalten  ist;  man  s.  dort.  Auch  hier 
ist  der  Brief  aus  der  ersten  Dekade  des  Sauwäl  788   datiert. 

Anfang:    ^lia.    ^\^*.L^   ^-^    (.»a/j!    j^^ildJ-»  xS'  siXJjl    ^S^    ^y?y*^    ^y'j  yi 

3  1.  Fol.  ISS**:  ein  Ghazel  von  Tuyrä'i  mit  dem  Anfange:  ^.y*^  x.<äj 
^0»:>ÜDwj  Jt  juai.  S-S  y^\  ein  desgl.  von  BahiStT,  und  einige  Murahbai,  zu 
deren  beiden  ersten  die  Tonarten  ^y^to  und  ^^^L*ikj  angegeben  werden. 

32.  Fol.  ISB^'-ieo^:  Auszüge  aus  cj^L**-  ^U*j/  (vgl.  Nr.  26,2),  ^ly( 
,j>^iLiljJf  (s.  oben  AI.  6),  ^yi^o  «>JVi?-  (auch  fol.  192';  persischer  Text  mit 
türkischem  Commentar,  wolil  von  illmi^)\  s.  H.  X.  V,  3  76,  Dresden 
Nr.  162,  Wien  Nr.  525,  Dorn  Nr.  596, 1,  Budapest  Nr.  33, 1),  «^Lg-Ä^ 
^.JoLäJI  (s.  Gotha  Nr.   77;  weitere  Auszüge  auf  Fol.    192'',   195='  u.   197'). 

33.  Fol.  160'':  ßlS  Ufix.  (Fol.  161"  Z.  13),  dieselbe,  in  acht  Bah 
eingetheilte,   allgemein    ethische    Abhandlung    des    Ahmad   al    Muhammadi, 


')  betitelt  ^£yj.JL^i\    »äÜI    k^ul»».!    c^LäJ;  vgl.  Nr.  35,2.     lieber  illmi  {Bedch),  welcher 
im  Jahre   1025   (beg.  20.  Jan.  IGIG)  starb,  handelt  Hammer,  Osman.   Dichtkunst  III,   161. 

TArkiBche  Handschrifteu.  3 


18         Türkische  Handschriften  5*.  Vei-mischten  Inhalts. 

bekannt  unter  dem  Namen  Farldän .  welche  von  H.  X.  VI,  11,  12  560') 
erwähnt  wird  und  auch  in  der  Wiener  Handschrift  Krafft  Nr.  489  ent- 
halten ist;  nach  und  zu  dieser  Handschrift  giebt  Krafft  den  Inhalt  der 
acht  Capitel,  und  zwar  mit  der  vorliegenden  Handschiift  übereinstimmend, 
an.  Dasselbe  Schi'iftchen  ist  wohl  auch  in  dem  Drucke  von  Konstanti- 
nopel 1289  =  1872/3  enthalten,  welcher  \m  Joiirn.  Asiat.  1873,  I,  549 
Nr.  4  4  beschrieben  wird;  freilich  soll  derselbe  nur  sieben  Capitel,  gegen- 
über den  acht  des  vorliegenden  Schriftchens,  enthalten.  Was  die  Zeit  der 
Abfassung  betrifft,  so  sagt  der  Verfasser,  dafs  der  Titel  zugleich  als  Ohro- 
nogramm dieselbe  angebe'');  es  konnnt  also  darauf  an,  in  welcher  Form 
der  Titel  zu  lesen  ist,  ob  arabisch  'ill.\  —ixka  (wie  in  der  vorliegenden 
Handschrift  und  im  Drucke),  oder  persisch  cyJ^>  ^Uäx  (wie  bei  H.  7..  und 
in  der  Wiener  Handschi-ift):  im  ersteren  Falle  erhalten  wir  1013  (beg. 
30.  Mai  1604),  im  letzteren  982  (beg.  23.  April  1574)  als  Jahr  der  Ab- 
fassung. —  Eine  andere,  von  einem  gewissen  Ahmad  auf  Wunsch  eines 
Lülü  PaSa  verfafste  mid  in  acht  Ma^Us,  deren  Inhalt  von  Fleischer  zur 
Leipziger  Handschrift  angegeben  wird,  eingetlieilte  Abhandlung  gleichen 
Titels  ist  in  Dresden  Nr.  42  und  82, i,  in  Leipzig  Nr.  221,i  iind  wahr- 
scheinlich auch  in  Cambridge  (Palm  er  S.  87^)1  vorhanden;  endlich  ein 
drittes,  gleich  betiteltes  türkisches  Schriftchen  ist  im  Jahi'e  127  4  (185  7/8) 
in  Konstantinopel  gedruckt  erschienen  (Dorn,  Catalogue  des  ouvrages  etc. 
p.  2  nr.  5). 
Anfing:  tf  ^c>  l^j  ;JjÜ'  ».^^{j.^  ^  '^\^  Ss^-fJ^  vvjU  J^I  {' JL.^jI  ^  0<4^ 
33".  Fol.  163*'  u.  164'':  persisch,  eine  Zusannnenstellung  und  Erläu- 
terung einer  kleinen  Anzahl  sufischer  Kunstausdrücke.     Der  Anfang  lautet: 

^l>      *iy-«ol      ILtJS     tXÄÄ.      ^J.J\      4X*J      1*1 (J-aJUiJ!      VJ^      äJJ      Jk^^l 


')   hier  heifst  der  Verfasser  ^M.SyXi\    tX*^!    ^jjoji. 


"j  a.  a.  0.:  ^ctUii'   -^Xj^    s^^mjS  ^ji>   s1A.\    _Lxäx>. 

^}  für  die  Identität  dieser  Cambridger  Abhandlung  mit  der  Dresden-Leipziger  spricht, 
trotz  der  Tcrschiedenen  Einleitungs-  und  Endworte,  die  Dedioation  an  Lülü  PaSa.  Die  An- 
gabe des  Verfassers  {Al'mad  al  Tmtgili)  und  des  Abfassuugsjahres  (982)  dürfte  wolil  Pal- 
me r  ohne  Nachprüfung  dem  oben  citierten  Artikel   des  //.  X.   entnommen  haben. 

",)  sie!    es  ist  wohl   JL.j;ul    Lj  zu  lesen. 


Türkische  Handschriften  ö*.  Vermischten  Inhalts.  19 

34.  Fol.  165'— 166':  eine  kurze  Geschichte  der  osmanischeii  Dy- 
nastie, überschrieben  **'rJ  <->^  ijUic  Jt  ■4>^.)y^  \J^*r^.  )^,  'i'ifl  mit  der 
Thr(Mibesteig-Hng  MurCuTa  IV.  (im  Jahre    103  2  =    1623)  endigend. 

Anfang"  »jOiriAj  ^jl*v.Xlw  Sj^äJI  kiLÄ_jj.Jj>woo  (♦-^'*_5  ^^^  iiL*J'  *J-''  i^-^  «Sjl?^  ^^^y^ 

35.  Fol.  167':  im  Innern  eine  Erzählung  ool5^,  welche  von  Xu'äfjah 
Aümod  al-sädiq  al-Naqßhandi  (vgl.  den  Katalog  der  persischen  Handschriften 
in  Gotha,  S.  123*  Z.  4)  handelt;  am  Rande  ein  ^\yi  JU  mit  dem  An- 
fange: iiisA«-lj|  o^xj  (jj.4Äj|  e>«4.Ä^  5 -Ävi*/  ^j.^3. 

36.  Fol.  168":  eine  Zusammenstellung  der  Inschriften,  welche  angeb- 
lich MuTiammad,  die  vier  ersten  Chalifen,  Sidaimän,  sowie  einige  andere, 
für  heilig  geachtete  Männer  in  ihrem  Siegel  führten. 

Anfang:    ^^    i^J\X^^  CNi*J    ^j*^^»^''    J^';    ^ä-'^j^  )^.    j'-^j    u^iX^-s»   \cjy.<ä^ 

37.  Fol.  168'':  Personalbeschreibung  äaIä.  des  Propheten  und  —  am 
Rande  —  des  Abu  Bahr  und  des  iUrtinr.  Die  des  Propheten  ist  über- 
schrieben, ^j.aJL*JI  1-jn  Jy-*'^J  (sie)  ^j-aaäJI  |vjL=>-  ^U,jL§=»  Jt^Ä.  >4^x  äaJLä. 
tXJl   s«^;}'   c^-'r?-   |*-'-*"5    ''•f^   iiL*J'   Ä-Ui    i^-o   i—äixÄ-o    jLf.Ä' . 

38.  Fol.  170*"- 171*:  eine  Abhandlung  des  &ai-/_  nl  isläm  Xwä^ah  Ce- 
lebi  Efendi  über  die  jiLJyi  d.  h.  die  Perser,  deren  Tödtung  gleich  im 
Anfang  als  gesetzlich  erlaubt  bezeichnet  wird,  so  dafs  derjenige  aus  dem 
Heere  des  Islam  d.  h.  der  Türken,  der  gegen  sie  kämpfe,  (^xLc  und 
derjenige,  der  von  ihnen  getödtet  werde,  cVA^-i  sei.  Es  wird  gefragt: 
(^sli  m^Vj'  tM*  ^Sy^^  |J«3*Xa»/I  y\Mi^  '--')^)'  J^^  ij'-^  Lc«-w  (iJCÄ^uJLftjLb  (jiüjyi 
^)yiy\  «Xj^S-"^  7^^'  Jy^  stVjJülj,  und  diese  Frage  wird  bejaht  (^^jO- 

39.  Fol.  17  2^—173'':  allerhand  kurze  Auszüge;  so  aus  i^SlÄil  (JjU.> 
von  Kamälpa^azädah'^)  (s.  Nr.  176  des  persischen  Kataloges),  aus  ^aJ 
i_5,L«+JI  von  Siiräri^)  (s.  Nr.  489  des  vorliegenden  Kataloges)  und  aus 
^xJüiL*J|   .1^1  (s.  oben  AI.   6). 

40.  Fol.  17  4":  ein  Stück  (lo  Bm't)  ans  der  xjJ*-*.^  des  Yazigi-oyli; 
s.  Nr.   37  If 

Anfang:    Lyö^fl  tX*.wl  J^l  luüi  jj  5i\«v£  n>j5'        Lav^I   iXj^  J^I   |va^  J>tXjl  oo'j; 
(S.   7  7   der  Ausgabe  von  Kasan    1845). 


')  ^e»-Lcl   j^A:a.Jt>   ^jL>o,  zwei  Zeilen. 
^)  (^wf   ^-Äjjjuj  und  cUä-I   uttjjij. 


30         Türkischo  Handschriften  5*.  Vermischten  Inhalts. 

41.  daselbst:  eine  Angabe  darüber,  wie  oft  jeder  Buchstabe  des  Al- 
phabetes im  Qur'än  vorkommt;  vgl.  Nr.  14,'ii  des  persischen  Kataloges. 
Hier  werden  folgende  (zum  Theil  handgreiflich  falsche)  Zahlen  angegeben : 
I  f^Avit,  ^  tit't'v,  o  i.pcv,  cy  «ti^'f,  ^  erriet',   _  öt'irv,  ^  öt^«.t",  o  ««i'ir,  j 

«Hrf ,  s  elf  ff,  ^  eleu,  ^j«  öIoI"),  ji  «fllo,  ^j*  «fA«A,  ,^0  <slf\f,  is  «ir^t^.  Je  eoAff, 
c  elf  11,  c  ert"),  o  elAM,  ^  elAlt",  liS"  t.eff,  J  Weff,  j.  ftlfA,  ^j  fllee,  ^  Ia.a«, 
8  eefAl,  Ü  fevH,  ^c  f evM ;  als  Gesammtzahl  aller  im  Qur'än  vorkommenden 
Buchstaben  wird  \"'V**i'  genannt. 

42.  das.:  Angabe  über  die  Zahl  der  oLö^.«ais.,  welche  im  Qur'än  vor- 
kommen, d.  h.  über  diejenigen  Verse,  welche  sich  auf  einen  besonderen 
Punct  des  muhammedanischen  Dogmas  beziehen;  wie  (>.As.yi  100  2  Verse, 
ü^JLö  66  Verse,  *La.«o  3  2  Verse,  L  200  Verse,  lyi.  7  3  Verse  u.  s.  w.  Die 
Ueberschrift  lautet:   vj»  (sie)  «yL3^.»a=^  cJ^^'  '^i'j  '>'^'-^''   ;»^^^  u't** 

43.  Fol.  174'':  ein  Auszug  aus  den  cjLj^-U.,  welche  in  den  Hand- 
schriften Nr.  108  u.  108*  enthalten  sind.  Die  Ueberschrift  lautet:  iljl 
^JLsi  (jLaj  ^\  stX-cikJ^I  jü\y  Ä-bl  (^J^i?  xi  LS"*^'^'  u'*^' '  '^'^^'  -^-Uszug  beginnt 
mit   den    Worten :    »-Ljs.^   ^j    lS'*-^'    ^"**«    u''^'    sJoLiaÄ*i».c    ^_}Lxf  «Li    äjO^«*/) 

4  4.  das.  am  Rand:  ein  Fahoä  des  yl5z7  '1-sulüd;  Fol.  175'':  zwei  Aus- 
züge (Entscheidungen,  oS:)    aus    den    ^Liöl    des  J^^/^  Öelebi  und    des  i^/? 

45.   Fol.    175*'— 183'':    eine    sufische    Abhandlung    ohne    Angabe    eines 

Titels  oder  Verfassers,    ausgehend  von  einem  Citate    aus    dem  Werke  juajo 

^^^^jJLsLäJI  (s.  Pers.  Nr.    265).     Ein  Citat   aus  diesem  Werke,    aber    türkisch, 

steht  auch  auf  Fol.    194\ 

Anfang:    ^)i\  ^j^  «JiJLb.  J^äv,!  J^  »yliiJlj  ^1^1,   JiLii  ^Ij  ^jJl  aJJ  «xU-t 

4  6.  das.  am  Rande:  eine  Anzahl  Fatwä  von  ÄViviod  ihn  Kaviäl  d.  i. 
KamäljjaSazädah,  Abu  "l-suiüd  u.  a. 

47.  Fol.  178"  am  Rande:  eine  Anweisung,  wie  man  an  den  einzelnen 
Wochentagen  beten  soll. 

Anfang:  (^.^sjol  ^*i.j|  ^j  (äX^JLi^  S\ 

48.  Fol.  184":  ein  kurzes  Lehrgedicht  in  39  (sie)  MaOnawi- Bait, 
überschrieben  sj^  eJjl  ^.j  ^■j^^  ^''  fj^  J^  cjs-ö^  \f  J-g^-  LoLjoj  und 
beginnend : 


Türkische  Handschriiten  5*.  Vermischten  InhaHs.         21 

Es  ist  dasselbe  Gedicht,  welches  auch    in  Nr.   -llS*,«    steht   und    dort    dem 
Dichter  lAzmi  zugeschrieben  wird;  mau  vgl.  das  dort  Beigebrachte. 

49.  Fol.  184*':  ein  anonymes,  in  Ma6iiaicl-\ eisen  abgefafstes  Lehr- 
gedicht über  Waschungen  ('^«  und  J.*»**)  und  Gebet  (»jXo).  Die  Ueber- 
schrift  lautet  S^LaJI  isj»-^^   c''-»:!- '  ^Uäa5^  jj ;   der  Anfang : 

50.  Fol.  186"— 187":  Varia;  zuerst  3IadnaiüJ-\erse  über  die  iüjIIsjL«/! 
a^^\  (Anfang:  ofJLa  cjU^^**^  \iXM.i  (s*y^.  (J^<^  y■^^)^  ^^uf  fol.  vers.  eine 
Aufzählung  einiger  der  wichtigsten  Daten  aus  dem  Leben  des  Propheten, 
u.  dgl.  m. 

51.  Fol.  187''- 188^:  die  „hundert"  (genau  101 )  Namen  Gottes. 
Den  arabischeji  Namen  ist  1)  der  Zahlwertli  ihrer  Buchstaben  mit  Ziffern, 
und   2)  eine  Erläuterung  ilires  Sinnes  in  türkischer  Sprache  beigegeben. 

Anfang;  _  «^  I 

\'6\  i"\\  tl 


jy   j_s.j.x.wl  C^--'   ^-^^^  ^5)*-^'    t^-Uax    »jilö 


5  2.  Fol.  188'':  eine  kurze  Angabe  darüber,  wozu  gewisse  Zeiten  und 
Stunden  gut  sind,  cjLcL«,j  «üUy  tXrljj'.  Diese  Art  des  Aberglaubens  pflegt 
sonst  cl>I^Lxä.^(|  |wlc  genannt  zu  werden:  vgl.  Persisch  Nr.   309. 

53.  Fol.  190":  eine  Entscheidung,  o^  *)5-^'  datiert  aus  der  letzten 
Dekade  eines  Rahli  I;  das  Jahr  wird  nicht  genannt. 

5  4.  Fol.  192'':  eine  kurze,  anonyme  Abhandlung,  welche  von  der  Er- 
schaifung  des  Menschen  aus  (jiot,  J^,  ya  und  ^jU^  ausgeht  und  mit 
den  Worten:  xllt  ^^ye  ^\  ^ ^^.x^  iülj  tXl.s'  äÄaj  J^  'iyLä}\y  ''»^y^  <J^^I 
^;oU£  (^ÄjJLj-«is.  (iljüj  üS\Lj  beginnt. 

55.  Fol.  19  4'':  erst  ein  ^^UjI  oü^jü'  {sC>  \d^~>.  ooLlä  ^L»jI  Jkicl,  ^^UjI  l^ 
^o  |^**etjy  soL.g.*i ,  x<>  (^aIs  isJUjo^  (jUjJ  (jrV)  'i-  **■  "•))  th'^"ii  (j')jL  ^i"*?  ^^^" 
sammenstellung  von  Mafsen  imd  Gewichten   (»aü',   icl~Jül,  i^^j  u.   s.  w.). 

56.  Fol.  196"— 19  7'':  dieselben  40  Traditionen,  mit  derselben  türki- 
schen Paraphrase,  wie  beides  auch  in  der  Handschrift  Nr.  8*,i  enthalten 
ist.     Man  s.  dort.     Ueberschrift :  ,j.a*j;'  Oj^X^^. 

Anfang:  i\.sis.M\^  <>m*,^sj  2iij-Äj  »t^  i^^  (j.*J  tcX*^. 

57.  Fol.    198^—201":    Biographien    aus  einem  Werke  des  Titels  v_ajiLä/> 


23         Türkische  Handschriften  5*.  Vermischten  Inhalts. 


Anfang:    ^jJ>jtX^    xT  nJ   juv-.i'  J^l    ^    s^*^    JIjus    jJJI    u-tVJ»    i^yl    v'j^    y' 

58.  Fol.   202*— 209'':   Jl^i-'l  »Tyo,  dieselbe  Abhandlung  des  iÄll,  welche 
nucli   in   der  Handschrift  Nr.   3G,i    enthalten  ist.     Man  s.  dort. 
Anfang:    y\^L>^^~j_  L9-''-='5  )^'^'^  «jLc  Jjl    \U»«.j   (j-'-:v^ 

5  9.  Fol.  213":  ein  Traum deutebuch,  jwÜj-iajij  ,  keinem  Geringeren,  als 
dem   Propheten  selbst  zugeschrieben. 

Anfang:   ^}i^=>S   ^.^j^Xs.  Jl*j'  xJJt  (jI«-<ö^  ^\S  \^\.^\  p^^*Jt   s-Jx.  j-;-tJuo   \^^  y^ 

60.  Fol.    216^-217^    Faiwä  von  ^Ä?7  "l-sulüd  u.  a. 

61.  Fol.  2  17"'':  ein  paar  Auszlige  aus  jLäJI  w^Lowc;  s.  //.  X.  V,  495, 
Dresden  Nr.  235,2  und  lioyili  Ptisa  N.  651.  Aus  dem  Artikel  H.  X.'a  er- 
fahren wir,  dafs  der  vollständige  Titel  des  persischen  Originales  oLow* 
jUJI  JI  ltXA*Jl  ,^  'J-L*.'!  lautete  und  der  Verfasser  desselben  Na^ni  al-dln 
aha  Bnkr  iAhd-nUäh  {hu  Mnücmunad  ihn  Sähädiir  al  Asadi  ol-Bäzl,  be- 
kannt unter  dem  Namen  Däyalt  hiefs;  ferner  dafs  der  türkische  Ueber- 
setzer,  Qäsini  ihn  Mnlhnüd  aJ  QaraJiisOri,  seiner  Arbeit,  welcher  er  den 
Titel  oLaJI  oLaCj-*  s*=.j.j  J,  '■  o\jJ\  JI  ^jJovJ'  oLivI  gab,  dem  Sultan 
Mriräd  II  (reg.   S24— 85  5   =    142  1  —  145  1)  zueignete. 

6  2.  F<d.  218''-219^  ein  Schreiben,  von  Aha  'l-sulüd  an  Sultan  Su- 
laimün  1  gerichtet,  als  derselbe  sich  auf  dem  Feldziige  gegen  Szigeth  be- 
fand:   y\y*SijM   ;t>Owlj'»,^~v   ijLia.   jjUaJLw   (jUaX**,   sUjJLc   8l/ik>Lj   p^r«   i>^Ju«Jl  ^1 

Anfang:   'JLiNfj   i(t>LjuL.'t   ,j.aas.   sie  'Jik^-Ij   s+kjiJI  J^-Ji'l   sj^ 

63.  Fol.  222"'':  der  zweite  Fad  aus  irgendeiner  Schrift,  welcher  ^ 
L^Äj  J^  «jLa-*=-''  LNi*J  (Ju.«iij  handelt;  diese  roth  geschriebene  arabische 
Ueberschrift  wird  daini  türkisch  übersetzt:  ^=»1  ijaju  wIjc*ä.o  yaju  ^^'~> 
\iXi\  ^JLAJ  i^Ä.jJ.t  wücXjijäi  sjOnv.I. 

64.  Fol.  224"— 231":  ein  immerwährender  Kalender,  jueLivjN,  mit  vielen 
Tabellen  und  Kreisen. 

Anfang:  JjCJLs  'Jou   Ixl    ',j.aji+2»(    jJIj    (JÜä'    xaaj    J^    s^JLäJI^    XA.y    aXi  iX^\ 


')  sie?  1.  »J 


y  y»? 


Türkische  Haudschriften  5*.  Verniischteii  Inhalts.         23 

65.  Fol.  23  1'':  ein  a^bs-i  von  Bcnjazid  ßtstäml;  erst  ein  einleitendes 
Ghazel  mit  dem   Anfang: 

^My-Ä_>l    (ä5L»--Lj    j^»_j&j.£   ^cl    (.Jw-JL-jI    fjhj     -(a»«.    ,_C_«, 

Dann  da.s  eigentliclie  jwLs-ä,  aus  Buchstaben  bestehend.  Ein  ähnliehe.s 
jüobsjÄ,  welches  dem  Ahü  ^l-suiüd  Efendi  zugeschrieben  wird,  steht  auf 
Fol.    233*. 

66.  Fol.  2  34*'— 24  1*:  eine,  in  eine  Muqaddimah  und  drei  Bäh  einge- 
theilte  Abhandluno-  über  den  Freitagsg-ottesdienst.  Schief  geschrieben,  von 
anderer  Hand  als  die  übrige  Handschrift. 

Anfang:   J^l  ^J  *JLJI   J^_w^   ^   ^iL^'^    s^-«!.'!^    (sie)  &JU    J^il   «JJ  tX^il 

67.  Dazwischen  stehen  auf  Fol.  23"''  und  23S"  allerhand  Verse,  von 
wieder  anderer  Hand  geschrieben.  Den  Anfang  macht  ein  Ghazel  von 
iAh  PaSa,  dem  Statthalter  Jl^  von  Baydäd. 

68.  Fol.  2  4  1*'— 249'':  von  wieder  anderer  Hand  schief  geschrieben, 
das  jwbsjljit.  oder  iwbautsl.  des  Waisi,  welches  auch  an  erster  Stelle  in 
der  Handschrift  Nr.  28'*  enthalten  ist.  Man  s.  dort.  —  Am  Ende  nennt 
sich  als  Schreiber  i:i;b.tX>l  S-oäü  ^J.s■  ('  w.«iÄJl  \Li<^  und  giebt  an,  dals  er 
seine  Arbeit  am    16.  Saihün   llu2  (=    15.  Mai    1691)   vollendet  habe. 

Anfang:   (^JLjJbyÄä^   jj.jjjl^L.^2>.   »Lii^b   J.l   Li.   J>.»~v   ^5';'(j-*^   |*^y-*J 

69.  Fol.  25  0":  allerhand  Recepte,  zuletzt  ein  solches  zu  einem  Apfel- 
trank, welcher  gegen  Herzschwäche  gut  sein  soll,  eui*.ö  ^^>Jb'  -,\Ji3  ooj-i 
vjjiib. 

Die  ganze  Handschrift  hat  253  Blätter  von  26,5  X  13  cm.  Der  gTofste 
Theil  der  Handschrift  ist  von  einer  guten  Nastaihq-iia.nd  correct  ge- 
schrieben. 

6.    [Diez  A.  8».  82.] 

Ein  Collectaneenbuch  n^**-^  buntesten  Inhalts.  Durch  die  ganze 
Handschrift  hindurch  kehren  immer  Gedichte  eines  Mannes  wieder,  wel- 
cher sich  des  Taxallus  ^~^^Xi  Nüzuhl  bedient;  da  nicht  selten  (wie  z.  B. 
auf  FoL  9\  10'',  ll^*",  15^ff.)  Gedichte  desselben  mit  dem  Beisatze  ^yy^ 
mitgetheilt  werden,  so  wissen   wir  also,    dafs    dieser  Näziüä   derjenige   war, 

')   yÄ^  ,  Gericbtadiener. 


24         Türkische  Handschriften  6.  Vemiischten  Inhalts. 

welcher  die  ganze  Handschrift  zusammenschrieb.  Auch  die  Zeit,  in  welcher 
er  lebte,  läfst  sich  mit  grofser  Wahrscheinlichkeit  bestimmen.  Auf  Fol.  45* 
nämlich  wird  ein  Verzeichnifs  der  osmanischen  Sultane  mitgetheilt,  und 
zwar  wird  von  jedem  derselben  (übrigens  vielfach  unrichtig)  das  Jahr  seiner 
Thronbesteigung  (j-^=»  und  die  Dauer  seiner  Herrschaft  angegeben;  der 
letzte  aufgefülu'te  Sultan  nun  ist  Ihrälüm  I,  von  welchem  aber  nur  das 
Jahr  der  Thronbesteigung  (1049,  beg.  4.  Mai  1639),  nicht  auch  die  Dauer 
seiner  Herrschaft  angegeben  wird,  so  dafs  wir  also  schliefsen  dürfen,  dieses 
Verzeichnifs  und  mit  ihm  die  ganze  Handschrift  sei  unter  der  Regierung 
dieses  Sultans  geschrieben.  Auch  wird  auf  Fol.  8*  ein  von  Näzuki  ver- 
fafstes   Ta'rlx  auf  ein  Ereignifs  aus  dem  Jahre    1042  mitgetheilt. 

Aufser  den  Gedichten  des  Näziilä  enthält  die  Sammlung  folgende 
Stücke,  welche  der  Erwähnung  etwa  werth  sein  dürften: 

1.  Gedichte  von  ßairäm  PaSa  Fol.  7'';  Wm'sl  Fol.  35";  Nauli-züdah 
Efendi  Vol.  4  7";  BajjänT  das.;  AdcVl,  Fol.  4  7";  Bäqi  das.,  5  0",  51",  52", 
108";  Imn  Fol.  5l";  TanT  Fol.  67"  {mit  s^jJäj  von  NcizvM,  s^^^^J);  Yaliija 
Efendi  Fol.  71";  Dafrmü  Fol.  76";  IlciM  Fol.  77";  Öanäni  (?)  Fol.  97" 
(ein  TaxiiiJs)-^  Jlhm  Fol.  10  2";  Naynti,  JäU,  Nauli  Efendi,  Xusruu  Beg, 
Ruqicäi,  Mnih  Fol.  108";  lÄzlzi,  Rumüzl,  RfJil,  Sanjari,  Baßql  Fol.  109"; 
Xayäh  Fol.  108",  109^  Ferner:  ein  ^5v^3Cilis  ^L^  ytj\^  g  A  Fol.  14"; 
Gedichtchen  in  den  Tonarten  ^J'Lo  und  l*.^  Fol.  74"  und  97";  ein  Gedicht 
in  MaOnmoI -Yer&en,  überschrieben  Uj^L.^  »Li  ^JU*ul^J  I^äaj  ('  d^i^  J'^l 
Fol.  8l";  endlicli,  auf  Fol.  37",  eine  pei-sisclie  Kaside  des  Niimat-alläh 
Wall^)  (t  827,  beg.  5.   Dec.   1423)  mit  dem  Anfange: 

Metrum  Xafif:  h^__|w_w_|~_ 

2.  Stücke  in  Prosa:  a)  Fol.  48",  Naturgeschichtliches  über  Pferd, 
Esel  u.  s.  w.  —  b)  Fol.  54",  eine  Erzählung  von  Bäyazld  Bistßmi  — 
c)  Fol.  58",  ein  paar  Recepte  oder  Rathschläge,  welche,  wie  es  scheint,  auf 
einen  Chirurgen  des  Namens  Sai/l  zurückgeführt  werden;  Ueberschinft: 
^cVjI^  '■:>jI-^>  ^d-iyüXjn  (Hs.  ^tXAÄ.i)  |jjL^*i  (sie)  — Ij-s»  —  d)  Fol.  64", 
Figuren   und    deren  Erklärung  aus  der  Punctierkunst  oder  Psammomantik, 


>)  Hs.  ^iU,  d.  i.   eS'iU. 

*)  s.   die  persischen  Hnndschriften  Nr  856 — 858. 


Türkische  Handscliriften  7.  Vermischten  Inhalts.         25 

JkXiN  (s.  Gotlia,  arabisch  Nr.  1314)  —  e)  Fol.  7  2^^,  persische  Wörter  mit  tür- 
kischer Erklärung  —  f)  Fol.  8 5"  ff.,  ein  Stück  von  dem  biographisch-antlio- 
logischen  Werke  des  Laijfl  (s.  Nr.  29  4),  und  zwar  der  erste  Fa,d  {Galäl  al-dvn 
Rwm  nnd  elf  andere  snfische  Scheiche)  nnd  vom  zweiten  (Sultane  und 
Prinzen)  die  Einleitung  bis  zur  Ueberschrift  der  ersten  Biographie,  der  Mu- 
rnd'ü  11  —  g)  Fol.  95'  u.  96'':  Recepte  gegen  eine  Krankheit,  welche  ^iJil^s 
Joiwf  jt^v^j  genannt  wird,  und  gegen  das  Fieber,  ^  —  h)  eine  tabellarisch 
angeordnete  Personalbeschreibung  des  Propheten,  ^^^l'I  SjJ,s>  . 

122  beschriebene  Blätter;  20  X  '3  cm;  mehr  oder  weniger  flüchtiges 
Nasfadlq',  auf  Fol.  115''  u.  116"  ist  eine  Anzahl  von  Siegeln  abgedilickt.  — 
Auf  einem  dem  Vorderdeckel    von    aufsen    aufgeklebten  Zettel    steht:    \^ixf 

\d     yXjyM     »tXxAai'j      C.)LAjy£     X£k4-:^. 

7.     [Ms.  Orient.   8°.   35.] 
Das  wenige  Türkische,    welches    sich    in  der  vorliegenden  Handschrift 
zwischen  arabischen    imd  persischen    (s,  Nr.   230   des  persischen  Kataloges) 
Stücken  findet,  ist  folgenden  Inhalts: 

1.  Fol.  3  1":  eine  Entscheidung  des  Gerichtes  zu  ÄntähiyaJi  vom  Jahre 
946  (beg.  19.  Mai  1539),  überschrieben  (sie)  ^\j^i  »^tJov  ^^A^Liaj|  x^X^äsj; 
darnach  noch  einige  (nicht  medicinische)  Recepte. 

2.  Fol.  35*:  zwei  Ghazelen  eines  Dichters  wmwQwa  Baliärl.  Hanuner 
kennt  nur  einen  Dichter  dieses  Taxnlhis,  w^elcher  im  Jahre  958  (beg.  9.  Jan. 
155  1)   starb;  .s.  Osman.  Dichtkunst  II,   260. 

Anfange:   «^jL-^  |vJLw   v^JjI  ^J^U^  yS' stJJoU 

und:   nS' dijyi  lj^a+ä-Läj   j.\j.S' J,xJ.j   ^cl   yX&\ 

3.  Fol.  10  8''— 10 g*":  verschiedene  Faf/cä  über  cU*«,  den  Tanz  der 
Derwische.      Ueberschrift:    ^o    ,^)j-^    iSJiiSyX:    ^'^^\    ^dJ-ä^    ^*^^'-    Anfang: 

4.  Fol.  14  7":  die  Worte,  welche  die  Bevollmächtigten  der  Braut  und 
des  Bräutigams,  J-k5^  y  und  J^  J,  bei  einer  Eheschliefsung  zu  sprechen 
haben. 

Anfang:    eüJt    wob    e^e-i    J.^  ^^r    xL'l    J«-*»'^    «•i*«*-'    *-^'l    j»'^        «IjXäjI   J-a^  y 

(sie)   e&ji^i  ^Ji   ^"^s   ^J^'s   (j.A^   (sie)   ^^   ^i>^j 

5.  Fol.  218":  neun  Räthsel,  jedes  aus  einem  Bait  bestehend.  Die 
Auflösung  ist  übergeschrieben. 

Türkische  HaDdschriften.  ^ 


26         Türkische  Handschriften  8.  Vermischten  Inhalts. 

Autkng:  o   sjo^   wj'l   &J^I   i>Li  ^Ji>  jv^Xc  >_>.=> Ias   vjj 

^  ^-^  Jl-i-  ^5^^  (j';j^  ;v-'~  ;^^'  tr^  iJ^' 

6.  Fol.  313":  ein  Bittschi'eibeii  ijöys.  von  einem  Manne,  dessen  Namen 
ic-li  niclit  lesen  kann,  an  einen  gewissen  Xndrr  (Xüjr)  Efendi  gerichtet 
und  beginnend  mit  den   Worten:    oL?!^   ^)^)   ^r*  *^''   i*'*^'   tS^U-s'   »-»ü»   'iyä^ 

7.  Fol.  •326''  (letzte  Seite  der  Handschrift):  drei  Sinni-äthsel  viJ,  ein 
arabisches  imd  zwei  türkische,  auf  den  Tabak  (jl-^o.  Das  erste  türkische 
beginnt:     _«,8^Ls  x*v..y  (jj-^'l   s^Xs  (sie)  &^^yi^  JLo. 

Verschiedene  Hände;  Gröfse  der  Handschrift:    15  X  11    ^'"i- 

8.     [Ms.   Orient.   4".    14  5.] 
Neben  arabischen  und  persischen  ')    enthält    diese  Handschrift  die  fol- 
genden Stücke  in  türkischer  Sprache: 

1.  Fol.  i''— 28'':  iji.L*J>i'  ^^X^  &.oJ>,  die  von  einem  Ungenannten  in 
äufserst  schwülstigem  Stil  abgefafste  Erzählung  von  den  Kriegen  des  Sul- 
tans Scdlin  1  (reg.  9  18  — 2 G  ;=  15  12  —  20)  gegen  die  Perser,  welche  ver- 
ächtlich „Rothköpfe"  jiLJji  ^)  genaimt  werden.  S.  Hammer,  Osman. 
Reich  II,   40  3  ff. 

Anfang:  yiLJyi'  r^'^y^     u*'  .  V^   ».jsL^   &.oi>   ^IJ-äjI   j^IJi.äjI 

<^i->   |^-J-.v^    ^jUai^    (sie)    ^t^j    j»j^    pj^i    ^jlx>j.^i'   ^\^'i  v_A2.l-o   c'^=. 

Gutes,  mit  sehr  wenigen   Vocalen  versehenes,    17  zeiliges  Dltcänl. 

2.  Fol.  30'  — 78:  Fragment  eines  Romanes  von  den  Thaten  des  Miq- 
däd  ihn  Asioad,  welchem  als  dem  einzigen  berittenen  Kämpfer  in  der 
Schlacht  bei  Badf  der  Ehrenname  -il^^^'l  ^j^Xi  beigelegt  wurde;  s.  Ihn 
Khallikan,  tran.sl.  by  Slane  III,  5G2,".  Die  Blätter  von  07  an  scheinen, 
obgleich  dem  Gustos  nach  an  das  Vorhergehende  anschliefsend,  doch  einem 
anderen  Romane  entnonnnen  zu  sein;  wenigstens  ist  in  ihnen  nicht  mehr 
von   Miqdüd,  sondern   liauptsächlich  von    '/.adl^jali   die  Rede. 

Anfang:    jv^  J^^XJl    '^j';^    v+^  ^'    )^)^)    '■^^}^^   )^^^    ^J^*^^^    ;'"*^'    ij^j'; 


')  B.  Nr.   85  des  Kataloges  der  i'ersischen  Handscliriftun. 
'-')   H  am  111  er,   Osumu.    Reich    II,    343. 


Türkische  Handschriften  8.  Vermischten  Inhahs.         27 

Gutes,   2Uzeiliges  Nastaüiq  ohne  Vocule;  von  Fol.   67  au  nur  noch    17—19 
Zeilen  auf  der  Seite. 

3.  Fol.  79  u.  SO:  ein  paar,  in  höchst  bhimigem  Stil  abgefafste 
Schreiben,  das  erste  ein  (jövä. 

Anfang:   SijwiJI    Jooü'^il    *.:V^'    r-"'^    JLoSU    sx.ÄftJI    ä+Jr^'l    ij^Ls^l   (.^^J    tV»J 

4.  Fol.  Sl''-84:  Allerhand  zur  Arithmetik.  Der  erste  Fad  handelt 
oL*il   JvU>o  ,3,  der  zweite  ^^jL^I   ^olö  ^j  u.  s.  w, 

Anfang:  i'.l  Lgjjwö^  ujL«.il   JvU-o  ji,  Jj^tl   ^J^jas  L^ij    *_)LA*il  JvLix)  ^j  J-.flj 

Deutliches,  vocalloses  türkisches  Nastailiq  mit   3  1    Zeilen  auf  der  Seite. 

5.  Fol.  85''-94:  Gedichte  (Kasiden,  Ghazelen,  Muyammas,  Targ7l-Ge- 
dichte)  verschiedener  Dichter.  Auf  Fol.  SG*"  oben  steht  ein  Ghazel  von 
Bäqt  (Anfang:  »v^sjj  xj  J3>  e5s.'L«sj  ^-.j»  ^o  syCj  sjXaä  äj,  Lithographie  von 
1276,  S.  209\  die  iibrio-eu  Gedichte  aber  finden  sich  in  dem  Dlicän  dieses 
Dichters  nicht. 

Anfang  (eine  Kaside):  Jvl  JsLki.  JtC^il  ^JiJij  ^5*♦•Ä.^  «-i^jI 
Gutes  Nastaüiq  mit   17  meist  gespaltenen  Zeilen  auf  der  Seite. 

6.  Fol.  95''— 100":  eine  Abhandlung  über  den  Kampf  gegen  die  Un- 
gläubigen und  was  in  demselben  zu  beobachten  ist,  lyc.  ljIi>Ij  t>^-^  j.Ks-1 ; 
eingetheilt  ist  dieselbe  in  eine  Muqaddimah,  zehn  Fasl  und  eine  Xätimak; 
ein  Verfasser  wird  nicht  genannt. 

Anfang:    jJ!^    tX*^    xiLä.    wJ>.   ^^    [.^LUt^    SjX^ily    'jj.aJLj«JI    i_jv    aJJ    tX^i-l 
lyc    v'*^'}    '•>^g>     j.K=»l    «r    vv>    jJL^x    jj     ^j    i^xj    L.<l     |j.A**a.l    JiA:äPj 
(»tXJji    >.^^J'yJ'   **J»);'   X4J'ü&.    v^    [.]    ij^xs-i   ^j.lj    JuetXiw    vJ   StXijLo 
Flüchtiges,    1 7  zeiliges  Nastaüiq. 

7.  Fol.  1  Ol*— 103:  eine  Abhandlung  sutischen  Inhalts,  von  welcher 
weder  der  Titel,  noch  der  Verfasser  angegeben  wird.  Arabische  Citate 
sind  zahlreich  eingestreut  und  stets  roth  geschrieben. 

Anfang:  >a  l-,*v  u~UJIj  ^j.A.\    (^JU*  o>y\  ^->..-6^  ^  trW»  ^s'   7^5  Lr-^-^>  '-"-^ 

Flüchtiges,  doch  deutliches  türkisches  Nastaüiq.   26  Zeilen  auf  der  Seite. 

8.  Fol.  10  4—112:  Das  Brouillon  zu  einer  anonymen  Abhandlung  über 
Räthsel,  welche  in  den  einleitenden  Worten  U»^  iXs^yJi  y'>  Ixxjt  ^j  sJLv^ 
stjOsbll   nJö  J^   vL^Äi»!   \^.j-^   r?  genannt  wird. 


28         Türkische  Handschriften  8.  Vermischten  Inhalts. 

Allfang :     x^  nd^=>\  Jy\  t>v=»  i^  <^*:*=^         i*'*^)"''  e^*^r"  '^^■^  1*-^^ 
Sehr  flüchtiges  Nastaüiq,  nach  verschiedenen  Kichtungeu  geschrieben. 

9.  Fol.   115—123:  Muster  von  Schreiben  in  höchst  geschmücktem  Stih 
Anfang:   ^IJuo  iJjU^   s^  ^^a5^  (Cw^Lw^^   JJj^wa« 

Zierliches  Dlwüni-nasyisi  mit   17  Zeilen  auf  der  Seite. 

10.  Fol.    124—132:  Briefmuster;  das  erste  Blatt  scheint  mit  den  fol- 
genden nicht  zusammenzuhängen. 

Anfang :  cj.XLc  ^y^  ^öy^>> 
Flüchtiges  Diioäni,   1 1   Zeilen. 

11.  Fol.  141—15  2=':  eine  am  Anfange  defecte  Schrift  über  Veterinär- 
wissenschaft, hauptsächlich  Hippologie,  in  nicht  gezählte  Bäh  eingetheilt. 

Anfang:  aü^f   >I«j  j^jI  «y!  &-to^ 
Schwer  zu  lesendes  Duväm,   22  Zeilen. 

12.  Fol.    15  2'':   ch-ei  Äxbv:iJ^. 

Anfang  des  ersten:  (»Li^JI  XJ^>^J  «^U^''^  '^^■h^}      (.Uil  ü/XiLAi  ^^\^\.^  «yL«^ 
Gutes,  kleines  Dlwänl-nas'/lsi,  28  Zeilen. 

13.  Fol.   153—158:  Fragment  eines  Briefstellers.     Das  erste  ganz  vor- 
handene Schreiben  ist  ein  Muster  einer  Bittschrift,  JU.  (jävc;    dieselbe  be- 
ginnt mit  den  Worten:  xjl^stXÄj   ^IJ..^  ^y-^  »tXÄii'-ä/s  cio^^-j.^  lt^Jj  ^^^^'-^  trägt 
die  Ueberschrift :  svVjl  v-j»-Lwl  ^  JU»  \J>fy  ^yiSic  xo wbdÄii  ^tXjLoj^/c . 
Gutes,  vocalisiertes  Dlioäm,   13  Zeilen. 

14.  Fol.  15  9  —  169:  Varia,  von  klehier,  flüchtiger,  doch  deutlicher 
NastaÜic[-'EKuA  (35  Zeilen)  zusammengeschrieben.  Den  Anfang  machen 
Ta'rix  in  Prosa  und  in  Versen  auf  Ereignisse  aus  den  letzten  Decennien 
des  10''°  Jahrhunderts  d.  Fl.,  dann  folgen  Gebete  u.  dgl.  mit  Erklärung 
(jJäÄl  *A«I  oUo,  oi^Jül  ^_jL^I  ^J>\y^,  ^i^i»t  -Uo  u.  a.);  dann  eine  Anzahl 
Fatwä  von  QädMzädah,  Abu  'l-suUld,  Ohoizädah  u.  a. ') ;  endlich  ein  Gedicht 
in  Strophenform  mit  der  Ueberschrift  ^y^y*^^  tS(>>Äil  ^cjt^Ls  )^)^)  <^}^  )' 
und  dem  Anfange: 

^cJJ5l  J^i  ^hy^  ^y=r  ^         i^t)J^'  ij^^  ;^'  7^'  tiSÜLU. 

15.  Fol.  1 70''— 173:  der  Anfang  —  wie  es  scheint  des  Brouillons  — 
einer  Abhandlung    ohne  Angabe    eines  Titels  oder  des  Verfassers,    in    wel- 


')  das  erste  ist   überschrieben :   ^XjI   ^-a^LcI    ^j^J)    LiLs    |V^t«j|    (j^y  yrtS)   ^^ 


Türkische  Handschril'ten  8.  Vermischten  Inhahs.         29 

eher  Sprüche    und  Anekdoten    RÄJvAi   öi.j.nL=.I^    'i^Jr^  cjLjI    von    MuKammad, 
Sulaimän,   Yüsuf,  iUiiiar,    dem  Clialit'en  Mansär ,    einem   indischen  Könige, 
dem  Chalifen   Ma'müii  und  dem  Scheich  tiihli  zusammengestellt  sind. 
Anfang:  ^^*j  ,^jJl    (sie)  ivJvXI'I  ^^^'I^    ^*-^.*^    i-)^Jt3JI    -Aij    ^cj^jl    «JJ  j^l 

Ende:   sA.jI  oÜaJ  v^jj^  Lj   ijUj'^  |»>Jj   v'j-^   *-^  sjoj^  ^"j^V='   Ji'   ij-J 
Sehr  flüchtiges  Nastaülq. 

16.  Fol.  174—177:  das  ßrouillon  eines  in  äufserst  bombastischem 
Stil  abgefafsten  Aufsatzes,  dessen  Zweck  das  Lob  des  Sultan  Ibrähim, 
Bruders  des  (damals  noch  reglerenden)  Sultan  Mar  öd  IV  (1032  —  49  r= 
1623—40)  zu  sein  scheint. 

Anfang:  »oLsJt  <iSJLo  L   wsL^-o-'l  i_äsl.  L> 
Flüchtiges  Nastaütq,  dem  die  diakritischen  Puncte  grofsenthells  fehlen. 

17.  Fol.  178-195:  oojj.|  ^..^\  (Fol.  180"Z.  6),  vierzig  Traditionen, 
zusammengestellt  und  erläutert  von  Oq[czädah  MuTminmad  (f  1039,  beg. 
21.  Aug.  1629);  s.  Ü.  X.  J,  23  1,  3  84  und  besonders  168,  132')  =  Büläq 
I,  4  4  ').  Auszüge  aus  diesem  Werke  stehen  auch  in  der  Wiener  Hand- 
schi-ift  Nr.  25  7  (I,  24  9).  —  Die  vorliegende  Handsclu-ift  ist  nicht  voll- 
ständig, sondern  bricht  bereits  in  der  fünften  Tradition  ab. 

Anfang:  LijtXi»  xÄJl  ^j-«  ^j(X<o|  ^^  oocVil  ^^^\  Jvj  ^iX}\  xJj  tX^^I 
Ende:  w^b.  ^Ly^'j  '^)  äJIcUaI  t\a.  ijtX-'iLit!   h^JM  |^i(X,a.o 
Gutes,  deutliches,    19  zeiliges  NasfolJlq  ohne  Vocale. 

18.  FoL  238—244:  erst  einige  vereinzelte  türkische  Verse,  dann  (von 
Fol.  238''  an)  das  y^L.^  genannte  Gedicht  des  iAzJ:ä,  \Yelches  von 
Hammer  in  den  Fundgruben  V,  178  u.  Osman.  Dichtkunst  III,  323  aus- 
zugsweise herausgegeben  und  übersetzt  ist. 

Anfang:      vlj^j  xAjI   Jo  ySis   vbCi  \Lw,jJä^^  )^ r^  i*^  i^s'  <^^ 

Derbes,  deutliches  N^nstaihq  mit    19  gespaltenen  Zeilen  auf  der  Seite. 

19.  Fol.  245—247:  o^Jl  <X*ä  ^=*'^  ^^jl^)  Erzählung  vom  Xicägah 
lAbd  al-Bct'uf  aus  Brusah  und  seinen  Erlebnissen  auf  einer  Handelsreise 
nach  Persien;  am  Ende  defect.  —  Dieselbe  Erzählung  ist  in  München 
Nr.   68  fol.   8  2''-93  vorhanden. 


')  die  hier  von  H.   '/..    citierton  Vcree  stehcu  in  der  vorliegenden  Handschrift  ouf  Fol, 
180-"'  Z.  8. 


30         Türkisclie  Handschriften  8*.  Vermischten  Inhalts. 

Allfang:   jjL«\l   ^ Ls^sJ-A-Ui  ■— ^'j-c  ijIvailajOj   ^U^-^   ^LäslXjJ»  v_*jL#   ^jl^yj.^ 
Ende:  ^;L«\j  ^'tX.jU  e;'"S'^  j^XX^^/x^-L  J.äjI  Jvj^  i^tXvcl 

20.  Fol.   3  11''— 314:  die  drei  ersten  Blätter  eines  Lcöl  von  MaslM  Beg. 
Allfang :   '  xäL-öJI^  Xji>^a*JI  x^aä.    «^^   d^xi 
Ende:   sd^suo^  xXjI   Jlxajl   ^^  ^LaÄia.|  jJ^^IjS 
Gröfse  der  Handschrift:   24,5  X  16  cm. 

8'*^.     [Landberg  598.] 
Eine  Saninielhandsclirift ') ,    in    welcher   die    folgenden  Abschnitte    tür- 
kisch sind : 

1.  Fol.  4  4''— 48":  vierzig  Traditionen,  arabisch  mit  türkischer  Para- 
phrase. Nach  einer  kurzen  Einleitung  in  türkischer  Sprache  werden  die 
Traditionen  roth  geschrieben  und  arabisch  niitgetheilt,  und  einer  jeden  ist 
ein  schwarz  geschriebenes,  dieselbe  paraphrasierendes ,  türkisches  Bait  bei- 
gefügt. Dasselbe  Schriftchen  findet  sich  in  Wien,  Hofbibliothek  Nr.  1979,2 
(in,  4  7  1)  und  in  der  hiesigen  Handschrift  Nr.  5*,56. 

Anfang:   'sUia.olj   tX+Ävj   xi>-i^   'sLav   iJv-Iä.  ^J  ftV^-i» 

2.  Fol.  70*':  am  Rande,  ein  kurzer  Auszug  aus  den  ^j^ä  ^i^-s.! ;  s. 
unten  Nr.    15  0. 

Anfang:   Xau,JjI   d^jn'i  -.w  iyb-\  xä*»*^  jJ  »^  ^jj_w*J.|  isS^*.!.».«. 

3.  Fol.  7l'':  ein  kurzer  Abschnitt  über  i-jvaj,  den  alten  Namen  von 
nl  3Iadmah]  angeblich  auf  eine  Mittheilung  gestützt,  welche  der  Prophet 
dem  Mulldzädah  in  einem  Traume  maclite. 


Anfang:    scU^x*j'l.    ,j— CjI    ^^vt>-«   ciOtXil    ^ö    »olv<Xui.«    ^y.:^jK  lovi'J  ^_*Jii< 

v_>.vfc5  j^L>,AJl   |^l.kJ.*v   i:i>j„<is. 

4.  Fol.   72''— 73':   eine  kurze  Abhandlung  ohne  Titel,  der  Ueberschrift 

zufolge    jv^JI^I^   *^\ys\^  .^jl.*L»..'l    ^s.    ^xls}\    «Äxi    j3    handelnd,    und    als    ein 

Sendschreiben  von  (dem  damals  schon  verstoi-benen  ^yss-yio)  Saixzädah  Sa/'x 

Uiißlqfa  Efendi  an   einen    Qädl  geschickt,   >vXi*x> Jö^  au -.öUwj  . 

Anfang:    ^^-<äiw  ys.   Laj    xJtX»^   IäJ    xä^'    tX*j^ (J..aJL*J|   yv   nXi  tX^^I 


5 


ijLi    t<>.A:s.l 


i;^''   LS3JI-S  ^^A^ii  ^j..-j-« 
5.  Fol.   92'':    der    über  Ismäul  Ätci   handelnde    Artikel    aus    einer   tür- 
kischen   Uebersetzung    der    ursprünglich    persischen    slArLl    jj-aä    CJL^^    von 


•)  Vgl.  den  Katalog  der  persischen  Handschriften  S.    1047   Nr.   86*. 


Türkische  Handschriften  8*.  Vemiischten  Inhalts.         31 

lAIi  ihn  al  Hiisain  nl  trüliz  al  Käsifi,  bekannt  als  al-Safi-^  vg-l.  Kr.  600 
des  persischen  Kataloges.  In  der  gotliaisclien,  dasselbe  Werk  entlialtenden 
Handschrift  Pers.  32"  (S.  121  des  Kataloges)  steht  der  Ai-tikel  über  Ismänl 
Äia  auf  Fol.  9''.  Was  den  türkischen  Uebersetzer  betrifft,  so  wird  als 
solcher  in  der  Ueberschrift  des  vorliegenden  Auszuges  lÄrif  Celehi  genannt ; 
eine  von  einem  Manne  dieses  Namens  verfafste  Uebersetzung  finde  ich 
sonst  nirgends  erwähnt,  sondern  nur  eine  andere,  als  deren  Verfasser 
MuHammad  al  Mairüf  ihn  MuJlammad  al-Sanf  <iJ  lAbhäsi  (f  10o2,  beg. 
27.  Sept.  1593)  genannt  wird;  s.  H.  X.  III,  463,  Hammer,  Osnian.  Reich 
VII,  592,  66,  Zenker  Nr.  969'),  Ambrosiana  Nr.  24  1  mid  wohl  auch 
de  Sacy  Nr.  356. 
Anfang:    '-JjJ.jI    jjtV.Ä.wLtt-L=.    X^  eXjo>Jj'*Adi»    LI  d^*.M  5s..u/  Lf~tXj  Ül  Jl^L».*„| 

t>  CO 

6.  Fol.  93':  kurze  Angabe  der  Aussprache  von  f  ^-jÜ'jS' und  f  ^jLäa^vI 

aus  den  ^L^>,    und  von  ^^i'Jöl  aus    einer   türkischen  &A*iL=.    zu    den    i.:i>L^ 
des   Gäml. 

Anfang:   '^^^-^  eSJ&J.4-s.-o  Jlo^   'ts^>^  '^r^J   'iS^-*  ^»V**  is^^^^ 

7.  Fol.  112''  u.  113":  zwei  Fafwä  des  AI/R  "l-siaüd  über  Länderei- 
Verhältnisse,  überschrieben  ,JoJ^5^Äi  (^.Llco  &.< -öU  uS.JoJj^.ö^  i>^*JlJl  j.j| 
imd  beginnend:  ^>^&  (jänI   8J»>X:L5'  (Cv*»    ^J    if  J;;^*J    *j    SiXüLj  aJU«*vo^j 

S.  Fol.  113'':  eine  Tabelle,  welche  angiebt,  an  welchem  Tage  oder 
an  welchen  Tagen  der  Monate  des  syrisch-abendländischen  Kalenders  lkLo  , 
nochmals  O^U,  jjI«*aj  ,  j^jL»,  ^jI^j^,  ^j^yX^^s.^^  J^f  ^^^co',  ^^jLi  ^^j^Aj, 
wi»!  ^jyj^  ein  bestimmter  Planet  den  gröfsten  Einflufs  hat,  regiert,  denn 
dies  bedeutet  doch  wohl  i3«j^;>  o>-i. 
Anfang:    ^^\    »^jjl    pUj    stXJv^äis    ^jjl    ^j'^o    o«.*c.    SwS>;    stXAj^  ^^ySi^    ü^j^U 

»j.t>  Oj.*u   ij«^  5~?   ij»**-^  stXÄJjj   ^^\».j.'   tDi>\L« 

Verschiedene,    durchweg    gute    Hände,    niei.st    NasiailJq;     Gi-öfse    der 

Blätter  27  X  16;'^  <^''»-  —   Iii  der  rechten  oberen  Ecke  von  Fol.   71''  ist  ein 


■)  vgl.   auch  Journ.   Asiat.   1843,  II,   56   nr.   201. 


32         Türkische  Handschriften  9.  Vermischten  Inhalts. 

Siegelstempel  abgedrückt,  in  welchem  zu  lesen  ist:  '^^üj;  ^iS^^  xJlJl  ^^jf^=^ 
l.ft"  C<1^  <wJt  wsÄiJt  (1043,  beg.   8.  Juli    1633). 

8'*"'^.     [Landberg  55  6.] 
Anfang  und  Ende    dieser  Handschrift    sind    türkiscli;    was    dazwischen 
liegt  ist  arabisch.     Die  beiden  türkischen  Abhandlungen  sind  die  folgenden : 

1.  Fol.  l"'-8'':  ^\yf  ^IaJjI,  '|.LIat  Ä^jf  XÄ^*^  (so  in  der  Ueberschrift 
genannt),  eine  Aufzählung  aller  der  „Propheten"  und  heiligen  Männer, 
welche  in  Iconium  oder  dessen  nächster  Umgebung  begraben  liegen.  Der 
Abschnitt    über   die    „Propheten",    zugleich    der    Anfang    des    Schriftchens, 

lautet  folgendermafsen :  '  |*>j^  J'  (j~*^7'"  ^'  i*-^  l*^^J^'  u'-^^^^'  c^**  ■^  ^)^^ 
LäJlö  ^^^  sJJl  iii>L-Lo  (»LiaÄ  ""yyjl  ^;^^l  (j^tA-^o  5tXÄs.\Lia..  ^^.ii»lt>  X'AJ^j'  xÄ^tX» 
«Lft^ilxjo  i_jL^?t.  sjoclxi^x  (wjLjvI  x.>  v<XsjJ.AjoLtut  üNäj»JjL.öjs.  ^a**=>-I  |V.g.^JLe. 
4>Lj  xJyj  i>ltX«j  i^yXjuyMi  fL**»,!  Dj-o  ^ifcÄJ.I  J.ÄJ  i^tXxilvS  sycl  (j^M  ^5wL.;».La 
wx^iAj    _.  jlj     vA+»Aj    (jl*4-«    v^**^.    (j?*^^    T+**^-    f^y    r^***v    ('*)    U**^'    )5"^"'^' 

WA4JUO       jj      SjotÄSjjO       |»lj      yJt>.55Li.       siXlyil^      StXÄJwi'      ^jLkJ-*«      lo«.Ä*J      ^5)>-<ö      (c^i^ 

j^XjI  (»Lj  j-tv..w.  jMj.>oUo.  ^JoJ.itXx)  wMÄAj  'ii')5'^  StXÄJvJi  ^^wifljo.  vtXJjJtX-«  »a^jLo  _.I 
(j.A**=>.f  (V^aAä  xi.Jl  '^\yX^  sJO^iJk^e  j.A*ixj.  Gutes,  vocalloses,  tüi'kisches 
Nas/l  mit  15  Zeilen  auf  der  Seite.  Abschrift  von  Mvsiafo.  RuSdl  al  Qü- 
nawi,  bekannt  unter  dem  Namen  liamdizädnh  im  Jahre  1260  (beg.  22.  Jan. 
184  4)  angefertigt. 

2.  Fol.  77''-90-:  xlj^*ia  s-IsLä^  ^jyLä  (Fol.  78'',  letzte  Zeile),  eine 
anonyme  Abhandlung  über  die  Kunst  des  Disputierens,  eingetheilt  in  eine 
M'uqaddimnli,  vier  Fad  und  eine  XätimaJi.  Die  vier  Fad  handeln  über 
1)  Fol.    79''    Jüü,     2)  Fol.    80'    l^fiJ»,    3)  Fol.    87''    ob^',    und   4)  Fol.    88*' 

Anfang:   viA£.Lj    ^"^^^    ü^-Lo    sxivbij    »La.    (sie)    oijoß^l    st^sL    Läjj    iXt^    *'«?''^ 

Sehr  hübsches,  vocalloses  Nastailuj  mit  15  Zeilen  auf  der  Seite. 
Nicht  datiert,  aber  neu. 

Gröfse  der  Handschrift :   21X14   cm. 

9.     [Ms.  Orient.   8".   321.] 
1.   \i\fy  sIä,    König  und  Bettler,    J/«ÖHa?c7-Gedicht  von   YaJlyä  (f  um 


Türkische  Handschriften  9.  Vermischten  Inhalts.         33 

990   oder   15  82).     Mau  vgl.  Nr.   412,  wo  ein  zweites  Exemplar  dieses  Ge- 
dichtes vorliegt.     Fragmente  desselben  sind  auch  in  Nr.  411,2  enthalten. 
Anfang:     uLä5'  ljU  J^äj   --Lää«  i^JJ^I  ijLJi'l  y.}y\  ^cl   jJüf  |Vwwo    Jom 

Kräftiges,  deutliches  Nastaillq  mit  1 5  gespaltenen  Zeilen  auf  der  Seite ; 
eine  Anzahl  Blätter  (z.  B.  gleich  das  erste)  ergänzt.  Ueberschriften  der 
Abschnitte  farbig  oder  mit  Gold  geschrieben ;  Seiten  und  Spalten  auf  den 
beiden  ersten  Seiten  mit  Gold,  sonst  roth  umzogen.  Abschrift  datiert  (und 
zwar  in  Goldschrift)  von  der  ersten  Dekade  Jj'^I  des  Bahn  II  1003  = 
14-23   Dec.    1594. 

2.  Fol.  73":  ('xLL?  klLwj  (Fol.  97"  Z.  6),  eine  Abhandlung  über  die 
religiösen  Praerogativen,  welche  der  Stadt  Bäh  cd  abwäh  {Darband)  und  dem 
in  der  Nähe  derselben  befindlichen ,  unter  dem  Namen  „  der  gröfsere  ^) 
Wall  des  Alexander"  (^^vJaJCv.  ^Säs.\  ö^^  Fol.  74''  Z.  5)  bekannten  Gränz- 
walle  von  der  muhammedanischen  Legende  zugeschrieben  werden  (vgl. 
Hammer,  Osman.  Reich  IV,  89).  Obgleich  der  Anfang  der  Abhandlung 
fehlt,  ergiebt  sich  doch  aus  dem  Vorhandenen,  dafs  dieselbe  ursprunglich 
persisch  geschrieben  war,  dann  aber  auf  Wunsch  eines  iUOmän  PaSa,  unter 
welchem  jedenfalls  der  Eroberer  von  Däyistän^)  zu  verstehen  ist,  von 
einem  gewissen  lAdh  in  das  Türkische  übersetzt,  und  dafs  diese  Ueber- 
setzung  im  Jahre  989  (beg.  5.  Febr.  1581)  in  Bäh  al  abicäb  selbst  be- 
gonnen wurde.  Möglicherweise  könnte  also  der  Uebersetzer  der  vorliegen- 
den Abhandlung  mit  dem  Dichter  lAdli,  welcher  von  Hammer,  Dicht- 
kunst III,  169  kui'z  besprochen  wird,  und  welcher  im  Jahre  1028  (beg. 
19.  Dec.  1618)  starb,  eine  und  dieselbe  Person  sein.  —  Ein  früherer  Be- 
sitzer der  Handschrift  verstand  unter  Bäh  al  abicäb  irrthümlicherweise  die 
hohe  Pforte,  d.  h.  Konstantinopel,    und  schi'ieb    deshalb    über   den  Anfang 

')  (^tj  ist  die  Nishah  von  v_>lyjil|  »_}L: ,  s.  Luhb  al-luläb  ed.  Veth  p.  25.  —  Die 
vorliegende  Abhandlung  ist  natürlich  ganz  verschieden  von  dem  durch  Kazem-Beg  heraus- 
gegebenen und  übersetzten  «jcljjLijjii  (Mem.  pres.  k  I'academie  de  St.  Petersbourg  par 
divers  savants.  Tome  VI.  1851),  und  ohne  allen  geschichtlichen  Werth.  —  Nach  Klaprotb 
in  Nouv.  Journ.  Asiat.  III,  439  Anm.  soll  auch  von  dem  türkischen  iüeljcXwLJsb>  eine  Hand- 
schrift in  Berlin  sein,  aus  welcher  er  seine  dort  gedruckten  Mittheilungeu  entnommen  hat; 
wie  mir  Herr  Dr.  K 1  a  1 1  versichert,  ist  indessen  diese  Handschrift  in  der  Berliner  Bibliothek 
nicht  vorhanden. 

*)  Es  giebt  bei  Darband  auch  einen  kleineren  jjLtal  Wall  des  Alexander;  s.  Ka- 
zem-Beg a.  a.  0.  p.  473   und  648. 

')  8.  Hammer,  Osman.  Reich  IV,  88  und  Kazem-Beg  a.  a.  0.  S.   651   Anm.   79. 

Türkische  Handscliriften.  5 


34         Türkische  Handschriften  10.  Vermischten  Inhalts. 

y.;hih,.,v  ^>lj    ('  xxäjL  s.'L.,^  (ausgesti-ichen)    -^^i   eine  Angabe,   welche 
auf  einem  vorgehefteten   Blatte  wiederholt  ist. 
Anfang:     'v5-'?'  u*4^  *^'  s^}^  \j^^  u~'-!-'  S"^  sJ^xiLo  'v_jL-«,yi   w*a*'*^ 

Gutes,  15  zeiliges,  vocalloses  A^«.<;/T ;  die  Seiten  mitrothen  Streifen  umzogen. 

3.  Fol.  QS*":  *ä5JL-Jl   slwc,   dieselbe  Reisebeschreibung  des  Kätibl,  welche 
auch   vollständig   in    der  Handschrift    Xr.    ISS.    unvollständig   in    Nr.    189 
enthalten  ist.     Man  vgl.  das  zu  Nr.   18S   Gesagte. 
Anfang:  x^  5«>^'^  r*^'  v^'*5  ^'^^y  v^'j  ^V  »J^tX**  ^^  ^s'-^^'j  *>j<X^'-J  lX*^» 

Gutes,  17  zeiliges  Nasfadiq  ohne  Vocale;  die  Seiten  mit  rothen  Linien 
umzogen;  auf  blaues  Papier  geschrieben. 

123  beschriebene  Blätter  von    17  X  ^1    c™- 

10.     [Ms.  Orient.   8°.   5  4.] 

1.  Ein  in  Versen  abgefafstes  persisch-ttirkisches  Vocabular,  in  seiner 
Einrichtung  ganz  ähnlich  dem  i^JjcLi  &i^  genannten,  welches  als  Nr.  144 f. 
unter  den  persischen  Handschriften  beschrieben  ist.  Dem  vorliegenden 
VVörterbtichlem  wird  in  der  Ueberschrift  der  Titel  ,^*x^  (sie)  kxi  gegeben, 
und  dafs  in  der  That  LämiiT  (f  938,  beg.  15.  Aug.  1531)  der  Verfasser 
desselben  ist,  ergiebt  sich  aus  dem  vorletzten  Baii: 

Dasselbe  Wörterbüchiein  ist  in  der  Gothaischen  Handschiift  Nr.  42  ent- 
halten; unter  den  Werken  des  Lämül  finde  ich  es  nur  bei  Zo^r/f-Chabert 
S.   272  Anm.    114   Nr.   20   erwähnt. 

Anfang:      '.>LyJ   «Jbvxl    ^   s5^'j'   |*-''^  *^         "^'^   ^s"^^   <^   ^^j'   ^9  l*'"''^^' 
23  beschriebene  Blätter;  gutes  Nas/i  mit   7  Zeilen  auf  der  Seite;  vo- 
calisiert;    Wörtern    gleicher   Bedeutung    sind    roth    gleiche    Zahlen    unterge- 
schrieben. 

2.  i_ftjwi  ijci^l  viJLyÄi,  türkische  Abhandlung  über  die  jjfiiLä.^1  i^y^ 
d.  h.  die  1 1 2**  Sure  des  Qur'än  und  ihre  angeblichen  geheimen  Eigen- 
schaften.    Ein  Verfasser  wird  nicht  genannt. 

Anfang:      'tX^I   I^äT  aJ  ^  J.  ' öJ^,  ^J,  jJL   ^'  'iX^I   J.'l   'jo.t  xL'l  yc  Jö 
7   beschriebene  Blätter;  türkisches,  vocalisiertes,    1 1  zeiliges  NasyJ. 
Es   folgen    zwei   ganz    kurze   arabische  Abschnitte    über   günstige    oder 
ungünstige   Eigenschaften    der   sieben    Wochentage,    um    an    denselben    das 

*)  sie!  offenbar,  weil  Fol.  97*  Z.   6  scheinbar  so  steht. 


Türkische  Handschriften  10.  Vermischten  Inhalts.         35 

ßesclineideu    dei"  Fingernägel    oder    das  Zuscliueideu    neuer   Kleider   vurzu- 
uehmen  (vgl.  Gotha,  türkisch  Xr.    l,2i,c,  S.   6  des  Kataloges). 

3.  ein  türkisches  jwb_iLÄi.l  oder  xjeijJiu^,  d.  h.  ein  Büchlein  über  das 
vorbedeutende  Gliederzucken,  wie  deren  auch  in  den  Handschriften  Nr. 
27,13,  41,s  und  125,4  enthalten  sind.  Man  vgl.  die  zu  Nr.  41,s  beige- 
brachten Nachweisuno^en. 


Anfang:   ,jj);'    ^i'^^rW^    J-äj>.    ,^Jue^  ;>?CoJLj\-«ic».   (^^^-xjJi-'l    .3   i^jLcT  *j 

y  >  y^ 

15  beschriebene  Blätter;  gutes,  vocalisiertes  Nas/i,   13  Zeilen  auf  der 

Seite;  die  Seiten  mit  rothen  Linien  umzogen.     Abschrift  datiert  vom  Neu- 
mond SyÄ  des  Eagab   10  4  3   =    1.  Januar    1634. 

4.  eine  andere  Abschrift  desselben  Büchleins,  älter  als  die  vorige,  und 
wahrscheinlich  die  Vorlage  für  die  letztere. 

12  beschriebene  Blätter;  deutliches,  vocalisiertes  Nas/l  mit  13  Zeilen 
auf  der  Seite;  die  Seiten  mit  rothen  Linien  umzogen. 

5.  JL»  c^ÄAÄ=.  — •  5  0  *)  Blätter  — ,  der  Ducän  des  Mustafa  Jihnt  cd 
Uskübl;  Titel  und  Veriasser  ergeben  sich  aus  den  beiden  Schliifs-^a?V  des 
einleitenden  Gedichtes: 

Auf  dieses  einleitende  Gedicht  folet  zunächst  eine  orleichfalls  auf  I  reimende 
Kaside,  in  welcher  die  Suren  des  Qur'än  aufgezählt  werden;  dann  kommen 
Ghazelen  in  alphabetischer  Ordnung.  Auf  Fol.  IQ*  steht  ein  als  _Joe 
sjji>f  bezeichnetes  Gedicht,  auf  Fol.  20''  ein  anderes  mit  der  L'eberschrift 
vJULjljvb  stX^jjy  t^^yÄMu  ijUiÄ  ^^UaJLw;  dann  folgen  ein  ^es^,  ein  ^*ma2  , 
verschiedene  Muster  für  poetische  Episteln  ^^yxSie  i^yo  und  zwischen  den- 
selben eine  Bittschi-ift  JU*  \jöjs.^  so^äe  einige  Briefmuster  in  Prosa;  dann 
noch  eine  Anzahl  kürzerer  Gedichte,  meist  JLa.  oJuÄi.  überschrieben:  da- 
zmschen  zwei  To^ny  auf  die  Jahre  1032  und  1035,  wodm-ch  also  das  Zeit- 
alter des  Dichters  bestimmt  ist:  endlich  o;Lä«_«»5,  am  Ende  defect.  — 
Fragmente  desselben  Djicmi  s.  in  Xr.  55,?,a. 
Anfang:     L^l^  IjOfl  ^Jo  (^1  ^J'        L,il.>  cJr^V  '^^''  *^>  '-^♦■^ 

Gröfse  der  Handschrift:    16,ä  X  12  cm.     Dem  ersten  Blatte  eines  jeden 


')  das  20^'*  Blatt  ist  doppelt  vorhanden;  die  Foliierung  geht  deshalb  nur  bis  49. 


36         Türkische  Handschriften  11.  12.  Vermischten  Inhalts. 

der  einzelneu  Sclu'iftclien   ist  eine  meist   wenig  genügende  Angabe  des  In- 
haltes in  lateinischer  Sprache  von  einer  alten  Hand  aufgeschrieben. 

11.     [Ms.  Orient.   4".   203.] 

1.  Erzählung  vom  König  iÄd  und  seinen  Söhnen  oadid  und  Saddäd, 
in  osmanisch  -  türkischer  Sprache,  welcher  jedoch,  besonders  im  Anfang, 
osttürkisclie  Formen  beigemischt  sind.  Daran  schliefst  sich  noch  eine  kurze 
Tradition  über  den  jüngsten  Tag  an. 

Anfang:  ^^C>yi^>>    J^£-^\   (?)    t>Lo    oU   i^tXJ/  (sie)    Lijilj    -_»    l'^^'^Sy    ^^5'    »am 

,^<>.4-wo    i^:^-     tVJtXAÖ    oltXxi    ^5jj    tXj<X<ii    ^5»J    ^"^^S   tj^j'    15^-'   'ä^'^^ 

2.  Fol.  S'':  ein  kurzer  Abschnitt  über  die  vtVüJl  »JUi  und  die  Frage, 
auf  welches  Datum  dieselbe  fällt.  Der  Verfasser  entscheidet  sich  für  den 
278teu  ^Jiamadän).     Osttürldsch.     Die  Ueberschrift  lautet:    y^Ji  ^  ^jIjo  ^^^j■ 

Anfang:   ^^•r^.  ^5-"^*^   !i>^jäJI  t^y^.  ^5-*äJ'J  lk>(jii-?  i^^'y^?.  ^5^*^  j^  (sie?)   njnIj^L) 
^^jt    (sie)    ^\y    (sie)    i:i^«.s^^    Lxf  y^y?.'^  ^yO    byjC«,    15^^^  (^"*^*^    '^15^ 

(J^l  xDt^   tiS"^  īJ;-?  '^(5*^  t5'*7^:?  1*^  (si^')  )'^ 

3.  Fol.  O*":  ^c^Jf  (ä,  {j*>~>  »^^  r**«*ÄJ"  (-jLäS'  (so  in  der  Ueberschrift  ge- 
nannt), ein  in  osmanisch  -  türkischer  Spraclie  abgefaßter  Commentar  zur 
36^'™  Sure  des  Qur^än.  Als  Verfasser  wird  gleich  zu  Anfang  Maulänä 
Farimt  (sie)  angegeben. 

Anfang:  oIIiäL  miy^i^  i^^^^l  N;^'  i-jLäXJ|  5t>.A£  J-s.  Jöl  t^<Xi\  (sie)  x-UI  tX*i( 

ivAkjJI  J^iJlj  (sie)  oJLu-Jf 
34    besclu'iebene  Blätter;    20,5X16  ^"i-      Deutliches,   derbes,   unvoll- 
ständig vocalisiertes  Nastadlq   mit   15  —  19  Zeilen   auf  der  Seite ;    in  Nr.   3 
ist   der   arabische  Text   roth   überstrichen.  —   Auf  der  letzten   Seite   noch 
eine  kurze  Tradition  vom  Propheten  in  arabischer  Sprache. 

12.    [Ms.  Orient.  4".   186.] 

Aufser  einer  arabischen  Abhandlung  auf  Fol,  5  2''  — OO"*  enthält  der 
vorliegende  Codex  die  folgenden  Schriften  in  türkischer  Sprache: 

1.  Fol.  l*— 11'':  fj\JJ\  tXcU  cjUJ',  anonyme  Abhandlung  über  Joj^> 
richtige  Aussprache  bei  Recitieren  des  Qur'än.  Es  ^^drd  in  zehn  Fad 
über  ^j.S'Lw  ^Jy>^  yj-rty^^  ij'5'Lw  |VAX,  (Hs.  (jtX»)  s«X«  |»L«j(|,  vx*.ö  püe  u.  s.  w. 


Türkische  Handschriften  12.  Vermischten  Inhalts.         37 

gehandelt.  Aelinliche  Schriften  unter  gleichem  Titel:  Leipzig  Nr.  230,» 
und  Lee  Nr.  19.  Ueber  denselben  Gegenstand  handeln  sonst  noch:  Gotha 
2,2,  Leipzig  100,5,  101,1«.  2,  Wien  1995, 20  «.  2t,  Krafft  405,  de  Sacy 
358,7,  Ambrosiana  27  (osttüi'kisch)  und  (metrisch)  ein  in  Wien.  Sitz.-Ber. 
VI,   223   erwähnter  Druck. 

Anfang:  ^aS^  J^Xllj  tXxj    Ixl ^aää+JJ  xasLxJI^  ^^JL»-'!    v_jv    «JÜ    Jk.*il 

^(Xö*i    ^J-^JJ^I    Ä-^J    i^.}'^    ^LiJl    *AilÄ    ijly^' 

Flüchtiges,  vocalloses  türkisches  NasyJ  mit   15  Zeilen  auf  der  Seite. 

2.  Fol.  IS""— 51":  »I-*^;?  ^^i^  Glaubenslehre  des  MuJiainmad  ihn  Flr  lAli 
{Birgeli),  welcher  9 SO  (beg.  14.  Mai  15  72)  oder  ein  Jahr  später  starb. 
Die  Ueberschrift  lautet  ^^Juil  ^s^^j~>  (•^^t'*  «-'L^^-  Man  vgl.  das  zu  Gotha 
Nr.  49,2,  wo  dieselbe  Schrift  vorliegt,  Gesagte.  Die  Münchener  Hand- 
schriften sind  in  dem  neuen  Kataloge  unter  Nr.  4  foL  15'',  und  5  bis 
8  verzeichnet.  Lieber  Drucke  s.  man  auch  Journ.  Asiat.  184  3,  II,  3 2,12 
und  55,195,  sowie    1859,  I,  524,3.  - —  Dieselbe  Schrift  in  Nr.   99. 

Anfang:    S^-LäJI    haXs.    tN.*.^    iwl    ^^    1-j>-'*?-j    |»^-wiU    LjItVio   ^cjJl    &-U    t-V^il 

Von  gleicher  Hand  geschrieben  wie  Nr.    1. 

3.  Fol.  32'  — 112':  iiJj\.xjS'  k!\.^^^  eine  in  zwölf  JJäb  getheilte  Abliand- 
lung  über  die  Rechenkunst,  insofern  dieselbe  dem  Finanzbeamten  nöthig 
ist,  von  Yüsuf  ihn  Miillammad,  bekannt  unter  der  Bezeichnung  s -ffLi.x!  ^^ 
„Besoldungssecretär"  ').  Was  den  Titel  betrifft,  so  erläutert  der  Verfasser 
denselben  mit  den  Worten:  (_^^»  c^LaauL^  ^v^I  uj^y  ,^1  ^^XjI  ^^\  jcUu  yo 
(»iXJLsl  ^u♦v.^j■  ^0  xajL*ä$'  tc^*^  tc^.*>^'-*^  L'Lvu  s  yi  uwL  v^  ».jxäav  .  Kauaau- 
ähnlich  (kanaanisch)  ist  die  Abhandlung  offenbar  deshalb,  weil  sie,  der 
Eintheilung  des  Jahres  in  zwölf  Monate  entspi'echend ,  zwölf  Bäh  um- 
fafst,  gleichwie  Kanaan  von  zwölf  Stämmen  bewolint  war;  ob  der  Ver- 
fasser vielleicht  auch  in  dem  Worte  ,J,.^^  einen  bezüglichen  Doppelsinn  ge- 
funden wissen  wollte,  da  ,j^K  nach  Frey  tag,  Biberstein-Kazimirski, 
AVahrmund,  Cuclie  (2'°  Auflage)  und  Butj-iis  al  Biistanl  neben  der  Be- 
deutung „Anfang"  auch  die  andere  „grofser  Volksstamm"  haben  soll,  will 
ich  dahingestellt  sein  lassen. 


•^  ^ .  -^  > 


*)  über  die  Bedeutung  von  5  joLiwo  b.  Dozy,  Supplement  I,  79G". 


38         Türkische  Handscbriftcn  13.   14.  Vermischten  Inhalts. 

Anfang:    xüJLkx    (jöLi^    jÜä.    v:ywo-=»    V^^    C  U*'-!^-"    i^'    7^'*^J    L/''-*-    is^    (X*^ 

Gleichfalls  von  derselben  Hand  wie  Nr.    1   u.  2  gescluieben. 

13.  [Ms.  Orient.   4°.   4  3.] 

In  dieser  son.st  arabischen  Handschrift  finden  sich  anch  folgende  zwei 
Abschnitte  in  türkischer  Sprache: 

1.  Fol.  79"'':  das  Ende  einer  Abhandlnng,  in  welcher  —  soviel  sich 
aus  dem  Vorhandenen  erkennen  läfst  —  zehn  Puncte  aufgezählt  werden, 
in  denen  ein  Schüler  des  Sufismus  J07'«  ^üe  Biene  nachahmen  soll.  Das 
Vorhandene  beginnt  mit  dem  fünften  Puncte;  derselbe  lautet:  »(X';t  ^^^-.^.io 
^(Jöl  JLej^^  ^jOw.cLb  »JCo  ^tXil  >li\  ;•-►**•  *<^'  ('  »Haj^  ^^Jj'  i'jl  ^^1  »^ 
^^tXjl  XjJof  s^jw  aüybl  (^^.JUijdff  (5-i-^L>  Ny  jiS' ^jyy  ^i»>  Jowc  '~;;;^  »tXj'-i 
sjol   v:>jlvA«   ^tAAÄJti   stXjLi   SjJsUi   Jjsl    sJC^. 

Gewöhnliches,  deutliches,  meist  vocalisiertes  Nastaüiq  mit  16  und  17 
Zeilen  auf  der  Seite. 

2.  Fol.  137^—139^:  Erzählungen  von  dem  berühmten  Asketen  und 
Heiligen  Bäyazid  {Bistämi,  f  um  die  ]\Iitte  des  dritten  Jahrhunderts  d.  Fl.). 
Den  Anfang  macht  ein  Bericht  von  einer  angeblichen  Himmelfahrt  des- 
selben, überschrieben  JovjLj  (sie)  _,lotJI. 

Anfang:   alS  ^j.ijii  |v5'vJol   ■■^\a}\   »va»,  aJ..'l  ij*-tXi'   tXJVjL?  "-^U».« 

Ziemlich  rohes,  mit  einzelnen  Vocalen  versehenes  Nastaüiq;  auf  der 
Seite  stehen   20—23  Zeilen.  —  Gröfse  der  Blätter:    IS  X  13    cm. 

14.  [Ms.  Orient.   S*'.   319.] 

1.  JljC'l  ^xc  .*•:>  3  'JIäX^JI  isi,  Abhandlung  eines  Ungenannten  über 
die  Abwehr  des  büsen  Blickes.  Dieselbe  zerfällt,  wie  in  der  Vorrede  an- 
ffesreben  wird,  in  zwei  BäJ^  und  eine  ZätimaJi. 

Anfang:    jo..:s?'.    tJl^    tX*^    ^^)    >>^    j.i^*«Jl^    SwLa-'lj  ^j-aJI».'!  w>^  äJJ    tX*.il 

2.  Fol.  iT':  der  Z)z«-(7?i  des  Waxjdl  (f  lOSO,  beg.  1.  Juni  1609; 
s.  Hammer,    Osman.  Dichtkunst  III,   4S0 '),  Ghazelen    (alphabetisch  nach 


*)  sie!  (1.  i.   Jyis   i-Jj^,  ganz  voll. 

')  dafs  es  in  der  That   dieser   Wagdl  ist,    dessen  B'nvün    hier   vorliegt,    ergiebt    sich 


Türkische  Handschriften  15.  Vermischten  Inhalts.         39 

den  Reimbuchstaben  geordnet),  Jluqattalüt,  V'^ierzeilen,  RätLsel  «uLl*/)  und 
ein  TarJclb-band  enthaltend.  Dem  Diicän  ist  auf  Fol.  'd^  und  10*  eine 
ra'n/-Kaside  vorausgeschickt,  in  welcher  die  in  das  Jalir  10 GS  (beg. 
9.  Oct.  165  7)  fallende  Eroberung  der  Burg  von  »^  durch  Koprüa  2I)i- 
Tiammad  Pasa  oefeieii;  wird.  —  Andere  Handschriften  dieses  Diicän  finden 
sich  in  Wien  Nr.  709  (I,  66 1)  und  im  Bvit.  Museum  (Rieh  Nr.  185,:). 
Anfang  des  Ducän:  fjuo  ^J^«>>  ^^•>   ^y^^  ^,J^^T  aJÜCä-'v  *_t 

3.  Fol.  2S'':  einzelne  Ghazelen  von  Busdl,  ilzzafi,  lA-nm  dem  Bosnier 
(t  1122,  beg.  2.  März  1710;  Hammer,  Osman.  Dichtkunst  IV,  40),  Fä'iq 
dem  Lahmen  —^sS  (f  1127,  beg.  7.  Jan.  1715;  Hammer  IV,  80),  I'anä'l 
(mit  dem  Beisatze  j»^yxi). 

4.  Fol.  29^:  eine  reiche  Auswahl  aus  dem.  Dtioän  des  Bahä't  (f  1064, 
beg.  2  2.  Nov.  165.3;  Hammer,  Dichtkunst  HI,  406).  Den  Anfang  machen 
Kasiden,  zuerst  zum  Lobe  des  Sultan  Aluräd  (IV,  reg.  1032—4  9  =  1623 
—40),  darauf  folgt  ein  Ta'ny^  auf  ein  Ereigniis  aus  dem  Jahre  105  3  (beg. 
22.  März    164  3),  dann  kommen  Ghazelen,  MuqattaiCd  und  Buhäilyüt. 

Anfang:  «^J^  )^  i^t^Oo'  ,£^^  Cy^*^  '-'^^s«=^' 

39  Blätter,  von  welchen  S,  27,  3S  und  39  leer  .sind;  19,5  X  II  cm. 
Taihq  von  verschiedenen  Händen  und  mit  verschiedener  Zeilenzahl  auf 
der  Seite  (Nr.  1  hat  24  Zeilen);  die  Zeilen  mit  Au.snahme  von  Nr.  1  und 
2  schief  laufend;  die  Seiten  mit  einer  rothen  Linie  umzoo-en:  auf  den 
ersten  Blättern  ein  Fleck ;  mehrere  Blätter  als  zu  breit  einffeschlaffen :  auf 
Fol.  1"  der  Abdruck  eines  Siegels  mit  der  Inschrift  ^iia^cx  Joüw.  —  Auf 
einem  aufsen  aufgeklebten  Zettelclien  steht  „106  Muchlinski    111". 

15.     [Ms.  Orient.   4".   637.] 

1.    Eine    am    Anfano-    defecte    Sammluno-    tüi-kischer   Musterbriefe,   wie 

dergleichen  Lijl    genannt   zu  werden  pflegen.     Das    erste   ganz   vorhandene 

Schreiben    ist    ein   vom  Neumond    sie    des   Gumädä  II   94S   =   22.  Septbr. 

15  41    datierter  Bericht  über  die  zweite  Eroberuuff  Ofens  durch  die  Türken, 


aus  dem  Umstände,  dafs  die  zwei  von  Hammer  auf  S.  481    übersetzten  Ghazelen  hier  auf 
Fol.  21^  u.   22''  stehen. 


40         Türkische  Handschriften  16.  Vermischten  Inhalts. 

^cjLj  oö^   ,i>  ,j^<X?  Ä*Jj    »xibisi;    s.    Hanimev,  Osman.  Reich,   Ausgabe    in 
vier  BäTiden,  II,    172. 

2.  Die  Briefsanimlung  endigt  auf  Fol.  79''  mit  einem  von  der  ersten 
Dekade  JjI^I  des  Ralnl  11  1005  (=  22.  Nov.  -  1.  Dec.  1596)  datierten 
Schreiben.  Hierauf  folgen  zunächst  einige  Recepte,  und  hierauf  eine  am 
Ende  defecte,  titellose  und  anonyme  medicinische  Schilift  über  allerhand 
Schmerzen  und  deren  Heilung.  Den  Anfang  macht  der  Augenschmerz 
(sie)  ^5->*'yj■|  )*^-     Fol.   80  gehört  vielleicht  an  das  Ende. 

Anfang  des  InSä,:  (oJj-j  JftVXwl  )J^  i^ti^v^  JltX=.j 

der  medicinischen  Schrift:  ij'^\j    ^s»    i^JLi»  J.l  u*-Ijö  ^    r^j  o^^-^j  J>-4.^ 
(^>>\jJo    SO^^«    |^t\/)tVe    'ii}\t>y^yje    j,jS  iLf^yXXi    ^j*tXäj.    jLjti' 
88    beschriebene    Blätter;     20  X  14,5    cm.      Die    Briefsammlung    mit 
gutem,  doch  oft  recht  schwer  zu  lesendem,    elfzeiligem  Dlwänl,    die    medi- 
cinische   Schrift    mit   ziemlich    rohem,    doch    deutlichem,    fünfzehn  zeiligem 
Nastalliq  geschrieben. 


16.     [Wetzstein  H,    175  8.] 

Diese  Handschrift  entliiilt  neben  verschiedenen  arabischen  Schriften 
(unter  welchen  sich  auf  Fol.  7'' ff.  die  Burdali  mit  türkischer  Paraphrase 
von  Saiyid  Hasan  RidCi'l  befindet)  die  folgenden  dci-  Erwähnung  werthen 
Stücke  in  türkischer  Sprache: 

1.  Fol.  45:  ein  juristisches  Lehrgedicht,  dessen  Anftxng  felilt.  Aus 
dem  noch  Vorhandenen  ergiebt  sich  indefs,  dafs  dem  Gediclite  der  Titel 
»LaüüI  'ik:ä  zukonmit,  und  dafs  der  Verfasser  AqsanVl-  liä(^(jt- Efendi-oyli 
hicis;  Fol.  45*'  Z.  4  u.  5   heifst  es  nämlich: 

j^^.A*JljJI  ^o^  (^tXJol  XJLa-o  2(->l_ö.-s  j_J  j.AÄi  y*^\  v(JuJ-C«f  ,^J<Äil  ^_=>.La.  ^l«-wJ>l 
j^^aaJUs  (^I  ^^itäsi  iJiyjJii  \yiy\  vA-äi»  (j*^  sLoäJI  &isf  ^cJoO»  ^^^^*^  «J  7^7^  (.5«^^' 
In  einem  der  Handschrift  vorausgeschickten  Inhaltsverzeichnisse  von  frem- 
der Hand  erscheint  der  Name  des  Verfassers  in  der  Form  al-Saiyid  Ilasan 
Ridä'l;  bei  Ö.  X.  VI,  63  6  heifst  er  vollständig  al-Saii/id  al  fläßg  Öasan 
Bidä'l  ihn  al-saiyid  iÄbd  al-RaJiviän  al  Aqsarä'i]  ebenda  erfahren  wir, 
dafs  er  im  Jahre  1074  (beg.  5.  Aug.  1663)  starb. 
Anfang : 


Tüi'kische  Handschriften  17.  Vermischten  Inhalts.         H 

2.  Fol.  63\  'Jr  u.  120'':  ciiiig-e  Gliazeleu  desselben  lüdä'l]  Anfang 
des  ersten  (Fol.   63"): 

^3A«|  u^iJyj  (^JJ^I  ^Oä-U=.         (j^  u'^'r?  ;>5y^^  ^  15! 

3.  Fol.  63'':  jJlyiJI  üL^o,  ein  kurzes  Lehrgedicht  über  Erschaffung  und 
Inhalt  der  sieben  Himmel,  oder,  wie  es  in  der  Ueberschrift  lieifst,  ^Lj 
j.t>^i|  tM  cjU^-L,^i|.  Als  Verfasser  wird  in  dem  bereits  erwähnten  Inhalts- 
verzeichnisse derselbe  Rida'i  ffenaimt.  Verschieden  von  der  oleich  be- 
titelten  türkischen  Schrift,  welche  in  den  Handschriften  Nr.  5*,js  und  3G 
enthalten  ist. 

Anfang:      ÄjUla.4a/)   tX*^  tjy^^^   »^.o  ÄolJ>is.  ^^Jwa.   (»isjol   äjI^Xä. 

4.  Fol.  67^:  ein  aus  zehn  Bait  bestehendes  Gedicht  zum  Lobe  des 
iAhd  al  Qadir  Gilünt  (f  561  =  1166),  in  welchem  das  2%  l"",  8'",  12'% 
16%  20''°  Misräl  eben  nur  aus  dem  Namen  ^)k^ ^Oi\si\  ^Xaä  bestehen. 

Anfang:  ^^jik^f  ^liUJI  iUä  ^^jliaJL«   ^yJL^^\ 

5.  Fol.  lig*":  zwei  Bau  aus  einem  medichiischen  Lehrgedichte  eines 
gewissen  Sarifzädah,  mit  Commentar.  Anfang:  Sl>!i>  -ic  t5^*J)  iiL»j'  ^3^». 
I^;5;  Ueberschrift:  (»tXJljl  —l-^x*«!  ^t^Äjl^r  i25L».xX!=.  -b  »oKi-äjj.^. 

Die  ganze  Handschrift  hat  120  beschriebene  Blätter  von  20,5  X  1-4  cm. 
Sowohl  die  paraphrasierte  Burdali,  als  auch  oben  Nr.  1  und  3,  und  aufser- 
dem  noch  einige  andere  (arabische)  Abschnitte  der  Handschrift  sind,  wie 
eine  Bemerkung  ')  am  Ende  des  mehrfach  erwähnten  Inhaltsverzeichnisses 
sagt,  von  der  Hand  des  Verfassers  al-Saiyid  Uasaa  Ridä'l  selbst  ge- 
schrieben. 

17.  [Ms.  Orient.  Fol.  389.] 
Der  bunte  Inhalt  dieser  Handschrift  ist  der  folgende:  Fol.  P  ein 
Gebet  und  einige  ßecepte;  —  Fol.  l**:  Verzeichnifs  der  Propheten  und 
Patriarchen  von  Adam  bis  Mulkmitaad ,  im  ganzen  einundvierzig;  —  Fol. 
2*;  ein  Verzeichnifs  der  Hinterlassenschaft  cjLäJÜ^  des  Propheten,  beginnend 
mit  einem  Kaftan  aus  KameelwoUe  ijlÄÄi"  ^^«X.äJ^.  s^j;  —  Fol.  2*":  die 
Genealogie  des  Propheten ;  —  Fol.   3*" :  ein  kurzes  Dynastieen-  und  Fürsten- 


')   p^jJI    '-äJ^-^.'l     iai»   ^A    Äfi^*..^l    (sie)    ItViS    ^    Lo    cyK^XX-^JI    (sie)    I jjo 

iÜlAul.     S4.^^     &aA£    !iXi\     ä*Ä.N     ^\^)     (^^S>     tVA*»JI 


Türkische  Handschriften. 


4^         Türkische  Handschriften  17.  "Vermischten  Inhalts. 

verzeichnüs,    von    Adam   bis   Sultan    MuHammad   IV    (105S);    —    Fol.    5*': 
Tabellen  über  Erbtbeilung,   öUa..«Ju    u^y   J^'— ^    Ubersclirieben ;    —    Fol. 
11*:  ein  medicinisches  Eecept;    —   Fol.   11^:  Muster   für   gerichtliche  Aus- 
fertio-ungen  c>w^,   sowohl  in  arabischer  als   in   türkischer  Sprache;  —  Fol. 
19'':  Tabellen,  um  die  Stunden  des  Tages  zu  erkennen,   o- — • — *_-c  J.tX—»- 
bcj.x  c^LcL«  (Hs.  «yyjLc!);  der  Zweck  ist,  wie  die  beigegebenen  Erläuterungen 
beweisen,  hauptsächlich,   die  Stunden  des  Gebetes  erkennen  zu  lehren;  — 
Fol.   2  2':    ein    Ghazel   mit   der  Ueberschrift   ^^lc    |J.j(XjL*JI    ^\    »•!V"-'I    saäJ' 
jUjt;  —  Fol.   22^:    eine  Sammlung  von  Faticä,    die    ersten  von  einem  iÄlt, 
die  folgenden  von  Qädi-yän  u.  s.  w.  —  Fol.   28'':   ein  Qänün-nämah  über 
Abgaben   von   Grundstücken,   o-äs-   ^^^^^   und   ^^ää  c>Äa.   (vgl.   Hammer, 
Staatsverfassung  I,   187);  —  Fol.   SO*":    ein  Aufsatz  über  die  geographische 
Lage    u.    s.    w.    der    bedeutendsten   Städte    des    osmanischen    Reiches;    das 
Nähere  ergiebt   sich    aus    der  Ueberschrift:   ^y\r,..fi    siXj^^    &Lj    ol»^t    L'Lwj 
Äi>j^    J-",  ;jJLc«   J    ^^.>gjyJaÄia.w»j:   ^y>yi  ^    (,Hs.   iiS^"^,  ^^1)    S-jkkß^    ^üijl 
^^Jü^    ;tXjl    ^Lo    ^_j^     (Hs.    ^^.-^1)    y^S'i    ^;l^     (Hs.    l\^\)    J>igl,    ;^ 
au^'.l  oJLü.;    den  Anfang  macht   natürlich  Konstantinopel    (|vJjl  euÄl2Äk».5 
II  ij^^l  xÄi-k  ^'»xs.  (11,^1  jJötXwrU»);  —  Fol.  37':  eine  Abhandlung  über 
eine    Schwefelsalbe    und    ihren    Gebrauch;    Ueberschrift:    ^Lä-   ^j^    &JL«p 
C^J^I    »^o    ^L    oovA^  j^iju    oo^;    —    Fol.     39"':    ein    Lehrgedicht    in 
Strophen  von  je  vier  Zeilen,  von  welchen  jedesmal   1,   2  u.   3   einen  Reim 
unter  sich  haben,  während  4  stets  (und  in  der  ersten  Sti'ophe  auch   2)  auf 
(fijoil   ^.>_   reimt;    das    Gedicht    ist    überschrieben    wUjI  ^yi    &xä^    und    be- 
ginnt: 

Fol.   40':  Recepte,   das   erste   ^um  Schwarzfärben    des  Bartes,   \J~*^-f^  JLius 

Anfang:    i^ji^^  |»is^>>  »j    ^jJ».*^   ^    äu.-J^I    _i^    xX}^    jü^^I    i_^b  ^1  J-«ai 

i^^Ji    äfÜ^a.    w'L&'.i.o    o    &J>jt 

38  beschriebene  und  eine  grofse  Anzahl  leerer  Blätter;  27  X  12,5  cm. 
Verschiedene  Nasyi-  und  Z)F£Cö«T-Hände  mit  26  —  31  Zeilen  auf  der  vollen 


*)  Die  Handschrift  schreibt  sehr  unorthographisch:    ^^wAi    oOjjj    ijcL».    ^'^j^    «JL». 
^J.I   (i^O   ^e^L?    ^r*^- 


Türkische  Handschriften  18.   19.  Vermischten  Inhalts.         4$ 

Seite;    wie  sich  schon  aus    den  wenigen    mitgetheilten  Zeilen  ersehen  läfst, 
ziemlich  incorrect  geschrieben. 

18.  [Wetzstein  II,    ITTS.] 

Diese  Sammelhandschrift  enthält  die  folgenden  türkischen  Stücke: 

1.  Fol.  14  6*— 15  P:  eine  Abhandlung  über  den  von  ^aix,  lÄbd  al  Ko- 
rim  Gilänl  in  seinem  Buche,   welches  den  Titel  i-ä^  (d.    i.    '|VJkiJI.    '.°.^fl( 

(♦.A^^l    ,j-.,-Ä.Jl    xJUI  jv-J    ry-^   ^'   '^'  '^"  ^'    ^^"'    ^^^^9)   trägt,   über- 
lieferten Ausspruch    des  Propheten  (ob^-i  öotXs..):    x-'y-JI   wj:JC'I    ^j,    U    JT 

kJaJLül  3  k^.  Weder  ein  Titel,  noch  der  Name  des  Verfassers  wird  ge- 
nannt; als  Zeit  der  Abfassung  aber  wh'd  am  Ende  der  14.  Ja  '/  Tiijgah 
983  (=  15.  März  15  76),  als  Datum  der  Abschrift  der  Neumond  sie  des 
Eajah  1046  (=  29.  Nov.  1637)  angegeben.  Als  Schreiber  nennt  sich 
ebenda  Abu  Bakr  ihn  Wah. 
Anfang:  v.yJÜLc  L>  1^'i    'öJ^Läx  ^    Uj^'    olo    'vr^''  -^t-"  ^.  «-^'  <J^' 

2.  Fol.  15  3":  eine  kurze  anonyme  Abhandlung  über  die  Buchstaben, 
welche  einer  Anzahl  von  Siu'en  des   Qur'än  vorangestellt  sind. 

Anfang:    Jjl    f,^*^)    ij^;-^   *ur^'    «^"^-»^    ^)f^    o^^'   ^^}    ^■^}}^  f}y^ 

3.  Fol.  166''  bis  zu  Ende:  dasselbe  «wb^^jU  aus  der  Zeit /S'«/a^'??^ä^^'s  I, 
welches  auch  in  der  Handschrift  Nr.  261  enthalten  und  doii;  ofenauer  be- 
schrieben  ist.  Die  beiden  letzten  Blätter  enthalten  ein  von  fremder  Hand 
geschriebenes  Vei'zeichnifs  der  CapitelUberschriften ,  welche  im  Texte  roth 
eingeschrieben  werden  sollten,  aber  weggelassen  sind.  Da  indessen  die 
Ueberschriften  im  Register  numeriert  und  die  gleichen  Nummern  überall 
da,  wo  ein  neues  Capitel  beginnt,  an  den  Rand  des  Textes  geschrieben 
sind,  so  ist  es  trotzdem  leicht,  sich  in  der  Handschrift  zurecht  zu  finden. 

Anfang :  ^ Jö  ^^  Ji^  Jkc  xlllj  \jöy^\^   cjL*!  \\  täjJLo  aj  ^5 jJI  ^JJ  ö^\ 

Verschiedene,  mehr  oder  weniger  gute  A^as^al/i^- Hände;  Grofse  der 
Blätter:  20,5  X  14  cm. 

19.  [Petermann  II,  4  92.] 

Diese  Handschrift  enthält,  aufser  einem  kurzen  Aufsatze  in  arabischer 


44         Türkische  Handschriften  19.  Vermischten  Inhalts. 

Sprache  über  die  s^JLoJI  is^wi  auf  Fol.    184''— 186'',  die  folgenden  Schriften 
in  türkischer  Sprache: 

1.  (^  (jLffLi  ää:^',  ein  Werk  über  die  ,jJtX.'f  Pjv»?  dessen  Inhalt  nach 
einem  Konstantinopeler  Drucke  vom  Jahre  1258  =  1842  von  Hammer 
in  Journ.  Asiat.  1844,  I  p.  21 9 f.  näher  angegeben  wird.  Den  Verfasser, 
den  ich  in  der  vorliegenden  Handschrift  nicht  genannt  finde,  nennt 
Hammer  daselbst  Abil  '/  Baqä  KaffawT  und  theilt  zugleich  eine  kurze 
Biographie  desselben  mit;  aus  ihr  ergiebt  sich,  dafs  er  im  Jahre  1094 
(beg.   31.  Dec.    1682)  starb. 

Anfang:   '^LaJÜJI   ^jje  jd  (j-iXo^  *,jlj   ^>j^  J^  »-Ut   J.«.^ 

2.  Fol.  117":  eine  sufische  Abhandlung,  von  welcher  im  Texte  selbst 
weder  Titel,  noch  Verfasser  genannt  sind;  am  Ende  aber  steht  jüLwj  o>.+j' 
«J  jJjl  (^  yks.  JUL,^  tXA*«.JI  vaääJI  tXj  J^  (sie)  f£d^y»j.i\  äLov^ÜIj  xajoIÜI ,  was 
doch  wohl  heifsen  soll,  dafs  die  Abhandhing  den  Titel  x^y^^  »^>^^  &Jl*«^ 
trägt,  von  einem  gewissen  Sarmadi  verfafst  und  von  einem  Manne  Namens 
al-Saiyid  Gum'ah  geschrieben  ist. 

Anfang:  xJLöäj  UJ  ajüI  UJ  LXii  jXwl^   8oLa£  J^  ssi^  v^;  \j'*^  ^^  tX*»! 

3.  Fol.  138":  tXjUj  ;J-;l«<  J^  ^vä^  'J^jUä  C;;!^?  ei»  Werk  über  die 
lAqä'id,  die  Gi'undlehren  des  Islam.  Der  Verfasser  wii'd,  soviel  ich  sehe, 
nicht  genannt;  derselbe  hieis  aber,  wenn  anders  das  von  H.  X.  HI,  216, 
5000  mit  den  Worten  ^Ji  OoIäxJI  ss4>  angeführte  Werk  mit  dem  vor- 
liegenden identisch  ist,  nach  jenem  Bibliographen  lAhd  al  Magid  al-Suoäsl. 
Ein  Verzeichnifs  der  (nicht  gezählten)  Capitel  nebst  Blattweiser  ist  voraus- 
geschickt.    Ueber  seine  Quellen  sagt  der  Verfasser  in  der  Vorrede:    \^\yj> 

Auf  Fol.    139*  ist  ein  Siegel  abgedruckt. 
Anfang:  LääJI  Ljby  JoUä  (sie)  tXjljJb  Lj^Iü  iU*«JI  (sie)  OtXJ  |j.J  itX*i> 

4.  Fol.    187":    ^^jjjt    ^^i^    ^  '^^V-ai-l  C^^-^i^   (Fol.    188"  Z.   0   v.   u.), 

*)  die  Handschrift  schreibt  Fol.  l""  Z.  4  ^^UcLiJI  ki^ ;  vgl.  den  persischen  Katnlog 
S.   1275,  Nachtrag  zu  S.   84   AI.   2,  wo  von  ähnlichen  Iiybriden  Bildungen  die  Rede  ist. 

^)    Hs.     wÄt     &]L|.2>.  . 

')  Fol.    140''  Z.  3.      Die  Handschrift    schreibt   ganz  deutlich   OvJ»  statt   ^sM 
*)  Die  Handschrift  schreibt   wiederholt  (joä-  statt  ^■/■»^  ,    wie    es    doch    wohl    heifsen 
mufs. 


Türkische  Handschriften  20.  Vermischten  Inhalts.         46 

das  in  zehn  Bäh  eingetheilte  Werk  eines  ungenannten  Verfassers  über  das 
Gebet,  Das  erste  Capitel  ist  überschriebeti  «yl^JLo  n^y^s  i5*''^>  tii^il^Jj  SSb 
»vtXJj  ^jJbliMj  ,j.jJljlp,  das  letzte  cj»^ä  (^ä^  »S' »tX^I  jjL-u  («JU^  J^ 
^i\-ii.*^j_}|  Jöy^  ^jtV.>ci^->«JI  äaJ^  J^-^»'^.  Die  Einleitung  ist  in  Versen  ge- 
schrieben. 
Anfang :      ItVii'l  «J.l  xÄxiikS'  csJ^jI  Jt^         Ijöjf  (3^.  J.^=>  syj  »cXas^I. 

235  beschriebene  Blätter;  20X13  cm.  Kleines  Nastailiq  mit  21 
Zeilen  auf  der  Seite;  die  Seiten  mit  einer  rothen  Linie  umzogen.  Die 
ganze  Handschrift  ist  von  derselben  Hand,  nämlich  der  des  Saiyid  Gumlah, 
geschrieben,  welcher  sich  am  Ende  von  Nr.  2  und  von  Nr.  3  als  Schreiber 
nennt;  an  letzterer  Stelle  datiert  er  diesen  Theil  seiner  Arbeit  von  einem 
Freitage,  29.  Muliarrcm    1086   =   25.  April    1675. 

20.     [Diez  A.  4°.   5  7.] 

1.  (' ^LKil  ^Lä.,  eine  Sammlung  von  Erzählungen  von  dem  Pro- 
pheten MuTtaminad,  Hasan  Basn,  Jesus,  Ihrähim  (Abraham),  Müsä 
(Moses)  u.  a.  m.  Jedes  Vorwort  und  sogar  die  Basmalah  fehlt;  die  Samm- 
lung   beginnt   sogleich    mit    dem  Anfange    der    ersten  Erzählung:  j.j  ooKjs. 

^5JuiJ|  ^d^^  cJ^*^  J'^  (J^.).?"^?'  stXJjl  *i^.A»Ji  äuAx  Jr")  OJ^'  l^iese  Erzäh- 
lungen sind  fast  alle  in  Dieterici's  Chrestomathie  Ottomane  p.  18 f. 
hei-ausgegeben  und  drei  davon  p.   8 1  f.  übersetzt. 

2.  Fol.  11":  eine  Erzählung  von  Jesus,  beginnend:  xaIc  ^c*«.a£  ooKj=» 
^o^^yi^\  &J.ajUs?I  ^j^  vj  (.iLwJI.  Auch  diese  Erzählung  ist  von  Dieterici 
a.  a.  O.  p.   30   nr.    15   herausgegeben. 

3.  Fol.  12'':  Betrachtungen  eines  gewissen  Ähli  über  die  Hindernisse, 
welche  die  Menschen  abhalten,  sich  für  den  Uebergang  in  das  Jenseits 
vorzubereiten.     Es  werden  deren  sieben   aufgezählt. 

Anfang:  ^i.i  «XLe  ^iL  Jjl  ^^^Ljt>  ^^U  ^  »tXicJl    sf  ^Ck^S   jL.^  ^J^^\    J^\ 

4.  Fol.  13":  (Mj>JI  Ä^icU  Lj^-^;j  Lehren  des  Proj^heten  an  seine 
Tochter  Fcäimah  über  das  Verhältnifs  zwischen  Mann  und  Frau. 

Anfang:    ^  i^jkisys.   (^JocjI    &jl..gj^   «-UI  ,^^  x^icLi  ^j^S'  yi  (.^^*JI  2tA-lÄ  ^y*') 

^iXi  i^yXÄ^  5(>.j^s.l  <^)y^  *^yV.J  **^^)>' 
1)  Hb.  äjKII. 

»)  Hs.  ^5^yi . 


46         TürkiäcLe  Handschriften  20.  Vermischten  Inhalts. 

5.  FoL  16*:  eine  knrze  Belehrung  über  die  Segensformelu ,  mit  wel- 
chen der  Schriftsteller  sein  Werk  beginnen  soU. 

Anfang:    -  ^^    \5*^    scX-y    t^\jS'   ^^Ool    ..ä  >  »  ^  ^    ^^^»Jkjjk^^   <j^jl.>£^    ^ 

6.  Fol.  16":  eine  Abhandlung,  deren  Inhalt  und  Tendenz  sich  aus 
den   Anfangfsworten   ergiebr:    »Jö    ijUjt  By<3  sf  ^öSS  aCJw'    jüC'.I    *Jjl«  ^:I 

7.  Fol.  2P:  eine  auf  -4JjZ  lAbd-dRah  al-Dainaicaft  zurückgeführte  Er- 
zählung von  Fragen,  welche  angeblich  ein  griechischer  Kaiser  dem  Muiä- 
wiyah  vorlegte,  und  durch  deren  Beantwortung  der  Kaiser  sich  zum  Krypto- 
Muhammedanismus  bekehren  liefe. 

Anfang:    -'■  >^    vj-^*   o*jUä  x*JLr   ^y    ~*i-ö  s^  «Jol  JLäj  ^»^jJt   aJLfl   tX**    »j' 


SJUiU'x      -Äi^L=>.     2U£     sJJ'      -j£^     S-'.Lxa- 


8.  FoL  31^:  ein  Abschnitt  über  die  Verheirathung  des  Propheten  mit 
der  Xadi^aJi.  Derselbe  scheint  einem  gröfseren  Werke  entnommen  zu  sein, 
da  er  als  Jl'  ^-JL^  bezeichnet  ist. 

Anfang:  ^^-^  ^4>j' ^Lo  ^.tUia.!^  (*  ^^^!  s^iXä.    J;— ^    vSjw.dÄ    J.t    ^j-J^ 

..«y  o    &^J^    t^  «Ji-:'    >JLi    .=^l><    sJL.^    &aJ^    SJJ'    &4.»«    ^e~<=-> 

9.  Fol.  37'-:  Unter  der  üeberschrift  .>..4^  «..^wc  oöLJ  jj  Jj  ('  Iu^p 
(*  s'^M  JuLie  LiL  die  Lebensbeschreibung  des  im  Jahi^e  S79  (heg.  IS.  Mai 
1474)  hingerichteten  MaÜmüd  Pasa,  welche  durch  F.  Dieterici's,  nach  der 
vorliegenden  und  der  Dresdener  Handschrift  besorgten  Ausgabe  und  Ueber- 
setzung  (Chrestomathie  Ottomane  S.  1  — IS  u.  63— Sl)  bekannt  ist.  Üeber 
MaRmüd  PaSa,  welcher  auch,  und  zwar  unter  dem  Namen  lAdani,  dichtete, 
s.  man  besonders  Hammer,  Osman.  Reich  H,  122,  Osman.  Dichtkunst 
I,  13S,  Gibb,  Ottoman  Poems  p.  15  und  173.  Andere  Handschriften 
finden  sich:  in  Dresden  Xr.  iSl.s,  München  Xr.  19  fol.  S6  und  Xr.  106, 
Wien  (Flügel  Nr.  1Ö35,2  und  1036,i  [H,  250]  und  Krafft  Nr.  307, 
zwei  Exemplare),  imd  Leiden  Nr.  961.  Auch  besitzt  die  hiesige  Biblio- 
thek in  Nr.   1,6  und  245  zwei  weitere  Handschriften  dieses  Aufsatzes. 


*)  äel      Es    soll   vennutUich    ^diJid^^\  heifsen. 

*)  d.  i.  ^wcLäl  „unsere  Mutter". 

*)  sie!  1.  «ix^P;  s.  die  Münchener  Handschrift  19  und  oben  Nr.   1,6. 


*)  sie!  1.  slj-   ^IJs. 


Türkische  Handschriften  21.  Vermischten  Inhalts.         47 

Anfang:   «Jot  ^Lo  J'^'   ^j^^l    ^'j  ,jX>    xäjÜ^    Ü  scXäjLcv  LiL  J^.^^   i*^*^ 

5  0  beschriebene  Blätter,  21X15  cm.  Grofses,  kräftiges  und  deut- 
liches Diwäm-nasyJsi  mit  17  Zeilen  auf  der  Seite.  Am  Ende  von  Nr.  7 
nennt  sich  als  Schreiber  ein  gewisser  Bakr  und  giebt  an,  dals  er  seine 
Arbeit  in  der  Madrasah  des  Häj^t-o/Ji  in  der  Stadt  ....  (für  mich 
unleserlich)  gethan  habe;  am  Ende  von  Xr.  S  nennt  sich  als  Schreiber 
iAbd-aüäft  und  giebt  als  den  Ort  seiner  Thätigkeit  die  Madrasah  des  HäggJ 
Sinän  und  als  Zeit  der  Vollendung  der  Abschrift  einen  Freitag  im  Jahre 
1111  (beg.  29  Jimi  1699)  an;  dasselbe  Jahr  der  Vollendung  wird  am 
Ende  von  Nr.  9  angegeben,  wozu  sich  ein  Leser  am  5.  Ramadan  1180 
(=  4.  Febr.  1767)  eingeschrieben  hat.  —  Auf  Fol.  1*  stehen  noch  ein 
paar  Verse. 

21.     [Petermann  II,  425.] 
Eine  Handschrift   mit    verschiedenen  Aufsätzen  astronomischen,   astro- 
logischen und  mantischen  Inhalts;  nämlich: 

1.  Fol.  P:  ujJjLc.  wi-'Lft  ^Lo  o,  eine  auf  Aristoteles  zurückgeführte 
Anweisung,  bestimmte  Schlüsse  auf  Sieg  oder  Niederlage  zweier  Feinde 
aus  dem  Zahlwerthe  der  Buchstaben  in  ihreu  Namen,  in  denen  ihrer  El- 
tern u.  s.  w.  zu  ziehen.  Vgl.  den  Katalog  der  arabischen  Handschriften 
zu  Gotha  HI,   13  7. 

Anfang:  ü5s*jJ.Jü^  (jU»  -^ > -^ '^  ^c^jl  sf  .^  y^   J^j^  »i'Us.i^  w<Jow.   -JLc 

2.  Fol.  1":  eine  Zusammenstellunof  der  wichtig-sten  astronomischen 
Kenntnisse,  ohne  Angabe  eines  Titels  oder  Verfassers.  Die  Abhandlung 
berinnt  mit  der  Erschaflunsr  der  neun  Himmel  und  endiqt  mit  einer  Ta- 
belle  über  verschiedene  Acren.  Aus  der  letzteren  ist  zu  ersehen,  dafs  die 
Abhandlung  im  Jahre  1016  (beg.  2S.  Apiil  160  7)  unter  der  Regierung 
AMiTiad's  I  vertaTst  wurde. 

Anfang:   '^j^  Ji.-j   Lc   Jjl'I.   ^ ^yjy  ^^  ;J-'Lä-  J«'  '3ou   ^'  Äii.   '(X=.   ^<   cX*^. 

3.  Fol.  ll'':  eine  Abhandlung  ohne  Titel,  in  welcher  der  ungenannte 
Verfasser  sich  die  Aufgabe  stellt,  diejenigen,  welche  behaupten,  dafs  (.JLt 
>4Xs»j  ,,^1  (^jÜXX:^  Jtx_wcX-Ljc.  «U.ä.f ,  in  ßeziehtmg  auf  die  Astronomie 
eines   Besseren   zu   belehren.      Viele   Kreise   und   Tabellen   sind   eingefügt: 


48         Türkische  Handschriften  22.  Vermischten  Inhalts. 

auch   findet   sich,   wie   es   scheint   nur   als   ein   zur   Ausfüllung   der   leeren 
Seite    eingefügtes   Notat   des   Schreibers,   eine   Anweisung  zu   der   J^;   ge- 
nannten Art  der   Weissagung;  vgl.   Gotha,  arabisch  Nr.    1314   (11,   4  87). 
Anfang:  ^jl=»j  ^^j^  ijlj,^^  ^^U^«!;  ^^>j>o^  ö-'*^  '-'^'  \j^h  ^  ;^;  cjS*;-*  '^♦^ 

4.  Fol.  45'':  *..^5CLo  Jül  tÜ^  j^^Lc  ^^U^r  jT  ,j*-^J^  p:?;'^'?  eine  Zu- 
sammenstellung sännntlicher  osmanischer  Sultane,  von  lüOmän,  dem  Gründer 
der  Dynastie,  bis  zu  Malhnüd  I  (seit  1143,  beg.  17.  Juli  1730).  Den 
Namen  der  Sultane  ist  das  Jahr  ihrer  Thronbesteigung  und  die  Dauer 
ihrer  Regierung  beigeschrieben. 
Anfang:  (sie)  jj^^^l  ^^LiiA*«  tj"^^=»  (5)'-^  u^^  (jU^ä  tr^J-= 


».2» 


2U, 


5.  Fol.  4  6":  das  Ende  einer  astronomischen  Schrift.  Das  Vorhandene 
beginnt  mit  j^jaj  ^jm^-ä  J-.^^^  ü^;'  i«j^aX;o  54>wAi^Ä  Lo'l  wl;^».o  ,j**.«Lii.|  J„tai 
,0  stXÄjLj  ^.Ä.jw.*.j  ciLÄjyJJjItXa.  ^jJiLi;  dann  folgt  >-ä_;L.^s'  ;j«l>LwJ|  J..Äi 
sJOoIaj  e^j-AJ.IcX.^  _.j_^.j  K.«<..4..Ä.  SvLa-w  J..j^.^  U  5  5^^-»*^  Si^xjL5stJ\l^ii 
,0  u.  s.  w.  Den  Beschlufs  macht  ein  Abschnitt  über  Chronologie  und 
eine  tabellarische  Zusammenstellung  darüber,  wie  viele  Jahre  seit  gewissen 
Ereignissen  vergangen  seien.  Da  hier  die  seit  der  Hf^rah  verflossene  Zeit 
auf  1217  Jahre  angegeben  wird,  mufs  die  Abhandlung  also  in  diesem 
Jahre  verfafst  sein. 

5  6  beschriebene  Blätter;  21  X  ^5,5  cm.  Verschiedene  gute  NastalJiq- 
Hände  mit  wechselnder  Zeilenzahl  auf  der  Seite;  bis  Fol.  45  gelbliches 
Papier. 

23.     [Petermann   694.] 

Zwischen  arabischen  Abhandlungen  enthält  diese  Handschrift  die  fol- 
genden zwei  Abschnitte  in  türkischer  Sprache: 

l.  Fol.  4  8-'— 5  7'':  eine  Art  politischer  Ethik,  welche  in  den  einleiten- 
den Worten  als  ÄÄxkJ  ^jULo^;  ^äj^cö  ^Laj  ^xol  bezeichnet  wird;  ein  Ver- 
fiisser  wird  nicht  genannt.  Die  Abhandlung  ist  in  die  folgenden  vier 
Bah  eingetheilt:  l)  Foh  48^  ^\  ^jjj,  ^IoT^  jji^l  <J-ä^  ;^  —  2)  Fol. 
5  3-'':    .Ä.W  yXiO-i  ;0   —    3)  Fol.   5  5'':  ^i>  »cXäjLo   xÄjys.  ^ajJJ   —    4)  Fol.    5  7^': 


Türkische  Handschriften  23.  Vermischten  Inhalts.         49 

Anfang:   (Xcly>  ö^^^  oJjO    ^J\^^\    t>-v**»J    ^Äxkl   i^Ll^s^^  **Jr-^  ^'-•^  »**^l 

«jf<>   ^(ÄÄlaJLu.    '•■■I  I  ff" 
Schönes,  mit  einzelnen  Vocalen  versehenes  NasyJ.-^  auf  der  Seite  stehen 
15  Zeilen, 

2.  Fol.  64"- TS*":  0>yuJI  ^1  Loülx^j,  das  Gebetbuch  des  Abu  'l-sulüd 
(t  982,  beg.  23.  April  1574;  s.  Hammer,  Dichtkunst  II,  352).  Der 
Verfasser  sagt  u.  a.  in  der  Vorrede:  ö^joL=.I  ».tX-bl    ».«.-^  «üoLiLc»^  jo  5C>Lot  ^ 

(sie)       XJv=i       ÄAÄ^'      ijtXJ^X!     ^LjIj       jjtVJ^ÄÄX      ^L^i^lj       ^Ojt^«.CI      CjL3!^v[^]       ^OitÄsSP 

J.I  vO  *iLj  Äx^c^äjl  Leo  ij^-s\j|  <^lwo  j>^  ^-«U»-'  D^s  Buch  ist  einem  vor- 
nehmen Manne  zugeeignet,  welcher  in  der  vorliegenden  Handschrift  nicht 
genannt  wird;  nach  H.  X.  III,  228,  5081,  wo  das  Buch  besprochen  wii*d, 
hiefs  derselbe  MuUammad  PaSa  al  lattq,  nach  den  Handschriften  von 
Dresden,  Leipzig  und  Coburg  aber  vielmehr  lAlt  PaSa.  Der  Inhalt  ist  in 
eine  Muqaddimah  und  sieben  Bcd)  eingetheilt;  der  Inhalt  dieser  Abschnitte 
wird  von  H.  X.  a.  a.  O.  mitgetheilt.  —  Andere  Handschriften  finden  sich 
in  Dresden  Nr.  143,2,  262,2,  289,3  und  337,  Leipzig  Nr.  113,3  und  Co- 
bui'g  Nr.  III,  c.  Auch  ist  in  der  hiesigen  Sammlung  ein  zweites  Exemplar 
in  Nr.  38,2  vorhanden,  welches  den  Gönner  des  Verfassers  gleichfalls  lAh 
PaSa  nennt. 
Anfang:  cjI^jJI   >— *a.^j    of^i^t   (sie)    «xiLo  J.l   (j^-Lö  ^   Axjy   ^\.f^^    tX^^ 

Flüchtiges,    doch   nicht    undeutliches  Nastailiq   mit  20  Zeilen    auf  der 
Seite;  Randbemerkungen  sind  zahlreich  vorhanden. 
Gröfse  der  Blätter:   21  X  16  cm. 

23.     [Diez  A.   8«.    121.] 
Folgendes  ist  der  Inhalt  dieser  Handschrift: 

1.  Zwei  Anweisungen  mit  Tabellen  zu  der  Art  des  Prophezeiens, 
welche  JU  genannt  wird. 

Anfang  der  ersten:  iu!^  x^\.i  Sj^  i_>^iaJb  jöyi!  ^^isXjHyi  cjjI^ä  |»*^  J'-»  ■^^ 

,„>jtÄJI   Ä>Läx)  sJOä^  t5*"T^' 

2.  Fol.  2":  unter  dem  Titel  sj^  «juLo  „wunderbares  Kunststück", 
eine  Anweisung,  zu  errathen,  in  welcher  Hand  einer  Person,  die  in  der 
einen  Hand  einen  goldenen,  in  der  anderen  einen  silbernen  Ring  verborgen 
hält,  sich  der  erstere  befindet. 

Türkische  Handachriftea.  < 


50  Türkische  Handschriften  23.  Vermischten  Inhalts. 

Anfang:   «u«juÜsLo   ^^}*>    '^)y-    ur^}^  »tX^JI    ^jj    ü^^t?    c^^^'    5t>-ül  ^j    |»oI   ^j 

•LxJ      y^     &Jl  gr^^Ö     i-jl^     itwijl     Jl^*«     ^^      ^4>     StXjl    ^^i'     üfjj.J     ijyJ' 

3.  Fol.  3'':  unter  der  Ueberschrlt't  Jüoo!ÜI  '^yy^  Ij^  eine  alphabetisch 
nach  den  Anfangsbuchstaben  geordnete  Sanimbmg  türkischer  Sprichwörter. 
Die  Abtheilungen  mancher  Buchstaben,  wie  li)  und  3,  sind  ganz  leer  ge- 
lassen, die  anderer  nur  sehr  schwach  versehen,  die  Buchstaben  ^e,  jjö, 
Jfl,  Ja,  c,  c,  o,  ij,  J,  [•,  j,  ^5  endlich  sind  nicht  einmal  angeführt.  Die 
umfassendste    Sanmilung    türkischer    Sprichwörter    ist    bekanntlich    die    von 

0.  V.  Schlechta-Wssehrd  herausgegebene  (Wien  1865.  8'^);  reiche  Zu- 
sammenstellungen linden  sich  auch  in  Wicker  hause  r's  Wegweiser  (zu 
Anfang)  und  im  Anhang  zu  Jaubert's  Grammatik;  auch  in  Konstan- 
tinopel sind  ähnliche  Sammlungen  mehrfach  gedruckt  worden:  s,  Journ. 
Asiat.    1859,  I,   552,    63;    1863,  11,   269,    143;    1871,  11,    147,   22;    1873, 

1,  547,  37.  Handschriftlich  sind  deren  in  Upsala  Nr.  LXXVI,  in  Wien 
Nr.  649,3  (I,  615),  in  Paris  (mit  französischer  Uebersetzung ;  s.  Journ. 
Asiat.  1859,  I,  583  Anm.)  und  in  den  hiesigen  Handschriften  Nr.  34, i 
(vgl.    203),    155   und    156   vorhanden. 

Anfang:  yoxÄj^l  ^  ^\  (Schlechta  Nr.    12;  ^aä  ist  für  ^T  geschrieben). 

4.  Wenn  man  die  Handschrift  umdreht,  so  hat  man  nunmehr  als  An- 
fang derselben  eine  Sammlung  der  Schwanke  des  Na^r  al-din  Xioä^ah  vor 
sich ;  s.  das  zu  Nr.  4  61,  welche  Handschrift  ein  anderes  Exemplar  der- 
selben Erzählungen  enthält.  Beigebrachte.  Ebenso  wie  jene,  wurde  auch 
die  vorliegende  Handschrift  von  Dieterici  zu  seiner  Chrestomathie  Otto- 
mane benutzt;  s.  daselbst  p.  II  der  Vorrede.  Auch  die  Handschrift  Nr. 
462  enthält  dieselben  Schwanke.  Die  Ueberschi-ift  lautet  in  der  vorliegen- 
den Handschrift:    j^l  ^^xj^^jÄ  izyLI^Ä.   (ja*j   aSwc^Ä^jo  ^jJJI  »^aj  (sie)  to^ 

Anfang:  ^y)S »Xjss  ^>j.>j'  x^äj^j  ts5UjJoLil  ^JJI  yoj  (sie)  lus-y^   (ifjs ^5^  aSUJ  ^^^■ 

25  ^)  beschriebene  und,    haujjtsächlich   zwischen   3   und  4,    viele    leere 

Blätter;    19  X  H    ci'i-     Gutes  Nastaüiq\    18—21   Zeilen  auf  der  Seite.    Auf 

einem  aufsen    aufgeklebten  Zettel  steht:    J>.i.o   <-)y^)    *^>-'^  (j^»J^'  r^  i_>LäJ' 


•)   nämlich  Nr.    1 — 3   dreizehn,   Nr.   4   zwölf  Blätter. 


Türkische  Handschriiten  21.  25.  Vermischten  Inhalts.         51 

24.  [Diez  A.   8°.    140.] 

1.  (NUj^'I  si\^cL>  (Fol.  2''  Z,  5  V.  u.),  ein  Schriftchen,  in  welchem  der 
Verfasser  lAhd  al  Karim  ihn  Mtüiammad  Ausspruche  berühmter  Männer, 
wie  des  Buzurjmihr  ^) ,  des  Hippokrates,  des  Alalik  ÄSraf,  des  iSaqTq 
Bal/l  u.  a.  m.,  zusammenstellt,  in  welchen  gewisse  Dinge  und  Handlungen 
angepriesen  werden ,  vor  anderen  gewarnt  wird.  Die  Zahl  Vier  spielt  in 
allen  diesen  Aussprüchen  eine  grofse  Rolle.  —  Andere  Handschriften  dieses 
Aufsatzes  jJL*,>  linden  sich  in  Wien  (Kr äfft  Nr.  490)  und  in  München 
Nr.   262  fol.   47. 

Anfang:  '»Jlc  *>^-^  /"'-«aj   [j^-tß  i^  pUj^  ,j..Laavj  <\^i^ 

2.  Fol.  15""  folgt,  nach  einigen  Schreibereien  auf  fol.  rect.  dieses 
Blattes,  der  Anfang  derselben,  Jo^  ^j.*«^  betitelten  Allegorie  des  Lämül, 
welche  ganz  in  den  Handschriften  Nr.  400  —  402  enthalten  ist.  Das  vor- 
liegende Fragment  bricht  mit  den  Worten  Luä  oow.ä  xjU..  (Nr.  400  fol. 
6''  Z.   7)  ab. 

Anfang:  xi' (sie)  jj-üjl^  (j^'  o^l-s»  J^'  u-^"  ^  oJuo^  ,j*/Lywj   wCi 

20  beschriebene  Blätter;  16,6X11  cm.  Nr.  1  schönes,  ziemlich 
neues,  mit  einzelnen  Vocalen  versehenes,  1 1  zeiliges  Nasxl,  in  welchem  die 
Stichworte  meist  mit  Gold  geschrieben  sind;  Nr.  2  ausgezeichnet  schönes, 
ziemlich  altes,  reicher  vocalisiertes,   19zeiKges  Nas^i. 

25.  [Diez  A.   8«.   62.] 

Eine  Sammelhandschrift,  in  welcher  der  Anfang  (Fol.  1  —  12)  arabisch, 
die  Mitte  (Fol.  13-52)  tUrldsch,  das  Ende  (Fol.  53-56)  persisch')  ist. 
Von  den  türkischen  Stücken  sind  die  folgenden  in  Prosa:  Fol.  13^  ein 
Verzeichnifs  der  Hinterlassenschaft  ^:i>LÄiiä'  des  Rustam  PaSa,  mitgetheilt, 
übersetzt  und  erläutert  von  Diez,  Denkwürdigkeiten  von  Asien  I,  95; 
Fol.    IS''    (verkehrt   geschrieben)  eine  Ueberlieferung    des    Gühir   ibn   {lAbd 


*)  überschrieben  i.^t  die  Ahbaiidlung  «ji«l=»  klLvu» ,  weil  der  Scbreiber  die  Anfangs- 
worte der  Einleitung  (fol.  2''  Z.  2)  '  jMk>j-=«-Lft/)  ^»; ^LÄJe  «>l*jCs.  '  ajwls»  kJLwv  yi  Jju  L<t 
•1}    \i>    «<>  mifsverstand. 


')  vgl.  Diez,   Denkwürdigkeiten  von   Asien  II,   47. 

')   s.  Nr.    117   des  Kataloges  der  persischen  Handschriften. 


5Z         Türkische  Handschriften   25.  Vermischten  Inhalts. 

allall)  voai  Propheten,  über  das  Gebet;  Fol.  IS*"  äjiXjl*  äjuJ-j»  sx>Ljis-s, 
Schreiben  über  die  Eroberung  der  Burg  von  Candia  im  Jahre  1080  = 
1669,  von  dein  Eroberer  Fädü  A/imad  PaSa  an  den  Sultan  {Muliammad  IV) 
gerichtet  und  mit  den  Worten:  »Jt\.x>  '*.JL*JI  ^\hj  '*Äxi  *a-ä./>  'pv^  ^^äa«i> 
'>_^-UJl  yÄs>Xi  )y^*i-^  ;«-*'  beginnend;  Fol.  26''  ein  ebensolcher  Bericht  über 
die  Eroberung  von  Cypern  (im  Jahre  9  79  =  1571),  beginnend:  k/ibisi 
(sie)  (JkJl  jj  Ä-b^K^li'  oül|  ^5^j  tj'^^  ^;j'^  ijy  '^'^^  ^'^'  '^  )'^  y^  LTrH' 
ytx.jJ.I  5tXÄ*v5y.oLs'  vL^I^;  Fol.  SS""  Anreden,  wie  sie  in  Briefen  an  her- 
vorragende Personen  zu  gebrauchen  sind;  Fol.  44"'  ein  Erlafs  des  Sultans 
MuTiammad  IV,  welchem  hier  der  Titel  i^SJ\^  beigelegt  wird,  an  den 
Qädi  von  Konstantinopel  |^*«.a.öU  J^Lä*-I  bü^^,  über  Aufhebung  der  Wein- 
schenken in  Konstantinopel  und  Brusa,  datiert  von  der  mittleren  Dekade 
iAM.\^\  des  Rahii  I  1081  =  29.  Juli  -  7.  August  1670;  endlich  Fol.  47*' 
eine  Betrachtung  von  KamälpaSazädak  über  die  Nichtigkeit  des  mensch- 
lichen Lebens,  beginnend  mit  den  Worten:  xai  ,jjXwj(i  ^^jiLcjl  |.ol  yj  ^^\ 
jjywjl.  Unter  den  Gedichten  sind  besonders  zahlreich  Chronogramme 
.„jj.Lj  und  unter  diesen  wieder  solche  auf  die  —  wie  schon  oben  bemerkt 
im  Jahre   1080   erfolgte   —  Eroberung  von  Kandia  vertreten;   Ta'rix  finden 


sich  auf  Fol.  13^  lö^-lS",  23''^  24*,  25",  26%  28''-35'',  37%  43"",  44", 
49"",  52\  Ferner  sind  vorhanden:  Ghazelen  von  BuMl  Fol.  4°',  Kunst- 
ghazelen  (JjJoc,  *La>o,  JtXj  ^j,  i^l  ^)  Fol.  35"  und  36";  von  Fanni  Fol. 
35%  37"  und  5l"  (J^jjuc),  Madäql  Fol.  37"  und  5l",  Nujäzi  Fol.  42"; 
eine  auf  I—  i-eimende  Kaside  mit  dem  Anfange:  (.L^K^^^  j.Lä  ^^pv  iJJl  JL*j" 
Ia«w**ä.  Fol.  24";  Kasiden  zum  Lobe  des  Pi'opheten  Uu^yä  <i/jü  ^c>  Fol.  39", 
40'',  45"  (von  lldi)\  eine  Kaside  von  lAhd  al  Karim,  mit  einer  Nach- 
ahmung von  Usüll  und  einer  TrtscZ?«  -  Erweiterung  von  HäUmi  Fol.  46"; 
eine  Kaside  von  ildi  mit  dem  Beisatze  ^^y^  Fol.  48";  zwei  künstliche 
ra'n;f-Gedichte,  ein  Ghazel  und  eine  Kaside,  auf  Fol.  34":  in  dem  Ghazel 
giebt  der  Reihe  nach  jedes  Misräi  das  Jahr  des  Regierungsanti-ittes  eines 
Sultans,  von  iUGmün-i  yazi  bis  Sulaimän  I,  in  der  Kaside  giebt  allemal 
das  erste  Misräi  eines  jeden  Bait  926,  das  Jahr  der  Thronbesteigung  Su- 
laimän! s,  I,  das  zweite  929,  das  Jahr  der  Eroberung  von  Rhodus;  Räthsel 
finden  sich  auf  Fol.  36"  und  38";  eine  Improvisation  des  Fäzi  Giräy  Xän 
nebst  vier  Nachahmungen  s-jJhj  von  Sultan  Sulaimän,  Sah  Tahnäs,  tLur- 
rati  ^ami  mv^  Fannl  Fol.  40";  ein  Talmis  Fol.  42'';  endlich  zwei  Gedichte 


Türkische  Handschi'iften  26.  Vermischten  Inhalts.         53 

in  MadnawT-V ersen,   um   dem  Gedächtnifs   die  Namen   der  Propheten  und 
der  ^J^yf  \^\.^\  einzuprägen. 

Die  ganze  Handschrift  hat  5  6  beschriebene  Blätter  von  23,6  X  13  cm. 
Verschiedene  Hände.  Manche  Seiten  sind  durch  aufgemalte  silberne  Blumen 
und  Blätter  mehr  verunziert,  als  verziert  (so  Fol.  13%  16\  IS'',  2  7'',  29% 
31%  36%  39%  41*');  einzelne  Blätter  sind  gelb  oder  blau.  Zwischen  Fol. 
13  und   14  befindet  sich  noch  ein  (nicht  mitgezähltes)  halbes  Blatt. 

26.    [Diez  A.  8%   31.] 

1.  Eine  Biographie  des  Saix  Muliammad  Äq  Sams  al-din  (vgl.  Ham- 
mer, Osman.  Reich  H,  248),  als  deren  Verfasser  sich  sowohl  in  der  Vor- 
rede, als  auch  am  Ende  ein  gewisser  Ämtr  Musain  Unsi  [Insil  Anasi? 
^-wjl)  nennt.  Äq  Sarns  al-dln  wurde  im  Jahre  79  2  (beg.  20.  Dec.  1389) 
in  Syrien  »Jool*o  sL)4>  geboren,  machte  im  Jahre  84  7  (beg.  1.  Mai  1443) 
die  Pilgerreise  nach  den  heiligen  Stätten  in  Arabien,  und  wohnte  später 
der  Eroberung  Konstantinopels  bei.  Eine  Angabe  über  das  Jahr  seines 
Todes  habe  ich  in  der  vorliegenden  Schrift  nicht  finden  können.  Auf 
Fol.  20''  (Ende)  S.  finden  sich  Mittheilungen  über  die  Lebensumstände 
seines  Sohnes,  des  bekannten  Dichters  Hamdl  (geb.  853  =  1449/50, 
t  909   =   1503/4). 

Anfang:  aujjk^t  ^y^  ^j.xiX*}^  *_)^'   ^^  i^jJ!  «JJ  ö<*A.\ 

Flüchtiges,  doch  leserliches  Nastaihq  mit  21  Zeilen  auf  der  Seite. 
Am  Ende  hat  sich  mit  fremder  Hand  ein  Besitzer  Namens  lUmar  am 
17.  Eamadän  1130  =  14.  Aug.  1718  eingeschrieben  und  darunter  sein 
zierliches  Siegel  mit  der  Inschrift  ^♦ä  »J^  ^^äS^  »tX^^  iJJI  ^^a**.j>  abge- 
druckt. Auf  Fol.  r  steht,  von  schöner  A'i:<.s;^I-Hand  geschrieben:  ^\Li> 
^5sLJI  (sie)  äUa-yl  &-J.£  ij-"*^'  tr^-i  ;jl  [»^r*- 

2.  Fol.  23'':  der  Anfang  einer  türkischen  Uebersetzung  des  ^^^*r^ 
'üiöXjuM  betitelten  Werkes  des  Fazäli  (f  505,  beg.  10.  Juli  Uli),  über 
welches  man  vgl.  Nr.  248—250  des  persischen  Kataloges.  H.  X.  V,  285, 
10998  erwähnt  verschiedene  türkische  Uebersetzungen  dieses  Werkes;  in 
dem  vorliegenden  Fragmente  nennt  sich  der  Uebersetzer  nur  JjJü  ^«ajü  ^ 
xcLäJI.  Das  Fragment  der  «yoL*-«  ^5l.x_♦_AJ'  endigt  mit  dem  vorletzten 
Blatte;  auf  dem  letzten  Blatte  hat  dann  noch  ein  Fälscher  einige  Zeilen 
hinzugefügt,    um   der   Handschrift    den    Anschein    der    Vollständigkeit    zu 


54         Türkische  Handschriften  27.  Vermischten  Inhalts. 

geben.  —  Fragmente  der  türkischen  «yoLiu«  ,^L-mj^  s.  auch  oben  in  Nr. 
5*,32,  sowie  in  den  Handschriften  Dresden  Nr.  15,i  und  Upsala  Nr.  448,5 
und  460. 

Anfang:  'jJoj„»*J^|   (j^uJI  äJIj  'q-LDI  »iSJLo  J^l  '(j-LkJs  ^  J-^i..[j]  (j-La—^   jCi 

Ende:  ^Ji'iJ  ^^  ');^;'  u*y^  ^s^j  ji^sßtXx  JJic  ciwJ-jl  ^Xs 

Gutes,  türkisches  Nas^i  ohne  Vocale,  mit  17  Zeilen  auf  der  Seite. 
Die  ganze  Handschrift  liat  36  beschriebene  Blätter  von   20, s  X  14   cm. 

Nach  einem  auf  einem  vorgehefteten  Blatte  gegebenen  Inhaltsverzeich- 
nisse (tXJLÄJI  Ijüc  [sie]  ÄAi  Lo)  sollte  die  Handschrift  aufser  den  zwei  wirk- 
lich vorhandenen  Stücken  noch  enthalten:  l)  Juou-«^  JyM-i'l  j-^Li-<aj«  sX^^ 
^5jJLi«  r')'"**'  "^J/^'  c5t)«.Äil,  und  2)  soKxäajI  ^\^yjM  *jLkJL«  ^-a-L?-  LoJöä^o  — -j.-^. 
Beide  müssen  mit  dem  gröfsten  Theile  der  Klmiyä  vei-loren  gegangen  sein. 
Auf  einem  aufsen   aufgeklebten  Zettel   steht:    ^^Lki-*,   i^Jii\  yA   [»^v«   ^^^^ 

l^.t    sO    xJLuN    (-XjI    cjiJLji.w     (sie)    tfl-A^i^    i^JooKr».    (j>JtXJt  [j».^    (^1    »JOoLov    tXJI^. 

27.    [Diez  A.  8".   159.] 
Eine  Sammelhandschrift   buntesten  Inhalts,    aus    welchem   ich  die  fol- 
genden Stücke  hervorhebe: 

1.  Fol.  1—4,  8—29,  34—38,  59  und  60  sind  drei  verschiedenen  Hand- 
schriften des  Diwans  eines  Dichters  entnommen,  welcher  sich  des  Taxallus 
^4Ji:~»  Xatmi  bedient.     Vgl.  Hammer,  Dichtkunst  II,   412  und  III,  89. 

Anfang:      t^U-jC/i  iS*^^   5'^   *^.'  ^'^^.)  t^y-uaj  (^tXJ^I  ^.'^   ^i^  ,jf^  i'i> 

2.  Fol.  5,  6,  92,  93  u.  98  sind  einer  Handschrift  entnommen  und 
enthalten  Gedichte  von  Bosnawl  YaÄi/ü,  Xayüli,  Nacjäti,  Ähli  Gelebt  (ein 
Taxmls)^  Jätl,  Säbirl,  Safiit,  Bäqi,  Samll-dedeli ,  iUlioi  (iÄlawi?),  UsüU 
und  Raliml  (('  J^>ä  StX-yai»,  am  Ende  defect). 

3.  Fol.  7,  30  —  32,  39  —  58,  61  und  62  sind  einer  Handschrift  vom 
Diwän  des  Sahzl  (Hammer,  Dichtkunst  II,  431  oder  IH,  5  22)  entnommen. 
Den  Inhalt  bilden  zum  kleineren  Theile  selbständige  Gedichte  des  Verfassers 
(gewöhnlich  mit  jAÜa.  ^y^  bezeichnet),  zum  gröfseren  Theile  aber  von 
ihm  in  Nachahmung  *aä3  anderer  Dichter  verfafste  Gedichte.  Als  solche 
von  Sahzl,  nachgeahmte  Dichter  werden   erwähnt:  Amri,   MaSrabt,   No^ätl, 


^)    Anfang:    J.ÄJj.i"    xjÜßLi    j.*«.il    ^y*^  »tXJLiJU^    also    verschieden  von  dem  in  Nr. 
339  fol.  Tö*  stehenden  iüoLjJiiJJ) . 


Türkische  Handschriften  27.  Vermischten  Inhalts.         55 

iAmri  ^5^w.*_c,  Xayüli,  Qadl  Islläq  Öelehi,  Baqi,  Jäii,  Nawä'l,  liairatl, 
Galfar  Cdehi,  Nauli,  Baioänl,  Yürsuz,  MuRibhl  (sLoJlc  sLioL,  d.  i.  Sul- 
tan Sulaimän  1),  MaslVä,  Iladä't,  Salim,  BahiSti,  Alhnad  FaSa,  Rahrril, 
ruhän,  lUbaidi,  Saixt,  Mihri,  Bnliyi  Beg,  Samsl  Äya,  Kamäl  Celebi,  öalal 
Gelebi,  Fiyäni,  Snltän  MuRaminad  Xän,  Hilah,  NiSäni,  Sahzädah  Sultan 
Bäyazid,   Yaizmt,    WäliM,  Fadlt,   Qädiri  Efendi,  Samil. 

4.  Fol.  SS*"":  Ende  einer  und  Anfang  einer  anderen  Kaside,  beide 
von  Martini;  die  erstere  reimt  auf  ^aJ^»— ,  die  letztere  auf  f^i^y^f  ^—. 

5.  Fol.  63—86:  das  Ende  eines  anthologischen  Werkes.  Zuerst  kom- 
men einige  Stücke  in  Pi-osa  (u^xCc  ^:y^^-o,  &j«Ljj^jJL^  ä-'Lun,  ,3  i.^.l.. q-'y^^ 
KM^yi  y^)-,  dann  folgen  Verse  (darunter  solche  von  Jäti,  Fol.  67"),  zuletzt 
ein  längeres  Gedicht  in  AIa6nawi-\Qvs,&i\  mit  der  Ueberschrift  »JL«»  (jjo 
cjLsjjJü  und  in  acht,  zum  Theil  wieder  in  Fasl  zerfallende  Qism  einge- 
theilt;  diese  Qism  handeln:  l)  oLäaüäJI  ij,  2)  cjUjjlJI  ^j,  3)  und  4)  ? 
(Lücke  zwischen  Fol.  68  u.  69),  5)  c^Kj t^ ä J(  ^j,  6)  cjLI^äJI  3,  7)  desgl. 
«yLl4Äjl  j^,  und  8)  ^dLäLäüJI  ^j.     Aus  dem  Schlufsverse  der  Xütimah: 

erfahren  wir,  dafs  das  Gedicht  hu  Jahre  941  (beg.  13.  Juli  1534)  voll- 
endet wurde. 

6.  Fol.  87—91:  zwei  Erzählungen  in  Prosa,  dann  eine  auf  ;>»j)l  ;— 
reimende  Kaside. 

7.  Fol.   94:  ein  paar  Ghazelen  von   Yafiyä  und  von  Mü'i  ^^ye■ 

8.  Fol.  95:  das  Ende  einer  Kaside,  in  welcher  jedes  Bau  mit  den 
Worten  »iXäj^  o^ajLö  Jjt  endigt. 

9.  Fol.  10  2*:  Hk^  oXm,  V-*!?-;  5^  *^)5v  "V  '''^•'^)  Cy^)  <J}^^  CJ^^J  ^^^' 
Ra§ab  984  entspricht  24.  Sept. —  23.  Oct.  1576,  und  XÄ^^.  ist  vielleicht 
Pyrgos. 

10.  Fol.    lOS*":  ein  längeres  J/aönö?üi-Gedicht,  übei-schrieben : 

^tX-U*:»  ^^tVxj  (5^^^   (ifjjLiö  (sie!  1.  »4-i)  i5>4« 
und  beginnend: 

»JjyLl   |viäj    Jxw    £,3   o   S;>4)^  (?)   iJ^J^Uw    S*-ui   yoX^  yj   oa.wI 

11.  Fol.    113*"':  Ghazelen  von  Xallll,  ÖalfmT,  Akt,  Na§atu 

12.  Fol,  llS'**:  Räthsel  auf  Namen  und  Appellativa,  wie  -jU>,  ^yäk*2><i, 
Jl<£,  omjü  u.  a,  m. 


56         Türkische  Handschiiften  27.  Vermischten  Inhalts. 

13.  Fol.  120'':  ein  jwIjja.«  d.  i.  Jwobj^,  ein  Büchlein  über  das  vor- 
bedeutende Zucken  der  Glieder,  arabisch  —iLci».!^!.  S.  den  Gothaischen 
Katalog,  Arabisch  Nr.  1324  u.  1325  (II,  492).  Die  Fortsetzung  der  vor- 
liegenden Schrift  s.  auf  Fol.  124\  —  Andere  Schriftchen  über  denselben 
Gegenstand  s.  in  Nr.    10,3  und  4,  41,8  und   125,4,a. 

Anfang : 

ii^Mj}     \yJM     yi\     SmJLm     (sie!    1.     ^^jj")     ^"^^     cLo     S\ 

14.  Fol.  125'':  ein  Gedicht,  überschrieben  ^U»  rvA-L«  i^jLiiJL»/  iy*^  und 
beginnend :  *Ju  zvAiL»  ^s\  \ji>\y^  ^5*-"-^  fS'^)i^}  or^  • 

15.  Fol.   128'':  ein  Tar^B-hand  von  iAskarl  Celehi,  beginnend: 

16.  Fol.    129*':  ein   Taxmls  des  Samil  auf  ein  Ghazel  von  Xalili. 
Anfang :   >t  JuJli'  ^c-*aa=>.  ca-^v   j^'  oji-Uo  [ßjS^  ^5! 

17.  Fol.   130":  ein  längeres  J/aönaiüF-Gedicht,  beginnend:  ^^^^jJL»  ,Jü 

18.  Fol.  134*'':  kurze  Zusammenstellung  wichtiger  Daten  aus  der  os- 
manischen  Geschichte;  das  letzte  erwähnte  Ereignifs  ist  die  Eroberung  von 
Szigeth  im  Jahre  974  =   1566. 

19.  Fol.  135'':  die  arabischen  Buchstaben  mit  Angabe  ihres  Zahlen- 
werthes,  gewöhnlich  jjyi' (),♦=►  genannt;  vgl.  Gotha,  Arabisch  Nr.   83,3. 

20.  Fol.  137'':  die  erste  Seite  eines  astrologischen  Schriftchens  mit 
der  Ueberschrift  JLüb  (1.  o+X!^.)  ^-ä^XLä.  «♦Ajo^  ^^'-^i»  ^"'^  '^^^  Anfang: 
^  sj^  ^dJl  ^^  (sie)  |jO>LÄ.!i)|  ._**S'  ^yX*.Ji  oolj^  äxc  jJJI  ^^^  (sie)  ^ß)yS^  ^f 

21.  Fol.  138'':  ein  Ghazel  von  Bawäni  und  ein  in  Prosa  abgefafstes, 
aber  wie  Verse  geschriebenes  euiboJL^  mit  dem  Anfang:  «yLöLe  «yLx^'  o^l 

22.  Fol.  139^  ^.LäjJI  i_)L_Ä_y  „das  Buch  der  Rathschläge"  enthält 
Anekdoten,  die  erste  von  Kamäljpa^azäddli. 

Anlang : 

(jOstiKLüLJUS'  (c**:?  U^i  is*^   ub?*^  >_>iaj  ÜJLJf   SiXtX   P^L^ftÄJl   'id^\ 
142  beschriebene  Blätter  von   19,5  X  12,6  cm,  und  aufserdem  ein  klei- 
neres, an  die  Innenseite  des  Vorderdeckels  angeklebtes  Blatt.     Verschiedene, 
durchweg   mehr   oder   weniger   flüchtige  Hände;    nur  Nr.  5  ist  mit  gutem, 
17  zeiligem  Nas/l  geschrieben. 


Türkische  Handschriften  28.  Vermischten  InhaUs.         57 

28.    [Diez  A.  8".  34.] 

1.  Dei-  Bericht  eines  Ungenannten  über  die  Vertheidignng  der  Festung 
Kanisclia  gegen  die  belagernden  Oesterreicher  durch  Tiry&kt  Öasan  PaSa 
im  Jahre  1010  =  1601;  s.  Hammer,  Osman.  Reich  IV  p.  VI  nr.  14 
und  S.  315,  Nalimä  I,  135 ff.  Der  Bericht  trägt  hier  die  Ueberschrift 
5iA-ü>  &*JU[j]LiL  ^j.-wi.  ojKi»  usLÄr  Ijje,  während  er  sonst  unter  dem  Titel 
Lib  ^.*«.Ä.  ^\l~c  ^^.■f  ^'>y^  ^^^  erscheinen  pflegt;  s.  Wien  Ni\  10  33 
(II,  248)  fif.,  München  Nr.  89  und  Krafft  Nr.  DVIII  (S.  193).  An  der 
letztgenannten  Stelle    steht    durch    einen  Schreibfehler  K  rafft's  tX4.i>l  statt 

Anfang:    '^^jjLaJI    »^    xJLJI.    xJLJl    ^j61j    Sj^i^  '^   oa-Lc   x-LaIs    iui   (^^    a.S' 

2.  Fol.  64'':  unter  der  Ueberschrift  jJJl  Jj-w;  Ä>oLjc>-yfl^  |j.;o  eine  Le- 
gende, in  welcher  ein  gewisser  Saix  AJimad,  Hüter  am  Grabe  (^I^^.J^Ja 
statt  ^l^>^UJj■)  des  Propheten,  erzählt,  wie  ihm  eines  Nachts  Muliammad  er- 
schienen und  über  den  Verfall  des  Glaubens  geklagt  habe;  von  70,000 
Personen,  welche  in  der  Zeit  von  einem  Freitage  zum  anderen  in  die 
andere  Welt  übergegangen  seien,  hätten  nur  sieben  den  wahren  Glauben 
gehabt.  Hieran  knüpft  MuTiammad  Lehren  und  Ermahnungen,  mit  deren 
Uebermittelung  an  die  Gläubigen  er  den  Saix  Alimad  betraut.  Auch 
Prophezeiungen  von  Landplagen  für  die  Dekadenjahre  des  elften  Jahrhun- 
derts d.  Fl.  von  10  20  bis  109  0  sind  eingefügt.  —  Dieselbe  Schrift  steht 
auch  in  Nr.    133,8. 

Anfang:  iy.^^\  ^^yi  U^^'  15)'*^))^    'l*^5  ^•^'^  '^^  ^-^    'tt^'   ^T^)  *^r*^^ 

3.  Fol.  &1^:  eine  kurze  Legende  von  der  Erschaffung  des  Adam,  Jxai 
(.^LJlJl  xaJLä  j.i>l  kiyw.ÖÄ  oJiis.  «^fjüijl  ^3.  Als  Autorität  wird  am  Ende  der 
Scheich  MuliyJ  al-din  iArahl  genannt. 

Anfang:  *,A^tXj|   ^3*'^  r^  (j'^'y^    cs^-    i5'^)5^'?    'lJ^'''  lJ"*  't*^  (3-''-^  15^' 

68  beschriebene  Blätter;  19,5  Xl<^  cm.  Schönes,  durchaus  vocali- 
siertes  Nas^t  mit  1 3  Zeilen  auf  der  Seite.  Am  Anfang  ein  einfacher 
iUnioän'^  die  Seiten,  mit  Ausnahme  der  beiden  letzten,  mit  rothen  mid 
blauen  Linien  umzogen. 

Türklsclie  Handacliriftpi].  8 


58         Türkische  Handschriften  28*.  Vermischten  Inhalts. 

28*.     [Hamilton   34  4.] 

1.  An  erster  Stelle  in  dieser  Handschi-ift  steht  der  „Traum"  — 
Ä/iLjLjlj.i>  oder  joobxjüilj  —  des  Waisi  (f  1037,  heg.  12.  Sept.  1627;  s. 
über  ihn  Hammer,  Osman.  Dichtkmist  HI,  20  3).  Ueber  den  Inhalt  vgl. 
man  besonders  Hammer,  Osman.  Reich  V,  663,  sowie  Kr  äfft  imd 
Flügel  zu  den  betreffenden  Wiener  Handschriften.  Die  Schrift  ist  im 
Jahi'e  125  2  (1837)  in  Büläq  gedruckt  worden  (Zenker  Nr.  1355,  Journ. 
Asiat.  1843,  II,  47  nr.  132);  handsclu'iftlich  ist  dieselbe  vorhanden  in 
Gotha  Nr.  3,2  und  140,  München  Nr.  68  fol.  61'^,  Wien  Hofbibliothek 
Nr.  843,2  (II,  77)  mid  1039-1042  (II,  252),  sowie  Krafft  Nr.  250,  in 
St.  Petersburg  (Asiat.  Museum  S.  208),  und  nochmals  in  der  hiesigen 
Sammlung  als  Nr.   5*,68. 

Anfang:  o^.«;jl    (j*^v^  xJK.«^    K    ^^^-üJI  jö    ^JoXmI   o^.«-!    j5*«»J.^    ijt^«^    v'^ 

2.  Fol.  11"— 12%  auf  dem  Rande:  ein  Auszug  aus  der  von  demselben 
Waisi  verfafsten  Biographie  des  Propheten,  welcher,  nach  Id.  X.  III,  201, 
4  92  7,   der  Titel  ^l;*J'  v_a=»Lö  iy*^  ^  V*^'  h'^  zukommt. 

Anfang:  jüLs"  ^  xJUt  x+A-w  ,^<>.Äil  jc*v,j^  ^^jm2.s:^  7***-*  f**«   iV"  d<^  \l  »jK-^» 

3.  Fol.  20'':  eine  Schenkungsurkunde  äjols^  über  ein  Waqf,  welches 
ein  gewisser  Banwäh  MuTiammad  Beg  der  von  ihm  restaurierten  Moschee 
des  Hamzah  Beg  zu  Saloniki  zuwendete,  verfafst  von  Nargisl  und  datiert 
vom  21.  Bahn  I  ( 10)29  =  25.  Febr.  1620.  Das  soll  doch  wohl  die  Ueber- 
schrift  >_Äji.   KÄ«xU>.    uJyo    sw^    ^5^<XXjI  \.*a\  ««^   tX*^  v'?^    stXCxj^Lw  &w*>.^ 

jUa«  heilsen.     Darauf  beginnt  die    Waqflyah  selbst  mit  den   Worten :  ^c**«^ 

4.  Fol.  22'':  Briefe  und  Schreiben,  theils  amtlicher,  theils  privater 
Natur,  von  verschiedenen  Verfassern,  wie  Qäfzädah  Efendi,  CeJehi  Efendi, 
Oqüizädah   Efendi  u.  a.     Den  Anfang   macht    ein  Schreiben  des   Qäfzädah, 


Tilrldsche  Handschriften  29.  Vermischten  Inhalts.         59 

in  welchem  derselbe,  als  er  Qä<ll  von  Saloniki  wai-,  dem  lAll  PaSa  zur 
Uebernahme  des  Grofsvezierates  gratulierte;  dann  folgt  ein  Schreiben  des- 
selben Qäfzädah  an  den  Saix  ol  islüm  Aslad  Efendi  u.  s.  w.  Auf  Fol. 
32''  steht  ein  Schreiben  ÄJhnad's  I  an  Süh  iÄbhäs  (Anfang:  Ja_ia.  ^;LäJi 
'(^li>w  o^xiLc^  'j_jLi'Li.);  Fol.  SS*"  ein  von  Oq^izädah  verfafstes  Schreiben 
an  den  Schah  von  Persien  (»Ij^^sLi),  mit  dem  Anfange:  ^^  'c^^AÖa.  JLc 
'jiyc  i^j^^  '^ii^;)  Fol.  4  7''  ein  persisches  Schreiben  des  Schahs  an  den 
Grofsvezier  lÄll  PaSa,  datiert  aus  dem  Jahre  (10)29  (beg.  8.  Dec.  1619) 
und  beginnend:    ^j^    J<c    ^xäxiL^JI  v^jof    'eülj   [äaJLc]  äÄJI  J>-o  i^2^  *-*.LäJI  ^_jI 

JLftJ^f     (sie)    i;yltXJsLjuo     5vJ>ÄJ     ^yj^.     1-^     J^'     ^^     '  *^^     «>ciL.wj      cjI^-Lo     yJUb     ^1 

'ol*>^_Jlj;  Fol.  5  4^'  der  fünfte,  über  Glückwunschschreiben  ^^Lg.Äj|  han- 
delnde Fasl  irgendeines  Lisä,  u.  s.  w. 

5.  Fol.    122'':  ein   TarjU-hand  eines  Dichters  Äsaf,  mit  dem  Anfange: 

126  beschriebene  und  ziemlich  viele  leere  Blätter,  24,5X16,6  cm. 
Verschiedene  Hände;  die  Strophen  von  Nr.  5  mit  goldenen  Streifen  ein- 
gefafst.  Auf  Fol.  1^  der  Abdruck  eines  Siegels  mit  der  Inschrift:  ^y^ 
^^4.'!  lJJoJ  y^SiLie.  —  Von  alter  europäischer  Hand  in  verkehrter  Richtung 
und  unvollständig  foliiert. 

29.  [Diez  A.  8".  50.] 
Eine  J/oY/miZJa/t-Handschrift,  Auszüge  in  arabischer,  persischer  ')  und 
türkischer  Spraclie  enthaltend;  von  den  letztgenannten  sind  die  folgenden 
hervorzuheben:  l)  Fol.  2'':  Entwürfe  cjn^  zu  gerichtlichen  Ausfertigungen, 
deren  erste  sich  auf  eine  Erbschaftsangelegenheit  in  Ofen  ,j^Ji.j  om^j^  be- 
zieht und  vom  26.  Bamadän  1080  =:  17.  Febr.  1670  datiert  ist.  — 
2)  Fol.  T:  ein  Ghazel  von  Sahülu.  —  3)  Fol.  13":  eine  Kaside  von 
iAdani,  aus  209  Bau  bestehend  und  mit  dem  Misräl  L  b'^J  e5i*i.jo  jiji' 
Lj^=»  ciA-i-Ci.  yff^=-  beginnend.  Auf  Fol.  4P  kehrt  der  Dicliter  lAdani 
Efendi  wieder,  und  zwar  hier  mit  dem  Beisatze  -^j-Jf;  es  scheint  also, 
dafs  nicht  an  den  alten,  im  Jahre  879  (beg.  18.  Mai  1474)  vei-storbenen 
Dichter  dieses  Namens  (Hammer,  Dichtkunst  I,  138),  sondern  an  den 
jüngeren    im    Jahre    1095     (beg.    20.    Dec.    1683)   verstorbenen    (Hammer 


')  s.  Nr.   59  des  persischen  Katalogcs. 


60         Tüikische  Handschriften  29.  Vermischten  Inhalts. 

III,  532)  zu  denken  ist.   —    4)  Fol.   21'':  em  in  eine  gröfsere  Anzahl  von 
Abschnitten  zerfallendes,  aber  durchaus  auf  i^*  reimendes  Lehrgedicht  über 
Waschung  und  Gebet,  im  Jahre  994  (beg.  23.  Dec.   15S5)   unter   der  Re- 
gierung   J/«rö(fs   III    (reg.    9S2— 1003    =    1574  —  95)   von   einem    Dichter 
Namens  Saldi  verfalst;  im  ganzen   275   Bait^).  —  5)  Fol.  32^    MaOnam- 
Verse    von  Fudüli,    verkehrt   geschrieben.   —   6)  Fol.   35*':    ein  Ghazel    von 
Naun  (t   1007,    beg.   4.  Aug.   159S;    Hammer  III,    108).  —   7)  Fol.   36: 
ein   paar    Ghazelen,    das    erste    von   Nagätl    (f    914,    beg.    2.   Mai    1508; 
Hammer    I,    162).    —    8)  Fol.  43'':    ein   Brief  an    den    Qädl   von   Uskiib, 
datiert    von   der  letzten   Dekade    > -S.1.1    des    Gumädä  I    1037    =    28.   Ja- 
nuar -  6.  Febr.    1628.    —    9)  Foh    47:   ein  Faticä.   —    10)   Fol.    5  4':    ein 
Freiheitsbrief  jwIjijUä,   von   der  in  Ofen   wohnenden   iÄyisah   hint  lUmar 
für    eine    Sklavin   ausgestellt;    ein   anderer   Freiheitsbrief  auf  Fol.   72*.    — 
11)   Fol.    55^:    Die   arabischen   Namen   der   Finger*)   und   andere   Kleinig- 
keiten. —    12)  Fol.   61*:   je    ein  Ghazel   von   '/,ayäli   (f  964,    beg.   4.  Nov. 
1556;    Hammer  H,    271,    Gihh  p.   52  vmd    196)   und   Yaliyä  Efendi  (um 
990  =   1582;  Hammer  II,   32,    Gihh  p.   75   und  200).   —    13)  Foh   61": 
ein    Tfl^Tx-Gedicht    des    Oähit   (f    1124,    beg.    9.    Febr.    1712;    Hammer 
IV,  46).    —    14)  Fol,  66*:    verkehrt   geschi-ieben ,   ein   paar  Ghazelen,    das 
erste  von  Näij'qi.  —    15)  Fol.   67*:  ein  Ghazel  von  Bäqt.  —   16)  Fol.  68*: 
ein  grolshen-licher  Erlafs   an    den   Qädj   von  Belgrad    ^^m^\s   >>'yJiJj  '-^-y'j 
datiert   vom    2S.    Sauwäl    10S3    =    16.    Febr.    1673    und    durch    eine   bei- 
gesetzte Bemerkung  vidimiert.  —   17)  Fol.  69*:  einige  anonyme  2Ia9nam- 
Verse  und   ein   ^/««/i -  Gedicht  von  Ihn  Kamälpasa  (f  941,   beg.   13.  Juli 
1534;  Hammer  II,   205).  —    18)  Fol.   70*:   allerhand  Verse,  darunter  ein 
Ghazel   von   einem   Faidi,    welches    TaxaUus   Hammer   nicht   weniger   als 
zwanzig  Dichter  aufzählt.  —   19)  Fol.  7  2*:  ein  Abschnitt   in  Prosa,   über- 


*)  Anfang: 
drittletzter  Vers : 

'  J.j.>    .1  woij)    w«Jj   ""^"^^H   ^^T*-      *-''-='^   v5^5   "^^^^yi   '^)3^     TT^"^   äjI*--    ****7^. 

'  JjJ»>     (1.   yCJJs-)    <>»<■*••>    il**^r^    **%"^ 


Türkische  Handscb-iften  30.  Vermischten  Inhalts.         61 

sclu-iebeu  ^^1  Ij!^'^  L'Lw^  ^  und  über  jv-'Lc  J^l,  clie  sieben  Himmel,  den 
Thron  Gottes  u.  s.  w.  handehid.  —  20)  Fol.  73'' ff.:  ein  Briefsteller  oder 
eine  Sammlung  von  Kunstbriefen.  Weder  Titel,  noch  Verfasser  wird  ge- 
nannt und  alle  für  Rubricationen  bestimmte  Stellen  sind  leer  gelassen. 
Anfang:  JUyi  .UjJ  Lk^^^  c^xül  JU.^  eLLb»  Jlj  Sf  J^NII  ^p\  J.^'1 
tUJÜI.  —  21)  Fol.  100":  Erklärung  der  tU^y»  ^JLT  d.  i.  J^  sl'l  lif'l  sJI  ^^ 
xL'l  öy^j.  —  22)  Fol.  100" ff.:  Verse  des  Masiüd  Efendi  auf  den  Pro- 
pheten; dann  Ghazelen  von  Maüi,  Lutfi,  Bazmi,  Alisri,  Gärt,  MaSäql, 
NaSüti,  Säil,  Gamli,  Daicätt;  dazwischen  kurze  Gedichtchen  und  zuletzt 
noch  ein  Muxammas.  Auf  Fol.  10  3*  ist  ein  Ghazel  des  Mi'.v-i  (wie  sich 
aus  dem  ^nd -Bai't  ergiebt)  überschrieben  S;y^;  wenigstens  dieser  Theil 
der  Sammlung  ist  also  von  Misri  selbst  geschrieben. 

107*)    beschriebene    Blätter;    19,5X13   cm;   verschiedene    Hände   und 
Schriftarten. 

30.     [Diez  A.  8".  73.] 

1.  Arabisch:  juaJI^  J^Lil  i^JLe:  J^  '^ua^'I  (Fol.  3*'  Z.  11),  eine  Ab- 
handlung über  arabische  Sprachfehler,  welche  nicht  nur  von  Unwissenden, 
sondern  auch  von  Gebildeten  begangen  werden.  Der  Verfasser  \\Trd  innerhalb 
des  Schriftchens  nicht  genannt;  in  der  Ueberschrift  aber,  welche  mit  den 
Worten  jll^l  oLkiü«  vielmehr  den  Inhalt,  als  den  Titel  des  Schiiftchens 
angiebt,  wird  als  solcher  Ihn  Kamäl  al  irazir  (d.  i.  Kamaljjasazädah,  f 
941,  beg.  13.  Juli  1534)  bezeichnet.  Der  Inhalt  ist  in  zwei  Qism  getheilt, 
von  welchen  der  erste  (weit  kürzere)  über  falsche  Vocalisation  fertiger 
Wörter,  der  zweite,  nach  den  Buchstaben  des  Alphabetes,  mit  welchen  die 
behandelten  W^urzeln  beginnen,  eingetheilte  über  den  Gebrauch  falscher 
Formen  handelt.  —  Ö.  X.  II,  4  29,  3634  (=  BüL  I,  fe«)  kennt  die  Ab- 
handlung, nicht  aber  den  Verfasser;  dieselbe  ist  gedruckt  in  „Primeurs 
Arabes,  presentees  par  le  Comte  de  Landberg.  Fascicule  I"  (Leide, 
E.  J.  ßrill,  1886.  8")  p.  t^— fl,  und  eine  andere  Handschi'ift  befindet  sich 
in  München  Nr.  89  2  fol.  145. 
Anfang:  ^jyi^  (j^4>-'l  ^  LJ-*^  f>^)  '|wU  ^j^  iy^  ^/s  Lüju?.  ^jJ\  idi  (X»i.( 

',JIX.'I 

Kleines  Taüiq  mit  21  Zeilen  auf  der  Seite. 


')  Die  vorhandene  Foliierung  geht  bis   108,  weil  sie  gleich  mit  2  statt  mit  1   beginnt. 


63         Tiü-kische  Handschriften  31.  Vermischten  Inhalts. 

2.  Fol.  12:  ein  türkisclies  QänTm-nämah.  Dasselbe  beginnt  ohne  alle 
Einleitung  —  selbst  obne  Basmalak  —  mit  einer  Auseinandersetzung  dar- 
über, was  Rechtens  sei  in  Beziehung  auf  itLs-Ivi^  uöjl  und  auf  Jo**i.Ä  ^k\ 
d.  h.  doch  wohl  Land,  von  welchem  Abgaben  in  Geld  und  solches,  von 
welchem  ein  Zehent  in  natura  gegeben  werden  mufs.  Am  Ende  (Fol.  2  2'') 
steht:    Uvl    yh.y  y^j    y^    LNi*?    xxbjj^U"   v_jU5'. 

Anfang:   vi>  aj  xjt-^^  ^)h  ^^'t^  u*)'  ^-*:?r*^''  67*^''  V^**^ 
Gutes,  grofses  Nasta'Jiq  mit   17  Zeilen  auf  der  Seite. 

3.  Fol.  23'':  eine  Sammlung  von  Sentenzen  in  arabischer,  persischer  und 
türkischer  Sprache,  in  der  Ueberschriffc  oLc^Jju!  "--ft^  genannt;  z.  B.  Jc^c^ 
Jj-*iwi  iöfci.^.  Jj-»-iÄvo.     Neues,  flüchtiges  NastOollq,  nicht  in  Zeilen  geordnet. 

4.  Fol.  33:  eine  Erzählung  ooK^.  in  türkischer  Sprache.  Sie  handelt 
„von  einem  possierlichen  Manne,  dem  die  Frau  die  Scheidung  ankündigte, 
wenn  er  sich  nicht  ein  Amt  anschaffte,  wodurch  sie  einen  gewissen  Rang 
erhielte,  um  im  Bade  anderen  nicht  mehr  weichen  zu  düi-fen".     (Diez.) 

Anfang:    wj    cy.jLc    i^CijOUv^  (?)  ^'v?  j^i"^l    J*-^'    r^-"   ^    >^  7^)'^-^  ooKs- 

Nastadlq  von  türkischem  Zuge;  schief  geschrieben. 

35  beschriebene  Blätter;  20,6  X  13,5  cm.  Auf  Fol.  1  stehen  nur 
zwei  arabische  Distichen  von  Ihn  Saräijä  (d.  i.  Safi  cd -dm  al  Hillt',  s. 
Gotha  Nr.   2300),  und  auch  auf  Fol.   32  nur  ein  paar  Zeilen  (türkisch). 

31.     [Diez  A.   8".    14  4.] 
Eine  zierliche,  kleine  Handschrift,  welche  die  folgenden  Stücke  enthält: 
1.  xjoÜo/jLö,  ein  in  J/«^na?üf- Versen  des  Mafses  ^(7/'|/'m^__  '  w_w_  !C73_ 
abgefafstes  Lehrbuch  der  Physiognomik,  von  Hamdl  (f  909,  beg.   26,  Juni 
1503;    s.   Hammer,    Osman.    Dichtkunst  I,    151,    Ö.   X.   IV,  590,   9685). 
Nach  unserer  Handschrift  berichtet  über  dasselbe  Hammer,  Osman.  Dicht- 
kunst I,    179');    andere  Handschriften    finden    sich   in  Wien  Nr.    1512   (II, 
5  89)  und  in  Upsala  Nr.   302   und   330,3. 
Anfang:     ij^^*^)  tX.=>-  xäaä+jü  ))<y^^.  {j^^^^^y  t^t^  '^.y  ^^^  TT^-' 


•)  und  zwar  in  dem  einem  späteren  Haynäl  gewidmeten  Artikel,  obgleich  er  selbst 
zweifelhaft  ist,  ob  dieses  Gedicht  und  das  «jcLnIw«!  nicht  „dem  früheren  Hamdi"  ange- 
hören. Dafs  dies  in  der  That  wenigstens  mit  dem  2wLj^:>iLj>  der  Fall  ist,  sagt  H.  X. 
a.  a.  0.  ausdrücklich. 


Türkische  Handschriften  31.  Vermischten  Inhalts.         63 

2.  Fol.    9^:    iucLjcjj  -A  ,f ,    ein  il/aö?ia?t7- Gedicht   im   Metrum   Haza^ 

^ ]^ 1^--  über   die  Freuden    der  Geselligkeit,   verfafst    von    dem  im 

Jahre  930  (beg.  10.  Nov.  15  23)  verstorbenen  Baioäni;  s.  Hammer,  Os- 
inanische  Dichtkunst  I,  187 fi".,  wo  S.  189  über  das  vorliegende  Gedicht, 
und  zwar  nach  der  vorliegenden  Handschrift,  berichtet  wird.  Eine  andere 
Handschrift  findet  sich  in  Wien,  K rafft  Nr.   214. 

Anfang :       X-bl    (J-«i^ ^    «J>.J    ^e'^'^    ci'-«-:^'  aij\    ijJÜS  ^J>^    |* yJ    ^c^^ 

3.  Fol.  37:  ^wb^lJ.*vf,  ein  im  Versmafse  Mudüril  __w|_w__||__w|_w__ 
geschriebenes  J/oöna«ü2-Gedicht,  welches  ein  Streitgespräch  ')  zwischen  Opiat 

^1^ m\    (daher    der    Titel)    und  Wein    (^--^e,    ^^  ^^  ... ,   olv-ii)    enthält.      Nach 

Hammer,  Osman.  Dichtkunst  I,  179,  wo  über  das  Gedicht  nach  der  vor- 
liegenden Handschrift  kurz  berichtet  wird,  ist  dasselbe  von  demselben 
aamdi,  wie  oben  Nr.  1.  In  dem  auf  ein  vorgeheftetes  Blatt  geschriebenen 
Inhaltsverzeichnisse  ist  es  des  analogen  Inhaltes  wegen  mit  dem  Gedichte 
saüj  c^Jü  von  Fudrdi  verwechselt  und  als  solches  bezeichnet. 

Anfang:  ^L>  ^\  -JostXjt  ^ju«  ^^iX^^c>  »^  p^ 

4.  Fol.  42'':  eine  Kaside  eines  Dichters  Namens  JsMq.  Dieselbe  \vii'd 
in  der  Ueberschi-ift  Ä>ob,_AÄ..LÄ  genannt,  ist  im  Meti-um  Bamal  _w__|_w__| 
_w__|_^_  abgefafst  und  beginnt: 

Ä*jlvi>-I  ^Ä^S'  «•tXJ'Lj    «^  cy».Äx.  (ji-^fc       ä+jLjLj  jw  J^I  J.S'  jUa^?  f»'^'^  *^?2^ 

5.  Fol.  44:  !ue[j,j^/yj,  eine  in  geschmückter  Prosa  und  Versen  ge- 
schriebene und  dem  Sultan  Sulmmän  H  *)  (reg.  926-974  =  1520-1566) 
zugeeignete  Abhandlung  zum  Lobe  der  Stadt  Brüsa.  Als  Verfasser  nennt 
sich  (Fol.  5  6''  Z.  3  v.  u.)  Sunn,  wahrscheinlich  derselbe  Dichter,  welcher 
als  „Ssanii  IX"  bei  Hammer,  Osman.  Dichtkunst  II,  458  besprochen 
wird.     Eine  andere  Handschiift  findet  sich  in  Wien  Nr.  649,2  (I,   614). 

Anfang:    j^v-bj    ^j^s.    jj*-U=.f    ijJU.    J^l   '^^^bi"   ^^  (sie)    j    (j~bf*>'j    t^-^so    4X*i>. 


&Jv(>J'     O  it^P 


^)  über  solche  Streitgedichte,  Tenzonen  c^l  JäUjc  s.  H.  Eth^  in  den  Verhandlungen 
des  Berliner  Orientalisten-Congresses  II,i   S.  48  £f. 

*)  80,  ^b  ^JUAJLw,  wird  er  ausdrücklich  Fol.  47''  Z.  2  v.  u.  genannt.  Wahr- 
scheinlich ist  aber  darunter  Snlaimän  der  Grofse  (gewöhnlich  der  erste  genannt)  zu  ver- 
stehen, indem  —  wie  oft  —  Sulamän,  der  Sohn  Büyaziä's  I  Yildirim,  als  der  erste  des 
Namens  betrachtet  wird. 


^         Türkisclie  Handschriften  32.  Vermischten  Inhalts. 

öS  ^)  beschriebene  Blätter;  16,5X10,5  cm,  und  auTserdem  ein  vor- 
geheftetes  Blatt  mit  Inhaltsangabe.  Sehr  schönes,  kleines,  durchaus  voca- 
lisiertes  Nas/i  mit  13,  in  den  poetischen  Stücken  gespaltenen  Zeilen  auf 
der  Seite.  Ueberschriften  der  Abschnitte,  sowie  Umrandung  der  Seiten 
und  Spalten  von  Gold;  am  Anfang  jeder  Schrift  ein  hübscher  iUnicän, 
dessen  goldenem  Mittelschilde  der  Titel  mit  weLTser  Farbe  etageschrieben 
ist.  Auf  Fol.  31*  ein  Büd,  in  dem  die  Gesichter  verwischt  sind.  Hüb- 
scher Originalband  mit  Klappe. 

82.  :Ms.  Diez  A.  4-'.  124.] 
„Vermischte  Sammlung  von  Aufsätzen  in  türkischer  Sprache.  Unter 
diesem  Titel  habe  ich  verschiedene  einzelne  Blätter  vereinigt,  welche  auf- 
bewahrt zu  werden  verdienen  und  folgende  sind:  S.  1  u.  2  ein  \'erzeich- 
nifs  der  in  der  ersten  Druckerei  zu  Constantinopel  gedruckten  Schriften 
mit  ihren  damaligen  Preisen.  —  S.  3  u.  4  eine  Wahrsagung  eines  ge- 
wissen Muhammed  behai  nakschibendi  über  dasjenige,  was  sich  vom  Jahre 
der  Flucht  1175  bis  1204  im  osmanischen  Reiche  ereignen  werde.  — 
S.  5  Verordnung  von  17S9  an  den  griechischen  Patriarchen  wegen  der 
Kleiderordnung  der  Unterthanen.  —  S.  6  VerzeichniTs  des  Aufzuges  bei 
der  Säbelumgürtung  oder  Inthronisirung  des  Sultans  Selim  IH.  —  S.  T 
Eeise-Ferman ,  welchen  ich  mir  von  der  Pfort«  nach"  Brufsa  hatte  geben 
lassen.  —  S.  S.  9  VerzeichniTs  der  türkischen  Flotte.  —  S.  10.  11  Tew- 
dschihat  defteri  oder  Vertheilunsr  der  Statthalterschaften.  —  S.  12.  13  des- 
gleichen  für  die  Aemter  bei  der  Pforte.  —  S.  14  VerzeichniTs  des  Braut- 
aufzugs einer  türkischen  Prinzessin.  —  S.  1 5  Grabschrift  des  Ahmed  Pascha 
oder  des  bekannten  Grafen  Bonneval  [vgL  die  Handschrift  Xr.  229].  — 
S.  16  ^Memoire  des  preußischen  Gesandten  wegen  des  Berats  für  einen 
Dollmetscher.  —  S.  17  Reisepais.  —  S.  IS  desgleichen.  —  S.  19  Recept 
zu  einem  Elixir  nach  Gralenus."  (Diez.) 
Anfang  des  ersten  Schriftstückes: 

ZX'  '^)*'  ^f  ^^'  ^-'^f'  '^^"  y'^^'^f    ^^./^y=-  ^  ^  i.^cj'j   ^^' 


')  die  vorhandene  alte  Folüemng,  nach  welcher  anch  citiert  ist,  geht  nur  bis  57,  weil 
mit  9,  resp.  9»  n.  9^,  zwei  Blätter  bezeichnet  sind. 


Türkische  Handschriften  33.  34.  Vermischten  Inhalts.         63 

Einzelne  Blätter  verschiedener  Grölse,  zum  Theil  etncresckburen ,  mn 
die  ganze  Handschrift  atif  eine  Gröfse  von  27  X  20  cm  zu  bringen.  Wa.? 
Diez  „Seiten"  nennt,  sollte  vielmehr  „Blätter"  heifsen. 


[Diez  A.  4\  6S.] 

1.  ^tXjJI  J^A—,  eine  von  ungenanntem  Verfasser  aus  arabischen  Quellen 
hanafitischer  Schule  zusammengestellte  Schrift  über  ^Uj5^I  (FoL  2*),  s.LtkJI 
(FoL  4*)  und  SJLaJl  (Fol.  14'').  Die  beiden  letztgenannten  Abschnitte  sind 
wieder  vielfach  untergetheilt.  —  Andere  Handschriften  finden  sich  in 
Dresden  Xr.  143,i  und  144,7,  Erlangen  Nr.  44,a  (wo  man  s.)  tmd  Upsala 
Nr.  446. 

Anfang:    (Cwc.wU^Lr  «JL-^    ä)I.>L.s.    Jo^wJ    ä-T  o     ..^^js-:'    sJL'I    J^    iX*^ 

Ziemlich  deutliches  Bvxärä  mit  15  Zeilen  auf  der  Seite;  viele  Ru- 
bricationen. 

2.  Fol.  43:  eine  Sammlung  von  Mustern  officieller  Schreiben,  ohne 
Einleitung  oder  zusammenfassenden  Titel,  sowie  auch  ohne  Angabe  eines 
Verfassers.  Den  Anfang  macht  ein  Bericht  an  die  hohe  Pforte,  über- 
schrieben <JL\b  5«v.i  (sie)  v_;JL^.I  .-:  <ä^&-  w<<«.^  aüLuilcOljLi«  sjUlu^L  Am 
Ende  eine  Zusammenstellung  der  Si'^ägaÄ-Zahlen  von    l   bis  S6. 

Anfang   (nach    der   oben   mitgetheilten  Ueberschrift) :   5i^^L.    <IJofj5JLi   sSJ".^ 

«äSli»  wl£^   So.    .'iXÄtJO  5w   ^«-t  aü.-l«j   ^fjtÄi' .i.j.i' 

Flüchtiges ,  sehr  schwer  zu  lesendes  Diwäni  mit  1 1  Zeilen  auf  der 
Seite.  Abschrift  im  Jahre  1050  (beg.  23.  April  1640)  gefertigt  von  der 
Hand  des  Mustafa  ihn  ÄRmad  al  qädi. 

Die  ganze  Handschrift  enthält  58  beschriebene  Blätter  von  19,äX 
15  cm.  Auf  einem  vorgehefteten  Blatte  steht:  „Not.  Liber  hie  Turdcus 
MS'^X^^^pt^^  autem  eft  anno  Hegirae  105  0,  i.  e.  Chriiti  1640)  infcribitur: 
liber  originis  directionis  i.  e.  verae  f.  Moslamicae  religiouis,  per  manus 
Mui'tapha  ibn  Ahmed.  Ex  bibliotheca  Gel.  Schulzii  triginta  sex  grossorimi 
pretio  mens  factus  est,  locumque  nunc  habet  in  libris  Petri  Immanuelis 
Hartmanni,  Haien Iis". 

34.     [Diez  A.  4°.  31.] 
1.  ^£■^.^    Jljl,    eine    Sammlung   tatarischer    Sprichwörter.      Die    Ueber- 
schrift lautet:    ^v^-~    JULs  ^^  i ■'■■ , 'l  awü^ä^l    (sie)  cjULS' ^  i.'L.J'    s jkJJ ,  und 


66         Türkische  Handschriften  34.  Vermischten  Inhalts. 

auf  einem  aufsen  aufgeklebten  Zettel  stellt:  \^yä  «j^jUb^  ^^  awbyi^l  oLä5' 
vt'  N4>  JXo,  Ueber  die  vorliegende  Sammlung  handelt  ausfühvlicli  Diez 
in  seinen  Denkwürdigkeiten  von  Asien  I,  157— 2Ü5  und  11,  288-331 ;  ebenda 
werden  aucli  die  4  00  ersten  Sprüche  (bis  Fol.  Q*"  Z.  8  der  Handschrift) 
tatarisch  und  deutsch  mitgetheilt.  Eine  Auswahl  aus  den  Sprüchen  der 
vorlieo-enden  Handschrift  findet  sich  auch  in  dem  jooLjv-tjf,  welches  in 
der  Handschrift  Nr.  20  3  enthalten  ist;  s.  Diez,  Denkwürdigkeiten  H, 
4  00.  —  Die  im  Jahre  1288  unter  dem  gleichen  Titel  ^\y^  JbT  gedruckte 
Sammlung  osmanischer  Sprichwörter ')  hat  mit  unserer  Sanmilung  offen- 
bar nichts  zu  thun:  ebensowenig  die  von  Hammer  (Morgenländisches 
Kleeblatt  S.  6  3  f.)  unter  dem  Titel  „Ogusname"  mitgetheilte  Spruch- 
sammlung. 
Anfang:    ^^JLi^  '-Ji^».  auÜÄvs  J^l      ",j.a»Xm(J   xj^   '(»as.JI  '^^^^.^äJI  'jJJI   |V*«j 

Die  Sprichwörtersannnlung  endigt  auf  Fol.  41''  mit  den  Worten  ^^LJ 
o^*j  j.!^L«.Jt5  und  der,  wie  ich  glaube,  von  Diez  beigeschi'iebenen  Bemer- 
kung: jwbyi^l  vii/^j.     Darauf  folgen  noch: 

2.  Fol.  4  2*:  eine  Zusammenstellung  von  Gerichten  mittlerer  Güte, 
wie  sie  sich  zum  Reisevorrath  für  Veziere  eignen.  Das  lieifst  doch  wohl 
die  Ueberschrift :  «^Jjl  j^-i^b  ^■^'^  '^y'^r*^^  oiJ-X-«  v.:i»_jLä  zS  ^6^,  15-^7^ 
'si>  ^^y  ^^♦J  ^5Äla+i.  «s5ofvVj  ^'^1  JLii  (sie)  «ikwj;*.«;  Anfang:  (»^Jjw  jJj^ 
^o  ^JJJl  ü5^  ^^>  ^\  '■  ^d^^yi  «^  y?  '^>l  "-*Jr^'  Derselbe  Abschnitt 
kehrt  auf  Fol.   47"  Z.   3  ff.  Avieder. 

3.  Fol.  4  3^*:  Beschreibung  und  Kostenberechnung  der  Feste,  w^elche 
bei  Beschneidung  der  Prinzen  Boyaztd  und  Galiängir  im  Jahre  946  (beg. 
19.    Mai    1539)    stattfanden.     Ueberschrift:    d^^j-ji}^    (jUa-Lv    ^jLLa-L*    p^_Ä.^ 

vt)ovÄi>>  vÄjljuä;  Anfang:  j^;Jt  ^j.^?  yi,^tXj  (5^/^  ''y-°"^  7*5  ^-  ''r*^  15^7^ 

'^0     ^^>*AJ    ^1>^J>     ^^^t. 

4.  Fol.  4  8'':  Bericht  des  Prinzen  Sallm  (späteren  Sultans  Salim  11) 
an  seinen  Vater  Sulaiman  I  über  die  Schlacht  bei  Kenia  (966  =  15  59; 
Hammer,  Osman.  Geschichte  IH,  368);  dann  ein  Schreiben  Sallm's  au 
Sah  Tahnäs  nebst  Antwort  des  letzteren,  beide  aus  dem  Jahre  967. 


')  Journ.    Asiat.    1873,   1,    528,i8. 


Türkische  Handschriften  34.  Vermischten  Inhalts.         67 

Anfang:    (sie)    sl^<tX^    stS'viXj    ^jOÜu*wij    ,jL_ä.    *ji-L>,    (jLk-JLw   sjucbiij    v:dx«^ 

5l^<b.     '  vÜI>:i.'w>aJ     !slS\o     'yj^+.'t     |.j.ä.j.«JI     ^^Li»    ^jI^a-L«;    ^Lla-L«,    cv-oä 

'  >LIä.'I    w.aLL'1    (.sie)    ^:u^,ÄxJ    ^}j.^    Jl)    !^    '  ^b>^^i 

5.  Fol.  61*':  eine  anonyme  Abhandlung  über  die  Usrd  und  die  Furül 
al-dln. 

Anfang:  xL'l    (sie)  xä-^^y  »^:V>^  ^^'  [»läÄ^I  j»Lcif|  JU    '(^a^^JI  ^j-^s-UI  &L'I  |V*«j 

'(jL-^Ls   ijjtXxij^   ^jL^JÜLj    <I  it  ye  ^^Uj^II  Jl*j" 

6.  Fol.  TT**:  JwC«*Ä  («•^'^  ij"^)'  5tX-oL«\  |jL=»  tN-JjjLj  ^jlki^  >.Ä)L«j  (•>^r* 
sO  »tXÄjLo,  Verzeichnifs  der  Qädt-laskar  unter  Bciyazid  II  (886  —  918  = 
1481-1512). 

Anfang:   j.^>   »Xlwuc   j^xiU"   ^-Lä.*^  (^t>J'    ^^■^^    \S3yxi    'if.l    i-jü^ä  ^y^-*^  >^-'.y^ 

7.  Fol.   79' :  eine  Anzahl  von  Gebeten. 

Anfang:  j^aT  Jsjol  «yjii'o  ääjvVjI  .^^  S)  iUvÄ^t  &J'^  ^;>SwiJa  (sie)  £iu«.»5' o 

8.  Fol.  80^:  fünf  Ta'rv/^,  angeblich  sämmtlich  auf  das  Jahr  1033, 
welches,  wie  sich  au.s  dem  Inhalte  einiger  der  TaTv/,  ergiebt,  das  der 
Thronbesteiffuns:  Muräd's  IV  sein  soll,  während  doch  dieses  Ereignifs  be- 
kanntlich  bereits  ivn  Jahre  1032  stattfand.  In  der  That  ergeben  drei  der 
mitgetheilten  Ta'rix  das  Jahr  1032,  nämlich  sLioL  ^fitXJ^I  *jN  C>\yx  ^IkX^  — 
*>Lxi  ^^UaJL«  ^5ÄXl>o  volvj  (cjJl  vjjol  <Xg^  und  sjlc  ^£i^iy\  »Li  ^g^tXj  jj^l 
alwc  »Li;  1033  dagegen  giebt  ^^^-vü^l  Joij  (j-***^'  [»yy?  ^''^^  fünfte  (xIä*-? 
ol»x  ^J^i2JLw>/  (j«^Ji.=>-  (ÄtXJ'l)  sogar   1044. 

9.  Fol.   80*:  ein  in   T«/?«7s-Form  glossiertes  Ghazel. 
Anfang:  '^L*«j|  jj^.'  ij*^  y^wl  bJOuoLä«  oJLöä  Li 

10.  Fol.  81*:  Gebete  (zum  Theil  arabisch);  Verse;  ein  Ta'rl//,  noch- 
mals Verse;  eine  Mittheilung  über  die  Gewerbe,  welche  angeblich  Adam, 
Ibrahim,  Däicud,  Sulaimän,  Zahariyä,  MuUammad,  Abu  Bakr,  iUmar,  iJJO- 
män  und  lÄli  betrieben;  nochmals  Gebete,  zuletzt  ein  solches,  welches  man 
bei  der  Abwaschung  »JöjJI  o^JoT  beten  soll.  Dies  letztgenannte  beginnt 
mit  den  Worten:  '^ÜaJt  (sie)  ^iUl  J^  xJÜ  ö^M^  '^LL'I  .LJI  J^  &I'I  ,v«j 

86  beschriebene  Blätter,  20,sXl4,5   cm.     Nasyl  von  tatarischem  Zuge 

mit    17  Zeilen  auf  der  Seite;    auf  den   ersten  Seiten  vocalisiert;    später   ist 

nur  noch  Madd  und  FatU  vor  Älif,   beides   roth   und  das  letztere  perpen- 

diculär  beigeschrieben.    Ziemlich  neu.     Eine  Eigenthümlichkeit  der  Schrift, 

9* 


68         Türkische  Handscliriften  35.  Vermischten  Inhalts. 

wie  sie  mir  sonst  nie  vorgekommen  ist,  ist  die,  dafs  der  Buchstabe  j  stets 
4  geschrieben  ist.     , 

35.     [Diez  A.  4».  27.] 

1.  Fol.  1':  zwei  Gedichte,  das  eine  von  NasüM,  das  andere  von 
NiyäzJ. 

Anfänge:   t^^  (sie)  cjIjw«  j^*i,xjLi>.  Ji>  und  i^Jv»'  viAÜjJs  ^\ 

2.  Fol.  2'':  eine  Schrift  in  Prosa,  überschrieben  ^O^mk^^jj  aSos^iJ^Jlc 
„dies  ist  die  Erläuterung  des  illmi-dedeh".  Der  Inhalt  ist  eine  weit- 
läufige mystische  Erläuterung  des  persischen  Verses 

welche  mit  den  eine  türkische  Uebersetzung  dieses  Vei'ses  enthaltenden 
Worten  ^tXi'^J  \yi  Jjl  id^'^y^^  \^  \j^  >JJL^  ^U  y)0<Jlj  f»»—  *äj  beginnt. 
Ich  vermuthe,  dafs  der  Vers,  welcher  der  siebente  im  MaOnam  des  Galcü 
al-dtn  Büvvl  ist,  hier  der  ^yd^  ^y^-'f^  ^^^^  ^^^  Erläuterung  desselben  dem 
von  lllrm  {Dedeh)  zu  dieser  Auswahl  des  MaOnawi  verfafsten  und  väjL^ 
^yXx^\  »äxJI  ^i>L»J  betitelten  Commentare  entnommen  sein  dürfte.  Ueber 
lllml  {Dedeh)  und  sein  Werk  vgl.  man  oben  Nr.  5*,32  (S.    17). 

3.  Fol.  4^:  &>Xs.  jJjl  X4Ä.N  j.A«yujs  UL  jwIj  (' stU^  ItXi»,  dieselbe  Schrift 
des  Baha  Qaiyusiz  (s.  über  ihn  Hammer,  Osman.  Dichtkunst  III,  356), 
welche  auch  in  der  Gothaischen  Handschrift  Nr.  78  (Katalog  S.  7  3)  ent- 
halten und  unter  dem  Titel  ^UoLaa  ja*^j  '^Lä-cilÄ  yüJ  (welcher  ihr  neben 
den  anderen  e!5IcXj  JuJ*^  und  ^jlob  jLsi.  gleichfalls  zukommt)  im  Jahre 
1288  (1871/2)  in  Konstantinopel  gedruckt  erschienen  ist  (Journ.  As.  1873, 
I,  533  Nr.  37).  Die  Wiener  Handschrift  Nr.  1993, i  (III,  489)  =  Ham- 
mer 380,1  enthält  offenbar  dieselbe  Schrift,  während  das  von  Hammer 
(Osman.  Dichtkunst  a.  a.  0.)  besprochene  Werk  des  Qaiyusiz,  weil  in 
Versen  abgefafst,  von  der  vorliegenden  Prosaschrift  verschieden  sein  mufs. 
In  meiner  Beschreibung  der  Gothaischen  Handschrift  habe  ich,  ofi'enbar 
irrthümlicherweise,  angenommen,  dafs  Hammer  seine  Mittheilungen  seiner 
eigenen  (jetzt  Wienei')  Handschrift  entnommen  habe  und  dafs  diese  des- 
halb ein  Gedicht,  nicht  eine  Prosaschrift  enthalten  müsse.  —  Vgl.  auch 
unten  Nr.    144,3. 

')  sie!  1.  tXÄj. 


Türkische  Handschriften  36.  Vermischten  Inhalts.         69 

Anfang:  äa^s»^  xilj  tü^  LjjJav  J^   (.^LL'I,  8^JLäJ|[^]  ^^jiJLxJI  ^_,.  Jj  tX^i-l 
^«j    (3.i.Le    jÄiiJj    (sie)    its^^j    J«-*-'«^    IwjLä.^  ^    sS  iSyXi    ,j-ou=»1 

J^>>    ^J»    ^lob    JLaäj    >J»J»>    (sie)    (JJijlws 

4.  Fol.  16":  (' LJjl  c^LoüLo,  eine  Abhandlung  über  die  Stufen  der  Hei- 
ligen, als  deren  Verfasser  in  der  Ueberschrift  AluJiyl  al-din  iArahi,  in  der 
Vorrede  (in  welcher  dem  Namen  des  Verfassers  die  Formel  »Jöj^o  iJÜI  slj 
beigefügt  ist)  erst  MuKammad  Beg  lArabi,  dann  Muliammad  ihn  lArahl, 
in  den  Dresdener  Handschriften  Nr.  93,3  und  121  Muliammad  ihn  Üamzah, 
bekannt  unter  dem  Namen  Muliyi  al-din  Beg,  endlich  in  der  Dresdener 
Handschrift  Nr.  264  Gaifar  Sädtq  genannt  wird.  Die  Abhandlung  wurde 
in  Folge  einer  Vision  verfafst;  eine  Eintheilung  in  Bäb  ist  nur  im  An- 
fang (i  Fol.  17"  Z.  2,  II  Fol.  ll"-  Z.  2  V.  u.,  HI  ?,  IV  Fol.  18"  Z.  4 
V.  u.,  u.  s.  w.)  vorhanden,  hört  daiui  aber  auf. 

Anfang:  ju^^j  xJTj  J-Zä»  \jöJ.mj  J^s.   |.^OIj    ü^^^^    ^j-^-^«-'!    V;   ^■'   <^*^' 

^y*^)     )^     i5^'-=*     idJ^JLc     ^♦i»     ^    (.sie)    jJJI     Jjl     ^;.^.<i■    Sd*J     ^j>a*+ä.| 

5.  Fol.  51*'  u.  5  2":  zwei  Gedichte,  deren  ei'stes  ^Jl  überschi-ieben 
ist  und  beginnt: 

yjn   ^Kil  eXÄ-iLc    *j  lo  »tXJjJk-fl  (sie)  ki^A» 

6.  Fol.  5  2'':  eine  kurze  Erzählung  von  der  Liebe  des  Majmin  und 
der  Lailä. 

Anfang:    üS-sj.äjl«    jjtXÄijtX-J^I    ojLc    ^^ä-ü^    (.sie)  jo«-La3   <2>öy^   »jCäj    v;>jb^ 
^54X-cUjjl  p^^tXx  jj.A£  ^lö>  xS^  x.'^l   ^ctXÄ^Jjl   (sie)  ^^IJ)  lüS'o 
5  2    beschriebene   Blätter,    21,.^  X  15,6    cm.      Verschiedene    Hände;    Nr. 
2,  3,  4   und   6   flüchtiges,  aber  deutliches,    19  zeiliges  Nastaülq. 

36.     [Diez  A.   4°.   7  3.] 

Der  Inhalt  dieser  Handschrift  ist  folgender: 

1.  |JI^'I  slv«,  ein  Sammelsurium  alberner  Märchen  in  Beziehung  auf 
Erschaffung  der  Welt  und  Urgeschichte;  s.  Ü.  X.  V,  4  84,  11736.  Wie 
Anfangsworte  und  Eintheilung  beweisen,  ist  es  unzweifelhaft,  dafs  wir  die- 
selbe Schrift  vor  uns  haben,  welche  auch    in    der  Wiener  Handschrift  Nr. 


')  s.  Fol.   17"  Z.  2. 


70         Türkische  Handschril'ten  3ß.  Vermischten  Inhalts. 

863  (II,  94)  enthalten  ist;  dennoch  wird  hier  nicht,  wie  in  der  Wiener 
Handschrift,  als  Verfasser  iÄlt  Efendi,  sondern  Husämi  —  in  der  Schlufs- 
schrift  noch  al-MariaSi  zubenannt  — ,  als  Jahr  der  Abfassung  nicht  995 
(beg.  12.  Dec.  1586),  sondern  1021  (beg.  4.  März  1612),  und,  dem  ent- 
sprechend, als  Sultan,  für  welchen  die  Schrift  verfafst  sei,  nicht  Muräd  HI, 
sondern  ÄJimad  I  genannt.  Auch  U.  X.  a.  a.  0.,  sowie  die  Münchener 
Handschriften  Nr.  105  fol.  288''  und  Nr.  262  fol.  29*'  nennen  iÄh  Efendi 
als  Verfasser.  Die  dieselbe  Abhandlung  enthaltende  hiesige  Handschi'ift 
Nr.  5*,5s  stinnnt  in  allen  ihren  Angaben  mit  der  Wiener  überein,  nur 
dafs  sie  den  Verfasser  (Fol.  20  3"  Z.  9)  lÄll  Sahir  nennt.  —  Ein  Lehr- 
gedicht gleichen  Titels  über  die  sieben  Himmel  s.  in  Nr.  16,3. 
Anfang:  xääjwä  v_jUä.   ^^c>^^yJ  i^Ai.^    '(sie)   vli"  )^i^^  «jLo    JjI    '^LA*^o  ijXf~^ 

r- 

Die  Schlufsscln'ift ,   welche  die  Abhandlung   als    (JLiJI  (sie)  «ylwo  «.♦s.-i' 
bezeichnet,  ist  datiert  vom    26.   .fü  'I  llijjfjah    1147   ==■    19.   Mai    17  35. 

2.  Fol.  19*":  Ä.xiLjiwä.ol ,  ein  Lehrbuch  der  Ethik  für  Veziere,  von  dem 
im  Jahre  94  8  abgesetzten  und  —  nach  a.  X.  IV,  502  und  Flügel  zur 
Wiener  Handschrift  Nr.  843,4  (II,  78)  —  im  Jahre  950  ')  (beg.  6.  April 
15  43)  gestorbenen  Lutfi  Pasa,  dessen  Werke  von  Hammer,  Osman. 
Geschichte  III,  7  03  aufgezählt  werden.  Der  Inhalt  der  vier  Bäb,  in  welche 
das  Buch  zerfällt,  wird  deutsch  von  Krafft  zur  Handschrift  Nr.  4  76  der 
Wiener  Akademie  (S.  181  des  Kataloges)  mit  der  vorliegenden  Handschrift 
übereinstimmend,  türkisch  von  Flügel  zur  oben  genannten  Wiener  Hand- 
schrift, und  zwar  in  Beziehimg  auf  den  Inhalt  des  zweiten  Capitels  ab- 
weichend, angegeben.  Aufser  den  beiden  bereits  genannten  kann  ich  noch 
folgende  Handschriften  anführen:  Wien  Nr.  1001,3  (II,  226),  Dresden 
Nr.  18  1,4,  München  Nr.  116  fol.  26,  Leiden  Nr.  1971  und  19  72,  Upsala 
Nr.  468. 
Anfang: 


')  nach  Krafft  und  dem  Leidener  Kataloge  dagegen  erst  im  Jahre  957  (beg.  20.  Jan. 
1550).  Weder  in  dem  einen,  noch  in  dem  anderen  Falle  kann  indessen  sein  Geschichts- 
werk, wie  Hammer,  Osman.  Geschichte  III,  212  will,  zwölf  Jahre  über  seine  Absetzung 
hinausreichen. 


Türkische  Handschriften  37.  Vermischten  Inhalts.         71 

3.  Fol.  3  2'':  eine  Schrift,  welche,  ohne  Angabe  eines  Titels  oder  Ver- 
fassers, die  Erzählung  der  Revolution  vom  Jahre  1143  =:  1730  enthält, 
welche  zu  der  Entthronung  ÄIlmacTs  III  und  der  Thronbesteigung  MaJl- 
müd's  I  führte.  Nach  Diez  (im  Kataloge  seiner  Handschriften)  ist  die 
vorlieo-ende  Darstellung;  das  Orio-inal  der  „Relation  des  deux  rebellions 
arrivdes  k  Constantinople  etc.  h  la  Haye  1737"  (Hammer,  Osman.  Ge- 
schichte VII,  382  Anni.  b),  nicht  aber  des  anderen  Berichtes  über  die- 
selben Ereignisse,  welcher  in  ßüsching's  Magazin  VI  (l77l)  S.  2 ff.  ab- 
gedruckt und  (nach  Diez)  auch  in  das  Deutsche  übersetzt  ist').  Das  erst- 
genannte Buch  ist  mir  zur  Vergleichung  nicht  zur  Hand.  Die  Erzählung 
beginnt  mit  einer  kurzen  Darstellung  der  durch  den  Einfall  der  Afghanen 
in  Persien  herbeigeführten  Ereignisse  und  endigt  mit  dem  Tode  des  Ispin- 
zädah  (Hammer,  Osman.  Geschichte  VII,  394). 
Anfang:    üJoLüI    ^jl~»   L>y*^   ,j-XjI   ^jI^I   ü5JL«jo   »Li   ^^Lep   i^^ltXü.«   kx^   \y3^\ 

SiXämLäjI     _u/!^LyLwl    &jL^.Äx3| 

81^)  Blätter,  von  welchen  Fol.  16  leer  ist,  und  aufserdem  je  ein  vor- 
gesetztes und  ein  nachgesetztes  Blatt;  22X15  cm;  Nr.  1  mit  Nastaüiq 
(17  Zeilen),  Nr.  2  und  3  mit  Nas'/i  (17  und  13  Zeilen)  deutlich  ge- 
schrieben. Auf  dem  vorgesetzten  Blatte  ist  ein  Siegel  mit  doppeltem,  in 
entgegengesetzten  Richtungen  geschriebenem,  verschlungenem  tXt^l  abge- 
drückt. Auf  einem  dem  Vorderdeckel  aufsen  aufgeklebten  Zettel  steht  fol- 
gende,   meder   kreuzweise    durchstrichene    Inhaltsangabe:    (sie)   i:y^_«    i^jUcT 

l'tl'    JLjI    ^jLo    (sie)    ^.yi^i    i^"^  äjLaJ*>    S^\    c;'^!*'^'    'CJyä^    ^}i\y*i\  . 

37.    [Diez  A.   4».   100.] 

Diese  Handschrift  enthält  folgende  Stücke: 

1.  eine  Anzahl  von  Liedern,  wie  sie  die  Derwische  zu  shigen  pflegen. 
Die  Melodie,  nach  welcher  dies  geschehen  soll,  ist  meist  angegeben  (wie 
^5jljcj,  |v:=?,  jjLä,  ijUwÄ,  sl^s^.  u.  s.  w.),  selten  der  Verfasser  (wie  z.  B. 
^Us  LL  auf  Fol.  5"). 


>)  „Eines  türkischen  Effendi's  merkwürdige  Nachrichten  von  dem  Aufruhr  in  Constau- 
tinopel.     Danzig   1773.    8"." 

'')  eine  vorhandene  OriginalfoUierung  trifft  nicht  zu,  besonders  weil  derselben  zufolge 
zwischen  den  einzelnen  Schriften   Blütter  auegefallen  sind. 


Veiinischten  Inhalts. 
Anfang:  i^j*-*)  o^^) 

sjj\  J^)  ^  (*^'y  v^)'  er?  (^7*      ^^'-'^^^  (j'  •  • 

2.  Fol.  23'':  Gedichte  von  FmStakyzädah,  Käbl,  Eiflat,  FanfPi,  Ga- 
näm,  BägJ,  Mä'üi  (?),  Läiniii,  Eaicä'l,  Oäbit,  Baliyl,  RüTu,  Faidi,  Nafil, 
Mulidi,  Hasani,  iAunT\  daneben  auch  zwei  persische  Gedichte  von  öäirä 
(Fol.   24")  und  von   Öaläl  al-dfn  Rümi  (Fol.   28*'). 

Anfang:  LJ.t  ^"^  Ijjs 

liXs»-  fcX«^  USIo  ^wmJ^I   (SS->  tjüol  &JLJLm*o  Jus  2LÄjt  ^ 

3.  Fol.  SS"":  ^jUiü  >li5Lj  JU  loUT,  ein  Bxd Luqinän  zurückgeführtes  Fäl- 
Buch,  welches  mit  je  vier  an  einen  Baum  angeschriebenen  Buchstaben  operiert, 
zu  welchen  dann  je  drei  andere  Buchstaben  in  Beziehung  gesetzt  werden. 

Anfang:  oLä^  ^   r^T"''   u^^y    *^''    l***^    (**^   '-"-*   c;^   ^^  (-»UT  Ijoo 
juJjl  auifc^'c^i^^o  JtÄ-LftI  jj-*Aulyj  v-Jys»  *^)>>^  «r?-'-^'  jJ  f^ )'^  y^  (^^^)  J't^' 

4.  Fol.  46^  ^UiJLw  icJOif  tX^jS-  5.>I^^^U  ^5Iä£l3  iX*^  ^^IkJLu,  8JJ^-^ÄÄ*.I 
%*>  ^  sJouai'  jjJi^OvJ^  jJjJbJc  oLS2».Äj[.]  tVÄj  xajJL5...»£.s».  j>I>.c,  eine  sich 
über  dritthalb  Seiten  erstreckende,  auf  ^<_  mit  dem  Radif  J.(  jji-tJj  rei- 
mende Kaside,  welche  Qädlzäddh  Muliaramad  Efendi  (f  1044,  beg.  27.  Juni 
1634;  s.  zur  Gothaer  Handschi-ift  Nr.  17,i),  Prediger  (an  der  Moschee)  des 
Sultans  MuUammad  zu  Konstantinopel,  an  den  Sultan  Muräd  IV  (reg. 
1032  —  49  =  1623  —  40)  richtete,  um  ihn  auf  die  Gebrechen  des  osraa- 
nischen  Reiches  aufmerksam  zu  machen  und  zur  Abstellung  derselben  zu 
ermahnen :  ein  Seitenstück  zu  den  zur  gleichen  Zeit  von  Waisl  verfafsten 
„Ermahnungen  an  Islambol",  welches  Gedicht  von  Diez  zuerst  in  den  Fund- 
gruben I,  249  ff.  und  dann  auch  separat  (Zenker  II,  5 88)  herausgegeben 
worden  ist.  —  Eine  üebersetzung  des  Gedichtes  des  Qädlzädah,  von  Diez 
auf  zwei  Blätter  geschrieben,  liegt  bei.     Dieselbe  Kaside  steht  in  Nr.  4  6,t. 

Anfang:  Jjf  ^ji.^    ^Ua-Lw  »aJjLo  «ij^^    ool  oltJ  JoLt 

Jjl  (ji-t-ü   ^jL+ift  J I   (iS'fcX-i  (^<^-Jjl   >-ftA«.ö  yjo 

5.  Fol.  4"'':  allerhand  nützliche  Lehren,  wie  dieselben  8j._jl j  ge- 
nannt zu  werden  pflegen:  zuerst  eine  Anleitung  zum  Deuten  der  Träume 
ÄxLi-juju,  später  die  Namen  der  Sieben  Schläfer  und  ihr  Gebrauch  zu 
mantischen  Zwecken,  ein  Mittel  gegen  Flöhe  u.  a.  m. 


')    Hs.    xi^o. 

j 


Türkische  Handschriften  38.  Vermischten  Inhalts.         Ja 

Anfang:   s(Xii>^\—f^  »j.Jol    .»♦^   »L4J>ä  i^'j'  stXÄjLov  ^jcLii^L  j...   ^joL*-Lc.   vJücjI.x 

48  beschi'iebene  Blätter  von  verscliiedener  Gröfse;  die  gröfsten  21  X 
15,5  cra.  Verschiedene,  durchweg  zwar  gewöhnliche  und  flüchtige,  aber 
mehr  oder  weniger  deutliche  Hände. 

38.     [Diez  Foh   13.] 
In  dieser  Saninielhandschrift  sind  die  folsrenden  Stlicke  türkisch: 

1.  Foh  10":  j-^üJI  JvLjuo  ^Lo  3  S-'Lwv,  eine  Abhandlung  von  unge- 
nanntem V^erfasser  über  die  28  Mondstationen.  Eine  türkische  Abhand- 
lunof  über  denselben  Geo-enstand,  und  also  vielleicht  mit  der  vorliegenden 
identisch,  findet  sich  in  Wien  Nr.  2ol2,4  (111,  54  6).  VgL  auch  unten 
Nr.   4  5,3.  

Anfang:  'xäJL»,   ^^♦äc  Jul>  Lei    '^xä+^I    «jl^    '*^y    J<^    S^JL^.''^    äw-y'J    X^\ 

'sJy^  y^^   ^^.C,_   ^J  f^^   '(sie)   ^J  ^}   ^.1   o'v:  /= 

2.  Fol.  13':  jwÜLcJ»,  das  von  Abu  'l-suiüd  {f  982,  beg.  23.  April 
15  74)  verfafste  und  einem  ',Ah  PaSa  ')  zuffeeio-nete  Gebetbuch.  Dasselbe 
ist  in  eine  Muqaddimah  und  sieben  Bäh  eingetheilt,  deren  Inhalt  von 
H.  '/..  III,  228,5081  mitgetheilt  wird.  Ueber  den  V'^erfasser  s.  man  Ham- 
mer, Osmau.  Dichtkunst  li,  352.  —  Andere  Handschriften  finden  sich: 
in  Coburg  Nr.  III,  Dresden  Nr.  143,2,  262,2,  2S9,3,  337,  Leipzig  Nr.  113,3 
und  in  der  hiesigen  Nr.  22,2.  —  Abschrift  vollendet  in  der  ersten  De- 
kade Joljl  ^  des  Rabli  II    1045    =    14.-23.   Sept.    1635. 

Anfang-:    w*^!^.    'v;^!^.^!^!    (sie)    *<Lo   Jjl    '(_-.La_s    ^.j    jioU-w.    ',j-.U-..    ^v.*^ 


'  -■'   -cX-'i 


3.    Fol.    22'':    ein    medicinisches    Lehrgedicht    von    demselben    Xida't'') 


')  80  steht  in  der  vorliegenden,  der  Cuburger,  der  Leipziger  und  den  Dresdener  Hand- 
schriften; H.  '/..  nennt  dafür  Mullammad  Pusa  al-lat'tq,  und  in  der  hiesigen  Handschrift 
Nr.  22,2  stehen  nur  die  Titulaturen,  nicht  aber  euch  dtr  Name  des  ilaunes.  Es  scheint 
zwei  KecensioLien  des  Büchleins  zu  geben. 

^)   nur  so  nennt  sich  der  Verfasser  sowohl  hier  (23^  Z.   6): 

ool   ^"1  yj   yiSjf  SjöLja»   yi  ool    yoXiS    |»i^  is^'«^    '^ 

als  auch  in  seiner  anderen,  gleich  zu  erwälmendeu  iSchrifc.  Der  Name  des  Qaisünizädah, 
welchen  Hammer  für  eine  Person  mit  Nidä'l  hält,  erscheint  weder  hier  noch  dort;  viel- 
mehr soll,  nach  H.  X.  a.  a.  O.  und  Wien  Nr.  1470,  eine  Abhandlung  des  QaisünUädah  die 
Vorlage  für  das  Lehrgedicht  des  Nldä'i  gewesen  sein. 

X&rkUcha  HsndschrifUo.  10 


74         Töifcisdie  Handsduinen  38-  Vexmiscliten  Inhalts. 

im  Jahie   975*)   ihes.    S.  Jnli    15ö7i,   und   also   unter   der   R^erung  Sa- 
ilm's  n  Terfaf-?*.    welcher  r  früher    eine    aus  Prosa  und  Versen  ge- 

miäciiie.     _  -      -    Abhandlung  mit   dem    Titel     _-.'     «^wU 

2öschrie  '  -i  Nr.   2SlV     In   dem   letjsteren  We:         .      .   S2^ 

der   GotL  schriit   2sr.    106    =   Berlin    Nr.    2%l   foL    116*)   be- 

richtrt  2iidä^  von  äch  selbss,   dafe   er  auf  seiuen    Reisen    zum  SoRAgfiräy 
'/_-  ;*e--i    5^'_=.  g-e worden  sei;   in   dieser  Stellung  sei  er 

T:n  ZSe:  -  Sultan  iS  ~  :   vor  dem 

r  rhrrach  mit   dem  Tode   be- 

ul     -.     j\(r^r  ais  5-  -  Kerker  zugebracht:  erst  nach  seiner  Be- 

fteiTi    .  aci   er    V  ..    fast    hundertjährigen   Greise   in 

der-  :c^«^cs^r  "      '      ^  alle  seine  Erfahnmgen 

rpic  oiitsretheiit  ai^a  giö  j^-^^Izjj,  g=^eoeii;  bald  darauf  sei  dieser 
brcii  i-estorbe.  .  :  "  "'  ~-"  '-:::t  —UJI  «Ls-x  enthalte  die  Lehren  des- 
..  /  —   Ue  ^  !.    .-gedieht    vgL    man  Ä  /..  ni,  431, 

DZc^  :-j.rri  JZL. ;..      T    .  T''  '  -'-   -  -t  JJ.  541.     Andere  Hand- 

schr  .--1   sich:   in    uri    ^-^^..    l-..    -....    m    Coburg   Nr.  Vll,c*), 

Mün.._T.-  >r.   241,1,    Wien   Nr    "-  foL   S3^  (1,   71S),   Nr.    1470  (ü,   539) 
und  Nr.   1999,9   (III,  517»,    'j^:  .^    Uri  Nr.  74j,   und  wohl  auch  Dresden 
Nr.    143  foL   lOS**).  —  I>le  Abschrift  ist  datiert  vom  tiefsten  Winter,  der 
lütte  des  Gumöia  I   1003*^1  •=  26.  Januar   1595\ 
Anfen?:      »«^s  ..»Li  ^S  'JlCj^^~>  «a>.^.     _=..   .y>ÄÄ..   »^X^     i' 


»:  Fol.  22*  Z.   14: 

Dasselbe  Jsir  Benncn  die  Cobarger  Hsl  .ad  die  Wiener  Xr.   1Ö99^,  während  Wien 

Nr.  776  &1.  c3*  yieliüeisr  das  Jahr  67;   üg.iiu 

*j  Der  ADfsLgsrers  dieses  FrsznieEteä,  dessen  Zagehörigkeit  Dorn  nicht  erkannte,  steht 
;a  der  Torr.esrikde^  Handssbrift  anf  Fol.  22*  Z.  6  r.  a.  uni  fehlt  ia  Xr.  41^,  während  nm- 
gekebrt  der  EniTe»  des  Gobarger  FrsgineBtes  dort  aaf  Fol.    12*  Z.   1   steht  und  hier  fehlt. 

*>  „Capat  seoficcm  p&etBstis  tnmci  de  medieina.  Ho«  eapite  de  morbLs  eonuaqne 
c-otatic-B«   «gilcr^;   in    deni    Torii^enden    üeciehte    handelt    das    zweite    C&pit^   «— 't— r    S**' 

..  i:öl!jtx.      ..IjoN«  ä^ju:.    .,L-j^»^  ^^«wcJ  ü.i*Äij. 

*    Per  EoI<»boB  iaat«-.    lüJ»    ijLi    ii-..l     i    JuL'f    ii— .    Ä    «J! •''    äiXÄ    .^.-Jii' 

>T-^  -  -y  -  y    •  w  y 


Tt-^       .  iS. 


(9 


4.  FoL  36*:   c^— '   **»-=»  •    ^--^    »"'^•2   i-it,   «L   L   MuM^'^  ---' 

(j  lOöS.  beg.  24.  Juli  1599:  s.  Hammer,  Cfeman.  DichikoBSi  III,  115") 
verr'^^e  ^nd  «iem  Snään  Miaräd  HI  (reg.  öS2— 1#*3  =  1574  — 95 1  zri- 
otT  .  --  i,    welche   in   drei   Bäh   über    :  r  5^  hsndelt 

8.    Hammer  O.   S.    119    Sr.    3    nnd   Ä  Z.  I!  .    4526.     Eine 

andere  Handschrift  befand  sieh  \:iBk  de  Sacy'ä,  Kr.  357. 

Anfang:  ^\Ju~Jt  .Lxi^  i>L^     zJ^    .v-'  «J.*:^ 

5.  FoL  55':  .^.jlCc  o,  ein  KaiecMsinuä .  i  a.  eine  zun: ei?:  in  der 
Form  Yon  Frage  _: :i  A::twori  gehaltene  Glänbensleiire  —  ^;t;  «Jü^^  J.^ 
ff^v : ,  1  <-    J^-Ls    — .   auf  Vei&  ^-    eines    S:  -     :  Ton  J^^M  a- 

tbn  1[  rd  al  Aidini  ai-Tlrasci'^t  rerhls:  i   5_ä    ~t5 

Babu  I  ic^     =    26.  Dec.    1459     Tollendes   ^s-   oäi  £jL-iev     Als  S: 
nennt  äch  am  En^e    ein    gewisser  Ml~  '   "  sz ' 

An  fange  steht,  röih  geä-'"-  '-  Js?'«^  ^— ^    ;r-*=   j^-   -;-^   ^ — ; 

Anfang:  '^^  ^  ^._^     w--  JJ     J/  ^  ICi,   Ja,-   J>^ 

6.  FoL  77*^  folgt,  nacii  ei^^^  :'  =  :Iien  Schriit.  weleiie  üe  .>rnen 
73*— 76*   enmimmr.    ein    Ma6^\:.~-j-^:^    im    Ver-—    "-■     —"oä     

über  die  v9    jder   100  Xam-'    '"j^— es.  gr» ;-,4'  c^U^^ 

genannt.  In  den  iLndTersen  ne"'  -';_  _„  v  er&ser  ilsä  und  giebt  als 
die  Zeit,  zu  weicher  er  sein   Tir— :5.;_i.es  Gedieht   veröJste.    '--    ^ahr  y4S 

ibeg.   27.  April   1541»  an.  —  Andere  Hands<ibriÄen  ües^  G: :;i  nnden 

ich  in  UpsJa  Xr.  210.:  und  213  nni  in  Wien  Xr.  Iy93.-s  HI,  492> 
Die    Wiener  Handschrift    beginnt    wie    die    ^erlie-rende :    der   An&nr    ^cn 

üpsala  2 1  ö,i  Sicht  Mer  aiit  FoL  7  7'  Z.  2.     : .  ^iie  Vers,  mit  - :    - ;  _ 

Upsala  213  b^innt,  fehlt  hier. 
Anfang:     *^'   s-sv.-   *.>'    i Juii' 50«ä^  -jü'  wU    cJls.'  sf  aj'-«s    ^-. 

■-,  "r  -  VW  j  '  j  ,«.w-  ^^%^y 

7.  iSach  einem  kurzen,  nur  eine  Seite  n:  len  Abschmt»  mit  der 
üeberscbriffe  aJJ  &♦=►.  =*«=i  -C^  J^  =^^^^=^  «^^-  '  ^-—^  «--i--^  ^r=- 
aujLs  JL*j  auf  FoL  93*  folgt  auf  FoL  veis.  äu.  ix\Äs>,»^  d.  h.  an  Lehr- 
buch der  Phvsic  j  Per  Vermsser,  J.  -  "'.  sagt  in  der 
Vorrede,  das  beste  \>  erk  über  Phyäognomik  sei  das  im  .jähre  757  it-eg. 
5.    Jan.    1356     Teriafeie   des   Abu  lAod  aaöÄ  Mi^  '   ^  ~   :   a. 


"   7     — ^,    Sotfeers  II,  4±5. 


70         Türkische  Handschriften  38.  Vermischten  Inhalts. 

Ansärl  al-Dimasqi,  welches  «leu  Titel  JaxJi  |J.*  ^  '(' JLwLJülj  ^S^\  i^LxT 
»j*l  äJL  trage.  Nach  diesem  arabisclieii  Werke  sei  denn  auch  seine  vor- 
liegende Sclirift  türkisch  bearbeitet,  aber  unter  Beiziehung  folgender  an- 
deren Scln-iftsteller,  von  denen  jeder  mit  einem  besonderen  Buchstaben 
citiert  werde;  nämlich  ^,  bedeute  den  Plato,  is  den  Aristoteles,  ^  den 
Mansür,  c  den  Imäm  ^äfiii,  ^  den  MuJliß  al-din  al-lÄrabi,  ^  den  MuJiam- 
mad  Räzl,  u-  den  o-jj^^-j'  [»^J^,  *  alle  die  Genannten  zusammen,  und  ein 
Citat  ohne  Buchstaben  den  lAhd  al-razzäq.  Der  Verfasser  hat  seine  Ab- 
handlung in  26  Bah  getheilt,  von  welchen  das  erste  »cXäjUj  f^^^»  üS-iü 
vO,  das  letzte  o  siXajLj  j^Laj  uX^^I  ejfj-i.Äj  t^^^^j  lisJijl^AÄ  überschrieben 
ist.  ^)  —  Den  Anfang  desselben  Schriftchens  s.  in  Nr.  5,4,  ein  Gedicht 
desselben  Titels  in  Nr.  3t,i. 
Anfang:    ^^3«^'-**»^'    |*L»=.I    ^  2axjltX=»^    'ii<iiys.JI    ^s>'j    J^i    'ij"L*J'    ,«■?   y^ 

8.  Fol.  10  8'':  eine  Abhandlung  über  den  Wein  und  gegen  den  Genufs 
desselben,  von  Faidl  Efendi,  einem  Sohne  des  liaidar  aus  Kaffah  in  der 
Krim.  Die  Ueberschrift  lautet:  y*.=>  t»S.ijJ.Äil  ^^-^^J  »'^'s^tX^s»  ^^  r.J"^7"^ 
vJyj*u«.JLvy  ^!^'.l  »cUi^ .  Die  Abhandlung  beginnt  mit  den  Worten:  oaxi 
'(j.Uji_j  ^yki  ^5j)L  &5'  &.wb^  j^=.  ;'^^;57'?  'ij-^-"^'  (5^  LT^-L^]  ""^  schliefst 
mit  einer  Kaside,  deren   erstes  Bait  lautet: 

Der  Inhalt  ist  in  eine  Mvqaddimali.  drei  Fasl  und  eine  Xätimah  vertheilt. 
Verfafst  im  Jahre  1017  (beg.  17.  April  160  8),  137  Jahre  nach  der  Er- 
oberung Kaffah's  durch  die  Osmanen,  welche  also  im  Jahre  880  (beg. 
7.  Mai    14  75)   stattfand   (s.   li.  X.   Tab.   chronolog.   p.    1Ü9). 

9.  Fol.  116*':  eine  Anzahl  von  Kunstbriefen  vornehmer,  meist  fürst- 
licher Personen;  nämlicli:  a)  Brief  des  Sidtün  lAhl  aJ-dm  Farämarz  al-Sal- 
^üqi  an  Suhän  lüOmän  1,  nebst  Antwort  des  letzteren;  —  b)  drei  Briefe  des 
Tlraür  an  Stdfän  Bäj/azJd  1,  und  Antworten  des  letzteren;  —  c)  ein  Schreiben, 
in  welchem  Sidtän  Sulaimän  I  einem  Talimüs  Bahädtir  seine  Thronbesteigung 
notificiert.     Der  Ueberschrift  zufolge    soll    der  Adressat  Sali   Tahmas   sehi; 


')  80  korrigiert  aus   ^LläJI.  . 

*)  im  Texte  selbst  läuft  Bob  IT  in  VI  übrr;  III,  IV  und  V  fehlen  gnnz. 


Türkische  Handschriften  39.  VeiTnischten  Inhalts.  77 

dies  ist  aber  nicht  möglich,  da  dieser  selbst  erst  vier  Jahre  nach  Svlai- 
män  I  (nämlich  im  Jahre  930)  zur  Regiening  kam,  und  im  Jahre  926, 
als  letzterer  den  Thron  bestieg,  erst  sechs  Jahre  alt  war;  —  d)  ein  Schreiben, 
in  welchem  Sulaimän  1  über  seine  (im  Jahre  94  1  vollbrachte)  Eroberuno- 
von  Baydäd  berichtet;  verschieden  von  dem  in  Nr.  4  5,in  stehenden  Bericht 
über  dasselbe  Ereignifs.  Geschrieben  in  der  letzten  Dekade  yi>'j'  ^  des 
Bahn  11  104  2  (=  4.-13.  Nov.  163  2);  —  e)  ein  Erlafs  ^^Ufls  L~»  Mv- 
räd's  111,  bezüglich  auf  den  ungarischen  Feldzug  vom  Jahre  100  1  d.  FL, 
welcher  mit  der  Eroberung  von  Raab  endigte  UTid  deshalb  hier  (3_jL_; 
^yÄM,  genannt  wird;  —  f)  ein  in  Versen  abgefafstes  Sendschreiben  des 
Said  al-din  Efendi  an  Fäzi  Giräy  Xän,  nebst  Antwort  des  letzteren  und 
nochmaligem  Briefe  des  ersteren;  —  g)  Schreiben  des  Statthalters  von  Ofen 
^j>kj  Midlamm.ad  PaSa.  Sohnes  des  Sinäti  Pa^a.  in  welchem  derselbe  dem 
deutschen  Kaiser  Jl -i"  .^.^  die  Tlironbesteigung  MitJlaminad's  111  (im  Jahre 
100  3  =  15  95)  anzeigt,  nebst  Antwort  des  Kaisers  (Rudolf  UV 
Anfang    des    ersten    Briefes:    )y^^yi    ^-JtXJi    ^-iLc    ' ^j,aaxJ.JI    j.xxI    ^L»yJ    ^^ 

197  beschriebene  Blätter,  28,.''X16  cni.  Durchweg  gutes  Nasfaihq 
mit  1  9  Zeilen  auf  der  Seite,  entweder  von  einer  Hand,  oder  von  mehreren 
sehr  ähnlichen  Händen.  Papier  zum  Theil  farbig  (grün,  violet,  gelb); 
eine  Anzahl  —  besonders  grüner  —  Blätter  stark  zerrissen  und  defect, 
am  meisten   Fol.    28,   29,   39   und   70. 

39.     [Diez  A.   S".   2  4.] 

Eine  Majmüiah  in  *S'(7/b?flZ',-Forni,  welche,  wie  aus  einer  Notiz  auf 
Fol.  1''  hervorgeht,  ursprünglich  einem  gewissen  Mvstnfä  Efendi  gehörte, 
dann  von  dessen  Sohne  Ikdifjat  Efendi  ererbt  wiu-de,  und  nach  dessen  am 
16.  Ja  '/  qaidaJi  1168  (=  24.  August  175  5)  erfolgten  Tode  in  den  Be- 
sitz des  ungenannten  Schreibers  dieser  Notiz  übergieng. 

Von  dem  äufserst  bunten  Inhalte  der  Ma^mviah  scheint  folgendes  der 
Erwähnung  werth  zu  sein:  Fol.  2"  ein  Lied  ^^.j'  des  Ahmad  Pasa,  Statt- 
halters  von  Baydäd,  an  Sultan  Miiräd  IV,  auf  die  Eroberung  dieser  Stadt 
(im  Jahi-e  1048);  Anfang:  ^Jiix=^  ^-Is.  ^\  jcJJ,!  [.Uj  vj^o  —  Fol.  4":  ein 
in  sehr  blumigem   Stil  geschriebener  Bericht   von    der  eben  erwähnten  Er- 


78         Tiii'kische  Handschriften  39.  Vei-mischten  Inhalts. 

oberung  von  Baydäd  {Awf-Aug:  'v^^'  '•■*>5  t-^  i£^'^  ^^*'^  Lojüwj  '^Ijj  ^)j 
vgl.  unten  tbl.  1 7'' und  Nr.  40,3  —  Fol,  8":  ein  Schreiben  ^j^jUs^  mU  des 
türkischen  Kaisers  an  Sah  iAbbäs  von  Persien  —  Fol.  9'':  ein  desgl.  an  Sah 
Takmäs  —    Fol.     II'':    ein  Friedenstractat   ^A*<jwb    «Js^L^Laä    J.^   zwisclien 


der  Pforte  und  Persien  —  Fol.  13'':  Schreiben  des  Sultans  an  Imäm-  ([uli 
Xän,  Yo\.  W  an  den  Zaren,  xäJI_s  j.ä.w.x;  —  Fol.  15*  jjf.v  Ä*JLi'  k-obisi, 
Bericht  über  die  Eroberung  der  Burg  von  Raioän  (in  Arrän,  s.  Gahän-numä 
p.  ni,  Norberg  I,  5  5  5);  —  Fol.  \T  Bericht  über  die  Eroberung  von 
Baydad,  c>L.^Li^Ä.g.J  i>l<>.*j  Iwü^;  —  Fol.  IS^tf.  Schreiben  an  den  Kaiser 
vu)i  Indien,  au  den  Tatai'enclian ,  an  den  Schah  von  Persien,  an  den 
deutschen  Kaiser  xJi^  ^■^♦J?  fl^n  König  von  Polen  äaJI.*  xaJ,  an  SaraJ 
Xän,  als  er  die  Perser  -^LJj.*  verlassen  hatte  und  zu  den  Osmanen  über- 
gegangen war;  —  Fol.  23'':  ein  Schreiben  des  deutschen  Kaisers;  —  Fol. 
25'':  ein  Sclu'eiben  an  Mahmud,  den  Beliei'rscher  »^U»  von  Täyistän,  ge- 
schrieben zur  Zeit,  da  Hadrat  Pa§a  Kairaakam  war  *..^lj'  L..ÄL  «y..«ä.Ä  u'^)  )'^ 
-Ux;  —  Fol.  3  2'":  Bestallungsschreiben  für  einen  Pascha  von  Ofen,  jj^tXj 
vtV-AJv^  ^^K^  oJb!  ciXA^^lAtL;  —  Fol.  36*:  Schreiben  des  Timür  an  den 
Sultan  von  Aegypten  und  Antwort  des  letzteren;  —  Fol.  36'':  ein  aus- 
führliches Fatioä,  von  dem  Saix  cd  islüm  Asiad  Efendi  dem  Sara  XaJlfah. 
dem  Lehrer  xs.!^  des  Scdi  iAbbäs,  er th eilt;  —  Fol.  41'':  ein  k/ob>_jLii.'l 
^jtjUs^',  d.  h.  ein  Eingang  zu  einem  grolsherrlichen  Erlal's;  —  Fol.  4  2'': 
ein  Sclireiben  der  Pforte  an  den  San/  von  Mekka,  ä^.a.j>..ä  ^-^^  &-j_*J' 
>t\..ww*J>Lj ;  —  Fol.  44":  Vertrag  iocLJcV..^-c  mit  dem  deutschen  Kaiser 
x-äJIj;  ^j,  datiert  vom  Jahre  984  =  1576  (Hämmer,  Osman.  Reich 
IV,  27);  —  Fol.  4  5'':  Bestallungsdekret  des  Seldschuken  lAlCi  al-dln  für 
iUOmän  ibn  Toyrul  Ben,  ^^'^^  Stammvater  der  osmanischen  Dynastie;  datiert 
von  der  ersten  Dekade  Juljl  des  Sauwäl  688  =  18.— 27.  Oct.  1289.  Die 
Uebersclirift  lautet:    ^j.i  ^^I+JCä    ^5j.Jj>,.«iÄ.    ^sy^^^    tj-^A-^    ""^    ^^UaA.*«   ^x^y° 

vtXAJvy.o  vsNjLTcoL*.*«  v:yL_j  ^^S^c>vtXJ^  xlA  ^Liob  ^y^^',  —  Fol.  58'':  ein 
J^^vs  Lobojyoj,  überliefert  von  Saix  Ahmad  Xädim,  und  beginnend:  tfyw,ä5>. 
'  j-iisAaj!  tXZs'  Ls.  v^ V  ,«xÄ.,i  ' LaajI  )^y^^^  ^7^  J;-*-;  5  ^"'  Ende  steht  die  Be- 
merkung: ^j.AÄAAwj  i5cX.=»f  &*.<*'  li  s^y^+.'l  xÄJ(X».JI  ^^  ^Lä.  i»j^*4.J'  v_jyXJl  Ijjß 
i-dJ^'l  lX*j;  —  nach  einigen  kurzen  Erlassen  folgt  auf  Fol.  61''  das  Diplom 
für    Murtada  Pasa   als  Sardar,    Fol.    64    das    für  Öiisain    Pasa   als   Qa^u- 


Türkische  Handschi-iften  40.  Vermischten  liihnlts  79 

dan,  u.  a.  m. ;  Fol.  67':  ein  x/jLsäJ^-Lc,  d.  h.  ein  den  Besitz  reg-elnder  Erlafs 
für  die  Mutter  des  Sultans,  ^jkjy^c:.  ^jLkJL^w  Sj-Jl,;  —  Fol.  &%^&.:  Titu- 
laturen für  Würdenträger;  —  Fol.  To'':  Verzeichnifs  der  Sultane  (bis  lAhd 
ul  Uamld)^  Fol.  7l''  der  Grofsveziere ;  —  Fol.  75*"— 90'':  vennisclite  kurze 
Verordnungen,  überschrieben  J...ii_j  ^t>.xr.Lj|  ».^  ^o  ääjj.^  j.K=.i.  slXs.  yA*\ 
^^JoJ^I;  —  Fol.  91*':  ein  Abschnitt  —  der  längste  im  ganzen  Buche  — 
über  die  Jahreszeiten  J..o.i  und  die  syrischen  Monate,  was  man  in  ihnen 
thun  soll  und  was  gewisse  in  ihnen  vorkommende  Ereignisse  zu  bedeuten 
haben.  Der  Abschnitt  mufs  einem  grüfseren  Werke  entnonnnen  sein,  denn 
die  Ueberschrift  lautet:  {^i  L«^  i-t^^-J^  ;i-4-^-"  u'^^  3  (j~jL.^<.JI  J^^äJI.  Ge- 
schrieben von  einem  gewissen  Muskifä  ihn  Ymiif  und  datiert  vom  Jahre 
10  60  (beg.  4.  Jan.  1650);  —  Fol.  105":  V^erzeichnifs  der  Hinterlassenschaft 
uyUliä'  eines  Sinän  Faste,  mitgetheilt  von  Diez,  Denkwürdigkeiten  von 
Asien  I,  101  ;  —  Fol.  105*':  unter  dem  Titel  ^jLkLw  Lob^^yiU"  eine  grofs- 
herrliche  Verordnung  über  Lehensverhältnisse;  —  Fol.  Mo'':  Vei'zeichnifs 
einiger  Dynastien,  sowie  der  Moscheen,  Quartiere  u.  s.  w.  von  Konstan- 
tinopel, \(X?\  ioLaj  i^^yX^y..^-^  ^yxi.^  c^i^^S'.  t^s^Lv..«.  ,«^1^?»  e>JjjjLÄ.*vl  (dcr 
letztere  Abschnitt  mitgetheilt  von  Diez,  Denkwürdigkeiten  II,  372);  — 
Fol.  lll''fif.:  eine  grofse  Anzahl  von  Schreiben  und  Briefen;  zuerst  ein 
Schreiben  von  Sultan  Muräd  IV  an  Zusraa  Pasa,  als  derselbe  Oberbefehls- 
haber im  Kriege  gegen  die  Perser  war;  —  Fol.  137°'ff. :  Briefe  von  Sultan  >S'«- 
laimän  I,  zuletzt  ein  solcher  vom  persischen  Schah  Muliammad  Xudahandah. 
143  ganz  oder  theilweise  beschriebene  Blätter;  14  X  19,5  cm.  Vei-- 
schiedene  Hände,  recht  gute  und  recht  schlechte. 

40.  [Ms.  Orient.  4°.  15  3.] 
In  dieser  Handschrift  sind  nur  die  13  ersten  und  die  6  letzten,  zu- 
sammen also  19  Blätter,  beschrieben;  die  dazwischen  liegenden  39  Blätter 
sind  leer.  Der  Inhalt  der  beschriebenen  Blätter  ist  folgender:  l)  arabische 
Gebete  mit  türkischen  Einleitungen;  und  zwar  ^^^'1  iol  As.c>  (d.  i.  Qur. 
H,  256)  mit  ^^jS3\  JüT  Jisl^,  und  Jj.4-1  (sie)  cy^O  (vgh  Gotha,  Arab.  777,7,i- 
und  1258;  778,v,  782  und  786)  —  2)  Fol.  3*' f.:  Talismane,  um  Feind- 
schaft oder  Liebe  zu  erzeugen,  die  Nestel  zu  knüpfen  oder  zu  lösen,  Kopf- 
weh zu  heilen  u.  s.  w. ;  zuletzt  wird  von  einem  magischen  Becher  gehan- 
delt —   3)  Fol.    13":  olJuui  ^xjJLä  ^i,  der  Anfang  eines  Berichtes  über  die 


80         Türkische  Handschriften  41.  Vermischten  Inhalts. 

Eroberung  der  Uitadelle  von  Baydäd  im  Jahre  10  48  (Fol.  6^  Z.  1);  s. 
Hammer,  Osman.  Reich  V,  246.  Vielleicht  ist  der  Bericht  einem  der 
Werke  Wien  Nr.  1054  (II,  261),  Leiden  Nr.  953  oder  Paris  Nr.  125  ent- 
nommen. Auf  dieselbe  Eroberung  Baydäd's  bezieht  sich  der  (von  dem 
voi-liegenden  verschiedene)  Bericht  in  Nr.  39  tbl.  4'',  während  die  in  Nr. 
38,9,d  und  45,10  enthaltenen  Berichte  von  der  Eroberung  Baydäd's  im 
Jahre    941    handeln.      Anfang:    ^JyS'  ^zkJiu,    üSUä.»   sLo  kXm    höS^lJyo  »JL«/  ^.^1 

v_jj.l  Jk~»lo  &Ä*.,5j.Äifl  üfjtjüu  xjuLi  ^j-AÄjl  (.^j  —  4)  auf  den  letzten  Blättern 
türkische  Verse  und  Gedichte,  darunter  ein  dem  Bäcji  zugeschriebenes  Mu- 
rabhal  mit  dem  Refrain  ^j  ;«^-';'  ^.•'.  ^^i}-'^  J>^  ^.i  welches  in  der  Litho- 
graphie o.  0.    127  6   nicht  enthalten  ist. 

Gröfse  der  Blätter:  20  X  14  cm.  Verschiedene  Nastaillq-H.m\AQ\  nur 
Nr.  3  ist  mit  Nasyi  geschrieben,  und  zwar,  wie  mir  scheint,  von  der 
Hand  eines  Europäers.  —  Auf  der  Innenseite  des  Vorderdeckels  steht,  vnn 
alter  Hand  geschrieben:  „Collectanea  Astronomica  et  Astrologica.  Acce- 
dunt  hl  calce  varii  versus  Turcici.     Cod.  Türe." 


L.  [Diez  A.  8".  26.] 
Eine  Sammelhandschrift,  welche  einiges  Arabische,  etwas  mehr  Per- 
sisches'), zumeist  aber  Türkisches  enthält,  neben  längeren  Stücken  so  viele 
blolse  Verse  und  Notizen,  dafs  Alles  zu  erwähnen  kaum  möglich  ist  und 
jedenfalls  die  darauf  gewandte  Mühe  nicht  lohnen  würde.  Von  türkischen  in 
der  Handschrift  enthalteneu  Stücken  verdienen  die  folgenden  Erwähnung: 

1.  Fol.  l*":  dasselbe  medicinische  Lehrgedicht  des  Nidä'l,  welches  auch 
in  der  Handschrift  Nr.  38  an  dritter  Stelle  enthalten  ist;  man  s.  dort. 
Der  Vers,  in  welchem  Nidä'l  als  das  Jahr  der  Abfassung  seines  vorlie- 
genden Werkes  975  angiebt,  fehlt  hier. 

Anfang :      f^'^^^   c)^   l*"7^  NiX^'^AÖ^  l»tV^   ^-   |*^V^j   ^*^^  i^' 

Gutes,  durchaus  vocalisiertes,  türkisches  Nasxl  mit  21  gespaltenen 
Zeilen  {Bau)  auf  der  vollen  Seite. 

2.  Fol.  21'':  eine  Anzahl  von  Musterbriefen  privaten  Inhaltes;  zuerst 
eine  Anzahl  jwüo^^,  dami  ein  jwbjLy^J",  dann  wieder  mehrere  iwbox^, 
dann  eine  yojc  oJbl  <l^,'!^j  ^^-fi^j  dann  ein  &»b|jLa.^l  u.  s.  w. 


^)   8.    Nr.    58   des   persischeu   KatulogüS. 


Türkische  Handschriften  41.  Vermischten  Inhalts.         81 

Anfang  des    ersten  Schi'eibeiis :    i5LiL5  ^yä.=>.  *_}L.oJcj4>ljtw  i_>Lov:>JiL=»  i_>U:s. 

Gutes  Nastadtq  mit  einiger  Neigung  zum  Diwänl;  auf  der  Seite  stehen 
19  Zeilen. 

3.  Fol.  5  6'':  türkische  Gedichte;  zuerst  zwei  -SmzcZ- Gedichte  von 
iTJlwJ  und  FaxrT,  dann  Ghazeleu  von  Xayali,  RöSani,  Safioati,  Gaifar  C'e- 
lebi,  lUbaidi,  Jia'Wi,  Nauii,  Sanii,  Italtmi,  ihjänt,  Ma/^fi^),  iÄh,  Sirri. 

Anfang  des  ei'sten  (5anc?-)Gedichtes :  sJS  ^c>  ysa    Jäj  J/j'  ^o  ^^  Jl  JvSiy  ^^l 
Türkisches  Nastaülq. 

4.  Fol.  61'':  nach  einem  ü/a^wa^w-Gedichte  von  61  Baif,  dessen  Vei-- 
fasser  nicht  genannt  wird,  folgen  Musaddas-  und  J/«/rtm??ias-Gedichte  von 
iühä,  Südiq  (die  meisten),  lübaidt  (Mit/anwias  auf  ein  Ghazel  von  Mu- 
Mhbi),  Käsi,  Rasmi,  Zaim  {Muxarmnas  auf  ein  Ghazel  von  lUbaidi),  Sa- 
mäll  {Miixammas  auf  ein  Ghazel  von  Ra^ä'l),  ^s^^\  (sie!  vgl.  Gotha  Nr. 
12,1  und  172,  sowie  Nr.  333  des  vorliegenden  Kataloges;  soll  wohl  ^c^^ 
heifsen,  vgl.  oben  Nr.  10,1;  Taymis  auf  ein  Ghazel  von  3Iaqäh),  Bäqi 
(desgl.,  Ghazelen  von  Salvrn,  Sultan  Sulaimän  und  Nacjäti)^  Umidi  (desgl., 
Ghazel  von  Najütl),  Sädiq  (desgl.,  Ghazel  von  iUbaidl),  aamdl  (desgl., 
Ghazel  von  Bäqi),  Sulttdl  (desgl.,  Ghazel  von  Bäql),  ein  Muxammas 
von  IsTiäq,  ein  Musaddas  von  Hudä'l  ^^lJk5^;  auf  den  Rändern  Ghazelen 
von  Sädiq,  ÄmrT,  Bäqi,  Räzl,  lUlici,  Maqült,  Fadli.  Ferner,  von  Fol.  75 
an,  eine  gröfsere  Anzahl  Ghazelen  von  Ähi  (f  923,  heg.  24.  Jan.  1517, 
s.  Hammer,  Osman.  Dichtkunst  I,  209);  dann  (Fol.  8 8" ff.)  Ghazelen 
von    Mardumi,  Sali  ^*^,  Xäican    (Hs.  (5>^U.),    Sälil,    Bahisti,    Daifi,    Ra- 

wänl,    Muiini,    Ynl/.ijä;    dann    (Fol.    9l''tf.)    Tnrgll-band   von    Säii         el ^, 

Hätifi,    Fubäri,   ein  llusaddas   von    iülwT,    ein  Mu^nrnmas   von  'Ah,    und 
endlich  noch  Ghazelen  von  Bahäri,  Faribl,  lAmri  und  IsTuiq  Celebi. 

5.  Fol.  104'':  eine  Kaside  von  üsüll,  zwei  Ghazelen  von  Baliyi  und 
Xuld'i,  eine  Kaside  von  Fiyäni^)  auf  die  ßeschneidung  o^u.  des  Prinzen 
Sultan  Mustafa,  eine  Kaside  desselben  zum  Lobe  des  Ibrähfm  PaSa  ^),  ein 
Trauergedicht  xajjx»  des  Iiairatl  auf  seinen  Sohn  t>^  ij'>?"  i5'r"  Grhazelen 
von  FiyänT,  Isliäq  imd  anderen,  die  letzten  von  Bäql. 


»)  Hs.  MaUfi. 

*)  t  933,  beg.  8.  Oct.   1526;  s.  Hammer  II,   18,  QM  p.  36  und   188. 

s)  dieselbe,  deren  Anfang  Hammer  a.  a.  0.  S.   19  übersetzt. 

Türkische  Handschriften.  11 


82         Türkische  Handschiüften  41.  Vermischten  Inhalts. 

6.  Fol.    119'':  fünf  Ghazelen  von  Bäcß.     Anfang  der  ersten: 

('  i^m^V""^  ^7^  ä^tXx*i^^  tf*^;'  >^')^7*        '^)^)^  '^^  1*^*^  t5^^'  ^'^^  /^"^ 

7.  Fol.    121':  eine  Anweisung,  um  Flecken  aus  Kleidern  zu  entfernen, 

nach  der  Praxis  der  Schneider  von  Xuräsän,  Sträz  und  IsfaJiän,  über- 
schrieben xjLÜ  xJj^.<i  ^üü(^j'Lw^  ^jÜcLäoj  s'ytV^j  (J^'t^  o'^'^^  äjoÜjJO  und 
beginnend:  ÄA»J5^t>  ijij.^  xjLääü  j.S'I;  vgl.  unten  Nr.  166,  sowie  die  arabischen 
Handschriften  in  Gotha  Nr.  1330  und  1906,3.  Es  folgen  nun,  untermischt 
mit  allerhand  Persischem,  türkische  Verse,  Recepte  (Fol.  126  ff.)  u.  dgl.  m.; 
darauf: 

8.  Fol.  150'':  ein  iwbjCw,  d.  h.  ein  Schriftchen,  welches  lehrt,  aus 
dem  Zucken  der  einzelnen  Glieder  des  Körpers  wahrzusagen,  eine  Kunst, 
welche  im  Arabischen  _^Äis.yi  genannt  wird;  s.  darüber  das  zu  der  Go- 
thaischen Handschi'ift  Türkisch  Nr.  I,i7  (S.  4  des  Kataloges)  Beigebrachte 
und  aufserdem  die  dortigen  arabischen  Handschriften  Nr.  93, ts,  1324, 
1325  und  1472.  —  Andere  Schriftchen  über  denselben  Gegenstand  s.  in 
Nr.    10,3  und  4,    27,13   und   125,4. 

Anfang:   iojiXjI    »-rV^'    (j-^J^'j    ic^t^    (^JUcläI    üS^L^o    ti$>A**jo    *i>l   \^\jS'  ^j 

Gutes,  türkisches  Nastalliq,   18  Zeilen  auf  der  vollen  Seite. 

9.  Fol.  15  2'':  Ghazelen  von  Jätt,  Samit,  Nauli,  Daiifi,  Fadll,  XätimJ, 
Samäil,  NiRüfi,  iülwi,  Xayäh,  Daift,  Fudiill  u.  a.  m.     Gutes  DiwCml. 

10.  Fol.  160'':  unter  der  Ueberschrift  (sie)  tXjl^ÄJf  ^^  JÜL«!)!  Ijkff 
c^-Jj-aXDI  jj.»JJI  eine  kurze  Abhandlung  von  zwei  Seiten  über  eine  ^^t> 
j^ÄA_M«  genannte  Schwefelsalbe,  welche  gegen  alle  möglichen  Krankheiten 
helfen  soll.  Der  ungenannte  Verfasser  hatte  dieselbe  vom  Saiy^  Mullammad 
Fardl  kennen  gelernt,  bei  welchem  er  sieben  Jahre  lang  in  der  Lehre  ge- 
wesen war.     Dieselbe  Abhandlung  ist  in  Gotha  (Nr.    106,i,b)  vorhanden. 

Anfang:  ^aJucJ.*!]  x♦Ä.^J  eU.^^  ^*sxj>}  ^d^sn  ^Jl  Jü(  Jyit  ^d^\  xi!  «X»il 

11.  Zuletzt  noch  allerhand  Notizen  und  Vei'se,  auf  Fol.  169"'  ein  paar 
Ghazelen  von  Sairi  und  von    Wusült. 

Die  ganze  Handschrift  hat  170  beschriebene  Blätter  von  20  X  12  cm; 
viele  verschiedene  Hände. 


*)  Lithographie  von   1276  p.    239. 


Türkische  Handschriften  42.  Vermischten  Inhalts.         83 

42.    [Ms.  Orient.  8".   19.] 
Neben    Abschnitten   in    arabischer    Sprache    enthält   diese    Handschrift 
die  folgenden  türkischen  Stücke: 

1.  Fol.  1—8  und  14—17:  Abhandlung  über  ein  Verfahren  ^^.sottL.«  Jo 
d.  h.  um  Jemanden  unter  Anwendung  verschiedener  Gebete  und  Talismane 
„die  Zunge  zu  binden".     Vgl.  Nr.    122,i  fol.    151"  und   128  fol.  43\ 

Anfang:  xJJ  ^ä5o^  o  J.aj'  jj  ysn  ^j-cw^l  j»^^ol  t^AJ'  ^54Xj  jj^ÄjJiLj  Jo  >_jLj 

2.  Fol.  9—11:  der  Anfang  einer  Erzählung  von  einem  König  sLijb 
von  Baydäd  und  seinen  vier  Sclavinnen,  drei  weifsen,  k_j^JJiJI  »yj,  x^^o 
^^LoyJI  und  jjLä  genannt,  und  einer  schwai'zen  mit  Namen  ,j1.s>->j«  • 

Anfang:   (sie)  (a5i»LwöLs  yi  ^iiy^^\    stXj..g.xi    4>ltX*j  ^5»^)'5    (^i^)  s'^'^k'.  r?  r^ 

;5c>;lj  (sie)  ^5-«b;U  ^jl 

3.  Fol.  36-43:  ein  arabisches  Gebet,  welches  (Fol.  39'')  LSy;  A^o 
genannt  wird,  mit  türkischem  Commentar;  defect  am  Anfang  und  am  Ende. 
Vgl.  Göttweih  Nr.  8,i7  (Wien.  Jahrb.  Bd.  CX,  Anz.-Blatt  S.  31). 

Anfang:     iujj4JLj  (sie)  o^^y  oL»j  b  |V^I  »jJJ»  b  eSi^tXs  sjtXä  ^. 

4.  Fol.  5  2£f. :  Fragment  einer  Schrift  über  Astrologie  (Horoskope) 
und  Talismane;  auf  Fol.  5  9''  beginnt  ein  Abschnitt,  welcher  *JLb  v_jU5' 
Jk^l  A-'lisj  t>J^JI  überschrieben  ist.  Die  Blätter  dieses  Fragmentes  sind 
alle  mehr  oder  weniger  verstümmelt;  die  letzten  sind  fast  ganz  ausgerissen. 

Anfang  (sie) :  (ausgerissen)  .  .  ^^i:S  yi  cyLfJI  J-'^.'j  «^U^  «-P  i^y^ 

5.  Fol.  87—94:  ein  Abschnitt,  überschrieben  (^  cjL»*4-I  jLLJ  s^-Lo  v:>-Lyäi 
und    beginnend:    (j.f    ^^^xäT  x«»'^    a-T  -;»    );^i^^    |*i^«wJ|    Ju^e    «yw^js.   -axiLäaj 

&iMwb  \LtJ  «;>Jt5\ 

6.  Fol.  122—125:  eine  am  Anfang  defecte  Abschrift  derselben  Glau- 
bensfragen, welche  auch  in  den  Handschriften  3,2,  5,2,  93  fol.  166*  und 
94,1   (wo  man  s.)  enthalten  sind. 

Anfang :    SI^^    TJ^"^    ivtuw    ^  >->^    v'^^    ij^*'    15^^'    ^yt^  ^  y^)T^    T^' 

jvJjc^'    (»-^J    *^^    *-'^-''    vi"^    '^'    (^^^)    •J^*"T"" 

Verschiedene  Hände ;  Gröfse  der  Handschrift  1 6,5  X  1 1  f.ni.  Ein  frü- 
herer Besitzer  der  Handschrift  hat  im  Jahre  1704  den  einzehien  Frag- 
menten derselben  kurze,  i-ichtige  Inhaltsangaben  aufgeschrieben. 

1)  sie!  1.  ü.w,4(. 

11* 


84         Türkische  Handschriften  43.  Vermischten  Inhalts. 

43.    [Ms.  Orient.  4».   40.] 
In  dieser  Handschrift  finden  sich,  zwischen  arabischen  nnd  persischen  ') 
Schriften,  folgende  Stücke  in  türkischer  Sprache: 

1.  Fol.    15 1""— 15  2''':    ein   Ma9nawl- Gedicht    im  Metrum  Hazaj   ^ | 

w |w__   niit   der  Ueberschrift    ^Jl>S  y/u^^Xj    iJjJ»    und    also    Vorschriften 

über    die    Art   der    Wahrsagerei    enthaltend,    welche    o.j-rLi    »jv*»Jo    genannt 
wird;  vgl.  Nr.   159,3. 

Anfang:  (^  t^y^''  5'r^'  »tXivI  iXi()<i         [JLä  Xxm,  (3^1^.  -Uj 

JLmmS»   kJUj^   J>^^   b'^)     &'^    ^  2U-mJ>   «-^   I^smJJI    (sie)   ij"f*j    v_^Ü0     ut 

Deutliches  Nasia^Iiq,  viei'spaltig  geschrieben,  im  ganzen   4  3  Bait. 

2.  Fol,  157*'— 160'':  u^jt-J  v^?  ^i"^  Abhandlung  über  Erbtheilung, 
der  Ueberschrift  zufolge  von  Jihrä  Uskühl  verfafst,  über  dessen  Zeitalter 
die  Handschrift  Nr.  10,5  Auskunft  giebt.  Den  Anfang  macht  ein  Gedicht, 
welches  nach  der  (roth  geschriebenen)  Segensformel  ^jLkA-L!l  ^jji  aJjL  j^t 
*jys.lJI  mit  dem  Bait 

beginnt;  der  Anfang  der  Prosa  lautet  dann:  jOo^-wJ^I  -^JL*/)  sylÄaJIj  cX«^!  Jou 

^uJt    Ls&«.4J.£.    Ijdjl^t     (.^XJ'     |vXw.     K<yl£     iJJl     iJwO     J4.M^     v:i>wiä&     8jt.Äı>.    (jöjtji 

^jjJL*,j-Jt    Jyww    weil   ilLuüol   ^jjJuny^  y^o   *JLj«JI    vjLaJ    L^L»,    das   Ende   des 
Vorhandenen:  t£vÄ*uxSlj  iu^Äi»!^  *^5)  ^i)  '^f^^.  *!?(5^^'^  jaA«ji=»^v  _,^\  J^^Ajj 


3.  Fol.  I6I''— 162*':  Fragment  eines  geschichtlichen  Werkes  desselben 
Verfassers,  welcher  hier  sich  Jihnl  Mustafa  ihn  Muliammad  Ushiibi  nennt. 
Das  Fragment  handelt  über  Schöpfungs-  und  Propheten -Geschichte;  auf 
Fol.    162''    findet   sich    die   roth    geschriebene    Capitelübei'schrift :    «_:K    J^^^ii 

>t>    8J.ÄjIaJ     i^i^tXf    ^^Ä51     <Jl^^     KamJI«     tä^üo^LMJl     i^aAa     cXxj^\m     i^My 

Anfang:  üJ^s  Jj;  s^JLäJl^  LääJU»  tX»^.  4\äj 

Nr.  2  und  3  mit  gutem,  21  —  23zeiligem  Nas/l  von  türkischem  Zuge 
geschrieben;  Gröfse  der  Handschrift:   22,6X16   cm. 


*)  vgl.  Nr.  304  des  persischen  Kataloges. 
*)  80,  ohne  Reim! 


Türkische  Handschriften  44.  Vermischten  Inhalts.         85 

44.     [Ms.  Orient.  4".    18.] 
1  —  4.   Vier  IlaOnatci- Gedichte   religiösen    oder   beschaulichen    Inhalts, 
ohne  Angabe  von  Titel  oder  Verfasser;  sie  stehen  auf  Fol.   l*"— 9'',    18''— 2  3", 
ai*- 32"'  und   46''-49\ 
Anfänge:      '  miSk^k  ^^xyc*»,.!^  5j-''^  ^  »JoM  x.JL>l   n^Xc  JL*j"  ^Jä 


(.JLjiLiI   &-Lj>>I   «J-'t  ^c^}    r*  (.JL>i^<io   Vk*u  itJL>*>l 


xJÜI 


^gj^l  ^  ^^1  J^l  ^jf  ji:.^:>  15^;^  jr^^'  CJr^  7^  Ü^  "^^ 


cjyi  ^'b    ^Jo'^'    ^''   tK*''            £5r^    1*^-^    ')>**'    ^.'^'    '^'' 

5.  Fol.  Q*"- 18^:  eine  gleichfalls  in  il/a6'?ia«-I- Versen  abgefafste  Ei-zäh- 
lung  von  NösJricän  dem  Gerechten  und  einem  Derwisch.  Dieselbe  ist 
überschrieben  (sie):  ^j'^J'  Jijj  &.^j  ob  ^^i  4>b  ^b:..v|j  und  beginnt  mit 
dem  Verse: 

worauf  die  eigentliche  Erzählung    mit  dem  siebenten  Bait  folgen dermafsen 
anhebt : 

6.  Fol.  23''- 31":  X^\  tX=*lj  Ut}\  ^^  JL«  &iJI  «=U*^I  ^  _^'l  Ijsje 
aJI^  I_tj  xJiLs.  J^-»-,  eine  türkische  Auseinandersetzung  über  die  „1001" 
Namen  Gottes  und  auf  dieselben  sich  beziehenden  Aberglauben ;  diese 
Namen  selbst,  zu  einem  Gebete  vereinigt,  folgen  auf  Fol.  28''  unter  der 
Ueberschrift  (sie)  <-äj>^l  ^»b  ü5o  y\ya  -^Leo  Ijüc;  jeder  Name  ist  hier  mit 
b  oder  yc  ^  b  eingeführt.  Die  Zahl  1001  ist  als  eine  stark  überti-ei- 
bende  Abrundung  zu  betrachten;  denn  wenn  auch  bedeutend  mehr,  als 
die  gewöhnlichen  99,  100  oder  101  Namen  angeführt  werden,  so  sind  es 
doch  auch  bedeutend  weniger  als   1001.     Vgl.  Nr.  4  5  6,19. 

Anfange:         f<^i  *^^  ^'  i/^  (j*^rH*:9.  (5*"^'  ij^^  "Jj'  ;'^'  '^^S)  '^'^^^' 

und:  AjJLt  b  »xän  b  ,j-»-=»^   b   jJJl  b    ^5Ä*«*^'  i»SoU«.b  fcä5Ü^I   ^^1  |V^' 

v_äjj-i   b    >-ä*Pi!   b    ^S  b   iv^^^   b   |V*-b».    b   |»J Jj'   b 


86         Türkische  Handschriften  44.  Vermischten  Inhalts. 

7.  Fol.  33*— 41^:  Fragment  einer  in  Maglis  eingetheilteu  Prosasclirift. 
Vorhanden  ist  das  Ende  des  zweiten,  der  dritte,  der  vierte  und  der  An- 
fang des  fünften  Maglis.  Der  dritte  Maglis  handelt  über  J\Uj  aJLib,  der 
vierte  über  ^JjJLj-äi  uJüjf  ^^jW*-^;  «i^'  V^;?    ^^^"  füJ^ft^  über  «^»äjI  ij^-^äjn) 

;^w'>t  (^Ub  jffÄ^tJ 
Ende:  Uü»'  -'jt's'  ^ä-^-*^  o'y^  '^'*^  ,«*^'  '^'^/'  i^-*^  ^^j'  ^'-»äxj 

8.  Fol.  4  2^  —  43'':  einige  Talismane  und  Recepte;  in  Bäh  eiugetheilt. 
Anfang: 

9.  Fol.  44'  — 45^:  .0  ._'  &L'I  Ju.£  w>li.  ^jLo  ,j,  ein  J/ö^wöm:!- Gedicht 
über  den  Tod  des  lÄbd  aUäh,  des  Vaters  des  Propheten. 

Anfeng:     ,c*--^'  »5»^'   i«*^''^  wW»'  JW  ^5*-^'  ^^y^^  J^l  ,j^l  Js-ULa. 

10.  Fol.  45''— 46*:  ».>  _5  .^ ^  vj:_ä.  ^Lä.>  IJlS,  ein  in  MaOnawi- 
Versen  abgefaßtes  Gebet,  welches  dazu  bestimmt  ist,  nach  Beendigung  der 
Lectüre  des  Qur'än  gebetet  zu  werden. 

Anfang:     Ü.  %*3  sLe  U.^  Iäo  sLx.  |»jI  JJ.  iXI^m.  |JLc   >Jo   «(Xo  J^I 

11.  FoL  50*— 59":  verschiedene  kürzere  J/aö«a?rr-Gedichte,  meist  auf 
Fätimak  bezüglich,  wie  (sie)  ^cjdJI  sjcli  Jl^l  ,jLo  ^^,  jtJsLs  (sie)  ^^jLj  ^i> 
und  (sie)  ^-Jfiv'l  xJbU  äj»x.     Vgl.  Nr.    133,1. 

Anfang:     ^g*^  C  v5'^'y'  s*^  c»*^'^;  i*^         <5*'''/^'  ^^^  sftX^'  <X^:' 

12.  FoL  60*— 69*:  Fragment  (das  Ende)  einer  Erzählungssammlung. 
Die    erste    vollständig    vorhandene    Erzählung    beginnt    mit    den    Worten: 

69  beschriebene  Blätter,  von  nicht  ganz  gleicher  Gröfse;  die  grölsten 
messen  20,5X1-15*  cm.  Verschiedene  mehr  oder  weniger  deutliche,  zum 
TheU  vocalisiert«  Nas/1-  und  A'as^al?lg  -  Hände  mit  12  —  27  Zeilen  auf  der 
Seite.  Auf  Fol.  1*  steht,  zwischen  Strichen,  welche  ein  roher  Versuch  zu 
Verzierungen  zu  sein  scheinen,  in  der  Mitte  „de  Fatima.  p.  48",  und 
unten  „Carmina  theologica  et  preces  cum  caruni  [verbessert  in:  curani] 
commentarüs  ". 

»)  sie:    d.  i.  ^Jj.l  K>. 


Türkische  Handschriften  45-  Vermischten  Inhalts.         87 

4o.     Pls.  Orient-  4*.   15.] 
Diese  Handschrift  enthält  hauptsächlich  astronomische  Tafeln;    atifser- 
dem   als   Beigaben   Abhandlungen   und   Fragmente    solcher,   meist   astrono- 
mischen oder   astrologisch-m antischen  Inhaltes,   auch  einige  Gedichte.     Die 
in  persischer  und  türkischer  Sprache  abgefaTsten  Stücke  sind  die  folgenden: 

1.  Fol.  33  —  40,  ein  persisches  Fragment  astronomischen  Inhalts.  Wie 
eine  nähere  Untersuchung  lehrt,  ist  dieses  Fragment  dem  Texte  zu  den 
Tafeln  des  Uluy  Beg  entnommen  und  entspricht  S.  63,4  Xjs}:\  bis  S.  94,5 
^*,J  wL«£j  1 1-  \\  der  Ausgabe  von  Sedillot  (Zenker  EL,  S99).  Hand- 
schriften dieses  Werkes  sind  als  Xr.  337 f.  im  Kataloge  der  persischen 
Handschriften  (S.  358)  beschrieben. 

2.  FoL  43  —  51:  gleichfalls  persisch,  das  Ende  einer  astronomischen, 
in  30  Fad  eingetheUten  Abhandlung.  Es  ist,  wie  eine  Vergleichung  mit 
der  Wiener  Handschrift  Nr.  14  24,i  (H,  S.  490  des  Flu  gel' sehen  Kata- 
loges)  darthnt,  die  (J^^ii)  ^^—  L'L.,s  genannte  Abhandlung  des  Nasir  al-cbn 
Tust,  welche  Ton  Ö.  X.  HI,  642,  7352  erwähnt  wird,  und  von  welcher 
Stücke  auch  in  Nr.  327,3  des  Kataloges  der  persischen  Handschriften  ent- 
halten sind.     Das  hier  Vorhandene  beginnt  im  achten  Fasl  mit  den  Worten 

3.  Fol.  5  2  —  59:  ein  und  zwei  Blätter  ttirkisch,  dann  ein  Blatt  per- 
sisch, dann  wieder  vier  Blätter  türkisch,  sämmtlich  astronomischen  Inhalts. 
Die  letzten  vier  Blätter  handeln  über  -iJ  Q  JxLue  oi  jw  und  beginnen  mit 
den  Worten:   si>  8cVJU,x.->>j  ^_äS!ö  viS=>-jw'  ^  5Jlj»5'vj  ^s^Jj.     Vgl.  Nr.  3S,i. 

4.  Fol.  60  —  63:  tüi-kisch,  das  Ende  einer  astrologischen  Schrift.  Den 
BeschluJs  macht  ein  auf  den  Imäm  Säfin  und  den  Imäm  Fazäh  zurück- 
geführter  Talisman   gegen    die    Pest    (^JcjJj,  ^  ->    J'-^    i*^'}    ^5*-*'-*    (•'^' 

Anfang:     »äSUjwLÄje.  ^23ol  (j'y-*  •-?  -^'«  äju-'j'  j>L~»w,j  ^j^^^  ^'J-ä 

5.  Fol.  64*:  zwei  kleine  türkische  Gedichtchen  in  der  Tonart  üusairil 
i_iju-Ä  -Iä«   v.>,  wie  über  denselben  angemerkt  ist. 

Anfang  des  ersten:     Kj  ^^«Xj'  U^  iJr^  15*  *^''  ^s*^!^ 

6.  Fol.  64^-66'':  eine  kleine,  anonyme  Abhandlung  über  die  musi- 
kalischen  Tonarten.      Am   Ende  heilst   es:    »JJI    jj**j    ixä-t-.»*.''   äJl—JI 


1)  Es.  J\Lx. 


88         Türkische  Handschriften  45.  Vermischten  Inhalts. 

JljLj,  und  dann:  ^ü w  jä-ülf  «jo^  .4*0  ^l^t  (j  r:?r^'  ^^  (==^  17.— 26.  Juli 

1576). 
Anfang:     (' ^vU  ^j>j<X'I  j^^'-J'  '^^.'^j   iS^d^ 

7.  Fol.  67'':  ein  türkisches  Muxcimm.as  mit  der  Ueberschrift  wA.Ä.il 
^ääLw  ssJiÄj,  was  doch  wohl  heifsen  soll,  dafs  der  Verfasser  des  Gedichtes 
SäiaÜ  hiefs  (vgl.  Hammer,  Osman.  Dichtkunst  II,  428)  und  dafs  das 
Gedicht  hier  von  seiner  eigenen  Hand  geschrieben  ist. 

Anfang:      (vjL=»  x^   )-"-*=*   »tJ^i^  y^  xX^iüi)        *jlJ^   _^>   fXs-  54XJ^yi  ^aJ^J  ^5l 

8.  Fol.  69  und  69*:  x^l\  «i>j^,  eine  Horoskopentafel  mit  12X19 
quadratischen  Feldern,  von  welchen  12X4  wieder  dui'ch  eine  Diagonale 
in  je  zwei  Dreiecke  zerlegt  sind.  Im  Anhang  zum  Burhän-i  qätii  heifst 
es  (nach  »xs  d.  i.  Miülammad  Safii  aus  Siräz) :  ^j  L«U*i  «JUs  x^  o»-maJX.ä  «^svjK 

9.  Fol.  137—167:  ein  auch  im  Innern  mehrfach  defectes  Fi-agment 
—  und  zwar  das  Ende  —  einer  tiü-kisch  geschriebenen  kabbalistischen 
Abhandlung  (über  j.ä4-'  t*^):  welche  durch  Deutung  des  Zahlwerthes  der 
Buchstaben,  aus  welchen  Eigennamen  bestehen,  Prophezeiungen  für  die 
Regierung  des  Sultans  Sulaimün  I  und  der  folgenden  Zeit  zu  geben  ver- 
sucht. Aus  den  Schlufsworten  ergiebt  sich,  dafs  die  Abhandlung  den  Titel 
\yS^  \y/iK  >_ä,ciy  trägt  und  vom  Scheich  Maßd  cd-din  AqliisärJ  im  Jahre  965 
(beg.  24.  Oct.  155  7)  —  also  unter  der  Regierung /SwZamän's  I  —  verfafst 
wurde.  Die  Abhandlinig  pflegt  sonst  den  kürzeren  Titel  sy^'  )^-^5  zu 
führen;  so  bei  //.  X.  III,  480,  6532,  bei  Hammer,  Osman.  Reich  IX, 
200,  5  2,  bei  Kr  äfft  Nr.  CCCI  und  bei  Flügel,  Wien  Nr.  1502  (II,  581). 
Hammer,  K rafft  und  Flügel  geben  auch  den  Inhalt  der  12  Fnsl,  in 
welche  die  Abhandlung  zerfällt,  an,  Hammer  und  Kr  äfft  deutsch,  Flügel 
türkisch.  Im  vorliegenden,  wie  bereits  bemerkt  mehrfach  lückenhaften 
Fragment  sind  die  Ueberschriften  zu  Fad   3,  4,  5   und  6  vorhanden. 


Anfang:     o>~a.   »j   -^o  Jy>  jvgilj'  \<>   ^Ij  J  stXÄi"^  ^  '")).?'  V-^V  *^^' 

10.  Fol.  165—172:  ein  am  Anfang  und  am  Ende  defecter  Bericht 
über  die  Eroberung  von  Baydäd  im  Jahre  941^)  (1534);  verschieden  von 
dem  in   Nr.   38,a,d  enthaltenen  Berichte  über  dasselbe  Ereignifs. 


*)  sie!     Es  ist  wohl    ^KLäJI   yoj  yi\  gemeint. 
«)  B.  Fol.   167*  Z.   1. 


Türkische  Handschriften  46.  Vermischten  Inhalts.         89 

Anfang :      ^5tX♦i.l   ,j-v^  jjj*^  OöLjw  JjI   s Ju JL^tX-LI   J.yj 
Ende:      (ji»i.s.    ^-u<jjLc(sic)  .iia    cVä«^    (jLotlaJI.    ^äXDI    ^luLoL^-ö 

11.  Fol.  IVS*"  lind  174:  Fragment  eines  Verzeichnisses  der  Reise- 
stationen und  einer  Beschreibung  einer  Reise  zwischen  Konstantinopel  und 
Äq-Sahr. 

Anfang:      ^o  (sie)   jJLj^j   JsU/j   ,jl5ljl   *i'l^   *^)'5   *7-"^0    (j*^J»*jLi*»''  Lw.j..^ 
Ende:     ^JI   JiLölj   cy»>lji^j   JL/jlj  yc 

12.  Fol.    1  Vö*"— 17  7'':   der  Anfang  eines  grofsherrlichen  Ei-lasses,  ))«X<o. 
Anfang:  (^^  ',.b^(|  ^U^    ü5ÜL»x)  ^iSJLxi    'J.i^..w^l(    ^^isi^..-    ^jLkJLw    'iu...y   jJLjjI 

yxil    c5vAjwXi....^_=»    'sXojj    jj'-waJ  »^k^:?')    '*Äi^Üs.    ejtXJLi»    '(»K^iiL    -tC^s.'^l 

Verschiedene  Hände;   Gröfse  der  Handschrift:   22  X  15,.5  cm. 

46.  [Ms.  Orient.  4°.  19  2.] 
Unter  der  Ueberschi-ift  i^yXjiyäs,-  ^i^^\  soK^U  sJ\.^^  enthält  diese 
Handschi'ift  zunächst  dieselbe  auf  J.l  jL^)<^  ^^—  reimende  Kaside ,  welche 
auch  in  Nr.  37,4  enthalten  ist  (man  vgl.  dort);  dann  Fol.  6'\  mit  x).  ein- 
geführt, ein  Tarji'-band,  worauf  (Fol.  ß"*— 9'')  noch  verschiedene  andei'e 
Gedichte  folgen.  Danach  kommt,  bis  Fol.  10*',  einiges  Arabische  (eine 
Tradition  und  eine  Aufforderung  zur  ßufse,  am  Ende  defect);  dann  Fol. 
11"  das  Ende  eines  ifaönawf-Gedichtes,  Fol.  15^  gleichfalls  ein  MaOnaicl- 
Gedicht  ■),  Fol.  19"  ein  desgl.  (anknüpfend  an  verschiedene  (^wr^än-Stellen, 
wie  II,  ]  u.  s.  w.);  endlich  Fol.  21"  ein  Prosa- Aufsatz  mit  der  Ueberschrift 
(^  c^i»  ^5)^*-'  (5^*^.5  '^  x>cLjjjCi  yi  Ij*.»,  und  Fol.  24"  ein  anderer  ohne 
Ueberschrift,  in  welchem  die  zwanzig  Eigenschaften  aufgezählt  werden, 
welche  Gott  nothwendigervveise  zukommen  (Anfang:  v_*^l^  stUi^»  JLxj'  ^cvXj 

Anfang  der  ersten  Kaside: 

Jjl    iji.*-b    |jL*aXw    liSLo    vijJj    oajI    j|t>    JtXft 
J.l  jji«.*.o  |oU-ic  Jl  5..x*i  ^clXJ.I  u.a..\«.<g  laJo 
24   beschriebene  Blätter;    21  X  15   cm.     Schönes,  grofses,    meist  voca- 
lisiertes  Nas^i  niit   1 1   Zeilen  auf  der  Seite. 


*)  mit  dem   Anfang: 

vL>    jJO    ^)y^    »^^Vä    i^^yJj    «jL-J  )'r^    *^^    oaax^    lX-«.=>.    ^j'i'j* 

*)   sie!    1.    t%*i-=»   )'-»J. 

Türkische  Uacdschriften.  12 


90         Türkische  Handschriften  47.  Vermischten  Inhalts. 

47.     [Diez   A.    8".    91.] 

1.  ^Lfl.j.xxi,  eine  Anzahl  von  Rechtsfragen  nebst  Antworten,  von  dem 
Mufti  Ahfi  'J-suiad  (t  982,  beg.  23.  April  1574;  Hammer,  O.sman. 
Dichtkmist  II,  352)  dem  Sultan  Sulaimän  I  (reg.  926-974  =  1520-1566) 
vorgelegt  und  von  diesem  als  Richtschnur  für  die  Entscheidung  der  be- 
ti'effenden  Rechtsfälle  genehmigt.  Dies  ergiebt  sich  aus  der  an  einen  spä- 
teren Sultan  gerichteten  Vorrede;  dieser  Sultan  wird  zwar  ni(;ht  genannt, 
da  aber  am  Ende  steht  xjLxj^  ij"-*^  *ä-*-  JLäjw.iJl  StXxäJf  ^^3  (?)  ijk  ^  \ys>. 
i_fiJl. ,  so  mufs  es  AUmad  II  (reg.  1102—1106  =  1691  —  95)  gewesen  sein. 
Die  Frao'en  und  Antworten  sind  nach  den  in  ihnen  behandelten  Rechts- 
Verhältnissen  eingetheilt,  wie  dies  von  K  rafft  zu  seiner  Nr.  CDLXVI 
(S.  17  7)  des  näheren  angegeben  wird.  Aufser  den  beiden  a.  a.  0.  bei 
Kr  äfft  beschriebenen  Handschriften  finden  sich  deren  noch  in  München 
Nr.  113  —  115,  in  Up.sala  Nr.  4  70,2  und  in  der  Kaiserl.  Bibliothek  zu 
Wien  (Flügel  III,   25  1    Nr.    1816). 

Anfang:    »^\^    ^^^aXw-JI    tN-Ä-w    ,^    -iLDfj    »^-LoJl^    ',j-aJLaJI    i^n    xJJ    d<^\ 
^AiaXj^    klijy.«    ^ijiiL».**,    tX*j   Lot   (j.A**=.l   au^P«   &JI   ^^^y   (sie)   (^^.ÄaäJI 

2.  Fol.  18'':  (' JotXÄ  Lobjjy>Ls,  das  „neue"  Qänün-nämah  desselben 
Abu  'J-suiüd.  Ein  ähnliches  Qänün-nämah  i.st  in  den  Handschriften  Gotha 
2,4  und  Upsala  CDLXXII  enthalten;  ob  vielleicht,  trotz  vei'schiedener  An- 
fangsworte, die  Handschriften  Up.sala  CDLXX,i,  Lund  LXIX  und  München 
Nr.  113—115  dasselbe  Gesetzbuch  enthalten,  könnte  nur  eine  Vergleichung 
dieser  Handschriften  entscheiden.  Abschrift  datiert  vom  Jahre  1120,  beg. 
23.   März    1708.   —   Vgl   Nr.    18,3   und   261,i. 

Anfang:    ^^jS  exJLo    yj^l    ^Lls    xäJLc^I    ä.«*jI    s\^    i^j'    kiioxÄ*«.*^  (j^'jl    ^i^y^  ^j' 

'^Jol    JLflÄJl 

3.  Fol.  29*':  von  anderer  Hand  geschrieben  eine  Anzahl  Fafwü,  von 
llzzeüi  (?)  lAll  Efendi  für  Nisän^i  Pasa  ausgestellt. 

Anfang:    (jj^tjö^  ^   ^i'    jifjö-s    vi   ^_>^_jÜ'   sJkijJjl    J^-L^    **;>•*    **^  T^ 


')    die  Ueberschrift    lautet:    .t>    sJutXsk    lixiLj^jjjLi»    L^    J>««<. 


Türkische  Handschiit'ten  48.  49.  Vermischten  Inhalts.         91 

F- 

4.    Fol.   33":    ein    Brief  mit    dem    Anfange:    bbl^^c    ^Lajo^uv-i    i_>Ujjx 

3  3  beschriebene  Blätter;  19,8X13  cm.  Verschiedene  Hände;  Nr.  1 
und  2  mit  flottem,  kräftigem,  deutlichem,  1  7  zeiligem  Nastalllq  geschrieben ; 
die  ersten  zwei  Seiten  mit  goldenen  Leisten  und  schwarzen  Linien,  die 
übrigen  Seiten  mit  rothen  Linien  eingefafst.  Auf  der  letzten  Seite  ein 
schlecht  ausgedrücktes  oder  verwischtes  Siegel.  Auf  einem  aufsen  auf- 
geklebten Zettel  steht:  t»ft"  •jh.y»'  (sie)  IjUi  4>^»aDI  f>\  «ijLäjsjtx  i^\jS'. 

48.  [Diez  Fol.  74.] 
Diese  Handschrift  enthält  eine  Anzahl  von  Fragmenten  und  einzelnen 
Blättern,  welche  zumeist  auf  Blätter  europäischen  Papieres  von  48,5  cm 
Höhe  und  36  cm  Breite  aufgeklebt  sind,  und  zwar  in  verschiedener  Rich- 
tung, d.  h.  so,  dafs,  man  mag  die  Handschrift  halten  wie  man  will,  ein 
Theil  der  aufgeklebten  Blätter  immer  auf  dem  Kopfe  steht.  Die  Frag- 
mente sind  arabisch,  persisch  und  türkisch ;  von  den  letzteren  verdient  nur 
Erwähnung:  ein  Fragment  von  8  Blättern  (21  X  1^,5  cm)  aus  einem  ^^LiSj; 
mit  dem  Anfange :  y=>\  ^iJ\^  »«JoäjI  ^'^,  yS^  yi^  ^CiL^  x!jl  scXjI  ^  *^^ 
«tXjLtl  i^J^i  (das  letzte  Blatt  defect  und  ausgebessert);  und  2)  ein  Brief, 
unterzeichnet  ül^  ^-fr^yH  15--^-^'  15*'*^'  """^  ^^^^  ^^®  ^^^^^'  pi"eufsischen 
aufserordentlichen  Gesandtschaft  ü5UI.a..s\JL)I  «j^^I,  welche  bei  Gelegenheit 
der  Thronbesteigung  Salim's  HI  im  Jahre  1203  =  1789  zur  Gratulation 
nach  Konstantinopel  geschickt  worden  war,  zu  gewährende  Verpflegung 
bezüglich. 

49.  [Petermann  H,  459.] 
Dieses  Bändchen  enthält,  aufser  einem  türkischen  Druck,  zwei  Frag- 
mente, das  eine  über  mathematische  Geographie  handelnd  (Anfang  [sie]: 
^Jkjlo  IS  ^^*,*AAi*j  t«5yyfl>l  ^>ia-w  ^^1  ^jJ^I  (5;^^; ):  f^as  andere  ehiem  Brief- 
steller, dessen  Briefe  aus  dem  Jahre  12  04  (beg.  21.  Septbr.  1789)  datiert, 
sind,    entnommen  (Anfang:    [sie]   ^yoy^   ö^tLj    iö^i\yc\    js^yMS.Xjc    tX=»v--    idäil^^ 

19  und  32  beschriebene  Blätter,  und  aufserdem  noch  einige  Blätter 
mit  werthlosen  Schmierereien ;  verschiedene  Hände ;  Gröise  der  Handschrift : 
20,8X14   cm.     Hie  und  da  Abdrücke  unbedeutender  Siegel. 

12* 


92         Türkische  Handschriften  50-52.  Vermischten  Inhalts. 

50.     [Petermann   372.] 
In  dieser  Handschrift  steht  folgendes  Türkische:    l)  Fol.    19  —  34   eine 
Sammlung  von  Briefen;    gegen    das   Ende    (Fol.   32''— 3 3^)    ein    Ghazel    von 
Nähi  mit  dem  Anfange : 

^yi  ^jt>JLi3£  J-^l^   **j'-?;'  ;r^^'  ^7^  cJ'^y?^  ^s^  y^IaJ  ^y^  ^5tXJ^I 

dann    2)  Fol.    60—62    und    68—75,    Tanzliedchen    ^^U*«,    nicht   selten    mit 
Angabe  der  Melodieen,  nach  welchen  sie  gesungen  werden  sollen. 

Flüchtiges,  meist  schief  geschriebenes  Nastaülq;  Gröfse  der  Blätter: 
16  X  10,5  cm.      Auf  Fol.   29''  der  Abdruck  eines  Siegels  mit  der  Inschrift: 

d.  i.  ;r*^'  J^  *i  ^■'  ^  <^  t'  ■ 

51.     [Ms.  Orient.   8".   72.] 

Eine  aufsen  als  l»i=  ij^)^  ;t>  '^y*^)  ^^-ä-AoT  ^^'^^  i_jLä5'  bezeichnete 
kleine  Sammelhandschrift,  welche  neben  vielem  Arabischen  und  wenig 
Persischem  auch  einiges  Türkische  enthält.  Die  vorhandenen  türkischen 
Stücke  sind  Briefe  und  Gedichte;  den  letzteren  sind  zum  Theil  (Fol.  26'' f.) 
die  Melodien,  nach  welchen  sie  gesungen  werden  solle'n,  beigeschrieben. 

58  beschriebene  Blätter;  19X12,5  cm.  Verschiedene  Hände;  die 
Zeilen  laufen  in  den  verschiedensten  Richtungen  der  Blätter. 


ö^ 


52.  [Ms.  Orient.  4".  45  3.] 
Siebzehn  Blätter  verschiedenen  Formats  mit  Rechnungen ,  Pässen, 
Quittungen  u.  dgl.,  nicht  alle  türkisch,  sondern  zum  Theil  auch  persisch 
und  in  verschiedenen  indischen  Sprachen  (Telugu,  Tamulisch,  Hindusta- 
nisch)  abgefafst.  Unter  den  türkischen  Stücken  befinden  sich  drei  —  wie 
sich  aus  den  aufgedrückten  Stempeln  ergiebt  —  Quittungen  über  die  erste 
Stufe  der  Kopfsteuer  ,j*-IJl  ä-jj-ä.  ^■~&\  aus  den  Jahren  1173  und  1174 
(1759/61).  Von  drei  beigehefteten  Blättern  europäischen  Ursprungs  ent- 
hält das  erste  die  Bemerkung:  „Türkische  Rechnungen,  Unterschriften  etc. 
zum  Theil  in  der  Schlacht  bey  Choczim  erbeutet";  die  beiden  anderen 
suchen  die  diütte  Kopfsteuerquittung  als  einen  Zollpafs  zu  erklären. 


Türkische  Handschriften  53-55.  Vermischten  Inhalts.         93 

53.  [Ms.  Orient.  Fol.   508.] 

In  diesen  Pappband  von  43  X  29,5  cm  sind  fünfundzwanzig  Blätter 
des  verschiedensten  Formates  zusammengebunden.  Dieselben  enthalten, 
natürlich  von  verschiedenen  Händen  geschrieben,  Briefe,  Pässe,  Rechnungen, 
ein  Gebet  (^-äa«,  j^UiJ;  vgl.  Gotha,  arabisch  Nr.  22, .i,  5  17,4,  779,  782, 
786),  die   Tuyra  Solans  III  {ihn  Mustafa)  u.  a.  ni. 

54.  [Ms.  Orient.  Fol.    132.] 

Mit  dieser  Nummer  ist  ein  Pappkasten  bezeichnet,  welcher  eine  An- 
zahl von  Packeten  mehr  oder  weniger  \yerthloser  Fragmente  enthält.  Die 
meisten  dieser  Fragmente  sind  arabisch,  ein  Packet  aber  enthält  türkische 
Fragmente:  Abfälle  (einzelne  Blätter)  aus  anderen  Handschriften,  Briefe, 
Reisepässe,  gerichtliche  Erkenntnisse,  Rechnungen  u.  dgl.  m.,  zusammen 
83  Blätter  vei'schiedener  Gröfse  und  Schrift.  Siegel  sind  häufig  beige- 
druckt; auch  ist  hier  und  da  eine  Erläuterung  in  deutscher  Spraclie  bei- 
gefügt. Eines  der  Schreiben,  welches  mit  ganz  besonders  flüchtigem  Dl- 
wänl  geschx-ieben  ist,  steckt  in  einem  alten,  mit  roth  geflannntem  Papier 
überzogenen  Futteral  von    16,5  X  8   cm  Gi'ölse. 

55.  [Ms.  Orient.   4".    l80^] 

Ein  Cai'ton  mit  Fragmenten  —  grofsentheils  nur  einzelnen  Blättern  — 
arabischer,  persischer  und  türkischer  Handschriften.  Türkisch  sind  fol- 
gende Stücke: 

1.  Collectaneen  eines  Europäers  oder  mehrerer  Europäer.  An  erster 
Stelle  liegt  eine  Umschrift  des  Anfanges  des  ^wb^^UÄ  (bis  „zu  unsin 
farzaki  efradi"  =  i>lj_s(  »5'  La^i  ^J*►j!  jö»  S.  27  Z.  12  der  Ausgabe  von 
Büläq  1251  =  1835),  an  letzter  eine  Zusammenstellung  sprichwörtlicher 
Redensarten,  arabisch,  persisch  oder  türkisch  mit  lateinischer  Uebersetzung, 
ausgezogen  aus  der  ersten  Ausgabe  von  Meninski's  Lexikon,  deren 
Seitenzahlen  mit  „M"  citiert  werden  (Anfang:  ^aS'  ^\  jLt.j  nxf\  instar 
canis  qui  acum  deglutivit  M.   361). 

2.  Ziemlich  umfangreiche  Fragmente  einer  Glaubenslehre,  ähnlich  dem 
jücbokÄ-^^  des  Birgeli,  dem  dieselben  jedoch  nicht  entnommen  sind. 


Anfang:   >t>    stXC-L?    jj-^rJ    läJoJUü"  ^liJl  uü  Jjl 


94         Türkische  Handschriften  55.  Vermischten  Inhalts. 

3.  Sechs  Blätter  aus  einem  kurz  gefafsten  persisch-türkischen  Wörter- 
buch, und  deshalb  eigentlich  vielmehr  zu  den  persischen  Handschriften 
gehörend. 

4.  Fünf  Blätter  Prosa.  Das  erste  enthält  ein  arabisches  Gebet  wider 
die  Pest  ^^^Lb  pLccJ  nebst  Einleitung  in  türkischer  Sprache  (vgl.  Nr.  111; 
113;  117;  120,i);  die  übrigen  die  Erklärung  oder  Gebrauchsanweisung 
einer  Horoskopentafel  JjJ^,  die  selbst  aber  nicht  vorhanden  ist. 

5.  Eine  gröfsere  Anzahl  einzelner  Blätter  mit  Gedichten,  resp.  Frag- 
menten solcher.  Den  Anfang  macht  (auf  zwei  Blättern)  ein  Auszug  aus 
L-^^'v,  ^_w^_j  von  äamcli  (Gotha  Nr.  190  fol.  19 6* f.);  s,  unten 
Nr.   390 ff. 

6.  Zwölf  Blätter  in  Schmal-Folio   mit  Rechnungen  in  Siyäqah-^chYiit. 

7.  Eine  kleine  Sammlung  von  Briefen  und  amtlichen  Schreiben. 

8.  Dreifsig  Blätter,  alle  von  derselben  Hand  beschrieben.  Dieselben 
enthalten  Fragmente  folgender  Werke: 

a)  desselben  Dlwän^s  von  Jiknl,  welcher  vollständiger  in  Nr.  10,6  ent- 
halten ist;  man  vgl.  dort.  Das  Ende  der  dortigen  Abschrift  fällt 
hier  auf  Fol.  8''  Z.  3  v.  u.,  so  dafs  jene  Abschrift,  obgleich  an  sich 
vollständiger,  doch  hier  durch  die  VDrliegeude  ergänzt  wird. 

b)  Fol.  13:  einer  in  Prosa  geschriebenen  und,  wie  am  Ende' gesagt  wird, 
im  Jahre  10  44  (beg.  27.  Juni  1634)  abgefafsten  Schx-ift  desselben 
Jihiü  über  Ju^',  die  richtige  Le.sung  (Recitation)  des  Qm-^än.  Fol. 
17,  27  und  29  sind  Duplicate  von  Foh  18,  28  und  28''  Z.  8  bis  28'' 
Z.    1. 

c)  Fol.  30:  der  Anfang  einer,  wahrscheinlich  gleichfalls  von  Jiknl  ge- 
reimten J^;  *<v^'  Nach  einer  kurzen  Einleitung  in  Prosa  beginnen 
die  Verse : 


Türkische  Handschriften  56.  Encyklopädie  und  Bibhographie.         95 


II.  Encyklopädie  und  Bibliographie. 

56.  [Diez  A.  8".  76.] 
^j-Ä_»JI  ij-u-Ls"^  'jj^läJI  ^Ui,  eine  kurze  Encyklopädie,  in  welcher 
zwölf)  Wissenschaften  (,v>J;tj  Fol.  9=^  —  c>.*X[=.  und  c>Ixsc  Fol,  32"  — 
^ikr  Fol.  34''  —  Äxi  J^l  und  oikj»  Fol.  39*"  —  wy-Äj  Fol.  47^  —  oj-oJ" 
Fol.  50'  —  -Lj^yi  wy.ju.-  Fol.  5  3'  —  ^;^5  ^5-^;  Fol.  5  7"  —  ^  Fol. 
59"  —  o^iij  Fol.  62''  —  p^  lOft  Fol.  64^  —  ^^j  JU  Fol.  69=")  be- 
handelt werden.  Den  Verfasser,  welcher  seine  Quellen  auf  Fol.  3"  auf- 
zählt, finde  ich  in  der  vorliegenden  Handschrift  nicht  genannt;  es  ist  aber 
bekannt,  dafs  dies  der  von  Hammer,  Osman.  Dichtkunst  HI,  108  be- 
sprochene und  im  Jahre  1007  (beg.  4.  Aug.  1598)  verstorbene  YaRyä  ihn 
Fir  lAll  ihn  Isasüh.  genannt  2i!aull,  ist.  S.  Ü.  'L  VI,  296,  13  557,  Wien 
Flügel  Nr.  28-31  (I,  44fr.),  Krafft  Nr.  5,  Dresden  Nr.  84  und  Ham- 
mer, Encyklopäd.  Uebersicht  S.  22.  Der  Besprechung  der  Wissenschaften 
ist  eine  Erzählung  vorausgeschickt,  in  welcher  ein  Muhammedaner  einen 
Juden  i>^-^,  einen  Christen  L*,Ji,  einen  Heiden  yf^  einen  Dualisten  ^yü 
und  einen  batinitischen  Ketzer  ^c-ÜsL  tX:^  niederdisputiert;  eine  andere 
Erzählung,  die  von  Basir  und  Sädän,  welche  von  Hammer,  Encyklopäd. 
Uebersicht  S.  24flF.  übersetzt  ist,  ist  der  Besprechung  der  Wissenschaften 
angehängt  (Fol.  72'').  Das  Ende  dieser  Erzählung  steht,  dem  vorliegenden 
Werke  entnommen,  auch  in  der  sonst  ai'abischen  Handschrift  Wetzstein 
H,  1807  auf  fol.  118''-119\ 
Anfang : 

'iot(Xöl  **  j^'b  **«l  i-äJI  s^  '(sie)  juljoil  ^  i\sJ  tXs.  ^  t>-fÄ. 
84    beschriebene    Blätter;     18,5X13    cm.      Gewöhnliches,    deutliches 
Nastaihq   mit    17  Zeilen  auf  der  Seite.     Bemerkungen    und  Nachträge   auf 
den    Rändern    sind   sehr   zahlreich   vorhanden.      Auf  einem    am    Ende    bei- 
gegebenen Blatte  noch  einige  unbedeutende  Schreibereien,  auch  Verse. 


')  ü^  t/'  c;?'  Fol.  3»  Z.  2  V.  u. 


96         Türkische  Handschriften  56*.  Encyklopädie  und  Bibliographie. 

56*.  [Laudberg  787.] 
iwljoJy*«  (Fol.  2*"  Z.  1 7),  eine  von  Ibrahim  Haqqi  ^)  verfafste  (Fol.  1  *", 
Ende)  und  im  Jahre  1170  {heg.  26.  Sept.  1756)  vollendete  (Fol.  2'  Z.  17 
und  18)  Encyklopädie,  deren  Inhalt  in  eine  Muqaddimali,  drei  Fann  und 
eine  Xättmah  zerfallt;  die  drei  Fann  sind  wieder  in  Bäb,  Fasl  und  Naul, 
die  Muqaddimah   und    die    Xättmah   in  Fasl   und    Nau'   untergetheilt.     Die 

Hauptabtheilungen    sind    folgenden    Inhalts:    ci^^jjc    (Fol.    2*")    ljLxXDI    x.>!(Xä>o 

oLjSj   ^_^Iwc|^    7*'^    o^Lo    (Fol.    14'')    J^l    ^j.i   '^tXij    »-Lsl    J^i   ^^^^^   ^yo^Lwl 

j^  ...  - 

^^Ijol    (sie)    cjIwo    (Fol.    8  6'')    ^^Lj    jj.i    's^<>.A,j    xIjJ  ».jIj   _jI    ^^.oUd    JtUi'^    ^5^''* 

Fol.)    viJLj    |j.i    'vrJkXj    äjL^aXjs.    «AjI     i_)L   ji.J    ,5J'-Si-.    |VW=»     «tj.*iji.   ..^y-Xö     *J^     ij^j' 

jJjI  i_;L>  ^Jio  i5J''>VJ  cj'-'r^;  ts^^S  '^^^^^^  .f^r^^  V^j'  v^^'  (^^*^)  ^'y*  (i^ö* 
J^i  äJLuIS';!,  wt^foJiAr  ^^äJ^^  ijJU.  o^öP  (Fol.  302'')  3^LäX!|  S4.jL=-  ';;tXJ^ 
jvOJLj  jJLjI  XJ^^t .  —  Figuren ,  Karten  und  Abbildungen  sind  reichlich  bei- 
gefügt. —  Eine  andere  Handschrift  des  Werkes  ist  mir  nicht  bekannt; 
doch  ist  das.selbe  bereits  zweimal  —  1251  und  1255  =  1836  und  184  0  — 
in  Büläq  gedruckt  worden;  s.  Journ.  Asiat.  1843,  II,  S.  45  nr.  109  und 
S.  52  nr.  175. 
Anfang:  '«Xs»l  i>-_s  cXäIj  y.j  'tX_jy.»  ,^l^Jj  'iXÄ  ^-.j  j-^^^^  'tX-^  ^c-j  t>— ».-s» 

&)o«.MJ«t  &ÄJ«JLji»,»a.~» 
322  mit  Originalfoliierung  vei-sehene  Blätter,  und  aufserdem  11  vor- 
geheftete Blattei-,  auf  welchen  in  Tabellenform  der  Inhalt  sämmtlicher  Ab- 
schnitte des  Buches  angegeben  wird;  27  X  16  cm.  Schönes,  kleines  Nasxt 
ohne  Vocale;  auf  der  Seite  stehen  37  Zeilen.  Die  beiden  ei'sten  Seiten 
sind  sehr  reich  verziert,  und  überall,  wo  ein  gröfserer  Abschnitt  beginnt, 
sind  mehr  oder  weniger  reiche  iUnwän  angebracht.  Das  Tabellennetz 
des  Inhaltsverzeichnisses  besteht  aus  goldenen  Leisten,  schwarzen  und 
rothen  Linien;  ebenso  sind  die  Seiten  eingefafst.  Die  Abschrift  wurde  von 
Svlaimän  ihn  Säh'h,  einem  Einwohner  von  Erzerum  ^JV^I  sjJj  jj  i^S'LJI 
|.^IJI,   in    der    ersten    Dekade    J^_jI^I    des    Maliarram    1240    =    26.    Aug. — 


')  al  Faqirl  setzt    noch  der  Kolophon  hinzu.     Er   war    ein  Sohn    des  Haqlr  alläfi  und 
Schuler   des    Faqir  alläh;    am    Ende    seines    unten    zu    erwähnenden    Briefes    heifst    es:    ^j^ 

^JJI    (sie)   (f^*^\     «JUI     yAÄi     JOyO     xJJI      yXÄÄ      i^jI      ic^^     *^'     ki     s_*^^l  • 


Türkisclie  Handschriften  57.  Grammatik,  Metrik,  Lexikographie.         9? 

4.  Sept.  1824  vollendet.  Auch  der  Kolophon,  dem  diese  Daten  entnommen 
sind,  ist  reich  verziert  (Fol.  321*').  —  Auf  das  ÄX'boö-jt*  folgt  noch  ein 
arabischer  Brief  des  Ibrüklm  HaqqJ  „an  einen  seiner  Brüder  in  Gott",  mit 
der  Ueberschrift  aJjf  ^  äjI^I  (>i*j  Jl  ^^i=»  *Aio|ol  ^y^  i^yo  »jüs  und 
dem  Anfang:  Juuj  '»L^äs-I  (J.-«^  'sUk^ÄX  J^  ^JJI  J-o^  'äJÜ  tX^if  '^JJ|  j^^j 
'jJJI  (j  ^^1  Lgjl.  Schöner  Originalband;  die  Handschrift  steckt  in  einem 
mit  Leder  überzogenen  Futteral,  auf  dessen  Klappe  steht:  *Jüclyjl  LoLjviOjjuo 

^5^-  

Ueber   Bibliographie    (die   ersten    Drucke    von    Konetantinopel)    wird    gehandelt    in 
Nr.   32  S.   1   u.  2. 


IIL  Grammatik,  Metrik,  Lexikographie. 

57.    [Diez  Fol.  31.] 

„Grammatica  Italiana;  Et  Turca  |  Dedicattorio  |  A  Lor'  Alte  Potenze  | 
Potentissimi  Sig"  Stati  Generali  Di  Sette  Provincie  |  Vnite  Di  Paesi 
Bassi  I  &c.  &c.  &c.  |  In  Foglio  |  Di  Mfe  |  Marc'  Antonio  Rosa.|"  Gram- 
matik der  türkischen  Sprache  nebst  Wörter-  und  Gesprächsammlung,  von 
demselben  Marc'  Antonio  Rosa,  welcher  die  unter  Nr.  75—83  beschriebenen 
Wörterbücher  in  den  Jahren  1741  und  1742  verfafste,  zusammengestellt  und 
den  Generalstaaten  der  Niederlande  gewidmet.  Eine  genauere  Angabe 
über  die  Zeit,  in  welcher  das  vorliegende  Buch  verfafst  wurde,  findet  sich 
in  demselben  nicht.  Am  Ende  der  Zueignungsschrift  nennt  sich  der  Ver- 
fasser „Dragomano";  man  vgl.  über  denselben  das  zu  Nr.  75  —  77  und 
81-83  Mitgetheilte. 

Das  ganze  Werk  ist  in  sieben  Theile  (Parte)  eingetheilt,  von  welchen 
die  fünf  ersten  die  Grammatik,  der  sechste  eine  nach  Materien  geordnete 
Wörtersammlung,  der  siebente  türkisch-italienische  Gespräche  enthält. 

Das  eigentliche  Werk  schliefst,  wie  die  dort  angebrachte  Bemerkung 
„Finis  coronat  opus"  beweist,  mit  pag.  341;  auf  den  übrigen  Seiten  (bis 
35  7)  folgt  noch  ein  Anhang  oder  ein  Supplement,  in  welchem  die  Namen 
der   Sonnen-  und  der  Mondmonate,    der  Zeichen  des  Thierkreises  u.  s.  w., 

Tfitkiache  Handschriften.  13 


98         Türkische  Handschriften  58.  Grammatik,  Metrik,  Lexikographie. 

zuletzt  die  Namen  der  musikalischen  Instrumente  und  der  Winde  mit- 
getheilt  werden.  Das  Türkische  wird  durchaus  sowohl  in  Originalsclmft, 
als  in  Umschrift  gegeben. 

183  beschriebene  Blätter;  28X20,6  cm.  Die  Schrift  ist  nicht  schön, 
aber  regelmäfsig,  so  dafs  man  sich  in  dieselbe  ohne  grofse  Mühe  einlesen 
kann.  Auf  der  Titelseite  ist  oberhalb  des  oben  mitgetheilteu  Titels  ein 
schlechter  Kupferstich  der  Jungfrau  Maria  aufgeklebt;  um  denselben  herum 
steht,  gleichfalls  gestochen,  „Immaculata  beatae  Mariae  virginis  conceptio 
sit  nobis  salus  et  protectio",  und  dann  im  unteren  Oval,  vom  Verfasser 
geschrieben,  „In  te  Virgo  Immaculatae  Conceptionis  Spes  Mea  Marci  An- 
tonii  Rosae". 

58.     [Petermann  U,  354.] 

Diese  Handschrift  enthält  an  erster  Stelle  (Fol.  1  —  44)  eine  Gram- 
matik und  ein  Wörterbuch  der  osttürkischen  Sprache.  Keine  Einleitung 
ist  vorhanden,  weder  ein  Titel,  noch  der  Verfasser  wii'd  genannt.  Die 
Grammatik  ist  in  persischer  Sprache  geschrieben  und  in  derselben  Sprache 
werden  die  Vocabeln  des  Wörterbuches  erklärt;  die  letzteren  sind  in  eine 
grofse  Anzahl  von  Abschnitten  nach  ihrer  Bedeutung  zusammengestellt. 
Die  Zeitwörter  machen  den  Anfang  (Fol.  ll^'flf.  ^3JL*i■  x.XjJjiil  |jLa.j  si> 
(>.jvl4>  oiwwOo,  Jövli>  Lxj  i3-ljii'  itXlJLxil,  «>.j\li>  *j--;SVj  ;3-Iaj'  xXlJL*il,  tXxiijti} 
(^j^b  ,_JLj  (JJLäj  u.  s.  w.),  worauf  Fol.  20* ff.  die  Nomina  folgen,  welche 
mit  den  Zahlwörtern  oI^XäI  ^U*«!  beginnen.  Den  Schlufs  macht  folgendes 
Ruhäii,  mit  Hülfe  dessen  die  Thiernamen  des  tatarischen  Cyklus  dem  Ge- 
dächtnisse eingeprägt  werden  sollen: 

~  S-  "  '  '  ' 

Das  Büchlein  verdiente,  obgleich  es  Belegstellen  nicht  anführt,   doch  wohl 
ausgebeutet  zu  werden.     Ueber  ähnliche  persisch-osttürkische  Sprachbücher 
vgl.  man  Favet  de  Courteille,  Dictionnaire  Turk-oriental,  p.  IV,  V. 
Anfang:    ^>.j^Lo  Ji5^  owoiLa    -»  w«l  \l    Jou    c/wwl   j^l    ^Ji  (5l.§ijyo  J-ol  ^^Xjlt^o 

Grofse  der  Blätter:  18,6  X  12  cm.  Flüchtiges,  doch  leserliches  Nas- 
taikq  mit  14  Zeilen  auf  der  Seite. 

*)  Hs.  (j^ ,  ohne   . . 


Türkische  Handscbrii'ten  59.  Grammatik,  Metiik,  Lexikographie.         99 

59.     [Sprenger   1645.] 

1.  Ein  osttürkisch-persisches  Wörterbuch,  dessen  Inhalt  in  zwei  Mar- 
tahali  lind  eine  Xätimah  geordnet  ist.  Die  erste  Martabah  enthält  fast 
nur  Verba  und  Verbalfornien ,  alphabetisch  nach  den  Anfangsbuchstaben 
geordnet;  die  zweite  Martabah  (FoL  73*)  zunächst  Nomina,  ebenso  ge- 
ordnet, und  dann  die  sämmtlichen  Zahlwörter  von  1  bis  10  00,  vollständig 
ausgeschrieben;  endlich  die  Xätimah  (Fol.  lOT)  enthält  Verschiedenes  ^^-ä*J 
jüZääx,  wie  es  in  der  Ueberschrift  heifst:  zuerst  Redensarten,  dann  Nomina, 
ihrer  Bedeutung  nach  zusammengeordnet  (wie  Fol.  111''  die  Glieder  des 
Körpers  u.  s.  w.).  Als  Verfasser  nennt  sich  in  der  persisch  geschriebenen 
Vorrede  ein  gewisser  Ihr  Saiyid  ausain,  als  Schreiber  in  der  Endschrift 
ein  MuHihh  alläh  walad-i  Saix  Sah- Miüiammad  ihn  8ai%  %Ahd  al-ralimän 
Sähäbädi,  und  datiert  ebenda  seine  Arbeit  vom  19.  Safar  (»iw!)  im  ersten 
ßegierungsjahre  des  iÄlamgir  II  d.  i.    1168   =  5.  December   175  4. 

Anfang    der  Vorrede  (Ramal  _w__|_.--__|_^__|_^_): 

'  oLääJI    *o    Li'    5t\ÄjL)    i^v..^^    (^-l.i'    j"*    yJ 

des  Wörterbuches:  c:>l        (•j)^^'       i^^^'        \J''')y^)^       >*>' 

i_,^Avl      |.i\jl^i&.      *jl^^4J        *j|^ixc       tj'>^ 

2.  Fol.  119":  am  Anfange  defect,  eine  persisch  erklärende  Formen- 
lehre der  osttürkischen  Sprache,  betitelt  ^Ji  ^^L-l^  voUiJI  j^b'  (Fol.  120'' 
Z.  3  V.  u.)  und  von  Mir  ilsä-oyN  ÖäjjJ  ääsl  TüSkandi,  welcher  sich 
selbst  ^i^jtyjo  Jöjuci  nennt  (Fol.  120"^  Z.  6  v.  u.),  im  Ramadan  des  Hammel- 
jahres 1090  (FoL  120*',  Anfiuig:  ^jLöjCj  IJoJLo  ^5^"  ItXjLviijj  üJ^Ly»  >s>J;b 
ItX-Ä-jl  t<S\LJI)  geschrieben  und  einem  Sultan  Xwüjah  Ahmad  zugeeignet. 
Als  Schreiber  nennt  sich  am  Ende  derselben,  welcher  auch  Nr.  1  dieser 
Handschrift  schrieb. 

Anfang:     i^y^^  (jJi^  )^<5<-"-^  ^j^  ^  i_^UJU  v^i/^^ä-f  jwL~»  aj^ 

147  beschriebene  Blätter;  22,&  X  13  cm.  Flüchtiges,  grobes  Taillq 
mit  12—16  Zeilen  auf  der  Seite.  —  Auf  einem  vorgehefteten  Blatte  euro- 
päischen Fapieres  steht,  von  Sprenger's  Hand  geschrieben:  „A  Voca- 
bulary  of  the  Chaghatay  language  also  the  conjugation  of  Chaghatay 
verbs."      Viele   Blätter   ausgebessert,   mit   Verletzung   der   Schrift  Fol.   113 

und    114. 

13» 


100         Tüi-kische  Handschriften  60.  Grammatik,  Metrik,  Lexikographie. 

60.     [Diez  A.   4».    132.] 

Der  Inhalt  dieser  Handschrift  ist  der  folgende: 

1.  Wörtersammlung  nebst  grammatischen  Bemerkungen  für  das  Mon- 
golische und  das  Türkische.  Die  Schrift,  welcher  kein  Titel  beigelegt  ist, 
und  deren  Verfasser  nicht  angegeben  wird,  zerfällt  in  zwei  Qisra,  von 
welchen  der  erste  über  das  Mongolische,  der  zweite  über  das  Osttürkische 
handelt.  Der  das  Mongolische  behandelnde  Abschnitt  umfafst  wieder  25 
Capitel  ^Lj,  deren  Inhalt  theils  nach  der  grammatischen  Form  der  Wörter, 
theils  nach  Materien  zusammengestellt  ist;  jedes  der  ersteren  Capitel  pflegt 
mit  einer  Vorschrift  über  Bildung  der  betreffenden  grammatischen  Form  zu 
beginnen,  worauf  mongolische  Wörter  dieser  Form  nebst  ihren  arabischen 
Aequivalenten  aufgeführt  werden.  Nicht  nur  diese  Uebersetzung  der  Wörter, 
sondern  auch  das  kurze  Vorwort  und  die  grammatischen  Bemerkungen  sind 
in  arabischer  Sprache  abgefafst,  ebenso  wie  auch  das  IMongolische  durchaus 
mit  arabischer  Schrift  geschrieben  ist.  Das  erste  Capitel  ist  ganz  kurz  und 
enthält  nur  sechs  auf  Religion  bezügliche  Wörter ;  das  zweite  Capitel  beginnt 
folgendermafsen :    (^.^   ^jl  (c^iU-'l  J.*iJI    xäaäs.   '^tA.öU''l  JLxs^l  ^^  i^^^  '-r''">^' 

Gl  ^y^         W  ij^.^'<ö      ^  )y^   '^  i5^j' 

Das  vorletzte,  24"%  Capitel  (Fol.  14*')  enthält  die  Zahlwörter,  welche  von 
eins  bis  zehn  so  geschrieben  sind:  ^_^)Cö  \nigeii\,  yjyji  [khoijar],  ^jLjjJi  [ffhor- 
ban],  ^JL_J^4>  [darben],  ^^Lb  [tabun],  ijLcy?-  [Jirffhoghan],  ^i'^o  [dologhan], 
^jUjLj  [nayman],  ^j^**^   [yisim],  ^J^y£^  [at-ban]  *). 

Der  zweite,  das  Türkische  behandelnde  Qism  (Fol.  17^)  ist  anders 
angeordnet,  indem  die  grammatischen  Bemerkungen  im  Zusammenhange 
vorausgeschickt  sind  und  dann  das  Wörterverzeichnifs,  nach  Materien  in 
24  Bäb  getheilt,  nachfolgt.  Die  erläuternde  Sprache  ist  auch  hier  durch- 
aus die  arabische. 
Anfang:    (sie)  |Jl£    j.J(j   iCuSii:.    Jla*».    ^^    ^^Ll^    ,v^l^    (.yi   ^cjJI    sJJ   ^-»jll 

»)  Hs.   &eiLc.! 

*)  die  mongoliache  Aussprache    ist  nach  Leon  Feer,    Tableau  de  la  grammaire  Mon- 
gole.   Paris  o.  J.   Fol.  pag.  III  gegeben. 


Türkische  Handschrü'ten  61.  Grammatik,  Metrik,  Lexikographie.         101 

2.  Fol.  57*:  J^  ^^t  j.iky  ^jo  (sie)  L-ÜLo  ^"^  m^^  ^y«j'  i  ^-jLy'l 
»JLc^  ^uJL£  äJUI,  eine  Anzahl  arabischer  Sprüche  niit  persischer  Uebersetzung. 
Der  erste  Spruch  lautet:  (sie)  Lj^jüf^  J^^jl!)  »iS'iiLo  =  c^MJ'Lä-  Lff;l^  «jLow*» 
Juib  ^^,  der  letzte:  o»^!  Juv»4-'  J>«  =  r*4J  (j*^?^  (^^^)  ^5^^- 

3.  Fol.  59^:  ^5^1^  »-yi  Jsä  wkx  •^xi,  ein  alphabetisch  geordnetes  Ver- 
zeichnifs  osttürkischer  Wörter,  nebst  Angabe  ihrer  Bedeutung  in  osmani- 
schem  Türkisch.  Verschieden  von  dem  (mit  dem  Worte  nÄ^yj^  beginnen- 
den) Wörterbuche,  welches  sonst  als  wyi  J«£  wyo  oiJ  vorzukommen  pflegt. 

Anfang :  Q  'tJ^'       cs^*^'       jr*^'       '  J      lt^' 

sJö^l  JsJo'  cs^*^  ««J^'  J^>> 
66*)  beschriebene  Blätter;  21,5  X  14,5  cm.  Nasyj,  mit  einzelnen  Vo- 
calen;  regelmäfsig,  aber,  väe,  es  scheint,  mit  zitternder  Hand  geschrieben 
und  deshalb  nicht  immer  deutlich.  Auf  der  Seite  stehen  19  —  20  Zeilen. 
Auf  dem  letzten,  sonst  leeren  Blatte  steht,  von  Diez  geschrieben,  „13  Ok- 
tober 1786". 

61.     [Diez  A.   4".  95.] 
Diese   kleine  Handschrift,    welche   Diez   von   Ibrähim  Efendi,   seinem 
Lehrer  im  Türkischen,  im  Jahre   1201    (beg.  24.  Oct.   1786)   für   sich   zu- 
sammenstellen liefs,  enthält: 

1.  unter  der  Ueberschrift  ^Ji  o*-«  <^\:>S'  I  Jjd  eine  Anzahl  von  tür- 
kischen Wörtern  und  Wortformen,  die  ersteren  wohl  als  Lese-  imd  Me- 
morier-Uebung,  die  letzteren  als  die  äuTsersten  und  freilich  sehr  unzuläng- 
lichen Umrisse  einer  Formenlehi-e. 

Anfang:     (3j>jI  \Jy>^  &y  (sie)  yol  JLe  ^Ijuu-i 

2.  Foh  8'':  unter  der  Ueberschrift  ^JULloI  ^Lu  ^^  i_}Lj  eine  Auf- 
zählung von  193  Handwerken  oder  Gewerben,  welche  in  Konstantinopel 
betrieben  werden ,  oder  vielmehr  der  türkischen  Bezeichnungen  der  Per- 
sonen, welche  jene  Handwerke  und  Gewerbe  betreiben.  Auf  einem  bei- 
liegenden Blatte  europäischen  Papieres  hat  Diez  eine  Uebersetzung  dieser 
Handwerkernamen  gegeben. 


')  es    scheint  ijLfjudl  dazustehen. 

*)  die  Torhandene  Originalfoliierung,  nach    welcher   ich  citiert  habe,    geht  nur  bis  *)« , 
weil,  wie  häufig  in  orientalischen  Handschriften,  das  erste  Blatt  nicht  mitgezählt  ist. 


108         Türkische  Handschriften  62.  Grammatik,  Metrik,  Lexikographie. 

Anfang:     ^ilÄ^I  (sie)  ^=»^Ls       ^jL<uol  cLi>       ^U^l  ^\yS 

10  beschriebene  Blätter  mit  Originalpaginieruug ')  (2 1,5X15,'  cm), 
und  aufserdem  das  von  Diez  beigegebene  Blatt.  Deutliches  Diwänl-Nas- 
Xlsi  ohne  Vocale;  auf  der  Seite  stehen   13  Zeilen. 

62.  [Petermann  123.] 
('  ^jd'A  i^LäJ',  ein  Büchlein ,  welches  die  hauptsächlichsten  Abwan- 
delungsformen einer  Anzahl  von  Zeitwörtern  osttürkisch  mit  ihren  per- 
sischen Aequivalenten  enthält.  Das  erste  der  abgewandelten  Zeitwörter  ist 
ijiXol  {=  (^♦-L^),  und  hiernach  ist  dem  Schriftchen  obiger  Titel  beige- 
legt, ganz  ebenso  wie  ein  ziemlich  verbreitetes  persisch-türkisch-arabisches 
Wörterbüchlein  nach  dem  ersten  in  ihm  erklärten  Worte  ^x«jb  i^jLäS'  ge- 
nannt wird  (s.  die  Gothaer  persische  Handschrift  Nr.  13).  Die  behan- 
delten   Wörter   sind   ^jjool    =   täS^JL^^,    jj..ä_ss    =   jjLuL,    ^jX&f  =   ijI.*äjI, 

u.  s.  w.     Das  letzte  Wort  ist  ^tV.^  =  ('  üS^^  . 
Anfang:  )<^*A^     ;(^J^       ^0J<^      i^^J^ 

20  beschriebene  Blätter;  22X12,5  cm.  Flüchtiges  Nastaüiq  mit 
1 0  Zeilen  (5  Doppelzeilen)  auf  der  Seite ;  das  Türkische  schwarz  geschrieben 
und  mit  rothen  Vocalzeichen  versehen,  das  Persische  roth  geschrieben  und 
nicht  vocalisiert.  —  Aus  einer  doppelten  Bemerkung  auf  Fol.  20*'  ergiebt 
sich,  dafs  die  Handschrift  früher  einem  gewissen  MuUammad  lÄbd  alläk 
Xän  Balladur  gehörte;  auf  Fol.  1°"  ferner  ist  das  Siegel  eines  gewissen 
ruläm-Mutahliar-iÄll  Xän  Bahadur^)  mit  der  Jahreszahl  1211  (beg.  7.  Juli 
1796)  abgedruckt. 


^)  in  welcher  die  Zahlen   17  und   18    vi  und  At   geschrieben  sind. 

*)  die  roth  geschriebene  Ueberschrift    lautet:  x«ä.o    U    ^Ji    ,j^y^    ^tX-Xit    loUS' 


Türkische  Handschriften  63-64*.  Grammatik,  Metrik,  Lexikographie.         103 

63.  [Ms.  Orient.   8".   128.] 

Eine  Abschrift  desjenigen  Tlieiles  der  Von-ede  des  i5j^_*-i  t^ÄJSw.;, 
welcher  von  der  Bedeutung  der  einzelnen  Buchstaben  des  arabischen  Al- 
phabetes für  die  persische  Grammatik  handelt,  von  Fol.  4°  Z.  5  v.  u.  bis 
Fol.  9''  Z.  14  des  Ditickes  von  Konstantinopel  1155  (Zenker  I  Nr.  66). 
Den  über  den  letzten  Buchstaben  pLJI  \Jy^  handelnden  Abschnitt  hat  der 
Schreiber  weggelassen. 
Anfang :     ;^^'  (j^J   x-S**';'-*  (sie)  tX^f^i  SsVjl  «y^^   iS^-r^   ^  luot^Äa  i^ 

23  beschriebene,  mit  rother  Originalpaginierung  versehene  Blätter; 
18,5  X  11  cm-  Neues,  kleines,  vocalloses  A^as;^?  von  türkischem  Zuge;  auf 
der  Seite  stehen   12  Zeilen.     Geglättetes  Papier, 

64.  [Ms.  Orient.   8°.    109.] 

Auf  S.  429—431  dieser  sonst  arabischen  Handschrift  stehen  in  tür- 
kischer Sprache  Bemerkungen  und  Vorschriften  scX-äU  über  gewisse  Er- 
scheinungen der  arabischen  Aussprache  und  Orthographie,  hauptsächlich 
über  die  verschiedenen  Arten  von  (.Lcj[  und  von  iX-m;  vgl.  de  Sacy, 
Grammaire  ?  §   51,   147   u.    14  8. 

Gutes  Nastaihq;  Gröfse  der  Blätter:    19  X  H   cm. 

64**.  [Landberg  444.] 
Diese  Handschrift  enthält  fünf  Abhandlungen  eines  gewissen  Mullam- 
mad  ihn  Mustafa  ^^So^'^S  (al.  ^^_jl_i5^^)l ) ,  bekannt  unter  dem  Namen 
^5J4AiJG^),  von  welchen  die  vier  ersten  arabisch  sind,  während  die  fünfte 
und  letzte  (Fol.  112*'— 124)  in  türkischer  Sprache  geschrieben  ist.  Die- 
selbe handelt  über  Erläuterung  der  arabischen  gi-ammatischen  Kunstaus- 
drücke J|Jo^l|,  Ji^.*:^!,  ^U*>ill,  oj^l  und  y^)\  '-ä.AÄiä. 


•)  In  der  vorliegenden  Handschrift  könnte  man  auch  ^j..^*iXj  lesen  und  an  YeniSehr, 
die  bekannte  Stadt  im  Nordosten  von  Brüsah ,  denken.  Indessen  ist  —  die  Identität  der 
beiden  Wörter  vorausgesetzt  —  *_j  als  Anlaut  der  Nisbah  durch  Nr.  166*  gesichert,  wo 
ganz  deutlich  ^^j,.^xijCAJ  »oK^Äixi  steht.  Allerdings  ist  mir  ein  Ort  ~^*iXj  oder  wg^XLo 
(„Fürstenstadt";  auch  die  doppelte  Schreibweise  spricht  für  die  Richtigkeit  dieser  Lesung) 
nicht  bekannt;  ebenso  wenig  aber  eine  Stadt,  auf  welche  die  Nisbah  „JeMehrl",  wie  Abl- 
wardt  (Arab.  Handschriften  I,   36)  schreibt,  zurückgeführt  werden  könnte. 


104         Türkische  Handschriften  65.  Grammatik,  Metrik,  Lexikographie. 

Anfang:  ^5t3Jl  O*-»^    J^    (•iV.*Jlj    s^X«aJf^    "^^r^'   7^^}^-    |*"^    <^'^^  *^  tX*^' 

Flüchtiges,  doch  deutliches  Nastailtq  mit  11  Zeilen  auf  der  Seite; 
nur  einzelne  Wörter  vocalisiert.  Am  Anfange  einer  jeden  der  fünf  Ab- 
handlungen findet  sich  ein  hübscher  lUnwän\  die  beiden  ersten  Seiten 
sind  mit  goldenen  Leisten  und  schwarzen  Linien,  die  übrigen  Seiten  blofs 
mit  rothen  Linien  eingefafst.  Als  Schreiber  nennt  sich  ein  Faid  alläh  ihn 
lAhd  al  qädir  ihn  Ismälll,  und  giebt  die  Zeit,  zu  welcher  er  seine  Arbeit 
vollendete,  in  folgender  Weise  an :  (sie)  s j^  ^  ^^  Lo  ^y^  ,j«^  s't*"  /^5  *^^5 

yL.g.xÜI   (^(i^j^l    ^gäk^xi  ^   4X4.^?  bl^^x»^    bjUUuf oIäJLj    ^jjo    tXX^I 

j-jUJt    »**J(   yS^    t5tX!l    1»^    S-UJ    »_ä^j  ^j    ^j§-ciXo    jJLtot^    '"'r*'    c>^ 

(j.*  (sie)   Jj^ll  i-ÄAfljÜI  ^j^  ;j«oL*Jl   ^j«tX*«.JI   ^  15^^'    e^lül  ^^  Jjl^t   wÄolII   (^ 

&iyjji\,  d.  h.  an  einem  Montage  (^^UJI  «a.«J|),  dem  zehnten*)  Tag  (j-äjiJI 
jjiUJI  öJli)l  ^A!  Jjüll)  des  Gumüda  II  (Jjifl  oLaJI  ^/>  ,j*,i>L.w.JI  u*J.*JI)  im 
Jahre  1176  (=  27.  Dec.  1762).  —  Die  Handschrift  hat  einen  hübschen 
Einband  von  dunkelrothem ,  mit  Goldpressung  verziertem  Leder.  Gröfse 
der  Blätter:   17X  10  cm. 

65.    [Ms.  Orient.  4*.  271.] 

Drei  sehr  bekannte  mid  verbreitete,  in  arabischer  Sprache  geschrie- 
bene Schriftchen  über  arabische  Formenlehre  sind  betitelt  »LäaJI  ^\jf^  loUi' 
Oya&4i\  und  t5V*il  oLäS';  s.  meinen  Katalog  der  arabischen  Handschriften 
in  Gotha,  Nr.  194,2,d— c  — b.  Eine  von  einem  Ungenannten  angefertigte 
türkische  Uebersetzung  dieser  drei  Schriftchen  ist  in  der  vorliegenden 
Handschrift  enthalten.  An  erster  Stelle  steht  j^LäJI  i^IäS'  (Anfang :  i^jLä^  ^I 
»Job  Ji^  \^^\  ;5vbb  i^yo  *Jx  Läaä^  »'^^  (j-**»  «j^^*^  U^j'  |jJ.ÄjL.i);  hierauf 
folgt  p.  40  OyiiÄjfi  i«jLä$' (Anfang :  i^j^Ja  xS'  ^*X:d\  stX-o^AaiS'  JuJLju  xXJI  4X4.0. 
Nt>  ^-slJ>.jl  ÄAfli  iJbl  euiJLu»  5JLui|/»  jjj ),  und  endlich  p.  101  (jyc  i^il.Äj'  (An- 
fang:   ^l>  &Ä.^^I  tj^'   *^'  (J*^^  'iä^T^*^«-''"»^  /*^*^  l*^^?""  c>*^r'  *^'  i»*^)- 

78  beschriebene,  mit  Originalpaginierung  (bis  \6<f'^))  versehene  Blätter; 


*)  Unter  dem  ersten  Tag  des  zweiten  Monatsdrittels  sollte  man  allerdings  eigentlich 
nicht  den  10*™,  sondern  den  11'™  vermuthen;  es  mufs  aber  doch  der  10'*  gemeint  sein, 
da  der   1 V^  auf  einen  Dienstag  fiel. 

')  die  erste  (leere)  Seite  ist  nicht  gezählt  und  p,  tU  überhüpft. 


Türkische  Handschriften  66.  67.  Grammatik,  Metrik,  Lexikographie.  105 

23X18  cm.  Gutes,  zehnzeiliges,  mit  einzelnen  Vocalzeicheii  versehenes 
Nas^i  von  orientalischem  Zuge,  aber,  wie  es  scheint,  von  einem  Deutschen 
geschrieben;  der  Schreiber  nennt  sich  nämlich  am  Ende  J^L^Vj^LsI,  worin 
doch  wohl  eine  Zusammensetzung  mit  „Fleisch"  (Fleischhakel?)  zu  er- 
kennen ist.  Auf  europäisches  Papier  geschrieben ;  die  Seiten  mit  schwarzen 
Leisten    umzogen.    —    Auf  einem    vorgehefteten    Blatte    steht:    Oy^öje^    Li_j 

66.  [Wetzstein  II,   105.] 

Auf  Fol.  99"'  dieser  sonst  arabischen  Handschrift  stehen  acht  türkische 
MaGnawi-Bait,  in  welchen  gelehrt  wird,  wie  die  arabischen  J.x)l^  in  Classen 
einzutheileu  und  wie  viele  Juil^  in  jeder  dieser  Classen  enthalten  sind. 
Erläuternde  Bemerkungen  auf  den  Rändern  und  zwischen  den  Zeilen  sind 
reichlich  vorhanden. 
Anfang:     isJS\  t^tXi^l  j.^  o*i»  |c*"tX>  ^^\  xJlio  ^fJJjl  \^   ^^^^s.  J^'^ä 

Taihq  ohne  Vocale ;  Gröfse  des  Blattes :    17X11    ^^»i- 

67.  [Ms.  Orient.   8".   55.] 

Ein  anonymer  türkischer  /?rä5-Commentar  zu  den  'Awäim'I  des  iAbd 
al  qähir  ihn  lAhd  al-raJimän  ol  Gurjäm  (f  4  74,  heg.  11.  Juni  1081), 
und  zwar  bis  zum  siebenten  Naui  einschliefslich.  Da  die  Abhandlung  des 
Gur^äni  mit  der  Basmalah  mid  der  Hamdalah  beginnt,  so  werden  auch  in 
dem  vorliegenden  Conmientare  zunächst  diese  Formeln  grammatisch  er- 
läutert. Dies  hat  zwei  frühere  Besitzer  der  Handschrift  zu  dem  Irrthum 
veranlafst,  dafs  dieselbe  lediglich  der  Erläuterung  dieser  Formeln  gewidmet 
sei;  auf  Fol.  1'  steht  nämlich  von  alter  Hand:  „Liber  turcicum  [sie]  Ex- 
plicans  orationem  bismilla  et  Alhemdolilla",  und  auf  einem  vorgehefteten 
Blatte  von  anderer,  gleichfalls  alter  Hand*):  „Ex  Adami  Olearii  Biblio- 
theca  Orientali  N.  13.  Explicatio  Voti  Initlalis  Actionum  Bismillahi  (in 
nomine  Dei)  et  Finalis  llhemdo  Lillahi  (Deo  sit  laus).  61  foliorum". 
Anfang:  (sie)   >ij  jj..^"  ;)r^  U^  i**»-'   -f?-  Oj.=»  Lj  i^^^r"  c^*^r"  *^''  l***^ 

ü5wk**^l    ^<Xy^*,^tJI    oLiivo    ;^j-^    UääJ    (sie)    iJÜI   tSi\    iji**-'»'   oLax'   o>olj 


')  Nach  einer  Mittheilung  des  Herrn  Prof.  Dr.  L.  Stern    ist    es  die  des   Bibliothekars 
Chr.  Hendreich  (f   1700),  nach  der  Fassung  Chr.   Rauo's  (t    1677). 

TftrkUche  HaDdscbriften.  14 


106         Türkische  Hand^clirilten  68—70.  Grammatik,  Metrik,  Lexikographie. 

62  Blätter,  von  denen  das  erste  nicht  zum  Werke  gehört,  sondei-n 
nur  die  oben  an  zweiter  Stelle  angeführte  lateinische  Bemerkung  enthält; 
14,5  X  9 j^  C'iii-  Flüchtiges,  vocalloses  Nastalhq  mit  11  Zeilen  auf  der 
Seite;  Stich worte  roth  geschrieben. 

68.     [Wetzstehi  II,    183G.] 

Auf  Fol.  8  6*'— 8  Q*"  dieser  Handschrift  steht,  nntten  zwischen  arabischen 
Schriften,  ein  anonymer,  türkisch  geschriebener  Aufsatz  über  die  Rection 
in  der  arabischen  Syntax.  Derselbe  beginnt  mit  den  Woi-ten:  äJUs  j_>  ^ 
•J-\   J>*Ä   J^*A/i>   J.xiLc    vtX***ä   ^jl    \^i   Jy\   nJ'J    "ic-Ä   )^J    ^lS'  viX/Jvül   ju^.*». 

Gewöhnliches  Nastadlq  mit  17  Zeilen  auf  der  Seite;  Gröfse  der 
Blätter:   21  X  14,5   cm. 

69.     [Wetzstein  II,    104.] 
In  dieser  sonst  arabischen  Handschrift  stehen  am  Ende,  auf  Fol.   86** 
und   8  7^,  Bemerkungen    über  arabische  Syntax  in    türkischer  Sprache  (An- 
fang:   Jyjisuo    J.aLs    yA~>    IlXäax!     icX-ö-^t    (jjl     L-yil     (ji^jl    (j';^'^     ätXjL:^     &Ä*«»JI )     Und 

auf  Fol.   87*'    einige   türkische   versus   memoriales    über    die  JxiI^ä  (Anfang: 

Gröfse  der  Blätter:    19,5  X  14,5  cm;   Taülq  und  -Nastadlq. 

70.     [Diez  A.   8°.    126.] 

1.  Ein  Lehrbuch  der  Metrik  uö^>ft  ohne  Angabe  eines  Titels  oder 
des    Verfassers,    überhaupt    ohne    jede    Einleitung.      Es    beginnt    mit    den 

Worten:    u^jy*    ä.S'  J..CJ.J    Jou    Uol    ^aä^^I    aJI^  j^yj    Jv.£    s^-LaJl^    xJJJ   iX*J^\ 

ijioj.£  jo  lj.j\  ^^y  UJ)?^  (^;'-**>^'  *-^*->^*"  1»^  *■?  )^y-^  s».'&A*>«.4,>  j_jLij4J.I  ,«.*.» 
J.I  vtXj(jA/o.  Zuerst  werden  die  verschiedenen  Dichtungsformen,  wie  oaj, 
^^Äivc,  ^«•fcWj)  Ä*iaä,  SiX^Aaj',  «A=>.J>,  Jji  u.  s.  w.  aufgezählt  und  erklärt, 
dann  folgt  die  eigentliche  Metrik.     Dasselbe  Schriftchen    steht  in  Nr.   5,i8. 

2.  Fol.  {b^:  ein  zweites  Schriftchen  über  Metrik,  als  dessen  Verfasser 
sich  am  Anfang  ein  gewisser  FidiVl  (vgl.  Nr.  7  2)  nennt.     Es  wird  erst  von 

')  sie!   1.   PjJ  • 

")  sie!   1.   ^^2.^ia.^l   (mit  Nr.   ö.is). 


Tüi-kische  Haudschi-iiten  71.   72.  Grammatik,  Metrik,  Lexikographie.  107 

den  Versfüfsen,  dann  von  den  Versniafsen  gehandelt;  Kreise  und  Tabellen 
sind  beigegeben. 
Anfang:  äa^Pj   äJ'j    tXZ^    UJj.«,v    J^ä   piLUlj    i^^l^    ^-t».JL*JI   i_j^    nX.i   t>.».Ä.t 

&f    yli    yi     (jLoÄJ     ji     |^A*5'  »lN-JO;      ij'^^'^     tS'^yJ     UÖT«     tVjU     Lot     j^A**^l 

27  beschriebene  Blätter;  17  X  H  cm.  Gutes  iVas/l,  in  Nr.  1  gröfser 
mit  15,  in  Nr.  2  kleiner  mit  11  Zeilen  auf  der  Seite;  neu,  für  Diez  in 
Konstantinopel  abgeschrieben. 

71.  [Wetzstein  II,   1119.] 

Auf  Fol.   4  7—5  7  (Ende)    dieser  Handschrift    steht    ein  gereimtes  Lehr- 
buch der  türkischen  Metrik,  in  welchem  jedes  Metrum  durch  einen  Muster- 
vers erläutert  wird.     Als  Verfasser  nennt  sich    in    den  einleitenden  Versen 
ein  gewisser  lAflf  al-dln  lAhd  alläh;  das  vierte  Bait  lautet: 
aJÜI    iXj<s.   ^JtXJI   i-ftAÄc   xäaJÜj    *Iäj  y^   V'•^*«' 

Nach  Fol.  47  und  5  3  scheinen  Lücken  vorhanden  zu  sein. 

Flüchtiges,  doch  deutliches  Talliq  mit  11  Zeilen  auf  der  Seite;  Gröfse 
der  Blätter:    15,6X10  cm. 

72.  [Wetzstein  II,   111 .] 

^Ijö  &ft^',  ein  in  Form  von  Gedichten  vei'schiedener  Versmafse  imd 
Reime  abgefafstes  arabisch  -  türkisches  Vocabular,  von  MuTmmmad,  mit 
seinem  Schriftstellernamen  Fida'i  genannt  (Fol.  l''  Z.  3  v.  u.).  Der  Ver- 
fasser, welcher,  wie  er  in  der  Einleitung  sagt,  aus  lAintäh  gebürtig  war, 
später  aber  in  Tarähiäus  lebte,  wollte  in  bewufster  Nachahmung  der  *i^' 
(' ^4\pLi  für  das  Arabische  dasselbe  leisten,  was  jenes  Wörterbüchlein  für 
das  Persische  leistet;  er  sagt  in  der  Einleitung: 

^jUä^   (5*^^;  ^>-^'-^^)  ^-'i'        o^y-^  ^^tX*>»  jl  ^y^  ^ct^JsLi 

(.0^'    ^cJ.ltXi    ÄAsl'    (sie)    Äxib  (•tX.J'^    ^^y?"    15^'-*^  ^^    C5^'^    tJ"^ 


')  s.  den  persischen  Katalog   Nr.    144. 

14* 


108  Türkische  Handschriften  73.  Grammatik,  Metiik,  Lexikographie. 

In  der,  gleichfalls  in  Versen  geschriebenen  Xätimah  wird  zuerst  der  Zahl- 
werth  der  einzelnen  Buchstaben  des  arabischen  Alphabetes  angegeben ; 
dann  folgt  ein  Ta'rlx  *)  >  aus  welchem  sich  als  Jahr  der  Abfassung  des 
Büchleins  1148  (beg.  24.  Mai  17  35)  ergiebt;  endlich  sagt  der  Verfasser, 
dafs  er  seine  vorliegende  Arbeit  in  elf  Tagen  vollendet  habe: 

Auf  Fol.  l'  steht  zweimal  folgende  Bemerkung:  (sie)  ^cIJls  '\s.:ä.  ^Ui'  IJüe 
('&A^,jJI  oäJÜI^  Mj^''  o^''  |*i*^'  ^^l^  ,^>  ^'*^  ys>  ^CiXicUJt  ^_,U5'j^ 
xj>L9  äj    «Äj^    »,A.'»x    jL*j'    sJL'l    |V=>^,    und    darunter:    juv    Jl    wuüJl    JyjJI    jtxJÜs 

Anfang:      (jL**'  [•»S'l  y54>-Ls  j.ol  (j''-^  (^'^r;?  i*^  t^'  tV-»^ 

19  beschriebene  Blätter;  20,5X1'!  cm.  Gutes,  vocalisiertes  Nasyl 
von  türkischem  Zuge  mit  gleichen  Zahlen  unter  den  gleichbedeutenden 
Wörtern;  auf  der  Seite  stehen  15,  meist  gespaltene  Zeilen.  Abschrift  von 
Mustafa  ihn  Hasan  al  lÄlä'i  am  10.  Grumädä  11  1126^)  =  24.  Juni 
1714  vollendet. 

73.  [Wetzstein  II,  223.] 
1.  ijwijl  jüLi^  o«-*-',  ein  von  Firistah-oyh  lAhd  al-Iafif  in  Versen 
(Gedichten  verschiedenen  Versmafses  und  Reimes)  zum  Gebrauche  seines 
Enkels  (*  ^^jl  i«;-*-^;'  'Äbd  al-raUmän  verfafstes  arabisch-türkisches  Voca- 
bular.  —  Andere  Handschriften  finden  sich:  in  Wien  Flügel  Nr.  109— 
112  (I,  116;  man  vgl.  das  dort  Gesag-te),  und  Krafft  Nr.  16,  München 
Arab.  Nr.  788  u.  897,i,  Pers.  Nr.  309  fol.  40  (Auszug)  und  Türk.  Nr. 
254  fol.  96  u.  261  fol.  18,  Gotha  Nr.  36  u.  38,  Paris  Nr.  231,i  u.  232, 
im  Brit.  Museum  (Rieh  Nr.  265),  in  Upsala  Nr.  20,  in  der  Ambrosiana 
Nr.    112  und    bei  de  Sacy  Nr.   358,2;    die   unter   dem  Namen  iüj>^_^aP  be- 

*)  sie!  1.  eujj*J(. 

')  Es  mufs  also  entweder  'Uese  Zahl  oder  oben  das  Ta'rlx  falsch  sein,  da  das  Büch- 
lein doch  nicht  früher  geschrieben  als  verfafst  sein  kann. 

■*)  in  der  Gothaischen  Handschrift  Nr.  36  steht  ursprünglich  blofs  |JLe.l  und  ich  habe 
deshalb  in  meinem  Kataloge  gesagt,  das  Vocabular  sei  von  dem  Verfasser  für  seinen  Sohn 
geschrieben  worden.  Indessen  ist,  wie  ich  eben  sehe,  auch  dort  am  Rande  noch  JLä.I 
nach  |JL£<t  eincorrigiert. 


Türkische  Handschritten  74.  Grammatik.  Metrik,  Lexikographie.         109 

kannte  Erweiterung:    in  München  Pers.    304,2   und  Türk.   219,    Leiden  Nr. 

168,  das.  Akademie  Nr.   35,2,   Paris:  St.   Germain  des  Pres  Nr.   637  (nach 

Dozy);  ein  arabischer  Commentar  zu  dieser  Erweiterung:  Leiden  Nr.   169. 

Anfang:    v^oUcj    ^£i^y->    ^dA^Xa    |*-'Le    j*_S'  (sie)    jJjl    Jjl   ^vtXÄj    51    US",    tX.»^. 

2.  Fol.  17'':  ^,LoJJI  w***»J5  'uLlXaJI  ,_*jyaj,  ein  ähnliches,  aber  arabisch- 
persisches  Wörterbüchlein,  von  al  Hasan  ihn  lÄbd  al  mWmin;  dasselbe 
ist,  wie  der  Verfasser  selbst  in  der  (persisch  geschriebenen)  Vorrede  an- 
giebt,  nach  dem  ^Lu-«aJl  k_>LaJ  des  Ahü  Nasr  Farähl  (s.  Nr.  154  des  per- 
sischen Kataloges)  gearbeitet.  Erwähnt  bei  H.  '/..  Vi,  350,  13  824. 
Anfang:     ^^^ill  ^iH  ^^'1  JU  sJUl,'!,  ^^^xi^-'l  ^^^'1  'JL*.'I  JL'  J^l 

32  beschriebene  Blätter;  19,5  X  1^  c™.  Gutes  Diwäni  mit  einzelnen 
Vocalen;  auf  jeder  Seite  stehen  neun  bis  zwölf  Bait  (gespaltene  Zeilen), 
zwischen  den  Zeilen  viele  Erläuterungen. 


Ein  Blatt    aus  dem  arabisch -türkischen  Vocabular    des  FiriSiah-oyli    b.    in  Nr.  95;    die 
arabischen  Namen  der  Finger  in  Nr.   29,ii. 


74.  [Diez  A.  4°.  28.] 
^j.jJi^  kxyJa-i-*  (Fol.  3^  Z.  4),  ein  in  bewuTster  Nachahmung  (Fol. 
2''  Z.  2)  der  bekannten  |Ct3ücLi  »Jl^  (vgl.  Persisch  Nr.  I44flf.)  gearbeitetes, 
also  in  Versen  abgefafstes,  kurzes  türkisch-arabisch-persisches  Wörterbuch. 
Der  Verfasser,  welcher  aus  dem  am  Meere  gelegenen  Qädi-koy  gebürtig 
war,  aber  in  Konstantinopel  lebte  ') ,  nennt  sich  sowohl  im  Titel,  als  auch 
im  vorletzten  Verse  ^)  kurzweg  Keskin  „  der  Schneidige ",  sein  Ism  scheint 
aber  Mustafa  gewesen  zu  sein ;  denn  der  Schreiber  der  vorliegenden  Hand- 
schrift, welcher  sich  im  Kolophon  ,jjJC»JC'  ojv*JI  ^^aIs^ä«  ^  (jUit  nennt 


»)  Fol.   3^  Z.   7  u.   6  T.  u.: 
a-A-LjJl    J^  |j_Ä    s_J_'l    1    ttl    ,   -s  X  .i.UiU  ...  V    UL)   ;CtX— y    *LLjC 


110         Türkische  Handschriften  75-77.  Grammatik,  Metrik,  Lexikographie. 

und  ebenda  als  das  Datum  seiner  Arbeit  das  Jahr  1185  (beg.  16.  April 
1771)  angiebt,  war  doch  wohl  derselbe  Sohn  des  Verfassers,  von  welchem 
dieser  Fol.   d^  Z.   5   sagt: 

sJLw    n^^    |oU-a£   ■ytXs.J    ^£^XM^XJ  xJ\.M\   yi    *X:<^    sJ^'iXi«!    «Uö 

Da  nun,  einem  am  Ende  gegebenen  TcVri%  zufolge')  die  Abfassung  des 
vorliegenden  Wörterbüchleins  in  das  Jahr  1172  (beg.  4.  Sept.  175  8)  föllt, 
so  mufs  iUOmän  im  Jahre  1169  geboren  und  somit  im  Jahre  M85,  als 
er  die  vorliegende  Handschrift  schi'ieb,  1 6  Jahre  alt  gewesen  sein.  Gleich- 
wie der  Sohn,  hiefs  auch  der  Vater  des  Verfassers  lUBmän,  und  starb,  als 
sein  Sohn  zehn  Jahre  alt  war  ^). 
Anfang:     ^J'^y.^  O^^J  ;'^^  i*^  0^^;j  LT)'^^  '^>?'  r^^ 

22  beschriebene  Blätter;  21X16  cm-  Gutes,  vocalisiertes  Nasxi  mit 
15  gespaltenen  Zeilen  auf  der  Seite.  Gleiche  Zahlen  sind  den  Wörtern 
gleicher  Bedeutung  beigefügt,  wie  dies  auch  in  den  Handschriften  des  «iai 
(jJueLi  der  Fall  zu  sein  pflegt. 

75_77.     [Diez  Fol.    5  4-5  6.] 

„  L'Abbreviato  Dictionario  Di  Quattro  Lingne,  Turca,  Araba,  e  Per- 
siana  Col  Suo  Ttaliano.  Dedicattorio  A  Lor'  Alte  Potenze  Potentissimi  Sig" 
Stati  Generali,  Di  Sette  Provincie  Vnite  (Di  Paesi  Bassi)  &c.  &c.  &c. 
Tomi  Tre,  In  Foglio.  Di  Mfe  Marc'  Antonio  Rosa".'  Dies  ist  der  Titel 
des  ersten  von  drei  Bänden  in  Schmalfolio  (2  8  auf  9,5  cm),  welche  ein 
türkisches  Wörterbuch  enthalten.  Die  Arbeit  scheint  eine  ganz  unnütze 
zu  sein,  da  dieselbe,  soweit  ich  verglichen  habe,  nur  ein  Auszug  aus 
Meninski  ist;  und  zwar  sind  die  Bedeutungen  der  arabischen  Ausdrücke 
mit  den  Worten  von  Golius-Meninski  lateinisch,  die  der  persischen  und 
türkischen  Ausdrücke  mit  den   Worten  Meninski's  italienisch  gegeben. 

Der  erste  Band  enthält  nach  dem  Titelblatte  (welches  mit  einer  rohen 
Abbildung  der  Jungfrau  Maria  mehr  verunziert  als  verziert  ist)  auf  zwei 
Blättern  ein  „Dedicattorio"  an  die  Generalstaaten,  und  dann  noch  auf  einem 


>)  Fol.   22"  Z.    1:         ;jl>^jl=.    cjL::.    J^    |.xäs!    ^^I  =   1172. 
2)  Fol.   2-^  Z.   2   u.   3: 


Türkische  Handschriften  78-80.  Grammatik,  Metrik,  Lexikographie.  111 

Blatte  eine  VoiTede  an  den  Leser,  alles  auf  eingeschlagenen  Quurtblättern ; 
hierauf  folgt  in  dem  langen  und  schmalen  Format  p.  1  —  1880  des  Wörter- 
buches mit  den  Buchstaben  '  — ^,  dann  im  zweiten  Bande  p.  1881  —  3469 
mit  j^  — jjo,  endlich  im  dritten  Bande  p.  6820  —  8277  mit  J  und  ^.  Es 
fehlen  also  zur  Vollständigkeit  des  Wörterbuches  p.  3470  —  6819  mit 
yjö  —  iS  und  p.   82  78  —  ?  mit  ^  —  ^. 

Was  den  Verfasser  betrifft  —  denselben,  von  welchem  auch  die  Hand- 
schriften Nr.  5  7,  78  —  80  und  81  —  83  herrühren')  —  so  nennt  ihn  Diez 
zu  Nr.  81  (Ms.  Orient.  Fol.  28)  „den  verstorbenen  Dollmetscher  Rosa,  einen 
Ragusäer,  welcher  am  Ende  darüber  veiTückt  geworden,  dafs  er  keinen 
Verleger  hat  finden  können,  um  seine  Werke  der  Welt  bekannt  zu 
machen".  Weiter  sagt  Diez:  „Der  Verfasser  hat  lange  in  Constantinopel 
als  Dollmetscher  gedient  theils  in  Geschäften  der  Republik  Ragusa,  theils 
bei  holländischen  Gesandten,  welche  er  in  der  Dedication  namhaft  macht. 
Ich  habe  das  Werk  mit  den  nachstehenden  Rosa'schen  Schriften  (unter 
Nr.  31,  54—56  in  Folio  und  177—179  in  Queer-Octav)  ungebunden'"')  von 
einem  Verwandten  des  Verfassers  für  175  Piaster  gekauft.  Man  hatte 
1000  Piaster  gefordert,  weil  man  die  Schriften  für  wichtiger  hielt,  als  sie 
sind".     Schrift  wie  in  Nr.   57;  Gröfse:   28,s  X  1^>   cm. 

78—80.     [Diez  A.   8".    177.    178.    179.] 
Ein  Auszug  aus  dem  vorigen  Wörterbuche,  gleichfalls  von  Rosa  selbst 


»)  auch  ist  die  Wiener  Handschrift  Nr.  973  (Flügel  II,  194;  Abschrift  des  o— !;Lj 
_LÄ_«-  aus  dem  Drucke  Zenker  I,  929)  von  seiner  Hand  geschrieben.  Was  die  Angabe 
Flu  gel' B  betrifft,  dafs  diese  Abschrift  im  Jahre  „1141  (1791)"  angefertigt  worden  sei,  so 
ist  zunächst  die  Gleichsetzung  von  1141  d.  Fl.  und  1791  n.  Chr.  nicht  richtig,  da  das 
muhammedanische  Jahr  1141  vielmehr  am  7.  Aug.  1728  begann.  Ferner  ist  der  von 
Flügel  mitgetheilte  Kolophon,  der  der  Ausgabe,  welchen  Rosa  mit  abschrieb,  und  es 
ergiebt  sich  aus  demselben,  dafs  die  Abfassung  des  Werkes  (wie  auch  Flügel  auf 
S.  194  selbst  sagt)  im  Jahre  1141,  der  Druck  desselben  im  Jahre  1142  vollendet  wurde. 
Vielleicht  ist  das  von  Flügel  genannte  Jahr  1791  das  Datum  der  Abschrift  und  die  Bei- 
fügung des  Hiyrah-Jahtes    1141   nur  ein  lapsus  calami. 

')  Diez  hat  also  die  Handschrift  erst  binden  lassen,  und  von  ihm  rührt  offenbar  auch 
die  jetzige  Eintheilung  derselben  in  drei  Bände  her.  Nur  so  ist  es  zu  erklären ,  dafs  die 
Handschrift,  obgleich  unvollständig,  doch  die  auf  dem  Titelblatte  für  das  vollständige  Werk 
yerheifsenen   drei  Bände  umfafst. 


118         Türkische  Handschriften  81-83.  Grammatik,  Meü-ik,  Lexikographie. 

geschrieben;  auch  dieselbe  Widmung  und  Vorrede  sind  vorausgeschickt. 
Der  erste  Band  umfafst  p.  1  —  694  und  die  Buchstaben  I  —  ,-;-,  der  zweite 
p.  695—1331  und  die  Buchstaben  o  — Je,  der  dritte  p.  1332—1762  und 
die  Buchstaben  c  — s^').  Ein  vierter  und  letzter  Band  fehlt.  Auf  dem 
Titelblatte  wird  das  vorliegende  Wörterbuch  „Dictionario  Succinto"  (statt 
„Abbreviato")  genannt;  sonst  ist  der  Titel  in  diesem  und  dem  vorigen 
gleich.     Gröfse:    12X20  cm. 

81—83.    [Diez  Fol.   28-30.] 

„i^Ur  v:>iJUI  J^AAoia.  11  Diffuso  Dictionario  Di  Quattro  Lingue;  Cioe 
Italiana,  Turchesca,  Ai-aba  ed  Persiana.  Dedicattorio  A  Lor'  Alte  Potenze 
Potentissimi  Sig"  Stati  Generali  Di  Sette  Provincie  Vnite  (Di  Paesi 
Bassi)  &c.  &c.  &c.  Tomi  Tre  In  Foglio  Di  IIb  Marc'  Antonio  Rosa". 
Der  Inhalt  ergiebt  sich  hinlänglich  aus  diesem  Titel.  Auf  das  Titelblatt 
folgt  zunächst  die  Zueignung  an  die  Generalstaaten;  dann  noch  ein  Titel- 
blatt (auf  welchem  das  Werk  tüx-kisch  |_jLx5' ojlI  genannt  wird);  dann  eine 
Vorrede,  aus  deren  Schlufsworten  sich  ergiebt,  dafs  der  Verfasser  sein  vor- 
liegendes Werk  in  den  Jahren  1741  und  1742  zusammenstellte.  Hierauf 
folgt  das  Wörterbuch  mit  der  Ueberschrift  „*aä1II  ij-4-^p'  ''-Ül  |V^.  In 
Nomine  Dei  Misericordis,  Miseratoris";  und  zwar  umfafst  der  erste  Theil 
auf  p.  1—816  die  Buchstaben  A— J,  der  zweite  auf  p,  '817-1584  die  Buch- 
staben L  — Sc,  der  di-itte  auf  p.  1585—2350  die  übrigen  Buchstaben  nebst 
einer  km-zen  Aggiunta,  welche  geographische  Eigennamen,  Titulaturen 
türkischer  Beamten  u.  dgl.  m.  enthält.  Das  Wörterbuch  scheint  eine  selb- 
ständige und  nicht  unbrauchbare  Ai'beit  zu  sein. 

Von  derselben  Hand  geschrieben,  wie  die  übrigen  Werke  des  Rosa. 
Dem  Titelblatte  ist  dasselbe  Marienbild  aufgeklebt,  welches  sich  auch  auf 
dem  Titelblatte  von  Nr.  5  7  und,  in  roher  Nachahmung,  auf  dem  von 
Nr.   75   findet. 

Dem  dritten  Bande  ist  ein  Verzeichnifs  der  Rosa' sehen  Manuscripte 
nebst  einem  von  dem  früheren  Besitzer  derselben,  R.  Bettera,  geschrie- 
benen und  von  Pera,  5.  Mai  1790  datierten  italienischen  Briefe  an  Diez 
beigelegt.     In    demselben  wird    für   die  Manuscripte    eine  Summe   von  920 


*)  und  zwar  bis  zum  Worte  „Foricario,  Vuotacesso       -«a.  gii<^  n  sia 


Tüi'kische  Handscliriften  84.  85.  Grammatik,  Metrik,  Lexikographie.         113 

Piastern  verlangt  und  in  Beziehung  auf  den  Verfasser  u.  a.  gesagt,  dafs 
derselbe  am  Ende  seines  Lebens  in  seine  Vaterstadt  Ragusa  zurückgekehrt 
sei,  daselbst  von  einer  ihm  von  der  Republik  Ragusa  ausgesetzten  Pension 
gelebt  habe  und  „  vor  wenigen  Jahren "  (über)   9  0  Jahre  alt ')  gestorben  sei. 

84.  [Ms.  Orient.   8".   25  3.] 

Auf  einem  vorgehefteten  Blatte  steht:  „Dieser  Band  bildete  die  ein- 
geschossenen Blätter  eines  mir  gehörigen  Exemplares  von  Hamm  er' s 
encyklop.  Uebersicht  der  Wissensch.  d.  Orients.  Das  türk.  Glossar  scheint 
mir  wegen  der  Stellenangabe  nicht  werthlos,  wefshalb  ich  es  der  k.  Bi- 
bliothek schenke.     Febr.    1875.     Steinschneider". 

Den  Anfang  machen  Abschriften  von  gedruckten  Recensionen  oriental- 
ischer und  einiger  musikalischer  Werke;  an  erster  Stelle  steht  Rückert's 
Recension  von  Dursch's  Ausgabe  des  Ghatakarparam ,  aus  Jahrbb.  f. 
wiss.  Kritik  18  29,  März  S.  5  2lff.  Darauf  folgt  das  türkische  Wörter- 
buch, welches  in  der  That  nicht  ohne  Werth  ist,  wenn  ich  auch  von  den 
vorkommenden  Citaten  (WW,  FH,  Ferh.  N.,  Chodscha  u.  a.  m.)  nur  WW 
mit  Sicherheit  zu  deuten  weifs:  es  bezeichnet  diese  Abkürzung  „Wicker- 
hauser,  Wegweiser",  welches  Buch  nach  Seite  und  Zeile,  und  zwar 
sehr  häufig,  citiei-t  ist.  Mit  Chodscha  ist  vielleicht  irgendeine  Ausgabe  oder 
Handschrift  der  Schwanke  des  Nasr  al-din  Xwä(jah  gemeint,  und  bei 
Ferh.  N.  könnte  man  an  das  in  der  Kopenhagener  Handschrift  Nr.  XX 
(p.  59)  enthaltene  iwLj^iCuCjj  denken;  das  Citat  FH  aber  endlich,  welches 
sehr  häufig  —  ebenso  häufig  wie  WW  — ,  und  zwar  mit  nachfolgender 
römischer  und  deutscher  Zahl  vorkommt,  weifs  ich  gar  nicht  zu  deuten. 
Faslfs  (F.)  Gül  und  Bülbül  von  Hammer  (H.),  woran  man  wohl 
denken  könnte,  ist  nicht  gemeint. 

Das  Wörterbuch  hat  5  67  beschriebene  Blätter  von    19  X  11,5  cm. 

85.  [Diez  A.  8».    14  3.] 

Sehr  verbreitet  ist  im  Orient  ein  osttürkisch-osmanisches  Wörterbuch, 
welches  hauptsächlich  bestimmt  ist,  dem  Verständnifs  der  Werke  des  Mir 
lAli  ^er   (t  906,    beg.    28.  Juli    1500;    s.  über  ihn  die  zu  Nr.  384   beige- 


')  „nonagenario"   heifst  es  im  Briefe,  „di  etä  di  piu  lii  90  anni"  in  den   Begleitworten 
zum  Verzeichnifs  der  Manuscripte. 


Töikieche  HaDdachrifW'n. 


15 


Il4         Türkische  Handschriften  85.  Grammatik,  Metrik,  Lexikographie. 

brachten  Nachweise)  zu  dienen,  und  nach  dem  ersten  in  demselben  er- 
klärten Worte  }uLä^\  genannt  zu  werden  pflegt.  Wie  Pavet  de  Cour- 
teille,  Dictionnaire  Turk-Oriental  (Paris  1870.  8°)  p.  Vflf.  auseinander- 
setzt, giebt  es  von  diesem  Wörterbuche  zwei  Eedactionen:  eine  ausführ- 
lichere, welche  sofort  dai'an  zu  erkennen  ist,  dafs  ihr  eine  in  Versen  ge- 
schriebene Einleitung  vorausgeschickt  ist,  und  eine  kürzere,  deren  Ein- 
leitung in  Prosa  abgefafst  ist.  Die  ausführlichere  Redaction  ist  zuerst  von 
H.  Vambery  in  das  Ungarische  übersetzt  (Pest  1862.  8*.)  und  dann  von 
Weljaminof -  Zernof  mit  einer  iiissisch  geschriebenen  Einleitung  heraus- 
gegeben worden  (St.  Petersbiu-g  1868.  8*');  die  meti'ische  Einleitung  hat 
auch  Pavet  de  Courteille  a.  a.  0.  p.  VIff.  herausgegeben  und  über- 
setzt. Was  die  kürzere  Redaction  betrifft,  so  kannte  Pavet  de  Cour- 
teille dieselbe  nur  aus  einer  Mittheilung,  welche  ihm  Sinäsl  Efendi  nach 
einer  Konstantinopeler  Handschrift  gemacht  hatte,  und  ein  zweites,  früher 
dem  Grafen  Suchtelen  gehöriges  Exemplar  scheint  sich  in  St.  Petersburg 
zu  befinden  (Weljaminof  p.  28  Nr.  2).  Wie  es  die  von  dem  franzö- 
sischen Orientalisten  gemachten  Angaben  (Einleitung  und  Anfang  des 
Wörterbuches)  beweisen,  enthält  die  vorliegende  —  und  ebenso  die  fol- 
gende —  Handschrift  gerade  diese  abgekürzte  Bearbeitung  des  ÄbuSqa- 
Wörterbuches.  Uebrigens  hat  diese  kürzere  Redaction  doch  auch  ihren 
besonderen  Werth,  indem  sie  zwar  Artikel  der  gröfseren  Ausgabe  wegläfst 
und  die  beibehaltenen  kürzt  (doch  ohne  die  Belegstellen  zu  unterdrücken), 
auf  der  anderen  Seite  aber  auch  wieder  einzelne  Wörter  hinzufügt,  welche 
in  der  gi-öfseren  Ausgabe  fehlen  ^).  —  Exemplare  der  ausführlichen  Re- 
cension  finden  sich  in  Leiden  Nr.  204,  205,  München  Nr.  221,  Wien 
Nr.  91  und  92  (I,  103,  104),  St.  Petersburg  (Manuscrits  et  Xylographes 
Nr.  594  [vgl.  ZDMG  n,  243]  und  Asiat.  Museum  S.  379  Nr.  5)  und 
Paris  Nr.  209;  Auszüge  in  Leiden  Nr.  206  u.  207  und  Wien  (Flügel 
Nr.  780  fol.  5"  [I,  722]  und  Krafft  Nr.   28). 

Anfang:    «jSäavk-jLmI^  o«£^Lj    r*-^}   ts!'^*^^-7^*^   '^-^)   <ä^>ÄAv2üL^^   v:>a^  (^"^ 

')  wie  z.  B.  gleich  das  in  der  Mittheilung  Payet  de  Courteille'e  (p.  X)  an  zweiter 
Stelle  stehende,  in  der  vorliegenden  Handschrift  zwar  fehlende,  in  der  folgenden  aber  vor- 
handene  iw^\  • 


Türkichse  Handschriften  86—88.  Grammatik,  Metrik,  Lexikographie.         115 

87  beschriebene  Blätter;  15,5X11  cm.  Gutes,  altes  Nasyl  rnit  13 
Zeilen  auf  der  Seite;  die  Stichwörter  roth  geschrieben;  Fol.  1  beschädigt, 
aber  ausgebessert.  —  Auf  Fol.  2^  ist  ein  Siegel  abgedrückt,  in  dessen  In- 
nerem steht:   Jo  yj\   vxääJI;  die  Umschrift  lautet: 

^5^^(  jjk^  sj-o  i:i*jj'LÄ  <S))^)  *))  h'*^^   y^ 

86.     [Diez  A.  8".  48.] 
Dasselbe  Wörterbuch  in  derselben  abgekürzten  Redaction. 
Anfang:    ti^wyywsjLwl^   o<>£^^    r*"^}   is"^y-'ir''^   '^)   *^^^>Ä^y^^U^.   oy.^   {^•^t' 

73  beschriebene  Blätter,  deren  letztes  ein  wenig  beschädigt  ist;  19  X 
13,5  cm.  Zehnzeiliges  Nastadlq,  die  Stichwörter  schwarz  überstrichen; 
Abschrift  datiert  vom  Jahre  1116,  beg.  6.  Mai  1704.  —  Auf  einigen  am 
Ende  beigehefteten  Blättern  stehen  noch  allerhand  türkische  Verse. 

87.  [Petermann  11,   163.] 
Nochmals  dasselbe  Wörterbuch  in  der  kürzeren  Redaction. 

Anfang:  i^JuMSj\~£i^  o^-ci^*    /-**^j    'ic^ '-♦*:>. ;^'^-'    '^)   *sSwi-«,«jLÄjo  o».*.^«  (^3""i* 

68  beschriebene  Blätter;  26  X  14  cm.  Schönes,  kleines  NasyJ  mit 
17  Zeilen  auf  der  Seite;  die  als  Belege  angeführten  Verse  sind  bis  Fol.  42 
vocalisiert,  die  zu  erläuternden   Wörter  roth  geschrieben. 

88.  [Petermann  11,  637.] 

Dasselbe  Wörterbuch  in  der  ausführlicheren  Redaction;  der  Text  der 
vorliegenden  Handschrift  weicht  aber,  sowohl  was  die  Auswahl  der  er- 
klärten Wörter,  als  auch  was  den  Wortlaut  der  Erklärungen  betrifft,  von 
dem  Texte  wie  er  von  Weljaminof-Zernof  gedruckt  und  von  Vambdry 
übersetzt  ist,  bedeutend  ab.  Die  Handschrift  ist  am  Ende  defect,  bricht 
aber  erst  in  dem  letzten  Abschnitte,  welcher  die  mit  ^  beginnenden 
Wörter  enthält  («..^,.^,11  A^\  ^^b),  ab;  die  in  diesem  Abschnitt  erklärten 
Wörter  sind:    ^^^y^.-,  vy*^?  ;^,  ^';;J,  (j;;;t?)    '^'^*^'^)y?.i   x-ö^L«^,  Kj;^, 

^LcttXLs,  lj^J»j  —    fast  durchweg   andere  Wörter,    als   die   bei   Weljaminof 

15* 


116         Türkische  Handsckriften  89.  90.  Grammatik,  Metrik,  Lexikographie. 

und  Vambery  erklärten.  Die  einleitenden  Gedichte  sind  dieselben,  wie  bei 
Weljaminof;  auch  ist  im  Anfange  des  Buches  die  Uebereinstimmung  des 
Textes  zwischen  Handschrift  und  Druck  eine  gröfsere,  als  gegen  das  Ende. 

Anfang:  j^ol  ^jjJöI  M  J^jo  )i>s>-S  '  J^  J.^  JjI  ^ji>  \i:>^^sua^  ^  Kjf  tVt-a.  ^^ 

'JLs-  ^-^y^ 

Ende:  ItXJ^  äaXjujLs.  \^I  ^^b>.o 

232  beschriebene  Blätter;  18,6X12  cm.  Gutes  TaJ/f^  mit  12  Zeilen 
auf  der  Seite;  Ueberschriften  der  Capitel,  die  zu  erklärenden  Wörter  und 
die  Stichwörter  (L-^l,  oyo  u.  dgl.)  roth  geschrieben.  —  Auf  den  Rand 
von  Fol.  Qö*"  ist  mit  Bleistift  eine  längere  Variante  aus  der  Erklärung  des 
Wortes  k:yl_j  geschrieben,  und  zwar  entspricht  diese  beigeschriebene  Va- 
riante dem  Texte  der   Weljaminof  sehen  Ausgabe  (p.  Ilf). 

89.     [Sprenger   164  9.] 
Ein  osttürkisch-persisches   Vocabular  ohne  Belegstellen,    von   Turkmän 
tbn  Bairam-lAli  Biy  ^  Äya  (?).      Die  zu  erklärenden  Wörter  sind  alpha- 
betisch nach  den  Endbuchstaben  geordnet. 
Anfang:   (»of  ^Ji  t^*io    cl^l    \l    t^  \\    ^^a«^    ^j!    v^    uiobiwj    (j«Lj*«[j]    d^^s». 


des  Wörterbuches:    Läl  Lo  ^iVi'voLj  ^j^/i\i\   ^J^:^  yö\~i    Ü1    soLj    bl    sjo  bl 

61  Blätter,  welche,  mit  Ausnahme  des  ersten,  nur  auf  einer  Seite  be- 
schrieben sind;  20,5  X  15,5  cm.  Die  zu  erklärenden  türkischen  Wörter 
sind  roth  mit  Nasyl  geschi'ieben  und  vocalisiert,  das  Persische  schwarz, 
zum  Theil  auch  mit  Nas^i,  zum  Theil  mit  Nastaillq,  alles  deutlich.  Die 
Abschrift  ist  ganz  neu  und  wahrscheinlich  erst  für  Sprenger  angefertigt; 
europäisches  Papier. 

90.  [Sprenger  1646.] 
Ein  gereimtes,  osttürkisch-persisches  Wörterbüchlein,  welches  ohne  alle 
Einleitung  sofort  mit  den  Worterklärungen  selbst  beginnt.  Auf  Fol.  1* 
steht,  von  derselben  Hand,  welche  den  ganzen  Codex  schrieb,  roth  ge- 
schrieben ^Ky»  (1.  i^r^)  iJy^  i-jbaj,  auf  einem  vorgehefteten  Blatte  von 
Sprenger'«  Hand:  „A  Rhymed  Vocabulary  of  Chaghatay  Turkish ".  Das 
Ganze   ist  in    Gedichte   verschiedener    Versmafse    eingetheilt,   welche    meist 


Türkische  Handschriften  91.  Glauben  und  Recht.         ll? 

Kasidenforni  liaben.     Die   türkischen  Wörter   sind  durch  ein  untergesetztes 
rothes  icj  als  solche  bezeichnet. 
Anfang:     ^cU-u^»   ^^^XsLus^   sK   J^j   xS'         ^5'tXi»  ^5JXo'J   (' ol*«jIäI.   ^\^I 

^51=»    wO    ^jU-wl    üS^    vj'    '^^•'^^  uS^lis-   ^Jjl*i^jj    1^1  ^j    1^^    /**)' 

CD  k;^)  ^:y  *:d  CD  ^o 

28   beschriebene  Blätter;    lOX^'^'v'  cm.      Gutes,    ziendich   altes,    nicht 
vocalisiertes   Tulllq  mit  9  Zeilen  auf  der  Seite. 


Ein   osttürkisch-persisches   Wörterbuch    ist  auch   in   Nr.    59, 1    enthalten;    ein   osttürkisoh- 
osmanisches  in  Nr.   60,3. 


In  dieses  Capitel  gehören  noch  :  Nr.  6,2,0  und  55,3  (persisch-türkische  WörterTerzeich- 
nisse)  —  Nr.  10, 1  (desgl.,  .-Ji/o^  oiJ)  —  5*,39  (Kurzer  Au.fzug  aus  j__^jLäÜ  i^.jLst>  , 
der  persisclien  Synonymik  vou  KamälpaSazädah)  —  180  (mehrere  Buchstaben  eines  Baum- 
alphabetes). 


IV.  Glauben  und  Recht. 

91.  [Petermann  ü,  3  75.] 
1 .  Unter  der  Ueberschrift  ("  i.:ijl=>L:il  ^Li'  »LfttXj  i:i>U»Uxi  eine  alpha- 
betisch geordnete  Aufzählung  von  Eigenschaften  des  Propheten ,  sowie 
Dingen  und  Personen,  welche  zu  ihm  in  Beziehung  stehen ;  für  jeden  Buch- 
staben des  Alphabetes  drei.  So  I:  tX+.^  '^-jS  '^♦-^  JL.«äif^  tX.^^  Jl;  i-j:  iiSo 
tX+^s"  ^ioLi^  tX*..:^'  (^- '■J5  i^-*^ ;   <^'  '■  iX*^  ^^i'^j   iX*^  cjP^j^   tX.*.^  tXJjj" ;   ^ : 

tX+.Ä'  <— ''j-ii  tX*.:^  <^'^jum  tX*.S'  i^l-^ ")  ^'  tX*.^  ootA+Ä..  iX*^  J^Ls.^  iX*-^  J^^T^j 
u.  s.  w.  Daran  scldiefst  sich  (Fol.  6^tf.)  eine  Anweisung,  wie  man  diese  Be- 
zeichnungen der  Eigenschaften  u.  s.  w.  des  Propheten,  ferner  einzelne  Qur'än- 


')   ^jLftl   ist    ^[si\   =   ^jLcji   und   ^^i^t    bei   Pavet  de  C  ou  rte  ille ;  ^£\^\    vermuth- 
lich   „er  selbst"  (s.   Zenker  u.   d.  W.),  als  Bezeichnung  Gottes. 
2)   Hs.   öUUf. 


118         Türkische  Handschriften  91.  Glauben  und  Recht. 


Verse    und    die  Namen  Gottes    zur   Erwerbung   von  Geld    und  Gut,  Speise 
und  Trank,  Kleidung  u.  dgl.  verwenden  könne.     Persiscli. 
Anfang :   ^U^  ^-j  scN.jLsj   vLa*»^j  v'^^  (5^^-*^**'  VT^.?  <s^-)   f^^  ^jy'^  *^.J  t5^ 


2.  Fol.  10'':  (.i^^wJI  &a1c  ILa  cj^^i..  &JL^^,  eine  Abhandlung  in  ost- 
tlirkischer  Spraclie  über  den  Propheten  SaliJL  Vgl.  Tabari,  traduit  par 
Zotenberg  I,    130   und  Hammer,  Rosenöl  I,   39, 

Anfang:      -üx^uU  ^Kä.ä.j(  ^j^xxX^  LiL.o  **U>I  ^^jf 

3.  Fol.  5  6*:  eine  Reihe  von  Gebeten,  in  welchen  Gott  unter  Beru- 
fung auf  den  Jacl  >ij^  d.  i.  ^Abd  al  qädir  Chläm  (vgl.  ZDMG  X\^I,  3 1 2) 
angerufen  wird.  Arabisch  mit  nachfolgenden  Erläuterungen  in  osttürkischer 
Sprache.     Den  letzteren  sind  auch  Zeichnungen  von  Talismanen  eingefügt. 

Anfang:    ^*.«^l    |Jacill    ^^    ^xJ.JJi.'l    ^^    i_}Llajs!il|    ^_*ki    v.:>^wi>j    cjvjij    j^.^1 

Nach  einem  arabischen  Gebete  auf  Fol.    71"^".  folgt  dann: 

4.  Fol.  78*:  unter  der  Ueberschrift  o^.«.xjI  ^"^^  ^i»  ^jIaj  yO  in  ost- 
tUrkischer  Sprache  eine  Auseinandersetzung  über  die  „sieben  Segensfor- 
meln", welche  zuletzt  (Fol.  83*)  aufgeführt  werden.  Es  sind  dies  die  fol- 
genden §M/-'ä»-Stellen:  XXXVI,  5  8  {^^^  J^  ^  ^l^i'  ^ii».--);  XXXVII,  7  7 

(^xjLxJt  ^  ^.i  j^  p:iL«);  109  {f,^»^\  j^i^  ,.:i-);  12Ü  {^yo  j^  ^-^^ 

^j^-5>j);    130  (^j.a.wLaJI  J.&  i*^*");  XXXIX,   7  3   (LÄ^ii:.jU  ^iuls  |vXJ.ä  j.iL^ 

^^jjLi^);  xcvii,  5  {y4J\  ^x  ji^  ^  ^y<^). 

Anfang:      \yM   .i>    j»  ,^yx«.iAj  ^tX^-^  ^aia^>£Ljo  Jy-^^  ^S'^yr')  V^^^*-j' 

5.  Fol.  84":  ein  Abschnitt,  überschrieben  ^^  ^^j^\  --lXx  3  ^^^^^^  J-^ai-'l , 
mit  kurzem  osttürkischem   Nachwort. 

Anfang:  ^1  J,l   -^Uail  ^^^  ^^^o  üä.w  ^^«-.-^2 

6.  Fol.  88":  («.lajuo  ol^  J-^j^.  i^Lt^,  ein  arabisches  Gebet,  in  welchem 
vierzigmal  der  Buchstabe  i^  vorkommt;  mit  angeliängter  Erläuterung  in 
osttUrkischer  Sprache. 

Anfang  des  Gebetes:      v^X^ja^j   *S'  e5os   iS^sif 

der  Erläuterung:   va*v.ajj   -j^si  e'tXJl  ^aäj  (.sie)  ^»1  jjUü.^'^  jj.jO  ^I^*^äx>  Ul 

91  beschriebene  Blätter;  13  X '^v'^  ^"1-  Flüchtiges  Nastaihq  mit  G-9 
Zeilen  auf  der  Seite.  Neu.  Auf  einem  vorgehefteten  Blatte  steht:  as-y^ 
^\JaiuL]  ^y.-  J^i^  ^j^U|  J.tf^i. 


Tüi-kische  Handschriften  92.  93.  Glauben  und  Recht.         119 

92.     [Diez  A.   12".  5.] 
Diese   Handschrift  enthält   im   wesentlichen   Arabisches,    ^wr'äre-Suren 
und  Gebete;  dazwischen  stehen  folgende  türkische  Abschnitte:   1)  Fol.  48'': 
i_ftjwi  (jmj  iajtwi,  Regeln  für  Benutzung  der  36"'"°  Sure,  mit  dem  Anfang: 

JLjü  aJJl  JOä  —  2)  Fol.  5  4*':  eine  andere  Unterweisung  über  denselben 
Gegenstand,  Joo  cyj  iaj'j-i  überschrieben  und  beginnend:  vä*^  )'^'^'j) 
^c^.y^  U**J.  ^)i-**'  5)5^  '«JkÄ  «JJI  ^c.<ö>  '^jtXi'iiLfl  —  3)  Fol.  SS*":  ijCLo  »;»*«  Jsy*«} 
ebenso  über  die  67''°  Sure  —  4)  Fol.  5  6*':  ^^JOI  äjT  Jcy^,  ebenso  über 
den  „Thronvers",  d.  i.  Qur.  11,  256.  —  5)  Fol.  eT*":  oLs^i  ^i  s\^  iajl;-^, 
ebenso  über  die  48'*°  Sure.  —  6)  Fol.  TS*":  ein  arabisches  Gebet,  ^^U^i 
>.g4.L  überschrieben  und  mit  den  Worten  'LjLci>  >_*ä*«  |V.^I  beginnend, 
nebst  einer  türkischen,  auf  einer  Ueberlieferung  von  Sikäb  al-dlii  Suhra- 
loardi  {i£i>))  i^T-J-^')  zurückgeführte  Erläuterung  oder  Gebrauchsanweisung.  — 
7.  Fol.  ST:  oLit  *j;'  ^r^i  Regel  für  die  Benutzung  der  „vier  Verse"; 
diese  letzteren  werden  dann  Fol.  82''if.  mitgetheilt;  es  sind  Qur.  II,  247, 
III,  177,  IV,  74  und  V,  30.  —  8)  Fol.  88*:  ein  arabischer  Talisman 
jo^'  mit  türkischer  Erläuterung.  —  9)  Fol.  100*:  eine  türkische  Erläu- 
terung zu  einem  vorher  mitgetheilten  arabischen  „Schmerzensgebet"  A&ii 
|JI.  —  10)  Fol.  lOO*":  die  iajl^  des  „Gebetes  der  Aufrichtigkeit"  (joiU»l 
^,yi>  (Gotha,  arabisch  Nr.  791).  —  11)  Fol.  105  :  eine  auf  Mnlnß  al-din  ihn 
iArahi  zurückgehende  Erläuterung  des  v„fcA*JI  JLÄ.^  genannten  Gebetes  (Gotha, 
arabisch  Nr.  111^t^<\,  Berlin  persisch  Nr.  4,^4  und  Leipzig  Nr.  112,9  [S.  406*]); 
Anfang:  ',j^^u«jo  ^j-*)o^  '■^.k^  A^  ^sS'  yi^  l^-'  ^J^-»^  J5'  i3Jüaxi    cX^-^. 

Im  ganzen  109  beschriebene  Blätter  von  14,5  X  10  cm.  Neues,  gutes, 
durchaus  vocalisiertes  Nas/l  mit  1 1  Zeilen  auf  der  Seite.  Die  Seiten  sind 
roth  umzogen. 

93.     [Wetzstein  II,   1798.] 

Diese  sonst  arabische  Handschrift  enthält  in  türkischer  Sprache  auf 
Fol.  65*'  eine  Ueberlieferung  o^JlJ^  von  Moses  und  auf  Fol.  166*— 168* 
eine  Abschrift  derselben  Fragen  und  Antworten,  welche  auch  in  den  Hand- 
schriften Nr.   3,2;  5,2;  4  2,6  imd  94,i   enthalten  sind.     Man  vgl.  dort. 

Gröfse  der  Blätter:  15,5  X  10,b  cm.  Flüchtiges  Nastaillq  mit  13  Zeilen 
auf  der  vollen  Seite. 


180         Türkische  Handschi-iften  94.  95.  Glauben  und  Recht. 

94.     [Diez  A.   12"°.    13.] 
In  dieser  sonst  arabisclien  Handschrift  steht  folgendes  Türkische : 

1.  Fol.  64'':  ^lA*>-ti  JoL*«x  i.jLäS',  eine  Anzahl  von  Fragen  nebst  deren 
Beantwortung,  welche  einem  Manne  durchaus  geläufig  sein  müssen,  der 
sich  für  das  Imamat  eignen  soll;  die  letzten  Worte  lauten  nämlich:  ^j 
>jJi^  ow,>0  ^Ä-LcLct  ÄA^jJ^  (w)!.^  }iyXi\t.M,  Der  Verfasser  wird  nicht  ge- 
nannt (vgl.  jedoch  Nr.  5,2),  und  auch  der  oben  angegebene  Titel  ist  nur 
der  Ueberschrift ,  nicht  dem  Texte  des  Schriftchens  selbst  entnommen. 
Jede  Frage  ist  mit  den  Worten  yL^^yo  S\,  die  dazu  gehörige  Antwort 
mit  ciol  eingeleitet.  Das  ganze  Schriftchen  ist  von  Diez  in  seinen  „Denk- 
würdigkeiten von  Asien"  I,  230  —  238  besprochen  und  übersetzt.  Andere 
Abschriften  finden  sich  in  Nr.   3,2;  5,2;   42,6  und  93  fol.   166\ 

Anfang:  kj^^  «Jt^  tX*^   ^y*")    *^    j»^^*!!!«    »^-«flJlj    '^jyJLjJI    ^_j»  jJj  jL».i.| 

2.  Fol.  TS'':  unter  der  Ueberschrift  äJUm^/i  eine  Abhandlung  über  das 
Gebet  (zunächst  über  das  JiyiS  genannte),  an  deren  Schlufs  auch  einige 
arabische  Gebete  («j^"  ^Lc^,  ö^^i*'i  'X£.l>^  ol^X^a  «^LciJ,  ^a/oI  A.s.c>)  mitge- 
theilt  werden. 

Anfang : 

Die  ganze  Handschrift  hat  86  beschriebene  Blätter  von  13,5  X  9,5  cm. 
Gutes,  vocalisiertes ,  neunzeiliges  Nasxlj  jede  Seite  ist  mit  einer  rothen 
Linie  umzogen. 

95.     [Diez  A.   8".    192.] 

Diese   am  Anfang    defecte   Handschrift    enthält    ein  Ilaßnaiol -  Gedicht 

des  Versmafses  Haza^  ^ |w |w__,   welches  eine  Anzahl  ausgewählter 

^Mr'ä«-Suren  commentiert.  Die  in  dem  Vorhandenen  zuerst  commentierten 
Worte  lauten  ^j.^^  ^Lo|  ^  sU^Aas^l  -^  j^  XXXVI,  11;  auf  die  36^'^  folgt 
dann  Fol.  42"  die  67''",  auf  diese  Fol.  87''  die  78''"  Sure;  mit  dem  Ende 
dieser  Sure  schliefst  das  Gedicht. 

Mit  dem  Anfange  der  Handschrift  fehlt  auch  der  etwa  vorhanden  ge- 
wesene Titel  des  Gedichtes;  aus  dem  vorletzten  Verse  aber 


Türkische  Handschriften  95.  Glauben  und  Recht.         121 

erfahren  wir,  dafs  dasselbe  im  J.  950  (beg.  6.  April  154  3)  vollendet  wurde, 
und  der  letzte  Vers 

soll  doch  wohl  besagen,  dafs  der  Verfasser  Liwäyl  hiefs.  Von  einem 
Dichter  dieses  Namens,  welcher  zur  angegebenen  Zeit  lebte,  weifs  Ham- 
mer (Osman.  Dichtkunst  II,  519)  nichts  zu  sagen,  als  dafs  er  Xtdr  ge- 
heifsen  habe,  ein  Janitschar  aus  Konstantinopel,  eine  Zeit  lang  als  wahn- 
sinnig eingesperrt  und  Verfasser  von  vielen  Schriften,  so  in  Versen  als  in 
Prosa,  gewesen  sei. 

Das  Vorhandene  beginnt  mit  dem  Verse: 

97  beschriebene  Blätter;  19X12,5  cm'.  Gewöhnliches,  deutliches, 
vocalisiertes  Nasxi  mit  15  gespaltenen  Zeilen  auf  der  Seite;  Seiten  und 
Spalten  roth  umzogen.  Die  Abschrift  wurde  von  einem  gewissen  Mustafa 
im  Jahre  978   (beg.  5.  Juni   15  70)  angefertigt. 

Ein  vorgeheftetes  Blatt  ist  dem  (vollständig  in  Nr.  73,i  enthaltenen) 
arabisch -türkischen  Vocabular  des  FinStah-oyH  entnommen  (=  Gotha  Nr. 
36  fol.  30^  Z.  2  v.  u.  bis  fol.  3l"  Z.  3);  von  den  drei  nachgehefteten 
Blättern  enthält  das  erste  ein  Fragment  eines  türkischen  3Iaßnaiä-Gedichtes, 
gleichfalls  imjersmafse  Eaza^  (^--|.___  |.__);  Anfang: 

Auf  den  beiden  letzten  steht,  neben  einigem  türkischen  Geschreibsel,  fol- 
gende Notiz:  „Gott  Lob!  denn  6.  Augustj  Anno  1685.  Allfs  wir  Unter 
Comando  Sr.  Drchl.  Herrn  Herzogen  von  Lottringen  und  Fürsten  von 
WaldEck  bey  Gran  dem  Türckischen  Bluthund  in  die  Flucht  Geschlagen, 
Habe  ich  Unter  andern  auch  dieses  Buch  inn  Nachhauen  bekommen,  Wel- 
ches ich  zwar  nicht  zu  dem  Ende  mitgenommen,  und  aufgehoben,  dais 
etwann  was  darinnen  Gelernt  werden  Könne,  das  Nuzen  schaffete.  Sondern 
Vielmehr  zu  ihren  Schümpff  und  SPott:  dar  Neben  aber  gleichwohl  ihi-en 
Fleifs  zu  verwundern,  in  Schreibung  ihrer  abGöttischen  Bücher,  wellches 
wir,  dem  Einigen    waaren  Gott   zu  Ehren    nicht    thun ,    Gott  vergebe  Unfs 

1)  wie  ich  soeben  sehe,  sind  die  Verse  der  Vorrede  des  ^JucU  %J^  betitelten 
Wörterbüchleins  entnommen  (s.  die  persischen  Handschriften  Nr.  144 ff.)  und  entsprechen 
Fol.  2''  Z.  8   bis  Fol.  3"  Z.  3   in  der  üothaer  Handschrift  Persisch  Nr.   14. 

Tüikitche  Haadvehriften.  .^ 

Ib 


122         Türkische  Handschriften  96.  97.  Glauben  und  Recht. 

unsere  Nachläfsigkeit,  und  Gebe  unfs  bessere  andacbt  und  Ej^er,  helflfe 
auch  dem  Feinde  Volgendts  dempffen  zu  seinem  Lob  undt  Ehren.    Amen. 

Jeremias  Kohl 
Fom-ir  vom  Haidesdorffischen  Regiment :  vom  Fränckischen  Craifs 
zu   Fuefs,    von    Prinz    Carl    Augusti    Mgg.    zu    Brandenb.    Culra- 
bach  p.  Compag." 
Auf    der  Innenseite    des   Vorderdeckels    steht    von    Wilken's   Hand: 
„A.  Ms.  or.  In  Octavo  No,    192.  Biblioth.  Diez.  A.  Carmina  mystica,  quo- 
rum    argumenta  desumta    sunt  ex  locis  selectis  Corani,  qui  ibidem  singulis 
carminibus  praemittuntm*,  tiu'cice.     Initium  deest." 

96.  [Diez  A.  4".  5  5.] 
Derselbe  metrische  ^wr'än-Commentar,  welcher  in  der  vorigen  Hand- 
schrift enthalten  ist.  Der  Umstand,  dafs  die  vorliegende  jüngere  Hand- 
schrift am  Anfang  genau  denselben  Defect  hat,  wie  die  vorige  ältere,  zwingt 
fast  zu  der  Annahme,  dafs  die  erstere  eine  Abschrift  der  letzteren  sei,  ob- 
gleich der  Schi-eiber  nicht  nur  die  Vocale  weggelassen,  sondern  auch  (ab- 
gesehen von  häufigen  Schreibfehlern)  die  OrthogTaphie  und  nicht  selten 
sogar  Lesarten  geändert  hat;  vielleicht  schrieb  er  nach  Dictat. 

Anfang:     ic^U»  u*^'  r*  (sie)  i^os  siXääLö  ^-jI  jj  \vj  äjJ-jI   ;3aä=^  ^ 

Der  ^Mr'ä7i-Conmientar  schliefst  mit  dem  drittletzten  Blatte,  und  zwar  mit 
der  Bemerkung,  dafs  die  Abschrift  von  Saiyid  XaM  im  Jahre  1088  (beg. 
6.  März  1677)  zu  Ofen  ^^.i>.j  vollendet  worden  sei.  Hierauf  folgen  noch 
auf  den  zwei  letzten  Blättern ,  von  derselben  Hand  geschrieben ,  Vor- 
schriften zur  Anfertigung  von  Talismanen,  welche  zur  Erlangung  verschie- 
dener wUnschenswerther  Dinge,  u.  a.  auch  der  Liebe  des  geliebten  Wesens, 
verhelfen  sollen. 

83  beschriebene  Blätter;   20,5X14,6  cm.     Ziemlich  deutliches  DttcänJ- 
7iasyisi  mit   18—20  Zeilen  auf  der  Seite. 


Ueber  die  3**  Sure  hamlelt  der  Anfang  von  Nr.   232,  über  die  36*'*  Nr.  11,3,  über  die 
112'«  Nr.    10,2. 

97.     [Ms.  Orient.   4».   77.] 
Diese  Handschrift  enthält  zwei  Schriften  über  Jojsi,  die  richtige  Aus- 
sprache  bei   Recitation   des    Qur'än.     Das   erste   dieser   Schriftchen   ist   das 


Türkische  Handschriften  98.  Glauben  und  Recht.         12S 

arabische  Lehrgedicht,  welches  unter  dem  Titel  Juy»4-'  *^tXÄjl  sehr  bekannt 
und  verbreitet  ist,  und  über  welches  man  vgl.  Gotha  Nr.  5  62  (1,  4  38); 
darauf  folgt,  von  Fol.  21*'  an,  eine  Abhandlung  in  türkischer  Prosa,  ohne 
Angabe  eines  Titels  oder  des  Verfassers.  Dieselbe  ist  in  nicht  gezählte 
Bäh  eingetheilt  und  beginnt  mit  den  Worten:  i^l^"  J'  Liwxl  ,jjJI  ^Jü  «X^t 

(•^JL*>«  [sJCo]  ^jtXJv? 'Jo^äJLj  jö'-I^  LüJI  j-^^  'Jo^jsJLj  ^j'-jüI 

siX^^ji  «J";;-e;  5vl  |Jjü"  ^1 -s  äJLjI  Jo^'  jiXJ^I .  —  Andere  Schiiftchen  über 
denselben  Gegenstand,  welchen  E.  Seil  in  seiner  Abhandlung  „'Ilm-i- 
tajwid,  or  the  Art  of  reading  the  Quran,  with  an  Account  of  the  Rules 
for  the  Rasm-ul-khat,  and  a  List  of  the  various  Readings  of  the  last  Sura" 
(Madras  188  2.  8")  ausführlicher  behandelt,  sind  in  Nr.  12,i  (wo  man  vgl.) 
und  in  Nr.  55,8,b  enthalten. 

38  beschriebene  Blätter;  21  X  14,5  cm.  Die  türkische  Abhandlung 
mit  schönem,  durchaus  vocalisiertem  Nasxi  geschrieben,  die  Seite  zu  17 
Zeilen.  Die  Abschrift  ist  datiert  vom  Jahre  1097  (beg.  28.  Nov.  1685).  — 
Auf  der  Innenseite  des  Vorderdeckels  steht  „Grammatica  Arab.  accedunt 
Turcica  de  lectione  Corani". 


Auf  den  Qur''än  beziehen  sich  noch:  Nr.  5*,2o  (für  wessen  _.»  man  in  jedem  Monat 
den  Qur''än  lesen  soll)  —  5*,2i  (über  Eintheilang  des  Qur''än)  —  5*,4i  (wie  oft  jeder 
Buchstabe  im  Qur'än  vorkommt)  —  5*,42  (die  '■■_<[  -r. .vr^  im  Qur'än)  —  18,i  (über  den 
Punct  unter  dem  v->j  welches  die  Basmalah  beginnt)  —  18,»  (über  die  Bachstaben,  welche 
am  Anfang  einer  Anzahl  von  Suren  stehen). 


98.  [Petermann  II,  671.] 
In  dieser  sonst  arabischen  Handschrift  steht  an  erster  Stelle  ein  Auf- 
satz in  tüi-kischer  Sprache,  welcher,  ohne  alle  Einleitung,  Belehrungen 
eines  gewissen  Däwud  über  allerhand  theologische  Gegenstände  enthält. 
Jeder  Paragraph  beginnt  mit  den  Worten  äS'  '3^\  ^y^^*jc ,  weshalb  der  ganze 
Aufsatz  in  der  Ueberschrift  als  i^oL^'l  «.-yU  aJÜI  s+äv  (jJolsI  »>jb  cüLo^Jjw 
bezeichnet  wird. 
Anfang :  ^^-X^  ^\^  ^^H'^.'j^  '^^.r^y^'^  ^LxÜI  |<*hg  et-UI  (sie)  <^'!i^\   (•^J** 

12  beschriebene  Blätter;    21  X  15,5    cm.     Gewöhnliches  Nastadiq  mit 
25-26  Zeilen  auf  der  Seite. 


16" 


134         Türkische  Handschriften  98*.  98**.  Glauben  und  Recht. 

98*.     [Sachau   112.] 
In  dieser  sonst   ganz  arabischen  Handschrift  enthalten  die  Blätter  22'' 
—25'  eine  anonyme    türkische  Abhandlung    über  den  Begriff  des  Glaubens 
jjI^jI.      Die   Bedingungen    desselben   werden    mit   folgenden   Worten   ange- 
geben:    Swxia.     ^«XäJlj     vÄ.i'l     [»^-''j     X.^"^«^^     ^*^^     xZJoiV..«j     X-UL     oUxl     ^^UjI     iö-Xu 

^^Ijij    jJUI  ^^;o    »1ä^  .      Die    einzelnen   Bestandtheile   dieser  Definition   werden 
dann  commentiert  und  in  diesen  Commentar  ist  auch  eine  Erläuterung  der 
«y4>l4-i  &♦!$'  eingeflochten. 
Anfang:  i3.4jIäjI  xJLaJUs  lo^tX^I   \\-^\  'i-^A  «^JjJi>  ^^cXj  oJ^  ^jjO  ^^LmI  (jUjI 

Gewöhnliches,  deutliches,   vocalloses  Nnsxi   von   türkischem  Zuge  mit 
17  Zeilen  auf  der  Seite;  Gröfse  der  Blätter:   22  X  15?^  c™- 


Ueber  jjL^jbll   handeln  noch  Nr.   5*,55   und  20,6. 


98**.    [Landberg  35  7.] 

Mitten   unter   arabischen   Schriften    steht    auf  Fol.    124*'— 14  6''   dieser 

Handschrift  eine  türkische  Abhandlung,  über  deren  Zweck,  Titel  und  Ein- 

theilung  der  ungenannte  Verfasser  in  der  Vorrede  sagt :  jji^^+AJb"  >_jU$'  ^j 

oJWv-i    i'-S^'^    S'^^r^'    ^'-*^^'    5^^'    JtX-Li  ^tX-Lrb    ur^"'    ^^  ;'-4-^'    "^'r* 

vLgJct  Xä.wjJJÜ»  y3^  '^^(XJj.^Äs:^  J^io^  iS^-  'j*^^^-'  ^^^^/-^  ^^^'[j]  S*^^^-^.' 
^y^i    (cXjI      ^^jI      '  ^^-U^^.>       tXAÄ^'      »JLu>     JtÄ*.*vl     <^IäS    ^J     ^jtV-AJ-**«     ^^ßjtXJjl     jj^ÄÄ=» 

iys\ia.^l  '^^t>.A.J  ^^;:*jwxi  i^^aJ  15^?^'  S;«^-'-?  ^*>Uä£|  J..«ai  (^XU^I  ',jJ-üjl  ^jLo  s^^Jl 
*>»tVX3  (c^'ji^  y^^  (J^.o.i  j^ÄCij  '>^tXXj  j_Ä-kiLb"  J..Äi  j^^k^^jO  'vvtXlj  ^-ajI.«  J^^a-i 
(Jk.<ai  |^2ij.XAu  'vvtX-L  ^^Lwj|  (^-sLää  i^-tai  ^e^tXj  '^J)*^^  »^^^^  J..»Äi  ^äXäJI 
ooj^    J-<ai    ^5S^jJl    '^;tXAj    ^Jw^jju    üJoLjlsIj    J>^i    ^^^yüs    'p;<^'?    cs^^-*^    f'^^ 

ssJJLj  ^-äJCs».  Nur  die  sieben  ersten  FasI  sind  in  der  Handschrift  wirk- 
lich vorhanden.  Ueberschrift :  i^.Jo  i  (' i^t'*-*^^'  ^-^^^l  «-^.y^  äJLw^  Ijjo 
l^AÄ^'  Jkicij  IwJjäJI,  sUj"^)  (sie)  ojL.>aÄJI;  zur  Erläuterung  dieser  Ueberschrift 
können  die  Worte   der  Vorrede  dienen:   J.pI    J^jI   ^^äju    s«Xi*4-Lj|  st>(».u*i>  —jlj 

^)  Hs.  iUj(XA:&ö'. 


Türkische  Handschriften  99.  Glauben  und  Recht.         1?5 

LöjJt   (.äJU   ^ß.^sio  y<>.Ji>  J.äI    sJJ\    (j-icl    'ji^-Äls    i:y*Äf   J^l    ^5J>ÄJ«^    'iji^^Äis   Uj>> 

^JÜl  jißi  J^  0^'/=*  '-^^  '"^^f  J^'  J^  r'/^  *>^"^'5  V^^'  ^'  ^  r'7^ 

Anfang:    1-.^^  S\    <i^Lü-w^l    Lcj    J,[xj    xL'l    JU  .  .  .  .  (J-aJLjiJI   ^_>^    Jj    cX^I 

Ende:     >^jl   *jslj  M>b  ''-«'^j-'j'  j-^.l  oüLfs» 

Gröfse  der  Blätter:  21  X  l^)"  ein-  Flüchtiges,  vocalloses  Nas^l  von 
türkischem  Zuge;  auf  der  Seite  stehen    15  Zeilen. 

99.  [Diez  A.  4°.  136.] 
jwbo^jya^,  ein  kurzes  Lehrbuch  des  inuhaminedanischen  Glaubens,  von 
Multammad  ihn  Pir  iAli,  welcher  aus  Birgali  {Perga)  gebürtig  war  und 
deshalb  gewöhnlich  arabisch  Birhawi  oder  türkisch  Birgeli  genannt  wird; 
er  starb  im  Jahre  980  oder  981  (1572—74).  Man  vgl.  über  ihn  und  sein 
vorliegendes  Werk,  welches  besonders  durch  die  Uebersetzung  von  Gar  ein 
de  Tassy  (Zenker  Nr.  1468)  bekannt  geworden  ist,  das  zu  der  Gothai- 
schen Handschrift  Nr.  49,2  Beigebrachte').  lieber  Ausgaben,  Ueber- 
setzungen  u.  s.  w.  sehe  man  Zenker  Nr.  1463ff.,  II  Nr.  Il92ff.,  Journ. 
Asiat.  1843,  II,  32  Nr.  12,  das.  55  Nr,  195  und  1859,  I,  524  Nr.  3.  — 
Dieselbe  Schrift  steht  in  Nr.  1 2,2. 
Anfang:    s^JLaJI  at_*_lfc   tXÜL^    Lei   ^j./!   L^JLas.^    'j.i\.*.,iü   bItX»   ,äJJ|  äJÜ  ii^\ 

43  beschriebene  Blätter;  22X15  cm.  Gutes,  türkisches  Nasxi  niit 
19  Zeilen  auf  der  Seite;  vocalisiert.  Die  Seiten  sind,  mit  Ausnahme  der 
drei  letzten,  mit  doppelten  rothen  Linien  umzogen.  Abschiüft  datiert  vom 
13.  Bahn  I  1194  =  19.  März  1780.  —  Auf  einem  vorgehefteten  Blatte 
steht,  von  Wilken's  Hand  geschrieben:  Preces  et  meditationes  religiosae 
turcice.  —  Eine  Anzahl  von  Blättern  ist  durch  eingedrungene  Feuchtig- 
keit befleckt. 


')  in  den  neuen  Katalogen  der  Sammlungen  von  München  und  Wien  sind  die  Hand- 
schriften des  vorliegenden  Werkchens  dort  mit  Nr.  4  (Fol.  IS*"),  5,  6,  7  und  8,  hier  mit 
Nr.   1687,1  (III,  127)  bezeichnet. 


126         Türkische  Handschriften  100.  101.  Glauben  und  Recht. 

100.     [Diez  Fol.   34.] 

-iLi/^il  oUä,  „die  Säule  des  Islam",  ein  Werk  über  Glauben,  Gebet, 
Almosen,  Fasten  und  Wallfahrt,  nach  dem  persischen  Werke  -iLvIiff  stX^x 
des  Maulänä  lAhd  al  laziz  ')  türkisch  bearbeitet  von  iÄbd  al  raJimän  ibn 
Yüsuf.  S.  Gotha  Nr.  61.  Andere  Exemplare  finden  sich  in  Leipzig 
Nr.  222  (wo  man  s.),  Dresden  Nr.  163^),  München  Nr.  14  u.  15,  in  der 
Ambrosiana  Nr.   59   und  bei  Bäyib  PaSa  Nr.   458. 

Das  vorliegende  Exemplar  ist  defect  und  verbunden;  es  hängen  zu- 
sammen Fol.  1  —  50,  51-179,  180  —  200,  201.  Das  Ende  der  Handschrift 
und  somit  auch  das  Verzeichnifs  der  vom  Verfasser  benützten  Werke  fehlt; 
der  Anfang  des  letzten  Blattes  entspricht  Fol.  220*',  Z.  1  in  der  Gothaer 
Handschrift;  die  Xätimah  beginnt  auf  Fol.  ITg"",  letzte  Zeile,  es  shid  aber 
nur  die  ersten  Worte  derselben  vorhanden,  da  mit  Fol.  180  ein  anderes, 
weiter  nach  vorne  gehöriges  Fragment  (Fol.    184"  ^yai\  ^^)  beginnt. 

Anfang:  O^ajü  t^ül  ^^jJJI  (.^  «sJLo  '|*^^r^'  (J-«^t-"  v:^^^'^^''  V;  *^  4^-^' 
201  beschriebene  Blätter;  28,5  X  19,5  cm.  Deutliches  Nasxl  von  tür- 
kischem Zuge  mit  23  Zeilen  auf  der  Seite.  Beigelegt  ist  ein  Blatt  euro- 
päischen Papieres,  auf  welches  der  Anfang  des  Buches  mit  lateinischer 
Interlinearübersetzung  aufgeschrieben  ist;  darüber  steht  von  Diezens  Hand: 
„Ist  des  Abts  Lichtensteins  zu  Helmstädt  Hand  und  war  zur  Nachricht 
für  den  Abt  Hencke  geschrieben". 

101.  [Diez  A.  4".  112.] 
Eine  zweite  Handschrift  desselben  Werkes,  welche,  ohne  am  Ende 
defect  zu  sein,  doch  die  letzten  Abschnitte  der  Gothaer  Handschrift  (von 
^KJI  (J.jLvu«  Fol.  391°  an)  nicht  hat.  Auch  das  hi  der  Gothaer  Hand- 
schrift vorhandene  Quellenverzeichnifs  fehlt.  Die  Xätimah.  beginnt,  ohne 
als  solche  bezeichnet  zu  sein,  auf  Fol.  STO*"  Z.  2  v.  u.  Das  letzte  Blatt 
gehört  nicht  zum  Wei-ke  und  enthält  Schreibereien  von  fremder  Hand,  zu- 
letzt ein  ^^1    überschriebenes  Gedicht.     Auf  Fol.   1*  und  2"  steht   ein  In- 


^)  vorhanden    in    den   hiesigen    persischen  Handschriften  Nr.   187  und   188  meines  Ka- 
taloges. 

*)  al  ÄqsaräH  setzt  die  Dresdener  Handschrift  zum  Namen  des  Verfassers  hinzu. 


Türkische  Handschriften  102.  Glauben  und  Recht.  lä? 

haltsverzeichnifs   mit  Angabe    der  Blätter,    auf  welchen    die    einzebaen  Ab- 
schnitte beginnen. 
Anfang:  'Jujü  i^Q  '^j>j<^JI  ,.;j  <äJU  ',v^;-'  'ij-*^/"  'ij^^''  V;  *^'  '^■^' 

374  beschriebene  Blätter;  21  X  14,5  cm.  Flüchtiges  Nas/l,  welches 
man  bisweilen  wohl  als  Diwäni-nasxisi  bezeichnen  kann;  auf  der  Seite 
stehen  17  Zeilen;  Abschrift  von  einem  gewissen  Muliamviad  vollendet  zur 
Mittagszeit  ^läJl  ci^^'j  ^  des  Sonntags  juÄ/iX»  in  der  letzten  Dekade  vä-I^I 
des  Saibän  1055  =  15.  October  1645.  —  Eine  vorhandene  Original- 
foliierung  fangt  ganz  willkühi-lich  auf  Fol.  30  an  und  springt  von  109 
auf  200,   von   219   auf  300,   von   309   auf  400   u.  s.  w. 

102.     [Petermann   493.] 

1.  Noch  ein  Stück  aus  demselben  Werke.     Am  Anfang    ist   ein  Blatt 

verloren  gegangen,  so  dafs  das  Vorhandene  mit  den  Worten  jj»-s?  ^LyJJ 
xJt  ^L.iJ|,  Fol.  l""  Z.  3  V.  u.  in  der  Gothaer  Handschrift  Nr.  61,  be- 
ginnt, und  auf  Fol.  110''  hat  der  Schreiber  seine  Arbeit  abgebrochen. 
Der  Schlufs  entspricht  Fol.  14  1^'  Z.  3  in  der  (aus  395  Blättern  bestehen- 
den)   Gothaer   Handschrift.     Am   Ende   ist   von    fi-emder  Hand   angemerkt: 

iiiU.    (' LftI  4X*:=.|    ^_^l    o^*.s?    ikxi    JLo    \(Xs^ ,    und    darunter   ist    ein 

Siegel  mit  der  Jahreszahl  1209  (beg.  29.  Juli  1794),  dem  Namen  MaU- 
müd  und  noch  einem  Worte,  das  ich  nicht  mit  Sicherheit  lesen  kann 
((.LiLo?),  abgedrückt. 

2.  Fol.  HO*':  !s^JLö.Jl  L^yXi  ^L,  verschieden  von  dem  ähnlichen  Schrift- 
chen ,  welches  in  der  Handschi'ift  Nr.  1 0  7  enthalten  ist.  Ein  Verfasser 
wird  nicht  genannt.  ^_^ 

Anfang    (nach    der   Bas7nala?i):    ^JJoyij    lifjUj    ujL   ^    s^XöJI    isjwi   i^L 

(sie)  ^jXÜ^t    J5^'  )'^   (sie)  yCw   »ajUj    ^£>Xisy^    (iS'^Uj  ^    ^g^J   ))'^^ 

118  beschriebene  Blätter;  20  X  14  cm.  Gute  Schrift  zwischen  Nasx^ 
und  Nastailtq  mit   15  Zeilen  auf  der  Seite. 


Zwei  kurze  Auszüge  aus  -iLwill    i>U£  stehen  auch  in  Nr.   5*  «4. 


*)  überschmiert. 


188         Türkische  Handschriften  103.  Glauben  und  Recht. 

103.  [Ms.  Orient.  4^  15  0.] 
iiXi\f  ljIäS',  ein  Lehrbuch  der  muhammedanischen  Glaubens-  und 
Sittenlehre,  von  Abu  Nasr  ihn  Tähir  ihn  Sara^sl ')  zusammengestellt  ( »^=^ 
,ji*JL)l)  und  von  Muliammad  ihn  Bull,  welcher  sich  Jyi  J-soLÄi^  uäaä.ö  y-o 
nennt,  in  der  vorliegenden  Form  bearbeitet.  Ein  Inhal tsverzeichnifs  ist 
vorausgeschickt,  welches  mit  den  Worten  beginnt:  ^^>  i^iLÄT  s Jovl* oLxS' ^ 
>i>  v_jIj  (c^I  iJV^;  es  sollen  also,  wie  in  der  Upsaler  Handschrift,  4  6  Ca- 
pitel  sein,  sind  aber  in  der  That,  wie  in  der  Gothaer,  nur  45.  —  Andere 
Handschriften:  Gotha  Nr.  68,  München  Nr.  12,  Upsala  Nr.  4  62  und 
Auszüge  daselbst  in  Nr.  448,5.  Die  Wiener  Handschrift  Krafft  434 
scheint,  nach  ihrer  Eintheilung  in  fünf  „Hauptstücke"  zu  urtheilen,  trotz 
des  gleichen  Titels  und  des  im  allgemeinen  gleichen  Inhalts,  doch  ein  von 
dem  vorliegenden  verschiedenes  Werk  zu  enthalten;  sollte  es  vielleicht  das 
ursprüngliche  Werk  des  Abu  Nasr  al-Saraxsl  sein? 
Anfang    (Fol.    4"   Z.    6):    i^j^   ü?"'')     ijtXJl  aaS' (sie)  vj'tX^  y«  (j*Lx*^j   Sju, 

Das  obige  Werk,  welches  mit  gutem,  vocalisiertem,  13 zeiligem  NastaÜiq^ 
von  einem  gewissen  Muliammad  ihn  Mustafa  geschrieben  und  an  einem 
Sonntage  im  Safar  1018  (beg.  6.  Mai  1609)  vollendet  ist,  endigt  auf 
Fol.  134*';  dann  folgt  noch  zunächst  (Fol.  135'''')  ein  kurzer  Abschnitt  in 
arabischer  Sprache,  und  dann  (Fol.  136*'— 149'')  in  persischer  Sprache  ein 
von  dem  Schreiber  unvollendet  gelassenes  Buch  über  Traumdeutung  i^jLäJ' 
\^\ys^  r***j'  (vJ>Ä  )'>■,  welches,  wie  sich  aus  einem  der  Vorrede  einverleibten 
Inhaltsverzeichnisse  (in  welchem  jedoch  die  Uebei'schriften  der  Capitel  aus- 
gelassen sind)  ergiebt,  in  59  Bäh  zerfällt.  Ueber  Titel,  Verfasser  und 
Zeit  der  Abfassung  heifst  es  in  der  Vorrede :  <->\y^  rt:^  ^^  )>>  ^[Jif  ^} 
si>  <Xw  5i>L^  üS^-LJI  jLftsi  (jii./'lj^  ^Ax/ol*Jt  j.Axl  ^y^  tX*s»l  «jI  uäxjLoj  ^^*^  )' 
(sie)  juU*.'f  (sie)  «Lw  ;;-g-*i-  Die  letzten  Worte  sollen  vermuthlich  heifsen 
äjUjujI  «jU/  ^y^AJ,   ^o.     Bei  Ö.  X.  II,  241,  2674,  wo,  wie  Titel  und  Anzahl 

')  so  wird  er  hier  Fol,  4"  Z.  6  v.  u.  genannt,  Fol.  4''  Z.  4  dagegen  Abu  Nasrl  (sie) 
ihn  Muliammad  al-Sara/sl;  in  der  Upsaler  Handschrift  462  heifst  er  Äbü  Nasr  ihn  Tähir 
Muliammad  ihn  al-Sara/sl.  Die  zugleich  richtige  und  vollständigste  Form  des  Namens  wird 
wohl  die  der  Gothaer  Handschrift  sein,  nämlich  Äbü  Nasr  ibn  Tähir  ihn  Muliammad  al- 
Sara/sl. 


Türkische  Handschriften  104.  Glauben  und  Recht.         129 

der  Capitel  zu  beweisen  sclieiuen,  von  demselben  Buche  die  Rede  ist,  wird 
der  Verfasser  Alm  '1  lAhbäs  Alimad  ihn  Xalaf  ihn  Alimad  al-Sijistänl  ge- 
nannt; freilich  miilste,  da  etwas  anderes  nicht  angegeben  wird,  das  von 
B.  X.  besprochene  Buch  in  arabischer  Sprache  geschi-ieben  sein. 

149  beschiüebene  und  danach  noch  viele  leere  Blätter  von  21  X  ^-^  ^^'n- 
Das  Hauptwerk  {niXiyf  ^Ixf)  beginnt  auf  Fol.  3'';  auf  Fol.  2*"  steht:  „Ex 
Adami  Olearii  Bibliotheca  orientali  Nr.  6.  Turcicus  Über  Theologicus, 
dictus  Gusidfe  46  tractatuum ,  quorum  1""  agit  de  unitate  Dei,  2dus  de 
onniiscie.ntia,  3.  de  aniore  Dei   etc.      158  foliorum". 

104.  [Ms.  Orient.  4".  302.] 
Fragment  einer  Glaubens-,  Pflichten-  und  Sittenlehre,  welche  ihren 
Inhalt  in  Capitel  ^b,  Abschnitte  J..oi  und  Fragen  äJU*«./!  gliedert.  Das 
Vorhandene  beginnt  in  der  die  VoiTede  abschliefsenden  Capitelaufzählung, 
aus  welcher  Avir  erfahren,  dafs  das  NYerk,  wenn  vollständig,  achtzehn  Ca- 
pitel umfafst,  und  bricht  ab  in  dem  (achten)  Capitel  ä^LjJlj  iXa-oJI  ^b 
jU.ÄS'^ilj  (Fol.  62^).  Aus  den  Worten,  welche  das  erste  Capitel  einführen 
(itl  Jj'  ujLj  8kX*jjÄÄ^.**<o  ujIäJ')  erfahren  wir,  dafs  das  Buch  den  Titel  v_)US' 
»AÄ**«^  führt.  Eingehende  Mittheilungen  über  dasselbe  und  seinen  Inhalt ') 
macht  Flügel  zur  Wiener  Handschrift  Nr.  17ül  (III,  14  1),  welche  das- 
selbe Werk  enthält;  aufserdem  findet  sich  auch  noch  eine  Handschrift  des- 
selben in   Erlangen   Nr.   44,b. 

Anfang:      y^öJieJ^  hiX^i^jo    «^„li"  k_)lj   viXjI  (•^J-*>«  i^;'  stN-kxli'  k_>L  yjC>  (' yijijc\S 

Ende :     ('  ^ejJ^b■  .  .  .   Ams  .  .  .  *iLljl  x^jJ^  ^t*") 

67  beschriebene  Blätter;  22X1»  cm.  Gewöhnliches,  kräftiges  und 
deutliches  Nasyi  mit  einzelnen  Vocalen ;  auf  der  Seite  1 3  Zeilen ;  Rubri- 
cationen  wie  gewöhnlich.      Durch   eingedrungene.s  Wasser  stark,  nicht  selten 


')  und  zwar  stimmen  Flügel's  Angaben  mit  der  vorliegenden  Handschrift  ii berein, 
nur  dafs  die  Wiener  Handschrift  die  Capitelüberscliriften  durchweg  arabisch,  die  vorliegende 
womöglich  türkisch  giebt;  so  handelt  z.  B.  das  vorletzte  (17'")  Caiiitel  in  der  Wiener  Hand- 
schrift (jäJj+JI    Üi^be    x<  in  der  vorliegenden   54XiL«s»..<o    ir*-«« 

^)  sie!  1.   »JlÄPl^oder  ^JUüiffl-S'. 

')  zum  Theil  abgeschabt. 

Törkteche  HaüdecbrifteD.  17 


130         Tüi-kische  Handsclmften  105.  Glaubeu  uuJ  Recht. 

bis  zur  vollkommenen  Uuleserlichkeit,  beschädigt;  Fol.   6"  ist  vom  Schreiber 
leer  gelassen  (ohne  Lücke). 

Hierher  gehören:  Nr.  3,ä  ( (.üLw^l  ^jclj^ ,  ein  KatechiBmus)  —  5,s  (Glaubeiisfragen; 
dieselben  in  Nr.  42,6  —  93  fol.  106^  —  94,i)  —  5,5  (^ytwCi  '^Ixf)  —  5*i4  (iwboJyOj 
von  Kamälpasazädah)  —  19,i  (^jljsL-w  SLä^ )  —  s  ( (^jjLw  Jkj  vjX.  'tVjLiLc  s\0 
JoLs. )  —  20,4  (f -ff-JI  «.»JbLi  üLa. )  —  7  (Fragen,  welche  ein  griechischer  Kaiser  dem 
Muiüwiyah  vorlegte)  —  28,2  und  133,8  (J».w\  &x!Üc>jyoj)  —  33, i  (^^<X^|  t)-«-»/ )  — 
34,6  (Jj-ol  und  Cjj-»)  —  38,5  (jj^_ÄjCo  vO ,  Katechismus)  —  39  fol.  58''  (  LcLjojuo. 
Jj->«,))   —   55,2   (Glaubenslehre)  —   255,2    (c^IoLaä,    v:i>iLol«.«  und  icyLyic). 


105.  [Ms.  oiient.  8",  129.] 
oL^s»  JkjLdi,  eine  Abhandlung  über  die  Verdienstlichkeit  des  Kampfes 
gegen  die  Ungläubigen,  ursprünglich  von  einem  gewissen  Nüli  Aya  ihn 
lAbd  al  mannän  zur  Zeit  des  Sultan  Büyazid  (doch  wohl  des  zweiten,  reg. 
886  —  918  =  1481  —  1512)  arabisch  geschrieben,  und  sodann  von  einem 
Ungenannten  türkisch  bearbeitet  und  einem  gewissen  Fadanfar  Aya  zu- 
geeignet. Unterabtheilungen  fehlen  gänzlich.  Ueber  den  Anfang  hat  eine 
fremde  Hand  geschrieben:  ^JuJjLü^   ws»(  üJ'jjLjä.^  Lc  ^_jU5'ljjt. 

Die  verbreitetste  türkische  Abhandlung  des  Titels  oLgjs.  J.jLai  ist  die 
nach  dem  Arabischen  des  MuJiyi  al-dln  Alimad  ibn  Ihrähim  al-naliliäs 
al  Baydädi  gearbeitete  Schrift  des  Bäqi,  welche  von  a.  X.  IV,  447,  9121 
und  V,  5  45,  12046  erwähnt  wird,  nach  Flügel  im  Wiener  Kataloge  11, 
481  in  Büläq  1251  (1835)  gedruckt,  von  Hammer  auszugsweise  in  das 
Deutsche  übersetzt  ist  (Zenker  11,  1361)  und  sich  handschriftlich  in 
Dresden  Nr.  410,  Wien  Nr.  1414  (II,  481),  Erlangen  Nr.  37  und  St.  Peters- 
burg (Asiat.  Museum  S.  602  und  Bulletin  scientitique  Vll,  368)  findet; 
ohne  Angabe  eines  Verfassers  finden  sich  gleich  betitelte  Schriften  in 
Leipzig  Nr.  224,i,  in  der  Ambrosiana  Nr.  36  und  in  der  hiesigen  Hand- 
schrift Nr.  8,t>. 
Anfang:  jOj'wää  '»i^l  vaAs  ^^y^J^  v^'.?  J;'  'OjAjw  ^aa  eUij  't>j(>.js?b  tX*s» 
Jjol   äJLjI   ^^*vä4J^&jJ  [Qirr.  111,  160]   xJUI   Jou-w  3   I^Ls   af  ^yj^\ 


Türkische  Handschriften  106.  Glauben  und  Recht.         131 

19  beschriebene  Blätter;  20  X  '2  cm.  Gutes,  neues  Nas'/i  von  tür- 
kischem Zug,  ohne  Vocale;  21  Zeilen;  die  Seiten  sind  mit  goldenen,  rothen 
und  schwarzen  Linien  und  Leisten  umzogen. 

106.  [Petermann  11,  718.] 
i  fc*5Lu,Lju«,  ein  Lehrgedicht  in  il/a^?iaM'I- Versen  des  Metrums  Sani 
_^jv^_|_ww_|_w_  über  die  auf  der  Wallfahrt  nach  Makkak  und  al  Madinah 
zu  beobachtenden  Gebräuche.  Abbildungen  der  heiligen  Orte  sind  zahl- 
reich beigegeben.  Als  Verfasser  nennt  sich  auf  der  drittletzten  Seite  ein 
gewisser  Baxtl^)^  unter  welchem  weder  der  Sultan  AJimad  I  (f  1026), 
welcher  sich  als  Dichter  dieses  Taxallus  bediente  (Gibb,  Ottoman  Poems 
S.  207),  noch  der  von  Hammer,  Osman.  Dichtkunst  IV,  216  erwähnte 
Dichter  dieses  Namens,  welcher  zwischen  1100  und  1143  d.  Fl.  lebte, 
verstanden  werden  kann.  Das  vorliegende  Lelu'gedicht  ist  nämlich  im 
Jahre  105  6  (beg.  17.  Febr.  1646)  geschrieben,  wie  sich  aus  einem  am 
Ende  mitgetheilten,  sehr  künstlichen  Chronogramm  ergiebt.  Es  heifst  dort 
nämlich : 

und  darunter  steht  folgende  Berechnung: 

f    K    V 


üj- 


Das  heilst:  ziehe  290  isSy--^)  weniger  3  (ulSLSS  _^l),  also  2S7,  ab  von 
^.ftJI.  ^j.xa«*-=.^  o^,  d.  h.  nicht  etwa  von  der  durch  diese  arabischen  Zahl- 
wörter ausgedrückten  Zahl  105  6  (welche  vielmehr  das  Facit  des  ganzen 
Exempels  sein  wird),  sondern  von  der  Zahl  13  43,  welche  man  erhält, 
wenn  man  die  einzelnen  Buchstaben  von  ^Ij  ^j.A*vw».i:.^  o-*»-  als  Zahlbuch- 
staben betrachtet  und  ihrem  so  erhaltenen  Zahlwerthe  nach  addiert.  — 
Ein  anderes  Exemplar  dieses  Gedichtes  ist  mir  nicht  bekannt. 

Anfang:  JUJI    ^^LJ    joSLs    UlS       JU*    ji"  J^  isic)  &JJ    tX^^I 

xjUjs».    ic*^   's^yja         *J«^^  <£rf^^    "-^   ^    )^  y^ 


>)  in   dem  Verse:       JoJö.    jjüü.    cLiXj    ^IXs?  J-iIä   ^    »^y^    ^j^-'l    i^tX-^S 


133         Tüi-kische  Handschiüften  107.  108.  Glauben  und  Recht. 

39  beschriebene  Blätter;  20,5X14,5  cm.  Gutes,  durchaus  vocali- 
siertes  Nasxl  mit  15  gespaltenen  Zeilen  auf  der  vollen  Seite;  am  Anfang 
ein  iUniüän]  die  Seiten,  die  Spalten  und  die  roth  geschriebenen  Ueber- 
schriften  der  Abschnitte  mit  goldenen  Leisten  und  schwarzen  Linien  um- 
zogen; Abbildungen  auf  Fol.  7^  9^  10\  ll\  12\  14%  15%  16%  18%  19% 
21%  31%  33%  34%  35%  36%  37%  Auf  Fol,  1"  sind  drei  verschiedene  Siegel 
abgedrückt:  l)  das  eines  gewissen  Muliammad  oarif,  welcher  sich  in  einer 
beigeschriebenen  Notiz  soKLüLOooLä  ^--.-^.^  fr*"^'  nennt;  2)  das  eines  al- 
Saiyid  Öusm'n  vom  Jahre  1218;  und  3)  das  eines  al-Sayid  Ahmad  Na^lf 
vom  Jahre    125  3.     Hübscher  Originalband  mit  goldgeprefster  Rosette. 

107.  [Petermann    122.] 

üJl.^  Je^wxi  i»jLä5',  eine  kurze,  anonyme  Abhandlung  über  die  zur  vor- 
schriftsmäfsigen  Verrichtung  des  Gebetes  nothwendigen  Bedingungen.  Tür- 
kische Schriftchen  über  denselben  Gegenstand  finden  sich  hier  in  der 
Handschrift  Nr.  102,i,  in  Wien  Nr.  1653,5  (Ul,  80),  München  Nr.  261 
fol.  36%  Upsala  Nr.  4  28;  Drucke:  Hammer,  Osman.  Reich  VH,  589 
Nr.  47,  Wien.  Sitz.-Berichte  VI,  223. 
Anfang:      &S  -j^-f    ^j^^l    stU-ws^-xi-is   käS._)\Uj  l^^^r'   tj~*^r'    ''^''    l***^ 

(^♦Jl  onAwjol  äJj!  y^  'S^,  ic^-'5'  H'^  rti^*^  y^y^-^  isj-w  »Jj| 
13  beschi-iebene  Blätter;   20X12,5  cm.     Gewöhnliches,  deutliches,  vo- 
calisiertes    Nas^l    niit    9    Zeilen    auf    der    Seite.       Abschrift     datiert    vom 
25.   Ra§ah    1262  =  9.  Juli    1846. 

108.  [Petermann    120.] 

(' viijG^J.^  „Süfsigkeiten'%  ein  Werk  des  Ahü  'l  Öasan  Ismä'll  ihn 
Ibrälnm  ihn  Isfandiyär  ihn  Bä[yazid-i\  ^)  indil  ihn  amlr  Yaiqüh  ihn  Sams 
al-din  ihn  Y?min  öandär,  welches  in  66  ')  Capiteln  über  das  Gebet  und 
was  damit  zusannuenhängt  (Waschungen  u.  s.  w.)  handelt.  Dem  Beginne 
des  eigentlichen   Werkes  ist  ein  Verzeichnifs  dieser  66   Capitel,  in  welchem 


')  Fol.  3''  Z.  9.  Nach  anderen  Angaben  trug  das  Werk  den  Titel  ^-SoLw  «i)LjjJ.Ä. 
{H.  X.)  oder    _iUaA_u/    c.)üjJU>.    (die  Handschriften). 

*)  ausgerissen;  Fol.   3*  Z.    1. 

')  80  die  Torliegende  Handschrift;  andere  Handschriften  haben  70  (Paris),  77  (Wien 
und  Halle)  oder  78  {H.  X.)  Capitel. 


Türkische  Handschriften  108*.  Glauben  und  Recht.         133 

jedoch  das  vorletzte,  65°'",  ausgelassen  ist,  vorausgeschickt.     Das  Buch  wird 
von  ä.  X.  III,    108,  4616    erwähnt    und    ist    handschriftlich  auch  in   Wien 
Nr.    1681    (III,    122),    Halle    Nr.  XXXVI    und   Paris  Nr.  XIU    vorhanden. 
Vgl.  auch  oben  Nr.  5*,4  3. 
Anfang   (Fol.    2"):     ^j>^JUU    ioLw    X.^'3\   J^U>    ^Lxil    Z>)   aJÜ   *xJ.I 

137  beschriebene  Blätter;  30  X  20,&  cui.  Häfsliches,  doch  verhältnifs- 
mäfsig  deutliches,  vocalisiertes  Diwäni  mit  22  Zeilen  auf  der  Seite;  blasse 
Dinte,  keine  Rubricationen ;  arabische  Stellen  überstrichen ;  von  Fol.  3  ist 
die  obere  äufsere  Ecke  abgerissen.  —  Sowohl  auf  einem  voi'gehefteten  Blatte, 
als  auch  über  dem  Anfange  des  vorausgeschickten  Inhaltsverzeichnisses  steht 
der  falsche  Titel  ^"XJ^S  o\^^  resp.  ,.iL«l  JoU*!  (vgl.  oben  Nr.  100  und  10  l). 

108*.  [Landberg  1017.] 
Dasselbe  Werk,  aber  nur  bis  zum  34^'*"  Capitel  einschliefslich ,  also 
reichlich  die  erste  Hälfte  des  Ganzen.  Fol.  289  endigt  mit  den  Worten 
sjcä?  wj  8tXÄÄ*S^  Jjl  (iSvL^-J  «r,  Fol.  83*  Z.  15  der  vorigen  Handschrift; 
hierauf  folgt  eine  Lücke,  und  was  dann  auf  den  acht  letzten  Blättern  steht, 
kann  ich  in  der  vorigen  Handschrift  nicht  finden.  Ein  Fälscher  hat  durch 
Ausstreichen  der  acht  letzten  Zeilen  auf  Fol.  297''  und  Hinzufügen  von 
,j-yol  o^j  und  ^aJI*JI  t_jJ  lV.^1^  cX«.^  LjJi.a*»,  J^  J-^^  o^',  sowie  durch 
Beischreibeu  der  Jahreszahl  tttt"  (beg.  22.  Dec.  1748)  der  Handschrift  den 
Anschein  der  Vollständigkeit  zu  geben  versucht.  Ein  Verzeichnifs  der  in 
ihr  enthaltenen  Capitel  ist  auch  dieser  Handschrift  voi-ausgeschickt. 
Anfang:   'SoU  «^ULxJl^  ',j.a*JUJL!   si>L«    4!AAj^l|   JoiU.    '^xJljJl  G)  «-Ü  tX<J.| 

297  mit  Originalfoliierung  *)  versehene  Blätter,  und  aufserdem  am 
Anfange  zwei  Blätter,  welche  das  Inhaltsverzeichnifs  und  die  erste  Seite 
des  Textes  enthalten;  20  X  14  cm.  Gutes,  vocalisiertes  Nasxl  von  tür- 
kischem Zuge;  auf  der  Seite  stehen  13  Zeilen.  Auf  den  letzten  Blättern 
sind  die  Räume  für  roth  einzuschreibende  Stellen  leer  gelassen. 


•)  in  welcher  jedoch  fol.  110  überhüpft  ist  und  mit  145  zwei  Blätter  bezeichnet 
sind;  aufserdem  sind  bei  den  Zahlen  17  und  18,  27  und  28,  37  und  38  die  Zeichen  für 
7   und  8  vertauscht. 


134         Türkische  Handschriften  109.  110.  Glauben  und  Recht. 

lieber  das  Gebet  handeln  noch:  Nr.  3,3  —  5*,23  (wie  man  in  den  einzelnen  Nächten 
des  Bamadän  beten  soll)  —  5*,47  (wie  man  an  den  einzelnen  Wochentagen  beten  soll)  — 
5*,49  and  29,4  (Lehrgedichte  über  Waschungen  und  Gebete)  —  ö'^.so  (die  iüjLaäL«*^  des 
Gebetes)  —  17  fol.  IQ*"  (die  Stunden  des  Gebetes  zu  erkennen)  —  19,4  ('^^^jyas.1  |j-<aÄ. 
.^jj'  ^>-*>uo  Ä)  —  25  fol.  15*  (Tradition  vom  Propheten  über  das  Gebet)  —  42,5 
(ä*J>I    ^   5^   oJLaaü)    —    46    fol.    21»    (^Ui    WÜ^)   —  94,2. 


Das  Gebetbuch   des  Abu  'l-suiüd  {0.jl^\    »jI    LcLjLäi^)   s.  in  Nr.   22, ä   und   38,». 


y 


109.  [Petermaim  II,  146.] 
Aus  dieser  sonst  g-anz  arabischen  Handschrift  wäre  hier  nur  etwa 
eine  kurze  Abhandlung  (Fol.  lOe*"— 118'')  zu  erwähnen,  in  welcher  arabische 
Gebete  verzeichnet  werden,  welche,  zufolge  beigegebener  türkischer  Erläu- 
terungen, zu  gewissen  Zeiten  und  in  gewisser  Weise  von  denjenigen  ge- 
betet werden  sollen,  welche  dem  Orden  der  NaqSbandi-Dei-\visch.e  ange- 
hören und  die  wäjj^ä  »^v*^  «^I;}'  studieren.  Diese  Auräd  beziehen  sich,  wie 
die  Leipziger  Handschrift  Nr.  CXV  (p.  406)  lehrt,  zunächst  auf  die  Secte 
der  jfJs.sö^Z-Derwische,  welche  also  wohl  der  der  iVor^s^a/zc^f-Derwische  sehr 
nahe  stehen  mufs. 

Anfang:    scX-iiiKjl    v_ft_>y-*i    x^äü    v_jJjI    v^üiaäs»    sI^    a^L«    stXjtXÄAAÖJu   ci»jijJö 

Gröfse  der  Blätter;  15,5  X  ^^  cm.  Gewöhnliches,  neues,  deutliches 
Nas'/l  mit  13  Zeilen  auf  der  Seite;  die  arabischen  Gebete  schwarz,  die 
türkischen  Erläuterungen  roth  geschrieben.  Der  Schreiber  nennt  sich  am 
Ende  cd  äägj  Sickr  ihn  al  marUüm  al-Saiyid  MuRammad  und  giebt  an, 
dafs  er  seine  Arbeit  im  Ja  •/  qaldah  1135  (=  3.  Aug.—  1.  Sept.  17  23) 
vollendet  habe. 

110.    [Diez  A.   8».    125.] 
Diese    Handschrift    enthält    wesentlich    Auszüge    aus    dem    Qur^än    und 
Gebete  in  arabischer  Sprache ;  daneben  finden  sich  türkisch  folgende  Stücke : 
1)  (Fol.    109*)  jÄvJf  ^_j^   -y^    (vgl.  Gotha  Nr.   7  79    der   arabischen  Hand- 
schriften);  2)  Fol.    119"  IJI  v>^  p^  (^gl-  ^'Pi'"  P-    ^'^^N  Calcutta  S.  21, 


Türkische  Handschriften  111.  Glauben  und  Recht.         135 

Nr.  650  und  1146);  3)  Fol.  122*':  iLeUl  ^^1  J^  ol^jl  _^:  4)  Fol.  134*': 
JCmolII  *ijJ  -^wi,  (vgl.  Calcutta  24,i24o);  5)  Fol.  liZ^:  ol  uÄJwi  jI^^I  ^ 
(^tXÄil  OyuJI  (der  arabische  Text  dazu  auf  Fol.  148');  6)  Fol.  217*:  ^ 
(.L-cl  5i>yjO  SuiiÄ.  <=Lti>  (vgl.  München  arabisch  Nr.  187,  Lund  Nr.  31, 
ZDMG.  II,  76);  7)  Fol.  23 8\  ob^  J\^  v:yUU>o  ^;  8)  und  9)  Fol. 
24  2*  und  Fol.  27 P  zwei  verschiedene  Abschnitte  unter  dem  gleichen  Titel 
^-jL^  fcCsP  wo  -^LäJ»  _wä  (vgl.  München  türkisch  Nr.  262  fol.  9  0''  und 
Nr.  263  fol.  l),  der  zweite  anonym,  der  erste  von  einem  hai^  äasan  ihn 
iAli  verfafst.  Auf  Fol.  2  7  8* ff.  ist  dem  Commentare  ein  kleines  Wörter- 
buch eingefügt,  welches  die  in  dem  Gebete  des  MuUammad  BahcPi  vor- 
kommenden arabischen  Wörter  in  alphabetischer  Reihenfolge  aufführt  und 
türkisch  erklärt.  Talismane  werden  auf  Fol.  246=*,  276^,  286*  und  289''ff. 
mitgetheilt.  Alle  die  angeführten  Stücke  sind  auf  die  Blattränder  ge- 
schrieben; nur  das  letzte  geht  auf  Fol.  2 89* ff.  in  das  Innere  der  Seite 
über.  Die  Anfänge  der  beiden  letzten  (längsten)  Abschnitte  lauten:  Jt^l 
^^Ai^'l  jüTj  ^-.ä,k.<gjl  Jw^  i£)*i^  y^  J^  -i^-Dlj  (sie)  syLäJI^  J^Ä^f  JjlII  «JU, 
und:   \J  ^l♦Ji' ij  Jj  \yj   vjiis  kiLo   ^K.l   jj   jjCJb  xJLsk-i  s_JUe  i^\ . 

Die  ganze  Handschrift  hat  308  beschriebene  Blätter  von  17  X  H  cm 
und  ist  von  verschiedenen,  deutlichen  jVffÄ/z-Händen  geschrieben;  nur  das 
Ai-abische  ist  vocalisiert. 


111.  [Ms.  Orient.  8".  I8l.] 
Diese  kleine  Handschrift  enthält  zunächst  eine  Anzahl  von  Suren  aus 
dem  Qur'än,  nämlich  6,1-49;  36;  48;  55;  59,14—24;  67  und  78;  dann  (von 
Fol.  5  6''  an)  folgen  arabische  Gebete,  zum  Theil  mit  türkischer  Erläu- 
terung ^y^i  wie  Jai  «^Lcii,  ^J\'o\  cLo,  oL),-i  oLeJ»,  >yi  «-LäJ  u.  s.  w.;  ferner 
(Fol.  7 4*  f.)  arabische  Gebete  mit  türkischer  Gebrauchsanweisung  gegen 
allerlei  Leiden  und  Gebrechen,  wie  Kopfweh,  Seitenstechen  (^ä-ö),  die  Pest 
(^^^Uö!),  ^XJI  ^d^  u.  dgl.;  femer  (Fol.  83*,  8  7* f.)  Zahlen-  und  Buch- 
stabentalismane; endlich  noch  ein  paar  arabische  Gebete  mit  türkischer 
Erläuterung,  das  letzte  aus  Sentenzen  bestehend,  von  denen  jede  der  Reihe 
nach  mit  einem  Buchstaben  des  arabischen  Alphabetes  beginnt.  Auf  der 
letzten  Seite,  von  fremder,  roher  Hand  geschrieben,  eine  arabische  Anwei- 
sung zum  Gebrauche  des  folgenden  Talismans: 


136 


Türkische  Handschrifteu  112.  113. 


Glauben  und  Recht. 


f  1  V 

r        d        V 

A  (  1 


dessen  Zahlen,  in  beliebiger  Richtung  zusammengerechnet,  stets  die  Summe 
15  geben. 

99  beschriebene  Blätter;  10,5X7,6  cm.  Gutes,  in  den  Auszügen  aus 
dem  Qur^än  vocalisiertes  Nasxl ;  später  Nastaülq ;  auf  der  Seite  7  Zeilen ; 
bis  Fol.  78  rothe  Umrandung.  —  Auf  einem  nachgehefteten  Blatte  steht: 
„NB.  Ce  manuscrit  fut  ti-ouve  dans  la  poche  d'un  officier  Türe  qid  fut 
tu^  et  ä,  qui  on  enleva  le  drapeau  k  l'affaire  de  Radowatz  prfes  du  Timoc 
et  vendu  le  lendemain  h  mon  fils  par  un  soldat  du  Regiment  de  Rochau 
en  Septembre   1737.     Willemey." 

112.     [Petermann   600.] 
In  dieser  fast   ganz   arabischen  Handschrift    werden  auf  Fol.   4  5''  — 5l'' 
die  sieben  unter   dem  Namen    sLoi»    cyÄ»    (Leiden  Nr.   2207,  Vaticana  Nr. 
238,  i)    bekannten,    hauptsächlich    aus    ^«r'äjz -  Versen    zusammengesetzten 
arabischen  Gebete  mitgetheilt;    denselben   ist  aber  (Fol.  42''— 45*')  eine  tür- 
kische Einleitung  vorausgeschickt,  in  welcher  erzählt  wird,  wie  der  Sultan 
Ihrähim  von  raznin  (reg.  451—492  =    1059—1099)   sich  mit  Hülfe  dieser 
Gebete  eines  AngTiffes  des  Xioärazm-Säh  erwehrt  habe. 
Anfang   der   Einleitung:      jj    jJjO    sLi-vs!^    ^f  JjtXj'    ^9.'^;    ^.y^   T^)h 
i^iXi}  »JoiäJI  ^Lojj  ujSjI  ^cXs^f..  ;5^^'i  C))^)^   ''^<^:?'   i'j   sLiijL 
des  ersten  Gebetes : 

{Qur.  XVn,  4  7)  ^1  Jj.iii\  Jlj.j  IJl,  ^^1  ^♦^^T  ^JJI  ^^ 
21  X  15»^    cm;    schönes    Nasxl   mit    15    Zeilen    auf  der   vollen    Seite; 
das  Arabische  vocalisiert. 

113.  [Wetzstein  H,  1694.] 
In  dieser  sonst  ganz  arabischen  Handschi-ift  stehen  auf  Fol.  lO""  und 
ll''  türldsch  geschriebene  Älittheilungen  über  den  Nutzen  zweier  arabischer 
Gebete.  Das  erste,  auf  den  Propheten  selbst  zurückgefühi-t ,  soll,  wenn 
auch  nur  einmal  gelesen,  Vergebung  der  Sünden  und  milde  Behandlung 
beim  jüngsten  Gerichte   verbürgen;  das   andere,   augeblich  zuerst  von  Mu- 


Türkische  Handschriften  114-116.  Glauben  und  Recht.  137 

Uammad   ihn  lAbd   al   iazlz  Xahfah   zu  Tabriz   angewandt,    soll   gut  gegen 
die  Pest  (^j^lis!  zweimal)  sein. 
Anfang:      eLt^i   yi    f,*.f  ysn    »Jul    *l-*j    *:V^    ä-*-''    ij^^    ^^Äia-Ä+Jl    Jl».^?    vä^_«äi» 

Gutes,  vocalisiertes  Nas/J;  Grölse  der  Blätter:    19  X  1 'j"*  t;'"- 


114.  [Ms.   Orient.   8".    12.] 

In  dieser  fast  ganz  arabischen  Handschrift  (15  1  Blätter  von  15  X 
lü  cm)  stehen  auf  Fol.  14 6" f.  zwei  gleichfalls  ai-abische  Gebete,  denen 
aber  Einleitungen  in  türkischer  Sprache  vorausgeschickt  sind.  Das  erste 
ist  überschrieben  J^. JLw  *Lä*>  luid  soll  also  gegen  Warzen  gut  sein ,  das 
zweite  xxi^Jj  -kjl  _JLkJ  ^^LäO  Ijjc  und  soll  also  dazu  dienen,  Regen  bei- 
zuziehen oder  zu  vertreiben.  Auf  der  letzten  Seite  endlich  (Fol.  15  1*') 
steht  noch  ein  Talisman  mit  Gebrauchsanweisung,  überschrieben  s^x^\  v_jIj 
vcXjw^'  ool*   ij^'  ^^^^*^  beginnend:    J.(  (-»jS^j   »J-il^  sAj   „^f   [^^]^xi  ^^j\  ^j. 

115.  [Ms.  Orient.   8".   3  6.] 

Mitten  in  diese  sonst  arabische  Handschrift  sind  als  Fol.  5  5  — 6  ü  sechs 
Blätter  aus  einer  Sanmilung  arabischer  Gebete  mit  Einleitungen  in  tür- 
kischer Sprache  eingebunden.  Die  vorhandenen  Gebete  sind  t>.A.^j  i^Lc^, 
^jLjI  ^Iä.>  (Gotha,  arabisch  Nr.  516.  7  7  7,7,n.  7  7  8,2,  v.  7  80),  (J^4.=>  ^Uo 
(Gotha  Nr.  776.  781.  785.  786),  (' j=^tX-i"  tfL^J  (Gotha  Nr.  776.  777,7,r,. 
778,2,a). 
Anfang:     JUj   ^3^  Löjl  ■yf;  Ende:     sJyj  Jais.  (J>.i.j   ^c>^yf  ^^\.c:>  yj 

Gröfse  der  Blätter:  14,5X10  cm;  flüchtiges,  neinizeiliges,  vocalisiertes 
Talliq;  fleckig  in  Folge  ehigedrungener  Feuchtigkeit.  Verbunden;  die  rich- 
tige Folge  der  Blätter  ist  diese:   55.   5  7.  Lücke.   56.   59.   58.   6ü. 

116.     [Hamilton   64  3.] 

Ein    Gebetbuchlein.     Den    Anfang   macht   die    FätUiah.      Dann    folgen 

Gebete     gegen     verschiedene    Krankheiten,     wie     Kopfschmerz    (Fol.    98"), 

Wechselfieber  Ux«,l   (Fol.  98'')  u.  s.  w.,    ein  Gebet,    Avelches    bewirken    soll, 

dafs    eine  Schwangere    einen  Sohn    gebiert  (Fol.   94*')  u.  dgl.  m.     Auf  Fol. 


*)  übersetzt  in  Curiositäten  VII,  335. 

TflrkUciie  HaudschrifteD.  lo 


138         Türkische  Handschriften  117.  118.  Glauben  und  Recht. 

40*"  u.   39"  stehen  Amulete;    dann   folgen  ein  ^y  ^Lcii  _j.*i  (Fol.   SS*")    und 
yi^*JI   Jt^  Xs.0  _vÄ  (Fol.   23").     Am  Ende  ist  ein  Blatt  ausgerissen. 

Anfang:      ^t-^y'^    (J-*^t-"    (J-**^'-*^'    V;    ^    tX»^l  (*^^y-"    U^^r"    *'^'  l***^ 

Ende:     i^v-*}   y-'r^-^''"  J^  iwjLs\,w*xi  ^jyoJLßt>  Jj' 

106  beschriebene  Blätter,  welche  von  einer  alten  europäischen  Hand 
in  verkehrter  Reihenfolge  (von  links  nach  rechts,  als  ob  es  ein  abend- 
ländisches Buch  wäre)  foliiert  sind^);  10,6  X  7,5  cm.  Gewöhnliches  tür- 
kisches Nasyi  von  verschiedenen  Händen;  auf  der  Seite  stehen  7—13  Zeilen; 
Fol.   25   und   15—12  sind  beschmutzt. 

117.  [Ms.  Orient.  8".  179.] 
Eine  Sammlung  ai'abischer  Gebete  mit  türkischen  Einleitungen  «^j-«*; 
defect  am  Anfano-  und  am  Ende.  Vorhanden  sind  die  folgenden  Gebete: 
S^  tt.)!^  ^U^  Fol.  11'  —  J.L0I  ^\  jjjl  -Lä>>  Fol  41''  —  J<^\  »Uj> 
Fol.  46''  —  ^j^äUs  -Uo.  Fol.  51'  —  C^j((jib  -U*>  Fol.  57"  —  ^\^  *U^ 
Fol.  5  7"  —  jv^kc  ^Jj-  öLj  Fol.  69"  —  y_y^  Xs,i>  Foh  85"  —  ^^  pL*i> 
Fol.  91"  (98")  —  ^^^Aj  Xt:>  Fol.  103"  —  JU=«  ^Ui>  Fol.  113".  —  Talis- 
mane finden  sich  auf  Fol.  67",  68"",  8l"  und  82";  ein  |»..w«.ib  ob^  -y^ 
auf  Fol.  89". 
Anfang:     ^j-^yol  jjUaJww  &iJI  ül;         Ende:     ^j  «aJ-jüs  «j^o  iJ-:^«'  (j'j'-^ii" 

115  beschriebene  Blätter;  9,5X6,6  cm;  von  fol.  104  und  105  ist  der 
Rand  abgeschnitten.  Gutes,  türkisches  NasyJ  mit  sieben  Zeilen  auf  der 
Seite;  die  arabischen  Gebete  vocalisiert;  Lücke  zwischen  fol.   90   und  91. 

118.  [Ms.  Orient.  8".  5  7.] 
Ein  ebensolches  Büchlein,  welches  die  folgenden  Gebete  enthält:  Xcö 
iy*j^y:s  Fol.  1"  —  |VAiaÄ  A&O  Fol.  4  6"  —  ^\y^  ,.LcJ>  Fol.  5  0"  —  Ji^l  -Lc^ 
|vla*jl  Fol.  65"  —  ^Iä«*x!  -Uo  Fol.  81";  ferner  Fol.  31"  einen  Abschnitt, 
übei'schrieben  ^  Jjti\^  J^v^'?  Fol.  32"  ein  anderer,  überschrieben  l-Aa-wJI  (^Sw.^, 
mit  der  Abbildung  eines  Schwertes;  endlich  viele  Abschnitte  mit  der  Ueber- 


*)  oben  ist  nach  dieser  Foliierung  citiert. 
ä)  Sic!  1.  ^jL^)L. 
')  Hs.  Owiaj. 


Türkische  Handschriften  119.   120.  Glauben  und  Recht.  189 

sclirift  i^L>  und  des  verschiedensten  Inhaltes:  der  erste  (Fol.  55*)  zählt  7  2 
Arten  der  Sühne  övUf  auf,  der  zweite  (Fol.  58'')  giebt  ein  Gebet  gegen 
Kopfweh  an,  u.  s.  w.  Talismane  werden  Fol.  60''f.,  Fol.  81",  Fol.  86''f. 
mitsfetheilt. 


Anfang:     ^^  isjJLo  ^  jj**j|  (Vas»JI    ^♦^s.il    jJJI    |Vw»j  tX^Ä^f   sLci>    ^^r^ 

96  beschriebene  Blätter;  7,5  X  5  cm.  Flüchtiges,  türkisches  Nas/l 
mit  6  Zeilen  auf  der  Seite;  das  Arabische  und  zum  Theil  auch  das  Tür- 
kische vocalisiert.  Auf  Fol.  1*  steht:  ^**i..  ^j.j  J^  <2>JLc^  -j/äI-.o;  darunter 
von  alter  Hand:  „über  precationum  Turcicarum  cum  dissertationibus  de 
sacris  reliquiis  quibusdam". 

119.  [Ms.  Orient.  8».  20.] 
Ein  ebensolches  Büchlein  kleinsten  Formates  (6X4  cm).  Inhalt: 
,^ämJ.I  U.wI  »U*^  Fol.  1"  —  f^Jati  -Uc>  Fol.  Q""  oder  (^^Lxi  Aj::>  Fol.  26*  — 
üS'^Ljo^^  ^L£>>  Fol.  32''  oder  ob wi  ^y>  ^Uj  Fol.  4  4"  —  Jy^^  J^:>  Fol.  5  7*  — 
Jla4^  ^Uj  Fol.  82*  —  J^Ä^  pUo  Fol.  105*  —  Jk^JL^J-  ^LäO  Fol.  131''  — 
oi.*^  -Uj>  Fol.  145*   —   oLxJI  ^b  pUo  Fol.   165*  —  ciS^Lyo  ^LJj>  Fol.  173*  — 

^^>^  7^ Ir*  '■^^  ^'^^'  ^^^*  —  (' ».i^  ^^  (>Lci>;  zuletzt  noch  eine  Anzahl 
kurzer  Gebete  zu  bestimmten  Zwecken,  wie  gegen  Rückenschmerzen  U\l 
^ys^j^\  Fol.  1 9  O*" ,  zum  Besprechen  von  Pfeil  und  Schwert  ^^^  ^Jy\ 
^Jys.\  Fol.    191''  u.   s.   w. 


Anfang:      |vJ-wj   auXc  ^JJ|   J^^  icj>-<£ls.   J^avj   ^^y^  y^        j^Ä*».il   U-f  (^LctJ   ItX» 

205  beschriebene  Blätter;  gutes,  vocalisiertes  Nas^i  von  türkischem 
Zuge;  5  Zeilen.  —  Auf  einem  vorgehefteten  Blatte  steht:  „Preces  c. 
comment.  turc";  auf  Fol.  1*  „  Jacobi  Eberti  libellus".  —  Verschmiert  sind 
Fol.    6  2",    88*,    125'',    133'',    134*. 

120.     [Ms.  Orient.   8".   16.] 

Ein  ebensolches  Büchlein,  etwas  gröfser,  dessen  Inhalt  der  folgende  ist: 

1.  Gebete:  ^kcl  ^^\  pLä;>  Fol  l"  —  ^^j  Aco  Fol.   15"  —  öI^JLo  cUi> 

Fol.  36*  —    ^ys    pUi>  Fol.   7  7"  —    JÜ    ^y^    pU^j  Fol.   90''  —      f^jw    -Ui> 

Fol.  121*  —  ,j.A«js.  J,.*«.^  ^Uo  Fol.  137"  —  ljLäw»  -Ui>  Fol.  144"   —  ^Lo 


»)  Hb.  LJx;  vgl.  Gotha,  arab.  Nr.  778,«,w. 

18' 


140  Tüikische  Handschriften   121.  Glauben  und  Recht 

^jL^vL  Fol.  164"  —  ^A*^  ^«.a»  (Hs.  tUjvü)  tXÄ^5^b  -Uo  Fol.  170"  und 
nochmals  Fol.  209"  —  (' ^tXi'  -Ui>  Fol.  175"  —  ^j.Äi' -Uo  Fol.  198"  — 
^jUjI  pUo  Fol.  2  00"  —  ö.ls?  ^Uo  Fol.  203"  —  (Hs.  cXäj^L)  Jajj^L  .Uo 
i»äjwä  Fol.  218"'  —  ci^c>  ohne  weitere  Bezeichnung-,  Fol.  220"  und  230"  — 
id^ll  oUj»  Fol.  224"  (vgl.  üS";^  ^LaC>  in  Gotha  arab.  Nr.  7  85  und  792, 
und  in  Trübner's  Record  Nr.  41  p.  363")  —  (^J^I.i^)  obj  »U.^  Fol. 
246"  —  J^=^  ►U^  Fol.  248"  —  ^y^.4^  cUo  Fol.  25  6"  —  J^^  .>Lrj  Fol. 
280"  —   ^O^f  .U:>  Fol.   34  0". 

2.  Fingierte  Siegel  und  deren  Erklärung:  c^jf/J  v^  Fol.  30",  ob ~ii  ^^ 
Fol.  68",  197",  215",  24  2"  und  J^^  ^xi  Fol.  85"  —  ^^^  Fol.  135"  — 
^j^Ul   (Hs.  y^^ä^)  y^^  ^^  Fol.   244". 

3.  Talismane:  Fol.    117"  {^y       yi,),   269"f.,  337". 

4.  ^L*JUI  JcÄÄ  Fol.  235"  —  ^b^  ^Lj  Fol.  265"  —  ^kc  ooT  Fol. 
268"   —   ij-^i  JjCjJO    _^  Fol.    27  2"  u.    274". 

5.  Folgende  Suren  des  Qur'än:  I  Fol.  335",  lI,i-5  Fol.  235",  XXXVI 
Fol.  310",  LXVH  Fol.  325",  LXXVHI  Fol.  33(i",  CXH-CXIV  B^l.  333". 

Anfang:  xaä  xJJI  ^^y  ^ü>j.*£  i^jv-äa.  ^lN-aJ^I  <^.^y)  i^^^r'^  (j-^^r"  ^''  f»-^ 
35  6  beschriebene  Blätter;  lOjsX'^,^  cm.  Hübsches,  kleines,  vocali- 
siertes  Nasxi  mit  sieben  Zeilen  auf  der  Seite.  Die  Seiten  sind  erst  mit 
einer  goldenen,  später  mit  einer  rothen  Linie  umzogen;  auch  die  Uebei'- 
schriften  sind  erst  mit  Gold,  später  roth  geschrieben.  lUnwän  und  sonstige 
Verzierungen  auf  Fol.  199",  200",  280",  310";  roth  sind  Fol.  45,  46,  65, 
66,  85,  86;  in  den  Rand  von  Fol.  82  ist  ein  Loch  geschnitten.  —  Auf 
Fol.  1"  steht,  von  der  Hand  Wilken's  geschrieben:  „Variae  precationes 
cuTu  commentariis  turc:  et  talismanica:  denique  Sur.  36,  67,  78,  114,  1,  2 
(v.  1—5)  mystica;  talismanica";  auf  der  Innenseite  des  Vorderdeckels  von 
der  Hand  Chi-.  Hendreich's:  „Precationum  Libellus  Arabico-Turcicus". 

121.     [Ms.  Orient.   8«.    18.] 
Noch   ein   ähnliches  Büchlein   mit  folgendem  Lihalt: 

1.  Die  Suren  I,  XXXVI,  LXVH,  LXXVHI,  LXXXVI,  CH-CIX, 
nochmals  I,  dann  H,  i- 4,  121,  122  und  XXXVII,  iso— 132  des   Qur^än. 

2.  Gebete,   arabisch    und   meist   mit   türkischem  Commentar  versehen: 


1)  Vgl.  S.    137   Anm.   1. 


Türkische  Handschriften  121.  Glauben  und  Recht.         141 

.J>  .L&0  Fol.  28*"  —  iJöäI  ^I  ^Uo«  Fol.  39"  —  ij^lJI  C^-öi»  pLiO  Fol. 
4  6"  —  ^UjI  oLä^  Fol.  öS*"  —  iwLj4X^  »Lc>>  Fol.  59''  —  pLcl  ^^.1  jj,!  ^Uj> 
Fol.  63"  —  jiUy  o.>  *Lc>>  Fol.  66"  —  ^j^^  »Uo  Fol.  Sl"  —  ^jU^  pUo 
Fol.  84*  —  ein  Gebet,  welches  mit  aufgehobene!'  Hand  i_>^v.jj.j(  Jl  ge- 
sprochen werden  soll,  Fol.  26''  —  ein  andei'es,  welches  man  nach  dem 
Frühgebete  dreimal  lesen  soll,  juöjl  y^;t  s^Xl^aJiid+j  xj^,  Fol.  52"  —  ein 
anderes,  welches  man  beim  Anziehen  eines  neuen  Kleides  lesen  soll,  xl> 
«aSjI  ^^j^  sJJitXAi' ^LJ,  Fol.  104'  —  vei'schiedene,  von  welchen  eines  (Fol. 
71")  ü5\L>uo   ßLeo  genannt  wird,  Fol.   70"  f. 

3.  Gebete  und  sonstige  Mittel  gegen  Krankheiten,  wie  Kopfschmerz 
u.  dgl.:  Fol.    10  4"  f.  und    12 3" f. 

4.  Angabe  über  die  Tage,  an  welchen  man  ein  Kleid  zuschneiden 
ü5L4.-Ä_j  ij<-l_«J  oder  die  Nägel  schneiden  iä5i.*.«*J'  (3_j-io  soll,  Fol.  78" 
und  8  0"  —  ferner  ein  Abschnitt,  überschrieben  ^Lixiv^  ^jLoui.  ^^)  r"?*^ 
Fol.    121". 

5.  Fingierte  Siegel,  meist  mit  Erklärungen;  und  zwar  verschiedene 
des  Propheten  MiiUammad  auf  Fol.  90",  92",  95"  und  96"  —  oLu,^  ^ 
Fol.  9  2"  —  u^LaJI  (Hs.  v_-ä_i.)  ^  vi  ^  y..j^^  Fol.  93"  —  fenier  die 
Abbildung  und  Beschreibung  des  Schwertes  Jü  'I  faqär,  vUiJf  ^6  c>aaä 
Fol.   94". 

6.  Talismane,  Fol.   9 6" f.  und    10 5" f. 

131  beschriebene  Blätter;  9,5  X  7  cm.  Nas'/l  oder  Nastalliq  mit  7 
Zeilen  auf  der  Seite;  das  Arabische  vocalisiert;  einzelne  Blätter  blau  oder 
roth  gefärbt;  Fol.  118  eingerissen.  Abschrift  datiert  von  einem  Sonnabend 
«.*jJ^  im  Monat  {  j^  ;^-^'-)  GimCidä  II  1068  (=  6.  März-3.  April  1658); 
als  Schreiber  nennt  sich  (sie)  vL.oav.jI  (sie)  jj~j  ^A  tX+.sP.  —  Auf  einem 
vorgehefteten  Blatte  steht,  von  alter  Hand  geschrieben:  „13  1  Bl.  Sur:  1, 
2,  36,  67,  78,  86,  103-111,  1.  2  (init.),  preces  et  commentar:  Talis- 
manica";  darunter,  verkehrt  geschrieben:  „Dieses  Buch  sampt  dem  Cin- 
gulo  hab  Ich  den  23.  8br.  16  75  in  der  [sie]  bey  üywaros  in  Ober 
Vngern  mit  den  Turcken  vndt  Rebellen  gehaltenen  treffen  von  einem 
Turckischen  Mufti  den  wier  gefangen  nahmen,  bekommen.  Johan  Krieger, 
Rittm." 


')  Hs. 


j  ■^•^  . 


148         Türkische  Handschriften  122.  Glauben  und  Recht. 

122.     [Ms.  Orient.   8".    15.] 
Ein  ähnliches  Büchlein  folgenden  Inhalts: 

1.  Gebete:  SSifjt  ^l&o  Fol.  l''  —  (' J^l  p  oLcj  Fol.  21*'  —  s^^  »Uo 
(.Ljüill  Fol.  22"  —  iJj\  S^)  -Lä«^  Fol.  24'  —  ivx^yi  ^^  .\^o  Fol.  24''  — 
C  Usxi  Gl  .Uo  Fol.  25"  —  J^l  JüT  ci^5  A^o  Fol.  25"  —  äJLT  ^U*>  Fol. 
74»  _  ^^j,xxi  ^Uo  Fol.  75*  —  C-^Jö  ^Uo  Fol.  75"  —  oJj*>  .>Uc>  Fol.  91"  — 
(i^^Ly>  icyl^lo  ^L£t>  Fol.  112''  —  ^^  pUi>  Fol.  120"  —  (H.S.  j^ä^)  yeLs,  A^ii 
^LJI  Fol.  130"  (vgl.  136")  —  (*ob  ^^  ^Lca  Fol.  140"  —  J^  *Lc^ 
^l>  Fol.    151". 

2.  Folgende  Sm-en  des  Qur^än:  XXXVI,  von  V.  35  an,  da  der  An- 
fang verloren  gegangen  ist;  XLIV,  LV,  LXVII,  LXXVIII,  LXXIX,  XCIX 
bis  CXIV;  Fol.  3"- 21". 

3.  ^ztr'öw-Perikopen  oK.I  auf  sämmtliche  Tage  der  Woche,  vom  Frei- 
tag, Kx^t  (.^j,  angefangen;  Fol.  35"— 74".  Auf  jede  der  Perikopen  folgt 
ein  Gebet,  welches  nach  derselben  gelesen  werden  soll. 

4.  Zwei  ji-cbJU  mit  Hülfe  des  Qw'än,  Fol.  174"  und  180";  das  zweite 
kürzer,  als  das  erste.  Die  Bedeutung  der  einzelnen  Buchstaben  wird  durch- 
genommen. Das  erste  ist  überschrieben  (sie)  s&xib  /vJvÖI  ^J\  ,ä}\  JU,  das 
zweite  (sie)  ejwb  ^l^£!l  JU. 

5.  Siegel  ^_gjo  (zuerst  das  des  Propheten)  Fol.  18'4''  u.  185",  und  vier 
Talismane  ^jj^,  Fol.    18  5"- 18  7". 

Anfang  der  Handschrift:  StJ^cXj'  J^^-^  r"-^'  »tXJoLo;  -iLUt  äjuLc  Jy*»)  SjL^p 
187  beschriebene  Blätter;  13X^0  cm.  Gutes,  in  den  arabischen 
Abschnitten  vocalisiertes  Nas^l  mit  9  Zeilen  auf  der  Seite.  Die  zwei 
ersten  Blätter  von  anderer  Hand  geschrieben;  zwischen  Fol.  2  und  3  eine 
Lücke.  Auf  der  Innenseite  des  Vorderdeckels  steht,  von  den  Händen 
Chr.  Hendreich's  und  Fr.  Wilken's  geschrieben:  „Preces  Arabice, 
cum  commentationibus  Turcicis,  et  quibusdam  Capitibus  Alcorani",  und 
„Sur.  36  (v.  35),  44,  55,  67,  78,  79,  99-114.  Preces  c.  comment:  turc: 
Talismanica.  mystc : " 


■)  Qur.  III,   148. 
»)  Qur.  XLVIII,!. 
»)  vgl.  S.   137   Anm.   1. 
*)  Hb.  ;>Lä.-»<. 


Türkische  Handschriften  123.  124.  Glauben  und  Recht. 


143 


-  123.  [Ms.  Orient.  8°.  212.] 
Noch  ein  solches  Büchlein.  Den  Anfang  macht  die  36"°  Sure  des 
Qur'än,  vollständig  bis  auf  wenige  Worte,  die  am  Ende  fehlen.  Dann, 
von  Fol.  11  an,  folgt  eine  am  Anfang  defecte  Sammlung  arabischer  Ge- 
bete, welche  meist  mit  türkischer  Einleitung  versehen  sind.  Diese  Gebete 
sind  im  Anfang  ohne  Ueberschriften  gelassen;  später  finden  sich  folgende 
Ueberschriften :  U^  ^t^j^j  .Uj>  obi^\  (soll  wohl  heifsen  olJU,l  ^1^^  »U^ 
Lii)  Fol.  74";  iJjl  ('^^^  ^^b  ^jjJI  cXa*^  ^^U  «yULx^  Fol.  75^;  .Uo 
■yjy.  Fol.  77"  und  (verschieden)  Fol.  10  2'';  ^ö  ^  oUU-  Fol.  78";  ^ 
Cv;>^^  ey.*^Äj|  IJ.Ä  Fol.  79'';  u^Lä*«uo  cLcO  Fol.  81'';  ^\  ^|  pUj>  Fol. 
85^;  «y;^  .Uo  Fol.  87";  ^T^|  ^|^  ^^  Fol.  93";  ^,ys.  ^^  Fol.  96"; 
«yUU  .Uo  Fol.  100";  ^^^\  .U^  Fol.  106";  C  ^^yOf  xj  .Uj  Fol.  107^ 
^^^ijo  .Uj  Fol.  108";  JL*j-  ^^L,  |.Lj  owÄÄ  Fol.  110";  endlich  x*b  b  ►lx<> 
Fol.    111".  ^ 

Anfang  der  Handschrift:     «aSJl  ^xXil  yjl^l,      u-^     ,v^^l  ^^^Dl  Jjl  |V«o 

115  Blätter,  von  welchen  das  24"'°  leer  ist;  10  X  "7  cm.  Verschiedene 
Hände,  Nasxl  und  Diwänl;  das  erstere  vocalisiert.  Vielleicht  am  Ende 
defect. 

124.     [Ms.  Orient.  8».   1.] 
Ebenso.     Die  namhaft  gemachten  Gebete  sind  die  folgenden :   y^  .>Uj 
oü^  Fol.  6";  y:^  .Uo  FoL    lO";  ^tXi'  .Uo  (vgL  S.  137  Anm.  1)  Fol.  ll"; 
^^  pUi>  Fol.  33";   [^ yA^   ..Uj  Fol.  55".  —  Auf  den  ersten  und  den  letzten 
Blättern  kurze  Abschnitte  verwandten  Inhalts. 
Anfang:     xl)|  J^^   ^^  [Qur.  LIX,  2l]  Ju.:^  JU  ^1^1  |j^  UJ^|  ^ 

7  8  Blätter;  10,6  X  7,6  cm.  Deutliche.s,  siebenzeiliges,  zum  Theil  vo- 
calisiertes  Nustaülq.  Auf  Fol.  1"  steht  ^^U^ä  |*^  |v.o;  darunter  „Preces 
cum  comment:  turc:  et  Talismc." 


')  sie !  1.  it4^ . . 

*)  sie!    vermuthlich  soll  es  (.ly,»«-)»^  heifsen. 

*)  d.  i.  Qur.  11,  256. 

*)  sie!   1.   Ow-ÖÄ   =  J^y  nicht  (,j#-LJ|)    -öi». . 


144         Türkische  Handschril'ten  125.  126.  Glauben  und  Recht. 

125.     [Ms.  Orient.   8".    17.] 
Noch  ein  solches  Büchlein  folgenden  Inhalts: 

1.  Die  Suren   36.   44.   67.    7S.    112-114.    1.   •2,t-4. 

2.  Folgende  Gebete:  ^^-^^^  ■='-&:>  Fol.  2  7*'  —  jL~»j..^  <>Uj'  Fol.  3  6"  — 
(^>Lx  ^Lo  Fol.  51'  —  J^Läj  ^l&^  Fol.  55^  —  ijUaJL»  ^j>  oLft.>  Fol. 
59'  —  JOj^^L?  -U:»  Fol.  109"  —  ^\^\  yd~.  -Lä^  Fol.  138"  —  ^^  ^U:> 
Fol.  154''  —  {'0^=-  ^U:>  Fol.  166^  —  ^UjI  ^U:>  Fol.  17S^  —  ^^  pUj 
{i^sl^)  Fol.   ISO"  —  Ji=.j  Ca  Jy)  ,.Uj  Fol.   197  , 

3.  Talismane  mit  Erklärung,  in  v_}L3  eingetheilt:  Fol.   6 3" f. 

4.  Wahi-sagebücher ,  und  zwar:  a)  jwLijJL«-  JLi  (vgl.  Nr.  10,3  und  4, 
27,13  und  41,s^)):  Fol.  92"  —  b)  g.^^  gjj\  ^S  J^  ^^  JU,  über  Punctier- 
kunst  oder  Psammomantik ,  auf  lAli  zurückgeführt:  Fol.  112"  —  c)  JLi 
(Jl>j  yr.   [sie]   JjÄj   ^JJ)^.  Fol.    116"  und  nochmals  Fol.   218*. 

2  20  Blätter,  von  welchen  das  erste  und  das  letzte  ganz,  das  zweite 
fast  leer  ist;  10  X  "^  cm.  Theils  Xas/I,  theils  Diwänl,  das  Arabische 
meist  vocalisiert;  7  Zeüen  auf  der  Seite.  Abschrift  datiert  vom  Jahre 
978  (beg.  5.  Juni  1570).  Als  Schreiber  Ojv^l  ^1^  nennt  sich  am  Ende 
ein    gewisser    (^  ^U?.    c>\~s.   »-a.<äj    a«-^;    daneben    als    Besitzer   ^jo     ,_äia„.fi>! 

(?)  ^^y^' 

126.     [Ms.  Orient.   8*.    7.]     ' 

Noch  ein  ähnliches  Büchlein.  Der  Inhalt  ist  folgender:  l)  Die  Suren 
6.  3  6.  4S.  5  5  und  5  6  —  2)  Talismane  Fol.  3 9" f.  (hauptsächlich  gegen 
verschiedene  Schmerzen)  und  Fol.  7  6'  —  3)  Gebete,  und  zwar  ^y^  pLcJ» 
i>ü  Fol.  45"  —  x^'  iU.>  Fol.  5  4"  —  ^\yL£  cUj  Fol.  5  9"  —  Gebete  ohne 
Titel,  Fol.   1"  u.   74'. 

76  Blätter,  von  welchen  60  —  73  leer  sind;  1 5,s  X  lOj^  cui-  Mehr 
oder  weniger  gutes  Nas/j  mit  9  Zeilen  auf  der  Seite;  das  Arabische  vo- 
calisiert;   bis   Fol.    45'    Randeinfassung    von    doppelten    rothen    Linien.    — 


*)  so  über  dem  arabischen  Texte  auf  Fol.  ITi""  genannt;  über  der  türkischen  Einlei- 
tung (Fol.   166*)    wird    noch    xaC,<  (sie)  hinzugesetzt. 

*)  an  allen  diesen  Stellen  ist  fälschlich  ->!«<  statt  «xLw  gedruckt,  was  ich  zu  ver- 
bessern bitte. 

^/  sicl     Vielleicht  ist  die  Stadt  Gradadatz  in  Bosnien  gemeint. 


Tüi-kische  Handschriften  127.  128.  Glauben  und  Recht.         145 

Auf  Fol.  2*  stellt,  von  verschiedenen  alten  Händen  geschrieben:  „Ce  liure 
sapelle  henaan  ')  —  qui  traite  de  la  loy  et  Croyance  Mahometane  —  en 
arabe";  darunter:  „Pars  Alcorani  de  Pecoribus,  cum  quibusdam  aliis 
partibus  ejusdem  Alcorani,  et  commentatiuncula  Turcica";  endlich  wieder 
darunter:  „Sur.  6,  36,  48,  55,  5  6.  commentatio  turc:  de  Talismanis  et  pre- 
ces  cum  commentariis". 

127.  [Ms.  Orient.   8^    172.] 

Ein  aufgerollter  Papierstreifen  von  3  m  68  cm  Länge  und  7,5  cm 
Breite.  Der  Anfang  ist  abgerissen ;  das  Vorhandene  zeigt  zunächst  eine 
Anzahl  magischer  Kreise,  worauf  ein  roth  geschriebenes  Gebet  in  arabischer 
Sprache  folgt,  welches  mit  dem  Qw^än-Y erse  II,  256  (i.1  yo  ;^'|  a,'l  ^  8]j\) 
beginnt.  Hierauf  folgen  die  arabischen  Gebete  ;^L-«  ^yj  ^Lcj  und  »LcJ 
äi^L^-iJI  üIäJI,  das  erste  mit  vorausgeschickter  Einleitung  in  türkischer 
Sprache.  —  Die  Abschrift  wurde,  einer  roth  geschriebenen  Schlufsbemer- 
kung  zufolge,  am  Abend  ^LijJI  oö^  3  eines  Tages  in  der  ersten  Dekade 
J3U  des  Saibän  1046  (=  29.  Dec.  1636-7.  Jan.  1637)  vollendet.  Der 
Schreiber  nennt  sich  nicht;  wohl  aber  hat  ein  früherer  Besitzer  der  Rolle, 
nämlich  tX^^  ^i  ^jiijovJs,  seinen  Namen  neben  die  Schlufsbemerkung  ein- 
geschrieben. 

128.  |>Is.  Orient.   8".    154.] 

Noch  ein  (am  Anfang  und  am  Ende  defectes)  Gebetbüchlein,  welches 
folgende  arabische ,  mit  türkischer  Erläuterung  versehene  und  mit  Talis- 
manen vermischte  Gebete  enthält:  ^-saJl  v_jys.  ol&o  Fol.  6'',  c>L>  ^y^  »Uo 
Fol.  SS*",  (-5^LiiL.t  -Uj.  Fol.  40^  ^^L.  Jo^  ^U:>  Fol.  43"  (mit  dem  Bei- 
satze rjoljs':  vgl.  unten  Fol.  6S*),  Jyil  |^'  »Lä^  Fol.  48%  Ja&\  *-»<l  oLä.> 
Fol.  56";  ferner  Fol.  IQ'f.  eine  Abschrift  der  36.  Sürak;  Fol.  68''  ein 
Gebet,  um  Zunge  und  Auge  des  Feindes  zu  bmdeu  (Ueberschrift  [sie]: 
«Jjl  yXxi  (fi)»^  \i->  uf. JbU-i^j  &-Uä.  xäjvvI  \^)y*^  sxäivj  yi  ^-jlj) ;  endlich  Fol. 
75"  einen  Kreis,  welcher,  einer  beigegebenen  Erläuterung  zufolge,  zu  Pro- 
phezeiungen beim  Neumond  angewandt  werden  soll. 


*)  sie!  d.  i.   (.Ixil,  nämlich    (»Lxjill    S)m>  >   die  erste  der  mitgetheilten  Suren. 

*)  Vgl.   oben  Kr.   Ö*,S5   (S.   16),    ferner  E.  Lane,    Modern  Egyptians  (5*''   Ed.,   London 

1860.   8")  S.   260,  und  M""'  Carla  Serena,  Hommes  et  choses  en  Ferse  (Paris   1883.  8«) 

S.   94  f. 

TAikische  Huisohriften.  19 


o 


U«         Türkische  Handschriften  129.  130.  Glauben  und  Recht. 

Anfang:  |vjI^  Lj   »  Ha  Ht  Uio  j^aJ^  L 

Ende :  *  I  *  ^  llt  ff  Ioaä  ivJvS'  L) 

79  beschriebene  Blätter;  10  X  7  cm.  Gutes,  vocalisiertes  Nasyß  mit 
7  Zeilen  auf  der  Seite.  Die  Seiten  sind  mit  einer  Goldborte  und  2  —  3 
schwarzen  Linien  umzogen,  das  Netzwerk  der  vorkommenden  Tabellen 
(z.  B.  für  die  Namen  Gottes,  auf  fol.  63''— 68')  von  goldenen  Linien  ge- 
bildet, die  Ueberschriften  theils  roth,  theils  mit  Gold  geschrieben.  —  Auf 
Fol.  l*"  steht:  „Monasterii  in  Teistungeburg "  '),  auf  der  letzten  Seite: 
„Monasterii  SS.  Apostolorum  Petri  et  Pauli  in  Teistügeburg" '),  auf  der 
Innenseite  des  Vorderdeckels:  „Bellermann".  Etwas  von  Würmern  an- 
gefressen, doch  ohne  Verletzung  der  Schrift;  die  letzten  Blätter  aus- 
gebessert. 

129.     [Ms.  Orient.  8".   211.] 

Noch  ein  Gebetbüchlein,  aus  welchem  die  ersten  Blätter  und  ein  Blatt 
zwischen  Fol.  35  und  36  ausgerissen  sind.  Von  den  Gebeten,  welche  wie 
gewöhnlich  in  arabischer  Sprache  abgefafst  und  türkisch  erläutert  sind, 
finde  ich  mir  Juol^  »L^o»  Fol.  IT  (wo  1^  statt  J-ylj^=»  steht!),  ^L&o 
«yL=>l.Ä>o  Fol.  62*'  und  ^ß>^J  '-Lc4>  Fol.  69''  genannt;  Talismane  stehen  auf 
Fol.  65''-68\ 
Anfang:  ^jx  "^j-*^  U^*^  •^J  |*4*J>^  ^j    i*-^'^.'  [J^  ^  f^ri  *JiLj  it|  stXic 

(Qar.  II,   25  6)  ^U  U?  ^"i   »J^ 

87  beschriebene  Blätter;  8,5X65*  cm.  Das  Arabische  mit  gutem, 
neunzeiligem,  vocalisiertem  Nas/J,  das  Türkische  in  verschiedenen  Schrift- 
arten und  von  verschiedenen,  zum  Theil  recht  schlechten  Händen  ge- 
schrieben; die  letzten  Blätter  mit  sehr  flüchtiger  und  verblichener  Schrift 
verkehrt  beschrieben.  Auf  fol.  vers.  des  letzten  Blattes  steht:  „liber  Ma- 
hometanus  precatorius  lingua  arabica  et  turcica",  und  darunter,  von  an- 
derer Hand:  „Unde?" 

130.     [Ms.  Orient.   8".   5  6.] 

Desgleichen.  An  arabischen  Gebeten  mit  vorausgeschickter  türkischer 
Erläuterung  sind  vorhanden:   (^  jiy»JI   ajS'p^I&i>  Fol.   ö*",  ("  _ JJi  «^IäJ  FoL  41'', 

')  in  der  Proylnz  Sachsen,  nicht  weit  von  Worbis  gelegen. 

*)  sie!  1.   jiwC   ^jS' oder  Jij*}\    jäT;  vgl.  oben  Nr.   116  fol.   23\ 

3j  Vgl.  S.   137   Anm.   1. 


Türkische  Handschriften   130.  Glauben  und  Recht.  147 

syj  rLci>  Fol.  71%  dasselbe  mit  anderer  Erläuterung  Fol.  85'',  f,^y\  rUj> 
^£^1  Fol.  lll\  «yUluc  cLco  Fol.  115"  und  ^^^  ^Uj>  Fol.  lig';  zwei 
arabische  Gebete  ohne  türkische  Erläuterung  U7id  ohne  Angabe  eines  Titels 
Fol.  139''  (Anfang:  bij  J^  oöl  il|  Jl  V  ^^!^  ^(  c^CU-'l  aJL'l  oJl  ^Jl 
(iJ'tU*)  und  Fol.  Ho*"  (Anfang:  Jk5^  jj  t5<>-^^  ^^  ^-  o>^  (5*^  ^^«h«»'! 
^ju^  x.ijJo);  endlich  Talismane  Fol.  96"- HO".  —  Fol.  1-6",  111^  und 
134—138  sind  mit  grün  ausgemalten  Kreisen  verziei-t,  welchen  hie  und  da 
(Fol.  5',  134'',  135",  ise**,  138")  Anrufungen  und  kurze  arabische  Gebete 
eingeschrieben  sind. 
Anfang  (Fol.  6'') :  »^rV=*  (*^^r''  c^*^r''  *^''  1**^  U*?*-''  ^^  'Lc^  _  yi, 
<-*-"  /*♦?►  JbL^SP  ^i^\\Ji\  (»iL^Jl  ÄA^ft  jjucLäaj  ^ji'  o  JiS'  >4>ui.tJi'  *J^yi 
155  beschriebene  Blätter;  lOX^v'  cm.  Flüchtiges,  mit  einzelnen 
Vocalen  versehenes  NaMaillq  mit  7  Zeilen  auf  der  Seite;  die  Seiten  meist 
mit  einer  rothen  Linie  umzogen.  —  Fol.  16—25  sind  vei'kehrt  eingebunden. 
Auf  einem  vorgehefteten  Blatte  steht  von  alter  Hand:  „Liber  precat:  c: 
commentr:  et  difsertat:  de  talism:". 


Gebete  stehen  noch  in  den  folgenden  Handschriften :  Nr.  3,3  —  5,6  (i»äjyXi  *L£i>)  — 
5*,2  —  (.^.j>£  »«.i..^)  —  2S  fSvLisLwl  *Lci^)  —  27  (für  Bcgräbnisse)  —  8,n  (cLck> 
jjacl  *-.!,  oi^jOl  i_}L^fl  \jo\y^>  ijfi^^l  ''Lä*^  u.  a  )  —  17  fol.  1*  —  34,7  und  lo  — 
40,s  (^^J0\  XJT<^UJ>  und  J^4-'  ^^>>)  —  42,3  (LjJi  ^Uj)  —  44,6  (<ä3o  ,|-JC  -^Uj» 
objji  -b)  und  10  (^1  JL'I  |vä~»  rLc^)  —  53  (v-ä-yw  oLti>)  —  55,4  (^^Uc  rLcJ)  — 
91,6  (|Juw  ol^  t^i.  ^cU.^)  —  92,6  (>^4-W  "^l^^)  —  »  (|*-''  '^'>^>  —  '^  ('''-^'^ 
^jciL=..l)  —  94,2   (jj.  fLc^J,    cj^'   ■■Lä^,    tX.^.^'   »Lei,    olJLö   cLäs^,    ^axI    rLfttJ)  — 

160  (väJI  »oys-  «^Ltv:»,  ^jc!iLi.l  rU>i,  «uIä-U.   Xs.<:>)  —   ito.s  (snLsv-wI  -^Ix.?)  — 

257  —  328  fol.  109''  (,^-ycl    Xs.0 ,  gereimt)   —   433   {yOJlS    v>^ '^• 


Hierher  gehören  ferner:  Nr.  1,9  (über  den  Mahdt)  —  5, 19  und  20,b  (die  Namen 
Gottes)  —  5*,5i  (desgl.)  —  68  (4j\y»}\  s\y^,  Erschaffung  der  Welt  ^  Nr.  36,i)  — 
66  (Freitagsgottesdienst)  —  11, j  ( » JJL'I  &JLJ)  —  20,3  (was  den  Menschen  abhält,  sich 
auf  die  Seligkeit  vorzubereiten)  —  28,3  (Erschaffung  des  Adam)  —  29, 21  (die  «.«-Jj 
Jk-A-a.j-2)  —  38,8  (gegen  den  Weingenufe)  —  44,6  (1001  Namen  Gottes)  —  46  fol.  24» 
(zwanzig  Eigenschaften,  welche  Gott  nothwendig  zukommen). 


19* 


148         Tüikischo  Handschriften  131.   132.  Glauben  und  Recht. 

131.  [Diez  A.  n"».  12.] 
(•iL«*JI  xaJLc  (c-w-v»  «yL=»Ujo ,  eine  angeblich  durch  Kalb  cd  allbar  ')  über- 
lieferte Legende  von  einem  Gespräche,  welches  Moses  auf  dem  Sinai  mit 
Gott  hatte.  Wesentlich  dieselbe  Schrift  ist  in  den  Gothaischen  Hand- 
schriften Nr.  1,14  und  52,1  enthalten;  man  vgl.  das  zu  der  ersteren  Ge- 
sagte. Eine  kurze  Vorrede,  welche  in  der  vorliegenden  Redaction  voraus- 
geschickt ist,  in    den  Gothaer  Handschriften    aber   fehlt,    beginnt   mit    den 

Worten:   ;tXi'^  ^j^    (3^)'  o'J^^'    1*^7^^'  *^.j'  7^  tX*^l;    der  Anfang   des 

in    den    Gothaer   Handschriften    enthaltenen    Textes    {^\    [sie]   ^LÄ.!ÜI    .»^j^ 
J.I  )y^  "^^h)  *•**        '^  ^'^^^*  ^^^^  ^'^  ^^^  viertletzte  Zeile  der  ersten  Seite. 

3  2  mit  Originalpaghiierung  (bis  If")  versehene,  beschriebene  Blätter; 
1  4,5  X  10  cm.  Kleines,  vocali.siertes ,  mit  etwas  zitternder  Hand  geschrie- 
benes, doch  leserliches  Nasx.1;  auf  der  Seite  stehen  13  Zeilen.  In  seinem 
Kataloge  sagt  Diez  von  der  voidiegenden  Handschrift:  „Ich  habe  diese 
Schrift  hinter  einem  arabischen  Gebetbuche,  welches  der  Herr  Director 
Bellermann  zu  Beidin  besitzt,  angetroffen  und  habe  mir  wegen  ihres 
nützlichen  Inhaltes  die  gegenwäi'tige  Abschrift  davon  genommen,  deren  jede 
Seite  nicht  mehr  und  weniger  Wörter  enthält  als  sich  auf  den  Seiten  des 
Originals  gefunden." 

132.     [Ms.   Orient.   4".   312.]      - 

Auf  Fol.  4  5  —  76  dieses  Codex  steht  dieselbe  Schrift,  gleichfalls  mit 
der  in  den  Gothaer  Handschriften  fehlenden  Einleitung.  Es  ist  das  Ori- 
ginal der  von  Diez  gefertigten,  in  der  vorigen  Nummer  enthaltenen  Ab- 
schrift; denn,  wie  sich  aus  einem  beiliegenden  Zettel  ergiebt,  gehörte  die 
voidiegende  Handschrift  früher  J.  F.  Bellermann  in  Erfurt,  welcher  sie 
seinerseits  von  dem  Coadjutor  v.  Dalberg,  der  sie  in  Wien  gekauft  hatte, 
zum  Geschenke  erhalten  hatte. 

32  beschriebene  Blätter;  16,5X^2,5  cm.  Gutes,  vocalisiertes,  tür- 
kisches Nasxi  mit   13  Zeilen  auf  der  Seite. 

lieber    Traditionen    handeln:    Nr.    5*, 3    —    is    —    5  6    —    8,17    (öotX^I   |^«^(«kÄ.| )   — 


')    Die    vorliegende    Handschrift    schreibt ,    ebenso    wie    die    beiden    Gothaer    Exemplare, 
AAä.i)|  statt    ^L^ill. 


Türkische  Handschi'iften  133.  Glauben  und  Recht.         149 

8*,i    (=  5*,66;  vierzig  Stück)  —  354,5    (i.|    Ä«xij   ijw_c   ^^)   —    378  fol.   1»  —   485 
(von  Malik  ihi  Anas)  —  499  S.   26. 


133.  [Wetzstein  II,  713.] 
Diese  Handschrift  enthält,  theils  in  Versen,  theils  in  Prosa  geschrieben, 
eine  grofse  Anzahl  von  kurzen,  zumeist  anonymen  und  titellosen  Schriftchen 
theologischen  Inhalts,  vielfach  Legenden  über  Mvliammad  und  seine  Wunder 
icjlj^*,  Fäfjmah,  lAll,  den  Satan  u.  s.  w.  Als  längere  und  näher  zu  be- 
zeichnende Stücke  hebe  ich  die  folgenden  hervor: 

1.  Fol.  1*:  Jlya>t  iuJsU  ioLäT,  ein  Gedicht  in  MaOnawT-NQvmw  des 
Mafses  Bamal  über  die  Lebensumstände  der  Fäiimah,  der  Tochter  des 
Propheten.  Dasselbe  Gedicht  findet  sich  als  Nr.  3  der  türkischen  Hand- 
schriften iu  der  Bibliothek  der  DMGesellschaft  (II,  39  des  Kataloges),  und 
auch  nochmals  in  der  hiesigen  Handschrift  Nr.   44,ii. 

Anfang:     ^^aJU.  (sie)  ^jiy^y  J^l  »J^'  is*^'^^''  x+isLi  ^£<Xa\  Juöl 

Abschrift  datiert  vom  9.  Gumüdä  II  1165  =  24.  April  175  2.  Darauf 
folgen  noch  verschiedene  Gedichte  über  Wunder  «yk-^^xi  des  Propheten 
(mit  dem  Datum  3.  du  '/  Tii^^aJi  1149  =  4.  April  173  7  auf  Fol.  15''), 
ein  kurzer  Pi'osa  -  Aufsatz  über  32  Pflichten  djöj-i  ^-JCst  \yi\  i^IjüT  Fol. 
30")  u.  a.  m. 

2.  Fol.  39*":  (^^w^ij"  «usiU  v-jUS',  ein  türkischer  Commentar  zur  ersten 
Sürah  des  Qur'än.  Derselbe  Commentar  scheint,  nach  den  Anfangsworten 
zu  schliefsen,  in  der  Wiener  Handschrift  Nr.  164  3,i  (III,  79)  enthalten 
zu  sein;  sonst  vgl.  man  auch  noch  Wien  Nr.  1642,  Uri  Nr.  80,5,  Dresden 
Nr.    264,4,  Kraflft  Nr.    412,  Journ.  Asiat.    1868,  I,   480   und    1871,  II,    130. 

Anfang  der  Einleitung:     iX^Ai]  |»Afajtll  o^iJI   (sie)  *3li>  <\a.ilf  *JtXÄJI  xlj  tX*i.l 
der  eigentlichen  Erzählung:     Jjlj  (.ol   jJj    jJL,    J^fj  ^ilc  ^lX^  (sie)  Juo  J^l 

3.  Fol.  50":  w«.ÄJt  jjMJyi  v_jb,  ein  kurzer  Abschnitt  über  eine  ^Jujyo 
yji^\  genannte  Gebetfolge,  welche  den  dieselbe  Betenden  am  jüngsten  Tage 
besonders  zugute  kommen  soll. 

Anfang:    \Uj   ok*5^   (c^'    »jXcljJljvUj    «Lä-ia.l    a^  )))5^    |»i^^l    x*-Lfc   yA.«juo 


150         Türkische  Ilandscliriften  133.  Glauben  und  Recht. 

4.  Fol.  51":  ^\f^  (jJä  oLäS',  das  „Buch  der  vierzig  Fragen",  welches 
durch  Zenker's  Ausgabe  (II,  1204  seiner  Bibliotheca  orientalis)  be- 
kannt ist.  Der  Verfasser  wird  hier,  wie  bei  Zenker,  ^\^  bii^x»  genannt; 
über  abweichende  Formen,  in  welchen  dieser  Name  in  anderen  Handschriften 
erscheint,  vgl.  man  Zenker  p.  III.  Vor  dem  Ei-scheinen  der  Zenker'- 
schen  Ausgabe  war  das  Buch  bereits  zweimal  (1840  und  1848)  in  Konstan- 
tinopel gednickt  worden  (s.  Zenker,  Von-ede  und  Bibl.  Orient.  I,  1414 
und  II,  120  3);  andere  Handschriften  finden  sich  in  Leipzig  Nr.  193  (auf 
welcher,  neben  der  Ausgabe  von  Konstantinopel  1840,  Zenker's  Ausgabe 
beruht),  München  Nr.  3,  Leiden  Nr.  2128,  St.  Petersburg  Nr.  509,  Up- 
sala  Nr.  412.  —  Der  Inhalt  der  Schrift  wird  ausführlich  von  Fleischer 
zur  Leipziger  Handschrift,  etwas  kürzer  von  Hammer  nach  dem  Drucke 
von  Konstantinopel  184  8  in  Sitz.-Ber.  der  Wiener  Akad.  III,  314  an- 
gegeben. 
Anfang:  ».Jl^  <xi^  &äl^  y-f:-=-  J-^  |»i*^l;  H^XmsJ^^  ^x*JL»JI  k_>p  xli  J.*il 
jjjl   s^lio    ^'M   bi'^-c    ^^gxLax^    is^y'    (^^^)    ij^^  y^   ij-^***-'    ^■^^'j 

Abschrift   (auf  Fol.    ITT)    datiert   vom    Jahre    1166    (beg.    8.    Nov.    175  2); 
als  Besitzer  ,_,,.ÄLfl  nennt  sich  ebenda  ein  gewisser  Muliammad  Efendi. 

5.  Fol.  17  l*":  die  Legende  von  Muiäd  ihn  Öabal;  vgl.  Gotha  arabisch 
Nr.   40,1   und   2722.     Die  üeberschrift  lautet:  iül  ^^^  »x^  ölxje  Sj^! 

Anfang    (nach    der   BasmalaK):    «uic   jJJI    J^-<o   ^y-*")    »^«ä.^    J->=»    i^J    '^^^ 

)y*^y^  >^}y)  ,jtXJ>«5 
Am  Ende  (Fol.  185")  datiert  vom  19.  Öumädä  I  1176')  =  6.  December 
1762. 

6.  Fol.  185'':  unter  der  üeberschrift  ^^U^xb  ^bS"  \jjt,  eine  in  3Ia9- 
nawl-Versen  abgefafste  Redaction  der  Legende  von  Abraham  (Xahl)  und 
der  von  ihm  beabsichtigten  Opferung  seines  Sohnes,  unter  welchem  be- 
kanntlich die  Muhammedaner  den  Stammvater  der  Araber  Ismael,  nicht 
den  Isaak  verstehen. 

Anfang:      .  .   .   t\)Cftk!  tiSiriü  Ji-jl  ^  J-^*^  J>'  (sie)  t>^*-^'  ;-+«*^'  »^.y^ 


1)  80  steht  mit  Worten  da;  daneben  aber  mit  Ziffern  1167,  was  14.  März  1754 
geben  würde.  Dies  ist,  wegen  der  Uebereinstimmung  mit  den  anderen  Daten  der  Hand- 
schrift, wahrscheinlich  das  richtige. 


Türkische  Handschriften  134.  Glauben  und  Recht.         151 

7.  Fol.  200*:  dasselbe  jwbjj^  des  Sulaimän  Öelehi,  welches  auch  in 
den  Handschriften  Nr.   363  und  364   enthalten  ist;  man  s.  dort. 

Anfang:     i'^i'  ^  ^Ouit  xl^  ^jJ,!  v_*=^lj  ^(5l  ^^Jol  ^b  ^^jI  JJI 

Auf  eine  arabische  Notiz  über  den  Einfall  der  Franzosen  in  Aegypten  auf 
Fol.  234"  folgen  verschiedene  türkische  J/a^nazt-l-Gedichte  über  die  cyl-..^ 
des  Propheten;  dann: 

8.  Fol.  240":  ein  2wboy^.^j  des  Propheten,  und  zwar  dasselbe,  welches 
auch  hl  den  Handschriften  Nr.  28,2  und  Nr.  39  fol.  58''  enthalten  ist;  man 
s.  dort. 

Anfang:     5(>JJC/)tX=».    t^^^^Jt^yi,    *^^;    (*^5    *^'^^    '^^   i^-^   Cy^'    '^>~*"}    '■-w--^^ 

tS   ^cXJl    '>^'S)    i^v^    tX*^!    ^>-;y*' lo'^'i' 

9.  Fol.  268*:  eine  Erzählung  von  iAlT  in  i/aö/iat«;?- Versen,  über- 
schrieben ^tX.AÄ^(jJjl  (j-AvlT ooKä.  Jw£  (sie)  ^iyä^^  und  beginnend: 

o*^^  )^  ^)^  ^'  tM  y^  j"?         (j'^5'  t^^*-^  tM^  1^'  ;'^^"j 

vgl.    Nr.    4,4  und  6. 

305  beschriebene  Blätter;  22,5  X  16,5  cm.  Rohes,  aber  deutliches  und 
durchaus  vocalisiertes  Nas'/l  von  türkischem  Zuge;  auf  der  Heite  stehen 
11  —  13  Zeilen ;  die  poetischen  Stücke  sind  zweispaltig  geschrieben.  Von 
Fol.   233   ist  ein  Stück  abgerissen. 

134.  [Peterniann  H,  682.] 
«-cbc>-cl-  (Fol.  4*  Z.  6  V.  u.),  ein  Buch  über  „die  Stunde"  xax  f|- 
^XWt  d.  h.  die  Stunde  der  Auferstehung,  von  Haihat  alläli  ihn  Ibräkfm 
(Fol.  Z^  Z.  2  V.  u.).  Dieselbe  Schrift  findet  sich  in  LJpsala  Nr.  408,  wo 
der  Verfasser  Haibat  alläJi  GauM  genannt  wird.  Vgl.  auch  die  MUnchener 
Handschrift  Nr.  263  fol.  ig*". 
Anfang:     aOJI    Jjf  iJl  &JI  ^i    ^1    J^l,    '1^^    piUilt    Jou^    ^jJl    sJÜ   cX^I 

60  beschriebene  Blätter;  30  X  l^?*  cm.  Schönes,  grofses,  vocalisiertes 
Nas-/i  mit  15  Zeilen  auf  der  Seite;  nicht  nur  die  häufig  eingestreuten 
arabischen,  sondern  auch  türkische  Stellen,  auf  welche  die  Aufmerksamkeit 
besonders  gelenkt  werden  soll,  sind  roth  geschrieben.  Am  Anfang  ein 
roher  lUnwän;  die  Seiten  mit  einer  Goldleiste  und  drei  schwarzen  Linien 
umzogen.      Abschrift  gefertigt    von   der   Hand   des   Mulla   MuRammad  ihn 


152         Türkische  Handschriften  135-137.  GHauben  und  Recht. 

1iä^§i  Sqfar  al-saliliäf  cd  Jiäfiz  und  datiert  vom  (ersten?)  Dienstag  -»j  ^j 
ÜiUII  des  (jj^)  (xumädä  II  1170  (beg.  21.  Februar  175  7).  Am  Ende  ist 
ein  kleines  Siegel  abgedruckt;  auf  den  letzten  Blättern  findet  sich  ein 
brauner  Fleck. 

185.     [Petermann   4  91.] 

Dasselbe  Werk;  und  zwar  scheint,  soweit  ich  verglichen  habe,  die  vor- 
liegende Handschrift  eine  Abschrift  der  vo]-igen  zu  sein.     Anfang  wie  dort. 

56  beschriebene  Blätter*);  28X18,5  cm.  Gutes,  vocalisiertes  Nasxl 
mit  17  Zeilen  auf  der  Seite;  Abschi-ift  vollendet  an  einem  Sonntage  (je^. 
tXa.^t|),  5.  Öuviädä  II  1213  =  14.  Nov.  1798^).  Die  Handschrift  ist  in 
ihrem  Aeufseren  der  vorigen  sehr  ähnlich. 

136.     [Ms.  Orient.   4".  20  6.] 
Noch    eine   Handschrift    desselben    AVerkes   in   selbständiger,    von    den 
beiden  vorigen  Handschriften  unabhängiger  Redaction. 
Anfang:    äSJlJI    «JUI    il|    Jl    ^)    ^1    d^\^    \]yJ>    |.:iLwif!    J*=.    ^5JJl    Jj    J,Ul 

^(>w«.i3.    ;>Jol    i^iXäX;    (_LyL.«2.j'    i^Lx>    y3 (^»^4.31    (^.«.Aajl    (.>«.4..^sJt 

(jJüJäaäW    (sie)    JJi^.tMtS'  (ci-^    ^(AJI^I    >^jL^   ^5^*^ 
79  beschriebene  Blätter;   22,6  X  1'7   cm.     Flüchtiges,   vocalloses  Nas^l 
mit   14—18  Zeilen  auf  der  Seite.     Grobes,  bläuliches  Papier. 


üeber  den  jüngsten  Tag  handeln  noch:    Nr.    l,ii     (v^^w^L*..,    islw*ul)    und    4,2    ( Jl^„.i»| 
ouoLö). 


137.  [Petermann  II,  305.] 
^UjaJI  -;-SyJ  |JLt  Jly^lj  eine  in  zwanzig  „Fragen"  jJLli«^  eingetheilte 
Abhandlung  über  den  Zustand  der  menschlichen  Seele  zwischen  Tod  und 
Auferstehung.  Die  Abhandlung  ist  von  einem  Ungenannten  ^.aa^  7*^=»  yi 
yjyaüÄJI  aus  dem  Arabischen  übersetzt;  als  Verfasser  des  arabischen  Ori- 
ginales wird  Abu  lAhd  allüh  al-§aix  Muliammad  tbn  al-Saix  Aiyüh  Gauzi, 
bekannt   unter  dem  Namen  Ibn  Qaiyivi  (f  751,    beg.    11.  März    135  0)    ge- 


')  deren  erstes  auf  die  vordere  Einbandschale  aufgeklebt  ist. 
*)  welcher  Tag  aber  ein  Mittwoch  war. 


Türkische  Handschriften  137*.  Glauben  und  Recht.         153 

nannt;  unter  den  von  H.  X.  aufgefülirten  zahlreiclien  Schriften  dieses 
Autors  (s.  VII,  1214  Nr.  8032)  finde  ich  keine,  welche  mit  Sicherheit  als 
das  Original  der  vorliegenden  Uebersetzung  betrachtet  werden  könnte '). 
Der  Inhalt  der  zwanzig  Fragen  wird  (mit  Angabe  des  Blattes,  auf  welchem 
jede  derselben  beginnt)  am  Ende  der  Vorrede  angegeben;  die  erste  Frage 
lautet  ^5>»;y^l  ovLft   iuLLa.1    «i)vL>\  öLaä  ^   <L)\yti\^   die   zweite  ^j   ol»vol    _(jJ 

Anfang:     ^^  »>^=»^'  v*^'^  Jj'    '15-*^  '^i  '^r'.  ^  is'^'j    'Lä^jo  ^^^  tX^jj  tU^a- 

83  beschriebene  Blätter^);  20,5  X  13  cm.  Gutes  Nastadlq  mit  21 
Zeilen  auf  der  Seite ;  Cajjitelüberschriften  u.  dgl.  roth  geschi'ieben,  arabische 
Stellen  schwarz  geschrieben  und  roth  überstrichen;  am  Anfang  ein  ein- 
facher iUnwän. 

137*.     [Landberg  362.] 

Muliammad  ihn  Farämarz,  bekannt  unter  dem  Namen  Xusrau  (f  885, 
beg.  13.  März  148  0),  verfafste  ein  Werk  über  die  jüüJf  J^l,  welchem  er 
den  Titel  J^Nil  ^  Jl  'J^^l  äUy  gab  (Fol.  4"  Z.  10);  dasselbe  wird 
von  H.  X.  V,  497,  11819  :^  Büläq  II,  255  besprochen  und  ist  in  Bologna 
(Bibl.  Italiana  LVI,  31  nr.  340'))  und  bei  Ibrahim  Pasa  Nr.  4  79  hand- 
schriftlich vorhanden.  Dem  arabischen,  mit  goldenen  Linien  überstrichenen 
Texte  dieses  Werkes  ist  in  der  vorliegenden  Handschrift  eine  türkische, 
commentierende  Paraphrase,  x«.^.^'  genannt,  beigegeben.  Der  Titel  dieser 
Paraphrase  lautet   J^a^l   JLc   Jl    'J^as^I    'i\Syo   Ju4*»*j    (Fol.    3"  Z.   8  v.  u.); 

»)  von  der  III,  1,  4363  erwähnten  Schrift  ^\f^\  o)kj  Jl  V'^;^'  i5«>^^  (Leiden 
nr.  2023),  an  welche  man  noch  am  ersten  denken  könnte,  pafst  die  Eintheilung  (in  70 
Capitel)  nicht.  Dafs  die  Eintheilung  in  20  Fragen  aus  dem  arabischen  Originale  über- 
nommen sei,  sagt  der  türkische  Uebersetzer  der  vorliegenden  Abhandlung  ausdrücklich.  — 
Arabische  Schriften  über  denselben  Gegenstand,  aber  von  anderen  Verfassern  herrührend, 
finden  sich  in  Gotha  Nr.  756   und  besonders  757. 

*)  Die  vorhandene  Originalfoliierung  zählt  das  erste  Blatt  nicht  mit. 

')  Hammer  nennt  hier  den  Verfasser  „Mohammed  Caranor" ;  das  letztere  Wort  dürfte 
eine  Verstümmelung  von  v,  ^t-,  *  sein.  —  Ein  von  dem  Verfasser  selbst  geschriebener 
arabischer  Commentar  zu  seinem  vorliegenden  Werke,  welcher  den  Titel  äUy^JI  äf**  trägt, 
ist  bei  Ibrählm  PaSa  Nr.  478  u.  480  vorhanden;  die  Vorrede  zu  diesem  Commentar  in 
Leipzig  Nr.  CIX,s«   (S.  388  des  Kataloges). 

T&rkiiehe  Haiidsclirift«n.  20 


154         Türkische  Handschriften  138.  Glauben  und  Recht. 

als  Verfasser    derselben    nennt    sich    (Fol.   S"',    Ende)    lUOmän   ihn   Mustafa, 
welcher   aus    Gallipoli    gebürtig    war,    dann    aber    in    Konstantinopel    und 
später  in  Äiyüb  wohnte  (j^j^j!i!|  |vj  J^AJÜLw^f!  ^  J^aa-UUI). 
Anfang  des  arabischen  Originales:   x^^^i  tVj'^  e^''^'  J[^-«='  tX^  \j-*^]  'tXx^ 

der  türkischen  Pai-aphrase:   'x-bal    ^j.jo    LÜji=»^    '&AJtV.J    bItXio  ^^jJI    jcU    ö^\ 

'«Jj.Auv.  JUAJ  lX«.^^^  LsjyXi.  'iüjj.Äj  j^xi  LÄ4.Xa  L4J  L*.i..«di. 
208  Blätter,  deren  erstes  leer  ist;  Originalfbliierung ;  25  X  15  cm. 
Schönes,  vocalloses  NastaÜTq  mit  23  Zeilen  auf  der  Seite.  Am  Anfang 
ein  schöner  lUmoän;  auch  der  Kolophon  ist  hübsch  verziert,  und  die  Seiten 
sind  von  einem  goldenen  Streifen  und  drei  schwarzen  Linien  eingefafst, 
die  beiden  ersten  Seiten  von  zwei  goldenen  Streifen  imd  fünf  schwarzen 
Linien ;  Schlagwörter  u.  dgl.  meist  mit  Gold  geschrieben.  Abschrift  von 
Al-saiyid  Xalll  ihn  al-saix  'Ali  vollendet  im  Bajah  1157  :^  10.  August 
—  8.  Sept.  174  4.  Hubscher  Originalband  (Leder  mit  Goldpressung),  von 
ilem  aber  die  Klappe  abgerissen  ist.  —  Die  ersten  Blätter  waren  zusammen- 
geklebt und  sind  unvorsichtig  auseinander  gerissen  worden,  wodurch  dort 
die  Schrift  vielfach  beschädigt  ist;  auch  die  oben  in  den  Anfangsworten 
des  arabisclien  Originales  in  eckige  Klammern  eingeschlossenen  Worte  sind 
in  der  Handschrift  auf  diese  Weise  zerstört  und  aus  H.  X.  (Ausgabe  von 
Bäläi/)  ergänzt. 

138.    [Diez  A.  8".   7.] 

Eine  Sannnlung  von  Mustern  zu  gerichtlichen  Ausfertigungen  (^»jCo, 
von  Mulla inmnd,  bekannt  unter  dem  Namen  Baldirzüdah  soIvjjJJLj,  welcher 
während  einer  langen  Praxis  viele  solche  Formulare  in  arabischer  und  in 
türkischer  Spi'ache  gesannnelt  hatte,  und  dann  auf  Rath  einiger  Freunde 
^^I^Js»!  uästj  die  türkischen  in  voidiegender  Sammlung  xä^*^  zusammen- 
stellte ixnd  veröffentlichte.  Der  Stoff  ist  in  eine  Muqaddimah  und  zehn 
Bäh    getheilt;    die    Muqaddimah    zerfällt    wieder    in    folgende    drei    Fasl: 

1)     \\lX^    ^X/o»L>    ^:i)^V..mIv.«.    X^^'-:?  5    2)    ^^«XAJ    cs''^)--    ''-'y*^    ^.ic-^^    )^' '    '^)   l-**??^ 

>vJJIj  is*^)^-  ^^W^  *'^'  ^^^5  y)*^^  ^'°M''>  ^'^^  zehn  Bäb  handeln  über: 
1)  Fol.  IT':  y^MS  ij^^!  i^^XxXjo  »üjyj.  &Äftj  w.jt>.Äj^  j^iUa^  t^  —  ^^  Fol. 
I!)'':  ^|Liui!  .jiwlj^.  v:iv.jLÄS^  >jjjJo'^  1^'-*^  —  ^)  Fol.  26":  5\L=»lj  ju*^  «aj 
^y^  c^^?'  i3-J-JtÄx  äj-Aj^-j.  —  4)  Fol.  40'':  »tXÄ.M/X.gö.L/0  y^juo  itJ^^^  cH*^  ^'t*' 
U.i;l   ^N^l  ci^b   —    5)  Fol.    45'':    ^jÜÖjiäxjj   I-sI^   A^y  ^y^o  —   6)  Fol.   5  0": 


Türkische  Handschriften  139.  Glauben  und  Recht.         155 

^IäXxX^j    >J^f=>j    xj^L-ö^j    ^I^^J   ^^^ —    ")   Fol.  55\-    ('vcjLJoI    ,JC=»j    ^:DbU=v 

yyo  ^j^;'  ^3AJlÄxl  lOJi^f  ü5*J.jl^  —  8  ')  Fol.  5  7'':  oJ^^  *^b'Lv./'j  ,^&Jyi  — 
9)  Fol.  5  9^  j»j^^5  soLj-wi  JiJÜ  glyil  —  10)  Fol.  69":  ob\,  JliXu«-!^  ioob^ii, 
^'IjlUäa)  iSyXjyi^  is^}j  V^-^.j  ^-*-^  *r;'"^j^  •  Mehrere  der  mitgetlieilten 
Formulare  sind  aus  den  Dreifsigerjahren  des  1 1 .  Jahrhunderts  der  Flucht 
(1620—1630  n.  Chr.)  datiert,  wodurch  also  die  Zeit,  zu  welcher  der  Ver- 
fasser lebte,  festgestellt  ist. 
Anfang:     xäjLäs.    f^\   ^jl^^j    '|JU    ijili.    (sie)    J5I    ^^yo^lj   ^jCij    '^^    tX^i. 

80  beschriebene  Blätter;  19,5  X  13,5  cm.  Gutes,  17 zeiliges  Nastalliq, 
nicht  datiert,  aber  der  Abfassung  des  Buches  ungefähr  gleichzeitig.  Auf 
dem  Rande  von  Fol.  40*  sind  einige  Siegel  undeutlich  abgedrückt.  —  Auf 
einem  dem   Vorderdeckel  von  aufsen  aufgeklebten  Zettel  steht:    x^X^  ^bS" 

139.     [Petermann  11,  223.] 
Eine  Sammlung  von  Fafwä,  welche  aus  den  betreffenden  Werken  des 
Abu    'l-sulüd    {Zwä(fak    Gelebt    Efendi),    KamälpaSazüdak    {Alimad    Celebi 
Efendi),  Giwizadah  Efe^idi  {Muliammad   Um  Ihjäs;    erwähnt    bei  Ö.  X.  IV, 
429),  Saidt  Celehi  Efendi  und  lAli  Celebi  Efendi  al  Gamäl   von    Wall  ihn 
Yüsuf  zusammengestellt    ist.     Die    Fahoä   erscheinen   als  Frage    äJU*»uo   und 
Antwort   i-j!»^»-,    beides   meist   kurz,   und   am  Ende    der    Antwort    wird    der 
Name    desjenigen    genannt,    welcher    dieselbe    ertheilte;    in    beiweitem    den 
meisten  Fällen  ist  dies  Äbü  'l-sulüd.     Die  Fatioä  sind  in  der  gewöhnlichen 
Weise  in  Kitäb  und  Bäb  eingetheilt;  5,L^JI  i^UT  beginnt  auf  Fol.   2^",  ^\sf 
s^JLcJt  Fol.  8",    j.^1  ^Ixf  Fol,   28''  u.  s.  w.   —  Auf  drei  Blättern    ist   ein 
Inhaltsverzeichnifs  mit  Blattweiser  vorausgeschickt,    welches   aber  nicht  zu- 
vex'läfsig  und  aufserdem  am  Anfange  defect  ist. 
Anfang:     öSJjL^v^   JI    btXfflj    'ij-öyL'lj    5U.cuiJI  ^Jj    b   tÄottXc    ^IxJ   Uäi^ 

270  beschriebene  Blätter  mit    confuser  Originalfoliierung,   und    aufser- 
dem die  drei  vorgehefteten  Blätter    des  Inhaltsverzeichnisses;    22  X  15   cm. 


*)  sie!      Es    soll    wohl    der  Plural    des    arabischen    ^Ijof    (vgl.    Comte    de  Landberg, 
Primeurs  Arabes    p.    «  Z.   7)  sein. 

')  vom  Schreiber  irrthümlich  als  (j<*xLä.   v_jb  bezeichnet. 


20» 


1B6         Türkische  Handschriften  140.  Glauben  und  Recht. 

Gewöhnliches,  leserliches  DiwänT-nas)^isi  mit  24  Zeilen  auf  der  Seite.  Als 
Schreiber  nennt  sich  am  Ende  Ismälil  ihn  MuMammad,  aber  ohne  für  seine 
Arbeit  ein  Datum  anzugeben.  Auf  einem  nachgehefteten  Blatte  stehen 
Bemerkungen  aus  den  Jahren  1099,  1100  und  1102  (1687-91).  —  Am 
Anfang  des  Textes  findet  sich  ein  roher  iUnwän,  und  am  Ende  des  In- 
haltsverzeichnisses hat  eine  mir  unbekannte  Hand  angemerkt:  „Fetavah 
Abu  Send  Geschichte  von  Constantinopel  während  der  Verfasser  daselbst 
Kadi  war". 

140.  [Petermann  H,  230.] 
Eine  i^aiwä-Sammlung,  welche  in  der  gewöhnlichen  Weise  in  Kitäh, 
Bäh  und  Matldb  eingetheilt  ist;  doch  stehen  die  Äi">.ÄÄ/i  JoL*«/!,  welche  der- 
artige Bücher  sonst  zu  beschliefsen  pflegen,  hier  voraus;  dann  folgen  ^\j^ 
ol^LjLil  (Fol.  24''),  Ljj  (3X*ÄJ  Lo^  v:>IJ(  J^  ä^JLÜI  ^L  (Fol.  35'),  ,_JLkx 
^^'J\  (Fol.  39"),  ^^1  ^)<ia^  (Fol.  46")  u.  s.  w.  bis  LLö^I  ,_JJax  (Fol. 
266^),  womit  das  Buch  schliefst.  Eine  Einleitung,  aus  welcher  etwa  der 
Name  des  Verfassers  ersehen  werden  könnte ,  ist  nicht  vorhanden '),  und 
auch  sonst  finde  ich  denselben  nirgends  erwähnt;  nur  soviel  ist  sicher, 
dafs  wir  weder  die  Fatioä  des  Abu  H-suiüd,  noch  die  des  Qädi  Xän  oder 
des  Äsiad  cd-dln  vor  uns  haben,  da  diese  (ebenso  wie  verschiedene  arabische 
JF'aitüä-Sammlungen)  wiederholt  am  ßande  citiert  werben. 
Anfang:     ^j.xslü^  \yi\\  bl  ^^k^a^Jf   p^-^I  *UXa.^    i5>^'    ij':?'^'    tL«Jx  ^J^^»*x 

272  beschriebene  und  mit  Originalfoliierung  versehene  Blätter  und 
aufserdem  vier  vorgeheftete  Blätter  mit  Inhaltsverzeichnifs  und  Blattweiser; 
21X12  cm.  Schönes  Nas^i  mit  19  Zeilen  auf  der  Seite;  die  Seiten  mit 
doppelten  rothen  Linien  eingefafst.  Der  Schreiber  nennt  sich  am  Ende 
iXIj^  iLue  JlmjÜLj  ^^x  is  i>  (J.J  iXf^  ^j  y^XiJI  <Xy^  (sie)  LäiJI  [.ItVSl  i-jl>~> 
SeJi  ^J^  imd  giebt  an,  dafs  er  seine  Arbeit  am  Ende  d^  li  des  Jü  (Ij)  'l 
qaidah  1129  =  5.  Nov.  1717  vollendet  habe.  —  Auf  der  ersten  Seite 
hat    sich    ein    gewisser    Mustafa   PaSa    als    Besitzer    der   Handschrift    ein- 


')  selbst  die  Basmalah  fehlt. 


Tüi'kische  Handschriften  141.  142.  Glauben  und  Recht.         157 

gezeichnet  und  sein    Siegel   beigedrückt.  —  Auf  dem  Schnitte   steht  ^\sf 

141.     [Diez  A.  8".   32.] 

Eine  Sammlung  von  Fatwä  und  gerichtlichen  Entscheidungen  täSyjCo; 
das  letzte  derartige  Schriftstück  ist  datiert  vom  Jahre  1150  (beg.  1.  Mai 
1737).  Vorausgeschickt  ist  ein  arabisch  geschriebener  Aufsatz  über  die 
Glaubensartikel,  welcher  tiLäXc^'l  ^Lj  ^  oLj  überschrieben  ist  und  mit 
den  Worten  (jjj««aj^  xLlL  nI  Jil  yß  ^jUj!^I  oLLCJt  ^^  J^ÜI  v-^l^l  ^Lj  JLel 
jj.jiJ.L3  beginnt. 

25  beschriebene  Blätter  von  nicht  ganz  gleicher  Gröfse;  die  gröfsten 
20,f>  X  13  cm.  Flüchtiges,  doch  gutes  Taillq  mit  ungefähr  25  Zeilen  auf 
der  Seite.  Eine  Anzahl  von  Blättern  hat  eine  bläuliche  oder  grünliche 
Farbe.  —  Auf  einem  aufsen  aufgeklebten  Zettel  steht:  (sie)  I.LÄi  loLii' 
vv  j-L;».**   ^&•~ki^yo  S^^^j. 

Hierhergehören  ferner:  Nr.  5,6  (2(AÄi'.  i:i>\^„o) —  7,3  (Fatwä  iihcT  cU.w )  —  4  (Ehe- 
Bchliefsung)  —  5*,44,  46  und  6o  (Fatwä  von  Abu  H-sulüd  u.  a.)  —  63  (o».^  '))"^  ^  — ' 
7,1  (eine  Entscheidung)  —  8*7  (Fatwä  des  .46m  'l-suiüd)  —  U),i  (SLo-äJI  sä^  ,  Lehr- 
gedicht) —  17  fol.  5''  (yd-sl-j)  —  fol.  11''  (gerichtliche  Ausfertigungen)  —  fol.  22'' 
(Fatwä)  —  Nr.  29,i  (tSyJL^)  -  9  (am  Fativä)  -  lo  (Freiheitsbriefe)  —  39  fol.  Se*»  (ein 
Fatwä)  —  43,2  ((j«dj|j_9)  —  47, i  (e.jl_ö.j_»..x)  des  Abu  H-suiüd)  —  47,3  (Fatwä)  — 
54  (Erkenntnisse)  —  170,6  (Fatwä)  —  219  fol.  72  f.  ((jäjlji)  —  260,5  (Fattvä  des 
Abu  'l-suiüd)  —  1   (desgl.  des  Sa\d  al-dm). 


142.  [Petermann  II,  9  2.] 
Jt^^  J^j  das  bekannte  religionsgeschichtliche  Werk  des  SahrastänT, 
in  das  Türkische  übersetzt  von  dem  im  Jahre  1070  (beg.  18.  Sept.  1659) 
verstorbenen  NüM  ibn  Ilusfafä.  Ueber  alles  Weitere  s.  das  zu  den  Hand- 
schriften Gotha  Nr.  82  und  Wien  Nr.  976  (II,  199)  Gesagte.  Von  Hand- 
schriften findet  sich  ferner  noch  ein  zweites  Exemplar  in  Gotha  (Nr.  83) 
und  eines  in  Upsala  (Nr.  311).  Die  beiden  Bäb  beginnen  in  der  vor- 
liegenden Handschrift  auf  Fol.  12"  und  76",  die  Xätimah  auf  Fol.  132\ 
Anfang:     {üo^mJ^I  jajJLjyä.s.  '^y=>yiS  (' v_*äLö  JjI  o^tX^Lj  (X»ä. 

>)  sie!  1.  ^^1,. 


158         Tiii-kische  Handschril'ten  143.  Mystik. 

171  beschriebene  Blätter  mit  Originalf bliierung ') ;  19,6X14,5  cm. 
Gutes,  sehr  deutliches  Nas/l  mit  1 5  Zeilen  auf  der  Seite ;  am  Anfang  ein 
roher  iUnwän;  Umrandung  erst  von  Gold,  dann  roth.  Abschrift  vollendet 
im  Bahn  I  1114  =  26.  Juli— 24.  August  1702;  neben  dieses  Datum 
hat  sich  —  doch  wohl  als  Schreiber  —  der  Höjjl  MuJtammad  al  KütäM 
angemerkt. 

Eine    Abhandlung    über    die    (iljjwj    als  Ketzer    steht   in  Nr.   5*,38;    das    Abkommen 
MtiKammad's  mit  den  Christen  in  Nr.  260,6. 


V.  Mystik, 

(Suflsmus.) 

143.  [Diez  A.  8".  77.] 
{\\yj'^\  .-^LA.taxi.  S'yJ^I  ;=.-'-*^)  eine  von  einem  Ungenannten  verfafste 
türkische  Bearbeitung  der  persischen  Abhandlung  über  metaphorische  Aus- 
drücke der  Süß,  welche  als  Nr.  230,2  des  persischen  Kataloges  beschrieben 
ist.  Ueber  Titel  und  Verfasser  des  persischen  Originales  sagt  der  türkische 
Uebersetzer  Fol.  4"  Z.   5  v.  u. :    tXj^s  j^^ä   &^  !*^y^  isU*«-!  ^j    »aäj  j>Jii:»  y.j 

I^Lwl  ^U-i'  ^*-wf  i_jal  «♦S»-  jJJl  2l♦Ä^  (sie!  1.  ^liyMS.^)  ^y/ä^  h]'-^  v;;':?*^'' 
yoLb     läJCIcLÄji     «.f   Li'     tjS'tXÄjf     &*Ä.j._i'     Xa51j     (^  ^;^ÄXJ^     Lji^is     <jd^>}     siojyö     s«>.Ä=.| 

i.1  (■'y^A+.^ijO  &xjaljw  ^JtU:s.^^.k.ol .  Diese  Worte  sind  doch  wohl  so  zu  verstehen: 
l)  iAnav  schrieb  eine  Abhandlung  mit  dem  Titel  ^^^Lwl  j^^Uj  über  sufische 
Ausdrücke ;  2)  er  schi'ieb  auch  zwei  Kasiden  (gleichen  Inhalts) ;  3)  auch  der 
Verfasser  der  vorliegenden  Abtheilung  schrieb  eine  solche  Kaside  (persisch); 


')  dieselbe  geht  nur  bis  lv»,  weil    sie  dos  erste  Blatt  nicht  zählt.      Oben  ist  nach  dieser 
Originalfoliierung  citiert. 
2)  Fol.   4''  Z.   2. 


3)  d.  i.  Mi-^V. 


^)  d.  i.   J&A>rf^.c>. 


Türkische  Handschi-iften  144.  Mystik.         159 

4)  derselbe  redigierte  dies  ganze  Material  in  der  vorliegenden  Abhandlung 
zum  Frommen  seiner  Landsleute  tUrkiscb.  Was  der  Verfasser  über  von 
lAttär  und  ihm  selbt  verfafste  Kasiden  saoft,  kann  ich  weder  bestätio-en,  noch 
bestreiten;  dafs  die  persische  Abhandlung,  deren  er  sich  hauptsächlich  als 
Vorlage  bediente,  den  Titel  ^_>eLwl  j^Uj  ti-ägt,  scheint  richtig  zu  sein  (vgl. 
die  persische  Handschrift  Nr.  230,2).  Dafs  aber  der  Vei'fasser  dieser  Ab- 
handlung lAttär  sei,  wird  in  derselben  nicht  gesagt  und  kann  auch  nicht 
richtig  sein;  denn  seine  Werke  werden  sowohl  in  dem  persischen  Original 
(s.  den  Katalog  S.  273  Anm.  2),  als  auch  in  der  türkischen  Bearbeitung  (Fol.  3"* 
Z.  3)  neben  denen  des  Graläl  al-din  Rümi  und  des  (um  hundert  Jahre  jüngeren) 
Faxr  al-dtn  llräql  als  die  Hauptquellen  der  Abhandlung  genannt  *).  — 
Die  Eintheilung  der  vorliegenden  türkischen  Bearbeitung  ist  dieselbe,  wie 
die  des  persischen  Originales.  Die  erstere  ist  benutzt  von  Tholuck, 
Ssufismus  (s.  p.  25),  das  letztere  von  H.  Frank,  Beitrag  zur  Erkenntnis 
des  Sufismus  nach  Ibn  Haldün,  Leipzig  1884.  8".  S.  19. 
Anfang:       'icjjaÖä.    isLv.j    (jKJLau    t^\    cy-wl    cyl-Ä^ilAsI  «j.IäÄ/).  )y^><>  (»^^  liyLxitVJjo 

19  beschriebene  Blätter;  19,.'iXl3  cm.  Hübsches,  17 zeiliges  Taillq 
mit  vielen  ßubi'icationen.  Abschrift  von  *j|.yj  ^j^  _^vf  vollendet  am  Neu- 
monde 5.Ä  des  MuUarrami  969  =   11.  Sept.    1561. 

144.  [Ms.  Orient.  8".  51.] 
1.  ^eA2j1  i^jdJLa^  sufische  Abhandlung  von  iAzJz  ihn  MuHammad  al- 
Nasafi,  eingetheilt  in  sieben  Capitel  uL,  deren  Inhalt  von  Flügel  zur 
Wiener  Handschrift  Nr.  1965  (III,  457)  und  von  Andreas  Müller  in  der 
über  die  vorliegende  Handschrift  handelnden  Dissertation  (Zenker  Nr. 
1853)  p.  A3  vers.  *)  mitgetheilt  wird.  Die  vorliegende  türkische  Redaction 
der  Abhandlung  ist,  aufser  in  der  bereits  erwähnten  auch  noch  in  der 
Wiener  Handschrift  Nr.  199  3,3  (III,  489)  enthalten;  aufserdem  existiert 
dieselbe  Abhandlung  aber  auch  persisch,    s.  Nr.  237*,6  (S.   105  2)  des  per- 


*)  aus  dieser  Stelle  hat  auch  der  Schreiber  die  Ueberschrift    |«,x&JI  ^j.^j^yi\   aJ.)l  ammj 
(sie)    JtÄSÜI    JütÄ.^    (sie)    |»äI^'I    kJUI    ^\1s  (5*'^    (J-Jt^-"   y^    f^^    (S^    componiert. 


*)  die  Dissertation  ist  nicht  paginiert. 


160         Türkische  Handscbiften  144.  Mystik. 

sischen  Kataloges,  Gotha  Nr.  6,11,  Trinity  College  p.  70,  Brit.  Museum 
II,  834''  Nr.  XXV.  Welche  von  beiden  ßedactionen ,  die  persische  oder 
die  türkische,  als  Original,  welche  als  Uebersetzung  zu  betrachten  sei,  ist 
nicht  sicher;  doch  scheint  es,  dafs  der  persische  Text  der  ur.sprlingliche 
ist,  denn  abgesehen  davon,  dafs  türkische  Schriften  des  Nasafi  überhaupt 
nicht  bekannt  sind,  nennt  auch  die  Wiener  Handschrift  Nr.  1993,3  aus- 
drücklich einen  gewissen  Ibrälilm  ihn  lAhd  alloh  als  türkischen  üebersetzer 
(s.  Flügel  zu  Nr.  1965).  Wenn  Palmer  ')  sowohl  im  Kataloge  des  Trinity 
College,  als  auch  in  Oriental  Mysticism  p.  IX  Anm.  ^)  angiebt,  die  türkische 
Redaction  sei  das  Original,  und  diese  sei  von  Xwärazm-Sah  in  das  Persische 
übersetzt  worden,  so  scheint  diese  Angabe  lediglich  auf  einem  Mifsver- 
ständnisse  der  allerdings  nicht  sehr  klaren  Worte  H.  X.'s  (VI,  90,  12791 
=  Brdäq  II,  3  22)  zu  beruhen:  dieselben  geben  aber  vielmehr  Anlafs  zu 
der  Auffassung  Rieu's,  dafs  das  Original  arabisch  geschrieben  und  aus 
dieser  Sprache  von  dem  im  Jahre  845  (beg.  22.  Mai  1441)  verstorbenen 
Maulä  Kamal  al-dln  Hiisain  cd  Xwärazmi  (in  das  Persische'))  übersetzt 
worden  sei.  Von  einem  Vorhandensein  des  Buches  in  arabischer  Sprache 
ist  mir  nichts  bekannt. 

Die  türkische  Redaction  —  und  zwar  die  vorliegende  Handschrift  der- 
selben —  ist  von  Tholuck,  Ssufismus  benutzt  (p.  23,  Texte  p.  13  u.  33), 
die  persische  ist  die  Hauptgrundlage  für  Palmer's  Oriental  Mysticism 
(Cambridge   1867.   8"). 

Anfang:  xJLyä  8tX*j  Uf 'jj^^üU^JJ  jUäljiJI^  '^j.aJL*J(  i_>j  xiJ  Jt^t 

jj    s^  ^JoMjJi\    (X*^    ^    oyc    'UjjJI    (.sie)   (•'>l-»-^    'I  JLäJI  i-i*.öl    >(>.jt 

2.  Fol.  33"":  drei  kurze,  anonyme  Aufsätze  sufischen  Inhalts.  Der 
erste  beginnt:  rtXjjL^  ^ij  sJoLwUiw  iSj.^^XS'  xIJI  üf|  «Jl  y,  der  zweite:  xJ^" 
jj.*a.J|  Sxyö  J^  i5r=^'  '^}})  liy  '^)y^  »^  l**^'  i3^  "^^  u'  li'^»  ^®^'  dritte: 

*)  und  nach  ihm  Garcin  de  Tassy  im  Journ.  Asiat.   1867,  I,  419. 

*)  an  beiden  Orten  schreibt  er  stets  falsch  Nafasi  statt  Nasafi.  Die  Nisbah  bezieht 
sich  bekanntlich  auf  v_ft*«j  =  v_mS*^,    Lttbb   S.    fif,  Maräsid  III,   l'»!"   — 

')  dies  wird  nicht  gesagt,  ergiebt  sich  aber  aus  dem  Umstände,  dafs  Xtvärazmi  ein 
persischer  Schriftsteller  war  und  —  nach  Ja.  X.'s  Angabe  —  von  Xwändamlr  als  solcher 
gelobt  wird. 


Türkische  Handscliriften  144.  Mystik.         KU 


3.  Fol,  40'':  unter  der  Uebersclirift:  kkJLij  (»jUS'  ^1  (Hs.  yä.1)  j^t 
\y^yk*ji  ^5LäJÜi>  eine  aus  Versen  und  Prosa  geiuischte ,  sufisclie  Schrift. 
Obgleich  mir  der  Sinn  dieser  Ueberschrift  nicht  recht  verständlich  ist, 
scheint  sich  aus  ihr  doch  so  viel  zu  ergeben,  dafs  die  Abhandlung  dem 
Qaiyusiz  („der  Sorgenfreie")  zugeschrieben  wird,  von  welchem  bei  Hammer, 
Osman.  Dichtkunst  III,  35  6  die  Rede  ist.  Von  diesem  Schriftsteller  kennt 
man  zunächst  Ghazelen  (Gotha  Nr.  173,2)  und  dann  eine  Schrift,  welche, 
durchaus  in  Prosa  geschrieben,  unter  den  Titeln  y^yk*^  »_}Lä5'  oder  JuJj 
B^tUJI  oder  (^  (j'>l-.o  j.A*x^  ('  (^aöLc  w1ü;>  oder  ,jloLj  JLs»  oder  iooLiJuL»  in 
der  Gothaischen  Handschrift  Nr.  78,  sowie  in  der  hiesigen  Nr.  35,3  (wo 
man  vgl.)  enthalten  ist.  Da  Hammer  die  von  ihm  a.  a.  0.  gegebene 
Uebersetzung  in  Versen  aus  einem  „Buch  der  Abdale",  nicht  der  Wiener, 
wie  sich  aus  Flügel  HI,  489  zu  ergeben  scheint,  gleichfalls  in  Prosa  ge- 
schriebenen Handschrift  Nr.  1993,i  entnommen  haben  dürfte,  so  weifs  ich 
nicht,  woher  dieselben  stammen :  jedenfalls  ist  es  mir  nicht  gelungen ,  in 
der  vorliegenden  Handschrift  das  Original  der  von  Hammer  mitgetheilten 
Uebersetzung  aufzufinden. 

Anfang:      *-UJLj  ^jvtJüi/o  jJaS'  stXÄJw  t^x?  ^yi'.  *^L=»  ^Jo^  ^\  (sie)  J5' 

der  Prosa  (Fol.   4  6*):     jJLsl    .hj   -j  ».Xj,siiys-  täir>.w  ^  J^/il^  JJLc  ^1 

4.  Fol.  72'':  ein  längeres  Madnawl- Gedicht  sufischen  Inhalts,  von 
welchem  ich  weder  Titel,  noch  Verfasser  habe  ausfinden  können.  Es  be- 
ginnt : 

104  beschriebene  Blätter;  19,5X12,5  cm.  Schönes,  vocalisiertes 
Nasxl  mit  1 5,  in  den  poetischen  Stücken  gespaltenen  Zeilen  auf  der  Seite. 
Die  Seiten  sind  mit  rothen  Linien  umzogen,  die  Spalten  ebenso  getrennt. 
Am  Ende  hat  der  Schreiber  den  naiven  Vers  angebracht: 

JLg,j   oo^   xöli'  ^tXS^  (^  ;5*»''^'   *^yy^   fS^}^   (•'-^ 

Auf  den   beiden    letzten  Seiten    einige   ßeischriften.    —    Auf  einem    vorge- 


')  al.    ^IJuoLä  und  ^jLsi^La. 

2)   Bic!   1.    j^LuJul? 
Türkische  HasdsehrifUD.  21 


162         Türkische  Handschriften  144*.  Mystik. 

hefteten  Blatte  steht:  „Serenissimi  sui  Principis  et  Domini  Clementissimi 
Bibliothecae  Berolinensi  MStum  hocce  Arabicum,  Varsaviae  emptum,  hu- 
millime  offert  S.  ä  Kanitz.  A.   1662   20  Augusti". 


■*&' 


144*.    [Landberg  621.] 

1.  Der  zweite,  wieder  in  sieben  ^Js  und  eine  Xätimah  untergeth eilte 
Qism    einer   sufischen   Abhandlung.      Der  Inhalt    wird   in    den    einleitenden 

Worten  folgendermafsen  angegeben:  ^j^yL^^  yj^^  (c*^*-?  '^j^^.})'^  (V^j  i»***^' 
'rjol  jjLo  jjjj-LjilU».  (X-^;j  i:yLftj1^  Si>S4X3Lo  wJD^  '^JyÄj^  ^Ji  sJuoLäjo  yc^ 
»tX+A^ic  ,j'/.J"  ^^%  (M»  0"=^  ^  %tV-LfÄ*«jo  aL»jUa.  wj.  (sie)  t^^^-Is  (^tXj  |Va«*j»  ^  L«l 
'siX.j|    s'vL-wl    &->2(jo1JLw*    ^^^;)    t:i>lxi^'.    iu«.iAÄe    v::.)IaJ)vJ'    «-j^    ('  MJst    |vXliLÜ>     JJ»> 

|»LÄX)     öJÜ      »jJs       SiXjI      lol-^J       LS'^       (»LiLc      ic^^'     )^-iö       ')iV.I       (j'-iy?      (C****^      (»LL«      JjI      ^^ 

e;'-*-?    (5^15*^    c'-'^    i;*KxLi.  ^jJs   '^tXjf    ^Lo    ^5^    (.Uxi    ^1^  ^^    '^tXjl    ^^Lj    ^^^^ 

i_ä.i>  z«*^'  r**^?  '''-^•*-''  ij  '■*^  '^  5*^  (^jJliajo  '»Lää-I  -LiLc  ^Lv  n^  'j^T^'^  15^'^ 
'vjol  ^Laj  x-vi».<fl  ^::jl.s.iUi.ol  jc-äjijj  xa.j3I  o^Läjc  jt»jiiö.  'Jjj4>.  Die  sieben 
Taur  beginnen  auf  Fol.  2",  11",  17'',  22^  28^  30''  und  32'',  die  Xätimah 
auf  Fol.  34*.  Es  ist  mir  nicht  gelungen,  auszufinden,  den  zweiten  Theil 
welches  Werkes  wir  vor  uns  haben.  Mit  Hinblick  ,auf  die  sieben  j^is,  in 
welche  derselbe  zerfällt,  hat  eine  fremde  Haud  auf  Fol.  1"  geschrieben: 
o^A2jdl  (j  J^^it  i.jbi';  noch  nichtssagender  ist  die  mit  Bleistift  darüber 
geschriebene  Notiz:  ^^y^'^  o^...ä;c'I  ^  ^\.xS'.  Ebenda  hat  ein  früherer  Be- 
sitzer mit  rother  Dinte  die  Bemerkung  eingeschrieben:  JjjJI  ,_Ajot^  ^ 
|vAiDlwl  sjidxib  Jk^ip  (?)  A^^  YiVß'äJl  stXAÄ  ^|l  |vJ JCII  und  darunter  sein  Siegel 
mit  der  Inschrift  (VAÄ^  ^*st\.~i\  gedrückt. 
Anfang:     jüiLlt   jj   oXoj    Jii,   u';')^  ^y*^  ....   ^jjlJLjl!!   C>\  ^   <X»^I 

2.  Fol.  5  7^  2JL1ä  L'U^  (Fol.  68"  Z.  7  v.  u.),  eine  sufische  Abhand- 
lung, von  Sultan  Muliammad  ihn  Xioä^ah  Maulänä-i  Bw/ßri  in  der  ersten 
Dekade  des  Öumüda  I  955  (=  8.— 17.  Juni  1548)  vollendet  (Fol.  6 7'' 
Z.  7  V.  u.  und  Fol.  BS*"  Z.  5  und  2  v.  u.).  Es  werden  sehr  viele  per- 
sische Verse  und  zu  denselben  eine  türkische  Erläuterung  ?t,,~.  v  mitgetheilt. 

»)  Qur.  LXXI,   13. 


Türkische  Handschriften  145.  145*.  Mystik.         163 

Anfang:     '^,LJI  ^tj*  '^jL«iNI|   ^^JLi*^  '  Jyii\  ^  ' ,j^}i^  «Jü  JlJ.1 

69  beschriebene  und  viele  leere  Blätter;  22,sXl^  ciii-  Sehr  schönes, 
vocalisiertes  Nasxi  mit  19  Zeilen  auf  der  Seite;  die  Abschrift  wurde  von 
iAbd  aliah  ^ämlzädah  im  Jahre  1176  (beg.  23.  Juli  1762)  angefertigt. 
Zwei  lünwän  am  Anfang  und  sonstige  Verzierungen  am  Ende  der  beiden 
Abhandlungen;  die  Seiten  mit  einer  goldenen  Leiste  und  drei  schwarzen 
Linien  eingefafst.  Schöner  Originalband  mit  Zunge  (Leder  und  Gold- 
pressung). Jede  Seite  ist  aufserdem  durch  sieben  goldene  Linien  quer 
getheilt,  ohne  ersichtlichen  Zweck. 

145.  [Ms.  Orient.  8".  125.] 
('oJ.i5  yxwi'l,  eine  ethisch -mystische  Abhandlung  von  Nargislzädah 
Miillammad  Efendi  (f  1044,  beg.  27.  Juni  1634;  s.  Hammer,  Dichtkunst 
III,  229),  welche  einen  Theil  seiner  Xamsah  büdet;  s.  Flügel's  Wiener 
Katalog  II,  264  Nr.  1059,i.  Wie  der  Verfasser  selbst  in  der  Vorrede 
(S.  6)  berichtet,  ist  seine  vorliegende  Schrift  die  türkische  Bearbeitung 
eines  Abschnittes  aus  razülfs,  cji^Iju-  ;5U*aS',  und  zwar  des  fünften  Asl 
aus  dem  zweiten  Rukn  (cyiLcljw  ij^))i  welcher  Asl  nach  Gosche,  Ghaz- 
zäli's  Leben  imd  Werke  S.  301,  letzte  Zeile,  L?  c>a^p  \J^  ^0)\öJ' ^o 
ijii»  handelt.  Diese  Beziehung  zu  dem  Werke  des  razäh  ist  wohl  die 
Ursache,  weshalb  die  vorliegende  Schrift  selbst  bei  Hammer  a.  a.  O. 
S.  230  Nr.  2  geradezu  unter  dem  Titel  i^ji^Lju«  ^fLsH^  erscheint.  Aufser 
der  erwähnten  Wiener  ist  mir  eine  weitere  Handschrift  nicht  bekannt 
Zwei  Ausgaben  der  Xamsah  werden  in  Journ.  Asiat.  1869,  H,  85  Nr.  20 
erwähnt. 
Anfang:     i^'j^'    ij^^l    '^5j^;    LS^-^   lA?'^'   6ÄÄi.'tX.^  si>&Lk^\/)    soli^  ijIj  ÄJi^ 

71  beschriebene  Blätter  mit  Bleistiftpaginierung ;  19,5  X  1^  cm. 
Hübsches  Nastalllq  mit  15  Zeilen  auf  der  Seite;  hie  und  da  Eandnoten.  — 
Auf  einem  nachgehefteten  Blatte  steht:  „Ex  Libris  Franciscj  Älichaelis 
Schmid". 

145*.     [Landberg  847.] 

LjLi^*JI  ^U«o  (Fol.  IS''),  eine  andere  Abhandlung  aus  derselben  Xam- 
sah, s.  Wien   1059,5.     Die  vorliegende  Handschrift  ist  mit  sehr  vielen,  wie 

»)  S.  8  Z.  8. 

21» 


164         Türkische  Handschriften  146.  Mystik. 

es   scheint    von    der   Hand    des   Verfassers    lierrührenden   Nachträgen   und 
Veränderungen  versehen. 
Anfang:     ^>^^>  jXäaj  i^Ij»  «^'y-VJ         »^5^  y^>^  i'r^  *=?''-!^'^ 

77  beschriebene  Blätter;  16,5X9  cm.  Hübsches,  15 zeiliges,  mit  ein- 
zelnen Vocalen  versehenes  Nasfailiq;  die  Poesie  zweispaltig,  die  Correc- 
turen  von  sehr  flüchtiger  und  kleiner  Hand  geschrieben;  die  Seiten  mit 
goldener  Leiste  und  schwarzen  Linien  eingefafst;  am  Anfang  ein  blofs  in 
Gold  ausgeführter  lUnwän.  Auf  Fol.  l*  steht  als  Titel  .-Uö^l  «yL=.iUa^l 
xa^IäJI  jüJUI  (j;  ebenda  sind  zwei  Siegelstempel  abgedrückt:  in  dem  oberen 
steht  iX^^  Jl  8j  «^Lä-  J^,  im  unteren  —  dem  des  Sarifzäddh  Hamzdh 
Häviid  PaSa  —  '-äJvi  tXZ^  ^<X9  'v_äAkJ  t-ak)\  oL .  —  Auf  dem  letzten 
Blatte  steht  noch ,  von  fremder  Hand  geschrieben ,  ein  J'a';'f;f-Gedicht  auf 
die  Ernennung  des  Ismalil  PaSa  zum  Statthalter  *jCc  j.j\j  von  Aegypten; 
das  Ta'rJx  —  vjvä  »wOjo  jü  yc  LiL  J^*^-«.!  (^tXJjl  —  gi^ht,  wie  auch  richtig 
beigeschrieben  ist,  1107,  während  nach  Hammer,  Osman.  Geschichte, 
Ausgabe  in  vier  Bänden,  HI,  936  sein  Vorgänger  bereits  im  Jü  'l  qaidah 
1106  abgesetzt  wurde.  —  Die  ersten  Blätter  sind  oben,  doch  ohne  nennens- 
werthe  Verletzung  der  Schrift,  beschädigt. 

146.  [Diez  A.  8".  11.] 
sxySaXje  ,jt^i>^  'sn^'JUi  i:y(i>jf^,  Prosa  -  Aufsätze  und  Gedichte  sufischen 
Inhalts,  von  Al-saiijid  HäSim  Mustafa  al  üshudärl  cd  Galwati^),  welcher 
sich  S.  237  Z.  1  noch  weiter  8ijK^^«jevJüL)  Bandurmali-zädah  nennt  und 
gleich  zu  Anfang  seine  geistliche  Genealogie  mit  folgenden  Worten  an- 
giebt:  |vj    ^viXÄxJI    ^\^    »aj    '»Ji*«)J    ^•jyi-'l  jJÜÜI   sjJI.    yjA   \^Jai\   Jlö.1  ^. 

^5»jy;^(  jjoLäJI  (j.JiX'(  J5  >>x-i  (Hs.  ^;A*üt )  v>*-^l  e>*  j^l  y»j  ^JjoCwlill 

^Ui  iX+Ä"  ^-A-iJI  LLLit  säaJÜs..  ^jjyiJl  (Hs.  ^A.wJ()  ^-yi  ^-c  iX-i»!  ^.-i^} 
jj.xLoipi  ui)^  äAJI  ^^I  J..«5j_JI  jlULj  o^^JJl  ij^  j^l  ycj  (CfcVÄit  oJi=»  J^L  >a4-uJ| 
Jk.öLäJI^   0^ju**Jl    4Xaa«JI   jüü  JaJI    ^ylo\    tXgJCS'^    iüLüLil   ^5— I    /V*^    vJ-^V^^^'   tVÄ*«ue 

a-UI      LÄAWtXi'     (^sIlXXwÜl     (^J-Lsl      Öy.^^     T-^-J*^     7^-^'     (C-:?'«^'-*     Y^     li^wiÖÄ.      t>M^JI 

(»Ä.lwwl^    8^l-*«b    JLjü.      Auf  seine   Abstammung    vom    Propheten   thut   sich 

^)  |VS&Ij  ^'•JLs.f  steht  da,  um  bestimmt  festzustellen,  dafs  es  eben  so  und  nicht 
etwa  al  Xalwati  (s.  Lane,  Manners  and  Customs  of  the  modern  Egyptians,  ö***  ed.,  Lon- 
don  1860,  8«,  p.  244)  heifsen  soll.     Vgl.  Gotha,  arabisch  Nr.   901   (11,   178). 


Türkische  Handschriften  146*.  Mystik.         166 

der  Verfasser  sehr  viel  zugute  und  versteigt  sich  sogar  (iu  dem  ersten  der 
Prosa- Aufsätze,  S.  237  und  238)  zu  der  Behauptung,  dafs  das  eigentliche, 
innerliche,  geistige  Chalifat  ^yXxjc^  i^-f^  o^i^Lä.,  von  welchem  das  äufser- 
liche  Chalifat  i^jäUs  o^i^Lä.  nur  der  Schatten  sei,  nur  in  der  Familie  der 
Haschimiden  habe  forterben  können. 

Der  Anfang  der  Handschrift,  in  Prosa  geschrieben,  enthält  eigentlich 
nur  eine  Einleitung  zu  den  von  S.  14  an  folgenden  Gedichten.  Diese 
letzteren  schliefsen  auf  S.  229;  auf  S.  230  —  278  folgen  dann  dreizehn 
sufische  Aufsätze  in  Prosa.  Die  meisten  dieser  Prosa-Aufsätze  sind  datiert, 
und  zwar  der  älteste  (S.  24  7)  vom  5.  halbem  1161  (=:  31.  Juli  1748), 
der  jüngste  (Ende  der  Handschrift)  vom  12.  Ramadan  1197  (=  10.  Sept. 
1783),  wodurch  also  das  Zeitalter  des  Verfassers  bestimmt  ist.  Einer 
dieser  Aufsätze  wird  in  der  Endschrift  (S.  24  7)  äxLjvL«,!  »A-il,  ein  anderer 
—  ein  von  dem  Verfasser  auf  Geheifs  seines  Vaters  verfafstes  Sendschreiben 
an  einen  oaix  lÄhd  alläh  —  in  der  Ueberschrift  (S.  249)  x>ebj^  genannt; 
die  übi'igen  Aufsätze  sind  ohne  Titel  gelassen. 

Anfang  (nach  dem  Titel,  dem  Namen  des  Verfassers    und    der  oben  mit- 
getheilten  geistlichen  Genealogie  des  letzteren): 
Üj   -^tXx  sjol   *$'  ^l^ixjLä.  ^^\i>  ^^J      ^^Äkxixi  i5<X'j'  Y-^J^-o  SwCij  J.*».  xX^X-tM^ 

138  *)  beschriebene  Blätter;  19X12  cm.  Gutes,  neues,  vocalloses 
Nas/i  mit  21  Zeilen  auf  der  Seite.  Der  Schreiber,  Äl-saiyid  lAhd  al- 
ralimän  al  üshudäri,  nennt  sich  am  Ende  der  vorletzten  Abhandlung 
(S.  275)  und  datiert  ebenda  seine  Arbeit  vom  23.  Ra^ah  1204  (=  8.  April 
1790).  Wie  Diez  in  dem  Kataloge  seiner  Handschriften  angiebt,  wurde 
die  Abschrift  für  ihn  auf  Veranlassung  des  Nuimän  Beg,  des  Schaiches 
vom  Kloster  zu  Galata,  angefertigt. 

146*.     [Petermann  H,   195.] 
In  dieser  sonst  arabischen  Handschrift    stehen   auf  Fol.   65''— 70'  neun 
mystische   Bau   des    Yünus  Amram  mit   Commentar   des  Misrl.     Was   den 
Namen  des  Dichters  betrifft,   so  steht  hier  wiederholt  ganz   deutlich   {j>^yi 

')  die  in  den  unteren  äufseren  Ecken  vorhandene  Paginierung  geht  bis  278,  weil  das 
erste,  ganz  leeie  Blatt  mitpaginiert  ist. 


166         Türkische  Handschriften  147.  Mystik. 

-jjoI,  während  derselbe  sonst  in  der  Form  s^l  (j«.j*j  zu  ei'scheinen  pflegt; 
s.  Hammer,  Osman.  Dichtkunst  II,  566  und  III,  431,  Flügels  Wiener 
Katalog  I,   636   u.   717,  III,   491   u.   492   und  Ä  1.   V,   483,    11733. 

Anfang:  ^>^   ^Sy^Y^^-^   (ÄjJ.il    |^>-ojo    (^^^    'iy^   T^   täSÄJj.Xi'j..iäÄ.  -»xl  u*«j»j 

^^\^"    (j>A«j.J    üJvJO   o^AäU  ^^1   ^^Iä*«^  vS*.?)?'    (•'^-    '''^' 

Flüchtiges  Nastayliq  mit  24  Zeilen  auf  der  Seite;  Gröfse  der  Blätter: 
20,5X14,5  cm.  —  In  einem  vorausgeschickten  Inhaltsverzeichnisse  wird 
dieser  Abschnitt  als  o^äJI  ^  15^^^  ^^^'  r^y^  bezeichnet. 

147.     [Petermann  498.] 

Diese  am  Anfange  defecte  Handschrift  enthält  ein  Werk  über  die 
Adäh  der  Mystiker  ^.j^  J^l .  Den  Verfasser  finde  ich  in  dem  Vorhan- 
denen nicht  genannt;  als  Titel  wird  aber  Fol.  l*"  Z.  1  ^  '(^jUijJI  -^bcÄ* 
(3jLftil^  'iyjisi\  ijLj  angegeben.  Der  Inhalt  ist  in  Fasl  getheilt,  welche 
nicht  gezählt  werden  und  bisweilen  auch  keine  Ueberschrift  haben.  Der 
erste  Fasl  (Fol.  l**)  beginnt  mit  den  Worten:  oiü  Ja  ^J^^  ^Üo  ^^1  JXb 
•1\  »JJLwfjl  üyj  Jk5>l  jvaS' ^xljJl  ^  &JUI  (^(X»«t,  der  folgende  (Fol.  8*"):  ^y^ 
•IS  ^54XA^  BtXjyOj  (^tX-LI  ^  xaJLc  «JJI  (sie)  sl^jJLo  -i^l;  der  folgende  (Fol.  9*') 
ist  überschrieben:  |.iLJI  äaIc  (V^sjIvjI  cjpi  ^^Lj  ^j,  der  nächste  (Fol.  lO*") 
kUI  Jj-*^  tVZiS'  tX-i  ijUj  (j  u.  s.  w.;   der   letzte   handelt   Jljl*«    u^jij  y;Lj  ^^> 

v'^r  

Anfang:     st^  ■^:?'j-*"  tirtX..wj  ^^^-«^  «Xw»  <«^ol  jili>_s  J^.  Li  J^^ 

90  beschriebene  Blätter;  20,5  X  14, b  cm.  Gutes  Nas'/i  mit  13  Zeilen 
auf  der  Seite.  Die  Abschrift  —  t.Vj^«j',  wie  sich  der  Schreiber  bescheiden 
ausdrückt  —  wurde  von  Ra(jah  ihn  Mustafa  zu  Baydäd  am  Donnerstage 
in  der  ersten  Dekade  Jul^l  ^  des  Gumädä  II  1109  (m)  =r  19.  December 
1697  vollendet. 


Hierher  gehören  noch ;  Nr.  5,i3  (Ende  einer  sufischen  Abhandlung)  —  26  (jocLäuylÄi)  — 
5*,5  (Schreiben  über  das  beschauliche  Leben)  -  6,  32  und  39  (Auszüge  aus  ^j.^JLiljJI  \\yi\) - 
8  (i^UmJ3  jl|  oli>l^  '(«jLw.Äj^|  k_>LÄJ)  —  32  (aus  cjtiLjUw  |^LA4.x^und  (^yjuo  8jjy=»)  — 
33»  (Kunstwörter)  -  is  (eine  Abhandlung)  -  ei  (oL*J(  jLo^)  —  8,7  (eine  Abhandlung)  — 
13,1    (die    Biene    ein  Vorbild   für   den    Micrid)   —    19,2    (xÄxvlJf^   äIjiJI    1IL,n)    —    26,« 


Türkische  Handscb-iften  148.  149.  Philosophie.  167 

(c.>t>L«-w  ■cLx^jkS')  —  35,2  (aus  i^yJLMO  5oy=>-,  mit  Erklärung  des  illmi-dedeh)  —  s  (LobtXÄJ 
•wA^yUä  Lb)  -  4  (LJjl  *:yLoLäx))  —  38,4  (JU►^  xaLs.)  —  353,4  (j^UT  feÖÜJjXww^ , 
Lehrbuch  des  Sufismus  in  Versen). 


VI.  Philosophie. 

148.  [Wetzstein  II,    179  2.] 

Auf  dem  letzten  Blatte  dieser  kleinen  Handschrift  steht  der  Anfang 
einer  türkischen  Abhandlung  philosophischen  Inhalts.  Sie  ist  überschrieben 
i^äJÜ  r»^rJl  t54XÄil   i>'rJ  äJL*«x  s jüo ,   beginnt   'iyLa.l\y  ^kJ^xW  lo^  äÄJ  d4.ii 

('  äJC+jIJ)^   &XlJb   sja5^^.   0-^5'  1^3'   (j'-^   8«Xä.äJI  (*SLä.**/&4.x)J^_o  5 jJ.iLfc   ^L-jI 

viXÄ+JLsl  ^si  iiiid  bi'icht  ab  mit  den  Worten  ^S)yr^  "^y  ^Xäx*-«  viXääU^.. . 
Wenn  der  Verfasser,  wie  wahrscheinlich,  eine  Person  mit  demjenigen 
Muräd  Efendi  ist,  welcher  bei  H.  X.  VII,  1179,  6670  erwähnt  wird,  so 
lebte  er  in  der  Älitte  des  zwölften  Jahrhunderts  d.  Fl.  oder  in  der  ersten 
Hälfte  des  vorigen  Jahrhunderts  unserer  Zeiti'echnung. 

Gewöhnliches,  deutliches  Nastailiq;  Gröfse  des  Blattes:   20,5  X  14   cm. 

149.  [Wetzstein  II,   1796.] 

In  dieser  sonst  ganz  arabischen  Handschrift  steht  auf  Fol.  130"  unter 
der  Ueberschrift  ^J«.Äj^l.  ijU^I  3  ein  kurzer  Aufsatz,  welcher  sich  die  Auf- 
gabe stellt,  Kräfte,  Erscheinungen  und  Köi-per  der  Natur  und  des  Weltalls 
zu  den  Kräften  des  menschlichen  Geistes  und  den  Theilen  des  mensch- 
lichen Körpers  in  Beziehung  zu  setzen;  also  den  Zusammenhang  zwischen 
Makrokosmus  mid  Mikrokosmus  nachzuweisen.  So  werden  z.  B.  die  vier 
Elemente  in  Beziehung  gesetzt:  i>b  zu  ^5;,  b)  zu  Jüiä,  jb  zu  Jo^,  i^Lä. 
zu  ^j^Jij;  femer  die  Bilder  des  Thierki-eises :  Ju-a.  zu  (J.3^",  ^^  zu  ^j-j^, 
\\y^  ZU  Jl,  ^JJoyM  zu  J^uxl,  «Xu-I  zu  aÄA*K,  eJLa*«  zu  (^a^Ju  u.  s.  w.  Ein 
Verfasser  wird  nicht  genannt. 


^)  sie!  1.  x*».>U?. 


168         Türkische  Handsctriften  149*.  150.  Philosophie. 

Anfang :    JkJ'  Jj  ^^jou-s-f  J-wJ!  J^  j»iLJI^  s^-LaJI^  ,j-)jJL*JI  i»jj  aJj  «>^l 

2u«  o>£  Xa«;^  ^r^  c^'  ^ 

Ziemlich  gutes  Dtwänl,  im  ganzen  32  Zeilen;  Gröfse  des  Blattes: 
21  X  14,5  cm. 

149*.     [Landberg  4  08.] 

^s.^Lyj^l,  die  Einleitung  in  die  Logik,  elgaycoy^,  des  Porpliyrius, 
arabisch  bearbeitet  von  A9ir  al-din  [Mufaddal  ihn  iUmar)  al  Abhari  (s. 
Gotha,  arabisch  Nr.  1171  [11,  3 8 2] ff.);  dem  roth  geschriebenen  arabischen 
Texte  ist  hier  eine  türkische  Paraphrase  von  M-saiyid  Muhammad  Sädiq 
ibn  MuViammad  Aslad  al  viudarris  al-SaJin  beigegeben,  welcher  seine 
Arbeit,  wie  er  am  Ende  mittheilt,  am  20.  Rahii  II  1256  (=  21.  Juni 
1840)  vollendete.  Die  kurzen  einleitenden  Worte  sind  arabisch  geschrieben. 
Anfang:     '^^IjaJIj   («-gÄlL?  LjujüI;  '^jLJÜI^   ^^iaJL  LuowTI  (^jJf  xJÜ  d^S 

45  beschriebene  Blätter;  12,6X9  c™.  Sehr  hübsches,  im  türkischen 
Theile  mit  einzelnen  Vocalen  versehenes  Nasxl  mit  1 1  Zeilen  auf  der 
Seite.  Am  Anfang  ein  hübscher  iUnwän;  jede  Seite  ist  mit  einer  Gold- 
leiste, drei  schwarzen  und  einer  rothen  Linie  umzogen;  die  beiden  ersten 
Seiten  sind  noch  reicher  verziert.  Abschrift  von  Muhammad  Zuhdi  in 
demselben  Jahre  125  6,  in  welchem  die  türkische  Paraphrase  verfafst  wurde, 
vollendet.  —  Die  hübsch  gebundene  Handschrift  steckt  in  einem  schlecht 
gehaltenen  Futteral. 

150.     [Ms.  Orient.   4".   273.] 

^-jiLe  ^iLä.|,  ein  ethisches  Werk,  welches  lAll  ihn  Amr  alläh,  zube- 
nannt auf  Arabisch  Ihn  al.  Mnnä'l,  auf  Türkisch  Qinälizädah  (f  979,  beg. 
26.  Mai  1571;  s.  über  ihn  Hammer,  Osman.  Dichtkunst  II,  341)  für  den 
Beglerbeg  von  S3a-ien  lÄli  Pasa  im  Jahre  972  (beg.  9.  August  1564; 
s.  Peiper  S.  410)  verfafste.  Man  vgl.  über  das  Werk  hauptsächlich 
6.  X.  I,  203,  280,  Flügel  zur  Wiener  Handschrift  Nr.  1879  (III,  304) 
und  Peiper,  Stimmen  aus  dem  Morgenlande  (Hirschberg  1850,  8°)  S.  1  ff. 
und  403 ff.,  sowie  Desselben  „Kapitel  von  der  Freigebigkeit"  (Zenker 
II,   1050)  passim,  besonders  S.   75,  98,    128. 

Das  Buch  scheint  im  Jahi-e  1248  =  1833  in  Büläq  gedruckt  worden 
zu  sein;  s.  Joum.  Asiat.  1843,  II,  40  Nr.  68  =  Zenker  I,  1357,  wo 
j^iLc  ein  Lesefehler  für  ^-j^ä  sein  dürfte.     Handschriften  finden  sich:    in 


Türkische  Haudschi-iften  151.  Philosophie.         169 

Wien  Nr.  1879  und  1880,  Halle  Xr.  XL  VI,  St.  Petersburg  (Manuscrits 
et  xylograpLes  Nr.  517  und  518,  und  Asiat.  Museum  S.  363),  Pai'is 
Nr.  15  8;  das  Autograph  des  Verfassers  befindet  sich  in  der  Bibliothek  des 
Räyib  PaSa  Nr.  966.  Die  italienische  Uebersetzung  des  Giovanni  Medun, 
welche  als  Handschrift  Nr.  4  7  (Gildemeister  p.  114)  in  der  Bonner 
Bibliothek  aufbewahrt  wird,  scheint  auch  gedruckt  worden  zu  sein ;  s.  T  o  - 
derini,  Litteratur  der  Türken,  deutsch  von  Hausleutner,  S.  99  ').  — 
Ein  kurzer  Auszug  aus  den  ^^'^  o^*^^'  steht  auch  in  Nr.  8*,2. 
Anfang:      'u^oLä-«/.   (j<-Ij.av    ^t*is   \^  'Üj^   <X»^    r^^yy    i;«^ 

197  beschriebene  Blätter  mit  unrichtiger  Originalfoliierung ") ;  23  X 
13  cm.  Kleines,  verhältnismäfsig  altes  Nastaüiq  mit  25  Zeilen  auf  der 
Seite.  Als  Schreiber  nennt  sich  am  Ende  iAh  ibn  Husain  ^g>'^^\  Jyy^'> 
ohne  seine  Arbeit  zu  datieren.  —  Von  elf  vorgehefteten  Blättern  sind 
zwei  ganz  leer,  drei  haben  nur  mit  rothen  Linien  gezogene  Quadrate,  die 
nicht  ausgefüllt  sind,  1—5  enthalten  ein  Inhaltsverzeichnifs  (auf  3  —  5  in 
Quadrate  eingeschrieben),  grofsentheils  mit  Blattweiser,  von  neuen,  schlechten 
Händen  geschrieben;  auf  dem  1 1**"  Blatte  und  auf  Fol.  1^  des  eigentlichen 
Werkes  stehen,  mit  schönem  Tadlq  theils  schwarz,  theils  roth  geschrieben, 
allerhand  persische  Verse,  z.  B.  von  Gämi  und  aus  Jww!^l  ^J>-^,  und  aufser- 
dem  Bemerkungen  früherer  Besitzer,  die  auch  ihre  Siegel  beigedrückt 
haben. 

151.     [Petermann  H,   110.] 

(^^^^L*JI  LT-ül,  die  von  iAzvii:  (f  990,  beg.  26.  Jan.  1582)  verfafste 
türkische  Bearbeitung  des  persischen  Werkes  ^c^^^^"  o^^'j  "^^^^  welchem 
Exemplare    in    dem  Kataloge    der   persischen  Handschriften  Nr.   274  flF.  be- 


')  So  scheint  es  allerdings  nach  der  deutschen  Uebersetzung,  welche  besagt,  die 
Arbeit  (ies  Medun  sei  „erschienen";  im  italienischen  Original  aber  (I,  95)  heilst  es  nur, 
das  türkische  Werk  („Alti  Costumi  ossia  sapienza  pratica")  sei  von  Medun  übersetzt  worden 
(„volgarizzata"). 

*)  nach  Fol.  It"v  und  l«>  ist  je  ein  Blatt  überhüpft;  mit  (t'v ,  ti«  und  lio  sind  je  zwei 
Blätter  bezeichnet;  M»,    tit  und  Hf  sind  verloren  gegangen. 

^)  Dieser  Titel  wird  in  dem  Verse  angegeben,  welcher  zugleich  das  Chronogramm  des 
Abfassungpjahres  enthält.  Wenn  das  Werk  von  Hammer,  Osman.  Dichtkunst  III,  30, 
unter  dem  Titel  isi^l  i*)!^  erwähnt  wird,  so  scheint  dieser  Titel  mit  Unrecht  aus  dem 
Anfangsverse  gefolgert  zu  sein. 

T&rkiiche  EaiidsebrifUn.  2S 


170  Türkische  Handschriften   152.  Philosophie. 

schrieben  sind.  Von  der  vorliegenden  türkischen  Bearbeitung  findet  sich 
eine  Handschrift  auch  in  Gotha,  s.  Nr.  93  meines  Kataloges;  man  vgl. 
das  dort  Gesagte.  Der  auf  der  vorletzten  Seite  Z.  2  v.  u.  mitgetheilte 
Vers  ^jkivUJi  (j-.AJl  &jLb  ^50JJl  sJJ  J.*^.  enthält  nicht  nur  den  Titel,  son- 
dern, als  Chronogramm  betrachtet,  auch  das  Jahr  der  Abfassung  des 
Werkes;  dies  ist  also,  wie  auch  in  der  Gothaer  Handschrift  richtig  an  den 
Rand  geschrieben  ist,  974  (beg.  19.  Juli  15  66),  nicht,  wie  hier  fälschlich 
steht,  964.  Andere  Handschriften  finden  sich,  aufser  in  Gotha,  noch  in 
München  Nr.  58,  in  Wien  Krafft  Nr.  488  und  Flügel  Nr.  1882  (IH,  308) 
und  in  Leipzig  Nr.  225.  Fleischer  und  Flügel  theilen  die  Ueberschriften 
sämratlicher  Abschnitte  des  Werkes  mit,  und  eine  Uebersetzung  aus  dem- 
selben enthält  das  von  Zenker  II  Iü5ü  aufgeführte  Buch  Peiper's. 
Anfang:     ij^^f  ^)^  )i^i^}   {^.^^         o^^  )'^  j'  [*^ '^-'J'  ^^>^ 

194  beschriebene  Blätter,  zumeist  mit  Originalfoliierung ;  23  X  1-1  t^"»- 
Gutes  Nasxi  mit  19  Zeilen  auf  der  Seite;  am  Anfang  ein  hübscher  iUn- 
wän\  die  Seiten  sind  mit  einer  goldenen  Leiste,  einer  rothen  und  drei 
schwarzen  Linien  umzogen;  rothe  Linien  trennen  metrische  Stellen  von 
der  umgebenden  Prosa;  Rubricationen  sind  voi-handen;  nicht  datiert,  aber 
verhältnismäfsig  alt.  Auf  fol.  rect.  des  letzten  Blattes  ein  Siegelabdruck, 
der  nur  unvollständig  gekommen  ist  *).  Das  erste  Blatt  ist  aufgezogen ; 
auf  fol.  rect.  desselben  hat  ein  Besitzer  im  Jahre  125  9  zweimal  den  falschen 
Titel  ^x;-«.äJI  JUs.»  aufgeschrieben. 

152.     [Petermann    7  26.] 

Eine  zweite  Handschrift  desselben  Werkes,  am  Anfange  defect ").  Das 
Vorhandene  beginnt  mit  den  Worten  ^JJJÜI  ^j^-^y^  '^)y^-  '"^'^  ^)^-  U'^^V 
ävL  5^L  (Fol.   4'^'  Z.   S   der  vorigen  Handschrift). 

136  beschriebene  Blätter;  27X14,5  cm.  Deutliches  Nasxl  mit  21 
Zeilen  auf  der  Seite;  die  Seiten  mit  zwei  rothen  Linien  umzogen.  Ab- 
schrift von  äusaiii  ihn  iAli  ul  kätib  al  Baydädi  am  ü.  Mullarraiu  1096 
(=:=   13.  Dec.   1684)  vollendet. 


')  zu  lesen  ist:    iuJj«    ^^   mLJ   ^^   ^^^^    Jk .  .  .  vgl.  Keinaud,    Monuments    du 
Duu  de  Blacas  II,   139. 

')  es  fehlen,  wie  sich  aus  der  vorhandenen  Originalfoliierung  ergiebt,  drei  Blätter. 


Türkische  Handschriften   153.    154.  Philosophie.  17t 

153.  [Petermann  II,  182.] 
J\Lä_JI  <^\S\,  ein  Buch  hauptsächlich  über  die  Adäh  der  einzelnen 
Faniilienglieder  und  Hausgenossen  als  solcher,  iji  das  Türkische  über- 
setzt ');  weder  der  Name  des  ursprünglichen  Verfassers  noch  der  des 
Uebersetzers  wird  genannt;  arabische  Citate,  oft  von  bedeutender  Länge, 
und  Erzählungen  sind  zahlreich  eingefügt.  Die  (nicht  gezählten "''))  Fa.sl, 
in  welche  das  Buch  zerfällt,  tragen  folgende  Ueberschriften :  Fol.  l''  ^ 
«.^yt  jjyi^  —  Fol.  3''  CJAJaJÜL'lj  JLioilL  pLÄjl  ijAÄ^"  ^  —  Fol.  24'  i 
y;,jjc'ipi  J^Ä  <>>ijyi  ^y^  —  Fol.  38^  o^j^l  J^  ^JtX-'ipi  ^fÄ^  3,  —  Fol. 
4  4":  ^y^iltj  '^Z^'  \J}^  i  —  Fol.  4  6'':  J.2L.^x!^  ^:i'Lil^lj  ftXi-l  0^="  i 
t\A.cL.'t  —  Fol.  5  2":  JU^i  J^  .'L.JI  ^yi-.  3  —  Fol.  7  2":  jUyi  ^iJi^  ^ 
.UäJI  J^  —  Fol.  79'':  «yUl^'l  ^l^-JI  J^l-Lü  ^  —  Fol.  82":  ^-ÜK^  3 
~L„ji.t(  —  Fol  10  1":  ^Ul  J^  ;Lil  j-^Jb^  ^j  —  Fol.  lll":  äiL^I  ^^  ^j 
L^  ijlftij  1^^  &i-'l  i  u'^^l,  —  Fol.  121":  jJL^Jl,  yJiS3\  JöLl'I  ^j  —  end- 
lich Fol.  135*':  «♦jliJ.I  ij.  —  Eine  andere  Handschrift  dieses  Werkes  findet 
sich  in  Paris;  s.  Wiener  Jahrbücher  Bd.  9  2,  Anz.-Blatt  S.  5  9  nr,  36. 
Anfang:     ^/i  Iä*   ,^1^  Li   Ij^';'^    i^**-^   ^-^^   rV— -'j  '-^-';-<'  y^  ^<^''  '^   0^' 

14  0   beschriebene  Blätter,   deren  letztes    (mit    nur    einigen  Zeilen)  von 

fremder    Hand    ex-gänzt    ist    und    schwerlich    den    wirklichen    Schlufs  des 

Werkes    enthält;    31,5X20   cm.     Kleines,    gutes  Nas^i   mit  29  Zeilen  auf 
der  Seite;  die  arabischen  Stellen  roth  geschrieben. 

154.  [Diez  A.  8».  21.] 
Ein  Adal>-V>\\(i\\^  von  welchem  im  Texte  selbst  weder  Titel  noch  Ver- 
fasser genannt  wird.  Der  Name  des  Verfassers  wird  auch  sonst  in  der 
Handschrift  nirgends  erwähnt;  an  Titeln,  welche  von  fremder  Hand  bei- 
gefügt sind,  ist  aber  ein  wahrer  Ueberflufs  vorhanden:  auf  der  Aufsenseite 
des  Vorderdeckels  wird  das  Buch  <.iLäjL.'l  »L/i  genannt,  und  derselbe  Titel  wird 

')  aus  welcher  Sprache,  wird  nicht  gesagt.      Es  heifst  in  der  Vorrede:    ..-^»J    ec^*-*^  J^ 

*)  mit  Ausnahme  der  beiden  ersten    und  des  neunten  (sollte  heifsen  achten ,    Fol.   72") 

Fad,  die  gezählt  sind. 

')  sie!   1.  Jy;..,aÄJI^? 

22* 


172         Türkische  Handschriften  154.  Philosophie. 

auf  der  Innenseite  des  Vorderdeckels  wiederholt,  wo  aufserdem  die  anderen 
Titel  ^;**JLäJI  (JjU  und  daneben  —  kleiner  geschrieben  —  (j'/*^'  ^J-^'-» 
angegeben  werden;  über  dem  Anfange  des  Textes  steht,  grofs  geschrieben, 
ij-JLsJI  slv»/»«  und  daneben ,  kleiner  geschrieben ,  ^JJLÄJI  i3 J5; ;  fiuf  einem 
nach  dem  Schlüsse  des  Werkes  beigefügten  Blatte  endlich  steht  —  alles 
von  fremder  Hand  —  jj-^iLäJI  «^L-^^f^  "h'^T^h  '^>'^'  ^^-'fi^  v_)LäS'  IJ-ä 
ij.jyLoUJ|  oLJLäJI.  ^JoIäJI.  Unter  keinem  dieser  Titel  finde  ich  das  Buch 
sonst  irgendwo  erwähnt. 

Das    Werk    ist    in    15    Bäb    eingetheilt,    deren    Inhalt    am   Ende    der 
kurzen  Vorrede  mit  folgenden  Worten  angegeben  wird:  »tXÄilAj  J-ää  Jjjl  loLa 

ä^LäJ.     JLaxI.     Ow4,X=>.     ywjoLi»    wL     >0     8tX.Ä-jljU     (sie)    ^j~-)^t>^     \y*^    ^\\    VjL? 

(sie)   i^AjUi^J  (*-^^    v'-?     J*^'   1^^    li?"">^'    l3-^^'*"i'^  tj«;>L«  loV     )'^    5(\j^j> 

—  ^^(>>Xj  ^♦•^5  j-^iy  J^j'   ij-^'-'  'r»'-?  —  ;'^'  ij*-^  (^i*^-  ^-  u;/-^)  (J*^;/** 

ijUo    j^jw«i/o    öS'^JLK^j^     ^jJ>wy-»A/    tjSyXJj.-;!    wCix   i^iJLä    ob     —    ^^^t^.-LJ    ^j.iL3Jb 
i^jj^   ^1    ww^   iisJU"   ob    —    );^*^   c^"-^    *ä^y.'   "•'r*-""    r'i^   ^5^'-^'   v'-?    —  ;<^"' 

kä>*Jj.5*  \U  jaöuc    «jK   ob    —  ^4X>I    ^jUj    (Hs.    ^wLääj  )   ^ji Jäääj   lio^i-   y«^Jj 

vv^jJb  ^jv^ö  («♦isj  u^y^}  ^"^  r^*^  ^Ju.As*■  ob  —  ^t^j'  ij^-^?  c'^''^-  Di^se 
Capitel  beginnen:  I  Fol.  \\  H  Fol.  lß\  IH  Fol/  23^  IV  Fol.  26\  V 
Fol.  32^  VI  Fol.  3  6\  VII  Fol.  40^  VIII  Fol.  4  4^  IX  Fol.  4  9%  X  Fol. 
57%  XI  Fol.  66%  XII  Fol.  70%  XIII  Fol.  73%  XIV  Fol.  77%  XV  Fol.  78" 
und  XVI  Fol.  82*';  im  Texte  des  Buches  selbst  ist  nämlich  das  sechste, 
über  die  Freundschaft  handelnde  Capitel  in  zwei,  als  6''''  und  7*'^  bezeich- 
nete Capitel  mit  den  Ueberschriften  pOl  i^yi^j  15*-*)'^  )>>  ^ind  0>*^  ^^ 
^JLÄ*u.^^  zerlegt,  so  dafs  also  im  Texte  16  statt  der  in  der  Vorrede  auf- 
gezählten 15  Capitel  vorhanden  sind. 
Anfang:      'iJiVja.  Jjs»   'HjäJI  os   ^yä^   'tXc  ^^  '»Läjj  'tXa»  ^^   iX*^ 

89  beschriebene  Blätter;  19,5  X  14,5  cm.  Neues  Nas^i  von  türkischem 
Zuge  mit  15  Zeilen  auf  der  Seite;  auch  die  Innenseiten  der  beiden  Ein- 
banddecken   sind   beschrieben ,    u.    a.    mit  Talismanen.   —  Auf  einem    dem 

Vorderdeckel  von  aufsen   aufgeklebten  Zettel   steht:    «S^-U  iLäjül  viAyj»  oIäS' 

f  t^t"     so    ob     0**^     Mj'     Y^y*"    '— '?<^.'     '.:>  JCV..O ,'1     y1*^.'     M)ji  • 


Türkische  Handschriften  155.  Sprichwörter.  178 

Zur  Philosophie  gehören    auch:   Nr.    l,io    (^l*v.jil|    |JL*J|  (iS'Ki^i)   '^LjlJI  sL*  ,   über 

Makrokosmus    und    Mikrokosmus)    —    2,«    (über  ^•>:, a»    sl.x-Ä_ä.| )    —    5,4    =    38,7    (ein 

iooüojtj*-» )  —  5>>*  (desgl.,  ein  anderes)  —  5*,ss  (Vorzug  der  Bescheidenheit)  -  a»  ( —.Lää* 
älil  von  Faridün)  —  a  (Anthropologie)  —  24,i  (Aussprüche  weiser  Männer,  um  gewisse 
Dinge  und  Handlungen  anzuempfehlen,  Tor  anderen  zu  warnen)  —  25  fol.  47''  {Kamälpasa- 
eädah  über  die  Nichtigkeit  des  menschlichen  Lebens)  —  31,i  (ein  ä;cLjoöLaj>  in  Versen)  — 
315,  I,s  (über  &Ajy2>.  si>ljl)  —  499  8.  23  (über  Gepaartsein  der  Dinge  in  der  Natur  und 
über  das  Dasein  üottes,  von  iAzle  Efendi). 


VII.  Sprichwörter. 

155.    [Diez  A.   8".   113.] 

Zwei  Sammlungen  von  Sprichwörtern,  wie  sie  JLuol  >->^»-o  genannt  zu 
werden  pflegen.  In  der  ersten  Sammlung,  welche  sich  bis  Fol.  25*'  er- 
streckt, sind  die  Sprichwörter  alphabetisch  nach  ihren  Anfangsbuchstaben 
geordnet,  in  der  zweiten  dagegen  sind  sie  ohne  ersichtliche  Ordnung  zu- 
sammengeschrieben. Die  erste  Sammlung  beginnt  mit  dem  Sprichworte 
\UI  JtX^I  ÄÄjjJjl  5>>^l  «y(  d.  h,  das  Pferd,  welches  zu  Hause  bleibt,  ge- 
winnt den  Rennpreis  nicht '),  die  zweite  mit  dem  folgenden :  »t>^ljL)  iäSo^J» 
^3^.b^.l  aj  j-Äjl  „was  hat  der  Fuchs  im  Bazare  zu  thun?" 

Eine  andere  Sprich  Wörtersammlung  ist  an  dritter  Stelle  in  Nr.  23 
enthalten;  dort  ist  auch  von  der  gedruckten  Litteratur  der  türkischen 
Sprichwörter  gehandelt.  ^) 


')  Wiokerhauser  führt  dieses  Sprichwort  als  Tiertes  an,  liest  aber  ^iXi^S  statt 
JtXSlI   und   übersetzt  es  gar  nicht. 

*)  Ton  der  Sammlung  des  Binäsl  Efendi  (Journ.  Asiat.  1863,  II,  269,  143  und  1871, 
II,  147,  22)  hat  die  Herzogl.  Bibliothek  zu  Gotha  soeben  eine  dritte,  in  der  ^1  luuJx« 
Lji-^iJI  zu  Konstantinopel  im  Jahre  1302  (1884/5)  erschienene  Ausgabe  erworben.  —  Aufser 
den  bei  Zenker  II,  403 — 405  angeführten  Sprichwörtersammlungen  kann  ich  den  zu 
Nr.  23,3  gemachten  bibliographischen  Nachweisungen  noch  die  folgenden  Drucke,  welche 
die  Herzogl.  Bibliothek  zu  Gotha  besitzt,  hinzufügen:  1)  Gio.  Battista  D  o  n  a  d  o  ,  Raccolta 
curiosissima    d'adagj    Turcheschi ,    trasportati    dal    proprio  Idioma    nell   Italiano  e  Latino  — . 


174         Tmkische  Handschriften  156.   157.  Geheime  Wissenschaften. 

38  beschriebene  und  eine  Anzahl  leerer  Blätter;  18  X  l'^j^  cm.  Ge- 
wöhnliches, derbes,  deutliches  Nas/l  mit  15  Zeilen  auf  der  Seite.  Die 
Handschrift  wurde  für  Diez  in  Constantinopel  geschrieben. 

156.     [Diez  Fol.   25.] 
Ein    grofses    Blatt    geglätteten    orientalischen    Papieres    von    75,-5    cm 
Höhe  und  5  2,5  cm  Breite,    welches   275   numerierte  türkische  Sprichwörter 
enthält.      Die    l'eberschrift   lautet    ^^.JtXJI    »xaj  (sie)  x=»^    aJ^S^  jcJU  ^ji^JäjI 

sLV.jJj.iOol     ^^c>     JUajI     Vjr*'    CV^*'     o^Ä_o,Jj     om.^     ^^ys^ya    y-yS.    ^(Xol ,    uud 

die  mitgetheilten  Sprichwörter  werden  somit  als  theils  von  den  Vätern 
überkommen,  theils  von  dem  durch  seine  Schwanke  oijLkJ  berühmten 
Nasr  al-dm  Xiväjah  (vgl.  Ethe,  Essays  S.  23  3 tf.)  lierrührend  bezeichnet. 
Das  148"'°  Sprichwort  ist  schwarz  überschmiert;  das  erste  lautet:  ^j\y^  yi^\ 
vJLs  xjJjl  ^jU4JUoi>  (v.  Schlechta,  Osman.  Sprichwöi-ter  S.  33  Nr.  98).  — 
Ziemlich  gutes  Diioäm. 


Ferner:  Nr.  5*, 4  (die  Sprüche  des  iAll  mit  I'araphrase  in  türkischen  Versen)  — 
23, s  (JLwo^l  k_).wö,  türkisch)  —  30, s  (Sentenzen,  arabiscli,  persisch  und  türkisch)  — 
34,1  {f£\yM  Jtj'l)  —  408*,7  (die  Sprüche  des  iAll  mit  ParBj)hra8e  in  türkischen  Versen)  — 
435   fol.   24"'  (desgl ,   mit  Paraphrase  in  persischen  und  türkisclien   V^ersen). 


Vril.  Geheime  Wissenschaften. 

157.    [Diez  A.  4°.  4  7.] 
Eine    Sauuiilung     von    Abhandlungen     über     die    Punctierkunst    oder 
Psammoraantik,    Jl«JI    |»J..ä,    über   welche    man    vgl.    die    zur    Gothaer   ara- 
bischen   Handschrift   Nr.    1314    (II,    4  87)    beigebrachten    Nachweise,   sowie 


Tn  Venezia  1688.  9,".  —  2)  Eine  Lithographie,  welche  in  der  Druckerei  des  lÄsir  Efendi 
(zu  Konstantinopel)  in  der  letzten  Dekade  des  Gumäclä  I  1275  (=  26.  Jan.  -  4.  Febr. 
1859)  vollendet  wurde;  8°  oder  Klein-40.  —  3)  Türkische  Sprichwörter  ins  Deutsche  über- 
setzt von  A.  Merx.  Venedig  1877.  12''.  (Der  türkische  Text  mit  armenischen  Buchslaben 
gedruckt.) 

')  Hb.  ^I  . 


Türkische  Handschriften  157.  Geheime  Wissenschaften.  176 

auch  6.  X.  111,   478   und  Steiuschneider  in  ZÜMG.  XXXI,   762').      In 
dem  vorliegenden   Bande  sind  die  folgenden  Schviftclien  enthalten : 

1.  Eine  am  Anfang  defecte  •)  Abhandlung  in  16  Capiteln  k_;b,  von 
welchen  das  erste  (jL-i^'l  *5Cix  ^,  das  letzte  ^^j  JaJI  j^Xis.  ^  handelt.  Das 
Voi'handene  beginnt  mit  einer  Tabelle.  Da  der  Ueberschrift  des  ersten 
Capitels  die  Worte  Jx Jl  iÜLu/s  tljajl  ItXff  vorausgehen,  so  ist,  wie  es  scheint, 
das  V'orhergehende  als  Einleitung  zu  der  eigentlichen  Abhandlung  zu  be- 
trachten. 

2.  Fol.  6*":  eine  über  die  16  &jli»  und  ihre  J.jCi  handelnde  Abhand- 
lung mit  der  Ueberschrift:  «it^  sjJLSlci  (^  ^5***  äjU».  {^  ^^ü3  k25-Lc^  J-^ai  ^j 
)^^}  ij'^  i^l^v-=>-l  taSol  ^l>.Ai>.^•J•l. 

Anfang:     x^^tSol  v^J^ij  «u^^'jl    «i1j   sOwU»  J^l   >J.jlAi     "      JXi  e>o«jÜ:»   J^l 

3.  Fol.  15":  ein  kurzer,  nur  eine  Seite  füllender  Abschnitt  über  die 
aus  Strichen  und  Functen  bestehenden ,  ^öLi»  genannten  Figuren,  um  über 
den   Geliebten  zu  prophezeien;  vgl.  Wien   2012,6  (III,  545). 

4.  Fol.  15'':  eine  anonyme  Abhandlung  mit  dem  Titel  ^LA^b'!  ^Uax), 
In  nicht  gezählte  J^^ii  und  ^JLA.«^x  eingetheilt.  Scheint  von  der  gleich  be- 
titelten und  über  denselben  Gegenstand  handelnden,  aber  in  vier  Maqälah 
(„Reden")  eingetheilten  und  umfangreicheren  Schrift  bei  Krafft  Nr. 
CCGLXXI  verschieden  zu  sein.  Am  Ende  vom  Jahre  1184  (beg.  27.  April 
1770)   datiert. 

Anfang:      Lei    ^ajl^^.!    jÜI^    Jl^jS"    J^    |.iLJI^    S^-LaJlj    ^j-aJL*JI    ^s    xJJ    J.*i.( 

yö    «^1)5'    rr-yi     ^5^'    ^^\    J^i     |vLt     pK^I     Jj'    »l^lj     d^^-i     tX*J 

5.  Fol.  24'':  ein  Abschnitt  von  zwei  Seiten  über  ^yX!icu(^  >_^JUo ;  vgl. 
Leipzig  S.  4  24''  und  Wien  Nr.  7  7  6.  In  der  vorliegenden  Anweisung  wird 
aber  gleichfalls  mit  7i!a//;/-Figuren  operiert. 

6.  nach  einigen  ganz  kurzen  Abschnitten  analogen  Inhalts  folgen 
Fol.  28''  vierunddreifsig  auf  Punctierkunst  bezügliche  Fragen  x-U*^,  über- 
schrieben   nJ^jI  ^Lo  ^j-jÜLLL.^  <iSXo>  ^Xc-. 

')  Eine  aus  52  Seiten  in  Kl. -8"  und  einer  Tabelle  in  Kl. -4**  bestehende,  o.  0.  u.  J. 
erschienene  Lithographie  eines  türkischen  iJrtm?  -  Büchleins  besitzt  die  Herzogl.  Bibliothek 
zu  Gotha. 

*)  und  zwar  fehlt,  wie  die  hier  yorhandene  Originalfoliierung  ausweist,  ein  Blatt. 


176         Türkische  Handscliriften  158.  Geheime  Wissenschaften. 

7.  Fol.  31^:  eine  Abhandlung  mit  der  Ueberschrift  lüdy^  Joe^l  i^jUS^ 
(.iLJI  Ä.JLfe  ^iJ\  JLjb.  Der  Prophet  Daniel  spielt  bei  der  Punctierkunst 
der  Orientalen  überhaupt  eine  Rolle;  vgl.  die  folgende  Handschrift,  Gotha 
Nr.  8,3  und   Wien  Nr.   1814,9,  sowie  Ö.  X.  III,  479. 

Anfang:     &JU  JLjIo  4xJ    J.K=^^II^  J^yi    jJU   oLiÜ"   j.iUJI   isSU^'l    JÜ  J^l 

8.  Fol.  39'':  Tabellen,  um  mit  Hülfe  der  Punctierkunst  alle  möglichen 
Ereignisse  vorherzusagen.     Ueberschi-ift:   ^(^J^I  J^^ä^. 

9.  Fol.  47*':  eine  anonyme  Abhandlung  über  Punctierkunst,  die  um- 
fangreichste der  ganzen  Sammlung.  Am  Ende  wird  von  den  tcjL;iiix!,  d.  h. 
den  Gruppen  von  je  drei  JSa7?i/- Figuren,  gehandelt;  vgl.  Wien  Nr.  15  13. 
Abschrift  datiert  vom   8.  Gumädä  I    1137   =  23.  Januar    1725. 


Anfang:      JsiJol    ^^Lwl   ^X^  ^    ('5JLcJ.äa.«    Js^Xj!  ^jLo  ^^♦Xc  (),~«j    ^^Uj   ^o 

|VA^  (sie)  ^^X=»LÄiS'  itf-Lc  ^j  (sie)  |»Lc  ^Lb.  2tl»s.^ 
92  beschriebene  Blätter  von  21  X  15  cm;  verschiedene  Hände.  Fol. 
37''  ist  leer.  Fol.  89  hat  einen  groisen  Rifs;  auch  die  Innenseiten  der 
beiden  Einbanddecken  sind  mit  mantischen  Figuren  und  Notizen  beschrieben; 
desselben  Inhalts  sind  zwei  beiliegende  Zettel,  ein  viereckiger  und  ein 
runder.  • —  Auf  einem  aufsen  aufgeklebten  Zettel  steht :  ^lw*i)l  _1:cax)  t_,U5' 

158.  [Ms.  Orient.  4".  154.] 
Eine  ziemlich  ausführliche,  in  zehn  Fasl  eingetheilte  Schrift  über 
Punctierkunst.  In  der  Ueberschrift  {^J^  ^  j.iLUl  äxIc  JUjIj  ^^jj}\  •^Kj^ 
J^Iil)  wird  dieselbe  dem  Propheten  Daniel  zugeschrieben,  während  in  den 
einleitenden  Worten  sich  als  Verfasser  (f^^'yi  dJ^jliJ'^)  ein  gewisser  Z)äil 
Muna§^im  Xair  al-dln  (^  ^jvSäJI  nennt.  Es  ist  dies  w^ohl  so  zu  verstehen, 
dafs  die  Prinzipien,  nach  welchen  die  Schrift  gearbeitet  ist,  angeblich  auf 
den  Propheten  Daniel  zurückgehen  sollen  (vgl.  Nr.  7  der  vorigen  Hand- 
schrift), während  die  Abhandlung  selbst  in  ihrer  vorliegenden  Form  von 
dem  genannten  Schriftsteller,  welcher  aufserdem  angiebt,  aus  dem  Persischen 


')  sie!  1.  sJLjJUa,«. 


')  sicl     Vielleicht  ist  ^»jIäJI  gemeint. 


Türkische  Handschriften  159-  Geheime  Wissenschaften.  177 

übersetzt  zu  haben   (-.»^yjöj    ju.'j    ü<-j    (jtXJo    ^^-^)^.    (•<^'>'^    «-oJc^    kä^j  ^), 
herrührt. 
Anfang:      (' ♦X-kffLiob    wiffLijL    J.l    v;:oL.^    ^    jCij    o-Jlc    ,c-J    (sie)  yiXt^ 

i_5^vjl  oLwaj  (sie)  l^ji'  Swj^  ^5Jöjj  |JLc 
37  beschriebene  Blätter;  18X13  cm.  Schönes,  vocalisiertes  Nas/i 
mit  1 3  Zeilen  auf  der  Seite ;  viele  Tabellen ;  Ueberschriften ,  Schlag- 
wörter u.  s.  w.  Gold.  Abschrift  von  FatJi  oUäh  ihn  iAhd  cd  kanm  in 
Yaman  (Hs.  ^-^^=11)  ^^^Lil  ^äSJUl  (J-».>jJ  vollendet  am  Neumonde  J^^x»«./!  des 
Gumädä  I  897,  einem  Mittwoch  =  28.  Februar  1492.  Die  Handschrift 
wurde,  wie  mit  Goldschrift  in  einem  Kreise  auf  Fol.  1"  angegeben  wii-d, 
für  ^yj  die  Bibliothek  äjlyi.  des  Qünsüh  aJ  raun  geschiieben,  welcher 
hier  —  also  im  Jahi-e  89  7  —  iLw^j_^l  iu^JL^I  iüCJUJLj  i_jL^I  ...AÄLfl  ge- 
nannt wird.  —  Die  beiden  letzten  Seiten  gehören  nicht  mehr  zur  Ab- 
handlung, enthalten  aber  auch  auf  Punctierkunst  bezügliche  Tabellen.  — 
Auf  der  Innenseite  des  Vorderdeckels  steht  von  alter  Hand:  „Daniel  de 
scientia  Raml.  Türe." 


Ueber  J./jJl    JLe   handelt  noch  Nr.   12.5,4, 


159.     [Diez  A.   8°.   22.] 
Eine  Anzahl  kleiner  Abhandlungen  über  Mantik,  hauptsächlich  Buch- 
stabenmantik ;  näTulich : 

1.  ^tXi»  ^yol^  kJLwv  „die  Abhandlung  Süviüi-'s,  des  Indiers",  welcher 
als  der  Vater  der  Buchstabenmantik  gilt;  s.  M.  '/..  II,  6ü5  und  III,  128, 
4  674,  sowie  Hammer,  Encyklopädlsche  Uebersicht,  S.  620  und  die  ara- 
bische Handschrift  Nr.    1277   in  Gotha  (II,  460   des  Kataloges). 

Anfang:     ^j  d^'j   aüLs\.w    ^j^    5tXAjU.^=»    |»töf!    jJJl    j.«,    vtVjivcU.    ^\j^  yjJi-\ 

i^JkÄjl    ivaJLxj"    jw^Lwa-'I    f-jS^    Äj  _Ä.o   (»J>i    ^'v-ÖÄ    'cs^  ■)   T" 

2.  Fol.  24*':  &*A«,  ~^\ySy  o«^j  iXx^  ^LJl  kA'b.:^-LtLw  C  15^ r^  'J^>  eine 
astrologische  Schrift  ohne  Angabe  des   V'erfassers.      Sie  zeigt,   wie  man   mit 


^)  (1.  i.  S'  &ÄieLiJ>ü. 
*)  sie!  1.  ^^. 

Törkiache  Uuudscbiifteu.  23 


178         l'ürkisehe  Haiiclschriften   15',).  Geheime  Wissenschaften. 

Hülfe  der  Pkiiieteu  die  glückliclieii    und    iiugllickliclieu  Tage  und  Stunden 
berechnen  soll.     Eine  Tabelle  findet  sich  auf  Fol.   3ü\ 
Anfang:      »./ii^jX^jl   ^.,.!^   ^j-^wüoVjI  i_)Lw.=*   lO--"^'   ic-^'-^'j   i^*^'   ^«.üa>oj   ,_»Jlia  xXlj 

(^v-voitXjl    ^  Ja 

3.  Fol.   35^':  (^^Ji  cyl^^Äi,  ein  im  Metrum  TIazaj  ^ |>^ |w__  ge- 

.schriebencs  Madnawi- Gedicht  über  ßuclistabenmantik.  Die  erste  Hälfte 
des  Gedichtes  wird  auf  den  (hier  Saix  genannten)  Sämür  und  dessen  Schrift 
(' ÄA-Li^  VJ..O.  (vgl.  //.  Z.  V,  79,  10ÜS2)  zurückgeführt,  die  zweite  (Fol. 
3 9" ff.),  welche  über  i^i^  yA*v.5o  handelt,  einem  Sai'x  Äbä  H  Qäsiiti  zu- 
geschrieben. Ueber  (oj.^l)  ^^^^Sis  handelt  auch  oben  Nr.  43,  i.  Vgl. 
Gotha,  arabisch  Nr.    1307   (II,   482). 

Anfang:      ^^x^  i'j-*"'   ß8i3-j<l   cVjlXj          -.tX*''   ■^^::^yM  j.5>   JLii   bl 

4.  Fol.  44":  Ä*«.:il  i-U.**,!  (^i^  slw^J  ("S.JLv,,  eine  Abhandlung  über  die 
Geheinuiisse  der  Anmiete,  welche  durch  Aufschreiben  der  Namen  Gottes 
erzeugt  werden.  Ohne  Angabc  des   Verfassers. 

Anfang:     |j.ji>Ä4.s.t  x^^s?.  «.Jl.  J..^.^'  J^ä  ^^A^-iJi^  Sj-I^aJI.  j^a*,JLäJ|  ^v  jJ.J  j-^il 

vO   Sl.VajLo   üXJ  _äav.s.I  sl*«.!    \ljf  yj-vlj   eNJü.   J«-»ol   ^JLuu^  ^   <^-*J^ 

5.  Fol.  4  7'':  ^-ijyvi  ^i^  cj^j.x3j  tXiLä,  „Regeln  und  Gestalt  eines  edlen 
Aniulcts";  olnie  Angabe  eines  Verfassers.  Citiert  wird  u.  a.  das  awüi^yLaL« 
(s.  oben  AI.  2  dieser  Handschrift),  Säniär  der  Inder  (mit  dem  Beisätze 
üaIä  äJJi  S4.:^x )  u.  a.  m.  Tafeln  mit  Zahlen  und  einem  als  ._^j  bezeich- 
neten Felde  sind  beip-efüo-t. 


tn^ 


Anfang:     j.Ai'  o    Ix^    ijcXSltXxS^  ^i^xS   ^^a«äJ.I  (^AäAjo    x^i^c  ^^jc  i^.,^yXjii>  Ji  I. 

6.  Fol.  5  7'":  v5..oLv  (^  L.«aj  L!La*.v,  eine  Abhandlung  über  ßuchstaben- 
Mantik.  Wie  der  Titel  sagt,  soll  dieselbe  auf  Sämür  den  Indier  zurück- 
gehen; aufserdem  wird  auch  Jiäm,  ein  Hauptschriftsteller  der  Araber  über- 
geheime Wissenschaften   (vgl.   Gotha,  arabisch  Nr.    1262),  citiert.      Als  Ver- 

')   (las   sogt  diicli    wolil   der   Vctb: 

Ucbtr   XAilib.   vf^l.   Ootha,   nriiliisch    Nr.    1253. 
^)    H.S.    JjL.«,^  . 

^)  ilifKcr   Ausdruck,  auf  Buchslaben -Mautik  angewandt,    findet    sich    auch    iu    der    ara- 
bischen  Handschrift  Gotha    12o4,i. 


Türkische  Handschriften   160.  Gehchne  Wissenschaften.  179 

fasser  wird  in  der  Ueberschritt ')  ha.ix-i  (ikhar  geiiaimt,  mit  welcliein  Elircii- 
titel  Muliyi  d-dln  ihn  iAraU  (f  638,  beg.  23.  Juli  1240)  bezeichnet  bu 
werden  pflegt  (vgl.  li.  X.  VII,  1212,  79  84  und  Gotha,  persisch  Nr.  5,  I,  3). 
Das  Ende  der  Abhandlung  ist  astrologisch. 
Anfang:  ^  ^^  si  s  ^  \  ,j-U^  y^  O))'^  xA.j"L*k.(ix  '■~i^y=^  [«■^Kr'  wj^-Uax)  '3^\ 
68  beschriebene  Blätter;  19,5  X  13, .5  cm.  Deutliches,  ziemlich  neues 
Nasxi   niit    1  t   Zeilen  auf  der  Seite;  die  Seiten  ruth  lunzogeu. 


Zur  Üuchstaben-Mimtik  gcliöroii  uocli:  Nr.  5*,i3  (Spielereien,  auf  iAll  zurückgeführt)  — 
29  (Gehyime  Bedeutung  der  Uuchstabeu)  —  21,i  ( ^_^»..JLi..^j  ^^ JL_c )  —  45,9  (*._JL_t 
wä4-I  )  —    170,9   (Prophezeieu    mit  H.ilfe    vou   y\jS  i}.^^). 


160.  [Ms.  Orient.  4".  20.] 
Den  Hauptinhalt  (Fol.  2—118")  dieser  am  Anfange  defecten  Hand- 
schrift ^)  bildet  ein  in  nicht  gezählte  Bäh  eingetheiltes  Werk  über  Talis- 
mane, welchem,  einei-  Bemerkung  auf  der  Innenseite  des  Vordexdeckels 
zufolge^),  der  Titel  'x~xA.\  ^Lä.w  zuzukommen  scheint.  Mitten  in  demselben 
steht  —  auf  Fol.  65*  —  das  ^s\i\  »-»j-^  ^Lci>  genannte  Gebet.  Nach 
Schlufs  dieses  Werkes  folgen  noch  allerhand  kurze  Abschnitte  verwandten 
Inhalts;  darunter  ^jc^^i^^  AcO  Fol.  US*',  «yUU  »Lc^j  Fol.  121'',  ein  Gebet 
ohne  Titel,  mit  türkischer  Einleitung,  Fol.  130'';  ferner  Recepte  Fol.  120''f, 
und  vier  (*  ^jTj"  Jli  Fol  122''  (vgl.  Nr.  122,4  mid  r25,i,r). 
Anfang:      (sie)   ^^^L^I  (_^<^Jl   ^^^Jt   ^^♦.iL.gJI  ^^j^*Ji   (xJ^^^^) 

130  beschriebene  Blätter;    17X14    <^™>     Ziemlich    rohes,    aber    voca- 
lisiertes  Nas'/t  mit   1 1   Zeilen  auf  der  Seite. 


')  dieselbe  lautet:    äaJLc   »JÜI    x+c»«    ySS    v>a.w   Uii^*}    \yA.M    ia*vO   L'L*,v    \d^ 

^)   die  von  alter  europäischer  Hand  beigefügte  Foliiiruug  beginnt  mit  2  ;  das  erste  Blatt 

scheint    also    erst,    nachdem    diese    Blnttzahlen    beigesohrieben   waren,    verloren    gegangen    zu 

sein.      Diese  Foliierung    geht    bis    131;    da    nun    aber    auf   der  Innenseite  des  Vorderdeckels 

eine    noch    altere  Hand    angemerkt  hat    „l'ol.    133",    so    scheinen   noch    zwei  weiter';  Blätter 

verloren  gegangen  zu  sein. 

')   vO    fcj  (abgerieben)   .  .  .   jA.\    rLö.«/    i_)üiXDl . 

*)  Hs.  J^\ 

23* 


180  Türkische  Handschriften  160*-162.  Geheime  Wissenschaften. 

IßO*.  [Sachau  190,2.  3.] 
Diese.s  Fragment  enthält,  aufsei'  einigem  Arabischen  auf  den  beiden 
ersten  Blättern  und  den  Rändern  der  folgenden,  von  Fol.  2''  bis  zu  Ende 
unter  der  üeberschrift  —Läj  L  cjLi»jj_JI  i£<Xi  ^1x5'  Ijjo  eine  am  Ende  de- 
fecte,  türkische  Abhandlung  über  Anfei'tigung  von  Talismanen  unter  Be- 
rücksichtigung astrologischer  Verhältnisse.  Der  Anfang  lautet:  ^^^fue  vcXäjIjv 
vtXjLc   Jjl  vi^oLc  »tXÄÄjl  üJiÄjJU-Le,  das  Ende:  jj.a^s.IJI   (v=>^l  b   eSÄ4Ä.-.j  i_.»bo^JI 

Das  ganze  Fragment  hat  10  Blätter  von  21  X  15,5  cm.  Die  türkische 
Abhandlung  ist  mit  gutem,  türkischem,  vocallosem,  15 zeiligem  Nas/l  ge- 
schrieben. 

Ueber  Talismane  wird  auch  gehandelt  in  Nr.  5,9  {(^i^^MM  «JULi  )  —  40,2  —  42,4  — 
44,8  —  91,3  —  92,8  —  114  —  116  —  120,3  —  121,fi  —  122,5  —  125,3  —  126.3  — 
128  —  129  —  130  —  24.3  (^j^^jI  c>L^)  —  281  —  285  (gegen  Fieber)  —  288 
(gegen  Viehseuche)   —   493,  Ende. 


161.  [Ms.  Orient.  4".  105.] 
In  dieser  sonst  arabischen  Handschrift  steht  auf  fol.  r.  des  letzten 
(65^*°°)  Blattes  ein  alchymisches  Recept,  welchem  zufolge  von  sieben  Me- 
tallen nach  deren  Beziehung  zu  den  sieben  Wochentagen  je  1  bis  7  Dirliam 
genommen  und  zusammengeschmolzen  werden  sollen.  Die  arabische  üeber- 
schrift lautet  —  mir  wohl  wegen  technisch  -  alchymischer  Ausdrücke  nicht 
recht  verständlich  — :  JjtX^  jUä  ^  äJLötX-'l  *_jLj  ^J^  t-"^^^  '^'  1.5*^'^*  ''^ 
^j.aJL.^1  iüb  Jij  o  JiJ  t_jb  ltX.§i.  Das  Recept  trägt  also  den  Namen:  Jüb  Jo 
^-JLaJl  „Verfahren  der  beiden  Gleichen". 
Anfang:      >.Jö^.sjvjI      'iS  li^  J.l    aSix^xiS    jj-^^-ti    ^jl    ^i>JLj(>.äx)  (jJo  ^*üjü( 

Flüchtiges   Nastalhq,   im    ganzen    10  Zeilen.     Gröfse    der    Handschrift 
24  X  16  cm, 

162.     [Ms.  Orient.  Fol.   916.] 

('vv«t*Jl  Jwl^,    ein   umfassendes  Werk  über  Traumdeutung,    nach    per- 

*)  B.  Fol.  3*  Z.    5  V.  u.  und  die  UeberBchriften  der  einzelnen  Capitel. 


Türkische  Handschriften   162.  Geheime  Wissenschaften.         181 

siscber  Vorlaije  (Fol.  2''  Z.  4  v.  u.)  von  2Ilr  AizamSäh  Miskin  (Fol.  2' 
Z.  3  V.  u.)  in  osttürkischer  Sprache  bearbeitet.  Das  Werk  ist  in  eine 
(nicht  weiter  untei'getheilte)  Muqaddimah  allgemeinen  Inhalts  und  29  Bäb 
eingetheilt  (Fol.  3*  Z.  4  v.  u.);  die  geträmnten  und  zu  deutenden  Gegen- 
stände Averden  in  diesen  29  Capiteln,  von  welchen  eines  für  jeden  Buch- 
staben des  arabischen  Alphabetes  bestimmt  ist,  nach  ihrer  persischen 
Benennung  alphabetisch  zusammengestellt.  Mit  dem  27"'™  Capitel  hat  der 
Schi-eiber  seine  Arbeit  abgebrochen,  so  dafs  die  zwei  letzten,  für  ^  und 
it  bestimmten  Capitel  fehlen.  Die  citierten  Autoritäten  sind  hauptsächlich 
Um  SirJn,  der  Imäm  Galfar  ßädüi,  Gähir  Mayriln  und  Kinnäm  ') ;  in  der 
bibliographischen  Zusammenstellung  oneirokri tischer  Werke,  welche  N.  Bland 
in  seinem  Aufsatze  „On  the  Muhammedan  Interpretation  of  dreams"  im 
JRASoc.  XVI,  153  giebt,  werden  die  einschlägigen  Werke  dieser  vier 
Schriftsteller  an  zweiter  bis  fünfter  Stelle  angeführt. 

Ueber  seine  persische  Vorlage  spricht  sich  der  Verfasser,  soviel  ich 
sehe,  niclit  näher  aus;  wahrscheinlich  ist  aber  als  solche,  obgleich  hier  die 
dort  vorhandene  Eintheilung  der  Muqaddimah  in  16  Fad  nicht  vorhanden 
ist,  das  gleich  betitelte  W^erk  des  Aha  'l  fadJ  Husain  ihn  Hn-älmn  ihn 
MuUammad  al-Tifliffi  zu  betrachten,  welches  von  II.  X.  V,  25,  9732, 
Bland  a.  a.  O.  S.  155,  Mehren  zur  Kopenhagener  Hand.'^chrift  Nr.  CXXXIV 
(p.  45  des  Kataloge.s)  und  Khanykov  im  Bull,  hist.-phil.  de  l'Acad.  de 
St.  Petersbourg  XIII,  188  =  Melanges  Asiatiques  II,  5  22  mehr  oder 
weniger  ausführlich  besprochen  wird.  Von  deinselben  W'erke  giebt  es  auch 
eine  osmanisch-türkische  Bearbeitung,  welche  von  H.  X.  a.  a.  0.  erwähnt 
wird  und  in  Kopenhagen  (Nr.  XXIV,  p.  6o)  gleichfalls  handschriftlich 
vorhanden  ist. 

Anfang:     y^y^tX:^  ('  )^^  i-jIcXä  Uä^   Xä«*».  «»^^1  ^j,5    iÄ*«Ä    LöjJf  ,j  Lüil  Läjs 
JUä.  ^j.>m\Xj}    eJwUj^^Xi^  ^.iLc«-.o  jva5    |^jltX.ia.  J.l  (sie)  ui  cV»-^ 

(iOiLsl   sl^'s^JU^  «i^l3 

293    beschriebene   Blätter;    28  X  20,5    cm.       Schönes,    kräftiges,    sehr 

deutliches  Nastaülq   mit   19  Zeilen    auf  der  Seite.     Auf  der  Innenseite  des 

Vorderdeckels    steht    von  der  Hand  des  Herrn  Dr.  Klatt:    „Geschenk  des 


*)  d.  i.  Ibrählm  al  Kirmäni. 
«)  Qur.  II,   197. 


183  Türkische  Handschriften   163.  Künsle  und  Fertigkeiten. 

Sir  Rob.  Shaw ,  Polit.  Agent  Yarkand  (durch  Dr.  Jagor).  187  6",  und  auf 
einem  vorgehefteten  Blatte  (mit  Bleistift):  „Inhalt:  Ein  Traumdeutebuch 
in  türkischer  Sprache.  Die  gedeuteten  Gegenstände  werden  persisch  be- 
nannt und  in  alphabetischer  Ordnung  aufgeführt.  Jeder  Buchstabe  bildet 
ein  Capitel.  Die  gewöhnlichsten  Gewährsmänner  für  die  gegebenen  Deu- 
tungen sind  Ihn  Sirin,  der  Verfasser  eines  berUlimten  Traumbuches,  ferner 
der  Magribiner  üjabir,  der  Perser  Girmani  [sie]  und  die  angebliche  Schrift 
des  schiitischen  Imam  Dja'fer  Sädik.  Das  Buch  ist  ca.  25  0  Jahre  alt  und 
geschrieben,  nicht  gedruckt,  d.  29.  Octbr.  1876.  Dr.  J,  G.  Wetz- 
stein." Am  Anfang  und  am  Ende  je  ein  Siegel  {Amin  Beg  und  sein 
Sohn). 

Ueber  Traumdeutung  handeln  noch:   Nr.   5,8   —   5*,69    —   37,5    —   315,  I,i. 


Von  Magie  und  Mantik  ist  noch  in  folgenden  Handschriften  die  Rede:  Nr.  23, i, 
37,3.  122,4  und  125,4c  (JLs)  —  5,ig  «nd  22,  10,3  und  4,  27, 13,  41,8  und  125, 4, a  {J%.'ji=>\, 
Ji^)  —  42,1,  121,1  fol.  151%  128  (^^.Ä.j|  cLJi>)  —  5, 19  und  44,6  (Namen  Gottes)  — 
5*,62  (v:i)f)lAÄ.Äl  im  allgemeinen)  und  121,4  (an  welchem  Tage  man  ein  Kleid  zuschneiden 
und  die  ISügel  beschneiden  soll)  —  14, 1  (Abwehr  des  böseu  Blickes)  —  128  (Kreis  zu 
Prophezeiungen   beim  Neumonde)   —   353,s    (mautische  Diagramme). 


IX,  Künste  und  Fertigkeiten. 

163o  [Ms.  Orient.  8".  304.] 
jt.^b^5-ji,  ein  Schriftchen  über  die  Kunst  des  Bogenschiefsens ,  von 
MuJtammad  ihn  Yünns  al-Düräzl  (s.  die  Anfangsworte),  oder  —  wie  in  der 
dieselbe  Abhandlung  enthaltenden  Oxforder  Handschrift  Ui'i  Nr.  5  6  steht  — 
al-Darwäzl.  Der  Verfasser  behandelt  seinen  Gegenstand  hauptsächlich 
unter  Anlehnung  an  arabisch  mitgetheilte  und  hier  roth  geschriebene 
Stellen  des  Qur'än  und  der  Ueberlieferung.  Die  Abhandlung  ist  in  nicht 
gezählte  Bäh  eingetheilt.  —  Andere  türkische  Schriften  über  denselben 
Gegenstand  sind  in  Paris  Nr,  164,i,  Lund  Nr.  10,2  und  Dresden  Nr.  39 
vorhanden. 


Türkische  Handschriften  164.  Künste  und  Fertigkeiten  183 

Anfang:     JU    ^a*4.=»I  «JIj    tX+^    J^a    (»i^«*.'!^    <s^J_.äJL    ^aJL»JI  ^^  xi,'   tX*:il 

Nach  dieser  Abhandlung  folgt  noch  ein  Fragment  von  zwei  Blättern  einer 
o-leichfalls  türkischen  Abhandlung  über  das  Lesen  bestimmter  arabischer 
Gebete,  und  dann  —  am  Ende  defect  —  eine  arabische  Abhandlung  über 
sJLaJl  isjj^.  Sehr  ähnlich  ist  die  in  der  Gothaer  Handschrift  arab.  117,6 
stehende  Abhandlung. 

45  Blätter,  von  welchen  das  3  7"'*  nur  den  Namen  des  SäMr  Efendi  mit 
dem  Datum  3.  Rab'ii  I  1267  (=  6.  Jan.  1S51)  trägt,  Blatt  40  aber, 
welches  mit  41  zusammengeklebt  war,  ganz  leer  ist.  Die  Abhandlung 
über  das  Bogenschiefsen  mit  gutem,  nicht  neuem,  vocalisiertem,  13  zeiligem 
Nas'/i  geschrieben.  —  Auf  Fol.  1"  ist  das  Siegel  des  Sultans  Mustafa  IV 
(reg.  122  2  —  23  =  1807  — S)  abgedrückt;  er  führte  in  demselben  den 
gleichen  §Mr'(7?z-Spruch  (VII,  41),  wie  sein  Bruder  und  Nachfolger  MaJi- 
müd  II  (s.  Reinaud,  Monumens  Musulmans  du  Duc  de  ßlacas  II,  23  4 
Nr.  99),  nämlich:  J\  iU  icJocjJ  ü^  U,  \d-^  (sie)  LotXic  ^d3\  uli  tX*i.l 
xJUI  (sie)  LotXiß. 

164.  [Diez  A.  4».  131.] 
(^  o>Ll.öLs  Jlj  vL.-.>ll  i^JLä  ^iJ  '  v^yLoLüv-'l^  ^\jS3\  ^  ^Ikjt,  ein  abwechselnd 
in  Madnaici-Yevsen  und  in  Prosa  geschriebenes  Lehrbuch  der  Musik,  von 
dem  A§rt//  Dlk  ahü  'J-Nih  aj^f  ^1  ^£sjiO  (S.  6  Z.  6).  Kreise  und  sonstige 
Figuren  sind,  wie  es  in  Büchern  über  Musik  der  Fall  zu  sein  pflegt,  reich- 
lich vorhanden.  Bemerkungen  in  französischer,  bisweilen  auch  in  latei- 
nischer Sprache  sind  hie  und  da  beigegeben;  mit  Bleistift  sind  dann  und 
wann  Fragen  in  arabischer  Sprache  an  den  Rand  geschrieben  (wie  S.  4  7: 
JUi-Cl  5J^  ^j^jLxi  Lo,  S.  61:  ^-yU»;  r»'  J^r*;  i*-^'  '*^*  J^j  S.  62:  X*i.J>  tXj^i 
iüK;i.l  sjjc  u.  dgl.  m.).  Auf  einem  vorgehefteten  Blatte  steht:  „Traite  en 
vers  turkes,  sur  la  Musique,  intitule  ^lw.,ü'l  j^ä  ^y  cjLoLäJI^  J^o^i'l  li,  *JiM 
vi^LyöLJI^  Ma'tia  fy  '1  adoüar  w'el  maqamät  we  fy  elm  el  asrilr 
w'el  Ryadyat.  On  lit  ;\  la  fin  du  volume  un  es.sai  sur  les  insti-umens 
nommes  äoüd  i>..ä,  chachta  Lx-i^,  tchenk  eSj-a-,  et  Nay  ^ab". 


')  sie!  1.  ,_JiJU|?  oder   ^iAJI? 

^)  dieser  Titel  ist  der  Titelseite  und  der  Ueberschrift  entnommen.     In  der  üeberschrift 
steht    k:i)LäljJl.   statt  visLy^Uw'!. . 


184         Türkische  Handschi-iften  165.  Künste  und  Fertigkeiten. 

Anfang:     ^.öLääI  <:^\  J-a.  \jL^f  (?)  nXx'iy.^  <s^^-)  1*^*'  V-"-^  t^'  ^' 

37  beschriebene  Blätter  von  19  X  1^  c™5  und  aufserdem  zwischen 
Fol.  28  nnd  29  (S.  5  5  und  5  6)  ein  gröfseres,  eingeschlagenes  Blatt;  die 
Handschrift  ist  mit  Originalpaginierung  (bis  73)  versehen,  aber  nur  die 
ungeraden  Zahlen  derselben  (welche  Fol.  vers.  bezeichnen)  sind  ge- 
schrieben. Gutes  DuDüni  mit  1 4  Zeilen  auf  der  vollen  Seite ,  die  in 
MaBnam-N &YS,&n.  abgefafsten  Stücke  zweispaltig  geschrieben.  Europäisches 
Papier.  Wenn  eine  Bemerkung  auf  Fol.  1''  sagt:  „Ce  Ms.  avait  et^  copie 
en  9  45  [heg.  30.  Mai  1538]  de  l'hejyre",  so  ist  dies  offenbar  von  dem 
Originale,  nach  welchem  die  vorliegende  Copie  gefertigt  wurde,  nicht  von 
dieser  selbst  zu  verstehen. 

165.    [Diez  A.  8«.  72.] 

J.jI,  ein  VVei'k  über  Musik  von  Xidr  (Hs.  *.«ä.s.)  ihn  lAhd  alliih  ').  In 
der  Vorrede  erzählt  der  Verfasser,  dafs  er  von  Muräd  11")  (reg.  824—85  5 
=  1421  —  1451)  zur  Abfassung  des  vorliegenden  Wex'kes  aufgefordert  worden 
sei  und  dieser  Aufforderung  habe  nachkommen  müssen,  obgleich  er  vor- 
gestellt habe,  dafs  ja  am  Hofe  des  Sultans  bedeutendere  Musiker  vorhanden 
seien;  als  solche  werden  Hä(j(ji  iÄlt,  Sinän,  Husain,  iAll,  Aiinin  ,j-»jt, 
MuUammadi  genannt.  Aeltere,  bei  Abfassung  des  vorliegenden  Buches 
benutzte  Werke  wei'den,  soviel  ich  sehe,  nicht  oder  doch  nur  gelegent- 
lich angeführt. 

Der  Verfasser  holt  soweit  wie  überhaupt  möglich  aus,  denn  er  be- 
ginnt mit  Erschaffung  der  Welt  und  kommt  erst  mit  dem  2  8 "'''''  FasJ 
wirklich  zu  seinem  Gegenstande,  zur  Musik.  Der  Inhalt  der  4  8  gezählten 
Fasl,  in  welche  das  Werk  zerfallt,  ist  der  folgende:  l)  Fol.  II'':  ^Laj  >l> 
^JLä  J^.S\  —  2)  Fol.  13'':  _5^JI  <ÄJLi  ^Lj  ^o  —  3)  Fol.  17":  J^i  ^o 
i(joL*j'    XSaj\    —    4)    da.s. :    jüL5^.ij.s>    vlläil    ^^xxx    |^Lj   ^c>   —    5)    Fol.    18'':    ^o 


*)  Titel  des  Buches  und  Name  des  Verfassers  werden  Fol.  4''  letzte  Zeile  mit  den 
Worten     J.I    ijs-^  r?    »*>  JLi^  xS'  äÄJI    J^aä    ^^j   7'*^'^    t<*"P°    ^)^^'>^  y~?   angegeben. 

*)  es  steht  da  (Fol.  ö'^  Z.  6  v.  u.)  (^Lä.  tXjjjL  ^j  oKjo  ^JUa-L*v ;  dies  mufs  aber 
ein  Schreibfehler  sein,  da  es  gar  keinen  Sultan  Muräd  gegeben  hat,  welcher  der  Sohn  eines 
Bäyasld  gewesen  wäre.  Es  ist  offenbar  tX-^-rS"  jo—?'  ausgelassen:  Miirüd,  ein  Sohn  des 
Muliammad,  welcher  seinerseits  ein  Sohn  des  Bäyasul  war,  ist  eben  Muräd  II. 


Türkische  Handschi-iften  165.  Künste  iind  Fertigkeiten.         185 

x*j^l  ^L*j  ÄjLfsjyil^o  -yy^  o^A*^  ^Lj  —   6)  Fol.    19":  ^^  i*^\*io  ^^  )>> 


Hj-iiA  ^\  —  7)  Fol.  21=':  ool^-  y  j^j  J^)^-:/^  ;U-i  J^i  ^o  —  8)  Fol. 
21":  Jä.^  uUi  ^Laj  ^J)  —  9)  Fol.  2  2":  ^^Ä.i^  läjJU  ^Laj  ^o  —  10)  Fol. 
23":  .^'y>  läjOi  J^  ^o  —  ll)  Fol.  23*':  ^UiT  «sOi  ^Uj  ^o  —  12)  Fol. 
25'':  8^^  üS-U  J^  ^O  —  13)  das.:  o^\iaA  ^sjJLi  ^Laj  ^i>  —  14)  Fol.  26": 
y^  ^äUi  ^JLo  ^»>  —  15)  Fol.  26'':  xjuvl  ^Uä  ^Lo  .c>  —  16)  Fol.  27": 
C^  JjdI  _iUa.oL>  s^LIav  ^I^  ^^Laj  ^0  —  17)  Fol.  2  7'':  ^j^^  Jolw  ^Laj  o 
»jLL«  Suu-w  v_a5"I^  —  18)  Fol.  30":  ^^  ^j^iXjI  v_a^I^  x-w  ijt-o  ^.>  — 
19)  Fol.  30":  ^^  (j.J;Jöl  ^f/'ucLA..ä^  ^Lj  ^j.  —  20)  Fol.  31":  ^Lo  ^o 
J^\  ^^  vj^  —  21)  Fol.  31":  ^L/iJsi^^i^l  ^L^  yO  —  22)  Fol.  32":  ^o 
^jLäjI  ^5Lfl^J>.Äi  ^jLo  —  23)  Fol.  35":  ^^U-i^  ^y^^  is^j*^}  (^r-^^  U^  i*^ 
^UjI  —  24)  Fol.  35":  ^\.^)  tsW^;  u'"^  ;'^  "~  '^^)  ^ol.  36":  ^L«  ^J 
^jU.ä:ii>l  —  26)  Fol.  37":  Läxl  ^j  ^JL.ci.Äj^lJ»  ^Lo  ^o  —  2  7)  Fol.  37":  ^j 
ijL_w-jk_«i^li>..  ^I'^s'j'  (jjy^  —  28)  Fol.  3  9  :  ^JLtMyo  *Xe  (Jk.«sl  ^jIaj  vJ  — 
29)  Fol.  49":  «X^b  «^Laä^'  *:?>  sl  iteUjI  |«.iÄ  ^jIaj  ^o  —  30)  Fol.  5  2":  ^o 
o'-k»,!  Jk.«a.Ä<jc  (c^5  J-'*a.Ä/!  (C^J  U*'*H  5'^  *^  P^y'  e.jy^'?  —  "^0  f  ol>  53  :  j»> 
^UjI  -L^jU^  jjLo  —  32)  Fol.  55":  Jjf  ^L^  jjLaj^o  —  33)  Fol.  5  6":  Ju^  ^o 
ci;k*uwö  (^>X»x  «io3  ^Xj  (^jUOyiij  Jjl  >Iaä  JLuc  —  34)  Fol.  5  7  :  ^LAÄ  ^jyo  )^ 
^^b  —  35)  Fol.  5  8":  ^Lül  ^bso^c  ^Lj  ^v>  —  3  6)  Fol.  7  3":  ^jIaj  ^o 
50j-«J  ijl-a^'  Lj^'-^ij'  <5^^^y^  —  "^'^)  -^^1-  81":  Jy.Ä  '^»^r'  *^  «yLoLüxi  i^Laj  m> 
^^Jf  —  38)  Fol.  90":  OA.I  J.^1  &$"  boy^T  ^Lj  ^j  —  39)  Fol.  9  2":  ^o 
(sie)  LgJ^.olj  Lg.j>-ö  i-L^Lj  ijUj  —  4  0)  Fol.  9  7":  xS'  ^-iy  oj^  ,jL«.j  vJ 
.:jw.^  —  41)  Fol.  99'':  ohne  Ueberschrift  —  4  2)  Fol.  103":  ^Lyj  ;*> 
(sie)  5I  ^Laj  _jj>  ^üoj.^  —  43)  Fol.  106":  ^y^\  ^Iaj  ^i5  —  44)  Fol.  106": 
tXJ.1  5»>^J'  o^A.**J  ^■^-=T'r~?  *-^  (' '^'^re.  o'-^^  ;'^  —  4^)  Fol.  107":  ^JLo  ^^ 
tXjl  sayT  cy.A*«j  Ä*AA«  ^^I^jCj  äS'  ^^b>j>^.  —  46)  Fol.  108":  ^»,wö  yjLo  ^o» 
v:>*«jkj  Si>L>\  (jiwi  vi  ;v^."i^  x^'vfjOl  —  47)  Fol.  109":  ^;o  jji^  ^5' ^^1  ijLo  ^a 
^0\  JoLj  ^  1^-^  *J;^  u^  —  4  8)  Fol.  109":  ^^^jj  ^  »«^yJ  r*  e;^  ^"^ 
liy^  ^  xs.  giSsjLv. .  Diese  Capitelübersehriften  werden  —  aber  nur  bis 
zum  37='™  einscliliefslich  —  aueh  am  Ende  der  VoiTede  mitgetheilt.  Naeh 
dem  48"'"'  folgen  noeh  einige  nicht  gezählte  und  zum  Theil  nicht  einmal 
mit  Ueberschriften  versehene  Fasl  Tabellen  mid  Kreise  (daher  der  Titel) 
sind    reichlich    beigegeben.    —    Das    gleich    betitelte    und    gleichfalls    über 


')  sie !  1.  sf  ^Uoijjj . 

TürkiBche  HandsclirifteD.  24 


186         TUrkisclie  Handschrif'teu  166.  Künste  und  Fertigkeiten. 

Musik  Landelnde  türkische  Werk,  welches  in  der  Leidener  Handschrift 
Nr.  14  28  enthalten  ist,  ist  gleichwohl  von  dem  vorliegenden  Wei'ke  ver- 
schieden. Das  letztere  Ist  benutzt  von  Kosegarten;  s.  dessen  Alii  Is- 
pahanensis  liber  cantilenar um   magiius,  Prooemiura   p.   36. 

Anfang:     |^  jj^*.*Jjl  »J;);'   lt^'j  ij-^   LS-''-^'  ^i^  lt^  ^  lt^-^j  <^'»-=' 

156  beschriebene  Blätter;  18,5X12,5  cm.  Schönes,  vocalisiertes 
Nas/l  niit  1 3  Zeilen  auf  der  Seite.  Auf  einem  vorgehefteten  Blatte  steht, 
von  fremder  Hand  geschrieben,  als  Titel  des  Buches  (sie)  j^ii-ay  ^j^' ;  auf 
Fol.  r  das  Datum  ttt^t'  ..^^  {=  30.  Dec.  1731-28.  Jan.  1732);  auf  der 
letzten  Seite  ist  ein  Siegel  mit  der  Inschrift  xL.jlx,y..^  ij->"-=»  J^^sixi  ^_jj  b  «J^l 
(Rein au d,  Monumens  du  Duc  de  Blacas  II,    17  2)  abgedrückt. 


Ueber  Musik  handelt  auch   Nr.   45,6. 


[Wetzstein  I,   63.] 

Auf  der  letzten  Seite  dieser  sonst  arabischen  Handschrift  steht  in 
türkischer  Sprache  eine  Anweisung,  wie  man  Flecken  aus  Kleidern  ent- 
fernen soll.  Vgl.  üben  Nr.  41,7,  sowie  die  arabischen  Handschriften  Nr. 
1330  und  19ü6,.i  zu  Gotha.  Die  Ueberschrift  lautet:  ija*.j  sax-ä^j  y~> 
sjol   ^La-j   _iLc  sJitXJ  ^J.*iJ^>    (' a.jLxAvl   s^äj   s-liLÄii   jiL^j ,    der  Anfang:  yi 

Gutes  Dlwänl-,  Gröfse  der  Blätter:    18  X  10   cm. 


Hierher  gehören  noch:  Nr.  5*,S5  und  315,  1,2  (Metrologie)  —  ö*,6s  ( ydju  Jj^xüj 
La»^aj  Js.Ä  «jU.»ä-'l )  —  1"  iol.  40"  (ein  Mittel,  um  den  Bart  schwarz  zu  färben)  — 
23,2  (Taschenspielereicn)  —  34,2  (Kochkunst)  —  800  fol.  20°  (Recept  zu  einem  Räucher- 
werke)  —   315,   1,1    (Recepte  zu  bunten  Dinten). 


')   1w)La.w!,   Tallrlf    l'iir    i_}|jj1;    s.    die   Wörterbücher   unter  ^_jL-w(. 


Türkische  Handschriften  166*.  Mathematik,  Astronomie  u.  s   w.         187 

X.  Mathematik,  Astronomie  (nebst  Kaleiiderkiiiide) 

und  Astrologie, 

166'*.  [Landberg  820.] 
Wie  der  Verfasser,  MuJiammad  Saiid  ihn  al  Jiä<j()  MaRinüd,  zubenannt 
Mufüzädali  ^5^^^jC^_i  *)  (Fol.  3^  Z.  2),  in  der  Von-ede  auseinandersetzt, 
hatte  er  ein  Instrument  hauptsächlich  zum  Gebrauche  für  Artilleristen  er- 
funden, welchem  er  den  Namen  „Sinusquadrant  mit  zwei  Bogen"  ^«— j; 
(^Auyül  ^ö  \->^  (Fol.  3''  Z.  3  V,  u.)  gegeben  hatte,  und  welches  es  mög- 
lich machen  sollte,  wenn  von  einem  Dreiecke  eine  Seite  und  zwei  Winkel 
gegeben  waren,  nun  auch  —  ohne  Messung  —  die  beiden  anderen  Seiten 
und  den  dritten  Winkel  zu  finden  (Fol.   3''  Z.  5  v.  u.:    ^^«JLä  jJ  cfSiLöo  jjo 

strument  unterbreitete  er  dem  TJrtheile  des  Muliammad  Plnzädah  Efendi 
(t  9.  Eajnh  1162  =  25.  Juni  1749;  Hammer,  Osman.  Geschichte 
Vni,  120),  und  dieser  legte  es  dem  Sultan  Malimüd  I  (reg.  1143  —  68  = 
1730  —  54)  vor.  Auf  Befehl  des  letzteren  nun  vervollkommnete  Mufii- 
zädah  das  von  ihm  erfundene  Instrument  noch  in  der  Weise,  dafs  man 
mit  Hülfe  desselben,  wenn  von  einem  Dreiecke  zwei  Seiten  und  der  von 
denselben  eingesclilossene  Winkel  gegeben  sind,  nun  auch  die  dritte  Seite 
und  die  beiden  übiigen  Winkel  finden  kann  (Fol.   5"  Z.  5 :  tsJoau^j  ^XjI  -tf 

^XJI     tä^jÜljLo     yi      (sie)     ^^j.ÄA«k*xJ.I     \jX\S      lJ*l-;JLo     j.A£     ^K      äSo«iL«»jO     «\XJ     ^^55t\iÄAJ 

i^^äJÜ»  JoJ  ,c^>.>  JUä'  oaäaJ^  15^"/-^  (ä5U*»,U.'jl  1*;-^  *'^'  i*«^«^)-  ^i^  ^^" 
Schreibung  der  Einrichtung  und  Handhabung  dieses  „neuen  Instrumentes", 
welchem  kein  anderer  Name  als  eben  dieser  (stVotXs>  c:^.'!)  gegeben  wird, 
bildet  den  Inhalt  der  vorliegenden,  dem  Sultan  Malmüd  I  zugeeigneten 
imd  im  Jü  'l  qaidah  1149  (=  3.  März-1.  April  1737)  geschriebenen 
Abhandlung  (Fol.  3"  Z.  4),  welche  (Fol.  5^  Z.  6  u.  5  v.  u.)  in  iU^  ^ 
aL*j'L~k  o  t>j..oJw  o  ItXy   >j  xuhXäjc   »j  eingetheilt  ist.     Dem  Texte  sind  sowohl 


»)  i5y4*iXo    i^K^ÄÄ^J    Ici^Jl;   vgl.  oben  Nr.   64*  (S.   103   Anm.). 

^  24* 


1S8         Tfirkisclie  Handschriften  167.  Mathematik,  Astronomie  u.  s.  w. 

am  Eande,  als  besonders  auf  zehn  Tafeln  reicKliche  Abbildungen  und  geo- 
metrische Figuren  beigegeben. 
Anfang:     jv.,^  wj'..>    >'Jij1   '«-T  ^L^^Xj^^»^   -^-L^i*.-   ^j-L^-;    A*^    -r'^^ 

'(sie)  (_».L=»^  iS^}  fi^  ^T^i  '&=»>Lä.  ^JkA^y^UjI 
24  beschriebene  Blätter,  und  auJserdem  die  erwähnten  zehn  Tafeln 
mit  Figuren;  Gröfse  der  Handschrift:  22X16  cm.  Schönes  Nas/i  von 
türkischem  Zuge;  auf  der  Seite  stehen  13  Zeilen;  Schlagwörter  roth,  grün 
oder  mit  Grold  geschrieben;  Trennungspuncte  von  Grold.  Am  Anfang  ein 
schöner  lUnicän;  die  Seiten  mit  einer  goldenen  Leiste  und  schwarzen 
Linien  einoT'^fafst. 


o 


167.     [Ms.  Orient.  8°.    171.] 
Handschrift   astronomisch  -  astrologischen   Lihalts.      Die    einzelnen    Ab- 
schnitte sind  die  folgenden: 

1.  FoL    1':    ein  Kreis  mit  Erläuterunor.     Die   letztere  beginnt  mit  den 


Worten:   »J^-i-JÜG&.  i?!  A.'»?iv!  *j-tij  ,.>j.^o   J'^i.t.    .>j-'sjLä.  ^'\}c  s^b  »j. 

2.  FoL  3*:  eine  Anweisimg,  das  Horoskop  zu  stellen,  _l»si-^)  ^i  Juii 
jJLkJI:  beginnt  mit  einer  Tafel,  welcbe  die  Seiten  3°  und  4*  einnimmt. 

3.  FoL  S*:  ^«-i-'l  ^lisx,  eine  Tafel  über  den  Aufgang  der  Thier- 
kreisbilder  für  die  Breite  von  Konstantinopel;  übersehrieben: 

j.-iJ   ».Ik*    _U-'.   ^>:>i!-.,  ?"  ^oti  ;^.w^'l    *.'lk<  J.J^ 

4.  FoL  9':  eine  kurze  Abhandlung  über  einen  <=,'«jwJt  ij***5  genannten 
Vorgang  mit  den  Bildern  des  Thierkreises  und  seine  Bedeutung  für  die 
Astroloofie.  Die  Abhandlung  beorinnt  mit  den  Worten:  «JUb  &=►>.>  5J.»U.>j 
'<^jol  ji^Jkjl  -J-^  5'»»'  w^-*s-sj  SW^^  ^M  cH?-'*"^'^' •  ^^''  Hauptinhalt  sind 
Tafeln. 

5.  Fol.  17':  eine  Tafel  nebst  Erläuterung  über  die  (nach  orientalischer 
Auffassung  zwölf)  Planeten  und  deren  Einflufs  auf  die  Schicksale  des 
Menschern     Ueberschrift :  ijhi'  ^-Ls.l   J.Jk=». 

6.  FoL  21-:  Äli.iüi^l  .i.-Mi'.  ilc^  -ISsl  ,.,LJ.I  JU»;;..'  sJ^-Oj.  «?«  Jo 
o,  Belehrung  über  die  Zahlen  und  Siglen,  welche  in  astronomischen 
Schriften  und  Tafeln  angewandt  zu  werden  pflegen.  Interessant  und  nütz- 
lich. Vgl.  Anonymus  Persa  de  sigHs  Arabum  et  Persarum  astronomicis 
(ed.  Jo.  Graviuäj.     Londini   1648.    4°.    (fehlt  bei  Zenker). 


Türkische  Handschriften  168-  Mathematik.  Astronomie  u.  s.  w.         18$ 

7.  Fol.   25*:   Abhandlung  über  die  zwölf  Planeten  nebst  ihren  „Bläu- 
sem" (oAAj  oder  xjLä.)  und  ihre  astrologische  Bedeutung. 


Anfang:      .:>  S6^  Jyj^  'viS-UJI  w-L.  '^j«i>:  4XJ.^    WUs  Jö.  Jpf»  o^l 

S.  Fol.   35':  eine  Tafel  nebst  angehängter  Erläuterung:   überschrieben: 

9.  Fol.  37':  Belehrung  darüber,  welche  Handlungen  vorzunehmen 
sind,  je  nachdem  der  Mond  in  einem  der  zwölf  Büder  de^  Thierkreises 
steht:  Ueberschrift:    .isü.l   vLxü.'    s.>sJ;.ic    -ff  5>>.i     iJ-Aitl  <  c^'.<  sjJ.Lx  ..^ 

10.  Fol.  45":  si;l,Lü.l  L'L^».  eine  ähnliche  Abhandlunor  in  welcher 
gleichfalls  auseinandergesetzt  wird,  welche  Zeiten  für  die  Vornahme  be- 
stimmter Handlungen  günstig  oder  ungünstig  sein  sollen.  VgL  oben 
Nr.  5*,52. 

Anfang:      -is.    Jol«.    ,j    8fc.Vi^«.<\x    >i;Ls.^Ui-s'    «'-^y^'    '*^  *^;*^    J^t    f»*^'*^ 

'x^Jo.N  sX*i.-'  ^Lü^i.  w-Lsijl 
/  J-  ~  /  ~      '     ■ 

11.  FoL  52":    Tafeln  über  die  Bewegung   des  ^.*.ä-4.'   wlC'l  genannten 

Sternes  für  das  Jahr  1110  (^beg.  10.  Juli  169S).  w-y^'  wIC'l  „die  roth 
ofeförbte  Hand"  heifst  bei  den  arabischen  Astronomen  der  hellste  Stern  in 
der  Cassiopeia  f|_.«.JC'l  <=jI3):  s.  Ideler,  Stemnamen  S.  Sl.  Die  Ueber- 
schrift lautet:  ^-^  m.  ^üuJ  üjcw^JI  ^L-J-L  s.i_tf^''  ^.^-It  ^iTJ.jLs.. 

5  9  beschriebene^)  und  ziemlich  viele  leere  Blätter;  23X1^5^  •^™- 
Verschiedene  Hände,  alle  mehr  oder  weniger  gut  und  sauber.  Auf  einem 
vororehefteten  Blatte  steht:  -•-si-''  ä  Sw.^.  ^a.^4.'  ._ä<'L'Lw.   aif..^.^. 

168.  [Ms.  Orient,  4".  196.] 
LLl^'I  ioiLb.  (Fol.  1*^^  Z.  13),  ein  Lehrbuch  der  Astronomie,  unter  der 
Regierung  des  Sultans  Sulaimän  I  (reg.  926  —  974  =  15  20—1566)  nach 
dem  Persischen  des  iAh-i  Qüsgi  türkisch  bearbeitet  von  Saiyidi  iAh  ibn 
Öusain,  genannt  Kätibi  BümJ-)  (Fol.  1*  Z.  9  v.  uX  Ueber  das  persische 
Original  und  dessen  Einth eilung,  welche  auch  in  der  vorliegenden  tür- 
kischen Bearbeitung  beibehalten  ist,  vgl.  man  die  hiesige  persische  Hand- 


*)  Fol.   27   hat  nur  ein  nitht  ausgefülltes  Tabellencetz  Ton  rothen  Linien. 

*)  Er  starb  im  Jahre  970,  b^.  31.  Aug.  1562;  s.  Hammer,  Osman.  Dichtkunst 
II,  306.  —  Ein  anderes  Werk  Ton  ihm  ist  in  den  Handschriften  Nr.  9j  und  188  ent- 
halten. 


190         Türkische  Handschriften  169.  Mathematik,  Astronomie  u.  s.  w. 

Schrift  Nr.  331  (S.  351  des  Kataloges)  und  Kr  äfft  zu  Nr.  CCCXLVI 
der  Wiener  Akademie.  Die  vorliegende  türkische  Bearbeitung  finde  ich 
nirgends  erwähnt;  eine  andere,  von  Mulla  Parwez  heiTührende  ist  z.  B. 
in  der  Gothaer  Handschrift  Nr.  15,i  (S.  24  des  Kataloges)  vorhanden.  — 
Die  vorliegende  Handschrift  ist  niclit  vollständig,  indem  sie  im  zweiten 
Fast  (heg.  Fol.  1 2''  Z.  1 3)  des  sechsten  Bäb  {heg.  Fol.  1 0''  Z.  2)  der  ersten 
iiaqälah  abbricht. 
Anfang:     ^j    ff^^i    «».XTa^L    rvjs^^    Jj'    lt^^-*    ^    u*^^^^^    o"^^    is-r  ltV;-* 

Ende:      JofwCx:   ^c^»-^  J^  jJs    yJ-^l   d^^   jÜL».w   (.^ajuä-a»  (^tX.JjL«    ^Ja^^ 

12  beschriebene  Blätter;  21X15  cm.  Kleines,  deutliches  Dlioäni- 
nasxisi  mit  27  Zeilen  auf  der  Seite;  viele  Figuren,  besonders  Kreise.  Mit 
blasser  Dinte  geschrieben. 


Zur  ABtronomie  gehören   auch:   Nr.   21.«  —  3  —  8   —    38, i    ( y_»_JLjl    J\LjLje)    —    45, s 
(desgleichen). 


169.  [Ms.  Orient.  4".  15  6.] 
Diese  Handschrift  enthält  (Fol.  54*'— 63*")  nach  '  ein  er  persischen  Ab- 
handlung über  Metrik,  welche  im  Kataloge  der  persischen  Handschriften 
als  Nr.  118  (S.  188)  beschrieben  ist,  einen  anonymen,  am  Ende  defecten 
Aufsatz  über  Horoskope  und  Nativitätenkunde,  Ci^yj"  .«JUs  ^l:;^.  Es  werden 
die  einzelnen  Bilder  des  Thierkreises  durchgegangen,  deren  jedem  ein  be- 
sonderes Gapitel  gewidmet  ist;  in  dem  der  Zwillinge  (s\^-=»-  statt  l)^-=») 
bricht  die  Handschrift  mit  den  Worten  (?)  ^ta-wül^j^  ^i>  yö  5t>j»j  Lv.aäS'  ^^^\ 
.o  ab.  —  Die  gleich  betitelten  Schriftchen  Wien  1431  (II,  4  9  8)  und 
Leipzig  CIjXXVJn,2  (S.  450)  sind  von  dem  vorliegenden  offenbar  ver- 
schieden. 
Anfang:      (X^ss    bjoL*/    ^^    iJLöJI^    ^^JixJJ    «aüIjüIj    j^a^JLjl)!   i«>^    xJJ    (X»jil 

tMCJb  ^y^f,  (sie)  jiUb  b      ^:?^lLii  ^^kjt  ^*^i  jji. 

^i>    ^yiy<i    ß^^    »«jb:^'  fJ    ^ 

Gutes,  altes,  vocalisiertes  Nas'/l  mit   17  Zeilen  auf  der  Seite. 


Türkische  Handschriften   170.  Mathematik,  Astronomie  u.  s.  w.  191 

Ueber  Astrologie  handeln  auch:  Nr.  8*,8  —  27, 20  ( JLöl^  o>.»JC=>.  x,  -A  /»^  juoLij.j)  — 
42,4  (cU^I  J*i^}  ■:>yij-J\  ^Lb  ^ixf)  —  45,4-8  (Horoskopentiifel)  —  i>5,i  (desgl.)  — 
159,«    {SJU.M,  vy>5'lj5^    u^-s^j    (Xxm   |»L>I   LcLicyLfcL«»   Äi-r**)   —   160*. 


170.  [Diez  A.  8«.  59.] 
Die  Ueberschrift  lautet:  »i^Ujüd  j2L«<^  ^'-Pj  <-M  v:i;liux!  «jw  «•>«lj)^;  'tX* 
Li.  -^^  Jt-Läj  sxt^JjiJI;  es  ist  also  ein  Kalender,  und  zwar,  wie  die  meisten 
derartigen  Tabellen,  nach  den  Prinzipien  des  Saix  Wafä  gearbeitet  (vgl. 
Wien  Nr.  1426  und  das  Buch  von  Velschius,  Zenker  I  nr.  1077). 
Den  Anfang  machen  drei  Kreise  mit  ihrer  Erklärung  (über  jcjLkJL,  \y»j, 
_yjiJt  JLs.,  und  L»AxS'  d.  i.  ju>,-v*^,  das  Schaltjahr) ;  dann  folgt  ein  äxÜsIä 
mit  Erklärung,  dann  Tabellen  über  die  .syi-ischen  resp.  fi-änkischen  Monate 
(vvl  d.  i.  rl3t  =  <^^.xl,  ^jLvJö  =  J^r?'?  ;^'  =  Lr-:?Lx!  u.  s.  w.)  mit  |.KäI 
UjC=»  überschriebenen  Prophezeiungen  am  Rande;  dann  folgen  Tabellen 
(Fol.  ll"*!?.),  welche  für  die  Zeit  vom  Gumädä  U  1099  bis  zum  Bahn  II 
1130  angeben,  auf  welchen  Tag  nach  christlicher  Zeiti-echnung  der  Anfang 
eines  jeden  muhammedanischen  Monats  fällt,  und  was  für  ein  Wochentag 
derselbe   ist');    dann   kommt    (Fol.    15")    eine    Tabelle,    welche    lehrt,    auf 

welche    Wochentage    die    muhammedanischen    Feste    (wie   ';^— ^1 e    ^y-i    = 

10.  MuMarram,  ^^aJI  ^^v«  =  12.  Bahn  I  u.  s.  w.)  in  den  Jahren  1098 
bis  1140  fallen;  dann  Fol.  16""  ein  jwbs^i.,  d.  i.  eine  Tabelle,  aus  welcher 
zu  ersehen  ist,  auf  welchen  Wochentag  der  erste  eines  jeden  IMonats  in 
den  Jahren  1097  bis  1109  fällt;  dann  Fol.  19''  und  20"  zwei  Tabellen, 
aus  welchen  ^5i»^  »Äiio  und  sie  JL*«  erkannt  werden  sollen;  endlich  Fol. 
21''  und  22"  ^jJo-i  c>.*L».j  v^r^  ''  '^^^r'  ^^j'  \j^  J^^-  —  Ueber  das 
Kalenderwesen  der  Muhammedaner  vgl.  man,  auTser  dem  bereits  citierten 
Buche  von  Velschius,  besonders  noch:  l.«)  xä-w  (sie)  f>->.yÄx}\  sive  Ephe- 
merides  Persai'um   per   totum   annum    —    nunc  Latine  versae  —  a  M.  Fr. 


')  in  diesen  Tabellen  scheinen  indefs  die  Jahre  falsch  eingeschrieben  zu  sein.  80  soll 
z.  B.  der  erste  MnKarram  1100  auf  einen  Sonnabend  haxm  den  16.  October  fallen,  was  aber 
nicht  richtig  ist.  Es  scheint  der  erste  3IuTiarram  1101  gemeint  zu  sein,  welcher  nach 
Wüstenfeld  auf  einen  Sonnabend,  15.  October  (1689)  fiel,  und  also  von  der  Angabe 
der  vorliegenden  Tabelle  nur  um  einen  Tag  abweicht. 


192         Tüi-kische  Handschriften  171.  Mathematik,  Astronomie  u.  s.  w. 

Beckio.  Aug.  Vindel.  1695.  96.  Fol.  (fehlt  bei  Zenker),  Chardin, 
Voyag-es  en  Perse,  nouvelle  edition  par  L.  Langlfes  (Paris  1811.  8°) 
IV,  35  0  fi'.,  und  Navoni  im  vierten  Bande  der  „Fundgruben  des  Orients". 
Auf  die  leer  gebliebenen  Seiten  und  Blätter  dieser  Handschrift  sind 
noch  die  folgenden,  nicht  zum  Kalender  gehörigen  Dinge  aufgeschrieben: 
1)  Fol.  l**  zwei  Ta'nx  auf  die  Jahre  1118  und  1121  —  2)  Fol.  9"  ein 
paar  Notizen,  die  beiden  letzten  über  die  Thronwechsel,  welche  in  den 
Jahren    1168    mid    1171    stattfanden    —    3)  Fol.    10*:    ein   Tarjli-band  mit 

dem  Anfang:  )i^\y^  '^.<^  iJ-J^ä^  ^y^.y  <^^  ^'r!i=*  y^  —  ^)  ^^^-  ^^^'-  ®"' 
Lied  von  lÄStq  lümar  —  5)  Fol.  17'':  Angaben  über  die  Ascendenten 
und  Descendenten  des  Propheten  —  6)  Fol.  18"'':  einige  i^a^zoa,  die  beiden 
letzten  von  Abu  'l  suiüd  und  von  MuTiammad  ihn  Said  al-dln  —  7)  Fol. 
21^:  Qufän  XXIII,  117  u.  118,  mit  schönem  l^asyil  geschrieben  am 
15.  Bahn  II  1160  (=  26.  April  1747)  von  einem  gewissen  Monlä  Su- 
Jaimän  —  8)  Fol.  23":  ein  arabisches  Gebet,  (' s^Iäm-I  ^Ut>  genannt,  mit 
kurzem  türkischem  Vor-  und  Nachwort  —  9)  Fol.  24'':  unter  der  Ueber- 
schrift  >.*>  yi  ^cJ^*»-^  y*^  d-*^  ei»e  Zusannnenstellung  der  arabischen  Buch- 
staben mit  ihrem  Zahlwerthe  (vgl.  Gotha,  arabisch  Nr.  83,3),  nebst  einer 
(türkischen)  Anweisung,  mit  Hülfe  derselben  zu  prophezeien  —  endlich 
10)  Fol.  25'':  unter  der  Ueberschrift  o^U  J^tX=^  eine  Tabelle  der  Stunden, 
welche  für  den  Coitus  günstig  (j.)  oder  ungünstig  (^)  sein  sollen. 

27  Blätter;  19,5X13  cm.  Sauber  geschrieben  und  gut  gehalten. 
Auf  einem  aufsen  aufgeklebten  Zettel  steht:  ^5!  ^^joolj^j^  Uj  p-A-i  »»»LäT 
11  JLsy*  icjLwas.  m^*-  —  -^^^^  ^^^  Innenseite  des  Vorderdeckels  ist  ein  tür- 
kisches Bau,  wie  es  scheint,  in  das  Leder  eingebrannt. 

171.     [Diez  A.   12"°.  9.] 

Ein  Pappkästchen,  welches    drei   als   9",  9''  und  9"  bezeichnete  Rollen 

enthält.      9°  ist  ein  griechischer,  9^*    und  9*'    aber   sind   türkische  Kalender, 

und  zwar  bezieht  sich  9''  auf  die  Jahre    1176  und   1177,  9"  auf  die  Jahre 

1198  —  1283.      Auf    der    Rückseite    von    9''    steht:    cet   Almanak   de    1763 

&  1764 

commence  et  tinit  au  9   de  mois  de  mars.     dedi^  ä  Mademoiselle  C:  K: 

»)  sie!  es  ist  s.LsäL^I  zu  lesen;  s.  Leipzig  Nr.  CXVII,2o  (pag.  408'')  und  pag.  414% 
sowie  oben  S.    145   Anm.   2. 


Türkische  Handschriften  172.  173.  Kalenderkunde.         193 

Nr.  9*  bat,  tibgeseben  von  einem  ledernen  Vorstofs,  eine  Länge  von 
75  und  eine  Breite  von  9,5  cm;  9"'  ist  86,5  cm  lang  und  9  cm  breit; 
beide  sind  zierlicb  geschrieben,  9"  gut  gebalten,  9''  ein  wenig  zerrissen. 

172.  [Sprenger  1980.] 
Ein  immerwährender  Kalender,  ewbvjv.  Auf  der  ersten  Seite  steht 
ein  Kreis,  genannt  ^^LkJL*-  (sie)  ^\))^  8^jb,  auf  der  zweiten  ein  anderer 
Kreis  zur  Bestimmung  der  Schaltjahre  x-m^aa^,  beide  mit  Erläuterungen; 
dann  folgen  zwölf  Tafeln  für  die  zwölf  Monate  des  syrischen  Jahres,  von 
cjjLo  jcÄ*J  {^^^)  )'^'  '^^  bis  (sie)  (j* J^Jj  ts"*^"  Jslj-w  51x1 . 
Anfang:      vjv^j  ^j^^l  as'j    sOxä^  J_s^    i^^^'j    *JLw    ^^-yS^^   is^^^-  (jjJLw  ^e^jj 

8  beschriebene  Blätter;  20,5X11»^  cm.  Die  erläuternden  Bemer- 
kungen mit  gutem,  türkischem  Nas/l  geschrieben;  die  Linien  der  Kreise 
und  Tabellen,  zum  Theil  auch  die  eingeschriebenen  Zahlen  und  Buchstaben 
roth.  Viele  Randbemerkungen.  Das  letzte  Blatt  zerrissen  und  etwas  ver- 
stümmelt. 

173.  [Ms.  Orient.  8".  141.] 
JotXs.  Lcbv^v,  ein  Röz-uämcüt ,  welches  von  einem  gewissen  DarweS 
Tälib  (s.  die  Ueberschrift)  für  einen  Muliumniad  Pasa,  welcher  mit  den 
überschwänglichsten  Titulaturen  versehen  wird,  im  Jahre  10  17  (beg. 
17.  April  lüOS)  zusammengestellt  wurde.  Der  Verfasser  stellt  sich  die 
Aufo-abe,  die  Mäno-el  und  Schwierigkeiten  des  bekannten  h'öz-näiuah  von 
Saix  Wafci  (vgl.  oben  Nr.  170)  zu  beseitigen'),  und  nennt  deshalb  sein 
Eöz-nümah  „das  neue",  während  er  das  des  ]Vafä  als  „das  alte"  &^Lj\^i 
{^Jjjis.  bezeichnet.  Den  Anfang  macht  eine  Einleitung  mit  einer  Muqaddimah, 
sechs  ßcd)  und  verschiedenen  Fash^  dann  folgen  viele  Tafeln;  den  Beschlufs 
macht  ein  Kreis. 
Anfang:      i^*^  (sie)  J^v   J^  piL-^itj  !(jXv2.JI^   '-l^l^if^  )y^^^  (' ^  *^'  '^♦^' 


')   Oleich   dor  erste  Ab.schnitt  (Fol.   2^)   trägt   die   Ueber.schrift :    .^_>._w     ixLjVjy    XjcJJLo 
>t\j|    ^Laj    ^Ji\    vJ.I    v**»Aj    X.SXJ    ^.^.^    t^jXJJiiuO    zsJ    StjUj 
•)   So   scheint   dazustehen;    es   ist   aber   mit   AI.    3   der  folgendeu    Handschrift  J,.^    d.   i. 
Jf^  zu  lesen. 

Türkiacha  HandEcbriften.  2D 


194         Türkische  Handschriften  173*.   174.  Kalenderkunde. 

33  beschriebene  Blätter;  15,5X10,5  cm.  Der  Text  mit  hübschem, 
1 3  zeiligem ,  tüi"kischem  Nas/i,  die  Tabellen  klein  und  sehr  sauber  ge- 
schrieben. Umrandung  der  Seiten  und  Eintheilung  der  Tabellen  von  gol- 
denen Leisten  gebildet.  Abschrift  datiert  vom  Jahre  1048  (beg.  24.  Mai 
1735). 

173®.     [Sachau  68.] 

1.  Fol.  2":  ein  Kreis  nebst  Gebrauchsanweisung,  um  den  Tag  der 
Frühlings-Tag-  und  Nachtgleiche  ^UoXm,  \yyj  zu  finden. 

Anfang:     (^oJlc   &ä.w    »i>L«aaS'  s~j\j>   xS  ;iX-'jl  )y^^  ^JiUaJ-u*    \^^yj  sjJ.J^  ^j 

2.  Fol.  2*':  eine  Concordanz  zwischen  alexandrinischer,  christlicher  und 
arabischer  (IIi(jrah-) Aera.'^  dieselbe  triö't  aber  niclit  zu,  da  Higrah  1084  = 
alex.    1985   =   1594  n.  Chr.  sein  soll. 

Anfang:     l»!  ^Jt^j^  '^ri)^  ts^V  ö5\<^^^**''  '^0^ 

3.  das.:  als  Hauptinhalt  der  Handschrift,  dieselben  Nachträge  und 
Erläuterungen  zum  liüz-nämaJi  des  Wafä,  welche  auch  in  der  vorigen 
Handschrift  enthalten  sind.  Ein  Verfasser  wird  hier  nicht  genannt;  doch 
ist  die  Schrift  auch  hier  einem  Muliammad  PaSa  zugeeignet.  Die  in  der 
Anmerkung  zur  vorigen  Handschrift  citierte  Ueberschrift  der  Muqaddirnah 
lautet  hier:  (sie)  ^1=.  (sie)  ^j.jjJUJ.Xf-i.^j  J^  JkXxix  _Ls  so(sic)&jLsj  ^^l-JSj;  lamöJijo 
^^t^.J.J  ^j|  v^^l  v*«j^x)  xÄi.  In  wie  weit  die  Texte  beider  Handschriften 
übereinstinnnen  oder  vei'schieden  sind,  kann  ich  nicht  sagen,  da  mir  die 
vorige  Handschrift  zur  Vergleichung  nicht  mehr  zur  Hand  ist. 

Anfang:     tX*.s?    xj^ws    J<^  |.^LlJlj  «i>i>..^fj  'i^l^^^^'j   n-J-^'    (' J>^  x-Ü  tX*:^! 

pbNf  ^ 
37  Blätter,  von  welchen  das  erste  nur  ein  paar  Notizen  in  arabischer 
Sprache  enthält;   24  X  1^   ^^m;   verschiedene  Schriftarten;  über  dem  letzten 
Kreise  eine  neus3a'ische  Bemerkung. 

174.     [Petermann  II,  Nachtr.  2.] 
Die  Einleitung  zu  einem    türkischen  Kalender,    hauptsächlich  Prophe- 
zeiungen   enthaltend.     Das    Ganze    entspricht    vollkommen    der  Gothaischen 
Handschrift    Nr.     102,     nur    dafs    hier    die    Mittheilungen    über    den    ost- 

•)  d.  i.  J^ 


Tüi'kische  Handschi-iften  175.  Kalenderkunde.         195 

asiatischen  Kalender,  sowie  die  Mondfinsternifsbereclinung  fehlt.  In  der 
Beschreibung  der  Gothaischen  Handschrift  nmfs  ich  berichtigen,  dafs  1)  hinter 
den  Worten  |.Ki.^l  ^  g^r-^'  stehen  sollte  11,  da  der  die  Prophezeiungen 
einleitende  arabische  Spruch  nicht  nur  jene  Worte,  sondern  mehrere  Zeilen 
umfafst;  2)  dafs  die  Berechnung  der  Monate  nicht  vom  Neumonde  des 
Ramadan,  sondern  von  ^^LLLw  Sm^»,  d.  h.  von  der  Frühlings-Tag-  und 
Nachtgleiche  beginnt;  und  3)  dafs  die  Einleitung  sich  also  nicht  auf  das 
muhammedanische  Jahr  1143,  sondemi  auf  das  Sonnenjahr  1143/44  be- 
zieht. 

Das  Jahr,  auf  welches  sich  die  vorliegende  Einleitung  bezieht,  wird 
nicht  angegeben;  wenn  mich  meine  Berechnung  aber  nicht  täuscht,  ist  es 
das  Sonnenjahr,  welches  am  21.  März  1683  =  22.  (21.)  Ralll  I  1094 
begann.  Der  erste  der  angeführten  Monate  erstreckt  sich  vom  Nauröz-i 
sultäni  bis  zum  24.  Rahii  II,  der  letzte  vom  30^'™  Safar  bis  wieder  zum 
Naurüz-i  sultäm  des  nächsten  Jahres. 
Anfang:     il  täSjLÄw    ',.^1  ^yJf    eSJUi    xl'f    tXÄ£    ^Jlj    '^Ka.bl|  ^  gj^^l 

17  beschriebene  Blätter;  20,5  X  12,5  cm.  Gutes  Nas^i  mit  23  Zeilen 
auf  der  Seite.  Die  Seiten  sind  mit  goldenen  Leisten  eingefafst,  die  Perioden 
durch  goldene  Puncte  getrennt;  Ueberschriften  und  Schlagwörter  roth  ge- 
schrieben. 

175.  [Diez  A.  4«.  33.] 
5v^.j.cL«  ^J^j  JLv  Jlj^  'üyxje  JjJä-,  ein  Kalender  auf  das  Sonnen- 
jahr, welches  mit  dem  NaurUz  (26.  Gumädä  I)  1167  begann  und  mit 
dem  7.  Gumädä  II  1168  endigte.  In  der  Vorrede  ist  der  Kalender  dem 
Sultan  MaJimüd  I  (f  1168,  beg.  27.  Oct.  1754)  zugeeignet.  Der  Kalender 
ist  in  sechs  Spalten  getheilt,  von  denen  die  erste  und  die  letzte  breiter 
sind,  als  die  zwischen  beiden  liegenden  übrigen  vier;  die  erste  (rechts)  ent- 
hält Angaben  über  Bewegung  der  Sonne,  des  Mondes  und  der  Planeten, 
über  Feste  u.  a.  m.,  die  zweite  die  Wochentage,  die  dritte  und  vierte  die 
muhammedanischen  und  christlichen  ( J^-o^jJI )  Monatstage ,  die  fünfte  die 
Bilder  des  Thierkreises,  in  welchen  die  Sonne  an  jedem  Tage  steht,  endlich 
die  sechste  die  «yKLkÄÄ.!  d.  h.  eine  Angabe  darüber,  zur  Vornahme  welcher 

Handlungen  die  einzelnen  Tage  günstig  oder  ungünstig  sind.     Den  Tafeln 

25* 


196  Türkische  Handschriften  176.  Kalcndcrkimde. 

gellt  eine  Mittlieilung  über  den  damaligen  Stand  verschiedener  anderer 
Aeren  (der  persischen,  koptischen  u.  s.  w.),  sowie  zwei  Tabellen  x^oi^  über 
das  tatarische  Jahr  ^^y.'j  JL^v  und  über  den  Aufgang  der  Zodiakalbilder 
in  Konstantin opel  voraus.  —  Ein  ganz  ähnlicher  Kalender,  aber  auf  das 
Sonnenjahr  1210/11,  findet  sich  in  Wien  Nr.  1429  (II,  495). 
Anfang:     «■L.d^il  clKäjIj  äjv.*j  JUuo   ^^i.    J^&   iJ.-1-s.l    (J.i.i>  ^«tXJI  &JJ  cX+s-t 

8  beschriebene  Blätter;  24  X  16  cm.  Sehr  schönes  Nas/l,  zum  grofsen 
Theile  mit  Gold  und  Farben  geschrieben.  Auf  einem  der  Aufsenseite  des 
Vorderdeckels  aufgeklebten  Zettel  steht:    ^L*«.»   ^;^S^  ^5!  ».x^j  ^j  |vJ^*^"  <->^x^ 

176.  [Ms.  Orient.  4".  115.] 
In  dieser  sonst  ganz  arabischen  Handschrift  findet  sich  auf  Fol.  5  72 
—5  80  einio-es  Türkische;  und  zwar  zunächst  unter  der  üeberschrift  ^ItN-Äjl 
o.yi^  jjJü  eine  Anführung  der  zwölf  Monate  des  syrischen  Jahres  (von 
»Ä>vLo  bis  isL.Ä)  nebst  Angabe  der  Geschäfte,  welche  in  denselben  vorzu- 
nehmen rathsam  sei;  auch,  wie  lang  in  ihnen  Tag  und  Nacht  sind,  sowie 
meist  auch,  wieviele  Tage  sie  umfassen,  wird  angegeben.  Ein  ähnliches 
(wohl  nicht  dasselbe?)  Schriftchen  unter  gleichem  Titel  ist  in  Paris  Nr. 
187  vorhanden.  Anfang:  *Äi.j  ^^  ;^**^  c>^)  '"^"'  >^  '^^^  (^UiA.w  ^^^^ 
V  Jjl  yj~^Äjo .  Hierauf  folgt  noch,  ohne  alle  Einleitung,  eine  kurze  Abhand- 
lung über  Krankheiten,  Temperamente  u.  s.  w.  und  deren  Behandlung. 
Anfang:  scXj^JLä  ^Liw  ^■^^  S-"  (J.=^  |V^5"  ^tVJjt  Jjl.  Den  Beschlufs  machen 
einige  Notizen  verwandten  Inhalts. 


Zur  Kalenderkunde  gehören    noch:    Nr.   5*6  4    (xxliv.*)  —  «5   (jwIj5j.ä)   —   11,2  (ost- 
türkisch, über  die    v^XÄ-'t    äJLaJ)  —  39   fol.   91''    (über  die  Jahreszeiten  und  die  syrischen 

Monate)  —   48,i    (ä «L_j\.0  —  361,  letzte   Seite    (Kreis,    über  Länge  der  Tage  und  der 

Nächte)  —  490,2   (arabische  und  syrische  Monate). 


Ueber  .\ritlimctik  handeln:  Nr.  8,4  —  12,3  ( xIjLxäS' äJL/^  )  —  27,i9,  170,9  und 
328  fol.  37''  ( yju.S' J_»Ä. )  —  490,2  (über  die  vier  Species  und  den  Zahlwerth  der  ara- 
bischen Buchstaben). 


Tüi'kisclie  Handschriften  177.  Kosmographie.         197 


XL  Kosmographie  und  Geograpliie. 

177.  [Diez  Fol.  19.] 
Eine  Kosmographie,  von  einem  Ungenannten  nach  einem  arabischen 
Werke  des  Titels  i;i>lo^s.^Jf  v_*jIvc^  '  ^ciiU^LäJI  v_/.3L^  türkisch  bearbeitet '). 
Wenn,  wie  kaum  zu  bezweifeln  ^),  nnter  diesem  arabisclien  Werke  das  des 
-Qazioinl  zu  verstehen  ist,  so  ist  der  türkische  Bearbeiter  mit  seiner  Vor- 
lage sehr  frei  und  willkührlich  vei'faliren.  Die  ganze  Anordiumg  des 
Stoffes  ist  eine  verschiedene,  viele  Artikel  des  Qazimnl  sind  weggelassen, 
andere  hinzugefügt,  der  ganze  Umfang  des  Werkes  bedeutend  reduciert; 
manche  Artikel  aber  stinmien  aucli  ziendich  genau  überein  (man  vgl. 
z.  B.  den  Abschnitt  über  ^jXiy^  J^Ai»  hier  Fol.  62''  mit  p.  Ilf  bei  Qaz- 
ivinl  ed.  Wüsten feld).     Der  Türke    liat   sein  Buch    in    eine  Mvciaddimah 

und    fünf  Mffqälah   folgenden   Inhalts   getlieilt:    iä\_j'lo.w=.y>    (Fol.    4")    xxtXiü? 
(Fol.    15")   t'  xJUx   '^o   5tXAjL-o   üNJ&I^   vüT  (Fol.    S")   (   x-'U^  '^0  »JooLo   *A«Jij 

vL^ilj  xL^5  vLkii  v-jU^  (Fol.  20'')  r  aJUx  '^i>  »aÄjLo  ^Q^  ^Lvj  üS,i»^ 
»JOjUj  |.L*^=»I  J^  (Fol.  84")  f  xiUx!  '>0  5(>.AjLo  üS^lsl^  J^-i>=»;  ;'-jlj  or^^ 
^-jy  c^bl-Aji».  ^joLju!  «o  »lXJ^äxi  \5'  vO.  Jede  IIcKjälaJi  ist  wieder  in  i>äi 
untergetheilt.  Von  der  letzten,  vierten,  Maqalali  ist,  obgleich  die  Hand- 
schrift den  Anschein  der  Vollständigkeit  hat  (am  Ende  steht  ^.^LäXI'I  o«-«j 
i^LiOwJI  iäjU.*.'!  ^y*^)  doch  nur  der  Anfang  (lO  Zeilen)  vorhanden.  Von 
dem  «ijUJ^äJI  v_>^L_^  betitelten  Werke  des  Yaz{ßi-oyli_  Bi(jän,  dessen  An- 
fang in  der  Handsclirift  Nr.  181  enthalten  ist,  ist  das  vorliegende  ver- 
schieden. 
Anfang:     ^  's>>^l   ij!^^~!^^  '^^^^  >-*=*'j   '^}^  'OjcNji/^Lj   ■»Iäjj  'o^Jk.^lj  tX*^ 


*)  Der  Verfasser  sagt  Fol.  2"  Anfang:  ^jLi.  xjLäS'  |»lj  üdU^A-^JI  ,_*j1-:^  ijj^^j' 
k_>^Ji'  i.:i«.*«ls  Äj|j»kÄ.^.'l ,  wobei  xj'li.>^=»fc*-'l  aus  «:^tt>j_=»fc4-'l  fjcändert  ist.  Es  ist  ohne 
Zweifel  zu  cmendieren:  o^^wK    xjLäS'   -Li    iiy'>^fci>-«-JI    >_>j^Ijä«    i^yU^-^JI    .^\^    LrLäJ'l 

^)  es  ist  nicht  nur  das  berühmteste  Ton  den  ziemlich  zahlreichen  arabischen  Werken 
mit  dem  Titel  «ijU'j.JLS:J(  v_ajL^,  sondern  meines  Wissens  auch  das  einzige,  dessen  Titel 
noch  den  Beisatz  k:i7ti>^>.«Jt   ,_^t«£*    hat. 


198         Türldsche  Handscliriften  178.  Kosmographie. 

84  beschriebene  Blätter;  25X17  cm.  Gutes,  neues,  vocalisiertes 
Nasxi  mit  15  Zeilen  auf  der  Seite.  Auf  einem  dem  Vorderdeckel  aufsen 
aufgeklebten  Zettel    steht:    ^^'LjI^a.^    ^^^'^I    soL-öo    i^^Lj^äJI   ,^_jL:^    ^\jiS 

178.     [Diez  A.   8».   27.] 

1.  (' ^^^.äXo  \:>,  eine  Kosmographie,  in  welcher  aber  hauptsächlich 
wunderbare  und  unglaubliche  Dinge  vorgetragen  werden,  verfafst  von 
Ahmad  BtfjCm  (Yaziji-oyU) ,  dem  Bruder  des  vorzugsweise  Yazicji-oyli  ge- 
nannten Verfassers  der  jJtUas  (s.  unten  Nr.  371);  über  beide  Brüder,  welche 
in  der  Mitte  des  9"°  Jahrhunderts  d.  Fl.  lebten,  s.  man  Hammer,  Osman. 
Dichtkunst  I,  127 ff.  und  Gibb,  Ottoman  Poems  p.  169.  Der  Inhalt  der 
achtzehn  Bäh,  in  welche  das  Werk  zerfällt,  wird  von  Hammer  ebenda 
S.  128  Anm.  3  deutsch,  von  Flügel  zur  Wiener  Handschrift  Nr.  1450 
(H,  5 1 8)  türkisch  mitgetheilt.  —  Das  vorliegende  Werk  des  ARmad  Bi(jän 
wird  von  6.  X.  HI,  191,  4  873  erwähnt  und  ist  handschriftlich  noch  vor- 
handen: in  Gotha  Nr.  8,2,  Dresden  Nr.  269,  Wien  Nr.  1450-1452  (H,  518 
—520;  vgl.  auch  Hammer  Nr.  159),  Leiden  Nr.  2119   und  Paris  Nr.  160. 

Anfang    (nach    dem    Bismüläli) :    v^yLslbl   \jc>s'3\^    «i>l^4.«*JI    ^j    ^1    jL*j'   «J.JI    Jus 
C  ^p\  ^^  \:^  L^  ^^ps  ijJL^  iL*i-  J.II  JLü  ('  ^xA^JU 

2.  Fol.  163*:  SäjJJI  xaJLä  i;«.aJLjI  x.^ä,  eine  Erzählung  von  Muliammad, 
lÄijisah  und  dem  Satan,  von  einem  Ungenannten  aus  dem  Arabischen 
übersetzt;  vgl.  die  Handschrift  der  Bifailyah  Nr.   4  26   (§    1 1). 

Anfang:  xavLä   jL*j'   äJÜI    ^^   d^.*^   xiy^s    J<£.   S^JJ!^    jyU»J    Jv£.   ^JJ    tX+il 

180  beschriebene  Blätter;  19,5  X^ 2, s  cm.  Gutes  iVas;^^  mit  15  Zeilen 
auf  der  Seite.  Beide  Stücke  sind  von  derselben  Hand  geschrieben;  am 
Ende  von  Nr.  1  nennt  sich  der  Schreiber  Muliarram  um  Mußtafä  imd 
giebt  an,   dafs    er    seine  Arbeit   am   29.  Sa/ar   1063  (=  29.  Januar   1653) 


')  Fol.   2''  Z.  4,  wo   v..\  statt   ji>    resp.    j«i>,  was  gemeint  zu  sein  scheint,  steht.     In 
der  folgenden  Handschrift  (Fol.   2"  Z.   9)  ist  der  Titel  ganz  weggelassen. 

2)  Qur.  XLV,  2. 

3)  Qur.  XXXVI,  36. 


Türkische  Handschi-iften  179-181.  Kosmographie.  199 

vollendet  habe.  —  Auf  der  letzten  Seite  noch  ein  kurzes  arabisches  Gebet 
mit  der  Ueberschrift  iuil  s-Xlo  (jtXjlJI. 

179.  [Diez  A.  8".   18.] 

Dasselbe  Werk.  Anfang:  |JÖ^^'I^  v:yl^-»-«J(  (sie)  (^JLi.!  ^j  J,l  ^Lxj"  xJJI  JU 
J^l  ....  L^  ^(j^l^f  ijJLi^  Jljü-  Jjl  JU,  ^j.xÄx^JU  (sie)  üUy 
(3JLä.   ;^-^l^    cyUJJäJt    (J^*=»^    u^;^'?    öl^4-Ul    t^JLs.    (^jJI    (sie)    jJJI 

154  beschriebene  Blätter;  20  X  i'i  cui-  Deutliches,  vocalisiei-tes 
Nas^i  mit  15  Zeilen  auf  der  Seite;  Rubricationen  häutig,  auch  alle  ara- 
bischen Stellen  roth  geschrieben;  die  Seiten  i-oth  umzogen.  —  Auf  einem 
aufsen  aufgeklebten  Zettel  steht:  üSvajL^  y^^^  ^7^7^  (5^  '■♦^c''-4^  i^jLäS' 
Uff    •J^.y*'' 

180.  [Petermann  499.] 

Nochmals    dasselbe  Werk,   in    der  Ueberschrift    ^jy*^   v5;5'^-    genannt. 

I 

Anfang:     |^^.axä*«j  äj.  (V^ä)-"  io.*.=»JI  «-UI  |V*»*j   (*^V=»)-"  ^j'-^^^^y*^'  e?^  *JUL  3j.äI 

113  beschriebene  Blätter;  22  X  '5  cm.  Grobes,  deutliches  A'^ffs/z  mit 
19  Zeilen  auf  der  Seite.  Am  Anfanof  ist  ein  Siep-el,  in  welchem  ich  nur 
^-^  lesen  kann,  zweimal  abgedrückt.  —  Auf  einem  vorgehefteten  Blatte 
steht  ein  Bericht  in  arabischer  Sprache  über  eine  grofse  Theuerung  iiyä 
«iUJI  im  Jahre  1235  (20.  Oct.  1819).  Auf  Fol.  1*  mehrere  Buchstaben 
eines  sogenannten  Baumalphabetes;  vgl.  die  Gothaer  arabische  Handschi'ift 
Nr.    1373   (III,    34). 

181.  [Ms.  Orient.  4".  191.] 
Die  zwei  ersten  Lagen  eines  anderen  kosm  ©graphischen  Werkes.  In 
der  Vorrede  berichtet  der  Verfasser,  derselbe  Yazüji-oyli  AJimad  Bl^än, 
welcher  auch  das  in  den  vorigen  Handschriften  enthaltene  kosmogTaphische 
Werk  schrieb,  dafs  er  das  vorliegende  Buch  auf  Vei-anlassung  seines  oaix, 
des  Häj^l  Bairam  {J,^  ^^r^  (^^  i^Aüä^l  >_J2J"  j^jLiJI  ^LkX.w  |vs^*i 
nX*JiJü> ),  zum  Nutzen  seiner  Landsleute  nach  einem  arabischen ,  atis  der 
Zeit  Alexanders  stammenden  Originale  in  Gallipoli  zur  Zeit  der  Eroberung 
Konstantinopels,  im  Jahre  857,   verfafst  habe.     Ein    Titel    wird   nicht   an- 


300         Türkische  Handschriften  182.  183.  Geographie. 

gegeben;  derselbe  lautete  aber,  der  Angabe  M.  X.'s  (IV,  187,  80  70)  und 
anderer  Handschriften  (Dresden  68,  2  64,2  und  vgl.  82,5;  Wien,  Flügel 
Nr.  145  3  und  1454;  Upsala  Nr.  318,  319  und  320,2;  Breslau,  Maria- 
Magdalena  Nr.   3;  Paris  Nr.    161   und  vielleicht  auch  162)  zufolge,  einfach 

Anfang:      &JI.   iXi^    i3-^i'    Jouvul    J^^    |.^^*Jtj    i'^-LaJIj    ^j-a+JIuJI   ^-js   «-U   tX*it 

j>Lg.ÄAJI  (•'^'-i»'^   ^UJ-äJI  v_*.s?  lVäj  L*I  i^a*4.c>I  &{.^^« 

Ende:     i^-li»  v^j'  '■•*-*^  "^^  '^r^T^  ^))'^)}'^  ^)y^-  7^ 

24    beschriebene    Blätter;    22  X  15,b    cm.      Schönes,    vocalloses    NasyJ 

mit    13  Zeilen  auf  der  Seite;  die  Rubricationen  sind  meist  ausgelassen. 


Zur  Kosmographie    gehören    auch:    Nr.   5*,68    und  36, i    (  *J()Jl!I    ilyo)    —    29, 19    (über 
die  sieben  Himmel,  den  Thron  Gottes  u.  dgl.). 


182.  [Diez  A.  8«.  164.] 
Eine  anonyme  Abhandlung  über  den  Nil  und  die  Vorzüge  Aegyptens, 
in  der  Ueberschrift  yo^  (j^wL.^^  ü5'>LJI  J^aJI  üjKä.  genannt.  Es  ist  dieselbe 
Schrift,  welche  unter  dem  Titel  J^aj  oL.ojI  3  'J^xa^JL«,  i.jUs'  auch  in  der 
Gothaer  Handschrift  Nr.  104  enthalten  und  in  dem  Kataloge  der  Gothaer 
Sannnlung  ausführlich  beschrieben  ist.  Die  drei  Bäh,  in  welche  das  Büch- 
lein zerfällt,  beginnen  hier  auf  Fol.  2*',  21"'  und  2  2''. 
Anfang:     '«a^Pj  aJfj  'Jk.*.s?  btXx*»,  ^s.  (.^*^Jlj  s^-L^JIj  '^aJLjiJI  i_js  nXi  t}^.^L\ 

'äJLÄXI        ,^-JI         yf.\aM>.'i        v_A..i>yO.         XJL-U/V        jj-jt        yJj^         ^^A«,         t>.*J         L/0|        *-Ln/^ 

31   beschriebene  Blätter;    19,5X13  cm.      Grofses,    deutliches,    unvoll- 
ständig vocalisiertes  Nasyi  mit   13  Zeilen  auf  der  Seite. 

183.  [Diez  A.  8«.  95.] 
Eine  statistische  Beschreibung  China's  im  1 0'™  Jahrhundert  d.  Fl. 
S.  über  dieselbe  A.  X.  IV,  501,  93G0  =  Bültui  H,  |.r,  M.  Norbergi 
selecta  opuscula  academica  ed.  J.  Norrmann,  Pars  H  p.  7  1,  Fleischer 
in  den  Berichten  der  Sachs.  Gesellschaft  HI  (1851)  S.  317,  Zenker  in 
ZDMG.    XV,   785    und   Schefer   in   Melanges    orientaux    (Paris    1883.    8«) 


Türkische  Handschiüften  183.  Geojrraphie.         20  t 

p.  37.  Eine  andere  Handschrift  findet  sich  in  Dresden  Nr.  71  ');  auch  ist 
das  Buch  —  und  zwar,  wie  auf  S.  1  versichert  wird,  nach  dem  Auto- 
graph des  Verfassers  |j4\ä*uX^\j  i-öjuax)  —  im  Jahre  1270  (1854)  zu  Kon- 
stantinopel lithographiert  worden  (s.  Wiener  Sitz.-Berichte,  hist.-phil.  Classe 
XVII,  171,  ZDMG  IX,  627  nr.  15,  Zenker  II,  820,  Schefer  p.  37')); 
ob  der  Konstantinopeler  Di-uck  vom  Jahre  1295,  welcher  im  Journ.  Asiat. 
1880,  n,  428  nr.  111  als  ^gsl^ü  jjj^  erwähnt  wird,  eine  neue  Auflage 
jener  Ausgabe  ist,  kann  ich  nicht  sagen. 

Was  zunächst  den  Titel  des  Buches  betrifft,  so  wird  dasselbe  von 
H.  X.  a.  a.  0.  als  (Lü.)Lk=»^  ^^^ä-  ääIjjj^L»  angeführt,  offenbar  nach  den 
Anfangsworten  der  Vorrede:  ,jj^^  (J''^5  '■^^  v'^^J'-T^  t-jLk*,«^«  oI.äS'o 
^JkA«ÄJob^^L9  (^ÄJwlip^  ^As.Lo^;  in  der  Lithographie  heifst  es:  •a^X'i  »^^y^ 

^jOÄ-Lo^  (j-*^  )'^^^'i  endlich  wird  es  auch  xjolj^Lkä.  (Dresden  71)  oder  tt'^^ 
^^^vLi"  ,j.As.Lc^  0~^r=^i  (J""*-^.?  (Aufsentitel  der  vorliegenden  Handschrift; 
Fleischer  a.  a,  0.  S.  318)  genannt.  Wie  wir  aus  der  Vorrede  erfahren, 
wurde  das  Buch  unter  der  Regierung  des  Sultans  Muräd  III  (reg.  982  — 
1003  =  1574—1595)  aus  dem  Persischen  übersetzt,  und  von  diesem  per- 
sischen Original,  über  welches  Ch.  Schefer  a.  a.  0.  S.  29—84  ausfühi'lich 
handelt,  befinden  sich,  nach  v.  Schlechta-Wssehrd  in  den  Wiener  Be- 
richten a.  a.  0.,  in  Konstantinopel  zwei  Handschriften;  die  eine  derselben, 
welche  der  Bibliothek  des  lÄMr  Efendi  gehört,  ist  nach  Schefer  p.  35 
das  Autograph  des  Verfassers  Saiyid  lAli  Äkhar  Xatä^i^),  und  von  ihr 
besitzt  Schefer  eine  genaue  Abschrift.  Was  den  türkischen  üebersetzer 
betrifft,  so  nennt  sich  derselbe,  soviel  ich  sehe,  nicht;  von  Norberg  aber 


')  Die  Angabe  Schefer's  (S.  37),  dafs  sich  auch  auf  der  Leipziger  Bibliothek  eine 
Handschrift  befinde,  scheint  auf  einem  Irrthum  zu  beruhen,  und  nach  welcher  Handschrift 
Norberg  arbeitete,  weifs  ich  nicht.  Dafs  er  nicht  etwa  blofs  das  Gahän-nitmä  vor  sich 
gehabt  haben  kann,  ergiebt  sich  z.  B.  daraus,  dafs  er  p.  73  richtig  Jus  13''''  Capitel  citicrt, 
während  im  Gahän-mimä  eine  Eintheilung  in  gezählte  Capitel  überhaupt  nicht  yorhanden  ist. 

*)  Diese  Ausgabe,  von  welcher  nach  Schefer  nur  eine  sehr  geringe  Anzahl  von 
Exemplaren  abgezogen  worden  und  welche  deshalb  sehr  selten  ist,  liegt  mir  Tor.  Eeich- 
liche  Auszüge  aus  diesem  Buche ,  sowie  auch  aus  dem  älteren  Kciseberichte  des  riyäO 
al-dhi  (s.  Schefer  p.  33  und  37  Anm.)  hat  auch  H.  X-  seinem  Gahän-numä  einverleibt; 
s.  p.    111  fif.  der  Konstantinopeler  Ausgabe  und  I,  44 ff.  der  Norberg' sehen  Uebersetzung. 

8)  so    nach  Schefer;    nach    v.  Schlechta-Wssehrd    a.   a.   0.   S.   171    soll  dieselbe 

Handschrift  vielmehr  „den   Astronomen  Ali  Kudschdschi"  als  Verfasser  nennen. 
T&rUsche  Handschriften.  26 


203         Tüi-kische  Handschriften  183.  Geographie. 

(p.  73,  Ende)  wird  er  Ihrähim  Efendi  genannt.  Ueber  die  Zeit  der  Ab- 
fassung femer  finden  sich  in  dem  Buche  selbst  sehr  verschiedene  Angaben. 
Zunächst  heifst  es  Fol.  19'  Z.  2  (=  16,ii  der  Ausgabe)  ganz  bestimmt 
ji>  II»  &Xm  sf  s^iJS'  xjLov  o ;  dies  scheint  aber  ein  Zusatz  des  Uebersetzers 
zu  sein,  welcher,  wie  bereits  erwähnt,  unter  Muräd  III  und  also  um  diese 
Zeit  schrieb;  denn  dieses  Datum  kann  nicht  von  demselben  Manne  her- 
rühren, welcher  Fol.  SS'"*  Z.  8  (=  Ausgabe  28,12)  sagt  8i>joU*a«5  jU*«  ^U. 
und  in  der  Ausgabe  S.  46  Z.  10  v.  u.  w  )y^  *^"r=^  '^■)^''  i*^'  ^-**''^^5 
J.f  i-sJ^'  »t\-Z->i'^  J^f  w  (^  ^g.u/XJLw  ^^ÄÜol;  aufserdem  vertragen  sich  aber 
auch  die  beiden  zuletzt  angeführten  Daten  unter  einander  nicht,  da  ein 
Schriftsteller,  welcher  das  Jahr  900  als  Gegenwart  (^U.)  bezeichnet,  doch 
nicht  an  einer  anderen  Stelle  seines  Werkes  von  einem  Ereignisse  aus  dem 
Jahre  902  sprechen  kann.  Noch  verwickelter  wird  die  Frage  nach  der 
genauen  Entstehungszeit  des  Buches  dadurch,  dafs,  wie  Schefer  a.  a.  0. 
mittheüt,  das  Autograph  des  persischen  Originales  vom  Jahre  922  datiert 
ist;  auch  Ö.  X.  sagt  ja,  das  Buch  sei  unter  der  ßegierung  des  Sultans 
Saltm  (I,  reg.  918  —  926  =  1512  —  20)  verfafst.  Der  Perser  mag  eben 
seine  Arbeit  stückweise,  einen  Theil  im  Jahre  90  0,  einen  anderen  erst 
einige  Jahre  später,  jedenfalls  nach  902,  geschrieben  und  die  letzte  Hand 
im  Jahre  922  angelegt  haben.  Was  endlich  den  Verfasser  des  persischen 
Originales  betrifft,  so  wird  als  solcher  von  Manchen,  nach  B.  X.,  iAll-i 
QüSji,  der  im  Jahre  879  (beg.  18.  Mai  1474)  verstorbene  Gehülfe  des 
Uluy  Beg,  genannt;  worauf  diese  in-thümliche  Angabe  beruht,  setzt  Schefer 
p.  39  auseinander.  Aus  dem  Konstantinopeler  Autograph  des  pei-sischen 
Originales  ergiebt  sich  vielmehr,  wie  schon  bemerkt,  dafs  derselbe  iÄli 
Äkhar  Xatä'i  hiefs.  Er  scheint  ein  Kaufmann  gewesen  zu  sein,  da  sowohl 
6.  X.,  als  auch  Hazärfann  (Fleischer  a.  a.  0.  S.  319)  einen  solchen  als 
den  Verfasser  bezeichnen ;  freilich  könnte  dies  auch  ein  auf  dem  Umstände 
beruhender  Irrthum  sein,  dafs  „ein  Kaufmann"  bisweilen  von  dem  Vei*- 
fasser  als  Gewährsmann  genannt  Avird  (vgl.  die  Anmerkung). 

EingetheUt  ist  das  Buch  in  20  Capitel  oL?,  deren  Inhalt  von  Fleischer 
S.   321   mitgetheilt  wird. 


*)  sie!  1.  sJjumSJu«;  Handschrift  (56%4):    sJüJot    \y^    )y^'     Aufserdem  steht  auch 
statt    ^Jul   ^XjAje   in  der  Handschrift:    )*Äi.t   JJü   ^l>^L^   U^JU. 


Türkische  Handschril'ten  184.  Geographie.         203 

Anfang:     J^J"^  ü5\Lo  Jö^IJl=>.  -Lj  yj  bij  »Oyo  0^  nS  «j  ^'^  xLtf 

85  beschriebene  Blätter;  21X^2  cm.  Flüchtiges  Nastaülq  mit  17 
Zeilen  auf  der  Seite;  Fol.  61  ist  vom  Schreiber  leer  gelassen,  jedoch  ohne 
dafs  vom  Texte  etwas  fehlte.  Die  Abschrift  ist  datiert  vom  Jahre  1141, 
beg.  7.  Aug.  1728.  Gegen  das  Ende  durch  eingedi'ungenes  Wasser  be- 
schädigt.     Auf  einem    aulsen    aufgeklebten   Zettel   steht:    ^j-t^    (j>*^.5    ^^^^^ 

184.  [Diez  Fol.  57.] 
Ein  Atlas  von  50  Seekarten,  welche  die  Inseln  und  Küsten  des 
Mittelländischen  Meeres  (im  weitesten  Sinne)  darstellen.  Jede  der  5  0 
Karten  ist  in  der  Mitte  gebrochen  und  jede  der  so  entstandeneu  vier 
Flächen  ist  gewöhnlich  mit  einer  besonderen,  in  sich  vollständigen  und 
unabhängigen  kartographischen  Darstellung  versehen.  Erläuternder  Text 
ist  den  Karten  auf  den  Rändern  häufig  beigegeben.  Die  Zeit,  zu  welcher 
der  Atlas  entstand,  ergiebt  sich  aus  der  Beschreibung  von  ßhodus,  die  bei 
Diez,  Denkwürdigkeiten  I,  5 8  f.  abgedruckt  und  übersetzt  ist;  der  Atlas 
wm'de  hiernach  im  Jahre  928  (beg.  31.  Nov.  1521),  ein  Jahr  vor  Er- 
oberung der  Insel  durch  die  Türken,  abgefafst.  Diese  Zeitangabe  macht 
es  sehr  wahrscheinlich,  dafs  wir  den  äJj.^  genannten  Atlas  des  Plrl  Ra'ts 
ibn  al  Jiä^cj  MuRammad  (t  962,  beg.  26.  Nov.  1554)  vor  uns  haben, 
welchen  H.  X.  II,  22,  1689  als  in  den  Dreifsigeijahren  des  zehnten  Jahr- 
hunderts') "Jf"«  jLlm/  O^Jlä  ^  (im  Uj^ji.g,->  S.  12  Z.  1  steht  dafür  v^  \yJiio 
8tXJi^j4>^)  dem  Sultan  Sulaimän  dargebracht  erwähnt.  Auch  ist  dies,  ti-otz 
des  nicht  ganz  gleichen  Namens  des  Verfassers  —  Hamstrzädah  Kamäl 
Plrl  Ba'ls  ibn  al  Uäjg  Haqlri  —  wohl  derselbe  Atlas,  welcher  in  Wien 
Nr.  1275  (n,  428)  und  Dresden  Nr.  389  vorhanden  ist;  nach  der  letzteren 
Handschrift  wird  derselbe  kiu'z  in  Fl  eis  cher's  Katalog  beschrieben'').    Die 


>)  Vgl.  ZDMG.  V,  79. 

^)  Nachdem  ich  Obiges  niedergeschrieben  hatte,  habe  ich  durch  die  üüte  des  Herrn 
Geheimen  Hofrathes  und  Oberbibliothekars  Dr.  Förstemann  in  Dresden  die  Handschrift 
Nr.  389  der  dortigen  Königl.  Bibliothek  einsehen  und  mit  der  vorliegenden  Berliner  ver- 
gleichen können.  Diese  Yergleichung  hat  das  Kesultat  ergeben,  dafs  beide  Handschriften 
allerdings  dasselbe  Werk,  wenn  auch  in  bedeutend  verschiedener  Kedaction  enthalten.  Der 
Unterschied  besteht,    abgesehen   von   vielfach    abweichender  Anordnung,   darin,    dafs   in   der 


304         Türkische  Handschriften  184.  Geographie. 

in  den  Exemplaren  von  Wien  und  Dresden  vorhandene  Einleitung  ')  fehlt 
in  dem  vorliegenden;  hieraus  erklärt  es  sich,  dafs  Diez  in  dem  Atlas 
eine  Angabe  über  den  Verfasser  nicht  finden  konnte,  und  deshalb  darauf 
verfiel,  als  solchen  einen  etwas  mysteriösen  „Murad  Kaptan"  (j''^^  i^';^ 
zu  vermuthen. 

Erst  nachdem  ich,  mit  Benutzung  des  Diez'schen  Kataloges,  die  fol- 
gende Beschreibung  dieses  Atlases  niedergeschrieben  hatte,  bemerkte  ich, 
dafs  eine  solche  bereits  in  den  Denkwürdigkeiten  I,  33  —  71  gedruckt  ist. 
Trotzdem  habe  ich  meine  einmal  abgefafste  Beschi-eibung  hier  stehen  lassen, 
da  die  Diez' sehe  von  Druck-  und  Lesefehlern  nicht  frei  ist  ^). 

Die  Karten  (bei  deren  Beschreibung  ich  mich  soviel  wie  möglich  der 
von  Diez  in  dem  Kataloge  seiner  Handschriften  S.  6 5 f.  gebrauchten 
Worte  bediene)  sind  folgende: 

I.  1)  Die  Insel  Syvii  ^Sxj^  zwischen  der  Küste  von  Kleinasien  und 
Rhodus,  die  dabei  gelegenen  drei  Inselchen  JLuifwa.,  nebst  elf  anderen  in 
der  Nähe  gelegenen  Inselchen,  welche  ohne  Namen  gelassen  sind;  Be- 
schreibung der  Insel  Sijmi  und  der  gegenüber  gelegenen  Küste  von  Ana- 
tolien.  —  2)  Die  kleinasiatische  Küste  vom  Vorgebu'ge  |J,L)v^  bis  zu 
einem  Orte,  welcher  J;l^J  „Quellen"  genannt  wird;  nebst  Beschreibung.  — 
3)  Die  Inseln  ^yJS,  ^^  (s.  XXVÜ,  4),  o^f^yi^,  ^^y^.  tj  (S.  Giorgio?) 
und  äJo.äaj  üf  (S.  Nicola),  nebst  Beschreibung  der ' erstgenannten ,  welche 
hier  unter  dem  Namen  xJL^  erscheint  und  wahrscheinlich  das  alte  Calymna, 


Berliner  Handschrift  die  Karten  als  die  Hauptsache  betrachtet  sind,  welchen  nur  gelegent- 
lich Text  beigegeben  ist,  während  in  der  Dresdener  Handschrift  umgekehrt  der  Text  die 
Hauptsache  ist,  welchem  zur  Erläuterung  Karten  eingefügt  sind;  in  der  letzteren  ist  des- 
halb der  Text  weit  Tollständiger ,  in  der  ersteren  sind  die  Karten  zahlreicher  und  auch 
fleifsiger  ausgeführt.  Wo  aber  in  der  Berliner  Handschrift  überhaupt  Text  vorhanden  ist, 
da  stimmt  er,  soweit  ich  verglichen  habe,  mit  dem  der  Dresdener  Handschrift  wörtlich  (natür- 
lich von  Varianten  abgesehen)  überein.  Man  vgl.  z.  B.  die  bei  Diez,  Denkwürdigkeiten 
I,  58  abgedruckte  Beschreibung  von  Rhodus  mit  Dresden  fol.  43'';  ferner  die  Beschreibung 
von  Corfu,  Berlin  XLlV,i,  mit  Dresden  fol.  71",  die  der  Marmara-Insel ,  Berlin  XXVII.s, 
mit  Dresden  fol.    167'',  u.   a.  m. 

')  nach  H.  %.  soll  es  deren  in  verschiedenen  Exemplaren  eine  längere  und  eine  kür- 
zere geben. 

*)  so  gleich  im  Anfang  I,  b  Turnali  jLJ^^J^,  c  Gharonor  ^j^yiyyS ,  II,  b  Sarüja 
\\.j   ^5)Lo   u.  a.   m. 


Türkische  Handschriften  184.  Geographie.         205 

jetzt  Calmine,  ist.  —  4)  Die  Inseln  Rhodus  und  Synii  ^^XJUwx,  nebst  dem 
gegenüberliegenden  Stücke  der  kleinasiatischen  Küste  von  ^j;*j  xs^t  bis 
j^U^J  i^T^T*«;  femer  21  kleine  Inselchen  ohne  Namen;  Beschreibung  von 
ßhodus. 

II.  1)  Die  Küste  Kleinasiens  zwischen  Samos  und  Chios,  vom  Vor- 
gebirge Äyi  ^^^^  ^^.1  (in  der  Nähe  der  Vogelinsel  ^^aJsl  ijiy»)  bis  zur 
Stadt  Svya^iq  (3s»L*a3  (SSW.  von  Smyrna);  so  aufgenommen,  dafs  Süden 
oben,    Osten   links  ist.     Beschreibung   von    ßryajiq.   —    2)  Kleinasiatische 

y 

Küste  von  «J)^  (s-  V,  1)  und  Svyajiq  bis  C'e§me  und  dem  Vorgebirge 
vL  t5>l-»fl,  nebst  Beschreibung;  mit  gewöhnlicher  Orientierung  aufgenommen. — 
3)  Die  Inseln  Psai'a  und  Klein-Psara  »»..ojI  und  iy-a^}  i^-s^S^  nebst  der 
Nordspitze  der  Insel  Chios;  mit  Beschreibung.  —  4)  Die  Insel  Samos 
f.\^yo  und  ein  Stück  der  gegenüberliegenden  kleinasiatischen  Küste;  nebst 
Beschreibung.     Auch  die  kleine  Insel  ^^nloS  jiy»  „Vogelinsel"  (s.  II,    1). 

III.  l)  Ein  Stück  der  Ostküste  Italiens,  von  Santa  Maria  ^u^Lc  eUiLa 
bis  Fermo  yx^ä  sJJLJ.  —  2)  Stadt  und  Hafen  von  Ancona,  nebst  Beschrei- 
bung. —  3)  Sinigaglia  ajJLc^jL/ö  sjJ3  und  Umgebung.  —  4)  Dieselbe  Küste 
von  Fermo  bis  ('  ^ö■^>^yL!  lutJLs  oder  (*  aü'i^^^ . 

IV.  l)  u.  2):  Die  Insel  Caudia  i^iS  »jjys»,  nebst  ausführlicher  Be- 
schreibung. —  3)  Die  Inseln  Cerigo  äS^  ^) ,  Cerigotto  äaJLjC»*,  ,  und  Ela- 
phonisi  (skacpov  vijriog)  ^-«siJI  LiL,  nebst  anderen,  in  deren  Nähe  gelegenen 
kleinen  Inseln;  das  Vorgebirge  Malia  ^^^^  k-^J-ä-j  und  die  Spitze  von 
Candia;  nebst  Beschreibung.  —  4)  Die  Spitze  von  Cerigo  und  die  gegen- 
über gelegene  Küste  des  griechischen  Festlandes,  von  Cap  Malia  bis  zu 
einer  kleinen,  JU  LiLio  genannten  Insel. 

V.  1)  Küste  von  Morea,  auf  der  einen  Seite  vom  Meerbusen  von 
Lepanto  ^^yJ^yS  |_ä^.&^I  über  die  Landenge  nach  dem  Meerbusen  von 
Athen  und  bis  zur  Landspitze  Tuzia  «J)^;  auf  der  anderen  Seite  von 
Nauplia  J*-j>bl  bis  zu  derselben  Landspitze;  verschiedene  Inselchen;  mit 
Beschreibung.  —  2)  Stück  von  Negi-oponte  mit  Qizii-Msar,  gegenüber 
ein  Stück   vom   Festlande   mit   Athen   joiol   »*JLä   und   verschiedene   Inseln; 


')  was  ist  das?     Loreto,  wie  Diez  will,   kann  es  nicht  wohl  sein,  da  es  südlich  von 
Fermo  liegt.     Die  Eaite  ist  mit  gewöhnlicher  Orientierung  aufgenommen. 
')  mit  dem  Hafen  «Jjä.  y>^^,;  das  ist  doch  wohl  Porto  Cerigo. 


306         Türkische  Handschriften  184.  Geographie. 

auf  der  anderen  Seite  ein  Stück  der  Insel  Andros  ^^tXil  »7^^=*;  ™it  Be- 
schreibung von  Andros.  —  3)  die  Insel  Andros  und  ein  Stück  von  Tenos 
J.J4UÄ*«!  »y:?y=»;  mit  Beschreibung.  —  4)  der  Meerbusen  von  Nauplia;  mit 
Beschreibung. 

VI.      1)    Der   Busen    von   Barka    (?|^wiv^Äiy  njyje,  grofse    Syrte?)   — 

2)  Tunis  mit  Küste  von  yjiJjuo  bis  Axi  »y».  —  3)  afrikanische  Küste  von 
XAjLöjü  ÄxJLä  bis  i^Iää  0"^^  (d.  i.  Buna,  s.  die  Gothaer  arab.  Handschrift 
Nr.  1540).  —  4)  das  Neumondsgebirge  J^io  J^aä.  in  Tunis  und  die  ent- 
sprechende  Küste  von  jjLäJLs  bis  ^Jb^l  u-N- 

Vn.  1)  Die  dalmatische  Küste,  von  einer  kleinen  Insel,  auf  welcher 
ein  Kloster  des  Namens  Sant'  Andrea  abgebildet  ist  (vi>  JkJ^mo  ^iJ^t^jf  «.ÄjLa) 
bis  Pola;  mit  Beschreibung.  —  2)  Cittä  nuova  eS^jJJ^  *jüi  »j^  ^yo  »*Ai' 
in  Istrien  und  Küsten  zu  beiden  Seiten;  mit  Beschreibung.  —  3)  Parenzo 
x.MJl^.  bis  Orsera  »vLws^l.  —  4)  Orsera  bis  Rovigno  xaäj^>;  sämmtliche 
Karten,  die  letzte  ausgenommen,  mit  Beschx-eibung. 

VIII.  1)  Küste  von  Anatolien,  vom  Cap  Marmara  (so  nach  Diez) 
^jvj.j  »y-?*^  bis  zum  Hafen  Qara-ayal.  ■ —  2)  Insel  Karpatho  v^S-,  nebst 
kleinen,  in  ihrer  Nähe  (zwischen  Candia  und  ßhodus)  gelegenen  Inseln.  — 

3)  Insel  Stampalia  u.  s.  w.  —  4)  Küste  von  Anatolien,  vom  Hafen  Qara- 
ayac  und  Meerbusen  von  Marmara  bis  zum  Hafen  tXA+Ji'  ^W-?  der  Insel 
Rhodus  gegenüber. 

IX.  1)  Spitze  der  Insel  Stankio  (^^JoLjCwl  und  die  gegenüberliegende 
Küste  von  Anatolien;  mit  Beschreibung.  —  2)  Dieselbe  Insel,  ebenso.  — 
3)  Der  Meei'busen  von  Budnnu  /»^^o^  (Halicarnassus).  —  4)  ein  Stück 
kleinasiatischer  Küste  in  jener  Gegend;  alles  mit  Beschreibung. 

X.  1)  Küste  von  Afrika,  von  Tlemcen  bis  Oran,  —  2)  ein  Stück 
genuesischer  und  piemontesischer  Küste,  um  Nizza.  —  3)  Küste  von  Pisa 
bis  Genua  und  Savona.  —  4)  ein  Stück  algierischer  Küste. 

XI.  1)  Küste  des  türkischen  Albaniens  von  Ayasunda  bis  zum  Flusse 
Pischturra  SsyC/iij.  —  2)  Venetianische  Inseln  Cherso  und  Osero  im  adria- 
tischen  Meere ,  und  Küste  des  österreichischen  Dalmatiens ,  von  Pofritscha 
Ä43oji^_  bis  Qaraday  (Montenegro).  —  3)  Venetianische  Insel  Vegia  und 
ein  anderes  Stück  der  österreichisch  -  dalmatischen  Küste.  —  4)  Küste  des 
(früher)  venetianischen  Dalmatiens  und  türkischen  Albaniens.  —  Mit  Be- 
schreibung. 


Türkische  Handschriften  184.  Geographie.         207 

XII.  1—4)  verschiedene  kleine,  voi-niaLs  den  Venetianevn  gehörige 
Inseln  im  adriatischen  Meere. 

XIII.  1  —  4)  verschiedene  Theile  der  syrischen  Küste. 

XIV.  l)  3)  und  4)  die  afrikanische  Küste;  2)  die  französische  Küste 
von  Marseille  bis  Toulon. 

XV.  l)  und  4)  Küstenstriche  von  Kleinasien;  2)  und  3)  kleine  Inseln 
des  ägäischen  Meeres  (Santorin  u.  s.  w.). 

XVI.  l)  Inseln  bei  Sicilien  (Stromboli  u.  s.  w.);  2)  und  3)  italienische 
Küste  bei  Pisa  (mit  Elba)  und  Civitavecchia  (mit  Rom);  4)  Sicilien;  mit 
Beschreibung  von  Sicilien  und  Malta,  von  welcher  letzteren  Insel  nur  ein 
kleines  Stück  kartographisch  dargestellt  ist. 

XVII.  1—4)  Corsica  und  die  Balearen  (Mallorca,  Menorca,  Ibiza  und 
Fornientei'a). 

XVIII.  1  —  4)  die  Küste  des  venetianischen  Istriens ,  in  vier  Abthei- 
lungen; nebst  Beschreibung. 

XIX.  l)  Küste  von  Morea,  von  Navarin  und  Moden  bis  zum  Vor- 
gebirge Weti'os;  mit  Beschreibung.  —  2)  ßagusa  und  seine  Inseln;  mit 
Beschreibung.  —  3)  Cattaro  und  Umgebung.  —  4)  Zante  und  die  gegen- 
überliegende Küste  von  Morea;  mit  Beschreibung. 

XX.  1  —  4)  die  Küste  von  Apulien,  in  vier  Blüttei-n;  das  dritte 
(Malfetta-Trani)  mit  Beschreibung. 

XXI.  l)  eine  ä^-s^L?  genannte  Insel,  die  Spitze  der  Insel  Milo  i»5U.ä»»53 
und  einige  kleinere  Inseln.  —  2)  und  3)  zwei  Striche  der  algierischen 
Küste,  mit  einer  Abbildung  der  Stadt  Algiei*.  — -  4)  die  Insel  xji^yXi^ 
und  eine  Spitze  von  K».\^b. 

XXII.  l)  3)  und  4)  Stücke  der  afrikanischen;  2)  ein  Stück  der  sy- 
rischen Küste. 

XXm.      1—4)  Küstenstriche  des  schwarzen  Meeres. 

XXIV.  1)  und  4)  Striche  der  ägyptischen  Küste;  2)  und  3)  Theile 
des  Nils. 

XXV.  1)  und  2)  die  Stadt  Cairo  nebst  den  Pyramiden;  die  Häuser 
von  Cairo  (wie  überhaupt  die  aller  dargestellten  Städte)  sind  mit  spitzen 
rothen  Dächern  gemalt,  was  vemnuthen  läfst,  dafs  die  Zeichnung  von  der 
Hand  eines  Europäers  herrühren  dürfte.  —   3)  und  4)  Theile  des  Nils. 

XXVI.  1)  und  2)  Theile  des  Nils;  3)  und  4)  fehlen. 


808         Türkische  Handschiiften  184.  Geographie. 

XXVII.  l)  die  Inseln  ^^AxlLs.  (Hydra),  ^dsl\^J  (nach  Diez:  Sidron) 
und  eine  Inselgruppe,  genannt  J«»-^Xl>( .  —  2)  einige  Inseln  im  Marmara- 
Meer,  nebst  der  gegenüberliegenden  asiatischen  Küste;  mit  Beschreibung.  — 
3)  die  Insel  Marmara  mit  Umgebung;  nebst  Beschreibung.  —  4)  die  In- 
seln ^cäS'  —  nach  Diez  Tragonissi ')  — ,  üSXaJLjI  und  ^jÄjjuaa» . 

XXVIII.  l)  und  2)  Konstantinopel  und  Skutari;  mit  Beschreibung.  — 

3)  die  Küste  des  Schwarzen  Meeres  von  einem  Leuchtthurme  .  ;.-^  bis 
^^y^"  5/J''  —  4)  die  Insel  J^  jjye  —  nach  Diez  Kalolimno  im  Marmara- 
Meer  —  und  ein  Stück  gegenüberliegender  Küste;  mit  Beschreibung. 

XXIX.  l)  und  2)  erst  eine  Spitze  von  Mitylene  JJ(\x  und  dann  diese 
Insel  ganz,  nebst  dem  gegenüber  gelegenen  Festlande  von  Anatolien;  mit 
Beschreibung.  —  3)  die  kleinen  Inseln  jjK^I  und  \^;^J  und  das  gegenüber 
gelegene  Festland  mit  den  Städten  ics»^  &jsuX>  und  JvtXÄ^;  mit  Beschrei- 
bung. —  4)  die  Insel  Tenedos  ^^-«/kJsI  x_==.\^  nebst  einem  Stück  von 
Kleinasien;  mit  Beschreibung. 

XXX.  1)  Küste  des  Schwarzen  Meeres  an  den  Mündungen  des  Dniestr 
und  des  Dniepr.  —  2)  Meerbusen  von  Lepanto  ^sy)}^  ^-ä^käjI;  mit  Be- 
schreibung. —  3)  Insel  Leucas  xj'lJLäJ  nebst  einem  Stück  albanesischer 
Küste;  mit  Beschreibung.   —   4)  die  fünf  Donaumündungen. 

XXXL  1)  Cypern.  —  2)  die  Cypern  gegenüber  gelegene  Küste  von 
Syrien.    —    3)    Küste    von    Palästina    mit    Ramie , '  Ghaza    und    'An§.    — 

4)  „Küste  von  Genua  und  zwar  von  unterhalb  Capo  Fino  bis  über  die 
Inseln  Altun  Beschtemo  hinaus"  (Diez). 

XXXII.  1  —  4)  und  XXXIII.  1  —  4)  verschiedene  Küstenstriche  Unter- 
italiens und  des  früheren  Kirchenstaates;  mit  Städteansichten  (ßrindisi, 
Tarent  u.  s.  w.)  und  Beschreibungen. 

XXXIV.  l)  die  Insel  ^^XJLjI  d.  i.,  nach  Diez,  Piscopi;  mit  Beschrei- 
bung. —  2)  die  Insel  ^^^^JLjI  —  nach  Diez  Lijiso  — ,  nebst  der  Spitze 
von  (J^.aJLS' (Colmine ^)  nach  Diez);  mit  Beschreibung.  —  3)  Insel  Patmos, 
\^^Lj;  mit  Beschreibung.  —  4)  Inseln  x-ö^^  und  sSijSH  —  Limonia  und 
Carchi  nach  Diez  — ;  nebst  Beschreibung. 


*)  nach  Diez,  Denkw.  I,  43  nr.   l,c  ist  ^c'sS  vielmehr  =  Capri.  —  Die  Insel  heifst 
also  offenbar  „die  Ziegen-  oder  Bocks-Insel"    und   wird    demgemäfs   von   den  Türken  jc-SO 
xist ,  von  den  Griechen  Tragonissi,  von  den  Italienern  Capri  genannt. 


^5' 

*)  wohl  Calmine  =  Kalymna;  vgl.  oben  I,  s. 


Türkische  Handschiiften  184.  Geographie.         209 

XXXV.  l)  das  Asow'sche  Meer.  —  2)  die  Strafse  von  Jenikale 
[Yem-qahak,  hier  ^Lais.>  ^^Xj  genannt)  und  ein  Stück  Küste  des  Schwarzen 
Meeres.  —  3)  leer.  —  4)  Karte  der  Qrim. 

XXX VI.  l)  Insel  (ij— ^1  —  nach  Diez  Nicero  —  und  Umgebung; 
mit  Beschreibung.  —  2)  Küste  Dalmatiens  von  Curzola  JL«/>yi  bis  Zara 
vecchia  ('  »>l  r*^'?  •  —  ^)  Ansicht  von  Venedig  und  den  Lagunen ,  mit  Be- 
schreibung. —  4)  die  Inseln  LL  j^y»,  ij^*^;')  *^^t*.  und  sJj-üLu«l,  nebst 
Beschreibung. 

XXXVII.  l)  Küste  des  Kirchenstaates  von  ßimini  bis  Guardia,  — 
2)  von  Cesenatico  bis  ßavenna;  —  3)  die  Mündungen  des  Po  mit  Fer- 
rara;  —  4)  Küste  der  Cinque  Terre,  von  Vernazo  ».s^j»^  bis  Forta  ^c^^yi■, 
nebst  dem  befestigten  Inselchen  Sta  Maria  im  Busen  von  La  Spezia. 

XXXVIII.  l)  einige  venetianische  Inseln  (äJjI  u.  a.);  2)  und  3)  Küsten- 
stiiche  von  Morea;  —  4)  Insel  Milo  i^Sj^Sci. 

XXXIX.  1  —  4)  Dalmatinische  Küstenstriche ,  nebst  den  vorgelegenen 
Inseln;  mit  Beschreibung. 

XL.  l)  Insel  Samos  ^^yo  nebst  einigen  anderen  in  der  Nähe  ge- 
legenen Inseln  und  die  entsprechende  Küste  Anatoliens;  mit  Beschreibung.  — 
2)  die  Insel  Chios  väL«,  ebenso.  —  3)  die  Küste  Kleinasiens,  von  der 
Insel  (jljjt  bis  zu  einer  ^j\^*i  (.5r^'  genannten  Bucht;  mit  Beschreibung.  — 
4)  die  Inseln  ^^I^UÄ.  und  ^\y^i  nebst  Beschreibung.  — 

XLI.  l)  Küsten  von  Koussillon  und  Languedoc.  —  2)  Strafse  von 
Gibraltar.  —  3)  Küste  von  Valencia.  —  4)  Küste  von  Valencia  und  Ca- 
talonien,  von  Denia  bis  n\yj^. 

XLII.  l)  Meerbusen  von  Salonichi,  mit  Beschreibung,  —  2)  SjL»-« 
(_5w9j^,  der  Busen  von  Megaris  oder  von  Aegina.  —  3)  die  Dardanellen 
mit  den  Inseln  v.yxil  Imbros  und  ^5  Jxisl  üS;*il  Samothrake  "'') ,  mit  Beschrei- 
bung. —  4)  die  Insel  Negroponte  v^-äI,  mit  Beschreibung. 

XLIII.  1)  die  Insel  xä5^,  nach  Diez  Miconi,  nebst  zwei  anderen 
kleinen  Inseln;  mit  Beschreibung.  —  2)  Inselgruppe,  deren  zwei  gröfste 
Inseln  ^y^  und  x^l^  genannt  werden;  mit  Beschreibung.  —  3)  die  Insel 
Amorgos    ^c_c^^Ls    mit   der   befestigten  Stadt  ;-ä;L«  Marco,    nebst    einigen 


*)  d.  i.  slawisch   „die  weifse  Stadt". 

^)  der  Lage  nach;  doch  heifst  Samothrake  sonst   (i$\JkJU.*">  s-  XLVI,   1 — 3. 

Türkische  Uandscbriften.  M 


210         Türkische  Handsckiiften  184.  Geographie. 

kleinen  Inselchen;  mit  Beschreibung.  —  4)  die  Insel  Tino  JoJoä«,!  und 
ein  Stück  von  Andros;  mit  Beschreibung. 

XLIV.  i)  Spitze  von  Corfu  yij^,  die  Inseln  ^Xi^s?  und  ^-iJ'Lj  15^'? 
d.  i.  nach  Diez  Passo  und  Antipasso,  nebst  einem  Stück  rumelischer 
Küste;  mit  Beschreibung.  —  2)  Inseln  ^^y-s  und  xS^yibl  nebst  Küste  mit 
den  Städten  ^S  JJ^\  (befestigt)  und  äjj.a*3;  mit  Beschreibung ').  —  3)  In- 
seln Cephalonia  und  Ithaka  ^c^^*^ ;  nebst  Beschreibung.  —  4)  Corfu  und 
die  gegenüberliegende  Küste;  mit  Beschreibung. 

XLV.  1  —  4)  verschiedene ,  früher  venetianische  Inseln  des  Adria- 
tischen  Meeres. 

XL  VI.  1  —  3)  die  Inseln  Thasos  v^-AöLb,  Lemnos  iL-^-^-UI  und  Samo- 
thi-ake  (i$\(>.Ä4^ ,  nebst  entsprechenden  Küstenstrichen ;  mit  Beschreibung.  — 
4)  Rumelische  Küste  von  )jya*"  ijUaJ  bis  ^jj;^  s^ä;  mit  Beschreibung. 

XLVn.  1  —  4)  Süditalienische  und  sicilianische  Küstenstriche  ( 2)  Bar- 
letta-Manfredonia,   4)  Messina  und  Reggio),  zum  Theil  mit  Beschreibung. 

XL VIII.      1  —  4)  Küstenstriche  von  Karamanien  und  Syi-ien. 

XLIX.  1)  die  Inseln  Syra  s^uo  und  Andros  Svjöl,  mit  Beschreibung.  — 
2)  Faros  5^L  und  Antiparos  »xbstXJl    nebst  einigen  kleinen  Inseln,  mit  Be- 

schi'eibung.    —    3)    Insel  Naxos    x. ci_iL_j,    nebst    Beschreibung.    —    4)    die 

„ Staareninseln "  J>JL=»jJt_o  und  wU=»yLo,  nach  Diez  Delos,  welche  Insel 
sonst  auf  Türkisch  xJjt*^  heifst;  mit  Beschreibung. 

L.  1)  die  Inseln  Jk-juiv^i^  und  sl-j;^',  niit  Beschreibung.  —  2)  Alexandria 
und  die  nächstgelegene  Küste.  —  3)  ein  weiteres  Stück  der  ägyptischen 
Küste.  —  4)  die  Insel  KiS  ^^ä-l  „vermuthlich  Nicaria  oder  Nakaina"  nach 
Diez,  nebst  der  kleineren  Insel  (3_;^Lc^Js  und  den  JLj^Äjj_i  genannten 
Inselchen ;  mit  Beschreibung. 

Die  Gröfse  der  ganzen,  nicht  gebrochenen  Blätter  beträgt  42  X  55  cm. 
Die  Ausführung  der  Karten  ist  eine  saubere;  auch  ist  der  Atlas  gut  ge- 
halten. Jeder  der  verschieden  orientierten  Karten  ist  eine  Windrose  bei- 
gegeben, welcher  eine  Spitze  durch  einen  Stempel  angedruckt,  nicht  an- 
gemalt ist.  Diese  Spitzen  zeigen  aber  sonderbarer  Weise  auf  verschiedenen 
Karten  nach  verschiedenen  Himmelsgegenden;  so  z.  B.  auf  I,  4  nach 
Süden,  auf  II,    1   nach  Osten,  auf  II,  3   nach  Norden  u.  s.  w. 

*)  statt  „Ajani  Kolla"  bei  Diez  ist  „Aya  Nicola"  sJ*Juj  Li  zu  lesen;  dies  ist  ein  nm 
südlichen  Ende  der  Karte  einsam  gelegenes  Kloster.     Vgl.  oben  1,  3. 


Türkische  Handschriften  185.  Geographie.         211 

185.    [Diez  Fol.  5  8.] 
Tu  diesem  Bande  von  gröfstem  Folio  sind   17  türkische  Karten  u.  dgl. 
zusammengebunden;    eine   Anzahl    derselben   ist   in    Kupfer   gestochen    und 
also  in  einem  Verzeichnisse   türkischer  Handschriften   nicht  zu  berück- 
sichtigen ;  die  übrigen  sind  folgende : 

1.  eine  Karte  von   22  X  32,5  cm,  die  Insel  Candia  darstellend. 

2.  eine  Karte  von  39,5X44  cm,  das  Mamiarameer ,  das  Schwarze 
Meer  und  das  Asow'sche  Meer,  nebst  den  um  dieselben  gelegenen  Küsten- 
ländern darstellend. 

3.  eine  flüchtige  Skizze,  31  X  43,5  cm,  des  Weges  von  Constantinopel 
nach  Adrianopel  und  der  Insel  Lemnos  ^^jdsl  äa*aJ. 

4.  Karte  (41,5X^0  cm)  des  Marmarameeres  und  des  südwestlichen 
Theiles  des  Schwarzen  Meeres;  fast  nur  die  am  Meere  gelegenen  Orte  sind 
angegeben;   eine  halbe  Windrose  ist  beigefügt. 

5.  eine  Karte  der  türkisch-russischen  Gränzländer,  s-öUic  äaJ^  oJ^i? 
vO  (' j^_«.xk>-_i.  käSJüJk>jt\..s.  ^^JCJUx)  xJ^yÄ^jc  xIjI.  Das  Terrain  der  Karte, 
welche  108  cm  lang  und  61  cm  hoch  ist,  ist  gestochen  und  nur  die 
Namen  sind  mit  rother  Dinte  eingeschrieben;  ein  wenig  günstiges  Vor- 
urtheil  gegen  die  Correctheit  der  letzteren  mufs  es  erweckeii,  dafs  der 
Dniestr  (an  welchem  die  Städte  Aqkerman,  Bender,  Soroki,  Mohilew  u.  s.  w. 
richtig  angegeben  sind)  als  Donau  ajyia  ^^  bezeichnet  ist.  Oben  in  der 
rechten  Ecke  befindet  sich  ii^x^\3  «.*JLs  *^^  d.  h.  ein  Plan  der  Festung 
Kamenez-Podolsk. 

6.  eine  Karte  von  den  Küsten  des  Schwarzen  und  des  Asow'schen 
Meeres,  mit  drei  Windrosen;  Höhe   51   cm.  Breite  74   cm. 

7.  eine  bildliche  Darstellung  einer  Belagerung  von  Mehadia,  recht 
naiv,  im  Stile  der  Neuruppiner  Schule;  Länge  43  cm,  Höhe   32  cm. 

8.  und  9.  zwei  Exemplare  einer  ganz  flüchtig  entworfenen  Skizze  eines 
Kriegsschauplatzes  an  der  Donau ;  auf  dem  zweiten  Exemplare  ist  den 
türkischen  Ortsbezeichnungen  von  Diez  die  Umschrift  in  lateinische  Buch- 
staben beigeschrieben;  auf  der  Rückseite  dieses  selben  Exemplares  steht 
die  rechte  Hälfte  eines  türkischen  Briefes;  Länge  37,  Höhe  25   cm. 


1)  Hb.  ,^xh. 


27* 


313         Türkische  Handschriften  186.  Geographie. 

10.  Zunächst  folgt  eine  Karte  des  Asow'schen,  Schwarzen  und  Mar- 
mara-Meeres  mit  Ortsbezeichnungen  in  griechischer  Sprache,  und  darauf 
noch  auf  zwei  Blättern  die  Abbildungen  zweier  Kriegsschiffe.  Das  erste  ist, 
wie    die   Flagge    ausweist,    ein    englisches,    das    andere    ein   türkisches   mit 

grünen  Flaggen  und  der  Inschrift  ja —  ^5wsi  i^Le  am  Stern.     Gröfse  dieses 

Bildes:  54,5  X  "^ 7  cm. 

186.  [Petermann  492.] 
Bericht  über  die  Reise  ( ä/iLojU*« ),  welche  Muliammad  Efendi  („der 
Achtundzwanziger")  im  Jahre  1132  (1720)  als  Gesandter  der  Pforte  von 
Konstantinopel  nach  Paris  und  zurück  machte;  und  zwar  enthält  die  vor- 
liegende Handschrift  den  vollständigen,  ausführlichen  Text  dieses  Reise- 
berichtes, wie  derselbe  in  Paris  herausgegeben  ist '),  nicht  die  Abkürzung, 
welche  von  Ra^id  in  sein  Geschichtswerk  (III,  82''— 92'')  aufgenommen 
worden  ist  und  sich  z.  B.  auch  in  der  Gothaer  Handschrift  Nr.  148  findet. 
Welche  der  beiden  Redactionen  die  französische  Uebersetzung  enthält, 
welche  von  Krafft  zur  Handschrift  Nr.  CCLXXX  (S.  106)  seines  Kata- 
loges  erwähnt  wird,  kann  ich  nicht  sagen,  da  mir  dieses  Buch  nicht  zu- 
gänglich ist.  Vgl.  über  die  Reise  auch  Toderini,  Litteratur  der  Türken, 
übersetzt  von  Hausleutner  II,  277  (:=  III,  185  des  Originales). 
Anfang:  ^^J-^^JI^    »L^ö^^l    cU*-    J^ä    (.iLJI^    'iyL&i\^    tj>AjL»J(  <^y  xJU    JlU-I 

O*^'*^  •  *^^^^.*^'  ^^^  oJ^iJ  yh"^^  jf.  7**=*  y^ 
Der  Reisebericht  endigt  auf  Fol.  33'';  darauf  folgen  noch  verschiedene 
kurze  —  zum  Theil  arabische  —  Auszüge  und  Notizen;  hervorzuheben 
wäre  etwa  (Fol,  3 6" ff.)  eine  etwas  längere,  türkisch  geschriebene  Aus- 
einandersetzung über  Reinigung  und  Gebet. 

45  ^)  beschriebene  Blätter;  21  X  15,5  cm.  Gewöhnliches,  deutliches 
Tailiq  mit  21  Zeilen  auf  der  Seite;  auf  fol.  vers.  eines  jeden  Blattes  der 
Reisebeschreibung    steht  ein  arabischer  Denkspruch.     Am  Ende   der  Reise- 


')  Relation  de  l'ambassade  de  Mohammed  Efendi  (Texte  Turk)  ä  l'usage  des  Kleves 
de  l'Ecole  royale  et  speciale  des  langues  orientales  Vivantes.  Paris  1841.  8".  —  Vermuth- 
lich  dieselbe  Bedaction  („redige  par  lui-meme")  ist  in  der  Konstantinopeler  Ausgabe  vom 
Jahre  1282  (Journ.  Asiat.    1868,  I,  485)  enthalten. 

*)  Fol.  35  —  45  sind  mit  Originalfoliierung   II  — vf  versehen. 


Türkische  Handschriften   187.  Geographie.  213 

beschreib mig  nennt  sich  als  Schreiber  ein  gewisser  al  Mu^lh  ihn  Husain 
aus  Mlxüli^  (bei  Brüsah)  und  datiert  seine  Arbeit  vom  Jahre  1142  (beg. 
2  7.  Juli   17  29).     Auf  Fol.    1"  ein  paar  unbedeutende  Siegel. 

187.     [Diez  FoL    15.] 
Dieser   Codex    enthält    unter   der    Ueberschrift    k:i)w-o..^    ^j^L»-»    o^Js 

>J>.jo  Jij  >ä5Uj  JJyj  ^£j..ül  ^ik-cix  ^^  jjiLjs^Aj  ^j-fffjü  den  Bericht  des  /fo^? 
Mustafa  Efendi  über  seine  im  Jahre  1161  =  174  8  nacli  Wien  unter- 
nommene Gesandtschaftsreise ;  s.  Hammer,  Osman.  Reich  VIII,  1Ü6.  Den 
Anfang  macht  ein  kurzer  Ueberblick  über  die  damaligen  Verhältnisse  des 
deutschen  Reiches  resp.  Oesterreichs,  worauf  von  Fol.  3"  an  der  eigentliche 
Gesandtschaftsbericht  folgt,  wie  derselbe  von  dem  Reich shistoriographen 
ilzzi  in  sein  Geschichtswerk  (Fol.  19  0"— 196''  der  Ausgabe,  Zenker 
Nr.  937)  aufgenonnnen  und  von  Hammer  in  Hormayr's  Archiv  1823 
Nr.  27  u.  28  ff.  übersetzt  worden  ist').  Dieser  Bericht  schliefst  auf  Fol.  40", 
worauf  die  beiden  folgenden  Seiten  noch  eine  Nachschrift  des  Verfassers 
enthalten ,  in  welcher  von  der  Ueberreichung  des  Berichtes  an  den  Grofs- 
vezier  erzählt  wird.  Fol.  4  2''  und  4  3"  ferner  enthalten  ein  äuiserst  flüchtig 
geschriebenes  Verzeichnifs  der  von  dem  Gesandten  dem  Kaiser  und  der 
Kaiserin  überreichten  Geschenke  (vgl.  Hammer,  Osman.  Reich  VIII,  497 
und  4  99);  auf  der  letzten  Seite  endlich  steht,  aufser  einem  türkischen 
Bait,  ein  Verzeichnifs  der  arabischen  Monatsnamen  mit  Umschrift  theils 
in  griechische,  theils  in  lateinische  Buchstaben.  Auch  auf  den  Rändern 
der  ersten  Seiten  ist  der  türkische  Text  vollständig  und  bis  Fol.  7''  theil- 
weise  in  griechische  Schrift  umgeschrieben. 
Anfang:    vi r.j-^   j*-.^^^^  »xiaj  ^^—vuüxij'  oIjlJLj   sJ-ÄA^aUA«  je-^.'  i^-''   \y-^.  ^äX^j 

Dasselbe  mit  griechisclien  Buchstaben :  j-inlv  jvC  iXi  Ixl  aeveaevr^  i^Jiely(ia3 
y.alfal  y.anaiveC  (sie),  Tta/i(j  Gex(jyid(Ji  a/J/iiyxiQl  Sa/t'/.  oKÖaxTiv 
aovQa 


')  Über  die  Abreise  dieser  Gesandschaft  von  Konstantinopel  berichtet  llgzl  Fol.  HO^ff., 
und  tlieilt  die  dersolbeu  Tom  Sultan  übergebenen  Schreiben  an  Kaiser  Franz  und  Maria 
Theresia  mit.  Dieser  Abschnitt  ist  auch  bei  Wickerhauser  abgedruckt  und  übersetzt 
(S.    irv    und    141). 


814         Türkische  Handschriften  188.  Geographie. 

44  Blätter;  28,5  X  16  cm.  Schönes  Nasxi  ohne  Vocale  mit  15  Zeilen 
auf  der  Seite.  Die  Umrandung  der  Seiten,  welche  aus  goldenen  Borden  und 
schwarzen  Linien  besteht,  ist  auf  den  beiden  ersten  Seiten  breiter,  als  auf 
den  übrigen. 

188.  [Diez  A.  8».  181.] 
a5Jl<„Jf  !i\jjo  von  Smyidi  lAll  ihn  Husain  al  kätib  al-Rümt,  als  Dichter 
Kätihi  genannt  (f  9  70,  beg.  31.  August  15  62;  s.  Hammer,  Osman. 
Dichtkunst  11,  306).  Der  Verfasser  erzählt  zunächst,  wie  er  im  Jahre  961 
(155  3)  auf  Befehl  des  Sultans  sich  von  Halah  nach  al  Basrah  aufgemacht 
habe,  um  eine  dort  liegende  türkische  Flotte  von  15  Fahrzeugen  durch 
den  persischen  Golf  und  das  rothe  Meer  nach  Suez  zu  bringen.  Unterwegs 
bestand  er  einer  übermächtigen  portugiesischen  Flotte  gegenüber  zwei  glück- 
liche Kämpfe,  verlor  jedoch  hierbei  mehrere  Fahrzeuge  und  wurde  endlich 
durch  einen  schweren  und  lang  anhaltenden  Sturm  an  die  Küste  von  Gu- 
dscherat  geworfen  und  so  auch  des  Restes  seiner  Flotte  beraubt.  Von 
Indien  nun,  wo  er  am  kaiserlichen  Hofe  längere  Zeit  zurückgehalten  wm-de, 
kehi'te  er  nach  dem  Tode  des  Humäyün  (f  11.  Rabli  I  963  =  24.  Jan. 
1556)  zu  Land  mit  einer  Anzahl  seiner  Gefährten  nach  Konstantin opel 
und  Adrianopel,  wo  er  zu  Anfang  des  Ra^ah  964  (April  155  7)  anlangte, 
zurück,  und  die  Beschreibung  dieser  Reise  ist  der  hauptsächlichste  und  in- 
teressanteste Inhalt  des  vorliegenden  Buches.  Näheres  über  denselben  mit- 
zutheilen,  ist  nicht  nöthig,  da  der  ganze  Bericht  von  Diez  in  seinen 
„Denkwürdigkeiten  von  Asien"  II,  133  —  267  mit  vorausgeschickter  Ein- 
leitung übersetzt  und  diese  l'ebei'setzung  wieder  von  Morris  im  Journ. 
Asiatique  IX,  27  —  299  imd  X,  4  6—112  in  das  Fi*anzösische  übertragen 
worden  ist;  an  letzterer  Stelle  werden  auch  Mittheilungen  über  das  Buch, 
welche  Hammer  vmd  de  Sacy  gemacht  haben,  erwähnt').  —  Eine  andere 
Handschrift  findet  sich  oben  in  Nr.  9,5,  eine  di-itte  in  Wien  Nr.  1276 
(II,  4  28);  von  noch  einer  Handschrift  wird  sogleich  die  Rede  sein,  und 
die  zweite  Hälfte  ist  in  der  folgenden  Handschiüft  enthalten. 


')  nämlich  in  Transactions  of  the  Literary  Society  of  Bombay.  Vol.  II 
(London  182  0.  4".)  und  danach  in  Journal  des  Savans,  18  2  1  p.  13  2.  Aehnliche 
Mittheilungen  sollen  nach  Journ.  As.  Soc.  Bengal  III  (1834)  p.  545  Anm.  *)  auch  im 
Asiatic  Journal  stehen;  ich   habe  mich   aber  vergeblich   bemüht,  dieselben  zu  finden. 


Türkische  Handschriften  189.  Geographie.         815 

Ueber  den  Verfasser  und  seine  Werke  im  allgemeinen  wird  gehandelt: 
von  a.  X.  in  seiner  ('vLXJI  JLäji'  (Konstantinopel  1141)  Fol.  f*''  =  trans- 
lated  by  Mitchell  (London  1831.  4")  p.  72,  Hammer,  Osman.  Reich  III, 
416,  Mehren  in  Annaler  for  nordisk  Oldkyndighed  185  7  S.  72  nr.  3  2, 
S chefer,  Chrestomathie  Persane  II,  220   und  Rieu  p.    120'. 

Von  dem  anderen  Hauptwerke  des  Kätihi,  welches  den  Titel  La^I 
trägt,  berichtet  zunächst  Hammer  zu  seiner  Handschrift  Nr.  184  (Wien. 
Jahrbb.  Bd.  LXVII,  Anz.-Bl.  S.  5  4),  dann  Flügel  zu  derselben  Hand- 
schrift als  Wien  Nr.  1277  (II,  429),  ferner  Hammer  im  Journal  of  the 
Asiatic  Society  of  Bengal  Vol.  III  (1834)  p.  545,  V  (1836)  p.  441,  VI 
(1837)  p.  805,  VII  (1838)  p.  767  und  VIII  (1839)  p.  823,  endlich  Rei- 
naud,  Geographie  d'Aboulfäda,  Introduction  p.  CLXVI  und  CDXXXIV. 
Nach  Reinaud  an  ersterer  Stelle  soll  a.  X.  sehiem  Uj^jL^ä  (S.  5 9 f.  der 
Ausgabe)  wörtliche  Auszüge  aus  dem  ia^i^  eingefügt  haben. 
Anfang:      w*ill  ,_,;_icljj   •^y^y^^   >-"— s^lj   J^l   ^jtXjw   -aä   »Üjj   O^cX S'b   tX ^_a. 

86  beschriebene,  mit  Paginierung  (bis  169)  versehene  Blätter;  20,6 
X  13,5.  Kleines,  deutliches,  obgleich  mit  etwas  zitternder  Hand  geschrie- 
benes Nasxt;  auf  der  Seite  stehen  15  Zeilen.  Wie  wir  von  Diez  a.  a.  O. 
S.  137  erfahren,  wurde  die  vorliegende  Handschrift  von  ihm  selbst  aus 
einem  Codex  der  Univei-sitätsbibliothek  zu  Frankfurt  a.  d.  0.  (jetzt  in 
Breslau)  copiert. 

Die  beiden  letzten  beschriebenen  Blätter  der  Handschrift  (S.  168  und 
169)  gehören  nicht  mehr  zur  Reisebeschreibung,  sondern  enthalten  eine, 
mit  Nachträgen  aus  Hazärfann  (s.  Nr.  199)  vermehrte  Personalbeschrei- 
bung des  Propheten,  wie  dergleichen  oü^Ai  »aJä.  oder  ähnlich  genannt  zu 
werden  pflegen. 

189.     [Diez  A.   8».   28.] 
Die  zweite  Hälfte    derselben  Reisebeschreibung,    von    dem    achten  Ab- 
schnitte   bei    Diez,    Denkwürdigkeiten  II,    95    =    S.    Ii^    Z.    3    v.    u.    der 
vorigen  Handschrift,  an. 


')  Hier  wird  auch  eine  Analyse  der  vorliegenden  Reisebeschreibung  mitgetheilt. 


216         Türkische  Handschriften  189*.  Geschichte. 


Anfang:  ^sl^    sJwjlÄ^^tU^c  ^Lji>  ^Lj    ^y^tiSU    xA^^^^j    «S^ij^AT  o^^j   ^^^| 
"^    -f-tA    ^yä^    ^dJJf  ÄjU-Lo    ^^     üt-l    ^U.>o^     j^Ä^tX5^    ^iij| 

o;b)  Jjl  |v«4^;   ^^jÄJI  ^tX^  ^A^^  ^jÖJI  ^   o^,   Gy-    ^jJl 

36  beschriebene  Blätter;  21X14  cm.  Gutes  Nasx^  mit  21  Zeilen 
auf  der  Seite;  Randeinfassung  aus  drei  schwarzen  Linien  und  einem  gol- 
denen Streif  bestehend.  Abschrift  datiert  von  Konstantinopel,  erste  Dekade 
JjI^I  des  Bahn  II  1009  =  10.  Oct.-7.  Nov.  1600.  Eine  von  fremder 
Hand  beigefügte  Ueberschrift  lautet:  ^^iXäjI  ^^:ys  s.yl^^l  o\yo  (Xl:^  v^A-i 
('^t\.Aj>L.sx..A_w;  auf  einem  aufsen  aufgeklebten  Zettel  steht:  v_^äLÄ^  »_,Lä^ 
ff^  ;>•*"')'  iJ*-^  ^5j'U■i^.xl  xL^^yj  jj>jLi.;Oj  ^U.*jtXjjo. 


Zur  Geographie  gehören  noch:  Nr.  8*,3  (über  i^jJb)  -  6  (die  richtige  Aussprache  von 
iS^^^>  i-jIäaa«(  und  ^^'tVJlj  —  9,2  (ül)er  Büb  al  abwäbj  —  31,5  ( jocü^-o^j ,  Lob 
von  Brüsah)  —  39  fol.  HO*'  (Moscheen  und  Quartiere  von  Konstantinopel)  —  45,ii  (Sta- 
tionen zwischen  Konstantinopel  und  Äq-Mir)  —  49  (Matliematische  Geographie)  —  2öO,i6 
(Territorial-Eintheilung  und  statistische   Verhältnisse  des  osmanischen  Reiches). 


XII.  Geschichte. 

1)  Einleitung  und  Awä  iL 

189*.     [Landberg  366.] 

(  ^^^1  ij' — i3_i-_*»_)l  ^c^ö  ^x)  i^io^ *flL_c,  die  Muqaddimali  des  /Z>??  Xaldün 

(t  808,  beg.  29.  Juni  1405),  in  das  Türkische  übersetzt  und  dem  Sultan 
MaMmüd  I  (reg.  1143-68  =  1730-5  4)  zugeeignet  (Fol.  3"  Z.  3)  von 
MuJiammad  Plrizädah  (Fol.  2''  Z.  12  v.  u.),  welcher  nach  ä.  X.  IV,  18 
und  Öanifzadah   bei  Ö.  X.  VI,  55  7,    14  622    im  Jahre    1162  (beg.   2  2.  De- 

')  So  scheint  dazustehen;  jedenfalls  steht  nicht  das  offenbar  gemeinte   »(^jOäLaa«   da. 
*)  Fol.    T""  Mitte.      Nach    äanlfzädah    und    Flügel    zur    Wiener   Handschrift    soll    der 
Titel    vAaJI    (jl^Äfi  lauten ;  ich  kann  in  dem  vorliegenden  Exemplare  davon  nichts  finden. 


Türkische  Handschriften  190.  Geschichte.         217 

cember  1748)  starb.  Wie  der  Uebersetzer  Fol.  2''  Z.  8  v.  ii.  ff.  erzählt, 
begann  er  seine  Arbeit  im  Jahre  1138  (beg.  9.  Sept.  1725),  und  brach 
dieselbe  nach  fünf  Jahren,  im  Rahil  I  1143  (14.  Sept. -13.  Oct.  1730), 
ab,  nachdem  er  zwei  Drittheile  des  Ganzen  ^2jLiJLi■  vollendet  hatte.  Diese 
Berechnung  trifft  fast  genau;  denn  die  Uebersetzung  geht  bis  S.  219 
Z.  7  V.  u.  der  ägyptischen,  316  Selten  umfassenden  Ausgabe  des  Originales 
von  1274.  Das  letzte,  von  Pirlzädah  nicht  übersetzte  Drittel  der  Muqad- 
dimak  ist  neuerdings  von  öeiodet  Efendi  übersetzt  und,  zusammen  mit  der 
Arbeit  des  Ptrizädah,  bereits  zweimal  gedruckt  worden;  s.  Journ.  Asiat. 
1859,  I,  528,12  und  548,58;  1860,  II,  332,ioo;  1863,  II,  225, i26;  1868, 
I,  467;  besonders  aber  1868,  I,  471  (Konstantinopel  1277  =  1860). 
Handschriftlich  ist  die  Uebersetzung  des  Pirlzädali  in  mehreren  Exemplaren 
in  Wien  vorhanden;  s.  II,  5 2 f.  des  Flügel'schen  Kataloges. 
Anfang   der  Einleitung:     äaäjI    ii^yäXio   ^"^^    '■nOyXjMja    JuoL^   Stxi^JäÄx!  Jotjj 

der  Uebersetzung:     #.J^I•j■  ^i  &^^^X>c^JJlx    ssL.^aJC*«!^'!  ^^b    >Läj^'I  JjI  (jLJLc 

479  beschriebene  Blätter;  26X  15  cm.  Sehr  schönes  und  deutliches 
Nastaüiq  mit  27  Zeilen  auf  der  Seite;  nicht  vocallsiert.  Am  Anfange  der 
Vorrede  und  des  Werkes  je  ein  farbenprächtiger  ^Unwän;  auch  am  Ende 
der  VoiTcde  eine  schöne  Verzierung  in  Gold  von  älterem  und  besserem 
Stil,  als  die  iUnwän.  Die  Seiten  sind  mit  drei  Goldleisten  und  sieben 
schwarzen  Linien  umzogen.  Vorausgeschickt  sind  noch  vier  Blätter,  deren 
Seiten  durch  Goldleisten  und  schwarze  Linien  in  Quadrate,  welche  ein 
Register  aufnehmen  sollten,  getheilt  sind;  auch  hier  steht  am  Anfang  ein 
schöner  iUnwän.  Hübscher  Einband  mit  Kapsel.  Die  ganze  Ausstattung 
der  Handschrift  ist  pi-ächtig,  doch  nicht  mit  dem  alten,  guten  Geschmack 
ausgeführt,  wie  er  uns  besonders  in  persischen  Handschriften  des  S"""  bis 
1 1'"°  Jahrhunderts  d.  Fl.  so  häufig  erfreut. 

190.     [Ms.  Orient.   4".    185,] 

Ein  Werk  über  die  Awü'ü,  welches  zur  gröfseren  Bequemlichkeit  der 

Leser  seinen  Stoff  alphabetisch  anordnet,  oj>a-  i»jiUiJU  '^*;^mj3  ljU^'  ^.^^-2^ 

\S*jJ^\   v'^y?   ;U*^'   8;)^'   154^'»    ^ö   es   Fol.    v"   Z.    4    v.    u.    heifst.      Als 

Verfasser   nennt   sich   Fol.  i«**  Z.  5  v.  u.    lüOmün   ihn   MuJiammad  Düqah- 

TürkiBchd  HacdBcluiften,  28 


218         Türkische  Handschriften  191.  Geschichte. 

kln^);  den  Titel  des  Werkes  finde  ich  in  demselben  nicht  angegeben,  denn 
^■|yül  vl^l  i^jUT,  was  eine  fremde  Hand  auf  einem  voi-gehefteten  Blatte 
als  solchen  angemerkt  hat,  ist  aus  den  Worten  im  Anfange  von  Fol.  V' 
ii'rthümlich  gefolgert.  H.  X.,  welcher  das  vorliegende  Buch  in  einem  be- 
sonderen Artikel  I,  261,  545  bespricht,  nennt  den  Verfasser  d^^  ^j.j  (jUic 
^.«jJl  s^jk^xJxJi.Jkj  ojjtjl  und  sagt,  dafs  derselbe  im  Jahre  1013  (beg. 
30.  Mai  1604)  gestorben  sei;  als  Titel  giebt  er  JiSl^ilt  >^.o^  ^  'JSU^-'  }^j 
an,  wofür  S.  490  desselben  Bandes  ^jj^Ki^C)  ^^  JoU^I  XsiS  steht;  die 
Ausgabe  von  Bidäq  (I,  70  u.  133)  hat  an  ersterer  Stelle  wie  Flügel,  an 
letzterer  JL^I  statt  JoU2i;  vgL  Flügel  VII,  630.  Nach  ä.  X.  widmete 
der  Verfasser  sein  Werk  dem  Sultan  Muräd  III  (reg.  982-1003  =  1574 
—  95),  in  der  vorliegenden  Handschrift  (Fol.  I'')  vielmehr  dessen  Schwieger- 
sohne, dem  Dämad  Ihrälüm  PaSa  (f  1010  =  1601,  s.  Hammer,  Osman. 
Reich  IV,  313).  Vielleicht  giebt  es  also  von  dem  Buche  zwei  Ausgaben. 
Am  Ende  giebt  der  Verfasser  Rechenschaft  über  die  zahlreichen  von  ihm 
benutzten  Quellen.  —  Nach  H.  X.  wird  das  Buch  auch  von  Gosche,  Die 
Kitilb  al-awäil  S.  36  erwähnt;  eine  andere  Handschrift  ist  mir  nicht  be- 
kannt. 
Anfang:     |v^  xjIJUjI  iL»  J^l   Jjl  l^i  ^  iX*^^  |*Jt^i■  »-ä^  5\^    -fl>  Jjl 

109  beschriebene  Blätter  mit  Originalfoliierung ;  25,5  X  18,5  cm. 
Schönes,  grofses  Nas'/%  ohne  Vocale  mit  17  Zeilen  auf  der  Seite;  zum 
Theil  auf  gelbes  Papier  geschrieben.  Auf  einem  Rückenschilde  steht  „De 
viris  illustribus  Turcice.  —  Ms.  Orient,  in  Qto.  185".  Frühere  Besitzer 
der  Handschrift  haben  sich,  zum  Theil  unter  Beidrückung  ihres  Siegels, 
am  Anfang  und  am  Ende  eingeschrieben ;  eine  dieser  Notizen  ist  datiert 
vom  Jahre    1112   (beg.    18.  Juni   1700). 

2)  Allgemeine  Geschichte. 

191.     [Petermann  U,  323.] 
^cjaIo  ^j>Lj,  ein  Stück  aus  der  türkischen  Uebersetzung  der  persischen 
Abkürzung  des  grofsen  Geschichtswerkes  des  Tabari.     Das  Vorhandene  be- 
ginnt,   nach    der   Basvialali,    mit    dem   Abschnitte   „Muäammad  geht  nach 


')   Vor  BuqaJikln  scheint  ihn  ausgelassen  zu  sein ;  s.  H.  Z. 


Türkische  Handschriften  191.  Geschichte.         819 

Ta'if'-'-,  (s.  das  von  Rosen  mitgetheilte  Inlialtsverzeichnifs  dieser  Ueber- 
setzung  in  ZDMG.  11,  165"  Z.  9),  und  geht  zunächst  bis  „Regieiiing  FazFc^'s", 
(das.  S.  166"  Z.  15  V.  u.).  Hiermit  endigt,  einem  Kolophon  zufolge,  der 
dritte  Band  ^^iili  JoU.  (iü.jwAJb  -^.j^  (Fol.  lOl'');  nach  einem  leeren  Blatte 
beginnt  dann,  wieder  von  der  Basmalah  eingeleitet,  ein  neuer  Güd  mit  dem 
Abschnitte  „Märtyrertod  des  Husain  ihn  lÄli",  und  geht  bis  zu  dem  Ca- 
pitel  „Abu  Musliin  erhebt  sich  in  XuräsCm]  Macht  der  Abbasiden",  S.  168'' 
Z.  8  V.  u.  bei  Eosen.  Hier  hat  der  Schreiber  seine  Arbeit  abgebrochen. 
Die  türkische  Uebersetzung  des  Tahari  ist  bereits  zweimal  in  Kon- 
stantinopel gedruckt  worden:  1260  (Hammer  in  Journ.  Asiat.  1846,  H, 
25  8)  und  128  8  (Journ.  Asiat.  1873,  I,  534  nr.  4  0);  nach  der  ersteren 
Ausgabe  wird  der  Abschnitt  über  die  Geschichte  von  Taharistän  von 
Mordtmann  in  ZDMG.  H,  285  in  Text  und  Uebersetzung,  das.  IX,  85  0 
der  über  den  Krieg  zwischen  Qcdarl  und  Muliallah  in  Uebersetzung,  der 
über  die  Eroberung  Persiens  von  J.  P.  Brown  im  Journal  of  the  American 
Orient.  Soc.  I,  4  35  und  II,  207  gleichfalls  in  Uebersetzung  mitgetheilt. 
Ueber  türkische  Tflöan-Uebersetzungen  im  allgemeinen  vgl.  man  das  zur 
Gothaer  Handschrift  Nr,  145  Gesao-te.  Aufser  dieser  finden  sich  noch 
Handschriften:  in  München  Nr.  63  und  64,  Leipzig  Nr.  218,6,  Jena  (Kose- 
garten, Taberistanensis  Annales  I  p.  XVI),  Cassel  (J.  H.  Wepler  bei  Hir- 
sching,  Beschreibung  sehenswürdiger  Bibliotheken  Teutschlands.  Erlangen 
1786flf.  8«.  II,  1  S.  257),  Wien  Nr.  872  (II,  103),  Paris  Nr.  51,  52  und 
54,  Upsala  Nr.  233,  St.  Petersburg  (Bulletin  scientif.  I,  158  nr.  6  und 
Asiat.  Museum  S.  91  [Nr.  582  und  582''  nach  Catalogue  des  manuscrits 
et  xylogTaphes  p.  466]),  und  in  der  Ambrosiana  Nr.  242;  eine  dschagha- 
taische  Uebersetzung  findet  sich  in  St.  Petersburg,  Catalogue  Nr.  519  und 
Asiat.  Museum  S.   347  nr.    2. 


Anfang  (nach  der  Basmalah):  Jw*dil  juic  cjLI  ,j.Iy)j  uyLoK'  (sie)  x».^  Jjt 

122  beschriebene  Blätter;  31X^0  cm.  Schönes  Nasxi  ohne  Vocale; 
auf  der  Seite  stehen  33  Zeilen.  Nach  dem  Kolophon  am  Ende  des  dritten 
(xild  (Fol.  lOl**)  hiefs  der  Schreiber  Mavid  Yüsln  al  Baydädl  al  tlanqfl 
al  Qüdiri,  und  vollendete  diesen  Thcil   seiner  Arbeit   am    12.  Bajab   1154 


230        Türkische  Handschriften  192.  193.  Geschichte. 

(=  23.  Sept.   1741)  unter  dem  Grofsvezierate  des  AJimad  Pasa  (28.  Rabti 
I   1153   =  23.  Juni   1740  bis   1.  Safar  1155   =  7.  April    1742). 

192.     [Petermann  ü,   628.] 

Auf  Fol.  1^  dieses  grofsen  und  dicken  Folianten  ist  von  fi-emder 
Hand  aufgeschrieben:  NtXxäJU  v^i^  |j-?'  c^J'J^  J^xil^^  (3*^  iJLä  -^.^-i  •■•?; 
es  soll  also  die  (nach  H.  X.  II,  25  und  dem  Kataloge  des  Ihrählm  Pasa 
von  MaUmüd  ihn  Muhammad  ibn  Düsäd  verfafste)  türkische  Uebersetzung 
des  jLjLg.ÄJlj  x_sl4X_*JI  genannten  universalgeschichtlichen  Werkes  von  Ihn 
KaOir  (vollständiger  llmäd  al-din  Abu  "l  fidä  Ismäiil  ihn  lUmar  al- 
Dimasqi,  f  774,  beg.  3.  Juli  1372)  sein.  Eine  Vergleichung  mit  der  In- 
haltsangabe dieses  Werkes,  wie  sie  von  Hammer  zu  seiner  Handschrift 
Nr.  160  (S.  178  im  Separatabdruck  des  Kataloges)  mitgetheilt  wird,  be- 
stätigt diese  Angabe,  und  zwar  lernen  wir  aus  derselben  zugleich,  dafs 
der  vorliegende  Band  dem  vierten  Bande  des  Hamm  er' sehen  (arabischen) 
Exemplares  vom  Anfang  (den  Ereignissen  unmittelbar  nach  dem  Tode  des 
Propheten)  bis  zum  2 1 6**°  Abschnitte,  der  Lebensbeschreibung  des  Marwän 
ihn  Hdkam  (Fol.  4  04*  vjl  ^Iaj  ^JMwU/^  iiXjCs.  ^^.j  ,j'jv<>)  entspricht.  Ueber 
das  arabische  Original  vgl.  man  den  Gothaischen  Katalog  III,  198;  Hand- 
schriften der  türkischen  Uebersetzung  finden  sich  in  Paris  Nr.  97  (Theil 
VII)  und  in  der  Bibliothek  des  IbräJüm  Pasa  Nr. -892- 896  (Theil  I  in 
duplo,  II,  III  und  IV). 
Anfang  (nach  der  Basmalah):  ^Jy\  «jü^^l  »^^  stXJj  i^-^y?  (j^l  ij^^V^ 
(^Jöl   ttjU^   -i^AwJI  «a-Lä  jjjcUaj  ^j.iJLx.j  (j»J'  ÄAJui  ji>   (sie)  »JOLw.äJ' 

407  beschriebene  Blätter;  33  X  22  cm.  Schönes,  durchaus  vocali- 
siertes  Nasyi  mit  21  Zeilen  auf  der  Seite;  am  Anfang  ein  hübscher  lün- 
wän\  die  Seiten  mit  doppelten  rothen  Linien  umzogen;  auf  Fol.  l''  hat 
sich  ein  früherer  Besitzer  aus  dem  Jahre  1110  (beg.  10.  Juli  1698)  ein- 
geschrieben. 

193.    [Diez  A.  4°.   13.] 

Dasjenige  universalgeschichtliche  Compendium,  welches  unter  dem 
Titel  ^c^Uio  fSy^S  >j>J)'-*  bekannt  und  häufig  handschriftlich  vorhanden 
ist,  und  als  dessen  Verfasser  gewöhnlich  Muhammad  ihn  Ramadan,  von 
Flügel  zur  Wiener  Handschrift  Nr.  846  aber  Jaü  Mustafa  Efendi  ge- 
nannt wird.     Man  vgl.   über  dasselbe  und   seinen  Inhalt   die  Beschreibung 


Türkische  Handschriften  194.  Geschichte.         221 

der  Gothaer  Handschrift  Nr.  146  (S.  117  des  Kataloges),  sowie  Flügel 
zur  genannten  Wiener  Handschrift  und  Hammer,  Osman.  Reich  IX,  182 
nr.  5.  Die  vorliegende  Handschrift  behandelt  in  der  Abtheilung  über  tür- 
kische Geschichte,  ebenso  wie  die  Dresdener  Handschriften,  nur  noch  die 
Regierung  Sulaimän's  I,  ohne  dessen  Tod  zu  erwähnen  (vgl.  den  Gothaer 
Katalog  S.  118  Anm.),  d.  h.  das  Ende  dieses  Abschnittes  entspricht  dem 
Ende  von  Fol.  IIT*"  der  Gothaer  Handschrift,  in  welcher  letzteren  dann 
die  osmanische  Geschichte  noch  bis  Fol.  206"  fortgesetzt  ist.  Andere 
Handschriften  werden  zu  der  erwähnten  Gothaer  Handschrift  aufgezählt; 
ich  kann  jetzt  noch  zwei  Leidener  Handschriften,  Nr.  934  und  935,  hin- 
zufügen, und  bemerke,  dafs  die  Wiener  Handschriften  in  dem  neuen 
Flügel'schen  Kataloge  die  Nummern  846  —  851  ti-agen. 
Anfang :      ('  i^r^'l   "rV=>-  »^   J^  S  JL.»aJI^   '  jUJuJl   üLkJI  J<Ä  «Jj  Jwi' 

126  beschriebene  Blätter;  20,5  X  14  cm.  Gutes  türkisches  Nas/l  mit 
17  Zeilen  auf  der  Seite;  jede  Seite  ist  mit  einem  goldenen  Streifen  ein- 
gefafst;  am  Anfange  befindet  sich  ein  einfacher  und  roher  lünwän.  Ab- 
schrift von  IbräJiim  ihn  lÄhd  alläh  vollendet  im  Jahre  104  2,  beg.  19.  Juli 
1632.  Auf  einem  aufsen  aufgeklebten  Zettel  steht:  L^-i^'  '^■'}y^  ^J^ 
(•t»=   vJo^  (sie)  ^-xJjUiÄj .  —  Durch  Feuchtigkeit  etwas  beschädigt. 

194.  [Diez  A.  4«.  4  8.] 
(^  ^,_jvi^_*J(  «jcLs«,  ein  Handbuch  der  allgemeinen  Geschichte,  von 
Kätih  Muliammad  zaUm^)  verfafst  und  dem  Grofsvezier  Miüiammad  {SoqoUi) 
zugeeignet.  Das  Werk  wird  von  6.  Z.  11,  508,  3889  erwähnt;  über 
den  Inhalt  s.  Flügel  zur  Wiener  Handschrift  Nr.  852  (II,  84)  und 
Hammer,  Osman.  Geschichte  XI,  ISO  nr.  2.  In  der  VoiTede  erwähnt 
der  Verfasser  die  Thronbesteigung  Muräds  III,  welche  am  8.  Ramadan 
982,  einem  IVIittwoch,  (=  22.  December  15  74)  stattfand,  und  sagt,  dafs  er 
selbst  zu  gleicher  Zeit  sein  43^**^  Jahr  vollendet  habe  ^).     Davon,  dafs,  wie 


*)  im  Gothaer  Exemplare  finden  sieh  diese  Worte  auch,  es  sind  denselben  aber  die  im 
Kataloge  angegebenen  noch  Torausgeschickt. 

»)  Fol.  4»  Z.   1. 

')  d.  h.    dem  Inhaber   eines   oweLe\   genannten  Lehens. 

*)  etwas  anderes  können  doch  wohl  die  Worte  (Fol.  2'  Z.  2  t.  u.)  j^  (ÄjjUa^ 
l50of   (jik*Äj|    \öS  SJM    _.l   ijJi    lyJtXÄJ"    (Ji)l»^xjL+Jj-5'  nicht  heifsen.     auUj-5    soll 


228         Türkische  Handschiiften  195.  Geschichte. 

u.  X.,  Flügel  und  Hammer  wollen,  das  Jahr  982  auch  das  der  Voll- 
endung des  Werkes  sei,  ist,  soviel  ich  sehe,  nichts  gesagt;  in  der  That 
könnte  eine  solche  Angabe  auch  gar  nicht  richtig  sein,  da  z.  B.  in  dem 
Abschnitte  über  osmanische  Geschichte  (Fol.  47  6"),  wie  auch  Hammer 
(Osman.  Geschichte  IV,  53  Anm.  b)  selbst  bemerkt,  noch  die  in  das  Jahr 
984  fallende  persische  Gesandtschaft  des  Toqmaq  MuUammad  7,än  erwähnt 
wird.  —  Stücke  aus  diesem  Geschichtswerke  werden  mitgetheilt  von  Diez, 
Denkwürdigkeiten  von  Asien  I,  213,  und  von  Hammer,  Origines  Russes 
p.  61  u.  120;  eine  dritte  Handschrift  findet  sich  im  Asiatischen  Museum 
zu  St.  Petersburg  (s.  Dorn's  Buch  S.  78). 

Anfang:  sf  &Xi\ss=-  ^-^)  ^^'^^.  j'  «^■=>-  jc^  4^^  f'*r*^Y^  iA^)  f^j^  ';  *^'-' 
485  beschriebene  Blätter  mit  Originalfoliierung ;  21  X  14,5  cm.  Deut- 
liches ,  zum  Nastalhq  neigendes ,  türkisches  Nasxi  niit  1 7  Zeilen  auf  der 
Seite.  —  Ueber  dem  Anfange  der  Handschrift  steht :  (c-i-«*«^'  ff-*^  loLxS'  Ijjs 
iXi^  oLäaJI  (sie)  vilXJI  iJÜI  i.^^s  Jl  -^Lä^I  oL*JI  Äil  Ä*=>o  ■^^yy^\  ^^. 
auJ^  äJJI  iU^v  ijlä.  Ci\yc  jjLkXw  5t\xj  rv^cJI  ciSAj,  auf  einem  dem  Vorder- 
deckel von  aufseu  aufgeklebten  Zettel:  b  ^Jocc»!  cy~ö_=.  -^y^ÄJI  ^L=»  \^\jS 

195.  [Diez  Fol.  8.] 
(^  .^vl^l  i^y",  die  chronologischen  Tafeln  des  tlä^ßi  Xallfali  (eigent- 
lich Mustafa  ihn  iÄbd  alläh,  auch  Kütih  Celebi  genannt,  f  i™  -^^  '^  Iiij^ah 
1068  :=  30.  Aug.  -  28.  Sept.  1658).  Dieselben  sind  hauptsächlich  be- 
kannt geworden  durch  die  Ausgabe,  deren  Druck  zu  Konstantinopel  am 
Neumonde  des  MuJiarram  1146  (14.  Juni  1733)  vollendet  wurde,  nachdem 
schon  voi-her  (Venedig  1697)  eine  mangelhafte  italienische  Uebersetzung 
erschienen  war  (Zenker  I  nr.   924  u.  925).     Eine  lateinische  Uebersetzung 


doch    wohl   äjL+jI.J' sein;    freilich  ist  es   sonderbar,  dafs  der  Verfasser  sich  erst  bescheiden 
KÄxtJ    nennt  und  dann  von  seinem  eigenen  Leben  diesen  stolzen  Ausdruck  braucht. 

*)  so  wird  der  Titel  vom  Verfasser  selbst  sowohl  am  Ende  des  Werkes,  als  auch  in 
seiner  Selbstbiographie  (S.  Ili^  Z.  5  in  Wickerhauser's  Wegweiser)  angegeben.  In  den 
der  Konstantinopeler  Ausgabe  vorgedruckten  ,_^'Llo  wird  es  (gegen  das  Ende)  •^-'jb'  (»Jj-ftj' 
genannt,    und    in  der  Einleitung    seines  Werkes  selbst    spricht  der   Verfasser  immer  nur  von 


Türkische  Handschriften  196.  Geschichte.         223 

von  Reiske  ist  handschriftlicli  vorhanden  (s.  Manuscrits  de  S.  de  Sacy 
nr.  364).  Mittheilungen  aus  dem  Werke  s.  bei  Toderini,  Letteratura 
Turcliesca  UI,  143  {=  Uebersetzung  von  Hansleutner  S.  24  6);  auch 
hat  Diez  in  seinen  „Denkwürdigkeiten  von  Asien"  II,  3  75  ff.  den  Abschnitt 
über  die  verschiedenen  Zeitrechnungen  übersetzt. 

Die  Tafeln  J^tXs.  sind  in  dem  vorliegenden  Codex  auch  wirklich  als 
Tafeln  geschi-ieben,  während  der  Druck  dieselben  in  der  Form  fortlaufen- 
den Textes  giebt;  das  letztere  vermuthlich ,  weil  damals,  in  den  Anfängen 
türkischer  Druckerkunst,  der  Satz  in  Tabellenforra  Schwierigkeiten  geboten 
haben  mag.  Die  einzelnen  Abtheilungen  des  Werkes  sind  zwar  alle  vor- 
handen, doch  sind  sie  zum  Theil  nicht  so  weit  fortgeführt,  wie  in  der 
Ausgabe;  so  reicht  gleich  der  erste  und  hauptsächlichste  Abschnitt,  J.Jus. 
*jLsj,  hier  nur  bis  zum  Jahre  1093,  in  der  Ausgabe  dagegen  bis  1146'). 
Ebenso  sind  die  Abschnitte  Jvlsbf  ^^L.^  Lüü  J^tX=>  (bis  Ausgabe  201,2), 
^^Uit  Jl  (jlito-lya.  J^tXs.  (bis  Ausgabe  205, h)  u.  a.  m.  hier  weniger  voll- 
ständig, als  im  Druck. 

Andere  Handschriften    finden    sich:    in   Leipzig  Nr.  273    (wo    man  s.), 

München  Nr.  60  und  61,  Gotha  Nr.  147,  Wien  (Hofbibliothek  Nr.  866  und 

Oriental.   Akademie    Nr.    252),    Leiden  Nr.   937,  Upsala  Nr.   251   und   252, 

Paris  Nr.   45. 

Anfang:     >— *j'r^  V'-T^  x^  äj^Lc.  Ji=»-   J.l  <»ljo-o  Jjl   'Lg.Äjl  ^  t^j  'Loj   tX^.^^ 

J^,\  «yUi-|_5  ^L=e  iöjö,  '^\j^_\^ 

99  Blätter,  von  denen  70  —  76  leer  oder  so  gut  wie  leer  sind,  und 
aufserdem  je  ein  vor-  und  ein  nachgesetztes  Blatt;  27,6  X  16)^  cm.  Gutes 
türkisches  Nas/J  mit  25  Zeilen  auf  der  Textseite.  Am  Anfang  ein  hübscher 
iUnwän\  die  zehn  ersten  Seiten  mit  einer  Goldborte  eingefafst.  —  Die 
Handschrift  scheint  aus  der  Bibliothek  des  Sultan  lAhd  al  Hamid  I  (reg. 
1187—1203  =:  1773  —  89)  zu  stammen,  da  dessen  Tnyra  auf  Fol.  1^  ab- 
gedruckt ist. 

196.     [Diez  Fol.  9.] 
Dasselbe    Werk;    doch    enthält   die    vorliegende    Handschrift    nur    die 


')  Bchon  das  in  der  Handschrift  Enthaltene  kann  indefs  nicht  mehr  ganz  von  dem 
bereits  im  Jahre  1068  verstorhenen  Häggl  Xallfah  herrühren,  lieber  die  im  Drucke  ent- 
haltene doppelte  Fortsetzung  dieses  Abschnittes  vgl.  Hammer,  Osman.  Reich  I,  xxx,6. 


324         Türkische  Handschriften  197.  198.  Geschichte. 

Vorrede,  den  Abschnitt  über  die  verschiedenen  Aeren,  die  ojJI  ^Ls^  »-^^ 
jJLä    •^.)^   )'    xÄ-'Lu    und    den    /«-j'-J'^    Jjt^—»    genannten    Abschnitt    bis   zum 
Jahi-e  \»\'i,   die  letzten  Jahre    schon  ziemlich  mager  und  unvollständig;    die 
^tÄ  J  und  Jj4X=>-  sind  hier  gleichfalls  in  Tabellenform  geschrieben, 
Anfang  wie  in  der  vorigen  Handschrift. 

24  Blätter  mit  Oi'iginalfoliierung;  32  X  22,5  cm.  Nas/i  von  tür- 
kischem Zuge,  im  fortlaufenden  Texte  mit  21  Zeilen  auf  der  Seite.  Rothe 
Linien. 

197.  [Petermann  494.] 

Nochmals  dasselbe  Werk.  Der  Abschnitt  ^jLs^  J^tX^  geht  bis  1059, 
und  von  den  folgenden  Tafeln  ist  die  letzte  die  über  die  Qädi  von  Kon- 
stantinopel, auf  welche  gleich  die  ä^JÜs.  und  die  x+j'ült  iUJ'Lia.  folgen. 

Anfang  ebenso,    doch    ist   c>*«>.gi   statt    (j->.ji    geschrieben    und    das    letzte 
Wort  ^jül^l  weggelassen. 

80  beschriebene  Blätter;  21,5  X  15  cm.  Hübsches  Nasxl  mit  27  Zeilen 
auf  den  Text-Seiten ;  Linien  der  Tabellen  und  Umrandung  der  Seiten  roth ; 
auch  ist  alles,  was  hervorgehoben  werden  soll,  roth  geschrieben. 

198.  [Petermann    324.] 

In  dieser  sonst  arabischen  Handschrift  stehen  auf  Fol.  48  —  52  Aus- 
züge aus  denselben  chronologischen  Tafeln  nü^ji  XaJlfalis.  Fol.  48'' 
enthält  zunächst  ein  Verzeichnifs  von  18  Dynastien,  Angaben,  meviele 
Regenten  jede  zählte,  wo  sie  residierten  u.  s.  w.,  nach  S.  161  f.  der  Aus- 
gabe tabellarisch  geordnet;  dann  folgt  auf  Fol.  49"— 52''  eine  chronologische 
Zusammenstellung  der  wichtigsten  Ereignisse  von  der  Vei'heirathung  des 
Adam  (im  Jahre  100  nach  Erschaffung  der  Welt)  bis  zur  Flucht  des  Pro- 
pheten von  Makkah  nach  al  Madinah  (im  Jahre  6216)  =  Ausgabe 
S.    12-25. 

Gewöhnliches,  deutliches  Nastailiq  mit  27  —  28  Zeilen  auf  der  vollen 
Seite;  Gröfse  der  Blätter:  20,5  X  15  cm. 


Ein  Stück  aus  Häggi  Xalifah's  chronologischen  Tafeln  steht  auch  in  Nr.    l,i. 


Türkische  Handschriften  199.  Geschichte.         225 

199.    [Diez  Fol.  6.] 

<iJ^  •ip^.jy^  1^:^)3 1  Compendium  der  allgemeinen  Geschichte,  von  &l- 
sairt,  bekannt  unter  dem  Namen  liazärfann,  am  Neumonde  des  MuTwrram 
1081  (21.  Mai  1670)  begonnen  und  am  24.  ^auwäl  1083  (12.  Febr.  1673) 
vollendet  (s.  den  Schlafs).  Als  die  von  ihm  hauptsächlich  benutzten 
Quellen  nennt  der  Verfasser  in  der  Vorrede  eine  arabische,  das  Geschichts- 
werk des  (jranähi  [fl.  X.  11,  124,  2198),  eine  persische,  die  U.«aJI  SLö.v  des 
Mirxioänd,  und  eine  türkische,  den  ^Lis.il|  t/jf  des  iÄll  Efendi  (Ö.  '/..  V, 
260,  10  95  0).  Der  Inhalt  und  die  Vertheilung  desselben  in  neun  (wieder 
weiter  getheilte)  Hauptstiicke  v_jLj  und  einen  Schlufs ')  wird  von  Hammer, 
Osman.  Reich  IX,  184  ausführlich  mitgetheilt  (vgl.  auch  Flügel  zur 
Wiener  Handschrift  Nr.  874);  der  Abschnitt  über  die  griechischen  Philo- 
sophen (Fol.  19 6^' ff.  der  vorliegenden  Handschrift)  ist  von  Diez  in  seinen 
„Denkwürdigkeiten"  1,   71  ff.  übersetzt.  — 

Andere  Exemplare  finden  sich:  in  Wien  Nr.  874,  87.5  und  876, 
München  Nr.  67,  Paris  Nr.  102,  St.  Petersburg  (Dorn,  Manuscrits  et 
xylographes  Nr.  5  20  und  Asiat,  Museum  S.  7  2  und  78)  und  bei  Häyib 
PaSa  Nr.  997.  —  S.  auch  Ä  X.  H,  451,  3676  und  VI,  564,  14  653;  in 
dem  ersteren  Artikel,  welcher  in  der  Bulaqer  Ausgabe  (I,  261)  ganz  fehlt, 
wird  als  Jahr  der  Abfassung  iiTthümlich  1103  angegeben. 
Anfang : 

|va5    8>l^sJoji(    Ji^i'    [£^    cj>,«n~»    J.l    Jk«~.    cX-^j    1X4.2» 

275  beschriebene  Blätter  von  22X16>5  cm;  gutes,  türkisches  Nasyl 
mit  1 9  Zeilen  auf  der  Seite ;  die  beiden  ersten  Seiten  mit  goldener  Um- 
randung und  einem  ebensolchen  einfachen  iUnwän  verziert.  Abschrift  von 
Muhammad  ihn  al  hä^j  Ahmad  in  der  letzten  Dekade  des  Saihän  und 
zwar  in  der  Nacht  des  23.  dieses  Monates,  im  Jahre  1122  (=  15.  Sejit. 
L710)  vollendet.  Auf  den  letzten  Blättern  einige  Lücken,  in  welche  wohl 
Tabellen  und  Figm-en  eingefügt  werden  sollten. 


*)  Diese  Abschnitte  beginnen  in  der  rorliegenden  Handschrift:  Bah  I  auf  Fol.  i"*,  II 
Fol.  17^  III  Fol.  23%  IV  Fol.  27\  V  Fol.  148^  VI  Fol.  194%  VII  Fol.  201'',  VIII  Fol. 
228»,  IX  Fol.  265%  y.ät.  Fol.  270».  Eine  zuletzt  noch  angehängte  s^\Ä\  «  ,  vi  ^  han- 
delt über  Zeitrechnung. 

Törkische  Handschriften,  29 


236         Türkische  Handschriften  200.  201.  Geschichte. 

200.     [Diez  A.   4».    1.] 
Dasselbe   Werk.     Die  Capitel  ^_jL  beginnen  hier  auf  Fol.  S*",   12",   16", 
19%   loa*",    141",   14  7'',    171"  und  208*',  die  Xätimah  auf  Fol.   216',  und  der 
von   Diez   übersetzte   Abschnitt    über    die    griechischen   Philosophen   steht 
hier  auf  Fol.    143^0". 
Anfang    wie   in    der   vorigen  Handschrift,    doch   ist   hier   fS  statt   |».a5'  ge- 
schrieben. 
218  beschriebene  Blätter  mit  Originalfoliierung  ');   27,5  X  17  cm.    Kräf- 
tiges, deutliches  Nasxi   mit    27  Zeilen    auf  der  Seite;    die  Seiten  roth  um- 
zogen; gegen  das  Ende  einige  Lücken. 


Bemerkungen  aus  Hazarfann  s.  oben  in  Nr.   188,  Ende. 


Zur  allgemeinen  Geschichte  gehören  auch:  Nr.  I,i3  (Ereignisse  des  Jahres  1143  d.  Fl.)  — 
17  fol.  S""  (Dynastien  und  Fürsten  Ton  Adam  bis  Muliammad  IV,  1058)  —  39  fol.  110'' 
(Dynastien)  —   204,2   (historische  Anekdoten). 


3)  Urgeschichte  des  Islam. 

201.     [Petermanu  II,  98.] ■ 

Die  Geschichte  der  Eroberung  von  a;^  iäSJU>«^  o't*^  r^)^'^}  '"'^?)  u^jl 
^^Lwl-Ä.  i>^*,  nach  Pseudo- TFä^tc?*  von  einem  Ungenannten  türkisch  be- 
arbeitet. Als  nächster  Gewährsmann  des  Wäqidi  wh*d  im  Anfang  Mtt- 
Uammad  ihn  Zaid,  als  dessen  Gewährsmann  Ahü  Galfar  Säyili  genannt, 
lieber  die  Werke  des  Pseudo  -  Wäqidi  und  türkische  Bearbeitungen  der- 
selben vgl.  man  das  im  Katalog  der  arabischen  Handschriften  in  Gotha 
zu  Nr.  1599  (III,  225)  Gesagte. 
Anfang:  i^J^^j  v*i.  l5o  yiCi  (Xi\  ^j  iXi^  ij'^'^)  cH  «^♦^'  j.tU^I  vJi>  (^Jj'Ij 
^Lu,l-=>    Oi^J^   *:^    li'OUx'^    l?'t^^    J^^'^^J   **^;  Lf^)'   f^^  y-"^  >^' 

«♦».     siyM>\     tX^i\jC     ^^    yJ     (5>Lajt.      (^Jj.=»LgjO    j^jJjwläÄ     ÄÄC    jL»J     x-Ul 

')  Dieselbe  zählt  das  erste  Blatt  nicht,    iiberhüpft  aber  dann   137,    sodafs  von  138  an 
die  Zählung  richtig  ist. 


Türkische  Handschritten  202.  203.  Geschichte.         Vi^ 

114  beschriebene  Blätter;  21,6  X  15  <iiii.  Deutliclies  Nasxi  mit  15 
Zeilen  auf  der  Seite:  am  Ende  datiert  vom  10.  Rabli  11  1149  =  18.  Augr. 
1736.  —  Auf  der  Innenseite  des  Vorderdeckels  ist  zweimal  ein  Siegel  in 
Siegellack  abgedrückt,  dessen  Inschrift  lautet:  J^  ^jj  ^^r*-'^  biXac  JjI  bJOj. 

202.  [Diez  Fol.   14.] 

('  S-^y    Jljü     xJJl     [»»^     ÄÄ£     äÜI     ^^^     J^     j»Lof     ^^.AÄjC^t     >.*/l|     LoLjoJI«Xä  , 

die  Instructionen,  welche  angeblich  lAh  dem  ^5^l>j■l  tiSJLo  (soll  heifsen  (äJJLo 
-Xwü^ll)  ertheilte,  als  er  ihm  im  Jahre  38  d.  Fl.  (beg.  9.  Juni  65  8)  die  Ver- 
waltung Aegyptens  übertrug;  s.  D.  Price,  Chronological  Retrospect  1,  344, 
Weil,  Chalifengeschichte  I,  241. 
Anfang  (nach  der  Doxologie):  ^„JUs  ^1  (JJ  J^  ^^j~käxJ\  -Lx!^  jjjOxi^I  ^I 
i_j.Jof   Jl.    jOäJCJL+xi  y^ax    ^5^*>;l    «SJLc    ä-^j    X-Ut     --S^    'xia    jJÜI    ^-«is 

^     'l^yX«      ^^>     ^jj.«-.ävO     (^C>\L>      (sie)     SüoboJItXc     ^      Li   I      StXÄS^OsJÜ^ 

'(^(Xxol  sj'olju«  xJmj^  (sie)  ^^  2(5'  2>JL>I  cLajI  ^J•.u/^  o^Lu^.  s.<djl«i 
27  beschriebene  Blätter;  28X1'^  cm.  Schönes,  grofses,  vocalisiertes 
Nas/J  mit  1 1  Zeilen  auf  der  Seite.  Die  Seiten  sind  mit  Goldleisten  und 
schwarzen  Linien  eingefafst  und  der  Text  ist  mit  grofsen  goldenen  Punkten 
in  (willkUhrliche)  »^  getheilt.  Fol.  2",  26''  und  27"  sind  durch  Verwischen 
der  Schrift  beschmutzt. 

4)  Geschichte  der  Türken,  besonders  der  Osmanen. 

203.  [Diez  Fol.  61.] 

;>y^Js  8i>i>  i«jL*S',  lU'sprünglich  wohl  auch  (^  jwLjj^I  genannt,  ein  in 
osttürkischer  Spi-ache  abgefafstes  Buch  über  die  Schicksale  und  Kämpfe 
der  inneren  z>jI  und  äufseren  jiU  Oghuzen,  grofsentheils  einem  Manne  des 

*)  Bo  die  Ueberschrift. 

*)  Vgl.  Diez,  Denkwürdigkeiten  II,  402.     Unter  dem  Titel   «job  [)^jl.    T*^'J  )>^' 

existieren  noch   wenigstens    zwei    andere  Werke:    eine  Sammlung    alttürkischer  Sprichwörter, 

welche  auch    den  Titel   i^j»*«     JIjI  führt  (s.  oben  Nr.   34,i),   und  das  historische  Büchlein, 

welches    in    der  Wiener    Handschrift    Nr.   1001,«    enthalten  und  —  was  Flügel  entgangen 

ist  —  von  J.  F.  W.  Lagus  herausgegeben  worden  ist  (Helsingforsiae   1854.  8"). 

29» 


328  Türkische  Hanclschril'ten  204.  Geschichte. 

Namen-s  Dedeh  Qorqud  in  den  Mund  gelegt,  womus  sich  der  erste  Titel 
des  Buches  erklärt.  Näheres  Über  den  Inhalt  s.  man  bei  Fleischer  zur 
Dresdener  Handschrift  Nr.  86  und  in  Diez,  Denkwürdigkeiten  von  Asien 
II,  S.  399.  • —  Die  vorliegende  Handschrift  ist  eine  von  Diez  gefertigte 
Abschrift  des  Dresdener  Codex  '),  dessen  Seitenzahlen  (303)  auch  am  Rande 
angemerkt  sind. 
Anfang:  JtJ»^  '■J'l  "^y')^  (j*^'?^  '^^^  ij-f^.  "^^j  j»!A*«.Jf  xaXc  J^*"^ 

37  beschriebene  Blätter;  24,6X17  cm.  Gutes,  regelmäfsiges  Nas/t 
mit  3  4  Zeilen  auf  der  Seite;  die  Seiten  roth  mnzogen.  Auf  der  Titelseite 
(Fol.  l")  steht  i^ls^^l  ÄÄjLis  (jLJ  Jss^  ''V;>^  ^'^'^  v'-^^i  ^^oher  der  oben  ge- 
o-ebene  Titel  entnommen  ist. 

204.    [Diez  A.   4'\    14.] 

Der  Hauptinhalt  dieser  Handschrift  ist: 

1.  Fol.  12  —  232:  ^5^y>■  »y^  (Fol.  14",  letzte  Zeile),  die  in  osttürkischer 
Sprache  geschriebene  Geschichte  der  Mongolen  und  Tataren,  welche  von 
Abu  H  yäzi  Balladur  Xcin,  einem  Nachkommen  des  Öingiz  Zän  im  Jahre 
10  74  '•')  (beg.  5.  Aug.  1663)  begonnen  und  nacli  seinem  bald  darauf  erfolgten 
Tode  vcm  seinem  Sohne  Aha  "l  Muzaffar  wa  H  Manmr  Anusa  Muliammad 
Balladur  vollendet  wurde  (Desmaisons,  Traduction  p.  343).  Die  neun 
Capitel  v_jb,  in  welche  der  Inhalt  getheilt  ist,  uiub  von  welchen  nur  die 
zwei  ersten  mit  Ueberschriften  versehen  sind^),  beginnen  auf  Fol.  IS"*, 
24",  80",   135",    142''  letzte  Zeile,    152'  1.  Z.,    156-'  L  Z.,    162"  u.    168". 

Ueber  Ausgaben  und  Uebersetzunofen  s.  man  zunächst  Zenker  Nr. 
tV5 1—95  5;  die  neueste  und  beste  Ausgabe  mit  Uebersetzung  aber  ist  die 
von  Desmaisons  besorgte  (St.  Pdtersbourg    187  1   und    1874,  zwei  Bände). 


*)  nach  der  Art,  in  welcher  Diez  in  seinen  „Denkwürdigkeiten"  a.  a.  0.  von  der 
vorliegenden  Handschrift  spricht,  könnte  man  daran  zweifeln,  dafs  die  Abschrift  von 
Diezons  Hand  herrührt.  Dafs  dies  indessen  in  der  That  der  Fall  ist,  zeigt  nicht  nur 
der  Schriftzug,  sondern  wird  auch  von  Diez  in  dem  von  ihm  niedergeschriebenen  Kataloge 
seiner  Handschriften  ausdrücklich  gesagt. 

*)  so  steht  richtig  in  den  Ausgaben  (Qazan  p.  t"  Z.  13  und  Desmaisons  p.  I"  Z.    10); 

die    vorliegende  Handschrift    hat    dafür   774  '^\»-J    mÜ-^äJ    Sj-J   la*^.     '^  '  '  '"t  "^    '■^.)^'' 
(Fol.   14%  Z.  2  V.  u.). 

^)   Das  erste  obendrein  erst  nachträglich  und  von  fremder  Hand. 


Türkische  Handschriften  204.  Geschichte.         229 

Die  älteren  Uebersetzungeu  werden  von  Frähu  in  der  Vorrede  zur  Qazaner 
Ausgabe  (Zenker  951)  besprochen.  Hierzu  habe  ich  zii  bemerken,  dafs 
es  ein  IiTthum  ist,  wenn  daselbst  p.  IV  der  in  der  „Allgeni.  Historie  der 
Reisen  zu  Wasser  und  zu  Lande"  (Leipzig  1750.  4")  VII,  113tf.  gedruckte 
„Ursprung  und  Geschichte  der  Mongolen  und  Tartaren"  als  ein  Abdruck 
der  Messerschniidt' sehen  üebersetzung  bezeichnet  wird;  es  ist  vielmehr 
dieser  „Ursprung"  ebenso  wie  die  in  der  „Histoire  gcindrale  des  voyages" 
(i\  la  Haye  1749.  4".  IX,  38  und  Paris  1749.  8".  XXV,  lOO)  gedruckte 
,^Origine  et  histoire  des  Mongols  et  des  Tartares"  ein  blofser  Auszug  aus 
dem  Werke  des  Ahü  V  yäzJ,  und  zwar  (wie  die  Titelblätter  jener  Samm- 
lungen besagen)  ein  xu'sprünglich  in  englischer  Sprache  abgefafster  und  aus 
dieser  erst  in  das  Deutsche  und  Französische  übersetzter.  Ob  es  vielleicht 
dieser  englische  Auszug  ist,  von  welchem  Fr  ahn  a.  a.  O.  p.  III  als  von 
einer  im  Jahre  1730  erschienenen,  von  ihm  aber  nicht  gestehen en  englischen 
Üebersetzung  der  französischen  Üebersetzung  vom  Jahre  1726  (Zenker 
Nr.  95  2)  spricht,  kann  ich  nicht  entscheiden.  Ein  kurzes  Stück  ist  auch 
von  A.  Jaubert  im  Journ.  Asiat.  X,  271    übersetzt. 

Die  vorliegende  Handschrift  wird  von  Desmaisons  im  Bulletin  scien- 
tilique  de  l'Academie  de  St.  Petersbourg  IV,  230  besprochen  und  ist  von 
ihm  auch  zu  seiner  Ausgabe  benutzt  worden.  Sie  ist  ziendich  schlecht 
und  leidet  besonders  an  vielen  Auslassungen.  Das  erste  Blatt,  welches 
fehlte,  ist  auf  weifsem,  europäischem  Papier  ergänzt,  und  zwar  —  wie  eine 
auf  fol.  rect.  mit  Bleistift  aufgeschriebene  Notiz  besagt  —  von  Des- 
maisons. 

Ueber  die  von  Desmaisons  benutzten  Handschriften  vgl.  man  dessen 
Vorreden;    sonst    finden    sich    noch    Handschriften    des    Werkes    in    Upsala 
(früher    dem    Schweden    Schönström,    welchen    auch    Frähn    p.    III   er- 
wähnt, gehörig)  und  in   Paris  (s.   Journ.  Asiat.    VIII,   320   und  X,  231). 
Anfang  der  Ergänzung:     ^-äjj    ^^L**.,!   ^Jij    wyu<(ä5Ljj_i^    i.A*«L^lj   yx*-lcXÄj| 

der   lu'sprünglichen    Handschrift:     ^^Jtiü'jlj  ^äSLÄj-Jotj^fj    LjI    vä)LÄ-yj|jl-i. 
(Desmaisons  p.    1   Z.   7  v.  u.). 

Schlechtes  Nastaülq  mit  9  Zeilen  auf  der  Seite.  Abschrift  von  iX^ 
^j^  i^Ul  ^-=-La.  ,j.j|  zu  St.  Petersburg  sJüLwxjJüj  täJV^jjJ  an  einem  Donners- 
tage,   15.   Safar  jī-!    1150  =  14.  Juni    1737,   vollendet.     Auf  den  inneren 


3S0         Türkische  Handschriften  205.  Geschichte. 

Rand  des  Hinterdeckels  des  Einbandes  ist  eingestempelt:  „A  S.  Petersb. 
reli^  chez  E.  Backmann".  Wie  Diez  in  seinem  Kataloge  sagt,  erhielt  er 
die  Handschi'ift  von  dem  Abt  Hencke  zu  Helmstädt,  welcher  sie  seiner- 
seits wieder  von  dem  General  Grafen  von  Anhalt  zu  St.  Petersburg  er- 
halten hatte.  Vielen  Wörtern  ist  die  Aussprache  mit  lateinischen  Buch- 
staben ,  nicht  wenigen  auch  die  Bedeutung  in  deutscher  Sprache  beige- 
schrieben, beides  nicht  etwa  von  Diezens  Hand. 

Vor  und  hinter  der  Geschichte  des  Abu  'l  yäzl  sind  in  die  Hand- 
schi'ift  noch  einige  unbedeutende  Stücke  eingebunden;  nämlich: 

2.  Fol.  1  —  11,  Fragment  einer  Sammlung  von  kurzen  Erzählungen 
oder  Anekdoten  historischen  Inhalts.  Dieselben  beginnen  fast  ohne  Aus- 
nahme mit  den  Worten :  ^X  siX?}  ooI^in  ^^\s  LoI  . 

Anfang :     ^5  J»lt>w«/  xäa^ä  ti^AjULä-^   v^i>  ^^x^  ,^L)_  ;£Üa.LJL5'  xS"  (?)  »jj^jol 
Gutes  Diioäni-nasxtsi  mit   18  Zeilen  auf  der  Seite. 

3.  Fol.  232''— 234",  eine  Genealogie  der  Giray-Gh.s.\\Q  der  Qrhi,  von 
Gingiz  Xän  an. 

Anfang:     )y*-f:'J  {£^''y^  y^}^  *^5^'  U^  t5^>^  y^}^  '^^^^  o^  7^^ 

Flüchtiges,  14  zeiliges  Nasiaillq,  wie  es  scheint  von  dei'selben  Hand, 
welche  Nr.   1   schrieb. 

4.  auf  den  übrigen  Blättern,  von  verschiedenen  Händen  geschrieben, 
kurze  Aufzeichnungen  vermischten  Inhalts,  darunter  auch  noch  einiges  zur 
Geschichte  der  Tataren. 

238  beschriebene  Blätter;    19X14,6  cm. 

205.     [Diez  A.   8°.  51.] 

Diese  Handschrift  enthält  die  folgenden  vier  Stücke  zur  türkischen 
Geschichte : 

1.  ein  doppeltes  Verzeichnifs  der  osmanischen  Sultane,  mit  Angabe 
ihrer  Namen ,  des  Jahres  ihrer  Thronbesteigung  und  der  Dauer  ihrer  Re- 
gierung. Das  erste  Verzeichnifs  (Fol.  l'')  ist  von  anderer  Hand  geschrieben, 
als  die  übrige  Handschrift,  und  geht  bis  MiiJlammad  IV  (seit  1058);  das 
zweite  enthält  einen  Sultan  weniger,  indem  es  nui'  bis  Ibrähmi  I  (seit 
1049)  geht.  Dem  letzteren  Verzeichnisse  sind  auch  ein  paar  Zeilen  als 
Einleitung    vorausgeschickt,   welche   mit   den    Worten    beginnen:   i»>L*S'  Ijü» 


Türkische  Handschriften  205.  Geschichte.         231 

2.  Fol.    S"*:    VerzeichniTs   und   ganz    kurze    Geschichte    der   Statthalter 

von    Aegypten,    seit   der   Eroberung   im   Jahre    923    bis   zum   Jahre    1056. 

Der  erste,  nach  der  Eroberung  eingesetzte  Statthalter,  welcher  bei  Hammer 

Xodr  Beg  der  Tscherkesse  genannt  wird,    erscheint  hier  unter  dem  Namen 

<»tj.xül|   (i)wLo   <iSj   5w^;    der   im   Jahre    1056    eingesetzte   hiefs   Ilaidar-Aya- 

zädah  Multammad  Pasa. 

Anfang : 

'i*^:?'   ij^   ;5r"-^^   \J^  5-.«x«   o^ji'*   'jv?   ^jtX^lili»    i>.i 

3.  Fol.  le"":  der  Verfasser  iAli  Kätih,  von  welchem  wahrscheinlich 
auch  die  beiden  vorhergehenden  Abschnitte  heiTühren,  erzählt  in  der  Vor- 
rede, bei  der  Ankunft  des  ebengenannten  Statthalters  IJcddar-  Aya-zädah 
MuUammad  PaSa  in  Aegypten  sei  von  einem  der  Höflinge  die  Aeufserung 
gefallen,  dafs  eigentlich  die  Verwaltiuig  aller  Statthalter  mit  dem  Namen 
MuUammad  für  Aegypten  unglücklich  gewesen  sei.  Um  die  Richtigkeit 
dieser  Bemerkung,  welche  ihm  sofort  auffiel,  zu  beweisen,  schrieb  der  Ver- 
fasser das  vorliegende  Büchlein,  in  welchem  er  von  der  Verwaltung  fol- 
gender sieben  Statthalter,  seinen  Zeitgenossen,  handelt:  l)  Sarif  Miüiammad 
PaSa  (Fol.  17*;  bei  Hammer  Saiyid  MiiTiaminad  Pasa  genannt);  2)  Gür^i 
MuUammad  PaSa  (Fol.  20'');  3)  Qara  MuUammad  PaSa  (Fol.  23*;  bei 
Hammer  Oyuz  Mu/iammad  PaSa);  4)  Süfi  MuUammad  PaSa  (Fol.  SS*"); 
5)  Beh-  MuUammad  Pasa  (Fol.  37");  6)  LiU  cV.*:s?  |_a«IJlsä5'  (*So^e«Lfcl  Jy 
(Fol.  38*;  bei  Hammer  „Tabanyassi"  MuUammad  PaSa);  endlich  7)  Gu- 
wän  qapu^i-basi  olan  MuUammad  Pasa  (Fol.  4  0*").  Zuletzt  wird  noch 
Haidar-Aya-zädah  MuUammad  PaSa  als  der  soeben  in  sein  Amt  eingetretene 
Statthalter  erwähnt  und  die  Hoffnung  ausgesprochen,  dafs  seine  Verwaltung 
eine  glücklichere  werden  möge,  als  es  die  erwähnten  gewesen  waren. 

Anfang:     ^tX'l    v^  '^j^Xj'  yif^i    ^^"^    (j^'-*^  f^-^y^  T^i   'r^*^'    r!^   r? 

4.  Die  letzte  halbe  Seite  der  Handschrift  ist  angefüllt  mit  dem  An- 
fange eines  Berichtes,  welcher  die  Ueberschrift  wöU»  ^x  ^Cuä  &/i\jJlm 
(.^^  trägt  und  mit  den  Worten  -ol  ^^  Sjjov  JL*il  )y^y  'JLe  Jl^l  s^  be- 
ginnt. Verfasser  ist  wieder  lAli  Kättb,  und  die  Ereignisse,  welche  erzählt 
werden  sollen,  datieren  aus  dem  Jahre  1056,  als  iAll  Secretär  des  ver- 
storbenen SäliU  Beg  war. 

43    beschriebene  Blätter;    19,5X13  cm.      Sehr   deutliches,   in   seinem 


332         Türkische  Handschriften  206.  Geschichte. 

Zuge  etwas  zum  Diwänl  neigendes  Nnsxi  mit  15  Zeilen  auf  der  Seite. 
Auf  Fol.   35"''  und   43"  sind  längere  Stellen  ausgestriclien. 

206.     [Diez  A.   4".   76.] 

Eine   in    i/aö?iff?t'7- Versen   des   Metrums    Haza()   ^ |^ 1^--    S^' 

schriebene  Geschichte  der  osmanischen  Dynastie,  von  deren  Ursprünge  bis 
zum  Jahre  930  (beg.  10.  Nov.  15  23),  in  welchem  das  Buch  vollendet 
wurde  (s.  den  letzten  Vers).  Als  Verfasser  nennt  sich  mehrfach  ^)  ein  ge- 
wisser Öadldl,  von  welchem  Latifl -Chfihßrt  S.  131  und  Hammer,  Osm. 
Dichtkunst  II,  4  02  handeln.  Einen  Titel  finde  ich  innerhalb  des  Buches 
niclit  angegeben^);  auf  einem  Voi'setzblatte ,  auf  Fol.  1*,  auf  dem  Schnitte 
und  auf  einem  aufsen  aufgeklebten  Zettel  wird  es  jo«Lj,jU>-Lw  genannt, 
Hammer  a.  a.  0.  nennt  es  ^oobsLi,  11.  %.  II,  111,  2156  führt  es  imter 
dem  allgemeinen  Titel  [(.Jäj-«]  jjUie  Jl  ■^.■^  a.uf.  Den  Anfang  machen 
Abschnitte  zum  Lobe  Gottes,  des  Propheten  und  des  Sultan  Sidaimän  I, 
sowie  ein  Capitel  v_jb5' *.^  ,_^.w  ^c>\  der  letzte  Abschnitt  handelt  über  die 
Einsetzung  des  Grofsveziers  Ihrüläm  Pasa  (im  Jahre  929,  beg.  20.  Nov. 
1522). 

Das  Buch  -wii-d,  aufser  von  H.  X.  und  von  Hammer  a.  aa.  00.,  auch 
von  dem  letzteren  in  der  Geschichte  des  osmanischen  Reiches,  I,  xxxix,  37 
erwähnt.  Hammer  kennt  nur  die  vorliegende  Handschrift;  vielleicht  ist 
eine  zweite  im  Britischen  Museum  (Rieh  Nr.  1S7,  s.  Fundgruben  IV,  122) 
vorhanden.  Wie  schon  B.  X.  sagt,  spricht  sich  Said  ol-dln  über  den 
Werth  des  Buches  sehr  ungünstig  aus;  Said  nl-din's  Worte  werden  von 
Hammer,  Dichtkunst  II,  403  und  Osman.  Reich  I,  627,  mitgetheilt. 

Das  erste  Blatt  der  vorliegenden  Handschi-ift  ist  von  fremder  Hand  er- 
gänzt und  zwar,  wie  schon  das  verschiedene  Versmafs  beweist,  nicht  richtig. 
Anfang  der  Ergänzung: 

»Lu*/  äJJ   x.s^jL>   oolJvi'   i^*?'   iuikA^Ji^  sl-i   x-Lsl   cji^ljuv   ^^^i'.(   (<$mwJ(>   »S'I 

von  Fol.  2: 

i^j~fM>^  **^.l  (sie)  J^j-s?-  (jtXJ^  (j'**-'^'  Ä^L»*'  »t3*j'  (»^^y^^  iäS^s> 


1)  Fol.  2'"  Z.  4,  Fol.  4=»  Z.   11,  Fol.   196»  Z.  5. 

*)  möglicherweise  könnte  ein  solcher  im  Anfange  genannt  gewesen  sein,  wo  die  Hand- 
schrift defect  und  nur  scheinbar  ergänzt  ist. 


Türkische  Handschriften  207.  Geschichte.         233 

196  beschriebene  Blätter');  20,5X14  cm.  Gutes  Nasyl  mit  17  ge- 
spaltenen Zeilen  auf  der  Seite.  Seiten  und  S])alten  i-oth  uinzog-en.  Ab- 
schrift datiert  vom  17.  Sauwäl  1027  =  17.  Oct.  1618.  —  Auf  einem  der 
Aufsenseite  des  Vorderdeckels   aufgeklebten  Zettel  steht:    ^jHaJl«,  äxÜ^^UaJL*- 

207.     [Diez  Fol.   32.] 

yiUifi  Jl  .^jnLj,  eine  Geschichte  der  osmanischen  Dynastie  von  ihrem 
Ursprünge  bis  zum  Jahre  956  (beg.  30.  Jan.  1549).  Die  Erzählung  ist 
nach  Jahren  geordnet.  Aus  dem  Jahre  956  wird  nur  die  am  1.  Jü  '1 
Ri^jah  erfolgte  Rückkehr  des  Sultans  (Sulavmän  I)  nach  Konstantinopel  er- 
wähnt, und  zwar  mit  den  Worten:  t^itsvil  ^^3  sJoUwjJl  JJ^  w  v^äis  <S>^y^ 
^Jol  ^1^  *_>j^Af  ^JywlÄ«,T  »tXJLwslc  =   Gotha  Nr.    150   Fol.   83''  Z.   2. 

Nach  Hammer,  Osman.  Reich  I  S.  xxxvii  Nr.  32  und  H.  X.  11,  112, 
215  7  hiefs  der  (in  der  Handschrift  nicht  genannte)  Verfasser  des  vorliegen- 
den Werkes  Mnlhji  al-dtn  Gamäli  und  ist  eben  dieses  Geschichtswerk  das- 
jenige, welches  Gau  d i er  ^)- Spiegel  in  das  Deutsche  übersetzte.  Diese 
Uebersetzung  wurde  von  Hans  Lewenklaw  von  Amelbeum  herausgegeben, 
aufserdem  von  demselben  (Joannes  Leunclavius  nobilis  Angrivarius)  in 
das  Lateinische  übertragen  und  auch  so  veröffentlicht  ^).  —  Andei*e  Hand- 
schriften dieses  Geschichtswerkes  finden  sich:  in  Wien  Nr.  10  00  (U,  223), 
München  Nr.  82  und  83,  Gotha  Nr.  15  0,  im  Brit.  Museum  (Rieu  p.  4  6* 
und  251*'),  endlich  im  Privatbesitze  Emilio  Teza's  in  Pisa.  Den  anderen 
Handschriften  (und  auch  der  Uebersetzung  von  Gaudier-Spiegel)  gegen- 
über ist  der  Anfang  in  der  vorliegenden  Berliner  Handschrift  bedeutend 
erweitert:  den  ersten  drei  Zeilen  der  Gothaer  Handschrift  entsprechen  in 
der  Berliner  If  Seiten. 
Anfang:     jJjI  ^ )C>  ^I^  Jj^Kä  ;5>aäj         ^ö  ^tj  ^^Uaä  Jl  pJ^Cy  »iXjLäS' ^j 

5kS    yiS'olj    sJwAu    »JCo    fjiijÖjS'  *JotXJ^I    j^  ^l>       »JoLäT 


')  Leer  gelassen  ist  Fol.  77''  (ohne  dafs  etwas  fehlte)  und  ein  Stück   von  Fol.   140''. 

*)  So  wird  der  Name  in  den  Originalausgaben  von  Lewenklaw  resp.  Leunclavius 
geschrieben;  Hammer  schreibt  üaultier. 

*)  Es  liegen  mir  die  Ausgaben  deutsch  Frankfurt  a.  M.  1590  und  1595  (beide  in 
Folio),  lateinisch   das.    1588  (4«)  und   1596   (Folio)  vor.     Bei  Zenker  fehlt  das  Buch. 

Türkische  Handschiiften.  30 


ZSi         Türkische  Handschriften    208.  Geschichte 

115  beschriebene  Blätter;  28,6Xl'7,'  cm.  Grofses,  sehr  schönes, 
äufserst  deutliches  Nasyi  mit  21  Zeilen  auf  der  Seite.  Die  gewöhnlichen 
Rubricationen. 

208.  [Ms.  Orient.  Fol.  4  00.] 
i^^Äj  ^^'•■»j  Geschichte  des  osmanischen  Reiches  von  Sulaimän  I  bis 
zum  Tode  Muräds,  IV  (1049,  1640),  verfafst  von  Ihrälnvi  Beg ,  welcher 
von  seiner  Vaterstadt  Fünl'kirchen  ')  in  Ungarn  den  Beinamen  ^5^_^__> 
trug  ^).  Er  soll  nach  AJiniad  Öamfzädah  bei  a.  X.  VI ,  5  37,  14536  im 
Jahre  1061  (l65l)  gestorben  sein;  diese  Angabe  kann  indessen  nicht  richtig 
sein.  In  der  Gothaer  Handschrift  Nr.  1 5  1  nämlich  ist  dasselbe  Geschichts- 
werk enthalten,  aber  —  und  hierin  ist  der  Katalog  zu  berichtigen  —  mit 
zwei,  nicht  von  PeSewi  selbst  herrühi'enden  Fortsetzungen,  deren  erste 
vom  Tode  Mar  acta  IV  bis  zum  Jahre  105  9  2:eht  und  auf  Fol.  Ml''  mit 
|.ikXJI  ^^^^\  endigt;  die  zweite  führt  dami  die  Erzählung  noch  bis  1061 
fort  und  wird  am  Ende  gleichfalls  mit  -^JOI  ^.g.ijl  als  abgeschlossen  be- 
zeichnet. Der  Verfasser  der  ersten  Fortsetzung  nun  schickt  (Fol.  Va-p"  und 
föd")  derselben  eine  kurze  Einleitung  voran ,  in  welcher  er  sich  zwar  nicht 
nennt,  sondern  nur  als  (iLcLäJI  JaIü)  jx^aüJI  j*SS'  y*.'a  ^j  bezeichnet,  aber 
angiebt,  dafs  er  im  Jahre  1059  schreibe;  zugleich  nennt  er  den  Verfasser 
des  von  ihm  fortgesetzten  Werkes,  den  Ihrähim  Efendi  [PeSewl)  (.j-äj*^); 
der  letztere  mufs  also  im  Jahre  1059  (164  9)  bereits  todt  gewesen  sein. 
Ueber  Pe^ew«  und  sein  Werk  vgl.  man  Hammer,  Osman.  Reich  III  S.  v 
nr.   4,  IV  S.    600   imd  IX  S.    196  nr.   44,  imd  Rieu  p.   55. 


')  auf  ungarisch   Pecs;   Tgl.   Fundgruben  III,   261. 

*)  Auch  wurde  er  nach  Hammer,  Osman.  Reich  IV,  386  „der  junge  Beg"  genannt. 
Auf  dem  ersten  Vorsetzblatte  der  vorliegenden  Handschrift  steht  denn  auch  mit  Bleistift  ge- 
schrieben i^i  i^jJoLjf  üS^-Svi' •^►J^Li';   auf  dem  Schnitte  aber   i^  *a*I>oI  (^j.a|\J  -^-jAj- 

3)   Fol.   fel^''    Z.   4   T.   u.:    jtJLc   ^U.  ^^U-yl*  ^UiX^    r>"^7^    i5»J^'   iv^'t-?'    ij^} 

*5    Läü^    xaLöaJI   J^Jj    »a.oü>JI    y/SS'  jjJii    yi    ^j.^ji^\    jJj.=^ cS^'.JJ*   »J-'^^ 

xJ..^   i_5^iXij|    >Jj^    Cy^T^   ^5^^*^'    |*^*'r?'   Jl-*J'    it-Ul    cX*r^   '-'ji^ol    o>j-iLA;o   iU^yiy:d. 
iiXfjtXXjl    )y^^     ^f^^     |«<J^'     r'"*^'^     7"f^    )'^*-^^)    i^'y»    ijLkJLw    cdU^    sS^  (J-*^*^ 

^t>     'U_ys£'      kxM     ))^     (5^'     ^^^     ^    X^Jl5^   ^1^1    y>     ^^(Xoli.     ^^jOyS^yX     i>\yje     ^UsJLu 

'  (v^J-?'  ;^/^5  ^r^ <s^'^^y^  o*^'  ;r*^ 


Türkische  Handschi-iften  208*-''.  Geschichte.         235 

Die  Geschichte  der  eiuzehien  Sultane  nach  Sularniün  I  begmnt  auf 
folgenden  Blättern:  Saltm  U  Fol.  104*,  Muräd  III  Fol.  113'',  Maliammad  III 
Fol.  löl'',  ÄUmad  I  Fol.  184^  Mustafa  I  Fol.  20  2",  iUemän  II  Fol.  20  3", 
Mustafa  I  wieder  eingesetzt  Fol.   210^,  Muräd  IV  Fol.   212"'. 

Stellen  aus  dem  Werke  des  Pe^ewi  werden  in  Text  oder  Uebersetzung 
mitgetheilt  in:  Fundgruben  III,  261,  Archiv  für  Geographie,  Historie, 
Staats-  und  Kriegskunst  XIII  (1822)  S.  471,  Hammer,  Wiens  erste  auf- 
gehobene türkische  Belagerung  (Pest  1829.  8")  S.  98  und  139;  das  ganze 
Werk  ist  1281  und  1283  in  zwei  Bänden  in  Konstantinopel  gedruckt 
worden  (Journ.  Asiat.  1868,  I,  471  u.  484,  Trübner's  Record  Nr.  68.  69 
p.  138"  =  Catalogue  p.  112).  Handschriften  finden  sich:  in  Gotha  Nr.  151, 
Wien  Nr.  1057  u.  1058')  bei  Flügel  und  Nr.  266  bei  Krafft,  Dresden 
Nr.  381,  Kremsir  (Archiv  für  Geographie  a.  a.  0.),  Upsala  Nr.  283, 
Leiden  Nr.  955,  St.  Petersburg  (Catalogue  des  manuscrits  et  xylographes 
Nr.  530  und  Asiat.  Museum  S.  382  Nr.  28),  Paris  Nr.  7  2  (s.  Fundgruben 
a.  a.  0.),  und  bei  de  Sacy  Nr.  354.  In  allen  diesen  Handschriften,  mit 
Ausnahme  der  Gothaer,  von  welcher  bereits  gesprochen  ist,  und  der  einen 
Wiener,  geht  die  Erzählung  bis  zum  Jahre  1049. 
Anfang:     ^   ^jjU   ',_***=.   ^   LoiLw^   'JlJ6   iXaä   ^   'J^^l   vr*'   '^'•^ 

235  beschriebene  Blätter;  29  X  l?  cm.  Kräftiges,  hübsches  Talllq^ 
mit  31  Zeilen  auf  der  Seite;  die  Seiten  mit  einer  Goldleiste  und  drei 
schwarzen  Linien  umzogen;  am  Anfang  ein  lUnwän.  Auf  einem  vor- 
gehefteten  Blatte  steht  von  alter  Hand  „Francisci  Hock  m.  pia."  (?)  und 
darüber  „ex  lib.  Adolf  Wagner.     Vindob.   1/7   842". 

208*"^     [Ms.  Orient.    1308-1313.] 
Eine    Geschichte    des    osmanischen  Reiches,   von    der    Thronbesteigung 
Sultan    AlimcuVs,   III    am    5.   Bahn   1    1115    (=    19.    Juli    1703)    bis    zum 
5.  Rahll   I    1238    (=    20.   November   1822),   nach   den   officiellen   Reichs- 
geschichten des  RäSid,  Celehizädah,  Säml-^ähir-SuhTä,  llzzi,    Wüsif  Anwari, 


')  II,  263   und  264.     Nr.    1057  geht  bis   1049,    1058    nur  bis   1045  (nach  Flügel's 

Angabe).     Von  einer  Handschrift,  welche,    wie   die   von    Hammer,    Osman.  Geschichte  III 

und  IX  a.  aa.  00.  beschriebene    nur  bis   1041   gienge,  ist    in    dem  Flügel'schen  Kataloge 

nichts  zu  finden. 

30* 


236         Türkische  Handschriften  208*-^.  Geschichte. 

Nüri  Beg,  lÄsini  Efendi,  Sänizädah  und  Asiad  Efendi  bearbeitet  von  Is- 
mält  Ralimi,  Stattlialter  des  lyälat  der  Inseln  des  Weifsen  d.  h.  Mittel- 
ländiscben  Meeres,  Juwä^  ».^  r^'j^  oJLsl  ^\y  is*"^)  <J^^^-**''  •  Ismail  Ealiml 
bezeiclinet  sieb  selbst  nicht  als  Verfasser,  i-äJ^x  oder  Uü-^je,  sondern  als 
„Anordner"  v-aS**  des  Werkes,  und  in  der  That  ist  dasjenige,  was  von 
ihm  selbst  herrührt,  von  sehr  geringem  Umfang,  während  seine  Haupt- 
arbeit darin  bestand,  die  Geschichtswerke  seiner  obengenannten  Vor- 
gänger dadurch  abzukürzen ,  dafs  er  Abschnitte ,  welche  ihm  unwichtig 
schienen,  aus  denselben  entfernte.  Den  Anfang  von  Nr.  1308  machen 
Band  2  und  3  der  gedruckten  Ausgabe  des  Bäsid  (Zenker  Nr.  934,  wo 
fälschlich  4>-yi^  statt  iX-wU  gedruckt  ist),  und  die  Art,  wie  dieser  Druck 
von  Ismälll  RaJimi  für  eine  künftige  Abschrift  bearbeitet  ist,  ist  für  das 
von  ihm  beobachtete  Verfahren  besonders  lehrreich:  lange  Pai-tien  sind 
mit  Bleistift  oder  mit  rother  Dinte  durchstrichen,  ja  ganze  Blätter  —  wie 
z.  B.  gleich  II,  Fol.  4  bis  17  —  ausgeschnitten,  und  dafür  ist  nur  Weniges 
am  Rande  hinzugefügt. 

Auf  diese  beiden  gedruckten  Bände  des  RäSid  folgt  in  Nr.  1308  die 
in  der  angegebenen  Weise  umgearbeitete  Geschichte  des  Celehizädah ,  von 
einer  deutlichen  türkischen  iVas;(I-Hand  ohne  Vocale  mit  31  Zeilen  auf 
der  Seite  geschrieben;  Anfang  wie  in  der  Ausgabe  (Zenker  Nr.  935). 
Das  Ende  des  CeleMzädoh  fällt  auf  Fol.  412*';  auf  Fol.  413"  steht  dann 
der  Abschnitt  ^\y^\  JU.  JL*Ä.t  aus  Sämi- Sahir- Suhlii  (Zenker  Nr.  936) 
Fol.  4"  Z.  3  V.  u.,  und  die  Auszüge  aus  diesem  Geschichtswerke  gehen 
nun  fort  bis  Fol.  9''  Z.  12  v.  u.  des  Druckes;  darauf  folgt  noch  ein  Ver- 
zeichnifs  der  Grofsveziere  und  der  Saix  al  isJäm  unter  Älimad  III,  und 
hiermit  schliefst  dieser  Band,  welcher  also  die  Geschichte  der  ganzen  Re- 
giei'ung  des  genannten  Sultans,  von  seiner  Thi'onbesteigung  bis  zu  seiner 
Entthronung,  enthält.  Auf  Fol.  1 0""  findet  sich  das  Porträt  des  Sultans 
(und  eines  seiner  Söhne?).  Der  ganze  Band  hat,  die  beiden  gedruckten 
Bände  des  Räsid,  welche  Fol.  1  —  279  füllen,  eingerechnet,  420  Blätter 
von  30  X  19,5  cm.  Auf  Fol.  l"  ist  das  Siegel  eines  gewissen  ÄTimad 
(vollständiger,  wie  darüber  steht,  ^jaöSv/i  iJ^^\  ^jI  tX*a.f  ^^^)  abgedrückt. 

In  Nr.  1309  folgt  zunächst,  von  der  gleichen  Hand  wie  die  vorige 
Handschrift  geschrieben,  nach  ein  paar  einleitenden  Worten  die  Fort- 
setzung des  ^jäao^  j^^^  J5*l«  i^i^  (erstes  Capitel:  ■1\  ^j^^-*^  u-^-^-  ^y^j 


Türkische  Handscliriften  208*  '^.  Geschichte.         337 

=  Ausgabe  Fol.  9'')  bis  iS.  549,  wo  dieses  Geschichtswerk  mit  dem  Capitel 
cjoL**»,  «jLuuL  Liü  ^^^'^y^!^  cJ*^'  ßi^digt.  Nach  einer  leer  gebliebenen  Seite 
(550)  folgt  dann  von  S.  551  an  das  Geschichtswerk  des  ilzzi,  imd  zwar 
von  den  Worten  »i^tjJLüx  Ja**j^  /^'-'^  -^^=^  ^^^  (Fol.  2^  Z.  C  der  Ausgabe, 
Zenker  Nr.  937)  bis  zum  Schlufse  auf  S.  9  33.  Die  letzten  Seiten  der 
Handschrift,  934  —  945,  enthalten  dann  noch  ehi  Stück  aus  dem  vs>-j;^' 
^£tXXi\  i-ä^l^,  beginnend  mit  den  Ereignissen  des  Jahres  1166  (S.  7  letzte 
Zeile  der  Ausgabe  von  Büläq  1246,  Zenker  Nr.  939)  und  schliefsend 
mit  den  Worten  (^lXJjI  ^Ij>>j  i>^ii>.  (das.  S.  27  Z.  8  v.  u.).  Die  Hand- 
schrift enthält  also  gerade  die  Geschichte  der  Regierung  llalimüd's  J,  1143 
—68  =  1730  —  54,  dessen  ßild  aiich  dem  Anfange  beigefügt  ist.  Ein 
Verzeichnifs  der  Grofsveziere  und  der  Saix  «^  islüm,  welche  während  seiner 
Regierung  fungierten,  ist  am  Ende,  eine  Aufzählung  der  einzelnen  Capitel 
mit  Blattweiser  am  Anfange  hinzugefügt.  Von  S.  5  51  an  eine  kräftigere 
A^as;^r-Hand.  Die  Handschrift  ist  mit  rother  Originalpaginierung  versehen, 
welche  bis  If^«  geht;  dazu  kommen  noch  16  Blätter  Inhaltsverzeichnifs  und 
das  Blatt  mit  dem  Porträt  des  Sultans;  zusammen  also  enthält  die  Hand- 
schrift 490  Blätter. 

Nr.  1310  enthält,  wieder  von  derselben  Hand  wie  Nr.  1308  und  die 
erste  Hälfte  von  1309  geschrieben,  die  Geschichte  der  Regierungen  iU6- 
mänJs,  IH  und  Mustafas  HI,  1168-71  =  1754-57  und  1171  —  87  = 
175  7  —  73,  aus  dem  Werke  des  Wäsif.  Nach  einer  kurzen  Einleitung  des 
Ismälll  EoJimt  folgt  Wäsif  I,  28  J.I  ^c*^  c^Jt>..o  j-j^äJj  La.?!  bis  H,  170 
Z.  4  i5JJLjI  JSjo.  Am  Anfange  werden  auf  acht  Blättern  sämmtliche  in 
dem  Bande  enthaltenen  Capitel  aufgezählt  mit  Angabe  des  Blattes,  auf 
welchem  jedes  beginnt;  dann  folgt  das  Poiträt  lüQmän's  HI,  während  das 
Mustafas,  zwischen  S.  3 1  und  3 2  eingefügt  ist.  Rothe  Originalpaginierung 
bis  t"«*);  Gesammtzahl  der  beschriebenen  (resp.  bemalten)  Blätter   164. 

Nr.  1311  enthält  die  Geschichte  der  Regiening  des  Sultans  iAhd  al 
Hamid,  1187—1203  =  1773  —  89,  nach  Wäsif  und  Anwarl ;  s.  Zenker 
Nr.  940^),  Hammer,  Osman.  Reich  IX,  209  nr.  105,  besonders  aber 
V.  ScJilechta-Wssehrd  in  Deiikschr.  der  Wiener  Akademie,  Phil.-hist. 
Cl.  VHI,  3.     Der   Band    enthält    erst    10    Blätter  Inhaltsverzeichnifs,    dann 


*)  Die  Ausgabe  des  Anwarl  ist  mir  nicht  zugänglich. 


238         Türkische  Handschriften  209.  Geschichte. 

ein  Blatt  mit  dem  Porträt  lAhd  al  Ramld's,  dann  25  3,  die  Geschichte  ent- 
haltende Blätter,  welche  mit  rother  Dinte  von  1—506  paginiert  sind. 
Dieselben  zwei  Hände,  wie  in  Nr.   1309. 

Nr.  1312  umfafst  die  Geschichte  der  Regiermigen  Salim's  III  (1203— 
1222  =  1789-1807)  und  Mustafas,  IV  (1222-23  =  1807-8),  erzählt 
nach  Wäßif,  Anwari,  Nun  (s.  Hammer,  Osman.  Geschichte  IX,  223  nr.  107 
und  V.  Schlechta- Wssehrd  a.  a.  0.  S.  9)  und  lÄsim  (v.  Schlechta 
S.  10);  diese  seine  Quellen  giebt  der  Verfasser  ausdrücklich  in  einer  eigen- 
händigen Bemerkung  auf  Fol.  2^^  an.  Ein  Inhaltsverzeichnifs  fehlt  diesem 
Bande;  auf  Fol.  1  und  282  finden  sich  die  Porträts  der  genannten  Sul- 
tane; der  Band  hat  345  beschriebene  Blätter  und  ist  ganz  von  der  dün- 
neren der  beiden  erwähnten  Hände  geschrieben. 

Nr.  1313  endlich  enthält  die  Geschichte  der  Regierung  MaMmüd's  II, 
von  seiner  Thronbesteigung  im  Jahre  1223  (1808)  bis  zum  5.  Bahll  I 
1238  =  20.  Nov.  1822.  Die  Quelle  Ismäill  BaJiml'ä  für  den  vorliegen- 
den Band  ist  zunächst  Bänizädah  MuJiatnmad  iAtä-alläh  (v.  Schlechta 
S,  11),  wie  dies  Fol.  2*"  Z.  3  v.  u.  ausdrücklich  gesagt  wird;  dafs  es  von 
Fol.  322''  an  Aslad  Efendi  (v.  Schlechta  S.  12)  ist,  ergiebt  sich  mit  ziem- 
licher Sichei'heit  aus  einer  Vergleichung  mit  den  Capitelüberschriften  dieses 
Werkes,  wie  dieselben  v.  Schlechta  S.  43  Anm.  26  mittheilt.  —  Dieser 
Band  enthält  34  2  beschriebene  Blätter  und  ist  zum  gröfseren  Theile  von 
der  kräftigeren  iVas;^I-Hand  geschrieben.  Weder  Inhaltsverzeichnifs,  noch 
Porträt  des  Sultans  sind  vorhanden. 

Saffianbände  mit  Goldverzierung,  die  vier  ersten  grün,  die  zwei  letzten 
braun. 

209.  [Diez  A.  4«.  53.] 
&Ä.<iK*Jl  j^,  eine  vorhersagende  Geschichte  der  tüi'kischen  Herrscher 
bis  zum  70"''",  resp.  60"'™,  ursprünglich  verfafst  von  einem  Derwisch  Mu- 
Uammad  und  dann  wieder  hergestellt  und  erneuert  von  einem  Manne, 
welcher  gleichfalls  Mullammad  hiefs  und  sich  deshalb  MuHammad  den 
zweiten  ^ü  tXZ^  nennt.  Diez  sagt  über  das  Büchlem:  „Das  Meer  der 
Entdeckungen  soll  nichts  anderes  als  eine  prophetische  Geschichte  des  Os- 
manischen  Reichs  sein,  die  bis  zum  siebenzigsten  Regenten  hinaufreichen 
soll,  obgleich  in   meinem  Exemplar  das  Büchlein   mit  dem  sechzigsten  ab- 


Türkische  Handschriften   209.  Geschichte.         239 

schliefst Das  Werkchen  wird  in  der  Einleitung  einem  Derwisch 

Muhammad  zugeschrieben  und  es  wird  gesagt,  dafs,  da  es  in  vielerlei  Hände 
gerathen,  sich  manche  Fehler  eingeschlichen  hätten,  wodurch  der  Sinn 
entstellt  worden,  und  dafs  deshalb  der  Herausgeber  damit  beschäftio-t  ge- 
wesen,  die  richtigen  Ausdrücke  wieder  herzustellen ,  so  dafs  nun  das  Buch 
unterm  Titel  „Meer  der  Entdeckungen"  erscheine.  Der  ursprüngliche 
Verfasser  habe  sonst  im  christlichen  Mönchsstande  gelebt.  Nachdem  er 
sich  aber  zum  Islam  bekehrt,  habe  er  vier  Jahre  lang  im  Dienste  des 
Scheichs  Abdurrahman  Buchari  gestanden.  Die  angebliche  Unterredung 
zwischen  beiden  macht  also  den  Inhalt  des  Büchleins  aus. 

Der  Derwisch  nämlich  hat  die  Nachricht  erhalten,  dafs  Murad  III  im 
Kriege  mit  den  Oesterreichern  nicht  glücklich  gewesen.  Der  Scheich 
tröstet  ihn  aber  bald  nachher  mit  dem  Gesicht,  welches  er  gehabt  haben 
will,  dafs  Muhammed  III,  Murads  Nachfolger,  über  den  Feind  gesiegt 
und  die  Vestung  Eghri  (Erlau)  in  Ungarn  erobert  habe.  Der  Derwisch 
hndet  dies  auch  hinterher  durch  die  öffentlichen  Nachrichten  bestätigt. 
Dies  giebt  ihm  Gelegenheit,  tiefer  in  die  Osmanischen  Angelegenheiten 
einzugehen  und  der  Scheich  äufsert  darüber  grofse  Hoffnungen  für  die 
Zukunft,  und  so  nimmt  das  Prophezeien  seinen  Anfang,  Der  Verfasser 
des  Büchleins  will  glauben  lassen,  dafs  beide  Personen  unter  Muhammed  III, 
der  von  1003  bis  1012  (1594—1603)  regierte,  gelebt  hätten,  und  dafs 
alles,  was  von  den  nachfolgenden  Kaisem  gesagt  werden  wird,  als  Vorher- 
sagungen angesehen  werden  müfste.  Denn  diu*ch  des  Scheichs  Wunder- 
thätigkeit  wird  der  Derwisch  mit  ihm  um  Mitternacht  dem  grolsen  Thore 
gegenüber  hinversetzt,  was  in  den  Kaiserlichen  Pallast  führt,  und  der  Der- 
wisch wird  von  ihm  aufgefordert,  auf  die  Zeichen,  welche  geschehen  sollen, 
aufzumerken  und  sie  aufzuzeichnen.  So  kommt  denn  aus  jenem  Thore 
jeder  künftige  Sultan,  einer  nach  dem  anderen,  mit  gewissen  Kennzeichen 
hervorgetreten.  Der  Derwisch  sagt,  was  er  sieht,  und  der  Scheich  erklärt 
aus  den  Zeichen  die  künftigen  Begebenheiten  des  künftigen  Sultans,  welchen 
er  jedesmal  mit  Namen  bezeichnet.  Da  alle  als  künftig  vorgestellte  Sul- 
tane bis  zum  Sultan  Ibrahim,  der  von  1049  bis  1058  (1639—1648)  re- 
gierte, bei  den  Namen  genannt  werden,  welche  sie  geführt  haben:  so  ist 
kein  Zweifel,  dafs  die  Posse  unter  der  letztgedachten  Regierung  geschrieben 
worden.  .  .  .   Nach    Ibrahim   aber,   als    dem    18**"    Sultan,    erscheinen    alle 


340         Türkische  Handschriften  21Ü.  211.  Geschichte. 

Sultane  unter  Namen,   welche   von    denen,    die   bis  jetzt   auf  dem  Throne 
gesessen,  nicht  geführt  sind  .  .  .  .". 
Anfang:     'uö>*Jlj  J^kJL  L^  J  ^j  '^_;ö^!^'l  ^  j.jT  J.ji=»  i^jjf  sli  J.*i.( 
26  beschriebene  Blätter;   2u  X  l'*)^  cm.     Gutes  Nas/i,  in  den  arabischen 
Stellen  vocalisiert;  auf  der  Seite  stehen    13  ZeUen.     Auf  einem  aufsen  auf- 
geklebten Zettel  steht:  l»ll  JoUic  p^-}-'  Ä**il^l  7=?  U^. 

210.     [Diez  Fol.   77.] 

Eine  Sammlung  von  Briefen,  Erlassen  und  Staatsschriften  jeder  Art, 
auf  die  Geschichte  der  Türkei  im  allgemeinen  und  den  Verkehr  der  Pforte 
mit  der  Preufsischen  Gesandtschaft  und  Regierung  im  besonderen  bezüglich. 
Die  grofse  Mehrzahl  der  vorhandenen  Schriftstücke  ist  französisch  oder 
italienisch  abgefafst;  der  Friedensvertrag  von  Kutschuk  Kainardsche  Avird 
Fol.  1 11  ff .  italienisch  und  gnechisch  mitgetheilt.  Türkische  Aktenstücke 
und  Briefe  finden  sich  auf  Fol.  181  —  188  und  Fol.  329  —  386,  sämmtlich 
mit  lateinischen  Buchstaben  von  Diezens  Hand  geschrieben  und  zum  Theil 
mit  französischer  oder  italienischer  Uebersetzung  versehen.  Der  Inhalt  sind 
ofticielle  Schreiben  und  Briefe  halb  officieller,  halb  privater  Natur,  die 
letzteren  zum  Theil  von  Diez  an  türkische  Würden ti-ägrer  gerichtet:  auch 
TaVTpf-Gedichte  finden  sich  auf  Fol.  334,  335  imd  337.  Der  Umstand, 
dafs  die  mitgetheilten  türkischen  Schriftstücke  sämmtlich  auf  halben  Stand 
geschi'ieben  sind,  auch  vielen  derselben  am  Rande  eine  Art  Präparation, 
hie  und  da  auch  zwischen  den  Zeilen  eine  theilweise  Uebei'setzung  beige- 
fügt ist,  läfst  vermuthen,  dafs  Diez  diese  Ab-  und  Umschriften  zu  seiner 
eigenen  Uebung  im  Türkischen  angefertigt  haben  dürfte. 

Ein  Band  in  Grofsfolio  (38  X  24,6  cm)  mit  387  beschriebenen  Blättern 
verschiedener  Gröfse  und  Schrift. 

^^ll*  [Petermann  725.] 
Der  im  Jahre  930  (beg.  10.  Nov.  1523)  verstorbene  Idrls  al  BadllsT 
verfafste  in  persischer  Sprache  eine  Geschichte  der  acht  ersten  osmanischen 
Sultane,  welcher  er  den  Titel  o^;;>.^,.,;  ^:>-cijo  „die  acht  Paradiese"  gab; 
s.  H.  X.  VI,  50  0,  14406  und  die  zur  hiesigen  persischen  Handschrift  Nr. 
440  (S.  430  des  Kataloges)  beigebrachten  Nachweise.  Die  vorliegende 
Handschrift   enthält,   aus    diesem  Werke   (welches   hier   stets   oui^.  owcijo! 


Türkische  Handschriften  212.  Geschichte.         341 

genannt  wird)  ausgezogen  und  türkisch  bearbeitet,  die  Geschichte  des  Sul- 
tans Murad  II  (reg.  824  —  855  =  1421  —  1451).  Das  Ganze  ist  eingetheilt 
in  24  Abschnitte,  welche  in  der  Vorrede  J-*2j,  in  dem  Buche  selbst  ^LÄ*>,lii 
genannt  werden;  vorausgehen  statt  der  in  der  Vorrede  (Fol.  h'",  letzte  Zeile) 
angekündigten  n^KdJifi  ^^^l,  mehrere  Abschnitte,  welche  über  Ereignisse, 
die  der  Thronbesteigung  Ilwäd's  vorausgiengen ,  luid  über  diese  Thron- 
besteigung selbst  handeln;  der  erste  Dästän  beginnt  dann  auf  Fol.  rt\ 
Als  Verfasser  nennt  sich  in  der  Vorrede  (Fol.  f",  ei-ste  Zeile)  Abu  Bahr 
al  mufii  ^)  ihn  al  vmfti  *).  Ein  (nicht  ganz  richtiges)  Inhaltsverzeichnifs 
mit  Blattweiser  ist  auf  zwei  Seiten  vorausgeschickt. 
Anfang:     ^^  jjijj  .ilj  Uaj  JiLii  ;3   yöVi  ^JtXij  Ljly>  jj^^  i3-'Lä-   J^l  tXvs» 

111")  beschriebene  Blätter;  21  X  ^^  <'ui'  Neues,  flüchtiges,  doch  im 
ganzen  deutliches  Nastalliq  mit  1 7  Zeilen  auf  der  Seite.  —  Auf  zwei 
nachgehefteten  Blättern  steht  noch,  von  fremder  Hand  geschrieben  und  in 
arabischer  Sprache,  eine  Angabe  darüber,  in  welcher  ßeziehiing  und  wozu 
die  einzelnen  Monatstage  gut  oder  nicht  gut  sein   sollen. 

212,  [Diez  A.  8°.  79.] 
Anekdoten  aus  dem  Leben  und  vom  Tode  des  Sultans  Sallm  I  (reg. 
918  —  926  =  1512  —  20),  von  Hasan,  dem  Lieblingsdiener  des  Sultans, 
seinem  Sohne  mitgetheilt,  und  von  diesem  (der  seinen  Namen  nicht  nennt) 
niedergeschrieben.  Das  Büchlein  ist  besprochen  und,  mit  Ausnahme  der 
Einleitung,  ganz  übersetzt  von  Diez,  Denkwürdigkeiten  I,  25  6  —  302.  Eine 
andere  Handschrift  findet  sich  in  Wien  Nr.  987  (II,  210),  zu  welcher 
Flügel  über  den  Verfasser  handelt. 
Anfang:     i^yj^as.    yS^  aS  x^al^vO   ^LJI    eSJLxi    'u-Lö   ^    7^^  'lt'-^^^    «^^^^ 

L_9«(Xjt    o^aAJS    yJ^M     ^^JyÄ/i     cXa£     »J 

Die  Schrift  über  Sahm  I  endigt  auf  Fol.  52*';  auf  fol.  rect.  des  fol- 
genden,  letzten  Blattes    steht   noch    ein    Gedicht    mit    der  Ueberschrift  \yjey 


*)  nicht  ganz  deutlich  geschrieben;  doch  glaube  ich  nicht,  dafs  andere  gelesen  werden 
kann. 

^j  die  vorhandene  Originalfoliierung  geht  bis  IH,  weil  sie  die  beiden  ersten  Blätter 
nicht  zählt  und  von  a1    statt   auf    I»  gleich  auf  (♦♦   springt. 

TOrkiacho  Uaudschrifteu.  31 


343  Türkische  Handschriften  213.  Geschichte. 

jjjXc  xJUI  ji-f-i.,  ,^j_-fl..x)  und  dem  Anfange:  vvO  ~a^(  ^^jo  vOwLi^o  JLiüts> 
J>ol.  Der  einzige  Dichter  des  Namens  Misri,  welchen  Hammer  (II,  196) 
bespricht,  starb  im  Jahi'e  939,  beg.  3.  Aug.    1532. 

5  3  beschriebene  Blätter;  19,6X12,5  cm.  Sehr  schönes,  ganz  vocali- 
siertes  Nas^i  uiit  11  Zeilen  auf  der  Seite;  die  Seiten,  mit  Ausnahme  der 
letzten ,  mit  einer  Goldleiste  und  schwarzen  Linien  umzogen ;  am  Anfang 
ein  hübscher  iünwän.     Auf  einem  aufsen    aufgeklebten  Zettel   steht:   ljLä^ 

Auf  Fol.  1"  sind  zwei  Siegel  (das  eine  zweimal)  abgedrückt;  in  dem 
einen    steht,   neben    vielen    Verzierungen,    blofs    >-b,   w^ ,   im    anderen    äaJLI 

218.  [Diez  A.  4».  43.] 
Eine  Geschichte  des  türkischen  Reiches,  von  dem  Feldzuge  MuJlam- 
mad's  I.  gegen  Kaffah  (Hammer,  Osman.  Reich  H,  138)  bis  zur  Belagerung 
Ofen 's  durch  die  Kaiserlichen  im  Jahre  937  =  1530/31  (Hammer  a.  a.  O. 
III,  105).  Die  Erzählung  beginnt  nach  dem  BismüJäh  ohne  alle  Einlei- 
tung  sofort   mit    den    Worten:    ÄJL4.J    j-Li^wj!    «laJI^^L*.    xaS'  J^m\    Jwc    ^y=>- 

J.I    v-J^iXjI    «JsUa.!     jjj|-Jöl    i^i^yJ^     y^.    j-^t^-^'    P^T^    »vL^Ä    »wol.S?    i_j^j.a5^. 

Innerhalb  des  Textes  wird  ein  Verfasser  nicht  genannt;  auf  Fol.  1* 
aber  hat  eine  fremde  Hand  angemerkt:  i^öJJ^  «^'^  ^)'^  (^  «ixs,  und 
in  der  That  enthält  die  Handschrift  zunächst  eine  sehr  abgekürzte  Re- 
cension  der  betreffenden  Abschnitte  aus  dem  ^^lyJI  _lj  genannten  Ge- 
schichtswerke des  Xwä(jah  EJendi,  d.  i.  Said  al-dln  (f  1008,  beg.  24.  Juli 
15  99);  s.  die  Ausgabe  von  Konstantinopel  1279  Bd.  I  S.  55  4  Z.  14  bis 
Bd.  11  S.  401.  Mit  dem  Tode  Salwi's,  I  (918  =  1512)  endigen  (auf 
Fol.  121")  die  Auszüge  aus  Said  al-din,  dessen  Werk  sich  ja  überhaupt 
nur  bis  zu  diesem  Ereiofuisse  erstreckt;  die  Erzählung-  der  folo-enden  Er- 
eignisse,  bis  9  27   d.  Fl.,  mufs  von  dem  Epitomator,  ohne  dafs  dies  irgend- 


')  so:  /  \ 


Oi-w^J 


Türkische  Handschriften  214.  Geschichte.         243 

wie  gesag-t  oder  angedeutet  wäre,  entweder  selbständig  hinzugefügt  oder 
irgendeinem  anderen  Werke  entnommen  sein.  Denn  dafs  diese  Fortsetzung 
der  von  Said  al-dln  selbst  angefertigten,  aber  nicht  veröffentlichten  Fort- 
setzung seines  Werkes,  welche  //.  X.  II,  9  2,  2045  erwähnt,  entnommen 
sein  sollte,  ist  doch  wohl  nicht  anzunehmen. 

Das  Werk  des  Said  aJ-din  ist  im  Jahre  1279  (beg.  29.  Juni  1862) 
in  zwei  Bänden  von  5  86  und  619  Seiten  zu  Konstantinopel  gedruckt  er- 
schienen (vgl.  Journ.  Asiat.  1863,  II,  262)  '),  nachdem  dasselbe  von  Bra- 
tütti,  Fodesta,  Lewenklau  und  Schlözer  bereits  benutzt  worden  war  (s. 
Flügel  im  Wiener  Kataloge  II  p.  244  Anm.).  Einzelne  Abschnitte  daraus 
sind  von  Garcin  de  Tassy  (Journ.  Asiat.  4,347;  8,306  und  340;  9,153)  und 
von  Gibb  (The  Capture  of  Constantinople.  London  1879.  8")  übersetzt 
worden.  —  Handschriften  finden  oder  fanden  sich  in  Dresden  Nr.  386 
(wo  man  s.),  München  Nr.  76-81,  Wien  (Flügel  Nr.  1026-1029  und 
Kr  äfft  Nr.  26  3),  Leiden  Nr.  947-949,  Paris  Nr.  63-65,  Oxford  Uri 
Nr.  1  und  4,  in  der  Ambrosiana  Nr.  24  3,  in  der  Vaticana  (Bibl.  Ital. 
XLVI,  35,116)  und  in  der  Bibliothek  des  Bäyib  PaSa  Nr.  977. 

159  beschriebene  Blätter;  20X14  cm.  Gutes,  17 zeiliges  Nas/i  von 
türkischem  Zuge;  Abschrift  datiert  vom  13.  Salhän  1078  =  28.  Januar 
1668;  als  Schreiber  nennt  sich  Midiammad,  bekannt  unter  dem  Namen 
lAuni-züdah.  —  Auf  einem  aufsen  aufgeklebten  Zettel  steht:  J>Ls  i^jUi' 
vf  ^.^  (sie)  J^ljCwf  (sie)  ^ti&StXJU  JöUit  »Liob  iXi^  ^UaJLw;  diese  Auf- 
schrift ist  aber  dann  kreuzweise  durchstrichen. 

214.     [Wetzstein  II,  408.] 
Auf  Fol.    24  8''   und    24  9"   dieser    Handschrift   steht    unter   der   Ueber- 
schrift  joUaJ-w  «JUI  tXXb»  ^üs-   ö\yo  ^jLkLJl  Sj-ää.  \j>-y^  [<X=>-  i\yo  eine  tür- 
kische  Proclamation    des   Statthalters   von    Syi'ien    (  ^-a^^^Xj^-LJo    ^L-i,    bil^>o 
pLi  kwjw^J  ♦S'y.l),    hl    welcher    die   am    8.  Ramadan  982    (=  22.  Decbr. 


')  nach  Zenker  I  nr.  945  und  Flügel  im  Wiener  Kataloge  II,  244  Anm.   soll  eine 

von  Kollar  besorgte,   den  türkischen  Text    und    eine    lateinische  Uebersetzung   enthaltende 

Ausgabe    des  Werkes    bis  Muräd  I    im  Jahre   1755    in  Wien    erschienen    sein.      Nach    einer 

gütigen  Mittheilung  des  Herrn  Dr.  J.  Kai  t  enleitne  r  hat  das  auf  der  K.   K.  HofLibliothek 

in  Wien  befindliche  Exemplar  dieser  Ausgabe  kein  Titelbhilt  und  bricht  mit  S.   64   ab;    die 

Ausgabe  scheint  also  im  Druck  nicht  vollendet  worden  zu  sein. 

31» 


244         Türkische  HandscKriften  215.  Geschichte. 

1574)  erfolgte  Thronbesteigung  des  Sultans  Muräd  III  (ihn  Saltm)  bekannt 
gegeben  wird.     An  den  Rand  ist  ein  Tn'rix  auf  dieses  Ereignifs  (t>lj-JI  f<ÄjD 
=  982)  geschrieben. 
Anfang:     '(.ly:^:^",  ;tXii.'t   ,3   '^ÜäJl   .TyJ3\  y^  '  .\^\   ^y^l|  ^1 

Derbes,  deutliches  Nastaütq;  Gröfse  der  Blätter:   20,5  X  13,5  cm. 

215.     [Diez  A.   8°.    17.] 

Die  unter  dem  Titel  üSaj  ('  xs.^"  L'Lu>  bekannte  Staatsschrift  über  die 
Ursachen,  welche  den  Verfall  des  osmanischen  Reiches  herbeiführten,  von 
Qoja  Beg  im  Jahre  1040  (heg.  10.  Aug.  1630)  verfafst  und  dem  Sultan 
Muräd  IV  (reg.  1032  —  49  =:  1623  —  40)  überreicht.  Dieselbe  ist  von 
Behrnauer  in  ZDMG.  XV  (l86l),  272ff.  übersetzt^)  und  zu  gleicher 
Zeit  (im  Jahre  1277  [1861])  in  Konstantin opel  gedruckt  worden  (s.  Biblio- 
thek der  D.  Morgenl.  Ges.  I,  26  nr.  463  und  Journ.  Asiat.  1863,  II,  231 
nr.  134);  auch  ist  ein  Stück  daraus  (=  ZDMG.  XV,  275 f.)  in  die  li^ 
jujUic  cyLwol  des  Ahü  'l-diyä  Taufiq  (2*'  Auflage,  Konstantinopel  130  2, 
8",  p.  31—36)  aufgenommen.  —  Hauptsächlich  über  die  vorliegende  Schrift 
handelt  auch  das  Buch  von  W.  D.  Smirnow  „Kyinöeii  röMiopÄ»aincKiS  ii  Apyrie 
ocMaHCKie  nHcaxejH  XVII  Bfea,  o  npH^iHaxi.  yna^Ka  Typrün"  (St.  Petei'sburg  1873. 
S"');  eine  russische  Uebersetzung  derselben  findet  sich  dort  auf  S.   7 Off. 

Die  roth  geschriebene  Ueberschrift  lautet  in  dfem  vorliegenden  Codex 
folgendermafsen :  \yJ^'^  JtXCji>  ü^  xä-ö'  Jxs.»ji'  -^^Ji  »äSyo  to-^— »  L'Lw* 
«jJiL*   )^'^    xÄJji>   jjojö  v-sjJ^I  \jc\^   f>j^   Xuisy^^^   lilyjc    ^UaJL«    olJJu    (sie)  ^JiLi 

^^y^\yji    ^iXiMjtyim     i^ySJue    sLiijLj.     y?.y^     (^ic)     ULvn     >^     sJjJLXlw     cjUsjkiso    (^jJLxÄjo 
\(XMkt.^i  )y^^  {S*"\  ***»»^   )'-^'    O?^  i«j«-'«l  v_*A*«/   yM.*>.U   LaäI   »^ö3 . 

Andere  Handschriften  finden  sich  in  Wien  Nr.  1045  (II,  255), 
München  Ni-.  9  6  und  St.  Petersburg  (Manuscrits  et  xylographes  p.  4  76 
Nr.  DXXXIV).  Wenn  die  vorliegende  Handschrift  zur  Zeit,  als  Behr- 
nauer seine  Uebersetzung  arbeitete,  in  der  Berliner  Bibliothek  nicht  auf- 
gefunden werden  konnte  (ZDMG.  XV,  328),  so  dürfte  dies  daran  gelegen 
haben,    dafs    dieselbe   von  Hammer,    Osman.  Reich  V   p.  IX    nr.    12    und 


1)  80  hier;  sonst  wird  er  auch    i^xi    ,^i^  genannt. 
»)  vgl.  dazu  XVI,  271. 
')  Hb.  iuwa» . 


Türkische  Handschi-iften  216.  217.  Geschichte.         245 

auch  von  Diez  in  seinem  Kataloge  al.s  S",   auf  einem  aufsen  aufgeklebten 
rothen  Schilde  aber  al.s  4"  bezeichnet  i.st  und  also  wahrscheinlich  untei*  den 
Octaven  gesucht  wurde,  aber  unter  den  Qnai'tanten  aufgestellt  war. 
Anfang:     'JLiLo  toLoO  ^U  ^5lyj^^\   'JL*ävo  ^\(X^  (X*^  atXÄjLi"  ^^0 

39  beschriebene  Blätter;  19,5  X  13,5  cm.  Gutes  Nas'/i  mit  15  Zeilen 
auf  der  Seite.  Die  (von  Diez  in  seinem  Kataloge  übersetzten  und  nach 
dieser  Uebersetzung  in  ZDMG.  XV,  329  und  330  abgedruckten)  Capitel- 
Uberschriften  sind  roth  geschrieben,  die  Capitel  aber  nicht  gezählt. 

210.  [Diez  A.  4«.  75.] 
Geschichte  des  osmanischen  Reiches  von  10  99  (1687/8)  bis  1110 
(1704/5),  nach  Jahren  geordnet.  Da  die  Handschrift  ohne  alle  Einleitung, 
ja  selbst  ohne  BismüJäli  beginnt  und  auch  ohne  irgendwelche  Schlufsformel 
abbricht,  so  scheint  es,  dafs  wir  nicht  ein  in  sich  abgeschlossenes  Werk, 
sondern  nur  einen  Theil  eines  gröfseren  Werkes  vor  uns  haben.  Au.szu- 
finden,  welches  das  letztere  sein  möchte,  ist  mir  nicht  gelungen;  dem 
Werke  des  Räsid  gehört,  wie  eine  Vergleichung  mit  der  Konstantinopeler 
Ausgabe  beweist,  der  vorliegende  Band  nicht  an. 
Anfang:    rJ-^j    ia*^    sJö>.*oft    ^L+aJLw    ^jLkJ_w    ndJ^MüXjM    vyiis    jjLwJüs    kä5üu 

ivliicl      J-r?}}     5j-^-»0     ^JtXÄA»;ÄJlJ:.      ;^»i-w      ,0_>     ÄtXi'l       i^icVj^      ^tX»JLs.      (J^V 

iüLxAuLflv    f^j.jjj^    V)"'?'    1*^'^^^    r:!'^5    '">~^   i**^'»-?'   ^ r'^    'J-äj    L<iL>    ^ili.«2-c 

i_}fcAjvJ.     ^^}'>?     T^    *:?*-*"^?    iv)^*-^    (^•-^•■T^       *^.     ^•^''    C)'^)')5 

309  beschriebene  Blätter;  22  X  l-^v''  cm.  Schönes  NasyJ  mit  19  Zeilen 
auf  der  Seite.  Die  Seiten  sind  mit  einer  sfoldenen  Leiste  und  drei  schwarzen 
Linien  umzogen;  am  Anfang  findet  sich  ein  hübscher  iUnioän.  Auf  einem 
dem  Vorderdeckel  von  aufsen  aufgeklebten  Zettel  steht :  ^UzJL»   wsr?;'^'  ^LxS' 

welche  Angaben  nach  dem  oben  Mitgetheilten  zu  berichtigen  sind. 

217.     [Ms.  Orient.  4».  30  7.] 

Zwei  politische  Actenstücke  zur  türkischen  Geschichte;  nämlich: 

1)  Der   türkische  Text   des   im    Jahre   1699    zwischen    der   Pforte  und 

dem   Kaiser   geschlossenen   Friedens   von    Carlowitz.     Der   lateinische    Text 

desselben  ist  abgedruckt  bei  Dumont,  Corps  universel  diplomatique  Tom. 


346         Türkische  Handschriften  218.  Geschichte. 

VII,  2  p.  44  8;  den  türkischen  Text  der  zwanzig  Artikel  desselben  hat 
Räsid  in  seine  Geschichte  aufgenommen  (I,  Fol.  242"  Z.  5  v.  u.  bis  Fol. 
245"  Z.  4).  Sehr  sonderbar  ist,  dafs  das  Friedensinstrument  hier  nicht, 
wie  es  sein  sollte,  vom  24.  Rajab  1110  {RäSid  a.  a.  0.),  sondern  vom 
Ende  JsA«  des  Rabii  I    1127   (=  5.  April   1715)  datiert  ist. 

Anfang:     ,j^JI  (J-aä^JI  S^üil  ^ö  _LääJI  iv-vs»)-"  (j-'^^T^'  *^'  l****^  *^.J 

2)  Fol.  20'':  die  vierzehn  Beschwerde- Artikel,  aufweiche  hin  die  Pforte 
am  2.  Jü  'l  Jiigjah  1126  =  9,  Dec.  1714  den  Krieg  an  die  Republik 
Venedig  erklärte;  s.  Räsid  II  Fol.  100*'  Z.  6 f.  und  Hammer,  Osraan. 
Reich  VII,  175. 

Anfang:     iSX^  t^t^jj  j^^Sj.jy=»  »v^  (' soxajI^Xc    (^L^^o  «I^  i_j-ji 

19  und  12  beschriebene  Blätter;  23X17  und  23X16  cm.  Zwei 
verschiedene  i)ZiiJä?2j-Hände ,  beide  schwer  zu  lesen,  die  erste  aber  noch 
schwerer,  als  die  zweite;  in  beiden  Abschnitten  stehen  je  9  Zeilen  auf  der 
Seite.  —  Der  Innenseite  des  Vorderdeckels  ist  ein  Blatt  mit  richtiger  Be- 
stimmung des  Inhaltes  der  Handschrift  aufgeklebt. 

218.  [Diez  A.  4°.  5.] 
Diese  Handschrift  enthält  drei  Stücke,  welche  §ich  sämmtlich  auf  den 
Aufstand  beziehen,  der,  in  Konstantinopel  am  3.  Ralüi  I  1115  (=  1 7.  Juli 
1703)  begonnen  und  daiui  nach  Adrian opel  überti-agen,  zur  Absetzung 
Mustafas  II  und  Thronbesteigung  ÄJhnad's  III  (am  10.  Rabi^  II  = 
23.  August)  führte.  Von  allen  drei  Schriften  wird  weder  Titel  noch  Ver- 
fasser angegeben.     Es  sind  die  folgenden: 

1.  eine  Geschichte  jenes  Aufstandes,  benutzt  (und  zwar  in  der  vor- 
liegenden Handschrift)  von  Hammer  zu  seiner  Darstellung  desselben  (Ge- 
schichte des  Osman.  Reiches  VII,   74  —  86). 

Anfang:      ^xis^^u  xil^  04.fl>  o*./))    NLjuiciJi^sli»    ^(jumJS.   jLjio»»'«).(^.>    (jLäau^j 

2.  Fol.  51":  ein  Gedicht,  bestehend  aus  vierzeiligen  Strophen,  in  wel- 
chen die  beiden  ersten  Zeilen  [Misräi]  gar  nicht,  die  dritte  und  vierte 
aber  stets  auf  ^tX-y»  ^   i:y  -^   reimen.      Der   Inhalt   ist   eine   Satire   auf  die 


')  zum  Theil  verwischt. 


Türkische  Handschriften  219.  Geschichte.         Ü'S 

durch  jene   Revolution    ans    Ruder    gelangten    Beamten,    voran    den    Grofs- 
vezier  ÄJhnad  PaSa. 
Anfang : 

\lX*Jl!  y^  c>.jLjk>   &jLüO    ,^t\.Aj|     *AJ     |_^i^  l^^V*  ^■?  ^^^J^?)-"*   (»^-=»   l5t\^ie^J<-'^^  (ffS^ 

3.  Fol.  55":  eine  Erzählung,  welche  ihre  satirische  Spitze  gleichfalls 
gegen  die  Aufruhrer  von  1115  wendet.  Es  wird  berichtet,  wie  in  der 
8tadt  der  Kindheit  5tUjlx.o  SojJoc  die  Schüler  sich  gegen  ihren  Lehrer  em- 
pören, schliefslich  aber  gegen  einige  Concessionen  wieder  Frieden  mit  ihm 
schliefsen.  Derselbe  Aufsatz  steht  in  Nr.  327  Fol.  45'',  und  wird  dort  dem 
Nabi  Efendi  (f  1124,  beg.  9.  Febr.  1712)  zugeschrieben. 
Anfang:     äT^j»  ^  '-öj'yJj'  &äa.«j   >aJ2«o  v^^^  v-äjLk!   (sie)  sJUi^   »j»^'  v_*a«, 

59  beschriebene  Blätter;  22,6  X  16  cm.  Gutes,  türkisches  Nas/j  mit 
12  Zeilen  auf  der  Seite.  Alle  drei  Stücke  sind  im  Jahre  120  3  abgeschrieben, 
das  dritte  am  15.  Ralni  I  dieses  Jahres  (=:  14.  Dec.  1788)  vollendet. 
Diez  hat  die  Handschi'ift,  wie  er  in  seinem  Kataloge  angiebt,  für  sich  in 
Konstantinopel  schreiben  lassen.  —  Auf  einem  der  Aufsenseite  des  Vorder- 
deckels  aufgeklebten    Zettel   steht:    ^^ikX^    JL^    ^Jy\    xi>    ^-^sA'iy    aövol   »«jLäS' 

219.    [Diez  FoL   12.] 

Eine  Anzahl  von  Aufsätzen,  welche  sich  unmittelbar  oder  mittelbar 
auf  die  Geschichte  des  türkischen  Reiches  beziehen  und  Ereignisse  behan- 
deln, welche  um  das  Jahr  1135  d.  Fl.  (beg.  12.  Oct.  1722)  oder  in  diesem 
Jahre  selbst  stattfanden.  Die  Mehrzahl  dieser  Ereignisse  ist  unwichtiger 
Art,  wie  Ein-  und  Absetzung  höherer  Beamten,  Feste,  welche  türkische 
Würdenträger  in  Konstantinopel  oder  L/iräyän  gaben,  Verordnungen  über 
die  kaiserlichen  Moscheen  u.  dgl.  m.  Von  gröfserer  Wichtigkeit  ist  ein 
Aufsatz  (Fol.  5*'  — 40^*),  welcher  über  die  Ursachen  und  Ereignisse  handelt, 
welche  den  Verfall  der  ^'a/fwüZ  -  Dynastie  und  das  Emporkommen  des  Af- 
ghanen Mir  MaJimüd  in  Persien  herbeiführten  (oIäa^  |V=£^  oJ^>>  Jf^\  ,_>a*« 
^jl^ioL?  c>y*^  y*je  j^L-ftJs),  und  ein  anderer  (Fol.  5  9''— 60")  über  die  Er- 
obeiiuig  der  Citadelle  von   Tiflis  (^j**aJLäj  äaJj>  ij-i). 

Die  Aufsätze  scheinen  kein  selbständiges  Ganze  zu  bilden,  sondern 
nur    ein    Ausschnitt   aus    einem    gröfseren    Werke    zu    sein.      Welches    dies 


248         Türkische  Handschriften  220.  Geschichte. 

Werk  etwa  sein  könnte,  habe  ich  nicht   ausfinden    können;   nur   das    kann 
ich  sagen,  dafs  die  Aufsätze  nicht  etwa  denjenigen  Werken  entnommen  sind, 
an  welche  man  zunächst  denken  mufs,    nämlich    denen  des  RäSid  und  des 
Öehhi-zadah  (Zenker  Nr.  934   und  935). 
Anfang:     sl-iJi.^  ^iy^  «.ÄJtX-x  ^51.aqj    äaj\   ^*~'j-^         (*~=^T^'    ä»^-**^'    *^'  i*-*«*^ 

Die  beschriebene  Sammlung  geschichtlicher  Aufsätze,  welche  mit  sehr 
schönem,  grofsem,  15 zeiligem  Nas^l  geschrieben  ist,  endigt  auf  Fol.  TO**; 
die  Ubi'igen  Blätter  der  Handschrift  sind  theils  leer,  theils  mit  mehr  oder 
weniger  unbedeutenden  Schreibereien  bedeckt.  Hervorgehoben  zu  werden 
verdienen  noch  auf  Fol.  7  2'' ff.  Anweisungen  zur  Vornahme  gesetzlicher 
Erbtheilung. 

83  beschriebene  Blätter;  28  X  ^'^  cm.  Auf  einem  der  Aufsenseite  des 
Vorderdeckels    aufgeklebten    Zettel    steht:    ej>^.o    J^-jLüJIj    xjoLjj    i^^^yi    i_>Lä5' 

220.     [Ms.  Orient.  Fol.   322.] 
Zwei    Staatsschriften    des    Bäyib    Mtülammad  PaM   (f   1176  =   1763; 
s.  Hammer,  Osman.  Reich  Vlll,   254    und  Osman.  Dichtkunst  IV,   177); 
nämlich : 

1.  ij.>ö^j  (J^jÄsi  (Fol.  5"  Z.  3),  der  Bericht  über  die  Friedensverhand- 
lungen zwischen  der  Pforte  und  Nadir  Sah  im  Jahre  1149  =  1736, 
welchen  Rayih  selbst  als  Bevollmächtigter  beiwohnte.  Eine  andere  Hand- 
schrift dieses  Werkes  findet  sich  in  der  Bibliothek  der  Orientalischen  Aka- 
demie zu  Wien  Nr.  CCLXXVII,  S.  105  des  Kataloges,  woselbst  Kr  äfft 
über  den  Inhalt  ausführlich  berichtet;  jene  Handschrift  ist  offenbar  die- 
selbe, welche  früher  dem  Grafen  Kzewuski  gehörte.  Osman.  Geschichte 
Vll  p.  VI  nr.  10  sagt  Hammer,  dafs  sich  eine  Handschrift  dieses  Werkes 
auch  in  seiner  eigenen  Sammlung  befinde;  ich  kann  dieselbe  aber  in  dem 
Kataloge  seiner  Handschriften  nicht  finden,  und  in  die  K.  K.  Hofbibliothek 
zu  Wien  ist  sie  auch  nicht  mit  den  übrigen  Hamm  er' sehen  Handschriften 
gelangt. 

Anfang:      sl^vl^  ^5Ü*^v.>_AJ>jJi    J^l    'Jou    if  ^ijU«^    r^j    '*^^^   <^^y    ^^^*^ 

2.  Fol.   81":    Bericht   über    die   Eroberung   von  Belgrad   und   den   auf 


Türkische  Handschriften  221.  Geschichte.  Zi9 

dieselbe  folgenden  Frieden  mit  Oester reich  im  Jahre  1739.  Dieser  Bericht, 
welcher  hier  luJU  (?)  ä^LciJtX.:^?  LiL  (Xj^  v^')  i^^—f^^U")'^r^  (jK.jov»^Jia>- 
st\.A_wUjvL^I  &AÄi  jjüjJf  Ä4jLä  »Jj^oKa»  |^jA.^^j'  (iS'jLj^-'  i''^  '^'r*^  über- 
schrieben ist,  pflegt  die  i^jL^a^y^'  des  Räyih  PaSa  zu  beginnen;  s.  die 
hiesige  Handschrift  Nr.   4  26;  in  Nr.   4  27  steht  er  auf  Fol.  35^ K 

Anfang:      i^jL*.*«!  v_Ajyx.   'cjwvaj.    \^i   k_jt*^i  ö-ä»   ^j»^   '"-^i^y*  Las   eJj  LÄ.s\i   ül 

96  mit  Originalfo liierung  versehene  Blätter,  von  welchen  75  —  80  und 
93  —  96  leer  sind;  26,5  X  1  ^  cm.  Hübsches  tüi-kisches  Nas'/i  mit  25  Zeilen 
auf  der  Seite.     Auf  Fol.    1"  zwei  türkische  Gedichte. 

221.  [Petermann  H,  537.] 
('äjoÜ—jj,  eine  poetische  oder  wenigstens  in  Verse  gebrachte  Erzäh- 
lung von  den  Kämpfen  und  Verhandlungen  zwischen  AJhnad  Pasa,  dem 
Statthalter  von  Baydäd,  und  Nadir  Sah  von  Persien;  s.  Hammer,  Osman. 
Reich  VIII,  3  8  ff'.  Als  Verfasser  wird  zu  Anfang  von  einer  fremden  Hand 
am  Rande  al-Saiyid  lÄbd  alläh  Efendi,  bekaiuit  unter  dem  Namen  Fa^ri- 
zädah,  genannt,  welchem  der  Titel  ^f^jJI  ^^  beigelegt  wird.  Das  Ge- 
dicht wurde  zwischen  1160  und  1175  verfafst;  nämlich  nach  dem  im 
Jahre  1160  =z  1747  erfolgten')  Tode  des  ARmad  Pasa,  welcher  (Fol.  4^") 
l*^Äwo  genannt  wu"d,  und  während  Sidaimän  PaSa  Statthalter  von  Baydäd 
und  Basrah  war  (Fol.  7°'  Z.  2  v.  u.);  der  letztere  aber  starb  nach  Ham- 
mer a.  a.  0.  S.  244  zu  Baydäd  im  Jahre  1175  =  1761. 
Anfang:      ^L^j'  \l  .ojr?  i^S^äj.  fjJ~f^  (j<,Lu«/«   1X4..=^  *J»-^§^^   JJ^ItXi». 

25  beschriebene  Blätter;  21,6X  15,5  cm.  Schönes,  grofses  Nas/l  mit 
13  gespaltenen  Zeilen  auf  der  Seite;  Ueberschriften  (Inhaltsangaben)  der 
Abschnitte  roth  geschiieben ;  Seiten  und  Spalten  von  goldenen  Leisten  und 
schwarzen  Linien  eingefafst;  am  Anfang  ein  einfacher  iUnwän]  auf  Fol.  1* 
sind  einige  Siegel  abgedrückt,  deren  Inschriften  unleserlich  sind. 


»)  Fol.  24''  Z.   G  V.  u.: 

I»Lää.   i^^xi   &J^I    ls.C)   ^  i^S  pl^J    ijj-t-i   i^tXJjl    ^f^   '^^TT'f 

In  der  Ueberschrift  ist  daraus  der  zwar  verwischte,  aber  doch  noch  deutlich  leserliche  Titel 
sJUÜI    Ok*j    _jä[JI]  geworden. 

*)   Hammer  a.  a.  0.   S.   99. 

Türkische  HandecbritteD.  32 


350  Türkische  Handschriften  222.  223.  Geschichte. 

222.  [Diez  A.  4».  30.] 
^jL^JC-c^'t  K-oiLia.,  der  von  dem  kretischen  Renegaten  Rasmi  AKmad 
Efendi  (f  bald  nach  1202  oder  1786  '))  als  Augenzeugen  verfafste  Bericht 
über  den  türkisch -russischen  Krieg-  von  1768—1774,  welcher  mit  dem 
Frieden  von  KüS'dk  Qainar^a  endigte.  Der  Bericht  "^)  ist  bekannt  durch 
die  von  Diez  —  und  zwar  nach  der  vorliegenden  Handschrift  —  ver- 
fafste und  im  Jahre  1813  veröflentlichte  Uebersetzung  desselben  (Zenker 
Nr.  9  49).  Auch  das  türkische  Original  ist  bereits  zweimal  in  Konstan- 
tinopel gedruckt  worden:  1282  (JAs.  1868,  1,  4  78)  und  1287  (das.  1871, 
11,  148  nr.  27).  Andere  Handschriften  finden  sich  in  Wien:  in  der  K. 
K.  Hofbibliothek  Nr.  296  (Flügel  II,  296,  wo  auch  die  Ueberschriften 
der  Abschnitte  türkisch  niitgetheilt  werden)  und  in  der  BibKothek  der 
Orientalischen  Akademie,  Kr  äfft  Nr.  CCLXXVII  (zwei  Exemplare,  deren 
eines  vernmthlich  das  Autograph  des  Verfassers  ist). 
Anfang:      »^a«^    !(^A..o    ^^aIöj    i^f«^!^  J^s:.    tXJ^ItV-i-   (^Lä^.    cX  »  ~.    i^^äjI 

äS'  sO  »j  f>\S^  ^tS-S^  ^t^j'  U^^7*^  C  Sj^-^i^^^L^i» 
45  beschriebene  Blätter;  23  X  15,5  cm.  Schönes,  deutliches  Nasyi 
mit  19  Zeilen  auf  der  Seite.  Abschrift  nach  einem  „aus  des  Verfassers 
Hause  gekommenen"  Exemplare  für  Diez  in  Konstantinopel  verfertigt 
(Wesentliche  Betrachtungen  S.  52)  und  am  2.  du  H  qaidah  1202  (= 
4.  Aug.    1788)  vollendet. 

228.    [Diez  A.  4«.   126.] 

„Sammlung  von  Berichten,  Befehlen  und  anderen  Nachrichten,  die 
sich  auf  den  Krieg  des  osmanischen  Hofes  mit  ßufsland  von  1787  be- 
ziehen.    Türkisch. 

Während  meiner  Gesandtschaft  zu  Constantinopel  liefs  ich  mir  im 
Gefolge    des    guten    Einverständnisses,    das    damals    zwischen    dem   PreuTs. 


*)  so  nach  Diez,  Wesentliche  Betrachtungen  S.  105,  der  im  Jahre  1202  noch  zu- 
gleich mit  ihm  in  Konstantinopel  war.  Es  ist  somit  ein  Irrthum,  wenn  ihn  Belin  im 
Journ.   Asiat.    1868,  I,  478  bereits  im  Jahre   1197  sterben  lafst. 

*)  über  den  Werth  desselben  spricht  sich  Hammer,  Osman.  Geschichte  VIJI,  331 
Anm.  a  aus. 

')  Hs.  mit    _  am  Anfang. 


Tiükische  Handschriften  224.  Geschichte.         251 

Hofe  und  der  Pforte  heiTsclite,  von  allen  erheblichen  Verhandlungen,  die 
den  Krieg  von  1787  betrafen,  Abschriften  von  der  Pforte  geben,  welche 
hier  zusammengebunden  sind.  Die  wichtigsten  Stücke  sind  S.  3  das  Mani- 
fest der  Pforte  gegen  Rufsland  vom  13.  August')  1787,  ein  Meisterstück 
im  gedrungenen  Ausdruck,  und  S.  25  —  26  der  zwischen  dem  Preufsischen 
und  Osmanischen  Hofe  im  Januar  1790  von  mir  geschlossene  Allianz- 
Tractat  mit  den  Unterschriften  und  Siegeln  der  türkischen  Bevollmäch- 
tigten als  des  Kaziaskiers  von  Rumelien  Mustafa  und  des  Reis  Eflfendi 
Raschid."  (Diez).  Dieser  Allianz-Tractat  ist  nicht  mehr  vorhanden;  das 
osmanische  Kriegsmanifest  beginnt  mit  den  Worten :  äju«jn  jÜL»!  ä-J-c  oJjiJ 
("  »Li.    i»5>ÄAAjlÄ  (^l_3Lt>    ^_jxil_o— «    /«-*U    5<^'»^;Lj  (^tX-j  (jLv^Xlw  3(>>ÄÄAj  ^.ÄJ.k> 

Die  Zählung  der  Blätter  geht  bis  25  (wobei  aber  die  5  aus  einer  an- 
deren Zahl  verändert  ist);  23  ist  leer,  mit  9  aber  sind  zwei  Blätter  be- 
zeichnet (9  und  9'').  Verschiedene  Gröfse,  wo  nöthig  durch  Einschlagen 
der  Blätter  auf  24X21,b  cm  reduciert. 

224.  [Diez  A.  4«.  127.] 
„Sammlung  von  türkischen  Uebersetzungen ,  die  sich  auf  den  Krieg 
von  1787  beziehen.  Diese  Uebersetzungen  sind  theils  von  Memoires  ge- 
macht, welche  ich  der  Pforte  in  Bezug  auf  die  Begebenheiten  der  dama- 
ligen Zeit  übergeben,  theils  von  anderen  Nachrichten,  welche  ich  der 
Pforte  von  anderen  Vorfällen  in  Europa  mitgetheilt  habe.  Nur  Seite  8  —  9 
macht  davon  eine  Ausnahme,  indem  es  eine  rohe  Handzeichnung  der  Ge- 
fechte ist,  welche  der  Capudan  Pascha  Hassan  Pascha  in  Egypten  zur 
Unterjochung  der  Beghs  von  Egypten  geliefert  hat."  (Diez.) 
Anfang   des    ersten  Stückes:     »JU^-'-?    Lxi^_«_c    «-LI    ^^y^   v»)Lä-j>LwL9>    «ä^ 

20  Blätter  verschiedener  Gröfse,  wenn  nöthig  durch  Einbiegen  auf 
eine  Gröfse  von   24  X  20   cm  reduciert. 


Zur    türkischen    Geschichte    gehören    noch:    Nr.    1,7    (Eroberung    Konstantinopels    und 
Aegyptens)  —  4,i    (Geschichte   der   osmanischen  Dynastie    bis  878  d.  Fl.)  —  5*,3i  (desgl., 


')  nämlich  alten  Stiles,   11.  Jü  'l  qaldah  1201. 
*)   so    scheint    dazustehen;    1.    Li.. 


32* 


252         Türkische  Handschriften  225.  Geschichte. 

bis  1032  d.  Fl.)  —  68  und  28*,i  ((c*«^}  »-«LjK»il. )  —  8,i  Kriege  Sallm'B  I  mit  den  Per- 
sern, 918-926  d.  Fl.)  —  20,4  (Tabelle  der  Sultane,  bis  Malimüd  I)  —  25  fol.  18''  (Be- 
richt über  die  Eroberung  der  Burg  von  Candia,  1080  d.  FI.)  —  fol.  26''  (desgl.  von  Cy- 
pem,  979  d.  Fl.)  —  fol.  44=*  (Erlafs  MuJiammad'a  IV,  die  Aufhebung  der  Weinschenkon 
in  Eonstantinopel  und  Brusa  betreffend,  vom  Jahre  1081  d.  Fl.)  —  27,i8  (v?ichtige  Daten 
aus  der  osmanischen  Geschichte)  —  28,i  (Vertheidigung  von  Kanischa  gegen  die  Oester- 
reicher  im  Jahre  1601  n.  Chr.)  —  29, le  (ein  grofshorrlicher  Erlafs  vom  Jahre  1083  = 
1673)  —  32  S.  3,  4  (Prophezeiung  über  die  Ereignisse  des  Jahres  1175  d.  Fl.)  —  S.  6 
(Aufzug  bei  der  Säbelumgürtung  Salmi's  III)  —  S.  8,  9  (Verzeichnis  der  türkischen 
Flotte)  —  S.  14  (Brautaufzug  einer  türkischen  Prinzessin)  —  S.  16  (Memoire  eines  preu- 
fsischen  Gesandten)  —  34,3  (Kosten  der  Feste  bei  Beschneidung  zweier  Prinzen)  —  4  (Be- 
richt über  die  Schlacht  bei  Iconium,  966  =  1559)  —  6  (die  Qädi-iashar  unter  Bäyazld  II, 
886-918)  —  36,3  (Revolution  von  1143  =  1730)  —  38,9, a  und  45,io  (Berichte  über  die 
Eroberung  von  Baydäd  im  Jahre  941  d.  Fl.)  —  39  fol.  4*  und  40,3  (desgl.  über  die  Er- 
oberung im  Jahre  1048  d.  FI.)  —  39  fol.  11"  (Friedenstractat  zwischen  der  Pforte  und 
Persien)  —  fol.  15*  (Bericht  über  die  Eroberung  der  Burg  von  Rawän)  —  fol.  17"  (desgl. 
über  eine  Eroberung  von  Baydäd)  —  fol.  44*  (juolJ4X.^£,  Vertrag  zwischen  dem  deutschen 
Kaiser  und  der  Pforte  vom  Jahre  1576  n.  Chr.)  —  fol.  45''  (Bestallungsdecret  des  Seld- 
schuken  iAlä  al-dln  für  lüOmän,  den  Stammvater  der  osmanischen  Dynastie)  —  fol.  61'' 
(Diplome)  —  fol.  70''  und  71*  (Verzeichnifs  der  Sultane  bis  lÄbd  dl  Hamid,  und  der  Grofs- 
veziere)  —  170,2  (Thronwechsel  in  den  Jahren  1168  und  1171)  —  204,3  (Genealogie  der 
Giräy-Ch&ue)  —  4  (zur  Geschichte  der  Tataren)  —  260,i5  (Bericht  über  die  Eroberung  von 
Temeswar  im  Jahre  1552)  —  499  fol.  34,  35  (Befehl  der  Pforte  an  die  Hospodare  der 
Moldau  und  der  Walachei  über  1785  dort  errichtete  preufsische  Consulate)  —  503  (Briefe, 
den  persischen  Krieg  von   1101/2  =  1592/3  betreffend). 


5)  Syrien. 

225.  [Petermann  727.] 
Ein  am  Anfang  und  am  Ende  defectes  Fragment  einer  Beschreibung  von 
Syrien  und  Damaskus.  Auf  Fol.  1*"  beginnt  Bäh  IV  mit  der  Ueberschrift : 
ijöjl  ^-«  (sie)  U^„*.*.'>  L/!^  \^.iü.^d^\  (3  eIa^j^I  y^  tjyi  ^J^  >^i>  ij  /*?Q^  v'-^^' 
JjCII  äjI^JI  ^  Ljxi  (jj4>  fj.xi^  (.LiLtI,  auf  Fol.  82*  Bäb  V  mit  der  Inhalts- 
angabe: jJUl  (sie)  ju«*=»  (*Li  vbi>  siXäaujoU»  t_jU  <äJoUj(j.jwAÄcj  (S^UoXm^jo  kjbi'^ 

Jbt.  —  Vgl.  die  folgende  Handschrift,  in  welcher  ein  gleich  eingetheiltes, 
aber  viel  kürzeres  Werk  über  denselben  Gegenstand  enthalten  ist. 


Türkische  Handschriften  226.  Geschichte.         353 

Anfang:  5tXAj.2«.LÄX  sÜjI  |»(Xw^(>  ^^^i  '[»t^NtVÄj  ^«.JuiS'  xää*«.!  (c*«*J.yJ 
Ende:  «y«.AiÄ.  ^jt\ji>vl  rwj^^^  J^l^    '^tXj>>  ^iXt.^y>>  (j'^'^J^  ^gXLiltXjjj"  jj'  jiuj 
115   beschriebene  Blätter;   25X^4   cm.     Gutes  Nastaihq  mit  21  Zeilen 
anf  der  Seite;  die  Seiten  mit  doppelten  rotheu  Linien  umzogen. 

226.     [Diez  A.  8°.   112.] 

(' i»ftj wii  -Li  »>J^Lj',    Legenden  über  Syrien    und    die    dort    befindlichen 

Heiligthümer.     Der  ungenannte  Verfasser  spricht  sich  über  Quellen,  Inhalt 

luid  Eintheilung  seiner  Schrift  in  der  Vorrede  folgendermafsen  aus:    x-b^-i 

^_*»,AAi*j  &^  ^(XM^\Li  '-Jv'-'jl  r''?"^'  ;j'^T-^'-^  i^-'^y^  äJL«^   *-?  j^r  iU   (•^-'jw 

uiT-jw^  U^j'  (jr*'^'*  '"^*-^^!'  lO'^^'^Vy'  (c*^-*^*^!  5<^'  ij'-*'?  |>JLjLäi  <i»ijoLi  oo^j 
^Jjt5\LAXi     «xäLxi    j^*«.A.*ä*j.     vtXjl    (jLaj    jjoLaJ.I.    (jL^pI    (c^i^j    St^'    (j'-^'?    ^jJjLäi 

S^XjI    ^;tAj    Jo^^J   U^j'    sJuIä    ü>J%Ji    i^Läi  (ji'^l    5(X«Li   '.liol^j    Jll   i^L    SjoL 

^LäJjI    ^O    »tXjü>^    pLi    (j^jl    »^iJ^    (jJLaJjI^    (^L^pI    ^5i>i>5    (j'^^-y'   /^';    v^ 

^^tS   ^^*«^     JjVJ     ^t)ol     ^jL*J     ^_jOI^     ij^^'     »4XjL«\     jis.|     ,j*,oL*.     *_jLj     '  \tVjl     ^^Iaj 

j^xf^  (^ Ji'iLffj  (i^jjj  frif^  v2\A*j|y>j  1^5*"  JL=>i^  ^jwä-j.  Im  Texte  des  Buches 
selbst  stimmt  der  Inhalt  der  drei  ersten  Capitel  mit  vorstehender  Angabe 
überein;  dann  folgt  aber  als  viertes  Capitel  (Fol.  6''):  Sy^^^iu^,  ^j^  %i\s  <J^ 

5^4'  \J^  ^5*^5*^5'  ^y^'^  ^'•^  "'^rt?  '"j  t5*5'^"l?^  (5^'-?"'  dann  folgen  5=4 
und  6  =  5  der  Inhaltsangabe,  während  Cap.  6  der  Inhaltsangabe  im  Texte 
ganz  fehlt.  —  Aehuliche  Schriften  sind  in  der  vox-igen  Handschrift,  in 
Wien  Nr.  1286  (II,  437),  Upsala  Nr.  255,2  und  München  Nr.  95  vor- 
handen ^). 


')  so  wird  das  Büchlein  in  der  Ueberschrift  genannt. 

*)  Die  Wiener  Handschrift,  welche  die  Titel  -Li  J^SLiü  oder  (»Lik^ooUi»-  (»Lw  ^J>>J 
oder  t,  q V  ■•'■  -»Li  -^-jxL)  trägt,  scheint  (wegen  der  ganz  gleichen  Ueberschrift  des  vierten 
Capitels)  dasselbe  oder  doch  ein  sehr  ähnliches  Werk  wie  die  hiesige  Nr.  225  zu  enthalten; 
das  in  Upsala  vorhandene  Werk  ((»LiJf  JoLqj  i^jLäS')  steht  an  Umfang  zwischen  den 
beiden  hiesigen. 


354         Tiü-kische  Handschriften  227.   228.  Geschichte. 

Anfang:     ^f^y-t    i^r-^'^    ^^lÄJliX^  )*^y~i'.   lij'    "^  xJ^yäc^-    ,JL*j    äJÜI    J.I    \iX^^ 


18  beschi-iebene  Blätter;  19X  12  cm.  Sehr  hübsches  Nas^i  von  der 
Hand  des  Derwisch  lAli;  auf  der  Seite  stehen  17  Zeilen.  Am  Anfang 
findet  sich  ein  goldener  iUnioün;  die  Seiten  sind  mit  einer  Goldleiste  und 
schwarzen  Linien  eingefafst. 

6)  Persien. 

227.  [Diez  A.  8°.   1]4.] 

('iwcbo^^Lj,  eine  türkische,  in  sehr  blumiger,  zwischen  Prosa  und 
Versen  wechselnder  Sprache  geschriebene  Bearbeitung  des  persischen  Werkes 
AS?  iSy^  rLil  ^  '|V^«>«  v_jLä$',  einer  Geschichte  der  alten  Könige  Persiens, 
welche  in  den  Handschriften  Nr.  428  und  429  des  persischen  Kataloges 
enthalten  ist.  Ueber  Fadl  alläJi,  den  Vei'fasser  des  persischen  Originales, 
vgl.  man  das  dort  Beigebrachte;  der  Verfasser  der  vorliegenden  türkischen 
Bearbeitung  hiefs  Kamäl-i  zard  aus  Pergamon  ^y^yJiS^  und  vollendete,  wie 
er  selbst  am  Ende  angiebt,  seine  Arbeit  im  Jahre  894  (beg.  5.  Dec.  1488). 
S.  li.  X.  V,  628,  12  382  und  Hammer,  Osman.  Dichtkunst  I,  285. 
Anfang:     ^_ä«*s5  xX^  y^A'^  tXjjItXi.         i5*-"*r.5  ^L?  7*  )^  i5'<X=> 

224  Blätter,  von  welchen  die  drei  ersten  und.  das  letzte  nicht  zum 
Werke  gehören;  19X12  cm.  Gutes  Dvwäni  mit  18  Zeilen  auf  der  Seite, 
die  Poesie  zweispaltig  geschrieben.  Am  Anfang  und  am  Ende  ist  ein 
Siegel  abgedrückt,  in  dessen  Innerem  zu  lesen  ist  tX+=.l  ^j.j  ti^s.\  vaäjÜI; 
der  darum  stehende  Vers  ist  nicht  deutlich  gekommen.  Abschrift  voll- 
endet an  einem  Dienstage,  15.  Sauwäl  983  =  17.  Januar  1576,  und  zwar 
von  der  Hand  eines  gewissen  Bt'dioän  ihn  Miüimnmad  ihn  Mmkifü.  Auf 
einem    aufsen   aufgeklebten   Zettel    steht:    ^^^   i^wA:*i«o   ^c^'j    15-*)'-'   ^i^Ljo^^ 

228.  [Petermann  730.] 

—ll.«;  -^zt)^,  eine  Geschichte  der  persisch -afghanischen  Kriege  in  der 
ersten    Hälfte    des     12'^°   Jahrhunderts    d.    FL,    sowie    der    Herrschaft    der 


*)  so  wird  das  Buch   in  der  üeberschrift  des  letzten  Abschnittes  genannt;    sonst  pflegt 
es   unter    dem  Titel   oixiU   ^L^sa-jj'  citiert  zu  werden. 


Türlcische  Handschi-iften  228.  Geschichte.         355 

Afglianenfürsten  MaJimüd  und  A^raf  über  Persien,  welche  eine  Folge  dieser 
Kriege  war.  Das  Buch  ist  bekanntlich  ursprünglich  von  deni  Jesuiten- 
missionar Thad.  Kr usinski  lateinisch  geschriebe)i,  dann  (von  Krusinski 
selbst  oder  von  dem  ungarischen  Renegaten  Ibrähim  Efendi'i)  in  das  Tür- 
kische übersetzt  und  in  dieser  Sprache  zu  Konstantinopel  1142  (=  1729) 
gedruckt,  endlich  aus  dieser  Sprache  wieder  von  J.  Chr.  Clodius  in  das 
Lateinische  zurückübersetzt  worden');  s.  Zenker  Nr.  920  und  930,  To- 
derini,  Letteratura  Turchesca  111,  34  =  Uebersetzung  von  Hausleutner 
II,  187,  Flügel  zur  Wiener  Handschrift  Nr.  9  73  (II,  19  4),  welche  das- 
selbe Werk  enthält.  Eine  Fortsetzung  dazu  ist  in  der  Handschrift  Nr. 
262  der  Wiener  Oriental.  Akademie  (Krafft  S.   98)  enthalten. 

Ebenso  wie  die  Wiener  Handschrift  ist  auch  die  voi'liegende  nichts 
als  eine  Abschrift  des  Druckes;  es  ergiebt  sich  dies  auf  das  deutlichste 
daraus,  dafs  der  Abschreiber  in  dem  Register  ursprünglich  auch  die  Zahlen, 
welche  sich  auf  den  Druck  beziehen,  mit  abgeschrieben  hatte  und  die- 
selben erst  später  der  Abschrift  entsjirechend  änderte;  bei  der  &4JÜs.  aber 
hat  er  dies  zu  thun  vergessen :  derselben  ist  noch  die  Zahl  1v  beigesclirieben, 
welche  sich  auf  den  Druck,  nicht  auf  die  Handschrift  bezieht. 
Anfang:      i^Le^Ä,*ajo  (sie)   tX^v«^   cjLäjI^  F'^'^  ^i^  ^'-^')  tX-ol-^ 

167  ^)  beschriebene  Blätter;  22  X  16  cm.  Gutes,  sehr  deutliches  Nasxi 
mit  17  Zeilen  auf  der  Seite.  Abschrift  vollendet  am  23.  Miüiarram  1143 
(=  8.  August  1730);  der  Schreiber  bezeichnet  seinen  Namen  ndt  den 
Zahlen  si^aI  d.  i.  Jl»^1,  wenn  man  für  die  Zahlen  die  gleichwerthigen 
Zahlbuchstaben  substituiert  und  annimmt,  dafs  mit  f  (zum  Unterschied 
von  dem  darauf  folgenden    s    =  4)  4  0  gemeint  sei. 


Briefe  über  den  türkisch-iieraiachen  Krieg  von   1101/2  =   1592/3  stehen  in  Nr.   503. 


')  nach  Flügel  im  Wiener  Kataloge  II  S.  196  Anm.  ist  diese  Uebersetzung  des 
Clodius  im  Jahre  1840  von  Mitford  wieder  in  das  Englische  übertragen  worden.  Von 
der  türkischen  Uebersetzung  ist  auch  im  Jahre  1277  resp.  1283  eine  neue  Auflage  in  Kon- 
stantinopel erschienen;  s.  Journ.  Asiat.   1868,  1,  484. 

*)  die  vorhandene  Originalfoliierung  geht  nur  bis  II»,  weil  sie  erst  auf  Fol.  8,  mit 
dem  Anfange  des  eigentlichen   Werkes,  beginnt. 


366         Türkische  Handschi-iften  229.  Geschichte. 

7)  Das  Abendland. 

239.  [Diez  A.  4«.  96.] 
Ein  Promenioria  über  die  Verhältnisse  des  deutsclien  Eeiches,  für  den 
Grofsvezier ')  ursprlinglicli  in  französischer  Sprache  verfafst  und  dann  in 
das  Türkische  übersetzt.  Der  Uebersetzer  wird  innerhalb  der  Schrift  selbst 
nicht  genannt;  eine  Bemerkung^)  eines  früheren  Besitzers  der  Handschrift 
aber  auf  Fol.  1"  nennt  als  solchen  den  Renegaten  Ibrühim  Efendi,  welcher 
die  Druckerei  in  die  Türkei  einführte  und  ebendeshalb  hier  «jUs  „der 
Drucker"  genannt  wird.  Als  Verfasser  nennt  der  Uebersetzer  den  Artillerie- 
Chef  |jLa=»j.a.4^  wu.  ARmad  Beg,  und  berichtet  von  demselben,  dafs  er  ein 
geborener  Franzose,  zuerst  im  Dienste  seines  Vaterlandes,  dann  aber  in 
dem  des  deutschen  Kaisers  Carl  VI  gewesen  und  also  mit  dem  hier  von 
ihm  behandelten  Gegenstande  vertraut  sei;  es  ist  sonach  klar,  dafs  der 
Verfasser  kein  anderer  gewesen  ist,  als  der  bekannte  Abenteurer  und  Re- 
negat Graf  Bonne val  (f  1747).  Aus  dem  Gesagten  ergiebt  sich,  dafs  die 
dem  Ende  der  Handschrift  beigeschriebene  Jahreszahl  1115  (beg.  17.  Mai 
170  3)  nicht  richtig  sein  kann;  ebendiese  Jahreszahl  erklärt  aber  auch, 
weshalb  der  Schreiber  der  Notiz  auf  dem  Rande  von  Fol.  2*'  unter  dem 
dort  im  Texte  erwähnten  Grofsvezier  den  liämi  Pasa  verstanden  wissen 
wollte.  —  Diez  hat  dem  Kataloge  seiner  Handschriften  eine  ausführliche 
Analyse  des  vorliegenden  Schriftchens,  sowie  eine  Biographie  des  Grafen 
Bonneval^)  einverleibt  (S.  217  —  231). 
Anfang:     JLc  slj\t>  |jLAÄ.w<.^~i.  jm,  !^IU».  ^)ljuo  ooLxt  J-jLjj  \J-*^)  ooIJl»   v^ia^ 

60  beschriebene  Blätter;  20,5  X  14  cm.  Gutes  Nasxt  mit  15  Zeilen 
auf  der  Seite.  Auf  Fol.  P  sind  zwei  Siegel  abgedrückt,  in  deren  einem 
die  Inschrift  äJUL  ^I  SyJi  il  äJUI  Li  Lo  mit  kutischen  Buchstaben,  in  der 
anderen  Iv*  ^J  ^ää  ^'«X^  ^2Äla.o^  _Li|   wLiLäJI  k:Dl5Ü-»JC;o  ^jjo  (1175,  beg.  2.  Aug. 


*)  nach  einer  Bemerkung  am  Bande  Ton  Fol.  2''  Rämi  PaSa  (.24.  Januar— 22.  August 
1703),  was  unmöglich  und  deshalb  auch  in  Ymin  ivVjJo  PaSa  (19.  Dec.  1737  —  23.  März 
1739)  geändert  ist. 

')  seine  Grabschrift  b.  in  Nr.  32  S.   15, 


Türkische  Handschriften  230.  231.  Qeschichte.         257 

1761)  mit  Talhq  geschrieben  zu  lesen  ist.     Auf  einem  aufsen  aufgeklebten 
Zettel  steht  (sie):   ^äaIaj"  vsJLu  (Xi>^I   ^jL=»jjjo^   ww   ^M^~y-yi   vsJväjJuLsI    *Aff1vjl 

1.11     .0    ^.ivf^    K^4J  • 

230.    [Ms.  Orient.  Fol.  451.] 
Auf  Fol.    1*    dieser   Handschrift   steht   zunächst    der   türkische   Titel: 

j«\ju*,x_,_=»J)  (ifJiuib  i>olySk  ^\i>  S/-ft-»«5  (äS-Ok  ^j^jl,  und  daneben  die  fran- 
zösische Bemerkung:  „ti-aduction  des  piöces  concernant  les  guerres  qui 
out  eu  Heu  l'an  1806  et  1807  entre  la  France  et  ses  allids  et  la  Prusse 
et  ses  allies.  le  Caire  F^vi-ier  1853.  NB.  d'aprfes  le  jugement  d'un  con- 
naisseur  du  turc  Mr.  H.  Michel  c'est  une  trfes-bonne  traduction.  H.  Brugsch." 
Die  Handschrift  enthält  in  der  That  nichts  anderes,  als  eine  Abschrift  der 
(nach  Bibliothfeque  de  Silv.  de  Sacy  HI  p.  190  nr.  4793  von  Kieffer 
verfafsten)  türkischen  Uebersetzung  der  auf  den  französisch-preufsisch-rus- 
sischen  Krieg  von  1806  und  1807  bezüglichen  Bulletins  und  Friedens- 
schlüsse, welche  auf  Befehl  Napoleons  I  in  der  Staatsdruckerei  zu  Paris 
erschienen  ist.  Diese  Ausgabe,  welche  von  Zenker,  wo  sie  im  ersten 
Bande  nach  Nr.  948  stehen  mUfste,  nicht  angeführt  wird,  befindet  sich  in 
der  Herzogl.  Bibliothek  zu  Gotha;  sie  umfafst  zwei  Bände  in  4*  von  328 
und  259  Seiten.  In  der  vorliegenden  Abschrift  beginnt  der  zweite  Band 
mit  Fol.  140. 
Anfang:     ^|    v^j    JLu   «Jüo    so  JsijUl  jjii^xj^l  ,jLo  Ju«J»^  ^^JLXjJoo  ,jlx*« 

245    beschriebene   Blätter;    28,8X19»*    cm.      Derbes,    verhältnismäfsig 
deutliches  Diwänl  mit   15  Zeilen  auf  der  Seite. 

8)  Städtegeschichte. 

231.     [Diez  A.  4«.  29.] 
tuiüaiioMS  ^slyj,    eine,  wenigstens  in  ihrem  älteren  Theile,  soweit  die 
Zeit  vor  der  Erobeining  durch  die  Türken  in  Betracht  kommt,  ganz  fabel- 
hafte Geschichte  von  Konstantinopel.     Dieselbe  beginnt  mit  Gründung  der 
Stadt   durch   Yanqö   ihn  Madyan,    welche    2288  Jahre    vor   der  Eroberung 

Tbkiich*  Handtchiifteii.  33 


258         Türkische  Handschriften  232.  Geschichte. 

stattgefunden  haben  soll,  und  geht  bis  zum  Jahre  886  (beg.  2.  Mäi-z  1481), 
d.  h.  bis  zum  Tode  MuMamma(Fs  II.  Der  ungenannte  Verfasser  schrieb 
im  Jahre  891  (s.  Fol.  10'',  Anfang).  Ein  anderes  Exemplar  desselben 
Schriftchens  scheint  sich  in  Dresden  Nr.  113  zu  finden ;  vgl.  auch  Wien 
Nr.   843,2   (II,   7  7). 


Anfang:     y^  ^j^.i>^   yj-^  ^äj   5^)'  ^^  ^  yi>.'^  KAikila*«.*  ^^Iy>  u^LäT  I jcs 

^jt\J\.l   oLaäj   xjjuü^iih V 

21  beschriebene  Blätter;  21,6  X  16  cm.  Gutes,  vocalisiertes,  türkisches 
Nas/i  mit  21  Zeilen  auf  der  Seite.  Am  Ende  ist  die  Handschrift  datiert 
vom  letzten  Safar  1021  (=  13.  Mai  1611);  dieses  Datum  kann  sich  aber 
nur  auf  die  Handschrift  beziehen,  welche  dem  Schreiber  der  vorliegenden 
Copie  zur  Vorlage  diente,  da  die  letztere  erst  für  Diez  in  Konstantin opel 
gefertigt  wurde  (s.  dessen  Katalog), 

232.  [Diez  A.  4«.  5  2.] 
icjLKä  ^^MäJLiy  &/Jy^  iu\j  iuikdxwj'  v>jJ^',  eine  zum  grofsen  Theile 
fabelhafte  Geschichte  Konstantinopels  und  der  Aja  Sofia,  welche  mit  der 
Erbauung  der  Festung  von  Konstantinopel  XAjdaxkwJ'  x*JL»  beginnt  und  mit 
dem  Berichte  von  der  Erbauung  der  SuImmänii/ah-Moschee  in  den  Jahren 
957  —  964  (=  1550-5  7)  schliefst.  Der  Verfasser,  iAll  ol  iArahl  Ilyäs, 
nennt  sich  (Fol.  2''  Z.  l)  einen  Lib  J^  ....  yJ)^'  i:i>vAä=»  ouotX~>  .i>  jvJLjw, 
und  giebt  an  (Fol.  2*,  letzte  Zeile),  dafs  er  sein  vorliegendes  Buch  im 
Jahre  972')  (beg.  9.  Aug.  1564)  verfafst  habe.  —  Andere  Handschriften 
dieses  Werkes  finden  sich  in  Paris  Nr.  14  7,i  und  in  Wien  Ni*.  1661,6 
(III,  97);  vgl.  auch  Hammer,  Osman.  Geschichte  I,  xxxix,  40.  Ein  ähn- 
liches Schriftchen  ist  in  Konstantin  opel  gedruckt  erschienen;  s.  JAs.  1859, 
I,  532  nr.  22,  und  vgl.  auch  24. 
Anfang:      ^^    (sie)  *Akel    J^l    '^_«.Iaj^    tJ'^sjj    «\_«_äj    '^Lwilf    *JtXj    ^^^-^^ 

Am  Ende   steht   nocli   unter   der  Ueberschrift    _^i   «y-ÖÄ.   Luä*»  -,.~mj  \6^ 

^s.  yK^xM^  und  mit  dem  Anfange  !"♦♦  cKt>  Ljä*ä  I«  cKö  L^^'^  If""  ^)^  ^J^^y^ 
eine  genaue  Angabe  über  die  Mafse,  welche  angeblich  die  Arche  Noah 
hatte. 


•)  in  der  Wiener  Handschrift  steht  dafür  970. 


Tiu-kische  Handschriften  233.  Geschichte.         259 

74  beschriebene  Blätter;  21,5X16  cm.  Deutliches,  türkisches  ^o^/«; 
besonders  arabische  Wörter  sind  oft  sehr  incorrect  geschrieben;  auf  der 
Seite  stehen  1 1  Zeilen.  Die  Abschrift  wurde  von  Maslüd  ihn  Ibrählm 
ihn  Tmri'i  'lläh  ihn  lAhdi  am  14.  Safar  104  6  c=  1.  Juli  1605  vollendet. 
Am  Anfang  noch  eine  defecte,  auf  die  dritte  Sarah  (^^w-,^  ij'r»*  J')  ^^' 
zügliche  Bemei'kung.  —  Auf  einem  aufsen  aufgeklebten  Zettel  steht:  «s»:?)'?-' 

fir      wL>^.w     v;>.jlx2>      ^JaJt.^m      S.fjy^     LjI»      JyjJuiM]  . 


üeber  Städtegeschichte  handeln  noch:  Nr.  1,2  (Gräber  heiliger  Männer  in  Konstanti- 
nopel) —  4  (Adrianopel)  -  b  ,  7  und  s  (Konstantinopel)  —  8**,i  (Heilige  Männer,  welche 
in  oder  bei  Iconium  begraben  liegen)  —  9,8  [Bäb  al  abwäb  d.  i.  Darland}  —  28*,3  (eine 
2üLiJs.  für  die  Moschee  des  Hamzah  Beg  in  Saloniki)  —  39  fol.  110''  (Moscheen  und 
Quartiere  von  Konstantinopel). 


9)  Prophetengeschichte. 

233.     [Ms.  Orient.  4«.  5  88.] 

Ein  starker  Band,  welcher  die  Geschichte  der  von  den  Muhammedanern 
als  solche  anerkannten  Propheten  enthält.  Den  Anfang  macht  die  Erzäh- 
lung von  Muliaimnad  und  Abu  (xahl,  welchem  letzteren  natürlich  gewissen- 
haft die  Prädicate  ^^^Lo  oder  ^*jt.i  gegeben  werden.  Dann  folgen  die 
Propheten  vor  Mullamniad:  Hüd,  Adam,  Näli,  Ibrählm,  Ismäill,  IsJiäq, 
Esau  ^— «aj^  und  Yaiqüh  u.  s.  w.  Den  ßeschlufs  macht  Sulaimän,  und  das 
letzte  Capitel  enthält  ;j/*aäJLj   *ä  ,jU^JLw  j-;-=». 

Der  Anfang  der  Handschrift  ist  überschrieben  «Jv^ia  ('  -/^i^y^  \J^  I  jjo . 
Als  Quelle  für  die  vorliegende  Darstellung  wird  also  hier  die  türkische 
Bearbeitung  der  persischen  Abkürzung  des  Geschichtswerkes  von  al-Taharl 
angegeben,  und  diese  Angabe  mag  auch  richtig  sein,  obgleich  die  Erzählung 
der  des  Tabarl  nur  selten  wörtlich  folgt;  bisweilen  ist  aber  auch  dies  der 
Fall:  man  vergleiche  z.  B.  den  Anfang  des  Capitels,  welches  über  den  Tod 
des  Ibrälmn  handelt.     Derselbe  lautet  in  der  Gothaer  Handschrift  des  tür- 


kischen Tabarl  (Nr.   145)  Fol.  48*  folgendermafsen :  tM^b»  jvAScLjf  cyUj  j 


U,   So 


*)  sie!    Es  soll  natürlich   v^J^ljJ'  heifsen. 

33* 


260         Türkische  Handscbrifteu  234.  Geschichte. 


&)Cj^    fj^jüy    jüLä*«    äJUI    ))0^^    uH'^.J    t^^-t^'r?'    ')y^    yi    (»iLIJI    iuXe    ^♦ä.JI 
^4X     (3=.^     J^^l     (J^j     tf'^^;:?^     (J^'Jj'^     CD^I     |vJ»5     (J^^ii     (sie)    LaJjO     iUAÄl^l 

■IS  |»jjo4xjy  vijT  vIj^  l  ^o>  ÄÄ*«j  xj^j  (^jojI  (^4UA=f  ^^oy^'^  ^^^^  ^^^-  ^^^'''  >^ 

ii5»:ä^JLÄj    ääJ^I    (»Uj'    i^r**    i^^^r:?^    iJ^J*^    «wj^l    ^)   cH^J'^    '^'^    r^***:>    (V^'r?' 
(^cX..iooit4^^i>  ^1   ^aJL(üo  u^Umm^'  ^i^x^l  ^jt>jj.*Äjo  *Afflol  ^5tX*i^(i  jjl  ^aJULo  (äS\L.xi 

Anfang:  jü^jiLo    J^a»   ^1    ^j^  >-j    si^Jj^  1*^3    ''^V^   ti^    ^'    »^-^    ri"**^- 

326  beschriebene  Blätter;  20,5X14,5  cm;  zwei  verschiedene,  rohe, 
doch  deutliche  Hände,  deren  zweite  mit  Fol.  2ü5  beginnt;  beide  schreiben 
türkisches,  15  zeiliges  NastaÜTq  mit  einzelnen  Vocalen.  —  Auf  die  innere 
Seite  des  Vorderdeckels  ist  ein  Blatt  Papier  mit  einer  im  ganzen  richtigen 
Angabe  des  Inhaltes  der  Handschrift  aufgeklebt. 


Eine    Schrift    von  JUml   über    Schöpfung   und   Prophetengeschichte   steht   in    Nr.  43,s ; 
über  den  Propheten  SälUi  wird  in  osttürkischer  Sprache  gehandelt  in  Nr.   91,«. 


10)  Biographie. 

a)  Sauuuelwerkc. 

234.  [Petermann  II,  26.] 
.>tt\3ul!l  iüiJcXÄ  (Fol.  4*'  Z.  2  V,  u.),  eine  von  dem  berühmten  Dichter 
Fudüll  (t  970  =  1562;  Hammer,  Osman.  Dichtkunst  II,  293,  Gibb, 
Ottoman  Poems  p.  196),  welcher  sich  Fol.  4*  Z.  4  v.  u.  selbst  nennt, 
unter  Mitbenutzung  anderer  Schriften  verfafste  türkische  Bearbeitung  des 
persischen,  «T<Xg^l  ä-ö^x  betitelten  Werkes  von  Uusain  al  wälig  al  Kä- 
Ufl,   welcher  hier   (Fol.    4*'   Z.    6    v.   u.)   unter   dem   Namen   Kamäl  al-dln 


Türkische  Handschril'ten  234.  Geschiclite.         281 

Husain-i  icäliz  erscheint.  S.  H.  X.  III,  41,  4456  und  500,  6648.  Ueber 
das  persische  Original  vgl.  man  Nr.  569  fF.  des  persischen  Kataloges;  die 
zehn  Capitel  i^Lj,  in  welche  der  Inhalt  getheilt  ist,  tragen  in  der  vor- 
liegenden türkischen  Bearbeitung  die  folgenden  Ueberschriften :  (Fol.   5*)  I 

liifyÄs».     (Fol.     29  )     f    J«X>I     y;v>J    vJ^r^T^'  ^^)y^    ^^T     'J'"**'^^     (•LtlÄ    ''LA.^jl     (J«3JLJ 

tXZw  vajj*^-*  (Fol.  40")  t"  —  \d- — jl  ,jljo  ^5wJLä=»  ^^dS^  ^J^Ui^3  <ä}J»^» 
^^Lo  ^j-iU^  t^l^v  Ä^U  v:ywCL=.  (Fol.  49'')  i'  —  ^4^Jl  ^jLo  ^jöU^  täJüjyLwjJI 
«y^.cÄ    (Fol.    78'')  1   ^(Jul    y;Lo    ^j-JÜ,    (^Löi^Ä    cj^Ä    (Fol.    63'')   «   —    ^Jul 

lJl>^aJ<^JO  iS^xjuMj^   Ajd\   'iijyjöA  (Fol.  87*')  V  —   »jul  ^jLo  ,j.Jlj^l  läCLuo».   -Lol 

i^'U.  (i^JjuLe  |vA,*«uc  i^wvis»  (Fol.  100  )  A  —  \d^\  ,^Lo  ^^JlitXÄjl  21:^>J°  usjCe 
yj^^i^S    t^yj    liS^S  i^tixXjO     *^Juyu.Ä    (•Ul    0>-<äÄ.    (Fol.     113'')    1    —    »Jot    ^^Lo 

—  .J*^'    iJ^    |vH'^"-S-^   ^ii''^*^  ü5kÄAA«.Ä    (»Lei    ow«Ä=»    (Fol.   129")    U    —    ))>^   lO^ 

—  C;tXj|  ^jLaj  ^yii^Jüi' iwU  yjO':L>yf  SjJii  J^l  «yl^JeS?  (Fol.  161'')  ä^jL^ 
Das  Werk  ist  bereits  zweimal  im  Orient  gedruckt  worden:  Büläq  125  3 
(Journ.  Asiat.  1843,  II,  49  nr.  144)  und  Konstantinopel  1273  (Wiener 
Sitzungs-ßerichte  XXVJ,  34  2,  317);  Handschriften  finden  sich:  in  München 
Nr.  101,  Wolfenbüttel  Nr.  80,  Wien  Nr.  1216  (vgl.  auch  Nr.  990), 
Leiden  Nr.  2643  (V,  232),  Upsala  Nr.  305,  Paris  Nr.  47,  92,  108  bis 
110,  und  im  Britischen  Museum  (Rieh  Nr.  54).  Auch  die  andere,  von 
ä.  X.  erwähnte  türkische  Bearbeitung  der  ^IJljäJI  ä.«ö^s,  welche  den  Titel 
jwb^yoLx«/  trägt,  ist  in  Paris  (Nr.   48)  handschriftlich  vorhanden. 

Anfang : 

Jy»  (sie)  f^ÄÄj)  ^jjLJ  yjje  »iXÄc  J-La-fj      ((^(5^1)  li  y^.y  (5;tX<ö  J  ^r-i'  y; 
179  beschriebene  Blätter;    20,5  X  13  cm.     Verhältnismäßig   gutes  Dl- 


*)  Dies  soU,  dem  am  Ende  der  Einleitung  mitgetheilten  InhaltsTerzeichnisse  zufolge, 
der  Inhalt  der  XätimaJi  sein,  und  dieser  Abschnitt  beginnt,  wie  angegeben,  auf  fol.  161'', 
aber  ohne  hier  als  Xätimah  bezeichnet  zu  sein.  Ein  als  Xätimah  bezeichneter  Abschnitt 
mit  der  üeberschrift  sjof  ^^Lo  ^^'oL^  jJbl  cji^Lu»  >ä>>*Awj>  «Lot  ta>^<ä~»-  (also  = 
Cap.  X)  beginnt  bereits  auf  fol.  148*.  In  der  folgenden  Handschrift  ist  dieser,  hier  als 
Xätimah  bezeichnete  Abschnitt  als  elftes  Capitel  bezeichnet  und  trägt  die  richtige  üeber- 
schrift yii^\  ^^Laj  y^'oL§.i.  liijüsiLiiLc^l  ^j.A*vo»  (»Lol  c^w.äÄ.,  und  der  Abschnitt  über 
die  J,\   oKjJf   trägt  ebendort  die  Bezeichnung  als  214J'Iä-. 

*)  eincorrigiert. 


262         Türkische  Handschriften  2S5.  Geschichte. 

wäni  mit  21  Zeilen  auf  der  Seite;  Absclirift  datiert  vom  Jahre   1081   (beg. 
21.  Mai   1670).     Auf  Fol.    145*'  steht  die  Schrift  verkehrt. 

285.  [Petermann  II,  119.] 
Dasselbe  Werk,  aber  in  elf  Capitel  und  eine  Xätimah  eingetheilt  (s. 
unten  Anmerkung  l),  welche  auf  Fol.  8\  62^'),  87"'),  109',  13o\  161% 
178*,  208%  237",  271'',  309*  und  Xäi.  Fol.  337*  beginnen.  Merkwürdig 
ist,  dafs  die  vorliegende  Handschi-ift ,  obgleich  denselben  Text  wie  die 
vorige  enthaltend,  doch  anstatt  der  osmanisch- türkischen  durchweg  ost- 
türkische Sprachformen  zeigt  ^).  Es  wäre  nicht  unmöglich,  dafs  Fudüll 
selbst,  welcher  auch  hier  (Fol.  7*  Z.  2  und  nochmals  in  der  Nachschrift 
des  Schreibers)  als  Verfasser  genannt  wird,  da  er  nach  Gibb  aus  dem 
Sprachgebiete  der  osttürkischen  Dialekte  gebürtig  gewesen  zu  sein  scheint, 
sein  vorliegendes  Werk  ursprünglich  osttürkisch  geschrieben  hätte;  doch 
ist  dies  nicht  wahrscheinlich,  da  er  dasselbe  in  einer,  auch  in  der  vor- 
liegenden Handschrift  vorhandenen  Widmung  dem  osmanischen  Sultan  Su- 
laimün  I  zueignete.  Wahl-scheinlicher  ist  es  deshalb ,  dafs  die  vorliegende 
Handschrift  nur  von  dem  Schreiber,  welcher,  wie  sich  aus  der  Endschrift 
ergiebt,  aus  Andikän^)  gebüitig  war  und  in  Maryinän^)  arbeitete,  in  den 
ihm  geläufigeren  osttürkischen  Dialekt  umgeschrieben  worden  ist. 
Anfang : 

JuiS  fjÄ.f  Käj  (äSJoüoL.Ä  «Kikl  J-ö  lJ>A^  stXxAJuÄÄ  5>   i«jn   L> 

387  beschriebene  Blätter;  22,5X1^3  cm.  Gewöhnliches,  flüchtiges, 
derbes  Nastalllq  mit  13  Zeilen  auf  der  Seite;  fast  alles  ist  roth  über- 
strichen, auch  wo  ein  Grund,  bestimmte  Wörter  oder  Phrasen  hervorzu- 
heben, nicht  ersichtlich  ist;  Fol.  29''  ist  vom  Schreiber  leer  gelassen.  Ab- 
schrift von  ^jKjj.jt  &a.|ys.  cji>Ljuv  ij.—}\  &»-I;-='  ;jLixj|  zu  Maryinän  (hier 
jjLääj^I  geschrieben)  an  einem  Mittwoch  im  Rabiil  1223  (=  27.  April  — 
28.  Mai   1808)  vollendet.      Von  der  langen  Endschrift  des  Schreibers  fehlt 


*)  als    J  -^  <    bezeichnet. 

*)  weshalb  ein  früherer  Besitzer  der  Handschrift  auch  auf  Fol.  1^  angemerkt  hat: 
»jJJi   ^5^*J'   ,eSlla»>   ^jL«Jo    iJjuJI   «iLj<X=>-  • 

')  80  nach  dem  Kolophon;  die  arabischen  Geographen  schreiben  die  Formen  AnduTcän 
und  Maryinän  vor. 


Türkische  Handschriften  236.  237.  Geschichte.         26S 

der  SchhiTs,   statt  dessen  ein  von  fremder  Hand  in  arabischer  Sprache  be- 
schriebenes Blatt  vorhanden  ist. 

236.  [Diez  A.   4».   72.] 

v_^UJI  «JLuN,  Biographien  dreier  im  Gerüche  der  Heiligkeit  stehender 
Scheiche,  von  welchen  die  beiden  ersten  in  Brusa,  der  dritte  in  Balikseri 
{Gahän-numä  S.  661,  Norberg  U,  482)  begraben  liegt.  Die  drei  Scheiche, 
von  welchen  jeder  in  einem  besonderen  Capitel  i_5Lj  behandelt  wird,  sind: 
l)  iAIä  al-dtn  Efendi,  2)  Ahü  IsJiäq  Efendi  und  3)  Multammad  Efendi, 
ein  Sohn  des  iAlä  al-din  und  der  Scheich  des  ungenannten  Verfassers. 
Da  von  lAlä  al-dln  gesagt  wird,  dafs  er  ein  Zeitgenosse  Sidaimüns,  I  (reg. 
926  —  974  =  1520—1566)  gewesen  sei  (Fol.  4'  Z.  2  v.  u.  ff.),  so  mufs 
der  Verfasser,  als  Schüler  seines  Sohnes,  inn  das  Jahr  1000  d.  Fl.  gelebt 
haben. 
Anfang:     (^SU  jji>JLU=»  i^'-*-';'  sv«)  &5' jü Jj,.*ii.  J^«   -*;  JIj«j  »-UI  J.'  «.v^-s» 

20  beschriebene  Blätter;  20  X  14,5  cm.  Rohes,  aber  deutliches  KasyJ, 
wie  auf  Fol.  1*  bemerkt  wird  von  der  Hand  (jty^)  des  MuHammad  ihn 
al-sai'x  Ra^ah  Efendi.  Darunter  steht  als  Titel:  jlwo  i>^Lj  «JÜI  »LuU  ^Ux, 
während  der  oben  gegebene  Titel  der  Vorrede  entnommen  ist.  Die  ersten 
Seiten  sind  mit  rothen  und  schwarzen  Linien  umzogen. 

237.  [Petermann  690.] 

In    dieser   sonst   ganz   arabischen  Handschrift   steht   auf  Fol.   66'  — 6  7*" 
ein  Verzeichnifs  für  heilig  geachteter  Männer,  nebst  Angabe  der  Orte,  an 
welchen  sie  begraben  liegen  und  an  welche  man  also  ihnen  zu  Ehren  wall- 
fahrten soll.     Die  üeberschrift  lautet  •^\^^\  ^Lu«. 
Anfang:      JL<^    ioJLc    «JUI    Jwo   v-äjwi    »I^ovLx    s.wuc   iÄJtV^    s-L"   ^y^)    ^y^'^ 

ÄÄÄ   ^JÜI   ^e^N    oijw»i   sl^vsi^Lsx   sJUj-s   J^«    r^  ^'    S^-ää 
Flüchtiges  Nastaihq,  vielfach  kreuz  und  quer  geschrieben;  20,5  X  15  cm. 


Ueber  heilige  Männer,  welche  in  Konstantinopel  begraben  liegen,    wird    in  Nr.   l,s   ge- 
handelt; über  solche,  die  in  oder  bei  Iconium  begraben  liegen,  in  Nr.  8**,i. 


264         Türkische  Haudsclu-iften  238.  Geschichte. 

238.    [Diez  A.  8°.   104.] 

Der  im  Jahre  1136  (heg.  1.  Oct.  1723)  verstorbene  ÄHmad  cd-tä'ib 
iüGmän-zädali  verfafste  sechs  Jahre  vor  seinem  Tode  das  Werk  jüüiX^ 
«^Kv^l,  welches  die  Biographien  aller  Grofsveziere  vom  Ursprünge  des  os- 
manischen  Reiches  bis  Rämi  Muliammad  PaSa  (1115)  enthält  {H.  X.  III, 
42,  4462  und  VI,  569,  14  681,  Wien  Flügel  Nr.  1096,3,  1244, i  und 
1245,  K rafft  Nr.  317);  zu  diesem  Werke  verfafste  zunächst  iUmar  Di- 
läwar - Äya-zädah  eine  Fortsetzung,  welche  bis  Däinäd  Ibrählm  PaSa  [liid) 
geht  {Ö.  X.  III,  42,  4462  und  VI,  576,  14710,  Wien  Flügel  Nr.  1096,4 
und  Kr  äfft  Nr.  318);  eine  fernere,  bis  Salid  Muliammad  PaSa  (1169) 
reichende  Fortsetzung  lieferte  Sahri-zädah  Muliammad  Salid  (Wien,  Flügel 
Nr.  1244,3  und  1246);  eine  weitere  (aber  mit  Ueberspringung  des  zunächst 
auf  Saud  Muüamviad  PaSa  im  Grofsvezierat  folgenden  Mustafa  PaSa, 
1  Ra^ab  1169  bis  10  Babr.  I  1170)  Öäwld  Ahmad  Beg  (unter  dem  Titel 
ip«  ijj^,  Wien  Flügel  Nr.  1247, i),  bis  Diyä  Yüsuf  PaM  (1213);  end- 
lich eine  letzte,  welche  den  Titel  (^StJ^I  o^^  trägt  und  bis  MuTiammad 
RuMi  Pasa  reicht,  wurde  von  Rifiat  Efendi  verfafst  und  im  Jahre  1283 
zu  Konstantinopel  gedruckt  (Journ.  Asiat.  1868,  I,  486).  Eine  Ausgabe 
des  Grundwerkes  mit  sämmtlichen  Fortsetzungen,  wobei  jedoch  für  die 
zuletzt  aufgeführte  eine  andere ,  von  lAbd  al  fattäli  Sawhat  Baydädi  ver- 
fafste und  nur  bis  zum  Tode  Salim's  III  (1222  =  1807)  reichende  sub- 
stituiert ist ,  ist  bereits  im  Jahre  1271  in  Konstantinopel  erschienen, 
s.  O.  V.  Schlechta-Wssehrd  in  Sitz.-Ber.  der  Wiener  Akademie,  Phil.- 
hist.  Classe  XX,  4  62  Nr.   313. 

Die  vorliegende  Handschrift  nun  enthält   unter    dem  Titel  ('  La-jv  JkJ* 

*)  Vorletzter  Vers  des  einleitenden  Oedicbtes: 

^jJ.i  ^^^.^mI  |*<X;^  tos  i}^^  |vu)  iijiwO  «^«Jt  i»(XJLw:ilj 
Wenn  Flügel  zu  den  Wiener  Handschriften  Nr.  1244,3  und  1246  als  Titel  der  Fortsetzung 
des  Sahrl-zädah  (^yXje  ^^iiJ>.S' &ng\ebi,  so  beruht  dies  auf  Mifaverständnifs  Terschiedener  Stellen 
in  der  Vorrede,  in  welchen  der  Verfasser  von  einem  anderen,  Sultansbiograpbieen  enthalten- 
den Werke,  welches  gleichfalls  lUOmän-zädah  verfafst  und  dann  er,  Sahrl-zädah,  fortgesetzt 
hatte,  spricht;  diese  beiden  Werke  trugen  die  Titel  tiJ'jJUJI  sÄitXs^  (das  Grundwerk)  und 
iS%Xji  ^j..wJLy' (die  Fortsetzung).  Wie  sollte  auch  eine  Sammlung  von  V  e  z  i  e  r  8  biographien 
zu    dem    Titel  (^jJLe   ^j.mJL5^  »Rosenbeet  der  Könige"  kommen? 


Türkische  Handschriften  238.  Geschichte.         265 

die  Biographien  der  Grofsveziere  von  Nisän^i  AJimad  PaSa  (1115)  bis 
SalTd  Muliammad  PaSa  (1169),  d.  li.  also  diejenigen  beiden  Fortsetzuno-en, 
welche  in  anderen  Handschriften  dem  lümar  Düäwar-Äya-zädah  (1115  — 
43)  und  dem  Sahri-zädah  MuRammad  Saud  (1143  —  69)  zugeschrieben 
werden.  In  unserer  Handschrift  dagegen  nennt  sich  als  Verfasser  des 
ganzen  Buches,  wie  es  hier  vorliegt,  Sahri-zädah  Muliammad  Salid^\  in- 
dem er  angiebt ,  dafs  er  seine  Arbeit  im  Jahre  1161  begonnen  (oder  viel- 
mehr wieder  aufgenommen)  habe  ^) ,  und  zwar  unter  Benutzung  eines 
Brouillons  des  iUmar  Efendi,  früheren  Baftardär'^  von  Belgrad,  womit 
doch  wohl  kein  anderer,  als  iümar  Düäwar-Äya-zädah  gemeint  ist  ^). 
Dies  Verhältnifs  dürfte  der  Grund  sein,  weshalb  beide  Fortsetzunofen 
(1115  —  43  und  1143  —  69)  zusammen  hier  dem  Sahri-zädah  Muhammad 
Saud,  in  dem  von  O.  v.  Schlechta-Wssehrd  a.  a.  O.  beschriebenen 
Drucke  dem  lUmar  Diläioar-Äya-zädah  zugeschrieben  werden. 

Der  Anfang,  dessen  erstes  Bait  dem  Anfange  des  Jw.*^'t  ^jyi^  von 
Nizärra  entnommen  ist,  lautet: 

^JU\    yyy^    äJÜJI    läJÜLo  ^'-^p'   ^-Z  *^'    <^'-^' 

39  beschriebene  Blätter  mit  Originalfoliierung,  welche  jedoch  das  erste 
Blatt  nicht  mitzählt  und  deshalb  nur  bis  I"a  geht;  aufserdem  zwei  vor- 
geheftete Blätter,  welche  ein  Inhaltsverzeichnifs  mit  Blattweiser  enthalten; 
Gröfse:  19,5  X  12,6  cm.  Kräftiges  und  deutliches  Nasta>hq  mit  29  Zeilen 
auf  der  Seite ;    Abschrift  von  der  Hand    des  Ahmad  Tähir  im  Jahre    1180 


*)  demselben  wird  auf  fol.  r.  des  ersten  Blattes  der  Titel  _jLIaJL*«  ij'jJ«^  ij'^^'r^ 
gegeben.  Dafs  die  Pluralform  ,jL>»2»(}_=»  auch  als  Titel  eines  einzelnen  Beamten  verwandt 
wird  oder  wurde,  bezeugt  Diez,  Denkwürdigkeiten   I,   120.      Aehnlich    ist  es   mit    |^IaäI  . 

')  ein  Geschichtswerk,  welches  bis  zum  Jahre  1169  geht,  kann  natürlich  nicht,  wie 
Flügel  angiebt,  bereits  im  Jahre   1161    „verfafst"   sein. 

')  Die    betreffenden  Worte    der  Vorredy    lauten   (Fol.   2*  Z.    10  v.   u.    der  Handschrift): 

TArkiBche  Handschriften.  34 


266         Türkische  Handschriften  239.  Geschichte. 

{heg.  9.  Juni  1766)  gefertigt.  —  Auf  Fol.  1'  sind  zwei  Siegel  abgedrückt; 
in  dem  einen  steht  blofs  <>.4.=.l,  in  dem  anderen  jjoUs  4X4.Ä.I  >aääJI  v_aäS'  (>j« 
X.XS.  ^^Äc;  aus  dem  letzteren  erfahren  wir  also,  dafs  der  Schreiber  auch  der 
Eigenthümer  der  Handschrift  war. 


Hierher  gehören  ferner:  Nr.  5*,a6  (Lebensdauer  der  Propheten  von  Adam  bis  Muham- 
mad) —  36  (Inschriften  auf  den  Siegeln  des  MuHammad  und  der  vier  ersten  Chalifen)  — 
67    (aus    iLkJ^ill   v^Loc)  —  38,4   (JL&.J    «aJIc*-.  berühmte  Süfi). 


\))  Der  Prophet  Miülatninad. 

239.  [Petermann  II,  125.] 
i5(X»»f  v:yp:i  JoU^i^  '^cJ.^.Ä'  «ylxj  J^^^^  (Fol.  S*"  Z.  15),  eine  ausführ- 
liche Biographie  des  Propheten,  nach  dem  persischen,  -.^ltX>«  ^j']  s^Jf  ^)^ 
[sIZftJi  betitelten  (Fol.  3^  Z.  10  v.  u.)  Werke  des  Murin  Misklv  ^)  (das. 
Z.  18)  türkisch  bearbeitet  von  Muliammad  ihn  MuRamviad,  bekannt  unter 
dem  Namen  AUi-jjarmaq  („Sechsfinger"),  welcher  nach  Hammer,  Osman. 
Geschichte  IV,  605  Anm.  k  im  Jahre  1033  (beg.  25.  Oct.  1623)  starb. 
Man  s.  über  das  Werk  und  seine  Eintheilung  in  eine  Muqaddimah  (Fol.  3''), 
vier  Rah)  (Fol.  48'',  112*',  ise*",  256'')  und  eine  Xätwiah  (Fol.  417")  be- 
sonders Fleischer  zur  Dresdener  Handschrift  Nr.  385,  Flügel  zur 
Wiener  Nr.  1231  (II,  391)  und  Hammer  im  Journ.  Asiat.  1843,  I,  263. 
All  letzterer  Stelle  wird  ein  Druck  von  Konstantinopel  125  7  (l84l)  be- 
schrieben; Handschriften  finden  sich,  aufser  den  erwähnten,  noch  in  Wien 
Nr.  1232,  München  Nr.  103  und  104,  üpsala  Nr.  310  und  in  der  Bi- 
bliothek des  jRäytb  PaSo  Nr.  980. 
Anfang: 

'Lä£)|   i^JuOj   ..LäJI   laSsJ  'IkiJI   v_ä^l^  Lj   'Uajiil   v_aäIj   L   »äSJ  (X^\ 
442    beschriebene   Blätter;    24  X  14   cm.      Hübsches,    ziemlich    kleines 
Nas/j  mit  33  Zeilen  auf  der  Seite;  arabische  Stellen  stets  roth  geschrieben. 
Abschrift  von   der  Hand    des  lümar  ihn  Hü//<^  AJimad   vollendet  an  einem 
Donnerstage,    10.  Jü  'l  M()(jah   1137   =   20.   Aug.    17  25. 


')  vorhanden  in  Nr.  545 — 547   der  hiesigen  Sammlung. 


Türkische  Handschriiten  240.  Geschichte.         Xß? 

240.     [Ms.  Orient.  Fol.   433.] 
Auf  Fol.   7''  wird  Eintheilung    und  Inhalt  des  vorliegenden,    theils    in 
Versen,    theils   in    Prosa   abgefafsten   Werkes    mit   folgenden   Worten    ange- 
geben:   J^jlxü   ^j   ^c^^\    loUII     '(.iLvJlj    »^JL*aJl    ^^AJLt    ^c**^'   J^^-«"   i    ^5^'    vM' 

Jui\  'IL.^'1  J*Ä.'I  3  cJUJI  vM  '^;^'  *^S  ^^^''  'J^^'j  cH^'^'/  '"i^^J^ 
«JUaJl  JL4XI  j^  /*^M'*  ^^^  diesen  vier  Bäh  ist  in  der  vorliegenden  Hand- 
schrift nur  das  erste,  über  das  Leben  des  Propheten  handelnde,  ent- 
halten. Dieses  Capitel  ist  wieder  in  zehn  FasP)  untergetheilt,  und  diese 
zerfallen  meist  wieder  in  cjj  oder  «jt*J  genannte  Abschnitte.  Was  den 
Titel  anbelangt,  so  steht  auf  Fol.  l",  wie  es  scheint  von  derselben  Hand, 
welche  den  ganzen  Codex  schrieb:  xL't  Jy^^  icyj-«äÄ.  oLo^l  <t>  ÄJtX»^  tjUci' 
(JL«j  auuL^  xL'l  ^xs,  und  ebenso  —  nur  mit  Weglassuug  der  Segensfonnel  — 
auf  dem  oberen  Schnitte.  Den  Verfasser  finde  icli  nirgends  genannt,  wenn 
nicht  vielleicht  in  dem  drittletzten  Bm't 

l^ljÜLAUjO     La     y^Xs     JkAJS     jj     &<LjUjt      \yj  {^''*^     )*^?'     I*-*^*-^     (C!?*-^     I»'^'-*:?'     *^' 

eine  Anspielung  auf  den  Vex'fassernamen  iÄtä'l  zu  erblicken  ist.  —  Der 
fünfte  Fad  handelt  über  die  Wunder  «yly^^o  des  Propheten;  im  Anhange 
hierzu  (Fol.  6  7*  ff.)  wird  auch  weitläufig  über  die  Wunder  der  älteren  Pro- 
pheten, des  Adam,  Noah,  Ismael,  Joseph  u.  s.  w.  gehandelt. 
Anfang:  k*«  jcülj»  y;Ool  ^^C>^  *i3i«s>l  ^^y  l<Xi>  ^Os?'  '^^}  ^s''^}=?■)  *^^  («' 
171  beschriebene  Blätter;  29X^9)^  di.  Gutes,  grofses  Nasx'  ohne 
Vocale,  19  Zeilen  auf  der  Seite.  Die  Poesie  theils  zwei-,  theils  di-eispaltig 
geschrieben.  Fol.  49  und  5  0  durchlöchert,  wie  es  scheint  durch  In- 
sectenfrafs. 

Auf  die  Biographie  des  Propheten  beziehen  sich  noch :  Nr.  4,3  (über  sein  Leben  und 
seine  Wunder,  in  Versen)  —  s  (Prosa,  nach  Ibn  HiMm)  —  5,7  (Prosa  und  Verse)  —  17 
und  ao,a  (Anekdoten  und  üeberlieferungen)  —  5*,i  (joya-low)  —  9  (jus.j.  'JoLwx  r-l— j 
J^jU-«ii)  —  10  (seine  Kinder,  Frauen  u.  s.  w.)  —  S7  (  XaJLä.  des  Propheten,  des  Ahü  Bahr 
und  des  iÄl'i)  —  to  (die  wichtigsten  Daten  aus  seinem  Leben)  —  6,2,h  ( («.y  SuJLä  ,  in 
Tabellenform)   —    17   fol.   2»  (seine  Hinterlassenschaft)  -  fol.   2''   (seine  Genealogie)  —   20,8 


•)  Dieselben  beginnen:  I  fol.  7^  11  20%  III  32%  IV  38%  V  46%  IX  122%  X  141% 
Die  Anfänge  von  Fasl  VI,  VII  und  VIII  sind  nicht  bezeichnet,  wahrscheinlich  weit  auf  Fol. 
64 — 73   und   113^117   die  Rubricationen  und  Ueberschriften  ausgelassen  sind. 


34« 


268         Türkische  Handschriften  241.  Geschichte. 

(seine  Verheirathung  mit  Xadigah)  —  28*,2  (Auszug  aus  seiner  Biographie  von  Waisi)  — 
55,8, c  ( Jj.«,x  Äx<L=k  in  Versen,  von  Jilinl'*.)  —  121,5  und  122,5  (Siegel  des  Propheten)  — 
170,5  (Genealogie  seiner  Familie)  —  188,  Ende  (^_ftjj«w  äaJIs»  )  —  ^"^^  (seine  Genealogie 
bis  auf  Adam). 


c)    Verschiedene   Personen. 

241.  [Wetzstein  II,  402.] 
«äjOä.  ^^i\  -Lci!|  ^'U>o,  ein  Buch  über  das  Leben  und  die  Verdienste 
des  Ahü  Hamfah,  seiner  Lehrer  und  Anhänger'),  ursprünglich  arabisch 
geschrieben  von  MuTiammad  tbn  Muliammad  al  Kurduri^)^  und  dann  unter 
der  Regierung  des  Sultan  Muräd  II  (824-855  =  1421-1451)  von  Mu- 
Jiammad  tbn  lümar  al  Halabt  in  das  Türkische  übersetzt.  Das  Ori- 
ginal, die  vorliegende  und  noch  eine  andere  türkische  Uebersetzung  werden 
von  H.  X.  VI,  145  erwähnt;  ebenda  wird  der  Inhalt  der  liuqaddimah 
und  der  elf  Capitel  (v_;l j,  wieder  in  Jw.a_s  untergetheilt)  mit  der  vor- 
liegenden Handschrift  übereinstimmend  angegeben  ^).  Die  elf  Bäb  beginnen 
hier  auf  Fol.  63"  (nicht  bezeichnet),  173",  190",  20  2",  210",  213",  22  0", 
222",  223",  223"  und  225".  Enie  andere  Handschrift  der  vorliegenden 
Uebersetzung  ist  mir  nicht  bekannt;  auch  kann  ich  weder  von  dem  arabi- 
schen Original,  noch  von  der  anderen,  von  H.  X.  erwähnten  türkischen 
Uebersetzung  (des  Husain  ibn  al  Jiäj^  Hasan  aus  Adrianopel)  eine  Hand- 
schrift nachweisen. 
Anfang:  'xjU*»*]!^  \jö\'^\  i_jj  LAiill  \^i\j3-  Jj{  '^4*jl  ^^  i>5^j  'LäJül  ^^  tX^a. 
241  beschriebene  Blätter;  20X^3  cm;  eine  vorhandene  Original- 
foliierung  ist  ganz  confvis.     Gutes,  bis  Fol.  46    vocalisiertes  NasXi   mit   17 


*)  fol.    3°':   iSj^Li^/i,     i^j^ulÄ    äJUI     «■♦■j»s     xäaää    ^f    *.Ja-£t     [»Lx)!     ^«aJCiS'    yj 

^t>   stXxöLxi    (jd*j   (sie)   t^UjJLjLLs^ 

')  so  wird  in  der  vorliegenden  Handschrift  fol.  S''  Z.  6  ausdrücklich  vocalisiert.  H.  X. 
nennt  den  Mann  ,^\LaJLj  o^j.*4.JI  ^vOjXJI  iXt^  ^  ö-*.^  (»Lo^l,  und  Flügel  trans- 
scribiert  Kerderi;  die  Maräsid  schreiben  II,  i'w  die  Aussprache  Kurdar  vor,  aber  offenbar 
nur  durch  ein  Versehen,  da  ihre  Quelle,  Yäqilt,  Kardar  hat  (IV,  f«v).  Er  starb  nach 
ä.  X.  (=  ed.  Biä.  11,  frv)  im  Jahre   827  (beg.   5.   Dec.    1423). 

*)  das  letzte,  elfte  Capitel    ist    hier  überschrieben :    \^X*u   jjj  jJI.    uL^P^I    i_^i'lÄ^    ,3 

jUft     l^t\Ä.|j     jjj     (jy   ^j./!     XJI  . 


Türkische  Handschi-iften  242.  243.  Geschichte.         269 

Zeilen  auf  der  Seite.  Abschrift  von  Yüsuf  ihn  Plr  (?)  Alimad  Um  Alwän 
^(^1  ihn  Isääq  in  der  mittleren  Dekade  ia-wl^t  3  des  Eabli  I  995  (= 
19  —  28  Februar  1587)  vollendet.  Am  Anfang  und  am  Ende  noch  ver- 
schiedene Notizen  und  ganz  kurze  Auszüge  theils  in  türkischer,  theils  in 
arabischer  Sprache. 

242.  [Diez  A.   4°.   137.] 

Diese  Handschrift  enthält  in  tatarischer  Sprache  und  unter  der  Ueber- 
schrift  1^  \}0  yi  ÄxbyjiXia.  Ijjo  eine  kurzgefafste  Geschichte  des  Gingiz  Xän, 
seiner  Vorfahren  und  Nachfolger.  Der  letzte  Abschnitt  (Fol.  19'')  ist  über- 
schrieben ssjc>  ^5^bl\^  (c****^  kJ'^  (sie)  ÄÄvoT  (jlxwO.  Ganz  ähnliche  Hand- 
schriften scheinen  in  Feters biu'g  zu  sein;  s.  Beresin -Zenker  in  ZDMG. 
I,  345  nr.  6  und  34  6  nr.  9.  Auch  ist  eine  tatarische  Geschichte  des 
Gingiz  Xän  im  Jahre  1819  (1822)  in  Qazan  gedruckt  worden ;  s.  Dorn  in 
M^langes  Asiatiques  V,  541. 
Anfang:     J.l  ;5Jol   sL> (^ ».  ^jKjiJ  iSr^    *JLc    sJULsvjf    i^Jp-Si>    ixl    sJüLov   J^l 

i^tXj.l  ij>-=>-  tjyJl  ^5'^'  *äS>AJ^Lä.  »a^AJw^-w 
Das  letzte  Blatt  enthält  noch  ein  türkisches  Recept  gegen  Kopfschmerzen 
und  ein  arabisches  Gebet. 

23  beschriebene  Blätter;  21  X  ^5»'  cm.  Türkisches  Nastadlq  mit 
Vocalen ;  auf  der  Seite  stehen  1 3  Zeilen ;  von  Fol.  1 7  an  bläuliches  Papier. 
Auf  Fol.  1'  steht  von  fremder,  wie  mir  scheint  Diezens,  Hand:  i»>LäJ'  \jjd 
siXi}  ^J'-o  (^^.aJLöI  (sie)  «5iÄJ>iXia.  ^JLä.  ■Ai^\y>. 

243.  [Diez  A.  4".    109.] 

Eine  Geschichte  des  öingiz  Xän  und  seiner  Nachfolger,  von  einem 
Ungenannten  in  türkischer  Sprache  aus  dem  Werke  nLäxi^I  w^si  d.  h.  dem 
persischen  Geschichtswerke  des  Wassäf  (s.  Nr.  434  des  persischen  Kata- 
loges)  ausgezogen  und  bis  zum  Tode  des  Timür  (f  an  einem  Mittwoch, 
11.  Saibän  807  =  11.  Januar  1408)  fortgesetzt.  Sowohl  der  Auszug  aus 
dem  Originalwerke,  welcher  bis  zum  Jahre  719  reicht  und  auf  Fol.  61* 
schliefst,  als  auch  die  Fortsetzung  ist  mager.  Auf  Fol.  1*  steht  als  Titel 
(sie):  oL.^^  is^r*^'-^  ^"/■'  **^7-'  v^^^^5  "'  ^^^  Unterschrift  des  Auszuges 
auf  Fol.  61"  wird  als  Titel  des  persischen  Originales  »Jj=!j  vLÄXiill  xj^' 
sLafil^l  statt  »Lfl.ÄÜl|  SA=»y3^  '^Laxlifl  Sj-sI  angegeben.  —  Der  Abschnitt,  in 
welchem    Wassäf  von    der  Emission    des  Papiergeldes   durch  Kai^utu  lian- 


270         Türkische  Handschriften  244.  245.  Geschichte. 

delt,  ist  von  Munjf  Efendi  in  das  Türkische  übersetzt,  diese  Uebersetzung 
in  einem  wissenschaftlichen  türkischen  Journal  {^y*i  xc^-t-s»)  gedruckt,  und 
schliefslich  im  Jonrn.  Asiat.    1863,  II,   251  ff.   von  Bianchi    in    das  Fran- 
zösische übertragen  worden. 
Anfang: 

'oLöJt     ^LJ    Xjlki*«    vjLc^l    ,_^jJu    ^jX    y^'l    J"^'    tj^    'r?     J^L^t-^ 

64  beschriebene  Blätter;  23  X  16)*  cm.  Sehr  schönes  NasyJ  von  tür- 
kischem Zuge  mit  15  Zeilen  auf  der  Seite.  Abschrift  datiert  vom  Jahre 
959  (beg.  29.  Dec.  1551).  —  Auf  Fol.  1"  wird  noch  ein  Talisman  zm* 
Erweckung  von  Liebe  ^j-^}  «.^JLsp  mitgetheilt. 

244.  [Ms.  Orient.   4".   632.] 

^^^yyf  ^y^  ffi-^.)^ ,  die  Gcschichte  des  Timür,  nach  dem  Arabischen 
des  Ibn  iArabMh  (Gotha  1840  —  4  2)  türkisch  bearbeitet  von  Nazmi-zädah, 
welcher  im  Jahre  1130  (beg.  5.  Dec.  1717)  noch  lebte;  s.  ä.  X.  IV,  191 
Anfang.  Die  vorliegende  Uebersetzvmg  ist  bekanntlich  als  eines  der  ersten 
Producte  der  Konstantinopeler  Presse  im  Jahre  1142  (1730)  gedruckt 
worden  (s.  Zenker  I,  749,  wo  jedoch  das  Jahr  des  Erscheinens  falsch  an- 
gegeben ist,  und  Toderini,  Letteratura  Tiurchesca  III,  75  =  Haus- 
leutner  U,  209).  Der  vorliegende  Codex  enthält  einfach  eine  Abschrift 
dieser  gedruckten  Ausgabe,  ein  schliefslich  aller  Beigaben,  welche  sich  ledig- 
lich auf  den  Druck  beziehen :  nur  der  Kolophon  ist  dahin  abgeändert,  dafs 
in  ihm  der  Schreiber,  Mäfiz  Sulaimän  ibn  AUmad,  sagt,  er  habe  die  vor- 
liegende  Handschrift    zu   Kars    -^»^„-öJ    ^A s    in    der   letzten    Dekade    des 

Rahli   II   120  7    (=    5.— 14.  Dec.   1792),   an  einem  Montage,   zur  Zeit   des 
Sonnenunterganges  v_>/*^'  ^^j  vi  vollendet. 
Anfang:     üSwüUä.  oUyL.%3-«  >^^^;   w'USK'  ccX*^  J^l  <^\^\\  tXxL^ 

168  beschriebene  Blätter;  21,5  X  15,5  cm.  Gutes  Nasyi  von  türkischem 
Zuge  mit  1 9  Zeilen  auf  der  Seite ;  die  Seiten  mit  rothen  Linien  umzogen. 
Auf  dem  unteren  Rande  von  Fol.   2*  steht  eine  armenische  Bemerkung. 

245.  [Ms.  Orient.   4".   368.] 

Dieselbe,  durch  Dieterici's  Ausgabe  bekannte  Biographie  des  MoJl- 
müd  Pasa,  welche  auch  in  den  Handschriften  Nr.  1,6  und  20,9  (wo  man 
sehe)  enthalten  ist.      Varianten  sind  nicht  selten  mit  Bleistift  an  den  Rand 


Türkische  Handschriften  246.  Geschichte.         271 

geschrieben,  und  auf  den    beiden  ersten  Seiten  ist    die   französische  Ueber- 
setzung  einzelner  Wörter  zwischen  den  Zeilen  beigefügt. 
Anfang:  LiL  c>».t^  ^Luo 

,^j-CjI    JUS'L»,    5tXj^lil  i^Jj'wdi.  XjJ^    iJJ'    äi4Js>.>    ^«Lc    (jLsfc  Olwc  jjUaJL*. 
20   beschriebene  Blätter;    21  X  16    cm.      Gutes,    vocalloses  Nas/l  von 
türkischem  Zuffe  mit   15  Zeilen  auf  der  Seite. 


246.  [Diez  A.  8^  139.] 
^SsLj\  s*a4.ä.,  eine  von  Mir  lÄll  §er  (f  906,  beg.  28.  Juli  15  00; 
s.  über  ihn  die  zu  Nr.  3  84  beigebrachten  Nach  weise)  im  Jahre  899  oder 
900  (s.  Joum.  Asiat.  1861,  I,  237)  in  osttiirkischer  Sprache  verfafste,  dem 
Andenken  an  seinen  Freund  Gärni  (f  898,  beg.  23.  Oct.  1492)  geweihte 
Schrift.  Dieselbe  ist  in  Prosa  und  Versen  geschrieben  und  ordnet  ihren 
Stoff  in  eine  Muqaddmah,  drei  Maqälak  und  eine  Xätnnah  (Fol.  2'',  Joum. 
Asiat.  1861,  I,  303);  auf  diese  Fünftheilung  des  Inhaltes  bezieht  sich  denn 
auch  der  Titel  der  Abhandlung.  Dieselbe  ist,  nach  einer  etwas  abgekürzten 
Recension,  von  Belin  im  Joui-n.  Asiat.  1S61,  I,  300 ff.  übersetzt.  —  Eine 
andere  Handschrift  findet  sich  in  St.  Petersburg,  Manuscrits  u.  s.  w.  Xr. 
5  60;  aufserdem  ist  die  Schrift  in  den  gesammelten  Werken  des  Mir  iAk 
Ser  (Naicä'i)  zu  suchen,  von  welchen  sich  Handschriften  in  Paris  (Hammer, 
Osman.  Dichtkunst  I,  9  Anm.  1  und  Joum.  Asiat,  a.  a.  0.  S.  176  Anm.  1), 
Wien  Nr.  2003, ss  (lU  S.  527),  St.  Petersburg  (Manuscrits  u.  s.  w.  Nr.  558 
und  ZDMG.  II,  248)  und  im  Privatbesitze  Belin's  (Journ.  Asiat,  a.  a.  0. 
S.   175)  befinden. 

Anfang:      Li   -jij  yj  .^  i^S'^'yy^  jJLci>l   j^S'         üij   tX*».  \»j   sJuc^ki.  Jl&  JJ 
Die  Schrift  des  Mir  iAIi  ^er  endigt  auf  Fol.   4  2^;  auf  den  übrigen  Blättern 
stehen  noch  einige  Gedichte  von  Güral,  und  zwar  zuerst  sein  Trauergedicht 
^uiy«  auf  den  Tod    seines  Sohnes  Safi   al-dln  (Anfang:   J^  ^^S' cLi  ,j-jJ' ^^1 
^»0  OL.wjLi.  ^cJLjj)    und  dann  noch  zwei  Kasiden  (Anfänge:  sf  ^}jt}  ^^^-y-ijl 

o*-^^^^  y?/-*^  '^  ^"^^  '^^^  '^;'5  ';  15^  <^^  )'  cJjT*  r^  j'  *^')- 

48    beschriebene    Blätter;    20,sXlO,5    cm.      Durchaus   von    derselben 


272         Türkische  Handschriften  247.  Geschichte. 

hübschen  Nasfailiq-Kand  mit  17  Zeilen  auf  der  Seite  geschrieben.  Am 
Ende  der  Abhandlung  von  Mir  'Ah  8er  nennt  sich  als  Schreiber  Mustafa 
ihn  iAhd  al  mu'min  ihn  Sulaimän  und  giebt  an,  dafs  er  seine  Arbeit  am 
6.  öumädä  11  931  (=  31.  März  1525)  vollendet  habe.  —  Mehrfach  ist 
in  der  Handschrift  ein  hübsches  Siegel  mit  der  Inschrift 

abgedrückt.  —  Auf  einem  vorgehefteten  Blatte  allerhand  Notizen  ohne  Be- 
deutung. 

Zur  Biographie  gehörea  noch:  Nr.  I,i2  (Xälid  ihn  Zaid  dbü  Aiyub  al  Ansärt)  — 
4,4  und  6  (jSÄli)  -  B  {Yünus)  -  7  (Moses)  —  5*,3  7  (^oJLa.  des  Propheten,  des  Ahü  Bakr 
und  des  lAli)  —  8*,6  (Biographie  des  ismäHn^l^ä,  aus  8«j^t  ^^^  ^;yL^y)  —  13,2  {Bä- 
yaeid  Bistänvi)  —  25  fol.  13''  (Hinterlassenschaft  des  Rustam  Pasa)  —  26, i  (MiiKammad 
Äq  Sams  äl-dln)  —  32  S.  7  (Reiseferman  für  v.  Diez)  —  S.  15  (Grabschrift  Bonneval'a)  — 
39  fol.  105^  (Hinterlassenschaft  des  Sinän  Faso)  —  44,ii  =  133,i  ((Jt^..=-t  x^JsLi,  Ge- 
dicht) —    121,5   {iAU,    Abbildung    des    Schwertes    Jü  H  faqär)  —  330  fol.   43*'  (^^JjULjc 


11)  Genealogie. 

247.  [Diez  A.  4^  37.] 
(' .Lä-^I  JtsXw,  ein  genealogisches  Werk,  welches  sich  zur  Hauptaufgabe 
stellt,  die  directe  Abstammung  sowohl  des  Propheten,  als  auch  der  osma- 
nischen  Sultane  von  Adam  nachzuweisen.  Dasselbe  besteht  aus  Namens- 
schildern, welchen  gelegentliche  Erläuterungen  in  türkischer  Sprache  bei- 
gegeben sind.  Den  rothen  Linien,  welche  die  genealogischen  Schilder  der 
osmanischen  Dynastie  verbinden,  ist  bis  zu  Nüli  aufwärts,  von  wo  an  dann 
ein  Irrthum  nicht  mehr  möglich  ist,  als  Wegweiser  ein  ,jLxjUaä  (J*£  oder 
auch  ^jLöUic  J,_«ö  beigeschrieben.  Sonst  pflegt  dieses  Werk  auf  einen 
langen  Papiei'streif  geschrieben  zu  sein;  in  dem  vorliegenden  Exemplare 
erscheint  es  in  der  Form  einer  gewöhnlichen  Handschrift,  und  der  An- 
schlufs  der  Genealogieen  ist  durch  rothe  Linien,  welche  von  einer  Seite 
auf  die  andere  übergreifen,  gekennzeichnet. 


*)  so    steht   in    der   vorliegenden   Handschrift   fol.    l*"   Z.    4   t.  u.      In    anderen    Hand- 
schriften dieses  und  ähnlicher  Werke  steht  für  ^LLSk^l  gelegentlich  auch    «Iaä.^1  . 


Türkische  Handschriften  247.  Geschichte.         278 

In  einer  kurzen  Einleitung  nennt  sich  der  Verfasser  Yüsuf  ihn  lAhd 
(tl-laüf  und  giebt  seinem  Werke  den  oben  angeführten  Titel.  Er  giebt 
ferner  an,  dafs  er  sein  Werk  nach  einer  persischen  Vorlage  ')  unter  Sultan 
Sulaiman  I  (reg.  926-974  =  152Ü-66)  verfafst  habe.  Das  Werk  des 
Yüsuf  ihn  lAhd  al-latlf  kann  also  ursprünglich  nicht  weiter,  als  bis  zu 
diesem  Sultan  (Fol.  Zh^)  gegangen  sein;  in  dem  vorliegenden  Exemplare 
ist  aber  eine  Fortsetzung  in  gleicher  Ausführung  bis  zu  Älimad  III  (1115 
—  1143  =  1703—1730),  und  dann  noch  eine  flüchtigere  bis  lAbd  cd  Hamid 
(seit  1187  =  177  3)  hinzugefügt.  Als  Dynastien  resp.  Dynastiengründer, 
deren  Genealogie  in  dem  Werke  zu  finden  ist,  werden  in  der  Vorrede 
aufgezählt:  (^  ^Lj|>^  —  ^LoLS'  —  ^L-öbCil  —  ^Löl-*/Lx,  —  :Lk*l  ^j  — 
i^Lu^Ule     —     ^LajLjLw     —     (■'  i^aXäXaa«     —     Ä_*JL_Ji>     —      (sie)     ^Lyo^^»i».     — 

Das  vorliegende  Werk  ist  dasjenige,  nach  welchem  Schickard  seinen 
„Tarich,  h.  e.  Series  reguni  Persiae  etc."  (Zenker  nr.  856)  arbeitete,  und 
zwar  befindet  sich  die  von  ihm  benutzte  Handsclu-ift  gegenwärtig  in 
Wolfenbüttel  und  ist  dort  mit  Nr.  31  bezeichnet;  s.  Lessing,  Zur  Ge- 
schichte und  Litteratur  III  (Werke,  herausgeg.  von  Lachmann,  erste  Aus- 
gabe IX,  65),  Schnurrer,  Nachrichten  von  ehemaligen  Lehrern  der  he- 
bräischen Litteratur  in  Tübingen  (Ulm  1792.  8")  S.  212,  Br uns  in  Paulus' 
Memorabilien  IV,  21;  vgl.  auch  Jenisch,  De  fatis  linguarum  orientalium, 
vor  der  zweiten  Ausgabe  des  Thesaurus  von  Meninski,  S.  CXXX,  u. 

Aufser  in  Wolfenbüttel  findet  sich  dasselbe  Werk  noch  in  Wien 
Nr.  869,  St.  Petersburg  (Manuscrits  et  xylographes  Nr.  522  und  523), 
Paris  Nr.  46,  vielleicht  auch  in  München  Nr.  66  und  in  Oxford  (Uri 
Nr.  6);  verschieden,  wenn  auch  sehr  ähnlich,  scheinen  dagegen  H.  X.  111, 
575,  7006,  Wien  Nr.  867  und  868  zu  sein.  Das  in  Konstanthiopel 
zwischen  1853  und  September  1854  erschienene  Werk,  welches  in  ZDMG. 
IX,  627,20  erwähnt  und  in  den  Wiener  Sitz.-Ber.  XVII,  173  beschrieben 
wird,  ist  entweder  dasselbe  oder  ein  gleichfalls  sehr  ähnliches  Werk. 
Anfang  (sie):  sf  »♦Jr^  (*^5  ^f^.<^  1*^^  J^'  'OtX^  ^  ^^  i5^-^^  ^^  c5^5  '^-►^ 

*)  dieselbe  scheint  in  Wien  Nr.  839 — 842  vorhanden  zu  sein. 

•)    sie!     1.     ^Ljk>ljUi.AJ. 

»)  Hs.  ijJcXaXI»-«  . 

*)  d.  h.  die  Assasinen  oder  Ismailiten. 

TOiUsehe  Handschriften.  35 


t'J4         Türkische  Handschriften  248.  Geschichte 

46  beschriebene  Blätter;  21,5  X  1»  cm.  Türkisches  Nastailiq.  Die 
Abschrift  der  Vorrede  ist  datiert  aus  der  ersten  Dekade  des  MuHarram 
1122  =  2.-11.  März  1710.  —  Angebunden  und  als  Diez  A.  4".  38  be- 
zeichnet ist  die  Ausgabe  des  _LLu  ^;Li>,  Konstantin opel  1142  (Zenker 
Nr.  929;  vgl.  oben  Nr.  228).  —  Auf  einem  auTsen  aufgeldebten  Zettel 
steht:  .JjI   ,jIaj   ^jJJw*j    t^iXx^ytJ   eXÄscLi^L  J^jL^is   ü  jjjucol   cjwiäs.  k^LiS' 

iTt  ^O  ^US'  ^gXJI    JU-ftj    vjj^b-   ^Jyi^y  ■ 


Eine  Genealogie    des  Propheten    bis    auf  Adam    steht    auch    in  Nr.  447;   Angaben  über 
die  Ascendenten  und  Descendenten  des  Propheten  in  Nr.   170,  Anbang  5. 


248.  [Ms.  Orient.  Fol.  131.] 
Eine  auf  gi'obe  Leinwand  aufgezogene  PapieiTolle  von  3  m  Länge  und 
3 1  cm  Breite.  Auf  eine  in  türkischer  Sprache  geschriebene  Einleitung 
folgen  Genealogieeu ,  deren  Namen  in  Kreise  geschrieben  und  gelegentlich 
mit  Erläuterungen  versehen  sind.  Eigentlich  sollten  vorhanden  sein  die 
Genealogieen  der  Patriarchen  und  Propheten,  die  der  vier  altpersischeu 
Dynastien,  femer  die  der  s^j^l  ^^äj  siuls,  ^JLA-wlIÄ  xäaI»,  ,jUjL^Lw  »iül», 
ijLsvLLo  &äaJo,  jl»JL).>  **^>  ^;•*^-^■^*>'  *-M^7  ij^'^;'»^  ^-M*»  (j^t-^**'  ^^'^^j 
^b  JtJL«  *äaJo,  54>>Ä.ik/>  ÄJüifl,  ^jLi»  vaXJo.  kÄjis  und  endlich  ,jLjUic  &äJc. 
Da  ein  offenbar  grofses  Stück  der  Rolle  aber  abgerissen  ist  und  fehlt,  so 
sind  in  der  That  nur  vorhanden  die  Genealogie  der  Patriarchen  bis  oLw^j 
(.iLJI  äaIc  und  die  der  altpersischen  Könige  bis  oLäaS',  bei  dessen  Namen 
iui  Kreise  steht:  (iS^i!  J^^-»^lj  y<.LJlj  J.aj'v=^  i5t>J^i  (»^^^-^'ib  J«o  i^^y^.  )yi 
wLjjy  stXÄjLev,  und  daneben: 


Anfang:  ^d^  pOl  ääjJo  v^ij^ä.  s_aä.  ....  (ausgerissen) j  (j^Ls«^  «X»^ 

Gutes  Nasyl   ohne   Vocale;   hie   und   da,   besonders   am   Anfange,  be- 
schädigt. 


Türkische  Handschriften  249.  Fürstenethik  u.  s.  w.         275 

Xni.  Fürstenethik,  Politik,  Statistik. 

249.     [Diez  A.   S\   103.] 

(' >lj-.^l|  ~«,  ein  äuge  blich  von  Aristoteles  für  Alexander  geschriebenes 
Buch  über  die  Kunst  des  Reo^erens,  welches  arabisch  unter  diesem  und 
dem  anderen  Titel  s*«bJI  >joJo  ä  's.u.Lk*JI  wU^im  Oriente  weit  verbreitet 
und,  bereits  im  Mittelalter  in  das  Lateinische  übersetzt,  in  fast  alle  abend- 
ländische Litteraturen  Uberofeofansren  ist.  S.  die  Gothaer  arabischen  Hand- 
Schriften  Nr.  1S69  — 1S71-).  Als  Verfasser  der  vorliegenden  türkischen 
Bearbeitung  nennt  sich  gleich  am  Anfang  ein  gewisser  IhräTäm  ihn  Ytusnf 
(^^eJyJI,  welcher  angiebt,  dafs  er  im  Jahi-e  1133  (»«Xu^sju-  _ji  \p^\  -»j; 
beg.   2.  Nov.    1720)  das  Amt  eines  Qüdl  in  Ghalata  bekleidet  habe. 

Das  arabische  Original,  nach  welchem  die  vorliegende  türkische  Be- 
arbeitung gemacht  ist,  zerföllt  in  zehn  Capitel,  welche  von  Flügel  zu  der 
Wiener  Handschrift  Nr.  1S27  (HI,  25S)  aufgeführt  werden.  Die  türkische 
Bearbeitung  soll,  der  Angabe  der  Vorrede  zufolge  (Fol.  7*'),  nur  acht  Ca- 
pitel enthalten,  und  zwar  würden,  nach  der  in  der  Vorrede  gegebenen  Auf- 
zählung derselben,  dem  arabischen  Originale  gegenüber  die  Capitel  5  und 
7  fehlen.  In  der  That  aber  sind  in  dem  Texte  selbst  zwei  Capitel  als 
„fünftes"  bezeichnet  (Fol.  30*  und  32''),  von  welchen  das  erste  dem  fünften, 
das  zweite  dem  sechsten  des  arabischen  Originales  entspricht,  so  dafs  nur 
das  siebente  *)  Capitel  des  letzteren  ^vii-klich  fehlt.  Die  in  der  türkischen 
Bearbeitung  vorhandenen  Capitel  sind  also  die  folgenden:  I  (=  arab.  I) 
beginnt  Fol.  8*;  H  (=  arab.  H)  Fol.  11':  HI  {=  arab.  IH)  Fol.  19'; 
IV  (=  arab.  IV)  Fol.  22*;  V'  {=  arab.  V)  Fol.  30*;  \^-  {=  arab.  VI) 
Fol.  32^  \T  (=  arab.  VHI)  Fol.  33*;  Ml  {=  ai-ab.  IX)  Fol.  36^  ^^^ 
(=  arab.  X)  Fol.  5  6\  —  Eine  andere  Handschrift  der  türkischen  Be- 
arbeitung ist  mir  nicht  bekannt. 


1)  Fol.  2''  Z.   11,  Fol.  3*  Z.  3. 

*)  Vgl.  jetzt  auch:  Eich.  Foerster,  De  Aristotelis  quae  feruntirr  secretis  secretornm 
commentatio.     Kiliae  1888.    4". 

*)  Vgl.  unten  Nr.   260,9   fol.   237. 

JUJjIjO     ;y:l    ^ 
35* 


276  Türkische  Handschriften  250.  Fürstenethik  u.  s.  w. 

Anfang:     ^   J!if|   -aä.  «JIj    tX*^    J^  (.i^.*Jf^    s^-LaJI^   JU*    Jk5'  |J>£   «JÜ  ö^d^\ 

63  beschriebene  Blätter;  21  X  12  cm.  Flüchtiges,  doch  kräftiges  und 
deutliches  Taihq  mit  19  Zeilen  auf  der  Seite;  die  Seiten  sind  mit  doppelten 
rothen  Linien  umzogen. 

250.  [Diez  Fol.  2.] 
2wib(j*^U',  eine  FUrstenethik ,  persisch  von  Kmkä'üs  ihn  Ishandar  ihn 
Qäbüs  ihn  Wahngir  für  seinen  Sohn  Gtlänsäh  im  Jahre  4  73  ')  (beg. 
22.  Juni  1080)  verfafst  und  dann  für  den  Sultan  Muräd  II  (reg.  824  — 
855  =  1421  —  1455)  von  Marjumak  ÄTimad  ihn  Ilyäs  in  das  Türkische 
übersetzt,  welche  Uebersetzung  an  einem  Freitage,  23.  Salbän  835  = 
25.  April  1432,  vollendet  wurde.  Das  Werk  ist  bekanntlich  von  Diez 
nach  der  vorliegenden  und  den  beiden  folgenden  Handschriften  in  das 
Deutsche  übersetzt  worden  (Zenker  Nr.  1359),  so  dafs  weitere  Angaben 
über  den  Inhalt  überflüfsig  sind.  Ueber  das  persische  Original  vgl.  man 
die  persische  Handschrift  Nr.  266,  über  die  drei  türkischen  Uebersetzungen, 
in  deren  Reihe  die  vorliegende  die  zweite  Stelle  einnimmt,  Diez  a.  a.  0. 
S.  179  und  Krafft  zu  Nr.  486;  über  ein  gleich  betiteltes,  aber  ver- 
schiedenes Werk  in  persischen  Versen  die  Gothaer  Handschrift  Nr.  40,5. 
Das  35^'"  Capitel  (über  Dichtkunst,  P'ol.  162"  der  vorliegenden  Handschrift) 
ist  auch  von  Wickerhauser  in  seinem  „Wegweiser"  (Zenker  II,  394) 
türkisch  (p.  fit")  und  deutsch  (p.  287)  mitgetheilt.  —  Andere  Handschriften 
finden  sich:  in  Wien  (Krafft  Nr.  4  86),  München  Nr.  59,  Oxford  (Uri 
Nr.  47),  St.  Petersburg  (Dorn,  Asiat.  Museum  S.  208^)),  Paris  (Wien. 
Jahrbb.  XCII,  Anz.-Blatt  S.  59  nr.  18)  und  im  Brit.  Museum  (Rieu 
p.  116^). 
Anfang:     sS\^    iX!IL^   jüiii.    yfJs>   J^s.    -iLlJf^    5il..ciJt^    'jj-xJUJI   vIj>    «-U    d^^\ 

220  beschriebene  Blätter  (29,6  X  19  cm),  von  denen  das  letzte  nicht 
mehr  zum  Qäbüs -nämah  gehört,  sondei'n  nur  einige  von  zwei  fremden 
Händen    geschriebene  Notizen  und  Verse  enthält.     Schönes,  grofses,   voca- 


')   nach  der  persischen  Hanilschrift  Kr.   266   ist  die  Arbeit  zwei  Jahre  später,  im  Jahre 
475   (beg.   1.  Juni   1082)   angefangen  worden. 
")  unbestimmt,  welche  Uebersetzung. 


Türkische  Handschriften  251-253-  Fürstenethik  u.  s.  w.         277 

lisiertes  Nasxi  mit  15  Zeilen  auf  der  Seite;  Randeinfassung  von  zwei 
rothen  und  einer  blauen  Linie,  auf  den  ersten  Blättern  von  Goldborden 
gebildet;  am  Anfang  ein  hübscher  iUnwän,  auf  Fol.  2*  eine  ähnliche 
Verziei-ung.     Datiert  vom  Jahre  !!♦  d.  i.   1110,  beg.    10.  Juli    1698. 

251.     [Petermann    723.] 
Ein  zweites  Exemplar   derselben  Uebersetzung   des  Mor^umah  Alimad 
ihn  Ilyäs. 
Anfang:      ,^£.   «X«.^  xüJLä.  j.xä.  ^/^    [.iL«JI^    s^LaJlj        (J.x*JLjiJI  o^  äJJ  tX*Ä.I 

209  beschriebene  Blätter;  21,bX  15  cm.  Gutes,  deutliches  Nas/l  mit 
15  Zeilen  auf  der  Seite;  neu.  Die  Seiten  sind  mit  doppelten  rothen 
Linien  umzogen. 

253.  [Diez  A.  4«.  60.] 
Nachdem  die  in  den  beiden  vorigen  Handschriften  enthaltene  Ueber- 
setzung des  Qäbüs-nämah  von  Marjumah  veraltet  war,  verfafste  Murtadä 
bekannt  unter  dem  Namen  Nazvü-zädah  (Fol.  3^  Z.  4)  auf  Veranlassung 
des  Öasan  PaSa  (Fol.  3^  Z.  4  v.  u.)  im  Jahre  1117  (beg.  25.  April  1705; 
das.  Z.  9),  und  also  unter  der  Regierung  des  Sultans  Älhiiad  III  (das.  Z.  3) 
eine  neue  Uebersetzung  desselben  Buches,  welche  in  der  vorliegenden 
Handschrift  enthalten  ist.  S.  Diez,  Buch  des  Kabus  S.  180,  wo  auch 
von  der  vorliegenden,  nicht  sehr  correcten  Handschi-ift  die  Rede  ist. 
Anfang:  'j.i.1  äj^  l^l,  'ÜU)I  XA^=i  ^f  lj^*-=^  'tX*^l  c>ysi\  <■  d^'3\  äJÜ  d-^i.\ 
168  beschriebene  Blätter  mit  Originalfoliierung ;  21  X  14,6  cm.  Gutes 
Nasxt  mit  17  Zeilen  auf  der  Seite.  Abschrift  vollendet  zu  Asow  ,jKI  am 
Neumond  (c  =  s^?)  des  Safar  1126  =  16.  Febr.  1714.  —  Auf  einem 
aufsen  aufgeklebten  Zettel  steht:  tjS'Ji  ^^JU^»  ljLj  «yjji^  (j'yJ  «job(j*,^U  ljLäS' 
(♦Aö  siX.ü«J^\  Ä4Ä.Ö'.  Auf  zwei  vorgehefteten  Blättern  ein  Inhaltsverzeichnifs 
mit  Blattweiser;  Nachträge  auf  den  Rändern  häufig. 

253.    [Diez  A.  8».  60.] 
Eine    andere   Handschrift    derselben    Uebersetzung,    nach    Diez    weit 
cori'ecter,  als  die  vorige;  s.  Buch  des  Kabus  S.    181. 
Anfang  wie  in  der  vorigen  Handschrift,  aber  oJoJl  statt  JjJl. 

168    beschriebene,    mit   Originalfoliierung    versehene   Blätter;    20,5  X 


278         Türkische  Handschriften  254.  255.  Fürstenethik  u.  s.  w. 

12,5  cm.     Ziemlich  neues,    deutliches,    vocalisiertes   Nas/I   von    tUi-kischeni 
Zuge  (oder  Diwäni-nasxlsi)  mit   17  Zeilen  auf  der  Seite. 

254,     [Petermann  ü,  486.] 

Nochmals  dieselbe  Uebersetzung ;  Anfang  wie  in  der  Handschrift  Nr.  252. 

1 1 6  beschriebene  Blätter  und  aufserdem  ein  vorgeheftetes  Blatt  mit 
Aufzählung  der  Capitel  und  ihres  Inhaltes;  20,5  X  15  cm.  Deutliches 
Nas-/l  mit  21  Zeilen  auf  der  Seite.  Abschrift  vollendet  am  22.  Bamadän 
1174   =   27.   April    1761. 

255.  [Diez  A.  4«.  46.] 
J^jLwJI  _l.^Ävoj  'JjL^JI  _b'  (Fol.  13%  letzte  Zeile),  eine  von  MuRam- 
mad  ihn  Mustafa,  bekamit  unter  dem  Namen  Qädl-zädah  '),  für  den  Sultan 
Muräd  (IV,  reg.  1032  —  49  =  1623  —  40)  verfertigte  Uebersetzung  des 
[»aäJIj  (c^Uf  Ä.'^'^^i  ij  'J^'iS^r^'  «awLaa-J'  betitelten  arabischen  Werkes  von 
Ihn  TaimJyah;  s.  die  Endschrift -)•  ä.  X.  III,  633,  7  303  erwähnt  das 
ai'abische  Werk')  und  zugleich  sowohl  hier,  als  auch  V,  631,  12  396  eine 
andere,  xJltXjJf  rX^J^^  'jÜL>!i)|  j^l>Jw  betitelte,  von  Plr  Muliammad  ihn  lAli 
al  iASiq  verfafste  und  einem  Sultan  Salim  zugeeignete  türkische  Ueber- 
setzung, aus  welcher  ein  Stück  in  AI.  3  der  vorliegenden  Handschrift  und 
in  Nr.  258  fol.  50" ff.  enthalten  ist. 
Anfang:     kS^Ajo   »^^.ä.o  ^J!^AÄ  x5'  Äj^JLiibk  o^.»js?  J.I  l.g^l  ^^^  «yjk.*:s? 

Wie  sich  aus  der  oben  mitgetheilten  Endschrift  auf  Fol.  15  4"  ergiebt, 
schliefst  daselbst  die  Uebersetzung  des  Buches  von  Ihn  Taiviiyah,  und  die 
beiden  noch  folgenden  Abschnitte,  als  Muqaddimali  und  als  FaMil'ah  be- 
zeichnet, sind  eine  Zugabe  des  üebersetzers  oder  wohl  vielmehr  des  Schrei- 
bers, welcher  sie  vielleicht  beide,  jedenfalls  aber  die  Fad'h'kak  der  anderen, 
i.(  xJLsü'l  «-U*^  betitelten  Uebersetzung  desselben  arabischen  Originales  ent- 
nahm.    Es  sind  dies  die  folgenden: 


•)  Fol.  14"  Z.  6  y.  u.     Er  starb  im  Jahre   1044   (beg.   27.  Juni  1634);  s.   die  Gothaische 
Handschrift  Türkisch  Nr.   17,i. 

*)  Fol.  154":  |_u,it».=>-YJ'  «ä^US' ^A«XAÄj.Ai   ciu«Lw,    (sie)  (»SLJiu+AJ   ^j.jI    f^OxX^  yi 

*)  welches  in  Paris  Nr.  946  u.   980  und  in  Oxford  (Uri  Nr.  330,  vgl.  Pusey  p.   578) 
Torhanden  ist. 


Türkische  Handschriften  256.  Fürstenethik  u.  s.  w.  279 

2.  Fol.   155'':  eine  Abhandlung  in  drei  Qism,  welche  über  die  iäjI^jLx, 

die  v:yiLoL*rf  und  die  «ybJLe  handeln. 

r 
Anfang:     ö^ijU.!^    ^JI    ^^\.^:i'  sS^  <J^^jüjo   «.JU»  »S"  ^dSS  jJ-Jjl    cy^*^  ^j' 

3.  Fol.  177'':  eine  Abhandlung,  welche  in  40  Bäh  über  den  Krieg 
handelt,  ^1  [»st^^  i-*j=>  v_)fol  vi>  «üCJtJö.  Diese  Abhandlung  ist  von  Diez, 
Denkwürdigkeiten  I,  122 ff.  übersetzt  und  findet  sich  auch  in  Nr.  258 
fol.  50''lf.,  wo  man  sehe. 

Anfang :     j5^')-ß^    'tX-^f  ^4>^    S^   ^i   ^5♦^■^'   C  laSJakJL*«  ^yol   xT  .c>   -^Lix 

203  beschriebene  Blätter  und  aufserdem  ein  vorgesetztes  Blatt  mit 
der  roth  geschriebenen  Inhaltsangabe  JoLw^l  (sie)  «-^-ä^  JoLwIJI  _b  ^J^JvS' 
i^iXxi\  soK^^U';  20,5X14  cm.  Gutes,  vocalisiertes  Nas/l  mit  13  Zeilen 
auf  der  Seite;  die  Seiten  roth  umzogen;  Fol.  15  4''  und  155"  leer.  Auf 
einem    aufseu   aufgeklebten  Zettel   steht:    \i\yS  aolv^—öLi'   <JkjL.3l   _b  ^UT 

256.     [Diez  A.   8«.   64.] 

("  ^J»iAA4.l  ijwJü'?  eiii  Rathgeber  für  Fürsten,  ursprünglich  arabisch  von 
einem  Ungenannten  verfafst,  dann  persisch  bearbeitet  von  Hä^^i  ihn  Is- 
mälll  Tabrm'),  endlich  für  Muräd  II  (reg.  824  —  855  =  1421-1451)  in 
das  Türkische  übersetzt  von  einem  gewissen  Qäsivi  ihn  Saiyidl  al  Jiäfiz 
Änqarl  (s.  Fol.  3''  und  4"),  welcher  in  der  Wiener  Handschrift  Nr.  15  23,2 
(11,  602)  als  Verfasser  einer  arabisch  geschriebenen  Abhandlung  über  den 
partiellen  Willen  älj^J-'  »^JU^'  erscheint.  Die  in  der  vorliegenden  Hand- 
schrift beobachtete  Orthographie  ist  eine  sehr  eigenthümliche ;  so  werden 
z.  B.  (ebenso  wie  in  der  Gothaer  Handschrift  Nr.  206)  Sylben,  besonders 
Endsylben,  häufig  ohne  Vocalbuchstaben  geschrieben,  welche  denselben 
sonst  stets  zu  haben  pflegen  (wie  z.  B.  yjwö  =  ^yjwö",  Oslj  =  ^Si^?)  i'j 
u.  s.  w.),  die  Postposition  jjj  wird  häufig  fi.>  geschrieben,  u.  dgl.  m.  Das 
ganze  Buch  ist  in  eine  Anzahl  nicht  gezählter  Fad  eingetheilt. 


1)  Hs.  fciJUÄkJL.! 
«)  Fol.   4\   5^ 

^)  Fol.  3^  letzte  Zolle:  ,jiucvjüj>   xa*«>Ls    vJ    Trtf^  iiS' J^aäU-wI   ^j\   ^-äU*. 


280         Türkische  Handschriften  257.  Fürstenethik  u.  s.  w. 

Anfang:  (sie)  tXA^/i.31  t\AJuUf    ^^lkJ.*JI    JÜiLu-    ^   r'T^'  ^^^^^   ^*^'"  «^-*^l 

iXa^!  yjyxJl  iX-VT^'-Äj  tXr'vt'-'l  ^^UaJLw  y&^  2JUI  ül 
94   beschriebene  Blätter;    18X13  cm.     Sehr  schönes,  durchaus  voca- 
lisiertes    Nas^l   mit    9    Zeilen    auf  der   Seite.      Am    Anfang    ein    hübscher 
iünwän  mit  einer  Inschrift  in  Qannatt,  deren  Anfang  ich  nicht  lesen  kann; 
das  Ende  scheint  äJ  i^,yü  ^  zu  heifsen. 

257.  [Diez  A.  4».  140.] 
Diese  am  Anfang  defecte  Handschrift  enthält  eine  Ftirstenethik,  wel- 
cher, wie  sich  aus  der  Endschrift  ergiebt,  der  Titel  «^$'^^1  xäoj  zukommt; 
ebendaher  erfahren  wir  auch,  dafs  das  Buch  aus  dem  Arabischen  übersetzt 
und  im  Jahre  977  (beg.  16.  Juni  15  69)  vollendet  ist ').  Eine  nähere  Durch- 
sicht lehrt,  dafs  wir  eine  freie,  vielfach  abgekürzte,  aber  auch  mit  ganzen 
Abschnitten  vermehrte  türkische  Bearbeitung  der  ursprünglich  persisch  ge- 
schriebenen, aber  nur  noch  in  arabischer  Uebersetzung  vorhandenen  Königs- 
ethik  ((^JUt  2L:^.o_j)  des  FazäU  (f  505,  beg.  10.  Juli  Uli)  vor  uns 
haben,  welche  in  den  Gothaischen  Handschriften  Arabisch  Nr.  1874  — 
1877  enthalten  ist.  Die  Handschrift  beginnt  mit  einer  Aufzählung  der 
alten,  fabelhaften  Könige  Persiens,  welche,  bis  auf  Adam  zm-Uckgehend, 
mit  Alexander  jj.AJJdl  jj  nJoJCu/I  endigt;  hieran  schliefst  sich  eine  Anzahl 
von  Erzählungen.  Es  konmien  dann  folgende  Capitel:  Fol.  17*  (?)  JJlc 
Xx^l,  ^jUaJLJl,  Fol.  26^  «.wU^I,  JcX*J(,  Fol.  39'  Mj^I,  «X^I,  Fol.  45^ 
^LiaJLJl    .T^^^,   Fol.    62"   ^3Jj-Lo   Jo,   Fol.    66'   ^t^^  ;J>J'^,  Fol.  70"   Jjül!! 

pLxiüll  Ä-iLä  «^,  Fol.  99"  ('  yy^  ij~*r^i  O^f-.^  vj>-";^'  7^;^^'  ^°^-  ^'^^^ 
^Jot  J^  uP'^^l  (iS'J^Z^  o.xl,  Fol.  11 7''  JJI  Jaa.w  ^j  pyJl,  Fol.  125"  \yt 
^^äjI  ^^li,  Fol.  128"  ;;<JJLj  ^^^y^  (sie)  ijUi"!  ,j^l  bJ^I^  (^  st^Lfi.  —  Eine 
andere  tüi'kische  Bearbeitung  desselben  Grundwerkes  findet  sich  im  Trinity 
College  zu  Cambridge  (Palm er  p.  59);  unter  ganz  oder  fast  gleichem 
Titel  ganz  verschiedene  Werke  enthalten  die  folgenden  Handschriften: 
1)  Wien  Nr.   1884  und   1885*),  sowie  Leiden  Nr.   1973   —   2)  Räyib  PaSa 


')  Die   incorrecten    Worte    lauten:   |^   jl»J"    aXi\    i^f*-?    (iJj-^JI   vs*-^-«aJ   IwiLä^  o 

*)  sie!    1.  entweder    vJL»   .  .  .   jjJI^I,  oder    ^*-»Jj'   •  •  •   (JLäI  . 
3)  Hb.  »Olj^. 

^)  Diese   Handschriften   sind   also   im   Katalog    der    arabischen  Handschriften   zu  Gotha 
III,  S.  426  Z.  2  zu  streichen. 


Türkische  nandschriften   258.  Politik.         281 

Nr.  9  70  (von  iAhd  nlläh  ihn  Mullmnmad  cd  QustanUnt)  —  3)  München 
Nr.    255    fol.    116.    —    /?.  Z.  VI,   35  3    sagt   von    dem    Werke    des   razäll: 

Anfang:     'vj^   i'-^*^'  £&«*♦$' i25L'»j  ^^  '^j(>.j*i.lcjl 

134  beschriebene  Blätter;  21  X  15  cm;  Fol.  5  8  ist  ein  eingeklebtes 
kleines  Blatt  mit  einem  arabischen  Gebete  und  dessen  türkischer  Erklärunsr 
_ww.     Grobes,  vocalisiertes  Nas/J  mit   14  Zeilen  auf  der  Seite;  Schreiber: 

^^tX c   (•Lä^j    olyo    ^    J.AÄJ.      Auf  einem   vorgebundenen    Blatte   steht,    von 

Wilken's  Hand,  aufser  der  Nummerbezeichnung  der  Handschrift  die  fol- 
gende Inhaltsangabe:  „(iS^Ul  o^Ä«aJ  ^l'xf  (scr.  a°.  Heg.  977).  (Historia 
priscorum  Regum,  Mohammedis  ejusque  prosapiae.)  manca  in  initio." 

258.     [Diez  A.   8".    128.] 

«^Ijjoill  j^l^Äx,  Wegweiser  für  Regierende,  vei*fafst  und  in  eine  Mtiqad- 

dimali    und    drei    Fad    eingetheilt   von   Ahü   Adam   Dedeh   Xätvin,    welcher 

dem    Orden    der   NaqSbandl   angehörte ').      Die    Miiqaddimali   handelt   über 

J»4\_sLi    ud*j,    die    drei    Fast   sind    überschrieben:    I   (Fol.    12")    (^«.JüsLö^jb 

^0  »tXÄjlxj  ^^y^^^  vl'^-=»';  It  (Fol.  28")  i^l^t>  V^;S  *^^'  'J'*'^  '^T^f')^ 
yO  sJkAjLo  i^y^  (sie)  t^-J.,^5  cSJiiUJLcj;  III  Fol.  50')  v_*jö^"  »»vjt  ob  ,j  j' 
_L^[j]  iJLsü'l  f^^f'^  ';i5  »JujLaj  t^ÄÄ.  (sie)  i^yXMy\^  Vr-^  vjli^'  ^(^.i-^jJJ^ 
^yjy\  Jüj  ^jtXjUr  -Li  «JliXjJi .  Dieser  letztere  Auszug  aus  dem  Werke  «-Iy*j« 
kJljuül  ^Lj^^  J^M'  (^-  '*^-  III,  631,  7303  und  V,  631,  12396)  ist  als 
selbständige  Schrift  mit  dem  Titel  ^1  [»s'^j  vr^*  v'*^'  )'^  «J^'<3^  auch  in  der 
Handschrift  Nr.  255,3  enthalten,  und  eine  nach  diesen  beiden  Texten  ge- 
fertigte Uebersetzung  dieses  Abschnittes  findet  sich  in  Diez,  Denkwürdig- 
keiten I,    122  ff. 

Im  Anfang  des  37^'^"  Bäh  des  dritten  Fasl  blicht  die  Schrift  des 
Dedeh  Xütim  ab^);  die  übrigen  Blätter  (72  —  84)  der  Handschrift  enthalten, 
von  gleicher  Hand  geschrieben,  ein  am  Anfang  defectes,  arabisches  Schrift- 
chen verwandten  Inhalts  in  drei  (Japiteln. 


*)  er  nennt  sich  in  der  Vorrede:  JoüovLaj   |«jLi».  »00  (.ol  j.jI  1— öa^   ic'^''-*   >— "i**-^  ;v* 
*)  mit    den  Worten:    täJoXÄjUo    -iC.    vO    SvV.I   oLä*o(.    cIöI.  ,  Ende  von  Fol.  Tl*". 

Tfirkifche  Handschriften.  o6 


283         Türkische  Handschrifteu  259.  260.  Politik. 

Anfang  der  türkisclien  Schrift:     ujU=»    täiUjjCa.    ^JiLs.    v;yw«i=.  J^l   «Xt^^  Uj 

84  beschriebene  Blätter;  17X11  cm.  Gewöhnliches,  deutliches  Nasy(l 
mit  1 5  Zeilen  auf  der  Seite ;  rothe  Umrandung.  Am  Ende  des  arabischen 
Schriftchens  nennt  sich  der  Schreiber  Mustafa  und  datiert  seine  Arbeit 
von  einem  16.  Gumädä  I,  ohne  das  Jahr  anzugeben.  Neu.  Die  Eänder 
sind  hie  und  da  beschrieben;  Fol.  50  ist  etwas  gröfser,  als  die  übrigen 
Blätter. 

259.  [Ms.  Orient.  Fol.  529.] 

Abhandlung  über  Nationalökonomie,  (^aäLj  j^ö^'f  economic  politique, 
auf  türkisch  Jj.ä/i  vAjtXi",  nach  französischen  Werken,  hauptsächlich  denen  des 
^^L^  ytMjyja  d.  i.  Monsieur  (J.  B.)  Say  und  oö^  JjLi  Charles  Comte 
gearbeitet  und  in  eine  Muqaddiviali  und  dreifsig  Band  eingetheilt.  Auf 
einem  vorne  eingeklebten  Zettel  steht:  „Geschenk  Sr.  K.  H.  des  Prinzen 
Regenten,  eingesandt  am  6  Mai  1859  unter  dem  Titel:  Abro  Ef feudi, 
Direktor  der  auswärtigen  Correspondenz  der  h.  Pforte,  Traite  d'economie 
politique  appliqu^  ä  la  Turquie".      Der   Verfasser   lieifst   also   ^^^^JJ^  j*-jf; 

innerhalb  des  Buches  selbst  finde  ich  denselben  nicht  genannt.  

Anfang:    »s\Jjo  Kx/iy^s-  ootiÄx)  stXjLev   ^'»^♦ä.    »-^^^  ^jjjJjl   i»^^^  »♦JLc  äxJüü) 

105  mit  Originalpaginierung  vei'sehene  Blätter,  und  auTserdem  drei 
vorausgeheftete  Blätter,  welche  ein  Verzeichnifs  der  30  Band  mit  ihren 
Ueberschriften  enthalten;  25  X  16,6  cm.  Sehr  schönes,  vocalloses  Nas^l 
mit  17  Zeilen  auf  der  Seite.  Das  in  rothen  Saffian  mit  reicher  Gold- 
pressung gebiuidene  Buch  steckt  in  einem  mit  violettem  Saffian  über- 
zogenen und  gleichfalls  mit  Goldpressung  verzierten  Futteral. 

260.  [Ms.  Orient.  Fol.   1271.] 

Diese  Handschrift  enthält  eine  grofse  Anzahl  mehr  oder  weniger 
kurzer  Notizen  und  Aufsätze,  zumeist  politischen  Inhalts  und  aus  dem 
Ende  des  1 0.  und  Anfeng  des  1 1 .  Jahrhunderts  d.  Fl.  herrührend.  Er- 
wähnenswerth  scheinen  die  folgenden: 

1.  Fol.  13*:  ein  ^^Uä  LoLi^yLs  oder  ^^Uic  ^y^\^  Lcb^j^U  ge- 
naimtes  Qänün-näviah,  welches,  von  Mustafa  Beg  redigiert,  Verordnungen 
enthält,  welche  Ganäbl  PaSa,  der  frühere  —  damals  schon  verstorbene  — 


Türkische  Handschriiten  260.  Politik.         283 

Begierheg   von    Anatolien,    um    die    Mitte    des    10.  Jahrhunderts    d.  Fl.    er- 
lassen hatte. 

Anfang:  '|jKx>oä=»  'äJ  ;^-äi^j   Ty^7'°  'cJ^'j'  *^^  '^'.J^j'  15*^^7''^  li^Li' 

2.  Fol.  19":  dasselbe  Qanün-nämah,  dessen  Inhalt  von  Kr  äfft  zu 
Nr.  CDLXX  (S.  178)  seines  Kataloges  genau  angegeben  wird,  und  welches 
auch  in  den  Leidener  Handschriften  Nr.  1922  und  1923  (III,  I8l)  ent- 
halten ist.  Ein  Verfasser  wird  nicht  genannt.  Abschrift  datiert  von 
einem  Montage,   24.   Gumüdä  I    1013   =   18.  October   1604. 

Anfang:     '^jU^^^I^  JtX»3L>  ^L  '^jJl  ,Jil  «jJU-'l  xl)  d^J-\ 

3.  Fol.  42'':  das  hier  aus  der  ersten  Dekade  des  Samväl  788  (= 
28,  Aug.  —  6.  Sept.  1386)  datierte  Schreiben  Mwüd's  I  an  Ewrenos  Beg, 
welches  auch  in  den  Handschriften  Nr.  5*,3o  und  Gotha  Nr.  146  fol.  216'' 
enthalten  und  bei  Diez,  Denkwürdigkeiten  von  Asien  H,  113  ff.  übex'setzt 
und  herausgegeben  ist').  Vgl.  auch  Dresden  Nr,  7  0  Fol.  45,  Kr  äfft 
Nr.  XCIX  (datiert  vom  Jahre  806)  und  de  Jong  Nr.  210  (datiert  von 
Brusa   780). 

Anfang:  'äAjI  ^jU^-Lw  j^sLe  fr^^i  (V.ilj>.j  J>  '&J' >üJjl  >Cjv  ^^jL+jo  «ajj  ^i'«.J 
Die  roth  geschriebene  Ueberschrift  lautet  hier:  ^y=*y>  cJ^^'  '^"f:^  iC>(^  i^^^^jo^ 
^Juü^wo  üäjIjj  j^4>-jj  xXj  i_r«j;;l  »-y^  '^-^-'l  (sie)  X4.=>.>  tS)'-^  \j^  '^'7^  ^LkLw 

4.  Fol.  44":  einige  Schreiben  oder  Erlasse  alter  osmanischer  Sultane, 
das  erste  von  iTJBmän  ihn  TJry^än,  datiert  aus  der  letzten  Dekade  des 
Eahil  II   759   =    1-10   April    1358. 

Anfang:     'sj^^rff  .^  <^)r^  ks^  V^;'^V  t5*^  ^  ^ 

5.  Fol.  55'':  eine  Sammlung  von  Fatioas,  des  Abu  '1-snlüd  (f  982, 
beg.  23.  April  1574;  Hammer,  Dichtkunst  II,  352)  über  Fragen,  welche 
sich  auf  Ländereien  beziehen.      Auch    auf  Fol.   341"    steht  noch  ein  Fatwä 

von   ihm.      Die    Ueberschrift    der   vorliegenden    Sammlung   lautet:    ^^ =»j.^ 

s4>    ^M}yjii    i^XxXjo   iu^^^]\\    *a5>J>->j.Jj'w«Q.i».    ^_5<Xol    i>ys.MJ\   jjI    iü    >j_fti>o. ,    der    An- 
fang des  ersten:  '^j.aJL*JI  Jj»  J^^.  »äaJL~»^  '(J-^-«)  ^5j;  c;^i'L^  l_>Uö.. 

6.  Fol.   62":    das    (arabisch   geschriebene)  Abkommen,    welches   angeb- 


^)  die  Handschrift    Diez   A.   8".    19,    nach    welcher  Diez    gearbeitet  hat,    fehlte,    wie 

eine  Bandbemerkung  im  Kataloge  seiner  Handschriften  besagt,  bereits  im  Jahre    1818. 

^)  d.  i.  Kossowa,  das  Amselfeld  (vgl.  Hammer,  Osman.  Reich  I,  208). 

36* 


284         Türkische  Handschriften  260.  Politik. 

lieh  Maliammad  mit  den  Christen  getrofi'eii  haben  soll,  und  welches  bereits 
mehrfach  herausgegeben  und  übersetzt  ist ').  Dem  arabischen  Texte  ist 
hier  eine  kurze  Einleitung  und  ein  längeres,  erläuterndes  Nachwort  (>a*«.Aj 
xSSiiMO  «^1^  u^«j)  in  türkischer  Sprache  beigegeben,  in  welchen  jenes  Ab- 
kommen als  Grundlage  für  die  Steuerverhältnisse  der  christlichen  liüiäyä 
behandelt  wird. 
Anfang  der  Einleitung:  sjol  jjLo  Jlj.^«!  (j^^'  i^^huJo  xJLjl  ooo 
des   arabischen  Textes:      ^\li\    «iK   Jl   'ä1)(   J^aä    ^jj    tXi^   äaäJ'  i^jLi'  ItXÄ 

7.  Fol.  69'':  ein  Fatwä  des  SflJcZ  al-din  Efendi  über  den  Militärdienst 
der   Raiäyä:    ^-^Ia*«    ^AvXÄjLb    LjLcn    <ä:>Ujj-L)'w«äL=»    ^tXJLil    ^.jjJI    tX*^    fJ^T^ 

8.  Fol.  70*':  ein  Insä  und  Qcmün-nämah,  viele  Staatsschriften  und 
Verordnungen,  welche  sich  vornehmlich  auf  militärische,  Handels-  und 
Gewerbsverhältnisse  beziehen,  aus  dem  Ende  des  10'"°  und  dem  Anfange 
des  1 1 '""  Jahrhunderts  d.  FL,  enthaltend.  Jede  Ueberschrift  fehlt  und  auch 
den  Namen  eines   Veiiassers  resp.  Redactors  finde  ich  nicht  genannt. 

Anfang:      ^Üj^Äjl    ^^La-w    si^JUjLs»   JjI    »jjJ.j^^    JLs.   (jöve  (sie)  -iLw  8li\t> 

9.  Fol.  130:  ein  sjoLj^^Ls  über  Ernteverhältnisse  ((^L^ää),  beginnend 
mit  einem  Fatwä  des  Abu.  'J-sunid'  ferner  (Fol.  175'')  ein  solches  für  Qara- 
mün  (vgl.  Leiden  Nr.  1924),  Fol.  237  für  das  Liwä  Büli  (in  Kleinasien, 
s.  Galiännumä  p.  ^^\  =  Norberg  II,  459),  Fol.  251''  über  Pferdeknechte, 
Viehtreiber,  Feldwächter,  Hirten  u.  s.  w.,  Fol.  261''  über  Weideplätze  ^^y, 
Fol.  272''  über  Landvermessung  ^) ,  Fol.  274*'  nochmals  über  Weideplätze, 
Sommer-  und  Winterquartiere  ü^Jb^  r?'-"^  (S^T^}  ^^'^^^  (j-^ü^  O^V 
v^jl   Sc>  sf  jj    sJaiLo   yLoy^^   ;iU/>l,    Fol.   285''    über  Gärten    und    deren 


')  Zenker  Nr.  1430 — 1433.  Aufserdem  liegt  mir  eine  Ausgabe  mit  Uebersetzung 
(Opera  et  studio  Johannis  Georgii  Nisselii.  Lugd.  Bat.,  Jo.  Elzevier  1G55.  4")  vor,  welche 
bei  Zenker  fehlt.  Sie  gehört  zusammen  mit  dem  bei  Zenker  als  Nr.  1378  aufgeführten 
Buche,  wie  ein  gemeinschaftliches  Titelblatt,  welches  neben  den  zwei  Separattitelblättern 
vorhanden  ist,   beweist. 

2)   vgl.  Gotha  Nr.    134. 

^)  überschrieben  nJoI  ^^[^  ^äjJo  i^.»4-;'  ü5Ü-Lj  und  mit  Figuren  unregelmäfsig 
gestalteter  Grundstücke  ausgestattet. 


Türkische  Handschriften  260.  Politik.         285 

Ertrag  an  Nüssen,  Kastanien  und  Eicheln,  Fol.  30  6"  über  Lehen  >Uaj, 
u.  s.  w.  Alles  aus  dem  Ende  des  10'°"  und  dem  Anfange  des  ll'^"  Jahr- 
hunderts d.  Fl. 

Anfang   (Fol.    130''):    ^s».^^'    ^\^-^  )>>  ^t\j|    ^Lo   J,\ya.\  ^jül^l    [jIxXjo  soLiä 

i*Uj°     l^sSJi     öL-j^.^     v:>J>«      2ÜJ«_w     {^'y^i     Vi)\y-jO     ^c^t*J»yu\     L^Lj     5W^ 

10.  Fol.  341*':  ein  Qmnm-nämak  über  Grundpacht  yjJo  itnd  dessen 
Ueb ergang  auf  Erben. 

Anfang:      s^  \(XJ^.s^l    J«.;    (j^^l    (3ä*wo    i^.y^    ^'^{Srfi"    u*>' 

11.  Fol.  365"':  ein  Qänün-nümaJi  über  Ackerfelder,  ^'^jl  eS^ui^^  F^"^" 
»Jol  ^^Laj  ^5^^;^'  überschrieben,  und  begimiend:  Oj-ai'  J>j  (ifwÄ-i-c  xJU«.4.r  w 
BfcXi^JüL**,!  t>^j-:;j  5wis.l  ^jöJ  ;_>i»Lo  sjj'jjjjl  cj^  ^J.)o^t(^Jl .  Immer  aus  der- 
selben Zeit. 

12.  Fol.   393'':  ein   Qänün-nämaJi  über  Darlehen  \jö3  und  Kauf. 
Anfang:     jjl—5    (^  »^'j    (^  i->Ia«,I    L^    ^ji.+J-j^    l/öJs    sOJCLw.^i' «j  »sSuxi*«^  jj  illl 

13.  Fol.    397'',  401   und  409:  Titulaturen. 

Anfang:     i_»ljül    xäau&=>.I^    vl^Jü.ltXä.^    ^IjC«.ä   (5^^5  r»'-'^'  (V^ 

14.  Fol.  4  00*:  ein  Brief  des  iÄbd  cd  karJm  al  Hasani  ^^Ä^i^l,  be- 
ginnend LaILj  ,jUifc  yXjö\juu^  y^'j^  '  1**^)  v-''-^  1*^7^  "^'^^  rrjy*  *^'  >  ^"^  datiert 
vom  Jahre   100  2  (beg.   27.  Sept.    1593). 

15.  Fol.  405'':  Bericht  über  den  Feldzug  des  Afimad  PaSa  in  Ungarn 
und    die  Eroberung   von  Temeswar    (im  Jahre   155  2);    überschrieben:    ^fsLc 

Anfang:     s.\^\  styxxxyX^  Jo,!  (»Jöl  ^^^tXj^ 

16.  Fol.  411":  Terntorial-Eintheilung  und  sonstige  statistische  Ver- 
hältnisse des  osmanischen  Kelches;  am  Anfang  defect.  Der  erste  voll- 
ständig vorhandene  Abschnitt  ist  überschrieben :  ^(XXJyiyJO  ^J^^\  *i'lj  »*>  j^bl 
syüjl  wJo  x5'l ,  und  beginnt:  'i_äj-yi  -Li  ^ i~äjw>v.  (j/»Jö  ^^)y^  LljJuo  'oijwi  LoiS' 

'tJuol     'j.^v^^vt      '0IJ.ÄJ     'v-jJ^^      'j.CS>0. 


1)  d.  i.   TaKrJf  für  ol^t. 

*)  sie!      Ea  ist  wohl    i^l.    „und  ein  Pferd"  gemeint. 


286         Türkische  Handschriften  261.  Politik. 

322  beschriebene  Blätter  ^),  von  welchen  viele  kleiner,  als  das  Format 
der  Handschrift  (29  X  1'^  cm),  und  nachträglich  zwischen  die  gröfseren 
Blätter  eingeheftet  sind.  Meist  schönes  Nastalliq  mit  23  Zeilen  auf  der 
Seite.  Die  Ränder  vielfach  beschrieben.  —  Auf  einem  vorgehefteten  Blatte 
steht  von  der  Hand  des  Herrn  Dr.  Klatt:  „Gekauft  Febr.  1884  von 
J.  A.  Stargardt,  Buchhandlung  in  Bei'lin,  für  20  Mark";  auf  einem  nach- 
gehefteten  Blatte  (mit  Bleistift):  „Miscellanea  Turcica.     Prof.  Mahn". 

261.  [Petermann  H,  279.] 
Ein  unter  Sulaimmi  I  (reg.  926  —  974  =  1520—1566)  zusammen- 
gestelltes, hauptsächlich  auf  Lehens-  und  Steuerverhältnisse  bezügliches 
Qänün-nämah ,  welches  aus  einer  grofsen  Anzahl  zur  Gesetzesgeltung  er- 
hobener Fatwä  des  Abu  'l-sulüd  (von  welchem  auch  die  ganze  Samm- 
lung zusammengestellt  sein  soll) ,  AJimad  ^) ,  Muliammad  Bahä'i ') ,  YaJiyä 
Efendi,  lAhd  al  lazlz  u.  a.  besteht.  Dieselbe  Sammlung  findet  sich  auch 
in  der  hiesigen  Handschrift  Nr.  18,3,  ferner  in  Upsala  Nr.  4  70,  München 
Nr.  113-115,  Wien  Nr.  1816  (HI,  250)  und  im  Brit.  Museum  (Rieu 
p.  247**);  sie  ist  von  Hammer  in  seiner  „Staatsverfassung  des  osmanischen 
Reiches"  benutzt,  wo  z.  B.  gleich  das  erste  Fatwä,  die  Frage  MA=»l*ia.  ^^1 
sJ.I  wlix  <^ykj,yyM  jjLo  ^A.ÄÄj  sjvj  ÄJvxLc  \jci\\^  nilt  Autwort  des  Abu  'l- 
siiiüd,  auf  S.  346  des  ei'sten  Bandes  übersetzt  wird.  —  Am  Rande  sind 
nicht  selten  Nachträge  beigefügt. 
Anfang :  i^Us.   '  vJiXj  ^^  Ji'  ^^e  ySi^  uö3\^  cjt^4.*«Jl  üS-Lo  xj  ^5  jJI   xJJ  d<^\ 

Gröfse  der  Blätter:  21X^3  cm.  Das  Qänün-nämah  erstreckt  sich 
bis  Fol.  lö'';  der  Rest  der  Handschrift  (bis  IM")  enthält  Abschnitte  ver- 
wandten Inhalts,  aber  in  arabischer  Sprache.  Die  Abschrift  wurde  am 
Anfang  s^  des  MuEarram  1191  =  9.  Febr.  1777  vollendet.  —  Ein  Siegel 
ist  mehrfach  abgedrückt. 


*)  eine  vorhandene  Originalfoliierung  zeigt,  dafs  eine  Anzahl  von  Blättern  verloren  ge- 
gangen Bein  mufs.     Oben  ist  trotzdem  nach  dieser  Originalfoliierung  citiert. 

*)  d.  i.  Kamal-PaSa-zädaJi;  s.  Nr.   139. 

')  Er  war  unter  Muliammad  IV  wiederholt  Mufti  und  starb  im  Jahre  1064  (beg. 
22.   Nov.   1653);  vgl.   Hammer,  Osman.  Dichtkunst  III,  406. 


Türkische  Handschriften  262.  263.  Politik.         887 

262.     [Diez  Fol.   24.] 

Ein  jüoljjj^üf  mit  der  Uebersclirlft :  J^icUI^  ^^LJ^  0*-^^^  Lebyj^Lä 
(iö'jjjoit.  (iLivcf  täJ'Jb^.  i^L^wi'^ .  Den  Anfang  macht  ein  Strafgesetzbuch, 
welches  die  für  Unzucht,  thätliche  Beleidigungen,  Todtschlag  und  Trunken- 
heit zu  verhängenden  Strafen  festsetzt.  Es  folgen  dann  Bestimmungen 
über  die  Lehen  der  Kriegsleute  >Uxj,  die  Pensionen  der  Ausgedienten,  die 
Zölle,  Zehenten  und  anderen  Abgaben  in  Rnmelien  und  Anatolien,  in  Qa- 
ramän  und  anderen  Ländern  des  osmanischen  Reiches. 

Am  Ende  steht:  KjL»jt~ö.  ,jOj..cLc.  *a**/  xä*«  v_jLiJl  eSU-Jt  x-L'l  (jy^  o^' 
LJLa.*^  (JwcU^  yt.sJ>-\  jj^tX-l  «•*•=>  r^ÄÄil  «;7-=»  '^^^  ■  Nach  diesem  Wortlaute 
bleibt  es  unsicher,  ob  das  angegebene  Datum  927  (beg.  12.  Dec.  1520) 
sich  auf  die  Vollendung  des  Gesetzbuches  oder  auf  die  der  vorliegenden 
Abschrift  bezieht,  ob  also  das  Gesetzbuch  aus  dem  Anfang  der  Regierung 
Sidaimän's  I  (seit  926),  oder  vielleicht  schon  aus  der  eines  seiner  Vor- 
gänger stammt. 
Anfang:    L«*J.(  J^t  ij^^'  Lj)^  l*«.i^l  v:yjlj  alf-^jM  &.wJ.i'  Ij\  ^L*!«**  ^.j  ^a«x*j-ä. 

42  beschriebene  Blätter;  30  )<  1  <^  cm.  Schönes,  vocalisiertes  Nasxi 
mit  15  Zeilen  auf  der  Seite.  Jede  Seite  ist  mit  einer  rothen  Linie  um- 
zogen, die  Ueberschriften  der  Abschnitte  sind  roth  geschrieben.  Auf  einem 
der  Aufsenseite  des  Vorderdeckels  aufgeklebten  Zettel  steht:  jmIj^^U"  i^\.'xS' 

Uli"      >(>.jl      ^jIaJ      jJ  JyÄ£»     yjjo      <^tJtJ      L>äjU  . 

263.  [Diez  A.  i\  123.] 
Diese  Handschrift  enthält  eine,  um  die  stets  wiederkehrenden  Anreden 
„Mon  trfes-puissant  Empereur",  „Mon  trfes-heureux  Seigneur",  „Mon  trfes- 
cl^ment  Seigneur"  u.  dgl.  gekürzte  und  aufserdem  in  Paragraphen  und 
Capitel  eingetheilte  Abschrift  eines  Buches,  welches  unter  dem  Titel 
„Canon  de  Sultan  Sulelman  11.  Represente  a  Sultan  Mourad  IV.  pour  son 
Instruction,  ou  Etat  politique  et  militaire,  Tire  des  Archives  les  plus  se- 
crettes  des  Princes  Ottomans,  et  qui  servent  pour  bien  gouverner  leur  Em- 
pire. Traduit  du  Türe  en  Fran^ois  par  M.  P****«  im  Jahre  1725  zu 
Paris  (chez  C.  L,  Thiboust,  Place  de  Cambray,  vis-ä-vis  le  College  Royal) 
erschienen  ist').     Abschrift  und  Original  stimmen  bis  Fol.   51"  der  ersteren 


*)  vorhanden  in  der  Diez'schen  Bibliothek  als  Nr.   338. 


288         Türkische  Handschi-iften  264.  Statistik. 

und  S.  218  des  letzteren  überein;  dann  folgt  im  Drucke  ein  Abschnitt, 
überschrieben  „Oiigine  du  Grand  Vizir  Mehemed  Pacha,  dit  la  Dent  de 
Sanglier ') ;  et  de  son  fils  Ahmed  Pacha  qui  prit  Candie ",  wofür  in  der 
Handschrift  sich  zwei  ganz  kurze  Abschnitte,  „Supplement  en  abregt" 
genannt,  über  die  Regierungen  Sulatmän's  !'■')  und  Muräd's,  IV  finden. 
Darauf  folgt  in  der  Handschrift  noch:  l)  das  alphabetische  Verzeichnifs 
der  tüi-kischen,  in  den  Anmerkungen  erläuterten  Ausdrücke,  welches  im 
Drucke  voraufgeschickt  ist;  und  2)  diese  Anmei-kungen  selbst,  zusammen- 
geschrieben, während  sie  im  Drucke  unter  den  Text  gesetzt  sind. 
Anfang:  Preface.  Quoique  l'Empire  Ottoman  nous  semble  trfes  conuu 
7  6  beschriebene  Blätter;   26,6  XI '^5^  cm.     Sehr  deutliche  Handschrift. 

264.  [Ms.  Orient.  4".  195.] 
Das  unter  Alhnad  I  (reg.  1012  —  26  =  1603—17)  auf  Veranlassung 
des  Grofsveziers  Muräd  PaSa  von  i Arn- i All  Mu'aödin-zädah  verfafste 
Qänün-nämah,  welches  theilweise  von  Belin  im  Journ.  As.  1870,  I,  239 f., 
ganz  von  P.  A.  v.  Tischendorf  in  seinem  Buche  über  „das  Lehnswesen 
in  den  moslemischen  Staaten,  insbesondere  im  osmanischen  Reiche"  (Leipzig 
187  2.  8^)  S.  5 7 f.  übersetzt  ist.  —  Das  vorliegende  Qänün-nämah  ist  nach 
Belin  a.  a.  0.  S.  238  Anm.  von  AJimad  Wafiq  Efendi  herausgegeben 
worden;  handschriftlich  findet  sich  dasselbe  in  Leipzig  Nr.  CCXXXIH,!, 
Gotha  Nr.  133,1,  Dresden  Nr.  233, i,  Wien  Nr.  1818-1821  (III,  252), 
—  zu  welchen  Handschriften  allen  die  beti-effenden  Kataloge  nähere  Nach- 
weisungen beibrino^en  —  und  in  München  Nr.    116,i. 

Anfang:     ',Jl*JI  ^j  Lo  ^jt^^l  jJäLj  '|^JLij  ^  (sie!  l.  k^\j)  ^j^ä\j  ^^ 

2.  Fol.  45*':  ^^Uic  Jl  ^LitXÄJ  «-^ly-«  (j'^^-^^^Äxisj  äJLwv,  eine  finanz- 
statistische Schrift,  von  demselben  Verfasser  im  Jahre  1018  (beg.  6.  April 
1609)  zusammengestellt.  Dieselbe  ist  gleichfalls  auszugsweise  von  Belin 
im  Journ.  Asiat.  1864,  H,  24  7  übersetzt  und  handschriftlich  neben  dem 
Qänün-nämah  des  Verfassers  in  den  zu  Ni*.  1  angeführten  Handschriften 
(mit  Ausnahme  von  Wien    1818)  vorhanden. 

Anfang:     «y^r«?-  (v"-^  »'^;'-?  y^'^^  ^^^XJLo  äjUU  ^jl^»>  v_*ji^ 


')  Gemeint   sind  MuTiammad  Kqprili   (f   1072  =   1661)    und    sein    Sohn    Älimad   Ko- 
prili-zädah  (t   1087  =  1676). 

*)  auch  in  dem  oben  mitgetheilten  Titel  sollte  es  Sulaimän  I  statt  II  heifsen. 


Türkische  Handschriften  265.  266.  Politik.  289 

3.  Fol.  66'':  unter  der  Ueberschrift  ^tXJL*^*!  ^^^y^  <iS;-(xLsw  ii«-s3yjj 
^lXi^~JX?.  die  Abschrift  eines  Auszuges  aus  einein  grofsherrlichen  Befehle, 
die  Buchung,  Uebertragung  und  Verwaltung  der  T^wiär- Lehen  im  San- 
dschak  Nikopoli  betreuend.  Dassellje  Schriftstück  ist  der  Abschrift  von 
Nr.  2  in  der  Leipziger  Handschrift  angehängt. 
Anfang:      yjL-a    Svv.l    Jlyjo    yj    ^^JLäjwi.    yx}    v»W->wbyö.2»    sLu^JLc    sLiob    ^jitl 

68  beschriebene  Blätter;  21,&X15,5  cm.  Gutes,  derbes  Nasyl  ohne 
Vocale;  13  Zeilen.  Durch  ehigedrungenes  Wasser  fleckig,  doch  ohne 
wesentliche  Beschädigung  der  Schrift. 

265,     [Ms.  Orient.  4°.    190.] 
Der  Anfang  desselben  Qänün-nämaJi,  welches  als  Nr.    1   in  der  vorigen 
Handschrift  enthalten  ist.     Das  vorliegende  Fragment  bricht  mit  den  Worten 
^ÄA».  ji  54XXI0  ^Jio  ^■Ji^i'>  ;Uajj,  Fol.   22"  Z.  2  der  vorigen  Handschrift,  ab. 
Anfang:     *JL«JI   ^j  Lx  ^j'^l  *isLi  '|V-U   —^  sx^?ö  ioLä^ 

24  beschriebene  Blätter;  21,5X15  cm.  Schönes,  sehr  deutliches 
Nas/i  ohne  Vocale;  auf  der  Seite  stehen    12  Zeilen. 

266.     [Diez  A.   4».   7   =   144.] 

Die    roth    geschriebene    Ueberschrift    lautet:    Vj_j    i^Saj    ^^  ^i>    aüob^^Ls 

C  '^15^';'  ^tX-i-«-«Jjl  (jö;-^  i5^.>-^  t^^r"  ^'  c)j'  «5«-»—5'^'*JiJ'  i^»^  |^*-xx*..  ('  ^iXi  ^^1 
^t^j»jLj"  t^Ijüüc.  Es  ist  also  ein  am  11.  Jü  'l  qaidah  1117  (=  24.  Febr. 
1706),  und  somit  unter  AJlmad  HI,  hohen  Ortes  vorgelegtes  Qänün-nämah, 
welches  sich  auf  Territorial-  ^j-äU  (und  Lehens-  ^.Uo)  Verhältnisse  bezieht. 
Die  Bestimmungen  desselben  greifen  übrigens  vielfach  auf  ältere  Qänün- 
nämah  zurück;  wie  denn  gleich  der  Anfang  dem  um  gerade  hundert  Jahre 
älteren  (aus  dem  Jahre  1017  herrührenden)  Qänün-nämah  entnommen  ist, 
welches  sich  in  den  Handschriften  Gotha  Nr.  135  und  St.  Petersburg 
Nr.  535  (p.  4  7  7)  findet;  später  wird  auch  das  Qänün-nämah  des  Äbü  'I- 
suiüd  (aus  der  Zeit  SuJaimän's  I;  s.  Nr.  261),  u.  a.  vielfach  benutzt  und 
angezogen.  Häufig  ist  der  Inhalt  in  die  Form  von  Frage  und  Antwort 
gekleidet  und  als  Autorität  wird  im  Anfang  hauptsächlich  2hüiammad  Bahä'I 


^)  mit  schwarzer  Dinte  überfahren. 

Türkische  Handschriften.  37 


29«         Türkische  Handschriften   267-274.  Fürstenethik  u.  s.  w. 

(Vgl.  oben  S.  286  Auni.   3),  später  auch  Ya/lijä  Efendi,  Galäl-zädah,  Abu  '/- 
suiüd  angeführt. 
Anfang:     )y^.r-.^  «-ü-cjf   ;^^l  ^»j  0^5'  J^-L^  ü>oLi^;oc 

88  Blätter  mit  Originalfoliierung  (auf  fol.  vers.) ;  21,5X  16  cm.  Deut- 
liches, türkisches  Nas/l  niit  1  7  Zeilen  auf  der  Seite ;  die  Seiten  mit  rothen 
Linien  umzogen;  Nachträge  am  Rande  besonders  im  Anfang  häufig.  Das 
letzte  Blatt  gehört  nicht  mehr  zum  Qänün-nämah.  —  Auf  einem  aufsen 
aufgeklebten  Zettel  steht:  J-j^^  ^^Üj^Li'  ^^^^  x-Us»  i^.O^  Lcb^yU'  ^UT 
Uöl.     Fol.   64''  und   65   durch  einen  grofsen  Dintenfleck  beschädigt. 

267.  [Diez  A.  8».  13.] 
Betrachtungen  über  den  Zustand  des  osmanischen  Reiches  und  Vor- 
schläge zu  nothvvendigen  Neueiimgen  JoJcs.  *-otXj  in  der  Civil-  und  Mi- 
litärverwaltung desselben,  verfafst,  an  einem  Montage,  13.  oauwäl  1190  := 
25.  Novbr.  177  6,  vollendet  und  dem  damals  regierenden  Sultan  iAbd  al 
Ranäd  überreicht  von  al  Hü<j^i  iAlt  Pasa,  welcher  sich  selbst  ,jjwl  Js  ^yij 
yJoöLs.  J.^jS'.  ,  Statthalter  von  Trapezunt  und  Steuereinnehmer  von  Ganulx 
[Gahän-numä  S.  623  =  Norberg  II,  4U2)  nennt.  Ein  anderes  Exemplar 
dieser  Schrift  findet  sich  in  Wien;  s.  Hammer,  Osman.  Reich  VII  S.  VII 
nr.  20  und  Flügel's  Katalog  U,  293  nr.  1107,i. 
Anfang  (so;  von  dem  der  Wiener  Handschrift  abweichend):  ^  jo  (jJü'Joo  jj 

sJy^LwOL)  ■^■y.a.:^  (^[.a^4^\  JLm.-^JI  vj^UjO  ^«XLumJjO  oÜÜä'  a)>J>>.J* 
'^JLfi  i^iiCw  i^Je  o  Ja  ÄAA=^  culi'Li.  ^J^  *)^-^ 
55  beschriebene  Blätter');  21,5  X  14  t;m.  Gutes,  türkisches  Nas^i 
mit  17  Zeilen  auf  der  Seite;  die  Seiten  mit  rothen  Linien  (Fol.  l*"  und 
2^  mit  blauen  Streifen)  umzogen;  am  Anfang  ein  roher  iTJnicän  von  Gold. 
Auf  Fol.  r'  steht,  von  fremder  Hand  geschi-ieben :  J^  tt'^'  >i^^»  i^yJk^ 
>Ji.jLäS' i^JLS'cXjiJ  tXJtXs.   v'^^y  ki^^j^-^^)  ^^uf  einem  aufsen  aufgeklebten  Zettel: 

ffe    rO    jc^'j^    '"«*'-:'.    i^'^    ?-^'    ^^jW"    J"<a.:^    JutXs.    ''P^)'"'    '^'-*^' 

268—274.     [Ms.   Orient.   Fol.    111.    112.    113.    15  3.    4  62.   4  74.   49  2.] 
Sieben  Rechnungsbücher  in  dem  bekannten  schmalen  und  hohen  Octav- 
oder  Folioformat;    säunntlicli    mit   ÄT/ä^a/i- Schrift   geschrieben,    welche   so 

')  die  vorhandene  Originalfoliierung  geht  nur  bis  «i* ,  weil  mit  li  zwei  Blätter  be- 
zeichnet sind. 


Türkische  Handschriften  275.  Fürstenethik  u.  s.  w.         291 

schwer  zu  lesen  ist,  dafs  ttir  die  Türken  selbst  besondere  Lehrbücher  der- 
selben verfafst  wox'den  sind  ').  Von  diesen  Rechnung-sbüchern  handelt  Nr. 
111  (70  beschriebene  Blätter  von  42  X  ISv""  ^^^)  Wher  den  Ertrag  aus 
Verpachtungen  v:yL*ioljLo  von  KronsgUtern  x.^Lä.  ,^1  i"  ^^KP)  im  Jahre  1087 
(beg.  16,  März  1676),  Nr.  112  (28  beschriebene  Blätter  von  verschiedener 
Gröfse,  die  gröfsten  von  32X11  t'jn)  über  die  Scliatzkainnier  der  Kron- 
güter von  Ofen  ^JJt)o  k^L~»  Jljl  oysJ»  Nr.  113  (74  beschriebene  Blätter 
von  31  X  10,5  cm;  in  Lederfutteral)  über  das  Lrwä  Syi-mien  -ww  ^t^J  im 
Jahre  997  (beg.  20.  Nov.  1588),  Nr.  153  (13  beschriebene  Blätter  von 
41  X  14,6  cm)  scheint  sich  auf  Verhältnisse  der  Janitscharen  zu  beziehen, 
Nr.  4  62  (9  beschriebene,  meist  in  der  Mitte  eingerissene  Blätter  von  4  2,5 
X  14  cm)  handelt  über  Zeugschmiede  und  Kanoniere  jjL^^-isj  ,jLa.XA=», 
Nr.  4  74  (18  beschriebene  Blätter  von  3  0,5X1'^'  cm)  über  die  Kopfsteuer 
der  Ungläubigen  ^l^jiS' xjys.  (vgl.  Wien  II,  441  und  451  ff.),  und  zwar 
der  Ungläubigen  lAr  xJU«  v^'^  C^i^^^^?-  **^"  ».^i^^^;  Nr.  492  endlich  (45  be- 
schriebene Blätter,  die  gröfsten  von  33  X  H  cm)  stammt  aus  dem  Jahre 
950  (s.  Fol.  3  7'')  und  scheint  sich  auf  Abgaben  von  fahrendem  Volk  zu 
beziehen;  wenigstens  glaube  ich  die  Worte  L.jjCJ  ^  L^LJLbj  Lg^-Lsa.  zu  lesen. 

275.     [Petermann  II,  Nachtr.    1.] 
(*  ^j^Jo  oob'^   »;>  ^^.j.;c«.jl  riy  Juäijc  yXsi>  „detailliei'te  Rechnung  über 
das  Liwä  jj^j^jü^jI    im    Wiläyat  Ofen".      Rechnungen    in    Ä^äga/«- Schrift, 

')  ein  solches  ist  z.  B.  in  iler  hiesigen  Handschrift  Nr.  502  enthalten;  bei  Beschrei- 
bung dieser  Handschrift  sind  noch  andere  derartige  Sehriftchen  nachgewiesen, 

^)  auf  einem  eingeklebten  Zettel  steht,  von  alter,  guter  Hand  geschrieben:  „Nach  der 
Anzeige  unseres  Hofdollmetschers  Frangopuli  ist  das,  von  des  König!.  Kriegs-  und  Domainen- 
Baths,  Herrn  Feldmann,  Wohlgebohren,  mir  zugefertigte,  und  liierneben  wieder  zurückfolgende 
Manuscript,  nichts  anders,  als  ein  Tarif,  von  gewissen  Gefällen,  welche  der  Tiircksche 
Kayser,  von  gewiesen  Städten  und  Dörfern,  unter  dem  Nahmen  Garatsch  [d.  i.  _lj~>.],  auf 
ein,  mit  seinem  Pettschaft,  bedrucktes  Blatt,  einzufordern  pflegt;  und  es  ist  solches,  in 
Türckscher  Sprache  abgefafst,  und  auf  Papier,  von  Baumwolle  und  Leinwand  [sie]  ge- 
schrieben". —  Auf  einem  auf  die  Innenseite  des  hinteren  Einbanddeckels  aufgeklebten  Papier- 
streif ist  gedruckt  „Ex   bibl.   Frid.  Jac.   Roloff." 

')  d.  i.  das  ungarische  Comitat  Csanäd   (im  jenseitigen  Theisskreise). 

*)  dieser  Titel  steht  auf  einem  Zettel,  welcher  der  Außenseite  des  Vorderdeckels  auf- 
geklebt ist. 

37* 


392         Türkische  Handschriften  276.  Medicin. 

VOM  Farhäd  ihn  lÄbd  alläJi  uuter  der  Regierung  Sallnis  II  im  Jahre  9  78 
(beg.  5.  Juni  157  0)  geschrieben.  Letztere  Angabe  ist  einer  Bemerkung 
auf  Fol.  1"  entnommen.  Auf  Fol.  2"  steht  sehr  grofs  die  Tuyra  des 
Sultans. 

84    beschriebene  Blätter;    42,6  X  15    cm.      Auf  Fol.    1*   ist   das  Siegel 
eines  Europäers  in  Siegellack  abgedrückt.     Ein  Dintenfleck  auf  Fol.   34". 


Hierher  gehören  noch:  Nr.  17  fol.  28''  (ein  xxjLjj^jjLs  über  Abgaben  von  Grund- 
stücken) —  22,1  (xÄAkJ  |^L5L.«o..  XÄJ**i  ^sjL«aJ)  —  27,9  (ein  «joU^j^Ls  über  die 
loLc)  in  Äßjo)  —  30,8  (ein  desgl.  über  Abgaben  von  Ländereien)  —  32  S.  5  (Kleider- 
ordnung) -  S.  10,  11,  12,  13  (i^wCiO  viyL^AÄy»)  —  36,2  ( jooLjn_i^T,  Ethik  für  Ve- 
ziere)  —  39  fol.  67^  ( ^^LkJLc  sjJlj  LoÜtäjJLe)  —  fol.  75''  bis  90*  (vermischte  Verord- 
nungen) —  45,1»  (ein  grofsherrlicher  Erlafs,  s.tX.o)  —  47,2  (JotXi»-  &xiLj(jjjLis  von  Abu 
'l-SUiUd)  —  52  bis  54  (Steuerquittungen,  Pässe  u.  ligl.)  —  55,6  Rechnungen  in  Siyäqah- 
Schrift)  —  309  (über  Beamten-Üesoldungen)  —  315,1,4  (Verzeichnis  der  Waqf,  welche 
unter  Aufsicht  der  Pforte  stehen)  —  505  bis  510  (allerhand  Schreiben  politischen  Inhalts; 
in  Nr.   508,i    der  Vertrag  zwischen  der  Pforte  und  England  vom  Jahre    1086  =   1675). 


XIV.    Medicin. 

276.     [Ms.   Orient.   4«.   625.] 
Eine  Anzahl  nicht  gebundener,   sondern  lose  in  einem  Umschlag  bei- 
sammen liegender  Fragmente,  anfangs  arabisch,  zuletzt  türkisch.     Die  letz- 
teren folgenden  Inhalts: 

1.  Fol.  33—35*':  eine  Zusammenstellung  medicinischer  Recepte,  unter 
denen  sich  auch  Talismane  und  Gebete  befinden;  ohne  Einleitung  oder 
sonstige  orientierende  Beigaben.      Das  erste  Recept  ist  in  Versen    abgefafst. 

Anfang:     ')**►  iß'y^  (•'^J^J  (jJ^tXj  v-^ä  ji  is^\m  ^y*SS\  Jjo  v_*i»' 

2.  Fol.  35*"— 42:  (*  tV^ix,  eine  medicinische  Schrift  von  Yüsuf  ihn  iAli, 
welche  in  vier  Capiteln  handelt  über  die  Krankheiten  l)  des  Kopfes; 
2)  der  zwischen  Hals  und  Geschlechtstheilen  liegenden  Körpertheile ;   3)  der 

')   oder   Juijc  i^Iä$^?     In  der  Vorrede  heilst  es:  yiii   (X^V^^   "^^-i^ yi- 


Türkische  Handsclu-iften  276.  Medicin.         293 

Geschlechtstheile  und  des  Afters;   4)  des  ganzen  Köi-pers.     Die  Handschrift 
ist  am  Ende  defect;  sie  bricht  im  dritten  Capitel  ab. 
Anfang:     J&««J>I  iLcxx   aJU^^  j-j   j^-y'  ^j-"^"  <ii^^L*j'  (^3^=»   \S'  «-*JsSj'   ^'jj«  J*-i 

Ende:     jüj  ^"^jy^   _j1  u^'o«  ^„Xla^x)   jcÄÜ   jjI^äcv 

3.  Fol.  43—48:  eine  Lage  aus  einem  jwLjsL  .  Der  Anfang  handelt  in 
mehreren  Faßl  über  die  oIsLä~»I  des  Coitus,  d.  h.  über  die  für  denselben 
günstigen  oder  ungünstigen  Zeiten  (Tage  und  Stunden).  Darauf  folgt  unter 
der  Ueberschrift  k_ftJj./i  ('  ouyoj  ein  in  1 7  Capitel  lob  eingethellter  Abschnitt 
über  aphrodisische  Mittel.     Ln  fünften  Capitel  bricht  das  Fragment  ab. 

Anfang :  ^tVi^J  15-!^  ij-^^^  5^-jj  xJC+j'l  pU^  oöj  ü^j-^  s^Jj-Läj.  ^sj^  xS'  JLw.*äjI 
Ende:  x^JL?  >-L)<.J'  äaaäjI  lolj-w  J.l 

4.  Fol.  49:  ein  Blatt,  durch  Papier  und  Handschrift  von  dem  vorigen 
Fragmente  unterschieden,  enthält  Vorschriften  über  denselben  Gegenstand, 
angeblich  von  Avicenna,  hier  Abu  lÄll  Siuä  genannt,  auf  Befragen 
einem  jungen  Manne  mitgetheilt. 

Anfang:   -jjol   eS'iüo  ^jtU5' (äS«»ol  wj|  5^Ls.  ^j  Kj   S\  i^jJ^I   -La  ^^0  l5o 

5.  Fol.  50—53:  einige  Reeepte.  Den  Anfang  macht  das  Ende  einer 
Abhandlung  über  Theriake;  dann  folgen  Reeepte  zu  Augen-  und  aphro- 
disischen Salben;  dazwischen  eine  Anweisung,  wie  ein  sLüJI  (' ^a*  \-f>- 
genannter  und  aus  sieben  (/«r'cTn- Versen  (deren  erster  IX,  14  ist)  zu- 
sammengesetzter Talisman,  und  ebenso  ein  anderer,  aus  den  Namen  der 
siebcTi  Schläfer  und  ihres  Hundes  bestehender  zu  Heilzwecken  angewandt 
werden  können. 

Anfang : 

^^  ;<^'  is'f  <s^'^  ^^  ö-^-f  y^  1***^:?'  >^  M^s^  ^5^7=*'  y^ 
Gröfse  der  gröfsten  Blätter:   20,5X15   cm.      Verschiedene,    mehr  oder 
weniger  deutliche  Nastadiq-   und  iV«sx?-Hände,    am    besten    die    von  Nr.   5 
{Nasxi). 

*)  Hs.  ^^ÄA.^^. 

*)  Hb.  ijVAjJl .  Es  Bcheint  damit  iAbd  alläh  ihn  MiOiammad  al  Miyüngi  al  Hamadäm 
et  525,  beg.  4.  Dec.  1130)  gemeint  zu  sein;  s.  ä.  X.  VII,  1029,  1076.  —  üeber  ^-^LaJI 
8.  Maräsid  lU,   182  und  183. 


294  Türkische  Handschriften  277.  278.  Medicin. 

277.    [Ms-  Orient.  8".  58.] 

1.  Eine  medicmische  Schrift  ohne  Titel,  angeblich  von  dem  ^niyi  und 
Arzte  Ähü  MuTiammad  ,c.üLftJI  auf  Veranlassung-  des  Chalifen  Jla'mün  aus 
persischen  Büchern  zusammengetragen.  Den  Inhalt  bilden  ohne  Ordnuno- 
zusammengeschriebene  Hausmittel. 

Anfang:      xaIc    xJÜI    «.<-=.>    jlLJL&.    ^yf^    'S  jjLss-i"    |vas.1!I    ^j-^i>wl    &jÜI    *-.*j 

I»Xj^»j.    JäxÜ    &JLi(_ir(    cXjLe    lÄi>^^l    XÄiiU> 

2.  Fol.  11^:  eine  gleichfalls  medicinische  Abhandluuof,  welche  in  der 
Ueberschrift  j.iLLJ(  auJlt  ,^a;-''  vlJs  ^^^  genannt  wird.  Die  gegebenen  Vor- 
schriften sollen  also,  wenn  dies  auch  nicht  ausdrücklich  ausgesprochen 
wird,  auf  den  Propheten  zurückgehen.  Eingetheilt  ist  das  Schriftchen  in 
folgende  fünf  Bäh:  —  ,,jJb    cJLewe  \S  Y  —   >,jJb    ^JLäwc   jü^süx  x-iL  t 

J^o    «     —     >><>~L:      CwLi^     j^J-lxix     5wLi_0    f     —     <»0J..'      cJLöwC        'dJjLXx     S'^fil    f 

^^t>-b  ^cJ-öw«   ^3^-*^  iU.^,^'.     Mit    der  gleich   betitelten  arabischen  Schrift, 
welche  im  Orient  lithographiert  (Perthes  Nr.  42)  und  von  Perron  in  das 
Französische  übersetzt  worden    ist  (Alger  et  Paris   1860.   8"),    hat    das   vor- 
liegende Büchlein  nichts  zu  schaffen. 
Anfang:      jiLÄxi.Ä.  S\  ^wU.iLe  ii<.JLcwe  ^^\  (J-Lüu  x-iL  JjVI  i_jLJI 

3.  Fol.  lO*"  und  15''  stehen  Verse,  Fol.  14*'  ein.Recept  mit  der  Ueber- 
schrift  .Jo.^  sjws.  und  dem  Anfanse:   J.'    ^'  %»j  *j2.o  v^äis. 

15  beschriebene  und  zwei  leere  Blätter;  18,3X12,5  cm.  Sauberes, 
doch  oft  recht  schwer  zu  lesendes  Diicäni  mit  15  Zeilen  auf  der  Seite. 
Auf  der  Innenseite  des  V'orderdeckels  steht,  von  alter  Hand  geschrieben: 
„Libelli  duo  medici  integri  quorum  alteri  titulus:  liber  medicinae  pro- 
phetae  ". 

278.  [Petermann  II,  391.] 
1.  Ein  alphabetisch  geordnetes  Wörterbuch  der  einfachen  Heilmittel. 
Kein  Wort  einer  Einleitunsr  oder  Vorrede  ist  vorhanden:  vielmehr  begfinnt 
das  Buch,  nach  der  Basmälah,  sofort  mit  Erläuterung  von  J^Jcll.  Nach 
einer  von  fremder  Hand  geschriebenen  Notiz  auf  Fol.  1*  (vsjIo^ä*  ^U^  ttXff 
»Uajjo  ,^1  ^c*-'^)  soll  es  eine  türkische  Bearbeitung  des  bekannten  Werkes 
von  Ihn  al  battär  sein  (s.  Gotha,  arabisch  Nr.  200 Ij,  welches  allerdings 
auch  in  das  Türkische  übersetzt  worden  ist  (s.  Dresden  Nr.  5  4 ,  üpsala 
Nr.  362  und  363);    die  Abweichungen  des  vorliegenden  Werkes   von   dem 


Türkische  Handschriften  279.  J[edicin.         *9ö 

Texte  des  Ihn  al  haüär  sind  aber  zu  grofs  '  i,  als  dafs  das  erstere  tiir  eine 
üebersetzung  oder  auch  nur  Bearbeituug  des  letzteren  gelten  könnte. 


Anfang:  ,  :t) Js  &-Uj;>.  j:  Jo  -iL'  .,^-;  aJ.I  ^  o  i^  Jiü^  J^Jsll 
1.  Fol.  ISS':  ein  medicinisches  Werk  ohne  Titel,  vun  LsKäq^  ihn 
Muräd  im  Jahre  792  (beg.  20.  Dee.  13S9)  vertafst.  Dasselbe  zerfällt  in 
zwei  Abschnitte  »-»i.  von  denen  der  ei-ste  die  einfachen  Heilmittel  in  al- 
phabetischer Ordnung  autzählt  und  bespricht,  während  der  zweite  Anlei- 
tung zur  Heilung  der  Krankheiten  (_deren  Aulzählung  mit  denen  des 
Kopfes  beginnt)  giebt. 
Anfang :  > JJCif  jjJL'jl  ^  (^sic)  LJU.  Jyysf .  <\t*^^  (sie)  LI-'I^  Ij^*^  sJÜ  j^l 
234  beschriebene  Blätter;  26  X  1"  cm.  Ziemlich  gutes  Xastaiuq  mit 
1 9  Zeilen  auf  der  Seite.  Durch  einen  durch  die  ganze  Handschrift  ore- 
drunoreueu  starken  Na^el  oder  Pflock  ist  der  äufsere  ßand,  welcher  viel- 
fach  beschrieben  ist,  stai-k  verletzt.  Am  Anfang,  am  Ende  und  zwischen 
beiden  Werken  stehen  noch  allerhand  Eecepte,  darunter  (Fol.  186*)  eines 
von  Qutb  al-din  ^räzl  (^f  '10  =  1311:  s.  Wüstenfeld,  Arab.  Aerzte 
Nr.  24  7).  —  Zwei  Siegel,  schlecht  abgedrückt  und  schlecht  gehalten,  finden 
sich  auf  Fol.    1*. 

279.     [Diez  A.   S".  49.] 

1.  Ein  medicinisches  Buch,  welches  ohne  alle  Einleitung  sofort  mit 
Angabe  von  ^linelu  gegen  Kopfschmerz  beginnt.  Die  Capitel  w-L-,  hi 
welche  das  Buch  eiiigetheilt  ist,  sind  im  Anfang  (^bis  Cap.  40,  fol.  'H'')  ge- 
zählt, dann  nicht  mehr.  Unter  den  Mitteln,  welche  empfohlen  werden, 
spielen  Talismane  eine  grofse  Rolle. 

Anfang:     (-^^05^^  ^^^ysS   .J.L  J^y\  ^^XyJ  ;iXib  ^.  ;wV5.wtf  (?)  ^U-* 

2.  Fol.  Iir':  Dasselbe,  ^Li.>L;  i^LcbsL  genannte  Buch  über  den  Coitus, 
welches  auch  in  der  Handschrift  Nr.   2S6   enthalten  ist;  man  s.  dort. 

Anfang:     jc-^i  _^  .^Ij^xl  *5' (sie)  2lajsJI   w-— i^     -Li"    ^'   wCi.     -.'w.-~.   Ju-=» 

3.  Das  a-cbsL?  endigt  auf  Fol.   irS*  Z.   2 ;   hierauf  folgt   noch   eine   Zu- 


*)  so  fehlt  z.  B.  gleich  ^wa«JII  ,  der  erste  bei  Ihn  al  Baitär  vorhandene  Artikel.     Der- 
selbe ist  hier  erst  auf  dem  Bande  nachgetragen. 

*)  siel  1.   v.54Xa5'=  .»Jlx5' „macht  gehen,  entfernt". 


5 


)  Handschrift  kxü^ . 


396         Türkische  Handschriften  280.  Medicin. 

sammenstellung  von  allerhand  Mitteln,  sowohl  eigentlich  medicinischen  als 
anch  talismatischen ;  darunter,  Fol.  If»''  Z.  3  v.  u.,  ein  «ybLxil  *iUxi  Uber- 
schriebener  Abschnitt. 

159  Blätter  mit  Originalfoliierung ') ;  19X13  cm.  Ziemlich  rohes, 
vocalisiertes  Nas/l  mit  1 3  Zeilen  auf"  der  Seite ;  Rubricationen  sehr  zahl- 
reich; Abschi'ift  am  Ende  datiei't  vom  Neumond  sie  des  Bahn  I  1033 
{==  23.  Dec.  1623);  ebenda  nennt  sich  als  Schreiber  Hasan  (oder  Husain?) 
ihn  MuRammad  ^jU^X^Jül  (oder  ^-jLoJCa. -äJI?);  auf  dem  letzten  Blatte  der 
Abdruck  eines  Siegels  mit  dem  Namen  ^c*^'  —  -A-uf  einem  aufsen  aufge- 
klebten Zettel  steht:    vl^  ^^    sXm^  o  i^^^^ia  wyaj    stXÄÄJIj  «JLws  w  ^^i>^_Js 

280.     [Diez  A.   4«.  62.] 

Ju^.g.*«.j ,  das  bekannte  Compendium  der  Heilkunde  von  Häj^i  PaSa, 
welcher  unter  Bäyazld  I,  und  also  um  800  d.  Fl.  oder  140  0  n.  Chr.  lebte. 
Ueber  den  Verfasser  und  seine  Wei'ke  vgl.  man  Flügel  zur  Wiener 
Handschrift  Nr.  14  66  (11,  5  3  6),  sowie  die  Gothaischen  Handschriften  Tür- 
kisch Nr.    110-112   und  arabisch  Nr.    1938. 

Die  drei  Ba/S,  in  welche  das  Werk  zerfällt,  und  deren  Inhalt  von 
Ö.  X.  II,  296,  2995,  von  Flügel  a.  a.  O.  und  von  Fleischer  zur  Leip- 
ziger Handschrift  Nr.  268  (p.  5  15  des  Kataloges)r  angegeben  wird,  be- 
ginnen in  dem  vorliegenden  Exemplare  auf  Fol.  2",  32*  und  62*".  Das 
drittletzte  Blatt  schliefst  mit  den  Worten  ^Lv  ^JSoJ<j]  iS^  f^^.  (Gotha 
110  F^ol.  43"  Z.  2);  die  beiden  noch  folgenden  Blätter  schliefsen  nicht  an 
und  ich  kann  den  Inhalt  derselben  in  der  Gothaischen  Handschrift  Nr.  1 1 0 
überhaupt  nicht  finden.  Auch  am  Anfang  ist  die  Handschrift  ein  wenig 
defect,  indem  von  dem  ersten  Blatte  die  obere  Hälfte  und  damit  die  zwei 
ersten  Zeilen  abgerissen  sind. 

Andere  Handschriften,  aufser  den  bereits  erwähnten,  finden  sich  noch: 
in  Wien  Kr  äfft  Nr.   381,  Dresden  Nr.  5  2  und  Paris  Nr.    169. 
Anfang:   s(.>   ;j*-LUl    «ääj  ^x  ^jXjJ\  y*^  xS' -jJj  ^^^  ^öJiyS'  ^l^XSa  oJ[iLö 

72  beschriebene  Blätter;  20  X  14  cm.  Gutes,  durchaus  vocalisiertes 
Nas/l,  mit  13  Zeilen  auf  der  Seite.  Auf  Fol.  1%  und  zwar  auf  dem  zur 
Ergänzung  des  abgerisseneu  Stückes  angeklebten  leeren  Papier,  zwei  Siegel. 

*)  fol.  I  und  V  sind  zusammengeklebt,  fol.  I»  ist  ausgefallen,  und  mit  Itt"  sind  drei 
Blätter  bezeichnet. 


Türkische  Handschriften  281.  282.  Medicin.         897 

281.  [Diez  A.  8».  187.] 
y*,ÜJl  ('  «iL-uj,  ein  Lehrbuch  der  Heilkunst,  von  NidtVl~),  und  zwar 
das  in  Prosa  abgefafste,  während  das  in  Versen  geschriebene  in  Nr.  38,3 
und  Nr.  4  1,1  enthalten  ist.  Der  Inhalt  der  Gü  Capitel  y_jLj,  in  welche  der 
Inhalt  getheilt  ist,  wird  zu  Anlang  angegeben;  das  letzte,  60"'",  Capitel 
(^J  bJooLj  ^_jb:^  iwäJLj  ^^^)  beginnt  auf  Fol.  117*  Z.  3,  ohne  dafs  der 
Anfang  desselben  ii'gendwie  bezeichnet  wäre.  Die  Vorrede,  welche  in  an- 
deren Handschriften  das  Werk  beginnt,  fehlt  hier;  nach  der  Ueberschrift 
j^tUil  ^^Ijo  büi^  C^lsJI  3  u-L^-"  (•i'j  •^^  Ijoa  folgt  vielmehr  gleich  die 
Aufzählung  der  Capitel  mit  ihren  Ueberschriften.  —  Andere  Handschriften 
finden  oder  fanden  sich:  in  Gotha  Nr.  Iü6,2  und  114,  München  Nr.  241 
fol.  36  (vgl.  Nr.  24  3  foh  15  4'')  und  bei  de  Sacy  Nr.  335. 
Auiang:      ^I-^j   (J--»';«^^  JU^  cX^j^Jo^Adi»    J^j   i^jr^  5joL*v.jf   w^*^'  v'-^    *X^.'jl 

Das  Werk  des  Nülä'Z  schliefst  auf  Fol.  117''  Z.  3  v.  u.  Den  übrigen 
Theil  der  Handschrift  füllen  ßecepte  (darunter  auch  Talismane)  und  An- 
weisungen zu  Curniethoden  (darunter  auch  chirurgische),  z.  ß.  gegen  Stein 
und  sonstige  Blasenleiden  (Fol.  14  4^"'').  Obgleich  dieser  Theil  der  Hand- 
schrift kein  äufserlich  oder  innerlich  abgeschlossenes  Ganze  bildet,  kommen 
doch  hie  und  da  i^«Ä/-Ueberschriften  vor  (Fol.  ISS''  der  fünfte,  Fol.  148'' 
der  .secliste,  Fol.  154''  der  dritte  Fasl)^  welche  vermuthlich  der  Compilator 
aus  den  von  ihm  ausgezogenen  Werken  mit  abgeschrieben  hat. 

157  beschriebene  Blätter;  20  X  1<^  cm.  Flüchtiges,  doch  deutliches 
Nas'/l  von  türkischem  Zuge;  auf  der  Seite  stehen  19  Zeilen.  Abschrift 
datiert  vom  7.  Eab'H  H  109  7  :=  3.  März  1686.  Das  letzte  Blatt  ist  zer- 
rissen. 

282.     [Diez  A.   4«.   67.] 

^L4-L*^  v_jU5'  (so  in  der  Ueberschrift  genannt)  von  lAli  ihn  lUGinän 
(Fol.  4"  Z.  4).  In  den  einleitenden  Worten  sagt  der  Verfasser,  dafs  er  bis 
zum   Jahre    987    (beg.   2  8.  Febr.    15  79)    die    vorkommenden   Feldzüge    mit- 


*)  in  der  Ueberschrift  der  vorliegenden  Handschrift  steht  fiir    «iLuo    fälschlich    *J)\j . 
*)  Fol.    116"  Z.   8,  Fol.    157*  Z.   3.      An  eratercni  Orte  spricht  der  Verfasser  von  seinen 
Lebensschicksalen;  s.   oben  zu  Nr.  38,3. 

Türkische  iiuudcicUrit'ltiO.  38 


298  Türkische  Handschriften  283.  Medicin. 

gemacht  ^-^^^j  sJ-iu«  jj^^'  ^'5  und  in  denselben  sich  verschiedene  Krank- 
heiten geholt  habe;  seine  dadurch  erzwungene  Mufse  habe  er  nun  dazu 
benutzt,  aus  verschiedenen  renommierten  Werken  ^^iyü^juo  ^_^  das  vor- 
liegende Handbuch  zusammenzustellen.  Dasselbe  behandelt  die  verschie- 
denen  Krankheiten  und  die  gegen  dieselben  anzuwendenden  (auch  talis- 
matischen)  Mittel  in  89  Fad,  von  denen  der  erste  {^^IxXjo  xä^^j^Ü  jiLj 
x^l-»^,  der  letzte  über  verschiedene  Heilungen  LLi  ejLiljw  handelt.  Auf 
den  zwei  ersten  Blättern  ist  ein  Vei'zeichnifs  dieser  Fad  nebst  Blattweiser 
vorausgeschickt;  in  demselben  sind  aber  Fad  7  1  und  7  2  (JltX^  und  Jyo) 
ausgelassen,  75  (cLAä^I  =  ^J.♦^^i■)  als  zwei  Fad  (l.  ^^^y  und  2.  ^5>.AJtXj!) 
o-ezählt,  so  dafs  dieses  vorausgeschickte  Verzeichnifs  nur  88  Fad  statt  der 
wirklich  vorhandenen  89  aufzählt. 
Anfang:  jüiJLi>  y^  J^s-  j.^*«*Jl^  s^-LäJIj  ^j^JU+JJ  jLöL*Jl^  ^xJLjJI  >_)>  «-Ü  tX+i.! 

jj.jjioLL!t   ^^.AjLxkJI   xJI  JsÄj  |Jla^^   i<As.   xUI   J.^  eJÜI   (sie)  J^- Jl   cX*:s? 

140  beschriebene  Blätter;  21  X  '^7^  cm.  Gutes  DnoCml-Nasylsi  mit 
1 7  Zeilen  auf  der  Seite.  Am  Ende  noch  7  theils  leere,  theils  mit  Notizen 
u.  dgl.  beschriebene  Blätter;  am  Anfang  und  am  Ende  sind  viele,  meist 
sehr  schön  geschnittene  Siegel  deutlich  abgedrückt. 

288.     [Petermann  H,   456.]' 

^IäjNI  ÄjLe  it4.=»vJ  ti  '(jlJo!^ll  Joojj,  die  von  Musfßfci  ihn  Miüiaiimtad 
verfertigte  türkische  Bearbeitung  des  arabischen  Werkes  ^  '^LJLiifl  iüLi. 
jmL^öNI  r;t)>-J  7*JtXJ'  von  Sälili  Efendi  (d.  i.  SälUl  ihn  Nasr  allah  al  Halabi, 
genannt  Ihn  Saläui]  f  1080,  beg.  l.  Juni  1669).  (Jeber  das  arabische 
Original  vgl.  man  IL  X.  IV,  294,  8490  und  die  Gothaer  arabischen  Hand- 
schriften Nr.  1940  und  1941  (Hl,  480).  H.  X.,  welcher  a.  a.  0.  auch 
die  vorliegende  türkische  Bearbeitung  erwähnt,  sagt,  dafs  der  Verfasser  der- 
selben, Mustafa  ihn  AllmaJ,  den  Beinamen  Watwät  „die  Fledermaus"  oder 
„die  Bergschwalbe"  trug,  Oberarzt  an  dem  Krankenhause  der  Moschee  des 
Sultan  Älimad  war  und  sein  vorliegendes  Werk  im  Jahre  1141  (beg.  7.  Aug. 
1728)  vollendete;  die  letzte  Angabe  kann  ich  in  der  Handschrift  nicht 
linden,  wahrscheinlich  weil  dieselbe  nur  die  ei'ste  Hälfte  des  Werkes  enthält. 

Die  Eintheilung  des  Wei'kes  stimmt  in  der  türkischen  Bearbeitung  (s. 
das  Ende  der  Vorrede)    nicht    mit  der  des   arabischen  Originales,    wie    die- 


Türkische  Handschriften  284.  Medicin.         S99 

selbe  in  der  Gothaer  Handschrift  Nr.  1940  gegeben  wird,  sondern  mit 
der  Angabe  des  H.  X.  überein;  es  scheint  mir  deshalb  niclit  unwahrschein- 
lich, dafs  H.  X.  seine  Angabe  gar  nicht  nacii  dem  arabischen  Original, 
sondei'n  eben  nach  der  ihm  wohl  leichter  zugänglichen  türkischen  Bearbei- 
tung gemacht  liat.  Wie  bereits  bemerkt,  enthält  die  vorliegende  Hand- 
schrift nur  die  erste  Hälfte  des  Werkes,  d.  h.  MdJiülah  1  und  II,  welche 
auf  Fol.  6'  und  aI''  beginnen;  auf  P'ol.  vf''tf.  finden  sich  Abbildungen  von 
Retorten,  Oefen  u.  dgl. 
Anfang:  sjJuaJl  öL.i.ly=»  fljt>  xjJJ  ^j./)  {J^*-?}  )>'*^'  J^  *^-"  (^7^-  c^"  l*'*"^ 
268  beschriebene  Blätter');  20,5X15  cm.  Flüchtiges,  grobes,  doch 
im  ganzen  deutliches  Nastaüiq  mit  17  Zeilen  auf  der  Seite.  Abschrift 
datiert  von  einem  Freitag,  der  Mitte  des  Jü  '1  qaidah  1216  =  19.  März 
180  2.  —  Auf  sieben  Blättern  ist  ein  Inhaltsverzeichnifs  mit  Blattweiser 
vorausgeschickt. 

284.  [Diez  A.  Fol.  59.] 
i_Äjj-w  ^j.i\  ^LlSb,  ein  Handbuch  der  Heilkunde,  von  Ihn  Sarlf,  dessen 
Zeitalter  u?ibekannt  ist.  Das  Werk  wird  von  n.  X.  VI,  507,  14443  nur 
eben  erwähnt,  der  Inhalt  desselben  aber  von  Fleischer  zur  Leipziger 
Handschrift  Nr.  269  (p.  515)  ausführlich  mitgetheilt.  Eine  Xätimak  ist 
in  dem  vorliegenden  Exemplare  weder  vorhanden,  noch  wird  eine  solche 
auch  nur  erwähnt.  Die  letzten  behandelten  Krankheiten  sind  y^yi  (Hä- 
morrhoiden) und  ü5oj);J  (Gesichtsrose?).  —  Andere  Handschriften  dieses 
Wei'kes  finden  oder  fanden  sich:  in  Leipzig  die  bereits  erwähnte  Nr.  269 
und  2  70,  Dresden  Nr.  17,  München  Nr.  242  und  24  3,  Gotha  Nr.  108 
luid  109,  in  der  Bibliothek  der  DMG  (S.  37  Nr.  l),  in  Paris  Nr.  168 
und  bei  de  Sacy  Nr.  334. 
Anfang:   S^UiJLj  'ijl^l  tXi!^  J-^  5*i,.*Dlj   'a^Xs?  »oLt  J.'i^'^  '■  ^\j*l\  xJU   d<4jL\ 

221  beschriebene  Blätter  von  3  0  X  f9  cm,  und  aufserdem  sowohl  am 
Anfang  als  am  Ende  je  ein  leeres  und  ein  mit  einigen  Notizen  und  Recepten 
beschriebenes  Blatt.  Schönes,  mit  einzelnen  Vocalen  versehenes  Nas'/i  mit 
21   Zeilen    auf  der  Seite;   viele  ßubricationen.     Abschrift  von   MmkiJ^ä  ihn 


')   die  vorhandene   Originalfoliierung    geht    nur    bis   H»,    da    sie    die    sieben  Blätter    des 

vorausgeschickten  InhaltsverzcichnisseB  und  das  erste  Blatt  des  Textes  nicht  mitzählt. 

38* 


300         Türkische  Handschriften  284*.  285.  Medicin. 

Xuiä()ah  Gäv  (sie)  gefertigt  im  Jahre  981  (beg.  3.  Mai  15  73).  Auf  der 
Innenseite  des  Vorderdeckels  steht  ^-y^  La,  auf  Fol.  T  ist  ein  Siegel  ab- 
gedrückt. 

Auf  dem  zweiten  Vorsetzblatte  stellt :  „  Hie  Liber,  Turcarum  Civitatis 
Budae,  Praefecto  munitionum  appertinebat ,  vocabatur  Praefectus  Osman 
Schidai ,  quem  captivum  abduxi  tempore  occupationis  Budae,  in  cujiis 
Domo  hune  Librum,  et  alia  plura  inveni  et  pro  praedä  accepi.  Ao  1686. 
d.  2/12  Fbi'.  in  civitate  Buda.  horä  4*'  pomerid.  David  Henricus  a 
Schmettau".   — 

284'^.  [Landberg  916.] 
v.>jyja  (JLc.  IÜL«^,  eine  Sammlung  von  medicinisclien  Recepten;  den 
Anfang  macht  ein  „Kräftigungsmittel"  ^Ä;^_Ä_x,  dessen  sich  der  (damals 
schon  verstorbene  ^j-äi^j  Cy^'f)  '^'^^^^'^  Bäyazld  zu  bedienen  pflegte.  Der 
sich  am  Ende  nennende  Schreiber,  ßurekji-zädah  Mustafa  al-Nüri,  ein 
Schüler  des  lAli  ril  Xulüsi  Efendi,  ist  vermuthlich  auch  der  Compilator  des 
Schriftchens. 
Anfang:     i^**'^  (j'/-*  (5^.?*^.?'  ^''"))^^  *^^^'  v^^'j  vJj'  ^-äj^  ('  0^<>..^^b  tXtÄ. 

15  beschriebene  Blätter;  18,5  X  '3  cm.  Schönes,  vocalisiertes  Nas)(l 
mit  17  gespaltenen  Zeilen  auf  der  Seite;  der  in  Prosa  abgefafste  Text 
füllt  aber  nicht  erst  die  eine  Spalte,  um  dann  auf  die  andere  überzugehen, 
sondern  läuft  auf  jeder  Zeile  von  einer  Spalte  auf  die  andere  über,  als  ob 
es  Verse  wären.  Die  mitgetheilten  Recepte  sind  roth  geschrieben.  Auf 
der  letzten  Seite  steht  noch  ein  besonderes,  nicht  zur  Abhandlung  ge- 
höriges Recept. 

285.     [Ms.  Orient.   4".    114.] 

Auf  den  zwei  letzten  Blättern  (Fol.  196  und  197)  dieser  sonst  arabi- 
schen Handschrift  stehen  einige  medicinische  Recepte  und  Rathschläge  zur 
Anwendung  derselben.  Den  Anfang  macht  eine  Salbe  ^j^^oo,  welche  gegen 
22  verschiedene  Schmerzen  gut  und  bereits  von  Galenus,  Avicenna  und 
Luqmän  empfohlen  sein  soll;  den  ßeschlufs  eine  „erprobte  Fontanelle" 
y»L)  yi  oy.??.  —  Auf  fol.  vers.  des  drittletzten  Blattes  steht  ein  Amulet 
oder  Zaubersegen  gegen  Fieber  (>tXjLs'  ooLä  (j^-s?ol  ^^=^)■ 

^)  sie!  1.  i>jjkä?b   (\»A.. 


Türkische  Handschriften  286.  »Ul  JLä         301 


LJI  ^r 


Anfang;     ^_J«yuJLc►  JjJj'    ^j^j    ^^jLo^l>    «ji>    JvO^    ^1    (sie)   »^    kä^^.:^  ^ 
Gutes  Nasxt   ohne  Vocale;    18  X  13,6  cm. 


Ein   mit  gewiihnlichem,  deutlichem   Tailiq  geschriebenes  Recept   nebst  türkischer  Anwei- 
sung zur  Zubereitung  desselben   steht  in  der  Handschrift  Wetzst'-iii   II,    1849   auf  Fol.   76''. 


Zur  Medicin  gehören  noch:  Nr.  5,«i  (über  v:i»jj„jC!l  ^^Uo)  —  5*,69  und  f),2,g  (Ke- 
cepte)  —  6,«,<!  (Chirurgie)  —  15,8  (Mittel  gegen  Schmerzen)  —  IG, 5  (Lehrgedicht  des 
Sartf-eädah)  —  17  fol.  1»  und  11^  (Recepte)  —  fol.  37"  (desgl.,  zu  einer  Schwefelsalbe)  — 
32  S.  19  (desgl.,  zu  einem  Elixir,  nach  Galenu.«!)  —  38,3  (Lehrgedicht  des  Nidän)  — 
41,10  ((_ÄA*u  ^0)  —  44,8  und  160  fol.  120^  (Kecepte)  —  176  (über  Krankheiten 
und  Temperamente)  —  309   (Recepte)   —   315,1,8   (desgl.)  —   407,  422   und   435   (desgl.). 


286.     [Diez  A.   8".   23.] 

1.  j^ffLioL  (' L/oLjsLj  ,  ein  Buch  über  den  Coitus,  von  einem  Un- 
genannten aus  dem  Persischen  des  Nas7i-  nJ-dln  Tüsl  (f  672,  heg.  18.  Juli 
1273)  in  das  Türkische  übersetzt.  Die  Schrift,  von  welcher  ein  zweites 
Exemplar  in  Nr.  279,2  enthalten  ist,  zerfällt  in  18  Capitel  v_jLj.  Auch  in 
Gotha  befinden  sich  zwei  Bearbeitungen  der  Abhandlung  des  Nasir  al-din: 
Nr.  124,  dieselbe  wie  die  vorliegende,  und  noch  eine  andere,  Nr.  105 
fol.  68\  Vgl.  auch  Dresden  Nr.  172,9,  Paris  Nr.  173,  Wien  Nr.  1439 
(II,   5  38)  und   Ambrosiana  Nr.   297. 

Anfang:  (sie)  Ijuol  ^^ )!>  (sie)  &XxSiyiy\  <^-jj£ls>  JjI  ^jXxi  ^  y^^  o~'-^V*j  '^*=* 

2.  Fol.   27*':  Aphrodisische  Mittel,  gegen  Impotenz. 

Anfang:    el«">    \>>   sJOijLo  ^s»iLc  täSJUiJiX'j'  \~s.>juö  läXeU^   »•-»   (5^*:?   s'-^''  '-a*^ 

29  Blätter,   von   welchen    1,   2  und   29   nur  einige  Notizen  und  Siegel 


')  dafür  steht  hier  (in  der  Ueberschrift)   LoLijJ&L)! 


303         Türkische  Handsclu-iften  287.  288.  Veterinärwissenschaft. 

(Fol.   T  einen  Brief)  enthalten;   20  X  13  t;»i-     Hübsches,  kräftiges  Nastaüiq 
mit    1 5   Zeilen  auf  der  Seite. 

287.  [Wetzstein  II,  1640.] 
In  dieser  sonst  arabischen  Handschi-ift  steht  auf  Fol.  124"'— 132*  eine 
Abhandlung  in  türkischer  Sj^rache.  Dieselbe  ist  überschrieben  kJL.wv  Ijcjo 
UjC=»  Jys  ^-^  '3r'.r^  und  enthält  allerhand  Rathschläge  für  die  physischen 
Beziehungen  zwischen  Mann  und  Frau;  zuletzt  Recepte  zu  aphrodisischen 
Mitteln.  Der  Kolophon  beginnt  mit  den  Worten:  'ic>\Xj  '^J^'3\  t)-jUil  o^' 
J.I  iJ^JLävJI  oijL^I  tXj  (j  'li^l  üSJLJh  vielleicht  ist  also  hieraus  (sie)  J>Ä^t  J^jL^^I 
als  Titel  des  Schriftchens  zu  schliefsen. 


Anfang :      ^^XJI   xLeU.   (V)5^  tiJ^JU»*.^  »j   x^  ))^^   l»^*vJt   x-t^  xL'l  Jyu  ^  ^e=><^^ 

Gröfse  der  Blätter:    14,.'iX  10   cm;    deutliches   türkisches  Nas/I   mit  9 

Zeilen    auf  der  Seite.     Abschrift    von    der  Hand    des  Mustafa   ihn  al  liä()(j 

iAli  ihn  al  Mä(f(^  iTJmar  Äzali  vollendet  in  der  Mitte  des  Rabll  II  {y-^  ^ 

oLaj  ^"SII    «aj^)    1161    =    14.  April   1748. 


Ueber  sLJt  |vJLc  handeln  auch:  Nr.  5,  s  (Ende  eines  ^ooLj5LJ )  —  170,io  (welche 
Stunden  für  den  Coitus  günstig  oder  ungünstig  sind)  —  276,3  und  4  —  30t)  ((J»..j  k_jLj 
\LN.*iLj    Xa*Jj«,(0    und    &w.J.f    okAWA*.    i^yS'ö    (^xiijl    wj    v_jLj  ). 


&c 


Veterinärwissenschaft. 

288.  [Diez  A.  12-  6.] 
LnUsaj  (Fol.  8''  Z.  5),  ein  Buch  über  Kenntnifs  der  Pferde  und  Be- 
handlung ihrer  Krankheiten,  von  Hä(j<ji  Muliainmad  Um  Häxjfjl  lAh  aus 
dem  Persischen  übersetzt  (das.  Z.  6  und  7).  Der  Vorrede  zufolge  soll 
das  Buch,  wie  dies  von  ähnlichen  Schriften  häutig  behauptet  wird  (vgl. 
z.  B.  Gotha  105,5,  127  und  128),  von  Aristoteles  für  Alexander  d.  Gr. 
geschrieben  worden  sein ,  als  während  einer  langwierigen  Belagerung  in 
dem  Heere  des  letzteren  eine  Pferdeseuche  ausgebrochen  war. 

Der  Stoff  ist  in  zelm  Bäh  getheilt,  welche  wieder  in  Fad  untergetheilt 
sind;  die  Bäh,  welche  auch  am  Ende  der  Vorrede  aufgezählt  werden,  han- 
deln: _j^L)^   ^1  aSybl  (Fol.    16")  Y  —  ^"^  ^^<yf'i  ^1  ^y^\  (Fol.    11'')  T 


Türkische  Handschiiften  289.  Veterinärwissenschaf't. 

»tU^L  ySUJi  (Fol.  2  2")  1=  —  i5;JUL?j  ^^JLi^J  üSUit  (Fol.  20')  t"  —  ^^xJl^ 
üSybl  (Fol.  4  4")  'T  —  yi^;  ^,b>jl  »tXiÄj^J  ii^l  (Fol.  4r)  e  —  ^^  ,^>ij| 
(Fol.  63")  A  —  yi^^  |J^>5l  »tXJyiiül  i^Jbl  (Fol.  50')  'v  —  ^y^j  i^t^^-^' 
(Fol.  79^)  r.  —  ^5=>iU^  ^^*.^t^JCu,l  tiSyijl  (Fol.  T?')  ?  —  ^L^^  ^J^^^s:>^f  iiyh\ 
^Äj^isj  ^jJ-AjJö"  eSyLil.  —  Am  Ende  ist  die  Handschrift  defect;  doch  kann 
nicht  viel  fehlen,  da  das  V^orhandene  bis  in  den  vierten  Fad  des  zehnten 
und  letzten  Bäb  reicht. 
Anfang :  jjtXxtXÄ  jJLc  jvaT  iüiJU>  &=-^  J^l  Aä  ^    ^Ly».^   tXji.  ^^j  (sie)  i^yJCi 

Ende:     i^L»-  (_jÄj^t>rä  j»Xäj  (j.^y>  (j^*i^ 

82  beschriebene  Blätter;  14X9  cm.  Gutes,  vocalisiertes  Nastaihq 
mit  7  Zeilen  auf  der  Seite.  Auf  einem  vorgehefteten  (nicht  mitgezählten) 
Blatte  steht  ein  Zaubergebet  gegen  Krankheit  des  Viehes. 

289.     [Diez  A.   8».   69.] 
Ein  ebensolches  Buch,  in  dieselben  zehn  Capitel  eingetheilt,  und  we- 
sentlich dasselbe,  wenn  auch  mit  verschiedenen  Worten,  sagend;  die  Ueber- 
schrift  lautet  kA^  JL*^  i.jLäJ'  I<\sö.      Am  Ende   sagt    der  Schreiber   oder   Re- 
dactor,    dai's    er    das    Buch    nach    einem    ihm    vorliegenden    Originale    zum 
Frommen  des  Lesers  gekürzt  habe  ^),    und  dem  entspricht,    dafs   statt   aller 
Von-ede  nur  eine  Doxologie  von    drei  Zeilen  vorhanden  ist;    sonst  aber  ist 
dieses    Buch    ausführlicher    als    das    vorige.      Der   Anfang   der   vier    ersten 
Capitel  ist  nicht  bezeichnet;  dann  aber  beginnen  V  Fol.    36",  VI  Fol.  4  2'', 
VII  Fol.   45",  VIII   Fol.   63',  IX  Fol.   78",  X  Fol.   79'. 
Anfang:    '|»iLl!|^    »yLÄJlj    '^j.aJL*JI    ^^    sli   d^\    '(V^^JI    ij-»^r"    *-^'    f-'^^ 
yi\   ''hSyo   ijJlj^j   Lei   tX*j   Uöl   jj.AJu^l    '^u^P.   '^JI.   J.*^   Lj4>.x.wx   i}^ 

87  beschriebene  Blätter;  18  X  12  cm.  Gutes,  vocalisieites  Nas'/l  mit 
9  Zeilen  auf  der  Seite.  Abschrift  (oder  Abfassung?  I^J;^)  datiert  von  der 
ersten  Dekade  Jol^t  des  MuRarram   1000  =   19-28  Oct.    1591. 

Ueber  Hippologie  handelt  auch  Nr.   8,ii  ;  Naturgeschichtliches   über  Pferd,  Esel   u.  s.  w. 
steht  in  Nr.   6,2,a. 


*)  &A4_'jl    OMÄ\   &J^L)    x^  i^'i^Jj'   vAaili^  yj    J^   i^tXjl    JjJa^   V?   ö'<^^   t^bi' ^j 


304         Türkische  Handschriften  290.  Botanik. 

XV.  Botanik  (Gärtnerei). 

390.  [Diez  A.  8«.  58.] 
Die  Ueberschrift,  welche,  roth  geschrieben,  über  dem  Anfange  dieser 
Handschritt  steht,  lautet  ^UXj  o^^jlJI  ^jI^-L^.  «./jL^jÄ  ^  v^  s/iLui^iLs. 
Diese  Ueberschrift  ist  so  zu  verstehen,  dafs  der  Ausdruck  jwLuJa-iLj  die 
zwei  Abtheilungen,  in  welche  der  Inhalt  zerfällt,  zusamnienfafst ,  wäh- 
rend &_>cL_j^j e  sich  nur  auf  die  erste  dieser  Abtheilungen,  ein  Lehr- 
gedicht über  ßaumzucht,  bezieht.  Als  Verfasser  dieses  Lehrgedichtes  wird 
also  Pahlawän  (der  Ringkämpfer),  bekannt  unter  dem  Namen  Kaviänl 
(der  Bogenschütze),  genannt;  den  letzteren  Namen  wiederholt  auch  der 
Verfasser  selbst  am  Ende  der  Einleitung,  und  giebt  zugleich  als  das  Jahr, 
in  welchem  er  seine  vorliegende  Arbeit  machte,  1047  (beg.  26.  Mai  1637) 
an.     Das  betreffende  Bau  lautet: 

wjLä5'  54>-i«otXJ  tj/-*  ^^  i^'^V  )^-^.^         >^L*«.s.    [»«J^:?!    C^*^'-?  [S^^  tS^**^?    UsaJ 

und  das  Gedicht  beginnt  mit  den   Worten: 

Am  Ende  dieses  Lehrgedichtes  (Fol.  lö*")  steht  nochmals  »,^LA;cÄi^.i  o^^J, 
worauf  die  Ueberschrift  eines  auf  der  nächsten  Seite  beginnenden,  von  der- 
selben Hand  geschriebenen  zweiten  Lehi'gedichtes  lautet  äxiLääs-^SÜ  .^IJüjI  ^J> 
^s»L=>.  ,^>Äj  ÄJ^Xi;  die  noch  folgenden  Worte  —Jö^jvj  v_*ajjj  ^J  beziehen 
sich  dann  auf  den  ersten,  über  die  Zucht  der  Narcissen  handelnden  Ab- 
schnitt. Dieses  zweite  Gedicht  handelt  also  über  Blumenzucht  und  ist  ver- 
fafst  von  Peleli ')  Yiä^ßi.  Der  Umstand ,  dafs  ein  Bait  aus  der  Einleitung 
des  ersten  Gedichtes  als  vorletztes  des  zweiten  Gedichtes  wiederkehrt,  läfst 
vermuthen,  dafs  beide  Gedichte  von  demselben  Verfasser  herrühren  dürften; 
in  der  That  können  auch  die  in  beiden  Ueberschriften  genannten  verschie- 
denen Namen  recht  wohl  einer  und  derselben  Person  zugehört  haben,  welche 
sich  über  dem  ersten  Gedichte  nach  ihrem  Berufe,  über  dem  zweiten  nach 
ihrer  Heimath  und  dem  Umstände,  dafs  sie  die  Wallfahrt  nach  den  heiligen 
Orten  unternommen  hatte,  bezeichnete. 


')  das    ist    wohl    soviel    wie  Fedewi,    aus  Fünfkirchen    (in  Ungarn)   gebürtig;    ?gl.  oben 
Nr.  208. 


Türkische  Handschriften  291.  292.  Botanik.         305 

Das  zweite  Gedicht  beginnt  mit  dem  Bau: 

22  he.schviebene  Blatter;  21  X  •  2,^  cm.  Hübsches  JVas;(7  mit  19  Zeilen 
auf  der  Seite;  die  Seiten  sind  von  doppelten  rothen  Linien  umzogen. 
Datiert   vom   Jahre    1165,   heg.    2ü.   Nov.    1751. 

21)1/  [Diez  A.  4".  83.] 
Ein  Lehrbuch  der  Gärtuerei,  in  der  Ueberschrift  x^cLjow^iki,  in  der 
Vorrede  aber  (Fol.  2''  Z.  7)  ^jLä.^^j  l3^^)  genaimt.  Der  ungenannte  Ver- 
fas.ser,  welcher  in  der  Niihe  von  Adrianopel  lebte,  theilt  sein  Buch  in  sechs 
Abschnitte  ein,  welche  er  in  der  Vorrede  als  vier  Fasl,  eine  Tdiimiiuilt 
und  eine  Xäiivia]/  bezeichnet');  in  dem  Texte  selbst  ist  die  (auf  Fol.  3o'' 
beginnende)  Tatiiinnali  gar  nicht  bezeichnet,  während  die  vier  Fusl  auf 
Fol.  2'',  4'',  17''  und  23\  die  Z(7/™r//;  auf  Fol.  34"  beginnen;  am  Ende  der 
Vorrede  endlich  werilen  diese  sechs  Abschnitte  als  sechs  Fad  aufu'ezählt 
und   der  Ldialt  derselben    (richtig)    mit    folgenden   Worten    angegeben:   i^j^i 


,0   »tXÄjL^o   is^-^-^5   ^-^*-^;^    ^^-t^   jjj.oL.uw.   J..o.i    '\i>    sJjjLaj    ^a^Ljv.  .   ^   Andere 
Handschriften:   Leipzig  X,   6   (]).   33S,   wo  man  s.),   Bamberg   V,    15   fol.   8o", 
Upsala    Nr.    CCCLX,    Oxf)rd    (Uri    Nr.    XLU,  i);    Drucke:    Konstantinopel 
12GÜ   (Journ,   Asiat.    184G,  H,   278)   und    1282   (das.    1868,  I,   479). 
Anfang  (nach  einer  vierzeiligen  rothen  Ueberschrift):   jCxi^  'ijLjLj      j  tX*.^. 

3  7   be.schrlebene  und   eine  Anzahl  leerer  Blätter;   20,5  X  1^  em.     Gutes 
DlwCiw  mit    19  Zeilen  auf  der  Seite.     Aufsen  auf  dem  Vorderdeckel  steht: 

292.     [Diez  A.   8«.    111.] 
(^  yLssv^l    (jlvA/i,    eine    Abhandlung    über    den   Tulpenbau,    vom   Schaich 
Multammad  Lülah-zärJ  *),   welchem  der  Sultan  in  Anerkennung  seiner  Ver- 


')  (»UjI    ^^*JjI    v-*?"*    *))^'    '^^^    7^5    '-♦^    7^^    **:>^'    J^-«a-s    ^5-i>•'^    e&JL«\    jj 

*)   Hs.    hier    J^^ ,  auf  Fol.    17''  aber  richtig   J^^j . 
')  Fol.  7"  Z.  3.  ■*)  Fol.  6''  Z.   1. 

Türlciscbe  Uand^clirifteü.  39 


306         Türkische  Handschriften  293.  Botanik. 

dieiiste  um  den  Gartenbau  den  Ehrentitel  ^Kj^xi^^  „der  Blumenzüchter" 
verliehen  hatte*).  Die  Abhandlung,  welche  zufolge  einer  Bemerkung  auf 
Fol.  1*  auf  Veranlassung  eines  gewissen  Ibrahim  PaSa  geschrieben  wurde  "), 
ist  von  Diez  in  seinen  „Denkwürdigkeiten  von  Asien"  II,  1  fl'.  besprochen 
und  daselb.st  S.  12  ff.  mit  Weglassung  des  blofs  doxologischen  Theiles  der 
Vorrede  übersetzt  worden  % 
Anfang:  mf  yC>  Wm,  s->^^^  jjJi.i.S'  X^j  ^^  l>^*-»  £<^^  lT^^  tX*^»  ^-äjLlaJ 
33  be.schriebene  Blätter;  19,5X^2  ein.  Deutliches,  vocalloses  Nas/J 
mit  10  Zeilen  auf  der  Seite;  datiert  vom  27.  (rumadci  II  1157  =  7.  August 
1744.  Auf  dem  letzten  Blatte,  von  fremder  Hand  und  verkehrt  geschi'ieben, 
noch  ein  türkisches  Distichon  und  darüber  ein  paar  persische  Verse  von 
iübaid  ZahänJ  (s.  Persisch  Nr.  9,9).  Auf  einem  dem  Vorderdecke!  von 
aufsen  aufgeklebten  Zettel  steht:  LIa  stXjl   _tX>o  ^^iX^t  &Ji)   ^L5^^!ill  ^^Iva/i. 

293.     [Diez  A.   8".   52.] 

Ein  Lexikon  von  mehr  als  tausend  Tulpenarten.  Jede  Seite  ist  von 
oben  nach  unten  in  acht  Spalten  und  jede  dieser  acht  Spalten  von  rechts 
nach  link.s  in  zwei  kleine  und  ein  grofses  Feld  abgetheilt.  In  jedem  ersten 
Felde  steht,  rolli  geschrieben,  der  Name  einer  Tulpe,  und  zwar  sind  die- 
selben in  alphabetischer  Reihenfolge  aufgeführt;  in  dem  zweiten  Felde  folgt 
dann  der  Name  desjenigen  Blumenzücliters,  welcher  den  Samen  ^  der 
Tulpe  besafs,  und  im  dritten,  gröfsten  Felde  folgt  eine  Beschreibung  der 
Tulpe,  ihres  Aussehens,  ihrer  Eigenschaften  u.  s.  w.  Ganz  ausgefüllt  sind 
nur  die  ersten  neun  Seiten;  die  zunächst  folgenden  nur  theilweise,  und  im 
weiteren  Verlaufe  des  Buches  stehen  auf  den  meisten  Seiten  nur  die  Namen 
der  Tulpen  und  der  Samenbesitzer;  viele  Seiten  sind  aucli  ganz  leer  ge- 
lassen. 

Die  drei  ersten  Seiten  sind  anders,  als  die  übrige  Handschrift  abge- 
theilt; nändich  in  je  zwei  grofse  Columnen,  welclie  wieder  von  oben  narli 
unten  in  dreizehn  Spalten,  von  rechts  nach  links  in  je  ein  kleineres  und 
ein  gröfseres  Viereck  getheilt  sind.  Die  zweite  mid  dritte  dieser  Seiten 
sind  ganz  leer  gelassen;    auf  der  ersten  sind  nur    die    beiden  Hauptspalten 


»)  Fol.   6^   letzte  Zeile. 

*)   ^tXx*^xJLA«^   aJit   j^jJ^JoU   ü5oL.ciL   *.AicLj|   [««^vc 

*j  auch   besondere  erschienen,   Halle  unil   lieiliu    1815,  4U  S.   8*". 


Türkische  Handschriften  294.  Botanik.         SO? 

cjLLöjvo  uud  v:i)L>yU«ua.  überschrieben,  und  in  die  kleineu  Vierecke  der  Spalten 
sind  zweimal  die  Zahlen  von  t  bis  V  eingezeichnet. 

Vgl.  Diez,  Denkwürdigkeiten    von  Asien   II,  9,    wo    nur    durch  einen 
Druclcfehler  „in  4."  statt  „in  8."  steht. 

Anfang  (Fol.   2"):  oL'ÜI  (sie)  o^ 

(sie)  ^' 


jcJ«li>L?   Jj^ÄJw   wA^j   Jkj^   ^^xjÜ5^   J^^   (sie)   ,Jjii^^     LlS  Lei  iX»^i       cj^Ljl»,  JLoI 

SJuJCo     OAAis     j^^JUyJ      ^sJ-5l       JLjI       *J'jJ     54XäJ«->     ,^;^AJ\k*u 

^'   (JJ>*^     LS^^   <^*j^ 
130   Blätter,  von  welchen  die  letzten   7  ganz  leer,    auch  nicht  einmal 
mit   einem    Liniennetze    bezogen    sind;     18,äXl-l5*    t^'"-      Gutes    Nastaillq] 
neu;  europäisches  Papier. 


XVL  Dichterbiograptiie  und  Anthologik. 

294.  [Diez  A.  4".  122.] 
(^  '^l  juiJI  Sji'jJ,  ein  biographisch-anthologisches  Werk  über  osmanische 
Dichter,  welche  bis  zum  Jahre  953  (beg.  4.  März  1546),  d.  h.  bis  zur 
Zeit  der  Vollendung  des  Werkes,  lebten  (S.  f.  Z.  5,  S.  n^  Z.  8  v.  u.). 
Der  Verfasser  ist  iAhd  al-lallfl  (sie!  8.  f«  Z.  4  v.  u.,  S.  ni  Z.  1)  aus 
Qastanmnl,  welcher  sich  als  Dichter  LaMjl  nennt  und  unter  diesem  Namen 
bekannt  ist.  Sein  vorliegendes  Werk  ist  auszugsweise  von  Thomas  Cha- 
bert  übersetzt^);  in  der  Einleitung  zu  dieser  Uebersetzung  (p.  Xtf.),  so- 
wie bei  Hammer,  Osman.  Dichtkunst  III,  28  und  bei  Rieu  S.  VS"*  linden 
sich  biographische  Notizen  über  den  Verfasser.  Der  den  Sultan  Sahm  (I) 
betreffende   Artikel   ist   nach    der    vorliegenden   Handschrift   (S.    vt=fif.)   von 


*)  nur  so  finde  ich  das  Werk  in  der  vorliegenden  Uandacbrift  (S.  Te)  genannt;  andere 
Handschriften  setzen  noch  cL4.JL)tJI    iyjoj^^  oder  cUioJt   SwtOAJi.    hinzu. 

^)  Latifi,  oder  Biographische  Nachrichten    von    vorzüglichen    türkischen  Dichtern,  nebst 

einer  Blumenlese  aus  ihren  Werken.     Aus  dem  Türkischen  des  Monlu  Abdul  Latifi  und  de» 

Aschik  Hassan  Tschelebi,  übersetzt  von  Thomas  Chabert.     Zürich  1800.  Klein  8".     Fehlt  bei 

Zenker. 

3»* 


Türkische  Handseliriften  294.  Dichterbiographie  und  Anthulogik. 

Diez  in  seinen  „Denkwürdigkeiten  von  Asien"  I,  244if.  in  Text  und  Ueber- 
setzung  mitgetheilt.  Das  Werk  \vird  von  II.  '/,.  II,  261,  2814  erwähnt; 
andere  Handschriften  finden  sich:  in  Dresden  Nr.  83,  jMUnchen  Nr.  150, 
Wien  Nr.  879,2,  1221-1224,  Leiden  Nr.  2645,  Upsala  Nr.  302,  Paris 
Nr.  29  7,  St.  Petersburg  (Asiat.  Museum  S.  208),  in  der  Anibrosiana  Nr.  183, 
in  der  Mediceö-Laurentiana  Nr.  5  06  und  im  ßrit.  Museum  (Rieu  a.a.O.); 
ein  Stück  auch  in  der  hiesigen  Sauunelhandschrift  Nr.  6,2  f. 
Anfang:      «<j.IhA.c   tX^^l.^    'i^tNJ'    (»^^^  U.j)^-'*    ,«AEa^    '^-k^Jl    ^♦äJI    xAJI    *«*j 

Der  Inlialt  der  eigentlichen  TcuVnroh  ist  in  drei  Haiiptab schnitte  ^^ci 
getheilt.  Der  erste  (S.  t^l)  behandelt  zwölf  berühmte  sufische  Scheiche, 
welche  in  Bmi  lebten  {Galäl  al-din  Rüim,  ßadr  al-dm  Qünaicl,  iÄsiq  Pasa, 
Alioän  älrüzJ,  Sm'x  Wafä,  Srti/^  Rösam.  lAbd  alläh  JJoIä,  Sams  al-dln 
Buyän,  Ihrähim  Gulsaiü,  Yazigizädah  Muliammad  Celehi,  Sidaimän  (Jdehi, 
i^aix  Baynzid\  der  zweite  (S.  t«)  sieben  Sultane  mid  Prinzen  (Szdtän  Mu- 
räd  JI,  IIvManwwd  11,  Bäyazid  II,  Garn,  Qorqud,  Salim  I,  Sulaimün  I), 
der  dritte  endlich  (S.  va,  in  der  vorliegenden  Handschrift  nicht  als  solcher 
bezeichnet)  enthält  die  übrigen  Dichter  in  alphabetischer  Ordnung.  Dem 
Anfange  dieses  Abschnittes  ist  (auf  S.  vi  — At)  ein  Verzeichnifs  der  in  dem- 
selben behandelten  Dichter  (285  an  der  Zahl)  vorausgeschickt;  dieselben 
sind  (wie  sie  in  dem  Verzeichnisse  —  meist  in  Bustrophedon-Ordnung  — 
angeführt  werden)  die  folgenden: 

1 

S.  üV 
Alimad  Pasa.    AUmad   Gelebt    Miißl   (d.    i.    Kamälpasazädali) ,   Ahmad 
Dan,  Ahmad  Zaum,  Alimad  Ridwän,  Azliari,  Isliäq,   Ußüh,  Äftäbi,  Anwart, 
Amin,  Amiri,  Ähl  Celehi. 

S.  r.'» 
Ball,  Bäqi,  Bazml,  Basirl,  Bahärl,  Bahisü,  Bahüti-i  imiiz,   BaUüL-i 
sahlali-ywän,  Bayäni. 

Vi) 
S.  W 
TabiiJ,   Täjt,   Turähl,   Tamanna'i. 


Türkische  Handschriften  294.  Dichterbiographic  und  Anthologik.  309 

S.  it* 
Oänl,  Oanä'l,  Oiyähl. 

S.    Ilv 
GaglrJ,   öämi  Rümt,   GanähJ,   GamlM,  Gamäli,   Galciil,    Gahh  (drei  ver- 
schiedene),  Galfar  Gelebt   Tä^zädah,   Ganäni. 

z 

S.  in 

Häßz-i  iA^am,  Häfi^  Slräzl,  Häßz  Qünawl,  Hülatl,  Hablbt,  Hudüri, 
Husaim,  Hasan  Cdebi,  Hasan  Rümi,  Harlml,  Harirl  (zwei  verschiedene), 
Hadldi,  Hallinl,  Hamdi-i  qadim,  Havidl  Celebi,  Hayäti  (zwei  verschiedene), 
Haidar,  Hairati. 

t 

Xäkl  (zwei  verschiedene),  Xäwarl,  Xudu'I,  Xadirl  oder  Xidrl  (zwei  ver- 
schiedene), Xallli,  XaM-i  zard,  Xafl^  X^ayäli  Celebi,  Xayäll  Beg. 

o 
S.  M 
Däit,  Darünl,  Durrt,  Duiä'l,  DiUrl. 

S.   \öH 
Jätl,  Jaka'l,  Jtknt. 

) 

S.  hl« 

Rä%  Ralimi,  RaHiqT,  Rasmt,  Rtdä%  Ra/lql,  Ramzl,  Ramzl  Cdebi,  Ra- 
wärä,  RüM,  Riyädi  (zwei  verschiedene). 

; 

S.  Iv« 
Zäri  (drei  verschiedene),  Zaviäril,  Zainl,  Zainah. 

S.  «vi 
Säiatl,  SäyirT,   Säql,  Sabzl,  Su^üdi,  Saxä'7,  SaRäbl ,  Surän  (zwei  ver- 


310         Türkische  Handschriften  294.  Dichterbiographie  und  Anthologik. 

schiedene),  Saldi,  Saldi.  Garn,   Saldi  Efendi,  Saldi-i  qadlm,  SalVl  ÄidiM, 
Sallql,  Sinän  Celehi,  Sozi,  Saht  Beg,  Sayähi. 

S.  Mi 
Scwil,  Sänl,  ääwarl^)^  Sahidi^\  Sc/M,  SukrJ  (zwei  verschiedene),  SamM 
Daftari,  Samsl-i  qädt,   Samsl   Adwäri,    Samsi   Hisärl   (zwei    verschiedene), 
Samsi  Äya,  Samli,  Sauqz,  Sahdi,  Saix^,  oeri. 

S.  W« 
Sabin,  Salin  Celehi,  Säfi,  Sabä%  Suhlk  Efendi,  SidiUl  Brüsawl,  Sadri, 
Safl,  SifaU,  Safä'i,  Sanli-i  kätib,  Sanli  Beg,  Sanll  Iznuß,  Sanll-i  sißüJä, 
Sanli  Saläniki. 

Dailfl  (zwei  verschiedene),  Damiri,  Diyä'l. 


Tälill,  Talibl,  Tariql. 


Zarlß,  Zahlrl,  Zuhürl. 


t 


lÄrifi,  lÄSiqi,  lAbd  al-raJhnän  Celehi,  lAhdi,  lAtä'l,  iUqi  (drei  ver- 
schiedene), lAshari,  lUdri,  lldarl,  lAdni,  lAtä  üskübi,  lUlwi-i  qadmi, 
lUlwl-i  mudarris,  lAll  Celehi,  lAmrl  ^s^j*^,  lAndallbi-i  qadim,  lAndalihi-i 
/iäfis,  lAhdi-i  kätib. 


t 


Fuhärl,  Farthl,  razäll. 


*)  im  Texte  selbst  steht  dafür  Sawar. 

*)  im  Texte  werden  zwei  Dichter  dieses  Namens  angeführt. 


Türkische  Handsclu'il'ten  294.  Dichterbiographio  und  Anthologik.         311 

O 

FänJ,  Faxürl,  Fayi'i,  Firtuß,  Farruyj  (zwei  verschiedene),  Fardi,  Fir- 
dnusi,  Farldl,  Fadh  (zwei  verschiedene),  Fiyäm-t  qadlm,  Fiyäoii,  Faqlrl, 
Fikri,  Faun,  Fahim,  Faidl. 

O 
S.   fvt 

Qädiri,   Qäniii,   Qadrl,   Qudsl,   Qandi  Sirüzi,   Qandl  ßrüsawl. 

iS  und  S 
S.   fvt' 
Kätihl  (zwei  verschiedene),    Käsifi,    Käziml,  Käfi,   Käml,   Ka^fl,  Särü- 
XCim,  Ka^fl,   GuUanl,  Kamähädah  (sie),  KamäJ  Xalwafi,  Kamäl  JJmmi. 

J 

S.     fAA 

La'äll,  LämilT,  Lä'il'ä,  Lutfl,  Laih,  Laqä'i. 

r 

S.   flv 
Ma'äh,  MaMj-aml,  MoTiwl,  Masil,  Maslhl,  Mdsrahl,   Mulanimä'l,  Miiiidi, 
MaliM,  Muniri,  Malidl,  MihrJ,  Mlrt,  Mirale. 

S.  rit 
Najäti,   Na^ml  (zwei  verschiedene),   Nasliiä,   Nasrl ,    NiSfini,   NizümJ, 
Nazml,    Nagjfi,   Niqüht,   Niyülil,    Nahäri,   Nihüh ,    Nihänl,    Nüri    (drei   ver- 
schiedene), Namazi,  Niyäzi  (zwei  verschiedene). 

5 

8.  ri*» 

WäMdl,    Wäi^iil,    Wälihl  (zwei    verschiedene),    WaTidl,    WaMdi,    WaRyi, 
Wisäh,    Wasfi. 

8 

S.  rat 

Hälift,  Häh'ml,  HaläM  QaramänT,  HaJäkl,  Hüäll  (zwei  verschiedene), 
Humämi. 


312         Türkisclic  Handschriften  295.  Dichterbiograpliie  und  Anthologik. 

S.   t"*1 

Yäri,   Yattm,   YaRyä. 

184  beschriebene  Blätter  mit  Originalpaginierung-,  nach  welcher  ich, 
obgleich  sie  falscli  ist'),  citiert  habe;  21  X  14  cm.  Gutes  Nas'/Jl  mit  15 
Zeilen  auf  der  Seite.  Auf  Fol.  l'"  ein  paar  Bemei'kungeii  und  ein  blasser 
Abdruck  e.i)ies  kleinen  Biegeis  mit  (?)  v^jL^i  ^  ^x^  »J^aä. 

295.     [Diez  A.  8».   117.] 

pUäJI  «4.^  j-ÄÄiS',  ein  Auszug  aus  der  umfangreichen  Blüthenlese  aus 
den  Werken  türkischer  Ghazelendichter,  welche  der  nach  tl.  /..  III,  318, 
5718  {=  Büläq  1,  401)  und  VI,  355,  13  852  (=  Balaq  II,  394)  im 
Jahre  95  5  (beg.  1  1.  Febr.  1548),  nach  Hammer,  Osman.  Dichtkunst 
III,  61  dagegen  erst  im  Jahre  996  (beg.  2.  Dec.  15  87)  verstorbene  iVosm? 
veranstaltete.  Das  grol'se  Werk  des  Nazml  selbst  ist  in  Wien  Nr.  693 
(I,  64  6)  und  in  der  Barberina  (Bibl.  Ital.  L,  108  Nr.  25 1)  vorhanden;  dafs 
die  vorliegende  Handschrift  wirklich  nur  einen  Auszug  aus  demselben  ent- 
hält, wird  von  Hammer,  Osman.  Geschichte  III,  p.  VII  nr.  19  und  IX, 
243,    142   bestätigt. 

Was  die  Anordnung  der  Gedichte  betrifft,  so  ist  dieselbe  zunächst 
die  in  den  Diwanen  gewölmliche ;  d.  h.  die  Gedichte'  sind  in  der  alphabe- 
tischen Reihenfolge  der  Reimbuchstaben  zusanmiengestellt.  Innerhalb  der 
so  gewonnenen  Abtheilungen  wieder  sind  die  Gedichte  nach  den  Vers- 
mafsen,  in  welchen  sie  abgefafst  sind,  zusammengeordnet,  und  zwar  zu- 
nächst nach  den  Hauptversmafsen  luid  innerhalb  dieser  wieder  nach  den 
Unterabtheilungen  oder  Varietäten  derselben ").  In  jeder  dieser  Abthei- 
lungeu  wird  das  erste  der  mitgeth eilten  Gedichte  mit  i^"^)  (jlsl,  die  fol- 
genden mit  (m^)  8yA,Iaj,  das  letzte,  welches  also  von  dem  Sammler  selbst 
verfafst  ist,  mit  äJj. J  eingeführt.  Der  Ausdruck  soJäj  ist  also  hier  —  und 
somit  auch  in  dem  Titel  —  im  Sinne  von  „gleichartiges,  analoges,  fonn- 
gleiches  Gedicht",  nicht  in  dem  sonst  gebräuchlichen  Sinne  von  „bewulste 


*)  sie   geht    zwar   richtig   bis    ^A,    aber   mit   \r^  und  r«,  h«  und  11t,  ("ff  und  rff 
ist  nur  je  eine  Seite  bezeichnet,    dagegen    mit  f11  drei  Seiten  hinter  einander. 
')  Diese  ünterabtheilungen  pflegen  als    jXsti   pyii  eingeführt  zu  werden. 


Türkische  Handschriften  296.  Dichterbiographie  und  Anthologik.         813 

und  absichtliche  Nachahmung  eines  fremden  Gedichtes"  (s.  Katalog  der 
türkischen  Handschriften  in  Gotha  S.  37  Ainii.  2)  aufzufassen,  üeber  In- 
halt und  Eintheilung  der  ganzen  Sammlung  berichtet  ausführlich  Hammer, 
Osman.  Dichtkunst  III,  63  ff. 

Biographische  Beigaben  fehlen  in  dem  voi-liegenden  Auszuge  voll- 
ständig. In  dem  Originalwerke  scheinen  dergleichen  vorhanden  zu  sein, 
da  sonst  nicht  einzusehen  wäre,  wie  Hammer  dazu  käme,  die  Sannnlung 
unter  den  Quellen  zu  seiner  osmanischen  Geschichte  anzufüln-eu. 


Anfang:  Jjo^  *=?  ljÜI  Or=>- 

i;i)il,ÄLi  ^j'iLftU  ^jjiV^Li  ^j^LäU  ^J«JlAiaÄj■ 

113  mit  Originalfoliierung  versehene  Blätter,  und  aufserdem  drei  vor- 
geheftete Blätter ;  18X12  cm ;  nur  Fol.  1  —  109  enthalten  das  Werk  des 
Nazmi  '),  die  übrigen  Blätter  unbedeutende  Schreibereien.  Gutes  Diwäni 
mit  15  Zeilen  auf  der  Seite;  die  Poesie  zweispaltig  geschrieben.  Auf 
einem  aufsen  aufgeklebten  Zettel  steht:  i::jLaJj.ä  ^jl*Jt>  (c+^j   rJ^^-'  ^^  <^\sf 

296.  [Diez  A.  8".  10  0.] 
^j*oUÄJt  ^;*kJL_^,  ein  Werk,  in  welchem  der  berühmte  Mir  iAli  Ser 
Nawä'l  (t  90  6,  beg.  2S.  Juli  1500;  s.  über  ihn  die  zu  Nr.  384  beige- 
brachten Nachweise)  in  dschaghataischer  Spi'ache  Notizen  über  zeitgenös- 
sische osttürkische  und  persische  Dichter  und  Proben  aus  ihren  Werken 
mittheilt.  Das  Werk  ist  im  Jahre  896  (beg.  14.  Nov.  1490)  gesehrieben 
(s.  Fol.  18''  Z.  l)  und  zerfällt  in  acht,  Ma<)Us  genannte  Abschnitte,  welche 
in  der  vorliegenden  Handschrift  auf  Fol.  •d\  IS^,  45*',  62"^,  78*,  83^  90" 
und  95''  beginnen.  Die  Ueberschriften  dieser  acht  Ma^h's  werden  in  Ueber- 
setzung  von  Belin  im  Journ.  Asiat.  1861,  I,  177,  von  Flügel  zur  Wiener 
Handschrift  Nr.  1209  (II,  373)  und  von  Rieu  S.  273'',  dieselben  und 
aufserdem    die    Namen    aller    in     dem    Werke    besprochenen    Dichter    von 

')  aber  am  Ende  ein  wenig  defect.  Daa  letzte  Gedicht,  von  welchem  noch  die  vier 
ersten  Bait  vorhanden  sind,  gehört  einem  Dichter  des  Namens  ^[..^  an,  reimt  auf  ^1 — 
und   ist   im  Metrum     \„»a>   i.j%LäXio  abgefal'st. 

llüikiaetie  Ua.ndackriftea.  40 


314         Türkische  Handschriften  296*.  Dichterbiographie  und  Anthologik. 

Hammer  nach  und  zu  Nr.  243  seiner  Sammlung ')  mitgethellt.  Die  Vor- 
rede und  der  siebente  Maglis  sind  von  Bei  in  im  Journ.  Asiat,  a.  a.  0. 
S.  239  ff.  und  28ltf.  herausgegeben  und  übersetzt.  —  Andere  Handschriften 
der  Ma^älis,  aufser  der  bereits  erwähnten  Wiener,  finden  sich  noch :  in  St.  Pe- 
tersburg (Man.  et  xylogr.  Nr.  55  3,  wo  auch  eine  als  a,  281  bezeichnete 
Handschrift  des  Asiatischen  Museums  erwähnt  wird),  im  Brit.  Museum 
(Rieu  S.  273'  und  274''),  in  München  Nr.  148,  in  Paris  TUrk.  327,2  und 
Pers.  285,4  (Journ.  Asiat,  a.  a.  0.  S.  235  Anin.  2),  und  aufserdem  in  den 
Handschriften  der  ojI-a.I^',  welche  sich  in  Paris  „Nr.  108"  (Joui-n.  As. 
a.  a.  0.  S.  247  Amu.),  in  St.  Petersburg  (Man.  et  xylogr.  Nr.  5  58,  ZDMG. 
II,  248  und  251)  und  im  Privatbesitze  Belin's  (Journ.  Asiat,  a.  a.  0. 
S.  175)  befinden  oder  befanden. 
Anfang:  '^L^.^  Ji^  ^ji>v_ijv^  v^  t-»^.'  ' ^'■**"r(j'-^  ^LwL  ^  KjT  Jw^  \^ 
1(17  beschriebene  Blätter;  21  X  12  cm.  Sehr  schönes  TaÜJq  mit  13 
Zeilen  auf  der  Seite;  am  Anfang  ein  schöner  iUnioän]  die  Seiten  mit 
schwarzen  Linien  und  einer  Goldleiste  umzogen ;  Abschrift  von  Muzaffar 
iÄh  im  Jahre  982  (beg.  23.  April  1574)  gefertigt.  —  Fol.  26*'  ist  leer 
gelassen,  doch  scheint  nichts  zu  fehlen. 

296*.     [Ms.  Orient.  8".  5  2.] 

Dasselbe  Werk.  Anfang  wie  in  der  vorigen  Handschrift.  Die  acht 
Mo()Hs  beginnen   hier  auf  Fol.    3",    n'',   33\   51^   64^,   69%    75"  und   79\ 

86  beschriebene  Blätter;  19,5Xl2,s  cm.  Hübsches,  kleines  Nasyl 
von  türkischem  Zuge.  Schlagwörter  u.  dgl.,  welche  sonst  roth  geschrieben 
zu  sein  pflegen,  sind  hier  gelb  geschrieben;  Fol.  S*",  6"^,  14%  17"",  34'',  3  7", 
39',  4  1*",  5  0",  83''  und  84"  sind  blau  marmoriert.  Abschrift  datiert  vom 
18.   ^miu-rd   966   =   24.  Juli    1559. 


Das  Ende  eines  anthologiachen  Werkes  steht  in   Nr.   27,5. 


')  aufser  dieser  besafs  Hammer  noch  eine  Handschrift,  des  vorliegenden  Werkes  als 
Nr.  147;  aber  nur  Nr.  'l\'i  ist  —  als  die  erwähnte  Nr.  1209  des  Flügel'schen  Kata- 
loges  —  in  die  Wiener  Bibliothek  übergegangen. 


Türkische  Handschriften  297.  298.  Poesie.  315 

XVn,  Poesie. 

1)  Sanunelhandschriften. 

297.     Piez  Fol.    12.] 

Eine  Ma^mülali,  welche  neben  einigen  ganz  unbedeutenden  Abschnitten 
in  Prosa  viele  Gedichte  enthält,  und  zwar  hauptsächlich  Ghazelen;  da- 
neben aber  auch  Lieder  (^^Ux-,  ^*j',  (' ^cjUS^)  und  Chronogramme  (Fol. 
5*,  40");  auch  einige  persische  Miifrad  auf  Fol.  19°''  und  ein  arabisches 
Gedicht  (12  MaQnawT-Baii,  Ra§az)  über  die  Namen  der  v_ä^X.'I  ««jL^Pf,  als 
dessen  Verfasser  Gamäl  al-din  ahü  'I  Yamin  MuUaiamad  ihn  Zain  al-din 
al  Maräyi  al  Madani'^)  angegeben  wird,  auf  Fol.  T"".  Von  türkischen 
Dichtern  kommen  die  folgenden  vor:  Nabi  Fol.  6\  13%  25",  26%  27%  29" 
-36%  38''-39%  48%  67=;  NaMfi  FoL  7%  12%  17%  45';  Bäqi  Fol.  8%  13% 
26%  40%  60%  63'';  Sabagi  Fol.  8'':  äifzl  Fol.  9";  Nafii  Fol.  9%  37%  45" 
-47'':  Na^atl  Fol.  10";  AnwanYol.  10";  Darwe^YoX.  10";  Rafiql¥o\.  11"; 
WaMdl  Fol.  11";  lUboidl  Fol.  11'';  Fahim  Fol.  14";  ßähit  Fol.  17":  lArnhl 
Fol.  19";  §öyj  Fol.  20";  '/.ayäll  Fol.  25*';  Sairi  FoL  26":  Räyih  PaSa 
Fol.  26';  iiSqi  Fol.  37';  iAtjtl  Fol.  37";  iJJlwJ  Fol.  37";  Nkäm?  Fol.  37"; 
YaHijä  Fol.  37'';  Wahhl  Fol.  40";  Fanni  Fo\.  41";  RämlFol  41'';  Uskudän 
Fardl  Fol.  4  2";  Salim  Girüy  '/Mn  Fol.  44'';  Nadlm  Fol.  60'';  Niyäzi  (?) 
Fol.   69\ 

70  beschriebene  Blätter  von  verschiedener  GrÖfse,  die  gröfsten  19,5  X 
12  cm.     Verschiedene  Hände. 

298.  [Diez  A.  8%  127.] 
Von  dieser  ganz  neuen  Hand-schrift  sind  nur  die  6  ersten  Blätter 
(^17,5X  12  cm)  beschrieben,  und  zwar  mit  Liedern  {^S>2  resp.  («5^^%  ^^^^ 
j^Uio  resp.  j^U5^y>%  und  ^5^JoJLi■)  und  zuletzt  einigen  Mnfrad.  Als  Ver- 
fasser werden  Ganhari,  iÄsiq  iUraar,  lAhdl,  Saiyidl  und  Qul-oyli  genannt. 
Auf  Fol.  5"  steht  ein  Gedicht,  überschrieben  J^AS.«lj«i%  wa.?  ich  nicht  ver- 
stehe ^). 


')  Fol.   28*;  Tgl.  die  Anmerkung  zu  Nr.   32".     Die  Handschrift  sehreibt       '«L*^  J>" . 

^)  wenn  es  nicht  etwa   ^^w«öJO    <-ltX5^  „der  betende   L'idtler  oder   Derwisch"   heifeen  soll. 

40* 


816         Türkische  Handschriften  299    301.  Poesie. 

2dd,    [Diez  A.   8».  54.] 

Diese  Haudschiüft  ist  auf  einem  aufsen  aufgeklebten  Zettel  als  ^[.xS' 
ir  »J(C-w  c'5)*-'*  (5^J  «i'LjPvi^  bezeichnet;  auf  Fol.  l''  steht  in  einem  wenig 
eleganten  lUnwän  ^Joil  Ls!  ^\yiC> .  Die  erstere  Angabe  ist  die  richtigere, 
da  die  Handschrift  Gedichte  verschiedener  Verfasser  enthält,  während  einer 
Handschrift  vom  Diwän  des  Yalhjä  nur  das  ei'ste  Blatt  angehört.  Auf  die 
zwei  auf  dieser  ersten  Seite  stehenden  Ghazelen  (Anfang  des  ersten :  ^ 
ItXAj  «J.l  (^o.l  üSÜLÄJi  äS'  5tX3c>)  folgen  zunächst  Gedichte  (Ghazelen  u.  a.), 
deren  Verfasser  in  Ueberschriften  nicht  genannt  sind  und  auch  sonst  nur 
selten  zu  ermitteln  sein  dürften;  von  Fol.  18  an  kommen  dann  Ghazelen 
von  Jäti,  flamdl,  Tluda't,  Maümüd  Efendi,  nochmals  EtidtVi;  daim  als 
4XAÄ.y  bezeichnete  Gedichte  von  Maliniüd  und  Budä?i\  dann  von  dem 
Letztgenannten  drei  Ghazelen  über  die  Eigenschaften  c^oü  des  Propheten, 
und  dann  noch  andere  Ghazelen  von  demselben;  es  schliefsen  sich  an  Ge- 
dichte von  MaJimüd,  Mustafa^  §afm  (ein  Taymls  auf  ein  Ghazel  von 
Faüri,  Fol.  25"),  ein  Musaddas  von  DarweS,  ein  TnuTild  von  Yallyä,  dazu 
eine  Nazirah  von   Qanhart^  endlich  ehdge  Gedichte  von  AlimadJ. 

30  mit  Originalfoliierung  versehene  Blätter;  20  X  13  cm.  Verschie- 
dene gute  Taüiq-  und  iVastol%-Hände.  Als  31''""  Blatt  ist  ein  dem  Hinter- 
deckel aufgeklebter  Papierstreif  mit  zwei  Gedichten  von  No<jäti  gezählt. 
Einband  von  lappigem,  blauem  und  goldgeflammtem  Leder. 

300.     [Diez  A.   8».    110.] 

Erst  Hymnen  ^^1  mit  Angabe  ihrer  Tonarten;  dann  eine  Anzahl 
iSsy'i  genannte  Gedichte,  welcher  Ausdruck  wahrscheinlich  als  =  ^Ji  zu 
betrachten  ist;  dann  (Fol,  16'')  das  Muster  .eines  Schreibens  vom  Ober- 
Eunuchen  an  den  Scherif  (von  Mekka),  überschrieben  (^Läl  5ol**«JI  ^b 
5»\.l  JUjwc  y^  ^j-<i  ijtXJ JLi"j.-n.Ä. ;  dann  ein  Ghazel  von  Saiyid  Stdat7)iSn, 
ein  paar  Nazirah  von  Fanni^  FasiJi-dede,  Fiyäni  und  Sahrl  Turhahdär 
(hier  ;'(>Jyj  geschrieben);  ferner  (Fol.  20*')  ein  Recept  zu  einem  Räucher- 
werk ^fc^^  v_AA^i',  endlich  ein  ai-abisches  Gebet. 

21   beschriebene  Blätter;   19  X  12,5  cm.     Verschiedene  Hände. 

301.     [Diez  A.  8".   107.] 
Sammlung  von  Liedern,   ^Ji   (auch   j^jUSw  Fol.  34"  und  47''),  ^^Js-ci, 


Tüi-kische  Handschriften  3U2.  303.  Poesie.         317 

^Uav,  ^sJoJj  genannt.  Die  Tonarten  (von  welchen  sich  ein  Vei'zeichnifs 
ouAij.^  auf  Fol.  48"  findet)  sind  fast  regelmäfsig ,  dagegen  die  Verfassei* 
nur  selten  beigeschrieben;  von  den  letzteren  sind  Nazvü  (Fol.  IT',  13''), 
Gauhan  (Fol.  13^  15"'^),  Fcmlit  (Fol.  13'^),  lÄsiq  lUmar  (Fol.  n^  15''), 
SidtCin  uUimad  (Fol.    16'')  und  Bähä  TüMr  (Fol.   28'',   32'')  vertreten. 

5  6  beschriebene  Blätter;  20  X  12  cm.  Von  Fol.  12  ist  oben  ein 
kleines  Stück,  von  Fol.  25,  38,  4  4  und  50  die  untere,  von  Fol.  41  die 
obere  Hälfte  abgerissen;  zwischen  Fol.  25  und  26  sind  zwei,  zwischen  3  7 
und  38  ist  ein  Blatt  ausgerissen.  Verschiedene  Hände.  Eine  vorhandene 
Originalfoliierung  beginnt  mit  fl. 

302.     [Diez  A.   8°.  93.] 

Eine  Sammlung  von  Ghazelen  und  anderen  Gedichten  verschiedener 
Verfasser,  wie  lUmrl,  MuxH^,  Nisüm,  Bcuf  u.  a.  Auf  fol.  r.  fast  eines 
jeden  Blattes  steht  oben  ein  arabischer  Denkspruch. 

4  2')  beschriebene  Blätter;  18,5  X  12  cm.  Verschiedene  Hände,  meist 
ein  grobes,  grofses,  ziemlich  leserliches  Nastailiq'  Fol.  33  —  38  verkehrt, 
d.  h.  so  beschrieben,  dafs  man  das  Buch  umdrehen  mufs,  um  die  Gedichte 
zu  lesen. 

308.  [Diez  A.  8".  118.] 
Der  erste,  bis  Fol.  103  einschlielslich  reichende  Theil  dieser  Hand- 
schrift enthält  Lieder  (^-äwi,  ^^^.^^^  15^)'  ^^  denen  selten  der  Verfasser 
(wie  z.  B.  Gauharl),  dagegen  häufig  die  Melodie  oder  Tonart  angegeben 
wird;  dazwischen  steht  wohl  auch  hie  und  da  ein  Ghazel,  wie  z.  B.  auf 
Fol.  25"  ein  solches  von  EäMl.  Der  zweite,  mit  Fol.  104  beginnende  und 
bis  zu  Ende  reichende  Theil  der  Handschrift  enthält,  fast  durchweg  von 
derselben  zierlichen  Taihq-Hand  geschrieben,  Gedichte  —  vorwiegend  Gha- 
zelen —  verschiedener  Dichter,  von  welchen  ich  die  folgenden  namhaft 
machen  kann:  iisqi,  nairatJ,  iUbaidt^  Wagilü^  iUlm^  Sabzi,  lAhdt  (Fol. 
107*' ff.),  Murädi,  Ridit,  Gaun,  Püki,  näsih^  ßäqi^  Nä'ilij  Mamdi,  Tähir, 
Sä'ih^  Salm,  ilzzati,  Sqflil,  Qadri,  Sahn,  Yalii/ä,  Kaliid,  Nazmi,  Nazirt, 
Nasim,  (?),  Rasml,  Kallm,  Firäql  (?)  u.  a.  m.     Das   letzte  Gedicht    ist   ein 


1)  eine  vorhandene  Originalfoliierung  geht  nur  bis   t^i  ^  ^uj]  gje  gleich  nach   Fol.  I  ein 
Blatt  überhüpft. 


:J18         Türkische  Handschriften  304.  305.  Poesie. 

Gliazel  von  Bcuß  (Anfang:  ^^'L  v:iOs:äP  ^  '^y^  ij^}  &^  ^^^'^j  P«  ^^^  der 
Lithographie    von    1276,    in    Hammer's    Uebersetzung   das   letzte  Ghazel). 
Auf  Fol.    112'^  steht  ein    Ta'r'ix  auf  das  Jahr   1119   (beg.   4.  April   17  07). 
146   beschriebene  Blätter;    17,5X10,5  cm. 

304.  [Diez  A.   8«.   119.] 

Eine  MagmRiah  ohne  alle  Ordnung  und  in  den  verschiedensten  Rich- 
tungen der  Seiten  zusammengeschriebener,  unbedeutender  Gedichte,  zu 
welchen  nicht  selten  die  Tonarten  oder  Melodieen  angegeben  werden.  Als 
Verfasser  erscheinen  z.  B.  Sandä,  tSrnäs?,  Nähl,  derselbe  im  Verein  mit 
iAhdt  PaSa  (Fol.  lO''),  FaslJi^  iltn,  Faidi  u.  a.  m.  Aufser  Ghazelen  sind 
auch  Tanzlieder  vorhanden;  unter  denselben  auf  Fol.  36''  auch  ein  Dreh- 
lied x*Jj.)o   von   Farid-oyli. 

95  beschriebene  Blätter;  18,5X11  ^i"-  Verschiedene  Hände  und 
Schriftarten. 

305.  [Diez  A.   8".    102.] 

Eine  Sammlung  von  Gedichten,  meist  Ghazelen,  welche  nach  den 
Tonai'ten ,  in  welchen  sie  gesungen  werden  sollen  (o^-^K,  i^jl^^i  »I-^^^äj 
u.  s.  w.),  in  Fosl  zusammengeordnet  sind.  Vorhanden  sind  Gedichte  von 
Tiaqqi  Fol.  l'';  Nürl  Fol.  l'',  3',  1  o",  14\  28",  30-\  58*',  60";  Ka^fiYol.  2"; 
rafarl  Fol.  2\  10",  23",  28^  29^  34'',  45",  58";  ^uhüdt  ¥o\.  2",  6",  27", 
31%  37",  53";  Wäll  Fol.  2";  NaqM  Fol.  2",  6",  16",  30',  33";  Nazmi  Fol. 
3%  6",  7",  ir,  13",  17",  24%  30",  32%  34%  37%  38%  47%  56%  57%  58% 
59%  60";  NaMfi  Fol.  5%  56%  57";  Nnjäzi  Fol.  5%  11"%  18%  20%  21%  28% 
29"%  30%  33*,  39%  4i",  47%  50%  51%  60";  Hmlün  Fol.  5%  9%  11%  13% 
14%  20%  21";  DanoeSl  Fol.  6";  ^Abd  aJläh  Fol.  6";  Kanzi  Fol.  6%  16"; 
iAdli  Fol.  7";  WaMdl  Fol.  11%  19";  Hmmat  Foh  13",  23%  33%  36%  4  3% 
48";  Mw-J  Fol.  14%  23%  24%  26%  27%  29%  31"%  32%  34%  37%  50%  51% 
59";  Ra(ja'7  Fol.  14";  ASraf-oyli  Fol.  ]4"%  23%  5l";  TäW)  Fol.  14%  28""; 
(^asvü  Fol.  15";  Öäfh  Fol.  16";  BeSärah  Fol.  9%  22";  Ihdhß  Fol.  17% 
24%  31%  55";  Sinätil  Fol.  24";  Saüjül  Üusain  Fol.  24%  29";  Fadli  Fol. 
26";  Xakoatl  Fol.  27";  ^arnsi  Fol.  29%  43%  50%  5l";  lAhlfi  Fol.  30"; 
MaRwl  Fol.  31%  43";  Örmmll  Fol.  32";  lAhd  al  lia.iy  Fol.  30%  32%  36"; 
^äldn  Fol.  32";  Rafn  Fol.  34";  Barwes  iUGmän  Fol.  31%  34";  FatM  Fol. 
34",   51%  58";   QaddüsJ  Fol.   35";  Sulaimän  Fol.  44%  59";   Yaliyä  Fol.   39"; 


Türkische  Handschriften  306.  307.  Poesie.  319 

Anwarl  Fol.  39";  iUlwl  Fol.  38'';  Wajdi  Fol.  40'';  ^.ifzl  Fol.  45*';  Fahml 
Fol.  45'';  Scmjid  Nizäm-oyli  Fol.  48'',  57'';  üftädali  Fol.  48'',  GO'';  Amuni 
Fol.  48'';  Nizämi  Fol.  5  1";  Ra'äfi  Fol.  53'';  EoSanl  Fol.  56'';  Nallml  Fol. 
5  7";  FanCÜi  Fol.  5  7'';  Qädirl  Fol.  59'';  lAhdl  Fol.  59''.  Sonderbarerweise 
ist  jedem  Gedichte  «ü^  übergeschrieben,  auch  wenn  dasselbe  von  einem 
ganz  anderen  Dichter,  als  das  vorhergehende  vexiafst  ist. 

63  beschriebene  Blätter;  20,5  X  11  ci>i-  Verschiedene  Hände,  aber  meist 
liUbsches,  in  drei  Spalten  schief  geschriebenes  TaiUq;  dui'ch  eingedrungenes 
Wasser  beschädigt,  doch  nur  selten  bis  zur  Unleserlichkeit. 

806.  [Diez  A.   8».   98.] 

Eine  Ma(f7nüiah,  welche  hauptsächlich  Gedichte,  Ghazelen  und  Lieder 
(^l^^,  ^Jij^  u.  dgl.),  häuüg  mit  Angabe  ihrer  Tonarten,  enthält.  Von 
Verfassern  werden  genannt:  Huditi  Fol.  6'',  iÄSiq  iümar  Fol.  14",  Niyazl 
Fol.  19",  Gauhan  Fol.  21'',  Räyib  {Pasa)  Fol.  22"  und  46'',  Naht  Fol.  25", 
Fiusain  Efendi  Fol.  3  6",  Mtüiyt  Efendi  Fol.  36'',  Misrl  Fol.  38'',  NaqSi 
Fol.  55'',  Eidii  Fol.  60''  und  61";  von  besonderen  Gedichten  sind  zu  er- 
wähnen: ein  Ta'rlx  auf  den  im  Jahre  1173  (beg.  25.  Aug.  175  9)  erfolgten 
Tod  des  Naqshandi  Sai'/,  iAU  Efendi  Fol.  9'',  ein  Taxmls  des  Bäcii  auf 
ein  Ghazel  des  MuMhhi  (d.  h.  des  Sultans  Sulaiviän  I;  Anfang:  ^^p  &xL=» 
i^A^  ooiAi.  J.J   ÄÄJLb.   ^t>(tXib.;   fehlt  in    der  Lithographie  von    1276)  Fol.    73*"; 

y 

ein  persisches  Ghazel  des  riains-i  Tahriz  (d.  h.  des  Galcd  aJ-dln  Rüini) 
mit  dem  Anfang:  v:>.*»Oi.>l  ,jL«ji  ^  sC>  ^^1=.  hJS'  ^b  >o  «^=.1..=.  Fol.  4  4";  end- 
lich ein  arabisches  Tayriäs  des  Imdin.  Naioawl  auf  eine  Kaside  des  Imäiit 
Sä/in  (Anfang:  (sie)  »as^  (Jl^il  ijS'  sJ  ^j-jo  L),  Fol.  75''.  Eine  Sammlung 
von   türkischen  ßriefmustern  steht  auf  Fol.   63''ft". 

86  beschriebene  Blätter;  2ü,5Xl'^)*  (^m-  Verschiedene  mehr  oder 
weniger  flüchtige  Hände;  auf  Fol.  83"  der  Abdruck  eines  Siegels  mit  der 
Inschrift  IHI  <Xip  ^l^  (1191   beg.  9.  Febr.    1777). 

807.  [Diez  A.   8».    120.] 

Eine    Sammlung    von  Gedichten,  hauptsächlich    Hymnen    cjLI-,?-"?   zu 

welchen  meist  die  Tonarten,  aber  nur  sehr  selten  die  Verfasser  (wie    Wäll, 

ASrqf-oylt)  angegeben  werden.  Zum  Theil  (besonders  Fol.  41  —  56)  ver- 
kehrt geschrieben. 


320  Türkische  Handschriften  308.  309.  Poesie. 

77  beschriebene  Blätter;  18X^2  cm.  Verschiedene  Hände;  zwei- 
spaltig und  schief  geschrieben;  Seiten  und  Spalten  roth  umzogen.  Auf 
einem  aufsen  aufgeklebten  Zettel  steht:  t"A   vO  a.*;-»-??  cyLl»!i(l  k-ilÄT. 

308.  [Diez  A.   8«.    142.] 

Eine  Sammlung  von  Liedern  oder  Hymnen,  deinen  Tonart  stets  an- 
gegeben wird.  Von  Verfassern  werden  die  folgenden  genannt:  Oanä'l 
Fol.  2";  Gamalt  Fol.  3",  20''';  Yümis  (bisweilen  mit  dem  Beisatze  DarweS 
oder  iÄSiq)  Fol.  4%  6",  7%  8'',  9^  15'',  16^",  20",  23^  2b%  26\  27=",  28"'', 
30\  32'',  33",  34",  35"'',  36',  37'',  39'',  41%  44%  45",  46%  48%  51%  57"; 
ÄSraf-oyli  Fol.  4%  36%  37%  38%  46%  52";  Alisrl  Fol.  5%  29%  33",  43% 
44%  47%  49";  iAzlzl  Fol.  5%  13'%  Himmat  Fol.  6%  17%  19%  32%  34%  38% 
39%  43%  44^^;  Sinän  Fol.  7%  41";  RöMril  Fol.  8";  ^mnsi  Fol.  9%  39%  41"; 
Nürl  Fol.  10%  14%  15%  50";  Niyäzi  Fol.  10%  14%  25%  30%  3^%  34%  36% 
38%  42%  48%  50%  51%  56";  liudcVI  Fol.  11%  37"";  Fanä'i  Fol.  U";  Yaiqüb 
Fol.  12%  Sazä'l  Fol.  12%  45";  ^Us' Fol  13'%  (?)  j*^^  ;r">^  Fol.  18"; 
äa^(jl  Bairäm  (Hs.  [»Iv^Ls)  I^'ol-  18'';  ^("f  '^'^^^1'-  Foh  19";  Saüjid  Nizäm 
Fol.  21";  Kanzi  Fol.  2l";  Muliyl  Fol.  2  2%  29%  49";  Zain  al  iäJndm  Fol. 
24";  Jähirl  Fol.  26";  Tähir  Fol,  26";  Maliivt  Fol.  29";  iAbd  al-mmad 
Fol.  29";  Nizäm-oyN  Fol.  33",  42";  Talib  Fol.  35";  Naqst  Fol.  40'; 
Maulänä  (?)  Fol.  40'';  YnRijä  Fol.  4  3";  ^ams-i  TalSriz  (türkisch)  Fol.  43"; 
lAhd  al  iaziz  Fol.  44";  Faxrl  Fol.  5  2";  lÄsüi  lUmar  Fol.  54%  58%  59". 
Die  Daten  1171,  1172,  1198  und  1199  linden  sich  auf  Fol.  2%  5%  23% 
5  7"  und   6l".     Auf  Fol.    1"  steht  ein  Verzeichnifs  der  Tonarten  oLoLä«. 

62  beschriebene  Blätter;  16Xl'J5^  cm.  Verschiedene,  meist  grobe, 
doch  deutliche  Hände;  Fol.  53,  55  und  58  sind  mit  ganz  blasser,  kaum 
lesbarer    Dinte   geschrieben.     Auf  einem    auTsen    aufgeklebten    Zettel    steht: 

309.  [Diez  A.   8%    145.] 

Eine    kleine    Ma^mülah    buntesten    Inhalts.      Neben    Gedichten    (Jyc, 

'»wi,  ^5^%  äJ>^%  o^,  i^ysue),  zu  welchen  als  Verfasser  gelegentlich  iVä^f, 

Sälä,   Bäcß,   iÄsiq  lUmar,    Lisärii^)    genannt    werden,    stehen   am    Anfang 

und   am  Ende   der  Handschrift  Angaben   über   die  Besoldmigen    einer  An- 


•)  von  ihm  steht  ein  s^>.,^uaj  genanntes  Ghazel  auf  Fol.  49''. 


Türkische  Handschriften  310-312.  Poesie.         321 

zahl  von  Beamten  (zuerst  if  ^^►j  |J.*-..=>-  iüLs.  _^jlCo  |JL*>o  säxJsj),  auf  Fol. 
12",  27'',  so'  Briefe,  auf  Fol.  ^9^&.  Recepte  (^tUib  lUkh^a  Jo  ^L,  dann 
&*J^I  OA*^-^  iSy^'^  e5wcol  vj  *oLj  u.  s.  vv.)  und  andere  unbedeutende  Dinge 
mehr.  Am  Ende  steht  die  Jahreszahl  1186  (beg.  4.  April  17  72)  sowohl 
mit  Zahlen,  als  auch  mit  Worten. 

5  8  beschriebene  Blätter;  16X1*^?'  t^'"-  Verschiedene,  kleinere  und 
gröfsere,  durchweg  gute  Nas/iS-ände. 

310.  [Diez  A.   8«.    108.] 

Eine  wenig  umfangreiche  Sammlung  von  Gedichten:  zuerst  Lieder 
(von  iÄSiq  lüniar  u.  a.),  dann  (Fol.  21  f.)  einige  Ghazelen,  zuletzt  (von 
Fol.  SO*"  an)  Kasiden  zum  Lobe  des  Sultans  Sulnimän  ').  Hie  und  da  am 
Rande  Recepte  und  sonstige  Bemerkungen. 

87  beschriebene  Blätter,  von  welchen  das  19'°  und  das  letzte  (nicht 
mehi*  zur  eigentlichen  Sammlung  gehöi-ige)  zerrissen  sind;  19,5  X  11>*  cm. 
Schönes  Nas/J.  Jede  Seite  ist  mit  breiter  silberner  Leiste  umrahmt  und 
jedes  Bau,  deren  von  Fol.  21*  an  auf  jeder  Seite  fünf  stehen  (drei  schief, 
zwei  der  Längsseite  entlang  geschrieben),  von  doppelten  silbernen  Linien 
eingefafst. 

311.  [Diez  A.   8°.    146.] 

Eine  ganz  unbedeutende  Sammlung  von  Liedern,  ^^■fi  ^^jLo  d.  i.  ^-ajm, 
und  (cij-i,  auch  einigen  Ghazelen.  Die  Tonarten  werden  hie  und  da  an- 
gegeben. Auf  Fol.  1 3"  steht  ein  Ghazel  von  Narmi,  auf  Fol.  1 7"  Verse 
von  Sahratl  und  Oäbit,  auf  Fol.   20''  ein  Brief. 

23   beschriebene  Blätter:    16  X  10   ein.      Verschiedene  Hände. 

312.  [Diez  A.  8".  75.] 
Der  Haupttheil  dieser  Handschrift  sind  die  Blätter  3—28,  auf  welchen 
jede  Seite  mit  einer  goldenen  Leiste  umzogen  und  durch  schmälere  Gold- 
streifen in  zwei  bis  drei  Spalten  getheilt  ist.  Diese  Blätter  enthalten,  mit 
hübschem  Talliq  geschrieben.  Liedchen,  welche  nach  ihren  Tonarten  ge- 
ordnet sind;  Verfasser  werden  nur  sehr  selten  angegeben,  wie  z.  B.  zu 
einem    auf  dem  Rande    von    Fol.    7''    nachgetragenen    ^^äI-^-*-    ein    gewisser 


lOiküche  Uandachriften.  41 


823  Türkische  Haudschriften  313.  Poesie. 

Muräd  Äya.  Auf  den  übrigen  Blättern  der  Handschrift  stehen,  von  ver- 
schiedenen Händen  geschrieben,  Gedichte,  hauptsächlich  Ghazelen,  ver- 
schiedener Verfasser;  als  solche  werden  genannt:  Ahü  'J-sißüd  Fol.  1^; 
Waisi  Fol.  1'':  Sabri  Fol.  T;  Nähl  Fol.  2",  34',  35";  MuMhhaU  (sie)  Fol. 
■29";  lÄll  Fol.  29'';  QaHq^i  Qara  Mustafa  (ein  ^j-S^J?)  Fol.  30';  Kämi 
Fol.  30'';  FasiJl  Fol.  31»;  NciHlr  Fol.  31";  Tälih  Fol.  31";  Oäbit  Fol.  31^ 
Tabu  Fol.  31";  iUhaidt  Fol.  32";  Tuhärl  Fol.  32";  FaläM  Fol.  36",  39"", 
40",  42"');  Äfail  Fol.  36";  Bävü  PaSa  Fol.  36";  ein  Gedicht  zum  Lobe 
des  Pi'opheten  (Anfang:  II  ,j~wJ^I  ij"»^)  steht  auf  Fol.  30",  das  Trauer- 
gedicht des  Bäqi  auf  den  Tod  des  Sultans  Sulaimän  ((^  c^^  ^o  ^güL»  Juiyi 
^^U.  ^jL^aJL*;  Anfang:  J.I  tXÄj^L  ^5!,  Lithographie  von  127  6  S.  tt,  Hammer 
S.  3  6)  auf  Fol.  43",  ein  (türkisches)  Gedicht,  überschrieben  (sie)  ^^süj:  ,.ikS' 
jjIjjI  vO  ^tXÄil  auf  Fol.  4  6";  auf  Fol.  38"  ist  ein  Biihäil  des  Nalti  Muhara- 
mad  Öelehi  mit  sehr  schönem,  grofseni  Taülq  geschi'ieben ,  auf  fol.  vers. 
desselben  Blattes  mit  derselben  Schrift  der  Anfang  des  dritten  Ghazels  im 
Diwan  des  ääfiz  ( ■1\  »(.>L  ^^  »^^i  Rosen  zweig  1,  8).  Schlechte  oder 
undeutliche  Siegel  sind  mehrfach  abgedrückt. 

48   beschriebene  Blätter;   21  X  13   cm;  Fol.   3  7   und   38   etwas  kleiner. 

313.  [Diez  A.  8".  85.] 
Eine  Sammlung  von  Liedern  —  meist  ^Ji  resp.  ^;^'  genannt  - — , 
als  deren  Verfasser  hauptsächlich  Gauhari,  aber  auch  Bazrm,  iÄlim,  iAsiq 
iUmar  u.  a.  angegeben  werden.  Auf  Fol.  3  und  4  sind  in  roth  umzogene 
Quadrate  die  Anfangswoi-te  aller  in  dem  uniformen,  bis  Fol.  5  7  reichenden 
ersten  Theile  der  Handschrift  enthaltenen  Lieder  eingeschrieben  und  die 
Zahl  des  Blattes,  auf  welchem  jedes  derselben  beginnt,  ist  hinzugefügt. 
Auf  Fol.  2"  hat  sich  ein  gewisser  Ul  ^^L*a£  {^  rJ^  ^sjl'^y^'")'  am  19.  Sauwal 
1126  (=  28.  Oct.  1714)  als  Besitzer  w^^Las  eingesclirieben.  Auf  der 
Innenseite  des  Hinterdeckels  steht  unter  der  Ueberschrift  Jo>i  ^^^  eine  An- 
zahl griechischer  Wörter  mit   türkischer  Uebersetzung;    das  GriecMsclie  ist 


')  hier  wird  der  Nnine  des  FaläKi  mit  dem  Beisatze  Ssw^sJ  genannt;  er  scheint  also 
diesen  Theil  der  Handschrift  gesammelt  zu  haben,  und  zwar  im  Jahre  1121  (.beg.  13.  März 
1709);  8.   Fol.   39''  und  4P. 

')  zwei  Zeilen  zu  hoch  geschrieben. 

')  sie!    es  soll   wohl  heifsen    ^LLb . 


Türkische  Handschriften  314.   315.  Poesie.  323 

mit  arabischen   Buchstaben  geschi'ieben ,    z.   B.   ^U  ^1    (d.  i.  dno,  xaTU))  = 
^1   vi;   LJLiUxu.1  (d.   I.  aracpvXia)   =   o)}^-    U?5^--*-jl   (d.   I.   (np\na)   =  (^JLj 
u.  s.   \v.     Die  griechischen  Wörter  zu  identificieren  ist  nicht  immer  leicht. 
77  ')  beschriebene  Blätter;   20  X  l^,*  cni.     Verschiedene  Hände. 

314.  [Diez  A.  8».   96.] 

Eine  ebensolche  Sammlung;  die  Lieder,  unbedeutend  und  von  wenig 
sauberen  Händen  zusammengeschrieben,  werden  als  ,c^y>,  (V'-^^r^i  lc*)-^» 
^U*«,  hXm^  bezeichnet.  Sowohl  Tonarten,  als  Vei'fasser  werden  nur  sehr 
selten  angegeben;  als  Verfasser  erscheinen  z.  B.  iÄsiq  iUraar  (Fol.  12", 
37"),  Gaukart  (das.  und  passim),  Mausül  Efendi  (Fol.  l?*"),  iÄSiq  GannaÜ 
(Fol.  37"),  Hasan  Öelehi  (Fol.  51"),  lUemän  Öelehi  (Fol.  56").  Ein  Theil 
der  Gedichte  ist  verkehrt  geschrieben. 

66  beschriebene  Blätter;    19,5X1^  cm.      Verschiedene  Hände. 

315.  [Diez  A.   8».   84.] 

Ein  Sammelsurium  buntesten  Inhalts,  aus  welchem  mir  etwa  Folgen- 
des der  Erwähnung  werth  zu  sein  scheint: 

1.  Prosa:  l)  Fol.  T  ein  Traumdeutebuch,  awL  wyjü;  man  sucht  in 
der  beigegebenen  Tabelle  den  ersten  Buchstaben  der  arabischen  Benennung 
desjenigen  Gegenstandes  auf,  von  welchem  man  geträumt  hat,  und  findet 
die  Deutung  des  Traumes  dabei  geschrieben.  —  2)  das.:  eine  Zusammen- 
stellung arabischer  Gewichte  ((^»«j  =  62  400  Dirliam\  y/Jüi  =  12  400  Dir- 
ham;  cLo  =  1040  Dirham;  JwJ5>  =  130  Dirham;  ^LÄA^,I  =  6^  Dirham; 
JLäixi  =  20  Qträt;  ^jo  =  260  Dirham;  *-»;»>  =  14  Qirät-,  (J-Jb  = 
'/«  Dtrhain]  istyö  =  V*  Dänaq^).  —  3)  Räthsel  in  Prosa  finden  sich  auf 
Fol.  3",  9"ff.,  15",  116^  —  4)  Fol.  U":  Verzeichnifs  der  WaqJ,  welche 
unter  Aufsicht  der  Äya  der  hohen  Pforte,  des  Harems  und  des  Schatzes 
stehen.  —  5)  Fol.  13'':  xlSja.  sijUI  ULwv,  Abhandlung  Über  den  partiellen 
li'eien   Willen,  von   Muhammad  Äq-Kirmanl,  ausgehend  von   der  Stelle  Qur. 


*)  Originalfoliierung  ist  auf  der  Rückseite  der  Blätter  nur  im  ersten  Theile  der  Hand- 
schrift vorhanden  (bis  vi,  wobei  die  leeren   Blätter  mitgezählt  sind). 

')  Wenn    1    Dänaq   =    '/s    Dirham   und    1    Qirät  =    '/s   Dänaq,    so    ist   1   Qlrät  = 

'/i»   Dirham  oder   1    Dirham  =12   Qirät  und  nicht,    wie    gleichwohl    deutlich    dasteht,  = 

14  (ttJ^O^jl)   Qlrät. 

41* 


384  Türkische  Handschriften   316.  Poesie. 

76,30  und  81,29:  jjjf  »Lijj  ^\  ^f  ij^'-'^  ^}-  ^^^^  Schriftchen  ist  in  Con- 
stantinopel  1283  gedruckt  erschienen  (s.  Journ.  Asiat.  1868,  I,  480,  wo 
der  Sinn  des  Titels  sonderbar  mifsverstanden  ist);  andere  Schriftchen  über 
denselben  Gegenstand  finden  sich  in  Wien  Nr.  1523,2  (arabisch)  und 
1990,1-2  (türkisch).  Vgl.  auch  oben  Nr.  2,2  (S.  4),  —  6)  Fol.  16^  IT'', 
5  6''ff.  und  TO*":  Briefe  und  Schreiben.  —  7)  Fol.  112'';  Recepte  zu  ver- 
schiedenartigen Dinten.  —  8)  Fol.  122*  und  123":  niedicinische  Recepte, 
das  letztere  gegen  Katai-rh  xJXj.  —  9)  Fol.  73''  (verkehrt  geschrieben): 
ein  arabisches,  dem  iAh  zugeschriebenes  tUj.vL  fLciJ;  Anfang:  L>  ».^JL'I 
;^ji^>iLl  (Jk^  (sie)  j-öLä.  Ls.   >^*^  d^  7^'"^  ^^.5  F.?*"^^"^  ^  ^Lo . 

II.  Gedichte:  l)  Räthsel,  und  zwar  Sinn-,  nicht  Buchstaben  -  Räthsel 
(yü,  nicht  ^J^suo)  auf  Fol.  22''ff.,  32"!?.  (von  Asadi-zädahl),  1\%  78''flF., 
lOS'ff.,  113''ff.,  116%  124"  (von  Aslad  Efendi),  126*',  129''ff.,  133"flF.. 
135"flF. ;  häufig  beigeschriebene  Zahlen  scheinen  die  Auflösungen  zu  ent- 
halten. —  2)  ra'n;f-Gedichte  auf  Fol.  12"!?.,  75\  76%  78%  9  7' ff.,  103% 
113%  118%  119%  128%  140%  —  3)  Fol.  5  3'':  ein  Lobgedicht  auf  Sultan 
Muräd,  (Anfang:  ji^yA^  ij^^  ***-:?'-?^  «X^^Li  ^^))-  —  4)  Fol-  ^^^'-  ei" 
Taxmts  von  Nä^l  ^jU  auf  ein  Ghazel  von  Balutl.  —  5)  Gedichte  von 
Räyih  Efendi  (mit  einer  SjjJäj  von  KäSif  Efendi)  Fol.  71%  von  Käfth- 
zädah  Efendi  Fol.  72",  von  Saiyid  Mähir  Fol.  84%  —  6)  endlich  von 
persischen  Versen  finden  sich  zwei  RubäM  von  illmar  Xaiijäm^)  auf  Fol.  8' 
und  Gedichte  von  Sü'ih  (s.  Nr.  956  des  persischen  Kataloges)  auf  Fol. 
26''ff.  und   101% 

145^)  beschriebene  Blätter;  20,5  X  13  cm.  Fast  durchweg  von  der- 
selben flüchtigen  T'alfeg'-Hand  geschrieben;  die  Zeilen  laufen  meist  schief; 
Fol.   85   ist  nur  ein  halbes  Blatt. 

316.     [Diez  A.   8%   78.] 
Eine  Sammlung  kleiner  Gedichte,  Liedchen,  Derwisch-Tanzlieder  und 
Hymnen    {^^■f■,    (-äU«',    ^e.^'')?  deren  Verfasser  nur  sehr    selten    angegeben 
werden  {Bäbä  Tähir  Fol.   29%  MisH  Fol.   35%   38%.      Dagegen   wird  häufig 

*)  Das  erste  fehlt  in  der  Ausgabe  von  W  hinfiel  d,  das  zweite  ist  dort  Nr.  398. 
Ueber  iTJmar  vgl.  Nr.   35,4  des  persischen  Kataloges. 

*)  Die  Foliierung  geht  nur  bis  144,  weil  mit  26  (resp.  26  und  26*)  zwei  Blätter  be- 
zeichnet sind. 


Türkische  Handschriften  317    318.  Poesie.  325 

die  Tonart  angegeben ,  in  welcher  die  Lieder  gesungen  werden  sollen :  so 
^^•Lu  Fol.  20",  SQ*";  ^^Äx.-^  Fol.  26",  45*,  5  1'',  82"';  ^-U^  Fol.  12";  jjU 
Fol.  18"",  67";  c^^\^  Fol.  8%  2l",  22",  64":  La-o  Fol.  13",  23":  (' ^U^ 
Fol.  42",  44";  ^LS:  Fol.  46";  1^  Fol.  5",  2V;  .sSJLw^  Fol.  22",  62";  ^ 
Fol.  31",  80";  s^äLc  Fol.  28".  Auch  die  einigemale  übergeschriebenen  Aus- 
drücke |»x*«Jü"  (Fol.  46";  „Vorspiel"  nach  Zenker)  und  o^ä^j  Jua*  (Fol.  40", 
4l";  ,}..,.&i  „die  musikalische  Begleitung,  Taktmarkiernng"  nach  demselben, 
und  o>ÄjJ  bei  Kiesewetter,  Beilagen  S.  XII  nr.  14)  haben  nnisikalische 
Bedeutung. 

84  beschriebene  Blätter;  20  X  '2?^  <^"iii.  Verschiedene  Hände  und 
Zeilenzahl;  meist  zweispaltig  und  .schief  geschrieben:  von  Fol.  5  2"  an  ver- 
kehrt geschrieben,  d.  h.  so,  dal's  man  das  Buch  herumdrehen  mul's,  um  die 
Schi-ift  lesen  zu  können;  Fol.  29  und  51  etwas  zerrissen.  Auf  Fol.  l"  die 
Abbildung  einer  Rose,  auf  2"  die  einer  Nelke  und  (nicht  farbig)  einer  Hya- 
cinthe :  auf  Fol.  84"  die  einer  Schwertlilie  (gladiolus). 

31.7.     [Diez  A.   8".    149.] 

Eine  Handschrift  der  Art,  \\äe  sie  Sqfmnh  oder  Gunk  genannt  zu 
werden  pflegen,  d.  h.  ein  Buch  in  Quer-Octav,  welches  vennischte  Gedichte 
—  im  vorliegenden  Falle  hauptsächlich  Ghazelen  und  Derwisch -Lieder 
(je5lj,  ^yii  iS)'^''^)  —  enthält.  Als  V'erfasser  finde  ich  die  beiden 
Dichter  genannt,  welche  in  solchen  Sanmilungen  die  Hauptrolle  zu  spielen 
pflegen,  nämlich  Gauhan  und  besonders  iÄsiq  iUmar.  Häufig  werden  auch 
zu  den  mitgetheilten  Liedern  die  Tonarten,  in  welchen  dieselben  gesungen 
werden  sollen,  angegeben  (wie  ^^jIaj,  ,v^,  Lyc,  i^*^»"^   n-  '<^-  "••)• 

196  Blätter  von  10X20,5  cm.  Verschiedene  flüchtige  Hände;  am 
Ende  steht  das  Datum    15.   Muharram    1188   =   28.  März    1774. 

318.     [Diez  A.  8".    150.] 
Eine  ebensolche  Handschrift,  welche  auch  viele  Tanzlieder  («^U-^  von 
Tüzün-zädak,  iltrl  u.   a.  enthält. 

119  Blätter  von    10,5X19»«  cm.     Verschiedene  Hände. 


*)  80  wird  hier  stets  geschrieben,  ebenso  wie  auch  bei  Kiesewetter,  Musik  der 
Araber  S.  38  und  Beilagen  S.  XIII.  Vullers  und  d.  W.  zieht  die  Lesart  -1  '  ^  ■•>■  vor; 
doch  dürfte  jt  ^  g  ••:•■  wohl  das  Eichtigere  sein,  da  das  Wort  doch  wohl  „Königsvergnügen" 
bedeuten  soll. 


326         Türkische  Handschriften  319-321.  Poesie. 

319.  [Diez  A.   8».    151.] 

Desgleichen.  Die  mitgetheilten  Lieder  sind  nach  den  Tonarten  ge- 
ordnet, nach  welchen  sie  gesungen  werden  sollen.  Eine  vorausgeschickte 
Tabelle  zählt  diese  Tonarten  —  im  ganzen  56  —  auf  und  giebt  das  Blatt 
an,  auf  welchem  die  betreffende  Abtheilung  beginnt.  Die  fünf  ersten  Ton- 
arten sind  oA*«lj,  i^5*J^;,  s'-S^^JSJo,  ('v^y^  und  ^L^i^f,  die  sechs  letzten  xjU, 
—Ijvüfl  Äi.K,  X^  »*«o,  _jl,  ^L^L*  und  ^yi*si  ^ycLc.  Von  Verfassern  wer- 
den iltri,  ääfiz,  Na&m..  Bakr  Äya,  Tahli,  Qapudan-zädah,  Ra^ah,  Näbl, 
Tüzün,  u.  a.  genannt. 

291  mit  Originalfoliierung  versehene  Blätter,  von  welchen  aber  viele 
leer  gelassen  sind;  aufserdem  zwei  vorgeheftete  Blätter  mit  dem  erwähnten 
Inhaltsverzeichnifs ;  It)  X  2"  cm-  Hübsches  Nastaülq,  durchaus  von  der- 
selben  Hand. 

320.  [Diez  A.   8».    15  2.] 

Desgleichen.  Von  Dichtern  werden  genannt:  Gauharl,  Majnünl,  {'ÄStq) 
iUmar,  Öusainl,  iÄSiq  ßüdäq  (Fol.  2*'),  lUGmän,  [iÄMq)  XaM,  Ihrähim, 
Qadrl,  Kor-oyli,  Mä'ili,  Sipähl,  Kätibt,  Alustafa,  Lattfi,  Yatlml,  Durrl, 
KaSß,  Mahiri,  Saiyidl^  Qul-oyli^  Stdatmän,  Aämadj  Mad/llj  TurkmänJ '''). 
Am  reichsten  sind,  wie  gewöhnlich  in  solchen  Handschriften,  Gauhari  und 
'ÄSiq  lUmar  vertreten.  Tonarten  oder  Singweisen  sind  nur  selten  an- 
gegeben. 

68  Blätter,  von  welchem  50  —  63,  65  und  66  leer  sind;  10,5X18,6 
cm.  Deutliches  türkisches  Nas'/l\  jede  Seite  ist  mit  einer  Goldleiste  um- 
zogen  und  durch  eine  ebensolche  in  zwei  Spalten  getheilt. 

321.  [Diez  A.   8".   153.] 

Desgleichen.  Verfasser  werden  aufser  iÄsiq  iUmar  (Fol.  17  ff.)  nicht 
angegeben,  sondern  nur  die  Art  der  Dichtung  (^^4^,  ^y^)  und  die  Ton- 
arten ({^^1,  *i5JL*y,  ^5jUt  u-  s.   w.). 

107  beschriebene  Blätter  von  7,»  X  18,6  cm.  Von  Fol.  88  ist  ein 
Stück  abgerissen.     Verschiedene  Hände. 


•)  sie!  =  „Nirif"  bei  Kiesewetter-Hammer,  Beilagen  S.  XU? 
*)  Verfasser?  vgl.  unten  die  Anmerkung  zu  Nr.   327. 


Türkische  Handschriften   322.  323.  Poesie.         S27 

322.  [Diez  A.  8«.   154.] 

Desgleichen.  Als  Vei't'assev  wird  meist  iÄStq  }Umar,  doch  auch  Qul- 
oyli,  Katibl.  und  Gauhari  angegeben.  Mehrfach  ist  ein  Siegel  mit  der  In- 
schrift (' 1«  äJUI  t\.A£  «^1  (3ij  v_)^  {.s.  Reinaud,  Monumens  Musulmans  du 
Duc  de  Blacas  II,  218)  abgedrückt.  Anisen  auf  den  Vorderdeckel  hat  sich 
als    Besitzer    der    Handschrift    ein    gewisser   lAhd   alJäli    aufgeschrieben    (^ 

5  2  Blätter  von  8,5X22  cm;  verschiedene  Hände;  Fol.  9—11  und 
21  —  24  sind  leer  gelassen. 

323.  [Diez  A.  8".    155.] 

Desgleichen.  Die  Handschrift  zerfällt  in  zwei  Haupttheile,  welche 
durch    die    leeren  Blätter    60  —  75    von    einander   getrennt   sind.     Der   erste 

Theil  enthält  Gedichte  —  15*7*^ ;  is^^  (^^^)'  '^T*  ^'^^  15**^  resp.  _iLo  ge- 
nannt —  von  Xadi^ah,  Qul-oyli,  XaW,  iAUq  iUmar,  Gauhan,  Tanbüri, 
Kätibi,  Oksuz  iAHq,  3Iä'{li,  Mustafa,  LatmJ,  iUBmän,  Yäli  Beg-oyli,  iÄsiq 
Tahir,  Bäqi,  iÄh'q  Sädiq.  Der  zweite  Theil  (Fol.  75  —  79)  enthält  Zu- 
sammenstellungen von  WörtergTuppen ;    nämlich    l)  Die  Namen  der  Thore 

von  Konstantinopel  (^  i^r^'?  is^yt^  *j;»^'?  {S^yff  Vj^  ^*  •^-  ^'O!  "^)  unter 
der    Ueberschrift   JUj^v*  ^  die    Namen    von    Orten,    welche   in    der    Nähe 

von  Konstantinopel  zu  beiden  Seiten  des  Bosporus  liegen  (wie  )yi*Jj  «jüUaJL*, 
J^jiykcä.,  JJtXÄji  u.  s.  w.);  3)  Namen  von  Dichtern;  4)  Namen  von  Schma- 
rotzern, «J.jl  (jLj  ^^JUjLs  J\o;  5)  Namen  von  Buhldirnen  aus  früherer  Zeit, 
,(Jol  ^Lj  (sie)  iäJ^JU^I  iSJy^^y\  »tXjLov  ^jJCm/I;  6)  Namen  ungläubiger  Völker, 

^Jol     ^IjC)     i^Jwii^    oJLo  ,     wie     ywölwi,     yxiXjl,     (^l^KJ.  ,     J^^Uam/I,     &^SJ  ,      JLmjO,     l^yi, 

u.  s.  w.;  7)  Verzeichnifs  der  einzelnen  Artikel,  welche  zum  Anzüge  eines 
Derwisch  gehören ;  8)  eine  Zusammenstellung  von  Ausdrücken,  welche  der 
Ueberschrift  j^X-cs.  Luä*«  —  wenn  ich  richtig  lese  —  zufolge  die  Theile 
eines  Kriegsschiffes  zu  bezeichnen  scheinen;  sie  sind  mir  meist,  auch  mit 
Hülfe  unserer  Wörterbücher,  unverständlich:  sJuXio  iiuU>J\ ,  L^ v  8>jj ,  xLj^L*oI , 
j^^^LJLö,  Sjj^iLu  u.  s.  w. ;  wenigstens  zum  Theil  dürften  diese  Aus- 
drücke wohl  dem  Italienischen  entnommen  sein;  9)  die  Namen   der  Farben, 


»)  daB  soll  wohl   heifsen    1095,  beg.   20.  Dec.    1683. 


828  Türkische  Handschriften  324    325.  Poesie. 

vjoi  ^Lu  ^jXjy-,  10)  Namen  von  Fischen  und  Früchten,  welche  man  für 
Gesellschaften  zurechtzumachen  pflegt,  «Jbl  s^jyc  jJjl'Lj  ^-»«k^ovjij  (j-J-s»;  end- 
lich II)  Namen  von  Tulpenarten,  «Jol  (jt-jk-j  ^J>A♦*-I  Jsi'3 .  Die  letzten 
Blätter  (80  —  89)  sind  wieder  leer;  nur  auf  dem  letzten  ist  dreimal  ein 
Siegel  mit  folgrender  Inschrift  abo^edrückt: 

89  Blätter  von  9,5X20  cm.  Deutliches,  türkisches  Nas/l,  auf  Fol. 
7*  vom   2.  ^aihän   1200   =   31.  Mai   1786  datiert. 

324.  [Diez  A.  8".    15  6.] 

Desgleichen.  Die  mitgetheilten  Gedichte  sind  meist  als  ^y^  oder 
^jj",  c*L**^  oder  ^-^'1,  bisweilen  auch  als  Jyc  oder  ^vtXÄJli'  (Fol.  86),  be- 
zeichnet; als  Verfasser  werden  lÄsiq  iUmar,  Oksuz  (Fol.  24),  Abu  Bahr 
Äya,  Nidä'l  (Fol.  39),  Häsiral  (eine  J*---;  J'  ~^d^-«  überschriebene  Kaside 
auf  Fol.  44),  Qabüh  (ein  aus  lauter  unpunctierten  Buchstaben  bestehendes 
Ghazel,  «JaÄi  |-j  Jyc),   Gauhari,  Sultan  AHrnad  (Fol.   86)  genannt. 

88  Blätter  verschiedener  Gröfse,  die  gröfsten  8,«  X  18  cm.  Von  ver- 
schiedenen Händen  geschrieben:  die  Abschrift  eines  Gedichtes  auf  Fol.  13 
ist  vom    15.  Muharrarit    1185   =  30.  April    1781    datiert. 

325.  [Diez   A.   8«.    15  7.] 

Desgleichen.  Der  Inhalt  dieser  Sammlung  sind  Tanzlieder  «yLZcU*» , 
zu  welchen  fast  durchweg  die  Melodieen  oder  Tonarten  (»Läxi,  aber  nur 
einigemale  im  Anfange  die  Verfasser  {Häßs,  Mustafa  Aya,  'Itn,  Fudüll  [Hs. 
Jj2i],  Akani,    Wa^hi^  Oähit)  angegeben  sind. 

110  Blätter,  von  welchen  3,  7,  15—17,  97,  101,  102,  107—109  ganz, 
eine  Anzahl  anderer  bis  auf  das  übergeschriebene  Wort  «yLxÄU*-  oder  den 
Namen  einer  Tonart  leer  sind;  zwischen  Fol.  5  2  und  53  ein  kleineres, 
nicht  mitgezähltes  Blatt;  eine  vorhandene  OriginalfoHierung  geht  bis  tn, 
da  sie  erst  mit  iv  anfängt;  auf  Fol.  1*  ein  Siegelstempel  mit  ^yj  .  j  h  o 
-^1   mid  darunter   —aT  (?)   i^lyo;   Gröfse:    8,5  X  18,5   cm. 


Türkische  Handschriften  326.  327.  Poesie.  329 

326.  [Diez  A.   8°.    15  8.] 

Desgleichen.  Der  Inhalt  sind  Lieder  (häufig  mit  Angabe  der  Melo- 
dien oder  Tonarten,  hier  J^ai  statt  wie  sonst  Aix  genannt)  und  Ghazelen, 
auch  Rubäli.  Von  Verfassern  werden  genannt  Uälati  {==  i Azmi - zädah^ 
Fol.  28,  36;  Hammer,  Osman.  Dichtkunst  III,  214:  f  1040,  beg.  10.  Aug. 
1630),  As'od,  yltrl,  Ibrälilm  Ä'/a,  YaKyä,  Xädiri,  ils7nafj,  Nazirl,  Riyädi, 
Na/il,  Bäqi:  verschiedene  ToTix  auf  die  Eroberung  von  Boydäd  (im  Jahre 
104b,  beg.  lö.  Mai  1638)  werden  mitgetheilt  auf  Fol.  31,  ein  Ta'riy_  von 
Mustafa  PaSa  auf  Fol.   44". 

83  Blätter  von  6,5  X  1S,6  cm;  Fol.  29  ist  schmäler,  als  die  übrigen 
Blätter;  Fol.  11,  14,  16  und  IT  sind  leer.  Von  Siegeln  sind  folgende  vor- 
handen  und    lesbar :    auf  Fol.    5 1    und    5  2    mit    ^j-il^'l    ^.äia.ox'    ^    ^Uia 

(sie)  ^-ixJl    löJUiU,    auf  Fol.    61    mit   ^^  tn  ä  /o    ^_)    Juju*-! und    auf 

Fol.   82  mit  ^^^..Ä-e  ^  ^5-***  ^'«Xb»  oikJ.     Verschiedene  Hände. 

327.  [Diez  A.  8^  74.] 

Eine  ähnliche  Sammlung.  Die  Lieder  werden,  abgesehen  von  einigen 
Ghazelen  und  Kasiden,  (' ^^Slj',  ^^'.-i.  ^^4-'l<  ^5*^«,  ^nJuJLs  genannt,  und 
als  Verfasser  erscheinen  iÄsiq  iUmai;  GanJian,  Äsiad  Efendi,  Mähiri  u.  a.  m.; 
später  folgen  Ghazelen  von  Fä't'dl,  iAtä'i,  Fahim,  ein  Tar^ll-hand  von  Yaüyä 
und  eine  Kaside  von  DänisJ,  zuletzt  Ghazelen  von  RüJit,  iÄll,  NafiJ,  Fydüll, 
und  ein  Tayjius  des  NiiwedJ  auf  ein  Ghazel  des  Fudrdt.  Aus  den  wenigen 
und  kurzen  Stücken  in  Prosa,  welche  mitgetheilt  werden,  ist  (Fol.  45'')  ein 
solches  von  Näbi  Efendi  (f  1124,  beg.  9.  Febr.  1712;  Hammer,  Dicht- 
kunst IV,  49)  mit  dem  Anfange  xiü*j  ^jJa-wJi  ^>s>.j^^  ^-äjUaJ  sS*ß^  1^7^  ,„<-*— 
{*  sS"  \ii  yi  ^I/Js  zu  erwähnen.  Ueber  die  Schriften  des  Näbi.,  Prosa  und 
Verse,  s.   besonders  die  Wiener  Handschinft  Nr.   721    (I,  67 i). 

78  beschi-iebene  Blätter,  die  gröfsten  von  14  X  20  cm.  Verschiedene 
Hände.     Auf  Fol.   49*    ist   em   Siegel    abgedrückt,   in    dessen    Innerem    mit 


')  auch  die  üeberschrift  -jL^Stj"  kommt,  wie  auch  in  anderen  entsprechenden  Hand- 
schriften, bisweilen  vor.  Dafs  damit  nicht  eiu  Verfasser,  sondern  eine  Dichtungsform  ge- 
meint ist,  scheint  sich  aus  der  hier  auf  Fol.  20'  stehenden  üeberschrift:  (sie)  -jL^^yi 
■j^£.   ^^m\^   zu  ergeben. 

*i   Derselbe  Aufsatz  steht   in   Nr.   218,9,  wo   man  sehe. 

T&rkisciie  UasdsckhfUu.  42 


:3S0  Türkische  Handschrilteu  328-330.  Poesie. 

schwarzen  Zügen    ^U^i-w    »«Xajc  steht,    während    sich    auf  den    vier  Seiten 
noch,  mit  weii'sen  Zügen  geschrieben,  der  bekannte  Spruch: 

(^Reinaud,  Monuniens  du  Duc  de  Blacas  II,  282)  erkennen  läfst. 

828.     [Diez  A.   8^    10  1.] 

Desgleichen.  Von  Verfassern  werden  genannt:  Ihrähl,  Gmikari,  bähl, 
Qara^i  Oylan  ^^^^^1  ^^-=»s^',  lÄsiq  MtiHammad,  lÄUq  iUmar^  Mazlüm 
Ahmad,  Stpäln,  Firän.  Bähä  Tähir.  Von  neuen  Diclitungsforiuen  ist  zu- 
nächst eine  ^iX-yuiJiJ  (Fol.  11")  genannte  zu  erwähnen,  d.  h.  offenbar:  ein 
für  Aajsftawrf?- Derwische  bestimmtes  Lied,  ebenso  wie  die  für  Qalandar 
bestimmten  ^J^J.-JLi■  genannt  werden  (vgl.  D.  8.  149,  156,  74,  127,  107); 
auch  kehren  hier  (Fol.  7  3",  7  6'',  102^)  die  bereits  zu  JSir.  309  erwähnten 
„Drehlieder"  &JJo'  wieder.  Eine  Zusammenstellung  der  Buchstaben  mit 
Angabe  ihres  Zahlwerthes  ( .ju.S' J.+=. ,  vgl.  oben  Nr.  27, 19)  s.  auf  Fol.  37*"; 
eine  Anzahl  gereimter  Gebete,  ^.y»'  '^^«^  genannt,  auf  Fol.  löge'S".;  ein 
arabisches  u^jwi  (>aäo'  auf  Fol.  117'';  eine  Anzahl  von  iZö^f-Hymnen  mit 
Angabe  ihrer  Tonarten  auf  Fol.  119'' ff.  Ein  paar  rohe  Siegel  sind  ab- 
gedrückt auf  Fol.  18%  28"  und  34".  Das  Datum  1193  (beg.  19.  Jan.  1779) 
ist  auf  Fol.    22=^  und   24%    1195   auf  Fol.    6u'  Gedichten  beigesetzt. 

144  beschriebene  Blätter,  die  gröfsten  von  10  X  20  cm;  viele  sind  aber 
kürzer  (besonders  32  und  33)  oder  schmäler;  von  Fol.  108  ist  eine  Ecke 
abgeschnitten;  die  Schrift  auf  Fol.    65"  ist  verwischt.     Verschiedene  Hände. 

3.29.  [Diez  A.  8^  130.] 
Deso-leichen.  Als  Verfasser  erscheinen:  il&i,  Gauharl,  Bähä  Tähir. 
Auf  Fol.  6''  und  V  findet  sich,  ebenso  wie  oben  in  Nr.  319,  eine  Tabelle 
der  Tonarten  nebst  Angabe  des  Blattes,  auf  welchem  die  in  der  betreflfen- 
den  Tonart  zu  singenden  Lieder  beginnen ;  tlie  Blätter  sind  aber  rlurch- 
einander  gebunden. 

40  beschriebene  Blätter  von  13X16,'  i"n-  Kleines,  ziemlich  gutes 
Taihq. 

330.     [Diez  A.   8^    134.] 

Desgleichen.  Die  Handschrift  besteht  aus  zwei  Theilen,  von  welchen 
der  erste  (Fol.    1  —  31)   bedeutend  kleinere  Blätter  hat,  als    der    zweite  (Fol. 


Türkische  Handschriften   331.  Poesie.  331 

32—46).  Im  Anfange  des  ersten  Theiles  ist  die  Dichtungsart  J)[x  (d.  i. 
^Ä*x>)  vorhen'schend :  auf  Fol.  6^"  steht  ein  Räthsel  U*^;  auf  der  letzten 
Seite  wird  einmal  Gonhari  als  Verfasser  genannt.  —  Im  zweiten  Theile  er- 
scheinen als  Vei*fasser:  Nähi,  Ntlt,  iÄsi'q  iUm^ir,  Mihrl  QädtrJ,  Suküfi  (ein 
Muxommas,  Fol.  SS**),  Qodrl.  Saudä'i,  Ramzl;  Räthsel  Ujw  stehen  auf  Fol. 
3  3''  und  34",  ein  Gedicht  mit  der  Ueber.schrift  ,jlj-y'>>  --Joe  und  dem  An- 
fange iüli».  Jo  jvjLjfcS^I  —iXx:  ^  auf  Fol.  34'',  ein  kurzer,  als  jts.'»^  ^"Lu 
J^j\  j^iai  bezeichneter  Abschnitt  in  Prosa  auf  Fol.  43'':  auch  die  oben  (in 
der  Anmerkung  zu  Nr.  3  27")  erwähnte  Dichtungsform  ^Uili'  kehrt  hier 
auf  Fol.   4  5'^"  meder. 

4  6  beschriebene  Blätter  von  9,5  X  14  und  1 1  X  '  6,»  cm.  Der  er.ste  Theil 
ist  mit  fluchtigem,  dickem  Nastaihq.  der  zweite  von  verschiedenen  Händen 
geschrieben. 

331.     [Ms.  Orient.   8".   4  7.] 

Desgleichen.  Der  Inhalt  sind  Gedichte:  TurkJ  (Fol.  36\  ö""*,  62"',  70\ 
SO*"),  verschiedene  Mufrad  [z.  ß.  Fol.  4 f.)  u.  a..  hauptsächlich  aber  Gha- 
zeleii  folgender  Verfasser:  Xayäli  Fol.  l'',  21":  IsMq  Fol.  5*',  6%  Q'',  10''f, 
18"",  29="*'.,  32",  34'',  3ö\  37",  46',  87*^;  Yaliyä  Fol.  6'',  16',  62»;  Ramzl 
Fol.  8',  45':  iAtß  Öelebi  Fol.  15%  22'',  23'';  iAtä'l  Fol.  17'',  55=;  Ähl  Fol. 
19",  21',  25%  37%  43%  59'',  82";  Wasfj  Fol.  19",  40°;  Nabän  Fol.  20": 
Masllv!  Fol.  20";  Furaxi  Fol.  22^;  ^e??  Fol.  23%  24%  se*";  Samii  Fol.  25% 
26",  33";  iAdivl  Fol.  26%  87";  Nagäil  Fol.  27%  36%  38%  48%  51%  66% 
69";  äairan  Fol.  27%  36",  54%  64%  68";  Bahärl  Fol.  28";  Raldi  Fol.  28": 
Xalill  Fol.  31';  Mmad  (PaSa)  Fol.  32",  33%  44";  iAmrt  (iümrt,  iUmari?) 
Fol.  35",  39'%  54",  88";  §ahidl  Fol.  37";  Säql  Fol.  40";  razälj  Fol.  4l": 
TälüT  Fol.  43";  il^-at?  Fol.  44";  Müildr  Fol.  45",  65";  Surüü  Öelebi  Fol. 
46";  Nizäml  Fol.  4  7";  Salami  Fol.  49";  Öadidl  Fol.  5l";  Jätl  Fol.  5  2"; 
Asiri  Fol.  5  3";  Raicänl  Fol.  56%  86";  iUql  Fol.  58";  iAzm  Fol.  59";  Mast! 
Fol.  60";  Firäql  Fol.  60";  Nasimi  (als  f»;-^v«  bezeichnet)  Fol.  61":  Niyäzi 
Fol.  64%  75";  Muslilu  Fol.  66";  Kamäl{i)  Fol.  67",  86";  iAbdi  Fol.  73"; 
Turäbl  Fol.  73';  Qaiyusiz  Abdäl  Fol.  75*";  Nasibl  Fol.  76";  Qiyäsl  Fol. 
77"  (dazu  eine  ^  iyAii  Fol.  7  7");  (j^aifar  Fol.  80";  Yatlmi  (?)  Fol.  81"; 
Fänl  Fol.  St"";  jj.s?'^  Pasa  Fol.  83";  0anä'l  Fol.  87"  (ein  (' vr^  J)-c): 
jVtÄäfe  Fol.   87*";  Xitäbi  Fol.    88". 


•)  Tgl.    Riickert,   Rhetorik   der   Ptrser,   iiLue   Au^sji-     >.    109f. 

42» 


SS3  Türkische   Handschriften    332.  Poesie. 

Anfang :      ^Us'  ^  iU=.  »i>^j?l   stX^^  w   |*^  JLaä- 

101  ')  bescliriebene  Blätter;  6X  1-^?^  cm.  Verschiedene  Hände.  Am 
Anfang  ein  hübscher  lUnwän  in  Blau  und  Gold;  die  beiden  ersten  Feiten 
von  goldenen  Leisten  eingefafst.  Auf  dem  letzten  Blatte  und  auf  der 
Innenseite  des  Hinterdeckels  einige  thörichte  Bemerkungen  in  lateinischer 
Sprache,  von  alter  Hand  geschrieben.  —  Ein  paar  persische,  in  der  vor- 
liegenden Handschrift  enthaltene  Gedichte  sind  in  dem  persischen  Kataloge 
als  ^Jr.   712  beschrieben. 

332.  [Ms.  oi-ient.  8«.  214.] 
Eine  ebensolche  Handschrift,  die  aber  zum  gröfsten  TheUe  leer  ge- 
lassen ist:  nur  an  den  beiden  Enden  sind  6  und  8  Blätter  beschrieben. 
Zuerst  —  der  Anfang  der  Handschrift  ist  durch  einen  iUnwän  auf  der 
Innenseite  des  einen  Einbanddeckels  gekennzeichnet  —  werden  mehrere, 
als  äääT  bezeichnete  Vierzeilen  nebst  dazu  gehörigen  Nachahmungen  —  ^I»ä. 
oder  SwJij  —  mitgetheilt:  von  Sultan  Mustafa  (IH)  und  Räyih  Pasa,  von 
Uskübl  iA^am-zädah  cd-Saix  (sie?)  Efendi  und  Dqftardär  iAhdl  Efendi, 
LaxkSi  (Hs.  i^jJsJ)  Efendi,  MaMmüd  Eferndi,  Saix  d  islnm  Wall  al-dln 
Efendi;  femer  Gedichte  von  MuRammad  Misrl  Efendi,  DarieeS  Wa^id 
Efendi,  Fahim  Efendi,  Wasiyatl  Beg  und  Na^iml;  endlich  Gedichte,  welche 
^^U*.,  ^^'1  und  obwÄ  ojü  überschrieben  sind.  Auf  der  anderen  Seite 
beginnt  die  Sammlung  mit  dem  poetischen  Wettstreite,  welchen  Sultan 
MuHammad  IV  und  sein  Mifti  YaMyä  Efendi  in  dem  Hauptkloster  jiL 
»jJo  zu  Äq-Sahr  veranstalteten,  und  welcher  von  Hammer,  Osman.  Dicht- 
kunst HI,  356  übersetzt  ist;  dann  folgen  TiMr/ä-Gedichte ;  dann  ein  Ta'rlx 
des  Saix  al  isläm  Aslad  Efendi  auf  die  Einweihung  der  Lö/oÄ/t-Moschee 
im  Jahre  1177^);  endlich  noch  einige  Qalandan-  und  /7äÄ?-Gedichte. 
Anfang  des  von   Muhammad  IV  in  Äq-^ahr  verfafsten   Gedichtes: 

*)  Die  von  alter  Hand  beigesehriebene  Foliierung  (nach  welcher  auch  oben  citiert  ist) 
geht  nur  bis  98,  weil  dieselbe  nach  Fol.  37,  75  und  87  je  ein  Blatt  (37*,  75*.  87*)  über- 
sprungen hat. 

')  Hammer,  Osman.  Geschichte  VIII,  264.  Das  letzte  {Ta'rix-)Misräi  lautet:  Jüt* 
yä  sO  \i]n-r/i  ^UaJLw.  ^.cLkCN  «xlsk .  In  der  Handschrift  steht  _jIä£x  und  _ÄixAX , 
was  in  obiger  Weise  zu  ändern  das  TO'rix  gebietet. 


Türkische  Handschriften   333  Poesie.  333 

14  beschriebene  Blätter;  11  X  l^}"  *^'"-  Verschiedene  Hände;  die 
Seiten  mit  einem  Goldstreif  und  drei  schwarzen  Linien  eingefafst;  eine 
Anzahl   Blätter  roth,  gelb  oder  violett  geförbt. 

333.  [Ms.  Orient.  8".  46.] 
Eine  Saflnah  mit  Gedichten  (und  zwar,  wo  nichts  anderes  angegeben 
ist,  Ghazelen)  folgender  Verfasser'):  iX^^I  Fol.  5  3"  —  iS~i  tX»^!  Fol.  54\ 
119"  —  LiLj  0.*^l  Fol.  54%  56'^  —  jUM  Fol.  .37",  54\  55"  —  ^.xl 
Fol.  31",  39'",  43*,  44%  50%  69%  70*%  86*^8  94*  —  ^cUxl  Fol.  50%  51% 
119*  —  ^^1  Fol.  45*  —  jAj  Fol.  2"*),  5"  bis  21%  47%  50%  53%  111*  — 
^^ii^  Fol.  37%  4  1%  48*  —  ^iL>  Fol.  54%  55*  —  ^\^  Fol.  44''  —  ^Ü 
Fol.  117"  —  ^U  Fol.  58'  —  ^Ä*=>  Fol.  40"  —  JiU  (d.  i.  S^  JiU  i 
Fol.  31%  38"  —  ^U=.  Fol.  116"  —  JU  Fol.  43'  —  ^;r^^  F"^'  '  ^'^' 
(ein  ^J<.(^«^)  —  ^^iW»  Fol.  28%  29%  7  2*  —  ^)'}^  F"'-  »8*  —  ..«ls.  Fol. 
45%  50"  —  (?)  ^tUi:.  Fol.  38"  —  JLi^  Fol.  28%  29%  37%  48%  49%  51%  57% 
78*  bis  85^  116*''  —  ^\ö  Fol.  22*  bis  27%  56%  57%  61%  68%  69*.  74* 
bis  77%  118"  —  ^3  (Hs.  ^y.  Fol.  33%  5  2"  —  ^«1^  Fol.  4  6"  —  ^^^ 
Fol.  94"  bis  99*  —  -juis  Fol.  55'  —  ^w-v  Fol.  48*  —  ^UL.  Fol.  46*  — 
^^♦jJL.  (d.  i.  Sultan  Sallm  1)  Fol.  31%  3  2'  —  ^^^  Fol.  39'  —  ^U  Fol. 
41*  —  ^U  Fol.  30"  —  ^^.«..^  (d.  i.  UL  ,j>^^\  Fol.  29%  33%  4  2"  — 
^♦.i  Fol.  28*  —  ^yäj  Fol.  40*  —  jjLo  Fol.  4  7%  59'  bis  61*  —  ^U 
Fol.  119"  —  ^;<Xtf'  Fol.  46"  —  (?)  ^^ü^  Fol.  114*  (ein  ^ j.-.^  )  —  ^y^ 
Fol.  46"  —  ^A^  Fol.  108*  (ein  JUj^^ys)  —  ^Ly^  Fol.  45%  48"  — 
j,lx  Fol.  120'  —  ^tU-.£.  Fol.  5  1%  58%  62%  100'  bis  104%  120*  —  ^JL^ 
Fol.  111"  (ein  ^j-tL«-c)  —  ^yi^  Fol.  55%  71*  —  ^^iüix  Fol.  33"  — 
c:*«-aÄ  Fol.  115"  —  ^y^  Fol.  32%  34%  35*  bis  36%  38*.  40%  44%  49*% 
57%  62*  bis  66%  117*%  120*'  —  ^^  Fol.  33'  —  Uä*  Fol.  32%  45*  — 
^5^Li  Fol.  32*  —  ^ji  Fol.  119"  —  ^Üü  Fol.  58%  72"  —  ^y*Äi  Fol. 
US*"  —  ^^  Fol.  4  2%  43"  —  ^^yi  Fol.  43%  6l"  —  ^U  Fol.  53*  — 
^JOlU  Fol.  114*  (ein  ^ju-uo)  —  ^^  Fol.  57"  —  ^^^  Fol.  28%  52"  — 
^^ÄJaJ    Fol.    41'    —   ,^ip   Fol.    41*    —    viSÜL«   Fol.    115"    —    JU;e    Fol.    38*   — 

')  ich  habe  die  Namen  der  Dichter  alphabetisch  geordnet;  citiert  ist  nach  einer  von 
alter  europäischer  Hand  beigeschriebenen  Foliierung. 

')  die  Frühlings-Kaside  zum  Lobe  des  Grofsreziers  iMi  Paia ,  welche  in  der  Litho- 
graphie TOD    1276  auf  S.   41,  in  Hammer's  Uehersetzung  auf  S.    15  steht. 


S34  Tnrkisehf  Handschriften  334.  Poesie. 

^^Lsr  (d.  i.  Sultan  Suhmnän  I)  Fol.  5  3'',  5  6°,  66''  —  ^■>\y<>  (d.  i.  Sultan 
Mwäd  III)  Fol.  30''  —  ^j^  Fol.  31"  —  ^_^^  Fol.  52"  —  ^^  Fol.  5', 
44\  52'.  67",  68°,  73"  —  ^iX^=^^  Fol.  7f  —  J^,  Fol.  117"  —  L^  Fol. 
36",  3ft",  105''  (ein  cUj^^^i"),  IIP,  116",  118".  —  Eine  anonyme  Qi'üah 
steht  auf  Fol.    II  3\  ein   ebensololies   Mufrad  auf  Fol.    115". 

Auf  Fol.  1"  stehen,  von  altei"  Hand  geschrieben,  die  lieiden  Büchei'- 
titel:  „Itinerariuni  Orientale  R.  P.  F.  Philippi  a  SSina  Trinitate  (yavmelitae 
difcalceati  ab  ipso  conlcriptuTu.  Lugduni  IR4fl"  imd  „Aulicn.^  Politicus 
diversis  Regulis  Praeceptis  &c.  inftructus  Cura  et  opera  Duri  de  Pafcolo. 
Suniptibus   Publ.    Lips.    1597". 

1  20  beschriebene  Blätter;  9  X  2*^  cm.  Hübsches  Talliq.  zweispaltig, 
in  jeder  Spalte  .stehen  gewöhnlich  fünf  geschriebene  Bait\  die  Seiten  sind 
mit  rothen  und  schwarzen  Linien  umzogen,  die  Spalten  durch  rotlie  Linien 
getrennt.  Eine  Anzahl  Blätter  sind  röthlich  oder  bläulich :  dunkelblau  sind 
Fol.  4,  9,  13,  IK,  20,  27,  2»,  36,  65,  73,  76,  SL  90.  I  13  und  118,  mar- 
moi'iert  Fol.  30",  So",  4  2",  4  7'',  71''  und  lio''.  —  Auf  die  Innenseiten  der 
Einbanddecken  ist  je  ein  Spruch  mit  grofseni,  .schönem  Taillq  eingeschrieben; 
verschiedene  Siegel  sind  auf  vielen  Blättern  abgedrückt. 

334.     [Ms.   Orient.   8».   5  3.] 
In    dieser    Handschrift    sind     von    verschiedenen    Händen    Gedichte    — 
und    zwar,    wenn    nichts    anderes   angegeben    ist,    Ghazelen     —    folgender 
Dichter  zusammengeschrieben  '): 

f 
(^^i>l  Fol.  266''  (Ta/nns  auf  ein  Ghazel  von  ^^xjL*«  )  —  ^UiT  Fol. 
*91'  —  ^fFol.  *170''  —  ^^T  Fol.  25'',  27'',  57*f.,  68'',  70"'',  71",  73", 
125"  (TaxviU  auf  m\  Ghazel  von  ^*Ji],  129",  132",  136",  138",  139", 
149'',  152'',  154"',  170",  172",  175"  —  (C  Üb )  Ju^l  Fol.  12"'',  14"  bis 
23",  48"'',  106",  135",  149",  1 5 1 ",  177",  219",  221",  223"  (vijix>),  230", 
232",   262"  (s^A^J   auf  ein   Ghazel   von   ^^^y)    —    ^y^'  Fol.   239"   {Taxmls 


')  ein  beigesetzter  Stern  bedeutet,  dafs  die  Zutbeilung  des  betreffenden  Wedichtes  an 
den  genannten  Dichter  nicht  ganz  sicher  ist. 

*)  Nur  die  auf  Fol.  106»,  223"  und  262''  »tehenden  Gedichte  werden  ausdrücklich 
dem  AKmfid  PnSn   (Hnmmcr,  Osrtmii.   Dielitkunst  I,    19S)  zugeschrieben. 


Türkische   Handschriften   334.  Poesie.  335 

auf  ein  Gliazel  von  ^£X^^)  —  ^jl^l  (bisweilen  auch  -i'L^I  irfiiannt)  Fol. 
45'',  55",  62',  64",  65^  86*  bis  89'',  97',  129",  137",  150',  171)'',  172*, 
191"  (t^iiä-),  204",  206'',  208",  220'',  245"  [Taymls  auf  ein  Gliazel  von 
^^xkc)  —  ^^\  Fol.  13  2"  —  Xy^S  Fol.  1  !()''  (mit  Tax>n%s  von  JLä), 
126"  {Talmis  auf  ein  Ghazel  von  ^♦^-^v.jj,  156",  179"  —  ^Uil  *170'', 
♦lOÖ"  —  ^wol  Fol.  233%  267"  {^Ta^mU  anfein  Ghazel  von  UL  ^iUij)  — 
^^^1  Fol.    142". 

^yjo  Üb  Fol.  264*  (.»»^iaj  ZU  einem  Ghazel  von  Jiwya.)  —  JsL  Fol. 
*133°,  23  7"  (7V?//»Lsj,  248"  \i\\\X,  ä*xiaj  von  J^a.^ ),  das.  (eine  swJäJ  auf  ein 
Ghazel  von  Ji^)  —  ,V^^  '^"'^^-  2^3"  ( SyAlaJ  auf  ein  Ghazel  von  ^^^.  )  — 
^^i   Fol.    96",    97",    130". 


1.^ 


^jwjj  Fol.    153'   —   ^L*^.   Fol.   *177". 


^^Aaj-  Fol.    237"  [^'^),    246"  (desgl.). 


^jLo  '''l  55", ''20  8"  (zweimal  dasselbe  Ghazel)  --     ^yj^  Fol.    119",  120". 

^^jwU.    Fol.    9"f.,     13"",    188"    —    ^*i.    Fol.    7'f.,    24",    32",    53'f.,    62", 
7 7" f.,    114"  f^3-iiU   Jl^),    19  2"  (mit    Ta^mU   von   ,j^Ä*S). 

^j^^  Fol.    IbS",    19  2"  {Taxmu  auf  ein   Ghazel  von  ^gi\^). 

C 
iäiU   Fol.    117'',    143",    171".    193"  [Taxmis  auf  ein  Ghazel  von   ^y*^)-, 

196"  —  ^^JuJ^  Fol.  15  1',  154"  —  t5*->^  i'ul.  265"  (»wJaJ  auf  ein  Ghazel 
von  ^^laPj  —  (sie)  ^^  Fol.  95'"  —  ^♦aJU»  Fol.  196"  (mit  s^JaJ  von  ^Y^-i 
oder  ^Lül?),  245°  (»jxlaj  zu  einem  Ghazel  von  _»x^),  261"  (desgl.  zu 
eiuem  Ghazel  von  ^^}  —  ^js>  Fol.  223"  —  ^''■*=»  ^'^^-  ■*'''  —  5*^^*^ 
Fol.  151''  —  ^5;«Jhs».  Fol.  240"  (ra/?/4fo')  ^  ,5^«S^  l"'»!-  ^9^  l*^!';  123"  (mit 
Taxnäs  von  ^UT),  130"",  138",  140'',  144"  (J^xx>),  146"',  156",  170", 
173",    174"",    175"',    185",    193"    (mit    Taxnils    von    iäiU ),    204",    206",    22l", 


336  Türkische  Handschriften  334.  Poesie. 

223\   224",   235",   264"  (mit  s^JciJ    von    ihm    selbst,    von  J^  und  von  LL 

t 

^•U>  Fol.  24  2"  Rand  (mit  s-xkj  von  ^y^^)  —  ^^J'U»  Fol.  *103'  — 
^^^U  Fol.  *198''  —  >£yy*^^  Fol.  24  8"  (s^xlij  auf  ein  Ghazel  von  ^ö^& 
oder  ^<X>j^)  —  ^y^>^  Fol.  134"  —  j^jUii:.  Fol.  206''  —  ^^JÜLb.  Fol.  *155'', 
*203*  —  JULä»  Fol.  32'',  142''  —  JLi^  Fol.  99"",  116",  IIV",  119"",  125" 
{Taunus  auf  ein  Ghazel  von  ^^■|ö ),  132'',  135",  137*",  171",  177'',  178\ 
188'',  198",  232''  {Taxviis),  247"  (mit  s^tij  von  ^JÜLo),  263"  am  Rand 
(  SjjJaj  auf  ein  Ghazel  von  ^\jS'). 

O 
^y^o  Fol.   3  0"   ^    ^^^  Fol.   *132". 

ö 
^^\j  Fol.   5  7",    125"    (mit   Taxmls  von  JUä),    131",    138",     152",    169", 
172'. 

; 

^y\)  Fol.  173"  —  ^1^  Fol.  117"  —  ^^\^  Fol.  *173"  —  JU^  Fol. 
247"  (mit  s^jJäJ  von  ^:>itL^)  —  ^^^^  Fol.  188"",  195"",  198",  203",  208", 
24  2"  (s^aIöj  zu  einem  Ghazel  von  ^e^J'U».)  —  ^s**">-  ^'^^'  '^^^^  [Talmis  auf 
ein  Ghazel  von  ^\iiü)  —  ^Lö^  Fol.  209"  —  ^^^  Fol.  95",  220"  — 
^^^  Fol.  *176"  —  ^y^  Fol.  100"'',  153"  -—  ^Ij^  Fol.  33",  34",  37",  57* 
Rand,  69'",  120",  136"",  137",  142",  150",  152",  169",  173",  179"  --  ^vb^ 
Fol    188"   Rand   —   ^L,^   Fol.    133". 

^5^1^  Fol.  *171". 

^^L*v  Fol.  236",  247"  (SwAiäj  auf  ein  Ghazel  von  JU-^)  —  ^L* 
Fol.  240"  Rand  (»v^  zu  einem  Ghazel  von  ^JL^\  243"  {Taxrms),  244' 
(desgl.)  —  ^-^  Fol.  141"  —  ^o^  Fol.  30"  —  ^^^^  Foh  *59",  180", 
185"",  200",  218'',  219"  —  ^^^  Fol.  246'  (Taxmts)  —  ^iL.  Fol.  l" 
(Strophengedicht),  205"  —  ^^üJ^  Fol.  145",  240"  (Talmis)  —  ^^*>1^  (d.i. 
(vaJL.  ^jlkJLu,)  Fol.  94",  119",  121"  (mit  HjjJäJ  von  ^^Jäi\  148",  198",  248" 
(mit  »wJöJ  von  ^^ju^),  266"  [^ö^^/i\   266"  (mit  Taxinls  von  ^€j6l)  —  i^^^^^ 


Türkische  Handschriften  334.  Poesie.  887 

Fol.  *128''   —  J^s6-^  Fol.   248'  {iyxioj  auf   ein   Ghazel    von   ^l>)   —  ^^J^^ 
Fol.  *15  3''  —  Jff^   Fol.    121"  (^jwx),    igi'  (desgl.)  —  ^^^  Fol.   30'. 

LT 
^5JiffU  Fol.  *24'  —  ^U  Fol.  *175'',  266'  (ij-JLw.)  —  ^^^»ä  Fol. 
101"  —  ^j^*-i  Fol.  12S"  —  ^^^  Fol.  52'',  ÖS'  bis  ST*",  72'',  73",  76", 
US*",  131'',  132»,  134"'',  137",  138",  13^)',  140",  146",  *153",  176"",  221", 
248"  (iykiaj  zu  einem  Ghazel  von  *-J-w  ^UaJL«)  —  ^>^,A  Fol.  228"  — 
^5tXx^j.Ä  Fol.    149"   —   ^^^yi,   Fol.    90'. 

^Ls  Fol.  129'\  141",  155",  233"  —  ^31-^  Fol.  98",  204"  —  ^yy^ 
Fol.  92"  bis  93"  —  ^^(X^  Fol.  ■*204",  *208"  —  ^yo  LL  (»^xlaj  auf  ein 
Ghazel  von  ^^y*r^)  Fol.   264". 


^^Juui  Fol.    143"   {^J.,^.^)   —   ^5***^  Fol.    84". 

^Ub  Fol.    15  2"   —   (sie)   ^Us   Fol.    98". 

ic 
^^^   Fol.    135". 

e 

^^U  Fol.  148"  —  3^U  Fol.  155"  —  ;3>iU  Fol.  *22l"  —  ^5iS'U 
Fol.  230"  —  ^JU  Fol.  *200"  — -  JU  Fol.  110"  {Taxmis  zu  einem  Ghazel 
von  J^l)  —  v5t^>v^  Fol.  266"  {Taxnils  zu  einem  Ghazel  von  ^j^)  — 
^yft  Fol.  238"  {Taxmis)  —  ^cjC*-x  Fol.  241"  Rand  (dazu  auf  dem  Rande 
von  Fol.  240"  eine  Sjjjäj  von  ^L*)  —  ^5^^-^  Fol.  115"  (ein  ^v«,  »md 
dazu  eine  SwaIöj  von  ^^v^j,  248"  —  ^yXs:  Fol.  30"  Rand,  242"  (^j,.^\ 
249""  (^^^),  250"  (*I*-x),  250"  bis  253"  (^Ju-»),  25  3"  bis  255"  dj-A^Ji), 
255"",  261"  (mit  5jjt^  von  ^,^),  261"f.  (Kasiden;  zuerst  eine  iKi^s,  stX-yaJ», 
gedichtet,  als  Salim  II  gegen  seinen  Bruder  Bäyazld  zu  Felde  zog;  dann 
die  xU».  vjöl  sls.  StXjyflü,  von  welcher  Hammer,  Osman.  Dichtkunst  lll,  20 
spricht')    u.  s.   w.    —    Jlt:    Fol.    83"    —    ^y^    Fol.    24",     HS',    134",    139" 


')  vgl.  auch  Persisch   Nr.   G87,4. 

Türkisch«  Uttodechrifteu.  4$ 


53(<i  'riirkisclic   Hauilsclirlttoii   ;;:!i.  Poesie. 

Rand'),    15  6»   —  ^<Lxä  Fol.    24  1''    [a^^)    —    ^cX^a   Fol.     14  1'    —    ^^tU£ 
Fol.    •248"   ( äjxlflj   mif  (.'in   Ghazel   von   ^^yjj^h. }. 

t 
Jiy:   Fol.    -236"   —   ^5^11*   Fol.    S2''f. 

^'Ui  Fol.  118"  -  ^Äi  Fol.  -22  1''  —  ^ItXi  Fol.  149%  177%  268"  — 
^üLi  Kol.  I4:V',  228',  235'  -  ^Zi  Fol.  154"  —  J..Äi  Fol.  DS',  186^ 
((j»Ju»^),  238''  Rand  --  ^^^y^^  i''"l-  '1"°  (u-^*^")  —  J-^^  l*'^l-  l'^ß^'  — 
^jLü  Fol.  1  13^'  (Kaside),  243",  244'  ( 7  a//;^7.s-),  268"  (mit  Ta/jins  von  JÜw)  — 
^wXÄi  l-'ol.  124'  (7V////7.S),  145''  (mit  s^aIü  von  ^aj),  179*  —  ^.»^j  Fol. 
223''  —  ^♦^V^^  '''>'•  ^l'>"  ('"'*  »;^  ^'""  ^^V^  >  -  ^)}^  l''"^-  1*5',  189'f. 
(Btrophengediclite),  222'  (^liJn),  228',  261*  [^yi^i  ;iuf  ein  Ghazel  von 
^j.JL£  )  —  (C-^^»  i"'"'^!-  il"'^''  (sr*^-^  "*'*  "^i"  Ghazel  V(jn  ^w^äi ),  19  2"  {Tayjiiils 
zu   einem    (ihazel   von    ~A*i. ),    20  5". 

ü 
^^oU    Fol.    8  4",     15  6",    205''    —    ^-wLaj    Fol.     125"    {Taxiiüü    zu    einem 

Ghazel   von   ^»'). 

^_5Ä^t<  Fol.  14  2^  —  ^j^r  Fol.  170^—  ^^fFol.  29",  15  3'  —  ^^♦JLS' 
Fol.    105",    109"'    —   JUr  Fol.    143"   -     sol-jULJU-^  Fol.    188''. 


^il^f  Fol.  18  5'  —  ^j^kS'VoX.  20  6"  —  ^UrFol.  123'  [Ta/mis  zu 
einem  Ghazel  von  ^"^ajä.  ),  263'  (  »waIsj  auf  ein  Ghazel  von  JLaä  )  —  ^5*'^ 
Fol.    147'',    209°. 


.xx> 


^l    Fol.    84'   —   ^-iJa.'   Fol.    14  1",    148'     -    ^UJ    Kol.    *153'. 

r 


^'U  Fol.  2  4  7'  (  5 w«iaj  auf  ein  Ghazel  von  JLaä.)  —  ^^^Ls-  Fol.  140'' 
2  6  5"  (mit  iy^laj  von  ,jAa«js>),  266'  (mit  Ta/uns  von  ^cXaaä)  —  iV^r^  i''*^l 
120'  (vi-JU!)  —  cV^    Fol.  *138"  —   ^=»tU)  Fol.    24  8'  —  ^o\^<   Fol.    *lt)3''  — 

')    liiur   wird    der   Nuuie   d(-8    Dichtt'is    Lfv*^   vocalisiert. 


Türkisch«  Handschriften   3.'U.  Poesie.  3S9 

^^x    Fol.     1S(i"  .c^sj.-*''    ^'^'^'-     -'"^"N    f"''?     l'l'    'f'"    '^;^'    >^'y-^'    '"^"^ 

Ende  (lefect),  1 1  S%  1:30'',  i:n'',  \:\:\%  135'',  l3ß",  1  10'',  14  2%  I47'.  1  jo», 
150\  löl",  I7S",  233',  23'.)''  (mir  Ta/jnls  von  ^cycä-l )  —  ^iia^a^  ^^Lial... 
Fol.  126''  (viou!,  (lefect),  "IGS''  (ykxx,),  —  ^^ji^-a^o  Fnl.  59*'  -  .^^^^  ^""l- 
24Ö"  {Ta/mls  ixni  ein  Ghazel  von  ^iL^li  —  ^i^*^  Fol.  98''  —  Jljw  Fol. 
267*  [y\i/iii7s  ;iut"  ein  Gliazel  von  ^^Ua.. ),  268''  (desgl.  auf  ein  GliHzel  von 
^Lii)  -  ^<iU  Fol.  *17S''  -  ^^jCLo  Fol.  *1S0'  -  ^^^  Fol.  267''  — 
^»4*^   Fol.    S2"',    189"   {^j.*-d\   2(18",   *234". 

^b  Fol.  29''  Rand  --  ^Lai  Fol.  3  2",  3  4",  3.5''  bis  4  4^  4  8',  4  9"  bis 
56'',  58*'",  er,  62^  bis  63'',  72'',  118'',  120%  129'',  1  3(l'',  135*',  136',  146', 
147'',  148',  15(i'',  151",  152",  156'',  192''  (mit  Ta/jms  von  ^ J'U.  |,  222". 
232'',  261''  (mit  s^xläj  von  ^^Jlx ),  267''  (mit  Taynn.s  von  ^^iL?. )  —  j^^**' 
Fol.  126"  (mit  Tnymls  von  ^yo\)  —  ^^^-^  F«^!-  '••5*,  267"  (mit  TayjinU 
von  ^^1)  —  ^liaj  Fol.  31"'',  33'',  34''f.,  146'',  154\  268''  (mit  TaymU 
von  ^c»-w » )   —  ^/-^'  F<^1-  *208''   —  ^^  I''"l-    '2l''  ( T'fl/?«?.^  auf  ein  Ghazel 

von  |vaJL-  c;^-'*^)  ~  i*-*^  ''^^^-  ■^2'*''  ~  t^^'r'  ^'^^-  ■■^'^^''  '^^^'  ~~  v^)'-^ 
Fol.   82". 

^yS'  Fol.  llö'  (».AiöJ  auf  Pin  Ghazel  von  ^>Ua* )  —  JüU  Fol.  82', 
94*^    1  16". 

5 
^^4i».    Fol.    262''    (mit    B^Jcü    von    LiU    Ju^a-I),    Fol.    263'    (desgl.    von 

^iL?)    —    ^5^'tX:^j    Fol.    225"  -     jLsj    Fol.   '245''   —  ^i^j   Fol.    59'',   96'"  — 

'•U.    Fol.    *1()4'   -        _w    Fol.    268"   iTdymls  auf  ein    Ghazel    von    IL.^ '. 

^KÄi  Fol.  *14r,  I8ü''  —  ^Äsi  Fol.  122'  (^jU^  ^UoJLv  ^\ji  s<XyÄi 
jiLJwi'  _ft.w  sJ>  iyxxi  iüJI  v-cl),  127"  (wiJi.«),  15  7''  (  |vi^ \  ^ivJ  .tfy^-><  ^^  **^V 
LäÜ,  vgl.  Hammer,  O.sman.    Dichtkunst  lll,   38),    176". 

Ferner:  Ta'rJjif-Gedichte  Fol.  209''  lauf  die  Jahre  949  und  95(i,  be- 
zeichnet alss^^ÄJ).  259''  (auf  das  Jahr  9  75),  28(i''  (auf  di-n  im  Jahre  1 D 1 2 
erfolgten  Tod  eines  ge\vi.s.sen  AlUnod  Ber/)  —  vii-'UcLsv  Fol.  226''  —  Jl^ 
8vbx/c  ^yüjuc    <^\y^  »vLsswo   ^__i.ÄLÄ  F"ol.    114"    (ein    .l/''/6'//f/"-f-Gedicht|   —   ein 

TaymJs  Fol.   247"   —   verschiedene  Tnymlx  und   '/''/.sv/y.s-  |-"ol.  269"  bis  2*15"  — 

48» 


340         Tarkische  Handschriften  335.  Poesie. 

allerhand  Gedichte  Fol.    157  bis    162')  —    Liedcheii,    zum    Theil    mit  An- 
gabe der  Melodie,  nach  welcher  sie  gesungen  werden  sollen  (vvie  Ix^s,  »IXäj 

Persische  Verse  stehen  auf  Fol.  211'',  256*  (von  ^W),  25  8*  (von 
«JkXÄ,  lebte  um  957,  beg.  20.  Jan.  1550,  s.  Sprenger,  Oudh  p.  423), 
257*  (cjLIäLv,  nicht  von  iUmar  Xaiyäm),  258"  (von  ^jÄ^T,  f  920,  beg. 
26.  Febr.    1514;  s.  Saßnah  S.   249). 

29  0   beschriebene  Blätter;    18,6X12   cm. 

335.     [Diez  Fol.   33.] 

Diese  Handschrift  in  der  schmalen  Fonn  der  Dafta r-Encher  enthält 
Gedichte  folgender  Dichter:  iUvtar  Fol.  3""'),  4'',  5'"',  7',  8='\  11',  13'^'  (ein 
Räthsel  Cpw)  —  Näm  Fol.  3"  —  Öaqlqt  Fol.  4"  —  Xatrrä  Fol.  4'",  5^^ 
e'"",  9''  —  Szpähl  Fol.  7\  12'',  14"  —  Saudä'i  Fol.  7*'  —  Gavkärl  Fol. 
12^  —  Naqdl  (?)  Fol.  10'  —  MuMbhi  Fol.  10'  —  Kätihi  Fol.  1 0^  11'  — 
Kämil  Fol.  13'  —  Ziihün  Yo\.  9"  —  Latjfi  "PiA.  14*'  —  Wahyi  (i  Wahbt?) 
Fol.  14*'  —  Kätib  lUßmän  Fol.  \^2^.  Einer  Anzahl  der  genannten  Dichter 
ist  vom  Schreiber  das  Prädicat  (^xiLft  beigelegt  (wie  iÄsiq  iümar,  iAk'q 
Xatmi  u.  s.  w.);  man  vgl.  darüber  die  Bemerkung  auf  S.   34  7. 

Von  anonymen  Gedichten  shid  ^U-*  (Fol.  T,  ll**,  12',  13"),  ^^i, 
(Fol.  11*',  12'),  j^jJuüLi  (Fol.  13'')  und  ehi  JjCi^  überschriebenes  Gedichtchen 
von  vier  Bait  (Fol.    lo'')  zu  erwähnen. 

Die  beiden  letzten  Blätter,  etwa.s  schmäler  und  von  anderer  Hand  ge- 
schrieben als  die  übrigen,  enthalten  eine  gröfsere  Anzahl  meist  unzusammen- 
hängender Verse,  wie  es  scheint  von  dem  früheren  Besitzer  der  Handschrift 
als  Loci  memoriales  aus  seiner  Leetüre  zusammengestellt;  der  erste  Vers 
lautet :  i^jiÜ'  jOjLo  xj^  -i>  «js  **.Jjf  (sie)  y^  juitA-Ä . 
Anfang  des  ersten    (von  iÄsiq  iümar   vei-fafsten)  Gedichtes:    Ä**iJLi'L>    j^jL» 

\6^^y*j>     |VJtXij     ^^^■f     \S^- 

14  Blätter  von  34  X  '  t,6  cm.  Die  vorhandene  Foliierung  (bis  \^  Ori- 
ginalfolüerung)  geht  bis  16,  da  sie  gleich  mit  r  beginnt;  es  scheinen  also 
am    Anfang   zwei  Blätter    verloren    gegangen   zu    sein.     Flüchtiges  Dlwänl. 


*)    darunter   das    bereits    erwähnte    satirische    Trauergedicht    des    TaUyä    auf    den    Tod 
seines  Feindes  Bmtam  Pasa. 

*)  ich  eitlere  nach  der  Originalfoliierung. 


Türkische  Handschriften  336-338.  Poesie.         341 

Auf  der  ei-steii  Seite  unten  findet  sich    eine  Datierung  vom    11.    .In  •/  r^«;- 
dak    1168   =    19.  Aug.    1755. 

336.     [Ms.  Orient.   8".   4.] 

Diese  kleine  Handschritt  in  Safinah-Y oww  enthälr  eine  Saniinluiicr  tür- 
kischer Gediclite,  welche  niei.st  in  der  Ucbcr.scIn-itV  als  ^Ji  resp.  ^)y^ 
bezeichnet  werden;  docli  finden  .sich  auch  ^JC^  Fol.  l'';  ..^äL«-»*-  Fol.  18'', 
29''  und  \W\  *L*kj  Fol.  20';  ^^-j^^^  ^yi  Fnl.  2.5":  ^«...i  allein  Fol.  HO"; 
Cijsu)  Fol.  :!!"  oder  ^~i  Fol.  3  0'';  ^L^  Fol.  3  1'.  und  ^1  Fol.  35".  Auf 
Fol.  20''  findet  sich  eine  Ueberschrift,  die  ich  niclit  lesen  kann:  .sie  sieht 
aus  wie  JeaüS'  (etwa  JxÄÄf*?). 
Anfang   (    ol.   35"):      stU^cLi'  xjljl   j»tX>:  Lajv   Lj   \L.   Lj   ^^.^I 

35  beschriebene  und  eine  Anzahl  leerer  Blätter;  7  X  2*^)'  <^""'-  Ver- 
schiedene flüchtige  Hände.  Auf  einem  vor-  (rcsp.  nach-)  gehefteten  Blatte 
.steht  „Ms.  ex  Bibl.  J.  J.  Brunsii  CoUectanea  ()sn];uii  cnjusflnm  ci'ntinentia 
Poeiuata  parva  vel  Initia  taliuni  lingua   Turcica." 

337.  [Ms.   Orient.    8".    213.J 

Eine  kleine  Sammlung  türkischer  Gedichte,  meist  Ghazelen ,  in  der 
Ueberschrift  und  im  Kolophon  kurzweg  «£**:s'  genannt.  Die  Handschrift 
ist  mehrfach  defect,  indem  .sich  nach  F"(d.  2,  \  und  7  liücken  finden.  — 
Es  sind  folgende  Dichter  vertreten:  Noswn  (am  Anfang  und  am  Ende  der 
Handschrift),  Bedil  {¥o\.  5^,  nur  das  End-i^f/?V  eines  Ghazels  ist  vorhanden), 
Maümüd  (das.),  Yär-Ahmad  (Fol.  5''),  Fntni  (Fol.  C*"),  Mägir  (Fol.  7"). 
Anfang:      «tX^jjvjü».    »^  (5^'r?"   *^).?^   '-'j'  *-"   ^- 

9  beschriebene  Blätter;  lüX'*J  ''"i-  Ausgezeichnet  schönes  Taihq 
mit  9  Zeilen  auf  der  Seite.  Die  Abschrift  wurde  von  Sultan  Hnsam  an 
einem  Donnerstage,   20.  Rnmadüv   89  6   ==  27.  Juli    119  1,  vollendet. 

338.  [Ms.  Orient.   8".    183.] 

Ein  Büchlein  in  Saflnah-Y oviw^  enthaltend  Gedichte  verschiedener  Vei"- 
fasser,  hauptsächlich  i^a^cZ- Gedichte,  doch  auch  Ghazelen,  Buhäii  m\A 
Ta^rix-  Die  letzteren  beziehen  sich  auf  Jahre  aus  dem  Ende  des  zwölften 
Jahrhunderts  d.  Fl.  (1191  Fol.  2  1^;  1194  Fol.  4").  Von  Dichtern  werden 
genannt:    ^^Lä^   Fol.    4''    imd    lO'',    ^^tiX/>    Fol.    7",    »;>|^UL   ^1^    Fol.    12", 


342         Yürkische  Handschriften  339.  Poesie. 

(?)  p^  Fol.  1-2'',  ^j^  Fol.  15^  ^ö<xi\  1JJ.L0  Fol.    ifi',  ^d^xj\  ^_^,   F'ol.  16", 
^tVÄil  ^JJ  Fol.    17'',  ^J.xjl   >_*jl^   Fol.    18''  und  ^5Juit  ^^y^   Fol.    2  F'. 
25   beschriebene  Blätter  von    19  X  'N^  <''^;  flüchtiges  NastaÜlq. 

839.     [Die/  A.   S".    138.] 

Eine    Sammlung    von    Gedichten   —    Ghazelen,    j^-ä,    ,5^7-^1    15-**-»-^? 

^5nJijCLs,  jc-iJ^,  auch  ^\jf  g'eschrieben   —   verschiedener  Verfasser:   am  Ende 

nennt    sich    als    i»5ÜL«j    ,_a;:;»L.o    des    Buches,    welchem    er    den    Titel    xf^t<y 

v_s^^JuJI  SJ'jtXÄ.»o[j]  'i_äjUaiJt  giebt,  ein  gewisser  <Kj  «.♦£    «jÜ  ^Ia..Ä.«  i^.Äx  und 

datiert    diese    seine    Bemerkung  vom    Neumond    s-ä    des    Giimncla    1    (l ». ) 

des  Jahres  II«  d.  i.    il9(l   =    18.  Juni    1776.      Zugleich  spricht  er  folgende 
Befürchtung  und   Hoffnung   in   Betreff  seines   vorliegenden   Buches  aus: 
iUu^i^    Äjlolj     J.S>L>     *»NÄ.'.t     (^J    f'vi')}-*          ujLxJ   *-«..«il    scX-ulS'  *JL&-  i^^w^Lä.  u^j..t.£ 
Xau«J   Jülyb^i    ^jUJLjI    oLj    xAj!    v/~i.   V  *~^-.)  UJ)      »--J      (»vi <0.l      Ä_Ä_Ä_.0»_Ä.      t^>_J>._C 

Die  ineisten  der  in  der  vorliegenden  Sannnlutig  enthaltenen  Gedichte 
sind  von  iA.^i(/  ')  iUiiinr.  niclit  viele  anonym.  Aufser  ihm  werden  als  Ver- 
fasser noch  genannt:  Jifufi  Fol.  66'';  Tniiß<i  Efendi  Fid.  150'';  Hatml^) 
Fol.  4  2";  Hnsav  Fol.  39^';  Hulcvü  Fol.  18^';  I^aväd  Fol.  6()'';  SijxlJil  Fol. 
20",  32*;  I^arifi  Fol.  96'':  ,S'a//r7  Fol.  28";  Täln'r  faqlh  Fol.  1.5  1";  fhiMäf 
Fol.  7";  Gnlsnnl  Fol.  35'';  (Janlidn  Fol.  6''  (mit  dem  Beisatze  ^L^i'v.i'), 
16'\  17^^,  28'',  32'',  33^  34",  36'',  4(1'',  A:y\  46",  47-'',  87';  Ltdf  oUäh  Eferuli 
Fol.  l.M)\  /^^w^Z  Fol.  22"  bis  27'',  29",  30"'',  31"'',  47";  Mapnm  Fol  SS*"; 
Muyjnr  Fol.  1.5  1'';  Mustafa  Fol.  28"  (Sidtrw.  mit  einer  s^Aläj  von  Jiäyi'h 
PoM)^  82";  iWakkt  Efendi  Fol.  15o'':  Niyäzl  Fol.  36".  Ein  anonymes 
('  x>eb  (sie)  J^xÄJjj'  mit  dem  Anfange  ääjvI.  »vLs  J^I  ,^.^  Jy^äjjj'  15'  steht  auf 
Fol.  75";  von  Tonarten  werden  ^\^  (Fol.  7'',  126"),  j;Ux  (Fol.  1.5  8»)  und 
die  mir  unbekannte  (^  |»ljjc  genannt. 

173  Blätter,  von  welchen  99-124,  130-149  und  155-170  leer  sind; 
20  X  llj*  cm.     Gutes  J^astnihq;  auf  der  Seite  stehen  gewöhnlich  acht  Bait; 

')  die  Handschrift  schreibt  stets  io^mX-^  .  Beide  Theilc  des  Namens  sind  häufig  in 
einander  verzogen,    so  dafs  ein  ä  zugleich   zu    ^ixiLc  und  zu   -^ä  gehört. 

*)  1.  Xatmi}  Tgl.   Nr.   27,i    und   335. 

')  vgl.   Nr.   27,s. 

*)  wiederholt:  dnfs  es  wirklich  eine  Tonflrt  ist,  ergieht  sich  aus  dem  Beisätze  Ajje 
auf  Fol.    127"    fpL^e    pLiLc    vi>   ^gS^)- 


Türkische  HandBchriftcii   34(i.  Poesie.         343 

die  Gedichte  auf  Fol.  6  r  und  so''  sind  verkehrt  geschrieben  (so,  dafs  man 
das  Buch  umdrehen  mul's,  um  sit-  zu  lesen).  Ehiband  von  biegsamem 
Leder  mit  ziemlich  reicher  Guldpressung.  Auf  einem  dem  Vurderdeckel 
aufgeklebten  Zettel   steht:  IH  j^£.   jj-iLt  ^'r^j  ^■^  v_>Lx^. 

840.  [Diez  A.  8".  105.] 
Eine  Handschrift  in  SdJhKth-Format,  i7i  welche  Gedichte  verschiedener 
Verfasser  zusammengeschrieben  sind.  Die  letzten  zwei  Drittheile  der  Hand- 
schrift, von  i'^ol.  27  au,  enthalten  hauptsächlich  Tanzlieder  für  Derwische 
(^U.*»,,  aucli  sjLaj^  überschrieben),  zu  welchen  nicht  selten  die  Melodien 
(o^l>,  äl^^»^,  |V^,  o'r-*?    (j-^*~"=>)    angegeben    sind.      Die    ersten    26  Blätter 

enthalten    Gedichte,    ineist    Ghazeleii,    folgender    Verfasser:     s^IvvtX .'I j^I, 

welcher  sich,  wie  es  scheint,  des  Tuyallus  S^"  bedient  Fol.  3'';  ^^aj^I 
Fol.  22';  ^Lj  Fol.  21'';  ^yUU^j  Fol.  2";  ^^ju^  Fol.  l",  10%  21^';  &j|v,^^_t 
mit  dem  T<ixalliis  ^JU  Fol.  :r,  4'''',  7%  8",  12",  1  ;V";  14",  1 6"'',  19%  20^'; 
sj|v^tX.ül  ^j.^^^  Fol.  6";  ^^JLä.  JLia.  Fol.  O*";  jcjUäj  ^'^  Fol.  IT';  ^s.^ 
Fol.  0^  ^Lo^  Fol.  25";  ^0lj.xj  ^^5^  Fol.  l",  2",  ;V,  5",  e*-,  S'',  lo'',  l  l", 
12%  \T\  20'';  ^L)^  Fol.  14^%  16",  25'';  ^•»«a.w  Fol.  K)'';  ^^.feyi  Fol.  21"; 
^^  Fol.  r,  4%  22";  ^LJo  Fol.  2%  5»;  sol^^Ji,  Taydhis  ^xis  Fol.  4", 
21";  J^äJc  Fol.  21";  ^Juil  jU  Fol.  6",  7"";  ^^J^aaä  Fol.  6":  ^Ä.ci.£  Fol.  4"; 
^^x.-«xc  Fol.  3";  s>.>l\JI^,  Taydlus  Ji^ia^  Fol.  3'';  solv^^^,  TayaUm  ^Lkt 
Fol.  II",  2o";  ^^  Fol.  5":  ^^U  Fol.  S*;  ;5Jovi  Fol.  25*';  ^^^ItUj  J^ 
Fol.  16"  (eine  SwaIsü  auf  ein  Gediclit  von  iinJif)  und  2l";  J^aj  Fol.  9"; 
^^Lo  Fol.  4";  Sultan  Alarüil  Fol.  22";  (' s^l^^[JI  J.aä],  Tayallus  ^^j\j  Fol. 
5'",  20";  ^^b  Fol.  4";  ^«j  Fol.  l",  4",  o",  6",  9%  10",  13'",  14";  ^^^.^ 
Fol.  2";  ^jOil  ,_^  pÜ^will  j^-yi  Fol.  2",  3',  11",  12",  14"",  16"",  2o",  22"". 
Persische  Verse  (von  NizOnü.  ömiil,  \\'(i}'m,  Faidl,  Ahll,  T'J'lib,  Zaiiir  Fü- 
ryäbl  u.  a.)  stehen  auf  Fol.  15"  und  26". 
Anfang  des   ersten   Gedichtes,  eine.s   Ghazels  von   (jruinil: 

7  5    beschriebene  Blätter;    1  l,""  X  18  cm.     V^erschiedene  flüchtige  Hände; 
hie  und  da  buntes  (gelbes,  grünes,   rothes)   Papier;  Fol.    7  1    zerrissen. 

')   8.    Hammer,   Usman.    Dichtkunst   III,    178. 


344         Türkische  Handschriften  341    344.  Poesie. 

341.  [Diez  A.   4^   89.] 

Gedichte    von   Kätibt,    Gauharl,    Mähi,   lÄHq    'üinar,    Kätib  lUdmän, 
'Äsim-zädak,  iArdt,  FannJ,  Saldi,  Lutfi,  aallmt,  Sipähi,  XaM,  Bäql,  May- 
büni,  Xallh,  Nazvü,  AmrJ,  Sabrl,  ansan  Efendi,  Hifgl,  'Uhaidl  u.  a.  m. 
Anfang- :      »^  ^j*^^*^  (sie)  lü^iXJ^  ^^Xf  J^l  (^Jjl  (^-iU 

3]  Blätter,  von  welchen  das  17'"  leer  ist;  21  X  16,5  cm.  Deutliches 
Nas'/ji;   auf  der  Seite  meist    18—20   o-espaltene  und  schief  laufende  Zeilen. 

342.  [Diez  A.  4".  90.] 

Gedichte    dreier    Dichter,    des    Gaiihan,    des    iÄSiq    Mustafa    und    des 
Kätibl;  und  zwar  ist,  wie  auf  Fol.    P  angemerkt  ist,  der  erste  mit  4  5,  der 
zweite  mit  3,  der  dritte  mit   2   Gedichten  vertreten. 
Anfang  (von   Gauhari):     jJoJ.4.*i>Lj  k^^  ^^_y^>^  *ä^  »yj 

22  Blätter,  deren  erstes  nur  die  obige  Angabe  über  die  Zahl  der  vor- 
handenen Gedichte  enthält,  während  die  fünf  letzten  ganz  leer  sind;  21  X 
1 6,5  cm.  Gutes  Nastailiq  mit  1 7  zweispaltig  und  schief  geschriebenen 
Zeilen  auf  der  Seite. 

348.  [Diez  A.  4^  86.] 
Liebesgedichte  der  Art,  wie  sie  JS^ji  (in  der  vorliegenden  Handschrift 
stets  ^-f^y-j  geschrieben)  oder  auch  ^^j-^  genannt  zu  werden  pllegen; 
s.  unten  die  Bemerkung  auf  S.  3  4  7.  Auf  einem  Blatte  abweichenden  For- 
mates, welches  am  Ende  eingeklebt  ist,  stehen  noch  drei  Ghazelen  von 
Nauil  (t  1007  =  1599;  Hammer,  Osman.  Dichtkunst  III,  108),  iUhvi 
und  iAzlz. 

Anfang :     i****^  i^*^  i«^«^^'  T^)^  \^y^   ts^'-^  H 

24  beschriebene  Blätter  von  20  X  l^  c"^  imd  aufserdem  das  am  Ende 
eingeklebte  Blatt.  Gutes,  vocalisiertes  Nas'/i  mit  ungefähr  20  zweispaltig 
und  schief  geschriebenen  Zeilen  auf  der  Seite.  Auf  einem  aufsen  aufge- 
klebten Zettel  steht  n  ^^s^yt^  ^'f ' 

344.     [Diez  A.  4°.   87.] 
Liebesgedichte,    wie    sie    ^Ji    oder   ^^y^   genannt  zu    werden    pflegen, 
von  lÄSiq  lUmar:  s.  die  Bemerkung  auf  S.  34  7. 
Anfang:     ^^  «jL»=fc   jäS\Ly!  Lääj  (sie)  J^j?  i^tJ*^  »r**» 


Türkische  Handschriften  345   347.  Poesie  S45 

24  beschriebene  Blätter;  19,5  X  14, i  cm.  Flüchtiges  Dlicänl- nasylsi 
mit    12   gespaltenen,  schief  laufenden  Zeilen  auf  der  Seite. 

345.    [Diez  A.  4«.  88.] 
Ebensolche  Gedichte    desselben  Verfassers.     Auf  einem    aufsen    aufge- 
Iclebten  Zettel  steht:  Uvf  »♦£  j^j-iLc  ^-f^  i5*r^  »jU^. 
Anfang:      syi  Sjjcl  LiU-s  «-«ot   vjol  Aji' vsSj^ s  sLe 

1 8  beschriebene  Blätter ;  21X16»^  ^m-  Gutes  Nastalhq  mit  14—16 
zweispaltigen,  schieflaufenden  Zeilen  auf  der  Seite. 

846.  [Diez  A.  4°.  128.] 
„Sammlung  von  türkischen  kleinen  Gedichten.  Es  sind  gröfstentheils 
Gelegenheitsgedichte,  besonders  Chronogrammen  [sie]  oder  Tarichs  und 
einige  Liebeslieder,  wovon  mir  Abschriften  auf  einzelnen  Blättern  zuge- 
kommen sind,  welche  in  gegenwärtigem  Bande  habe  vereinigen  lassen." 
(Diez.)  Auf  dem  letzten  Blatte  einige  Talismane. 
Anfang:      sJüUaJL^   (' o^si   »j   »j  v^'^^'  »-'•*-"^   *^''  J^  Oy^^*^   l^iaj 

39  Blätter  verschiedener  Gröfse,  die  gröfsten  von  22  X  l"*  cm.  Na- 
türlich auch  verschiedene  Hände. 

347.     [Ms.  Orient.   8°.    184.] 

Eine  Sammlung  in  Versen  abgefafster  Sinnräthsel,  yJ  (nicht  Buch- 
staben- oder  SylbenrätTisel  ^e^,  s.  Rücke rt,  Rhetorik  u.  s.  w.  der  Perser, 
neue  Ausgabe  S.  317  und  336).  Die  meisten  dieser  Räthsel  beginnen  mit 
,tXJ.|  =z  .c>  nj  J.l,  wie  im  Persischen  mit  ^^U.wjij>  =  ^jl  .j>.»».xr>  (Rückert 
S.  33  6).  In  rothen  Ueberschriften  werden  bald  die  Verfasser  (wie  gleich 
auf  der  ersten  Seite  Käml,  Yäzl  (?),  Saiyid  Wahbl)^  bald  die  Auflösung 
(wie  ebenda  «^-$5),  bisweilen  auch  Beides  (wie  ebenda  l'ubäri  und  ^~ÄfS) 
genannt.  —  Eine  ähnliche  Handschi-ift  s.  bei  Krafft  Nr.   229. 

Anfang:      ^Kj  Jjo'  J^y^  ■->  »,jS  >Jü  JjI 
Auf  den    fünf  letzten    Blättern    allerhand    Schreibereien,    darunter    einiges 
Astrologische. 

31  beschriebene  Blätter;  21,5  X  '3,5  cm.  Die  Räthsel  mit  hübschem 
Nastadlq  zweispaltig  geschrieben;    auch    die  Ränder    sind    beschrieben:    die 


*)  Hs.  ooi. 

TOikiieh.  Budaelmft«o.  44 


S46  Türkische  Haudscliiiitcn  348.  349.  Poesie. 

Zeilen  laufen  etwas  schief,  von  rechts  unten  nach  links  in  die  Höhe;  in 
jeder  Spalte  stehen  7  — S  Btiil ,  und  um  Rande  g-e\vöhnlich  mehr,  als  in 
beiden  Spalten  zusammen.  Auf  fil.  vers.  des  ersten  Blattes,  welches,  ob- 
ofleich  auch  ein  Räthsel  enthaltend,  doch  noch  nicht  zur  eio-entlicheu  Räfhsel- 
Sammlung-  gehört,  steht  zweimal  die  Tuyrn  des  Sultans  Sallm  111  (reg. 
1203-  1222    =    1789-  1807). 

348.     [Sprenger    HOL] 

In  dieser  Handschrift  stehen,  neben  Abhandlungen  und  Gedichten  in 
arabischer  und  persischer  Sprache,  die  folgenden  türkischen  Gedichte: 
Fol.  4  1''  ein  il/?«/«7/;7»f/i-Gedicht,  in  welchem  abwechselnd  je  drei  Bait  tür- 
kisch und  ebensoviele  arabisch  sinil,  zum  Lobe  eines  S\.j^»}\  .^\i  verfai'st 
von  dem  Schreiber  der  Handschrift  Sv-^,  d.  h.  Nnrl^  von  welchem  dann 
auf  Fol.  48'  ehi  Gedicht  zum  Lobe  Saifiua  11  (reg.  974-982  =  1566- 
74)  und  auf  Fol.  19*'  ein  vom  Jahre  9  79  datiertes  Ghazel  folgt;  s.  S.  69  4 
Anm.  3  des  persischen  Kataloges;  —  Fol.  5  2"  eine  Anzahl  Räthsel;  — 
Fol.  5  2''  Kasiden  des  ARnuid  i'nsa  (f  90  1  oder  9  0  2,  beg.  21.  Sept.  14  95 
und  9.  Sept.  1496;  s.  Hammer,  Dichtkunst  1,  198  und  Gibb,  Ottoman 
Poems  p.  21  und  177):  —  Fol.  63"  zwei  Ghazelen  von  baniU  (f  936, 
beg.  5.  Sept.  1529,  Hammer,  Dichtkunst  II,  15),  ferner  je  eines  von 
MuRihbl  (Sidawinr)  1)  und  von  BäqT]  —  Fol.  7 9''  eine  Kaside  von  unge- 
nanntem Verfasser,  welche  durchaus  auf  |JLc  ^^l—  reimt;  überschrieben  ist 
sie  (JLä  stX-yai':  —  Fol.  so''  und  81"  am  Rande  je  ein  Ghazel  von  Saix^ 
(Hammer,  Dichtkunst  1,  104);  —  Fol.  83*  je  ein  Ghazel  von  Suiäil 
(d.  i.  Bilnl  Celebi ,  Nä'ib  von  .!(/  Kirmün)  und  lAhd  nl  yanl  Efendi]  — 
Fol.  9  0"  ein  Gedicht  ,j^"^'l  ^j  von  dem  Schreiber  »xääJJ  (also  doch  wohl 
Nrirt'^  vgl.   den  persischen    Katalog  a.  a.   ().). 

Die  ganze  Handschrift  besteht  aus  1  1 9  beschriebenen  Blättern  von 
21  X  15)''  ^'"i  ini'l  i'^t  durchweg  mit  gutem,  meist  neunzehnzeiligem  Nastal- 
hq  zumeist  von   einer  und   derselben   Hand  geschrieben. 

849.     [Petermann  \\,   731.] 
Diese     Handschrift     enthält     zunäch.st     unbedeutende     und     unsaubere 
Schmierereien;    erst  V(m   Fol.   5  5   an,  von    sauberer  Hand    geschrieben,  Ge- 
dichte   verschiedener  1^'orm    und    verschiedener    Verfasser:    Uubäil,    Mufrad, 
Turkl,  Samäil,  ein   paar   Glossen,   hauptsächlich  aber  Ghazelen  von  Lümiii, 


Türkische  Handschriften   350.  Poftsip  347 

Eillii.  Mofjnüm,  FxdüJl,  Mayfl,  Ynhjä,  Qnfis  Efpitdi,  Nw/iT,  /iäi/J,  Mnylriml. 
Kn$iß.  Ntlhl,  Hdidnrl,  N(i()äf7,  N",vni7  n.  a.  Auf  Fol.  ßO'^  uiul  T.V  werrlpii 
Gedichte  eines  gewissen  Oäfjifi  mito'etlieilt,  dessen  Name  mit  dem  lieisatze 
»>I-£j  (genannt  wird ;  er  ist  also  der  Schreiber  dieser  Sammlung.  Ueber 
einem  seiner  Gedichte  anf  Fol.  09'  steht  5j>k^UL  ^^4Ä,Jl  ^j,^,l  ^Ü  »vJäJ; 
er  war  also  ans  Ardiräm  gebürtig  und  Ijekannt  unter  dem  Namen  Amän- 
zädah. 

80  beschriebene  Blätter;  2  1  X  '  •''^  '''>i-  I^ie  Gedichte  mit  gutem  Nas/^ 
zweispaltig  und  mit  I  o  in  schiefer  Richtung  laufenden  Unit  auf  der  Seite 
geschrieben.  Von  Fol.  2,  23,  27,  31,  38  und  4  9  sind  Stllcken  abge- 
schnitten oder  abgerissen:   Fol.   6  7   inid   7«   sind  eingerissen. 


üeber    türkische   Volksliedchen   Reigtlichen    und   erotischen    Inhalts    —      _ßL**u,  all  , 

^vtXxJ^i'.  c*V^'  l5^T^  '  L^"***  "•  ''^'''  — '  ^''^  ^^^  '"  '^^"  vorstehenden  Handschriften  viel- 
fach enthalten  sind,  vpl.  man;  Hammer,  Osiiian.  Dichtkunst  I,  17  und  18;  ferner  das 
liuch  ühiiT  Kor-oyli  von  A.  Cli  o  il  z  k  o  (Z  e  nke  r  nr.  184-t  u.  ISir))  und  «JLc.l  jji' &jtC=»  , 
31  Seiten  in  8",  orientalische  Lithographie  o.  0.  u.  J. ;  endlich:  Anatolische  Volkslieder 
aus  der  ,,  Kuba  dili",  von  Leopold  Grünfeld.  Leipzig  1888.  8",  und  dazu  A.  Vamb^ry 
in  der  Münchener  Allgeni.  Zeitung,  Beilage  zu  Nr.  361  vom  30.  Decbr.  1887,  S.  5331.  — 
Ueber  die  Bedeutung  des  den  Namen  vieler  Volksdichter  vorgesetzten  rä..iuLc  (vgl.  Register  III) 
sagt  Chodzko  a.  a.  O.  p.  12  Anm.:  „Aushek  signifies  properly  ,enamoured'.  In  nor- 
thern  Persia,  this  word  designates  the  professional  singers,  who  singly,  or  in  Company  of 
jugglers,  rope-dancers,  and  sometinies  monkeys,  peramhulate  the  towns,  villages  and  encamp- 
irients  of  the  nomades,  attend  the  wedding  ceremonies  and  festivals ,  amuse  the  people  with 
music,  puns ,  songs  etc."  j^_^^Lc  heifst  also  „Fahrender  Sänger",  oder  (nach  Zenker) 
„Einer,  der  in  den  Kaffeehäusern  (Jedichte  vorträgt".  Barbier  de  Meynard  sagt  (Dic- 
tionnaire  Turc-Fran(;ais  II,  342'') :  „  «JJüiLc  acheqlnr  ,le8  amoureux',  surnoiii  des  poete« 
nomades  qui  improvisent  en  s'accouipagnant  de  la  mandoline:  leur  patron  est  tonnu  sous  le 
nom    de     Acheq     Eumer"    [.,(>■    lä^xiLc]. 


850.     [Ms.   Orient.   4".   44  0.] 
Diese  Hand.schrift  besteht  ;nm  einzelnen  Blättern  und   Lagen   verschie- 
dener   Gröfse,    welche    anderen    von    verschiedenen    Händen     "-eschriebenen 
Handschriften   entnommen   sind.      Der   Inhalt  sind   Gedichte,    theils  arabis( 


•11« 


848         Türkische  Handscbriften  351.  Poesie. 

(Fol.  21),  theils  persisch  —  s.  Nr.  698  des  persischen  Kataloges  — ,  theils 
türkisch.      Die  türkischen  Gedichte  sind  folgende: 

1.  Fol.  1—8:  Ghazelen  aus  dem  Diwan  des  Nasiiril  (s.  Nr.  367),  den 
Buchstaben   v  bis  J  angehörend. 

Anfang : 

2.  Fol.  9  und  22*'  nochmals  Gedichtchen,  wie  sie  ^y^  genannt  zu 
werden  pflegen;  auf  Fol.  22*  stehen  ebensolche  Gedichtchen,  welche  durch 
die  Ueberschrift  t^yS^y^  dem  schon  öfter  erwähnten  Volksdichter  Gauharl  zu- 
geschrieben werden. 

3.  Fol.  10:  ein  i5a«rf-Gedicht  und  ein  osttürkisches  Ghazel  von  Na- 
wä'l  {Mir  iÄli  f^er    f   906   =    1501;    s.   Nr.   384)    mit    dem   Radif  i^J^^I- 

4.  Fol.    11    und    12:   ein  Ghazel  von  einem  Dichter  des  Namens  Sidqi. 
Anfang:     1^?  ^j^i'  ^Alajoi.^1  (»>ä^  y^M  kS^ 

5.  Fol.  13  —  17:  Ghazelen  von  Amn,  Latiß,  FudüJi ,  Xalillf  YaMyä, 
iUlvn,  Gaifar,  HälatJ  und  Xayält.  —  Auf  Fol.  13*"  ein  Siegelstempel  mit 
der  lnschi"ift:^y^Ä  bif^  sL^o  sJü,j. 

Anfang : 

0^)y^y^  »tXJüi   ^jL^f  ^-iU    i^\  ^ajKju  i^^v Jj.j   bJljIä    Ji\  ij^\itxi  kS^  »xj   je 

351.     [Petermann  II,  625.] 

Diese  Sanmielhandschrift  enthält  neben  vielerlei  Arabischem  folgendes 
Türkische : 

1.  Fol.  25':  eine  Reihe  von  Gratulationsgedichten  verschiedener  Ver- 
fasser an  MuHammad  Amm  PaSa,  den  Sohn  des  Grol'sveziers  al  Hä^^  Hu- 
sain  Pa§a,  als  er  im  Jahre  1156  zum  Amir  al  wnarä  (d.  i.  Begierheg)  er- 
nannt  wurde.      Dies   besagt    die   Ueberschrift:    /-«läJlj   ^-*-'W   ii>*-"   7-*»-?!    ^ 

tj-h'"^     —Lil     fjhxj\    yJS^I     ^-j'    LwL     jjyUit     J^.rä?    j^xJl    Jj     (sic)    c^w^iä.    ^^j 

^lji>ill  pf  jläJI  äÄajL^j  x^Jkx  jj  cyjoijl  ».lyjci'l  wyol  ÄAJvJ  «-V^l  JiJ^<X!l  (j^  LäL 
Mol  äJu«  jj  4ä5üj^  ....  Das  erste  dieser  Gedichte  ist  von  nl-Saiyid  XaWi 
Efendi  al  Basrl  und  beginnt  mit  dem  Verse: 

JLül  %J!^  ^\  (sic)  ,j.j;l  jJl^  J^T        yU  ivaS'  JLxiitl  ^jclj  J^l  ^Li  ^^  ^^^^ 

L^l  &Jbt 


Türkische  Handschriften  351.  Poesie.         S49 

Da.s  nächste  Gedicht  ist  von   Saiyid  Hasan,  das  dritte  von   SäliK  dem  Bau- 
meister  vUiuJI   u.   s.   \v. 

2.  Fol.  12»':  ein  Ta'rlx  auf  die  Geburt  des  Said  alläh  ßeg,  des 
Sohnes  des  Veziers  al  Ha<j(j  ausain  Pasa  lAbd-al-(jalll-zädah.  Das  ge- 
meinte Jahr  ist    1167  (heg.    29.  Oct.    1753). 

Anfang : 

3.  Fol.  208'':  ein  Ta'rix  auf  die  im  .Jahre  11S9  (beg.  4.  März  1775) 
erfolgte  Geburt  des  iAbd  al  niagid,  eines  Sohnes  des  Sulaimän  Pasa  iAbd- 
al-^aM-zädah. 

Anfang : 

4.  Fol.  229'':  ein  Gratulationsgedicht  des  Saiyid  Midiainnuid  zur  An- 
kunft (»^tX;  des  Stdaimän  PaSa.  Danacli  nocii  ein  kürzeres  türkisches  Ge- 
dicht. 

Anfang:     ^U^  i5*>^^'   ^'f^})  o^^  ^  J^}-^  ^^y^-y? 

5.  Fol.  236":  eine  Kaside  des  L'nSdi  Imäia  lAbd  alläh  Efendi  zu 
Ehren  ^^lo  des  Muüamviad  Beg  Amln-jiaSa-zädah. 

Anfang : 
^yi    ^aJ^-5'  «yOljiA..    ^lXäjI    f-y^  joLjO»   ^^tXJ.^   jjtXij.*i    —yj   yi>>Jj   xX-'l    ,j«aj 

6.  Fol.  244":  ein  Gedicht  des  Mufti  al- Saiyid  Hasan  Efendi  zum 
Lobe  des  Amtr  al  umarä  MuJiamiuad  Pasa,  aus  dem  Jahi'e  I  190  (beg. 
21.  Febr.  1776);  darauf  (Fol.  24  5")  ein  Ta'rr/_  auf  ein  Ereignifs  aus  dem- 
selben Jahre. 

Anfang  des  ersteren   Gedichtes:     li\Aj  ^tX-U  KLcyc  0».^.  yc  yi   (?)    JCü 
des  Ta'rlx:     rv^^'  ^5:?'-^^  i^s^^äj'  ^»ju*,  »JLvsi  ^>^ 

7.  Fol.  25  3'':  ein  Ta'rlx  auf  die  Im  Jalire  1  Hi  1  erfolgte  Geburt  des 
MaMmüd  Beg,  eines  Sohnes  des   Mtdiaviiiiud  Pasa   (jd  GaMi). 

Anfang:     )y-i^^  <i'-»^  tMc  ij^S)  ^5';  ^.s-Le         sLa.  cXa^^x  äJi_^\  lw«l  )lyjy*' 

8.  Fol.  25 4*":  ein  Gedicht  Jhj  des  Veziers  Häfh  PaSa,  nebst  einer 
Antwort  des  Sultans  Muräd  IV.  Es  sind  die  beiden  Gedichte,  welche  von 
Hammer,  Osnian.   Dichtkunst  111,   355   übersetzt  sind. 

Anfänge:      st^ft^yj  ySi^^  si^ljo«!   jj>x  vj'ri?'   ^tXJ^ 
und:     vjuL^^   xl  2tX4.Äjl  jt«X«l  s^tjju  LioiU». 


350  Türkische  Handschriften   351.  Poesip. 

9.  Fol.  259"^':  ein  Ta'rly  auf  rlip  im  Jahre  1191  erfolgte  Gel)nrt  des 
MoRmüd  Befi,  welche  aucli  in  dem  unter  Nr.  7  ano'eführten  Gedichte  ge- 
feiert ist.  Der  Verfxsser  des  vorliegenden  Gedichtes  ist  Yünus  Efeiidi 
WoHdafl,  dessen   Namen  >i)y^  vorgesetzt  ist. 

Anfang : 

JLUI    \k.g-ci-*    J^^    wi.l    sLä-    yyj\    sl/!  JUsi>.Äi».yi    t)Jye    r'}^    )'^    y*^'    tX***/ 

10.  Fol.  265*':  ein  Ta'rly  auf  die  Geburt  des  lAhd  al  mannän  Beg, 
eines  Sohnes  des  Veziers  S/iJainx'm  PaSa ,  von  demselben  Yünit!^  Efendi 
Walidatt.  Die  Ueberschrift  lautet :  x.Lc  ^s.  ^ctU-sl  ij-j^  JLi'  ^  ■  Das  be- 
sungene Ereignifs   fand   im  Jahre    1194    (beg.   8.  Jan.    1780)  statt. 

Anfang:     (jLaäI  (J-^ä  i-*-^  ^i-   -ft-^-'  »3^  vj'~**^  J'  oLol  Lc.   Jjil*-Le 

11.  Fol.  281'':  ein  Tn'ny  desselben  WaVtdafl  Yünus  Efendi  auf  die 
äS^L^  'i.*X=>-  des  NiiUiulu  Ben  und  die  im  Jahre  119.5  erfolgte  Geburt  seines 
Sohnes  Ibrählin  Beg. 

Anfang:  ^Uj«j  j-ax  xJLö^L+S'  xJ.I  lo'-^j.ö-vi     i^j'*^)--  '-*^  *^  »^  »c^4>Iju*;   \\Ji\  j6  j.j 

12.  Fol.   290'':   ein    Tn/mU  des   Suknmän  Beg    Fnyrl-zädah. 
Anfang:     JS^S'  *iXJL«s  xäj  <X*j«I  )'^)j)  '^^***'*  r? 

13.  Fol.  290'':  erst  zwei  Gedichte  des  schon  oft  genannten  Yünus 
Efendi  WaTtdatJ,  dann  eines  von  Yüsuf  Baslri,  welcher  sich  des  Dichter- 
namens  rarihl  bedient. 

Anfang  des  ersten   Gedichtes :      «.JuX^i  xJLji  oiia.'  i^S         XAxiLi.   «b  ,.tUil 

14.  Fol.  294*':  eine  Kaside,  wieder  von  Walklotl  Vüvus  Efendi  ge- 
dichtet, inid  zwar,  als  Hiilaimnn  PaSa ,  Steitthalter  von  Monsil,  und  sein 
Bruder  Abu  '/  mahärim  MuJiaMvind,  Paia  sich  am  5.  Gumädä  1196  {=^ 
18.  April  1782)  mit  ihren  Kindern  in  einem  öffentlichen  Garten  erlustigten. 

Anfang:  ;_^jJ;L.<ooLjLä  i_jl  Li.    JwLS' ,^JcafN_sf  ^s^lki>>>L***  ^ws  La*o   \ÜI  i^iXs*! 

15.  Fol.  296'':  ein  JVt'n^-Gedicht  auf  den  von  Sultan  Alimad  III  im 
Jahre  1130  (beg.  5.  Dec.  17  17)  unternommenen  Bau  des  Palastes  S"id- 
ähäd  (s.  Hammer,  Osman.  Reich  Vil,  3  62).      Die  Ueberschrift  lautet  ^;b 

Anfang : 

10.  Fol.  300":  einige  türkische  Gedichte,  das  erste  von  f'arlbi  (s.  AI. 
13)  zum  Lobe  des  Ainlr  aj  innarä  MuVtmnmad  Pahi  (s.  AI.  6)  gedichtet 
und  beginnend: 


Türkische  Handschril'teu  35*2.  Pocsip.  351 

^Lj.5'  pK  >_^JtU^  wLo    x^j^   ^Jj^ii  ^Li'.uJi'  ^l;jl    ^'^^^l    ij/J)  'cV.i>-   *A.<2  ^UJ 

Dann  folgen  Gedicliti;  von  liCuj^l  Mdr^äd  (zum  J^obe  de.s  Sahitunhi  I'd^ti, 
Statthalters  von  Slirüs,  aus  dem  J:ilii'c  1198)  und  nochnuds  von  Yänas 
Wandail. 

17.  Fol.  ol7'':  noch  zwei  Lobgedichtc ,  das  erste  von  AHiiuid  Fayrl- 
zädah,  ilas  zweite   von    ]l^h(ii<l  nJläh    liüslrJ-züddJi.      Das   erste   beo-innt: 

18.  Fol.  ;J35*:  yr/'n^jf-GedicIite  auf  einen  von  Mukammad  Ptisa.  dem 
damaligen  Statthalter  von  Maust! ,  im  Jaln-e  I2(iü  (beg.  3  1.  Aug.  1791) 
ausgeftihrten  Bau.  Das  erste  ist  verfnlst  von  Vhh/is  E/endi  WoMdafl  und 
Ijegiinit:      ~-i^*J";_5   tX*-w   tX^^j^   >.<aü   ^,s^v  ^;i>>>L*A»,.    J^.s'   iuLii^    _sOv 

Die  Verfasser  der  folgenden  heiisen  iUIxiid  allah  Efendi  Busiri-zädah,  Mn- 
üammod  Effiidi  F'r/^n-zädah,  ol  Häjj  ävsm'n  Efpiidi  nl  rnläinl,  Xalll  Aya 
ßektu^^),  und    Ynsnf  <il   Irlilll  JyyJ^^i| .   bekannt  als   <il    l'anht. 

19.  Fol.  359'':  JV'/'?/-Gedichte  auf  die  im  Jahre  1207  (beg.  19.  Aug. 
179  2)  erfolgte  Geburt  des  Malbuüd  Bi^g,  eines  Sohnes  des  MuRanunad 
FaSa.  Die  Dichter  heifsen:  der  Ah/fl  Alimiul  Efendi,  der  Qädl  lUbaid 
allah  Efendi,  MuRammad  Efendi  ihn  Hamid  Efendi,  MnUä  Yäsuf  al  Ba- 
slrl  al    rarlhl  und   Mulla   MaJirnüd  al  Ardablll. 

Anfang  des  ei-sten   Gedichtes  (von   al-Sniijid  Alimad  Efendi  al  maftt) : 
»aXiA.«    jAÄ   ^\o   jLöl    jJ^I  j.jS'l   (^L.äU    ü,Aas»   ^jUä- 

Die  ganze  Hand-schrift  hat  393  beschriebene  Blätter  von  20  X  '  ^  ci» 
und  i.st  von  verschiedenen,  durchweg  guten  inid  deutlichen  Nas/J-  und 
iVa6/o?/7(/-Händen  geschrieben. 

352.  [Petermann  5  00.] 
1.  Der  Diwan  des  Niyäz'i  {Sai/  Misrl]  f  1111,  beg.  29.  Juni  1699), 
über  welchen  Hammer,  Osman.  Dichtkunst  111,  5S7f.  ausführlich  han- 
delt. Das  erste  dort  übersetzte  Gedicht  ist  das  erste  des  Diwans;  das- 
selbe wird  von  Hammer  in  Text  und  französischer  Uebersetzuno-  auch 
im  Journ.  Asiat.    1846,  11,  262  mitgetheilt.    Eine  andere  Handschrift  dieses 


')  oder  wohl  vielmehr  .Bewteif;  Tgl.  S.  1063  (Nachtrag  zu  S.  591)  des  persischen  Ka- 
taloges.  Für  Häygi  Bektas,  den  Schutzpatron  der  Janitscharen,  steht  allerdings  diese  Aus- 
sprache fest  (s.  Meninski,  M.  d'Uh  sso  n  ,  C  h  a  be  rt,  Hammer,  B  ar  b  ier  de  Mey  n  ard, 
Kieuj. 


352         Türkische  Handschriften  353.  Poesie. 

Diwans  findet  sieb  in  Wien  (Flügel  III,  475  Nr.  1982, i);  gedruckt  ist 
derselbe  in  Bvläq  1254  =:  1839  (Jourii.  Asiat.  1843,  II,  50  nr.  157)  und 
in  Konstantinopel  1260  =  1844  (das.  1846,  II,  261);  vgl.  aucb  das.  1869, 
II,    75    und    1873,  I,   531. 

Anfang:     Ijöül  jJLjI  xä«.^   v>y  ^tXjv^c  J^  J^^  (^' 

2.  Fol.  41'':  »cjjo».  (jwCÜ.5^,  ein  mystiscbes  J/aÖ7ifl<OT- Gedicht,  dessen 
Verfasser  in  der  Ueberschrift  SähidJ,  von  Hammer,  Osman.  Dichtkunst 
n,  258  Sähidf-dedeh  genannt  wird.  Er  starb  nach  Hammer  a.  a.  O. 
(wo  aufser  dem  vorliegenden  noch  zwei  ähnliche  Gedichte  desselben  Ver- 
fassers, y\y^\  ^*i.JLi^und  <XiÄ»j  ^^AT,  erwähnt  werden)  im  Jahre  95  7,  beg. 
20.  Jan.    155  0. 

Anfang:      acljl  sl.   C>sO  id^».^  jJLÄxix  ad^JJI  *.-*!   xxb   -.^blÄil 

70  beschriebene  Blätter;  20,.s  X  '5  ^''i'-  Kräftiges,  deutliches  Naslai- 
hq  mit  1 7  gespaltenen  Zeilen  auf  der  8eite.  Die  Abschrift  des  Diwans 
wurde  vollendet  am  6.  Jü  '1  M<){jali  1112  =  14.  Mai  170  1.  Die  beiden 
ersten  Blätter  sind  ergänzt. 

353.  [Petermann  H,  448.] 
1.  f^in  Gedicht  über  die  körperlichen  Eigenschaften,  die  äufserliche 
Erscheinung  des  Propheten,  ^^  ^^^  o(l<?i'  '-ä^v^  **^>  und  zwar  ist  es 
dasselbe  Gedicht  des  Xäqänl  (f  10  15,  beg.  9.  Mai,  1606),  welches  auch  in 
den  Handschriften  Nr.  417,  4l8,i  und  418*,2  enthalten  ist;  man  s.  dort. 
Von  der  vorliegenden  Abscln-ift  ist  der  Anfang  verloren  gegangen  und  nur 
scheinbar  ei'gänzt;  denn  statt  der  wirklich  fehlenden  33  Bau  hat  ein 
Fälscher  auf  ein  vorgeheftetes,  sonst  leeres  Blatt  vier  Bait  geschrieben,  als 
ob  dieselben  den  abhanden  gekommenen  Anfang  des  Gedichtes  enthielten, 
während  sie  in  der  That  mit  dem  Gedichte  des  Xüqäni  gar  nichts  zu  thun 
haben.      Der  erste,  von   dem  Gedichte  wirklich  vorhandene  Vers  lautet: 

(Gotha  Nr.   6  fol.    144''  Z.   4),  der  Anfang  der  Fälschung: 

Eine  kurze  Recapitulation  der  Körpereigenschaften  des  Propheten  ist  —  in 
Prosa  und  zum  Theil  in  einen  Kreis  eingeschrieben  —  dem  Ende  des 
Gedichtes  beigegeben. 

')  sie!  1.   JtXa.. 


Türkische  Handschriften  a54.  Poesie. 

2.  Fol.  29'^:  v-A*Ä>o.  )^-'.  )^"%-'>  Ä-^J..^,  eine  als  Fortsetzung  zu  dem 
eben  besprochenen  Gedichte  des  Xäqäm  (s.  Fol.  30",  Anfeng)  von  ö-aurt 
(t  1065,  beg.  11.  Novbr.  1654;  s.  Hammer,  Osmanische  Dichtkunst 
III,  417)  im  Jahre  1050  (s.  den  Endvers)  verfafste  Pei'sonalbeschreibung 
der  vier  „Freunde  des  Propheten",  d.  h.  des  Ahü  Bakr,  iUmar,  iU9män 
und  ?J/7.  Dasselbe  Gedicht,  welches  Hammer  a.  a.  O.  nicht  erwähnt,  ist 
auch  hl  den  Wiener  Handschriften  Nr.  1230,2  (II,  390)  und  1881,3  (HI, 
307)  bei  Flügel  und  in  den  hiesigen  Handschriften  Nr.  418,3  und  418*,3 
enthalten. 

Anfang :      JL+s.   ^^:^   Ihc-  (^tXJLs  kk^S  JL+T  xa»^  jj  x^  «•4JUI   >i:*Äx 

Nr.  1  und  2  von  gleicher,  deutlicher  iVi^s/Z-Hand  (der  des  Mulla  IbräJiim) 
mit  13  gespaltenen  Zeilen  auf  der  vollen  Seite  geschrieben;  Seiten  und 
Spalten  mit  rothen  Linien  umzogen.  Abschrift  von  Nr.  2  im  Safar  1218 
(beg.   23.  Mai   1803)  vollendet. 

3.  Fol.   36"*:  einige  man  tische  Diagramme. 

4.  Fol.  SG*":  ('  -jLäT  läSJLijOC*«.'*'»  ein  in  ii/a^Jiawz- Versen  des  Mafses 
Haza^  abgefafstes  Lehrbuch  des  Mysticismus,  ol^ai',  von  BöSäM  (f  1209', 
beg.  29.  Juli  1794;  Hammer,  Dichtkunst  IV,  368).  Dasselbe  Gedicht 
ist  in  der  Leidener  Handschrift  Nr.  7l5,i  (II,  129)  und  in  der  Wiener 
Nr.  74  6  (I,  695)  enthalten.  Flügel  hat  den  Titel  des  Gedichtes  nicht 
entdeckt,  und  von  Hammer  wird  es  a.  a.  O.  unter  dem  —  wohl  nach 
dem  Inhalte  willkürlich  gemachten   — -   Titel  Ä/>boJ.Aflj  näher  beschrieben. 

Anfang:     i^'U»L.^  u°7^  ^.  i*^'  "^  y^  «yU^Uxi  j»J«.jI^  ^xi'  ^  ^^^Jl 

5  7  beschriebene  Blätter;  21  X  15  cm.  Nr.  3  mit  deutlichem,  aber 
nicht  elegantem  Nastalliq,  die  volle  Seite  zu  23  gespaltenen  Zeilen,  ge- 
schrieben. Auf  den  sechs  letzten  Seiten  wird  der  Text  am  Rande  fort- 
gesetzt.    Auf  Fol.    r  steht:  t^  ^s^)y^  H^'"*^5  c^LiiC:^  ».k^^^  *^^  1^- 

354.    [Diez  A.  8».   180.] 
J.    Das  bekannte    arabische  Gedicht   si>j-JI    (s.   Gotha  Nr.   2275  f.),    mit 
türkischer   Paraphrase.      Der    erste    Halbvers    des    Originales    wird    türkisch 
so  umscli rieben: 


1)  Fol.  SO*"  Z.  3: 

Türkische  iUndscliriften.  4Ü 


S54         Türkische  Handschriften  354.  Poesie. 

Die  Paraphrase  ist  also  verschieden  von  der  in  der  Ralfs'schen  Ausgabe 
enthaltenen. 

2.  S.  70":  eines  der  arabischen  Gedichte,  welche  unter  dem  Titel 
Sa.jÄAji  verbreitet  sind,  und  zwar  dasjenige,  welches  gewöhnlich  dem  Tau- 
zarl  (s.  Gotha  III,  S.  164,  Ende),  hier  aber  dem  FazCdi  (s.  Gotha  Kr.  2242) 
zugeschrieben  wird,  über  welchen  eine  kurze  biographische  Notiz  voraus- 
geschickt ist.  Dem  arabischen  Texte  ist  eine  türkische  Paraphrase  bei- 
gefügt. 

Anfang :  ««M'-i'  *äU-J  ^ Ji  Jö  ^>ääj"  (sie)  sXa\\  ^^ö^XmA 

3.  Fol.  80'':  Das  arabische  Lehrgedicht,  welches  nach  seinen  Anfangs- 
worten gewöhnlich  tX^aJI  J«-äj,  nach  dem  ersten  Verse  aber  auch  JLoüil  ^Jo 
genannt  wird  (s.  Gotha  Nr.   667 f.),  mit  türkischer  Paraphrase. 

Anfang:  JLoifi  (^  tXj  ^  cUäJI  Jyü 

JJ\._Jb     *_Iä_».j     tX..A_=.kJcJ 
j_^Lo!  ^tXjol  »,r  s^Ä.1  ^^jLä5'        J(j    (^  (5'^'^5'  ij-^-^'  tj-Ji^— ''  (^-'r--* 

4.  Fol.  9 7*':  eine  anonyme  arabische  Kaside  lehrhaften  Inhalts,  nebst 
türkischer  Uebersetzung.     Anfang: 

Es  ist  die  Kaside  des  ^15«  '/  fatll  iäIt  ihn  Miülmmnad  al  Bustl  (f  4ÜI, 
beg.  15.  Aug.  1(110),  welche  den  Titel  ^XA.\  ^I^ä*.  trägt.  S.  Gotha  Nr. 
2236  (IV,  25  1),  wo  aus  Versehen  sowohl  die  Angabe  des  Titels,  als  auch 
das  Citat  ,, Kopenhagen  Nv.  24  2,:"  weggelassen  ist.  Auch  findet  sich  eine 
Handschrift  der  Kaside  in   der  India  (3ffice  Liln-ary,  Loth  Nr.    1038,  vin. 

5.  Fol.  IIO**:  eine  türkische  Erklärung  des  von  MuJiammad  über- 
lieferten Ausspruches:  juv  ^»^  JJü  iu>Ju  o^ä  i^xi .     Anfang  der  türkischen 

')  sie!   1.   ys>\  (Meiningeu). 
^)  sit!   1.   cjo   (MeiningoD). 
*j  sie!  1.   jc^ijl  (Meiningen). 


Türkische  Handschritten  355.  Poesie.  355 

Erklärung:  siw**    ij'^j'   )y^'^'°    ^'^)^j''   ^:?*^^    '^yH^^-'    ^5^5'^^'   ^^^   ^^^»-^ 

57  fortlaufend  (bis  112j  paginierte  Blätter,  von  welchen  S.  68  und  69, 
78  und  79  (d.  Ii.  zwei  ganze  Blattei")  und  aul'serdem  noch  mehrere  ein- 
zelne Seiten  leer  gelassen  sind;  danach  noch  viele  leere  Blätter.  Von 
Diez  mit  zitternder  und  deshalb  bisweilen  schwer  zu  lesender  Hand  aus 
dem  „Buch  Nr.  3"  der  „Herzoglich  Meiniugen'schen  Bibliothek"  abge- 
schrieben'); 20,5  X  13,5  cm.  Kleines  iVas;^?,  das  Arabische  vocalisiert;  auf 
der  Seite  15  Zeilen.  ■ —  Nr.  4  ist  datiert  von  Temesvar  y\y.ü^  ^\y.sP  ^ 
Freitag  den  20.  Rabil  I  lÜU  (=:  7.')  Sept.  1602),  vr**^'  »>^  '^^^'■>  natüi'- 
lich  ist  dieses  Datum   von   Diez  aus  seiner  Vorlage  herübergenommen. 

355.  [Diez  A.  8».  86.] 
Diese  stai-k  verbundene  Handschrift  enthält  folgende  Stücke : 
1.  Fol.  1—8,  46,  47,  9—16,  48,  eine  Sammlung  theils  türkischer, 
theils  persischer  Gedichte  —  meist  Kasiden ,  docli  auch  ^a«cZ- Gedichte 
und  Ghazelen  —  eines  Dichters  Äsafl  (Fol.  2**,  Z.  9),  religiös  -  mystischen 
Inhalts.  Die  ganze  Sammlung  ist  in  sieben,  LvO  genannte  Abschnitte  ein- 
getheilt,  weshalb  derselben  in  der  persisch  geschriebenen  Vorrede  der  Titel 
Lj>o>  o*-i»  (Fol.  2''  Z.  2)  gegeben  wird,  für  welchen  m  einem  der  tüi'kischen 
Gedichte  (Fol.  46''  Z.  1)  L.j>o  ^äJ-j  substituiert  ist.  Das  erste  „Meer" 
(Fol.  3*)  handelt  jUj  ^^nL  (Xf^^i  g~JS  NiXil ,  das  zweite  (Fol.  4*')  und  das 
dritte  (Fol.  ö*")  tUi.y>  ;«XjI,  das  sechste  (Fol.  10")  iä^^  ^JOl  und  das 
siebente  (Fol.  14*)  t>^  sjui  Jvlj  ^  -xycLi-o  Oji>>  yj  sS^  s^iS  "ki}  ^j|  wy^^Ä»  .^ 
o-Ä^(  (3^'  o-äX^  OjxI  ijI  lAÄitf  fjji'  o^  >^j^  \iXj\ .  Die  Anfänge  von 
Daryä  4  und  5  sind  nicht  bezeichnet;  doch  scheint  die  Handschrift  voll- 
ständig zu  sein.  —  Was  den  Verfasser  betrifft,  so  kann  ich  nicht  mit  Be- 
.stimmtheit  sagen,  ob  derselbe  der  von  Hammer,  Osman.  Dichtkunst  H,  381 
erwähnte  Äsaß  oder  der  gleichnamige,  im  Jahre  923   (beg.   24.  Jan.    15  17) 


')  Diese  Hanilschrilt,  deren  MittheiluBg  ich  der  (nite  des  Herrn  Professord  und  Biblio- 
thekars Dr.  E.  Koch  in  Meiningen  verdanke,  trägt  jetzt  die  Hezeichnung  „Manuseript  120". 
Den  einzelnen  in  derselben  enthaltenen  Abschnitten  sind  von  Diez  Inhaltsangaben  beige- 
schrieben. —  Eine  andere,  von  G.  W.  Lorsbach  angefertigte  Abschrift  desselben  Codex 
besitzt  das   Asiat.   Museum  zu  St.   Petersburg;  s.  Dorn   S.   336. 

^)   so   nach  Wüstonfeld's   Tafeln;   das   war  aber  kein   Freitag    y«|-^ 

45* 


356         Türkische  Handschiiften  355.  Poesie. 

verstorbene,  als  persischer  Ghazelendichter  berühmte  Freund  des  Mir  iAli 
Ser  (s.  zur  persischen  Handschrift  Nr.  910)  ist.  Das  letztere  ist  indessen 
nicht  wahrscheinlich,  da  der  türkische  Dialekt,  dessen  er  sicli  bedient,  der 
osmanische,  nicht  der  dschaghataische  ist. 

Anfang:   tJ^  Lj  (sie)  jJJL  aJJl  b'f  (vIäj   tc**^   'v^  (')  *^  ^)'^  *'^'    <^)^^ 

2.  Der  übrige  Theil  der  Handschrift,  Fol.  17  —  45,  enthält  eine  am 
Anfang  iinvollständige  Abschrift  des  mystischen  Gedichtes  xjI^jj^  ^♦-•i 
,,  Kerze  und  Schmetterling",  von  Lämilt  (f  938,  beg.  15.  Aug.  1531: 
Hammer,  Dichtkunst  II,  20),  von  welchem  Hammer  a.  a.  O.  S.  102f. 
eine  ausführliche  Analyse  mittheilt.  Der  erste  vollständig  vorhandene  Ab- 
schnitt trägt  die  Ueberschrift  ^UaJLw  *  »U-so».-*-;»-«^  xJJl  JkJs  cj>.»äÄ  —d^ 
»Li  »aJLj  ^  ^jUaXw  (Fol.  17''),  oder  wenn,  wie  mir  scheint'),  Fol.  45  vor 
Fol.  17  gehört,  vK  ^  ^*'^  *^S^  J^'  (5*^'  ';l^j'  '^r^^'j  '^y'^  (J..*ai.Lc  (Fol. 
45').  Vom  Ende  von  Fol.  44"  wird  der  Text,  von  unten  nach  oben  ge- 
schrieben, auf  dem  Rande  dieses  und  der  nach  rückwärts  folgenden  Blätter 
bis  Fol.  17*",  wo  das  Gedicht  endet,  fortgesetzt.  Das  Ta'ri%,  welches  die 
Vollendung  des  Gedichtes  in  das  Jahr  9  29  (beg.  20.  Nov.  15  22)  setzt 
(adJI  wiÄÄj  ^yKAyt^\  j^yÄi),  steht  auf  dem  Rande  von  Fol.  18''  Z.  10.  Die 
Abschrift  ist  am  Ende  datiert  vom  6.  Eajab  985  =  19.  Sept.  1577.  — 
Handschriften  dieses  Gedichtes  linden  sich  in  Wien  Nr.  670  (I,  630  des 
Flügel' sehen  Kataloges)  und  in  St.   Petersburg  (Asiat.  Museum  S.   207). 

Anfang  des   Vorhandenen  (Fol.    17): 

oder,  wenn  Fol.  45  vor  Fol.    17  gehört: 

\t\j>  xj  yio  x*«,äJ.I    «äx)  w-IjI  J>\   (sie)   5tXÄ*Ä*gw«j   J;   J^l   *t>.Jj 

3.  auf  den  Rändern  von  Nr.  1  Gedichte  erst  persisch,  dann  türkisch 
—  ein  Tar^il-hand,  dann  Ruhäil,  Räthsel,  Ghazelen  —  eines  Dichters  Xa- 
llll,  wahrscheinlich  desjenigen,  welchen  Hammer  Dichtkunst  I,  225  be- 
spricht. Dieser  Name  des  Dichters  ergiebt  sich  aus  den  End-^a?'*  der 
Ghazelen,  und  dafs  die  Gedichte,  die  persischen  sowohl,  als  die  türkischen, 
einem  und  demselben  Dichter  angehören,  darf  doch  wohl  aus  dem  ununter- 
brochen übergeschriebenen  si^  geschlossen  werden. 


*)  Custoden  sind  nicht  vorhanden. 


Türkische  Handschriften  356.  Poesie.         357 

Anlang:     *jUj  ftXi^  xäj'  1-«         (vjLj-aS' vcijlj»  y-^^  Lo 

60  bescliiiebene  Blätter;  19,5  X  i  2,.'i  cm.  Gutes  Nastaillq  mit  16  (ge- 
spaltenen) Zeilen  auf  der  Seite;  in  dem  Gedichte  von  Lämüi  stehen  auf 
den  Rändern  je    13   Bait. 

356.     [Diez  A.   8°.   66.] 
Eine  Handschrift,  in  welche  von  verschiedenen  Händen  Gedichte  ver- 
schiedener Verfasser  zusammengeschrieben  sind;  nämlich: 

1.  ein  Dlioän  des  Bäql  (s.  Nr.  414);  sehr  defect,  indem  erst  infolge 
einer  Lücke  zwisclien  Fol.  9  und  10  das  Ende  der  Kasideu  und  die  Gha- 
zelen  bis  in  das  ^  fehlen,  und  daini  die  Ghazelen  (Fol.  19'')  im  s  (mit 
dem  Verse  IS  o^^v^J  ^jK_a_j,  218,i  der  Lithographie  von  Konstantinopel 
1276)  abbrechen. 

Anfang : 

2.  Fol.  20*:  das  Ende  eines  und  der  Anfang  eines  anderen  Band- 
Gedichtes;  ohne  Angabe  eines  Verfassers.  Das  zweite  beginnt  mit  dem 
Misrar.  yjs  d:^l  Leb  ^v  ÜJI  (i$\L 

3.  Fol.  21'':  Kasiden,  zumeist,  wenn  nicht  alle  von  ^?sä/f  *),  vermuth- 
lich  demjenigen,  welcher  als  der  zweite  des  Namens  von  Hammer,  Osman. 
Dichtkunst  IH,  5  09  besprochen  wird.  Er  starb  im  Jahre  1087,  beg. 
16.  März  1676.  An  die  Kasiden  schliefsen  sich  einige  .ßaJZcZ-Gedichte  an. 
Am  Anfang  und  am  Ende  defect. 

4.  Fol.  34^  Ghazelen  verschiedener  Verfasser:  Bäql  Fol.  34''^  35\ 
38\  39**,  40'"';  BiMl  Fol.  35";  iAzml  Fol.  35^;  Äfyünl  Fol.  35*';  Na^ätl 
Fol.  36*\  38'';  Fiyfml  Fol.  37"  (ein  o^l^),  39";  lübaidi  Fol.  37='  (ein 
^J^;iö'),  39";  BahiM  (Hs.  ^^st!)  Fol.  37";  Amri  Fol.  38",  39",  4  4^  Yaliyä 
Fol.  39^  45^;  Qädiri  Fol.  40^^;  Bamzi  Fol.  40^;  Xanäh  Fol.  40";  Sädiqi 
Fol.  40";  äusain  Fol.  41^;  Sozi  Fol.  4^;  Faqin  Fol.  41";  Raäml'^)  Fol. 
4l''ö".;  Rawänl  Fol.  43";  Mäq  Fol.  43",  48*;  Säfl  Fol.  43";  Nizäml 
Fol.  44^*;  Lämill  Fol.  44*;  Gamäll  Fol.  44"  (ein  -^.p);  San  Fol.  44"; 
Dmi  Fol.   44";  Midah  Fol.   44";  iAkdl  Fol.   45";  Badrl  Fol.   45\ 


*)  Die  Handschrift  schreibt  meist    J,l  -n-^    statt  JLoä.  . 
*)  in  der  üeberschrift    steht  ^j tX*Ä. . 


358         Türkische  Handschriften  357.  Poesie. 

5.  Fol.  45"':  ein  poetischer  Briefwechsel  zwischen  ,jb«-i>  »Li,  dem  Kö- 
nige der  Schönen,  und  ^b^_ia.,  den  Schönen  selbst.  Von  ungenanntem 
Verfasser. 

Anfang:  i^^^  "'-^  *■*'-' 

6.  Fol.  4  7*':  Nachahmung-  eines  MaÜal-Bait  des  Bäqi,  von  zwölf  ver- 
schiedenen Dichtern.  Ueberschrift  (sie):  ^cL*^  yJ^äj  ^tUil  j-sL?  •  Säinmt- 
liche  Misräl  reimen  auf  (ji>)l—  ■ 

7.  Fol.  48'':  eine  Erzählung  ooK=.,  und  zuletzt  (auf  Fol.  4  9")  noch 
ein   Ghazel  von  Älä. 

4  9  beschriebene  Blätter  mit  Originalfoliiei'ung ;  1 9,s  X  ^  ^  ^™ ;  von 
verschiedenen  Händen  zweispaltig  geschrieben ;  auf  der  Seite  stehen  ge- 
wöhnlich   16  Zeilen. 

357.     [Petermann  11,    172.] 

1.  Der  Dltoän  des  Nadl7)i,  welcher  unter  ARmad  III  (reg.  1115  —  43 
—  1703-30)  lebte  (Hammer,  Osman.  Dichtkunst  IV,  310  nr.  MMXLVII) 
und  nach  Gibb,  Ottoman  Poems  p.  213  um  1140  =  1727  starb.  Sein 
Dnoän,  welcher  Kasiden,  Ghazelen  und  kleinere  Gedichte  enthält,  ist  in 
BüIckj  1255  gedruckt  worden  (Journ.  Asiat.  1843,  II,  53  nr.  177)  und 
handschriftlich  in  München  Nr.  170  und  Wien  Nr.  716  (I,  667)')  vor- 
handen; Auszüge  aus  demselben  s.  in  Muchlinski's  Chrestomathie  II, 
134-147. 

Anfang: 

Stark  nach  links  geneigtes  Nasyl  mit  15,  meist  gespaltenen  Zeilen  auf  der 
vollen  Seite;  Abschrift  von  einem  gewissen  Mulla  Alvmad  vollendet  am 
7.  Ramadan   1175   =   1.  April    1762. 

2.  Fol.  69':  Kasiden  von  Nafil,  welcher  zur  Strafe  für  seine  rohen 
und  unfläthigen  Satiren  im  .Jahre  1045  :=:  1635  hingerichtet  wurde; 
s.  Hammer,  Dichtkunst  III,  234,  Gibb  p.  208,  Schlechta  in  Sitz.-Berichte 
der    Wiener   Akademie,    hist.-philol.    Classe,    XIV  S.   85.     Der   Diwan   des 


>)  nach  Flügel  in  Wien.  Jahrbb.   Bd.   C   Anz.-Blatt  8.    14   Nr.   336    und   337   müfsten 
in  Wien  sogar  zwei   Handschriften   vorhanden  sein. 


Türkische  Handschriften  358.  Poesie.         359 

Nafii  ist  in  Büläq  (Journ.  Asiat.  1843,  II,  60  Nr.  238)  und  in  Konstau- 
tinopel  (o.  J.,  ZDMG.  VIII,  846,  8,  und  1269,  Schlechta  a.  a.  0.)  er- 
schienen; zwei  Handschriften  finden  sich  im  Brit.  Museum,  Rieu  S.  19  2'' 
und  242^.  —  Im  Anfange  sind  Ueberschriften,  welche  den  Zweck  der  Ka- 
siden  angeben,  vorhanden,  später  fehlen  dieselben. 

Anfang:  LiL   -^^-<äj  ,cJii»   ,4>      jräj  stXjyAj 

Gutes  Nastaihq;  jede  Seite  ist  in  drei  Spalten  getheilt,  deren  jede 
zehn  in  schiefer  Richtung  geschi-iebene  Zeilen  (fünf  Bait)  enthält.  Ab- 
schrift datiert  vom   3,  Safnr   1155   =  9.  April    174  2. 

165   beschriebene  Blätter  von   21  X  15   cm. 


2)  Einzelne  Werke. ') 

358.  [Diez  A.  4«.  138.] 
Ein  Gedicht  in  tatarischem  Dialekt,  welches  die  Geschichte  des  Yüsuf 
enthält.  Das  Gedicht  besteht  aus  lauter  Tetrastichen  freien  Metrums,  in 
welchen  stets  die  drei  ersten  Zeilen  einen  Reim  unter  sicli  haben,  während 
die  vierte  durch  das  ganze  Gedicht  hindurch  auf  ^^tX+jl  endigt;  wir  haben 
also  dasselbe  Gedicht  vor  uns,  welches  auch  in  der  Dresdener  Handschrift 
Nr.  4 1 9  enthalten  ist.  Im  letzten  Abschnitte  der  Dresdener  Handschrift 
nennt  sich  der  Verfasser  iAh  und  giebt  an,  dafs  er  sein  Gedicht  im  Jahre 
630  (beg.  12.  Oct.  1232)  vollendet  habe;  die  erstere  Angabe  fehlt  in  der 
vorliegenden  Handschrift  ganz,  die  letztei-e  ist  nur  corrumpiert  vorhanden ''). 


')  In  diesem  Abschnitte  sind  die  Dichterwerke  soweit  wie  möglich  chronologisch  ge- 
ordnet, und  die  in  anderen  Handschriften  iler  hiesigen  Sammlung,  aufser  in  den  poetischen 
Sammlungen  Nr.  297  —  357,  zerstreut  vorkommenden  Gedichte  siml  zumeist  an  den  ihnen 
zukommenden  Stellen  mit  kleinem  Druck  eingefügt  Um  ;;enau  zu  wissen,  wo  überall  Ge- 
dichte eines  bestimmten  Dichters  in  den  hiesigen  Handschriften  zu  finden  sind,  mufs  man 
das  Register  III  zu  Rathe  ziehen. 

*)  Dresden: 

Berlin:     ^tXfjf   (^'^Sj*^   (VV^^  T^   oJ-ouö  yj  ItXJV^i^    w    ^-Xll    ^ß,ysis[2 

Die  Liberalität    der  Verwaltung  der  Königl.  Bibliothek  zu  Dresden    hat    es    mir    möglich  ge- 
macht, die  dortige  Handschrift  zu  vergleichen. 


S60  Türkische  Handschriften  359.  Poesie. 

Das  Verhältnifs  des   vorliegenden  Gedichtes  zu  dem  in  der  Gotliaer  Hand- 
schrift Nr.    19,1   enthaltenen  ist  noch  näher  zu  untersuchen');  dafs  ein  Zu- 
sammenhang zwischen  beiden  besteht,  ist  unzweifelhaft. 
Anfang:     SiX»^  J.|  J\y\  ^^j  i^Xx  \ny^\  J.l  ijJ-!^mj  yS^  (Js*ä.I 

Das  besprochene  Gedicht  umfafst  79  Blätter  von  20, &  X  l^:'  cm  n'"! 
ist  mit  schlechtem,  1 6  zeiligem  Nastadlq  zweispaltig  geschrieben ;  als  Schreiber 
nennt  sich  Maqsüd  ihn  Ramadan-^  auf  Fol.  l"*  und  2"  rohe  Verzierungen. 
Ein  paar  vorgeheftete  Blätter  enthalten  den  Anfang  einer  Anekdote  von 
Nasr  al-dln  V^voä^ah  (vgl.  Nr.  4  6 1  f.),  dann ,  sehr  grofs  geschrieben ,  ein 
arabisches  Gebet  und  ein  paar  persische  Vei'se;  auf  fol.  r.  des  letzten 
Blattes  stehen  türkische  Verse. 

859.     [Diez  A.  Fol.  23.] 

Das  berühmte  mystische  Gedicht  des  ältesten  osmanischen  Dichters  iÄHq 
Fa&a  (t  733,  beg.  22.  Sept.  1322;  s.  /j/aß/^-Chabert  S.  39,  Hammer, 
Dichtkunst  I,  5  4),  welches  gewöhnlich  Lib  ij..i.Lft  ^ji^iJ,  von  dem  Ver- 
fasser selbst  aber  in  der  üeberschrift  der  zehnten  Erzählung  des  zehnten 
Capitels  (Fol.  283'')  iwb^jji  genannt  wird.  Man  sehe  über  das  Werk, 
welches  in  zehn  Bäh  zu  je  zehn  Dästän  zerfallt,  Hammer  a.  a.  O.  und 
Flügel  zur  Wiener  Handschrift  Nr.  650.  Auch  in  Gotha  ist  eine  Hand- 
schrift dieses  Werkes  vorhanden  (Nr.  206),  und  zu  dieser  werden  im  Ka- 
taloge andere  Exemplare  aufgezählt,  deren  ich  nur  noch  eines,  Ambrosiana 
Nr.    174,  hinzufügen  kann. 

Die  vorliegende  Handschiüft  ist  am  Anfange  defect;  es  fehlen  ihr  die 
Einleitung,  die  zwei  ersten  Bäh  und  der  Anfang  des  dritten:  sie  beginnt 
mit  dem  Verse 

Fol.    36''   Z.    11    in    der    Gothaer   Handschrift.      Dann    beginnen:    Cap.  IV 
Fol.   23^   V   47",   VI   73',   VH    10  7=',  VHI    142^  IX    190"  und  X   238". 


')  Dies  ist  vor  iiurzem  durch  Herrn  Professor  M.  Th.  Houtsrnain  Leiden  geschehen; 
das  Resultat  seiner  Untersuchung  ist  mir  nicht  bekannt. 

^)  So  steht  der  Vers,  nach  einer  gütigen  Mittheilung  des  Herrn  Prof.  Dr.  Stern,  in 
der  Berliner  Handschrift ;  in  der  (lothaer  lautet  er  so : 


Türkische  Handschriften  3R0.  Poesie.         361 

289  beschriebene  Blätter;  25  X  16  cm.  Schönes,  altes,  vollständig 
vocalisiertes  NasyJ.  mit  17  gespaltenen  Zeilen  auf  der  Seite;  die  üeber- 
schriften  der  Abschnitte  rotli  geschrieben.  Abschrift  von  iAJl  ihn  Amir 
liCißfi  Um  j^Lji_*>*_j  ')  vollendet  an  einem  Sonntage,  l  1.  Haihän  840  = 
18.   Febr.    14  37. 

360.     Piez  A.    8".    61.] 

Eine  ganz  unvollständige,  sowohl  am  Anfang  nnd  am  Ende,  als  viel- 
fach auch  in  der  Mitte  defecte,  und  aufserdem  stark  verbundene  Handschrift 
eines  astrologischen  Gedichtes  über  die  zwölf  Monate  des  syi'ischen  sowohl 
als  des  arabischen  Kalenders.  Wie  eine  nähere  Ansicht  lehrt,  ist  es  das 
x>w«»*.^  oder  auch  s^Xja  genannte  Gedicht  des  SuJll  al-dln,  welcher  nach 
Hammer,  Osman.  Dichtkunst  I,  73  unter  Bäyazid  I  (reg.  791—804  = 
138  9—1402)  lebte.  Ueber  sein  vorliegendes  Gedicht  vgl.  man  Hammer 
a.  a.  O.  und  Fleischer  zur  Leipziger  Handschrift  Nr.  CCLXII,  über 
andere  Handschriften  Gotha  Nr.  203,  wozu  ich  jetzt  noch  fügen  kann: 
Wien  Nr.  14  25  (11,  49  1)  und  RayU)  PaSa  Nr.  1210;  vgl  auch  ßrit.  Mu- 
seum (Rieu)  S.    193. 

Es  ist  schwer,  sich  in  der  vorliegenden  Handschrift  zurechtzufinden, 
da  alle  Ueberschriften ,  welche  roth  eingeschrieben  werden  sollten,  fehlen, 
und  der  Inhalt  nur  selten  am  Rande  mit  schwarzer  üinte  kurz  angemerkt 
ist.      Wie  die  Handschrift  vorliesrt,  beg-innt  dieselbe  mit  dem   Verse: 

(Cod.  Goth.  20  3  Fol.  15*"  Z.  4);  doch  gehören  eigentlich  vor  das  jetzt 
erste  Blatt  die  drei  Blätter,  welche  als  die  letzten  eingebvmden  sind,  und 
diese  beginnen  (Fol.   9  7"): 

pyjil,!  J5I  j^  ^  ^yCj   1^1         ^^J^  o^Ui-  (sie)  ^^^^  ^\  ^^1 
(Gotha  203  Fol.  13*'  Z.  2).      Das  letzte,  diesen  drei  Blättern,  welche  eigent- 
lich an    den  Anfang   gehören,    vorhergehende  Blatt  (Fol.   9  6)    schliefst   mit 
dem   Verse : 

^';'  U>^  '^7^  l*^-*^  *^'^  lA^'  ;^'         ^j'  ^y^  ))^j  ^;'  LS^'  o^' 
(Gotha   203   Fol.   84*'  Z.   4   v.   u.) 

99   beschriebene  Blätter;    20  X  13,5  cm.      Gutes,    vocalisiei'tes  Diwänl 


*)  d.  i.  |xLJwj  =  tjL^^>j  =  ijL^I    «ji?     Vgl.   Kasem-Beg,  (irammatik  §   43. 

Türkische  HsndBchrifiea.  46 


362  Türkische  Handsohritten  361.  362.  Poesie. 

mit    15   gespaltenen  Zeilen    auf   der  vollen  Seite;    Seiten    und  Spalten    (mit 
Ausnahme   von   Fol.    ß'i"'— 65^)   rotli  umzogen. 

361.  [Sprenger  165  4.] 
Dasselbe  Werk.  Die  Handschrift  ist  Ins  auf  ein  Blatt  (das  vorletzte, 
welches  fehlt)  vollständig,  aber  sehr  stark  verbunden.  Die  richtige  Reihen- 
folge der  Blätter  ist,  wie  eine  Vergleichung  mit  der  Gothaer  Handschrift 
Nr.  203  lehrt,  die  folgende:  1-34,  118,  119,  5  1-117,  120-151,  35-50, 
152—167,  172,  173,  168—171,  174.  Die  Blätter  120  und  127  sind  er- 
gänzt und  zwar  so  ungeschickt,  dafs  je  einige  Verse  am  Ende  dieser  und 
am  Anfange  der  nächsten  Blätter  (121  und  128)  doppelt  vorhanden  sind. 
Auf  Fol.  126''  ist  auch  der  Rand  beschrieben. 
Anfang:     Jvt  ^  ^>-~   tXjl  La^ä^I!  (J.JLä.  Jw  jj  («.jcVj  ftXJjttXi-  ^c' 

174  beschriebene  Blätter;  26,6  X  l'^,*  cm.  Scliwer  zu  lesendes  Diwänr 
mit  einzelnen  Vocalen ;  auf  der  Seite  stehen  15  gespaltene  Zeilen;  Seiten 
und  Spalten  sind  mit  rothen  Ijinien  umzogen.  Auf  der  letzten  Seite  be- 
findet sich  ein  Kreis,  welcher  die  abendländischen  und  die  syrischen  Mo- 
nate aufzählt  und  angiebt,  wie  lange  in  ihnen  die  Tage  inid  die  Nächte 
.sind;  darüber  steht  (sie):  \yj,  -,^\  -j  »lXJ-j  v;i>^^  i'^^J^  o^^äJ'  )jJ  ^j'  J-*J  -f 
V  J.l  ^t  ^J^\ .  —  Die  Handschrift  hat  besonders  im  Anfange  durch  ein- 
gedrungene Feuclitigkeit  stark  gelitten.  • 

862.  [Orient.  Fol.  149.] 
Dasselbe  Werk,  vollständig.  Anfang  wie  in  der  vorigen  Handschrift. 
Auf  Fol.  l"  steht  l)  ein  Verzeichnifs  der  Hauptabschnitte  des  Buches,  mit 
Blattweiser,  und  2)  eine  Anweisung  nach  HalimJ,  um  den  Neumond  HyS. 
zu  finden,  überschrieben :  ^«^♦^v'*^'  o')'  ^y^  r^  )'  «iajLö  ^Lo  ^iX>\ ,  und  be- 
ginnend:    >0    StXÄjLkJ     &kjLöj     StXtU'    ^^Äjf    vi^itX)     Syt    ^^**J  • 

5  1  beschriebene,  mit  Originalfoliierung  versehene  Blätter  von  28,5  X 
18  cm.  Gutes,  türkisches  Nastailiq  mit  27  vierspaltigen  Zeilen  auf  der 
Seite;  Seiten  und  Spalten  mit  rothen  Linien  umzogen.  Abschrift  datiert 
vom  Ende  J^  des  Salhän  1067  =  12.  Juni  1657.  —  Auf  dem  letzten, 
sonst  leeren  Blatte  steht:  „ti  Schöning.  Ein  seltenes  Perfisches  Buch: 
Hafis  jadi  divone  Chirinito  benannt".  Derselbe  Unsinn  ist  auf  einem  bei- 
gelegten Zettelchen  wiederholt. 


Türkische  Handsclmftcii  363.  36 1  ■  Poesie.         363 

863.    [Diez  A.   4".   65.] 

^aJI  o.!ye,  ein  Gedicht  über  die  Geburt  des  Propheten,  und  zwar  das 
älteste  in  türkischer  Sprache  verfafste,  von  Sulaimän  Celehi,  einem  Dichter 
aus  der  Zeit  BäyazuVs  I  (reg.  791-804  =  1389-1402).  Man  vgl.  über 
den  Dichter  Lafjfi-Gh'Ah&vi  S.  51  nr.  XII  und  Hammer,  üsman.  Dicht- 
kunst I,  67  nr.  XII;  über  das  Gedicht  Ü.  1.  VI,  270,  13  448  und  be- 
sonders Hammer  a.  a.  O.  S.  68.  Andere  Haudschi-iften  dieses  Maulid 
rinden  sich:  in  München  Nr.  19  1  fol.  18-67,  Nr.  254, i,  Nr.  260  tbl.  89 
-95,  Nr.  26  2  tbl.  5  2' -58,  in  Wien  Nr.  1698,i  und  1699,  Leipzig  Nr. 
3  17,4  und  Upsala  Nr.  221,  im  Brit.  Museum  (Rieu  S.  240''),  und  auch 
in  den  hiesigen  Handschriften  133,?  und  364. 
Anfang:      "^yi    _sc  »tUil   &!♦=►  ^JJ^I  w*=»'j  -^]'   i»-'^'^'    r^«^   ^.^  *J^' 

13  beschriebene  Blätter;  19,6X15  cm.  Gutes,  vocalisiertes  .Mfs;^?  mit 
15  gespaltenen  Zeilen  auf  der  vollen  Seite;  die  Seiten  und  die  Spalten 
roth  umzogen.  Dui'ch  eingedrungenes  Wasser  beschädigt,  besonders  P^ol. 
10*'  und  11";  Fol.  1'  ausgebessert.  —  Auf  Fol.  T  steht  (verkehrt  ge- 
schrieben): „CARMINA  TVRCICA.  Ex  Bibliotheca  J.  C.  Clodii,  hi  Acad. 
Lipf.  Linguae  Ai-abicae  F.  P.  quondam  longe  celebemmi,  sibi  acquißvit 
F.  E.  A.  Heydenreich.  Merfeb:  SS.  Theol.  Cand:  Lipf:  1746.«')  Da- 
selbst steht  auch:  (sie)  &^^  ^^  iJ^^U?  >.5*J*^'  '-a*«^;  «XILoj  jlväLo. 

364.     [Ms.   Orient.   4".   369.] 
Eine  andere  Handschrift  desselben  Alaulid,  am  Anfange  um  ein  Blatt 
defect.     Die  drei  ei'sten   Misräl  der  vorliegenden  Handschrift  fehlen  sowohl 
in  der  vorigen,  als  auch  in  Nr.    133,?;  das  vierte  Misräi  aber: 

bildet  in  der   vorigen  Handschrift   die    erste  Zeile  auf  Fol.   2",    während  es 
in  Nr.    13  3,7  gleichfalls  fehlt. 
Anfang;    ,«*«***  sXiyä.:^   vO   »jO   jj^äaÜI  ^d^JLMTiJaä  w   \^,Xjöys>.    sO  <~'4~^l 

4  2  beschriebene  Blätter;  21  X  l-^)''  C"i-  Gutes,  sehr  deutliches,  voca- 
lisiertes  NasyJ  mit  13  fast  durchweg  gespaltenen  Zeilen  auf  der  Seite.  Die 
ersten  Blätter  —  besonders  das  zweite  —  durch  eingedrungene  Feuchtig- 
keit ein  wenig  beschädigt. 

')   Vgl.   Nr.    149   und   688   des  Kataloges   der  persisclien  Handschriften. 

46» 


364  Türkische  Handschrii'ten  365.   366.  Poesie. 

365.  [Diez  A.  S«.   16.] 

xjcb  (*jLyi>i.,    eiu  erzälileudes,  iu  lladnawi-VeTien  des  Mafses  JJazaj 

^ ^ abgefafstes   Gedicht   von    der    Liebe    der   Xursed   und    des 

FarruyMd,  verfafst  vou  Saiy-oyJ[  (Fol.  1 5",  letzte  Zeile)  oder  Gamäll-zädali, 
und  —  den  meisten  Handscliriften  zni'olge  —  dem  Sultan  Bäyazid  I,  dem 
Sohne  Jluräd's  1  (reg.  791—804  =  13S9— 1402),  zugeeignet.  In  der  vor- 
liegenden Handschrift  erscheint  an  der  Stelle  dieses  Sultans  (Fol.  14*')  ein 
gewisser  Bäyazid  Be/j  ihn  TJryän  Beg.  Andere  Handschiiften  finden  sich 
in  München  Nr.  173,  Upsala  Kr.  190  und  Paris  Nr.  314,  315  und  355; 
nach  der  vorliegenden  berichtet  über  das  Gedicht  Hammer,  Osman. 
Dichtkunst  I,  109. 
Anlaug:  JCioÜLii.  5jajLi.s|  y^^}  -Lo 

jÄjI    üSi-i.jl    JS    ^-^»J-s    ^J— 'U>^  ~!^'     ^''     LT-r.     «-^''     fV*~J    y-=?- 

224  beschriebene  Blätter;  20  X  13  cm.  Nastaihq  mit  15  gespaltenen 
Zeilen  auf  der  Seite;  durchaus  vocalisiert.  Die  Abschrift  ist  dem  Ver- 
fasser gleichzeitig,  denn  sie  wurde  im  Eahli  I  80  7  =  7,  Sept.  —  6.  Oct. 
1404  vollendet.     Vom  ersten  Blatte  ist  die  untere  äufsere  Ecke  abgerissen. 

366.  [Diez   A.   8».   68.] 

^L^,-^l  ^too,  der  Diicän  des  ARmadi  (f  815,  beg.  13.  April  1412; 
s.  H.  '/..  III,  259,  5274,  io/f/f-Chabert  S.  85,  Hammer,  Dichtkunst 
I,  89,  Gibb,  Ottoman  Poems  p.  166).  Die  Sammlung  enthält  Kasiden, 
Bruchstücke,  Bubän  (nebst  einigen  Sudäsi  und  Oumänl),  Mufrad,  Gha- 
zelen  (alphabetisch  nach  den  Reimbuchstaben  geordnet,  auf  Fol.  39*"  be- 
ginnend), zuletzt  nochmals  kurze  Gedichtchen  {Buhäli  u.  dgl.)  und  drei 
Ghazelen  als  Nachtrag.  Das  Ghazel,  welches  Hammer  a.  a.  O.  S.  90 
übersetzt  (Anfang:  sÄ.  ysa  ^bL=»  ^^^)  /r*'  ^'-»'p-'^  i^y^X  steht  hier  auf 
Fol.   77*.     Eine  andere  Handschrift  dieses  Diwans  ist  mir  nicht  bekamit. 

Anfang:     »jOö  |«^^  cj'^^  f^  (.5*^5'  iHs:**-''  vj-'^~"  *^''  i*"*^ 

93  beschriebene  Blätter,  von  welchen  die  drei  letzten  nicht  mehr  zum 
Diwan  gehören,   sondern  allerhand    kleine  Gedichtchen,   auch   einige  Eech- 


')  so  Bchreibt  die  Handschrift  stets  statt  des  gewöbulicheien   Juy^^^Ä^ . 


Türkische  Handschriften  :J67.  368.  Poesie.         365 

uuugen  enthalten;  20  X  12  ciu.  Kleines  DiwOiü  mit  25  gespaltenen  Zeilen 
auf  der  vollen  Seite ;  Seiten  und  Spalten  mit  einer  schwarzen  Linie  um- 
zogen. —  Siegel  sind  abgedrückt  auf  Fol.  l''  (^^L^ic),  Fol.  90''  (wtÄiJl 
.».„wJa.  .vj  ^-1,^1  nebst  einer  nur  theilweise  lesbaren  Umschi'ift)  und  Fol.  92* 
(\i,\'.~^  jj'jyju'  .ii.1  'Lac  «^Lj  ^^'  ^  lo;  vgl.  Reinaud,  Monumens  du  Duc 
de  Blacas  II,   27 o   nr.    115). 

367.  [Ms.  Orient.  4^  152.1 
_fcx«ö  ij'»J«^)  der  Diicän  des  XasunJ  (f  S20,  beg.  IS.  Febr.  1417; 
^.  '/..  111,  31S,  5714  und  Hammer,  Osman.  Dichtkunst  I,  124j.  Derselbe 
enthält  zunächst  einige  Kasideu ,  dann  alphabetisch  nach  den  Reimbuch- 
staben geordnete  Ghazelen,  zuletzt  Vierzeilen.  Der  Anfang  des  Gothaer 
Fragmentes  Nr.  216  fällt  hier  auf  Fol.  5'  Z.  4  v.  u.  Der  vorliegende 
Diwan  ist  im  Jahre  1260  (beg.  22.  Jan.  1844)  in  Konstantinopel  gedruckt 
worden  (s.  Jouni.  Asiat.  1846,  11,  264  nr.  229'');  Handschriften  desselben 
sind  mir  aufser  der  vorliegenden  und  der  bereits  erwähnten  Gothaer  nicht 
bekannt;  ein  Fragment  aber  ist  auch  noch  in  der  hiesigen  Xr.  350,i  ent- 
halten. 

Anfang:      ^t.VJi'  ''^^r^   ,J^  *^£'   sj^  yS'^^  '^y^   -^^^  ^S^.)•^ 

83  beschriebene  Blätter;  20  X  15  cm.  Gutes,  kräftiges,  vocalloses 
Tailiq  mit  15  Zeilen  auf  der  Seite,  welche  mit  Ausnahme  der  F.nd-Bait 
der  einzelnen  Gedichte  gespalten  sind.  —  Am  Ende  noch  ein  persisches 
Ghazel  von  Sai/l  mit  dem  Anfange:  .^i.^— -y=»  ~!S"J^  ^vü-iLi  o-'Uä.  o  Lj«sLe. 
Auf  der  Innenseite  des  Vorderdeckels  steht:  „Ex  Adami  Olearii  Bibliotheca 
orientali  Nr.  S.  Nessimi  poemata  Turcica.  De  Spiritu  S.  habetur  fol.  65. 
91   Foliorum". 

368.  [Diez  A.  i".  7.] 
^wyi^  j**-^?  ein  dem  bekannten  Gedichte  des  Nizäml  nachgeahmtes 
Gedicht  über  die  Liebe  des  Xusrau  und  der  Sinn,  von  Saiyl  nicht  ganz 
vollendet  hinterlassen  und  von  seinem  Neifen  Gamäli-zädah  *)  mit  einem 
Schlufse  versehen  und  herausgegeben.  Saiyl  lebte  unter  den  Sultanen  Mii- 
Kammad  I  (reg.  816—824  =  1413—1421)  und  Äluräd  II  (reg.  824-855 
=   1421  —  1451),    deren    letzterem    er  sein   vorliegendes  Gedicht   zugeeignet 

*)  80  nach  Hammer  and  Gibb;  nach  H.  X.  vielmehr  von  seinem  Bruder  (ramän. 


366         Türkische  Handschriften  369.  Poesie. 

hat.  Man  s.  über  ihn  und  sein  Gedicht  a.  X.  III,  138  (=  ed.  Bülaq 
1,  ^6^),  Laüfl-GliahQvi  S.  219,  Hammer,  Osman.  Reich  I,  398  und 
429,  Osman.  Dichtkunst  I,  107  und  Gibb  S.  5  und  167;  andere  Hand- 
schriften: Gotha  Nr.  199-202,  München  Nr.  176  und  177,  Wien  (Flügel 
1  S.  617  nr.  65  1  und  Krafft  Nr.  211),  Leiden  Nr.  70  4,  Upsala  Nr.  185 
-187,  Paris  Nr.  323 f.,  Ambrosiana  Nr.  175,  ßrit.  Museum  (Rieu  S.  165*'), 
de  Sacy  Nr.  347,  und  wohl  auch  Dresden  Nr.  49. 
Anfang:      ivaLäJI  ^^\  ^j>  xl}\  ^,^y  (^A^^^   tX^-^l  J^l^'l  tX^ai 

187  beschriebene  Blätter;  20X15  t;m.  Flüchtiges  Nastalliq  mit  19 
gespaltenen  Zeilen  auf  der  vollen  Seite;  Seiten  und  Spalten  roth  eingefafst, 
Absclirift  von  MuHammad  Um.  A'iyäb  Äya  (?)  s^äLajo  «Is  3  vollendet  an 
einem  Donnerstage,  24.  8af<ir  1024  =  25.  Febr.  1615.  Auf  der  letzten 
Seite  ist  einmal  ein  Siegel  ganz  undeutlich  abgedrückt  und  zweimal  ein 
andei'es    deutlicher,    in    welchem  ich  jedoch    auch    nur   wj^l    eSJuJL    (3^1  Jl 

tX-'L^  ^j  lesen  kann;    ein    drittes  Siegel   mit    der  Inschrift  »v   eJ'Lia. 

^^    Ji^  ^'^*-    (Reinaud,    Monumens    du  Duc  de   Blacas  II,    15  8)    ist   auf 
Fol.   7  0*  abgedrückt.     Auf  einem    dem  Einbände  aufgeklebten  Zettel  steht: 

(•IT    »Ajj.««/    o<-jlXa.    ic^J'^     05)?"''    i/>:?T^'**'    55"^»^    ^_jLäJ  . 


869.     [Wetzstehi  II,   206.] 

Eine  zweite,   am  Anfang    und  am  Ende  defecte  Handschrift    desselben 

Gedichtes.     Der  erste  vorhandene  Vers  lautet: 

^S)y^y  '^Ij^'^  &JOjlt>  (c-g-^        ^)y^  "^^  7*"*"  x-vv[*»'y''  rs-S^  ') 
Fol.   24"  Z.   9   in   der  Gothaischen  Handschrift  Nr.    199;  der  letzte: 

daselbst  Fol.   221"  Z.   2  v.   u. 

198  beschriebene  Blätter;  17X11  tii'i-  Gewöhnliches,  mit  einzelnen 
Vocalen  versehenes  Nasiailiq  mit  15  gespaltenen  Zeilen  auf  der  Seite.  Am 
Ende  ist  ein  Siegel  abgedrückt,  in  welchem  der  Name  tX^.^'  über  der  Zahl 
in  zweimal  nach  verschiedener  Richtung  verschlung-en  o-eschrieben  ist.  — 
Das  erste  Blatt  ist  mehrfach  verletzt  und  abgerieben;  auf  dem  ersten  der 
vorgehefteten   Blätter  steht  ein  Recept. 

')  ausgerisaen. 


Türki?rlie  Hanclsphriften  370.  371.  Poesie.         8«7 

370.  [Wetzstein  11,  20  7.] 
Nochmals  dasselbe  Gedicht,  gleichfalls  mivollständig.  Nachdem  die 
ganz  dm'cheinander  liegenden  Blätter  geordnet  waren  —  bei  den  fast  durch- 
weg fehlenden  Custodeu  eine  recht  mühsame  Arbeit  —  ergab  sich,  dafs 
die  Handschrift  aus  folgenden  fünf  gröfseren  Fragmenten  besteht:  I.  Fol. 
1-5  =  Gotha  199  fol.  32'',  2  v,  u.  —  38%  7  v.  u.;  II.  Fol.  6-25  = 
Gotha  199  fol.  39'',  3  v.  u.  —  6  P,  3 ;  III.  Fol.  26-55  =  Gotha  199  fol. 
62",  7-94'',  letzte  Zeile;  IV.  Fol.  56-161  =  Gotha  199  fol.  96^4  — 
218",  5  V.  u.:  endlich  V.  Fol.  165-170  (Ende)  =  Gotha  199  fol.  227",  4 
V.  n.  bis  zu  Ende. 
Anfang:      ^Jy^  ^y^  ^a*-*?   ^Sy^   (sif)  fy^^ 

170  beschriebene  Blätter;  18  X  12,5  cm.  Schlechtes  Nastaillq  oder 
Tailtq  mit  1 7  gespaltenen  Zeilen  auf  der  Seite ;  Seiten  und  Spalten  mit 
doppelten  i-othen  Linien  umzogen.  Abschrift  von  der  Hand  eines  gewissen 
iAh  ihn  lAhd  alläh  in  der  letzten  Dekade  vi^f.l  3  des  In  'l  }ii(j(jah  9 1 0 
(=    25.  Mai -3.  Juni    1505)   vollendet. 

371.  [Diez  Fol.  5  3.] 
jütXJi^Jl  iJLwJI  (s.  das  viertletzte  Bait),  ein  in  verschiedenen  Formen 
und  Versmafsen  geschriebenes  und  zu  Gallipoli  J^aJLs'  im  Guinädä  II  85  3 
(=  22.  Juli  bis  20.  Aug.  1449)  vollendetes  Gedicht  von  Ynziji-oyU  (s. 
Fol.  274");  vgl.  Gotha  217  und  Wien  65  2  (I,  618).  Das  Werk  wird  von 
IJ.  Z.  V,  4  29,  11553  erwähnt  (wo  der  Name  des  Verfassers  MuRammad 
üm-i  kotih  lautet  statt  Yazigi-oyli,  wie  er  sich  Fol.  3''  Z.  S  selbst  nennt) 
und  von  Hammer,  Osman.  Dichtkunst  I,  128 f.  ausführlich  besprochen; 
ebenda  und  bei  jLa^f/r-Chabert  S.  5  0  wird  von  dem  Verfasser,  welcher 
nach  Flügel  im  Wiener  Kataloge  im  Jahre  85  4,  also  nur  ein  Jahr  nach 
Vollendung  seines  vorliegenden  Gedichtes,  starb,  gehandelt.  —  Ueber  Aus- 
gabe und  Handschriften  s.  man  das  zu  Gotha  219  Beigebrachte;  aufsei'- 
dem  ist  noch  ein  Commentar  in  Konstantinopel  erschienen  (Journ.  As.  1843, 
II,  5  5,19 1),  und  die  Handschriften  zu  Wien  sind  jetzt  mit  Nr.  618  und 
619,  die  zu  München  mit  179—182  bezeichnet.  Auch  finden  sich  zwei 
Handschriften  des  Gedichtes,  eine  vollständige  und  ein  Fragment,  im  Brit. 
Museum   (Rieu  S.    168   und    169). 


368  Türkische  Handschriften  372-374.  Poesie. 

Anfang:  J,^\   ^i.|    oJ^JI  «JJI  ^  JL*j  <^^  iX^I^   xJl 

27  7  beschriebene  Blätter;  24  X  1"  cni.  Schönes,  vocalisiertes  Nasyl 
mit  17  gespaltenen  Zeilen  auf  der  vollen  Seite.  Seiten  und  Columnen 
roth  umzogen,  die  Ueberschriften  der  Abschnitte  roth  geschrieben.  Auf 
Fol.    14  8"  sind  die  fünf  ersten  Bait  verwischt,  doch  noch  deutlich  lesbar. 

372.  [Ms.  Orient.  Fol.  315.] 
Dasselbe  Werk:  Anfang  wie  in  der  vorigen  Handschrift. 
298  beschriebene  Blätter;  2S  X  19  cm:  deutliches,  vocalisiertes  Nas/J 
von  tüi-kischem  Zuge;  auf  der  vollen  Seite  stehen  15  gespaltene  Zeilen; 
die  Seiten  und  die  Spalten  sind  mit  rothen  Linien  umzogen.  Abschrift 
vollendet  in  der  ersten  Dekade  J^^l.l  ^j  des  Rabil  II  1068  =  6.— 15.  Ja- 
nuar   1658. 

873.     [xMs.   Orient.  Fol.    210.] 
Nochmals  dasselbe  Werk,  aber  nur  die    zweite  Hälfte,    von  Fol.    175* 
der  vorigen  Handschrift  an. 

Anfang:      Sxl  ^  ^  L^  131  oLkXls  JLjü  jJjj 

215  beschriebene  Blätter;  29  X  20,5  cm.  Grofses,  vocalisiertes  Dlwäni- 
nasyisi  mit  1 5  gespaltenen  Zeilen  auf  der  vollen  Seite.  Seiten  und  Spalten 
mit  rothen  Linien  umzogen. 


Ein  Stück   (10  Bait)  aus  diesem  Gedichte  steht  auch  in  Nr.   5*,io. 


374.     [Ms.  Orient.   4".    199.] 
Fragment    eines    J/a6'??aicZ- Gedichtes    religiösen    Inhalts,    ähnlich    der 
MuUammadiyah  des   YaziJi-oyJi,  der  es  jedoch  nicht  entnommen  ist. 
Anfang:     yS-^  J^  5.>^^KUic  ^  ^y^^^  -yS^  ,J^  cj'-S^  yy^'^   Kj 

Ende:      -vy^^   **^-';»^   ^5-^  '^-^  Jwiji>  ^^AX£L>I   ^S^y^  J^£- 

8  beschriebene  Blätter;  21,5X15,5  cm.  Unschönes,  doch  deutliches 
türkisches  Nastaillq  mit  18  gespaltenen  Zeilen  auf  der  Seite;  dm-chaus  vo- 
calisiert. 


Türkische  Handschriften  375.  Poesie.         S69 

375.     [Diez  Fol.   21.] 

a-cboxXskj  (Fol.  18'  Z,  4  V.  u.),  ein  mysti-sches,  dem  des  öalül  al-dln 
Rümi  nachgeahmtes  Ufa  ^«azt'I-Gedicht  im  Versmafse  Ramal  _^___,^__!_^_ 
verfafst  und  im  Jahre  865  (beg.  16.  Oct.  14  60;  s.  die  letzte  Zeile  der 
vorletzten  Seite)  vollendet  von  einem  Dichter,  welcher  sich  Fol.  IS*  Z.  8 
einen  „Unwissenden"  >.  ♦  i-a  (Schüler)  des  Äii  Sams  al-dln  (s.  Nr.  26, i) 
nennt,  und  achtzehn  Bait  später  als  seinen  Namen  iÄbd  al-ralnm.  angiebt; 
man  s.  über  ihn  Xa^F/V-Uhabert  S.  48  und  Hammer,  Osman.  Dichtkunst 
I,  118.  Er  war  der  Vater  des  berühmten,  im  Jahre  909  (beg.  26.  Juni 
1503)  verstorbenen  Dichters  uamdi  (s.   Hammer  a.  a.  0.  S.    151). 

Dasselbe  Gedicht  findet  sich  in  der  Wiener  Handschrift  Nr.  19  73 
(HI  S.  4  64).  Nach  und  zu  dieser  Handschi'ift,  welche  früher  ihm  gehörte 
und  in  seiner  Sammlung  die  Nummer  370  trug,  giebt  Hammer  den  In- 
halt des  Gedichtes  ganz  ausführlich  an;  weniger  ausführlich,  aber  unter 
Mittheilung  von  Uebersetzungsproben  an  der  angeführten  Stelle  seiner  Ge- 
schichte der  osmanischen  Dichtkunst. 

Was  das  Jahr  der  Abfassung  des  Gedichtes  betrifft,  so  steht  in  der 
vorliegenden  Handschrift  deutlich,  wie  oben  angegeben,  865  ').  Hammer 
giebt  dafür  in  der  Literaturgeschichte  867  an ;  in  der  Beschreibung  seiner 
Handschrift  dagegen  —  und  ebenso  Flügel  im  Wiener  Kataloge  —  929. 
Wahrscheinlich  ist  dies  letztere  vielmehr  das  Datum  der  Abschrift  des 
Codex:  dafs  das  Gedicht  nicht  erst  in  diesem  Jahre  abgefafst  sein  kann, 
ergiebt  .sich  schon  daraus,  dafs  die  vorliegende  Handschrift  3 1  Jahre  früher 
geschrieben  ist. 
Anfang:     ^^J^U»  ^tXJLä  (sie)  IJou  ^o\  sf        ij<J^^.  ^^  ^^  ^'«>  »-l^ 

149  beschriebene  Blätter;  24,5X1'  cm.  Schönes,  vocalisiertes  A"(7s/f 
mit  15  gespaltenen  Zeilen  auf  der  Seite;  die  Üeberschriften  der  Abschnitte 
roth  oreschrieben.  Abschi-ift  von  iAhd  oRoh  ihn  iAbd  aV.äh  in  der  ersten 
Dekade  Joljl  ^  des  Grumädä  I  898  (=  18-27  Febr.  1493)  zu  Konstan- 
tinopel is^[ii.\s.j&3  vollendet.  —  Auf  ein  Vorsetzblatt  hat  eine  fremde  Hand 
xxbcJtXÄ.^,  auf  Fol.    l"  eine  andere  oJüvJe  o^^äj  geschrieben. 


'j  [cjLio    iKMJJI    ä-Ljvj-j    '-JCw    Jk_}.      Ebenso  in  der  folgenden  Handschrift.      Auch 
ä.  X.  VI,   431,    14  198   giebt  dieses  Jahr  an. 

Tlirkiecks  HaidBchrifUii.  47 


S^O  Türkische  Handschriften  376.  377.  Poesie. 

876.     [Diez  A.   8».    116.] 

Eine  zweite  Handschrift  desselben  Werkes,  welches  hier  in  der  Ueber- 
schrift  ewbtU^^",  im  Texte  selbst  aber  (Fol.  26^  Z.  5  ff.)  gleiclifalls  MbcjtX=>.j 
genannt  wird;  der  Name  des  Verfassers  ,jjJJI  ;j**4-i  ^  steht  hier  Fol.  26*' 
Z.  6.  Als  Jahr,  in  welchem  das  Gedicht  vollendet  wurde,  \\-ird,  wie  schon 
bemerkt,  auch  hier  865  angegeben. 
Anfang:     ^jtXS'Lä.  ^J^-Jj■  ItXfcj  ^^^i^         ^(^^^  ^^^   «<^^-  ^^'"^  '^'^ 

Auf  den  drei  letzten  Seiten  steht,  von  anderer  Hand  geschneben,  noch 
ein  Abschnitt  Jo^i  in  Prosa  Jjca*J'   e^**"  i" 

208  beschriebene  Blätter;  17,iXl2>^  cm-  Gutes,  vocalisiertes  Nas/l 
mit  1 1  gespaltenen  Zeilen  auf  der  Seite.  Nicht  datiert,  aber  alt.  —  Auf 
einem  aufsen  aufgeklebten  Zettel   steht:   ,j    »»sUjJJI    (j--«--i    jwbtXAÄ^'    ^^Ixf 

377.  [Diez  A.  8^  141.] 
äjcLjs:^\i  „das  Buch  der  Trennung",  ein  in  verschiedenen  V^ersmafsen 
und  Dichtunorsformen  abarefafstes  Gedicht  des  Zahlt,  welcher  unter  Muiiam- 
mad  H  (reg.  855-886  =  1451-1481)  lebte;  ä.  1.  IV,  415,  9030  und 
Hammer,  Osman.  Dichtkunst  I,  225.  Hammer  berichtet  daselbst  S.  226 ff. 
über  das  vorliegende  Gedicht,  dem  er  „  eigenthümUche  Erfindung,  Einfach- 
heit und  natürliches  Gefühl"  nachrühmt,  ausführlich,  und  zwar  nach  der 
vorliegenden  Handschi4ft ,  aufser  welcher  mir  nur  noch  eine  Handschrift, 
Gotha  Nr.  17  7,2  (mit  dem  Titel  J^j^  ^\yjj),  bekannt  ist.  Das  in  der 
Gothaer  Handschrift  an  erster  Stelle  stehende  Gedicht  findet  sich  hier  auf 
Fol.  4\  während  die  vorlieoende  Handschi-ift  mit  einem  Gedichte  beerinnt, 
welches  in  der  Gothaer  Handschrift  fehlt,  und  dessen  erster  Vers 

lautet. 

197  beschriebene  Blätter;  17X9j*  cm.  Sehr  schönes,  vocalisiertes 
Nasyl  mit  9  etwas  schief  laufenden  Zeüen  (4|  Ba)t)  auf  der  Seite.  Ab- 
schrift vom  Derwisch  Uamzah  ihn  Hä^gi  Muräd  in  der  ersten  Dekade  des 
^aihän  890  =  18  —  27  Jan.  1485  in  seiner  Vatei-stadt  p'^^w  \)  vollendet.  — 


*)    sicl      Es    ist    wohl    yjliisvjj,    eine    Stadt    im    Liwa    Aidin    gemeint;    s.    L.j^L^ 
S.   irv,  Uebereetzung  von  Norberg  II,  427. 


Türkische  Handschriften  378.  Poesie.         371 

Auf  einem  nachgehefteten  Blatte  noch  ein  Ghazel  von  Hairatl  mit  dem 
Anfange:  |JCj  ^^.sx>Jb.  >l(X>i3  *aj  ^Jo'^  i^^'^-  ^^^  einem  aufsen  aufge- 
klebten Zettel  steht:  n  ^J5^y^  «iS'.^U  J-fl^  ^cUo^y  w^bi'. 

378.    [Diez  A.   4».   84.] 

('will  -.Uä«,  ein  Gedicht  moralisch-lehrhaften  Inhalts,  von  Garnäll-). 
Da  derselbe  angiebt,  dals  er  bereits  früher  ein  Gedicht  mit  dem  Titel 
^Lä_c  (j-iJi^  geschrieben  habe,  welches  Sultan  Muräd  (U,  f  855,  beg. 
3.  Febr.  1451)  sich  beständig  habe  vorlesen  lassen^),  und  zugleich  sein 
vorliegendes  Gedicht  dem  Sultan  Bäyazld  (II,  seit  886,  beg.  2.  März  1481) 
widmet,  so  mufs  er,  als  er  das  letztere  verfafste,  schon  ziemlich  bejahrt 
gewesen  sein.  Auch  scheint  er  hiernach  eine  Person  zu  sein  mit  dem- 
jenigen Gamäli,  welchen  Hammer,  Osman.  Dichtkunst  I,  217  als  den 
Verfasser  eines  Gedichtes  ^^^Use^  jcUss  und  eines  Diwans  erwähnt;  der- 
selbe lebte  nämlich,  nach  Hammer,  unter  MvRammad  U,  d.  h.  demjenigen 
Sultan,  welcher  zwischen   Muräd  II  und  Bäyazld  H  regierte. 

Das  Gedicht  ist  in  Madnaict-Verseri  des  Metrums  Rarnal  _^__|_.^__  _^_ 
geschrieben;  Ghazelen  und  Kasiden  sind  aber  eingestreut.  Die  moralischen 
Betrachtungen  werden  häufig  durch  Erzählungen  sowie  Erklärungen  von 
Stellen  aus   Qur'än  und  Hadlß  gestützt  und  erläutert. 

Anfang:     (v*äIJI  c^'^P'    *-^''    1*-**"^    J^-ö-i  f^J-^  '^'^— =*    v'.?-^'    ^^ — ' 

■>^\kXMji'   l*  ^Uaia.    xi>   Luv   (*  ^yXi  i»>L    2>J   »Ju'   *J-''    (♦— ^    äO' 

149  beschriebene  Blätter;   21X14  cm.     Gutes,  vocalisiertes  A^as/I  mit 

13  gespaltenen  Zeilen    auf   der  Seite.      Abschrift  in  Algier  s>Lg4-'   -^'^   (»Lä^J 

x,*t<\H  jj'y?-  von    YüsuJ  ibn  MuHarnmad   in    der  mittleren  Dekade   ia.wl^l  ^ 

des  Safar    989    (=    17-26    März    1581)   vollendet.    —    Auf  Fol.    1'    steht 

')  Fol.   27^  Z.   6:       yi}\       [jJue    K'l    ^Oyi^    Ol:   auch  Fol.   21»  Z.   4. 

•>  passim;  z.  B.  Fol.  5'  Z.  4,  Fol.  20»  Z.  4  v.  u. ,  Fol.  149"  Z.  3.  Diez  sagt 
Ton  ihm  in  seinem  Kataloge:  „ich  bin  aber  auf  eine  Stelle  gestofsen,  wo  er  seinen  eigent- 
lichen Namen   angiebt,  MuJiammad  Qm  Häsin".     Ich  habe  diese  Stelle  nicht  finden  können. 

»)  Fol.  22%  Z.   5  T.   u.: 

*}  sie!  1.    üCi  und    wühl    auch    ,_>Li2~». 

'    '  47* 


373         Türkische  Handschriften  379.  380.  Poesie. 

eine  Tradition  o.jIjs  vom  Propheten  (türkisch).  —  Aufsen  auf  dem  Vorder- 
deckel steht:  ö"?  ^j)v«  T^.y^  o>.:^.a2j  ^yäJI  —Lääxi  i-jUS'. 

379.  [Diez  A.  8".   129.] 

(»s.  ijl^i^,  der  Dlwän  des  Prinzen  Garn,  des  jüngeren  Bruders  und 
Thronrivalen  des  Sultans  Büyazid  II ;  er  starb,  vom  Papste  Alexander  VI 
vergiftet,  zu  Neapel  im  Jahre  901  (beg.  21.  Sept.  1495)').  Vgl.  über 
^hn  H.  '/..  in,  27  1,  5358,  Z/rt^|/7- C h a b e r t  8.  62,  Hammer,  Osman.  Ge- 
schichte II,  251  und  Osman.  Dichtkunst  l,  145,  Gibb,  Ottoman  Poems 
S.  174.  \)qv  Dlwän,  wie  er  hier  vorliegt,  enthält  fast  nur  alphabetisch  nach 
den  Reimbuchstaben  geordnete  Ghazelen;  nach  dem  ersten  Blatte  aber  (welches 
ergänzt  zu  sein  scheint),  findet  sich  eine  grofse  Lücke,  in  deren  Folge  der 
Text  gleich  aus  I  in  »  überspringt.  Einige  Gedichte  von  Garn  werden  von 
Hammer,  Dichtkunst  a.  a.  0.  übersetzt,  und  ein  Ghazel  wird  von  Wicker- 
hauser,  Wegweiser  p.  l"Af  und  30  9  in  Text  und  Uebersetzung,  von  Gibb 
p.  19  in  Uebersetzung  mitgetheilt.  Das  letztere  steht  in  der  vorliegenden 
Handschrift  auf  Fol.  59%  —  Eine  andere,  gleichfalls  nicht  ganz  vollstän- 
dige Handschrift  dieses  Diwans  findet  sich  in  München  Nr.  160. 
Anfang :      i\jw  i^Ue  yi  aJo  i^Jöyj   xS  ^^<>  jj 

7  2  beschriebene  Blätter;  1 6,5  X  ^'^  cm.  Gutes,  türkisches  Nas/l  mit 
9—10   Zeilen  auf  der  Seite;  zweispaltig  geschrieben  und  vocalisiert. 

380.  [Diez  A.   4«.   99.] 

^1^  ^J^J-?.|^^  der  in  osttürkischer  Sprache  abgefafste  Dmän  des  Alir 
iMl  Ser,  welcher  sich  in  seinen  türkischen  Gedichten  bekanntlich  des  Ta- 
Xcdlus  Nawa'i  bediente  ").  Man  s.  über  diesen  berühmten  Staatsmann,  Ge- 
lehrten und  Dichter,  welcher  am  12.  Gumädä  II  906  =  3.  Januar  1501 
starb,  Safinah  S.  fi*»,  de  Sacy,  Diverses  antiquites  de  la  Perse  p.  XIV, 
denselben  in  Notices  et  Extraits  IV,    p.    246    und  290,    Hammer,    Rede- 

^)  So  nach  den  meisten  Angaben,  und  auch  nach  Hammer,  Dichtkunst,  während  der- 
selbe Osman.  Reich  11,  277  den  29.  Gumädä  II  900  =  24.  Februar  1494  als  den  Tag 
seines  Todes  angiebt.  Auch  diese  Gleichsetzung  der  beiden  Daten  ist  nicht  richtig.  In  der 
Tierbändigen  Ausgabe  (I,  620)  steht  22.  Febr.  1495,  was  dem  26.  Gumädä  I  900  ent- 
sprechen würde. 

^J   in  seinen  persischen  Gedichten  nannte  er  sich  Fänl ;    s.   Safinah  S.   V\Pd  oben. 


Türkische  Handschriften  381.  Poesie.  STS 

künste  8.  310,  Ouseley,  Biographical  Notices  p.  50,  Elliot,  Bibliogra- 
phical  Index  p.  114,  Elliot-Dowsoii,  History  of  Iiidia  IV,  527,  Jour- 
dain  in  dei*  Biographie  universelle  I,  655,  die  Denkwürdigkeiten  des  Baber 
in  der  Uebersetzung  von  Leyden  und  Erskine  p.  184  (=  deutsch  von 
A.  Kayser  S.  341),  in  der  von  Pavet  de  Cour  teil  le  I,  382,  Beresin- 
Zenker  in  ZD]\IG.  II,  248,  Rieu,  Persian  Catalogue  I,  366,  Beale, 
Dictionary  S.  39,  besondei-s  aber  Bei  in  im  Journ.  Asiat.  1861,  I  p.  179f. 
Mir  iAh  Ser  schrieb  vier  verschiedene  Gedichtsammlungen  ,^1^0,  welchen 
er  die  Titel  JuäJI  v^I^,  UujüJS  ^olyi,  !a^J\  ,ol<.Vo  und  yjS}\  d^\yi  gab 
(s.  ZDMG.  II,  2  19  und  Rieu,  Turki.sh  Catalogue  8.  265');  welche  der- 
selben in  der  vorliegenden  Handsclirif't  enthalten  ist,  kann  ich  nicht  sagen, 
da  dieselbe  am  Anfang  und  am  Ende  detect  ist.  Der  Inhalt  sind  alpha- 
betisch nach  den  Reimbuch.staben  georchiete  Gliazelen.  dann  einige  Glossen, 
endlich  Ruhäii. 

Andere  Handschritten  eines  Diirün  von  Mir  lAh  Ser  finden  sich:  in 
der  hiesigen  persischen  Handschrift  Nr.  18,  II,  .o,a  (8.  63  des  Kataloges), 
in  München  Nr.  161  und  162,  in  der  Bibliothek  der  DMG  (11,  S.  41), 
in  London  (Rieu  8.  294'' f.),  Paris  Nr.  275,  Oxford  (Uri  Nr.  59),  St.  Pe- 
tersburg (Manuscrits  et  xylographes  Nr.  558,«,  561—564,  ZDMG.  II,  248, 
Asiat.   Museum   8.   376   iir.    17)   und  Calcutta  8.    18(>   nr.    109. 

Anfang :  *ä5uJ>^y5'  —Üül  ^ajI^  d^i\  ^Kas.  LViJI  ^^>>Ml»i 

K.jl   ^L♦AJ   >jr^   o  ■    (^  »äaaaJ  v^j  oowii    _j   s. 

Ende:  auo  ,chJ-'I  ^j-?.i^  «j*j  xJLsI  [•*=>.  ^ 

163  beschriebene  Blätter;  22  X  15  cm.  Schönes  Tailiq  mit  17  Zeilen 
auf  der  Seite;  mit  Ausnahme  der  End-j5a//  der  Ghazelen  zweispaltig  ge- 
schrieben. Die  Seiten  sind  mit  goldenen,  schwarzen  und  blauen  Linien 
umzogen,  die  Spalten  und  Gedichte  durch  schwarz  umzogene  Goldleisten 
getrennt.     Bläuliches  Papier. 

Ein  Ghazel  Ton  Nawän   steht    auch  in  Nr.   350,s ;    vgl.    auch  Register  III    unter  „Mir 
iAli  Ser  Nawä't". 


381.     [IMinutoli  294.] 
[»Kitoj  (•Ij-gJj    ein  Jlfa^wazcl-Gedicht  in  osttürkischer  Sprache    über   die 
Liebe  des  Bahrüm  und  der  Düäräm.     Das  Gedicht  wvu-de  an  einem  Donners- 


394         Türkische  Handschriften  382.  Poesie. 

tage  im  öumädä  II  889  *)  (beg.  26.  Juni  1484)  vollendet,  und  als  Ver- 
fasser nennt  sich  an  mehreren  Stellen  ')  [Mir  iAll  oer)  Naioä'i.  Unter 
den  Werken  dieses  Dichters,  wie  dieselben  an  verschiedenen  Orten  (s.  unten 
S.  377  Anm.  l)  aufgezählt  werden,  wird  das  vorliegende  Gedicht  nicht  ge- 
nannt; es  ist  aber  identisch  mit  dem  sonst  üXImj  sju.^  genannten  Gedichte 
(s.  AI.  l  der  folgenden  Handschrift).  Unter  demselben  Titel  wie  hier  er- 
scheint es  auch  in  der  Wiener  Handschrift  Nr.  648  (Flügel  I,  613). 
Anfang : 

173  beschriebene  Blätter;  16,6  X  1^  ^^^-  Hübsches  TaJfeg  mit  15  ge- 
spaltenen Zeilen  auf  der  Seite.  Am  Anfang  ein  iünioän;  Seiten  und 
Spalten   mit  goldenen  Leisten  und  schwarzen  Linien  umzogen. 

382.     [Sprenger   1651.] 

Zwei  in  osttürkischer  Sprache  geschriebene  JIdßnawl- Gedichte  des 
Mir  'Ah  Ser  Nawä'i]  nämlich: 

1.  SvLJL^  &)umi  „die  .sieben  Wandelsterne",  ein  erzählendes  Gedicht, 
welches  ßelin  im  Journ.  Asiat.  1S61,  I,  234  nr.  10  einen  „roman  en 
vei's  türkis,  iniite  du  Heft-peiker  de  Nizämi,  rt^cit  des  voyages  et  aven- 
tures  de  Behrtim-Gour,  dedie  ä  Djami  [Fol.  If']  et  a  Sultän-Hucein  [Fol.  Iv"]" 
nennt.  —  Dies  Gedicht,  welches  unter  anderem  Titel  auch  in  der  vorigen 
Handschrift  steht,  ist  in  den  Handschriften  der  <d\^aÄS'  des  Nawä'i  mit 
enthalten,  welche  sich  in  Paris  (Journ.  Asiat.  1861,  I,  176  Anm.  1, 
und  Hammer,  Osman.  Dichtkunst  1,  9  Anm.  l)  und  St.  Petersburg 
(Dorn  Nr.  DLVHl  und  ZDMG.  H,  248)  befinden;  in  dem  Manuscripte 
Belin's  (Journ.  As.  a.  a.  0.  p.  175)  fehlt  dieses  und  auch  das  folgende 
Gedicht    ebenso  wie    in    der   anderen    Petersburger   Handschrift,    welche    in 

*)  nicht  887,  wie  Flügel  sagt.     Es  heilst  Fol.   173«  Z.  3   v.  u.: 

\^y^   Ljü   ^Jol   (jii.A>j'.l   ^jIa«»Xx*»,  \yi   ■ytS./Mi  {^Oji}   ^^.y^  *^T^ 

_-jt^-jL£    ^tX-jLsxL)    x_A-Ä.xiA-sLj  _jUÜI    ^öL«^    tsCjLxJl   ^1 

Die    Zahl    neun    ']*J'*J'  ist  also  durch  den  Reim  gesichert. 

»)   Fol.    13»  Z.   3:     ;iyLf  ;5*:>    ^l>    &^    Kjl    ^         y\^    ^^Sly    J^  )^    ic*U^ 
und  Fol.  31»  letzte  Zeile  (Schlufs  der  Einleitung): 


Türkische  Handscliriften  383.  Poesie.         StS 

ZDMG.  II,   251    beschrieben  wird.      Das  Brit.  Museum    besitzt    es    in    einer 
Handschrift  der  ^(^j  k.^*i»5  s.  Rieu  S.   292",  III. 

Anfang:  JULo  IsCJLü  (^tX-'^'  ^tV^L^  Jk^j'  K-L»!  J^'  J^  J.j(  lOiiJ'Uj^  cJUx^Ly»,  ^1 
2.  Fol.  124:  ^^y^-^}  Jw-S  '^'^'^  erzählende  Gedicht  von  der  Liebe  der 
Lailä  und  des  Magnün,  natürlich  gleichfalls  in  den  meisten  Handschriften 
der  Ktdhyüt  und  in  denen  der  Xamsali  enthalten.  In  einem  Abschnitte  der 
Einleitung  mrd  Gämi  gepriesen,  und  das  ganze  Gedicht  ist  dem  Badll 
al-zamän  ')  Balladur,  einem  Sohne  des  Abu  '/  yäzi  Sultßn  Husain  Balladur 
Xän  zugeeignet. 

Anfang :      \Lc(    Jb   ,Läj  ^  ^uLyoL^I  \Le(  w«,  iJ-o   <^J^\  i^it^.  ^\ 

214  beschriebene  Blätter^);  22,5  X  13  cm.  Derbes,  im  ganzen  deut- 
liches Nastaihq  mit  2 1  gespaltenen  Zeilen  auf  der  Seite ;  Nr.  1  datiert  vom 
7.  Safar  1136  =  6.  Nov.  1723.  Auf  ein  vorgeheftetes  Blatt  hat  Sprenger 
geschrieben:  ,,Haft  Paykar  in  Chagatay  Turky  by  Myr  Aly  Shyr,  also 
Laylä  and  Majnün  by  the  same";  auf  ein  anderes:  „Alee  Sheer's  Turky 
translation  of  the  Haft  Paykar  and  of  Layla  &  Majnoon".  Durch  In- 
sectenfrafs  einigerniafsen ,  doch  nicht  erheblich  beschädigt.  Die  Ueber- 
schriften  der  Abschnitte  sind  roth  geschrieben;  als  Schreiber  nennt  sich 
am  Ende  von  Nr.    1    MuRammad  Baqä  (Lw  tX*^  >jysi  ^)- 

383.  [Sprenger  165  2.] 
Ein  Gedicht  über  Alexander  den  Grofsen ,  osttürkisch  im  Versmafse 
Mutaqärib  ^__;^__|w-_|w_  gleichfalls  von  Mir  iAIl  Ssr  Nawä't,  und  zwar 
als  Nachahmung  des  von  GämT  verfafsten  Alexandergedichtes  geschi-ieben. 
Das  Gedicht  wird  hier  auf  Fol.  1"  zweimal  x-oLjvJuüC*«  genannt;  der  eigent- 
liche Titel  desselben  ist  aber  ^.ö<jSL,\  Jw,  (s.  H.  /..  III,  586,  7060,  JAs. 
1861,  1,  234  nr.  11,  ZDMG.  II,  250,  e,  u.  s.  w.).  Andere  Handschriften: 
Dorn,  Manuscrits  et  xylographes  Nr.  558, s  und  560,5,  Ouseley,  Biogra- 
phical  Notices  p.  50,  Brit.  Museum  (Rieu  S.  292,  11)  und  im  Privat- 
besitze Belin's  (JAs.    1861,   I,    175). 

')  in  der  üeberschrift  auf  Fol.  ff''  steht  ^JtcJ|  Jo  statt  jjLojJI  /»Jt^J.  wie  dann 
richtig  z.  B.  Fol.    tr°   Z.  7  zu  lesen  ist. 

*)  von  welchen  123  auf  das  erste,  91  auf  das  zweite  Gedicht  kommen.  Jedes  von 
beiden  hat  besondere  Originalfoliierung,  welche  aber   im    zweiten  nur  bis  if   geht. 


876         Türkische  Handschriften  384.  385.  Poesie. 

Anfang :     15^   (^^jJItX^  ('  ^  lk>«5'  sm  ^Iwo  Kju«  (^jJIJ-ö.  *-L»xi  LjI'X^ 

185  beschriebene  Blätter;  22  X  13  cm.  Kräftiges,  flüchtiges  Nastalllq 
mit  2 1  gespaltenen  Zeilen  auf  der  Seite.  Die  Ueberschriften  sind  roth 
geschrieben.  Abschrift  begonnen  am  7.  Jü  'l  Jii(j^ah  [1135]  und  vollendet 
am  6.  AluViarram  1136  =;  6.  Octbr.  17  23.  Beschädigung  durch  Würmer 
nicht  bedeutend.  —  Auf  ein  vorgeheftetes  Blatt  hat  Sprenger  geschrieben: 
„The  Secandernamah  in  Chaghatay  Turkish  by  Myr  Alyy  Shyr".  Ori- 
ginalfoliierung,  in  welcher  die  Zahlen  9  2—99  mit  l.f  d.  i.  1»  +  f,  1»t"  d.  i. 
1.  +  r  u.  s.  w.  ausgedrückt  sind;  ebenso  noch  einige  andere  Zahlen;  den 
Zahlen  von  lü— 16  ist  links  eine  Null  zugesetzt  (so  ♦!♦,  ♦!!,  »If  u.  s.  w.); 
110  ist  ♦!!  geschrieben;  mit  IIa  sind  zwei  Blätter  bezeichnet;  Fol.  IUI  ist 
ganz,  102  fast  ganz  leer  gelassen.  Auf  den  beiden  ersten  Seiten  zwischen 
den  Zeilen  und  am  Rande  Glossen   und  Verbesserungen. 

384.     [Diez  A.  8«.   67.] 

Dasselbe  Gedicht,  in  der  Ueberschrift  gleichfalls  Ä>ob^tU.jCwt  genannt. 
Die  Handschrift  ist  von  dem  Schreiber  unvollendet  gelassen,  indem  nicht 
nur  alle  Ueberschriften,  welche  roth  eingeschrieben  werden  sollten,  fehlen, 
sondern  auch  der  Text  mit  dem  Verse  i.1  i^tX-'j!  (Ji^i»,  Fol.  66''  Z.  8  der 
vorigen  Handschrift,  abbriclit.  Anfang  wie  in  der  vorigen  Handschrift, 
auch  mit  lt>&^. 

7  7  beschriebene  Blätter;  20  X  12  cm.  Neues,  flüchtiges  Nasfadtq 
mit    1 7  gespaltenen  Zeilen  auf  der  Seite. 

885.  [Sprenger  1650.] 
oLw^.  L«ai',  eine  in  osttürkischen  Ma9naun-Y ersen  abgefafste  Erzäh- 
lung vom  Leben  und  den  Schicksalen  des  Yüsiif,  wobei  natürlich  auch 
seine  Liebe  zur  Zuhyß  eine  Rolle  spielt.  Nach  siebzehn  einleitenden  Baii 
folgen  zwei  Abschnitte  mit  den  Ueberschriften  i5)*-w  vül8l.ci4>L  ooliU.  und 
^y^\  wL*^  *iaj  ^A-»<,  worauf  die  eigentliche  Erzählung  auf  Fol.  7°  mit  der 
Ueberschrift  —^\dJiA  iäS-^LJLjL*^  ci>»Aia.  Lo3  beginnt.  Das  letzte  Capitel 
der  Erzählung  trägt  (Fol.  17  7'^)  die  Ueberschi'ift :  ^OüLiäS'  *i^.*v.JI  ^ujLt  vy"^ 
^J>^sS  (cÄ^-jJ  ^_*>JL5',  worauf  noch  die  Abschnitte  rw^j  [•y*:"*^  (jUaX«/  -^tXx 
yyii\  ^Ur  und  jjLiJLö  ^aJU.  ijoys-  v_*jb'  folgen. 

')  ^    \i>eS^  ist    am    Kande   geändert  in       j    fjkj'. 


Türkische  Handschriften  386.  Poesie.  877 

Was  den  Verfasser  betrifft,  so  wird  von  Sprenger  sowohl  auf  einem 
vorgehefteten  Blatte,  als  auch  in  dem  gedruckten  Kataloge  seiner  Hand- 
schriften Mir  iAll  Ser  als  solcher  bezeichnet;  aber,  wie  es  scheint,  mit 
Unrecht,  da  icli  weder  in  dem  Buche  selbst  eine  bezügliche  Angabe  tinde, 
noch  auch  irgendwo  ')  unter  den  Werken  des  Mir  iAll  Ser  ein  Gedicht 
vom  Leben  des  Yäsuf  aufgeführt  wird.  Aus  dem  vorliegenden  Gedichte 
selbst  ergiebt  sich  folgendes:  1)  dafs  der  Verfasser  allerdings  ein  Zeit- 
genosse des  Mir  iAll  Ser  war,  da  er  am  Ende  den  „Säk  Ahü  'I  yäzl 
Svltän  Husain",  den  fürstlichen  l'reund  des  Mir  iAli  Ser,  feiert;  2)  dal's 
der  Verfasser  die  Ei-zählung,  ehe  er  sie  in  osttürkische  Verse  brachte,  erst 
in  persischer  Prosa  geschrieben  hatte'');  und  3)  dal's  das  Gedicht  im  Jahre 
874^)  (beg.  II.  Juli  14  69)  verfalst  ist.  Unter  den  Dichtern  uuu,  welche 
zu  gleicher  Zeit  mit  Mir  iAli  Ser  am  Hofe  des  Sulffm  Husam  lebten, 
und  welche  hn  Journ.  Asiat.  1861,  1,  223  f.  aufgezählt  werden,  befindet 
sich  ein  einziger,  von  welchem  ein  Gedicht  L^')^  '-«-«-^  erwähnt  wird, 
nämlich  Xwä^ah  Masiäd  Qumini-  und  dieser  scheint,  obgieicli  ausdrück- 
lich als  (iJ'Ji  bezeichnet  (Sprenger,  Oudh  p.  20  nr.  138  und  pers.  Hand- 
schrift Nr.  6  63,  Buchstabe  ^  Nr.  11),  nur  persisch  geschrieben  zu  haben 
(s.  oben  Nr.  296*  [^J^UAJi  ijJUp]  fol.  22'",  Saßnah  p.  ftr,  Sprenger 
und  die  Hs.  Persisch  Ni-.  663  a.  aa.  00.,  Hammer,  Redekünste  S.  362), 
so  (!  vis  an  ilm  als  den  Verfasser  des  vorliegenden  Gedichtes  schwerlich 
gedacht  werden  kann.  Wer  als  solcher  zu  betrachten  ist,  mul's  ich  somit 
dahin  gestellt   sein  lassen.  —  Auf  den  Rändern  besonders    der    ersten    und 


')  vgl.  Safinah  p.  \'^<P  unten,  Ousele)',  Persian  Poets  p.  .53,  Dorn,  ilanuscrits  et 
xylogiaphes  Nr.  DLVIII  (p.  509),  ZDMG  11,  249,  Flügel  im  Wiener  Kataloge  III,  527 
Nr.  55,  Journ.   Asiat.    1861,  I,   233,  Rieu  S.   265''. 

*)  Fol.   6»  Z.   2: 

jJLJ  am   Anfange  des  dritten  MisräS  ist    aus   y^j   corrigiert. 
')  Fol.  6''  Anfang: 

Für  4>Lo  am  Anfange    des    dritten  Misräi  ist   natürlich  t^Lä  zu  lesen,  und  Jol^ö    giebt    eben 
874,  und  nicht   1074,  wie  zwischen  den  beiden  Mi§rS>  angemerkt  ist. 

i'uikiMli«  UtuiliclirifWB.  46 


iiS         Türkische  fiandselirif'ten  38ti.  Poesie. 

der    letzten    Seiten    sind    viele    Verse    und    ganze    Stellen    mit   sehr    kleiner 
Schrift    nachgetragen;    zwischen    den    Zeilen    ist    in    sehr    reichlicher    Weise 
die  Bedeutung  einzelner  Wörter  auf  persisch  mit  rother  Dinte  beigeschrieben. 
Anfang:    Jk^t   ^^^  ^L^Sl\JO   s^^l   ^äXXaj  Jw>  ^  vzsJLc  (j«Ly<^  J^«» 

184  Blätter  mit  Orighialfuliierung;  16  X  11  cm;  altes,  derbes  Nastai- 
llq  mit  7  gespaltenen  Zeilen  auf  der  Seite.  Durch  Insectenfrafa  nicht  un- 
bedeutend beschädigt;  am  Rande  von  Fol.    100 f.  ein  brauner  Fleck. 

386.  [Minutoli  26.] 
^jjj^^  ^r*****?  ^"*  Gedicht  über  die  Liebe  des  Xusrau  und  der  Slrln, 
als  dessen  Verfasser  sich  an  vei-schiedenen  Stellen  ')  ein  gewisser  {Ahmad) 
RidwOn  nennt.  Dasselbe  Gedicht  ist  in  der  Gothaer  Handschrift  Nr.  196 
enthalten ;  man  vgl.  das  dort  Beigebrachte.  Hinzufügen  will  ich  noch, 
dai's  der  Verfasser,  wie  er  in  der  P^inleitung  (Fol.  10"  Ende  =  ebenda  in 
der  Gothaer  Handschrift)  angiebt,  früher  bereits  ein  Stkandar-nama/i  und 
ein  Gedicht  über  die  Liebe  der  Lailä  und  des  Macjnün  geschrieben  hatte, 
sowie,  dai's  die  vorliegende  Handschrift  am  Ende  noch  ein  Ghazel  zum 
Lobe  des  Sultans  Bäyazld  (U)  hat,  welches  in  der  Gothaer  Handschrift 
fehlt. 

Wie  bereits  zur  Gothaer  Handschrift  bemerkt  ist,  wurde  das  Gedicht 
im  Jahre  907  (beg.  17.  Juli  1501)  vollendet  und  soll,  der  eigenen  An- 
gabe des  Dichters  zufolge  {¥o\.  231'',  letzte  Zeile),  6308  Bait  umfassen. 
Hinter  dieser  Zahl  bleibt  aber  schon  die  Gothaer  Handschrift  um  ungefähr 
60  0  Bait  zui'ück,  und  noch  mehr  die  vorliegende;  denn  .sie  enthält  nur 
rund  5  0  00  Bait.  In  der  That  scheint  der  Schreiber  nach  Belieben  ganze 
Stellen  weggelassen  zu  haben ;  so  entspricht  z.  B.  der  letzte  Vers  auf 
Fol.  5r  dem  Verse  Fol.  5  4%  letzte  Zeile,  in  der  Gothaer  Handschrift,  und 
gleich  der  nächste  Vers  (fol.  vers.  Z.  l)  steht  dort  auf  Fol.  5  6''  Z.  2,  so 
dafs  zwischen  diesen  beiden  Vei'sen  von  dem  Schreiber  nicht  weniger  als 
45  Bait  ausgelassen  sind. 
Anfang:     _Lo  ^K*-?  *i>>j;<^^  itTU».  ^  _l  ^^Xjui^"  (sie)  ^<;^J  IJOjIJiä. 


>)   Fol.    2''  letzte  Zeile,    Fol.   ö''  Z.   3,  Fol.  7''  letzte  Zeile,    Fol.   229*  Z.   4,   Fol.   232'' 
letztes  Bait  des  Ciedichtes. 


Türkische  Handschriften  387.  Poesie.  379 

232  beschriebene  Blätter;  23,5  X  lä,j  cm.  Sehr  schönes,  g^rofses, 
kräftiges  Taüiq  mit  1  I  gespaltenen  Zeilen  auf  der  vollen  Seite;  am  An- 
fang eiji  wenig  eleganter  'Umcän;  die  Seiten  und  die  Spalten  mit  Gold- 
leisten und  schwarzen  Linien  umzogen:  Fol.  51'',  5  2",  66*,  7  7'  und  120' 
ganz  oder  fast  ganz  leer  gelassen,  wahrscheinlich  weil  dort  Bilder  beige- 
fügt werden  sollten;   die  Ueberschriften  der  Abschnitte  mit  Gold  geschrieben. 

387.  [Diez  A.  8".  173.] 
Ls^Jvj  oLw^,  das  von  aamdi  (f  909,  beg.  26.  Juni  15  03;  s.  Hammer, 
Osman.  Dichtkunst  I,  151,  L«fi/f-Chabert  S.  138,  Rieu  S.  169"  und 
oben  die  Handschrift  Nr.  26,  i)  im  Metrum  Xaftf  i^^,  __|w_w_|  J^_  ver- 
fafste  ifö6'na?«-Gedicht  über  die  Liebe  des  Yüsuf  und  der  Zah^ä ').  In 
dem  ersten  von  zwei  seinem  Gedichte  angehängten  Bait ''),  welche  jedoch 
nicht  in  allen  Exemplaren  vorhanden  sind,  nennt  Üamdl  sich  als  Ver- 
fasser und  giebt  als  die  Zeit,  zu  welcher  er  das  Gedicht  vollendet  habe, 
das  Jahr  897  (beg.  4.  Nov.  1491)  an.  Der  Inhalt  und  Gang  des  Ge- 
dichtes wird  von  Hammer  a.  a.  0.  S.  152  näher  besprochen.  —  Andere 
Handschriften  finden  sich:  in  Gotha  Nr.  190  bis  192,  Wien  Nr.  65  6  bis 
659,  München  Nr.  183  und  184,  Dresden  Nr.  239  und  258,  St.  Petersburg 
(Manuscrits  Nr.  568  und  Asiat.  Museum  S.  207),  Upsala  Nr.  192  und 
193,  Paris  Nr.  359,  Mailand  (Ambrosiana  Nr.  176)  und  im  Bi'it.  Museum 
a.  a.  O. 
Anfang:     sLj  *Jjl  ^T  juMjJLiL  jü  j»  jjjl  **«l  J^l  jlwUäJjI  So 

217  beschriebene  Blätter;  14,5  X  10  cm.  Hübsches,  aber  nur  auf  den 
ersten  8  7  Blättern  vocAlisiertes  Nas^l  mit  1 5  gespaltenen  Zeilen  auf  der 
Seite.  Die  Seiten  sowohl  als  die  Spalten  sind  mit  doppelten  blauen  Linien 
umzogen^);  Fol.  152*  ist  beschmutzt,  Fol.  153'  verwischt.  Abschrift  von 
einem  gewissen  MaHmüd  (4>jj._|»)  am  Soimabend  in  der  mittleren  Dekade 
des  ßafar  (sie)  yiJI  ia^ljl  ^  04!"  =  3.  Juni  15  42  vollendet.  —  Auf 
einem  vorgehefteteu  Blatte  steht,  von  fremder  Hand  geschrieben,  ein  kurzes 
Ghazel  des  KäUf  Ötlll  (?). 


')  oder  Zulai/ä,  wie  der  Name  persisch  und  türkisch  gewöhnlich  gesprochen  wird. 

*)  manche  Blätter  jedoch  sind  griiu  und   dnnn   meist  roth   uiuEogen. 

•is» 


S80         Türkische  Handschriften  388-390.  Poesie. 

388.  [Diez  A.   S°.    135.] 

Dasselbe  Gedicht,  gleichfalls   mit  dem,  das  Datum  der  Abfassunjr  an- 
gebenden  Verse  am  Ende. 
Anfang  wie  in  der  vorigen  Handschrift,  aber  iLMJjJij.i  statt  ju-jJLiL. 

190  beschriebene  Blätter;  17,5X11  cm.  Prachthandschrift,  mit  sehr 
schönem,  al)er  vocallosem,  kleinem  Nas/i  geschrieben;  auf  der  vollen  Seite 
stehen  17  ge.spaltene  Zeilen.  Am  Anfang  ein  schöner  ??7rt?Cf7»;  die  Ränder 
von  Fol.  !*•  nnd  2=",  6S''  und  69",  99''  und  100*  mit  goldenen  Arabesken 
verziert;  auf  Fol.  68*  und  99''  Bilder,  deren  Figuren  aber  von  einem  Fa- 
natiker ausgewischt  sind;  die  Seiten  und  die  Spalten  mit  schwarzen  Linien 
und  einer  goldenen  Leiste  eingefafst;  die  Uebei*schriften  der  Abschnitte 
meist  mit  Gold,  bisweilen  auch  mit  Farbe  geschrieben.  Einband  ursprüng- 
lich sehr  elegant,  mit  Arabeskenpressung  auf  Goldgi'und,  aber  schlecht  ge- 
halten. —  Auf  Fol.    1°  der  Abdruck  eines  Siegels  mit  der  Inschrift:  ^^^jy«*. 

389.  [Diez  A.  8^    136.] 

Dasselbe  Gedicht,  ohne    den    Verfasser    und  Abfas.suugszeit  nennenden 
Vers  am  Ende. 
Anfancf  wie  in  Nr.    3  S  7 ;  doch  ist  das   Wort  bLaj"  zerstört. 

ISO  beschriebene  Blätter;  17  X  10,5  cm.  GntQs  Nastoillq^  mit  15  ge- 
spaltenen Zeilen  auf  der  Seite.  Die  Seiten  und  Spalten  sind  mit  schwarzen 
Linien  und  Goldleisten  eingefafst;  am  Anfang  ein  kleiner,  hübscher  iünirän- 
Fol.  66  und  67  beschmutzt.  —  Auf  einem  dem  Vorderdeckel  aiifsen  auf- 
geklebten Zettel  steht:  «f  (j^)«^   '>>  i^^cLi  ^(X*^  «-cb-i«^  s_jU<'. 

390.  [Diez  A.   8».    131.] 

Nochmals  dasselbe  Gedicht,  gleichfalls  ohne  den  TöTJ^-Vers  am  Ende. 
Anfang  -wie  in  Nr.   388. 

214  beschriebene  Blätter;  1 6,5  X  12  cm.  Gutes  Nastailiq  mit  15  ge- 
spaltenen Zeilen  auf  der  vollen  Seite.  Die  15  ersten  Blätter  sind  ergänzt; 
von  Fol.  16  an  findet  sich  in  der  linken,  unteren  Ecke  Originalfoliierung, 
welche  mit  l\  beginnt  und  mit  r'»\  zwei  Blätter  bezeichnet.  Auf  Fol.  5  7' 
ein  Siegelabdruck  mit  ^^A*-i  ^  «X^  (?)  ,jo  y*JiJii\  in  der  Mitte  und  darum 
dem  persischen  Baii:   «U-i  tX«.^  J'  lol^a»-'   ^i>       >t^  -Lil»*«   yt>  l^e  [LliXä.].   — 


Türkische  Handschriften  391.  392.  Poesie.         S81 

Ein    aafseii    aufgeklebter   Zettel    hat    die   Nummer   t"v,    sonst   aber    dieselbe 
Inschrift  wie  der  auf  der  vorigen  Handschrift  befindliche. 

391.     [Petermann  II.    121.] 

1.  Nochmals  dasselbe  Gedicht,  und  zwar  mit  dem  Ta^rly-Yers^  am 
Ende.  Die  Handschrift  ist  am  Anfange  defect;  der  erste  voi-handene  Vers 
lautet : 

und  steht  in  der  Gothaer  Handschrift  Nr.    190  auf  fol.    10'  Z.    8. 

2.  Fol.  162'':  ein  in  Mn  9nawi-W  evsen  des  Metrums  Xoflf  -^__.^_w_  JU_ 
abgefafste-s  Lehrbuch  der  Physiognomik,  xxb.:i/jLAi".  Gegen  das  Ende  (Fol. 
166*  Z.  5  V.  u.)  nennt  sich  äamdl  als  Verfasser  auch  dieses  Gedichtes'), 
welches  von  Hammer,  Dichtkunst  I,  179  besprochen  wird  und  auch  in 
Dresden  Nr.  329,2,  Wien  Nr.  1512  (II,  .589),  Upsala  Nr.  302  und  320,2 
und  im  Brit.  Museum  (ßien  S.  211'')  handschriftlich  vorhanden  ist.  Auch 
die  hiesige  Sammlung  besitzt  noch  ein  zweites  Exemplares  dieses  Gedichtes; 
s.  oben  Nr.   31,i,  wo  man  vgl.*). 

Anfang:     (j-La^'.  tV-s.  jUjüujü   MtVs«.J  ij^^-^^j   '^♦^  ^*r.^  Jj'  (sie)  f*^^} 

167  beschriebene  Blätter;  IS.sX^)^  cm.  Sehr  .schönes  und  zierliches, 
kleines,  mit  einzelnen  Vocalen  versehenes  Nas/f-  auf  der  Seite  stehen  1 9 
gespaltene  Zeilen :  die  Seiten  sind  mit  goldenen  Leisten  und  schwarzen 
Linien  umzogen,  die  Spalten  und  die  Abschnitte  durch  eine  schmälere,  mit 
zwei  schwarzen  Linien  eingefalste  Goldleiste  geti-ennt.  üeber  dem  An- 
fange von  Nr,  2  ist  ein  Raum  leer  gelassen,  in  welclien  wahr-sclieinlich  ein 
iUnwän  eingemalt  werden  sollte.  Abschrift  von  Bahr  Um  Särh'q  vollendet 
in  der  letzten  Dekade  ^^U  des  EabJi  I  999  =  17-26  .Jaimar  1591. 
Dasjenige  Blatt,  welches  jetzt  als  letztes  gebunden  ist.  gehört  zwischen 
Fol.    162   und    16  3. 

392.     [Ms.  Orient.   8".   77.] 
Nochmals  das  Gedicht  Lsx.'..   <Jl^^  von   Hamdi.  ohne  den    Tn'r7/-\'era 
am  Ende.     Anfang  wie  gewöhnlich,  mit  iu-jiLij. 

*)  in  der  Anmerkung  auf  S.  62  lese  man  „sagen  ia^f/"i-C  h.i  bert  S.  139  und  H.  '/.. 
a.    B.   ().    ansürücklich". 


t88         Türkische  Handschriften  393.  Poesie. 

181  beschriebene  Blätter;  21  X  14,6  cm.  Fluchtige,  zwischen  Nns- 
taÜTq  und  Dl/ränl  stehende  Schrift  mit  einzelnen  Vocalen ;  auf  der  Seite 
stehen  17  gespaltene  Zeilen;  die  Seiten  und  die  Spalten  mit  rothen  Linien 
umzogen;  Abschi-ift  datiert  vom  Jahre  104  6  (beg.  5.  Juni  1636).  -—  Auf 
der  Innenseite  des  Vorderdeckel.s  steht,  verkehrt  geschrieben,  folgende  Be- 
merkung: „Dieses  Buch  ist  in  der  Vestung  Griechisch  -  Weisenburg ,  als 
Solche  den  e*^""  September  1688  erobert  worden,  erbeüthet  und  von  meinem 
Bruder  Friderich  Wilhelm,  welcher  der  Belagerung  mit  beygewohnet,  mir 
vei'ehret  worden.  Franckfurth  an  der  Oder  den  22*'°  october  1688.  George 
Adolph  Frherr  von   Micrander". 

Fragmente  dieses   Gedichtes  gtehen   auch   in   Nr.   5,i    und   55,8. 
Ein  xxÜnIwuiI   von   Hamdi  steht  in   Nr.   31,8;  s.   auch   ,,Uamdl"   im  Register  III. 


398.  [Ms.  Orient.  8^  317.] 
^jj'UsI  ^j^y^.'^i  die  Gedichtsammlung  (Ghazelen,  nach  den  Reim -Buch- 
staben geordnet,  und  Bruchstücke)  des  Na^ätl  (t  914,  beg.  2.  Mai  1508; 
.s.  über  ihn  Hammer,  Osman.  Dichtkunst  I,  162,'  Gibb  p.  22  und  17  9, 
Rieu  S.  171').  Zwei  Ghazelen  von  ihm  werden  in  den  Fundgruben  U,  234 
und  VI,  125  in  Text  und  Uebersetzung  mitgetheilt;  dieselben  finden  sich 
in  der  vorliegenden  Handschrift  auf  Fol.  119*  und  55'.  Die  in  Prosa  und 
Versen  abgefafste  Vorrede,  welche  in  anderen  Handschriften  (z.  B.  Wien 
661)  dem  Dlwäii  voi-ausgeschickt  ist,  fehlt  hier.  —  Andere  Handschriften 
finden  sich:  in  München  Nr.  163,  Wien  Nr.  661-663')  (I,  624),  Paris 
Nr.  262,  281  und  282,  Upsala  Nr.  194  und  195,  und  im  Brit.  Museum 
(Rieu  a.  a.  ü.). 
Anfang:      U*il  yj^l   «jL>   *Ji^  ajbL>.   ^j^\\y 

159  beschriebene  Blätter  von  19,5X13  c'")  deren  letztes  nicht  mehr 
zum  Dlwän  gehört,  sondern,  von  anderer  Hand  geschrieben,  ein  paar 
sonstige  Gedichte  enthält.     Gutes  Diwänl-nasjßsi  mit  1 3  gespaltenen  Zeilen 


')  nach  Flügel    in    den  Wiener  Jahrbüchern  Bd.   C  Anz.-Blatt  S.   17   Nr.  376  —  379 
müfeten  in  Wien  sogar  vier  Handschriften  dieses  Diwans  vorhanden  sein. 


Türkische  Handschriften  394.  Poesie.         S88 

auf  der  Seite;  Seiten  und  Spalten  sind  mit  r<jthen  Linien  umzogen  '),  die 
Gedichte  ebenso  getrennt.  —  Nach  Fol.  48  findet  sich  eine  Lücke,  und 
am  Ende  scheint  die  Handschrift  ein  wenig  defect  zu  sein.  —  Auf  einem 
aufsen  aufgeklebten  Zettelchen  steht  „7  3.  Muchlinski    111". 


Ueber  zerstreut  Torliaudene  Gedichte  (ühazelen)  von  Nagäti  s.  Register  III   uuter  dem  Namen. 


394.     [Diez  A.   4".  64.] 

C  ^LijuJI  (jA*J^,  ein  aus  MaÖnawl-Y ersen,  Ghazelen  und  einer  Kaside 
bestehendes,  für  einen  gewissen  Yünus  Beg  verfafstes  Gedicht.  Der  Dichter 
wird  in  der  Lieberschrift  Gaifar  cd  Qunstantlnaiol  genannt  und  nennt  sich 
selbst  an  vielen  Stellen  des  Gedichtes  mit  dem  Dichternamen  Kamäll.  Eine 
in  Prosa  abgefafste  Endschrift  besagt,  dafs  das  Buch  für  Yäitntt  ßey  am 
Neumonde  s^  des  Rahll  11  915  (=  19.  Juli  1509)  vollendet  worden  sei 
( J.I  i_ftj-iJI  v^jLäXJI  *j).  Mag  nun  diese  Zeitangabe  auf  die  Beendigung  des 
Gedichtes  oder  auf  die  der  Abschrift  oder  —  was  mir  am  wahrschein- 
lichsten ist*)  —  auf  beides  zu  beziehen  sein,  so  ist  mit  ihr,  da  Yünus 
Beg  nicht  nur  hier  in  der  Endschrift,  sondern  mehrfach  auch  im  Gedichte 
selbst  gepriesen  wird,  jedenfalls  das  Zeitalter  des  Dichters  festgestellt. 
Hieraus  ergiebt  sich,  dafs  unter  diesem  Dichter  keinesfalls  der  von  Hammer, 
Osman.  Dichtkiuist  111,  333  besprochene,  um  das  Jahr  1000  d.  Fl.  gestor- 
bene Kamall,  wohl  aber  wahrscheinlich  der  ebenda  I,  180  und  bei  Latlfi- 
Chabert  S.  120  behandelte  Öaifar  Öelebi  (f  920,  beg.  26.  Febr.  1514) 
zu  verstehen  ist. 
Anfang:     JJ  |^  ^^^  jol  L-i.'id  ijJU>         dy.  |J  ^.ö^  IJü^IiXä.  ^^I 

Das  Gedicht  des  Kamäll  endigt  auf  Fol.  27";  von  den  Schreibereien, 
welche  die  noch  übrigen  Seiten  der  Handschrift  bedecken,  ist  hervorzu- 
heben : 

')  die  Seiten  von  Fol.    131   an  mit  goldenen  Leisten. 

•)  8.  die  Ueberechrift  und  Fol.  12''  Z.  4.  —  Ein  von  §tr  MuTtammad  Mu'nis  zwischen 
1800  und  1804  in  osttürkischer  Sprache  verfarster  Diwan  gleichen  Titels  wird  von 
A.   Vambery  Scheibaniade  S.  XIII  Anm.   erwähnt. 

■)  Die  elegante  Ausstattung  der  Handschrift  spricht  dafür,  dafs  wir  das  Dedications- 
exemplur  des  Yertassers  für    Yünus  Beg  vor  uns  haben. 


384         Türkische  Handschriften  395.  Poesie. 

2.  Fol.   27'':  ein   längerer,  in  Versen  abgefafster  Freundscliaftsbrief  des 
Sabin  Celebi.     Dei'selbe  ist  überschrieben:  (j;)^  JyJ\Jaj  k->^t  ^J>yc  ^yXo 
-yls.  ^»A-<o  und   beginnt: 

*jUa>Lu/   (?)   ^-^^   j^   <uy^^  |«jL-ij   ^5'.>^    ('•'*)   y^   äjLj   ijij-ft 

29  Blätter;  2U,5  X  1-4,5  um.  Nr.  1  mit  schönem,  vocalisiertem  Nas/l 
geschrieben;  auf  der  Seite  stehen  acht  gespaltene  Zeilen;  die  Seiten  und 
die  Spalten  sind  mit  goldenen  Leisten  eingefafst,  die  zwei  ersten  Seiten 
noch  reicher  als  die  übrigen;  die  Ueberschriften  und  der  Name  i^  u^y^i 
überall,  wo  derselbe  vorkommt,  mit  Gold,  der  Name  JUJ'  stets  roth  ge- 
schrieben. —  Nr.  2  mit  flüchtigem,  schwer  zu  lesendem  DlwfmJ  in  der 
Richtung  der  ßlattdiagonale  geschrieben.  —  Am  Ende  von  Nr.  I  ist  ein 
zierliches  Siegel  abgedrückt,  in  dessen  Innerem  jL*JI  oUt^sl  tU^s?  v^äaJI 
steht,  während  vier  um  dieses  Mittelschild  gebogene  Leisten  die  bald  dem 
Galal-al-dln,  bald  dem  Gärai  zugeschriebenen,  hier  nicht  vollkommen  aus- 
gedrückten   Verse  enthalten : 

s.  Keinaud,  Monumens  du  Duc  de  ßlacas  II,   282  nr.    121. 

395.  [Ms.  Orient.  8".  316.] 
_ä*mx  e;'^--'^'  ^^^  Gedichtsammlung  des  MaslAl  (t  918,  beg.  19.  März 
1512;  s.  Gotha  Nr.  174, i,  ferner  Gibb  p.  27  und  182,  Kieu  S.  171''). 
Der  Inhalt  sind  Kasiden,  Ghazelen  und  Bruchstücke;  nach  Fol.  29  hat  die 
Handschrift  eine  ziemlich  bedeutende  J^ücke.  Derjenige  Vers,  mit  welchem 
die  Gothaer  Handschrift  beginnt,  ist  hier  der  erste  auf  Fol.  2".  —  Ein 
Micrabbui  von  IlasJfil  steht  in  Muchlinski's  Chrestomathie  H,    119. 

Anfang :      L-^j  sItXt  JS'  ^  s^  i^^V*  '^^  '^'^5  ■^^'**  f**^'  ^s*^  15^**'  'J^  ^■ 

Auf  der  letzten  Seite  stehen  noch,  von  fremder  Hand  geschrieben,  zwei 
persische  Ghazelen,  das  eine  mit  dem  Anfange  ('  i^jLai  v'-?;'  *+*^  '^)'^  ^5'  ^°" 
öänil,  das  andere  mit  dem  Anfange  'jj'jJ^  J»^  LjI«^^  <^^^  )'— «  von  seinem 
Zeitgenossen  Äsaji  (s.  Nr.  910   des  persischen  Kataloges). 

9  5   beschriebene  Blätter;    21,5X  l"-?^  (^lu-     Ziemlich   gutes   Taülq   mit 
21    gespaltenen    Zeilen    auf  der    vollen    Seite.      Am    Anfang    ein    hübscher 


*)  s.   Ausgabe  von  Koiistantiuüpel    1284   IS.   -10  Z.    1. 


Türkische  Handschriften  396.  Poesie.         386 

lUmcän.  Die  Seiten  sind  mit  goldenen  Leisten  und  schwarzen  Linien  um- 
zogen, die  Spalten  und  Gedichte  ebenso  getrennt.  Abschrift  datiert  vom 
Jahre  958,  beg.   9.  Jan.    1551. 

396.  [Diez  A.  8".  168.] 
Jj>j  (j-w^^j  „Schönheit  und  Herz",  eine  allegorische  Erzählung,  der 
gleichbetitelten  Schrift  des  persischen  Dichters  FaitäRl  (s.  die  persische 
Handschrift  Nr.  12,8)  in  schwülstiger,  mit  Versen  untermischter  Prosa 
nachgeahmt  von  Ähi  (f  9  23,  beg.  24.  Jan.  1517;  s.  über  ihn  Latifi- 
Chabert  S.  105  und  Hammer,  Osman.  Dichtkunst  j,  209).  Der  StoiF 
scheint  dem  Geschmacke  der  Türken  besonders  zuzusao-en;  denn  aufser  von 
Äln  ist  derselbe  auch  noch  von  Lämhi  (s.  die  folgenden  Handschriften) 
und  von  Wäll  (s.  Dresden  Nr.  236)  türkisch  bearbeitet  worden.  Die  Be- 
arbeitung des  Ähi  wurde,  wie  H.  Z.  111,  67,  4  5  02  bemerkt,  von  dem  Ver- 
fasser unvollendet  hinterlassen.  —  Andere  Handschriften  dieser  verbreitetsten 
türkisch'^!!  Bearbeitung  finden  sich:  in  Wien  (Hofbibliothek  Nr.  432  bis 
4  34  und  Oriental.  Akademie  Nr.  162  [s.  S.  195  des  Kataloges]),  Leiden 
Nr.  2337,  Upsala  Nr.  481,  St.  Petersburg  (Asiat.  Museum  S.  207  und 
Manuscrits  et  xylographes  Nr.  584),  Paris  Nr.  358  und  Mailand  (Auibro- 
siana  Nr.  184). 
Anfang:  ^^Jö  pik/ ^1^1    «J.k>o  r^r^'  *J-^=^r''  *^''  r*^ 

^^^^jJl.»dJl    j'^    slv   i<.j'L=k  (vH»^   /^f^    «jäXJ    »siLi 

132  beschriebene  Blätter;  18  X  1Ö,5  cm.  Gutes,  türkisches  Nasxl  mit 
15  Zeilen  auf  der  Seite;  die  Seiten  mit  rothen  Linien  umzogen.  Abschrift 
vollendet  an  einem  Dienstage  im  Jü  'I  qa^dah  985  =^  10.  Jan.  —  8.  Febr. 
15  78.  Gegen  das  Ende  ist  die  Handschrift  durch  eingedrungenes  Wasser 
nicht  unbedeutend  beschädigt;  aus  dem  voidetzten  Blatte  sind  die  oberen 
drei  Viertheile  der  Schrift  ausgeschnitten  und  durch  leeres  Papier  ersetzt.  — 
Auf  Fol.  1"  sind  zwei  Siegel  abgedrückt;  in  dem  einen  derselben  ist  nur 
iX»^l  mit  Sicherheit  zu  lesen ;  in  dem  anderen  steht  innen  ^  tV«^l  >aäaJI 
tX»-;?,  danmi  (sie):  v:y-^^N  v_>Lj  ^^'t   j^i\  U  '»^j^  (?)  y^  *jL=»  j^*>- 


Türkischo  Handschriften.  49 


$86         Türkische  Handschriften  ;{97-399.  Poesie. 

Ghazolen   von  Ähi  s.  in   Nr.  27, u  und  41,4;  von  Hallmi  (t  gleichfalls  923)  in  Nr.  27, ii  ; 
ein  Ghazel  von  Bawäm  (t  930)  in  Nr.    27, 21  ;  ein    2üoLji:;jwm>.£   desselben  in  Nr.   31,2. 


397.  [Diez  A.   8°.   87.] 

Jk>^  ij--«*^  „Schönheit  und  Herz",  ein  allegorischer  Roman,  gleichfalls 
dem  Fersischen  des  FattäRi  (s.  Kr.  12,8)  nachgeahmt  von  Malihiüd  ihn 
lUBmän  ihn  iÄh,  bekannt  unter  dem  Dichternamen  Lümili  (f  937  oder 
938,  beg.  25.  Aug.  1530  und  15.  Aug.  1531;  s.  Chabert-Zr/^7/i  kS.  27  1, 
Hammer,  Dichtkunst  H,  20,  Osman.  Reich  III,  465,  Gibb,  üttoman 
Poems  j).  189,  Rieu  p.  15  6").  Vgl.  Gotha  Nr.  24  7,  wo  eine  Handschrift 
desselben  Werkes  beschrieben  wird.  —  Andere  Handschriften  der  ßeai'bei- 
tuno-  des  Lnmiii  finden  sich,  aufser  in  den  folg-enden  Handschriften  und 
in  Gotha,  noch  in  Pai'is  Nr.  27  6  und  St.  Petersburg,  Asiat.  Museum  S.  20  7; 
der  Anfang  auch  in  der  hiesigen  Handschrift  Nr.  24,2. 
Anfang:     &5' jj^LUl   .  i^ä'  Ö""-^  "Jj'  ü"^^  15'^  c>^.  ^jX^^^   -Sjij 

148  beschriebene  Blätter,  von  deren  letztem  die  Hälfte  abgerissen  ist; 
19X  12  cm.  Gewöhnliches,  deutliches  iVas/?  mit  17  Zeilen  auf  der  Seite; 
die  Seiten  u.  s.  w.  rcjth  umzogen.  Zwischen  Fol.  8  und  9  eine  Lücke, 
welche  Fol.  9  —  2  0  der  folgenden  Handschrift  eiUspiücht.  —  Auf  einem 
aufsen    aufgeklebten    Zettel    steht:    ^^s   ^■^}^    15^7*   ts*^-    (.S^j^jI-tJ^    ^-jUT 

398.  [Diez  A.   8".    165.] 
Dasselbe  Werk;   Anfang  wie  in  der  vorigen   Handschrift. 

167  beschriebene  Blätter;  20  X  12  cm.  Gutes  Dlwänl  mit  13  Zeilen 
auf  der  Seite.  Auf  den  letzten  fünf  Seiten  noch  4  8  Namen  Gottes  und 
einige  Gedichte.     Fol.   87  —  94   beschmutzt. 

399.     [Petennann  H,   298.] 

Nochmals  dasselbe   Werk;  Anfang  ebenso. 

20  6  bescliriebene  Blätter;  15  X  ^?^  t;™-  Hübsches  Nastaillq  mit  15 
Zeilen  auf  der  Seite;  Unu-andung  aus  einer  goldenen  Leiste  und  drei 
schwarzen  Linien  gebildet.  Abschrift  von  MuJiammad  Abu  'l  fadl,  bekannt 
unter   dem   Namen  Mulla  Fndh ,    zu  Makkah    im  Jahre   959   (beg.   29.  üec. 


Türkische  Handschriften  399.  Poesie.         887 

1551)  angefertigt.     Am  Anfang  ein  einfacher  iUnioän.  —   Auf  Fol.    1°  ein 
tUi-kisches  Gedicht. 


Eine  au.sfiihrliche  Analyse  der  vorliegenden  Bearbeitung,  welche  Diez 
dem  Kataloge  seiner  Handschriften  (8.  4  62  —  472)  einveideibt  hat,  lautet 
folgenderniafsen : 

Der  erste  Abschnitt  und  eigentliclie  Anfang  des  Werkes,  der  auf  die 
obgedachte  Zueigining  an  Sei  im  I  fi>lgt,  fehlt  leider  in  gegenwärtigem 
Exemplar*).  Nur  die  Ileberschrift  ist  da,  welche  anzeigt,  dafs  der  erste 
Abschnitt  mit  einem  Gedichte  angehoben,  hinter  welchem  die  erste  Nach- 
richt von  einem  Reisenden  gegeben  worden,  mit  dem  wir  es  in  der  Folge 
zu  tliun  haben.  Der  Reisende  heifst  Nazar  (Anblick,  der  alles  nur  nach 
dem  Anblick  oder  nach  der  äufseren  Seite  beurtheilt),  wie  wir  gleich  hören 
werden,  und  es  ist  wahrscheinlicli  von  ihm  gesagt,  dafs  er  sich  au  seinem 
Orte  wohl  befunden,  aber  demioch  ausgegangen  sey,  um  es  besser  zu  suclien, 
denn  die  letzten  Worte  des  ei'sten  Abschnittes,  die  sich  in  meinem  Exem- 
plar finden,   heifsen 

so  verliefs  er  denn  die  Stadt  Affijat  (Wohlfahrth)  mit  durstiger 
Leber  und  mit  verbranntem  Herzen  und  reiste  ab. 
Die  Schicksale  dieses  Reisenden  sind  nun  folgende.  Das  Bessere  aber,  was 
er  sucht,  ist  die  Quelle  des  Lebenswassers,  welches  vei-jUngen  und  unsterb- 
lich machen  soll.  Nazar  kam  in  die  Stadt  Schochret  (Rulim),  wo  er  sich 
für  einen  Kaufmann  ausgab.  Der  König  des  Ortes  hiefs  Fachr  (Ruhm- 
redig), mit  welchem  sich  Nazar  über  das  Lebenswasser  unterhält.  Fachr 
erklärt  ihm,  dafs  dies  nur  eine  bildliche  Vorstellung  sey,  worunter  man 
eigentlich  Ehrenstellen  inid  Reichthum  verstehen  müsse.  Da  diese  Ant- 
wort nicht  nach  Nazars  Geschmack  war,  so  verläfst  er  den  Ort  und  gei'äth 
an  den  Fufs  eines  Berges,  auf  dessen  Gipfel  eine  Einsiedelung  oder  ein 
Kloster  lag,  worin  ein  frommer  Mann  wohnte,  genannt  Zark  (Heucheley). 
Nazar  ersteigt  den  Berg  im  Anzug  eines  Derwisches  und  fragt  den 
Einsiedler  nach  dem  Lebenswasser.     Zark  antwortet  ihm: 

was    man    Lebenswasser    nennt,    ist    die    Paradiesesquelle    in    der 
Ewigkeit  und  bedeutet  Thr.äne  in  dieser  Welt.      Wenn  du  in  dieser 


*)   (1.   h.   in   Nr.   397    (Diez   A.  8".   87). 

49^ 


Türkische  Handschriften  399.  Poesie. 

Welt  das  ewige  Wohlleben  begehrst,  so  lafs  bittere  Thräneii 
fliefsen. 

Nazar  erkannte  hierin  nicht,  was  er  sucht  nnd  steigt  vom  Berge  herab 
und  kömmt  in  Wälder  und  gefährliche  Wege,  wo  er  viel  Mühseligkeiten 
ausstehen  niuls.  Endlich  gelangt  er  ans  Meer  und  steigt  zu  Schilf.  Es 
entsteht  ein  Sturm,  das  Schifl"  scheitert  und  Nazar  rettet  sich  durch 
Schwimmen,  uiit  Hülfe  zweyer  ausgehölten  Kürbisse.  Er  erreicht  eine 
schöne  Wiese  im  Lande  des  Königs  Hümmet  (Obhut),  der  seine  Residenz 
in  einer  von  ihm  erbauten  hochgelegeneren  Vestung  hatte  mit  Namen  Hi- 
dajat  (Leitung  zum  Heil).  Er  begiebt  sich  dahin  und  erzählt  dem  König, 
was  er  bisher  ausgestanden  und  setzt  hinzu,  dafs  er  schon  lange  auf  Reisen 
sey,  um  für  den  Prinzen  Dil  (Herz)  die  Lebensquelle  zu  suchen.  Hümmet 
versichert,  dafs  es  mit  dieser  Quelle  keine  Fabel  sey,  dafs  er  (Nazar)  sich 
aber  zu  einem  König  im  Oiient,  genannt  Uschk  (die  Liebe)  begeben  müsse. 
Dieser  habe  eine  Tochter,  mit  Namen  HUsn  (Schönheit),  deren  Schönheit 
alles  übertreffe.  Üschk  habe  für  selbige  am  Fufse  des  GebürgesKaff  eine 
prächtige  Stadt  erbauet  und  den  schönsten  Paradiesesgarten  angelegt.  Die 
Stadt  heifse  didar  (Angesicht)  und  der  Garten  ruchsar  (Wangen).  In 
diesem  Garten  finde  sich  eine  verborgene  und  vei'siegelte  Quelle,  genannt 
fem  (Mund),  aus  welcher  das  Lebenswasser  riesele.  Niemand  aber  aufser 
Hüsn's  Mundschenken  habe  das  Lebenswasser  berührt  und  in  der  Stadt 
würden  keine  Kaufleute  geduldet.  Zum  Garten  fände  auch  kein  Mensch 
den  Weg,  denn  in  jedem  Winkel  lägen  tausend  unerbittliche  Feinde  und 
auf  dem  Wege  hundert  beifsige  Hunde  als  Wächter.  Aufserdem  habe  man 
in  den  engen  Pässen  und  Strafsen  dahin  unzählige  Unfälle  zu  erwarten. 
Dahin  gehöre  das  Land  Seksar  (Lüstling),  dessen  Monarch  ein  Dämon  sey, 
mit  Namen  Rakib  (Nebenbuhler).  Dieser  sey  sehr  blutgierig,  lieblos,  schänd- 
lich und  schlecht  gesiimt.  Er  sey  der  Wächter  der  Stadt  didar.  Wenn 
du,  setzt  Hümmet  hinzu,  das  Land  Seksar  durchzogen  hast,  so  kömmst 
du  vor  meines  Bruders  Wohnort  vorbey,  dessen  Land  sehr  reizend  ist.  Er 
heifst  Kämet  (Statur)  und  ist  der  Hüsn  Fahnenträger.  Bist  du  da  vorbey 
gekommen,  so  triffst  du  das  Schlangenziel,  welches  ein  sehr  gefährlicher 
Ort  ist  und  wenn  du  auch  diesen  Ort  zurückgelegt  hast:  so  betrittst  du 
die  Grenze  der  Stadt  didar. 

Nachdem  Nazar  dies  alles  angehört  hat,  so  bittet  er  den  König  Hüm- 


Türkische  Handscliritten  309.  Poesie.         S89 

met,  ihm  ein  Empfehlungsschreiben  an  seinen  Bruder  Kämet  mitzugeben. 
Er  erhält  es  und  reist  ab. 

Er  erreicht  das  Land  Seksav  und  geräth  in  Angst  und  Furcht.  Er 
verkleidet  sich  und  geht  in  die  engen  Wege  hinein.  Er  stöfst  auf  eine 
Marmorsäule,  worauf  in  hebräischer  Schrift  die  Woi-te  eingegraben  sind, 
dafs  man  in  diesem  Lande  nichts  als  Schrecken  und  Gefahren  zu  erwarten 
habe!  Nazar  wird  luischlüfsig.  Er  verläfst  sich  indessen  auf  seine  List 
und  setzt  den  Weg  fort.  Er  wird  nun  von  den  Wächtern  ergrifi'en  und 
vor  Rakib  gebracht  und  auf  die  Frage,  wer  er  sey?  sagt  Nazar: 

Ich  bin  ein  Philosoph  aus  Jonien  (Griechenland),   ein  armer  Ge- 
lehrter   und    Wegweiser   zu    Gott.      Ich    bin    ein    Weiser   in    allen 
Künsten,  ich  bin  der  Weltumreiser  und  der   Wandler  der  Zeiten. 
Ich  besiege  die  Talismans  und  werfe  die  Amnlete  zu  Boden;  mit 
Gottes    Hülfe    bin    ich    in     den    mathematischen     Wissenschaften 
einzig  und  in  der  Arzneykunst  ein  Phönix.     In  Entdeckung  ver- 
borgener Sachen  bin   ich  ohne  Gleichen    und    in  Aufsuchung  der 
Schätze    bin  ich    das  Sprüchwort   geworden;    in    der  Goldmacher- 
kunst bin    ich  Meister   und    in  Offenbarung    der  Geheinmisse  bin 
ich  auserlesen. 
Rakib  erstaunte  über  einen  Menschen  von  so  vieler  Wissenschaft;  am 
meisten  aber  ward  er  durch   die  Habsucht  auf  die  Goldmacherey  aufmerk- 
sam gemacht,  weil  er  schon    immer    einen  Goldmacher    bey   sich  zu  haben 
gewünscht  hatte.     Er  trug  also  dem  Nazar  an,  diese  Kunst  zu  erproben. 
Nazar  erwiederte: 

Wenn    du  alles  Gold  und  Silber  zu  besitzen  wünschest:    so  mufs 
ich  die  Reise  nach  der  Stadt  Didar  und  nach  dem  Garten  ruchsar 
machen,    weil    daselbst    die   Bestandtheile    zur   Zusammensetzung 
des  Steines  der  Weisen  anzutreffen  sind. 
Rakib  willigte  ein,  machte  aber  die  Reise  mit,  um  seinen  Mann  fest- 
zuhalten.    Nazar    wuTste  ihn    unterwegs    durch    tausend  Listen    und    ein- 
schmeichelnde Ränke  noch  mehr   zu  gewinnen  und  bewog  ihn,    zuerst  mit 
ihm  nach  der  Residenz  des  Königs  Kämet  zu  gehen,  um  von  da  den  Weg 
nach  Didar  fortzu .setzen.     Kämet  wunderte  sich,  Nazar  in  Gesellschaft  des 
Dämons  zu  sehen    und    fragte   ihn  aus.     Nazar   gab    ihm    das  Nöthige  zu 
verstehen    und    üben-eichte  unvermerkt   den  Brief  des  Hümmet.     Kämet 


890         Türkische  Handschrilten  390.  Poesie. 

versteht  die  Winke  luid  ohne  sich  etwas  mei'keu  zu  lassen,  fragte  er  den 
Rakib,  wai'um  er  gekommen  sey?  Dieser  erwiederte  nur,  dafs  er  einen 
Philosophen  gefunden,  der  ihm  für  seine  Krankheit  Heilmittel  verheifsen 
habe,  wozu  sich  die  Kräuter  nur  in  der  Ferne  antreffen  lassen  sollten. 
Kämet  bemerkte,  dafs  llakib  in  seinen  Reden  nicht  aufrichtig  war,  aus 
Höflichkeit  liefs  er  das  Gespräch  fallen  und  bewirthete  seine  Gäste.  Am 
Ende  liefs  er  die  Mundschenken  fleii'sig  herum  gehen  und  als  Rakib  trunken 
geworden,  so  trugen  ihn  die  Leute  aus  der  Versannnliing  weg.  Nun  zog 
Kämet  den  Nazar  auf  die  Seite  und  forderte  ihn  auf,  sich  zu  entdecken 
und  wie  er  in  die  Gesellschaft  des  Dämons  gerathen  sey?  Der  Reisende 
erzählt  seine  Abentheuer  und  den  Zweck,  welchen  er  habe,  die  Lebens- 
quelle zu  suchen  und  bittet  ihn  um  Schutz.  Kämet  liefs  ihn  also  durch 
einen  getreuen  Sklaven,  genaiuit  Sak  (Leiden)  verborgen  halten.  Rakib, 
des  anderen  Morgens  vom  Rausche  erwachend,  suchte  den  Nazar  vergeb- 
lich und  kehrte  trostlos  in  sein  Land  zurück. 

Nazar  verweilte  einige  Zeit  bei  Kämet.  Indem  er  aber  Willens  war, 
weiter  nach  Didar  zu  reisen:  so  triü't  er  in  ii'gend  einem  Garten  einen 
silberneu  Gürtel  an,  worunter  zwey  Talismans  angebracht  waren,  die  ihn 
verhinderten,  weiter  zu  kommen.  Er  tindet  aber  daselbst  einen  Wächter 
der  Hüsn,  mit  Namen  Zülfi  (Locken),  der  gerade  in  der  Gegend  auf  die 
Jagd  gegangen  war.  Er  wird  zwar  anfangs  von  ihm  hart  angelassen  — 
da  indessen  sein  Vater  aus  Tnrkestan  und  seine  Mutter  aus  Indien 
herstammt,  von  wannen  Zülfi  ebenfalls  gebürtig  war,  so  werden  beyde 
versöhnt,  zumal  da  Nazar  voi'schützt,  von  einem  Reisegefährten  in  diese 
gefährliche  Gegend  geführt  worden  zu  seyn.  Zülfi  hat  Mitleiden  und  be- 
freyet  ihn  von  der  Bezauberung  und  nimmt  ihn  mit  sich.  Am  Ende  wird 
zwischen  beyden  die  Freundschaft  so  grofs,  dafs  Zülfi  ihm  etwas  von 
seinen  Haaren  gibt  als  ein  Mittel,  den  Gefahren  zu  entgehen,  welche  ihm 
bey  Fortsetzung  der  Reise  aufstofsen  möchten.  Nazar  hatte  noch  beym 
Schlangenziel  viele  Unfälle  zu  erdulden.  Er  übersteht  sie  aber  und  er- 
reicht endlich  den  Ful's  des  Berges  Kaff. 

Er  langte  in  der  Stadt  Didar  an  im  Aufzuge  eines  Kalenders  und 
fand  durch  die  eigenen  Wächter  der  Hüsn  Gelegenheit,  in  den  Garten 
Ruchsar  zu  dringen,  um  die  Lebensquelle  zu  suchen.  Nim  hatte  Nazar 
einen  jüngeren  Bruder  gehabt,    der  in    der   Jugend    war   geraubt   und    von 


Türkische  Handschriften  399.  Poesie.         391 

den  Verwandten  getrennt  worden.  Er  hiefs  Ghamze  dschadu  (ßlick- 
zaiiberer);  er  war  in  den  Dienst  der  Hiisn  gerathen,  deren  Schwerdtträger 
er  war.  Es  war  ein  blutgieriger  Mann.  Als  er  Nazar,  welchen  er  nicht 
kannte,  im  Garten  antraf,  wo  kein  Fremder  sich  sehen  lassen  durfte:  so 
iibei-häufte  er  ihn  mit  Vorwüi-fen  und  entkleidete  ihn,  um  ilm  hinzu- 
richten. Nazar  bereitet  sich  zum  Tode,  ob  er  gleich  Gott  noch  um  Be- 
freyung  anruft.  Die  Mutter  aber  beyder  Brüder  liatte  bey  der  Entbindung 
von  beyden  Kindern  zwey  vortreffliche  Perlen  gehabt,  deren  W'erth  die 
kostbarsten  Rubinen  übei'stieg  imd  um  beyde  Söhne  vor  dem  Einflufs 
böser  Blicke  zu  bewahren,  hatte  sie  jedem  eine  Perle  an  den  Arm  ge- 
bunden. Wie  also  Ghamze  den  Nazar  zur  Hinrichtung  entkleidet  hatte: 
so  bemerkte  er  an  dessen  Arme  die  Perle  und  fragte  nach  dem  Grund 
der  Sache.  Nazar  erzählt  die  obgedachten  Umstände  —  Ghamze  er- 
kannte hierauf  seinen  Brudei-,  umarmt  ihn  und  führt  ihn  in  seinen  Pallast, 
wo  sie  in  Freuden  lebten. 

Die  Prinzessin  Hüsn  hatte  nicht  sobald  von  diesem  Vorfall  reden 
gehört,  als  sie  Ghamze  zu  sich  kommen  liefs,  um  von  ihm  die  Sache  zu 
vernehmen,  wobey  die  Geschichte  der  Perle  nicht  vergessen  ward.  Die 
Prinzessin  sagte: 

ich  ei'innere  mich,  dafs  es   in    meinem  Schatze    eine    vortreffliche 

Perle  giebt,  worauf  ein  reizendes  Bild  eingegraben  ist,    ich  weifs 

nicht  von  welcher  Engelsgestalt!      Niemand  hat  mir  den  Knoten 

zu  lösen  vermocht,  ob  ich  ihn  gleich  Vielen  vorgelegt  habe.     Ich 

will  indessen  nicht  behaupten,  dafs  es  ein  Talifman  sei,    der  auf 

der  Welt  etwas  hilft. 

Ghamze  fühlte  sofort  seinen  Bruder  zur  Prinzessin,  welche  sich  mit 

ihm   über  allerlei  Gegenstände  unterhielt.     Am  Ende  liefs  sie  die  Perle  mit 

dem  Bilde  holen,    um  sie  von  Nazar  besehen  zu  lassen.      Sobald  letzterer 

das  Kleinod  in  die  Hand  nahm    und  das  Bildnifs  beti-achtete :    so  erkannte 

er  dai-in  das  Bild    vom  Prinzen  Dil,    einem  Sohne  des  Sultans  vom  Occi- 

deut  imd  das  Gemälde   gab    er   für    das  Werk    des   vornehmsten  Malers  in 

China,  des  bewundernswürdigen  Maui  aus.      N a z a r  machte  auch  von  des 

Prinzen    Schönheit,    Tugend    und    Macht   so    günstige   Schilderungen,    dafs 

Hüsn   von  den  bezaubemiden  Reden  des  verschmitzten  Nazar s  hingei-issen 

und  in  Dils  Gesicht  verliebt  ward,    ohne  sehie  Person  gesehen  zu  haben. 


392         Türkische  Handschi-iften  399.  Poesie. 

Sie  liefs  es  sich  aber  nicht  merken,  bis  endlich  nach  einiger  Zeit  das 
Liebesfeuer  ihre  Geduld  zerrifs.  Sie  liefs  Nazar  allein  zu  sich  kommen 
und  sagte  ihm  mit  Ablegung  aller  Zurückhaltung: 

da  du  midi  durch  Dils  Schönheit  bethört  hast:   so  mufst  du  mir 
aucli  zur  Erlangung  meiner  Wünsche  behulflich  seyn. 
Nazar  versetzte: 

ich  bin  ganz  zu  der  Prinzessin  Diensten.     Es  ist  aber  keine  leichte 
Sache,  des  Prinzen  Dils    habhaft  zu    werden;  denn  er  folgt  nur 
den  Rathgebungen  des  Verstandes  und  verrichtet  nichts  ohne  ihn. 
Indessen  ist  es  lange  her,   dafs  er  begierig  und  von  ganzer  Seele 
das  Lebenswasser  sucht  und  durch  diese  Leidenschaft  vom  Dienste 
des  Verstandes    abgezogen  wird.      Wenn  sich  also  in  dieser  Resi- 
denz ein    Vertrauter  linden  möchte,    der  mit    mir  mit  den  Wahr- 
zeichen   vom  Lebenswasser  abreisen    könnte:    so    würden    wir   ihn 
hoffentlich  wie    den  Zephyr  über  die  Thäler  wehen  und  begierig 
ankommen  sehen. 
Hüsn  billigte  diesen  Vorschlag  und  liefs  Nazar  von  zwey  vertrauten 
Sklaven   begleiten,   deren  einer,    ein  Zaubergeist,  Hajal  (Einbildung)  hiefs 
und   ihr    Spiegelhalter    war    und    der   andere    Naglime    (Klagegesang)   ge- 
nannt   ward    und    grofse    Stärke    in    der  Musik   besafs.      Aufserdem  gab  sie 
ihm  einen  herrlichen  Rubin  mit,  womit  die  Quelle  des  Lebenswassers  ver- 
siegelt und  der  wie  Salomons  Siegelring  ein  Talisman  war. 

Nazar  machte  sich  mit  dem  Ringe  mul  den  beiden  Gefährten  auf 
den  Weg  und  langte  bald  im  Lande  Dils  an,  von  dem  er  gut  aufgenommen 
ward.  Nazar  legte  das  Zeichen  vom  Lebenswasser,  nemlich  den  Rubin 
vor  ihn  und  bereitete  ihn  auf  Hajal  vor.  Dieser  ward  hierauf  vorgelassen 
und  auf  Dils  Erkimdigung  gab  er  sich  für  einen  Sklavensohn  aus  Jeru- 
salem und  für  einen  Kammerdiener  des  Königs  Üschk  und  für  den  Spiegel- 
halter der  Hüsn  aus  und  indem  er  den  Dil  durch  die  Schilderung  der 
letzteren  zum  Wunsche  gebracht  hatte,  ihr  ßild  zu  sehen:  so  malte  er  es 
sogleich  auf  ein  Stück  Atlafs  hin  mit  so  vielen  Reitzen,  dafs  Dil  davon 
entzückt  ward  imd  den  Hajal  öfter  in  der  Nacht  zu  sich  kommen  liefs, 
um  sich  mit  ihm  über  Hüsns  Schönheit  zu  unterhalten,  weil  er  sonst 
keine  Ruhe  hatte.  Um  ihn  zu  beschäftigen,  empfahl  ihm  Hajal  den 
Naghmd   zum  Gesellschafter,    der   ihm   durch   seine  Künste   die  Zeit  ver- 


Tüi-kische  Handschriften  399.  Poesie.         393 

treiben  könnte.  Naglime  ward  also  zu  ilini  geführt,  der  damit  anfing, 
ihm  seine  Herkunft  aus  dem  Lande  des  Uschk  zu  erzählen  und  von  sich 
zu  rühmen,  dafs  er  zvveyundsiebenzig  Sprachen  rede.  Er  endigte  aber  da- 
mit, durch  seine  Musik  und  Erzählungen  den  Dil  noch  verliebter  zu  machen, 
bis  dieser  endlich  mit  Hajal  darüber  zu  Rathe  ging,  wie  er  zum  Besitze 
der  Hüsn  gelangen  könne.  Es  ward  ihm  gerathen  zu  Schiffe  zu  gehen 
und  Dil  entschlofs  sich  dazu. 

Dils  Vater  aber,  Akl  (Verstand)  hatte  einen  Wezier  Wehim  (Be- 
urtheilung)  genannt,  der  Dils  Absichten  und  die  Ränke  von  Hajal  und 
Naghme  entdeckt  hatte  und  dem  König  Akl  vorstellte,  wie  gefährlich 
der  Ausgang  sein  würde,  wenn  man  nicht  den  Prinzen  an  der  Ausführung 
seiner  Reise  verhinderte  und  die  Betrüger,  von  denen  er  umgeben  sey,  hin- 
richten lassen  wollte.  Akl  fordert  darüber  erst  Beweise.  Wehim  rieth 
ihm  zu  .seiner  Ueberzeugung,  die  Erenidlinge  in  einem  gewissen  Schlol's, 
wo  .sie  aufgenommen  worden,  gefangen  nehmen  und  verhören  zu  lassen. 
Dies  geschah.  Die  Leute  wurden  vor  den  Kaiser  geführt  und  einer  nach 
dem  anderen  vernonnuen.  Nazar  erschien  im  Aufzuge  eines  alten  ab- 
gelebten Derwisches  und  Hajal  und  Naghme  traten  als  ein  paar  junge 
Diener  und  Schüler  von  ihm  auf.  Beym  Verhöi*e  hatten  alle  drey,  einer 
unabhängig  vom  anderen ,  die  künstlichsten  Lügen  voi-getragen  und  mit 
so  vieler  Beredtsamkeit  gesprochen,  dafs  Akl  weit  entfernt,  sie  als  Ver- 
brecher anzusehen,  gar  sehr  für  sie  eingenommen  ward. 

Der  Wezir  Wehim  hingegen  war  anderer  Meinung  und  auf  seine 
dringende  Vorstellung  wurden  Dil,  Nazar  und  Hajal  in  Fesseln  gelegt 
und  gefangen  gesetzt,  Naghme  aber  ward  freygelassen,  um  über  ihre  bis- 
herigen Geschäfte  und  Vorsätze  noch  besser  ausgeforscht  zu  werden.  Allein 
des  Naghme  erdichtete  und  reizende  Erzählungen  stimmten  den  König 
Akl  so  sehr  zu  seinem  Vortlieile,  dafs  Naghme  zu  seinem  vertrauten 
Gesellschafter  gemacht  ward,  mit  welchem  er  in  Lust  und  Wohlleben  die 
Zeit  hinbrachte,  sodafs  die  Regierungsgeschäfte  ganz  vernachlässigt  wurden 
und  endlich  Unruhen  in  den  Provinzen  entstanden.  Dies  bewog  ehien 
alten  in  grofsem  Ansehen  stehenden  Scheich  mit  Namen  11ha  ni  (Ein- 
gebung) an  den  König  zu  schreiben  und  ihn  von  den  Gefahren  zu  unter- 
richten, die  dem  Reiche  drohten.     Akl  ward  dadurch  aus  der  Verblendung 

Tüikbclie  H;indscliiirteo.  50 


im         Türkische  Handschriften  399.  Poesie. 

geweckt,  bereuete  das  Geschehene,  entfernte  Naghm^  von  seiner  Gesell- 
schaft und  unterzog  sich  wieder  den  Regierungs  Geschäften. 

Unter  dieser  Sinnes  Aenderung  Akls  hatten  Dil,  Nazar  und  Hajal 
die  Hoffnung  verloren,  aus  dem  Gefangnisse  befreyet  zu  werden.  Dil  aber 
hatte  bey  den  vorigen  Lustbarkeiten  jenen  Rubin,  das  Zeichen  von  der 
Quelle  des  Lebenswassers,  dem  Nazar  aufzuheben  gegeben.  Da  nun  dieser 
Ring  als  Talisman  die  Eigenschaft  hatte,  dafs  jeder,  der  ihn  in  den  Mund 
nahm,  sogleich  vor  aller  Augen  vuisichtbar  und  nach  Ruchsar  als  dem 
Orte  der  Lebensquelle  versetzt  ward,  so  machte  Nazar  davon  Gebrauch 
und  verschwand  im  Augenblick.  Nachdem  er  eine  so  geschwinde  Reise 
gemacht  hatte  und  noch  zweifelhaft  war,  ob  er  wache  oder  träume  —  so 
bemerkte  er  in  der  Mitte  des  Gartens  einen  kostbaren  Rubin ,  worauf  vor 
Alters  ein  Bild  eingegraben  worden.  In  dieser  Gegend  befand  sich  eine 
reine  Quelle,  die  man  für  die  Lebensquelle  hätte  halten  sollen,  indem  sie 
sUfser  war  als  Honig  und  Zuckei*.  Allein  über  die  Quelle  war  ein  dia- 
mantener Talisman,  ein  Schwerdt  aufgehangen,  und  aus  Furcht  vor  dem 
Schwerdte  getraute  sich  Niemand,  aus  der  Quelle  zu  trinken.  Nazar  in- 
dessen, der  sehr  durstig  war,  neigte  sich  zu  ihr  nieder  und  indem  er  den 
Mund  öffnete,  liefs  er  jenen  Zauberring  aus  dem  Munde  ins  Wasser  fallen, 
die  Quelle  verschwand  darüber  aus  seinen  Augen  und  die  gröfste  Uni'uhe 
bemächtigte  sich  seiner. 

In  diesem  Augenblick  erschien  der  Dämon  Rakib,  schlug  auf  Nazar 
los,  schleifte  ihn  auf  und  nieder  und  schleppte  ihn  ins  Land  Seksar,  wo 
er  ihn  in  Fesseln  und  Banden  legte.  Alles  dies  geschah  in  Rückerinnerung 
dessen,  dafs  er  ehemals  von  Nazar  so  sehr  getäuscht  worden  war.  Nazar 
aber  erinnerte  sich  in  seiner  Gefangenschaft  der  Haare,  welche  er  einst 
von  ZUlfi  empfangen.  Er  warf  eins  davon  ins  Feuer  und  ward  durch 
dessen  Zauberkraft  aller  Ketten  entledigt  und  ins  Land  Di  dar  gerade  vor 
Hüsn  versetzt.  Als  diese  ihn  sah  und  die  Begebenheiten  vernommen 
hatte,  die  ihm  und  seinen  Gefährden  mit  Dil  im  Lande  Akls  zugestofsen 
waren:  so  schickte  sie  Nazar  und  seinen  Bruder  Ghamz^  mit  anderen 
Zauberern  ab,  um  durch  Zauberkünste  die  Gefangenen  zu  befreyen  und  zu 
ihr  zu  führen.  Sie  kleideten  sich  als  Jäger  und  langten  auf  den  Grenzen 
des  Landes  von  Akl  an. 

Unterdessen  war  der  Wezir   Wehim  von  Nazars  Flucht  nicht  sobald 


Türkische  Handschriften  399.  Poesie.  S95 

uiiterrichtet  worden,  als  er  den  König  Akl  veranlafste,  überall  Truj)pen 
aufzubieten  und  alle  Zugänge  und  Strafsen  zu  besetzen,  um  die  ankoiu- 
inenden  Zauberer  aufzugreiifen  und  einzuliefern,  damit  den  Unruhen  vor- 
gebeugt werde,  welche  von  ihnen  ohne  Zweifel  angezettelt  werden  wUi'den. 
Die  Befehle  wurden  erlassen.  Unter  dem  Aufgebote  befand  sich  Tewb^ 
(Bufse)  Commandant  einer  Grenz  Vestung,  in  deren  Gebiet  Ghamze  und 
Nazar  angekommen  und  überfallen  worden  waren.  Allein  Tewbe  ward 
geschlagen  und  seine  Vestung  ward  eingenommen.  Die  Zauberer  rückten 
weiter  und  verheerten  überall  das  Land.  Indem  sie  sich  endlich  der  Haupt- 
stadt Akls  näherten,  fand  Ghamze  für  gut,  mehr  Vorsicht  zu  gebi'auchen. 
Zu  dem  Ende  sagte  er  ein  Zaubergebet  her  und  alsbald  wurden  seiiie  Ge- 
nossen in  Hirsche  und  Rehe  verwandelt,  die  sich  das  Ansehn  gaben,  auf 
Wiesen  und  GebUrgen  zu  weiden,  die  aber,  sobald  sie  die  Gelegenheit 
wahrnahmen,  ihre  Zauberkünste  übten. 

Akl  war  gerade  mit  seinen  Wezirs  und  andern  Beamten  im  Rathe 
versammelt,  als  die  Nachricht  von  Tewbd's  Niederlage  und  von  den  Ver- 
wüstungen, welclje  Ghamze  angerichtet,  überbracht  wai-d.  Zu  gleicher 
Zeit  war  Dil  im  Gefängnifs  sehr  krank  geworden  und  der  Wezir  hatte 
dem  Könige  gerathen,  Maafsregeln  dafür  zu  nehmen.  Es  ward  ein  Arzt 
abgeschickt,  welcher  den  Prinzen  an  der  Melancholie  krank  fand  und  auf 
seine  Heilung  antrug.  Akl  liefs  den  Prinzen  aus  dem  Gefängnisse  holen 
mid  liefs  ihm  eine  schickliche  Wohnung  anweisen.  Bald  nachher  liefs  er 
ihn  zu  sich  kommen  und  ermahnte  ihn,  von  Betrügern  und  Gauklern  ab- 
zulassen und  sich  als  Thronerbe  nicht  der  Gefahr  auszusetzen,  in  der 
Fremde  umher  zu  in-en.  Wenn  er  aber  ja  reisen  wolle:  so  solle  er  auf  eine 
für  Prinzen  schickliche  Art  mit  grofsem  Gefolge  reisen,  damit  er  gegen  jedes 
Unglück,  was  ihm  zustofsen  köime,  sich  zu  schützen  im  Stande  sey. 

Dil  liefs  sich  seines  Vaters  Vorschlag  gefallen,  um  nach  dem  Lande 
derHüsn  zu  kommen,  indem  es  gerade  Frühling  war.  Akl  gab  ihm  den 
Feldherrn  Sabr  (Geduld)  nebst  vielen  Truppen  zur  Begleitung.  So  zog 
Dil  fort  und  Akl  begleitete  ihn  auf  einige  Tagereisen.  Als  sie  etwas 
vorgerückt  waren,  meldete  man,  dafs  man  in  einer  grofsen  Entfernung  eine 
Menge  Hirsche  und  Rehe  gesehen  habe,  welches  eigentlich  die  Zauberer 
des  Ghamze    waren.     Dil  begab  sich  mit  einigen  Vertrauten  dahin.     Die 

Tiiiere  liefen    auf  einen   Platz  zusammen    und    schaueten    die  Menschen   an, 

60* 


396         Türkische  Handschriften  399.  Poesie. 

als  ob  sie  sicli  verwunderten.  Am  Ende  aber  gaben  sie  sich  (ias  Ansehen 
sich  vor  der  Menge  Volkes  zu  fürchten  und  flohen  nach  der  Seite  des 
Landes  der  Hüsn,  wohin  Dil  ihnen  nachfolgte.  Es  war  Abend  geworden 
und  Akl  sah  Dil  nicht  zurückkommeu.  Er  schickte  Leute  ab,  um  ihn 
aufzusuchen. 

Ghamze  seiner  Seits  war  erfreut,  diese  Verwirrung  vei'anlafst  zu  haben. 
Er  eilte  zu  Hüsn,  um  ihr  zu  melden,  dafs  Dil  und  Akl  mit  vielen 
Truppen  in  Anzug  seyen.  Hüsn  schrieb  an  ihren  Vater  Uschk,  dafs 
einige  ihrer  Sklaven  in  Akls  Land  gegangen  und  daselbst  ihrer  Bitte  un- 
geachtet gefänglich  eingezogen  worden  und  dafs  selbst  Akl,  von  seiner 
Macht  aufgeblasen,  im  Anzug  gegen  Di  dar  begriffen  sey  und  das  Land 
überall  verwüste.  Uschk  befahl  sogleich  seinem  Feldherrn  Miclir  (Liebe) 
Truppen  zu  sammeln  und  dem  Feind  entgegen  zu  gehen.  Die  Truppen 
lagerten  sich  vor  der  Stadt  Di  dar  und  Hüsn  selbst  munterte  sie  zum 
Kampfe  auf.  Vorerst  aber  ward  beschlossen,  Kundschafter  abzusenden, 
die  von  Akls  Umständen  Nachricht  einreichen  und  seine  Maafsi*egeln  ver- 
wirren sollten. 

Michr  schickte  seinen  Diener  Gham  (Kummer)  als  Gesandten  ab  mit 
einem  drohenden  Brief,  worin  Akl  aufgefordert  wird,  sich  der  Herrschaft 
des  Königs  Uschk  zu  unterwerfen,  widrigenfalls  er  seines  Reichs  be- 
raubt werden  solle.  Akl  sah  wohl  ein,  dafs  er 'sich  selbst  in  dies  Mifs- 
verständnifs  und  in  diese  Verlegenheit  o-estürzt  habe.  Er  liefs  es  sich  aber 
nicht  merken  und  um  seiner  Würde  nichts  zu  vergeben,  liefs  er  das 
Schreiben  dem  Gham  ins  Gesicht  werfen  und  ihn  selbst  mit  Schimpf  und 
Schande  aus  dem  Diwan  jagen.  Zu  gleicher  Zeit  sprach  er  seinen  Truppen 
Äluth  ein  zur  Gegenwehr.  Sie  rückten  vor  und  lagerten  sich  vor  der 
Stadt  Di  dar.  In  den  ersten  beyden  Tagen  wird  von  ihm  mit  einigem 
Vortheil  gefochteii,  wenigstens  hatten  sie  nicht  zum  Weichen  gebracht 
werden  können.  Hüsn  nahm  daher  einen  Zauberer  und  grofsen  Helden 
vom  Berge  Kaff  zu  Hülfe,  der  vor  Akls  Heer  im  Augenblick  auftrat,  wo 
er  war  gerufen  worden.  Es  war  ein  Pfeil  abgeschossen,  wovon  Dil  in  der 
Brust  getroffen  ward  und  zu  Boden  fiel.  Dies  zog-  die  Niedei'lao-e  von 
Akls  Truppen  nach  sich.  Dil  aber  ward  von  der  Erde  aufgehoben  und 
durch  die  Luft  zu  Hüsn  gebracht.  Akl  gerieth  in  Furcht  und  Schrecken 
und  da  ihm  die  Zauberer  selbst    die  Flucht   unmöo-Hch  machten :    so    ward 


Türkische  Handschriften  399.  Poesie.         S97 

er  mit  seinem  ganzen  Heer  gefangen  genommen.  HUsn  über  diesen  Sieg 
erfreut  kehrte  nun  zurück. 

Sie  liefs  Akl  nach  China  in  Verwahrung  bringen,  Dil  aber  ward  in 
ein  von  Silber  erbautes  Gefängnifs  zu  Ruchsar  gefangen  gesetzt  und  ge- 
heilt, wo  er  nach  einem  Monate  wieder  hergestellt  ward.  Üschk  hingegen 
liefs  es  dabey  nicht  bewenden,  sondern  liefs  seinen  Feldherrn  Michr  in 
Akls  Land  einfallen,  um  es  zu  verwüsten.  Akls  Gemahlin  Nefs  (Leiden- 
schaft) liefs  zwar  auf  diese  Nachincht  die  Vestungen  Beden  (Leib)  und 
Hawassi  hamse  (Fünf  Sinne)  befestigen  und  zog  viele  Truppen  zusammen. 
Sie  benachrichtigte  auch  ihren  Bruder  W  es  was  (Zuflüsterung)  König  im 
Abendlande,  von  der  Lage  der  Sachen  und  forderte  ihn  auf,  die  Regierung 
des  Reichs  von  Akl  zu  übernehmen.  Und  dies  geschah,  allein  jene  beyden 
Vestungen  gingen  verloren  und  Üschks  Truppen  blieben  überall  Sieger, 
so  dafs  selbst  Nefs  und  Weswas  gefangen  genommen  und  vor  Üschk 
geführt  wurden,  welcher  die  erstere  ins  Gefängnifs  setzen  und  den  letzteren 
enthaupten  liefs.  So  war  denn  Üschk  (Liebe)  nunmehr  König  im  Orient 
und  Occident  geworden. 

Dil  hatte  fast  zwey  Monate  im  Gefängnifs  gesessen  und  Hüsns  Liebe 
zu  ihm  war  immer  gröfser  geworden.  Der  Feldherr  Michr  hat  eine  Tochter, 
genannt  Wefa  (Treue)  der  sie  ihre  Herzensangelegenheit  entdeckt  hatte. 
Wefa  sagte,  dafs  sie  bey  ihrer  Wohnung  einen  schönen  Garten  habe,  vor 
welchem  ein  Leben  verlängerndes  Wasser  vorbeifliefse ;  über  diese  Quelle 
sey  ein  Schlofs  gebaut  genannt  Serai  wissal  (die  Wohnung  der  Vereinigung) 
wohin  Dil  durch  Hülfe  des  Zauberers  Zülfi  versetzt  und  von  Hüsn  ge- 
sehen werden  könne,  wenn  sie  unterm  Vorwand  eines  Spaziergangs  dahin 
kommen  wolle.  Hüsn  war  mit  diesem  Vorschlage  sehr  zufrieden  und  Dil, 
der  schon  die  Hoffnung  der  Befreyung  verloren  hatte,  ward  plötzlich  in 
diese  paradiesische  Gegend  versetzt.  Nachdem  er  sich  daselbst  vom  Lust- 
wandeln ermüdet  hatte,  Uberliefs  er  sich  dem  Schlaf,  wo  er  von  Hüsn 
und  Wefa  belauscht  ward.  Dil  erwacht  und  ist  entzückt  über  der  Hüsn 
Gestalt  und  Schönheit.  Er  fällt  in  Ohnmacht.  Die  beiden  Damen  begeben 
sich  ins  Schlofs  und  lassen  Dil  dahin  führen. 

Dil  fing  an  die  Reize  der  Hüsn  zu  preisen  und  Klagen  über  sein 
Schicksal  einzumischen.  Hüsn  ward  nicht  minder  von  ihm  eingenommen. 
Die  Zusammenkünfte    wurden  seitdem    wiederholt,    indem  Dil    immer    vom 


398         Türkische  Handschriften  399.  Poesie. 

Zaubergeist  Ziilfi  aus  seinem  Gefängnisse  in  den  Pallast  der  Vereinigung 
geholt  und  wieder  zurückgebracht  ward.  Dies  war  aber  wieder  vom  Ver- 
drufs  und  Kummer  nicht  fi'ey.  Denn  der  Dämon  Rakib  hatte  eine  Tochter 
in  Hundsgestalt,  welche  jenen  Zusanmienkünften  beywohnen  mufste  und 
darüber  eifersüchtig  ward.  Sie  beschlofs  sich  Dils  Umarmung  zu  vei'- 
schaffen.  Indem  also  einst  Dil  in  jenem  Pallast  schlief,  während  dafs 
Nazar  und  Hajal  im  Garten  im  Schlafe  lagen,  so  nahm  die  Neben- 
buhlerin die  Gestalt  von  Hüsn  an  und  umai'mte  den  erstaunten  Dil  auf 
dem  Bette  der  Hüsn.  Dil  liefs  sich  das  vermeynte  Glück  gefallen,  was 
er  so  lange  gesucht  hatte.  Hajal  erwacht  gegen  Morgen  und  da  er  Dil 
nicht  im  Garten  sieht,  läuft  er  nach  dem  Vereinigungspallast,  erblickt  ihn 
mit  dem  Dämon  auf  dem  Bette  und  Nazar  im  Schlafe.  Er  eilt  nach 
Didar,  um  der  Hüsn  zu  melden,  dafs  Dil  sich  mit  andern  Schönen  be- 
lustige. Hüsn,  um  sich  zu  überzeugen,  begiebt  sich  selbst  hin  und  findet 
Dil  in  den  Armen  einer  Nebenbuhlerin.  Sie  erzürnt  sich  und  läfst  Dil 
sogleich  aus  dem  Garten  Ruchsar  ins  Gefangnlfs  schleppen. 

Rakib  erfährt  von  seiner  Tochter,  was  vorgegangen  ist.  Er  begiebt 
sich  selbst  ins  Gefängnifs,  um  Dil  mit  seinen  GeselLschaftern  Nazar  und 
Hajal  zu  entführen  und  sie  in  eine  Vestung  genannt  Hitschran  [sie] 
(Trennung)  im  Lande  Seksar  zu  stecken.  Hier  safsen  also  die  drey  Ge- 
fährten wieder  bevsamnien.  Nazar  o'iebt  endlich  den  Rath,  dafs  Dil  einen 
Brief  an  Hüsn  schreibe,  um  ihr  die  Sache  vorzustellen,  wie  sie  sey. 
Hajal  mufste  den  Brief  überbringen.  Hüsn  liefs  .sich  sowohl  durch  diesen 
Brief  als  durch  Hajal  (Einbildung)  und  durch  ihre  Vertraute  Wefa  (Treue) 
von  Dils  Unschuld  überzeugen  und  schrieb  eine  Antwort,  welche  ihn  mit 
neuen  Hoffnungen  erfüllte. 

Auf  der  andern  Seite  war  Akls  reldherr  Sabr  bev  der  oberwähnten 
Niederlage  und  Gefangennehmuug  des  ersteren  mit  der  Flucht  entkommen. 
Er  hatte  .sich  zu  .seinem  Bruder  begeben,  genannt  Scheich  Kanaat  (Ge- 
nügsamkeit), der  an  einem  Orte  mit  Namen  Tewwekjul  [.sie]  (Vertrauen 
auf  Gott)  lebte.  Daselbst  war  Sabr  von  Hajal  aufgesucht  worden,  welcher 
ihm  Dils  Schicksale  erzählte.  Sabr  gerieth  darüber  in  Uimiuth,  er 
machte  sich  auf  den  Weg  zum  obgedachten  König  Hümmet  in  der  Stadt 
Hidajet  und  trug  ihm  Dils  Gefangenschaft  und  Akls  Verbannung  in 
China  vor.      Hümmet  sagte,  dafs  er  sich  ihrer  annehmen  müsse,    weil   er 


Türkische  Handschriften  399.  Poesie.         399 

eigentlich  Ursach  gewesen,  dal's  Dil  durch  Xazar  den  Weg  zui-  Quelle 
des  Lebens  gefunden,  die  für  ihn  nun  eine  Quelle  des  Verderbens  geworden. 
Er  ging  also  mit  groisem  Gefolge  nach  dem  Lande  des  Üschk,  um  von 
ihm  die  Befreyung  Akls  und  Dils  auszuwürken. 

Zu  gleicher  Zeit  hatte  Hüsn  in  ähnlicher  Absicht  ihre  Freundin 
Wefa  an  Michr,  den  Feldherrn  Üschks  abgeschickt.  Indem  nun  Mi  ehr 
darauf  bedacht  war,  besonders  Dil  aus  den  Händen  Rakibs  zu  retten, 
so  veniahm  er  Hümmets  Ankunft  und  Vorsätze.  Er  vereinigte  sich  also 
mit  ihm. 

Htimmet  wird  von  Üschk  sehr  wohl  aufgenommen.  Er  bewiels  ihm, 
dafs  Akl  sein  leiblicher  Bruder  sey  und  um  das  Land  grofse  Verdienste 
habe,  indem  durch  ihn  der  Unglaube  ausgerottet  und  der  Islam  eingeführt 
worden.  Michr,  der  bey  dieser  Unterredung  zugegen  ist,  bestätigt  dies 
alles.  Kurz  Üschk  wird  dahin  gebracht,  sein  Verfahren  zu  bereuen  und 
läfst  es  geschehen,  dafs  Michr  den  Akl  aus  China  zurückhole  und  Hüm- 
met  den  Dil  befreye  und  an  dessen  Statt  den  Rakib  in  Ketten  und 
Banden  lege.  Beydes  geschieht.  Akl  wird  bey  der  Rückkehr  zum  Befehls- 
haber und  oberstem  [sie]  Wezir  über  Üschks  Reich  eingesetzt  und  regiert 
mit  grol'sem  Ruhm.  Hümmet  aber  geht  mit  vielen  Truppen  nach  Seksar 
und  bekommt  den  Rakib  gefangen.  Dieser  stellt  zwar  vor,  dafs  er  auf 
Befehl  des  Üschk  und  dessen  Wezirs  Ghairet  (Eifer)  gehandelt  habe, 
um  so  mehr,  dafs  es  zu  seinem  Amte  gehöre,  die  Stadt  Didar  und  den 
Garten  Ruchsar  zu  bewachen.  Allein  Hümmet  achtet  nicht  darauf, 
sondern  läfst  Rakib  gebunden  vor  sich  herfühi'en,  als  er  nach  der  V^estung 
Hidschran  aufbricht,  wo  er  Dil,  Hajal  und  Nazar  in  Freyheit  setzt 
und  Rakib  hineinlegt,  der  jedoch  in  der  Folge  hingerichtet  wird. 

Nun  geht  Hümmet  mit  Dil  ab.  Als  sie  sich  der  Stadt  Didar 
nähern,  schickt  ihnen  Hüsn  alle  oberen  Beamten  entgegen,  um  sie  feyer- 
lich  einzuholen.  Sie  lagern  sich  im  Garten  der  Wefa  an  der  Freundschafts- 
quelle, wo  Michr  ihnen  zuerst  ein  grofses  Gastmahl  geben  mufs.  Kämet 
und  Ghamze  thun  ein  Gleiches.  Dil  indessen  hat  bey  diesen  Lustbar- 
keiten nur  Langeweile,  weil  er  sich  nur  nach  der  Vereinigung  mit  Hüsn 
sehnt. 

Endlich  erfolgt  die  Vereinigung  beyder  Liebenden  und  wird  auf  wenigen 
Seiten  beschi'ieben. 


400         Türkische  Handschriften  400.  Poesie. 

Dil  bleibt  aber  dabei  nicht  sieben.  Er  kommt  mit  Hyzr  zusammen 
(einem  unsichtbaren  Heiligen,  der  immer  die  Welt  durchwandern  soll).  Hyzr 
zeigt  ihm  den  Weg  des  Heils  imd  macht  ihm  die  Grundsätze  der  Religion 
und  der  göttlichen  Erkenntnifs  bekannt  als  die  Quelle  des  wahren  Lebens- 
wassers. Dil  wird  auch  dadurch  bekehrt  und  endigt  damit,  das  Leben 
eines  Einsiedlers  zu  wählen,  um  sich  ganz  der  Andacht  und  Gottseligkeit 
zu  widmen. 


400.  [Diez  A.  8».  137.] 
Streitgespräche  ('  v^l  JiljL«  zwischen  Frühling  »L^  und  Winter 
eine  Erzählung  in  Prosa  und  Versen  geschrieben  von  demselben,  im  Jahre 
937  oder  93 S  verstorbenen  Lämiu.  Drei  JJ/aö«a2a-Gedichte  aus  diesem 
Werke,  welche  in  der  vorliegenden  Handschrift,  auf  Fol.  5  0",  53''  und  62* 
stehen,  werden  von  W  ick  er  haus  er  in  seinem  „Wegweiser"  tüi'kisch 
(S.  fvl)  und  deutsch  (S.  305)  mitgetheilt;  das  letzte  dieser  Gedichte  (An- 
fang: ^4^Jye^>  IOw«-  Jj  5Jo^«-*i  ^1  J^)  ist  auch  von  Gibb,  Ottoman  Poems 
S.  37  in  das  Englische  übersetzt.  Eine  Analyse  des  ganzen  Gedichtes  theilt 
Hammer,  Osman.  Dichtkunst  II,  S.  29 f.  —  und  zwar  nach  der  vorlie- 
genden Handschrift  —  mit.  Andere  Handschriften  finden  sich  in  Wien 
(Krafft  nr.  158)  und  Paris  nr.  165. 
Anfang:      sJouiSLüs    \Juo^  ^J<J^-ö  oo>.LaJ  ^jLxwUi'  ^iLJo    «/  Jl^    JiSio    Jyi, 

94  beschriebene  Blätter;  18  X  10,5  cm.  Hübsches,  deutliches,  neues 
Nasxi  mit  11  Zeilen  auf  der  Seite;  die  Poesie  zweispaltig  geschrieben. 
Die  Seiten  und  Spalten  mit  schwarzen  Linien  und  einer  Goldleiste  ein- 
gefafst;  am  Anfang  ein  hübscher  iUmcän  mit  dem  weifs  auf  Goldgrund 
geschriebenen  Titel  v^jI  JjUJI  ^Lä^.  Sehr  hübscher  Originalband  mit 
Zmige.  —  Auf  einem  dem  Vorderdeckel  von  aufsen  aufgeklebten  Zettel 
steht :    f ••    V  Jol    -.iXii   ("  j5ÄÄ^   jik-iy  ^i^x^^yi   ^5*^^    v:yt  JiU.«    ^La^. 


*)  Ueber  diese  Dichtungsart  s.  man  besonders  H.  Et  he  in  den  Verhandlungen  des 
internat.  Orientalisten-Congresses  in  Berlin  II,  1  S.  48  f.  Auth  die  vorliegende  Schrift  wird 
daselbst  S.  79  kurz  erwähnt. 

*)  d.  i.   der  mysische  Olymp;  s.   Gahön-numä  S.   660,  Norberg  II,  480. 


Türkische  Handscbriften  401.  402.  Poesie.         401 

401.  [Diez  A.  4«.  182.] 
L^Jv^  ._a,w>j ,  ein  Gedicht  über  die  Liebe  des  Yüsuf  und  der  Zaliyä 
{Zulaixü),  dem  Persisclien  des  öämt  (s.  Nr.  8881".  der  persischen  Handschriften) 
nachgeahmt  von  Kamalpasa-zädali  (f  940  '),  beg.  23.  Juli  1533;  s.  über  ihn 
Hammer,  Osman.  Dichtkunst  II,  205,  Gibb,  Ottoman  Poems  p.  191 
und  Rieu  p.  141*').    Ueber  das  Gedicht,  welches,  ebenso  wie  das  entsprechende 

Gedicht  des  Gämi^  in  AlaGnavn-W eY&&u.  des  Metrums  Hazag  ^ |^ t'^-- 

geschrieben  ist,  vgl.  man  H.  Z.  VI,  518,  14  498  und  Hammer  a.  a.  0. 
S.  207.  Es  ist  dem  Sultan  BäijazTd  II  (reg.  886-918  =  1481-1512) 
zugeeignet  und  umfafst,  wie  der  Eudvei's  ^)  angiebt,  777  7  Verse,  also  ein 
Multiplum  der  heiligen  Siebenzahl.  —  Andere  Exemplare  finden  sich  in 
Gotha  nr.  210  und  im  Brit.  Museum  (Rieh  m".  173  =:  Rieu  p.  172*'). 
Anfang  (dem  des  Gedichtes  von  Gäml  nachgeahmt): 

261^)  beschriebene  Blätter;  19X13  cm.  Gewöhnliches  A^OÄ^aJ/ig  mit 
15  gespaltenen  Zeilen  auf  der  Seite;  rothe  Linien  fassen  die  Seiten  und 
die  Spalten  ein.  Abschrift  von  der  Hand  des  Amin  aüäh  ibn  Yüsuf  in 
der  letzten  Dekade  j^';'  des  Safar  941  (=  1—10  Sept.  1534),  also  ganz 
kurz  nach  dem  Tode  des  Verfassers,  vollendet. 


Ein  Q/7JaÄ-Gedicht  des  Kamalpasa-zadah  s.  in  Nr.  29,ij. 


402.     [Diez  A.   4«.   71.] 

Der    Ditcän   eines    Dichters,    welcher    sich    selbst    bald    Alimad,    bald 

ARmadi  nennt;  über  dem  Anfange   steht   ^tX..i.|    ^l^o.     Der  Verfasser  ist 

derjenige    AJimad   Beg,    welcher   von    La^?/V-Chabert   S.    90    nr.  xxv    und 

von  Hammer,    Dichtkunst   II,    379    nr.    ccclxiv    besprochen    wird;    es    er- 


»)  s.  Rieu  p.    142\ 

>0    i5kXj    ij^MJJ    so    (sie)    i^iXo    Äo    ^Jj  >.i    (^V    r")"^    5*^*^'    (»^    e^)-^   y^ 

')  Die  vorhandene  Originalfoliierung  geht  nur  bis    fl» ,  weil  in  ihr  mit    V^ä   zwei  Blatter 
bezeichnet  sind. 

Türkische  ilandscUrifl«D.  51 


Mi         Türkische  Handschriften  403.  Poesie. 

giebt  sich  dies  daraus,  dafs  das  zweite  der  von  Latifi  als  ihm  zugehörig  an- 
geführten Gedichte  (Anfang:  ^o-io  c^  >>^j^}  ,jJ^  »V?  ^  y^>  Nr.  294 
pag.  1t"  i  sich  in  der  vorliegenden  Handschrift  auf  Fol.  5  7*'  findet  (mit 
Variante  ,^,~a=»  statt  p*j).  Unser  Dichter  war  ein  Zeitgenosse  des  Lattjl 
(t  990,  beg.  26.  Jan.  1582),  welcher  von  ihm  sagt,  er  sei  ^JuU/ljui  «;>  yt, 
starb  aber  nach  Hammer  bereits  in  der  Mitte  der  Regierung  Stdaimän's  1 
(reg.  926-974  =  1520-66),  also  um  950  =  1543/4.  Nach  Hammer 
stannnte  er  „aus  der  Familie  Dukagin";  in  der  erwähnten  Handschrift 
steht  dafür  jjJüJULi^l  ^Jai^o.  —  Ein  andei-es  Exemplar  dieses  Diwans 
findet  si(;h  in   Kopenhagen  nr.  XXI  (S.   60). 

Anfang:  (jL>.  x^. »>»■•>  x^J^  v5>^r25  ')y^  "^  c)W*^3  (**^)  ''^-  l3"-=*  f^ 
63  beschriebene  Blätter,  deren  letztes  nicht  mehr  zum  Diwän  gehört; 
20,^  X  14  cm;  Talliq  mit  20  gespaltenen  Zeilen  auf  der  Seite;  am  Ende 
datiert  vom  Jahre  997  (beg.  20.  Nov.  1588).  Von  den  beiden  ersten 
Blättern  ist  der  Rand  abgeschnitten,  am  ersten  aber  mit  europäischem 
Papier  ergänzt. 

403.  [Diez  A.  8^  94.] 
Der  Dlii-ün  eines  Dichters,  welcher  sich  des  Ta/ßllus  Nihädl  bedient 
und  nach  Hammer,  Osman.  Dichtkunst  11,  549,  wo  vier  Ghazelen  des- 
selben nach  der  vorliegenden  Handschrift  (Fol.  4%  9',  12*  und  13")  über- 
setzt sind,  unter  Sulaimän  1  oder  seinem  Kachfolger  Salim  II  (926  —  982 
=  1520  —  1574)  lebte.  Der  Dlwän  enthält  nur  Ghazelen,  welche  in  der 
gewöhnlichen  Weise  nach  den  Reimbuchstaben  geordnet  sind;  das  letzte 
vorhandene  Gedicht  reimt  auf  ^j,  aus  den  Buchstaben  &,  j  und  ^  sind 
keine  Gedichte  vorhanden. 

Anfang: 

2S  beschriebene  Blätter  mit  (zum  Theil  weggeschnittener)  Original- 
foliierung:  18,5X12,.-.  cm;  ziemlich  rohes,  aber  deutliches  Nasx^-  Auf 
der  vollen  Seite  stehen  14—15  Bciit  (gespaltene  Zeilen);  die  Seiten  sind 
aber  überall  da,  wo  ein  Buchstabe  endet,  nur  zum  Theil  beschrieben  und 
oft  aucli  die  nächste  Seite  leer  gelassen,  so  dafs  es  scheint,  als  ob  der 
Schreiber  (oder  Verfasser?)  sich  hätte  die  Möglichkeit  offen  lassen  wollen, 
daselbst  noch  weitere  Gedichte  hinzuzufügen. 


Türkische  Handschrilten  •404.  Poesie.         403 

Zwei  Ghazelen  toh  Bahäri  (f  958)    8.   in   Xr.   7,«;  eines  desgl.   von  Xatfäli  (t  964)  in 
Nr.   29,1».      Für  Beide  s.   auch   Register  III. 


404.     [Diez  A.   4".   74.] 

^yoj  ej'r^'-*'  '^^®  Gefliclitsaninilung  des  Fudali  (f  970,  beg.  31.  Aug. 
1562;  ä.  X.  III,  300,  5605'),  Hammer,  Osmaii.  Dichtkunst  II,  293, 
Gibb,  Ottoman  Poems  p.  196  und  5 4 f.,  Rieu  p.  39'').  Dem  eigentlichen 
Diwan,  welcher  aus  Ghazelen,  ^aric?- Gedichten  und  Qitalah  besteht,  i.st 
eine  Einleitung  iu  Prosa  voi-ausgeschickt,  welche  in  den  meisten  Hand- 
schriften vorhanden  ist,  in  der  Gothaer  (Nr.  209)  aber  (ebenso  wie  in  der 
folgenden  hiesigen)  fehlt. 

Der  Diwän  des  Fudüll  ist  bereits  mehrmals  gedruckt  worden:  Büläq 
1254  (JAs.  1843,  II,  51  und  Zenker  nr.  606)  und  Konstantinopel  1284 
(JAs.  1869,  H,  75,  wo  von  mehreren  tinlheren  Ausgaben  die  Rede  ist); 
Handschriften  sind  zu  der  erwähnten  Gotiiaer  Handschi'ift  aufgezählt "), 
denen  ich  noch  hinzufügen  kann:  zwei  Handschriften  im  Asiatischen  Mu- 
seum zu  St.  Petersburg  (S.  207  und  360),  vier  im  Brit.  .Museum  (Rieu 
p.  207'f.)  und  je  eine  in  Breslau  (Maria- Magdalenen- Bibliothek  Nr.  7) 
und  in  München  (Ni-.  164).  Auch  in  der  hiesigen  persischen  Handschrift 
Nr.  18,  II,  V  (S-  ^"^  des  Kataloges)  ist  eine  Abschrift  die.ses  Diwans  ent- 
halten. 
Anfang  der  Vorrede :  sS"  sJuiyi\y£t  |vIXi«  Jjl  <X».  ^  tX*s. 
des  ersten  Ghazels  (Fol.   7*):     iJciXiJ'  »-'-^  ^LijJJ  ,^3-ijL.'l  ,bl  tXS 

105  beschriebene  Blätter;  20,*  X  l-lj'  cm.  Gi'obes  Taüiq  mit  15  Zeilen 
auf  der  Seite,  die  Gedichte  wie  gewöhnlich  mit  Ausnahme  der  End-i>rt?V 
zweispaltig  geschrieben.  Abschrift  vollendet  an  einem  Dienstage  im  Rabli 
II  110  2  (=  2  —  30  Januar  1691);  als  Schi-eiber  nennt  sich  ein  gewisser 
iÄhhäs.  —  Auf  einem  der  Aufsenseite  des  Vorderdeckels  aufgeklebten 
Zettel  steht:  Uf«  y<>  ^5*-)^  U^iy  ^y^  \J^y^-'^  V^^i  ^i^  Worte  »o  ^5—;^  sind 
aber    durchstrichen.      Auf    den    obereix    Rjind    der    Rückseite    eines    jeden 


')  Nach  U.  X-  soll  der  Diwän  auch  persische  Gedichte  enthalten ;  ich  kann  deren  weder 
in  der  vorliegenden,  noch  in  der  Gothaer  Handschrift  finden. 

')  Die  dort  erwähnte  Wiener  Handschrift  trägt  jetzt  die  Nummer  680  (I,  638). 


51» 


404         Türkische  Handschriften  405.  406.  Poesie. 

Blattes    hat    der    Schreiber   einen    arabischen    Spruch    geschrieben    (-xt    (jüo 

cäSV^I  ^j  u.  s.  w.). 

Auf  der  Innenseite  des  Vorderdeckels  stehen  ein  paar  ganz  unbedeu- 
tende Notizen,  deren  eine  vom  Jahre  1188  (beg.  14.  März  17  74)  datiert 
ist;  auf  Fol.  1"  erst  zwei  Recepte  gegen  Kopfschmerz  ^^^^1  ij^L?,  daim 
ein  türkisches  Ghazel  von  lAhdalyarä  (f  1108,  beg.  31  Juli  1696,  wenn 
es  derselbe  ist,  von  welchem  Hammer  III,  578  handelt),  auf  Fol.  105*' 
zwei  gleichfalls  türkische  Ghazelen  von  einem  Dichter  Namens  iAbbäs 
(dem  Schreiber  der  Handschrift?). 

405.  [Ms.  Orient.   8".   315.] 

Derselbe  Diwän,  ohne  die  in  der  vorigen  Handschrift  vorhandene  Vor- 
rede.    Anfang  der  Gedichte  wie  in  der  vorigen  Handschrift. 

92  beschriebene  Blätter,  von  denen  die  zwei  ersten  und  die  zwei  letzten 
nicht  zum  Dnoän  gehören ,  sondern ,  von  fremden  Händen  geschrieben, 
anderweitige  Gedichte  enthalten;  19,.'^  X  12,5  cm,  einige  Blätter  etwas  breiter 
und  deshalb  eingeschlagen ;  1 3  gespaltene  Zeilen  auf  der  Seite.  —  Der 
Schreiber,  Müsä  ihn  MaJlmüd  (mit  dem  Beisatze  jjLä*«.ä.j5'  ^j.^Xm^:S>J>  ok^Ua» 
^iXJLif  tX.*^  iLc  [S^yo^  Li^jl  viAXtXi»  ^j)  vollendete  seine  Arbeit  am  Mittag 
-.§iä  eines  Donnerstags,  des  6.  MuTiarram  112?  (die  Einerzahl  unsicher). 
Gutes,  kräftiges  Nastcßhq.  —  Auf  einem  aufsen  aufgeklebten  Zettelchen 
steht  „74  Muchlinski  111".  Einband  lackiert  und  mit  Abbildung  von 
Blumen  geschmückt. 

406.  [Petermann  H,   24  8.] 

1.  Nach  der  Ueberschrift  dieses  Abschnittes  J^-öi  »^b^  cjjs^  oUjI 
i^oltXij  sollte  man  erwarten,  blofs  eine  Auswahl  aus  dem  Gedichte  <^äj 
5oLj  von  Ftuiüli  zu  finden.  Es  scheint  aber  vielmehr  jenes  Gedicht  voll- 
ständig vorzuliegen ;  jedenfalls  kann  nur  wenig  weggelassen  sein.  Die  An- 
fangs- und  die  Endworte,  wie  dieselben  von  Fleischer  zur  Leipziger  Hand- 
schrift Nr.  CCCXXV,3  (p.  5  45*'  des  Kataloges)  mitgetheilt  werden,  stimmen, 
und  auch  der  Umfang  der  vorliegenden  Abschrift  (412  Bait)  steht  dem 
des  ganzen  Gedichtes,  wie  derselbe  von  Hammer  a.  a.  0.  und  in  Sitz.-Ber. 
d.  Wiener  Akademie,  Hist.-phil.  Classe  III,  3 1 1  angegeben  wird  (4  38  Bait), 
kaum  nach.  —  Ueber  den  Inhalt  des  Gedichtes  vgl.  man  besonders  Ham- 


Türkische  Handschriften  406.  Poesie.         405 

mer  a.  a.  0.  S.  295 flf.,  sowie  Fleischer  zur  Dresdener  Handschrift  Nr.  362. 
In  Dresden  und  Leipzig  findet  sich,  aufser  den  erwähnten,  noch  je  eine 
zweite  Handschrift  (Dresden  Nr.  412,2  und  Leipzig  Nr.  CCUXXVH  fol.  76); 
auch  in  Wien  Nr.  679  (I,  638)  '),  St.-Petersburg  (Manuscrits  et  xylographes 
Nr.  570)  und  im  Brit.  Museum  (Rieu  p.   20 7"")  sind  deren  vorhanden. 

Anfang :      \^:>-  (sie)  Suiö  ÄiLä.£  A^  t^'j"^  (3**j  ^üLL}K'  -yj  (jjJ*   ^^ 

2.  Fol.  9:  ijy^}  J^i,  das  M aOna wJ-Gedicht  desselben  Dichters  über 
die  Liebe  der  Lafiä  und  des  Ma^nün\  s.  Hammer  a.  a.  0.  S.  294  und 
Gibb  S.  62  —  66.  Der  Anfang  der  in  Prosa  abgefafsten  Einleitung,  welche 
dem  Gedichte  vorausgeschickt  zu  werden  pflegt,  ist  hier  verloren  gegangen ; 
das  Vorhandene  beginnt  mit  den  Worten:  jjtXiJLic  &ji>Ij  sJüSy^  _.%  ^^y-^^ 
(^  ^^)y^  Jl-«^  kjuioui  Jjl .  Andere  Handschriften  dieses  Gedichtes  finden 
sich:  in  München  Nr.  185,  Upsala  Nr.  201,  Paris  Nr.  316  (vgl.  auch 
Nr.  331-334),  im  Brit,  Museum  S.  206''  und  in  Gotha  ^);  die  s^Lj.^ 
allein  in  Dresden  Nr.  412,3.  Auch  ist  es  einmal  in  Konstantinopel  1264 
=  1848  gedruckt  (s.  Hammer  in  den  Wiener  Sitz. -Berichten  HI,  311 
nr.  280)  und  zweimal  in  Tahriz  lithographiert  (1267  [liegt  mir  vor]  und 
1274   [nach  Rieu])  erschienen. 

Anfang  des  Gedichtes:     (vä>'jJI  w*-aL*aJ  jCäJIj  j.^K4JI  .^\yi  t\*il 

118  beschriebene  Blätter;  19  X  14,5  cm.  Gutes,  deutliches  TaÜiq,  in 
Nr.  1  mit  13  vierspaltigen ,  in  Nr.  2  mit  zwölf  zweispaltigen  Zeilen  auf 
der  Seite.  Die  Abschrift  von  Nr.  2  wurde  von  einem  gewissen  Mullammad 
am  letzten  Tage  J-«,  des  ^alhän   10  64   (=   15.  Juli    1654)  vollendet. 


Abschriften  der  beiden  eben  beschriebenen  Gedichte  des  Fudull  stehen  auch  in  der  per- 
sischen Handschrift  Nr.  18, 11,4, e  und  5,b;  MaOnawi-S qts^  desselben  Dichters  in  Türkisch 
29,6. 


>)  Nach  Flügel  in  Wien.  Jahrbb.  Band  C,  Anz. -Blatt  S.  16  Nr.  364  und  365  müfste 
die  Wiener  Bibliothek  zwei  Handschriften  dieses  Gedichtes  besitzen. 

*)  Es  fehlen  somit,  wie  eine  Vergleichung  der  jetzt  in  Goth  i  vorhandenen  Hülfsmittel 
ausweist,  nur  die  Worte:  \y.^  (^LiÄi1  jjty.jj.~>.j  8t>»jtj^  ~i:^I.*Ä=>.  ^_w  ^tJLJ  ^^( 
B(Xj(XJ)I  cH?''  iS^)y^  ^5'-»^^  *'-~y'-»^  (^^  iwJ*tXj|.  Wahrscheinlich  ist  das  erste  Blatt, 
da  es  nur  so  wenig  Text  enthielt,  sehr  reich  verziert  gewesen  und  gerade  deshalb  aus- 
geschnitten worden. 

*)  Im  gedruckten  Kataloge  noch  nicht  beschrieben,  weil  erst  vor  kurzem  erworben. 


406         Türkische  Handschriften  407.  408.  Poesie. 

407.    [Diez  A.  8».  57.] 

y^jM~f.kj  (^'r?  t^'t^j  der  „Stadtaufruhr"  von  Yenßehr  ^),  von  RaRml 
Öelebi  (i  970,  heg.  31.  Aug.  1562;  s.  Hammer,  Osman.  Dichtkunst  II,  290). 
Die  Uebersetzung  des  Anfanges  dieses  Gedichtes  sowie  einiger  weiterer 
Auszüge  aus  demselben  wird  von  Hammer  a.  a.  O.  8.  291  und  292  mit- 
getheilt,  und  zwar  vermuthlich  nach  der  vorliegenden  Handschi-ift,  da  mir 
eine  andere  überhaupt  nicht  bekannt  ist. 

Anfang :     (^U5'  y^^  ^s^^)  ^^^^"^  <5^''  **^'  (>^  t^^T'  ^r^ 

8  beschriebene  Blätter;  20X  13  cm.  Ziemlich  gutes,  kräftiges  Talllq 
mit  21,  meist  gespaltenen  Zeilen  auf  der  Seite. 


Ein   Ta'rix  von   Fauri  Efendi  auf  das  Jabr  973   steht  in   Nr.   5,«. 


Gedichte  von  Sultan  Sulaimän  I  (Mi(Ribbl,  t  974)  stehen  in   Nr.   5*,i9   —  27, s   —  41,4. 


408.     [Petermann   50  4.] 
Diese  Handschrift  enthält   folgende  zwei  Gedichte  des  Dichters   YaRyä 
(t  nach   Rieu    8.    ISO*"    im    Jahre  983,    beg.    12   April    1575;    s.    über   ihn 
Hammer,  Osman.  Dichtkunst  III,   32,  Gibb,  Ottoman  Poems  p.    200  und 
Rieu  a.  a.  O.). 

1.  y^l  ,jjJ.f,  li.  X.  III,  176,  4805  und  V,  232,  10  835.  Am  Ende 
der  Abschrift  fehlt  ein  Blatt,  welches  den  Schlufs  (aber  nur  zwei  Bait) 
des  vorliegenden  und  den  Anfang  des  folgenden  Gedichtes  enthielt.  Andere 
Handschriften  desselben  Gedichtes  linden  sich  in  Dresden  Nr.  259  (wo 
Fleischer  über  den  Inhalt  handelt),  hi  Leipzig  Nr.  321,  in  Gotha  Nr. 
220,1   und  im  Brit.  Museum  (Rieu  p.    181",    182''  und   257''). 

Anfang:     jv^^j  |VaJLc  *-le  k-Lȟ>  i*^^p'  tj'^^r'        '  i***^ 

2.  Fol.  66":  ein  sehr  unvollständiges  Exemplar  des  Gedichtes  (tVi^  »Li; 
s.  Gotha  224  und  225.  Vorhanden  sind  die  folgenden  Fragmente:  I.  Fol. 
66-72  =  Gotha   224   fol.    l"  Z.   4   v.   u.   —  fol.   8''  Z.    1;   II.   Fol.    73-91 

')  Bekannte  Stadt  in  Kleinasien,  onö.  von  Brüsah. 


Türkische  Handschriften  409.  Poesie.         407 

=  dort  fol.    16"    letzte  Zeile  —    fol.   34'  Z.    9;    111.  Fol.  92-100   =  dort 
fol.   35"  Z.    10   —  fol.  44"  Z.   8;  IV.  Fol.    101-106   =  dort  fol.   46"  Z.  5 
bis  zu  Ende.  —   V^ollständige  Exemplare   dieses  Gedichtes  sind  iu  der  fol- 
genden Handschrift  und  in  Nr.  9,i   enthalten. 
Anfang:      ^^^-J   tJ^  i^^^*^^  )y^  U^-i  /*itV   *-'  ^   i*^   ^  *^7^ 

106  beschriebene  Blätter;  19,5  X  H»'  ^"i-  Nr.  1  mit  gutem  türkischem 
Nasyi,  Nr.  2  mit  gutem  Dlicünl.  geschrieben;  in  Nr.  1  stehen  fünfzehn, 
in  Nr.  2  siebzehn  gespaltene  Zeilen  auf  der  Seite;  in  Nr.  1  sind  die  Seiten 
und  Spalten  mit  blauen,  in  Nr.  2  mit  schwarzen  Linien  umzogen;  Fol. 
101   ist  eingerissen. 

409.  [Ms.  Orient.  4".  155.] 
Dasselbe  Gedicht  l«X^  »Li  vollständig,  welches  unter  Nr.  2  in  der 
vorigen  Handschrift  defect  vorhanden  ist.  Das  Gedicht,  welches  von  n.  X. 
Hl,  176,  4805  und  IV,  12,  7406  erwähnt  und  von  Hammer,  Osman. 
Diclitkunst  111,  39,  sowie  von  Krafft  zur  Handschiüft  Nr.  CCXIX ')  der 
oriental.  Akademie  besprochen  wird,  ist  im  Jahre  1284  zu  Konstantinopel 
gedruckt  erschienen  (Journ.  Asiat.  1869,  II,  76);  Auszüge  aus  demselben 
in  Text  und  Uebersetzung  finden  sich  in  Wickerhauser's  „Wegweiser" 
S.  fJv  und  322.  —  Andere  Handschriften  deutscher  Bibliotheken  werden  zu 
dem  Gothaer  Exemplare  Nr.  2  24  aufgezählt;  die  dort  erwähnten  Wiener 
Handschriften  tragen  im  neuen  Kataloge  (I,  644)  die  Nummern  688—691, 
und  in  München  sind  jetzt  drei  Handschriften,  als  Nr.  156  (unvollständig), 
186  und  187,  vorhanden.  Im  Auslande  finden  sich  Handschriften:  in 
Paris  Nr.  346-350,  367,  368, i,  Oxford  (Uri  Nr.  29),  Upsala  Nr.  208, 
209,  210,1,  Leiden  (de  Jong  Nr.  205)  und  im  Brit.  Museum  (Rieu 
p.  182'  und  183'). 
Anfang:     ^^LäT  ^L  J^äS   —\jJüii  (5tX';l  i-sUJÜI  ^1  ^5t   iJjl  »*»j    Ja^ 

70  bescliriebene  Blätter;  20,6  X  13  cm.  Gutes,  türkisches  Nasyl  mit 
15  gespaltenen  Zeilen  auf  der  Seite;  Vocale  sind  nur  hie  und  da  einzelnen 
Wörtern  beigefügt.  —  Auf  Fol.  1*  steht,  von  alter  Hand  geschrieben, 
„Jahjae  poemata  turc."     Von  Fol.  59  ist  der  weifse  Rand  abgeschnitten. 

*)  nicht  CCIX,  wie  im  Oothaer  Kataloge  zweimal  gedruckt  ist. 


408         Türkische  Handschriften  410-412.  Poesie. 

410.  [Diez  A.  4».  26.] 
\\s  LUÄf,  ein  Ma6nawi-G&di\c\it  desselben  Yaliyä.  Sein  vorliegendes 
Gedicht  wird  von  Ö.  X.  III,  176,  4805  und  V,  245,  10  869  erwähnt  und 
von  Hammer  a.  a.  0.  näher  besprochen.  Wie  der  Verfasser  selbst  am 
Ende  angiebt,  vollendete  er  das  Gedicht  in  weniger,  als  einem  Monat 
(stXjl  J.J  xJljL^Äj),  und  zwar  im  Jahre  947  {Ta'nx:  ji^Lä.);  s.  Rieu 
p.  182".  Ueber  andere  Handschriften  s.  Gotha  220,2;  ferner  ßrit.  Museum, 
Rieu  p.  177*  und  18l\  Dem  eigentlichen  Gedichte  ist  eine  kurze  (nur 
fünf  Zeilen  umfassende)  Einleitung  vorausgeschickt. 
Anfang  der  Einleitung:     äJ5\ä.  sU.  aJUI  |»«o  ^!^^l  *^ax  ^Xh^  ^!h&\   ^\  yj 

des  Gedichtes:     »U  jijUäS' \^  «J\^  (v'&?'l         äJJI  |V-*o  cj^.'^  ij'^'''^}  iJ^ 

87  beschriebene  Blätter;  22  X  15?^  cni.  Gutes,  türkisches  Nasyl  mit 
15  Zeilen  auf  der  Seite;  Abschrift  datiert  vom  4.  Ra^ab  1145  =  21.  Dec. 
1732.  Seiten  und  Columnen  mit  rothen  Linien,  Fol.  l""  und  2*  mit  gol- 
denen Leisten  umzogen;  am  Anfang  ein  roher  iünwän.  Auf  einem  aufsen 
aufgeklebten  Zettel  steht:  t»fi=  y^.y^  >.:>^s-o.j  ^Jy\yJO  )l;  Li.AÄi'  ^\jS'. 

411.     [Petermann  11,   90.] 
Dasselbe  Gedicht.    —    Anfänge:    ».wj    ^'3^\   ^^   *aJUö^    *Ac|    *.*»,(   ^ 
vj^jl  ^LäI  (j(>xi«,2»  ^ÄxJI  5Nt>-w  Jüwo  (sie)  jJJ  (?)  Ji^.=»j  »1=»  äJLJI 

und:     sK  ^^ÄA^S' v^  *-^J)^   f^'^'  *^'  l*'**'i'  i*^*':?'^  c;<^*^5  ij'^ 

Das  Gedicht  umfafst  83  beschriebene  Blätter  von  18X^0,5  cm;  auf 
einigen  vor-  und  nachgeh efteteu  Blättern  stehen  allerhand  Schmierereien. 
Schönes  TaiUq  mit  19  gespaltenen  Zeilen  auf  der  Seite;  Seiten  und  Spalten 
mit  rothen  Linien  (auf  den  beiden  ersten  Seiten  mit  goldenen  Leisten)  um- 
zogen. Die  Abschrift  wurde  an  dem  Freitage  der  ersten  Dekade  des  Ba- 
madün  978  (=  2.  Febr.  1571),  und  also  zu  Lebzeiten  des  Verfassers,  voll- 
endet. Auf  Fol.  l**  zwei  ganz  undeutliche  Siegelabdrücke;  ein  ebensolcher 
auf  Fol.   83^ 

412.     [Petermann  II,  296.] 
Dasselbe  Gedicht.  —  Anfänge:  jJUI  *.*»o  ^J^y\  »,j^  »aJUs^  (Jac!  ^\  yi 

und:     sIs  (sie)  &äs\5^j*..m,  äJ\^  i*-'*^!  «^'  (»»«j  (vJ*j«>  \j^'^y  o^ 


J 


Türkische  Handschriften  413.  414  Poesie.  409 

109    beschi-iebene   Blätter;     21  X  1-1    cm.      Nicht   schönes,    aber    deut- 
liches Nastaihq  mit   1 5   gespaltenen  Zeilen  auf  der  Seite. 


Gbazelen    von    Yaliyä    s.    in    Nr.    27,7    und    29, u  ;    ein    Refrain  -  Gedicht    desselben    in 
Nr.   5*,is.      Vgl.  auch  Register  III. 


413.  [Diez  A.  8°.  30.] 
Eine  am  Anfang  und  am  Ende  defecte  Handschrift  vom  Diwän  des 
Wälüä,  welcher  als  Zeitgenosse  des  Laflfi  (f  990,  beg.  26.  Jan.  1582)  zu 
Belgrad  lebte;  s.  über  ihn  Hammer,  Osman.  Dichtkunst  U,  554  Nr.  DCCXL 
und  den  ungerechten,  von  persönlicher  Feindschaft  eingegebenen  Artikel 
des  Lauft,  bei  Chabert  S.  305.  Das  vorliegende  Fragment  enthält  nur 
Ghazelen ;  es  beginnt  mit  dem  letzten  Bait  aus  dem  Buchstaben  o  und 
bricht  ab  im  Buchstaben  ^ .  Die  drei  von  Hammer  a.  a.  0.  übersetzten 
Ghazelen  stehen  hier  auf  Fol.  27",  38"  und  27*. 
Anfang: 

Ende: 

58  beschriebene  Blätter,  deren  erstes  nicht  zum  Diwän  gehört,  son- 
dern nur  auf  fol.  r.  ein  arabisches  Gebet  mit  der  Ueberschrift  J^'  y5'Lc»> 
euijl  und  dem  Anfange  ykstiS  Zj^  j^  wiJol  jv^^l,  auf  fol.  r.  die  Bemerkung 
vj  ÄJUjüiwc  ij-oLiJ  ^^I-äJLj  ^e■s-"^  u'.J^-'^  enthält;  21,5X  13,.5  cm.  Gutes  Di- 
zoäni;  auf  der  Seite  stehen  17,  mit  Ausnahme  der  End-^a«7  gespaltene 
Zeilen. 


Das  awbjOo  äes  iAemt  (t  990)  steht  in  Nr.   5*,48   und  418*,6;  ein  Ghazel  von  Nauii 
(t   1007)  in   Nr.   29,6. 


414.     [Wetzstein  I,   188.] 

In    dieser   Handschrift    steht    an    erster   Stelle    ein    Diwän    des  Hüßz, 

welcher   als  Nr.   843   der    persischen  Handschinften    beschiieben   ist.  Dann 

folgt  eine  Abschrift  vom  Diwän  des  Bäqi    (f    1008,    beg.    24.   Juli  1599; 

Türkische  Iluodschriften.  52 


410         Türkische  Handschriften  415.  Poesie. 

s.  über  ihn  li.  X.  III,  2G5,  53  17,  Hammer,  Osmau.  Dichtkunst  II,  360, 
desselben  Einleitmig  zu  seiner  Uebersetzung  des  Diwans,  Gibb,  Ottoman 
Poems  p.  22,  Rieu  p.  IIS'').  Der  Inhalt  sind  Kasiden,  Ghazelen  (von 
Fol.  3  4"  an,  alphabetisch  nach  den  Reimbuchstaben  geordnet),  ein  paar 
Mu^ammas,  Bruchstücke  und  Einzel-^ßa?'?.  —  Andere  Exemplare  sind  zu 
der  Gothaischen  Handschrift  Nr.  188  aufgezählt;  ich  füge  noch  hinzu: 
München  Nr.  165  und  166,  Brit.  Museum,  Rieu  p.  187*'  vmd  ISS"",  Asiat. 
Museum  S.  20  7,  und  bemerke,  dafs  die  Handschriften  der  K.  K.  Biblio- 
thek in  Wien  jetzt  die  Nmnmern  648  bis  650  tragen.  Der  ganze  Diwän 
ist  0.  O.  (Konstantinopel?)  in  der  Mitte  des  Rahil  1  1276  (October  1859) 
lithographiert  erschienen  und  bereits  im  Jahre  1825  von  Hammer  über- 
setzt worden  (Zenker  nr.  592);  einzelne  Gedichte  sind  von  Wicker- 
hauser,  Wegweiser  S.  M  und  314  herausgegeben  und  übersetzt;  auch 
sind  bei  Gibb  S.  77  —  96  eine  Anzahl  seiner  Gedichte  übersetzt  und  in 
Muchlinski's  Chrestomathie  (II,  122—129)  elf  Ghazelen  im  Originale 
mitgetheilt. 
Anfang : 
^jLk=»    j')-^  '^^T^i    l*y   £  •    ^ä^)  cJ^^    ^JUaJ.-u/   j»(>.iLo   Oww   t^j-g^   ^tX-j' 

135  beschriebene  Blätter');  16,5  X  H  cm.  Hübsches  Talllq  mit  11, 
meist  gespaltenen  Zeilen  auf  der  Seite;  als  Schreiber  nennt  sich  am  Ende 
Mufiammud  ihn  Mnzajfar.  —  Auf  den  ersten  Seiten  sind  verschiedene, 
mehr  oder  weniger  verwischte  Siegel  abgedrückt. 

415.     [Ms.  Orient.   8».   314.] 
Derselbe   Dlwän  des  Bäqi. 
Anfang: 

1 1 8  beschriebene  Blätter,  deren  letztes  nicht  mehr  zum  Dlwän  gehört ; 
20,5  X''^  cm.  Kräftiges,  deutliches  Tailiq  mit  19,  meist  zweispaltigen 
Zeilen  auf  der  Seite.  Am  Anfang  ein  einfacher  iUnwän]  die  Seiten  mit 
rothen  Linien  umzogen,  die  Spalten  und  die  Gedichte  ebenso  getrennt;  nur 
auf  den  beiden  ersten  Seiten  finden  sich  statt  dieser  rothen  schwarze  Linien 
mit   einer  Goldleiste.     Auf  den    beiden    letzten    Blättern    sind    verschiedene 

*j  Die  giiuze   Handechrift  hat  deren   343. 


Türkische  Handschriften  416.  417.  Poesie  411 

Siegel  abgedrückt;  in  einem  steht  nur,  zwischen  Verzierungen,  tX*^;  ein 
anderes  zeigt  in  der  Mitte  die  Worte  J^  slXaä  und  darum,  in  vier  Schil- 
dern, die  Namen  der  sieben   Schläfer  und  ihres  Himdes   Qilmir. 


Derselbe  Dlwän   ist  auch   in   Nr.   356, i    und   —   in  Auswahl    —  in   der  persischen  Hand- 
schrift Nr.    18, 11,4, e  enthalten;  vgl.  auch   den   Namen   ,,Bäql"  im  Register  III. 


Ein   -wjiJoL^^  von   iÄzlz'i,   einem  Zeitgenossen   des   im  Jahre    1012   verstorbenen   Q 
eädah,  stellt  in  Nr.   8,i8. 


416.     [Ms.   Orient.   8^   318.] 

^c—=^))  cj'f-^'^7  *^®^"  Dlwän  des  RüTil  (f  1014,  beg.  19,  Mai  1605; 
s.  Hammer,  Osman.  Dichtkunst  III,  135,  Ü.  X.  III,  281,  5438),  be- 
stehend aus  Ghazelen  (alphabetisch  nach  den  Reimbuchstaben  geordnet), 
Kasiden  (Fol.  Gl**),  T'or^Z.'-Gedichten,  Glossen,  Chronogrammen  mid  Brucli- 
stUcken.  Das  Ghazel  mit  dem  Anfange  -IS  v^«^'  \ßy'^  ij-*'^  <3^^»^i  welches 
Hammer  auf  S.  136  übei-setzt  hat,  steht  hier  auf  Fol.  25''. 
Anfang: 

IJlä.  jmj  orLc  /-4^  "y^"'  ^y^  ^tX.<ijO  It^-^Jl  i'yil  v»^'  u~'^  u**^  e^^  ''^'^  '^' 
121  beschriebene  Blätter;  19X12,5  cm.  Ziemlich  grobes,  doch  deut- 
liches Taillq-^  auf  der  Seite  stehen  19  Zeilen,  welclie  mit  Ausnahme  der 
Schlufs-i^ati  der  Gedichte  gespalten  sind.  Die  beiden  ersten  Seiten  sind 
roh  verziert. 

417.  [Diez  A.  8".  148.] 
v_ftjwi  »./.Xa,  eine  poetische,  in  MaOnawI -Yersen  des  Metrums  Rarnal 
_w__|_w__|_w_  abgefafste  und  im  Jahre  100  7  (beg.  4.  Aug.  1598)  voll- 
endete Personalbeschreibung  des  Propheten ,  von  dem  türkischen  Dichter 
Xäqäm  (f  1015,  beg.  9.  Mai  1606;  s.  Ö.  X.  Hl,  113,  4637,  Hammer, 
Osman.  Dichtkunst  III,  139  und  Rieu  p.  25 7*').  Das  vorliegende  Gedicht 
findet  sich  auch  in  Gotha  Nr.  6,2  und  19  3,i;  man  vgl.  die  zu  der  letz- 
teren Handschrift  beigebrachten  Nachweisungen,  welchen  ich  noch  beifüge, 
dafs  sich  Handschriften  des  Gedichtes  auch  im  Asiat.  Museum  zu  St.  Pe- 
tersburg (S.   360),  im  Brit.  Museum   (Rieu  p.    244*'  und   257"),  in  München 

52« 


412         Türkische  Handschriften  418.  Poesie. 

Nr.  105  fol.  108,  259  fol.  2  und  262  fol.  59,  und  in  Wien  Nr.  1881,2, 
1229  und  123  0,i  befinden').  In  der  hiesigen  Sammlung  steht  dasselbe  Ge- 
dicht, aufser  in  den  folgenden  Handschriften,  auch  in  Nr.   35  3,i. 

Die  vorliegende  Handschrift  ist  am  Ende  defect,  indem  sie  mit  dem 
Verse 

(Fol.   26'  Z.   6   V.  u.  der  Gothaischen  Handschrift  Nr.    193)  abbricht. 

Das  letzte  Blatt  der  Handschrift,  welches  von  anderer  Hand  geschrieben 
ist,   ist   einem   persischen  Räthselbuche   (so   viel   ich    sehe,    nicht   dem   des 
ausainl,  Gotha  Nr.   9")  entnommen. 
Anfang  der  v_(ijwi  SuJLa.: 

19  beschriebene  Blätter;  17,5X8,5  cm.  Deutliches  Nastailiq  mit  20 
gespaltenen  Zeilen  auf  der  Seite;  Seiten  und  Spalten  roth  eingefafst.  — 
Auf  Fol.    1*  steht  noch  ein  Ghazel  von  Fadh  mit  dem  Anfang:  ^-iLi^  f.La. 

iUüU^    ^«XiU.Aj    Jjoy». 

418.    [Diez  A.    12».   7.] 

1 .  Dieselbe  Personalbeschreibung  des  Propheten ,  welche  auch  in  der 
vorigen  Handschrift  enthalten  ist.  Die  vorliegende  Abschrift  ist  vollstän- 
dig; das  Ende  der  vorigen  fällt  hier  auf  Fol.  49"  Z.  3  v.  u.  Die  Ein- 
theilung  in  Abschnitte,  welche  in  der  vorigen  Handschrift  vorhanden  ist, 
fehlt  hier. 

Anfang :      j»Lü  i^U*je  jj   Li"  «J^l   ^i  ^'^S  isi  ivJsJs?'  äJLJ.*-«»j 

2.  Fol.  55'':  ein  von  Nasätl  im  Jahre  1050  (beg.  23.  April  1640; 
s.  das  Ende)  als  Seitenstück  zu  dem  Gedichte  des  Xäqänl  ^)  in  gleichem 
Versmafse  abgefafstes  Gedicht,  welches  die  Personalbeschreibung  des  Adam, 
Abraham,  Ismael,  Isaak,  Lot,  Joseph,  Hiob,  Moses,  David,  Salomo,  Johannes, 
Jesus  enthält.  Die  Beschreibungen  sind  kurz  gehalten  und  bewegen  sich 
in  Allgemeinheiten.      Dasselbe  Gedicht  steht  in  Nr.   418*,5,  wo  man  s. 

Anfang:      Jl*ä.   ^\y\^   (.oT  ^ctX-'jt  Ji^l   tX.o   b   xT  x^Xll  «JLo 


')  auch  die  herzogl.  Bibliothek  in  Gotha  besitzt  noch   ein  drittes  —  defectea   —   Exem- 
plar, welches  im  gedruckten  Kataloge  noch  nicht  beschrieben  ist. 
«)  8.  Fol.  57»  Z.   3   7.  u. 


Türkische  Handschriften   118*.  Poesie.         413 

3.  Fol.  73":  ein  ebensolches  Gedicht  des  Gauri,  welches  die  Personal- 
beschreibnnff  des  Abu  Bahr,  iümar,  lUGmän  und  lÄli  enthält.  Dasselbe 
Gedicht  steht  in   Nv.   353,2   (wo  inan   .s.)   und   418*,3. 

Anfang :     ('  JU=»  (j'*>*s>  Lkc  ^iXJ-^'  JwOl  JU^  &=»^   >j  &^  x^'l  <i^-i-^ 

86  beschriebene  Blätter  mit  Originalfoliierung ;  15,5X8,5  cm.  Gute.s, 
grofses  Nastaillq;  auf  der  Seite  stehen  11  Zeilen,  von  welchen  jede  ein 
Misräl  enthält.  Am  Ende  von  Nr.  1  nennt  sich  der  Schreiber  Saix  Mu- 
liammad,  einen  Enkel  <Xs^=»  ^^^  «*^'^/(  ^c^^J^«Jl5  ^(XuijiiJt^  ^^'^Jj-I  ^^1  tX-i-c 
^ JOJCw!^!  ^J jZ^I^  -jLaxÜIj  ,  und  giebt  an ,  dafs  er  diesen  Theil  seiner 
Arbeit  an  einem  Dienstage,  26.  Rahii  II  1159  =  17.  Mai  1746,  vollendet 
habe.  —  Die  Handschrift  ist  in  rothen  Saffian  mit  Goldverzierungen  ge- 
bunden;  auf  einem   aufsen    aufgeklebten  Zettel   steht:    ^ejLsLä.    &a*U.    i^U^ 

418*.     [Landberg  631.] 
Diese  Handschrift  enthält  aufser  verschiedenen  arabischen  Abschnitten 
die  folgenden  türkischen  Gedichte: 

1.  Fol.  IS"":  eine  Personalbeschreibung  auLs»  des  Hasan  und  des  nu- 
sain,  von  einem  —  soviel  ich  sehe  —  ungenannten  Verfasser  im  Jahre 
1150  (beg.  1.  Mai  1737;  s.  das  vorletzte  Bau)  als  Seitenstück  und  Ver- 
vollständigung zu  den  Gedichten  des  Xäqänl  über  die  Personalbeschreibung 
des  Muliammad  (s.  nr.  2  dieser  Handschrift)  und  des  NaSäti  über  die  Per- 
sonalbeschreibung der  Propheten  vor  MuJiammad  (s.  unten  nr.  5)  verfafst. 

Anfang:  |V-A-a.jJl    ^.^s>J\    &JJi    *-*«.j  i^tX*   ;'t-*"'    ''-^-S-?^-^  ;>^ 

äticl^l   Jjl   (jJol   iji»^  ijiaj   s^  «^J-'t   (j"'-^i-*«5    '^'"•~="   rv-'siXjt 

2.  Fol.  25*':  das  Gedicht  des  XäqCmi  über  die  äufsei'e  Erscheinung  des 
Propheten,  welches  auch  in  den  Handschriften  Nr.  353,i,  417  und  418,i 
enthalten  ist.     Man  vgl.   das  zu  Nr.    417  Gesao-te. 

Anfang:     (sie)  |.UjI  ^U.*>o  ^  Li'  s.'jl  isi         f^  ,isi  a-'s^Xj'  s-L;'  äü.**»»^ 

3.  Fol.  4  8*':  vA^Ä-o  nLs  Xj^  **-^,  die  Personalbeschreibung  der  „vier 
Freunde  des  Propheten"  d.  h.  des  Äbü  Bakr,  lUmar,  lUGmän  und  lÄli, 
dasselbe,  im  Jahre  1050  verfafste  Gedicht  des  Gaurl,  welches  auch  in  den 
Handschriften  Nr.  353,2  und  Nr.  418,3  enthalten  ist.  Man  vgl.  das  zur 
ersteren  Handschrift  Beigfebrachte. 

»)  Bic!  1.    JU=»5. 


'a"- 


414         Türkische  Handschriften  418*.  Poesie 

Anfang:      JU=..   ^J~>»^  Lkt  ^tXJLö"  J^^l  JL^  ai».   o   sT  aJÜI  v.:i^Äx 

4.  Fol.  SS'':  eine  kui-ze,  anonyme  Beschreibung  der  Person  des  Pro- 
pheten, wie  die  Anfangsworte  vermuthen  lassen  und  in  der  Einleitung  aus- 
drücklich gesagt  wird,  im  Anschlufs  an  das  unter  ni-.  2  besprochene  Ge- 
dicht des  Xäqänl  verfafst.     Der  \'erfasser  bezeichnet  sich  (fol.   5  4*  Z.  6)  als 

»f,^  ^'«-5^    (J~^    /*r^  (^)    bLaäjI  -^Uue    ^K^;.<"  o 

und  giebt   an,    dafs    er   sein  Gedicht   im  Jahre   Uli   (beg.   29.  Juni   1699) 
vollendet  habe.     Jede  Körpereigeuschaft  des  Propheten  wird  mit  zwei  Bai't 
beschrieben. 
Anfang:      j.1^  «jcU.   v_j.Jol  »^'vAT  ijc^  (.Uhj  xikä  /JsrJ^   jdLJU*~? 

5.  Fol.  57*:  eine  Personalbeschreibung  der  Propheten  vor  MuUammad: 
des  Adam,  Idris,  Küä,  Ibräläm,  IsmaUl,  IsHäq,  Lüt,  Yüsitf,  Aiyüh,  Müsä, 
Däicüd,  Sulaimän,  Yafiyä  und  llsä,  ein  Gedicht  des  Nasäti,  welcher  nach 
Hammer,  Osman.  Dichtkimst  111,  497  im  Jahre  10S5  (beg.  7.  April  1674), 
nach  Hanlf-zädah  bei  U.  '/..  VI,  570,  14  685,  wo  sein  vorliegendes  Gedicht 
erwähnt  wird,  fünf  Jahre  später  starb.     Dasselbe  Gedicht  steht  in  Xr.  418,2. 

Anfang  (den  von  nr.   3  nachahmend): 

6.  Fol.  63*:  ein  MaO nawi-Gecläahi  von  49  Bau  des  Metrums  Eamd 
(_^__  _o__|_^_)  mit  der  Ueberschrift  ^'^^  x«.r>Ji:>c  ,UaÄ  s^eLjtUj  &4ja.o  ^ 
^tUjf.  Dies  ist  aber  nicht  richtig;  es  ist  nicht  ein  Auszug  aus  einer  tür- 
kischen üebersetzung  des  &cbjuo  von  iAttär,  sondern  ein  selbständiges  Ge- 
dicht des  iAzmi  mit  dem  Titel  jucLjJOj  „Buch  des  Eathes";  s.  Wien  1995, 13 
(in,  505  des  Kataloges).  Unter  dem  Verfasser  lAzmi  ist  wohl  der  zweite 
des  Namens  (Hammer,  Osman.  Dichtkunst  IH,  30)  zu  verstehen,  welcher 
im  Jahre  990  (beg.  26.  Januar  1582)  stai'b  ^).  —  Dasselbe  Gedicht  steht 
auch  in  Nr.   5*,4S. 

Anfang:      Ijk^.   cX.-=»   US'j    ..^J   i^S!:>  Ijuo!   Xj3  säjI   je  xX>\  ^LU*s^ 

7.  Fol.  98*:  die  sogenannten  Sprüche  des  lAli  in  einer  von  der  ge- 
wöhnlichen abweichenden  Redaction,    in    welcher    die  Sprüche    alphabetisch 


')  Uanif-zädah  liest  J^aLj  statt  Jcto  L  (nicht  gut^  und  JL^s»  statt  ^jl,.ja>  (gut).  Nr. 
418,»   hat  an   beiden  Stellen  die  richtigen  Lesarten. 

*j  Xach  Brit.  Mus.  p.  244*,  xi  wäre  das  Gedieht  Tielmehr  von  dessen  Sohn ,  lÄzmi- 
sädah  Hälati  (7   1040,  beg.   10.   Äug.   1630;  s.  Hammer,  Dichtkunst  III,  214)  verfafst. 


Türkische  Handschriften  419.  Poesie.         415 

nach  den  Anfangsbuchstaben  geordnet  sind;  dem  arabi.schen,  roth  geschrie- 
benen Texte  ist  eine  türkische  Paraphrase  von  je  zwei  Bau  beigegeben. 
Zuerst  kommt  ein  kurzes  arabisches  Gedicht  mit  dem  Anfange : 

Hierauf  folo^t  eine  kurze  Einleituns:  in  türkischer  Prosa  mit  dem  Anfanore: 

l»jjcj  J^.  Der  erste  arabische  Spruch  ist  dann  ajLJ  c>:i  (sie)  '^y^  '=>-»JI 
(Nr.   7   bei  Fleischer),  die  dazu  gehörige  Paraphrase: 

^Li   ^tVj  uJ^jl   yJL   «  ...  ,  <^         ^^1  )^>^  5j...;-jJI  Jj> 

Die  in  Nr.  435  fol.  24''f.  stehende  Paraphrase  der  Sprüche  des  lÄll  (nach 
der  gewöhnlichen  Redaction)  ist  von  der  vorliegenden  verschieden;  ebenso 
die  in  Nr.   5*,4   enthaltene. 

Die  ganze  Handschrift  hat  1 1 5  Blätter,  von  welchen  die  beiden  letzten 
ganz  leer,  1—11  mit  einem  Netze  von  leeren  Vierecken  bedeckt  sind ,  in 
welche  ein  Inhaltsverzeichuifs  eingeschrieben  werden  sollte ;  2  2  X  1  ■*  cm. 
Schönes,  in  den  türkischen  Theilen  vocalloses,  in  den  arabischen  vocali- 
siertes  Nasyl  mit  17,  in  den  poetischen  Theilen  gespaltenen  Zeilen  auf  der 
Seite.  Hübsche  iUnicän  auf  fol.  l*"  und  ll"";  die  Seite  von  einer  breiten 
und  einer  schmalen  Goldleiste  und  fünf  schwiu'zen  Linien  eiugefafst.  Auf 
fol.  1*  hat  eine  sehr  flüchtige  Hand  mit  Bleistift  geschrieben:  SjLC'l  xjLjf 
^»Jl^  ^^vUJlj  i»Ä.yüc  J<e.  bcXx«J;  eine  persische  Paraphrase  —  \vie  in 
Nr.   4  35   —  ist  aber  hier  nicht  beigegeben. 


Ta'rix  auf  die  Jahre  1032,  1033  und  1044  s.  in  Nr.  34,8;  der  Diicän  des  Jihni, 
welcher  um  1035  lebte,  steht  in  Nr.  10,5  und  55,  $,»;  Gedichte  desselben  s.  in  Nr.  6,i, 
41, i,   55, 8,  c,  333,  340;  ein  Gedicht  von  Näzukl,  welcher  um   1041   lebte,  s.  in  Nr.  6,i. 


419,     [Diez  A.   8«.  89.] 
(*\L*j  ^j>-iJi^,  ein  in  J/aÖ«aicI- Versen  des  Mafses  Zq/'f/ -  ^  _ . 
gesckriebenes    Gedicht   eines  Dichters,    welcher   sich  iAzizT  nennt   (fol.    65* 


■  —  w  _     w  ^.z  _ 


')  Fol.   3*  Z.  5  T.  u.     Auf  Fol.   1*  und  auf  einem  der  Haadschrift  aufsen  aufgeklebten 
Zettel  wird,  von  fremden  Händeo,  fälschlich  \L      >  A  \  ^  als  Titel  des  Gedichtes  angegeben. 


416         Türkische  Handschriften  420.  Poesie. 

Z.  4).  Aus  lä.  X.  V,  233,  10  840  erfahren  wir,  dafs  hierunter  der  Mufti 
lAhd  al  lazlz  Qara-öelebi-zädah  zu  verstehen  ist,  und  dafs  derselbe  das 
vorliegende  Gedicht  schrieb,  als  er  im  Jahre  1043  (beg.  8.  Juli  1633) 
seines  Postens  als  Richter  von  Konstantinopel  entsetzt  und  nach  Chios  ver- 
bannt wurde.  Hammer  handelt  von  demselben  sowohl  in  der  Geschichte 
des  osmanischen  Reiches  (V  und  VI  passim),  als  auch  in  der  der  osma- 
nischen  Dichtkunst  (III,  4  26),  ohne  jedoch  sein  vorliegendes  Gedicht  zu 
erwähnen.  Er  starb  im  Jahre  1068  (beg.  9.  Oct.  1657).  Eine  andere 
Handschrift  dieses  Gedichtes  findet  sich  im  Bi-it.  Museum,  Rieu  p.  190", vi, 
wo  man  vgl. 
Anfang:     ^j'^^f  |vJ.ä  ,^Laj^<Xo  ,j.4.s.JI  Läjs  ^Ls  (^cXäjI 

66  beschriebene  Blätter;  18  X  12,5  cm.  Schönes  Nas'/l  mit  13  ge- 
spaltenen Zeilen  auf  der  Seite.  Rothe  Linien  umrahmen  die  Seiten  und 
die  Spalten.  Auf  einem  aufseu  aufgeklebten  Zettel  steht:  vK  ^^y^iJS  ioIä^ 
Ndt"    yJ~Sj.*u   cy-iÄAaJ    (jj)V*    (^tXÄil    WV*-'!    Jo-ß. 


Die  politische,  auf  J.l   (jM.Jb    ^jl—    reimende  Kaside    des  Qädl-zadah  (f   1044)    s.  in 
Nr.  37,4   und  46,i, 


420.     [Petermann  II,  96.] 

Vier  längere  MaOnaioi-GQ^ichtQ  von  lAtä  allah  ibn  Yaliyä  Nauli-zädah, 
als  Dichter  lAtu'l  genannt  (f  1045'),  beg.  17.  Juni  1635;  s.  Hammer, 
Osman.  Dichtkunst  III,  244,  Gibb,  Ottoman  Poems  p.  207,  und  Rieu 
p.  195'').  Auf  Fol.  1"  werden  diese  Gedichte  von  fremder  Hand  genannt: 
1)  «yL.^  äJLwv;  2)  ^^l;~=-  onää;  3)  ^KJ3\  iU^sf;  4)  jJLa«j  äxLäj^;  in  der 
That  sind  es  die  folgenden: 

1.  ehi  Gedicht  mit  dem  Anfange: 

welches  nach    verschiedenen    einleitenden  Abschnitten    in    zwanzig    s^ö  ge- 


')  So  nach  Hammer  und  Gibb;  nach  den  Quellen  Rieu's  und  H.  X-  HI,  572, 
6993;  IV,  98,  7721;  VI,  368,  13926;  VI,  503,  14418  =  ed.  Bül.  I,  465  und  510; 
II,  398  und  433,  wo  die  in  der  vorliegenden  Handschrift  enthaltenen  Gedichte  des  iAtäH 
erwähnt  werden,  ein  Jahr  frülier  (1044,  beg.  27.  Juni   1634). 


Türkische  Handschriften  421.  Poesie.         417 

nannte  Abschnitte  zerfällt.  Sowohl  dieser  Umstand,  als  überhaupt  eine 
Vergleichung  mit  dem  Inhalte,  wie  derselbe  von  Hammer  a.  a.  O.  S.  257 
analysiert  wird,  beweist,  dafs  wir  das  >Ljov^)I  jL^  betitelte  Gedicht  vor  uns 
haben.  In  der  Wiener  Handschrift  7  0  2,3  (I,  656)  lautet  der  Anfang  dieses 
Gedichtes  zwar  anders;  dies  ist  aber  vielleicht  dadurch  zu  erklären,  dafs 
in  der  vorliegenden  Handschrift  die  ersten  Blätter  ergänzt  und  möglicher- 
weise nicht  ganz  richtig  oder  nicht  ganz  vollständig  ergänzt  sind. 

2.   Fol.    73:    ^l^-ia.    <;Jisa.      Auch    dieses  Gedicht    wird    von    Hammer 


a.  a.  O.    S.    25  2    analysiert   und    ist   in    derselben    Wiener    Handschi-ift   als 
Nr.  2  enthalten. 
Anfang :     (äSosKjv   _^'  \( jjj,jiJij  «äSos^l  okÄso   cL  vLx   (sie)  (3*-J  ^1 

3.  Fol.  134:  ^l5o!!$)|  »aäs»,  ebenda  S.  245  analysiert  und  in  der  Wiener 
Handschrift  an  erster  Stelle  enthalten. 

Anfang:     &3I  <X*ä  ^JLiU  ^^-«o^^  »K  ,^c>\j&  UU—j  |Js43ul 

4.  Fol.   20 8*":  ein  Gedicht,  welches  mit  dem  Vei'se 

beginnt  und  sowohl  auf  der  vorliergehenden  Seite,  als  auch  —  wie  schon 
erwähnt  —  auf  Fol.  1"  jwbov-i,  bei  Hammer  a.  a.  O.  S.  268  aber  und 
als  Nr.  4  der  Wiener  Handschrift  joelj^L*-  genannt  wird.  Die  letztei'e 
Bezeichnung  ist  dem  Inhalte  entsprechender. 

241  beschriebene  Blätter;  20X^1  cm.  Hübsches  Nastaüiq  mit  23 
gespaltenen  Zeilen  auf  der  Seite.  Die  beiden  ersten  Blätter  scheinen  von 
anderer  Hand  geschrieben  zu  sein,  als  der  Rest  der  Handschrift;  Fol.  3 
bis  4  0  bestehen  aus  braungelbem  Papier.  Am  Ende  nennt  sich  als  Schreiber 
ein  gewisser  Ber'itaS  (oder  BekfaS?)  ihn  Mustafa. 

421.  [Petermann  502.] 
Dieselben  Gedichte  in  einer  Handschrift,  welche  mit  der  vorigen  so 
genau  übereinstimmt,  dafs  Blatt  für  Blatt  in  beiden  Handschriften  ganz 
genau  dasselbe  enthält.  Von  dem  ersten,  ^lfl^v^ll  iL£J  betitelten  Gedichte 
fehlt  der  Anfang  (ein  Blatt);  das  Vorhandene  beginnt  mit  dem  Verse  idzäj 
■1\  NOw/Usvi'  oOiJ)  ö^j,  welcher  in  der  vorigen  Handschrift  das  zweite  Blatt 
beginnt;  es  folgen  dann  Fol.  72''  ^\y^  o-läP,  Fol.  134^  ;l^^'  «^^>  dessen 
Anfang,  welcher  auf  dem    leer  gelassenen  Blatte   133  stehen  sollte,  gleich- 

Tfirkiscbe  Basdschriftei.  53 


418  Türkische  Handschriften  422  Poesie. 

falls  fehlt  ^),  endlich  Fol.  207''  das  ÄxLjo>-i  resp.  «^Lj_sLw,  welchem  in 
der  vorliegenden  Handschrift  ebensowenig  wie  den  anderen  Gedichten  ein 
Titel  beigelegt  ist  ^). 

240  Blätter,  von  welchen,  wie  bereits  erwähnt,  das  133°'°  leer  gelassen 
ist;  22  X  12  cm.  Kräftiges  Nastaillq  mit  23  gespaltenen  Zeilen  auf  der 
Seite.  Die  Seiten  sind  mit  einer  Goldleiste  und  schwarzen  Linien  um- 
zogen, die  Spalten  durch  schmälere  Goldleisteu  getrennt ;  am  Anfange  des 
zweiten  und  des  vierten  Gedichtes  findet  sich  je  ein  sehr  einfacher  iUnwän. 
Die  Abschriften  sind  —  wie  es  scheint  von  fremder  Hand  —  datiert  vom 
Jahre    1154   (beg.    19.   März    1741). 

422.  [Petermann  H,  97.] 
l^A^ji  ,jl»Jt>,  der  Diir.äii  des  Dichters  Fahim,  welcher  im  Jahre  1U5  4 
(beg.  lU.  März  1644)  oder  1058  (beg.  27.  Jan.  1648)  starb;  s.  über  ihn 
Hammer,  Osnian.  Dichtkunst  HI,  370  und  Rieu  p.  I96\  Das  erste  bei 
Hammer  übersetzte  Ghazel  mit  dem  Anfange  j^o  cjj— -s.  ^JojI  (äfli»  ^ 
i^Äiiw^  vUi:  steht  hier  auf  Fol.  9  4*  Z.  2  v.  u.  In  der  vorliegenden  Hand- 
schrift stehen  an  erster  Stelle  Kasiden  (Anfang:  ^'^  r')'^-'  )^'^  i**^  *^j  r4* 
^..i  \j^  ye,  Gotha  fol.  60"),  dann  folgen  (^fol.  34*')  die  Ghazelen  (Anfang: 
Kj  (^3-».'.t  |vjJ>^  -Jjj^j^j'j-;  ..iS'o^s..  1^1),  den  Schlufs  machen  von  fol.  9  5*"  an 
Ta'n;f -  Gedichte  und  Buhäil.  —  Andere  Handschriften:  Gotha  Nr.  172, 
Wien  Nr.  7O0  (I,  659),  Marsigli  Nr.  3 289  und  Rieu  a.  a.  0.  Der  in 
den  Wiener  Sitzungsberichten  lU,  182  erwähnte  Druck  von  Konstantinopel 
1262  enthält,  wie  schon  in  dem  Gothaer  Kataloge  bemerkt  ist,  die  Ge- 
dichte eines  jüngeren   Dichters  des  Namens  Fahim. 

102  beschriebene  Blätter;  21,5X14  cm.  Gutes,  kräftiges  Taüiq  mit 
1 7  meist  gespaltenen  Zeilen  auf  der  Seite.  Abschrift  vollendet  an  einem 
Sonnabend')   im   Rulnl   II    lit92   ==;   20.   April-  18.   Mai    1681.      Am   Ende 

M  Das  Vorhandene  beginnt  -iS       kt./^      >  „■^   :^  Fol.    135   der  vorigen  Handschrift. 

';  Am  Ende  des  erstt;n  und  des  dritten  Gedichtes  wird  die  ganze  Sammlung  als  «-■■  (^ 
^Ua£  be^ätichnet ;  diese  Bezeichnung  würde  aber  nur  dann  zutreffend  sein,  wenn,  wie 
in  der  Wiener  Handschrift,  als  fünftes  Stück  auch  noch  das  vjOill  ijljJO  betitelte  Gedicht 
(s.    Hummer  S.    281)   vorhanden    wäre. 

^)  Dergleichen  sulieinbar  unbestimmte  Datierungen  kommen  nicht  selten  vor.  Es  muTs  dann 
doch   wohl  ein  bestimmter  Sonnabend  u.   s.  w.  im  Monat  —  etwa  der  erste?  —  gemeint  sein. 


Türkische  Handschriften  423.  Poesie.  419 

des  Diwans  und  tiut"  dem  letzten,  niclit  mehr  zum  Diwan  gehörigen  Blatte 
stehen  noch,  von  fremden  Händen  geschrieben,  ein  paar  Recepte  und  Verse. 
Von  Fol.  43  ist  ein  grofses  Stück  abgerissen  und  aus  Fol,  98  sind  zwei 
Baii  ausgeschnitten*  auch  von  dem  vorletzten  Blatte  der  Handschrift  (dem 
letzten  des  Diwans)  ist  ein  Stück  abgeschnitten  und  durch  ein  Stück  ein- 
geklebtes Papier  ersetzt,  welches  auf  der  einen  Seite  (wo  Rubäil  des  Fahim 
standen)  leer  geblieben,  auf  der  anderen  Seite  mit  einem  der  erwähnten 
Recepte  beschrieben  ist.  —  Auf  Fol.  1"  hat  sich  unter  dem  15.  Sauioäl 
125  9  =  8.  Novbr.  1843  ein  gewisser  iAhd  alläh .  Sohn  J-ai  des  verstor- 
benen  Darwes  Äya,  als  Besitzer  der  Handschrift  eingeschrieben. 


Eine   Auswahl  aus  dem  D'twän  des  Bahä'i  (t    1064)  steht   in  Nr.    14,4. 


423.     [Diez  A.  8".    109.] 

Fünf  Kasiden  mystisch -paränetischen  Inhalts,  als  deren  Verfasser  in 
einer  Bemerkung')  auf  Fol.  1'  ein  gewisser  Saix  Ihrähvm  genannt  wird; 
eine  Randbemerkung  auf  Fol.  13"  giebt  als  Todesjahr  desselben  1065  (beg. 
11.  Nov.  1654)  an.  Der  er.sten  Kaside  wird,  ebenso  wie  der  zweiten,  in 
einer  Ueberschrift  der  Titel  bl^  Jo  beigelegt;  deshalb  nennt  die  in  der  An- 
merkung mitgetheilte  Aufschrift  auf  Fol.    1'  das  ganze  Buch  so. 

Die  erste  Kaside  beginnt:  Lilo  ^'^^\  ^joSlt  jujw=:  ^-^y^  oa-v»  y^  ^.^^i 
die  zweite  (Fol.  3'):  (*  blo  yic>  y^^  »joilö  &JU=»  ^5j^=*;  die  dritte  (Fol.  23'): 
«ijlt>^-g-i^  J^  j.j>l  ^jl  ^1  ;'^^'5  y*^'^  "^iß  vierte  (Fol.  3  7^):  ^15  sjOjLj^^ 
-jjj  ^Jul  ^L^.  ^>->''^;   endlich  die  fünfte  (Fol.  40*"):  (sie)  ^50.1^1  uSüovsi  »ö^ 

45  beschriebene  Blätter;  18  X  15?^  cm;  von  Diez  in  der  unteren 
äufseren  Ecke  der  Blätter  paginiert  (bis  89).  Die  Hand.schrift  ist  von  dem- 
selben Schreiber  {iAhd  (d-raliviän  al  üskudäri)  wie  Nr.  146  für  Diez  ge- 
schrieben.    Grobes,  deutliches  Nas'/i  mit   15  Zeilen  auf  der  Seite. 


')  Nach  diesem  Anfange  scheint  es,  als  ob  dieser  Kaside  vielmehr  der  Titel   Lilo    jjo 

d.  h.   „der  Thor  und  der  Weise"  zukäme. 

h-6* 


430         Türkische  Handschriften  424.  Poesie. 

Der  D'iwän  des  Wagdi  (t  1080)  ist  in  Nr.  14,»  enthalten  —  ühazelen  von  Niyäzl 
(t  1105)  in  Nr.  25  fol.  42»,  in  Nr.  35, i  und  in  Nr.  447,  Ende  —  ein  Ghazel  von  lAbd 
al  yanl  (f  1108)  in  Nr.  407  fol.  1*  —  eine  Satire  auf  die  Aufrührer  von  1115  in 
Nr,  218,8  —  das  mystische  MaOnawt-QeAicht  ^I^J^I  jJii' von  Sidql  (f  1115)  in  Nr.  2,s  — 
Ghazelen  von  iÄsim  dem  Bosnier  (t  1122)  in  Nr.  14,3  —  Ta'rix  auf  die  Jahre  1118  und 
1121   in  Nr.   170,i. 


424.  [Diez  A.  8».  122.] 
('^Mb^5yAÄ.,  ein  didaktisches  Gedicht,  welches  der  im  Jahre  1124  (beg. 
9.  Febr.  1712)  verstorbene  Näbl  (s.  AHmad  Hanlf-zadah  bei  H.  X.  ed. 
Flügel  VI,  570,  14  687,  Hammer,  Osman.  Dichtkunst  IV,  49,  Gibb 
p.  212,  Pavet  de  Coiirteille,  Pr^face  mid  Rieu  p.  201*')  in  AlaO- 
navM-Yersen  des  Metrums  Ramal  _^__\_<^__\^\j_  für  seinen  Sohn  Abu 
H  ;(aiV  MuJtammad  Öelebi  (Fol.  2'',  letzte  Zeile)  schrieb.  Sowohl  auf  diesen 
Namen,  als  auf  den  Inhalt  scheint  der  Titel  des  Gedichtes  anzuspielen. 
Dasselbe  wird  von  ARviad  nanif-zädali  erwähnt  (s.  Flügel's  a.  X.  VI, 
570,  14  687),  von  Hammer  a.  a.  0.  S.  52f.  analysiert,  und  ist,  mit 
französischer  Uebersetzung ,  von  Pavet  de  Courteille  herausgegeben 
(Zenker  II,  1051)^),  nachdem  Auszüge  in  französischer  Uebersetzung 
bereits  von  Cardonne  seinen  Melanges  de  litterature  Orientale  (II,  162  f.) 
einverleibt  woi'den  waren.  Auszüge  im  türkischen  Originale  stehen  auch 
in  A.  Muchlinski's  osmanischer  Chrestomathie  (II,  110—119)^).  — 
Andere  Handschriften  finden  sich:  in  Wien  (Hofbibliothek  nr.  721,3  und 
724,1,  sowie  Krafft  nr.  224),  in  München  nr.  94  und  188,  bei  de  Jong 
Nr.  CCVI,  im  Brit.  Museum  (Rieu  p.  200",  201''  und  254»),  in  Paris  und 
im  Besitze  des  Sinäsl  Efendi  (s.  Pavet  de  Courteille  p.  II),  endlich 
bei  Räyib  PaSa  nr.  1096. 
Anfang:     sjKxl  5«jto  ^d^  üLÜI  .vAläc  xJÜI  J^l  iX^s>. 


')  So  giebt  der  Verfasser  selbst  (Fol,  4*  Z.  3)  den  Titel  seines  Gedichtes  mit  den 
Worten  iüolj(g>Aä»    ^^b    «jUL)!  an.      Sonst  wird  dasselbe  gewöhnlich  KjfffÄ   genannt. 

*)  Aus  der  Vorrede  zu  dieser  Ausgabe  ergiebt  sich  auch,  dafs  das  Gedicht,  zusammen 
mit  dem  Diwan  des  Näbi,  bereits  im  Jahre   1257  in  Cniro  erschienen  ist. 

^)  Ein  anderes  Gedicht  yon  NW}i  (J^LiLwl  •^yui  ^Lu  %i>)  steht  in  Muchlinski's 
Bußopi  Typei;KHXii  cxaTen  etc.     St.  Petersburg   1858,  8",  p.  49. 


Türkische  Handschriften  425.  Poesie.         481 

5  7  ')  beschriebene  Blätter;  18X12  cm.  Schönes,  türkisches  Nasxl 
mit  15  gespaltenen  Zeilen  auf  der  vollen  Seite;  Seiten  und  Spalten  roth, 
auf  den  ersten  beiden  Seiten  mit  Goldleisten  umzogen;  am  Anfang  ein 
roher  lUnwän.  Abschrift  von  iAhcl  al  bäqi  ihn  ARmad  vollendet  am 
2.  Ra^ah  1161  =  28.  Juni  1748.  In  der  Handschrift  selbst  sind  die 
Ueberschriften  der  einzelnen  Abschnitte,  welche  vermuthlich  roth  einge- 
schrieben werden  sollten,  weggelassen ;  dieselben  sind  aber,  nebst  Blattweiser, 
auf  einem  vorgehefteten  Blatte  nachgeholt,  dem  Wortlaute  nach  mit  den 
Ueberschriften  in  der  Ausgabe  nicht  übereinstimmend.  Auf  einem  aufsen 
aufgeklebten  Zettel  steht:  ffv  yJ-»*-*  ^^/-^y&i  Kj^yxi-y  »jJLä.I  ^^^lUyjj:».  ^b  v-jLäS'. 


Ein   Ta'rlX'Qedicht  des  Qabit  (t  1124)  s.   in  Nr.  29,3;   ühazelen  von  Fa'iq  dem  Lahmen 
(t    1127)  in   Nr.    14,3. 


425.     [Ms.  Orient.   4".   643.] 

1.  Der  Dlwän  des  Mufiammad  Plrl-zädah,  welcher  sich  als  Dichter 
SaRib  nennt.  Aus  den  Mittheilungen,  welche  Hammer,  Dichtkunst  IV, 
2  65  über  ihn  macht,  ergiebt  sich,  dafs  er  in  der  ersten  Hälfte  des  zwölften 
Jahrhunderts  d.  Fl.  (des  achtzehnten  n.  Chr.)  lebte  und  im  Jahre  1132 
(1719/20)  Lehrer  an  einer  Madrasah  in  Konstantinopel  war.  —  Der  Dlwän 
beginnt  mit  einer  Kaside;  darauf  folgen  die  Ghazelen,  welche  in  der  ge- 
wöhnlichen  Weise  alphabetisch  geordnet  sind. 

Anfang : 
wj>   ü    &4^l    J^Le    ^J^iitx  154-)^   ^v'  '>->^    ^   »•*^}    J^    &AÄA.W   ^Jo    sJlJLc. 

2.  Fol.  29*":  eine  in  der  Ueberschrift  ^jUic  jT  '^^Lg-i  (^  o^ ^-gj  ge- 
nannte, auf  ^cJl—  reimende  Kaside,  in  welcher  die  osmanischen  Sultane 
von  lUOmän  I  bis  MaUmüd  I  (reg.  1143—68=  1730—54)  aufgezählt  und 
die  wichtigsten  Daten  aus  ihrer  Regierung  mitgetheilt  werden,  ojGFenbar, 
um  dieselben  so  dem  Gedächtnisse  leichter  einzuprägen.  Ein  Verfasser  ist 
nicht   genannt;    der   Zeit   nach,    in    welcher    es    entstanden    ist,    könnte  das 


')  Die  Originalfoliierung,  nach  welcher  citiert  ist,  geht  nur  bis   t*\,   weil    sie    das    erste 
Blatt  nicht  mitzählt. 


»)   Hs.   «y^. 


4t2         Tüitische  Handschriften  426.  Poesie 

Gedicht  Ton  demselben   SäMib   rei-fafst    sein,    dessen  Dlicän    vorhero-eht,   — 
Aehnliclie    Lehrgedichte    werden    bei  Krafft    Nr.  CCLXXIII    (S.    103)    er- 
wähnt. 
Anfang : 

33  Blätter  von  20,5  Xlö,*  cm:  Nr.  1  mit  1 3  zeiligem  Taihq,  Nr.  2 
mit  20 zeiligem  Nas/i  geschrieben,  beide  Nummern  zweispaltig;  in  Nr.  2 
die  Namen  der  Sultane  und  die  (mit  Worten  geschriebenen)  Zahlen  roth. 
Auf  Fol.    1*  st^ht  oben:  8.i'.^»Aj  ,_,»s-Ls   ^J^•^•>,    und    darunter   von   anderer 

Hand:   au ^  ^IkJL.,  sJJU  ^JjOä  l^lj>..  ^Jojl   iX^^I  ,_.cäLä;  auf  fol.  rect. 

des    letzten    (sonst    leeren)  Blattes    steht   oben:    ^Uic.    Jl    ^^Lj-i,    darunter: 

»* f'^-s.     i    ^.jLkJL.    stXJ'.    ^  äxi£    *^bv.»    tX+js-t    ,jJA.\    iuS^Siju.\    (2    Gumädü 

n  1154  =  23.  Sept.  1770j.  Das  Siegel  dieses  Besitzers  der  Handschrift, 
mit  der  Inschrift  IM  (Xt^L  ist  auf  Fol.  1*  und  33"  abgedrückt.  Auf  einem 
aufsen  aufgeklebten  Zettelchen  steht:  „79   Muchlinski    111". 

426.     [Diez  A.   4^   36.] 
Dieselbe  Hand,  welche  die  ganze  Handschrift  schrieb,  giebt  auf  Fol.    1" 
den  Inhalt  derselben  mit  folgenden  Worten  an:  Lab  Ju^  <— ^')  r»«^»*-''  >^bäJuo 

sj^^  .,!w«j.  .^„v'fcj.  JoLäj.  axwiju  ,;i,'Lajj^. .  Die&e  Worte  bezeichnen  den 
Inhalt  der  Handschrift  im  allgemeinen  richtig;  denn  derselbe  besteht  aus 
den  sogenannten  ^-LiAiiiö,  den  prosaischen  Staats-  mid  Gratulationsschreiben, 
sowie  dem  Diicän  des  Räyih  MvÄammad  PaSa,  welcher  als  Grofsvezier  im 
Jahre  1176  (beg.  23.  Juli  1762)  starb:  s.  Hammer,  Osman.  Dichtkun.st 
lY,  177  und  Osman.  Reich  \in,  254.  Die  Talyisät  beginnen  mit  einer 
Staatsschrift  über  den  im  Jahre  1739  abgeschlossenen ,  für  Oesterreich  so 
ungünstigen  Frieden  von  Belgrad  und  die  Ereignisse,  welche  in  längerer 
Reihenfolge  zu  demselben  führten  '),  und  schliefsen  mit  einem  Glückwunsch- 
schreiben an  den  Sultan,  als  derselbe  medicinierte ;  über  den  näheren  In- 
halt der  Tdyjsäi  vgl.  man  besonders*)  Krafft  zur  Handschrift  nr.  XCHI 


*)  Diese  Staatsschrift  steht  auch  in  Nr.   220,». 

*)  Sonst  auch  Hammer,  Osman.  Reich  VIII,  2.31  und  IX,  626,  .3338f.  Das  dem 
Geschichtswerke  des  NaXirnä  entnommene  Schreiben  des  Saßd  cU-din  'Ausgabe  I,  107*;  steht 
hier  auf  Fol.  30» f. 


Türkische  Handschriften  427-  Poesie  Ati 

der  Oriental.  Akademie  zu  Wien  (S.  31  des  Katalogen).  Andere  Hand- 
schrifceu  finden  sich  in  Wien  Nr.  317  und  318  (I,  287)  nnd  in  München 
Nr.    130. 

Auf  die  Tal^lsät  folgen  von  Fol.  45"'  an  die  Gedichte,  der  Dficän, 
des  Räyib,  und  zwar  zuerst  Kasiden,  dann  Ta'fix,  Taymls  (zum  Theü  per- 
sisch), Ghazelen  (alphabetisch  nach  den  Reimbuchstaben  geordneij,  RuhäSi. 
Andere  Handschriften:  Gotha  Xr.  195,  Wien  nr.  737  (I,  687),  St.  Peters- 
burg (Manuscrits  et  xylographes  Xr.  574  'i  und  Asiat.  Muse  tun  S.  36ö), 
Calcuita  S.    ISO  nr.    174. 

Der  im  Jahre  1253  (beg.  7.  April  1837)  in  Büläq  erschienene  „Di- 
icän-  des  Räyib  enthält  nach  Kr  äfft  imd  Flügel  neben  den  Gedichten 
auch  die  Taljp.2ät:  was  es  mit  der  Ausgabe,  welche  nach  Joum.  Asiat. 
1S43,  II.  4S  nr.  133  und  Zenker  nr.  600  nur  ein  Jahr  fiüher  (125  2) 
daselbst  erschienen  sein  soll,  für  eine  Bewandtnils  hat,  kann  ich  nicht 
sagen.  Gedichte  des  Räyib  sind  auch  in  dem  von  Zenker  II,  583  er- 
wähnten Buche,  SLvvie  in  A.  Muchlinski's  Chrestomathie  11,  147  ent- 
halten. 


Antang  der   Tal/fsai:   ^>ix  ^,^   '-^r^«   '-s^J  U-s\.r  L'   •as.J»  ^w.äJ'   aJJ   - j 

J'>J!.      ajL^     JL>l3     OJuJIÄ     «.jLcJ      «Ji^«^    w-'wL^I     ^^'•^^      «=Jw<^>      \«i     >^^mj] 

^^  j  j  ^  -•  .  ^'->'  ■>•'       j      J   jj      ^  j- 

des  Dücän: 

S4  beschriebene  Blätter  von  22,*  X  1^,*  cm;  gewöhnliches,  deutliches 
Talllq  mit  19  Zeücu  auf  der  Seite;  Seiten  und  Columnen  roth  umzogen. 
Als  Schreiber  nennt  sich  am  Ende  Xair  aUäh  ihn  al-saii/id  Jlustafä.  Auf 
einem   dem    Vorderdeckel   autgeklebten   Zettel   steht:    ^^L^    xsXj&s^    ^\ji' 

rf>    y^  &JL.<.     Am  -Vnfange  jeder  der  beiden  Abtheilungen  ein  lUmcän. 

427.     [Ms.  Orient.  8'.   320.] 
Diese  Handschrift   enthält   dasselbe,   wie   die   vorige:   an   erster  Stelle 
die   Tal/^sät,  an  zweiter  den  Dticän  des  Räyib  Fasa;  im  Innern  sind  aber 


*)  Da£3  dies  der  Biican  onsctea  £a-yä>  ist,    zeigen    die  Anüangswone;    s.    fol.    54^    der 
Torliegenden  Handschrift,  wo  die  Abcheilong  der  Ghuelea  beginnt. 


424         Türkische  Handschriften  428.  429.  Poesie. 

beide  Abtheilungen  anders  angeordnet,  als  in  der  vorigen  Handschrift. 
Die  Staatsschrift  über  den  Frieden  von  Belgrad  z.  B.,  welche  in  der  vorigen 
Handschrift  die  Sammlung  beginnt,  steht  hier  auf  Fol.  db^,  und  die  Kaside, 
welche  dort  an  erster  Stelle  des  Diwans  steht,  ist  hier  die  zweite. 

Anfänge:      'üS'ko^l   e5\o  ^j^ä  2üIö  Jk=»  'täfiLsl  ,^Li9  ^ü  sJüJo  i^Lä=» 

und :  XAjLävev  s Juyaü 

95  Blätter,  von  welchen  die  beiden  ersten  und  die  beiden  letzten  nicht 
zum  Werke  gehören,  sondern  nur,  von  fremder  Hand  geschrieben,  aller- 
hand Verse  enthalten;  23,5  X  14  cm.  Unschönes  und  vielfach  unpunc- 
tiertes  Ta'llq  mit  19  Zeilen  auf  der  Seite.  Die  Seiten  sind  mit  einem 
goldenen  Streifen  und  schwarzen  Linien  umzogen;  auf  Fol.  3'',  SS'',  öO*" 
und  51''  ziemlich  roh  ausgeführte  iünwän  in  Gold  und  Farben. 

428.  [Diez  A.  4".  78.] 
Derselbe  Dlwän  des  Räyih,  welcher  in  den  beiden  vorigen  Hand- 
schriften an  zweiter  Stelle  enthalten  ist.  Der  Inhalt  der  vorliegenden 
Handschrift  stimmt  im  allgemeinen  mit  Nr.  4  26  iiberein;  doch  ist  die 
Anordnung  der  einzelnen  Gedichtgruppen  und  Gedichte  eine  etwas  ver- 
schiedene. 
Anfang  wie  in  Nr.   4  26,  doch  mit  (sie)  ^ji\JS:  > 

41  beschriebene  Blätter;  20X14,5  cm.  Gewöhnliches  Taüiq  mit  15 
gespaltenen  Zeilen  auf  der  Seite.  Die  Seiten  und  die  Spalten  sind  mit 
goldenen  und  schwarzen  Linien  eingefafst;  am  Anfange  findet  sich  ein  ein- 
facher iUnwän.  Aufsen  steht:  Uli  vt>  tj^)^  (5-**'^*=»  7^'^)^^  *^^r^  v'^- 
Auf  Fol.  1'  hat  sich  ein  früherer  Besitzer  der  Handschrift  eingeschrieben 
und  sein  Siegel  beigedrückt. 

429.     [Petermann  H,  309.] 
Ein  Madnawl-Gedicht  im  Metrum  Ramal  (_^^__|_w__|_w_)  über  das 
Leben  des  Propheten  ').     Der  Verfasser  nennt  sich  im  Gedichte  selbst  aa- 
mfl:  Fol.   2»  Z.   6  V.  u. 

k^Lyoo    ^ÄAJLsk    S\Ls^Aj   ^jjjö  ^.»Las   bU    Jom^    lO^  y^ 


')  «-ÄJk^s    cjtjJLo   'wÄJww    wyw   o>«;;>.g  1    ^k.j| ,  wie  es  im  Kolophon  heiüst. 


Türkische  Handschriften  430.  Poesie.  426 

Im  Koloplion  wh-d  er  Ibrahim  Hanlf  und  in  zwei  einem  vorgehefteten 
Blatte  aufgeschriebenen  Inhaltsangaben  einmal  ebenso,  das  anderemal  Hanlf 
Efendi  genannt.  Es  ist  kaum  möglich,  dals  dieser  Verfasser  identisch 
ist  mit  dem  von  H  annner,  Osman.  Dichtkunst  IV,  225  besprochenen 
{Ibrahim)  Hamf  Efendi,  da  der  letztere  im  Jahre  1180  d.  Fl.  (1766/7 
n.  Chr.)  noch  lebte  und  schrieb,  während  die  vorliegende  Handschrift  be- 
reits vom  Jahre  1117  (1705/6)  datiert  ist.  Auch  wird  das  vorliegende 
Gedicht  unter  den  Werken  des  von  Hammer  besprochenen  {Ibrähtm) 
Hamf  von  dessen  eigenem  Sohne,  dem  Verfasser  der  .j  >LjI,  nicht  erwähnt 
(s.   ä.  X.  ed.   Flügel   VH,    1097,   3710). 

Anfang:      ^asj  JoLb  ^yi)\   tj^y^  y^.   V)  \J^  ^'<^^   iJ^  ^<J^'   «Ji^jJ-^^J 

133  beschriebene  Blätter;  22,6X14,5  cm.  Gewöhnliches,  deutliches 
Nastailtq  mit  17  gespaltenen  Zeilen  auf  der  Seite;  am  Anfang  ein  ziem- 
lich i'oher  iUnwän;  die  beiden  ersten  Seiten  sind  mit  goldenen  Leisten 
umzogen,  an  deren  Stellen  in  der  übrigen  Handschrift  rothe  Linien  treten. 
Die  bereits  erwähnten  Bemerkungen  auf  einem  vorgehefteten  Blatte  be- 
haupten ,  die  Handschrift  sei  ein  Autugraph  des  Verfassers ;  dies  ist  aber 
nicht  richtig,  vielmehr  besagt  der  Kolophon  nur,  dafs  die  Handschrift  mit 
seinem  Vorwissen  resp.  durch  ihn  ')  collationiert  und  corrigiert  worden  sei, 
i>^  » Ji.-i  x>^RJ'^  &JjUx)  jI  00**4-3 .  Solche  Correctui-en  und  Nachträge  sind 
denn  auch  in  der  That  auf  den  Rändern  vorhanden ;  zum  Theil  sind  die- 
selben von  fremder,  flüchtiger  Hand  —  wahrscheinlich  eben  der  des  Ver- 
fassers —  geschrieben. 

430.  [Diez  A.  4".  32.] 
Der  Dlwän  ^)  der  türkischen  Dichterin  Fitnat  *) ,  welche ,  wie  die  in 
dem  Dlioän  enthaltenen  Chi'onogramme  beweisen,  in  der  zweiten  Hälfte 
des  vorigen  Jahrhunderts  lebte.  Sie  war  eine  Tochter  des  Mufti  Äsiad 
Efendi  und  nach  verschiedenen  Nachiichten  entweder  an  einen  ihrer  un- 
würdigen Mann  (nach  Gibb)  oder  gar  nicht  (nach  Diez  in  seinem  Kataloge) 
verheirathet ;  s.  Rosen  zweig  in  Fundgruben  I,  234  Anm.,  Hammer,  Osman. 


*)  viöyjuj  =  ä-IaXsjJw;  s.  Zenker  u.   d.   W.   xiyL« . 

*)  In  der  roth    geschriebenen  üeberschrift    wird  der  Diwan      it.  ;  ''■•.^ >    ''iß  Dichterin 
ijLo'v   ^jjy^oo  zubenannt. 

Tfirkischa  Haadschrifteu.  54 


42«         Türkische  Handschriften  431.  432.  Poesie. 

Dichtkunst  IV,  5  05  und  Gibb,  Ottouian  Poems  p.  217.  Zwei  Gedichte 
der  Fitnat,  welche  in  der  vorliegenden  Handschrift  auf  Fol.  14"  und  15" 
stehen,  sind  von  Rosen  zweig-  a.  a.  0.  in  Text  und  Uebersetzunsr  mit- 
getheilt;  ein  drittes  Ghazel  (Anfang:  (»tVJjj  ^J^j  soxäa*«  ^^jLwSwi  JL_aJ>), 
welches  Gibb  p.  134  übersetzt,  kann  ich  in  der  Handschrift  nicht  finden. 
Auch  in  A.  Muchlinski's  Chrestomathie  stehen  ein  paar  Gedichte  der 
Fitnat  (II,    169). 

Der    Inhalt    des    wenig    umfangreichen    Diwans    sind    Buhäii,    Ta/inls, 
Lobgedichte,   Ta'rlx,  Ghazelen  (nach  den  Reimbuchstaben,  unter  welchen  ^ 
ganz  fehlt,  alphabetiscli  geordnet),  Muqattaiät,  Mufradät    und  Räthsel  (-jj 
und  Cjuc). 
Anfang:      Lyil   &-Us.   xJCob   c>wLw  \^y^  l>-^  j^   [»Uaj   oL^I  c>-cL>  ,^1 

23  beschriebene  Blätter;  21  X  15?*  cm.  Flüchtiges,  doch  deutliches 
Nasta'hq  mit   1 7,  meist  gespaltenen  Zeilen  auf  der  Seite. 

431.     [Petermann   II,    173.] 

Diese  Handschrift  enthält  zwischen  lauter  ai'abischen  Stücken  auf  Fol. 
3"  bis  1 2"  ein  türkisches  Gedicht  über  die  Kämpfe  und  Abenteuer  des 
XäwarSäh,  welche  auch  in  der  persischen  Handschrift  Nr.  5Ü,i  (S.  Iü6  des 
Kataloges)  erzählt  werden.  Man  vgl.  dort,  sowie  auch  „Le  Cabinet  des 
Fäes"  T.  XIV  (t\  Gen^ve  1786.  8"),  p.  136.  Am'  Ende  wird  die  Zeit  der 
Vollendung  des  Gediclites  mit  dem  T'a'n;^- Verse  Lov   -^bl  jjI  SvU  angegeben, 

was    das    Jahr    1140    (beg.    19.  Aug.    17  27)    ergiebt;    wenn    darunter    lu. 

steht,    so  beruht  dies  entweder,  wenn  es  eine  Umrechnung  des   To'nx  sein 
soll,  auf  einem  Rechenfehler,    oder    es   soll    gar    nicht    das   Ta'rlx,    sondern 
das  Jahr    der    Abschrift    bezeichnen.     Einen    Verfasser    finde    ich    nicht   ge- 
nannt. 
Anfang:     «^jUI^n  sjo^r  (sie)  ^jl:»  cjLK^»   )ü>\y^  \j\J*i' 

Gutes  Nastaillq,  in  vei'schiedenen  Richtungen  des  Blattes  geschrieben; 
auf  der  Seite  stehen  gewöhnlich   36  Bait\   Gröfse  der  Blätter:   20,6  X  13  cm. 

432.     [Diez   A.   4°.   79.] 
Ein  in  ziemlich  ungeschlachten  MaBnaiui-Y ers^n  geschriebener  Ruman 
von   dei-  Liebe  zwischen  Mihrbiln  und  Süh-^ahän.  Aveshalb  auch  eine  fremde, 
sehr  rohe  Hand  auf  Fol.  1'  angemerkt  hat:  ^Lg.=.sLi  ^L^-gx  ^jU^  (sie)  4XP. 


Türkische  Handschriften  433.  Poesie.         427 

Die  erste  Seite  des  Gedichtes  ist  verklebt,  die  zweite  zur  Hälfte  ausge- 
wischt; das  Vorhandene  beginnt  mit  dem  Misräi:  sjK  (?)  g^  JL*i  ^j  vJ^j- 
204  beschriebene  Blätter:  20,s  X  1  "1  cm.  Dlioäni  mit  15  gespaltenen 
Zeilen  auf  der  Seite.  Statt  der  Ueberschriften ,  welche  den  einzelnen  Ab- 
schnitten vorgesetzt  werden  sollten,  sind  nur  leere  Räume  vorhanden. 

433.  [Diez  A.  8«.  4.] 
Ein  Gedicht  über  das  Leben  und  zum  Lobe  des  Pi-opheten,  geschrieben 
in  J/aörtawj- Versen  des  Metrums  Ramal  _^__  _^__  _w_,  welche  hie  und 
da  durch  eine  Kaside  unterbrochen  sind.  Die  Handschrift  ist  am  Anfange 
defect;  in  dem  Vorhandenen  finde  ich  weder  einen  Titel,  noch  den  V^erfasser 
genannt.  Die  Handschrift  ist  datiert  vom  10.  G-umädä  W  9  74  [■=  23.  Dec. 
15  66\  und  das  Gedicht  mufs  also  jedenfalls  vor  dieser  Zeit  verfafst  sein. 
Die  &jtX*as'  des  Yazi^i-oy}i\  an  welche  man  zimächst  denken  mufs,  ist  es, 
wie  eine  Vergleichung  mit  den  Gothaer  Handschiüften  Nr.  217—219  zeigt, 
nicht;  sollte  es  vielleicht  die  von  Hammer,  Osnian.  Dichtkunst  1,  151 
erwähnte  Jtjjk«^!  des  aamdl  (f  909,  beg.  26.  Juni  1503)  .sein?  Eine 
Handschi-ift  dieses  Gedichtes,  welche  zur  Vergleichung  herangezogen  werden 
könnte,  vermag  ich  nicht  nachzuweisen.  Der  Abschnitt  über  den  Tod  des 
Propheten  (Fol.   OS"*)  beginnt  mit  den  Versen: 

^Jjol    sl    xijJsO    ^Ls.    JoJ»  r?^'^'   TT^    cH^J    '^♦'^    "^ 

Anfang  der  Handscln-ift : 

124  beschriebene  Blätter  von  rother  Farbe;  20  X  ISj^  cm.  Gutes, 
vocalisiertes  Nasyl  mit  13  gespaltenen  Zeilen  auf  der  Seite:  die  Seiten 
und  die  Spalten  mit  doppelten  weifsen  Linien  umzogen;  Schreiber:  Mu- 
Ravimad  ihn  lAbdl  Brüsawi.  — 

Am  Ende  sind  noch  zwei  weifse  Blätter  angeheftet,  welche,  von  an- 
derer   Hand   geschrieben,    das    arabisclie    wa-iJi    ^\ s.    (vgl.   Brit.    Museum 

LXXXV,  125)  mit  türkischer  Einleitung  enthalten  (Anfänge:  ^y^  _wi  ttXse 
JUuJ^I  ^*^j^  5jlj>;  |«-*iä*  o  »i'  y*  >0  .j  yicHiS  und  ^-^  o).»a=»  *:i,'Ua*>»j  ».jJJI 
iSy£L>  (sie)  >:y.A»<Lcl  o^w*v.j^ ).  Auf  einem  aufseii  aufgeklebten  Zettel  steht: 
fi*   v^  (Jj)^  ^s^y*^  (»i^»JI  «jJ-c  tV*^  r-i^'i  ^'1^  einem  vorgehefteten  Blatte: 


.04' 


428         Türkische  Handschriftea  434.  435.  Poesie. 

434.  [Petermann  5  42.] 

Auf  Fol.  1 9""  —  2  1 ''  dieser  Handschrift  steht ,  mitten  unter  arabischen 
Abhandlungen,  der  Anfang  —  im  ganzen  146  Bau  —  eines  türki.^chen 
MaGnauil-Ge6.\ch.tQ^  zum  Lobe  des  Propheten,  des  lAll  und  seiner  Söhne 
Hasan  und  Husain.     Der  Anfang  lautet: 

|V_J«>>9  s^.>^*^    ^yi    jT-«-*?!  |*^^r'  (^♦^r'   *^'   1*-***^ 

der  letzte  vorhandene  Vers: 

Jikfli    ^yS"    JHyS'  J^ä    ^1I.*X3  JL»/  »AÜ'    «y^    Ä.iXlb    JL-.fl 

Ziemlich  gutes  Taülq,  in  drei  Spalten  schief  geschrieben.  Die  Gröfse 
der  Blätter  beträgt  20  X  13,5   cm. 

435.  [Diez  A.   8".   20.] 

^jLioül  iLs\-«;  (Fol.  4",  letzte  Zeile),  eine  Sammlung  von  hundert  tra- 
ditionell überlieferten  Aussprüchen  des  Propheten,  welche  arabisch  mit- 
getheilt  und  dann  mit  je  zwei  türkischen  Baif  paraphrasiert  werden ;  ein 
Vorwort,  ein  Abschnitt  zum  Lobe  des  Propheten,  sowie  ein  anderer  über 
i_)LäS'  ^-äjJb'  ^>A*v  ist  am  Anfang,  ein  stilles  Gebet  «yUa-U*  und  ein  py-«aJ" 
JwA^Ä.  3y^\  JoU'  überschriebener  Abschnitt  am  Ende  hinzugefügt,  alles  in 
türkischen  3Iaßnawi-Y eisen  des  Metrums  Xqfjf  ^^  _  ^\_,_,^_  z^_.  Dasselbe 
Werk  ist  in  der  Dresdener  Handschrift  Nr.  232,2,  in  der  Upsaler  207 
und  in  der  des  Brit.  Museums  p.  25  6",  .\in  enthalten;  in  allen  dreien  wird, 
nach  Angabe  von  Fleischer,  Tornberg  und  Rieu,  und  ebenso  in  der 
hiesigen,  nochmals  dasselbe  Gedicht  enthaltenden  Handschrift  Nr.  2,i,  so- 
wie von  li.  X.  HI,  5  76,  70  09  =  Ed.  Bül.  I,  t^lt  als  Verfasser  Laüß  ge- 
nannt, in  der  vorliegenden  Handschi'ift  dagegen  Luffl.  Das  betreffende 
Mtsräi  lautet  hier  (Fol.  18",  letzte  Zeile):  ool  oL  ^^^äW  &JI-jI  uSi^ÄiaJ, 
wobei  B-Äki  für  ^^ÄkJ  (statt   ^j^^iiaJ)  geschrieben  ist  'j. 

Anfang:     Jjl  ^1  dl  "^  JjU  JJI  <>♦=:  ^^j   (JJU.  (sie)  ^öIj^ 

Das  Gedicht  des  Latßfl  endigt  auf  Fol.  1 8'' ;  auf  den  folgenden  Blättern 
stehen  erst  noch  einige  unbedeutende  Schreibereien  und  dann  (24*'— 5  2")  die 
sogenannten  Sprüche  des  iAll,  arabisch   mit  persischer  und  türkischer  poe- 

■)  In  der  Handschrift  des  Brit.   Museums  lautet  der  Vers   besser:    ^^^ijilaJ     tX.fSJ>iai 


Türkische  Handschriften  435.  Poesie.         439 

tischer  Paraphrase  von  je  zwei  Bait  *).     Am  Ende  noch  ein  paar   türkische 
Recepte. 

Die  ganze  Handschrift  hat  5  5  beschriebene  Blätter  von  19,5X  14  cm. 
Gutes,  im  Gedichte  des  Lfdlfi  vocalisiei'tes  Naft^i  mit  1 3  Zeilen  auf  der 
Seite.  Die  Ueberschriften  und  das  Arabische  roth  geschrieben.  Auf  einem 
aufsen    aufgeklebten    Zettel    steht:    ,Jol    ^^Ä    r^'^    ^^'    o^'^'^    «.ä*»   ^UT 

Gedichte  Bind  ferner  in  folgenden  Handschriften  enthalten:  Nr.  3,i  (Bufs-Kaside)  — 
■5,10  (MaOnatci-üedicht)  —  95  (von  Nizäml  u.  a.)  —  5*,ii  (x^wäx4Jl,  arabisch  und  tür- 
kisch) —  12  (Refrain-Gedichte  von  Qabrl  und  Daftarl)  —  i9  (Knside  von  Ahmad  Efendi, 
Ta'rtx  u.  s.  w.)  ~  si  (Ghazelen  von  Tuyrä'i  und  Bahistl,  auch  einige  Murdbbai)  —  67 
(Ghazel  von  iAlt  PaSa  u.  a.  m.)  —  7,5  (Bätlisel)  —  7  (ein  desgl.  auf  den  Tabak)  —  8,6 
(Varia)  —  14,3  (Ghazelen  von  EuMl,  ilemtt  und  ranä'i)  —  16,s  (Gliazelen  von  RidäH)  — 
3  (Jl^'l  iljvo)  "  4  (Lob  des  iÄbd  al  qädir  Gilänl)  —  17  fol.  22"  (ein  Ghazel)  und  fol.  39*" 
(ein  Lehrgedicht  in  vierzeiligen  Strophen)  —  25  {Ta'rl/ ,  Ghazelen  und  Glossen)  —  27, i 
(^♦ü.  ^jl^.i>)  -  s  (Varia)  -  3  (^cjA.^  ^^\y.iO)  -  ■«  (zwei  Kasiiien  von  Uarlmi)  - 
6  (^Kaside,  auf  ^»Jjl  \Jl  reimend)  —  7  (Ghazelen  von  J/w'tj  g  (das  Ende  einer  Kaside)  — 
10,  11  ,  14  bis  IT  (Varia)  —  28*,6  (ein  Targii -tand  von  Äsaf)  —  29,2  (Ghazel  von  Sa- 
büKl)  -  3  (Kaside  von  iAdamt)  -  n,  is,  is,  22  (Varia)  —  31,4  (Ä<b^_Ai>.Ls.  von  IsKäq)  — 
34,9  u.  10  (Varia)  —  35, 1  (von  NasnKl)  uml  5  —  37, 1  (Derwisch -Lieder)  und  2  (Varia)  — 
38,6  (Gedicht  über  die  100  Namen  Gottes)  —  39  fol.  2»  (^J»)  —  41,3  bis  e ,  9,  11 
(Varia)  —  44, 1  Ms  4  {MaOnattn -Geäichte  beschaulichen  Inhalts)  -  s  (Erzählung  von  Nösir- 
wän  und  einem  Derwisch)  —  9  (Gedieht  über  den  Tod  lAhd  alläh's,  des  Vaters  des  Pro- 
pheten) —  10  (jjf  JÜI  jvü.  J-Lei3)  -  II  (ilfa(9waM«-Gedichte ,  meist  auf  Fätimah  bezüglich; 
darunter  ^^1^1    ii^io[j   =    Nr.    133,i)    —    45,5   und  7    —    46   (Varia)   —    50,«   (Tanzlieder, 


')  die  persische  Paraphrase  ist  dieselbe,  wie  in  Fleische r's  Ausgabe,  die  türkische 
verschieden  sowohl  von  der  in  Nr.  5*,4,  als  von  der  in  Nr.  418*,7  enthaltenen.  Der  erste 
Spruch  ist  derselbe  wie  bei  Fleischer  (d(  «^UaiJl  ■  q ■■:■.<'  t  fehlt  in  Nr.  418*,?),  und 
die  dazu  gehörige  türkische  Paraphrase  lautet: 

Im    zweiten  Misräi   ist    offenbar  jjJjj»^  =  ij--")))^  =  ij^   "— '5)J^  ''"  fassen. 


4S0  Türkische  Handfschriften  436.  Poesie. 

öUäL**«)  —  51  (Lieder  mit  Angabe  ihrer  Melodien)  —  55,5  (Varia)  —  133,6  (Legende 
Ton  Abraham  und  der  von  ihm  beabsichtigten  Opferung  seines  Sohnes)  —  170,.i  (ein 
t\_Ä^ *jwÄ. jj )  und  4  (ein  Lied  von  lÄSiq  iUmar)  —  277,3  (Verse)  —  147  (die  arabische 
Kaside  des  Tantaränl  mit  türkischen  Glossen;  Varia,  darunter  ein  Ghazel  von  '.Auni)  — 
485   (Gedicht  von  Öusain)  —   501    und   503   (Varia). 


3)  Gesänge  der  Kirghisen. 

486.  [Ms.  Orient.  4".  614.] 
Eine  Sammlung  von  acht  längeren  kirghisischen  Volksgesängen.  Die- 
selben sind  W.  Rarllüff  sämmtlich  bekannt:  sieben  sind  im  dritten  Bande 
seine]-  „Proben  der  Volkslitteratur  der  türkischen  Stämme  Süd-Sibiriens" 
herausgegeben  und  übersetzt,  der  achte  ebenda  wenigstens  erwähnt.  Es 
sind  die  folgenden : 

1.  Sain  Bafijr.  überschrieben  Job  jJ.jLo  und  raiiin,  -  rtartipi. :  Radioff 
Text  S.    166,   üebersetzung  S.   205. 

Anfang:     »tXiXJilv  (sSo^jJbl   ^^Jo'^l  sJo^L  isSö^jJbl  ^^)y^ 

.52  l)eschriebene  Blätter:  22  X  IS  cm:  8  Zeilen.  Gorrecturen  sind  hie 
und  da  vorhanden ;  ein  paar  mal  ist  auch  einem  Worte  die  Bedeutung- 
russisch  oder  deutsch  beig-eschrieben. 

2.  Hamm,  überschrieben  ^o  ^_j  s'w-..»  Ä^aj":  Radi  off  Text  S.  4  4  3, 
üebersetzung  S.   5  18, 

Anfang  (sie):  ^1  jIy*«^»    Läi>Lj   j,j   stXjLoK 

(sie?)   (^tXi'l    ».«ajo   läSJkjLiijLj    i^j-g-i- 
23   beschriebene  Blätter:    21,.'<X  '6   cm;    1"   gespaltene  Zeilen. 

3.  Säip'i'ü  mäh'k'):   Radi  off  Text  S.   521,   üebersetzung-  S.   597. 
Anfang:     ^^j^ito  ^^Lil  ^twj  ^vjl  üSoL..*.!^^  jj^jT  |*Jr^'  ^j-f^^^  »^^=»  sjJ^I 

43  beschriebene  Blätter  von  22,5  X  '  ",*  c"i ;  Fol.  39  nur  halb  so  breit, 
wie  die  übrigen  Blätter.  Verschiedene  Hände  mit  18  —  26,  meist  gespal- 
tenen Zeilen  auf  der  Seite;  auf  dem  dritten  und  denj  letzten  Blatte  deutsche 
Uebersetzungen. 


')  d.  i.  täJjLJI   oiA.w<. 


Türkische  Handschriften  436.  Poesie.         431 

4.  „Gesang  Boh  iorgai^)  die  Lerche":  Radioff  Text  S.  693,  Ueber- 
setzung  8.  780;  vgl.  auch  R.  Köhler  in  ZD:\IG.  XXIX,  ö:53  und  Rad- 
lüff,  Uebersetzung  S.  XX. 

Anfang :       ^ jU^T  ^L*a£L« <U   \^Xj   ^  ^JL^   O^;'-'   ^J^t^y'y^  ^■'y^  j-> 

8  beschi-iebene  Blätter  von  '2.2  \  17,5  cm;  auf  der  iSeite  13  gespaltene 
Zeilen;  scheint  am  Ende  defect  zu  sein. 

5.  „Gesang  Sar  Baiiiav'-'- '^):  Radioff  Text  S.  714,  Uebersetzung 
S.   802   (vgl.   auch   S.   XX). 

Anfang:      ^J^.f^  CO  k2NAAjl-JL.wc  &JÜI   **vo   ,c^^  ^^^)y" 

6  beschriebene  Blätter ;  18X11  cm ;  el^  Zeilen  auf  der  Seite.  Sännnt- 
liche  Blätter  sind  in  der  Mitte  halb  oder  ganz  durchgebrochen. 

6.  „Gesang  Sanum  ahjr-  (das  Ende  der  Welt):  Radioff  Text  S.  724, 
Uebersetzung  S.   813. 

Anfang:      ^   ^Ij.  ^«.t  ^  (sie)  ^T  ijf  ^\^  (.sie)  ^\yj^  ^3^   (sie)  ^^axä 

8  beschriebene  Blätter:  18  X  1'  d'i  16—18  Zeilen;  von  Fol.  6  an 
mit   Bleistift  geschrieben. 

7.  „ Hussain-Kusasy "  d.  i.  ^^.^juÄJi  ^*;m.^  ,  die  ErzähluTig  von  Husam: 
Radioff  Text  8.    738,  Uebersetzung  8.   827. 

Anfang: 

^j^'.l    vi    5tXjLj=>.    „j    sJkiUjI  -Äjjj.l    vL    ^jLj^  C  ^*»o    (sie)    ;ÄajLcK 

10   Blätter;    22  X  1**   <^ni :    14   gespaltene  Zeilen. 

8.  „Der  Gesang  (des)  Ali",  von  Radi  off  weder  im  Texte  mitgetheilt, 
noch   übersetzt,   wohl   aber  erwähnt;  s.   Uebei-setzung  8.   XXI  Z.    2. 

Anfang:     ^jLJ.„<.x  «j  ^j  ^LiJLöl^   ij''^;r'  'J;'  CiJ 


')  bos  (Radioff  schreibt  603)  ^  Vjj  „blaugrau"?  ^Lcxo  ist  nach  Pavet  de  Cour- 
teil le  und  Zenker  die  Lerche,  nach  Vambery  der  Staar;  Barbier  de  Meynard  sagt 
(II,  dO^^):  „  y£.^yJe   tourglwu,   espece  de  passereau   qui  vit  dana   In  montagne ;   on   t-crit  auasi 

*)  Der  Vers,  welcher    den  Gesang    hier    beginnt,    steht  bei    Kadlot'f   auf  K.   694   Z.   3 
und   4,  während  der  hier  zweite  bei  Radioff  der  Anfangsvers  ist. 
')  d.  i.  io^))l)  i.J'imnierzeit". 
*)  sie!     Pavet  de  Courteille:  imjö  hiver. 
')  abgerissen. 


488         Türkische  Handschriften  436*.  Poesie. 

41  beschriebene  Blätter;  22X^8  cm;  17—18  gespaltene  Zeilen  auf 
der  Seite. 

Verschiedene  Hände,  meist  Nastailiq  von  eigenthümlichem  (tatarischem) 
Zuge  und  mit  mancherlei  graphischen  Eigenthümlichkeiten ;  den  meisten 
Stücken  sieht  man  an,  dafs  sie  viel  und  lauge  durch  nicht  allzu  saubere 
Hände  gegangen  sind.  — 

Die  vorliegenden  Texte,  aus  welchen  man  auch  ersehen  kann,  in  wel- 
cher Weise  die  Kirghisen  ihre  Sprache  mit  arabischen  Buchstaben  schreiben, 
weichen  von  den  von  Radioff  gegebenen  im   einzelneu  vielfach  ab. 


4)  Uighurische  Handschrift. 

436*.  [Ms.  Orient.  8°.  35  8.] 
Ein  im  uighurischen  Dialekte  der  osttUrkischen  Sprache  verfafstes  und 
mit  uighurischer  Schrift  geschriebenes  moralisches,  stark  zum  Mysticismus 
neigendes  Gedicht,  in  welchem  die  im  didaktischen  Theile  gegebenen  Lehreu 
häufig  durch  eingestreute  Erzählungen  belegt  und  erläutert  wei'den.  Das 
Gedicht  trägt  den  Titel  ^-Jäs  „die  Schatzkammer",  und  ist  verfafst  von 
Ahr  aaidar  Ma(jdid>,  welcher  im  zweiten  Jahrzehnte  des  15^'"  Jahrhunderts 
unserer  Zeitrechnung  am  Hofe  des  Iskandar  biräzl,  eines  Enkels  des  Timür, 
lebte.  Pavet  de  Courteille  hat  etwa  die  Hälfte  dieses  Gedichtes,  in 
arabische  Schrift  umgeschrieben  und  mit  französischer  Uebersetzung  ver- 
sehen, nach  der  voi'liegenden  Handschrift,  der  einzigen  bekannten,  welche 
damals  dem  englischen  Orientalisten  Guy  le  Strange  gehörte,  zugleich 
mit  dem  uighurischen  jjoLj_.L*>o  herausgegeben  '),  und  der  Einleitung  zu 
dieser  Ausgabe  sind  die  obigen  Daten  Über  das  Gedicht,  seinen  Charakter, 
seinen  Titel  und  seinen  Verfasser  entnommen. 
Anfang:   sl^^   ^t^_t  ^j.js\.jI   Jc:a/iI  yjo  i5tXJ«j  sl^  *^^  •-^jyl-Aä  ^cj^5^L'»^  J-^^ 

55   beschriebene    Blätter    und    ein    5  6 '''''%    auf    welchem    nichts    weiter 
steht,    als:    „Guy    le    Strange.      Got   for   me    by    Sir   J.    Dickson    in    April 


*)  Publications  de    l'Ecole    des  langues  orientales    Vivantes,     II*  S^rie,  Vol.   VI.     Paris, 
E.  Leroux,   1882.    8^ 


Türkische  Handschriften  437.  Erzählungen.  433 

1879.  Teheran.  I  paid  for  it  10  Tomäns";  Gröfse  der  Blätter:  19,6  X 
12,6  cm.  Sehr  zierliche  uighui'ische  Schrift  mit  11  Zeilen  auf  der  Seite; 
die  Seite  Fol.  44*'  ist  in  der  Ausgabe  von  Pavet  de  Courteille  auf 
p.  tf  in  ganz  treuer,  vortreÖlicher  Weise  nachgebildet.  Jede  Seite  ist  mit 
einer  Goldleiste  und  schwarzen  Linien  umzogen ;  über  dem  Anfange  steht 
ein  hübscher,  in  Gold,  Blau  und  Grün  ausgeführter  iUnioän.  Als  Schreiber 
nennt  sich  am  Ende  iÄll  Sah  Ba/Sl  (Pavet  de  Courteille  p.  XXII). 
Das  Datum  seiner  Arbeit  fügt  der  Schreiber  nicht  bei;  doch  ist  die  Hand- 
schi'ift  nach  Pavet  deCourteille's  Urtheil  ungefähr  aus  derselben  Zeit, 
wie  die  Pariser  des  äjoÜ—Iju)  und  der  LaJjI  s-J^XJ»,  und  diese  ist  vom 
10.  Gumädä  II  840  =  20.  Dec.  1436  datiert.  Den  vier  ersten,  dem 
siebenten  und  dem  achten  Misräi  ist  von  fremder,  ziemlich  roher  Hand 
eine  Umschrift  in  Nastalliq  beigefügt  (nach  welcher  oben  der  Anfang  ge- 
geben ist);  das  auf  der  facsimilierten  Seite  in  Umschrift  beigefügte  Wort 
^Li  scheint,  nach  seiner  Zierlichkeit  zu  urtheilen,  vom  Schreiber  der  ganzen 
Handschrift  herzurühren.  Auf  Fol.  1"  linden  sich  verschiedene  Notizen 
und  Siegelabdrücke  früherer  Besitzer;  ein  sowohl  am  Anfang  als  am  Ende 
abgedrücktes  Siegel  enthält  die  Worte  J.*s\i  ,c^lJI  bJ-aä.  —  Die  Hand- 
schrift ist  gänzlich  verbunden;  die  richtige  Reihenfolge  der  Blätter  (1.  2. 
15.  16.  3.  36.  42.  39.  9-12.  40.  41.  45-47.  33.  38.  48-50.  6.  4.  5,  37. 
27.  21.  13.  14.  22.  28.  34.  43.  29,  31.  17-20.  32.  30.  44.  35.  7,  25. 
23,  24.  26.  8.  51-55)  ist  von  Pavet  de  Courteille  auf  33  Papier- 
streifen und  hiernach  von  Guy  le  Strange  auf  zwei  Blättern  angegeben, 
welche  in  einem  besonderen  Mäppchen  beiliegen. 


XVIIL  Erzählimgen. 

437.     [Petermann   729,] 

Diese  Handschrift  enthält  die  folgenden  Erzählungssammlungen: 

1.  Die  Geschichte  von  den  vierzig  Vezieren,   jj\j    jj  j"  ojt5^;    s.  Nr. 

454,  wo  eine  andere  Handschrift  desselben   Werkes  beschrieben  ist;    femer 

Nr.  4  38,1    und  454*.     Die   vorliegende  Abschrift   läfst   die   Einleitung  weg 

Türkische  UandacluifteD.  55 


484  Türkische  Handschrifteu  438.  Erzählungen. 

und  begiuiit  gleich  mit  der  Erzählung-  selbst:  ^:>yLi^^yS'  ^dS^Lc  -.^sj^^' 
^^J>^t^  sLcijL)  (sie)  J,ji  vJ  sJOiCUx!  ^  kS',  ßelletete  p.  1  Z.  3  v.  u., 
Behrnauer  8.  b. 

2.  Fol.  4  7'':  eine  türkische  Bearbeitung  des  ajob^La=;  (Zenker  Nr. 
7  11  —  713),  verschieden  von  den  beiden  in  den  Gothaischen  Handschriften 
Nr.  228  und  229  enthaltenen  Bearbeitungen  desselben  Werkes;  auch  die 
in  Halle  (Nr.  XLVH)  vorhandene  Bearbeitung  ist  wie  von  den  beiden 
Gothaischen,  so  auch  von  der  vorliegenden  verschieden.  Die  letztere  ist 
in  zehn  Capitel  ^L  eingetheilt,  ebenso  wie  das  persische  Original  '). 

Anfang:   »-j^^I   ^s^T^)'?^   ^'^^^^   r^  ^7^   |*-*^<^S'  T^  ^s^^^  (iS'yx^jJvL)  ^US' ^ 

3.  Fol.  6l'':  »tX-io.Jl  tX*j  _-väJ',  dieselbe  Erzählungssamnilung  vollstän- 
dig, welche  defect  auch  in  der  Handschrift  Nr.  458  enthalten  ist;  man  s. 
dort.  Am  Ende  ist  auch  das  vorliegende  Exemplar  ein  wenig  defect;  doch 
fehlt  nur  ein  Blatt  mit  dem  Schlufse  der  letzten  Erzählung.  Die  letzten 
(nur  noch  theilvveise)  vorhandenen  Worte  jJ^ax^^'  (''  tXJ^)  v-j\j  i>tV.oi^  y^Uil 
stehen   in  der  Gothaer  Handschrift  (Nr.   234)  auf  Fol.   288''  Z,   8. 

Anfang:   ^s^^\  )*^^5'^3^y^   iS-'^  )<^^'^yi  (**^  ^}<^^  Jj'   tc'-^j   T^ 

20y  beschriebene  Blätter;  27,5  X  18  cm.  Deutliches  Nasyl  von  tür- 
kischem Zuge  mit  25  Zeilen  auf  der  Seite.  Die  beiden  letzten  Blätter 
waren  beschädigt  und  sind  ausgebessert,  wodurch  -einige  Zeilen  des  Textes 
ganz  oder  theilweise  zerstört  woi'den  sind.  —  Auf  zwei  vorgehefteten 
Blättern  .stehen  allerhand  Schreibereien,  aus  welchen  nur  etwa  ein  ara- 
bisches Gedicht  von  Ibrahim  (d-Saiir  mit  dem  Anfange  J^^  c>.J.*x*il  131 
kjkJjiJI  (j-LxJl   hervorzuheben  ist. 

438.  [Petermann  II,  278.] 
Die  vorliegende  Handschrift  enthält  dieselben  drei  Erzählungswerke 
wie  die  vorige  und  ist  offenbar  eine  Abschrift  der  letzteren,  da  sie  alle 
die  erwähnten  Eigenthümlichkeiten  (in  Nr.  1  Fehlen  der  Einleitung,  in 
Nr.  2  Fehlen  des  Q"""  und  Bezeichnung  des  lü*""  als  9'^"  Bäb,  ^  ^^  statt 
^.   ^jjt  in   den   Anfangswoiten)  mit  derselben   gemein   hat.      Nr.  3  ist  aber 

*)  Das  neunte  Capitel  ist  aber  im  Texte  ausgelassen  und  dann  das  zehnte  als  neunte« 
bezeichnet. 

')   'l-   '•   i^tXÄj'»   er  sagte   (^Gotha:    JwäjI  ). 


Türkische  Handschriften   439.  Erzählungen.  435 

von  dem  Abschreiber  unvollständig  gelassen   worden,  indem  er  seine  Arbeit, 

mit  den  Worten  ^lVj'>  (•*J)^'  vs*—  (^j)j>^  o^''^  '"  ^^^'  33^**"  Erzählung 
(Fol.  184"  Z.  5  der  voi-igen  Handschrift)  abgebrochen  hat.  Nr.  2  beginnt 
auf  Fol.   35\   Nr.   3   auf  Fol.    49". 

188  beschriebene  Blätter:  31,."iX21  cm.  Gutes  Nasyi,  welches  sich 
gegen  das  Ende  dem  NaMniliq  nähert:  auf  der  Seite  stehen  29  Zeilen. 
Die  Ueber.schriften  von  Erzählung  32  (Fol.  180")  und  33  (Fol.  186")  des 
dritten   Werkes  sind  ausgelassen. 

439.  [Diez  Fol.  f,\.] 
xxLj^^Uje,  die  von  ;Ah  ihn  SäliH.  gewöhnlich  genannt  iAh-i  Wäsii 
(oder  Wäsil  ; Allst;  f  95  0,  beg.  6.  April  1543)  verfafste  türkische  Bearbei- 
tung der  persischen  j^x.^.*«  Jjjl  (s.  Pers.  Nr.  1001  ff.)  Nachweisungen  über 
Werk  und  Verfasser  s.  man  zu  der  türkischen  Handschrift  in  Gotha  Nr. 
227  und  besonders  bei  Rieu  p.  227".  Von  den  im  Gothaer  Kataloge  ge- 
nannten, in  deutschen  Bibliotheken  aufbewahrten  Handschriften  des  Werkes, 
tragen  die  der  Wiener  Hofbibliothek  jetzt  die  Nummern  1867—1872,  die 
der  MUnchener  Nr.  19  2—197,  die  der  Breslauer  Maria-^Iagdalenen-Biblio- 
thek  ist  als  Türe.  Nr.  6  bezeichnet;  aufserdem  findet  sich  auch  noch  eine 
Handschrift  in   der  Bibliothek  der  DMG.  (S.   39   nr.   4). 

Stücke  des  vorliegenden  W^erkes  sind  in  Text  und  Uebersetzung  ge- 
druckt in  den  Fundgruben  H,  270,  im  Joum.  Asiat.  1848,  H,  381  ff.,  bei 
Wickerhauser  S.  f*.  und  271  und  in  dem  von  Zenker  II,  682  ange- 
führten Buche  von  Adel  bürg;  das  ganze  Werk  ist  gedruckt  in  Bfiläq 
1251  (=  1835  6:  s.  Zenker  I,  738  und  JAs.  1843,  H,  44,102)  und  in 
Konstantinopel  zwischen  1290  und  1293  (s.  JAs.  1877,  I,  136,74).  Ueber 
sonstige  auf  unser  Werk  bezügliche  Literatur  s.  man  besonders  Diez,  Das 
königliche  Buch  (Zenker  1,  1360),  wo  auch  (S.  10  6)  die  vorliegende 
Handschrift  beschrieben  und  die  Vorgeschichte  derselben  mitgetheilt  wird. 
Anfang: 

267  beschriebene  Blätter;  30,5  X  21  cm.   Gutes,  aber  nur  auf  den  beiden 

ersten  Blättern  mehr    oder   weniger   vollständig    vocalisiertes  Nas/'    init  27 

Zeilen    auf  der    Seite.      Abschrift   datiert   vom    Jahre    962    (beg.    26.    Nov. 

1554),    d.  h.    also    nur   zwölf  Jahre  nach    dem  Tode    des  Verfassers.  —  In 

55* 


436  Türkische  Handschritten  440-443.  Erzählungen. 

der    vorhandenen  Originalfoliiening    finden    sich   verschiedene  Versehen  (cv 
ist  zweimal  gezählt,  m  überhüpft,  fer  wieder  zweimal  gezählt). 

440.  [Diez  Fol.   26.] 

Eine  andere  Handschrift  desselben  Werkes,  von  Diez  a.  a.  O.  gleich- 
falls (und  zwar  als  „erstes  Exemplar")  besprochen. 
AnfaniT  wie  in  der  vorigen  Handschrift. 

340  Blätter;  29,5  X  18  cm.  Die  vorhandene  Originalfoliierung  geht 
nur  bis  ("M,  weil  das  erste  Blatt  nicht  mitgezählt  ist.  Abschrift  am  Vor- 
mittage Löst'l  ^^y  eines  Sonnabends,  des  27.  Jü  'l  ^ig^ah  1123  (=  5.  Febr. 
1713),  zu  Damiette  is'yy-o   xtXuj  von  SäliK  ihn  Büol  volleudet. 

441.  [Diez  A.   4".    12.] 

Ein  drittes  Exemplar,  von  Diez  ebenda  besprochen,  als  das  correc- 
test€  der  ihm  zu  Gebote  stehenden  bezeichnet,  und  deshalb  auch  seinen 
Uebersetzungen  zu  Grunde  gelegt.  —  Anfang  me  gewöhnlich. 

317')  beschriebene  Blätter;  l\y^\i^i  cm.  Gutes  Nastaihq  mit  21 
Zeilen  auf  der  Seite;  mit  rothen  Linien  umzogen.  Auf  einem  aufgeklebten 
Zettel  steht:  L-iv   o  ^^wLi^o  ^^-pLsj  ^ys.  ^o  ,_>L  cj^^  ^jjl  »xb^j^U*. 

442.  [Diez  A.  8».   35.] 

Nochmals  dasselbe  Werk;  die  Handschrift  \vird  von  Diez  ebenda 
S.    107  beschrieben.     Anfang  wie  gewöhnlich. 

453  beschriebene  Blätter;  21X11,*  cm.  Gutes  Nastaihq  mit  21 
Zeilen  auf  der  Seite.  Am  Anfang  ein  hübscher,  aber  etwas  beschädigter 
iUnicän;  die  Seiten  mit  schwarzen  Linien  und  einem  Goldsti-eifen  umzogen. 
Nicht  datiert,  aber  nicht  neu.  Auf  der  letzten  Seite,  von  fremder  Hand 
geschrieben,  ein  paar  Recepte.  Europäischer  Einband  von  rotliem  Saffian 
mit  Goldverzierungen. 

448.     [ils.  Orient.  Fol.  4  75.] 
Noch  eine  Handschrift  desselben    Werkes.     Anfang  wie  gewöhnlich. 
377  beschriebene  Blätter;   23  X  1^  cm.     Hübsches  Tadiq  mit  21  Zeilen 
auf  der  Seite;   arabische  Stellen,   Ueberschriften ,   Stichwörter   u.    dgl.    sind 


1)   Die  vorhandene  OriginalfoliieruDg,  welche   bis  316  geht,  zählt  fol.    1   nicht,   überhüpft 
131    und  bezeichnet  mit  238  zwei  Blätter. 


Türkische  Handschriften  443*.  444.  Erzählungen  487 

theils  roth,  theils  mit  Gold  geschrieben;  die  Seiten  sind  mit  einer  goldenen 
Leiste  und  drei  schwarzen  Lhiien  umzogen.  Am  Anfang  ein  hübscher 
lUnwän.  Auf  Fol.  1*  steht  (italienisch)  die  Notiz  eines  Käufers  vom 
15.  Sept.  16S2;  auf  dem  ersten  von  zwei  vorgehefteten  Blättern  „E.  F. 
Mooyer  aus  Minden.  Hamburg  24  Septb.  IS47.  Humayun  namah  (Kaiser- 
buch).    Türkisch",  auf  dem  zweiten  ein  paar  persische  Verse. 

443^.     [Hamilton   336.] 

Nochmals  dasselbe  Werk;  Anfang  wie  gewöhnlich. 

349  beschriebene  Blätter;  25,5  X^ 5, i  cm.  Sehr  schönes,  vocalloses, 
verhältnifsmäfsig  altes  Nas'/l  mit  23  Zeilen  auf  der  Seite.  Am  Anfang  ein 
sehr  schöner  iünwän  in  Gold,  Blau,  Grün,  Roth,  Rosa  und  Gelb,  in  dessen 
Mitte  auf  Goldgrund  mit  weifser  Farbe  geschrieben  die  Basmalah  steht. 
Jede  Seite  ist  mit  einer  goldenen  Leiste  und  drei  schwarzen  Linien  um- 
zogen ;  auf  den  beiden  ersten  Seiten  kommt  hierzu  noch  eine  kräftige  blaue 
Linie.  Schlagwörter  und  Trennungspuncte  im  Anfange  meist  mit  Gold, 
später  roth  geschiieben.  Schöner  Orighialbaiid.  • —  Auf  Fol.  l''  ist  ein 
Siegel  mit  der  Inschrift  ^'*-«ä^  sjcvc  abgedrückt. 


Der   Anfang  des  Humäyün-nämah  in   Umschrift  steht  in   Xr.    55,i . 


444.  [-'»is-  Orient.  4".  204.] 
Ein  am  Anfange  defectes  Exemplar  eines  Apologenwerkes,  und  zwar, 
wie  auf  einem  vorgehefteten  Blatte  wiederholt  angegeben  wird,  des  iwlj^iLv,^, 
über  welches  mau  vgl.  das  zur  Gothaer  Handschi-ift  arabisch  Nr.  2692 
(IV,  4  27)  Beigebrachte.  Von  der  Eintheilung  dieses  Werkes,  wie  sie  iu 
der  arabischen  Redaction  erscheint,  weicht  zwar  die  der  vorliegenden  tür- 
kischen Redaction  ab;  dagegen  stimmt  sie  mit  der  der  persischen  Redaction, 
wie  sie  am  ausführlichsten  von  Dorn,  Manuscrits  et  xylographes  S.  406 
Nr.  CDLXXIX  und  von  Schefer,  Chrestomathie  Persane  II,  194f  an- 
gegeben wird,  wesentlich  überein.  Der  Anfang  des  ersten  Capitels  («-»L?) 
fehlt  mit  dem  Anfange  der  Handschrift;  Cap.  2  —  8  (welche  auf  Fol.  7*, 
16'',     IS*",    26',    29",    4  0*'    und    5  1"    beghmen)    stimmen    mit    den    Angaben 


488         Türkische  Handschriften  445.  Erzählungen. 

Dorn's  iiberein:  Cap.  9  (Fol.  61°)  handelt  von  dem  Storch  und  dem  Adler 
i^kS^Jc^  «ä$JLC*,  und  nach  diesem  folgt  noch  auf  Fol.  68*  ein  zehntes 
Capitel,  wie  in  der  Leidener  Handschiift  Nr.  469,  welches  aber  hier  nicht 
^vie  dort  über  den  König  Nekha/i  und  seine  Gemahlin  Yönä,  sondern  vO 
jj.Mii>  b^  c^-w^^  L>  ( '  ^l^tXJVj  ^5^^  -4^  «i'«>'j«  y;LiJ  handelt  und  zugleich  als 
v_jU^  OA^üa.  bezeichnet  wird.  —  Das  erste  Blatt  enthält  Verse  und  Notizen, 
welche  nicht  zum  Werke  gehören;  mit  Fol.  2  beginnt  der  vorhandene 
Text  des  Werkes;  hieran  schliefsen  sich  Fol.  6 f.  an.  während  Fol.  3  und 
4  an  das  Ende  gehören  und  Fol.  5,  ebenso  wie  Fol.  1,  nicht  zum  Werke 
gehört;  zwischen  Fol.   4  und  5   ein  leeres  Blatt. 


Anfang:     sjIvvaJLLc     ^1.  ..,,  ^    jLiji    ^^Üüa-'o   ^^d^}    o~-jI    ^,ü:*-lj    J.l 

69  Blätter  von  25,5  X^''?*  cm.  Gutes,  vocalisiertes  Nastaihq  mit  14 
Zeilen  auf  der  Seite.  Abschrift  datiert  (s.  Fol.  4^)  von  der  letzten  Dekade 
>i.U   des  Samccd  84S   =   30.  Jan.  -  8.  Febr.    1445. 

445.  [Petermann  II,  162.] 
cLjÜ'I  ^'«cXä  ^  'cLk^-'l  ^^1 JL* ,  das  besonders  durch  Amari's  üeber- 
setzung  bekannte  Werk  de.s  Ihn  Zafar,  in  das  Türkische  übersetzt  von 
MuJiammad  Sand  ihn  Qara  Xalll,  welcher  nach  H.  '/..  III,  612  (wo  seine 
vorliegende  Arbeit  erwähnt  wird)  unter  dem  Namen  Qara-XnM-Efendi- 
zädah  bekannt  war  imd  im  Jahre  1168  (beg.  18.  Oct.  1754)  starb.  Ueber 
das  arabische  Original  s.  die  Gothaer  Handschrift  Nr.  2688.  Der  Ein- 
leitung der  vorliegenden  üebersetzung  ist  eine  kurze  Biographie  des  Ihn 
Zafar  {<J^  ^ye  x^s-o  y^  luciy^)  eingefügt,  in  welcher  als  Todesjahr  des- 
selben 568  (beg.  23.  Aug.  1172),  nicht,  wie  gewöhnlich,  565  angegeben 
wird.  Ü'ie  fünf  Stihcönnh  beginnen  auf  Fol.  5^,  35°,  "l",  lOlMind  137*.  — 
Eine  andere  Handschrift  der  vorliegenden  üebersetzung  findet  sich  in  Wien 
Nr.  382  (I,  357);  auch  ist  dieselbe  in  Konstantinopel  1285  =  1868  ge- 
druckt erschienen  (Joum.  Asiat.  1869,  II,  86  nr.  23).  Vgl.  auch  Trüb- 
ner's  Record  Nr.  41  p.  363^ 
Anfang:      (jäaäx.    ._JUix    ^s^L^ox    |^'    i«^*^    ^tj'-J*^'    j-^^'-'"*  *:?'-^  ,e^    o*^^ 


Türkische  Handschriften  446.  Erzählungen  489 

163  beschriebene  Blätter;  21  X  1^,5  cm.  Gewöhnliches  Xastailiq  mit 
23  Zeilen  auf  der  Seite;  arabische  Stellen  rotu  überstrichen;  die  Seiten 
mit  einer  rothen  Linie  umzogen ;  auf  den  beiden  ersten  Blättern  ein  In- 
haltsverzeichnifs  mit  Blattweiser.  Die  Abschrift  wurde  von  einem  Schreiber, 
welcher  sich  ('  ...Uülä— ^  Ij^^iS"  jk_»_=»l  w-Ji<-j  ,>jKj  ^i-j^l  *j-cIoI  ^Li' 
nennt,  am  Ende  «jLc  ^j  des  Hagali  1146  =  6  Januar  1734  (also  bei  Leb- 
zeiten des  Uebersetzers)  in  Cairo  x*,<v''  -,  -^.  -  vollendet.  —  Auf  Fol.  3' 
ein  zierliches  Siegel  mit  der  Inschrift  ^^.=.1  (XLJf  und  einer  Jahreszahl, 
wie  mir  scheint   120S. 

446.  [Diez  A.  4°.  19.] 
C  juib^^Js»Jo ,  das  türkische  Papageienbuch,  welches  durch  die  wört- 
lichere Uebersetzung  von  Rosen  und  die  freiere  von  Wickerhauser 
(Zenker  II,  679  und  6 SO)  hinlänglich  bekannt  ist.  Das  Buch  ist  im 
Jahre  1253  (1S37  S)  zu  Boläq  (Zenker  730  und  Journ.  Asiat.  1S43, 
II,  4S  nr.  138)  und  1256  (l840/l)  zu  Konstantinopel  (Zenker  731  und 
Wien.  Jahrbb.  XCVI,  106  nr.  160)  gedruckt  erschienen');  nach  Bianchi 
zu  der  ersteren  dieser  Ausgaben  war  der  Verfasser  der  üebersetzunor  der 
der  als  Schriftsteller  und  Dichter  bekannte  Ra^ls  Efendi  Sari  iÄbd  alläh 
Efendi,  welcher  nach  6.  '/..  Tab.  chronol.  S.  tTv  und  Journ.  Asiat,  IS 73, 
I,  526  im  Jahre  1071  ibeg.  6.  Sept.  1660),  nach  Hammer,  Osman. 
Dichtkunst  III,  4S2  erst  acht  Jahre  später  starb.  Wenn  ik.  '/..  eine  tür- 
kische Bearbeitung  des  Tütt-nämah  erwähnt,  welche  nach  Flügel's  Aus- 
gabe (^IV,  172*))  für  einen  Sultan  Bäyazid,  nach  der  Bulaqer  Ausgabe 
(II,  ta)  für  einen  Sultan  Sulaimän  abgefafst  sein  soll,  so  passen  diese  beiden 
Angaben,  welche  indessen    schon    durch    ihre  Verschiedenheit    den  Stempel 


*)  Also  doch  wohl:  al  Hagg  Ibrahim,  bekannt  unter  der  Bezeichnung  „der  Sekretär 
des  fingerlosen  AJimad,  des  Kyaya  der  Besatzungstruppen". 

*)  Die  Ueberschrift  der  vorliegenden  Handschrift    lautet:  ^uLjLuc,     wiLKä.     ^Lo    O 

.:>..wjXw     sLo      ^^iSfcis     ._ol«£.      ^^'^^. 

^)  Was  es  mit  dem  in  Qazan  1851  gedruckten  Tüti-nämah,  welches  Zenker  II,  678 
und  Dorn,  ilel.  Asiat.  V,  556  und  626  Sr.  100  erwähnen,  für  ein  Bewandtnifs  hat,  kann 
ich  nicht  sagen. 

*;  Vgl.  Bösen  p.  XII,  wo  neben  anderen  Verbesserungen  ■,  C.iv  »L»J  hergestellt  wird 
für    »X-i    (ji^J   bei   Flügel   un.i    jCi    ijiLe  der  ed.  Bul. 


440  Türkische  Handschriften  447.  Erzählungen. 

der  Unzuverläfsigkeit  an  sich  tragen,  nicht  zu  dem  Zeitalter  des  Sari  lAhd 
alläh',  dagegen  läfst  die  Angabe  des  Upsaler  Codex,  die  Uebersetzung  sei 
auf  Befehl  Mustafas  1  (f  1032)  verfafst  worden ,  dieselbe  als  ein  Jugend- 
werk des  Sari  iAhd  alläh  erscheinen.  —  Ueber  das  Verhältnifs  der  vor- 
liegenden türkischen  Bearbeitung  zu  ihrem  Originale,  dem  persischen  Tütl- 
nämah  des  Na/sabi^)  vgl.  man  meinen  Aufsatz  in  ZDMG.  XXI,  5  05 f. 
Eine  andere  Handschrift  der  vorliegenden  Bearbeitung  findet  sich  in  Up- 
sala  Nr.  CXllI,  während  die  dort  in  Nr.  CXIV  enthaltene  von  der  vor- 
liegenden verschieden  ist. 
Anfang :  sS^  ^'^j'  ^'■^V^  ^-jUs.  JlsX«  (^It^-i-  «uwää  ^^■»a.si  it  i_^L>.w^  iX*=> 
157^)  beschriebene  Blätter;  22X15,5  cm.  Flüchtiges,  doch  deut- 
liches Dvwäril-Nasxisi  mit  19  Zeilen  auf  der  Seite.  Abschi'ift  datiert  vom 
15  Salbän  1192  =  8  Sept.  1778.  Auf  einem  aufsen  aufgeklebten  Zettel 
steht:  ('♦1  JIjj-*  Jf^^^  v^.M^  )>>  *J.l^^  u^  lt*^  jwb^^^io.  —  Die  zweite 
und  dritte  Seite  enthalten  ein  Inhaltsverzeichnifs  mit  Blattweiser. 

447.  [Diez  A.  8°.  14.] 
^L*ö^l  Ov.<i,  eine  in  Prosa,  welcher  Verse  reichlich  beigemischt  sind, 
abgefafste  Erzählung,  deren  Hauptinhalt  sieben  Disputationen  zwischen 
ebensovielen  Thiei-en  und  weisen  Männern  verschiedener  Länder  bilden.  Die 
Erzählung  ist  in  Nachahmung  der  besonders  durch  F.  Dieterici's  Aus- 
gabe und  Uebersetzung  bekannten  Abhandlung  der  I/^wän  al-safä  („Mensch 
und  Thier")  im  Jahre  933  (beg.  8.  Oct.  1526)  begonnen  (Fol.  7*  Z.  2) 
und  in  der  ersten  Dekade  des  MuJiarram  934  zu  Brüsah  vollendet  (Fol. 
187*  Z.  2  V.  u.)  von  dem  berühmten  Dichter  Lämili  (t  937  oder  938, 
beg.  25.  Aug.  1531  und  15.  Aug.  1531;  s.  oben  Nr.  397).  In  der  Ein- 
leitung wird  Sultan  Sidaimän  I  gepriesen.  Näheres  über  den  Inhalt  theilen 
Hammer  in  Fundgruben  V,  8 5 f.  und  Flügel  zur  Wiener  Handschrift 
Nr.  436  (I,  421)  mit;  an  ersterer  Stelle  wird  (S.  8 8 f.)  auch  ein  Abschnitt 
aus  dem  Werke  türkisch  und  deutsch  mitgetheilt  (Fol.  61^f.  in  der  vor- 
liegenden Handschrift).  —  Andere  Exemplare  finden  oder  fanden  sich,  ab- 
gesehen   von  der  bereits  erwähnten  Wiener  Handschrift,   in  Paris  Nr.    156 


')  enthalten  in  den  hiesigen  persischen  Handschriften  Nr.    1025 f. 

*)    Die    vorhandene  Originalfoliierung    geht    nur    bis    155,    weil    sie    die    beiden    ersten 
Blätter  nicht  mitzählt. 


Türkische  Handschriften  448.  Erzählungen.         441 

und   15  7,  St.  Petersburg  (Asiat.  Mu-seum  S.  208),  Upsala  Nr.  480,  Mailand 
(Ambrosiana  Nr.    192),  München  Nr.    20  6,  im  Brit.  Museum  (Rieu  p.  22G'' 
und    227^),    in    Bologna    {Marsi(/Ii   p.    21     Nr.    3350)    und    bei    de    Sacy 
Nr.   348. 
Anfang :  |vj Jö  ^'^  a>j^  *^Li  ^^^r"  ij"*^7^'  ^"'   1***^ 


(''i^j-l*Jij    *äa3  l-o     ■j,>AVkÄÄ*«.j    LaS'  Ljl     'i^iLj     ivSlyLft     \^^isX^     LäjLa5'   IjiJO 

191  beschriebene  Blätter;  22X^3,5  cm.  Sehr  .schönes  Nastalhq  mit 
1 8  Zeilen  auf  der  Seite;  Unn-andung  von  blauen  Linien;  am  Anfang  ein 
schöner  iUnioün,  in  dessen  Mitte  mit  weifser  Farbe  JL«jj  jüLä:v_w  &!.'(  yo 
geschrieben  ist;  die  Abschrift  wurde  von  Alusiafä  ihn  Qurd  ö^yi  zu  Makkak 
im  Gumädä  I  979  (=  21.  Sept.  —  20.  Oct.  1571)  vollendet.  —  Auf  einem 
der  voi'gehefteteu  Blätter  stellt,  grofs  und  kalligraphisch  geschrieben,  der 
arabische  Spruch  -J^j  xjLj  Jw«.£  ^^  Aiä  y^  ^/i ;  auf  der  nächsten  Seite 
eine  Genealogie  des  Propheten,  zurück  bis  Adam;  auf  fol.  vers.  des  letzten 
Blattes  der  Anfang  der  arabischen  Kaside  des  TanfaränT,  welche  mit  den 
Worten  Jü  JLJLJLj  ciJLAJ.j  Jö  JLJI  ^~>  b  beginnt  (A  hl  war  dt  Nr.  265), 
mit  türkischen  Glossen  zwischen  den  Zeilen;  das.  am  Rande  türkische  Verse; 
auf  einem  nachgehefteten  Blatte  endlich  drei  türkische  Ghazelen,  eine  von 
lAunl,  zwei  von  NifjäzT.  —  Auf  Fol.  l''  ist  ein  Siegel  abgedrückt  mit  der 
Inschrift:  ^Äia.^>o    tXt^  c>.-i  j.jLi»  Lä.oIj   Aj    X=>.   ^Ij    üJ'Li..     Auf  einem 

aufsen   aufgeklebten    Zettel   steht:    ^-JLs^ä.    jJUs.    tsS^^oT  y^L»j!il|    Ow_w   <^bS' 

448.     [Diez  A.   8».    15.] 
Dasselbe  Werk;  das  in  den  Fundgruben  abgedruckte  Stück  steht  hier 
FoL  7rf. 
Anfang:  r^^P'  (J^=*p'  *"^'  i**^ 

^«wüLwJ   Lo     Li     (^^s-Lj   *.XaJ>C   (3''^*:?    Loli>5'  ItXffl.    '|vjJÖ  -^S'  ^ä5    Ä^Li 

248  beschriebene  Blätter;  20,5X13,5  cm.  Gutes  Nas/l  von  tür- 
kischem Zuge  mit  17  Zeilen  auf  der  Seite.  Abschrift  datiert  vom  Sauwäl 
1056  =   10.   Nov. -8.  Dec.    1646.     Auf  Fol.   1*  ein  Siegel,   von  welchem 


')  Qur.  XLV,  28. 

Tüikiaclie  Uudschiiftoo.  66 


442         Türkische  Handschriften  449-451.  Erzählunffen, 


o^ 


nur  noch  zu  lesen  ist  f^**»^  i^^^  "tV^j  ^in  anderes  am  Ende  mit  der 
Insclirift  f.ri  ^^ia*a.x!  .  .  (o)Lxä  .  .  .  «$"1=».  Auf  einem  dem  Vorderdeckel 
aufgeklebten  Zettel  steht:  Ufv  v^«-^  >^^>.^yaj  ^^'^  ^Lmj!^I  o^i  i«jU5'. 

449.  [Petermann  II,  7  17.] 
Dasselbe  Werk.  Anfang  wie  in  der  vorigen  Handschrift. 
200  beschriebene  Blätter  und  aufserdem  ein  vorgesetztes  Blatt  mit 
einer  Notiz  über  die  Hinrichtung  des  Ragab  Pdsa  (Hammer,  Osman. 
Reich  V,  14  2),  und  ein  nachgesetztes  mit  einem  Taymis  (Anfang:  VJ^*i 
P  *AAAis  (ClXjI);  21,5X  13  cm.  Hübsches  Nasyl,  das  aber  zuweilen  in 
Kastalhq  übergeht,  mit  19  Zeilen  auf  der  Seite;  Fol.  130—134  sind  er- 
gänzt; von  Fol.  134*"  ist  ein  Stück  leer  geblieben,  ohne  dafs  etwas  fehlte, 
was  der  Schreiber  durch  die  eingeschriebenen  Worte  ^s^^s  ^jöLo  constatiert 
hat.  Bis  Fol.  !♦♦  resp.  M  ist  Originalfoliierung  vorhanden,  welche  aber 
nicht  ganz  richtig  ist. 

450.     [Petermann   728.] 

Nochmals  dasselbe  Werk.  Anfanor  wie  in  den  beiden  vorio^en  Hand- 
Schriften,  aber  mit  ItXff  statt  IjjOj. 

187  beschriebene  Blätter;  26,5X1''  cm.  Türkisches  Nas/J  mit  17 
Zeilen  auf  der  Seite;  ßubricationen ;  die  Seiten  sind  mit  rothen  Linien 
umzogen;  Abschrift  datiert  von  der  mittleren  Dekade  ia*i,l^l  des  Gumädä 
1  1032  =  13  —  22  März  1623.  Am  Anfang  ein  nur  angelegter,  nicht 
vollendeter  lUnwän. 

451.     [Diez  A.  4«.  5  9.] 

(' xxLjw'^jÄ  (ß.  X.  IV,  182,  8040),  eine  in  zwei  Bäh')  getheilte  Er- 
zähluno's-  oder  Anekdoten -Sammluno',  welche  von  demselben  Lämili  im 
Jahre    9  32    (beg.    18.    Oct.    15  25)    zu   Brüsali   verfafst^)    und    dem    Sultan 


")  S.  die  Ueberschrift,  fol.  5*  Z.  7  v.  u.,  fol.  6*  Z.  7.  Statt  dieses  Titels  findet  sich 
in  anderen  Handschriften  auch  bisweilen  der  andere  L4Jc.)~a£.  Die  letztere  Form  hat  auch 
eine  fremde  Hand  auf  fol.  1*  der  Torliegenden  Handschrift  geschrieben,  und  auf  dem  Zettel, 
welcher,  wie  vielen  der  D  iez' sehen  Handschrift,  so  auch  der  yorliegenden  aufsen  aufgeklebt 
ist,  steht  gleichfalls:    vt    j-^j-»"    y-:^}^-^    -r*:?'^   is*^^   L»j«yw«.Ä   v_}Lä^. 

*)  B.  II  beginnt  hier  auf  fol.    17". 

8)  S.  fol.   l"-  Z.   6  V.  u.  und  Fol.  6»  Z.  5  {Ta'ny,:     ^-^jCil    käSJLc   ^   ^e,\). 


Türkische  Handschriften  452.  453.  Erzählungen.         443 

Sulaimän   I    dargebracht    wurde.    —    Andere   Handschriften    finden    sicli   in 
Wien  Nr.    1873-1876    (vgl  auch  Nr.   794),  München  Nr.   205,  Gotha  Nr. 
232  und  233,  Upsala  Nr.    198   und    199,   Paris  Nr.    17,    18,   386   und  Wien. 
Jahrbb.   Bd.  9  2  Anz.-BLitt  S.  5  9   Nr.   21,  endlich  bei  de  Sacy  Nr.   35  2. 
Anfang : 

sS^  (sie)  viyje».«  j>  I*^V^^  o*^  -j  i«-*^  J5I  tXfc  ^^  '^US'^  Jlä.  ^  tÄ*i>. 
59  beschriebene  Blätter;  20,5  X  14,5  cm.  Deutliches  Nastaihq  mit  20 
Zeilen  auf  der  Seite;  die  Seiten  mit  rothen  Linien  umzogen;  einzelne  Vo- 
cale  sind  beigesetzt.  Abschrift  von  Fatli  alläh  ihn  lAbd  al  harlm  an  einem 
Freitage,  dem  (sie)  xijJI  j.^  d.  h.  9.  Ja 'l  Jh'gjah  95  4  =  20.  Januar  154  8, 
vollendet;  hie  und  da  auf  den  Rändern  Nachträge.  —  Auf  Fol.  1^  steht 
ein  persisches  Ghazel  mit  dem  Anfange  {Ramal  ^^__\^s^__\^^__\ZZ-)'- 
('  ^^4Jj  ^5-*^  J-S*y-?  tVj^'iXXj  vLg.j  |.bl  «cüwiAÄ  cXi  s^  ^')y^  S^^ 

452.     [Diez  A.   8».    167.] 
Dasselbe  Werk.  —  Anfang:  ^    */JC=>  J.\    'tX^  ^  i£^}    '<^'='    ^    t)^*^ 

1 1 6  beschriebene  Blätter ;  18X12  cm.  Gutes,  türkisches  Kas/i  mit 
17  Zeilen  auf  der  Seite  und  den  gewöhnlichen  Rubricationen;  über  dem 
Anfange  ein  breiter  Goldstreif,  in  welchen,  wie  noch  voi-handene  Spuren 
zeigen,  der  Titel  mit  (rother?)  Farbe  eingemalt  war. 

453.     [Petermann  11,  431.] 
Nochmals  dasselbe  Werk.  —  Anfang:  'Jlc  ^-j  (sie)  ^e>y^^  <i-^  ^  Jw^. 

150^)  beschriebene  Blätter;  15X10  cm.  Hübsches  Nas/l  mit  15 
Zeilen  auf  der  Seite;  Unu-andung  von  zwei  rothen  und  einer  blauen  Linie 
gebildet.  Abschrift  von  Ismäiil  ibn  lÄbd  alläh  al-naliif  am  Neumond  ilk. 
des  Eahil  H  Uli  (=  26.  Sept.  169  9)  vollendet.  Ueber  dem  Anfange 
steht,  natürlich  von  fremder  Hand  geschrieben:  JvaJL^-'  eV-U-'l  iüjl  J^aü  ^ 
(27.  April  1816  =)  tCH  ea.w  U   M   ^  s^lX^lol  -^Ul  J^JLb»  ,_^tXj(  stW  J(. 

•)  sie!  ohne  Sinn  und  gegen  das  Metrum.      Ich  vermuthe    jLäj«    JlaJ       m-"'i 
*)  Eine   vorhandene  Originalfoliierung    geht    bis  tat;  das  erste  Blatt  ist  aber  nicht  mit- 
gezählt, und  Fol.  ff  und  f v  sind  verloren  gegangen. 

56' 


444         Türkische  Handschriften  453*.  453**.  Erzählungen 

Am  Ende  noch  einige,  ganz  kurze  Auszüge  in  arabischei*  Sprache.  Wie 
bereits  erwähnt,  fehlen  Fol.  fl'  und  t^v;  aufserdem  ist  von  Fol.  Af"  oben 
ein  Stück  abgerissen ;  auch  ist  die  Handschrift  vielfach  durch  eingedrungene 
Feuchtigkeit  fleckig,  doch  ohne  dafs  dadurch  die  Schrift  undeutlich  ge- 
worden wäre. 

453*.     [Landberg  827.] 
Nochmals  dasselbe  Werk,  auf  Fol.  1"  von  fremder  Hand  ^etje"^  bUjcjvaä 
genannt. 
Anfang :     ^j    |*^^5    iUXs».    (sie)   -jj    |vj^^    Jj'    J*-ä    ^ci    e'-o^    cX-ä.    ^^-j    t\.*Ä. 

xT  (sie)  o>-ajc»jc 
132  beschriebene  Blätter;  19,5  X  11  cm.  Schönes,  reichlich  mit  Vo- 
calen  versehenes  Nas'/i ;  auf  der  Seite  stehen  1 7  Zeilen.  Am  Anfang  ein 
schöner,  aber  schlecht  gehaltener  iUnioän'^  sämmtliche  Seiten  von  einer 
goldenen  Leiste  und  drei  schwarzen  Linien  eingefafst;  die  beiden  ersten 
Seiten  zwischen  den  Zeilen  mit  Gold  verziert;  zwischen  den  Text  sehr 
viele  goldene  Puncte,  hie  und  da  auch  sonstige  Verzierungen  eingestreut. 
Mittelmäfsig  ausgeführte  und  nicht  gut  gehaltene  Bilder  finden  sich  auf 
Fol.  4  3",  50%  5  5^^,  60'',  61%  64%  72"  und  82%  Als  Schreiber  nennt  sich 
am  Ende  ein  gewisser  ÄJimad  ihn  MuRamviad,  und  giebt  an,  dafs  er  seine 
Arbeit  im  Muliarravi  991  (^  25.  Jan.— 23.  Febv.  1583)  vollendet  habe. 
Drei  verschiedene  Siegel  —  eines  einem  DarweS  Isniaill,  zwei  einem  Aiyüb 
ihn  Xusrau  zugehörig  —  sind  auf  der  letzten  Seite  abgedrückt.  Einband 
ursprünglich  schön,  aber  nicht  gut  gehalten;  das  erste  Blatt  zum  Theil  an 
den  Vorderdeckel  ano-eklebt. 


'ö"- 


453**.     [Hamilton   68.] 

Zwei  Schriften  des  im  Jahre  941  (beg.  13.  Juli  1534)  verstorbenen 
üicliters  und  Witzboldes  Basirl,  von  welchem  Hammer,  Osman.  Dicht- 
kunst H,   213   spricht;  nämlich: 

1.  ^AAÜ-UJI  v_/..cLoo  (so  in  der  Ueberschrift  genannt),  die  von  Hammer 
a.  a.  O.  besprocliene  Schrift,  in  welcher  der  Verfasser  an  bekannte  Zeit- 
genossen in  scherzhafter  Anspielung  auf  deren  Namen  allerhand  Würden, 
besonders  Statthalterschaften,  vertheilt.  In  der  ersten  solchen,  von  Hammer 
angeführten  Verleihung  steht  statt  „Boi  Abad"  bei  Hammer  hier  t.l  ^yi 


Türkische  Handschriften  454.  Erzählungen.         415 

(Fol.   2'',    letzte   Zeile);    die    zweite   stimmt   mit   Hammer   Ubevein  (Fol.   3* 
Z.   3  V.  u.).     Der  Verfasser  nennt  sich  in  einem  Bau  auf  Fol.   2"  Z.  5. 

Anfang:      t,jS  \^  (j-w  »XijMS.:^  -iLt  iv-v^  J^l   O.tXjixlj  i^Uj«   o^tXs'Lj   tX*^ 
2.   Fol.   T"":    (' oijlkJlJI    oijljJä,    eine   Sammlung   von    Anekdoten    s^AlaJ, 
von    demselben    Basiri   zusammengestellt    (s.   Fol.    S*"   Z.    7),    welcher   auch 
selbst   als  Urheber  nicht  weniger   der   mitgetheilten    Schnurren    und    Witz- 
worte auftritt. 

Anfang:    (' **laj   il^  **Iäj  yo^   a^xls  |vcvi9  Jjl  tXfi   ^^J    (sie)  ^^Lajj   tX^   ^^  jXä 

54  beschriebene  Blätter;  20  X  13  cm.  Gutes,  vocalisiertes  Nasxi  niit 
1 1  Zeilen  auf  der  Seite.  Als  Schreiber  nennt  sich  am  Ende  ein  gewisser 
Yüsuf;  auf  Fol.  1*  hat  derselbe,  als  Titel  der  ganzen  Handschrift,  oLaJIj 
^5j_A„<^J  ™it  rother  Farbe  aufgeschrieben.  —  Auf  einem  nachgehefteten 
(nicht  mitgezählten)  Blatte  steht:  ,jLJ  ^j  &axi^.wI  its.La.i  (sie)  ^iif  (sie)  fjo» 
i-SlxJI  questo  Libro  in  Lingua  Tui'ca  in  Mauer  della  Ritorica  P.  Dionisio 
Ciavis;  auf  der  Innenseite  des  Vorderdeckels:  .  .  .  |JLc  .wJaJI,  und  darunter: 
Nouelles  de  Bufsiri;  auf  der  Aufsenseite:  luXs.  «JUI  ^i♦^>•^  ^5Y^-'aj  i_ftjLD. 

454.  [Diez  A.  4".  108.] 
('  L«*xij  ^La^  {J-^*^)^  5  gewöhnlich  ^jKä.  ov^  ^^Js  „  die  Erzählung  von 
den  vierzig  Veziren"  genannt,  von  Saix-zädah  zur  Zeit  des  Sultans  Mu- 
rad  \l  (reg.  824-855  =  1421-1451),  und  zwar  im  Jahre  85  0  (beg. 
29.  März  14  46)  verfafst  (s.  die  Sclilufsworte).  Die  Erzählung,  welche  in 
ihrer  ganzen  Anlage  unserem  Volksbuche  von  den  „Sieben  weisen  Meistern" 
entspricht,  ist  durch  eine  französische,  ihrerseits  wieder  in  andere  euro- 
päische Sprachen  übertragene  Uebersetzung  (Zenker  Nr.  728)  auch  bei 
uns  schon  lange  bekannt;  voi-zugsweise  zu  nennen  sind  aber  die  (nur  die 
Einleitung  und  die  ersten  zwanzig  Tage  enthaltende)  Ausgabe  des  Origi- 
nales von  Belletete  (Zenker  Nr.  729)  und  die  vollständigen  Uebersetzungen 
von  W.  F.  A.  Behrnauer  (Zenker  II,  Nr.  681)  und  E.  J.  W.  Gibb 
(London  1886.   8").     In  den  Einleitungen  zu  den  Büchern  von  Behrnauer 


*)  Hs.  (uLsUaJI   (in  der  Ueberschrift). 

«)  Qur.  VI,   14. 

ä)   Fol.   3»    Z.    3:    ^l;^^^^!    Lw)j    -Lya   ,j-^*jy   ^i}^   ;J  ■ 


446         Türkische  Handschriften  454*.  455.  Erzähhingen. 

und  Gibb  finden  sich  weitere  Litei'aturnachweise.  Ein  mir  vorliegender, 
ohne  Ort  und  Jahr  (aber  entweder  in  Konstantinopel  oder  in  Cairo  resp. 
Büläg)  erschienener  Druck  von  156  Seiten  in  4"  mit  dem  Titel  ooK^ 
jj\.  ^sJ5  enthält  nicht  das  Werk  des  Saix-zädah;  vgl.  auch  Journ.  Asiat. 
1868,  I,  484  und  1S69,  II,  87.  —  S.  Gotha  Nr.  230  und  oben  Nr.  437, i 
und  Nr.  438, i,  besonders  aber  Rieu  p.  216. 
Anfang:  ai' ^JJü^  5<t>j'  o*Ji^  xj^yä^  Ji^  ^Xi  Jjl  L.^iÄxi  ^  »Loj  cX^ä. 
194  beschriebene  Blätter;  24  X  16>*  cm.  Schönes,  vocalisiertes  Nasyi 
mit  13  Zeilen  auf  der  Seite;  Umrandung  von  rothen  Linien;  Abschrift 
von  Saru^ah  «_=.jvLo  ibn  MuUammad  in  der  ersten  Dekade  J^-sl^l  ^  des 
Ra^ah  901    (=   16  —  25   März   1496)  vollendet. 

454*.  [Wetzstein  II,  699.] 
Dasselbe  Werk.  Die  vorliegende  Handschrift  läfst  die  Einleitung  weg 
und  beginnt  gleich  mit  der  Erzählung  selbst;  mit  den  Worten  ('j^US'^ 
J.I  ^5jy>'-ä•  5Lii.>L5  wj  S  yJ^t^jl  <^)^  ^  ;*>  ^  Jj'  1  P-  -^  bei  Belletete.  Die 
Üeberschrift  lautet:  ^JLÄJKÄ  üJ^äJLä.I  sLij  ovj  ^j,-Ji  (sie)  i^'i  i_;Iä5'  Ijjo.  Da- 
nach noch  ein  als  ^^\  bezeichnetes  Gedicht  mit  dem  Anfange:  i^jv?!  J>^ 

139  beschriebene  Blätter;  20  X  15  cm.  Gutes,  kräftiges,  mit  einzelnen 
Vocalen  versehenes  Nastaihcj,  die  Seite  zu  1 5  Zeilen.  Die  Abschrift  wurde 
vollendet  an  einem  Donnerstage,  25.  Eabli  II  1038  =  22.  Dec.  1628; 
der  Schreiber  nennt  sich    sH\  Jo.*  ^j  ,jIäJI  v^Jü-Jt  oilaj  ^^-tyi   y^^^  ^-s"-'' 

455.  [Ms.  Orient.  4".  263.] 
Nochmals  dasselbe  Werk  ^),  und  zwar,  unbedeutende  Verschiedenheiten 
im  Ausdruck  abgerechnet,  dieselbe  Eedaction,  welche  in  der  Ausgabe  von 
Belletete  und  in  der  Gothaer  Handschrift  Nr.  230  enthalten  ist,  und 
welche  eben  dem  Saix-zädah  zugeschrieben  zu  werden  pflegt;  statt  seiner 
wird  indessen  hier  (in  der  üeberschrift  und  S.  11  Z.  5)  Alhnad  Misn  ge- 
nannt, welcher  sonst  als  der  Verfasser  einer  anderen,  kürzeren  ')  Redaction 


»)  sie!  1. 

*)  hier  (in  der  üeberschrift)  persisch   J-J^    ^')'?    oajIxs«    genannt. 

')  Aber  auch  in  der  besonders  ausführlichen  Redaction,  welche  in  der  Handschrift  Add. 


Türkische  Handschriften  456.  457.  Erzählungen.         447 

ei-scheint  (s.  Leipzig  Nr.  CCCXXX,4,  Dresden  Nr.  245,  Behrnauer  S.  XV). 
Der  genannte  Sultan  ist  derselbe,  wie  bei  Saix-zädah,  nämlich  Muräd  (II) 
ihn  Miiäammad   ihn   Bäyazld   (S.    10  Z.   8).  —    Dem  Werke    selbst   ist   auf 
vier  Blättern  ein  Inhaltsverzeicbnifs  vorausgeschickt. 
Anfang  wie  in  Nr.   4  5  4,  doch  mit  richtigem   ^ö■^tXs■  statt  8>tXi'. 

119  beschriebene  Blätter  mit  Bleistiftpaginierung ;  21  X  15  C"i-  Ziem- 
lich schlechtes  Diii:äni  mit  15  Zeilen  auf  der  Seite.  Neu.  Die  letzten 
Blätter  durch  eingedrungene  Feuchtio-keit  beschädio:t. 

456.     [Ms.  Orient.   4°.    14  9.] 

Nochmals  dieselben  Erzählungen    in    einer  ßecension ,    deren  Wortlaut 

von   dem    bei    Belletete    vielfach    abweicht;    auch    beginnt    dieselbe    ohne 

alle  Einleitung  nach  einer  kurzen  Doxologie  mit  der  Erzählung  des  ersten 

Veziers,  Belletete  S.   22. 

Anfang:  (j-li-l  (sie)    ^lyjuJ  J^    j.iLJlj    SJ-oJI^    jJJj^jLaJI  C^  (sie)  xJI  «X^^l 

BtXÄjKi.  isS'  y^l    |*JL*jo    (sie)  J3J3\  Jl»  tXxj  Lei  ,j.A«».->l  lu^j    x.'lj    tX*.:* 

sJJjI^I   (sie)  jcjLc\    JCo  jiS' (sie)   vjol  ool^s   äIj^  7^}h  "^  )'^'-^^ 

80  Blätter,  von  denen  das  erste  und  das  letzte  nicht  zum  Werke  ge- 
hören; 21  X  15,5  cm.  Gutes  Diwäni  mit  15  Zeilen  auf  der  Seite.  Ab- 
schrift datiert  vom  22.  Ramadan  975  =  21.  März  1568.  —  Auf  der 
Innenseite  des  Vorderdeckels  steht  von  alter  Hand:  „Kerek  Wazir  i.  e. 
de  officlis  consiliai'ii ". 

457.  [Petermann  II,  280.] 
Die  aus  der  1001  Nacht  bekannte  Erzählung  von  dem  König  Azäd- 
haxt  (welcher  hier  ein  König  von  Konstantinopel  genannt  wird)  und  seinen 
zehn  Veziren,  in  türkischer  Redaction.  S.  die  Gothaische  Handschrift 
arabisch  Nr.  2654  (IV,  40  7).  Auf  der  Titelseite  steht,  von  fremder  Hand 
geschrieben:    äjKv.^    ^tJLcJö    »je   xJ   i^^    Lc.    iUAxkik^JL'l    käSJLe    o^^M   if^)^ 

Anfang:  ^jjIju»  ^  ('  .  .  .  .    »^c>    (jLitX-zS'^    XJ\    ij^Lsüj  ^La-äI    ^J^.^^)    cJju    Cöl 


7882  des  Brit.  Museums  enthalten  ist,    wird  ÄJimad  Misrl  als  Verfasser    genannt;    s.  Rieu 
p.   216  und  Gibb  p.  XI  Anm. 
')  ausgerissen. 


448         Türkische  Handschriften  458.  Erzählungen. 

69  beschriebene  Blätter;  22X^6  cm.  Gutes  Nas/%  mit  21  Zeilen 
auf  der  Seite. 

458.    [Diez  Fol.   11.] 

Dieselbe,  »JuiJI  tX*j  j^-r*^'  genannte  Erzählungssammlung,  welche  auch 
ganz  oder  auszugsweise  in  den  Handschriften  Gotha  Nr,  234  und  235  '), 
Upsala  Nr.  115,  Wien  Nr.  798  und  wohl  auch  Krafft  Nr.  170,  München 
Nr.  204,  Paris  Nr.  377,  382,  384')  und  Brit.  Museum  Add.  7883  (Rieu 
p.  224''),  sowie  oben  in  Nr.  4  37,3  und  438,3  enthalten  ist,  und  deren  In- 
halt zum  Theil  in  Pdtis  de  la  Croix's  „Älille  et  un  jour"  (Cabinet  des 
fees.  Genfeve  1786.  8".  Tome  14.  15;  deutsch  von  v.  d.  Hagen.  Prenzlau 
1827.  12°,  elf  Bände)  übergegangen  ist  ^).  Ein  Verfasser  wird  in  den 
obigen  Handschriften  nirgends  genannt;  nach  der  Vorrede  des  französischen 
Werkes  sollen  die  Erzählungen  nach  indischen  Lustspielen  (!)  von  dem 
„c^lfebre  Dervis  Moclfes"*)  persisch  unter  dem  Titel  \j^  aJu  y^ff  (daher  der 
Titel  der  französischen  Bearbeitung)  zur  Zeit  des  Sah  Sulaimän  bearbeitet 
und    dann    unter   dem  Titel    iitXxiJI    tXji-j    c^r-*-"    i>^    das  Türkische   übersetzt 

*)  Dafs  in  der  That  auch  diese  Handschrift  nichts  als  eine  Auswahl  aus  dem  in  Nr.  2,34 
enthaltenen  Werke  ist,  habe  ich  bei  Anfertigung  meines  Kataloges  nicht  erkannt.  Sie  läfst 
zunächst  die  Einleitung  weg,  und  giebt  dann  die  Erzählungen'  1,  6—9,  12,  13,  16  und  17 
der  Handschrift  Nr.   234. 

^)  Die  Pariser  Handschrift  Nr.  383  enthält  unter  gleichem  Titel  ein  yon  dem  vorlie- 
genden verschiedenes  Werk ,  und  zwar  das  in  dreizehn  Capitel  eingetheilte  des  Muliammad 
ihn  iUmar  al  Halali,  welches  von  H.  X.  IV,  411  erwähnt  wird.  Die  .^nm.  1  zu  Journal 
d'Antoine  Galland  II,   7   vermengt  beide  Werke. 

^)  So  ist  gleich  die  erste  Erzählung  („Histoire  d'Aboulcafem  Bafry")  in  beiden  dieselbe; 
die  zweite  Erzählung  des  französischen  Werkes  („Histoire  du  Roi  Ruzvanschad  et  de  la 
Princesse  Cheheristani")  entspricht  dann  der  vierten  im  türkischen  u.  8.  w.  Wie  weit  über- 
haupt der  Inhalt  des  türkischen  Werkes  in  dem  französischen  wiederkehrt,  müfste  erst  eine 
nähere  Untersuchung  zeigen ;  nach  den  allerdings  nicht  ganz  klaren  Worten  der  französischen 
Vorrede  scheint  übrigens  Petis  de  la  Croix  vielmehr  nach  dem  persischen  Werke  \\'>—S0 
\*\  (i5^)  von  dessen  wirklichem  Vorhandensein  ich  freilich  nirgends  eine  Spur  gefunden 
habe,  gearbeitet  zu  haben.  Vgl.  auch  Hammer  in  Fundgruben  II,  306,  171  und  Bibl. 
Italiana  XLVII,   16,    189. 

Cr» 

*)  d.  i.  wohl    tjiaJLiÖ'. 


Türkische  Handschriften  458.  Erzählungen.         449 

worden  sein.  Man  vgl.  über  das  Werk:  Journal  d'Antoine  Galland 
publie  par  Ch.  Schefer  (Paris  1881.  8"),  T.  II  p.  6,  und  Ebert-Lemcke's 
Jahrbuch  f.  ronian.  und  engl.  Literatur  VIII,  4  7  Anm.  3  ').  —  Eine  per- 
sische Erzählungssammlung  unter  gleichem  Titel  ^)  ist  in  der  Handschrift 
Sprenger  913  {=  Nr.  1021  des  Kataloges) ,  eine  arabische  u.  a.  in  der 
Gothaer  Handschrift  Nr.   2687   enthalten. 

Die  vorliegende  Handschrift  ist  schlecht  (besonders  in  den  persischen 
Wörtern  sehr  incorrect),  defect  und  verbunden;  vorhanden  sind  folgende 
Erzählungen:  III  Fol.  1,  IV  Fol.  \2\  V  Fol.  20^  VIII  Fol  4  r,  IX 
Foh  54",  X  Fol.  102^  XI  Fol.  101\  XIV  Fol.  142^  XV  Fol.  146'',  XVI 
zweimal:  Fol.  73'  und  149^  XVIII  Fol.  Su",  XIX  Fol.  82',  XX  Fol.  93% 
XXI  Fol.  96%  XXV  Fol.  15  4%  XXVI  Foh  170%  XXVII  Fol.  127"  uad 
XXIX  Fol.  14  1%  Wenn  vollständiof,  umfafst  die  Sammlunsr  4  2  Erzäh- 
hingen  (nicht  blofs  4  0 ,  wie  eine  fremde  Hand  auf  dem  Vorsetzblatte  an- 
gemerkt hat,  jyKi»  ^y')- 
Anfang:    ol^_*«   y^\yj'  »LvioL    ^l-_jvj^    1^   ^L-^    (sie)    ^ö    ^M    »^    cyjl5^ 

J^O  |vJ  lil  ^^^'j  |*;»'^-»  r^-^  v?  (sie)  t^jLoyS' 
198  beschi-iebene  Blätter  (29,5  X  20,5  cm)  und  aufserdem  je  ein  vor- 
und  ein  nachgesetztes  Blatt;  auf  dem  letzteren  stehen  ein  paar  Notizen 
und  eine  Anrede  an  einen  Sultan,  auf  dem  ersteren  ein  mangelhaftes 
Inhaltsverzeichnifs,  alles  von  fremden  Händen  geschrieben.  Am  Ende  des 
Textes  steht,  gleichfalls  von  fremder  Hand  geschrieben,  ein  vom  Donners- 
tage, 3.  Bahn  II  1173  =  24.  Nov.  1759,  datierter  Vers;  eine  Bemerkung 
auf  dem  nachgesetzten  Blatte,  welche  besagt,  dafs  die  Handschrift  nur  die 
Hälfte  des  Werkes  i^sUT  i_äAs.j  enthalte,  ist  vom  Jahre  1164  (beg.  30.  Dec. 
1750)  datiert.  —  Auf  Fol.  64  findet  sich  ein  grofser  Dintenfleck,  in  Fol. 
191    ein  kleines  Loch. 


')  Hier  wird  auf  S.  48  eine  von  mir  nach  der  (iothaer  Handschrift  Nr.  234  gefertigte 
Analyse  der  dritten  Erzählung,  mit  welcher  die  vorliegende  Handschrift  beginnt,  mitgetheilt. 
In  derselben  eteht  S.  49  Z.  2,  3  durch  einen  Druckfeliler  „von  seiner  Frau"  statt  „von 
der  Untreue  seiner  Frau". 

*)  aber  nicht  das  Original  für  die  vorliegende,  sondern  —  wie  die  gleiche  Eintheilung 
in  dreizehn  Capitel  vermuthen  läfst  —  vielmehr  für  die  in  der  Pariser  Handschrift  Nr.  383 
enthaltene  türkische  Bearbeitung,  von  welcher  schon  in  Anm.  3  auf  der  vorigen  Seite  die 
Bede  gewesen  ist. 

Tfirklsche  Handachriften.  57 


450         Türkische  Handschriften  459.  Erzählungen. 

459.  [Diez  A.  4".  20.] 
Eine  Sammlung  von  35  Erzälilungen ,  welche  ohne  alle  Einleitung, 
ja  selbst  ohne  übergeschriebenes  aJUI  |V*»o  sofort  mit  der  ersten  Erzählung 
beginnt.  Auf  vier  Seiten  ist  ein  Verzeichnifs  der  in  der  Sammlung  ent- 
haltenen Erzählungen  vorausgeschickt;  es  sind  die  folgenden:  1)  iSJS^Xj  yj 
^(XA_M.^u:J^  siL— e  —  2)  vtXjk-MyX.>rV"  K-*Ai->  (j>^')'  J*-?  ty>iLZo  jj  —  3)  ^^JJiS  o 
j(X^.>..x->3V   ÄJvjl    —    4)    slX.a-wX.oj    äaäX!*«!    5(>..LjjLä^I    —    5)   (c^l   A^"^   v_jLös 

>(X.A_w2UsJs      gil^  _S      6)       sJk.A.«,ii-aS      (—öLj       5>Ü>      »i>wÜjl       j»^v       7)     JkjÖ      St>wOjO 

<(Xx-wiU£Jf  _L«-»j  8tX$\L*je  —  8)  vt)L.A_n<x.oJ'  igÄSk  väX>U*Ä  ^^vj'U,<ij  (^  S(Xw  — 
9)    (^  is-ci.1    L»2j    5cX-k.jJ5<^_j    —    10)    eUs.1    L»aj    84>5_äj|    —     11)    t5;^l   8>^iu«.jj 

13)   sjL.A->v\.oJi  ajüs.j'    80^   iv^'*»*^   (^  ^'^^»^   —    1'^)   *-'tX+Ä'l   icT*^    "^'y*    is^'"^ 

»Jl_X_«.XxSJ      (»Uä.      (^  8tXw^w}     15)     XaJwC    xJJI      X,»  ~>s     ^^S.«ci'      ^-SLfiyi      fÄX^      — 

16)    ^uaj■     -J'.JuLJj^    ^^^iXS  SwOjc    solv^—j'^^-^  ^^    —     ^ ")    (*^    >ii>Lb    jJcLä 

jcV.A  M,auaü  ^j^Lj  —  19)  ^c'C^iXJ^W  xJvlxi  jJC*a^\-ci  jj  —  20)  XÄAii>  StXXjiLw 
N(>-A_u;JU2i>  —  21)  »(Juu»,jusj'  (^i.>mJJ  yJ  isJo^.»^  (J^^  —  22)  «jl»^[^]  Xjt-A£ 
sJuk^uJuaS  (*  eücJUäje.  8,iL.»x[.]  »j| JsLi.  2üI-a=».  —  23)  üJ'jJyc  >J  sJ&xi^  LI 
vjuu«,a,.cj  ^Äxlj5'  —  24)  vfcVA.*>/XAai»  ü5^-^.  j^äXavI  ('^  S(X*«^jj  —  25)  w^L^  (J>äj^ 
>Jol  »J'j  oL;Ui.'[.]  ,_^tjÄ.  —  26)  ^t)uJ*,ÄAii■  yXJUiJLj  jiÄviiüi  —  27)  »(XJLä 
^Ju^*^^Loj■  ,c-<äLj>  äJLjI  8^l\JyL«  —  28)  vJi-LAwauaJ»  i^^-^S'  xJ-st  «.il^.^  ^^Lit>Lj  yi  — 
29)  ^.».x.oj  ^jl»Ä.v_^^  (jCiÄÄÄ.  jj  —  30)  >cX-*.MiX.o.'>  JkjL«  [ij]'-^'^'-;'  r?  — 
31)  sJcAAnjuaS  ^cJvJ.ftX-^  Ä-IX.'L«  ^ääJLj  —  32)  sJoy«x.»a3  (c^-iJ  *Jjl  äJsL=»  jJ  — 
33)  st\AwX.tf!i"  ^U^  xJLsl  ^jLscLe  —  34)  (sie)  o»Li.jJ>^K^  (Hs.  s.b;^L)^ )  x-'o^ 
sjwjy^s-ci  —   35)   st\ju«x.öj  JU4-I   ^t)o  xJj^Ul  oijy*-.     Die  letzte  Erzählung 

M  d.  i.  8k>xIS'. 

*)    Diese    Form    wird    hier    und    in    den    folgenden    Erzählungen    im    Sinne    von    „die 
Dschinuen,   Genien"   gebraucht. 

^)    d.    i.    8t^2Uw««J. 

*)  Das  sind  sechs  Arten  von  Dirnen  *jk„.«%.l;    statt    des    2(_jl  JsL-w  des  Textes  steht  im 
Register    2uo  JsLi . 


Türkische  Handschriften  460.  Erzählungen.         451 

(vgl.  Gotha,  arabisch  Nr.    2682)  beginnt  auf  Fol.    21 1'  und  ist  die  längste 
der   ganzen    Sammlung.      Jede    der   mitgetheilten  Erzählungen  beginnt  mit 
den  Worten  sT  >yJjl  ool^s. 
Anfang:    jjLmuc  w  iCojl  fji^\  ^^  ^^^i^  ^l^vL  w»  5cV*jJu>  (j'-^s  »S' ^^^^  ^^^-'j) 

w5^^^.  JLcLxb  (sie)  jJ jJ  •J^0  JvO  euJLS' 
266  beschriebene  Blätter;  19,5  X  14  cm.  Deutliches,  türkisches  Nas/l 
mit  13  Zeilen  auf  der  Seite;  die  Seiten  roth  umzogen.  Auf  fol.  vers.  des 
letzten  Blattes  nennt  sich  in  einer  vom  27  Ramadan  1088  (=  23.  Nov. 
1677)  datierten,  roth  geschriebenen  Note  ein  gewisser  Ibrähim  Aya  ibn 
Iliißtafä  Äya  als  Eigenthümer  »aSJLe^  «^^ä-Lo  des  Buches,  auf  Fol.  1*  ein 
gewisser  Häjjl  Ahmad.  —  Auf  dem  letzten  Blatte  ist  ein  Siegel  zweimal, 
aber  beidemale  nicht  recht  deutlich,  abgedrückt.  —  Auf  Fol.  125''  ist  die 
Schrift  etwas  verwischt. 

460.    [Diez  A.  4".   113.] 

^y^\  /*^')5  '^'  (*>**'''  /*^'^'  ^^°®  Sammlung  höchst  obscöner  Erzählungen, 
von  IluJiammad  Celebi  ihn  Mustafa  (s.  die  Endschrift  ^) ,  bekannt  unter 
dem  Namen  Fazäll  (Fol.  3*,  letzte  Zeile)  oder  auch  >t>'j-?  Ji>  5»  der  närrische 
Bruder",  für  den  im  Jahre  918  =  1512  auf  Befehl  seines  Bruders  Sa- 
llm  I  hingerichteten  Prinzen  Qorqud  ^)  zusammengestellt,  üeber  den  im 
Jahre  941  (heg.  13  Juli  1534)  verstorbenen  Verfasser,  nach  dessen  zwei 
Beinamen  die  vorliegende  Erzähluno;ssammlunof  auch  unter  den  Titeln 
Jlyc  vijLi'Ljuo  und  ^■:>\yi  Ji^  ci>Lsl5lL=»  vorkommt,  s.  man  üa/I/^-Chabert  S.  241 
Nr.  LXXXVl,  Hammer,  Osman.  Dichtkunst  II,  198,  Gibb,  Ottoman 
Poems  p.   192.     Vgl.  auch  Journal  d'Antoine  Galland  I,  41. 

Die  Sammlung  ist,  wie  auch  U.  X.  III,  185,  4  837  angiebt,  in  sieben 
Capitel  i_jLj  eingetheilt;  auch  in  der  vorliegenden  Handschrift  wird  dies 
(Fol.  4"  Z.  7)  gesagt,  thatsächlich  aber  fehlt  in  derselben  diese  Einthei- 
lung,  und  zwar,  me  es  scheint,  nicht  nur  deshalb,  weil  in  ihr  für  alle 
Ueberschriften   leere  Räume  gelassen  sind.     Der  Inhalt   der   sieben  Capitel 

')  Hs.  ^y^\ ,  Fol.  4»  Z    6. 

*J  nicht   ganz  deutlich;  sie  lautet:   (sie)    -^v*-'!   ^^r''    '■sjJU-'l    (J**J    o.*..il    cy-«J 
«jo«   (j    'T:?r^    Ijuvtj    lÄ«^^■^    J4J.Ä    jJJI    o-»^^   ^Jihj>£Ljo   ^\  i5•^^    tX»^   «-'  ^j-äi>oj 


ä)  Hs.   ^5^,  Fol.  2>'  Z.  6  V.  u. 


/;^' 


57* 


453         Türkische  Handschriften  461.  Erzählungen. 

wird   von  Hammer  a.  a,  0.  S.    199  Anm.    1    lateinisch,    von    Flügel  im 
Wiener    Kataloge    I,   4  27    türkisch    angegeben.    —    Andere    Handschriften 
finden  sich:    in   Wien  Nr.    44  2    und    443,    Paris    Nr.    394    und    Groningen 
(Leidener  Katalog  V  S.   281   Nr.   2715,2). 
Anfang:    vLiJo^iLIaJ    hLSI]   ^LScX^^    (1.    vLx^o^Lib)    I  jiaÖ    oölJi^  ;^>^'   ^^^i'b 

7  7  beschriebene  Blätter;  20,6  X  15  cm.  Gutes,  türkisches,  zum  Nas- 
tailiq  neigendes  Nasxi  mit  14  Zeilen  auf  der  vollen  Seite.  Abschrift  da- 
tiert vom  Rahii  11  1125  =  27  April  -  25  Mai  1713.  —  Fleckig  durch 
eingedrungene  Feuchtigkeit. 

461.    [Diez  A.  4«.   16.] 

Diese  Handschrift  ohne  Titel  enthält  die  unter  dem  Namen  der  ii_ajllaj 
&^Lä.  lO^JJ!  ».*3j  bekannten  Schwanke,  und  zwar  in  einer  anderen,  als  der 
gewöhnlichen  Reihenfolge,  vvie  sie  in  der  Uebersetzung  von  Decourde- 
manche  (Les  Plaisanteries  de  Nasr-Eddin  Hodja.  Paris  1876.  12™)  be- 
folgt ist;  diejenige  Erzählung  z.  ß.,  welche  hier  die  erste  ist,  ist  dort  die 
achtzehnte.  Die  vorliegende  Handschrift  ist  von  Dieterici  zu  seiner 
Chrestomathie  Ottomane  p.   31  f.  benutzt  (s.  das.   Vorrede  p.  II). 

Am  Ende  der  erwähnten  Uebersetzung  von  Deco urdeman che  wird 
eine  Bibliographie  der  Schwanke  Nasr  al-dln's  mitgetheilt;  ich  kami  noch 
hinzufügen:  eine  Ausgabe  des  Textes  mit  englischer  Interlinearübersetzung 
und  Anmerkungen  in  W.  B.  Barker's  Turkish  Reading  Book  (London 
1854.  8".)  p.  fv  — 1»1,  ehie  andere  Ausgabe  in  Wahrmund's  Osmanisch- 
türkischer  Grammatik  (Giel'sen  1869.  8°),  eine  in  Smyrna  1847  erschienene 
Ausgabe  mit  französischer  Uebersetzung  (Wiener  Sitz.-Berichte,  Phil.  Gl.  VI, 
232),  eine  Bearbeitung  in  deutschen  Versen  von  Murad  Efendi  (Olden- 
burg 0.  J. ')  8°.  Zweite  Auflage),  eine  neue  Ausgabe  der  Uebersetzung  von 
Decourdemanche  (unter  dem  Titel:  Sottisier  de  Nasr- Eddin -Hodja. 
Bruxelles  1878,  in  IG"")  und —  nach  Rieu  —  eine  in  Ipswich  1884  er- 
schienene englische  Uebersetzung  von  G.  Borrow.  Ueber  die  Schwanke 
vgl.  man  R.  Köhler  in  Orient  und  Occident  I,  431  und  764  und  H.  Ethe, 
Essays  und  Studien,  S.  233.  Was  Handschriften  betrifft,  so  finde  ich  die 
folgenden    verzeichnet:    Wien  Nr.   792    (vgl.    auch    794),    Kr  äfft  Nr.    171, 


')   die  „Widmung"   ist  datiert  von   „Konstantinopel,    1877". 


Türldsche  Handschriften  462.  463.  Erzählungen.         453 

Leiden  Nr.   502,    2715, i   (Groningen)  und   2813,    Paris   229,   236   und   395, 
Uri   35,2  und   39,   Rieu  p.    152*'  und   224\ 
Anfang:     -j  ^^IaJa  ijbo^j   (sie)  s^y^  ^y^  y^  >^  ■^)i^^}  J-f^J  o-:!^  wL  ^ 

22  beschriebene  Blätter;  20,5  X  16  cm.  Sehr  gutes,  durchaus  voca- 
lisiertes  Nas/l  mit  9  Zeilen  auf  der  Seite.  Am  Ende  datiert  vom  Jalu-e 
1197   (beg.   7.  Dec.    1782). 

462.  [Diez  A.  4°.  139.] 
Dieselben  Anekdoten  in  anderer  ßedaction.  Da  die  Handschrift  am 
Anfange  defect  ist,  so  beginnt  sie  mit  den  Endworten  einer  Erzählung;  die 
zuerst  vollständig  vorhandene  Erzählung  ist  diejenige,  welche  bei  De- 
courdemanche  als  Nr.  XLI  (p.  38)  erscheint.  Sie  beginnt  mit  den 
Worten:   ^jiLyi.   ^^yJiS  xäj.I    i— '^JI    y.^    >-?   ,jOvKLj   ('  x=»*.^    (J>^  t^  ojKä 

112  beschriebene  Blätter;  20  X  14,5  cm.  Gutes,  türkisches  Nasyi  mit 
11  Zeilen  auf  der  Seite.  Abschrift  datiert  vom  Jahre  1197  (beg.  7.  Dec. 
178  2).     Fol.   69''  ist  zur  Hälfte  leer  gelassen. 

463.     [Ms.  Orient.   4".    189.] 
Nochmals  dieselben  Anekdoten,  in  wieder  verschiedener  ßedaction.    Eine 
alte  Hand  hat  einem  grofsen  Theile  der  Handschrift  italienische  Interlinear- 
version beigeschrieben. 
Anfang:      wJjLJLw*/)    \JoI    jji^tXjl    iä£^    '—'y^  ^r^    "-^y^  U?^  y^  ootxs» 

'YM-jiyyXj     ^♦X^^li     5j.AU     ^^J 

13  beschriebene  Blätter;  22  X  15,5  cm.  Gewöhnliches,  deutliches,  vo- 
calisiertes  Nas/l  mit  9—11   Zeilen  auf  der  Seite. 


Eine  vierte  Handschrift  s.  in  Nr.  23,4  ^);  eine  einzelne  Anekdote  von  Nasr  al-din  Xivägah 
steht  in   Nr.   358. 


*)  Die  Handschrift  schreibt  stets  so. 

*)  Diese  Handschrift  ist    es  wahrscheinlich,    von    welcher    Vf.  Schott    in   „Orient  und 
Occident"  I,  764  spricht.     (Druckfehler:   „Dictische"  statt  „Diezische".) 


454         Türkische  Handschriften  464.  465.  Erzählungen. 

464.  [Diez  A.  4».  85.] 
Das  zweite  Bändchen  einer  Erzälilungssammlung,  übersehrieben  ooIsCä. 
(sie)  ^<XLÄ.  ^2ÄXl!(  ^cLj  ^i\  ^K  xXJ  (j^Us^  J^S'.  Die  Erzählungen  werden 
von  Bäy  ihn  Baräy  einem  Könige  der  Brahminen  »Li  ^A+ißjj  vorgetragen, 
welchem  also  wahrscheinlich  der  im  Titel  genannte  Name  Gul-i  kumäyün 
„Königliche  Rose"  zukommt.  Die  erste  Erzählung  handelt  v>-yi  ^J^  \C> 
^\   LL    ^j^y  Ü)'t"  '^■^^'    ^^^  zweite    2dJI    J^.^    ^S\   Jy)    «yly.^»>o    ^jLaj    ^i> 

Anfang:     J^f    'jj.**.8<Xg£    ^^^-w    J^^;^   i'^V    i^^^V^    *^   5t>JLs.    ....   ooKä 

5  0  beschriebene  Blätter  mit  Originalfoliierung;  19X14  cm.  Gewöhn- 
liches, deutliches,  türkisches  Nasyj,  mit  15  Zeilen  auf  der  Seite.  Abschrift 
datiert  vom  27  Muliarram  1150  =  27  Mai  1737.  Ein  Leser  aus  dem 
Jahre  1175  hat  sich  auf  dem  Rande  von  FoL  27''  eingeschrieben;  von 
einer  ähnlichen  Notiz  auf  FoL  25*'  ist  die  Jahreszahl  bis  auf  v^  väSxs  durch 
den  Buchbinder  abgeschnitten;  nach  Diez  hiefs  es  1160,  also  \»_}  tä5öo 
^Ji-^x.'l.  In  einem  kleinen  Siegel,  welches  auf  dem  Rande  der  letzten  Seite 
zweimal  abgedrückt  ist,  steht: 


vJ\ti>    wOijtM 


wobei  der  Imperativ  ^.jj  ausgelassen   zu   sein  scheint;   vgl.  Reinaud,  Mo- 
numens  Muselmans  du  Duc  de  Blacas  11  p.   216  nr.  92. 

465.  [Diez  A.  4».  6.] 
}i\jijj<f  &Xi\  &2yy  v:>j|<l=»,  eine  Erzählung  von  der  Liebe  des  Waraqah 
und  der  Gulsäh.  Sie  lebten  zur  Zeit  des  Propheten  '),  gehörten  dem  ara- 
bischen Stamme  der  iü.A*i  ^  *~»  an  und  waren  Geschwisterkinder,  indem 
von  den  beiden  Brüdern  Humum  und  Hiläl,  denen  unter  den  Arabern 
keiner  an  Tapferkeit  überlegen  war,  der  erstere  der  Vater  des  Waraqah, 
der  letztere  der  der  Gulsäh  war.  —  Eine  versificierte  Bearbeituno;  derselben 
Erzählung  ist  im  Britischen  Museum  vorhanden;  s.  Rieu  p.  209,  und  vgl. 
auch  p.    185\ 


')  8.  das  Ende  der  Erzählung. 


Türkische  Handschriften  466.  467.  Erzählungen.         455 

Anfang:     {^XmsJlkjJs  *^•^^  ^^  15^  stXJÜwÄ  JuLö  sjJj!!  ^jl-xv  ^^  ^yJy\  ooKi» 

61  beschi-iebene  Blätter;  21,5X16  cm.  Gutes,  vocalisiertes  Nasyl 
mit  13  Zeilen  auf  der  Seite.  Die  Abschrift  wurde,  wie  Diez  in  seinem 
Kataloge  angiebt,  für  ihn  in  Konstantinopel  gefertigt. 

466.  [Diez  A.   4«.   35.] 

Eine  ziemlich  sentimentale  Geschichte  von  der  Liebe  der  ÄrzU ')  und 
des  Qanhar  yüS.  Der  Inhalt  wird  von  Fleischer  zu  der  Leipziger  Hand- 
schrift Nr.  CCCXXX,2  (S.  5  48''  des  Kataloges),  welche  dieselbe  Erzählung 
enthält,  mitgetheilt.  Atich  in  Gotha  sind  zwei  Exemplare  vorhanden,  Nr. 
244  und  245,  in  Wien,  Krafft  Nr.  167,  eines,  und  ein  Druck  wird  von 
Hartmann  in  ZDMG.  XXX,  160,2  beschrieben. 
Anfang:    ij<i)^  ^j  oo'j;  ^^.y^  O^cH;^  U-^'-^^    ^"^^^-^.^.-^   (sie)  vjLjly 

JLiuiLc  X^  «LSÜ^Äjl  yi    ^jJuoJI    (sie)   VDyOCi.     8<X<il    ^5     jXMKiiyy^^    O^jIxä 

50  beschriebene  Blätter;  23  X  15  cm.  Flüchtiges,  kräftiges  Nastaüiq 
mit  9  Zeilen  auf  der  Seite.  Auf  einem  aufsen  aufgeklebten  Zettel  steht: 
t«At"    rh'.y»'   i^^il-^    I  'iyM>.xjc   {^mX£.   (c^I    ciOüvLS.«   Jjuc  j-y^^   (^ic)  yi:\^  i_}Lä5  . 

467.  [Diez  A.   8".   147.] 

Dieselbe  Erzähluno-.  Die  vorlieg^ende  Handschrift  stimmt  mit  der 
vorigen  selbst  in  den  Fehlern  so  vielfach  überein,  dafs  sie  beide  aus  einer 
gemeinsamen  Quelle  geflossen  sein  müssen,  wenn  nicht  gar  etwa  die  eine 
eine  Abschrift  der  anderen  ist.  Auch  der  Name  des  Mädchens  wird  hier 
wie  dort  ^>ä  geschrieben. 
Anfang:  ^o^^  ^y   oot;;    joL^-ä   ^Lv^j^>wCi   ^^i^bj    ^^Kf^jy^.^   (sie)   ijIj';; 

yi>»Jj>  ^cwLoLj.  jjiiw^As  ^^y-^  wLiuoLc 
98    beschriebene   Blätter;     16X^,5    cm.      Grofses,    deutliches,    neues 


0  Hb.  «_a5j_£,  was  doch  wohl  nur  schlechte  Schreibung  für  das  persische  ^\^  ist. 
üebrigens  schreibt  auch  der  gleich  zu  erwähnende  Druck  yöy£- ,  die  Wiener  Handschrift 
dagegen  .\J.  Die  Gothaer  Handschriften  schreiben  beide  yöj.£.,  die  eine  (Nr.  244)  da- 
neben auch  v.jX  (gleich  im   Anfang). 


466         Türkische  Handschriften  468.  469.  Erzählungen. 

Nas/l  mit  9  Zeilen  auf  der  Seite.     Auf  einigen  vorgeliefteten  Blättern  un- 
bedeutende Schreibereien. 

468.     [Wetzstein  II,   1733.] 
Auf  Fol.   86"— 87"  dieser  sonst  arabischen  und  persischen  Handschrift 
stehen  ein  paar  kurze,    mit  Versen  o^sue  untermischte  Erzählungen    in  tür- 
kischer Sprache.     Die  erste    beginnt  mit  den  Worten:    ^^xo  yj  »tX^uvU  ^L3^> 
iuÄ-Ä.4.-!&   ^\^y.=>.    ^ÄxtySl    i_ä.<i.5    i^y^  t^'^-^!^}   ej'*^"*   U     ^       jj'™^-*   '^  ^5^:?'  )^) 

Flüchtiges,  doch  deutliches  Nastaülq ;  Gröfse  der  Blätter :   2 1  X  1  ^  cm. 

460.  [Ms.  Orient.  4".  272.] 
[Ui.Myi_  i.Jks\  die  Erzählung  von  Yüsuf,  dem  Joseph  der  Bibel,  in 
Form  eines  fortlaufenden,  paraphrastischen  Commentars  zur  zwölften  Sure 
des  Qw'än,  deren  Worte  satzweise  schwarz  geschrieben  und  roth  übei-- 
strichen  mitgetheilt  werden.  Als  Verfasser  (wiJt3JLj  ovä«JI  vaüj  iXaä  ^ 
j.A.(aiiÄJf. )  nennt  sich  Fol.  2*  Z.  3  ein  gewisser  Muliammad  ihn  IbrüJdm. 
Derselbe  beruft  sich,  als  auf  seine  Vorgänger,  auf  vier  türkische  Dichter, 
welche  erzählende  Gedichte  von  der  Liebe  des  Yüsuf  und  der  Zallyß  ge- 
schrieben haben;  nämlich  (Fol.  2"  Z.  8  v.  u.):  KamOlpa^azädah  (f  941, 
beg.  13  Juli  1534;  Gotha  Nr.  210),  Öamdl  (f  909,  beg.  26  Juni  15  03; 
Gotha  Nr.  190),  Yalhja  (f  um  990  oder  15  82;  s.,  6.  X.  VI,  519,  14500; 
Göttweih  Nr.  10;  Journ.  Asiat.  1869,  II,  75  Nr.  29)  und  Öcigin  (d.  i. 
Sinän  Beg,  lebte  unter  Bäyazid  U,  reg.  886  —  918  =  1481—1512,  nach 
Hammer,  Osnian.  Dichtkunst  I,  219).  Der  Verfasser  kann  also  frühstens 
als  Zeitgenosse  des  Yaliyä  gelebt  haben;  in  der  That  wii'd  am  Ende  als 
Jahr  der  Abfassung  994  (beg.  23.  Dec.  15  85),  und  zwar  sowohl  mit  Zahlen 
als  auch  mit  dem  Tcerix  &ÄJ>.i  (j>a-o.j>  ^«^^»1,  angegeben.  —  Eine  andei'e 
Handschrift  dieser  Erzählung  ist  mir  nicht  bekannt:  auch  finde  ich  die- 
selbe bei  Zz.  X.  nicht  erwähnt. 

Anfang:     Jjl    '^^'.jLs  --j  ^'^^^    'ub'r*   '^'■■^   (j'/-^'  ^   (ja^äüJI   ^jm^   j»I.äj 

'  sS^y^l^    '^));'    ^^^■^    y^^    |*:?<^    )'^^ 

136  beschriebene  Blätter;  20,5  X  13  cm.  Eegelmäfsiges,  doch  oft  recht 
schwer  zu  lesendes  Dlwänt  ohne  Vocale;  die  arabischen  Stellen  mit  Nas/l 
geschrieben,  welchem  einzelne  Vocale  beigegeben  sind.  Die  Seiten  mit 
rothen  Linien  umzogen.     Auf  Fol.   1"  steht  „Berault". 


Türkische   Handschriften  470.  471.  Erzählungen.  45* 

470.     fDiez  A.  Fol.    18.] 
Ein    am   Anfange    defeeter  Band    eines  Romanes    von    Sulaimän.    d.    i. 
dem  Könior  Salomo.      Mit  häLü  .  .  .   eingetuhi't   werden   citiert:   i^ylx  ■^\^, 

iv^,  ^l-  j^jpb-,  (?)  ^aaT  ci:U^Iäs.I|  _^jL=f  (Fol.  20"),  ^^LdAj  j^^b.  Es 
ist  vermutlilich  ein  Stück  aus  dem  jwLj^UaXw,  dessen  unvernünftige  Länge 
seinem  Verfasser  Firdausl  den  Beinamen  des  „Langen"  ^^jS;'  eintrug.  Er 
lebte  unter  Bäynztd  II  (reg.  886-918  =:  1481-1512);  s.  über  ihn  und 
sein  Werk  Hammer,  Osman.  Dichtkunst  I,  27  6  und  Rosenöl  I,  XV 
ur.   vi;   vgl.   auch   Gotha  Nr.   Nr.    ll,i,    208   und    242. 

Anfang :     ^^\j^  ij-^*^*^  ^t>.j|Jö^  «JS;^  ^^-»-h^  I^^'t^)  ^'^^  if^V/^ 

4  9  beschriebene  Blätter;  27  X  18  cm.  Erst  gutes,  dann  (Fol.  41  — 
46)  schlechtes  Dlwom  mit  25,  zuletzt  gutes  Nasxl  mit  23  —  32  Zeilen  auf 
der  Seite.  Auf  Fol.  4  8"''  und  49"  i.st  die  oberste  Zeile  beim  Beschneiden 
der  Handschrift  fast  ganz  verloren  gegangen.  Schmierereien  auf  dem 
Rande  von  Fol.  3  7',  Löcher  eingebrannt  in  Nr.  29  und  47;  überhaupt  ist 
die  Handschrift  schlecht  gehalten.  Am  Ende  steht  das  Datum  (i)l«"l  (beg. 
14.   Juni    1733). 

471.     [Ms.  Orient.   4".   631.] 
Fragment    eines    in    Prosa    .ij    und    MaOnaiot-  Versen    |»iaj    abgefafsten 
Romanes  von   den  Tliaten   Alexanders  des  Grofsen,  auf  Fol.    l*"  von  fremder 
Hand   c-oolj  jjokj  Jül   .3   vlXäjCI  genannt;  nach   der,  von  wieder  anderer  Hand 
auf  Fol.    I""  geschriebenen  Bemerkung  vtViC^JI  Ia  <yks>  soll   es  der  18"^  Band 
.sein').      Vgl.    Dresden   Nr.    16   und    2i,i,    Leipzig  Nr.    281    und    282,    Wien 
Nr.    796   (H,   30)  und   Krafft  Nr.    163,  Münclien   Nr.    174,   Uri   Nr.    7. 
Anfang:   vL   ^\    Js^^   *^tVj,.>   ^U-''  ;->-^;'      ^  ;')   *>^  ^^^   i^-^  xi-tus.   ^^   -j 
Ende:      «Jvbo   |j^S.js   »i>_io   jiUai    *^  .tVJlj     «^j-^   )jJ  ^cXj' 

83  Blätter,  deren  erstes  nicht  zum  Roman  gehört;  20  X  14  cm. 
Rohes,  vocalloses  Nas/l  mit  1 5  Zeilen  auf  der  Seite.  —  Was  das  erste 
Blatt  betrilFt,  so  steht  auf   fol.   r.  desselben  zunächst    die  oben   mitgetheilte 


')   oft   erwähnt   und   stets   so,   nicht     »Äüx    geschrieben.      Vgl.    H.  X-   ü,  138,    2267    und 
dazu   VII,   656. 

')    Auch    auf  <ler  ersten    und   auf  der   letzten   Seite   steht   oben   die  Zahl  Ia   — 

Tttrkiacbe  Kjodschritten.  58 


458  Türkische  Handschriften  472.  473.  Erzählungen 

Angabe  des  Bandes,  und  darunter:  ^Lil  ^^'  Lei  tX^^I  (sie)  ^Liw~j  »JOj 
IMv  xa^  ^.Äf  ft^  ^  ^cX>^(  JvÄ  (22  MuRarram  1197  =  28.  Dec.  1782);  auf 
fol.  vers.  die  oben  mito-etheilte  Titelanffabe  mit  dem  üatum  des  IZ.  Rabli 
11  1197  ;=  18  März  1783,  und  darunter  Lei  Jl«^:»!  .  Wie  ich  soeben  sehe, 
steht  auch  hier  noch  einmal  u  (sie)  ^jJL=> .  —  Auf  Fol.  69"  ein  Siegel- 
abdruck. 

472,  [Diez  Fol.  17.] 
Diese  Handschrift  enthält  einen  Band,  und  zwar  der  Ueberschrift  JJU» 
(!)  |vÄAiMi  zufolge,  den  sechsten,  eines  Romanes  von  Alexander  dem  Grofsen 
(j^xjJüi  .3  oder  sLi  >J>.aJCvuI),  Plato  ^Jai^jl,  Aristoteles  j^\JaX^\y  u.  a. 
Einem  Abschnitt  in  Prosa  Ja  folgt  stets  ein  solcher  in  Versen  fjäj ;  die 
ersteren  werden  gewöhnlich  mit  den  Worten  «äÜ^'  jLä^I  ,  selten  mit  ^.1» 
luöjyji  eingeleitet.  Es  ist  offenbar  ein  Band  desselben  Romanes,  von  wel- 
chem der  Schlufsband  in  der  Wiener  Handschrift  Nr.  796  (11,  30)  ent- 
halten ist.  —  Am  Ende  defect. 
Anfang:    »tXJL-..    «.j    w^j    aJl,j=>«    ^^     JsLk-yi    j^-a-XIs.    ,j*Ä-JLiaÄ<w k    insxfjs    jLcwmI 

Ende:     |.^i^i'l  &*«vlj  ^^^j^xje  si>j^         ^ykS^o  jy^kx*»,  ^jic>S 

206  beschriebene  Blätter;  25  X  ''^  *^i"-     Schönes,  durchaus  vocalisiertes 
Nas/l  mit    17   Zeilen  auf  der  Seite.      Fol.    187   i.st  unten  eingerissen. 

473.     [Petermaiui   4  88.] 
('  iuoLij.ÄÄÄ,  der  erste  Band  einer  türkischen  Bearbeitung  des  bekannten 
arabischen  j'-4n/ar- Romanes,    über    welchen    man    vgl.    das    zu    den  Gothaer 
arabischen    Handschriften  Nr.    2435  —  75    (IV,   363)    Gesagte;    auch    andere 
Handschriften  der  türkischen    Bearbeitung    werden    dort   aufgeführt  ^).      Der 
türkische  Bearbeiter  nennt  sich  nicht;    die  eingestreuten   Verse  sind  gleich- 
falls in  das  Türkische  übersetzt,  nicht,  wie  in  der  Bearbeitung,  aus  welcher 
die    Dresdener    Handschrift   Nr.    12    ein    Fragment    enthält,    im    arabischen 
Originale  mitgetheilt. 
Anfang:      -Ui^x  jj   ^^d^^yn  \j^&3yJi  (^L=»           i*^^  ^^-«sLs»   m_  ^^4XjUa*>*j   s^ 
(noch   sechs  Bait) 


')   So   iuif  Fol.    1*   genannt;   auch  die  Bezeichnung   als  erster  Baml    J.l    jJl^    steht    dort. 
*)   Düüu    koaiuit  jetzt   noch   eine   Handschrift   im    Lrit,    Museum,   Rieu   p.    215*. 


Türkische  Handschritten  474.  475  Ereähiungen  459 

j^  ^^zj\,  sy.-iJi5  ^i*ji  ^^  >jj  jwUi  |»A^yi  e;.*^yi  «jui  |v~o 

f^O^y^   'J^-')^)    "-^    ^'    kj'-**^'    "-f"^^^    *^''    >i^j    '^♦■^    ^-syj;    ljJ^-y~ 
joUsj    iU^^j    c^LS'  (?)   ^tXi^    pjl    ^    JI^_äI    iicijJw-,    ^^'13^    JLc 

«5'  ^^wl-ci-^Äjl  ijLoj  ^j^st  «-Ijj'  «»j JCok 
159  beschriebene  Blätter;  29  X  19,^  «'"•  Flottes,  deutliches  Nastaülq 
ohne  Vocale  mit  23  —  25  Zeilen  auf  der  Seite;  am  Ende  defect,  wo  die 
letzten  Worte  lauten:  io\  ^jj^  r^''*'?'  ^^^  ~->}<^}  -M  '^  ^^  y->  i)^  lj'-^ 
^Jo^.  —  Vom  ersten  Blatte  ist  ein  kleines  Stück  ausgerissen  und  durch 
weifses   Papier  ersetzt. 

474.  [Petermann   489.] 

Der  zweite  Band  desselben  Exemplares;  auf  Fol.  1'  steht;  ^U  jJLa. 
icobJOÄ.  Am  Ende  hat  eine  fremde  Hand  angemerkt:  ^JJ.I  ««Uj;  nicht 
nüt  Recht,   wie  es  scheint,  da  die   letzten  Worte  lauten  ^owi^^j   »iL^i  läS-Le 

stXiJjl    &jlj^    V^.*^   vS)^*^   lA>^    *-'^'   iy^'.?^5   '^r^'^.5'  • 

146  beschriebene  Blätter;  uniform  mit  ^ev  vorigen  Handschrift.  Auch 
hier  ist  das   erste   Blatt  etwas   beschädigt   und  ausgebessert. 

475.  [Petermann   5Ü5.] 

^5vLc.  JUaj  tXl*JI  v_jUr,  der  Roman  von  dem  fabelhaften  türkischen 
Nationalhelden  Saiyid  Battal,  von  einem  Ungenannten  in  wenig  eleganten 
Gedichten  vei-schiedener  Form  und  verschiedenen  Versmafses  erzählt.  Dieser 
Roman  ist  (nach  der  gewöhnlichen  Redaction  in  Prosa)  zuerst  von  Fleischer 
hl  Ber.  der  K.  Sachs.  Ges.  184  8  (LI)  S.  35  und  150  (=  Kleine  Schriften 
IH,  22öf.)  ausführlich  besprochen  und  dann  von  Et  he  vollständig  übersetzt 
woi-den '),  während  eine  von  !■  leischer  in  ZDMG  IV,  471  in  Aussicht 
gestellte  Ausgabe  des  Textes  mit  Uebersetzung  nicht  erschienen  ist.  Von 
der  vorliegenden  metrischen  Bearbeitung  ist  mir  eine  andere  Handschrift 
nicht  bekannt;  die  Prosa  Redaction  ist  bereits  zweimal  gedruckt:  einmal 
o.  O.  u.  J.  (Lithographie,  s.  ZDMG  XXX,  164,8),  das  anderemal  in  Kon- 
stantinopel 1282  (s.  Journ.  Asiat.  1868,  I,  4  78);  handschriftlich  ist  dieselbe 
in  Dresden  Nr.  104   und  123,  Leipzig  Nr.   284   und   307,2 '),    Wien   Nr.   801 

')  Die    Fahrten    des    Sajjid    Batthäl.      Eiu    alttiirkisiher  Volks-   und   Sittenromftn.      Zum 
eretenmale  vollständig   üliersetzt   von   Hermann  Ethö.    2   Bde.     8*^.     Leipzig   1871 

*j  Die   von  Et  he  angegebenen  Nummern   218  und  219  sind   die  des  Accessionskutaloges. 

5H» 


460  Türkische  Handschriften  476.   477.  Erzählun8:en. 

(II,  33),  St.  Petersburg  (Manuscrits  et  xylographes  Nr.  577  und  Asiat. 
Museum  S.  207),  Paris  Nr.  318,  338-342,  Oxford  Uri  Nr.  22,  Upsala 
Nr.  407,6,  im  Brit.  Museum  (Rieu  p.  214'')  und  —  nach  Dorn  in  Ma- 
nuscrits et  xylographes  p.  522  —  in  Hamburg  Nr.  261  vorhanden;  eine 
Handschi-ift  einer  Redaction  in  tatarisclier  Sprache  endlich  besafs  Fleischer 
(s.  Ethö,  Vorrede). 

Anfang:  ^juw  ^^tVl^'  vj*^*)*^  ^^  t^r?  ^^  '^^•^'•f.  ^'^  Jj'  (?)  \S-j^  t5«^<^ 
159  beschriebene  Blätter;  31,5X21  cm.  Derbes,  unschönes  und  oft 
wenig  deutliches  Nastalliq  mit  19  gespaltenen  Zeilen  auf  der  vollen  Seite. 
Am  Ende  steht,  wie  es  scheint  von  fremder  Hand  geschrieben,  die  Jahres- 
zahl 1242  (beg.  5.  Aug.  1826),  und  daneben  ist  ein  Siegel  mit  der  In- 
schrift ^JUö  »iXaä  und  der  doppelten  Jahreszahl  1150  und  1261  abgedrückt. 
Tälib  ist  der  Name  des  Schreibers,  welcher  sich  in  der  Endschrift  ausführ- 
licher Ul   ^^iia^K   (!)   tUxib-  ^x J.4i>  ^^'   ^f/J'    ('.)  ^5^^!^    ^^^    ^ 

(!!)  (.iLw  Jo^o   .>1Jou  3  (!)  ^^.ArLJI  nennt. 

476.  [Petermann  490.] 
xxb^jLcw^i ,  dieselbe  Erzählung  von  Qahrmän,  dem  Sohne  des  Tah- 
müraO,  vollständig,  von  welcher  in  den  Gothaischen  Handschriften  Nr.  254— 
25  7  Fragmente  enthalten  sind.  Ueber  den  Inhalt  vgl.  man  Fleischer 
zur  Leipziger  Handschrift  Nr.  CGLXXX  inid  Mohl,  Livre  des  Rois  i 
p.  Lxxv.  Noch  andere  Handschriften:  Wien  Nr.  7  99  (H,  3  2),  Paris  Nr. 
321,  343  und  344.  Vgl.  auch  Nr.  1039  des  Kataloges  der  persischen 
Handschi-iften. 

Anfang:     ^\^   u*-*)-'?'  C'*)  ts^r';'^'  "^^'j;  ^-7^  7^^';   "^^  ^•♦^   (' Lr^/-!* 
^tXi  Ja  ^   Uj(Xy  (sie)  J^Ux  ääLä  täSwLiyc  ^^AS'  ^^\  ^^^  ^M*^ 

113    beschriebene    Blätter;    31,5X22    cm.      Grofses,    kräftiges,    nicht 
sehr  deutliches  DlwävJ  mit    14   Zeilen  auf  der  Seite;  neu. 

477.     [Ms.  Orient.   4^   378.] 
Eine    andere    Redaction    desselben    Romans,    in    der    Ueberschrift    als 
^Lc -^i"  ^^Lä^IiJ  bezeichnet.      Die  Einleitung  und  die  Xätimah  sind  in  Versen 
abgefafst;  die  erstere  beginnt  (sie): 

')   Tgl.   Fleischer'»  llittheilungen  über  die   Leipziger  Handschrift. 


Türkische  Handschriften  478.  479  Erzählungen.  461 

Die  eigentliche  Ei'zähluiig  ist  dann  in  Pr^sa  abgefafst  und  beginnt  mit 
den  Worten:   ^S\    ^aj    (sie!    1.  o/^  ji^ )    o^cXiy^v   ^i^.i'Ljj  jJU  «pJ^I^'  <jI-J)I; 

i.1    cyJj     Jjl     ivaS'    r-'^4^.'     ^^'j;     ^^     kJ*^?"^     i^^j*^     Jl-»il^     UJ"^?^  f"/^    J'^'- 

Hiernach  scheint  es,  dafs  die  vorliegende  Redaction  des  Ronianes  wesent- 
lich dieselbe  ist,  welche  in  der  Wiener  Handschrift  (Nr.  799;  II,  32)  ent- 
halten ist. 

178  beschriebene  Blätter;  21,sX  •&  ^^^-  Gutes,  deutliches  Dlwäni- 
nasx^si  ohne  Vocale;  15  Zeilen  auf  der  Seite.  Abschrift  von  lAli  XicQ^ah 
ihn  Sulaimän  am  24.  MuJlarram  1126  (=  9  Febr.  1714)  vollendet  für 
Ihrühwi  Äya  ihn  aJ  hä^fi  Ra^ab,  welcher  im  Stadtviertel  des  Buchhändlers 
MuRyl  al-dln  wohnte,  ^^(X"  ^^-ss-  oLk?  sX^sj  (Hs.  ^jj^L»)  ^^l-,. 

478.     [Ms.  Orient.   4".   633.] 
Nochmals    derselbe  Roman,    in    einer    dritten    Redaction,    welche    nach 
einer    der   gewöhnlichen    Doxologien    mit    den    Worten     beginnt:    ^^^5';    ^^ 

.  .  .  sLii^L  -j  ^JoLclwAJ'.  Von  dem  ersten  Blatte,  welches  aufserdem  auf 
den  Vorderdeckel  aufgeklebt  ist,  ist  ein  ziemlich  grofses  Stück  ausgerissen ; 
daher  die  Lücke    nach    dem   Worte    »LioL.     Die    üeberschrift    lautet   ^LäT 

114   beschriebene  Blätter;   21  X  16  cm.     Verschiedene  iVasteJ/f^-Hände 

mit   13  Zeilen  auf  der  Seite.     Am  Ende  steht  das  Datum  &* IL  d.  i.  1127, 

beg.  7.  Jan.  1715.  Auf  der  letzten  Seite  eine  russische  und  eine  arme- 
nische Bemerkung. 

471).  [Diez  A.  4".  101.] 
Diese  am  Anfang,  am  Ende  und  mehrfach  auch  im  Innern  defecte 
Handschidft  enthält  ein  Fragment  eines  Heldeiu'omanes  aus  der  pei'sischen 
Geschichte;  die  einzelnen  Capitel,  deren  Ueberschriften,  wie  überhaupt  alle 
Rubricationen,  fehlen,  pflegen  mit  den  Worten  ^Ij-*»-!  (ji^JJ^j  iW^'  u'^^i'; 
JptXjl  o^lj,  *JL>^  ;^5;  cJ^*-'*"^?  '^^^^'  S'^^'^  ähnlich  zu  beginnen;  einen 
grofsen  Raum  nehmen  Beschreibungen  von  Schlachten  ein.  Die  Darstellung 
scheint,  wie  das  bei  solchen  Romanen   nicht  selten  der  Fall  ist,    eine  ana- 


463         Türkische  Handschriften  480.  Erzählungen. 

chronistische  zu  sein;  denn  es  ist  bald  von  den  Heeren  des  Islam,  bald 
auch  wieder  von  Personen  aus  der  altpersischen  Heldensage,  wie  TalimüraQ 
und  DaJiRük,  die  Rede;  auch  ein  König  von  Hindostan,  ein  Mädchen  na- 
mens XurMd  Juuiyb.  u.  a.  in.  spielen   eine  Rolle. 

Anfang:     ^S' tVcj  "i^  r?  u'^^J  i^«^?'  )jy^  '■^^  ^^)^ 

Ende:      ^d^^  Jjl   ji'l    (?)    ^\    ^^Je   j^y^   >^}    -SjiJ  ^_.,^xjjj^l    ^d^^Ja. 

5  6  beschriebene  Blätter;  20  X  15  cm.  Schlechtes,  schwer  zu  lesendes 
Diwäni  mit  23  Zeilen  auf  der  Seite.  Wie  die  vorhaiidene  Originalfoliierung 
ausweist,  fehlen  am  Anfange  neun  Blätter,  so  dafs  also  das  Vorhandene  mit 
Fol.  |.  beginnt;  ferner  fehlen  Fol.  u  und  it,  ri'  — rv,  t^l,  «.  und  vf  — v»'. 

480.  [Ms.  Orient.  4".  634.] 
Ein  am  Anfange  defecter  Band  eines  ganz  in  Prosa  (ohne  Beimischung 
von  Versen)  geschriebenen  Heldenromanes,  in  welchem  Fzröz-Säk,  Muzaffar- 
Säk,  Kmnän-Sak,  Malik  Bahman,  Bahzäd  u.  a.  die  Hauptrollen  spielen. 
Der  Band  scheint  demselben  Romane,  wie  die  Gothaer  Handschiift  Nr.  253 
anzugehören.   —    Auf  einem    vorgehefteten   Blatte    steht  (genau  so):    v.y.ÄL3 

wj   tX^Ä.    _.i   j-5t>   (sie)   it^^kj   ^.aAJ-i)    JuaÄx    iü^i>\    <^y^y<!    ^»-'tVxi    iuij    ^L^xJL«/   Kätsj 
oo  sjyj ,  und  darunter,  von  anderer  Hand  und  mit  anderer  Dinte  geschrieben : 
jO-HÜ^  äa^J^I  v^iJUi:  (1124,  beg.   9.  Febr.    1712). 
Anfang:     lud  ^^  )ir^  j-^'J^j'   ^^'j;  *^*^:?'  ^^  J5'  r')^^*  '-V  *■? 

153  ')  beschriebene  Blätter;  21X15  cm.  Gutes,  kräftiges  Ditoäni  mit 
21  Zeilen  auf  der  Seite.  Nach  Fol.  9  2  folgt  ein  leeres  Blatt;  Fol.  9  2 
und  93  sind  nur  zum  Theil  beschrieben.  Abschrift  datiert  vom  Neumonde 
sie  des  Muliarrain  (1)124  =  9  Februar  1712.  —  Auf  den  unteren  Rand 
von  Fol.  1"  hat  ein  Armenier  eine  Bemerkung  aufgeschrieben;  ebenda  oben 
ist  ein  Siegel  mit  ^ia.<^>c  abgedrückt,  auf  Fol.  Iv"  unten  ein  anderes,  in 
dessen  einer  Abtheiluiig  steht:  oben  sju^e,  unten  iX^»=^l,  rechts  «Ää  ^x  wc, 
links  *Jo  ^  Jö  (vgl.  Reinand,  Monumens  du  Duc  de  ßlacas  H  Nr.  118, 
abgebildet  auf  PI.  IV). 


')  Eine  vorhandene  Foliierung  geht  biß  151,  weil  mit  fl ,  if  und  llf  je  zwei  Blätter 
bezeichnet  sind,  dagegen  ti^tt  überhiipft  ist.  Als  die  jetzige  Foliierung  beigeschrieben  wurde, 
tV'hlte   der   Aufiuig   der   Uaudschrill    bereitci. 


Türkische  Handschriften  481-483.  Erzählungen  463 

481.  [Ms.   Orient.   4".    636.] 

V^ier  nicht  gebundene,  sondern  in  einen  Umschlag  zusannnengelegte 
Fragmente,  von  welchen  die  drei  ersten  (2o,  8  und  21|  Blätter)  ofifenbar 
demselben  Romane  angehören,  von  welchem  ein  Band  in  der  vorigen  Hand- 
schrift enthalten  ist;  wenigstens  sind  die  hauptsächlicli  auftretenden  Per- 
sonen auch  hier  Flröz-Säh  und  Mah'k  Bakman.  Das  vierte  Fragment  (vier 
Blätter  von  29X19,6  cm  und  deshalb  zusammengefaltet)  scheint  einem 
anderen  Romane  entnommen  zu  sein,  in  welchem  ein  Sarafräz-Mli  und  eine 
XwarSed  Bänü  auftreten. 
Anfang  des  ei-sten   Fragmentes:   JL}i>iLiL   i*-^^   s^^^Le  (sie)  ^XäTI^^  i^r'-'' 

Verschiedene  Hände;  die  des  vierten  Fragmentes  recht  schlecht;  Gröfse 
des  Umschlags:   24X1  "^5'   cm. 

482.  [Ms.   Orient.   A\   635.] 

1.  Fol.  1—24:  Fragment  eines  Romanes,  in  welchem  neben  dem  Sl- 
mury,  dem  Sähib-qirän  (Timürl\  einem  Bahräm  Dew  auch  ein  Sarafräz- 
Mh  eine  Hauptrolle  spielt;  das  Fragment  ist  deshalb  vielleicht  demselben 
Romaue,  wie  das  viei-te  Fragment  der  vorigen  Handschrift  entnommen.  Auch 
Papier  und  Schrift  sind  ähnlich,  das  Format  (23  X  18,6  cm)  freilich  ist 
verschieden. 

Anfang:      vJJLst  (sie)  jJUä  *"'/^  ^^aäLa  ^j^^^a.*«  r^^ 

2.  Fol.  25*'  bis  zu  Ende:  noch  ein  Band  des  Romanes  von  Ftröz-Mh 
und  Malik  Bahvian,  welchem  die  voi-vorige  und  die  drei  ersten  Fragmente 
der  vorigen   Handschrift  angehören. 

Anfang;      ■^^y^  ^-V^'   15^-    r-*^'   *^  i*^';^   *^^)j'  7^  '^f^-  ^ 

105  beschriebene  Blätter,  von  welchen  das  letzte  nur  einige  Bei- 
schriften enthält;  Nr.  1  mit  schlechtem,  1 5  zeiligem  iVa.sta?Z?^  auf  bläuliches 
Papier,  Nr.  2  (23,6X16»'  ^™)  '"i*  rohem,  gleichfalls  15 zeiligem  Nas/l 
geschi-ieben. 

483.     [Sprenger    165  3.] 

Ein    in    osttürkischer    Sprache    abgefafstes    Feen-    und    Heldenmärchen, 

in  welchem  eine  Fee  namens  Zalfarän  Pari  die  Hauptrolle  spielt;  daneben 

treten  aber  auch    ein  König  Firöz-baxt ,   ferner  Mährü-dänüwar  Xän,  Nau- 

bahär  Sah,  Xu^astah-aytar  und  andere    Personen    auf.      Als   Verfasser    wii-d 


464  Türkische  Handschriften  484.  Erzählungen. 

sowohl  auf  der  Titelseite,  als  auch  in  der  Endschrift  ein  gewisser  Mirza 
QaUl  genannt.  An  ersterer  Stelle  heifst  es :  kwc  oLu-^j'  »jL*«*il  Sjs  jüLwn 
JjUS,  an  letzterer:  |.l*j  (' ^LÄ.^^_w  t^A-ö^^.  (j'r**)  *^-  15*^'-^'  '^^^'j^} 
xt>  vJLiJ»  >-äAÄ.<aj'  j^l  JwAÄj  IvwX'  jv-^S' ^5tXJ^ .     S.  Brit.  Museum,  Rieu  p.  283'',  11, 

Anfang:     *aS     _J|^jJOj'  J.I   (^aX^-cIx^.   ;^jjyLz«iki'  u!^*>«  wj 

79  beschiüebene ,  mit  Originalpaguiierung  (bis  tov)  versehene  Blätter; 
21  X  15,5  cm.  Gutes,  ganz  neues  Tailiq  mit  13  Zeilen  auf  der  Seite; 
europäisches  Papier  mit  dem  Stempel  184  7.  Auf  Fol.  l'*  steht,  von 
Sprenge r's  Hand  geschrieben:  „A  story  in  Chagatay  Turkish  by  Mirza 
Qätil"  (sie). 

484.  [Diez  A.  4».  15.] 
Auf  einem  der  Aufsenseite  des  Vorderdeckels  aufgeklebten  Zettel  steht: 
i»<ii  nJ  «jI^  ^5^j'  sjwJoLov  (sie)  yaääaj  (sie)  ^LxiüL)  ^j\jtx>oy  J.*-iL».  ^';ye- 
„Es  sind  dies"  —  um  im  Wesentlichen  mit  Diez'  Worten  zu  reden  — 
„zwei  Märchen,  deren  ei-stes  die  Nachstellungen  betrifft,  welchen  iAli,  der 
Schwiegersohn  MuJiammad's,  von  Seiten  des  Harib  wjvä-,  Oberherrn  der 
Festung  Saläsil,  ausgesetzt  gewesen,  und  die  sich  mit  Eroberung  der  letzteren 
endigen.  Das  zweite  fängt  damit  an,  dafs  ein  König  von  Saniän,  ge- 
nannt Abu  Said,  im  Traume  die  Erscheinung  gehabt,  dafs  er  in  die  Hölle 
kommen  würde,  wenn  er  sich  nicht  dui'ch  die  Annahme  des  Islams  retten 
lasse;  da  er  sich  nun  hierdurch  habe  bewegen  lassen,  kurz  vor  seinem  Tode 
seinem  Sohne  aufzutragen,  sich  nach  al  Madvnah  zu  MuVmmviad  zu  begeben, 
um  sich  zu  dessen  Religion  zu  bekennen,  so  habe  der  Sohn  dies  gethan 
und  sei  bei  MuHammad  verblieben,  welcher  dann  damit  geendigt  habe,  das 
Land  Saniän  zu  erobern.  In  beiden  Erzählungen  erscheinen  Teufel  und 
Engel,  es  sprechen  Thiere  und  es  ereignen  sich  andere  wunderbare  Dinge", 
u.  s.  w.     Die  zweite  Erzählung  beginnt  auf  Fol.  22''. 

Anfänge:     yc    '|j.AjLjtJI  Z>y    sl}    iX^jil    Jk*«i^.Ao  isi   ^'^V^   c^^-iJ  (sie)  ^^jLKä 

und:      (j*>)^  y^}  <^^^)  *^J^  ';'^W    (^^^)  ^^'t^'^}  S^'  c'^'^J  ';'-?-=''  ij^;'; 

'U,l  ^^^   'LuJi   ^^UaJLv    jy 


*)  vsSc^wM   bei  Pavot  de  Courteille  und    tiS^ww   bei  Zenker,   „die  Erzählung". 


Türkische  Handschrifteu  485.  Erzählungen.  466 

50  beschriebone  Blätter:  20, s  X  '  •'i  <'"'•  Gutes,  türkisches,  vocalisiertes 
Nas/l  mit  II  Zeilen  auf  der  Seite;  die  Seiten  mit  rotheii  Linien  umzogen. 
Abschrift  datiert  vom    14.    Bainadän    1184    =    1    Januar    1771. 

485.  [L>iez  A.  4".  61.] 
Der  Schlulsband  einer  romanhaften,  mit  vielen  Versen  untermischten 
Erzählung  von  dem  Tode  de.s  IJ usain,  wie  solche  den  Titel  ^a.-*^.  Jjcäx 
zu  tragen  pflegen;  auch  der  vorliegenden  Handschritt  ist  dieser  Titel  auf 
dem  Schnitte  und  auf  einem  aufsen  aufgeklebten  Zettel  beigelegt.  Die 
vorhandenen  Capitel  tragen  die  üeber.schi-iften  :  l)  Fol.  l"*  ^ijuift  (?)  |wL^ 
>AjI  ^Lj  ^'^L^  —  2)  Fol.  15"  ^Lo  ,j.5lvjy  Ajl^bj'  ^OxG  ,aW,«.i.  ^Lcl 
.Jol  —  3)  Fol.  30°:  ("  ;tXj'  ^Ia:  ^.wJljvLä'  idjl  ('  Jojj  ySiiJ  üW-^^i»  cj~«ii^  — 
Xätimah  (Fol.  ()4^:  ^Jol  ^^Lj  ^jJ^cXäS'  x^Li  ^\äaj  JjcI  o.-l^tXiS'.  Die  Zahl- 
wörter, welche  in  den  Ueberscliriften  dem  Worte  ^b  beigegeben  waren, 
sind  Uberschmiei-t,  ofienbar,  um  den  Käufer  der  Hand.sehrift  nicht  merken 
zu  lassen,  dafs  dieselbe  nicht  ehi  vollständiges  Werk,  sondern  nur  das  l'^nde 
eines  solchen  enthält;  l)ei  2)  und  3)  läfst  sich  aber  noch  deutlich  ^:d\yJiio 
und  ^ÄJo.l  erkennen,  und  die  Handschrift  enthält  also  Uapitel  8,  9  und 
lö,  nebst  Xätimah. 
Anfang:    ^:ij.>L*.v-   ~^-    .jvi'|JLÄ  sLc^  o^'L*^.   ijU*-'   \y^o.*^   ^iLol   ^^^  ,j.äjIj^ 

84  beschriebene  Blätter;  20  X  •&  f'"-  Deutliches  Z)?ioäm-iVaÄ;{i.sz'  mit 
21  Zeilen  auf  der  Seite;  Abschrift  von  der  Hand  des  Salim  ihn  iüOmän 
beendigt  am  Freitag  in  der  letzten  Dekade  >^'j'  ^  des  Gv/mädä  I  1060  = 
24  Juni  1650.  —  Das  letzte  Blatt  gehört  nicht  mehr  zum  Wei-ke  und 
enthält  auf  fol.  r.  eine  Ueberlieferung  von  ^ä  Mnlik  ihn  Anas  in  arabi- 
scher Spi-ache,  auf  fol.  v.  ein  offenbar  an  Husain  gerichtetes,  türkisches 
Gedicht  jji^i  mit  dem  Anfange: 

\jj^\  xÄJtX^   >L^j  ^5j  (sie)  ^5^Aäj~x!  ^^,Uu>J5'  J.r  ^1 

Auf  einem    aufsen    aufgeklebten    Zettel    steht:    ^-u.xjl5L^    ^-s-*^    jUJLc    ^ixf 

')    Haudschrit't    Juju! 

•)   in  zwei  Fasl  gotheilt,  deren  zweiter  liuf  Fol.   50"   begiuut. 

»)  Qur.   V,   59. 

iQrluaelie  Handschriften.  &9 


46<>  Türkische  Handachriften  486.  4H7  Erzählungen. 

4S6.  [Ms.  Orient.  4".  367.] 
Ein  Roman  von  dem  Lel)en  und  den  Thaten  der  Zauberer  Ähü  iAll 
Smä  und  seines  Zwillingsbruders  ^'^'  ;*>';J  -^bü  '/  liüriß;  Prosa,  welche 
gelegentlich  von  Gedichten  unterbroclien  ist.  Die  Ueberschrift  lautet:  Ijüc 
o>^U.I  ^1  t5;>>l;Jj  c^  ^j'  ooKä  s-^LäS';  der  Anfang:  ^1  ^ä1=.  (sie)  bljo»  ^ 
KL^  ,0  '^^^-^J  (•<^*  )'  tVx'  #>-^-^  ;^  '-*!V*>'  (i^-^-  —  Türkische  Bearbeitungen 
desselben  Stoffes  finden  sich  in  Gotha  Nr.  250,  München  Nr.  207,  Wien 
Nr.  437  (unter  dem  Titel  v^i-^jCs.  kiASxi^),  iin  Brit.  Museum  (Rieu  p.  2 ST, 
unter  demselben  Titel)  und  in  Upsala  Nr.  118  und  119.  Von  diesen 
Handschriften  enthalten,  wie  die  Anfangsworte  zeigen,  die  Wiener,  die  des 
Brit.  Museums  und  Upsala  1 1  8  eine  und  dieselbe  Bearbeitung,  eine  andere 
Gotha  und  Upsala  119;  eine  dritte  ist  durch  München  207  vertreten  und 
die  voi'liegende  Handschrift  endlich  seheint  eine  vierte  Beai'beitung  zu  ent- 
halten. Eine  Bearbeitung  dieses  Romanes  ist  auch  in  Büläq  (ohne  Jahr, 
aber  nach  1830)  gedruckt  erschienen  (s.  Journ.  As.  1843,  H  S.  60  Nr.  233 
=  Zenker  Nr.  736);  ebenso  in  Konstantinopel  1265  =  1849  (s.  Ham- 
mer in  Wiener  8itz.-Berichten  Vi,  222,  wo  auch  über  den  Inhalt  ein- 
gehendere Mittheilungen  gemacht  werden). 

170  beschriebene  Blätter;  20X14,5  cm.  Gewöhnliches,  deutliches 
Nas^l  von  türkischem  Zuge,  ohne  Vocale;  13  Zeilen  auf  der  Seite.  Ab- 
schrift datiert  vom  2.  ^aihän  114  1  =  3.  März  1729.  —  Auf  einem  vor- 
gehefteten  Blatte  ein   paar  Notizen  von  roher   Hand. 

487.  [Petermann  7  24.] 
Derselbe  Stoff  in  anderer  Bearbeitung,  und  zwar  in  wesentlich  der- 
selben, welche  in  der  Gothaer  Handsclmft  Nr.  250  und  also  —  wie  die 
gleichen  Anfangs woi-te  vennuthen  lassen  —  wolil  auch  in  der  Upsalaer 
Nr.  1  1 9  enthalten  ist.  Der  vorliegenden  Handsclirift  felilt  am  Anfange 
ein  Blatt,  und  auch  am  Ende  ist  dieselbe  nur  scheinbar  vollständig ;  ein 
Fälscher  hat,  wie  über  dem  Anfange  die  Formel  |»*=»r"  i^*^r"  *-^-"  (**-^ 
(sie)  «j. ,  so  auch  flie  Schlufsvvorte  hinzugefügt,  um  der  Handschrift  den 
Anschein  der  Vollständigkeit  zu  geben. 
Anfang:      »äSAjL^    r^^J    '^i'^    »äSJLc    ^jLvJt    sf  ^iXjLs    p^ix   yi    ^^    v5«^;' 

»)  Gotha  250  toi.    l'  Z.   8, 


Türkische  Handsc'hrilten    188.  Rhetorik   und  Poetik.  467 

43  beschriebene  Blätter;  21,5  Xl-"»  c™.  Schönes,  vocalisiertes  Nas^l 
mit  1 3  Zeilen  anf  der  Seite.  Auf"  einem  vorgehefteten  Blatte  steht  >_jLäS' 
[jLKM.  J<£.  .jI,  und  am  Ende  .  .  .  cX*^  ^jI  .  .  .  xaäLö  (die  pnnctierten 
Stellen  sind  zerstört).  KUr  einzuschreibende  Rubricatioiien  sind  häufig  Stellen 
leer  gelassen. 

Erzählungen  sind  noch  in  folgenden  Handschriften  enthalten:  Nr.  l,s  (von  iAll,  fümar 
u.  a.)  —  4,8  bis  T  (vom  Propheten,  iAll,  Yünus  un<l  Moses,  in  Mafitiatei-\ eisen)  —  5,!o,a 
(vom  Propheten  und  von  iAll)  -  5*,ig  (von  Xadir  Ilyäs  und  Jü  'l  qarnain)  -  s»  (von 
einem  fetten  und  einem  mageren  Teufel)  3  6  (von  Xwägah  AKmad  al-sädiq  al-NaqSbandi)  — 
6,2,1)  (von  Bäyazül  Bistämi)  —  8,2  (von  Miqdäd  ihn  Aswad)  -  15  (von  MuKammad,  Sa- 
lomo,  Joseph  u.  s.  w.)  -  19  (von  XivUgah  iAbd  al-ra'üf)  —  ll,i  (von  König  iÄd  und  dem 
jüngsten  Tag)  —  13,»  (wieder  von  Büyazld  Bistämi)  —  20, 1  (  cjUKäI  ^1=»,  von  Mu- 
Kammad, Hasan  Basri  u.  n.)  —  >  (von  Jesus)  —  27,  g  bis  22  (  ^^LiajJI  i_jLäS')  —  30,* 
(von  einer  ehrgeizigen  Frau)  —  35,6  {Magnün  und  Laila)  —  42,2  (von  einem  Könige 
von  Baydäd  und  seineu  vier  Sclavinnen)  —  4 4, 12  (Ende  einer  Sammlung)  —  133,6  (von 
Abraham,  der  seinen  Sohn  opfern  wollte,  in  Versen)  -  9  (von  iAli,  in  Versen)  —  204,  a 
(historische  Erzählungen  und  Anekdoten)  —  21 8, s  (Erzählung,  gegen  die  Aufruhrer  von 
1115  gerichtet)  —   856,7. 


XIX.  Rhetorik  und  Poetik. 

488.  [Ms.  Orient.  4".  305.] 
Auf  den  vier  letzten  Seiten  dieser  sonst  arabischen  Handschrift  steht 
eine  (mit  Ausnahme  des  Matlai-Bait)  auf  I  reimende  Kaside,  deren  jedes 
Bait  eine  in  rother  ßeischrift  bezeichnete  rhetorische  Figur  zur  An- 
schauung bringt.  Die  Ueberschrift  lautet:  ^L*^!5l(  ,«jU.<äj  jlI^ääx  st)i.x-.flj  »jjc 
ÄSkLoiJl  «JLk«  ^  jLciLJl  /^^y^  i^y^yc  X^m'3\  »jIJo  J<f^  der  Verfasser  wird 
nicht  genannt. 

Anfang:  ('•^^r"   *i   A^^  »j-^'^ 

')  sie!  1.   ^U. 

69* 


M8         Türkische  Handschriften  489.  Rhetorik  and  Poetik. 


Gutes,  aber  nicht  vollständig  punctiertes  Nastaihq,  im  ganzen   39  5a?Y. 

489.  [Peterniaun  II,  643.] 
o^''-JU."  »=^,  das  Lehrbuch  der  Poetik  von  Surüri  (f  969,  beg.  11  Sept, 
1561).  welches  auch  in  der  Gothaer  Handschrift  Nr.  44  enthalten  ist  Man 
5.  dort.  Die  Angabe,  dafe  das  Buch  im  Jahre  95  6  vollendet  sei,  welche 
sich  bei  Ö.  '/..  11,  21,  1683  und  in  andereu  Handschriften  findet,  fehlt 
wie  in  der  Gothaer  Handschrift,  so  auch  in  der  vorliegenden.  —  Andere 
Handschriften  finden  sich  in  Wien  Nr.  2  29  (I.  208),  München  Nr.  214 
und  215,  Leiden  Nr.  233  und  2811;  auch  de  Sacy  besafs  eine  Hand- 
schrift (Nr.  344!.  Vgl.  auch  oben  Nr.  5*,S9. 
Anfang:      «.vV^j    UU    sJ^.    '    ,IJl''   .bs<    .,lw^'    ^U^    (sici  ^Jc'l   J.'  Juil 

1S4  beschriebene  Blätter:  18  X  H  cm.  Sehr  schönes  Taüiq  mit  15 
Zeilen  auf  der  Seite:  I"eberschriften  und  Schlagwörter  mit  Roth,  Blau, 
Grün  oder  Gold  geschrieben;  goldene  Leisten  am  Rande,  zwischen  den 
Spalten  und  vielfach  auch  zwischen  den  Zeilen;  am  Anfang  ein  schöner 
lUnwän,  welcher  aber  nicht  gut  gehalten  ist:  der. Titel  des  Buches,  wel- 
cher mit  Goldschrift  auf  schwarzem  Grunde  in  der  Mitte  dieses  lUnwän 
stand,  ist  verwischt  und  undeutlich  geworden,  und  die^  ist  wohl  der  Grund, 
weshalb  sowohl  auf  dem  Schnitte  der  Handschrift,  als  auch  auf  einem  vor- 
gehefteten Blatte  der  falsche  Titel  o»l*J'  »«.=>  steht.  Auf  einem  anderen 
vorgeheftet^n  Blatte  und  auf  Fol.  1 '  sind  verschiedene  Siegel  abgedrückt ') ; 
auf  Fol.  1*  steht  zweimal  ^-yi'  ü  .  Hübscher  Origbialeinband  von  schwarzem 
Leder  mit  goldenen    Verzierungen..     Nicht  datiert,  aber  ziemlich  alt. 

Hierher  gehören  auch:  Xr.  8,8  '.Abhandlung  über  Bäthsel)  —  8**,ä  i  5  JcLix  ^»jLs 
f,^\\  ,  ry  I  —  20,5  (ntwr  die  Se.seDsformeln ,  mit  w,  Ichen  der  Autor  sein  Werk  beginnen 
soUi    —    499    S.    19   umj    22    (Tntärschied    zwi.schen    .i^^Loi   '-:"'l   o»r^L> ). 


»i   Inschriften:    1)   IUP    aJL''    „gja '    j'wc     ^t    .,t    o   —    2)  sl^  «-'•  ü"  «JÜI 


Türkische   Hands<Ariften  490.  Stylistik  und  Epistolographik  469 

XX.  Stylistilv  und  Epistologi'aphik. 

490.     [Petermanu  II,   11».] 
Zwei  Schriften  zum   Unterricht  im  ßriefstyl;  nämlich: 
1.  wU«J    jLtJLü-M^if    sjLijl    »jLft,    arabische    Wörter,    wie   sie  im  Briefstyle 
angewandt  zu  werden  pflegen,  mit  türkischer  Erklärung;  sowohl  die  innere 
Fläche  der  Seite,  als  auch  ein  Sti-eifen  am   Rande  ist  beschrieben. 


Anfang  (am   Rande):      «ji^>.Ujt<-    _.y  stXi**:    jb   ii^ü   jocL,—   ^J'•->>c 

2.  Fol.  6':  C  ^y£.yc  '^Lijl  'jo2,  der  eigentliche  Briefsteller,  trotz  des 
gleichen  Titels,  der  gleichen  Anfangsworte  und  der  entsprechenden  An- 
hänge zufolge  der  anderen  von  Flügel  gemachten  Angaben  doch  ver- 
schieden von  dem  in  der  Wiener  Handschrift  Nr.  276,3  (I,  25  7)  enthal- 
tenen Briefsteller.  Auch  hier  ist,  in  gleicher  Weise  wie  in  dem  Vocabular, 
sowohl  die  innere  Seite,  als  der  Rand  beschrieben.  Am  Ende  eine  An- 
leitung zm*  Behandlung  der  vier  Species,  und  eine  Belehrung  über  den 
Zahlwerth  der  arabischen  Buchstaben,  sowie  über  die  arabischen  und  die 
syrischen  Monate.  —  Briefsteller  mir  dem  Titel  v>*t*  "^LüI  finden  sich, 
abgesehen  von  der  erwähnten  Wiener  Handschrift,  noch  in  der  oriental. 
Akademie  in  Wien  (Krafft  Nr.  94  und  100  bis  113),  in  Upsala  Nr.  70, 
St.  Petersbui'g  (Manuscrits  et  xylographes  Nr.  385  bis  5S9),  im  Brit.  Mu- 
seum (Rieu  p.  100%  Harl.  5712)  und  bei  Lee  Nr.  19  7,  H.  Sie  scheinen, 
wie  Krafft  bemerkt,  alle  nach  demselben,  bei  den  Türken  sehr  beliebten 
Systeme  zusammengestellt  zu  sein. 

Anfang:   >->L};'   »^y^   -^s^  t^    l^'    *r**    *-''    ^j    *-''«J    ;vä.    jüiL?»    J.^.   a-L''  jv-o 
s.ätk'    ooLc    Lijl    ;vJLc    *^'    >jJX>    ^^J«    s«^^y^»r.    s-^^j'    ^J>J<l-»x 

38  beschriebene  Blätter;  26  X  18  cm.  Grobes  DlicänT  mit  sieben 
schief  geschriebenen  Zeilen  im  Innern  und  1  S  —  2 1  ganz  kurzen  Zeilen  am 
Rande.     Der  Kolophon  lautet:    (' ^      >ö!   J-».^  |»a-L.   JiJü:^J\  ^Xj^  s.,^. 

3)  llvA  AJtJClvj'  y^>*  («iL«.  .  Drei  andere  sind  ganz  oder  theilweise  unleserlich.  Der  in 
Xr.  1  genannte  Lidf  alläh  (i!>w  iAbd  allüh)  hat  sich  über  seinem  Siegel  im  Jahre  1233  als 
Besitzer  der  Handschrift  eingeschrieben. 

>)  Hs.  >->>^^: 

*)  So  scheint  dazustehen ;    es  soll  aber  wohl  ^je  heifsen. 


470         Türkische  Handschriften  490*.  491.  Stylistik  und  Epistolographik. 

x^    "         J.f  xaavLs'   oLlI^.,  woraus  sich  zu  ergeben  scheint,  dafs  der  Schreiber 

Sallm  MuRanmiad  Ann-nr  hiefs,  einer  von  den  Sekretären  der  ei-sten  Rech- 
nungskannner  war,  und  seine  Arbeit  im  Gmnädä  I  1253  (=  3.  Aug. — 
1.  Sept.    1837)  vollendete. 

490*.     [Hamilton   343.] 

..L*ij^l|  _L.jAX,  eine  Anleitung  zum  ßriefschreiben,  deren  Verfasser  sich 
nur  als  *^*xäl^  oLotJI  wä=.I  ^  oder  v*ä^^  y^jü  yi  bezeichnet,  ohne  seinen 
Namen  zu  nennen.  Die  Abhandhxng  ist  eingetheilt  in  eine  Muqaddimah 
und  zwei  Maqälah,  deren  Inhalt  in  der  Vorrede  mit  folgenden  Woi'teii  an- 
gegeben wird:  oLl^.  .^Lltiä>  J.l  sJijix  'vO  scV-äjLo  ^j^iX«  J>aI^  jwJJLo  LoI 
vO  scUjLaj  cjljj>ÄJ'  ^wL^I  sajLj  L'üüc  'vk>  »cV^oLaj  v:i;L*js>j;  die  erste  Maqälah 
beginnt  auf  Fol.  5',  die  zweite  auf  Fol.  5  8^  Eine  fremde,  flüchtige  Hand 
hat  die  ganze  Abhandlung  überarbeitet,  und  namentlich  die  erste  Maqälah 
in  zwei  zerleg-t  (  Jäxsjj  J&joLi  und  JL)I»=.^  JjLia-»,  s.  das  ßlättchen  2°  und 
Fol.  5  0"),  so  dafs  also  nach  dieser  neuen  Eintheilung  die  ganze  Abhand- 
lung aufser  der  Muqaddimah  in  drei  Maqälah  zerfällt. 
Anfang:  |V^  ^y^^\  lüyJ  '^y-^y^^  ^r^S  ^j'  o"^  15'^  -^Uj^   ^L>^^  tX^i» 

63  beschriebene  und  aufserdem  einige  vorgeheftete  Blätter  mit  ein 
paar  Bemerkungen  und  V^ersen,  sowie  fünf  von  dem  Ueberarbeiter  nach 
Fol.  2,  8,  11,  15  und  47  eingeklebte  und  beschriebene  Blättchen;  14  X 
21,6  cm  iSafmah-FovniRt).  Verhältnismäfsig  gutes  Dtwärii  mit  9  Zeilen 
auf  der  Seite;  Abschrift  datiert  von  der  letzten  Dekade  ^=»1^1  des  Rabii  \\ 
895  (=  13-22  März  1490).  Am  Ende  steht:  ^cXj  (sie)  ^jLiXJi  Ij^ 
»iCwkÄj  iSy^\  S  ^-öl5L«  (sie)  !sU=>-yJ'j  ^:i;!i'L-->  questo  Libro  chiamato  Libro 
di  scrivre  (sie)  Le  Lettere  alli  Prencipi  P.  Dionisio  Ciavis;  und  auf  dem 
ersten  Vorsetzblatte:  Formulario  di  lettere  missiue  turchesce  In  scritura  (sie) 
divani  Et  dentro  II  medesmo  (sie)  In  scritura  comune  (sie).  Diese  letztere 
Bemei-kung  stimmt  zu  den  am  Ende  von  Fol.  5  2''  stehenden  Worten  „Hn 
qua  ha  ti-anscritto  il  coggia";  doch  kann  ich  nicht  finden,  dafs  nun  mit  der 
nächsten  Seite  oder  überhaupt  im  Verlaufe  der  Handschi-ift  eine  neue  Hand 
begänne,   wenn  auc-h  die  Schrift  gegen  das  Ende  zu  immer  flüchtiger  wird. 

491.     [Diez  A.   8°.   9.] 
1 .    Eine    Sammlung    von    Briefraustern ,    welche    in    folgende    fünf  Ab- 


Türkische  Haudsdirit'ten  491.  Stylistik  und   Epistolographik  471 

schnitte  c^  eingetheilt  ist:  l)  Fol.  4'':  ^o  Jx^bouiÄ^-  —  2)  Fol.  27'': 
o  Jajüiv  ^,\  ij^AäÄx!  ,Ji,^Lx*^-.  w^Lft.i  —  3)  Fol.  ?'):  {jä^^  xT  nJ>  Jajcljvs**:^ 
vO  wOÄx  jtiL.il  ijö*Ä  —  4)  Fol.  5  2":  sO  JUJjl  Ji^Läx  LjI.  »JjocIjoo^j  — 
5)  Fol.  60*:  nJ  yyc  ^J^y\  ^yJio  «LälÄiS'  »OtXxÄx  yölwcl.  Der  Verfasser  wird 
in  der  in  sehr  blumigem  Styl  geschriebenen  Vorrede  nicht  genannt:  eine 
dem  am  Anfang  stehenden  iUvwän  eingeschriebene  Ueberschrift  aber  lautet: 
soK^Läs»  vA^-äJl  J^xsLäJI  iiuLux,  und  diese  Angabe  ist  auch  i-ichtig,  nur  ist 
es  nicht  ganz  sicher,  welcher  Schriftsteller  des  Namens  Qinälu'^)-zäda}i 
als  Verfasser  der  vorliegenden  Briefsannnlung  zu  betrachten  ist.  Es  giebt 
deren  nämlich  drei:  lAll  ihn  Amr  alläh  (f  9  79,  beg.  26.  Mai  1571; 
Hammer,  Osnian.  Dichtkunst  11,  341),  dessen  jüngeren  Bruder,  welcher 
sich  als  Dichter  Karäml  nannte  (f  zwei  oder  drei  Jahre  später;  Hammer 
n,  350)  und  den  Sohn  des  ersteren,  Hasan,  den  berühmten  Dichterbiographen 
(t  1012,  beg.  1  1.  Jvmi  1603;  Hammer  III,  131).  Nach  Hammer,  Osman. 
Reich  IV,  6 03  nun  soll  der  Verfasser  des  Briefstellers  Karäml  sein;  in- 
dessen wird  das  Vertrauen  auf  die  Zuverläs.sigkeit  dieser  Angabe  nicht  eben 
dadurch  erhöht;  dafs  Hammer  sich  zugleich  zwei  Versehen  zu  Schulden 
kommen  läfst:  erstens,  indem  er  den  Karäml  den  Bruder  (statt  Vaters- 
bruder) des  Dichterbiographen  nennt,  und  zweitens  indem  er  als  Todesjahr 
desselben  das  Jahr  1000  (statt  981  oder  —  nach  ^.  X.  III,  303,  5631- 
982)  angiebt.  Richtiger  wird  aLso  wohl  die  Angabe  H.  '/C.'ti  (VI,  185) 
sein,  dafs  der  Verfasser  der  Briefsammlung  iAIi  ihn  Amr  alläh  —  also  der 
Vater  des  Dichterbiographen  —  sei,  eine  Angabe,  welcher  sich  auch  Krafft 
zu  Nr.  84,  Flügel  zu  V^ien  Nr.  289  (I,  266)  und  Rieu,  Brit.  Museum 
p.  94,  wo  Handschriften  desselben  Briefstellers  beschrieben  werden,  an- 
schliefsen . 
Anfang:      k^  ^jjjjo  ^^ys.    ijLÜj  ,j^LjJI  ^_>^   J.*ä.    |»*^yi    ij-^^r"    *J^'    (V*«*J 

Gutes  Nastailiq    mit   21    Zeilen  auf  der  Seite,    geschrieben    im   Salbän 


*)  Dieses  mit  den  übrigen  am  Ende  der  Vorrede  angeführte  Capitel  ist  im  Teste  des 
Buches  selbst  ausgelassen. 

')  Si>l\«_JLil.^  ist  die  urspriioglichere  Form  des  Namens,  indem  das  türkische  LäS 
bekanntlich  durch  TaRrlf  aus    dem    arabischen  U,»    entstanden  ist. 


472         Türkische  Handschriften  492.  Stylistik  und  Epistolographik. 

980  (7.  Dec.  1572  —  4.  Jan.  1573)  —  und  also  zu  Lebzeiten  des  Ver- 
fassers —  von  ARmad  Pdang-zädah,  welcher  auch  folgendes  persisclie  Bau 
beigefügt  hat: 

Auf  Fol.  r  haben  sich  verschiedene  frühere  Besitzer  der  Handschrift  ein- 
geschrieben; einer  derselben  hat  auch  sein  Siegel  mit  der  Inschrift  5tX;j 
(' ^vL  ■j.^aji!  't5;L»  J^****-!  beigedrückt. 

2.  Fol.  62:  eine  Sammlung  von  Briefen  verschiedener  Verfasser;  weder 
ein  Titel,  noch  der  Name  des  Redactors  der  Sammlung  wird  genannt;  auch 
fehlt  jede  Eintheilung  und  ist  keine  Vorrede  vorhanden;  die  Sammlung 
beginnt  vielmehr  sofort  mit  dem  ersten  Briefe,  dessen  Anfangsworte  lauten: 
*jUaJLw  -vtXüJU  ycl  ^1  ^JLää.L*>w  ^^»L»*«  j-Ajyc,  und  dessen  Verfasser  sich 
als  (-  yo.^  ^UJI  ^-ycl  (X«^  (jäJ.äJI  unterschreibt.  —  Auf  Fol.  62*  haben 
sich  auch  hier  mehrere  frühere  Besitzer  der  Handschrift  eingeschrieben, 
und  einer  derselben,  Saiyid  Alimad  Salid,  hat  auch  hier  sein  Siegel  mit 
der  Jahreszahl    1159   (beg.   24.  Jan.   1746)  beigedrückt. 

Ziemlich  kleines  und  flüchtiges,  doch  nicht  undeutliche.s  Nasfaütq 
mit    19  Zeilen  auf  der  Seite. 

7  7  beschriebene  Blätter;  20,.^  X  ^  <^v''  cm.  Die  vorhandene  Foliierung 
geht  nur  bis  76,  weil  mit  46  (resp.  4  6^  und  46'')  zwei  Blätter  bezeichnet 
sind.     Aufsen  auf  der  Handschrift   steht:    ^^Xj!    ^y»^^    »^^'s    (sie)  JUi.  «Liöl 

492.  [Diez  Fol.  63.] 
^Lijl,  ein  kurzes  Lehrbuch  des  Briefstyles,  von  ungenaiuitem  Verfasser. 
Zuerst  werden  Wörter  mitgetheilt,  welche  in  Briefen  vorzukommen  pflegen 
( >yüjl  ^Laj  JLääJ  ^LJjI  JUx^I  io\.^\  jJU;  vgl.  oben  Nr.  490, i),  und  dieser 
Abschnitt  wird  am  Rande  durcli  die  ganze  Handschrift  fortgesetzt,  wobei 
nicht  selten  persische  oder  arabische  Wörter  durch  türkische  erklärt  werden ; 
dann  folgt  (Fol.  3"")  ein  Abschnitt  über  den  Briefstyl  im  allgemeinen  (Anfang : 
^(>♦ie  Uixlai  -j  IäjI  Jl*  tXAJ  Uöl),  dann  (Fol.  5')  einige  Bittschriften  JLä«*^£, 
dann  (Fol.   7")  Frivatbriefe ,  dann  (FoL    IT)   Verse,  wie    sie    in  Briefen  zur 


'}  sie !   man  sollte  erwarten  ^sL    oikJ    .,gtö.c    oder  etwas   Aehnliche 
')  ganz  ohne  Punctu  geschrieben. 


Türkisclie   H.indÄchi'il'ten  493.  Stylistik  und  Epistolographik  478 

Anwendung  konmien  können,  dann  (Fol.  12")  gerichtliche  Ausfertigungen, 
wie  ein  Freibriet"  t'lir  eine  Schivin  xjoLj^^aia,  ein  Wechsel  ^JC*>**j  jiÄJ^ ,  eine 
Schuldverschreibung  ^SCL*.j  |JJi>,  eine  Ueberschreibung  eines  Lehens  o^xLäv 
J^jy^,  dann  die  vier  Species,  endlich  euie  Aufzahlung  der  arabischen  Mo- 
nate. —  Da  die  mitgetheilten  Stylnuister  säinnitlich  vom  Jahre  12u8  (beg. 
9.  Aug.  1793)  datiert  sind,  so  ist  wohl  anzunehmen,  dals  der  Briefsteller  in 
diesem  Jahre  entstanden  ist. 
Anfang :      cj.iks»   k.ci.*j'   dtX.Axjix   ikX^^j   f^xü:^ 

14  beschriebene  Blätter;    26  X  ^''»^  i^'i'-      Gutes,  zum  Theil  vocalisiertes, 
türkisches  Naf</j  mit    1 2  Zeilen  auf  der  Seite.     Europäisches  Papier. 

493.     [Peterniann   II,   3  06.] 
«^Läj^M   yjS^    ein    Lehrbuch   des  Briefstyls    mit  Erläuterungen,    von   Anir 
nJJali    ihn    Na-süli    (f    1114,    beg.    28.    Mai     1702)    unter    Hulaimän    U    (reg. 
1098—1102   :=    1687  —  91)   verfal'st  und   folgendermafsen   eingetheilt:  t-iu^ 

J^o  &/jLäj"I  &Arj>l  1^1  5tXi.^JL,2l  yi  iS  yO  sAvC-Laj.  An.s  der  (arabisch  geschrie- 
benen) V(jrrede  ergiebt  sich,  dals  der  Verfasser  zwei  Abhandlungen  über 
denselben  Gegenstand  und  mit  demselben  Titel  schrieb,  eine  längere,  und 
eine  iiacli  dieser  bearbeitete  kürzere;    die    vorliegende  ist    die    kürzere  P'as- 

SUUg     (Fol.     l''    Z.     2     V.    U.     ^Ixiö^l     yi.'i^    &X^\     *.*«b    &ÄA*.wj     iÜj.a.^Ls).        S.    H.    X. 

VI,    622,    14912    und   Hammer,   Osman.    Dichtkunst   IV,    <i    m'.   MDCL. 
Anfang:      ^}Sil    g^v-^-'   i  ^^tX^   ^^^*v.i.lj    'JL    ^j    ^..cl    J.J'  «-ItXÄjl   ^^    yjJs^    -A.i. 

52  beschriebene  Blätter;  22  X  l -^  f^i"-  Gewöhnliches,  nicht  sehr  deut- 
liches Talhq  mit  17  Zeilen  auf  der  Seite;  ßubricationen  häufig;  Umrand- 
ung u.  s.  vv.  von  einer  goldenen  Leiste  und  di-ei  schwarzen  Linien  gebildet; 
am  Anfaiige  der  Abhandlung,  sowie  über  den  Anfängen  der  drei  SaJilfah 
je  ein  gewöhnlicher  lünioän.  Abschrift  aus  rlem  Jahre  1099  (beg.  7.  Nov. 
1687);  die  Abhandlung  nmfs  also,  da  sie  aus  der  Regierung  Sulavuian'^  11 
stammt,  in  diesem  oder  dem  vorhergehenden  Jahre  verfafst  sein.  —  Auf 
einem  nachgehefteten  Blatte  stehen,  von  fremder  Hand  geschrieben,  ein  Ta- 
lisman und  ein  Zauberspruch.  —  Auf  Fol.  1"  der  Abdruck  eines  Siegels 
mit  der  Inschrift:   ^aJis-^/i  luX-..  ^i   ^*.^. 

Türkische  Haudschrit'teu.  (>0 


474         Türkische  Handschriften  494-496.  Stylistik  und  Epistolographik. 

494.     [Ms.   Orient.   4".    198.] 
Der  Anfang,  die  erste  Lage,  einer  Brietsammlung  Liöl .     Dieselbe  be- 
ginnt ohne  alle  Einleitung    mit    dem   Muster  einer  an  einen  Grofsvezir  ge- 
richteten   Verwendung    oder    Fürbitte,    ^    [ äxLäXc ] Li^ci    \*ji_yXjy..>a^.    ^ia.&\  ~j\^ 

12  beschriebene  Blätter;  22  X  1^,5  cm.  Gutes  Dlwäni  mit  13  Zeilen 
auf  der  Seite.  Durch  eingedrungenes  Wasser  ist  die  Schrift,  besonders  am 
Anfang  und  vorzugsweise  in  den  roth  geschriebenen  Ueberschriften ,  un- 
deutlich geworden. 

495.     [Ms.   Orient.   4".   9  6.] 
Eine    Sammlung    von    Muster.schreiben    in    geschmücktem    Styl ,    meist 


«y^^-ö 


«jcLjyA*«,    üxLj&AA.^'  und    iLcLj^i.      Das    erste    ist    überschrieben    ^y*Sii>    ^^y. 

i^^  soU^wS  (' ji.^   \S  und  beginnt: 

Ä_j»t>l_il  JL_ji_j'  &JIJI  (sie)  j.j>l      ^L_«/._;i:_jl;:u^L i. 'l^J    ^L >n^.^l — >t 

Äii^L^j  &»Jö  i^JäI  ^-^  \J^i  <^*=>^  ij'"'^'  O***^  ^^  cX«-«a,JI  &AJ|  xjUä  c^ä-S" 
Das  letzte  trägt  die  Ueberschrift  ^IJ^*j  »-i  Loljisi  und  bezieht  sich  also 
auf  die  Eroberung  der  Moldau  (nicht  der  Walachei,  wie  eine  alte  Hand 
beigeschrieben  hat;  diese  heifst  bekanntlich  ^i^il).  Aiif  Fol.  1"  steht  als 
Titel :  (..x  ^L}0  ijLyi«ixi  ijäjij  ^KI  «Jt^Xo  «.aJo  ,_*xJL.üli.:y_iiiLj  ^ajIx^  cy \^-a , 
und  unten,  von  alter  Hand  geschrieben:  „Formukrium  epistolare  c:  his- 
toria  captae   Wallachiae". 

50   beschriebene  Blätter;   22,5X^0  c"i-     Gutes,    vocalloses    türkisches 
Nas/J  mit  reichlichen  Rubricationen ;  auf  der  Seite  stehen    19  Zeilen. 

496.  [Ms.  Orient.  4".  194.] 
Eine  Zusaunnenstellung  von  Briefen  verschiedener  Verfasser,  soweit 
datiert  sänmitlich  aus  dem  11'""  Jahrhundert  der  Flucht;  die  Briefschreiber 
sind  meist  hochgestellte  Beamte;  der  erste  Brief  rührt  von  Husnii/  PaSa 
her,  der  letzte  ist  datiert  von)  4.  lialni  I  10  18  =  7.  Juni  1609.  Da 
weder  ein  Vor-,  noch  ein  Nachwort  vorhanden  ist,  läfst  sich  über  den 
Sammler  der  Briefe  nichts  sagen. 
Anfang:      f»';^'    '^.y    "^^.y^^.j-^   }y'^'~^    ii^jyXjyyÄ=>.    (»vä^    Lei    yXxxi^y    y^'y^ 


')  ausradiert. 


Türkische  Handsdiriften  497.   4 '.»8.  Stylistik  unrl   EpistolograpliiU.         475 

17   beschriebene   Blätter;    21X^5   cm.      Gutes   Ültnlin    mit    21    Zeilen 
auf  der  Seite. 

497.     [Ms.  Orient.   4".   581.] 

Eine  Sammlung  von  49  Briefen,  welche  fast  ohne  Ausnahme  an  hoch- 
gestellte Beamte  gerichtet  sind.  Als  Briefschreiber  ei'scheinen  MoUäjiq- 
zädah  IsMq  Efendi  (welcher  vom  Sammler  wo;tXj  ^^JLs•  genannt  wird),  Is- 
Mq-Efendi-?Mda]i,  Sililidär  Mnhammad  PaSa  u.  a.-,  oft  wird  auch  der 
Schreiber  nicht  genannt,  der  Adressat  dagegen  fast  immer.  Der  erste 
Brief  ist  überschrieben  ■^iX^L^jJ ^\  »j^=i'  ääj^j  ^J.jUs.1,  der  zweite  ^z\  ^tV-a 
»4Xä*aJ^I  ^_y^  xÄjjJLjj..Ä=»  s^Mv^.^^,  der  dritte  ^(,UUJjl  ^j^'  xäj^'vaää  L*ib  Lei 
u.  s.  w.,  der  letzte  _jtXÄ4.Jjl  »j^=i'  sjcVÄil  S^l  ^\si3\  o^";  •  Unter  diesem 
Räsid  Efendi  ist  doch  wohl  der  am  21.0ct.  1733')  verstorbene  Geschicht- 
schi-eiber  dieses  Namens  zu  verstehen. 
Anfang:     _Lj'  y^y^  ^XäU-w  yixXj.jaS  *A.>  «tX/i.*jÜ^I  y^.'^  **JrJ  jji^T'y^' 

22  beschriebene  Blätter;  21  X  '^v''  p'"-  Hübsches  Nastaihq  mit  25 
Zeilen  auf  der  Seite;  die  Ueberschriften  der  Briefe  roth  geschrieben;  Ab- 
schrift datiert  vom  23.  Jü 'I  qaldnli  1212  =  9  Mai  1798.  —  Auf  Fol.  l* 
steht  von  sehr  grober  Hand  'i.j^  jJjl  und  darunter  das  Datum  „lAi^f  — n 
August",  und  auf  einem  dem  Vorderdeckel  innen  aufgeklebten  Zettel chen: 
„Türkische  Briefe  meist  an  hochgestellte  Beamte  geschrieben  1212  d.  H." 
(wenn  ich  nicht  irre,  von  Petermann's  Hand).  Das  obei-e  Viertel  des 
ersten  Blattes  ist  ausQ-eschnitten.  Auf  den  ersten  Seiten  stehen  am  Rande 
mit  Bleistift  geschriebene  Bemerkungen  in  polnischer  Sprache. 

498.     [Diez  A.  4".    114.] 

Eine  Sammlung  von   ßriefmustern,  U.jl.     Die    ersten   Briefe    sind  von 

Niedrigeren    an   Höhere    gerichtet.     Am  Ende    die  Zahlen    von    1    bis    10  0, 

denen   wahrscheinlich  ihre  Siijä<[nh-Y o\-n\  beigeschrieben  werden  sollte,  und 

einige  Rechenexempel. 

Anfang:     Jj  ^'jr^j  y^^'^y^  ^vä  ;^;I  yi-j^  Kj^el   ^ji^b(>(  (?)  ^<>  L.iöl   ItXJ» 

ivjUoJLm    f*iXÄil    a.ajÜI 
24   beschriebene  Blätter;   21,sX15,5  cm.     Abscheuliches,  für  den  Un- 
geübten   kaum   leserliches    Dlwäm    mit   zehn   hi    der  Diagonale    von   rechts 


1)  Hammer,  Osman.  Reich,  Ausgabe  in  vier  Bänden,  IV,  296. 

fiO« 


476         Türkisclic  Hundsclirilten  499.  Stylistik  und  Epistolographik 

unten  nach  links  oben  laufenden  Zeilen  auf  der  Seite.  —  Auf  der  inneren 
Seite  des  Vorderdeckels  steht:  „Pera  i  Constaiitiuopel  d.  7  Febr.  1714. 
4'°.     Henvic  Benzelius". 

499»     [Diez  A.   4°.    129.] 

Sannnluiig  von   Briefen   und   ähnlichen   Schriftstücken. 

„S.  1  u.  2  sind  zwei  Briefe  von  Nuninn  Begh  [*äS.AJ  ^jUäj],  einem 
Freunde  in  Constantinopel  und  Oheim  des  jungen  Menschen  Tahir  Begh, 
welchen  ich  im  Jahre  1792  von  Constantinopel  mitgenommen  hatte,  um 
ihn  in  unseren  Sprachen  und  Wissenschaften  unterrichten  zu  lassen,  womit 
es  aber  nicht  gelingen  wollte,  so  dafs  ich  ihn  zurückreisen  liel's.  —  S.  3 
Brief  von  dem  genannten  Tahir  Begh.  —  S.  4-6''  sind  Concepte  von 
drei  literarischen  Briefen,  welche  ich  an  Aziz  Eifendi  geschrieben,  der  um 
die  Jahre  1793  n.  94  Gesandter  der  Pforte  zu  Berlin  gewesen  und  auch 
daselbst  o-estorben  ist.  —  8.  7  Antwort  desselben  Aziz  Effendi.  —  S.  9. 
1  7  sind  Fragen  von  mir  und  Beantwortungen  von  Aziz  Effendi  über  Sprache 
und  wissenschaftliche  Gegen.stände.  —  S.  19.  2  2  zwei  Autsätze  von  Aziz 
Effendi,  um  den  Unterschied  der  Beredtsamkeit  und  Wohlredenheit  [o-äL^^j 
und  o^^]  zu  zeigen,  welche  die  Morgenländer  vim  einander  absondern, 
indem  sie  erstere  für  Sache  der  Kunst  und  letztere  für  das  Werk  natürlicher 
Anlagen  halten.  —  S.  23  ein  Aufsatz  des  Aziz  Effendi  über  die  Gepaartheit 
[_.\]  der  Dinge  in  der  Natur  mid  über  das  Daseyn  Gottes.  —  S.  26 
Eine  Tradition  von  Muhannned,  wie  Aziz  ßflfendi  sie  aufzeichnete.  —  S.  27 
Ein  Schi-eiben  von  Muhannned  Effendi,  der  bei  Aziz  Effendi  Imain  war.  — 
S.  28—31  Zwey  Schreiben,  welche  der  verstorbene  Muhannned  Raschid 
Effendi,  ehemalige  Reis  Effendi  oder  Minister  der  auswärtigen  Angelegen- 
heiten zu  Constantinopel,  an  mich  während  meines  Aufenthaltes  zu  Berlin 
im  Jahre  1790  in  Betreff  der  Unterhandlungen  ergehen  liefs,  womit  damals 
Azmi  Eftendi  als  Gesandter  der  Pforte  bei  unserem  Hofe  beauftragt  war  ').  — 
8.  34.  35  sind  zwey  Abschriften  der  Befehle,  welche  die  Pforte  an  die 
Hospodaren  der  Moldau  und  Wallacliey  wegen  des  von  mir  im  Jahre  17S5 
daselbst  errichteten   Preufsischen  Consulates  erlassen   hat."     (Diez.) 


*)  Den  Bericht  über  »v'ww  (Jes-andtsclinft  s.  in  iler  liibliothek  der  DMG.  II,  38  nr.  2.  — 
Ich  ergreife  die  Oelegenheit,  zu  bemerken,  dafs  die  do;t  in  der  Anmerkung  citierte  Ueber- 
petzun;j  nicht  von  Diez  (s.  dessen  „Wescntlicdie  BetrntJitiingen"  iS.  53),  sondern  von  Ham- 
mer (Gesch.   des  osman.  Reichs   VIII,   215   Anm.   a)  herrührt. 


Türkische  Handschriften  500.  öOl.  Stylistik  und  Epistolographik.  477 

Anfang  des  ersten  Briefes:     soxaIc  *jIä*»,I    LäjLu-    ^J^Ai-is  ^^^^  ('^^»«A-j';»^ 

36  Blätter  (mit  6  resp.  6  u.  6''  sind  zwei  Blätter  bezeichnet)  ver- 
schiedener Gröl'se,  die  gröfsten  durch  Einschlagen  auf  25  X  20  cm  redu- 
ciert.  JSatürlicIi  verschiedene  Hände;  auch  Siegelabdrucke  sind  mehrfach 
vorhanden. 

500.  [Diez  A.   4».   50.] 

Eine  Sanniiiung  von  Briefmustern,   welcher,  wie  vielen  anderen  solchen 
Sammlungen  (z.  B.  Nr.  49  0,2),  der  Titel  ^-j^^-«  >>l.-i.jl  „Beliebter  Briefsteiler" 
gegeben  ist  (s.  die  Ueberschrift).     Am  Ende  stehen  allerhand  Rechnungen, 
„wie  sie  in   der  Defterdarie  der  Pforte  gebräuchlich  sind"  (Diez). 
Anfang:      |V:;JOvil   i_.'«Aaa^   ytc.  ^Xxt..=>^.  j.Aj>.»>o   v^'V-c  ^-UJ^J 

30  beschriebene  Blätter;  22  X  15,5  cm.  Grofses,  für  den  Ungeübten 
kaum  leserliches^)  Dnoänl;  die  letzten  Blätter  (jben  durch  eingedrungene 
Dinte  beschmutzt.  Am  Ende  der  Abdruck  eines  Siegels  mit  der  Inschrift 
111«  ovU  tX».sr  (1195,  beg.  28.  Dec.  1780).  —  Auf  einem  aulsen  aufge- 
klebten Zettel  steht:   t»l   v(>.Ai\».o  J^^äX/j  L/iijl   i^L*^. 

501.  [Petermann   503.] 

Eine  Sannnlung  von  Mustern  zu  Briefen  und  Schreiben,  oft  einfach 
s^ySim  K:Dsy^  überschrieben;  doch  sind  auch  genauere  Angaben  über  Schreiber 
oder  Adressaten  nicht  selten  vorhanden.  So  Fol.  31'':  ^^W  iv^^  i^jL-«*,  ^lX.^ 
xaä^j   (?)   ^jlJ^I   JU/vl   xjLib   d-*^   ^^-ci;   (?)   ^j'*^^^   ^f^^''   7'^^  ^L<iLj.   J^^  5^>') 

XcXajI^  ,  Fol.  34':  JL*i,vl  XUj^XjyjA^  oJ^tXAi-La  \Sj^yJjiyjä.=,  XaJI  vLi-C  ^^-=>-t>  jJ 
yiX^^^y.^       '^♦jb'        C^.i^^-?}  1       Fol.       3  5'':        |.^k.s*,^l|        -^J^-^       50lv^j.XJ        ^<>..g.Ajl        «L.W./0       ^IauIj 

vi,Vaj\^  D^ls  j_CjJoLsI  JL*,vI  xj^etXÄil ,  Fol.  3  6'':  ^jtXJj.i.Ji-Adi»  xaJI  ^Li.x^  ~jp  JtÄj 
ik^Aji    ijIäJ«!    JLwJ    ^jj_äjI    »-y-g-i    JiAjyAj».«Ä=^    XaJI    jc-*?-^    ^_5L^.-i-sl    |*iv.*vi''    visA-w 

\tX.Ajvfc^,    Fol.    38':     ^-Av'cXsxj    » j\.    ^^XXj^^iX^iS  ^i>.Ajwlj»-»a.i».    xaJI    vLä.«    7"-).? 

\0  ei..^L_isAA.^'  &AJ JLj'vxis. ,  Fnl.  4  0'':  L_ä_^;  xÄ*vL_fcl  sjLxa^'I  Jo  ^jOLäI  J^S^ 
xtX_A_«/SAA4i',  Fol.  4  3":  ij^JcXx  xäauLäI  Si>L*a«JI  Jj>  ^joLib  t)....^  V^')  (.5^*^  ?■'' 
stXAJ\^,   u.  s.  vv.     Den  Briefen  voraus  gehen  allerlei  Notizen,  Rechnungen, 

')  So  ist  ganz  deutlieh   geschrieben;  es  ist  offenbar  eine  Entstellung  Ton  „Brandebourg". 
^)  weshalb  ich   auch  nicht  behaupten  will,    dafs    ich   nicht  vielleicht  das   eine  oder  das 
andere  der  mitgetheilten   Anfangsworte  falsch  gelesen  habe. 


47  S  Türkische  Handschrilten  50"2.  503.  btylistik  und  Epistolographik. 

Gedichtcheu  u.  dgl.,  zum  Theil  in  arabischer  Sprache;  doch  koiumeii  auch 
hier  schon  einzelne  Briefe  vor,  so  dafs  es  schwer  ist,  zu  sagen,  wo  die 
eigentliche  Briefsammhing  beginnt. 

170    beschriebene    Blätter:    15  X  l*^    cm.      Gutes    Dlicänl   mit    19  —  20 
schief  ffe^chriebenen  Zeilen  auf  der  Seite. 


o 


502.  [Diez  A.  S''.  176.] 
Erst  eine  Sammlung  von  Briefen,  welche  wirküclj  geschrieben  wurden, 
dann  Briefmnster.  Den  Anfang  macht  der  Brief  des  Sultan  Qorqud  an 
seinen  Bruder  Sahm  I,  nebst  der  Antwort  de^  letzteren,  welche  beide 
Schriftstücke  in  Wickerhauser's  Chrestomathie  p.  n\f.  und  244f.  in 
Text  und  Üebersetzung  niitgetheilt  werden  ^).  Dann  folgt  ein  Schreiben 
des  Paricez  Efendi  an  denselben  Sahm,  Auszüge  aus  den  Schriften  des, 
Nagätl  u.  s.  w.  Von  S.  40  an  kommen  Briefmuster  (Eingangsfonneln, 
Bittschriften  an  Grofse.  Muster  eine^  Kaiserl.  Erla.sses  .,w''~»p  *Si^  ^x-o, 
Briefe  von  Söhnen  an  Väter,  von  Vätern  an  Söhne  u.  dgl.  m.).  Den  Be- 
schlufs  macht  ein  sogenanntes  aüeUoöLu*  d.  h.  eine  (sehr  genaue)  Anwei- 
sung, die  in  den  amtlichen  Rechnungsbüchern  üblichen  Si'yäqah-ZaMeu  zu 
schreiben  *). 
Anfang:      '  jJuixjtVj..^  J'fcä>fc5     ..IkJL-.    _iljC'-5    &!-' JLj.  <;-:•>   ,.>Lä.  ♦xi-^    ,.,UsJL« 

55  beschriebene  Blätter  mit  Originalpaginierung  (bis  i.aj;  IS,^  X  12  cm. 
Regelmäfsiges  und  sauberes,  aber  doch  oft  recht  schwer  zu  lesendes  Div.ärü 
mit   11  Zeilen   auf   der  Seite:    die    Seiten    mit   einer    schwai-zen    Linie    um- 


zogen. 


503.  [Diez  A.  8^  123.1 
Den  Anfang  dieser  Haudschiift  macht  ein  Abschnitt  in  arabischer 
Sprache,  welchem  in  dem  aufsen  aufgeklebten  Titel  blatte,  wie  es  scheint 
irrthümlich,  der  Titel  ^^'-X'l  ^S^-a.  (vgl.  Gotha,  Arabisch  Nr.  7  71,3)  ge- 
geben wird.  Hierauf  folgt  eine  Sammlung  türkischer  Briefe,  von  welcher 
Diez  in  dem  Kataloge  .seiner  Handschriften  Folgendes  sagt:  „Diese  Samm- 


')  Der  Brief  des  Stdtan  Qorqud  allein  steht  auch  in  der  Handschrift  Nr.  5,  Fol.   534*. 

*)  Aehnliche  Schriftchen  finden  sich  in  Gotha  Xr.  4,»,  Kopenhagen  Nr.  XIV,  Oxford 
Nr.  XXHI,  Leiden  Nr.  ILXXXIX  und  Akademie  Nr.  CXCVIIl,  Wien  Nr.  106,»  und  2012,4, 
München  Nr.  234  nnd  239. 


Türkische  Handschriften  504.  505.  Stylistik  und  Epistolographik.         4?9 

lung  begreift  allerley  Abschriften  von  Geschäft-s-  und  Complimenten-Briefen 
in  sich,  welche  jemand  wegen  der  Zierlichkeit  ihres  Stjls  aufbehalten  und, 
wie  es  scheint,  zum  Gebrauch  des  Publikums  bestimmt  hat.  Es  erscheinen 
hier  Binefe  von  sehr  bekannten  Männern,  z.  B.  vom  Chan  der  Krimm 
Ghazi  Ghirai,  vom  Kjemal  Pascha  zade.  als  er  noch  Kazi  oder  Richter 
von  Thessalonich  gewesen .  von  den  Grofs  Wezirs  Achmed  Pascha ,  Sinan 
Pascha  und  Ferhad  Pascha  und  vom  Sultan  Murad  III  und  von  vielen 
andern  genannten,  aber  unbekannten  und  von  ungenannten  Personen.  Die 
Briefe  sind  sämmtlich  im  Zeitraum  von  1001  und  1002  (1592  und  1593) 
geschrieben  und  betreffen  zum  Theil  den  persischen  Krieg,  der  in  diese 
Periode  fiel,  wo  auch  die  o-enannten  Wezirs  nebst  Osman  Pascha,  der  hier 
ebenfalls  vorkommt,  gebraucht  worden.  Einige  Briefe  sind  mit  Poesien 
gemischt  und  am  Ende  finden  sich  mehrere  kürzere  oder  längere  Gedichte 
von  vei-schiedenen  Dichtern  aufbehalten  oder  aus  Büchern  D:ezooren.  Das 
ffröfste  darunter  ist  ein  Gedicht  auf  Gotr  und  dessen  Namen.  Andere 
kleinere  Gedichte  sind  von  Ghazi  Ghirai  Chan  und  vom  Sultan  Murad  III 
aus  dem  Jahre  999  (1590)."  Scheint  am  Ende  defect  zu  sein. 
Anfang  (Fol.   7*'):     IJ|JU  obwi  J-i 

71  beschriebene  Blätter:  ISX  11,*  cm.  Kleines  Nastalhq  mit  20 
Zeilen  auf  der  Seite;  die  Poesie  zweispaltig-  geschrieben.  Auf  einem  aufsen 
aufgeklebten  Zettel  steht:  i.n  ^^  s_)^-JCc  w'<^«   ^''/^  u*';-=*  «j'-*^- 

504.     [Diez  A.   4'-'.    125,] 
,, Sammlung    türkischer   Briefe.      Die    Briefe,     19    an    der   Zahl,    sind 
sämmtlich   au    mich  ')    gerichtet.      Von    meinen   Antworten    sind    nur    zwey 
S.    19   u.    22  aufbewahit".     (Diez.) 
Anfang:  de^  ersten  Briefes:      g.,1  :%<-.-.   *Jujl    JiS.^    JLoLlc  JüJ.j     »jUsJL., 

Verschiedene  Formate;  die  Blätter  sind,  wenn  nöthig,  zur  Gröfse  von 
24,4  X  20,5  cm  zusammengefaltet.     Zahlreiche  Siegelabdrücke  vorhanden. 

505.     [Diez  A.  S».   6.] 
Eine    Sammlung    von    officiellen    Schreiben,    grofsherrlichen    Erlassen, 
Pässen  u.  dgl.     Nur  die  Rückseite  der  Blätter  ist  beschrieben,  so  dafs  die 


^)    Diez    wird    ^j>^i     .^yi    -JÜ    genannt  und  «JUil        -^  *l   betitelt. 


48#         Türkische  Handschriften  506.  Stvlistik  und  Epistolographik. 

jeder  Textseite  gegen  überstehende  Vorderseite  des  nächsten  Blattes  frei  ge- 
blieben ist.  Auf  diese  freie  Seite  sollte  eine  italienische  Uebersetzuug 
des  g^enüberstehenden  Textes  geschrieben  werden;  dieselbe  ist  aber  in 
der  That  nur  im  Antang  (^bis  pag.  tl),  in  der  Mitte  pag.  «"1  — it"  und  gegen 
das  Ende  pag.  "ii  — S>  wirklich  vorhanden;  dagegen  ist  durchweg,  und  zwar 
am  vollständigsten  gegen,  das  Ende  zu,  dem  Texte  italienische  Interlineai- 
Ubersetzung  beigeschrieben. 
Anfang:      Jji^^:..^    ^'-i   ^'^.    ^Lk-L.    ^Kx^L-,    ^,U^"U  ou^^  ^Uj 

49*)  beschriebene  Blätter;  2ü,ä  X  13  cm.  Sehr  schwer  zu  lesendes 
DiicänT;  auf  der  Seite  stehen  ntu-  6  Zeilen,  imi  Baum  für  die  Interlinear- 
uoten  zu  lassen;  die  italienische  Uebersetzimg  ist  zweispaltig  geschrieben. 

506.  ^Diez  A.  4'.  45.] 
Eine  Anzahl  von  officieUen  Schreiben,  welche  irgendein  Pfortenbeamter 
zu  seinem  eigenen  Gebrauche  zusammenschrieb  oder  zusammenschreiben 
liefe:  auf  FoL  3*  steht  von  fremder  Hand :  (Hs.  Jik ,  iisi  ijui'  ...os;  äuc=.Lo 
Ui^f  2lLw  (sie)  .'  ^v^-tf  ^SLi.,  was  doch  wohl  heifsen  soll:  „Eigeuthum  des 
YaHyä  Efendi,  geschrieben  von  seinem  Schüler  MvJkumnad  im  Jahre  1042" 
(beg.    19.    Juli    1632).      Die    ersten    Schreiben    sind    betitelt:    au-* li_i   Jo«l 

.JukJ.a-.fi  ■J^tJiSi/:  .iiL;.ü  —  .Jut^Likjl  >^^we..^wc  5.>'".  _a«-L5.^  «jLSeLä  .«.^  =-^->  «-"  — 
/    -  /y  y  w     -/  -         y     -  '    y  /^S^    y  «J^     y 

und  da  stehen  neben  und  zwischen  diesen  Staatsschriften  auch  Abschnitte 
anderen  Inhalts:  so  am  Rande  von  Fol.  4 8^ f.  ein  Gespräch  zwischen  Sa- 
lomo  tmd  chinesischen  Weisen  über  die  Ursachen  der  Kinderlosigkeit  vieler 
Frauen:  Fol.  11 2" f.  eine  lange,  durchaus  auf  ^—  reimende  Kaside  mit 
dem  Anfange: 


c 


^y^^        ^yy      y  j-  \J^  j  :■       j  w 

u.  a.  m. 

')  Eine  Torbandene  Originalpaginierung  geht  bis  1*^;  dieselbe  beginnt  aber  gleich  mit 
r*,  und  auTserdem  sind  die  pag.  t>,  r**  und  l»l,  Uf  enthaltendeo  Blätter  abhanden  ge- 
kommen. 

*;  Vgl.  Hammer,  Osman.  Reich  III,  282. 


Türkische  Handschriften  507.  Epistolographie.         481 

Anfang  des  ersten  Schreibens  (an  den  „König"  von  Siebenbürgen): 

HS  beschriebene  Blätter;  20,s  X  l-4>*  cm.  Erst  gates  Nastaihq,  dann 
(von  Fol.  28  an)  gutes  Dlicärü  mit  15  Zeilen  auf  der  Seite;  zuletzt  ver- 
schiedene Hände.  Am  Ende  steht  das  Datum:  9.  Sauicäl  114S  :=:  22.  Febr. 
173  6.  —  Ein  dem  Vorderdeckel  von  aulsen  aufgeklebter  Zettel  trägt  die 
Aufschr-ift:  rr  .JuJLj.v>s  ixÜA-it.  Jü-iCc  »Lül  ^L5'. 

507.     [Ms.  Orient.  4°,   446.] 

Ein  Schreiben,  datiert  vom  3.  (ruraädä  I  1165  =  19.  März  175  2, 
an  den  König  von  England  gerichtet  und  über  das  ungebührliche  Betragen 
eines  englischen  Unterthans  Klage  führend.  Was  den  Schreiber  betrifft,  so 
untei-zeichnet  sich  derselbe  mit  einer  tughra-artigen  Verschlingung,  in  wel- 
cher ich  <>i-«y  zu  lesen  glaube;  ein  der  Rückseite  des  Briefes  aufgedrücktes 
Siegel  mit  der  Jahreszahl  W\  (beg.  2.  Jan.  174S)  setzt  noch  dazu  (Xt.&l  ,jj. 
Es  ist  darunter  vermuthlich  der  Grofsvezier  Amin  MuFiammad  PaSa  Diicit- 
dür  zu  verstehen,  welcher  sein  Amt  vom  23.  MuRarram  1163  =  2.  Jan. 
1750  bis  zum  17.  Salhän  1165  =  30.  Juni  1752  bekleidete.  Ich  gebe 
übrigens  das  Gesagte  mit  allem  Vorbehalt,  da  ich  offen  gestehen  muis, 
dafs  ich  in  der  Entziffenmg  türkischer  Briefe  und  ähnlicher  Actenstücke 
nur  sehr  geringe  üebung  habe. 

Der  Anfang  des  Briefes  lautet:  (sie)  ^(~*X.'I  ^LüS'  ju>.,..>t.'l  *Lk«JI  »T^NI^Lsii» 
LJU  i*jy.ii.'l  oUjlk!!  (sie)  j='.^  IL^  ^.^  ^> <>....'»  (sie)  v=JLe  ^  .ü^ 
V»Ji~.^  J.l  «jLsjLs.  JjiöÄa..  JLi-cS'   .,^'.1    _c'»-i.>b  JÜuLjI.     Die  Adresse  lautet: 

Ein  Bogen  geglätteten  Papieres  von  62  X  •*"}*  cm,  mehrfech  zusammen- 
gefaltet; verhältnismäfsig  gutes  Dlwänl.  Vorgeheftet  sind  drei  Briefe  von 
J.  C.  G.  Adler,  F.  Temler  und  O.  G.  Tychsen,  welche  sich  mit  Ent- 
zifferung des  türkischen  Schreibens  beschäftigen;  nur  was  Adler  sagt  ist 
der  Berücksichtigung  werth.  —  Die  Inschrift  des  aufgedrückten  Siegels 
lautet:  zunächst  im  Innern  cV»t*I  ^  JÜ^,  dann  darum,  in  ein  Hexagon 
verschlungen,  die  Namen  der  sieben  Schläfer  und  ihres  Hundes  Qitmir 
(ßeinaud,  Monumens  du  duc  de  Blaeas  II,  59),  endlich  in  dem  äufsersten 
Kxeise:   LjxU.1   ^   <^    J^^'•    s^JL?   ^,i    t^   i^--ij    ätJ-"    •}y^^  *    (sie)  ^vXj  j^, 

Tärkiä«^«  Huidsciiriften.  61 


488         Türkische  Handscbritten  508.  509.  Epistolographie. 

KX flt  |*s!  (vgl.  Hammer  über  die  Siegel  der  Araber,  Perser  und  Türken, 

in  Denkschriften  d.  Wiener  Akademie,  Pbil.-liistoi-.  Classe,  I  S.  1  9  Anm.  1, 
und  besser  Rein  au  d  a.  a.  0.  11,  102  Anm.  2;  es  ist  ein  Vers  der  Bur- 
dah,  der    135=*'  bei  Ralfs). 


508.    [Diez  A.  4».  91.] 

1.  Der  türkische  Text  des  zwischen  der  Pforte  und  Carl  II  von  Eng- 
land in  der  mittleren  Dekade  des  Gumädä  II  1086  {=  2  —  11  September 
1675)  abgeschlossenen  Verti'ages,  welcher  von  Hammer,  Osman.  Reich 
VI,  317  erwähnt  wird,  imd  dessen  fi-anzösischer  Text  beiDuMont,  Corps 
universel  diplomatique  VII ,  1  (ä  Amsterdam  et  i\  la  Haye  17  31.  Fol.) 
p.  29  7  nr.  CXL  abgedruckt  ist.  Abschriften  des  türkischen  Textes  des- 
selben Vertrages  finden  sich  in  Leipzig  Kr.  231,i,<',  Upsala  Nr.  4  73  und 
Oxford  Kr.   41. 

Anfang:       _jLs\.i»,  ooIcNjc  ouyi../c.   (gj'-?^  ojLää  ^yx.  »jJLä   ^(X*m, 

2.  Fol.  19:  noch  ein  paar  kurze  Actenstücke,  darunter  ein  Brief  des 
Grofsvezirs  an  Fi-iedrich  den  Grofsen  (verschieden  von  dem  in  Kr.  5 1 0 
an  zweiter  Stelle  enthaltenen)  und  die  Uebersetzung  einer  Note  des  preu- 
fsischen  Gesandten  siXk^k^s-Ji   Wj-äJ  ^sSaa.^;!  Ly*..yj . 

Anfänge  dieser  beiden  Briefe: 

«LxÄ^t  äJjl  i  (.UsJI  ^l^'l   Xxjä  «y^--oJI  ,.Uä*Jl  .ybll  ^UjjI 
und:      k»5ok.'LAAi...jj    _ej   _.l   jj^'^'  tj'^-'^   sjoi^b   L>/.aJj   ^j«Js  a^J>jl  ^Jö^ 

22  be.schriebene  Blätter;  2  2,5X16  cn^-  Gutes,  dem  Nas/i  nahe- 
stehendes Diwüni-nasylsi  mit    15   Zeilen  auf  der  Seite. 


509.  [Ms.  Orient.  Fol.  350.] 
Zwei  officielle  Actenstücke,  welche  sich  beide  auf  den  früheren  preu- 
fsischen  Gesandten  bei  der  Pforte,  Baron  Werther  jJjj  ^^yr-,  beziehen.  Das 
eine  ist  ein  Schreiben,  in  welchem  er  der  Aufmerksamkeit  und  Fürsorge 
des  XaM  PaSa,  Commandanten  von  Widdin  (a-L^  vJ^-^^?  empfohlen  wird, 
das  andere  ein  mit  der  grofsherrlichen  Tuyra  versehener  Pafs  für  ihn,  als 
er  „der  Luftvei-änderung  wegen"  ^j^-s\jI  lyo  JotXö  sich  nach  Bräsali  be- 
geben wollte.     Der  Pafs  ist  vom  Jahre    122  7   =    1S12   datiert. 


Türkische  Handschriften  510.  Epistolographie.         488 

510.     [Diez  A.   4".   92.] 
Drei  Staatsschreiben ;  näiulicli : 

1.  ein  Brief  des  Sultans  Mustafa  III  au  Friedrich  den  Grolsen,  datiert 
von  der  ersten  Dekade  JjI^I  des  Jü  'l  ki\gjah    1179   =:    11  —  20   Mai   1766. 

Anfang:     iuyMJ^\   j.liä*JI   ■^\yje'a\  (sie)   xLsvsl  ^JlXfJ^LiiJ^^  v;y>.öik   ^^;U*  o^ic 

2.  Fol.  2^:  Brief  des  Grofsveziers  MuRammad  Pasa  an  denselben,  ge- 
schrieben bei  Gelegenheit  der  Ablösung  des  preiifsischen  Gesandten  v.  Ze- 
gelin  durch  v.  Rexin.     Nicht  datiert. 

Anfang:     (sie)   oJJ^'l   i    ^U&.'l    J~^X:^I  ^ÜLis-    ^^y,^\   ^Uä*.'!    Jyö\  ^Uül 

3.  Fol.  lO'':  Brief  desselben  an  den  preufsischcn  Minister  Grafen 
V.  Finckeustein,  geschrieben  bei  derselben  Gelegenheit. 

Anfang:      ^Uw«»-oL!l   iijUaJI   »I-a5' s J.*ä  «jtjcy. «>■»'(  (sie)  oJJLJI   ^Iwol   s.Jö 

13  beschriebene  Blätter;  22  X  i"  cm.  Deutliches  Nas/l  mit  15  Zeilen 
auf  der  Seite;  der  erste  Brief  vocalisiert.  Dem  türkischen  Texte  ist  eine 
italienische  Uebersetzung  beigefügt,  welche,  nach  Diez,  „vom  Dollmetscher 
der  preuisischen  Gesandtschaft  jener  Zeit"  herrührt. 


In  diesen  Abschnitt  gehören  ferner:  Nr.  5,ii  (Briefe)  —  12  (Titulaturen)  —  14  (eine 
Bittschrift)  —  23  d.  24  (Briefe)  —  n  (jüebv:>_jjjj)  —  5*,7  u.  17  (Schreiben,  das  erste  ron 
Munin  Balyrädi)  -  30  (Brief  von  Muräd  I  an  Etcrenos  Beg  =  260,3)  —  n  (Auszüge  aus 
zwei  Insä)  -  6»  {Äbü  H-suiüd  an  Sulahmn  I)  —  7,6  (Bittschrift)  —  8,3-9-10-13  — 
8,1»  (drei  ewLici«.».^)  —  16  (bombastisches  Lob  Muräd'a  IV)  —  20  (Anfang  des  Insä  von 
Masini  Beg)  —  8*4  (^jsjLciJI  ^^  ^jJtbJI  «ix  ^j)  —  15,i  (oö^  \jy'^  "-'^  Lcü^ 
j-ju)  —  25  fol.  SB*"  (Anreden  für  Briefe  an  Tomehme  Personen)  —  28*,4  (Briefe  und 
Schreiben  Verschiedener)  —  29,3  n.  20  (desgl.)  —  31,5  (aucLj^j-A-jyj"  zum  Lobe  von 
Brüsah)  —  32  S.  7,  17  u.  18  (Reisepässe)  —  33,2  (Muster  officieller  Schreiben)  —  34,4 
(Briefwechsel  zwischen  Sal'im  [II]  und  Sah  Tahmäs;  auch  Bericht  des  ersteren  über  die 
Schlacht  bei  Konia,  966)  —  38,9  (Kunstbriefe)  —  39  fol.  8»  und  9^  (Schreiben  des  Sul- 
tans an  Sah  iAbläs  und  Sah  Tahmäs)  —  fol.  13*,  18* f.,  23'' f.  (Schreiben  an  verschiedene 
Fürsten  und  Vornehme)  —  fol.  41''  (jj^Ujc  LcljioUJI)  —  fol.  42*  (Schreiben  der  Pforte 
an  den  Sarif  toü  Makkah)  —  fol.  61''  (Diplome)  —  fol.  68'' f.  (Titulaturen)  —  foL  111'' 
und  137*  (verschiedene  Schreiben,  hauptsächlich  von  Sultanen)  —  41,2  (Musterbriefe  pri- 
vaten Inhalts)  —  47,4,  48,2,  49,  50,i,  51,  53,  54,  55,7  (allerhand  Briefe)  —  53  (die 
luyra  Sal'm'a  III)  —  260,4  (Schreiben    und  Erlasse    von  Sultanen)  -  s   (Erlasse    von  iU^- 


61 


• 


484         Türkische  Handschritten  511.  512.  Christliche  Theologie. 

man  ihn  Ur/ün  und  nmleren  alten  Sultanen)  —  13  (Titulaturen)  -  14  (Brief  des  iAbd  al 
Jcarhn  al  Hasanl  ^^aä^!^'!)  —  '286  fol.  2"-  (ein  liricf)  —  306  fol.  63''  (Liriefmuster)  — 
309   (Briefe)  —   311   (ein   Brief)  —   315,   1,6    (Briefe  und  Schreiben). 


XXL  Christliche  Theologie. 

511.     [Ms.   Orient.   4".   287.] 

Fragment  einer  Uebersetzung  des  Neuen  Testamentes,  welche  von  den 

einzigen    mir    zur    Vergleichung     zugänglichen    Uebersetzungen ,     der    von 

Seaman  und  der  in  Paris  1827  gedruckten  (Zenker  nr.  1682  und  1688  ')), 

verschieden  ist.     Das  vorliegende  Fragnient  umfafst  Marc.  I,   29  —  III,   8. 

Anfang:      k^LovJöi.   |j.ji*.w    «J^J  ÜLi>o^    i^y.&xi    »jXtaJj-ivijWiLi.    jjOx«*aa5^    M 

Ende:     äJoltXA-to.    ^y--^^    ^iSx^».'S^\    S^<^Xj^^    ^jtX^j^jl    »_J0    ^tX-ä-sw-i    u^tXJjj    \ 
yXjuXJS  Ij  I   LjjtX-yil   ^^'^'-^^'    T-^J    ö5^j'   i3-^^   i:y*i5'  *.Alac   ^tXÄil-Isl 
4  beschriebene  Blätter;   21X15  cm.     Gutes,  neues,  vocalisiertes  Nasyjl 
mit   15  Zeilen  auf  der  Seite. 

51^.  [Ms.  Orient.  4".  193.] 
Das  in  zwanzig  Abschnitte  loL  eingetheilte  Glaubensbekenntnifs  des 
Gennadios  (Georgios  Scholavios),  Patriarchen  von  Konstantinopel,  welches 
derselbe  auf  Verlangen  Muliammad  II  gegenüber  ablegte.  Dieses  Glaubens- 
bekenntnifs ist  in  Mart.  Crusii  Turcograecia  (ßasileae  15  84.  Fol.)  p.  110 
—  119  zuerst  griechisch,  lateinisch  und  türkisch,  das  letztere  sowohl  in 
griechischer  als  in  lateinischer  Umschrift,  gedruckt,  dann  türkisch  mit  grie- 
chischen und  mit  arabischen  Buchstaben  und  lateinisch  von  Hammer  in 
den  Fundgruben  I,  461  luid  II,  105,  164,  316,  4  7  0,  und  endlich  von 
N.  Ilminski  nur  türkisch  mit  griechischen  und  arabischen  Buchstaben  in 
Kasan    1880    herausgegeben    worden^).      Wie    in    der   Einleitung   zu    dieser 


')  Das  der  Herzogl.  Bibliothek  in  Gotha  zugehörige  Exemplar  enthält  nicht  nur,  wie 
Zenker  angiebt,   das  alte,  sondern  auch  das  neue  Testament. 

')  üpcÄBapHTejinoe  coodmenic  0  Typei;KO)n.  nepeEO^i  nsjoaceniH  «ipLi  naxpiapxa 
reHHEÄiH  Cxo.)iapLa.  23  Seiten  in- 8",  0.  T.  —  Ueber  Ausgaben  ohne  den  türkischen  Text 
Tgl.   man  Wagenmann  in  Herzog's  und  Plitt's  Real-Encyklopädie,  2'"   Aufl.,  V,   65. 


Türkische  Handschriften  512.  Christliche  Theologie.         485 

Ausgabe  mitgetheilt  wird,  ist  der  Text  des  Crusius  „Buchstäbe  für  Buch- 
stabe, und  also  mit  seinen  Fehlern"  bei  Migne,  Patrologiae  cursus  com- 
pletus,  series  Graeca  posterior,  Tonius  CLX,  1866,  pag,  33  3  —  351  wieder 
abgedruckt;  und  in  derselben  Einleitung  Ilminski's  wird  auf  eine  Mit- 
theilung Renaudo t's  hingewiesen,  der  zufolge  die  Pariser  Handschrift 
Nr.  2961  den  griechischen  Text  und  die  mit  griechischen  Buchstaben  ge- 
schriebene türkische  Uebersetzung  enthalte,  und  zwar  in  so  eleganter  Aus- 
stattung, dafs  es  vielleicht  dasselbe  Exemplar  sei,  welches  dem  Sultan  selbst 
oder  doch  einem  vornehmen  Türken  aus  seiner  Umgebung  überreicht 
worden  sei. 

Der  Name  des  Gennadios  erscheint  in  der  vorliegenden  Handschrift 
in  der  Form  ^^Jax}^  SM^kik^i  Äjot\*j  (sie)  e&j^*-.«..'!  ^w±j.kj  (sie)  IoSLäj 
^J>.^y'h^J^\  ^_4^4JI;  der  Uebersetzer  wird  hier  (Fol.  2*"  Z.  7)  >^^^aX=>-  0^*.^ 
^^M*A^\ji  iLj»i  5  j'  j5*«LjLj  genannt;  nach  dem  griechischen  Texte  bei  Cru- 
sius (vjxo  T»  dyjiUT^  xai^^rj  j3t(}Qoias,  t«  TTCtifJog  /iia/auhiT  JLfhum^  t«  dva- 
yQa(fiu)g)  hiefs  er  AKmad ').  —  Die  vorliegende  Redaction  endlich  — 
welche  für  eine  neue  Ausgabe  des  Glaubensbekenntnisses  von  erheblichem 
Nutzen  sein  dürfte  —  wurde  von  einem  gewissen  (''^LL  J»-a<,  einem 
Mainie  aus  dem  Gefolge  des  Mätl  Beg,  Woiewoden  der  Walachei,  zu  Ter- 
govist  besorgt,  indem  er,  wie  er  versichert,  den  Text  mit  grofser  Mühe 
von  vielen  Fehlern  reiniofte.  Die  betreffende  Stelle  der  Vorrede  lautet 
folgendermafsen :  ^kA   «jÜ  ^^l->o    ^l^^c^   .^.oi'.   »=£  w  J^s  'tX^  «j  »jCis  ^t^j'; 

pLXl'l  ^oLäJl  v.s?l  P»>-^;  iS'^^'^y^^  iS^-  -'-^  ^^^'^  is'^  (*'^^)  *^s^**^''  ^'~^"' 
ju.ij.^>.k>    &.A_)tX_t_j    x.u<.j.^v.'l    ojb!^    iil.Ä    (sie)    Iaä*vj.    ^äaXjI    (sie)    ^jLiCwl 

^4X-i.JL5l  ^   jJjI    oa*:::»)   ^^^^   ^rT^-    ^ ^*    ü>^ "      Uutcr    dem   Woiewoden 

Mätl  Beg  dürfte  wohl  Mnitliä  Bessaraba  zu  verstehen  sein ,  ein  tüch- 
tiger Fürst  und  P'reund  der  Wissenschaft,  welcher  von  1633  bis  165  4 
regierte;  s.  J.  Chr.  v.  Engel,  Geschichte  der  Walachei  (=  Fortsetzung 
der   Allg.   Welthistorie    Th.   49,    B.   4,    Abth.    1),    Halle    1804,  4",    S.   289, 


')  iu»i  8»5  ist  also  =  Beroea,  Rerrhoea.  Es  ist  die  Stadt  dieses  Namens  in  ilace- 
donieu  gemeint  (s.  Mostras,  Dictionnaire  geographi(iue  ile  l'empire  Ottoman,  St.  Peters- 
bourg  1873,  8",  p.  139);  in  Stieler's  Handatlas  erscheint  die  unter  dem  Namen  Werria 
d.  i.   Bt^^oia   mit   neugriechicher   Aussprache. 

')  Ist  dies  etwa  das  walachiecbe  Janko? 


486         Türkische  Handschriften  513.  Christliche  Theologie. 

und  M.   de  Kogalnitchaii,    Histoii'e  de    la   Valachie    et    de    la   Moldavie, 
Berlin    1837,  I  p.   271. 
Anfang:     ^Lj*u.   >^m^  ö^*^^  xS  80^=»w'f  (3^Ls.  «uv^ä.   J.I  4>.«>.»,«lj  fcUj.  (>.4.=>. 

Anfang  de.s  ersten  Bäh :      ;J.JLi.  yO   Jj  äIJI  ^j  |vS'  vj.>  stXJvV^I  *ä5o^j  y«^ jUääI 

10  beschriebene  Blätter;  21,6X  15»  cm.  Gutes,  sehr  deutliches,  vo- 
calloses  Nas'/i  mit  16  Zeilen  avif  der  Seite.  Der  ungenannte  Schreiber 
giebt  an,  dafs  er  seine  Arbeit  auf  Veranlassung  |V*vj.j  eines  gewissen  Yüsuf, 
welcher  ^^l^^^wj  xä+j  d.  h.  doch  wohl  „Dolmetscher  bei  der  K.  Deutschen 
Gesandtschaft"  war,  gemacht  habe.  Das  Datum  der  Abschrift  wird  mit 
folgenden  Worten  angegeben:  ^5^L  t^iaj  ^^äaj   ^jÖ^ksS^^  ^j>aj^'I  ^^^^"L>^  cj>.ö.ä 

xäA*«^*   tiS'^LJI   \y^^  j-%-^   Ci^  3   (sie)  siU-w    3   (sie)    |^=»vtJsj^'    jv-'U    (AJjc«*^* 

-Lit      i^o   .Hj..ci   Ia   3   ÄA_! (''ic)   &-v^\t».il    ^^-^    ^.«j    ';l'.>f     ,.^-vi    (c*»J  •       Das 

letztere  Datum,  welches  sich  docli  wohl  auf  die  Hi()rak- Aera  bezieht,  ent- 
spricht nach  dem  julianischen  Kalender  dem  24.  oder  25.  März  1646;  Uff 
im  christlichen  Datum   dürfte  somit  nur  für  I1t'=t  verschrieben  sein. 

513.     [Ms.  Orient.   8".   34  2.] 
Die  Geschichte  des   heiligen  Johannes  Chrysostomus,    aus    dem  Arme- 
nischen in  das  mit  armenischen   Wörtern  durchsetzte,  Türkisch ,    wie  es  die 
in  der  Türkei  lebenden  Armenier  zu  gebrauchen  pflegen,  übertragen.     Der 

J- itel     lautet:     ♦Ijuiuii/i'ji  f^^»    'uf     L     n.p^iuli^/r^uirf^n^ii,     ijC'     TifiLiQ^u^i^    Jkß^    o^ndnlni.  ^  ,    uiltqliir 

luPwttßiL  (]o'^iu'i,'i,nt.  nu/ihpffpiufipi,  d.  i.  Badmutiuu  surp  yev  skantschela- 
kordz,  we  dschümlesine  met  (d.  i.  olxi?)  olunmus,  bizim  atamez  Johannu 
osgeperanen ');  in  der  Ueberschrift  steht  dann  statt  des  armenischen 
u^uhi^lTim^np&  das  «arabisch-türkische  <JtL!i[iLifiP-iJ>  d.  i.  Aj-y^^. 

123  beschriebene  Blätter^)  nebst  einem  vorgehefteten  Blatte,  welches 
den  Titel  in  (nicht  fehlerfreier)  Umschrift  enthält;  Gröfse  der  Blätter:  14 
X  10  cm.  Gute  armenische  Schrift  mit  16  Zeilen  auf  der  Seite.  Auf 
Fol.    1*"    eine    Abbildung    des  Johannes  Chrysostomus    mit    der   armenischen 


')  Die  arraenisehen  Wörter  sind  gesperrt. 

*)  mit  Originalpaginierung  unten  auf  den  Seiten;    die  beiden  letzten  Seiten  sind  durch 
ein  Versehen  des  Schreibers  beide  mit  244  statt  mit  244  und  245  bezeichnet. 


Türkische  Handschriften  514.  Christliclie  Tlieologie.         4-87 

Unterschrift  (]o'>iu^  nu^hplriimii  '^wjpimubmii  ^uipfiluouhui  ^iip'/,  Jhp:  ,,Juhiiiine.s  Cliry- 
sostomus,  der  Patriarch,  bitte  für  uns".  —  Aus  der  Bibliothek  vuu  Her- 
111  au II  Lütze.  ') 

514.     [Sachau    191.] 
Diese  kleine  Handschrift    enthält  christliche  Gebete  u.  dgl.,    meist  sy- 
risch   oder   karschunisch ,    durcliaus    mit    neuem    gutem    P'Mß    geschrieben ; 
ganz  am  Ende  stehen  zwei  kurze  Abschnitte  in  türkischer  Sprache,  gleich- 
falls mit  P'Sita  geschrieben,   nämlich: 

1.  ein  Glaubensbekenntnil's ,  beginnend:  in:;^}  ^  )-»5  5i^^  .^.»i  d.  i.  ^^UjI 

2.  das  Vaterunser;    Anfang:   ^^fCi:J>    ^-liu^j  (sie)  >*io].^i:=    Xof   jJi!l"a^    ^i 

^asii^oj     d.    i.    ^^*J^I    (j-tXÄX!    »äXa^^I    (!)    VaxLIj    ^!il^l    [iC>Jf^f]    SOj)^yf^\. 

Grüfse  der  Blätter :  1 1  X  8  cm.      Das  Glaubensbekenntnifs  füllt   3  J ,   das 
Vaterunser   1^    Seiten;  auf  der  Seite  stehen    12  Zeilen. 


^)    Diese    Handschrift    ist    auch    io    dem    Kataloge    der    armenischen    Handschriften    von 
N.   Karamianz  als  Nr.   51    (S.  39)   beschrieben. 


Register. 


T«iku«k«  Eudsdinft«!!. 


I. 

Coiicordaiiz  der  alten  und  neuen  Nummern. 


31».  Orient.  F'ol. 


111 

268 

153 

271 

400 

208 

492 

274 

112 

269 

210 

373 

433 

240 

5  08 

53 

113 

270 

3  15 

372 

451 

230 

529 

259 

131 

248 

322 

2  20 

462 

272 

916 

162 

132 

54 

350 

509 

474 

273 

1271 

260 

149 

362 

389 

17 

475 

443 

1308 

208" 

1309 
1310 
1311 
1312 
1313 


O 


31:».  Orient.  4*». 


15 

45 

149 

456 

191 

181 

272 

469 

453 

5  2 

18 

44 

150 

1 0  3 

192 

46 

273 

150 

581 

497 

20 

160 

15  1 

3 

193 

512 

287 

51  l 

588 

233 

40 

43 

152 

367 

194 

496 

302 

1  0  1 

614 

436 

43 

13 

153 

40 

195 

264 

305 

488 

625 

27  6 

77 

97 

154 

158 

196 

168 

307 

217 

631 

47  1 

9  6 

495 

155 

409 

198 

494 

312 

132 

632 

24  4 

105 

161 

156 

169 

199 

374 

367 

486 

633 

478 

114 

28  5 

180* 

55 

203 

1  1 

368 

24  5 

63  4 

4  80 

115 

176 

185 

190 

204 

444 

369 

364 

635 

482 

145 

8 

186 

12 

206 

136 

378 

477 

63  6 

481 

146 

5 

189 

4  63 

263 

455 

44  0 

35  0 

637 

15 

148 

4 

190 

265 

271 

65 

446 

507 

643 

G2* 

425 

49S 


Türkische  Handschi-iften. 


Register  I  (Concordanz). 


]Ms.  Orient.  8**. 


1 
4 
7 
12 
15 
16 
17 
18 
19 
20 
35 


124 
336 
126 
114 
122 
120 
125 
121 
42 
119 
7 


36 
46 
47 
51 
52 
53 
54 
55 
56 
57 
58 


115 

333 

331 

144 

296* 

334 

10 

67 

130 

118 

277 


72 
77 
78 
109 
125 
128 
129 
141 
154 
171 
172 


51 

392 

2 

64 
145 

63 
105 
173 
128 
167 
127 


179 
181 
183 
184 
211 
212 
213 
214 
253 
304 
314 


117 
111 
338 
347 
129 
123 
337 
332 
84 
163 
415 


315 
316 
317 
318 
319 
320 
321 
358 
342 


405 

395 

393 

416 

14 

427 

9 

436* 

513 


I>iez  .A..  F'ol. 


1 

5 

6 

7 

12 

13 

14 

15 

16 

17 

19 


200 
218 
465 
368 
441 
193 
204 
484 
461 
266 
446 


2 

250 

15 

187 

26 

440 

51 

439 

61 

203 

6 

199 

17 

472 

81 

53 

371 

63 

492 

8 

195 

18 

470 

28-30 

82 

75 

74 

48 

9 

196 

19 

177 

83 

54-56 

76 

77 

210 

11 

458 

21 

375 

31 

57 

77 

12 

219 

23 

359 

3  2 

20  7 

57 

184 

13 

38 

24 

262 

33 

335 

58 

185 

14 

202 

25 

156 

34 

100 

59 

284 

I>iez  J^.   4«. 


20 
26 
27 
28 
29 
30 
31 
32 
33 
35 
36 


459 

410 

38 

74 

231 

222 

34 

430 

175 

466 

426 


37 
43 

45 
46 
47 
48 
50 
52 
53 
55 
57 


247 

213 
506 
255 
157 
194 
500 
232 
209 
96 
20 


59 
60 
61 
62 
64 
65 
67 
68 
71 
72 
73 


451 
252 
485 
280 
394 
363 
282 

33 
405 
236 

36 


74 

75 
76 

78 
79 
83 
84 
85 
86 
87 
88 


407 
216 
206 
428 
432 
291 
378 
464 
343 
344 
345 


rkiscl 

le  Hands 

chriften. 

Register 

I  (Concoi'danz). 

493 

89 

341 

99 

380  i 

113 

460 

126 

223  1 

136 

99 

90 

34  2 

100 

37 

1  14 

498 

127 

224 

137 

242 

91 

508 

10  1 

479 

122 

29  4 

128 

346 

138 

358 

92 

510 

108 

454 

123 

263 

129 

499 

139 

462 

95 

61 

109 

243 

124 

3  2 

131 

164 

140 

257 

96 

229 

112 

101  j 

125 

504 

132 

60 

144 

266 

1  Hex 

^.  8« 

• 

4 

433 

51 

205 

89 

419 

121 

23 

151 

319 

6 

505 

52 

293 

90 

29  7 

122 

424 

152 

320 

7 

138 

54 

299 

91 

47 

123 

503 

153 

321 

9 

491 

57 

407 

93 

30  2 

125 

110 

154 

322 

11 

146 

58 

290 

94 

403 

126 

70 

155 

323 

13 

267 

59 

170 

95 

183 

127 

298 

156 

324 

14 

447 

60 

253 

96 

314 

128 

258 

157 

325 

15 

448 

61 

360 

98 

306 

129 

3  79 

158 

326 

16 

365 

62 

25 

100 

296 

130 

329 

159 

2  7 

17 

215 

64 

256 

10  1 

328 

131 

39  0 

164 

182 

18 

179 

66 

356 

102 

305 

134 

330 

165 

398 

20 

435 

67 

384 

103 

249 

135 

388 

167 

452 

21 

154 

68 

366 

104 

238 

136 

389 

168 

396 

22 

159 

69 

289 

105 

3  40 

137 

40  0 

173 

387 

23 

286 

72 

165 

107 

301 

138 

339 

176 

502 

24 

39 

73 

30 

108 

310 

139 

246 

78 

26 

41 

74 

327 

109 

4  23 

140 

24 

177- 

179  79 

27 

178 

75 

312 

1  10 

300 

141 

377 

80 

28 

189 

76 

56 

i  1  1 

29  2 

142 

30  8 

180 

354 

30 

413 

77 

143 

1 1  2 

226 

143 

85 

181 

188 

31 

26 

78 

316 

113 

155 

1   144 

31 

182 

401 

32 

141 

79 

212 

1  14 

227 

145 

309 

187 

281 

34 

28 

82 

6 

116 

376 

146 

311 

192 

95 

35 

442 

84 

315 

117 

295 

147 

467 

48 

86 

85 

313 

118 

303 

i   148 

417 

49 

279 

86 

355 

119 

304 

149 

317 

50 

29 

87 

397 

120 

307 

150 

318 

494 


Türkische  Handschriften. 


Register  I  (Concordanz) . 


T>iez  J^.  13«. 


iioi 

1645 


120 
122 
123 
324 
372 
488 
489 
490 
491 
492 
493 
494 
498 
499 
500 
502 
503 
504 


348 
59 


108 
107 

62 
198 

50 
473 
474 
476 
135 
186 
102 
197 
147 
180 
352 
421 
501 
408 


5 
6 


1646 
1649 


505 
542 

60  0 
690 
694 
723 

724 
725 

726 

727 
7  28 
7  29 
730 


II. 


7 
26 
90 


92 

288 


7 

9 


418 
171 


90  I  1650    385 
89  I  1651    382 


12 

13 


1652 
1653 


131 

94 


383 

483 


1654    361 
1980    172 


IPetermaiiii. 


475 

92 

142 

278 

438 

492 

19 

434 

96 

420 

279 

261 

537 

221 

112 

97 

422 

280 

457 

625 

351 

237 

98 

201 

296 

412 

628 

192 

22 

110 

151 

298 

399 

63  7 

88 

251 

1  1  9 

235 

3  05 

137 

643 

489 

487 

121 

391 

30  6 

493 

671 

98 

211 

125 

239 

309 

4  29 

682 

134 

152 

146 

109 

323 

191 

710 

4  90 

225 

162 

445 

354 

58 

717 

449 

450 

163 

87 

375  _ 

91 

718 

106 

437 

172 

357 

391 

278 

731 

349 

22S 

173 

431 

4  25 

21 

Nchtr 

1  275 

182 

153 

431 

453 

Nchtr 

2  174 

195 

146* 

448 

353 

1 

223 

139 

45  6 

283 

234 

23  0 

140 

459 

49 

411 

248 

406 

486 

254 

TVetzstein. 


63  166 

188  414 

IL 

104  69 

105  66 


1  1  l 

20  6 
20  7 

2  23 
402 


7  2 

369 

3  70 

73 

241 


408 

699 

713 

1119 

1640 


214 

454* 

133 

71 

287 


1694 
1733 

175  8 
1773 
1792 


1  13 

468 

16 

18 

148 


1796 

1798 
1836 


149 
93 
68 


1849  S.  30  1 
Z.  5. 


Türkische  Handschriften. 


Register  II  (Titel). 


495 


]yjliiiiitoli. 

26         386        1  294 


381 


68    453' 


336      443 


Hamilton- 

I       343       49U*    1 


344 


28^ 


643 


UG 


IL(aiid[l>eT*ö:. 


357  98** 

362  137* 

366  189* 

408  149* 


64 


444 
556 

589  5 

598  8 


* 
* 


621 
631 

787 
8  20 


144* 

418* 

56* 

166* 


827 
847 
916 


453* 

145* 
284* 


1017       108= 


68       173= 


112 


^acliaii. 

98*  191 


514 


199      160* 


II. 


Register  der  Titel  iiiid  der  titellosen  Schriften. 


KÄm^jI 

85-88. 

^^y^  y^^f  ^:?' 

1  19. 

j'  n^y-i  V;^  ^^^ 

255,3. 

Ojv^-   wAÄJ'   '"IlVä^I 

176. 

J)UJI   — 

153. 

«XI    l»j.xit     [j^y^.     '^^'fr^^ 

14  6* 

JuiboLol 

36,2. 
149. 

^j^sil^  ^LBi  i 

34,1. 

^s*"^)y^  o|;**  ^^ 

232   Anfang. 

^,ö.l\  ^^^1 

8,17. 

I^aIsä    ^I  -S    <J<i\ 

117. 

lyt  v_jij>Tj   oL.j^  j.KäI 

8,6. 

öooLäI^     ''♦-Jt^     — 

8,15. 

2U  (>.«.=>■  1 

433. 

&ÄJ~CÖ 

t;;-'  ^'L«  Ji^^l 

137. 

jvAiiÄ    *.:>tjl 

120,4. 

r)';^" 

496 


Türkische  Handschriften. 


sL-i   ^^L 


^-f 


tV=».      sLaÄÄ.!      > 


I      ,0 


^ 


^■^i,  ^:^Uf 


»L«i^.am1     (ä..^^     0^...^^' 


44,11.    133,1. 

4,2. 

6,1. 


i^.    S/oU 


2,2. 


i«Xaw  . 


5*,52,    167,9u.lO. 


276,3. 


150. 


58,7. 


165. 
315,1,5. 


5*,3  u.  5G.     8,17. 
8V. 


454. 

5*,61. 


167,C. 


190. 


5,15. 
123. 
39   fol.    110\ 


31,3.    146. 
159,4. 

471. 


xiJLÄiä'   &.L;uot 


Register  II  (Titel). 

.?86. 

383.   384. 
38,6.44,6.503;s. 
auch  Namen. 
41,2. 
1,11. 
145*. 

5*,61. 

61,2. 

5*,25. 

34,5. 

483. 

259. 

145. 

39   fol.    4l\ 

5*,22.  35,5.  101. 

299.307.308. 

316.321.324. 

327.332.336. 

45  4*. 
Pers.    102,3. 
17   fol.    3  0\ 
45  6,l.o. 
5,23  u.  24.    5*,17. 

8,3;  9;  10;  12;  13; 

20.    15,1.    29,20. 

260,8.     49  1,2. 

492.494-498. 

501-503. 
5*,44. 
das. 
491,1. 
490,2.   500. 


Türkische  Handschriften 

Register 

II  (Titel). 

li^AJ      _S5.*.<jC     rLxiöl 

8,20. 

obwCi   *^V^^    ^';j' 

109. 

^■i\yx}\  y^i 

190. 

Jy^'f  - 

122,3. 

^^AJLcilxJI    — • 

5*,i;:  32;  39, 

^j    tX»^    ^l^^f   ^v.ci 

1  1  U,3. 

Lf^^y'^'    U*'^' 

256. 

151.    152. 

;S9    ful.    75\ 

34,1.    203 
315,1,4. 

likiy^ 

C5r»r*^'-*J.' 

149*. 

^jl    ob^   t>l^^l    —^ 

110,5. 

isj^-«i^  ^Uj'5'I  »^*^vj 

5*,49. 

.        (fit\.Aj|        J^*^l 

ü^i,^!l 

497 


^^.ä-jI    K.«  *,  *»I    kjÜ 

114. 

»jI^äJI.    äjItXAJI 

192. 

,Joj.^   ooLfc 

&Ä.u^ 

314. 

^wb^lJ 

5,15. 

v^-cL«,      i^A^O      &i\.j^^ 

15  9,6. 

jüob^ü 

286,1- 

«^LjoA^i^j 

227. 

2lyoLj5Lj 

5,3.    27  6,3  u.  4. 

.uji  ^ur 

05,1. 

^L-it>Lj       — 

279,2.    286,1. 

Si>lj^    ÄiJ 

3  1,3.  40  6.  Pers 

j.iLjai  ^ 

19,3. 

18,11,4,0. 

0;UJI      - 

5*,39.    489. 

r';^'^.j  r';«^ 

381. 

»i.iK*Jl    — 

209. 

v5'-^;>i"  >^ 

4  36,4    (kirghi- 

jwLjvLaä^  — 

437,2.    4  38,2. 

sisch). 

iftM/JI    jkSIlXj 

384. 

XXlLj^LiaAJ 

8,11.    288.   289 

y*^*x9   LLj   Si;cbji.ÄJ      35,3.    14  4,3. 
)'    J — 8 — ?-       — 


5*,48. 


^■yt    LcÜJOj    i    5*,48.    418*,6 


^.;t^xJf      ^S  213. 


Ljx^c,    'JoUyi     -     I    25  5,1. 

Törkitich«  Uandsctiriftea. 


^^>oL,l_5    ^oLö^Jf   -b      59,2 

(Chrono-        j^J;'-''  |   2.  5,6.  5*,19.  8,14 
gramme)        ' 


25.  34,8.  145*. 
170.297.  306. 
63 


408         Türkische  Handschrit'ten. 


Register  11  (Titel). 


315,11,2.326. 

351,15. 

332.334.346. 

228. 

35  1,2;3;6;7;9: 

S.  253  Anm.  2. 

10;  11;  15:  18:  19. 

1               •    1 

l»jjjj_w     

225.    226. 

35  6,4(von(Tfl- 

iiiäh). 

s>>K^U     — 

208"-'. 

cSXo    o^_:^>>kl   :f>T'.y^ 

457. 

470. 
1,7. 

Ix.     jii.A^LaAla.wül 

191.  233  (Aus- 

*jLoJ.j   «X   X.'  ^5^^ 

zug).  470. 

^u;.j  .»5  &5ip-jjj 

i^tXÄil    |V^Lc      — 

208"-'. 

y^' 

^?      - 

187.   208"-'. 

l^Uic    Jl    v£sJ;ij 

bis     878:     4,1; 

*j;^'  ^     — 

1,4. 

bis     930,     in 

^u-    — 

470. 

Versen:    206; 

^^L*iö    t^j.,.«sO      — 

193. 

bis     95  6    von 

211. 

Midiyi   al-dln 
(xamäll:   207; 

bis      1032: 

(^■^     — 

5  *,  34;        von 

»jjijc      — 

470. 

1099bislll6: 

aS'^Xci      — 

216; von  1115 

'^  ^f;^-»     — 

208"-'. 

bis      1238: 

208""''. 

^.;t)« 

s-    .^;'>J"    ^J' 

(iJ^-Lo. 

iüvv>l      ÄA*/.»^         

1,4. 

k-fl.^1« 

.30  s"--^. 

^^iXüt  i>>*-u'f     — 

208"-'. 

v5^';     — 

201. 

^;>^' 

208'-'. 

oLäj     — 

243. 

1^5 '"*='*  J      — 

470. 

•^;Li- 

s.  auch   a^/S^. 

i5>^      — 

208. 

i^.AAa.j    i-fl-c'u 

450*. 

o'-^^^;^-*^" 

244. 

JLt^Jiy    'vL>a>oil|    XJ»s! 

243. 

kooÜ       — 

29,13. 

y^ciii 

au=>  - 

207. 

(\j^        lÜLuN 

12,1.55,8,b.97,2. 

"^'^^g^  ~ 

208"-'. 

&ääJ| 

5*,27. 

c^^ 

i8:-i. 

^beU  iä^' 

19,1. 

tX^ik      — 

208"-'. 

I^cVäLw       

7^.    74.   95    (S. 

^j/Ui.     ^-xl^       — 

208"-'. 

121    Anm.). 

^s^y^y 

^fj.i       - 

72. 

Türkische  Handschriften. 


^3^y^)    ij" 


.ÄaJ 


^^. 


8*>0    ,-♦!. 


.£     &t.=>".J 


^7^ 


cXÄJ  «AS»- 


^/ 


CC^^^^- 


^f 


16,1. 


Pers.    102,5. 

•22(1,1. 

34,9.     449;     s. 


aucli   (j*M.is?. 


351,1'2, 


27,16. 


)y 


,ÄvJl    >_^aSo 


315,11,4. 

267. 

259. 

6, 2, f.    29  4. 

227. 
35,2. 
5*,12.  27,15  (von 

lAsharl    Cele- 

hi).    28*,5.    4  6 

(von  Qndi-zä- 

dah).      170,3. 

327. 
297.  298.   301. 

314.    330. 
39.    170,4.  297. 

298.300.  301. 

303,        308- 

31  1.313.  314. 

316f.  3  23. 

324.327.  331. 

332.336.  339. 

343    —    345. 

350,2. 
300. 


(sie)   o^Äj-io    oZ^aJ' 


Register  II  (Titel). 

5*,12. 
31,5. 


499 


J0ov_a^l5^' 


ju)Lj..».AJVj 


x.«Ljv>>AKJ> 


-*-"'   07—*      — 

.-=»■1 a3 i 


tik., 


o».ftJ^J 


xaiU       — 


(JJ^ 


UL 


.>l.Oxi£o 


'^;-*^  ^^;y  ^ 


£aJ 


XxLjXAÄ.gJ" 


280. 
13  7*. 

167,4. 

375. 

5,8.    5*,59.    3  7,5. 

315,1,1. 
5*,55. 
49  9   S.  19  und 

22. 

27,5. 

92,8. 

1  1,3. 

133,2. 

.s.   auch   ^jl»j'. 

81-83. 


5*,(53. 


1,1.    195-198. 
309.    328. 
43,1. 
159,3. 

220,  2.        426. 
427,1. 

5*,45. 
199.    200. 

Pers.   496. 
28*,4  ibl.    5  4\ 
41,2.   495  (ver- 
schieden). 


500          Türkische   Handschriften. 

Register  II  (Titel) 

yoje  oJIjI  cioi'j  *^*-SJ 

41,2. 

«^^y 

98**.    299. 

xjf.]  JUÄiaAia«*j'  ■^K\yj 

231.   23  2. 

aL/olj(\A,^»Ji 

376. 

sjuXA^yi   aJL»\ 

98**. 

^;V 

s.  auch  j^>b. 

^;^' 

300. 

15/^  >^   «yLg-ks.y» 

32  S.  10  u.  1  1, 

t5^*^y 

s.  ^iUs^i-. 

12   u.    13. 

c/;.^- 

-  ^r- 

^yy^'i 

*>cLä. 

194. 

«^L,K=l( 

— 

20,1. 

Jb^iit   ^b^l   J5tX:> 

16  7,5 

O-cLw 

170. 

>_*A.«aii.l    >»iS' 

— • 

167,1 

^,^'1    ^'Ua^ 

— 

167,3 

u«; ^ 

Jj^    o^^_*^ 

175. 

■f>-?.)^y->}   JL«, 

8;^4^ 

cIäLw    ci^^    J^cV=»   ^  17    fol.    19\ 

^;;;      _     I 

(_5^ÄAX   »^va.  5*,32.    35,2. 

jÄS.   (JLc    >^  45,9. 

[^^L^]   ^AxJ'J..«j=»  j  27,19.   170.  328 
I     fol.    3  7^ 

sxLus.    nO  j  5*,27. 


.:iL 


r*'^=»       3,2. 


Jwb^yxJLa.    j    27,5. 
jueU'vA^jca.       242. 


E 


15^;^^'  u^^ 


183. 


V 


31,4. 

S.  153  Änm.  . 

(arab.) 
35,3.   Ui,3. 
5*,53. 17fol.  11' 
354,5. 


.IJouJI    jüuj^  ,    234.    235. 


ws\JI  i_)y^   ■>Lco 


^1  >.^^  ^^ 


r^' 


ji 


v>- 


^1  -b  Jj,  ^j.^; 


^5*^ 


ü  -  - 


.25S. 

128.  160;  _^ 

1  10,1. 
110,2. 
433. 
396. 
24,2.  397-399. 


Türkische  Handschriften. 


Register  II  (Titel).         501 


15-*" 


Kt&i      ^A.w..=>. 


XjASt-     o~fiA         112 


436   (kirghis.). 

112. 

19,4. 


3>      (J-^S-^-^'    vj-fi 

JL=.    oJuÄ=>.  10,-^.    55,8,a 

>jLj    Jo    cjübLa.  460. 

ooKi»  30,4.    356,7, 

—  466.    467. 


eJ.j 


^;;' 


'^-jjj'-?  («'^ 


^ 


Lk. 


{^cX>U..w.äa.M 


tX.A£      X.^a. 


O3J! 


6,2,b. 


28,1. 


4,3. 

4,4  u.  G.    133,9. 

5*,35. 


1^        —  8,19. 


466.    467. 
486. 

J^'j  or*^ 

35,6, 

15*"^       ~ 

4,7. 
182. 

^/J    ,j-«.Lafj 

sLiJLyxJljl  si\ 


.K^ 


ou 


I  wü( 


.b- 


JÜli 


<^ 


<^ 


465. 

5.  44  6  Anm.  2. 
19,3. 
5*,43.108.  108*. 

4  18,2.    418^. 

353,2.      418,3. 
I      4  18*,3. 

41S*,1. 
I  38,4. 

55,8,0. 

188,     Ende. 
I     4  1 8*,4. 
!  394,2. 

353,  1.    417. 
418,1.    418*,2. 

6,  2,  h    (in    Ta- 
I     bellenform). 

5*,37. 

287   fol.   124'f. 

240. 

230. 

118    fol.    3l\ 


C 


■1\  »AjL*;:* 

365. 

185,5. 

386. 

368-370 
5*,42. 

38,9,e. 

50'J         Türkische  Handschriften. 

ij>*-^5   iJ-^-^j    l-^a^ 

1 

^,^[3   ^A^U^ 

'      183. 

1 

Jücb^Lias». 

Laj^I     \n\n< 

Pers.   35  7,2. 

sLjLebd    Jt^iki». 

22  2. 

s^;i^l        — 

168. 

1*1^1   cJwiäck    o^üAä» 

28,3. 

jj^jt     5tX.A.JL=»     »-♦-i» 

38,8. 

äJLw  N      jJ 

^Ua£   &Mi>«^ 

421. 

Register  II  (Titel) 

(J.J^XäxJI    k^*ä. 

246. 

(\*.^  Stil  w*w5«j  Ä*>»4Ä 

145.    145*. 

t5t\Äil 

^fAuJ»     &>OVJv_j'j^ 

5*,68.    28*,1. 

i-ji.g,0    vjl^l    (joLia. 

8,14. 

JjJÜ\    ^\^    ^^ 

123. 

oaJvaXDI  i^Lo  (jöl^Ä. 

5,21. 

jooIjlV.jum>>^ 

S.    2üelj(XAM/>ia. . 

^wlj;JJ.A~► 

424. 

2UW^ 

j 

,,)UCav'0    (.jLäj 


.^;. 


J- 


_A. 


JxäL. 


c>b^_. 


_j    ab 


C^v-vi:;»- 


cf^}  V^--*-^' 


^U>lj(>.ÄJ^L> 


.L;JI 


ä\t> 


.«Jl 


^  'tXjUc         NNli 


«XjU.   (3-'^^'**' 


133,6. 
24  2. 
431. 
133,6. 

44,5. 


483. 

4,4  u.  6. 

477. 

4,5. 
460. 


38,5.  178,1.  179. 

180. 
9,3  Anm. 


28*,2. 


19,3. 


^Xia.1 


tLfij 


I  As^o 


120,  1. 


r^'  - 

Uäü  Gl  — 

(t_äjww)  lXaJjvL  — 

LT    > 


113. 
121,2.     126,2. 

127.  160. 
40,1.    123. 
8,14.    123.    160. 
111. 

5*,25.  128.  170. 
116. 

8,  14.        120,  1. 
121,2.       123. 

128.  130. 
119. 

92,9. 
328. 
122,1. 

117.    121,2. 
[117.    120,1. 
120,1.    125,2. 
120,1. 

120,1. 
123. 


Türkische  Handschriften. 

Register 

II  (Titel).         508 

ijj-f:^    "^^'^ 

117.    125,'-'. 

125,2.     126,2. 

^Ljj  tC^  ^.     — 

110,8;  9. 

j 

128. 

123. 

JJCu.  <-Lci> 

114. 

123. 
115. 

122,1. 
53. 

Ö^*:^                1 

119. 

^ÄJ^    — 

130. 

tXAÄ^J         

118.    119. 

oijjXO     — 

111.    456,6. 

Jyi  p   - 

122,1.    128. 

(  ü5\La^  )  <^\yX^    — 

1  17.         120,    I. 
122,1.    126,2. 

JwAj|wC>          

129. 

..i^eLb     — 

5  5,4.    111.    113 

JU^    —   1 

117. 

O*^ 

7 

1  17.  120,1;  8 

(J^A^Ä*-          

115.  119.  120,1. 

7 

auch  L)j  »Lci> 

125,2. 

7 

^k_^Jl  ^JLkJ    — 

1  14. 

40,1.    120,1. 

/           ^ 

9  2,6. 

118. 

^liUtjO   ol^   J^^      — 

91,6. 

117.  1  23  (zwei- 

^uu — 

123.    160. 

mal).    124. 

^';-    — 

117.    118. 

jvJar.     — 

118.    119. 

vSS..'l     ijV-=»        

128.    IGO;   vgl. 

7  •       -7 

110,1. 

*/!ljJ..g.£        

121,2. 

120,1. 

4  4,10    (in    Ver- 

122,1. 

91,3. 

121,2. 

sen). 

J^Lai 

125,2. 

(j*<LJI    j-<äis-      — 

121,2.      122,1. 

/•'  - 

111. 

125,2. 

c"  - 

115.         120,   1 

|.Lcl  50y^*i  LJais.     — ■ 

110,6. 

122,   1.       124 

.ikjf  *ijj  — 

111. 

130. 

^UJo    — 

4  2,1.  122,1.128; 

Loys    — 

42,3. 

vgl.    119. 

u^/    — 

129. 

CiJjO        — 

122,1. 

irr^'    ~ 

117.    120,1. 

Jiby   _jjc>     — 

121,2. 

c^^  - 

120,1. 

^UU-.  -    - 

125,2. 

i^r  - 

122,1. 

Jy^^    — 

119.         120,   1. 

ji^i  ^  — 

116.    130. 

1 

122,1.    124. 

u'^/  — 

,    120,1. 

^^    ^;-     - 

120,  1.     122,  1. 

^f^~ 

116.    130. 

504 


Tiü'kische  Handschriften. 


Register  II  (Titel) 


dSXj^a    t\.£.0 


J^  ob 


Ul> 


Ü«.X^JI      ».J 


joobLcO 
I    «..«LiLcO 


1  19.         120,    1. 

121,2.    125,2. 
122,1. 

127. 

120,1. 

110,8;  9, 

121,2. 

118.120,1.123. 

125,2. 

120,1. 

129.    130. 

124. 

125,2. 

I     119. 

123. 

111.  116.120,1. 

121,2.     122,1. 

124.      126,  2. 

130. 
119. 

119.    127. 
122,1. 
120,1;  vgl.  «.LäJ. 

122,1. 

119. 

s.  auch  5  JLfl , 
\Uj  und  Ge- 
bete. 

109-130. 

22,2.    38,2. 

40,1;     s.     auch 


;4X*^ 


c:.)«_«..j 


Joilo 


^:i>^_Ä_i    (>~>l— 


LjIoJo 

blOj    Jo 
15*^^    IJ.JSO 


-.;->. 


O.tX- 


( Lib )  v_>^K 


35,3.    144,5. 


275. 


268-274. 

5*,39. 

239.  Pers.  545. 


119;  vgl.  .Uo 
^bjo. 

35,3.    144,3. 


4  1,lu. 


185,5. 


51. 

356.1.  366. 
356,1.414.415. 

Pers.  18,Il,4,e. 
14,4. 
379. 
378. 
27,1. 

Pers.  18,II,4,d. 
377. 
10,5,    55,8,a. 

426.2.  427,2. 
428. 

416. 


Türkische  Handschi-iften. 


Register  II  (Titel).         505 


27,3. 

Pers.   18,11,4,(1. 

425,1. 

359. 

4  0  4.  4  05.  Per.s. 

18,  ll,4,a. 
430. 
422. 
395. 

Pers.    18,  II,4,b. 
393. 


,5*^        — 


^tXÄil   ^A^ 


357,1. 

350,1.    367. 

35  7,2. 

403. 

380.    Pers.    18, 

II,5,a. 
352,1. 
413. 
1 4,2.     . 
299. 


) 


l*.jxixAj 

^^^^; 

336. 

^xiai\     *..X^    ^j    'sJ\.^\ 

8*,4. 

^Ai.'l     JU; 

5^^ 

&JLa»;v 

312   fol.   3  8\ 

92,11. 

19,2. 

4  5,0. 
29,19. 

äajL 

— 

9,2. 

ljl^^_ÄÄ_fi_Ai5^ 

264,2. 

^tXÄii    ^j^ 



S.    «    /ol io^-A.«ö. 

^jUaä  JI 

— 

24,1. 
91,2. 

159,1. 

üLa^I     ^j.a£    CijL:äi'v 

185,5. 
S*,5:  6. 
ß  2  a     ''13 
158. 

157 

*>jt.JI      ^Jl 

— 

5*,24. 

157,7.    158 

l^y^       \0 

«JLuv 

5*,5. 

^Jl  JLöb 

äJL.,.^ 

144*,2- 
46. 

215. 

*-$='^  ^'  cY  ^  '^) 

125,4,b. 
159,3. 
4  5,9. 
212. 

äajUäT 

— 

12,3. 

o^:?',; 

93  fol.  65\ 

37S 

j^tXÄil    jUx 

— 

148. 

Ibl.   r. 

Türkidcbe  ilaodschri 

ften. 

Ü4 

506         Türkische  Handschriften. 

Register  II  (Titel). 

4>-f^   c^^    ;-A-=»  )^^; 

25. 

JLajIo 

«.».Ssj«.     20olj\.\ 

27,20. 

133,5. 

234. 
151. 

K^b^jj^ 

5*,tU.  4  8,1.    170 
-172. 

u-L-^ 

u>-^;;   *-"-*"; 

17   fol.    3  7\ 

173.    173*,3. 

(Nachtr.  dazu): 
173.    17  3*,3. 

313. 
154. 

;J.AÄÄ    Ä'ol-j^j^ 

173. 

I^V^Myi 

291. 

^^) ;') 


*.s>»jt\ 


; 


436,5    (kirghi- 

üS.Ä-A.j;_5^_j     ^j^i-c^ 

483. 

sisch). 

^h-)r^ 

45,8. 

^y)  ^^^ 

499   S,   23 

U^ 


i^xM   f*L)t  LoLj^iijlfiLu 


&JtA.k 


15- 


Lk. 


a5  I^Vj  y"2^^ 


SvLxav      &AAAV 


^; 


i5*' 


,k, 


mS-iC 


15  9,2. 


134-136. 


4  20,4.    4  21,4. 


19,3. 
247. 

2,1.    435. 


38  1.    3S2,1. 


33,1. 

383.    384. 
249. 
234. 

187. 

186. 


^.tayO     y.X»W>.£      &«Lj^Äa; 


rj;  V 


.31= 


.iL 


u:.)wii£l.4..w 


205,4. 

495. 
160. 
5,16:22.    10,3;  4. 

27,13.       41,8. 

125,4,a. 

91,4. 
182. 

445. 

5*,5. 

206.    470. 

50.    297.    301. 

303.  306.314. 

316.  318.  324 


Türkische  Handschriften 

Register 

II  (Titel).         507 

-327. 

332. 

2ooIjo^üIaaw 

502. 

i^ÄA^JI   i^Ä«.,    ^j   J..«ai 

335.336. 
376,  Ende 

330. 

429. 

»nL^xj    ^__^.*iLft  Jl^«« 

334. 

•  3  sL^w   v(X<^A.«'l  w)«ami 

472. 

_iC.     \aX1o    oLjw    i\fMj 

(!)  ^1 

133,5. 

s.    (.vi  »Jl    ^lif 

^j     '  »      *vLA.*^»Jl      uIä^ 

249. 

f^     - 

S.    JüobwÄÄÄ. 

S*»/IjJ|      >AJtXj 

iJe\jyfM 

s.  sjoLjjJLw. 

^j      '  »jk£wCÜI      S.a>,LaawJI 

255,1. 

l^^4.JI      OLa^^ü 

436,3    (kirghi- 

äliJI^^IJI    iLol 

sisch). 

U^ 


^.JÜ«.^      ^^^^i     iojlwtlw 
<<«JL J  *,w  ^i  5  ^  U.MJ  


ItXl^   sU  I  9,1.  408,2.  409. 
&cLjsLau      20  6. 
204,1. 


X^  t.^ 


; 


er 


cXaa<^  CJvAd.:^    AJOÜ 

JLUI  £L|,mI        iJ—<        --    »AU 

tX.i.(^  ojJI  ^;c^  jL*j 

o_5^   — 


.  .jV.AJtACft 


>l.(ä 


..(OX 


';5 


^«,j.XJI      iül       iOy.W 


92,10. 
92,5. 

9  2,1;  2. 

38,7. 


44,6. 
9  2,8. 


1  10,4. 


—         1  2  l ,4. 


117. 
9  2,4. 


XX 


bo 


jLa* 


lyAW 


;^>; 


.KaÖ 


«ji 


92,7. 

98*. 

92,3. 

447-450. 

420,4.    421,4. 

336. 

298.   301.  303. 

306.  309.311. 

314.317.  321. 

323.324.  327. 

336.  339.  343 

-345. 
5*,49-  10  2.  107. 
494. 


8,14. 


355,2. 
334. 

6,1. 
64 


>•> 

Türkische  HandächmteiL 

■^  J 

407. 

7,.^ 

'/"/ 


S^S. 


Raster  n  (Htd). 
-itf.    iJCjLil-   .    !   .7      27,10, 

ilx.Jl   ..^,7,'l   ..Lo  Ä     39   fol.   91*. 


'/        /'' 


i-M  K« 


y^-    '^^- 

436,1    (Virghi- 

oV-^^    *^    "^'yT^ 

502. 

siscli). 

45,8. 

• 

420,3.  421,3. 

167,5. 
45,12. 

140. 
495. 

X' 

61,1. 

-y 

^<'>-  ^._-  ^ur 

17  fol.  11*.  29,1. 

U^^^^    ^vix,-    ^,M 

13S.    141. 

^;;  ;^-- 

s-^'^^'^'y^^ 

39  fol.    11\ 

27,5.    503 

J 1    -      1 

5*,15. 
42,5. 

,  f  ..     J        —           — 
tXi   3jLiw-i 

195. 

23.2. 
214. 

-      y         yy 
-  y 

5,6. 
340. 

Jjix"    ^-.-ö      23,3.    155.  156. 


169. 

■'  T  T  -^ 


Ü_.      2S4*. 


^  /     j  ^  -y  ' 


Js      2S7   foL    124\ 


^>^Js       161. 

~y 
b  J^^      446. 


^äS'JJL«    ^IJr      4  5  3*v2. 


Türkische  Handächriften. 


n  (Titel). 


o>».>Lä  o 

255,2. 

(aL  Ltj)  2ücÜw!«a£ 

451-453*. 

y  ■ 

29,10. 

i70. 

177. 

^         >        ' 

««.J^^wh'' 

JU    -^1    LcU^'j.e 

202. 

[JU]  ^^^ 

7,6.    8,3:  13. 

^y  .^^  - 

157,S. 

^if" 

5,i>.  70,1:  •; 

65,3. 

31,2. 

_jKIä&3  J^Lä£ 

19,3. 

^LJL't  ^ 

120,4. 

^•b. 


ixJjLX. 


Ji,.t.;.,,f    5.>t   j>i<    »Xt      490,1. 


-.at*s.^  ^-s-^-^  ^j^Xa      35,2. 

^.-.auLs   ^\i      436,8    (ürghi- 

sisch). 
j.iLJ5>»  ^Uä      5V^10Ö-102. 
1Ö8. 
'-^L-bf':   scX^      19,3.   löO. 
ajt'J.JUf       473.    474. 
JLi.1    .,'•*£      354,4. 
,I^O.    -woJI    J^J^      IS 9*. 
II    '-oll.    liXixJI 

jLcLjJ-ic      39  fol.  44*  (mit 
Deutschland). 
^\ys.      66—69. 


.j^'U^L.^.i      21,1, 
^•Jo  i  •  Jsstiy  JuU      585. 


u 


&xL:5. 


2üelj^ 


.5^ 


)i. 


wb  >.-£      290. 
^  y 


O    ,bO. 


359. 


.ä' ^-"Uä..  f-^  w'Lö'       105. 
y  -     >"  y 

JbUi. 


L'l    Xj    J 


?    J^       ^^ 


»5^       y 
.b  juc    - 


^      25. 


324. 


^J^    —       331    fol.    57\ 


^•«.-^  '  2S.1. 
yy 


4S4. 


cwk.>M  6j    jL^b       133,2, 


I 


^ys^   &«I;b      133,1. 


510         Türkische  Handschriften. 


KXi\    ^yf  J.S.    Jo«^    JU 

sJoU 
ijJLäJI     — 

JUl 
s^KULJU^   — 

>o]    jltX — ij    Ä*JLä  — 

^;3     i     'JljUjI   — 

XÄm.  j  

[l.fA 


125,4,b. 


125,4,a. 
23,1. 


5*,  35.       122,4. 
125, 4,c.    160. 


37,3. 
3  7,5. 


}    154. 
140. 

139. 


139.    140. 
139. 

140. 
139. 
141. 

s.  auch  Lxi  und 
Fatioä. 

1,4. 
201. 


c 


14,1. 


38,9,(1.    45,10. 


39  fol.  4^  4  0,3. 


*b  jL_iJLj 


Lob 


t' 


.o'tV-» 


o     » 


Jxjob 


i-JvÄ.      V_) 


X/»b>i<»Äi 


.1 


dV: 


s/ibow/l 


!ftV*ikJl    t\.«j    ^>iJl 


C^^ 


2U>b 


^/    ,5^' 


Jwbo^jjji 

v_)^l    »jI    JkjLäi 
-LcÜI       — 


Register  IT  (Titel). 
220,2. 

34,4. 

25. 

495. 


15,1. 


39    fol.    15*. 

25. 

495. 

5,5.    7,3    (über 

^U_>.).  8*,7. 
17  fol.  22\ 
29,9.  39  fol. 
36\  47,3.  170; 
s.  auch  Fatwä 
und  ^c^Läj. 

5,26. 

15  9,3. 

255,3.  258. 

5,15. 

17  fol.  5\  4  3,2. 

219. 
221. 

438,3.  458. 
221. 

336. 

133,1. 

5,27.  377. 

63. 

3  76,  Ende. 

1,12. 

105. 

225.  226. 


437,  3. 


Türkische  Handschriften. 


10,2. 
4  2,5. 

19,3. 
46. 


Jl 


Register  II  (Titel).         511 

jwüci^^      290.    291. 
xi^Ci   LcÜo^^iLi      290. 

'■^L.^-^  ^^j^  :  425,2. 


Ä/cb,j~^jU 

250-254. 

Jf 

9  5      (gereimter 

27,9. 

8*,2. 

Commentarzu 
einzelneu  Su- 
ren,  von    Li- 

jwLj^^U 

1S,3    und    261 

wai).     —     S. 

{Sulaiviän    1). 

auch  ytfMJij . 

30,2    (1071?). 

Jl^    07* 

133,4. 

260  (viele  ver- 

^K^ ^)j    — 

437,  1.     438,  1. 

schiedene). 

454-456. 

264(^Äma<:n). 

iwbt).AÄjwS 

339      fol.     75\ 

266   (1  117). 
4  7,2. 

Vgl.    27,2. 

(>.jt\.=k    ÄxLi^^U' 

ijiLJji"    yJ>    »JL.<  N 

5*,3«- 

'^^;  (j-^      — 

183. 

i^_ft_oj  (iäS^Lcj;  w^ 

27,10. 

17   tbl.    28''. 

39    fol.    105'. 
264,1.    265. 

423. 

356,3. 

310. 

J^    e/-^-^           ~ 

.1                              fA                               _^ 

1 

IjUaJ.*« 

260,1. 

\ 

25. 

35  7,2. 

s.  auch  Kasi- 

,:^j      — 

262. 

den. 

J^ — :?'n; 

o^oKI    Ä^ä 

457. 

a^-i'L-ji, 

jL.A«Lc   ^J-.._A^_Jl    — 

178,2. 

^'  uL-/> 

«i.JÜI 

^tXi-  ^5^,-  ^  ^^Uj  ^iXü 

11,2. 

tX.—jkX—i.j    k>L.c    — 

11,1. 

o^Lc»!  I^»& 

OffcV»M^ 

513 


Türkische  Handschriften. 


jibjy» 


u 


Up 


&ia» 


'y^- 


,IJaJLw 


,La.    v4>j|   ^Ls. 


i^\ 


Jl 


; 


0,1. 

8,2. 

44,5. 

436,2  (kirglii- 
sisch). 

358  (tatai-isch). 
385  (osttür- 
kisch).  4  69. 

334   (S.   339). 


334  (S.  337). 


—       t    27,4. 


29,3. 

348   fol.    79''. 

37,4.    46. 

27,2.    Vgl.   339 

fol.    lh\ 
324. 


»xJcLjI  —i^y^  BtXjyai 
«jLuäJ  sJL^JCmjC  8tXA.*aJ' 


'; 


^; 


tUJüi 


14JU)      — 


,^(X«^    *Ü  — 


Register  11  (Titel). 
41,5. 

488. 


5*,U- 

336, 

29,17. 

298.  301.   317. 

324.  327.332. 

339. 
476-478. 


5^^,52. 


159,5. 

12,1. 

8,8. 

163. 

5,4;  15,    38,7. 

31,1.    391,2. 


wjy.)LÄj|    JuOD 

162. 

^tX^I     ^ 

>,ur 

62. 

Jl  ü   ,  ^Ul 

133,1, 

203. 

475. 

5,5. 

487. 
160*. 

____ 

144,3 
103. 

— 

104. 

^ 


iXaÄx»   ^Li/      276,2. 
\yiJ'  \yAy  ^.JuiS      45,9. 

^pS  1   118   (72  Arten 
derselben). 
^^  ^5Jail  ^^Ävoc   püi^r      312  fol.   46\ 


^"^kS  ^5 


.iLT 


vJ-^ 


LmLü- 


7" 


Ö^^y^     &.JS  i^y^ 


60,2. 


s.Sprtichedes 

lÄli. 
29,21. 


-Uiül  ^Äf  I  493. 


Türkische  Handschriften. 


Register  II  (Titel  .  613 


; 


2,3. 
199. 


lä^Lt     5l^J«.J 

103   (Nach- 

träge). 

^J-C^l      v^'     «LÄii^ 

17   tbl.   39'. 

(?)  a^r 

336. 

Iw)'«-^)       XÄÄJ 

332. 

L-o;  JJ^ 

238. 

■^y^\   ^J.Al^ 

352,a. 

;I,M       - 

408,1. 

i5j..cLj  (j*-*:?^'  *^ÄAS'^^       5*,49. 


J" 


,oLjuw  v5U*aS"      5*,i2.  26,ä.  lAä. 


tyj<:^^i    ^>.w.Ai 

.955,^ 

ijUi.fi. 

578. 

eSyLo     — 

236. 

sU      - 

419. 

.JlX&a 


35  2,2. 


;y   ^     2,3. 
Xi»   sÄxÄxf      486. 


;'; 


410-412. 


:J.JI 


I^JtX."!     j 0_J      k_AJ 


jLkJ      23,4.  461-463. 


.^yyZ 


-jLä« 


0^^,l 


AJIS»      OJt. 


^A^r'S 


7' 


60,3.    85-88. 

73,1.    95. 

81-83. 

10,1. 

60,3. 


^^•^ 


r 


&x 


b^Ja 


]  I    7,7.      315.  n,  1. 
34  7:    s.    auch 
Räthsel. 
41,7.    166. 


^-saJl   ^-Lji+J    i.;^'LäJ      5*,32Anni.  35,2. 

JLk*^  'SfiiUl  ^ip      4  88. 

C>y^^     ^y-=-f    o-J>W       Ijß.    20,9.    24  5. 


^tXiL'l   iLU.<  ^i      11,2. 

cX«.^!    #Lj  .jkA.:;^'.    iJ..aJ       386. 

^ycii  —      —        -       406.    Pers.    18, 

II,5,b. 
^1^    -       —         -        382,2. 


s.     ^k%K. 


^5Jxio  '    27,17. 
LaajI  *L*-wI   \0  i:i.'LjwkAV       25. 


Türkische  HandsckxifteD. 


jj*oLaÄJI   i_t^L^ 

296.    296*. 

VijL-^     V_jlj 

120,4. 

^SllaJI    ^:£ 

295. 

i^y*^ 

307f.          3 

337. 

65 

317f. 


514  Türkische  Handschrii'ten. 

8**,l. 


'  ^Llä^   "'-^j-y'  kfii.*^ 


«5 


138. 
139. 


;^_jl_äi    J._»^'    ns.^^jä'  91. 

'oL_SLkJlJI    is.y^:^  3  39. 

^^äJI   ^  I  348. 

I       -       ' 

iüoüci^AjsP  I  8,1-2.  27,'21.  4  1,2. 


«J<A4.:^I     sJL*vJi 


XJi> 


5*,40.  7 7S,i.  37  1 

-37i. 
73,1. 
295. 


(j^iö-  i   4  36*      (iiigliu- 
risch). 


Lwü    j>a'a«\     viyLflA.^ 


<S^ 


L 


25. 

39    fol.    10  5". 
17   fol.   r. 
^l^      4  1,4.    299.  306. 
3  27.    330;     s. 
auch   ,j^A4.i. 
4  5,7. 


pi>.Ä*Jl     st 


1^ 


3  5  0,4. 

330. 

315,  li,.!. 
91,0.    3  12    fol. 

30\ 
15  4. 
5 *,:')?>  und  3G,1. 

1  6,3, 


^l;0^! 


■^.x^l\   »! 


^iL^jilt  |V.'L*JI 


Register  II  (Titel). 
Ivxi    !     1,10. 


3    !»_.; — io    « — » 


t5'^J      ^k/!     y=^  


UL. 


J    l*-"*'l 


&A!lj,.>Lv»Xl 


^_/0]         'oLätJl  Oi^y/l 


JA J I  j, i 


iJ^iS 


7-^ 


(J"^*' 


9,3.    188. 


1,2. 


4  0,4. 

312   fol.    4  3\ 


41,5. 


334. 

444. 

5*,6I. 

Pers.   331. 
3,2.    5,2.    4  2,G. 

93.    94,1. 
17    fol.    5\ 

5*,50. 

41,4.    299. 

154. 

353,4. 

9  4,2. 

145*. 

5*,28. 

335. 

2  7,5. 

26. 
16  7,3. 
164. 


Türkische  Handsohril'ten. 

_Lg.A^j  'xJLj!5il  ^'j*'" 


«^■iVriW 


11x2kl  ^X 


l. 


j^ÄJW 


[Jx." 


ÜTÄÄ-'I         ,.,l_A_J 


L9" 


(Tonarten)  cul/cliLo 


282. 

5*,lo. 

s.    muyije  • 

133,1. 
255,1.    25S. 


13,2. 

456*       (iiigliu- 

risch). 
5*,1. 
5(5*. 
47,1. 

3U,:i. 

98. 

7,5.  8,8  (cVrl^i-). 

3  30;    s.    auch 

Ruth  sei. 
31  1.  323.    330. 

339. 
143. 


15  7,1. 


147. 


378. 

278,1;  2.      331, 

330. 
27  6,2. 
1!)/,. 

3  08    i()l.    l". 
35,4. 


Register 


u;;r'  "^"^y  vr*^ 


II  (Titel).         515 

485. 
25  5,2. 


<,V.^<..2»    ^-..<ö>.i' 


T,_J     v;yLs.LÄx 


er 


(_flJw.W 


.s^y* 


.,UU 


»♦aJI  JvÜ.« 


',b    |»^iiÄ/i    ^    c 


I^juuLa/ 


^'^ 


.iJU.'t 


oLi/ 


.cVii 


144,1. 

Ü5,2. 

irn. 

394,2. 

27,20. 

39    fol.    6  7'. 

19,3. 

14  2. 

3  4  8. 
360.    301. 

123    fol.    7  8" 
91,1. 

123. 


110,7. 


13  1.  13  2. 
38,1.  45,3. 
lOO. 

453**,1. 

400. 

279,:i. 

,9 SA    281. 

23  6. 

26,1. 

241. 

5*.ö-.    23  7. 


516 


Türkische  Handschriften. 


xJUl    tLxJ.I    ^jil k^      236. 


H^yJ 


Jib 


^    •^.     ÄÄ-l^—ik       — 

330. 

J^h^ 

L^ilj  ii^^Ä"     — 

1,C.    20,9.    245. 

Jlyc    ci.'LAi"U.o 

460. 

f\     ,     <P         .    e-L     i"iLü^ 

426. 

UL 

Si^KjLi        — 

491,1. 

i^)j^*-**'    ^^iä^    f^*^ 

26. 

äk>K&AAjl 

^j^^A^f^  kxyihX/o 

74. 

ÄAäIjJIX           — 

5%1. 

J.kJli^SIJ.i       — 

38,3.   41,1. 

^J^  ,J— »-^•'1  ^  Ä 

8*,4. 

^1  ^SUJI 

o- 


Register  II  (Titel). 

490*. 
5*,32. 
1,9. 

120,2.    122,5. 
120,2.    121,5. 
120,2,       121,5. 
122,5. 


-  ) 


i     120,2, 


1  2  1 ,5. 
432. 

19,3. 

XÄJüJLJl   ^^1^1      5*,10. 
'■Lil^JI    x+JffU    cy^.«      4  4,11. 
tjL.cijül    (jj*J«jo       39  4,1. 
»♦Ä.'l   (j"J»x'   ujLj       133,3. 
^^Ua-L  *b  ^^1  OJy!       133,7.363.364. 


(j^La.'I  /*j''j     ä-  (j^LäJI    «ilÄ.« . 


*_Ji_i\j    '  ^U*j'    *^'- 


•LajCwI 


'/ 


\i 


5,27. 


^^^Ufj'^^^l  ^Uj      56.    Pers.   894. 
S4.=.y>  i  '  ^jUj^sII  iio^j  I   283. 


5*,8. 


';r^'  v?/ 


90. 


^jLäjJI  ^jUo 

27,22. 

Jo^l      ^i^LaOJ 

24,1. 

'  « s jj vi        — 

22,1. 

xÄAiaJ  ^^LjI.^^^ 

«ücü^aj 

146. 

oiAA>JI    s«.<aj 

118    fol.    3  2\ 

_iL*wJ   s.:^^w<aj 

309. 

iiS'J.4,Jf      ÄÄ.OJ 

257. 

'b)r";     ~       ~ 

154. 

gli  .y:^!. 

^tV*=.l    Lcb«iAÄ.«ÄJ 

Pers.   6  88,6. 

^Lloj 

332.   356,6. 

L.ciL>    w*^';    »j*t^') 

339. 

Türkische  Handschriften. 


Register  II  (Titel).         517 


_jUaA*«<  ^jllal.«,    »r^^j 

27,14. 

er^  )U 

46. 

^^ 

(j-*^^  \j-*^  )'^^y^ 

183. 

IwAJwCÖ       OJÜ 

332   (Gedicht). 

i«jy»ÄJI     — 

384. 

— «j    o*J    vi>    cjLJ«i 

299. 

^jlkA^  )j;r^  ;'^ 

173*,1 

jj^j^l     CjL;:&J 

8*,6. 

i^^aaÄL_sLw     J^ >^— *J 

264,3. 

pLjcvill  »^ 

420,1.    421,1. 

^(XäJLi^I   (J^  *  Ä-c 

|^4XÄA,CvJiJ 

328. 

^(Xci.4.J\l.J 

.i^. 


c:.>-.i..^j    c:^xi^ 

211. 

wCjO     O.ÄP 

385,1. 

c;'^    - 

4  20,-2.   4  21,2 

^;*^     — 

355,1. 

««    i:>Äff    ij^^*^ 

91,4. 

^^Ujc^   ^i*ss>      378. 


»Xlby^^L** 

55,1.         439 

443*. 

LT/*   J-^*^   ^;^ 

120,4. 

^^il(       ji^AÄ 

Pers.   3  5  7,>. 

yLiLäJI   jj   o/^ff 

121,5. 

1^!^^       S^^AÄ.«      CjtoJ.  146 


^jyoj   »;r 


';'5 


2O0>.lilÄX 


^^.^j^    xxbwiälj      5*,68.    28*,1 

Jiyi\     3     JULa^v.«         9  4,2. 

jLoLjcJtX=».       375.    376. 

\'^     - 
.l^ffyi    »♦isLi    LLo, 


^58. 


20,4. 


27  6,3. 

12,2.   55,2.   99. 


JL 


J^«^  LoljowÄ.^^      28,2.      39     fol. 
5  8\    133,8. 


s 


soKLiL 


5*,14. 


Us,      3  09. 


&JÜI  Ju.ft  v^uLi^  ^Laj  jj   ,    44,9. 


iti'r 


&AAJ. 


120,3,    122,5. 
1,13. 

5,6.    28*,3. 


284. 


5,21. 


JUjt\*JI^^**j;_jwüy;Lo  j   8*,3, 


.Li- 


:-w^_>  '  5,1.  55,5.   387- 
^5tU.=.        ^      392. 


518 


Türkische  Handschriften. 


Register  II  (Titel). 


8i:>l\LiL>JL,5'  —      — 

7*^    '■^^    r*^    —        — 


yi       385. 

—  401. 

—  :  385. 


Actenstücke  und  Briefe  zur  türk- 
ischen Geschichte:    210. 

Alchymie,  ein  ßecept  (sieben  Me- 
talle):   161. 

iAlt,  Gesang  von  ihm,  kirghisisch: 
436,8. 

Allianz-Tractat  zwischen  Preuisen 
und  der  Türkei,  vom  Januar  1790: 
223. 

Alphabet,  geheime  Bedeutruig  der 
Ah^ad-  und  der  gewöhnlichen  Ord- 
nung desselben:  5*, '^9;  ßaum-Alpha- 
bet:   180. 

Amulete:   13u*. 

Anekdoten  von  lluRammad:  5,17 
und  20;  von  demselben,  Siilaimän, 
Yüsnf  u.  a. :  8,15;  von  Salim  I: 
212. 

Anthologie:   27,5. 

Aphrodisiaca:   27  6,3—5.   286,2. 

Arche  Noah,  die  Mafse  derselben: 
232. 

Arithmetik  s.  S.    196. 

Astrologie  und  Astronomie:  8*, 8. 
21,2:3:5.  42,4.  45,3und4.  167.  347. 
361. 

Atlas  der  Küsten  des  Mittelländischen 
Meeres:   164. 


41,3. 


350,3.     356, 


Band- Gedichte: 

j  2  and  3. 

!  Bart,  denselben  schwarz  zu  färben: 

17   fol.    40^ 
i  Baum -Alphabet:    180. 

Becher,  ein  magisclier:   4  0,2. 
j  Begräbnifs,  Gebete  und  Cärimonien 
dabei:   5*, 27. 

Belgrad,  Bericht  über  die  Erobe- 
rung dieser  Stadt  im  Jahre  17  39 
und  den  darauf  folgenden  Fi-ieden, 
von  Räyih  Pasa:   220,2. 

Beschneidung  der  Prinzen  Bäya- 
zld  und  Gqhängir  (im  Jahre  94  6): 
34,3;  des  Prinzen  Mustafa  (Ka- 
side) :   4 1 ,5. 

Bibel,  Marc.   I,    29  -  III,   8:    5  11. 

Biographie  des  Propheten:  4,8.  5,7. 

Bittschrift  an  einen  Pascha:  456,14. 

Blumen-Lexikon:   293. 

Bos  torgai,  kirghisisch:   436,4. 

Brautaufzug  einer  Prinzes.sin :  32 
S.    14. 

Briefe    und  Schreiben:    28*,4.    47,4. 

50.    5  1.    53.    54.    55,7.     210.    286. 

\        306.  311.  3l5,I,t;.  499.  504;  Brief 

des  lAbd  al  yanl  Efendi  an  Ciwi- 

I       zädah    Efendi:     5 ,  il ;    des    Sultan 


Türkische  Handschriften. 

Qorqud  an  seineu  Bruder  Salim  I: 
das.;  desgl.,  nebst  der  Antwort  des 
letzteren:  50  2;  über  »♦^:  5*,  17; 
MuräcCs  I  an  Etürenos  Beg:  5*,30  j 
und  260,3;  des  Ahü  'l-suiüd  an  i 
Sulaimän  I,  als  derselbe  sich  auf 
dem  Feldzuge  gegen  Szigeth  be- 
fand: 5*,<;2;  an  den  Qädi  you  Us- 
kub:  29,8;  Briefe  fürstlicher  Per- 
sonen :  3  8,0 ;  Brief  eines  preufsischen 
Gesandten:  4S,:i;  Briefe  aus  dem  ; 
Jahre  1204:  49;  Brief  des  iÄbd 
aJ  kanm  ul  üusani  ,_«.AÄ.Äyi:  260,14; 
ein  Freundschaftsbrief  des  Sahn 
Celebi:  394,2;  Briefe  au  Diez  und 
von  ihm :  5  04 ;  Schreiben  des  Grofs- 
veziers  an  Friedrich  II:  50  8,2; 
von  Sulfän  Muskifä  und  dem  Grofs- 
vezier  MuTiammad  au  Fi-iedrich  II 
und  den  Grafen  Fiukensteiu :  5  10; 
Brief  von  Xwä^ah  Efendi:  Pers. 
693,11;  s.  auch  Schreiben.  I 

Briefwechsel  zwischen  Sallm  II 
und  Sah  Tahmäs:  34,4;  poetischer, 
zwischen  den  Schönen  und  dem 
Könige  der  Schönen:   35  6,5. 

Buchstabenspielereien:  5*,  vi: 
s.  auch  Alphabet. 

Canon  de  Sultan  Sulaimän  II  (1.  I~) : 
263. 

Chronogramme  s.  ^j>Ij. 

Chronologie:  Concordanz  zwischen 
der  alexandiünischeu ,  der  christ- 
lichen und  der  muhammedanischen 
Aera:    l7  3*,-2. 


Register  11  fTitel)  519 

Consulat,  Preufsisches,  für  Moldau 
und  Wallachei  errichtet  (1785): 
499    S.    34    und    35. 

Dasein  Gottes:   499   S.    23. 

Deutschland,  Promemoria über da.s- 
selbe:   229. 

Diplom  des  iAlä  al-dfn  für  lUßmCLn 
ihn  Edoyrul  (s.  Nachträge):  39  fol. 
4  5*';  für  Murfadä  Pam  als  Sardär: 
das.  fol.  61*":  i'ür  Husai'n  Pasa  als 
Qajjudan:  das.  fol.   64. 

Distichon:   292,  Ende. 

Drucke,  die  ältesten  Konstautino- 
peler:   32,  S.    1    und  2. 

Dynastien  und  Fürsten:  17  fol.  3'; 
Dynastien:   39  fol.    110\ 

Eheschliefsung  s.  Rechtswissen- 
schaft. 

Eigenschaften  Gottes  s.  Theo- 
logie. 

Erb  th ei  hing,  Tabellen  über  die- 
selbe:   17   fol.   5*. 

Erkenntuifse,  gerichtliche:   5  4. 

Erlafs  über  die  Aufhebung  der 
Weinschenken  in  Konstantinopel 
und  Brusa:  25:  an  den  Qädl  von 
Belgi-ad:  29,i0;  ein  gi-ofsherrlicher : 
45,12. 

Erzählungen:  1,3;  5*,18  (von  Xa- 
dir  Ilyäs  und  Jü  '/  qarnain).  13,2 
(von  Bäyazid  Bistäml)-  20,1  und  2. 
27,0.  4  2,2.  4  4,2.  44,5  (von  Nösir- 
icän  und  einem  Derwisch).  204,2 
( hi-storischeu  Inhalts).  45  9  (35 
Stück). 


530 


TürkisVhe  Handschriften. 


Evangelien  s.   Bibel. 

Fatioä  (von  Abu  'l-suiüd,  Said  al- 
dlu,  Qädi-zädah,  Cnoi-zädah,  Kamäl- 
jjasa-zädali  u.  a.):  5*,  4(5  un',  60.  8,ii. 
260,5;  7;  9;  s.   auch  I^Äi   und  (^jUi. 

Fermane:   32.   505. 

Flecken  aus  Kleidern  zu  entfernen: 
4  1,7.    166. 

Flöhe,  Mittel  gegen  dieselben:  3  7,.5. 

F  r  a  gen,     welche     ein     griechischer 

Kaiser  an  Muläwiyah  stellte:  20,7. 

Freitagsgottesdienst,  über  den- 
selben:   5*,(56. 

Frieden   von   Carlowitz:    217,1. 

Gebet:  3,3  (über  dasselbe).  5,20.  5*,2; 
23  und  47  (wie  man  dasselbe  in  den 
einzelnen  Nächten  des  Ramadan 
und  an  den  einzelnen  Wochen- 
tagen   verrichten    soll).     17   fol.    P. 

34,7;  10    (stX_i-tXJt    >.::^.wJ._jT).      lll 

(gegen  Kopfweh,  Seitenstechen, 
Pest).  1 1 6  (dal's  eine  Schwangere 
einen  Sohn  gebähre,  und  gegen 
verschiedene  Krankheiten).  1  1 0 
(gegen  Rückenschmerzen ;  auch  zum 
Besprechen  von  Pfeil  und  Schwert). 
1  2  1,2  (eines  mit  aufgehobener  Hand, 
ein  anderes  dreimal  nach  dem 
Frühstück,  ein  drittes  beim  An- 
ziehen eines  neuen  Kleides  zu  ver- 
richten). I  2  1  ,.'5  (Gebete  und  sonstige 
Mittel  gegen  Krankheiten  u.  s.  w.). 
128  (um  Zunge  und  Auge  eines 
Feindes  zu  „binden").  163  (über 
das  Lesen  bestinuiiter  arabischer 
Gebete).   S.  auch  Ui>,  s^JLo  und  \Uj. 


Register  II  (Titel). 

Gedichte:  2  {Ta'rix  u.  s.  w.).  5,io 
(ein  MaOnawi).  5,25  (verschiedene). 
6,1.  8,5  (z.  B.  von  Bäcß).  16,4  (zum 
Lobe  des  lAbd  al  qädir  Gilänf). 
25  (besondei-s  Ghazelen).  27,2.  35,i 
(von  NasilJu  und  Niyäzt).  37,2.  40,4. 
4  3,3-7;  9;  11.  45,5  (in  der  Tonart 
Husaim).  51.  14  4,4  (ein  mystisches 
i¥a6'?^a^tv-Gedicht).  332-335.  338 
(i?rt??c:?-Gedichte,  Ghazelen,  RubäU, 
Ta'rtj  verschiedener  Verfasser). 
340-342.  346.  355,3.  398  Ende. 
399  fol.  1".  434  (zum  Lobe  des 
Propheten,  des  iAIi,  des  Hasan, 
des  Husatu).  4  85,  Ende  (an  ^u- 
sain).  50  6  fol.  112''  (Kaside  auf 
^j-).  Pers.  104,  822  und  8  77 
(ein  Ghazel);  s.  auch  Ghazelen, 
Kasiden  u.  s.  w. 

Genealogie  des  Propheten:  17  fol. 
2''.  17  0,5.  44  7;  der  Patriarchen 
und  verschiedener  Dynastien:   248. 

Geographie,  mathematische:  49; 
Ileisestationen  zwischen  Konstan- 
tinopel und  A(2-§oJir:  45,ll;  s.  auch 
Reise. 

Geschichte:  27,I8  (Daten  aus  der 
osmanischen  Geschichte,  bis  zur 
Eroberung  von  Szigeth,  974  = 
1 5  6  6).  3  6,3  (Revolution  von  114  3  = 
1730).  38,9,a  und  45,10  (Eroberung 
von  Baydad  im  J.  941).  39  fol. 
4"  und  40,3  (desgl.  im  J.  104  8), 
39  fol.  1  1"  (Friedenstractat  mit 
Persien);    fol.    15'''  (Eroberung  von 


Türkische  Handschriften. 

Rawän)-^  fol.  4  4'  (Frieden stractat 
mit  Deutschland  vom  Jahre  984 
=  15  76).  4  3,3  (Schöpftmgs-  und 
Prophetengeschichte,  von  Jihrü  Us- 
IcUbi).  170  (Thronwechsel  in  den 
Jahren  11 68  und  117l).  204,2 
(Erzählung-en  und  Anekdoten  lii- 
storischen  Inhalts);  3  (Genealogie 
der  (??Vä^-Chane) ;  4  (zur  Geschichte 
der  Tataren).  208^-''  (Geschichte 
des  osmanischen  Reiches  von  1115 
bis  123  8).  218,1  (Aufstand  vom 
Jahre  1115  r=  170  3);  2  uud  3  (sa- 
tirisches Gedicht  und  ebensolche 
Erzählung  über  denselben  Aufstand). 
219  (Geschichte  des  Jahres  1135 
und  jener  Zeit).  223  und  224  (türk- 
isch-russischer Krieg  von  1787). 
260,15  (Feldzug  des  AIhnad  Pasa 
in  Ungarn  und  Eroberung  von 
Temesvar,  155  2).  449  (Hinrichtung 
des  Ra<jah  PaSa).  50  8,1  (Verti-ag 
zwischen  England  ujid  der  Pforte 
vom  Jahre    1086   =    1675). 

Gewerbe,  welche  Adam,  Abraham, 
David  u.  s.   w.  betrieben:   3  4,io. 

Ghazelen:  s.  Jyi,  den  Abschnitt 
XVII  (Poesie)  und  Register  III 
(Verfasser). 

ö/r«^- Chane,  Genealogie  derselben: 
204,3. 

Glaubensbekenntnis,  christ- 

liches:  5  14,1. 

Grabschrift  auf  ßonneval:  32  k>.  15. 

Grammatik,    türkische    in    italien- 

Türkische  IlaDdscliriften. 


Register  II  (Titel).         521 

ischer  Sprache,  mit  Wörtersamm- 
lung und  Gespräclien,  von  M.  A. 
Rosa :  5  7 ;  osttürkische  in  persischer 
Sprache :  5  8;  zur  arabischen  (über 
j.UjI  und  iXvc):  64;  desgl.  (Erläu- 
terung von  Kunstausdrücken):  64*; 
persische  in  türkischer  Sprache: 
Pers.    10  2, '2. 

G  r  a  t  u  1  a  t  i  o  n  s  g  e  d  i  c  h  t  e :  3  5 1 ,1  und  4. 

G  r  o  f  s  V  e  z  i  e  r  e ,  Verzeichnifs  der- 
selben:  39   fol.   1[\ 

„Hämra"  s.   n\y^  k^s. 

H  i  n  r  i  c  h  t  u  n  g  des  Raxjnh  PnSa :  4  4  9. 

Hippologie:   8,ii. 

Horoskop  zu  stellen:  4  2,4.  5  5,4. 
16  7,2.  Pers.    118,  Ende. 

„Hussein  kusasy"  s.  ^^juLs  ^j.^«,^  . 

Improvisation  des  PazT  Giräy 
Xän,  nebst  Nachahmungen:    25. 

Instrument,  um  eine  Seite  und 
die  zwei  anliegenden  Winkel  eines 
Dreiecks  zu   finden:    166*. 

Jurisprudenz  s.  Reclits Wissen- 
schaft. 

Kalender,  Einleitung  zu  einem  sol- 
chen auf  das  Sonnenjahr  1094  5: 
174;  die  Frühlings  -  Tag-  uud 
Nachtgleiche  (^^jUa-Lw  "»j;^)  zu 
finden:    173*,i. 

Karten  des  Schwarzen  Meeres  und 
seiner  Umgebungen:  185;  s.  auch 
Atlas. 

Kasiden:  3,2  (über  Zerknirschung 
und  Reue).  5*,  19  (von  Ahmad 
Efendi).    27,6  und  8.    41,5  (verschie- 


523         Türkische  Handschriften. 

dene,  darunter  eine  auf  die  Be- 
schneidung des  Prinzen  Sultan 
Mustafa,  eine  andere  zum  Lobe 
des  Ihrälnm  PaSa,  beide  von  Ft- 
yäm).  3  34.  34  8  (von  ÄJimad Pasa). 
5  06  (eine  Kaside  auf  ,j.—3—);  s. 
auch   tVjLiÄi'  und  stXjyaJ'  • 

Kirg-hisische  Gesänge:   436. 

Kleiderordnimg  vom  Jalire  1789: 
32   S.   5. 

Kochkunst:  Gerichte  zum  Reise- 
vorrath  für  Veziere:   34,2. 

Kons  tan  tinopel:  Moscheen,  Quar- 
tiere u.  s.  w.  daselbst:  39  fol. 
HO";  Thore  u.  s.  w.:   3  23. 

Kopfschmerz:  Gebet  gegen  den- 
selben:   118  fol.  5  8\ 

Krankheiten,  Temperamente u. s. w. 
und  deren  Behandlung:    17  6. 

Kreise,  magische:  127.  128  (zu 
Prophezeiungen  am  Neumond). 

Kries:  zwischen  der  Türkei  und  Rufs- 
land  vom  Jahre  1787  :  223  und  224. 

Kriegserklärung  der  Pforte  an 
Venedig  im  Jahre    1714:   217,2. 

Kriegsschiff,  Abbildung  eines  tür- 
kischen:   185,10. 

Land-  und  Seekarten:    184.    185. 

Leben  des  heiligen  Johannes  Chry- 
sostomus :   513. 

Legenden:    133. 

Lehrgedichte:  5*,49  und  29,4  (über 
•    Waschungen  und  Gebet).  5*,50(über 
die    •iyLai\    ^\lsiL^).    17    foL   39* 
(von   Qur-oyli). 


Register  II  (Titel). 

Lexikon  s.  Wörterbuch. 

Lieder:  37,1  (der  Derwische).  30  7 f. 
317f.  33  4  (mit  Angabe  der  Me- 
lodien);   s.  auch  ^5-^',  ^' ♦— ^'? 

L  o  b  g  e  d  i  c  h  t  e  auf  Grofse :  351, 
passim. 

Macjh's,  mehrere,  über  freiwillige 
Gebete  und  gute  Eigenschaften  vei*- 
sehiedener  Monate:  44,7. 

31  ah  dl,  über  denselben:    1,9. 

Makrokosmus  und  Mikrokos- 
mus:   14  9. 

Manifest  der  Pforte  vom  13.  Aug. 
1787,  beim  Ausbruch  des  Krieges 
mit  Rufsland:   223. 

Mantik,  Diagramme:   35  3,3. 

il/a^no2rT- Gedichte:  5,io.  29,5 
(von  Fudüll).  29,17  (von  Kamül- 
2)asa-zädah).  41,4.  44,1  —  4  und  ii 
(beschaulichen  Lihalts).  4  6.  95. 
374   (Fragment,  religiösen  Inhalts). 

Medicin:  15,2  (über  allerhand 
Schmerzen).  16,5  (zwei  Patt  aus 
einem  Lehrgedichte  ^qs,  Sarlf-züdah, 
mit  Commentar).  27  7,1  (Hausmittel, 
von  Ahn  MuUammad  ^jJis!:\).  278,2 
(ein  Werk  des  IsTuiq  ihn.  Muräd). 
285  (Salbe,  Fontanelle,  Fieber- 
segen); s.  auch  Recepte. 

Metrologie:  5*, 45  und  5G.  144*,  l. 
315,1,2. 

Monatstage,  die  einzelnen,  wozu 
dieselben  gut  oder  nicht  gut  sind: 
21  1. 


Türkische  Handschriften. 

Musik:   45,ü. 

Mystik:  5,13.  8,7.  13,1  (wie  der 
Säfi  die  Biene  nachahiueii  soll). 
14  4,-2. 

Namen  Gottes:  5,20,b,  5*,51-  ^98, 
Ende;  s.  auch  ^^i.^^\   ^U-wl^ll. 

Namen  der  Thore  von  Konstanti- 
nopel, von  Orten  am  Bosporus, 
von  Dichtern,  Schmarotzern,  ßuhl- 
dirnen,  ungläubigen  Völkern,  der 
Theile  eines  Derwisch  -  Anzuges, 
eines  Kriegsschitfes ,  von  Fischen 
und  Früchten:   3  23. 

Nativität:   Fers.    US,  Ende. 

N  a  t  u  r  g  e  s  c  h  i  c  h  1 1  i  c  h  e  s  über  Pferd 
und  Esel:   6,2,a. 

Nichtigkeit  des  menschlichen  Le- 
bens, Betrachtung  darüber  von 
Kajiidljjasa-zädah:   25  fol.   4  7^ 

Note  des  preufsischen  Gesandten  an 
die  Pforte:   50  8,2. 

Pafs  und  Empfehlungsschreiben  für 
Baron  Werther:  509;  verschiedene 
Pässe:  5  2—5  4. 

Pflichten,  zweiunddreifsig:    133,1. 
Phrasen,  türkische:   Fers.    139,2. 
Poetik,     von     Ah     ihn    Husain     al 
ÄtiiäsT:   Fers.   6  0,4. 

Prophet  M uüaminad,  seine  Ver- 
heirathung  mit  Zac/f^aZ; :  20,8;  Ge- 
dichte über  seine  Wunder:    133,1. 

Propheten  und  Patriarchen  von 
Adam  bis  MuUammad:  17  fol.  l''; 
Lebensdauer  derselben:   5*,26. 


Register  II  (Titel). 


52:3 


Prophezeiungen  für  die  Jahre 
1175   bis    1204:    32   S.   3   und   4. 

Qädi-laskar  unter  Bäyazid  LI:    34,6. 

Quittungen   über  Kopfsteuer:   5  2. 

Quf'än,  für  wessen  _js  man  den- 
selben in  jedem  Monat  lesen  soll: 
5*,2o;  über  die  sieben  Siebentel 
desselben:  5*,2i;  wie  oft  jeder  Buch- 
stabe in  demselben  vorkommt :  5*,40 ; 
über  die  Buchstaben,  welche  vielen 
Suren  vorgesetzt  sind:  18,2;  ge- 
reimter Commentar  zu  einzelnen 
Suren,  von  Liwä'l:   95   und  96. 

ßäthsel:  7,5  und  7.  25.  27,12.  315,1,3 
und  11,1.  347.  348;  s.  auch  yj 
und  U*x. 

ßecepte:  5*,69  (z.  ß.  ein  Aepfeltrank 
gQgQw  Herzschwä(;he).  6,2,?.  15,2. 
17  fol.  1%  11"  und  40^  32  S.  18. 
41,7.  44,8.  160.  276,1  und  5.  277,3. 
278.  279,1  und  3.  281  (gegen  Stein 
u.  s.  w.).  Wetzst.  II,  1849  fol.  7  6'' 
(S.  30  1).  309.  3  15,1,7  (zu  ver- 
schiedenfarbigen Dinten);  1,8  (gegen 
Katarrh  u.  ^.  w.).  3  69.  4  04  fol. 
1"  (gegen  Kopfschmerz).   4  2  2,  435. 

Rechnungen:    5  2—5  4.   5  5,6. 

Rechtswissenschaft:  7,1  (Ent- 
scheidung des  Gerichtshofes  in 
Antäkiijah).  7,4  (Worte  der  beiden 
Wfikil  bei  einer  Eheschliefsung). 
Fers.  7  3,3  (osttürkisch,  zwei  Ab- 
handlungen in  16  und  20  Ca- 
piteln). 

Redensarten,  sprichwörtliche:  5  5,1. 

0(3* 


511 


Türkische  Handschriften. 


Reisepässe  s.  Pafs. 

Romane:  479  (aus  dei*  persischen 
Heldensage).  480.  4  8l,i-3.  482,2 
(von  Firöz-säli  u.  s.  w.).  481,4  und 
482,1   (von  Sarafräz-sOli  u.  s.  w.). 

Säbeluniofürtuno-  Sahm's  III:  3  2 
S.    6. 

„Säipül  mälik",  kirgliisiscli :  436,3. 

„Sain  Batyr",  desgl.:   436,1. 

Salomo's  Gespräch  mit  chinesischen 
Weisen  über  die  Frage,  weshalb 
viele  Frauen  unfruchtbar  seien :  506. 

„Saman  akyr",  kirghisiscli :   4  36,i3. 

„Sar  saman",  desgl.:  436,5. 

Schläfer,  die  sieben:  ihre  Namen 
und  der  Gebrauch  derselben  zu 
mantischen  Zwecken:   37,5. 

Schreiben:  33,2  (Muster  zu  offi- 
ciellen).  39  (von  Fürsten,  haupt- 
sächlich Sultanen);  das.  fol.  36* 
(des  Timür  an  den  Sultan  von 
Aegypten,  nebst  Antwort  des  letz- 
teren). 260,4  (alter  Sultane).  300 
(vom  Obereunuchen  au  den  Scherif 
von  Mekka).  505  (officielle,  nebst 
italienischer  Uebersetzung).  5  06 
(desgl.,  ohne  Uebersetzung).  507 
(des  Amin  MuUammad  Pasa  Diwit- 
där  an  den  König  von  England). 
Pers.   807  (aus  dem  Jahre    1161). 

Schwert  Jü  'I  faqär,  Abbildung 
desselben :    1 2 1 ,5. 

S  eg e n s f  o  r  m  e  1  n ,  mit  welchen  Schrift- 
steller ihre  Wei'ke  beginnen  sollen: 
20,5. 


Register  II  (Titel). 

Siegel,  Inschriften  in  denen  des 
Propheten,  der  ersten  Chalifen 
u.   s.   w.:    5*,36-    121,5.    122,5. 

Siyäqah-Zahleu:   33,2.  498. 

Sprachlehre,  mongolische  und  türk- 
ische, in  arabischer  Sprache  (For- 
menlehre und  Wörtersammlung) : 
60,1. 

Sprichwörter:  5*,4.  55,1.  418*,7. 
Pers.  302. 

Sprüche  des  iAh,  mit  persischer 
und  türkischer  Paraphrase:  435 
fol.    24''-5  2\ 

Statthalter  von  Aegypten,  Ver- 
zeichnifs  derselben:  205,2;  die  Re- 
orierunof  der  MuUammad  genannten 
war  unglücklich:   das.   3. 

Sultane,  Verzeichnifs  derselben : 
21,4.    39    fol.    7  0\    205,1. 

Syntax,  arabische:   66.   68.   69. 

Tage,  an  welchen  man  ein  Kleid 
zuschneiden  oder  die  Nägel  be- 
schneiden soll :    1  2  1 ,4. 

Talismane:  40,2.  42,4.  44,8.  45,4. 
96,  Ende.  111.  117.  U8.  120,3. 
121,6.  122,5.  129.  130.  160.  160* 
(astrologische).  24  3  fol.  1*  (um 
Liebe  zu  erwerben).  27  6,luii'i5. 
346.  Ende.  456,9  un.i  20.  493,  Ende. 

To'r 7/ -Gedichte  s.  -aj^Ij". 

Tataren,  zur  Geschichte  derselben: 
20  4,4. 

Territorial-Eintheilung  des  os- 
manischen  Reiches:   260,19. 


Türkische  Handschriften. 

Testament,  Neues  s.   Bibel. 

Theologie:  5,2.  4-2,';.  93  fol.  166\ 
9  4,1  (Fragen  und  Antworten).  20,3 
(über  die  Hindernisse,  welche  den 
Menschen  abhalten,  sich  auf  das 
Jenseits  vorzubereiten).  20,G  (über 
den  Gläubigen,  den  Glauben  und 
MuUamviad).  4  6  fol.  2  4*  (zwanzig 
Eigen-schaften ,  welche  Gott  noth- 
wendig  zukommen).  5  5,2  (Glaubens- 
lehre). 13  3,1  (zweiunddreifsig  Pflich- 
ten).   186   (Reinigung  und  Gebet). 

Titulaturen  und  Anreden:  5,12. 
25.    39    fol.    68^    260,13. 

Traditionen:  5*,3  und  16.  18,1  (dafs 
in  dem  Punkte  unter  dem  j,  wel- 
ches den  Qiir'ün  beginnt,  alles  ent- 
halten sei).  9  3  (von  Moses).  485. 
499   S.   26. 

Tuyra  Sahm's  III:   53. 


Register  II  (Titel).         525 
Vaterunser:    5  1  4 ,2. 

Vermessung  von  Grundstücken: 
260,!». 

Verse:  5*, 07.  S,18.  29,22  (auf  den 
Propheten,  von  Maslüd  Efendi). 
2113.  4  4  7.  Pers.  688.  Pers.  75  2 
(mit  Angabe  der  Melodie). 

Vertrag  zwisclien  England  und  der 
Pforte  vom  J.    10  68:   508,1. 

Veterinär w i  .s s  e  n  s  c  h a f t :   8,ii. 

Wörterbücher:  6, 2, p  (persisch-tür- 
kisch). 58;59,l;89;90  (osttUrkisch- 
persisch).  60,3;  85;  86  (osttürkisch- 
I  osmanisch).  75—80  (tüi-kisch-itallen- 
isch).  81—8  3  (italienisch-türkisch), 
84  (türkisch-deutsch).  95  (arabisch- 
türkisch). 

Wunder  des  Propheten,  Gedichte 
über  dieselben:    13  3,1. 

Zauberspruch:   493,  Ende. 


Arabische  Schriften, 

welche    jjelea'entlich    erwähnt   werden. 


jLöPi  ^^.wl  ^3,  s^^y  I  297. 

^^Lobll   !  149*. 

JLoNi   „jo  I  354,3  (mit  türk, 
I       Paraphrase). 

sJ-Jt  I  35  4,1  (desgl.) 

^Uil  v>J;lj-  199. 


(_r 


-^      30  6. 


^    '^;;LA_^"I     ya^s^  '   1,9. 


I  Y^w 


iXaäo      328. 


s. 


>X    ä    t    'I 


^;>^'- 


526         Türkische  Handschriften. 


Oib    Jl    '^l^;NI   ^OU 

S.  153  Anm.  1. 

^yN, 

J/-''  o^t- 

5  0  3. 

^LaA._'i  :^ 

1,9. 

315,1,9;  s.auch 

Gebete. 

r  / 

30,1. 

ikJLoJI    is.  ^ 

163. 

1,9. 

iIjl^jJa.daJI 

447. 

^Li>l    ^     '^5^;^!     o^ 

i" 

yix>^'i  v^J^Hj^'f 

1 

i.=iU.'l 

116. 

uV-'' 

111.  116.  120- 

123.      125,1. 

126,1.      12S. 

170. 

äüjl^kJaJI   5j.A^Ä.l| 

s.   iüil^iaik'l. 

Register  II  (Titel). 


cr- 


'wö-^ijai  j^ 


1,9. 


»Jcbl|    BJ^_sc    iiv^l^ 


^yii'^yijO^XliI   '   18,1 

^'  I 

sU^I  älwo  1  S.  153  Anm.  3. 
^  Jl    'J.^Jl    sLiy  :    137*. 

^j    *— .■•j'j ^'     jUJJlJI      9  7,1. 

\s.yÄiJ\      5*,11  und  354,2 
(mit       Para- 


^l^^\  ^L^ 


^.'^Lui-'t 


phrase) 
73,2. 


73,2. 


,,LA.a.'i 


JuaJI    JyÄj     1     S.     i^Lc^l     «^Jo. 


Abkommen  des  Propheten  mit  den 
Christen ,  arabisch  mit  türkischer 
Einleitung  und  Erläuterung:  260,6. 

Abschnitt,  ein  kurzer  in  arabischer 
Sprache:    103   foh    13  5"'. 

Denksprüche:   302. 

Einfall  der  Franzosen  in  Aegypten: 
133   fol.    234*. 

Finger,  die  arabischen  Namen  der- 
selben:  29,11. 


Gebete:  130.  178.  300.  358.  413; 
s.  auch  LcJ . 

Poesie:  3  54,4  (Lehrgedicht).  4  37, 
Anfang  (Gedicht  von  IbräJäm  al- 
Süiir). 

Sprüche:  60,2  (arabisch  und  per- 
sisch).  4  4  7. 

Tage,  an  denen  man  die  Nägel  be- 
schneiden und  Kleider  zuschneiden 
soll:    10,  zwischen   2  und  3;   wozu 


Tiirkisclie  Handsciiriften. 

die  einzelnen  Monatstao'e  orut  oder 
nicht  gut  sind :   211,   Ende. 

Theuerunor     im    Jahre     1235     = 


Register  III  (Verfasser).         Tyl7 

1819 '20,    Bericht    über    dieselbe: 
180. 
Tradition    xind    AufiForderungr    zur 
Bufse:   46;    Tradition:   4  85,   Ende. 


Die  in  dem  vorliegenden  Kataloge  gelegentlich  besprochenen  Ab- 
schnitte in  persischer  Sprache  sind  in  das  Register  des  persischen  Kata- 
loges  aufgenommen;  nachzutragen  sind  noch:  Xr.  5*,33'  (sutische  Kunst- 
ausdrücke); 60,2  (Sprüche,  arabisch  und  persisch);  143  (Abhandlung  und 
Kasiden  über  sufische  Kunstausdrücke);  312  (Anfang  des  dritten  Ghazels 
von  Häp'z);  33  4  (Verse  von  Gämi,  Haidar,  Asq/i .  und  Vierzeilen  eines 
Ungenannten);  367  (ein  Ghazel  von  Sai'xf);  435  fol.  24''— 5  2*  (die  Sprüche 
des  iAli  mit  persischer  und  türkischer  Paraphrase). 

Aufserdem  sind  in  dem  vorliegenden  Kataloge  noch  die  folgenden 
Sprachen,  meist  nur  mit  kurzen  Bemerkungen,  vei-treten:  Armenisch  Nr. 
244,  47S,  480;  Hindustanisch,  Tamulisch  und  Telugu  Nr.  52;  Sj-risch 
Nr.   5  1 4   (Gebete  u.  dergl.,  christlich). 


III. 

Verfasser. 


Äbro  Efendi  259. 

Abu  Adam  Dedeh  Xätim    258. 

AdarT   334. 

Asof  2S*,5- 

Asafl  355. 

Afiäh   334. 

Afatl  312.   334. 


I 


Aq  Bäldyr-zädah   340. 

Ahani   325. 

Ahi   27,11,    41,4.   331.    334.    396. 

Ayinak-zädah  (SirözJ)   26. 

Ihrähim   320. 

Saix  Ibrähim   423. 

Ibrahim  Aya   326. 


528         Türkische  Handschriften. 

Ibrahim    ihn    Iskanchtr     s.     Muniri 

Balyrädi   61.    183.   228. 
Ihrähim  Beg  Peüewl  20  8. 
Kiiöuk  Ihrähim  Beg  20  8. 
Ihrähim  uaq<ii   ihn  Haqir  alläli  (al 

Faqm)   5  6*. 
Ihrähim  Ranjf  4  29. 
Ihrähim  al  Kirmäni    162. 
Ihrähim  ibit    Yüsnf  ^^^aJ'   249. 
ARmad  5*, 22  und  33.    261.   320.   331. 
Sultan  Ahmad  301.   3  2  4. 
Ahmad  I   28V- 
Baix  Ahm  od  28. 
Mrifn  Ahmad  Efendi  5*,lfi.    351. 
Ahmad  Beg   333.   405. 
Ahmad  Beg  (d.  i.  ßoiineval)   229. 
Ahmad  Be(jän   (Yazi()i^-oyJi)    17  8,1. 

179.    181. 
Ahmad  Pasa   27,3.   333.    334.   503. 
Ahmad  al-tä'ih    UGriu'm-zädah   238. 
Ahmad  Celehi  Efendi  s.  Kamäljmsa- 

zädah. 
Ahmad   '/.ädim   39. 
Muhyl   al-din   Ahmad   ihn   Ihrähim 

al-nahhüs  al  Baydädl  105. 
Ahmad    ihn    Xalaf    Um    Ahmad    al- 

Si^istani  ahü  'l  lAhhäs    10  3. 
Ahmad  Bidivän   386. 
Ahmad  Fayj'i-zädah   351. 
Ahmad,    Qüdl  von   Beroea   512. 
Ahmad  Qastalänl  5*,lo. 
Ahmad  al  MuhamuiadiFarjdün  5*,33. 
Ahmad  Misrl   455. 
Maslüm  Ahmad  328. 
Ahü  Ahmad   103. 


Register  III  (Verfasser). 

Ahmad!  299.  366.  405.   Pers.  688,6. 

Axtari   334. 

Adä'I  6,1. 

Adahi-zädah  s.   Tabli. 

Idris  al  Badhsl   211. 

Adihl   340. 

Ishäq   3  1,4.   41,4;  5.    33  1.    333.    334. 

35  6,4. 
Ishäq  Efendi   Mollägik-zädah:    497. 
Is  h  ä  q  -  Efe  n  di-zä  dah :    49  7. 

y 

Qädi  Ishäq   Celehi  vgl.    27,3, 

Ishäq  ihn  Muräd  278,2. 

Asadi-zädah  (?)   315,11,1. 

As] ad  326. 

Asiad  Efendi    39    fol.    3  6\     20  8"-'. 

315,  11,1.   327.   332. 
As  lad  al-din    14  0. 
Ismail l  Anqirawi  26. 
Ahü  'l  Hasan    Ismälll   ihn  Ihrähim 

ihn  Bäyazid-{  lädil  ihn  amlr   Yal- 

qüh    ihn    Sams    al-d.in   ihn    Yumn 

Gandär    108. 
Ismälll  Rahmi   208"-^ 
llmäd    al-dm    Ahü   H  fidä   Ismäill 

ihn  iUmar    al-DimaSql  Ihn  KaOir 

19  2. 
Aslrl   331.   334. 
ASraf-o-/l[  305.   307.   308. 

Isja  kam  19. 

Usüll   25.    27,2.    4  1,5.    334. 

2Ilr  AiZam-säh  Mishln    162. 

Uftadah   3  05. 

Afgünl  3  5  6. 

Ilälii    6,1.    29,19. 

Alt  [-par  laaq   239.   Pers.   545. 


Türkische  Handschriften.  Register  III  (Verfasser). 

Amr  nUali  ihn  NasüTi   493.  |  Amin  333. 

Amrl    (ImrJ)     6,1.     4  1,4.     333.     334.      Anwari    208"-'.    297.    305.    334. 


539 


341,    350,5.    356,4;   vgl.    27,3. 
A in ant   305. 
Ummat  aUäli   Sidifi  2,3. 
Uvndl  4  1,4.    333. 


Ann  Sa  Muhammad  Balladur   204. 
Ahli   20,3.    27,2. 

OqSi-zädah  Muhammad  8,17.  28*,4. 
Ohsuz  {iÄSiq)   323.   3  24. 


Bäbü   Saß   334. 
Bäba  Taliir  .s.  Tühir. 
Bäbä   Qaiyasiz  s.   Qaiyusiz. 
Baqi    5,25.    5*,10und32.     6,1.     8,5,    27, 

2und3.     29,15.     37,2.     40,4.     41,4;  5:  6. 

105.     297.     302.     303.     306.     309. 

312.     323.     326.     333.     334.     339. 

340.     341.     348.     349,     356,1:4:6, 

414.    415.    456,25.    Pers.    18,  II,4,e. 
»^>(vJ^üo^(^.jlJ   s.  rd-Saiyid  HäStm   146. 
Sultan   BCiyazid  27,3.   3  8,9,b. 
Bäyazld  BisfämJ  5*,65. 
Baxti   106. 
Badri   356,4. 
BiryeW  55,2. 
Bazmi   313. 
Baslri   453**. 
Aha  'I  haqä  Kaffavn    19,1. 


B 

Bakr  Äya   319. 

Aha  Bakr  Äya   324. 

Aha    Bakr    al    muftl    ihn    al    muftl 

211. 
Biläl  Öelehi  34  8. 
Balcrj   333.    334. 
Baliyi    27,3,    37,2.   41,5. 
Baliüri   7,2.   41,4.   331.   334. 
Bahä'7   14,4. 
Bahistl  5*,31,    27,3,    41,4,    333.    340. 

35  6,4. 
Bayäni   6,1.   333. 
Beiarah   305. 
Bedil  337. 
Hä^^l  Bairäm  308. 
Bairäm  Pasa   6,1. 
76??   fl/  haTfär  278,1. 


Paki   303, 
Peöeli  Öa^ji   290. 
Jf«//ä  Parwez  Pers.  331. 

Töikiiche  Handachriften. 


Pahlawan  KainänJ   290. 
Pafniäni   334. 
Plrf  334. 


67 


530  Türkische  Handschriften. 


Register  IIl  (Verfasser). 


^     T 

Turäbi  328.   331.  Tauzart  354,2. 

Turhmän  ihn  Bairäin  iAll  Biij  Äya      Taufl(i  Efendi  339. 

89.  '   Teyi   334. 

Turkmänl  (?)   320.  !  Tlmür  38,9,b. 

Taftäzänt   19,3.  \  Ihn  Taimlyah   255,1. 

^     0 

Gähit    29,13.    37,2.     297.    311.    312.  Qfint   333. 

325.  Öabäii   334. 

eahit  Efendi  338.  Ouhatl  334. 

Oaqib  Ardiräiiü  Amän-züdah    349.  Oanä'l  3US.   331.   338. 


C 

Öahir  MayriU   162. 

Öarl   29,22. 

Öamill  334. 

Gö/ftz  333.   334   (persisch). 

(xäwld  Ahmad  Beg  238. 

Öasml  305. 

Öalfar  331.   333.   334.   350,5. 

öalfar  Öelehi  2  7,3.   41,3.   394. 

(xalfar  Sädiq  35,4.  i6,2.  333.  397,1. 

(xalfar     al     Qunstanilnam    Kamäli 

394,1. 
(xalal   Öelehi  27,3. 


(xalal  al-din  Rünvl  35,2. 

(raw  (Prinz)   3  7  9. 

Öamäll  207.   305.   3o8.  356,4.   368. 
378. 

Gamäll-zädah  365.  368. 
i  Gamii   29,22.   340. 
I  Öanahl  Paso   260,1. 
I  (xanani   6,1.   37,2.   333. 

Gaudat  {Geicdet)  Efendi   189*. 

ÖöcZf  .^eW^■   338. 

GaurJ  3U3.   353,2.   418,3.   418*,3- 


Öägiri   334.  4<J9. 
Öelehi  Efendi  28*,4. 
Öelebi-zädah   208*~^ 


^ 


Öiwi-zädah  8,14. 
Öiwl-zädah   Efendi  MuUammad  ihn 
Ilyäs    139. 


Türkische  Handschriften. 


Register  III  (Verfasser).         531 


H 


ääg§l  ihn  Ismard  Tnhrizl  25  6. 

ÖäjJT  PaSa   290. 

äa^jl  Xahfah    1,1.  107.  198;  s.  auch 

Mustafa  ihn  lAhd  aVäh. 
Öäj()l  MarSüd  35  1,16. 
äcisili   303. 
Aafiz    305.    319.     325.     334.    35  1,8 

{Paia). 
tlälati   326.    340.    350,5. 
Üäll   333. 
äatml  339. 
ÖadTdl   206.    331.    334. 
Öurratl  ^aml   25. 
ÖarlniT   27,4. 
Husäml  al  MariaST  36,1. 
Öashl   334. 
Öasan  339. 
Hasan  Äq-Jiisärl  5*,25. 
Öasan  Efendi  341.   351,6. 
Hasan  Gelebt   314. 
oZ  Hasan  ihn  lAhd  al  nuCmin    73,?. 
Öasan  ihn  lAh   110,8. 
Hasan  Ri'dä'l  ihn   iAbd  oI-raMmän 

al  Aq-sara'l   16. 
Hasanl  37,2. 
Husain  356,4. 
Saiyid  ausain  3  05. 
J/??*  Saiyid  HusoÄn  59,1. 
Husain    ihn   Ibrahim    ihn    Muliam- 

mad  al-Tifhsi  Abu  'l  fadl   162,1. 
Husain  Efendi  306. 


Husain  Efendi  FnlSrnt  351,18. 
Husa  in  -  Efendi-zädah  340. 
Amlr  Husain    Unsl  ^^>^\    26,1. 
Husain  ibn  al  Jiä^j  Hasan  241. 
Hnsain  nl  Ztoärazml  Kamäl  oJ-dln 

144,1. 
DarioSs  Husain  al-NaqShaiidl   l,lo. 
äusain  Hazarfann    188.    199.   200. 
Husain  al  wäiiz  al  KaSifl  2  3  4. 
äudürl  333. 
Öifzi   297.   305.   341. 
ÖafT  3  34. 
Öaqql  305. 
Öaqlql  335. 
Öukmi   339. 
äahml   27,11.   334.   34  1. 
Öamdi   5,1.   31,1;  3.   41,4.    55,5.   299. 

303.    339.    375.    387  bis  392.    433. 

456,1.   469.   8.    35  7    Anm. 

Qädl  Hamid  al-dln    123. 

Hinnäli-zädah  s.  Qinali-zädaTi. 

äanlf  Efendi  429. 

Aanlfr  429. 

äaunl  334. 

äayatl  334. 

Haidar  334   (türkisch  und  persisch). 

J/fr  Öaidar  Ma^Süh   4  3  6*. 

Haidar-zädah  Faidl  Efendi    38,8. 

äaidarl  334.   349. 

ÖairatJ    27,3.   41,5.   303.   331.   333. 

334.   377. 

67* 


532 


Türkische  Handschriften. 


Register  III  (Verfasser). 


Xätiml  41,9.    334. 

Xäqänl   353,1.  417.  418,1;  2.   418*,2. 

XäkJ  334. 

Xäioarl  41,4.   333.   334. 

Xatmi   11,\.   335.   339   (?). 

Xadijah   323. 

Xusrau   333. 

Xusrau  [MvJiavimad  ihn  Farämarz) 

137*. 
Xusrau  Beg  6,1. 
Xusraiül   33  4. 
Xisäll  356,3. 
Xidr  ihn  lAhd  alläh    165. 
Xidrl  334. 
Xitähl  331.   334. 
>§äA  Xatan  Pers.    18,11,4,(1. 


^a^p  Mustafa  Efendi  187. 

7Z)TO  Xaldün   189*. 

Xuldi  41,5. 

^mZ^^   334. 

Xalwati   305. 

;i^a/z?   323.   341. 

ZahZ  J;'rt  i?eÄ;fas  (Bentas?)   351,18. 

Xahh     27,11:16.     331.     334.     341. 

350,5,    351,1.    355,3.    377. 
Xandl  333. 
X  wäg  ah  Efendi  Fers.  693,11;  s.  auch 

Said  al-din. 
Xioägah    üelehi   Efendi  s.    ^ö?Z    '?- 

sulüd. 
Xayäli    27,2und3.  29,12.    41,3;  9.   297. 

331.   333.    334.   340.    350,5.   356,4. 


Dan  356,4.  Dances   297!    299. 

Dan  Munaggim  Xair   al-din   ^yjJiiS     Darv-esl  305, 
158.  \  Dum  320. 


DäniSl  327. 
Dänyäl  27,20. 
Dänyäl  al-nabl  157. 
Däwud  Efendi  98. 
Däyah  5*,6l. 
Darum  6,1.   334. 


Daftari   5*,12. 
Dilharl  334, 
DeZz  huräder  460. 
Daioätl  29,22. 
Dz^^  a6ü  'Z-JVfÄ;   164. 


6     ^ 

z/ä^?   6,1.   27,2;  3;  5.   41,9.    193.   299.      J ihni   6,1,    10,5.    41,4.    4  3,2;  3.    55,8. 

331.    333.   334.  333.   340   [Baydädi). 

Jakirl   308.  I 


Türkische  Handschriften. 


Register  III  (Verfasser).         53  S 


; 

Ra'ä'T   41,3;  i. 

Ratib  Efendi  338. 

Räz'i   41,4.   334. 

Räsid  20  8"-^. 

Rädl  334. 

Räyih   306. 

Räyib  Efendi  315,11,5. 

Räyih  {MuJiammad)  Pasa  220.  297. 

332.   339.   426.   421.   428. 
Räml  297. 
Rämi  PaSa   3  12. 
Rämi-Pasa-zädah   338. 
Ääzül  334. 
Ra^ä'l  505. 
Rigäli   334. 
Ra^ah   319. 
RaRvii    27,2;  3.   41,3.    333.    334.  340. 

35  6,4. 
RaKmi  Cdebi  407. 
Razmi   29,22. 
Rasmi  41,4.   303.   334. 
Rasml  Ahmad  Efendi  222, 
Rusdl  25. 


RuSdl    Imäm    lAbd     alläh     Efendi 

35  1,5. 
Ridä'T    16.   334.   340. 
Ridioän   389. 
Raidi  331. 
Riflat  37,2. 
Rifiat  Efendi  238. 
i?a/«J   305. 

Raflqi   6,1.   297.    333.   334. 
Ruqiati   6,1. 
Raqzbi   334. 

RainzJ  331.   333.   334.   356,4. 
Rumüzl  6,1. 
Raioäni   2  7,3  und  21,   31,2.   41,4.   331. 

334.    356,-!. 
ÄMÄ'I   6,1.    37,2.    303.    306.    327,  340. 

349.    416. 
RöSanJ  41,3.   305.    308.   353,4. 
Rusdl   14,3. 
Ra'afi   305. 
Riyazl  334. 
Riyadl  326.   334.   340. 
Räyi  [Ra'yi)   333. 


^är?  334. 

Zain  al  läbidln  308. 


; 


Zaini  41,4. 


Säiatl   45,7.    334. 

ÄäJi  29,22.   41,4.   334.   35  6,4, 

iSäg-Z   331. 


^/^^ 


Sämür  Eindl   159,1;  3;  5;  6. 

SäJfti  208*-^ 

/Saizi   27,3.   303.   334. 


534 


Türkische  Handschriften. 


Sahaql  297. 

SipahJ  320.    328.   335.   339.   341. 

Sugüdi   334. 

Sarmadl   19,2. 

Surürl  5*,39.   334.   489. 

Surürl  Celehi  331. 

Sirrl  41,3. 

Sarlri   334. 

Sazä'l   308. 

ÄrtJcZ  al-dln   212   (Nachtr.).   213. 

iSaJfZ    al-dln  Efendi   38,9,f.    260,7. 

426. 
Saidl  29,4.   341. 
Saidl  Celehi  Efendi   139. 

Ähfi    'l-S7liüd    5*,  24;   44;    46;  60;  62;  65. 

8,14.    8*,7.    22,2.    38,2.    4  7,1;  2.    140. 

170,6.    260,5;  9.    261.    312. 
Äbü  'l-sulüd  Xwägah  Celehi  Efendi 

139. 

Suiadi  41,4. 

Sali   41,4. 

Salida  304. 

Salami   331.   334. 

Sultan  Muhammad  ihn  Xioätjah  Mau- 

lanä-i  Buxäri   144*,2. 
Salmän  333. 
Sahql  334. 
Sallm   27,3.   41,4. 
Sidtän  Sallvi  \    5  02.     S.  auch  Sa- 

llml. 


Register  III  (Verfasser). 

Sallm,  Prinz,  der  spätere  Sallm  II 
34,4. 

Sallm  Giräy  Xan  297. 

Sulaimän  305.   320. 

Saiyid  Sulaimän    300. 

Sulaimän  Efendi  5*,17, 

S  u  l  a.  im.  ä  n  Beg  Fayji-zadah  3  5 1 ,12. 

Sulaimän  Öelebi  133,7.   363. 

Sulaimän    {Sultan)    5*,U).    25.     38, 

V;  '1-   41,4.   348. 
Sah.ml  {Sallm  I)   27,14.   333.   334. 
Samail  41,4;  9. 
Sinän   308. 
Sin  an  Beg  Cägirl  469. 
Sinän  Pasa  5  03. 
Sinänl   305.    334. 
San^ari   6,1. 

Sikä'l   295   (S.   313    Anni.). 
Suhaill  334. 
Suwärl  334. 
Su'äli  334.   . 
Saudä'l  335. 
Saudä'l  Ramzi   330. 
.Sö^Z   333.    334.    356,4. 
Saiyidl  298.   320. 
Slratl  340. 

Slrözl  Aijinah-zädali   26. 
*S«/rZ  4  1,11,   29  7. 
/in  Slrin   162. 
Salf  allah   308. 


Imäm  Säjiil   45,4. 
/§5Ä;^>  208"-'. 


L^ 


*§ä?2Z   333. 
^anl-zädah   208""^ 


Türkische  Handschriften. 

Sah  Xaia'l  Pers.    18,II,4,cl. 

^ahidi   334.   352,2. 

Sähidl-dedek   352,2. 

Sähiti   305. 

Sahl   41,4.    309.    328.    333.    334. 

SarqJ  335. 

Ibn  Sarlf  284. 

SarlJ-zädah    16,5. 

Sarlfl   339. 

Suiäil  348. 

Suiüri   334. 

Safiil   27,2.    299.    303. 

Sukafl  330. 

>§aTOcS   334. 

Sams-i  Tabrlz  308. 

Samsi    21, '6.    305.     308;    =   Sams 

PaSa   333. 
Samil    27,2:  3;  IG.    41,9.     331.     333, 

334. 


Register  III  (Verfasser).         5S6 

Stnasf   304. 

^ahratl  31  1. 

bahrastänl  142. 

&ahrl  303.   339. 

Sahn  turhahday  300. 

S  ahrl-zädah  Muliaminad Salld  238. 

Suliüdi   305. 

^ahldl  331.   334. 

/§ö;f?   297. 

äauql  333. 

Saix-oyli  365. 

Sai^-i  ahbar   159,6. 

Saix-zädah    454.   455. 

Sai)(^-zädah    Saix   Mustafa  Efendi 

8*,4. 
Delixi   6,2,c.    27,3.  96.   334.  340.  348. 

368. 
>§erF  331. 


C^     ^ 


ßabiri    27,2. 

Saüib  425. 

ßädiq  41,4.   333. 

Sadiq  Efendi  338. 

Sadiql  356,4. 

^'ä/?   333.   3^4.    356,4. 

SäliJi  Efendi  283. 

ßältä  ibn  Nasr  alläh   al  Halabi  ihn 

Saläm  283. 
Sü'ib   303. 
Sabä'I  334. 
iSuZ^Ä'?   5*,22.    208»-'. 


^air7    303.     312.    340.    341.    394,2 

(dZeii'). 
SabüTii   29,2.   334. 
Sadrl  5*,22.   333.   334. 
Sidqi    2,3.    350. 
Safwatl  41,3. 
^wZ/i  al-dln   360. 
Sann    {Sitin?    Simil?)    31,5,    41,3. 

333. 
i^ö&ä   Sa/?   334, 
Sulaq-zädah    1,7, 


536 


Türkische  Handschriften. 


Register  III  (Verfasser). 


u^   I> 


Daifl  41,4.   333.   334. 
Dalifl  41,9.   334. 


Tahil  Ibrähfm  Efendi  229 
TaJih   305.    3Ü8.    312. 
DarioeS  Talih    173. 
Talihl  340. 
Talill  331.   334. 
Täliyl  (sie)   334. 
Tähir  303.   308. 
Baba  Tahir  37,i 

329. 
Tähir  Beg  499   S.   3 
Tahir  faqlh  339. 


301.    316.    328. 


Ibn  Zafar  445. 


lAridl  334. 

lÄrif  Celehi  8*,5;  s.  auch  lAhd  al 

Ja 2^  iÄrif  Celehi. 
lÄrifi  334. 
lÄsim  Efendi  208""^. 
iÄzim-zädah   341. 
jJ^zg-   334. 
lÄ^iq  Büdäq   320. 
M^/g-  Pa^o    331.   359. 
>-(l5^"g  Crannati  314. 
iÄsiq  Celehi  5*,44. 
iÄSiq  Xatml  335. 


Diyä'l  333. 
Daifl  41,9. 


Js     T 


Tahari    191.   233. 
Jo&JI   312.    319.    340. 
Tarzf  6,1. 
Tuyrä't   5*,3l. 
J?/Zz   340. 
Tanhürt   323. 
Ä7Ä,   T ahm  äs   25.   34,4. 

Tüzün   319. 

Tm zün-zädah   318. 


Jo     ^ 


Zuhürl  334.   335. 


J^^^g  Za/?/  3  20. 

jJ^z^  Ä7c^22   323. 

Jylsüj   TäM-   3  23. 

?^^Z2   jZ7»ior    170.    298.    30  1.    306. 

308.     309.     310.     313.     314.     317. 

320.     321.     322.     323.     324.     327. 

328.    330.    339.    341.    344.    345. 
iÄsiq  Muhammad  328. 
iÄsiq  Mustafa   342. 
iÄsim   14,3. 
iÄhifl  334. 
iÄlim  313.  ': 


Türkische  Handschriften. 

iÄliml  (oder  iÄlamll)   334. 
iÄll    41,3;  4.    312.     327.    333.    334; 

s.  auch  Mustafa  ibu  AJ'miad. 
lÄh  Efendi  36,1.    340. 
iAhhas   407    fol.    105\ 
iAhd  al  häql  s.    Büql. 
lAhd  al  hüql  Efendi  iÄrif  5*,i. 
lAhd  al  Jiaiij  305. 
iAhd    al-ralimän    ihn    MiiUaimnad 

al  ÄidlnJ  al-TirawT  38,5. 
iAhd  al-raliinün  ihn  Yüsuf  al  Aq- 

sarä'T    10  0.    101. 
iAhd  al-rahliu    375.    376. 
iAhd  al-samad  308. 
iAhd  al  iazlz   261.   308. 
Maidänü  iAhd  al  iazTz    loo. 
iAhd    al    iaziz    Qara-Celehi-zädali 

iAzTzi   419. 
iAhd  al  yani    407    fol.    P. 
iAhd  al  yanl   Efendi  34  8.    45  6,11. 
iAhd-al-yam-zädali  s.  Nädiri. 
iAhd    al   Ja ffä/l    Saiikat   Baydädi 

238. 
iAhd  al  qäliir  ihn  iAhd  al-raJhnän 

al  (rur^äni   67. 
iAhd  al  karim    25. 
iAhd  al  karlm   Giläni    18,1. 
iAd   al   karlm    al  Hasanl  al  iMhi 

260,14. 
iAhd  al  harlm  ihn  Muhammad  24,1. 
iAhd    al-lafifi    (sie)   294;    s.    auch 

Latlfz. 
iAhd  alläh   305. 
Saiyid  iAhd  all  alt  Efendi  221. 
Sari  iAhd  alläh  Efendi  4  4  6. 

Türkisch«  Haadschriften. 


Register  III  (Verfasser).         537 

Ahn  iAhd  alläh  al-Dainawart  20,7. 
iAhd  alläh  iAflf  al-dln   71. 
iAhd    all  all     ihn     Muliamniad    ihn 

Sahädur  al  Asadi   al-liäzl  {Na^m 

al-d'i)i   ahü  Balcr),    genannt  Däyah 

5*,t;i. 
iAhd  alläh   ihn  Mulianimad  al   Qu- 

stantlnl  267. 
iAhd  al  viafjid  al-Siwäsi    19,3. 
iAhdi   298.    303.    305.    331. 
iAhdi  Efendi  {Daftardär)   332. 
iAhdi  Pasa   304. 

Qädl  iUhaid  alläh  Efendi  351,19, 
iühaid  alläh  Basiri-zädah  35  1,17;18. 
iühaidl     27,3.     4 1,3;  4.     297.     303. 

312.    333.    334.    340.    341.    356,4. 
iUOmän   320.   323. 
DarweS  iüBmän   3  05. 
Sidtän  iUG'inän   38,9,3. 
Kätih  iUOmän   335.    341. 
iUGmän  PaSa  503. 
iUßmän  Öelehi  314. 
iUOmän      ihn     Alimad     al     Wisüql 

Pers.    10  2,5. 
iUOmän  ihn    Uryßn   2  60,4. 
iUOmän  ihn   Keskin  74. 
iüOmän  ihn  Midiamiaad  Düqah-km 

{-zädah  al-Rümi)    190. 
iUOmän  ihn  Mustafa   13  7*. 
iUOmän  ihn  Mustafa,  bekannt  unter 

dem  Namen  Keskin   74, 
iA^ani-zädah    al-saix    (?)    Efendi 

Uskahi   332. 

iAdll  9,2.   305, 

iAdnl  oder  iAdanl   29,3.   331. 

68 


638         Türkische  Handschriften. 

iASbl   338. 

lAraht    297. 

lArdl  341. 

llzzatl    14,3.   303. 

iAzmi    5*,48.    151.  334.  356,4.  418*,6. 

lAzml  Efendi  499   S.   2S   bis   31. 

iAzmi-zädah  s.  HäJati. 

ilzzl   187.   208'-'. 

lAziz   342. 

iAziz  Efendi  499. 

lAzlz  ihn  lAhd  allah  al-Ncisafl  144,1. 

iAzlzi    6,1.    8,18.    308.    331.    419. 

iAskarl   27,15.   333.    334. 

ilsraU  331.   333. 

il^qi   297.    303.    331.    333.    340. 

llsmat   33  3. 

ilsmatt   326.   340. 

iAtä  all  all  ihn   YaJiyä  Nault-zädali 

4  20;  s.  auch  iAiä'i. 
iAtä  Celebi  331. 
iAitär  143. 
iAtä'7    240.     297.     327.    331.     334. 

340.    420.    421;    s.    auch    NauIJ- 

zädak  Efendi. 
lltri    304.    318.    319.    325.    326. 
iAtüfl   305. 
lAlä    al-dln    Fm-ämarz    al-Saljüqi 

38,9,a.  ^ 

illrrn  5*,32- 
lllmi-dede   35,-2. 
iülwt')    27,2.    4  1,3;  4;  9.    297.     303. 

305.   333.   334.    342.   350,ri. 
iAli   334.    358. 


Register  III  (Verfasser). 

al  ää^^l  iAll  PaSa  267. 
ririth'  lAh  Efendi  4 7, -3. 
Saiyid  i Alt  Akbar  Xatä'J  183. 
iAll  Celebi  Efendi  al  Gamäl   139. 
iAlt  ihn  Husain  al  AmCist  Pers.  60,4. 
lAli  ihn  Htisain  al  kätib   (oder  Kä- 

tiU)  al-Rümi   168.    188. 
lAli  ibn  Husain   al  icüiig  al  KäSfl 

al-Safl  8*,.5. 
Abu  lAli   Siiiä   276,4. 
Mfr  iAll  Ser  Naioä'i   27,3.  60,3.  85. 

246.  296.  334.    350,3.  380  Lis  384. 

3S5.  Pers.    18,  1I,5,h. 
iAll  ibn  SäliJi,  genannt  iAll   Wäsii 

439.   440.   441. 
i  All  ibn  abl  Tälib   5*,13.   202.  418*,7. 
iAll  ibn  iUOmän   282. 
iAll  al  iArabi  Ilyäs   232. 
iAll   ibn   Ainr    alläh    ibn   al  Hinnä'i 

{Qinäli-zädah)    15  0.   4  91,1. 
iAll-i  ijüSgl    168.    183. 
iAll   Qas^l-zädak  5*,44. 
iAll  Kätib   205,3:  4. 
iAll    Wäsii  s.   iAll  ibn   SälH't. 
i  Uni ar  335. 

iUmar  Diläwar-Aya-zädah  238. 
iAmri  i^^y*^  vgl.   2  7,3. 
iAmrl  {iUmrl,   iümarl?)  ^>*ä   4  1,4. 

302.    331.    333.    334. 
iAnü'i    334. 
iAnqä   333. 
iAhdl   334.    356,4. 
iAunl  37,2.    34  0.    4  4  7. 


*}  vgl.   Fleischer  im  Leipziger  Kataloge  p.   550,   Anm. 


Türkische  Handschriften. 

lIijänT   41,3. 
ildl   25.    334. 
llsä   38,6. 


Register  III  (Verfasser).         539 

Mir  ilsä-oyli  /ifi^jl  SäSl  TaSkandl 

59,2. 
i Ain-l All  Mu'adSin-zädah  264. 


Ähä  'l  yazi  Balladur   '/.an   204. 
razl   GHväy   '/.Cm   25.   38,r>,f'.   50  3. 
Tubarl   '11  fi.   4  1,4.    312.    333. 
rubäri  Kargaf  347. 
/'(irlbl  4  1,4;  s.  auch   Yüsuf  Baslrl 

und   Yüsuf  al  Irhlli. 
Ma idänü  Farlml   11 ,3. 


/' 


I'azah    26,2.    45,4.    257.    331.    334. 

354,2.    460. 
Faffäri   334. 
Tafürl  305. 

Tuläml  s.  H usain  Efendi. 
I'anä'i    14,3. 


Fadil  Alhnad  PuSa    25. 

Fä?^^  331. 

Fä'tdi   327.   340. 

i^'ä'/^    14,3. 

Fatal   305.    334.    337. 

Faxri    41,3.    308. 

F a%ri-zädah   221. 

Fida'i    70,2.    72.    334. 

J/a ulänä  Furäti    1  3 3 ,4 . 

Firari    328. 

Firacfi   303.   331.    334. 

Farämarz  al-SaIjüql  s.  J/lZä  al-din. 

FarJii   333. 

Farruxl  334. 

f72M?i  Firdausi    470. 

Uskudäri  Fardi   297. 

Firist  ah-uyli   iAbd    al-latif   73,1. 

95. 
i*'  z  r  ist  ah-  z  ä  d  u,  li.   3  7 ,2. 
Farkäd  FaSa  503. 


Farliäd  ihn  lAbd  alläh   275. 

Furüx'i  331. 

Farid-oyli  30  4. 

Farldün    [Älimad    al    MuRammadl 

al-Tauqiii)   5*,33. 
Farldl  340. 
i^as?7   334. 
Fas'ili   304.    3  12. 
Fasili-dede  300. 
FaslKi  301.    334. 
i^a^/  rtZZäÄ  ^57. 

i^a^Z?   27,3.    41,4:9.    305.    334.    417. 
Fudüh   29,5.    31,3.    4  1,9.    234.    235. 

325.    327.    340.    349.    350,5.    404. 

405.    4  06.    Pers.     1  8,  II,4,:i  und  c,  5,b. 
Fit  na  t   4  30. 
FiyCiHi    27,3.    41,5.    300.    333.    334. 

356,4. 

Faqiri   56*   Aiini.    333.    334.    356,4. 

FalaUl   312. 

68* 


540 


Türkische  Handschriften. 


Fanä'l   37,2,   305.   30S.   334. 
Fanni   25.   297.   300.   341. 
Fahmi   305.   333.    334. 
Fahim  297.   327.   33S.    422. 
Fahim  Efendi  332. 


Kegister  lU  (Verfasser). 

Fahlml  334. 
j  Faun  299.    333.    334. 
I  Faurl  Efendi  456,6. 

Faidi    29,18.     37,2.     38,8    {Öaidar- 
I        zädah).   304.    334. 


o   Q 


QädirT  305.  334.  356,4. 
Qadirl  Efendi  8,14.  27,3. 
Qäsim    ihn  Saiyidi   al  häfiz  Anqari 

256. 
Qäsim   ihn  MuKammad  al  Qara-Ui- 

särl  5*,61. 
Qädi  Xän   140. 
Qädi-zädak  8,14.  37,4  [MuKammad 

Efendi).  46;  s.  auch  MuUammad 

ihn  Mustafa. 
Qäf-zädah  Efendi  28*,4. 
Qäniil  333. 

Qa'iq^i  Qara  Mustafa  312. 
Qahri   o*,l2. 
Qahüll  324.   340. 
Qajyudan-zädah  319. 
i/t>zä   ^afl?   483. 
Qadri   303.    320.    330. 
§i<(£s  Efendi   34  9. 
Qaddüsi  305. 


Qaragi-oylan  328. 
Qara-Xalil-Efendi-zädah  445. 
Qutb  al-dln  Slräzl  278. 
Qalandar  333. 
Qalandari   335. 
Qinäli-zädah  {iAh  ihn  Amr  alläh) 

150.   491,1. 
Qinäli-zädah  Karäml  4 9  1  ,i . 
Qanhari    299. 
^o^a  5e^   215. 
Qur-oyli   17   tbl.   39\ 
Sidtän   Qorqud  5,il.   502. 
Z>ec?eÄ   Qorqud  203. 
Qul-oyli  298.   320.   322.    323. 
Qiyäsl  331.   334. 
Q aisüni-zädah   38,3  Anm. 
Qai'/usiz   144,3. 
Bähä  Qai'/usiz  35,3. 
Qaiyusiz  Äbdäl  331. 
iS«  Qaiyim   137. 


Kätih  Gelebi  s.  Mustafa  ihn  lAbd     Kätihi  Rüml  s.  iAh  ibn  Husain. 

alläh.  Käst   41,4. 

Kätib-zädah  Efendi  315,11,5.  Käsif  Efendi  315,11,5. 

Kätibi     9,2.     188.     320.     322.     323.     Käsif  äilli  {?)   d%l. 

335.    341.    342.  ,  Käsifl  334.   349. 


Türkische  Handschriften. 

Kämil  335. 
Käml,   312.   333.   347. 
Ihn  KaOir    19  2. 
Karämi  s.   Qinäli-zädah. 
Karlml  333.  334. 
Kasfl  305.   320.   334. 
Kallm  303. 
Kaliml  334. 

Kamäl   27,3  (Gelebt).   331    (?).   334. 
Kamall  331    (?).   397,1. 
/Z>n    Kamäl    dl    icazir    s.    Kamäl- 
Pasa-zädah. 


Register  III  (Verfasser).         541 

Kamäl-Pasa-zädah  5*,14;  39;  46.  25. 

29,17.    139.    334.    401.    469.   503. 
Kamäl-i  zard  al  Baryamaici  227. 
Kamäli    {Gaifar    al    Qunstantlnawi) 

394. 
Kam  an  {Gumänl)   308. 
Kanzl  305.   308. 
Kor-oyli  320. 
Kaihä'üs    ihn  Iskandar    ihn  Qäbüs 

ihn   Wasmgir   25  0. 


Gusadl  339. 

Gulähl  334. 

GiiUanl  334.   339.   Pers.   688,4. 

Gumän  (Kamän?)   308. 

Gunähl  334. 

Guwähl   334. 


Gauharl  298.  301.  306.  313.  314. 
317.  320.  322.  323.  324.  327. 
328.  329.  330.  335.  339  (hier  mit 
dem  Beisatze  ^^U5^^).  341.  34  2. 
350,2. 


Lämili    10,1.    24,2.   37,2.   334.   349. 

355,2.    356,4.     397    bis    400.     447 

bis   453'. 
Ladidl  Efendi  332. 
Lisänt   309. 
Lutf  alläh  Efendi  339. 
Lutfi   29,22.   36,2.    34  1.    435. 


J    L 


Latifi     2,1.    5*,2'^.    6,2,f.    294.     320. 

333.    334.    335.    350,5.   435. 
Liqä'i    33  4. 
Luqmän  37,3. 
Liv)ä'i  95.    333. 
Launi   323.   339. 


Mägir  33  7. 
Malik  333. 
Malihi  334. 


r 


Mänl  340. 
Mähir  315,11,5. 
Mähirl   320.    327. 


543 


Türkische  Handschriften. 


Mahl    341. 

Magill  37,2.   320.   323. 

Mi9ah   333.    356,4. 

Ma^d  al-din  Äq-Hisäri   45,9. 

Magnünl  320.   339.   349. 

2IuRibhatl  312. 

MuRihbi    21,3.    41,4.    306.  333.  334. 

335. 
MaRrami   334. 
MuUammad  334. 
MuUammad  s.  Äq-haldir-zädah. 
MuRammad  der  Prophet:  20,4.  113. 

133,8.   260,6. 
Sultan  MuRanimad  Xän   27,3. 
MuUammad  II:   209. 
MuJlammad  III:   3S,9,e. 
MuÄammad  IV:   332. 
MnUamviad  Efendi  5*,22. 
Amin    AI  u  Ramm  ad    Pasa   Diwitdär 

5  0  7. 
Prr    21 1(  Ramm  ad  ihn  lAll   al   iäslq 

255,1. 
Hä^gi   MuUammad   ihn   Räggi    lÄll 

2SS. 
Dances  MuUammad  209. 
Saiijid  MuUammad  35  1,4. 
Kätib  MuUammad  zaiim   194. 
MuUammad  Aq-Kirmäni   315,1,5. 
MuUammad  ihn  Ibräkim  469. 
MuUammad  Efendi  5*,2-2.  499  S.  27;  j 

der  Achtundzwanziger    186. 
MuUammad     Efendi    Fa'/^ri-zädah 

351,18. 
MuUammad     Efendi      ibn     Hamid 

Efendi  351,19. 


Register  III  (Verfasser) 

MuUammad    ibn    Ilyäs     s.    Ciici- 

zädak  Efendi. 
MuUammad  Amin,   Qädt  von  Misr 

491,2. 
MuUammad  ibn  lyäs  38,7. 
Abu    iAbd    alläh    MuUammad    ibn 

Aiyüb   Gauzi  Ibn   Qaiyim   13  7. 
MuUammad  ihn  Bäh   103. 
MuUammad  Buyäräyi   38,7. 
MuUammad  Beg  iArabi  35,4. 
MuUammad  Baldir-zädah   138. 
MuUammad  Bahä'I    110,8:9  (Pir). 

261. 
MuUammad   Bahä'I   NaqSbandi  32 

S.   3   und   4. 
MuUammad  Pasa  Sinän-Pasa-zädak 

38,9,sr. 
MuUammad  Pasa  [Sib'Udär)   497. 
MuUammad   ibn  Pir  iAll  {Birgdi) 

12,2.   99. 
Mu  Uammad  Piri-zildak  (SäUib)  189*. 

425. 
MuUammad  Gelebi  ibn  Mustafa  Fa- 

zäh  Deli  burädar  460. 
MuUammad  Häzin  Gamäh  378. 
MuUammad  ibn  Üamzah  Aq  Sams 

al-din  45  6,21. 
MuUammad  ihn  Hamzah  MuUyi  al- 

din  Beg   35,4. 
Sultan  Mu  Uammad  ibn  7aoägah  Mau- 

länä-i  Bu/ßrt    144*,2. 
MuUammad  Räsid  Efendi   499    S. 

28   bis  31. 
MuUammad  ibn  Ramadan   193. 
MuUammad  ihn  Said  al-din   17  0,6. 


Türkische  HandschrifleD. 

MuKammad  Saild  ihn    Qara   Zahl 

445. 
MiiUammad    Sand    ihn     al    Tiä^^ 

Mahnüd  Mufti-züdah  ^^v^-iX^j  166*. 
Muhammad  Sädiq  ihn  MuJiammad 

Aslad  al  mudarris  al-Sahri   149*. 
Äbü  iÄhd  allüh  MuUammad  ihn  ahl 

Tälib  al  AnsärJ  al-DimasqJ  38,7. 
MuJiammad  ihn  iArahi   35,4. 
MuUammad  ihn    lUmar   al  Halahl 

241. 
MuTiammad  Fidä'i   72. 
MuJiammad   ihn   Farämarz   X,usrau 

137*. 
Ahü  MuJiammad  ^c.JLL'l    2  7  7,i. 
Muhammad  ihn-iliätib  (=  Yazigi- 

o'/li)   371. 
Muhammad  LälaJizüri   siküfah-par- 

warän   292. 
Muhammad  ihn    Muhammad   Älti- 

parmaq  239. 
Muhammad  ihn  Muhammad  al  Kur- 
durl 241. 
Muhammad  Muräd  181. 
Muhammad  Misri  Efendi  332. 
Muhammad  ihn    Mustafa   ^_jl..iill 

^»g  m\*^   64  . 
Muhu  in  m  a  d  ihn  Mustafa  Qädi-zädah 

255,1. 
Muhammad  al  mairäf  ihn  Muham- 
mad al-Sarjf  al  lAbhäsi   8*,ö. 
Muhammad  ihn    Yünus   al-Düräzi 

{d-DaricäzVj    163. 
Mahmud  337. 
Mahmud  al  Ardahtl  351,19. 


Register  III  fV'^erfasser).         54S 

Mohmüd  Efendi  299.   332. 
üshudärl  Mahmud  Efendi  5*,5Qnd22, 

512. 
Mahmud   ihn    Muhammad   ihn    Dil- 

Säd   192. 
Mahwl   305.   308. 
MuhyJ  305.   308. 
Muhyl  Efendi  306. 
Muhyi   al-dln  Beg  35,4. 
Muhyl  al-dln    Gamäll  207. 
Muhyl    al-dln    (ihn)    lArabl    1,1ü. 

35,4.    159,6. 
Maxhünl  341. 
Muxtar   339. 
Mayjl  41,3.   349. 
Muylis   302. 
Madäml  338. 
Madhatl  334. 
Madhl  320. 
i/a(}"ä(^T   25.    29,2-2. 
<SM//ä?i   Muräd  340. 
Muräd  I:   5*,3<J.   260,3. 
Muräd  III:   50  3;  s.  auch  Murädl. 
Muräd  IV:   351,8. 
Muräd  Äya  312. 
Muräd  Efendi  14  8. 
Muräd  Kajjfan    IS 4. 
Murädl    303.    333.     334;    s.    auch 

j/wrärf  m. 

Murtada  ihn  Bamadän  Pers.  35  7,2. 
Muri a da  Naiml-zädaJi   25  2. 
Mar^umak  252. 

Margumak  Ahmad  ihn  Ilyäs   250. 
251. 


544 


Türkische  Handschriften. 


Marduml  41,4. 

Öa^^i  Mar  Süd  351,16. 

Masti   331.   334. 

Maslüd  Efendi  29,22. 

Xwäjak  Maslüd  Qummi  385. 

Masllii    ll^i.   331.    334.   395. 

MaslUi  Beg  8,20. 

MaSrabl  vgl.   27,3. 

Mtsri    1,11.    29,22.    146*.    212.    305. 

306.   308.   316. 
Saix  Misri   35  2,2. 
Mustafa   299.   320.   323. 
Svltän  Mustafa   334.   339. 
Mustafa  III:   332. 
Mustafa  ihn  ARmad  iÄli   38,4. 
Mustafa  Äya  325. 
Mustafa  Be(j  260,1. 
Mustafa  PaSa  326. 
Mustafa  Jihni   Uskübl   10,5.   4  3,3. 
Mustafa  ihn  lAbd  allah   195.    196. 
Mustafa   ihn   llsmat    al-Naqsbandi 


1,9. 


Mustafa  ibn  MuUammad  Jihm   Us- 

hahi   10,5.   4  3,3. 
Mustafa    ibn    Muliammad    Watwat 

283. 
Qa'iq^i  Qara  Mustafa   312. 


Register  III  (Verfasser). 

MusliJil   331.   334. 

Mutlll  334. 

Mazlüm  ATimad  328. 

Ma^lümi  349. 

Muild-zädah   8*,3. 

Mundf  37,2.   331.   334. 

Muiln   Miskm  239. 

Muitnt   41,4. 

Mtiftl-zädah  ^j^SUj    166*. 

^ö«r   al-dln  Mufaddal    ihn   lUmar 

al  Abhari   149*. 
Maqah  41,4.   334. 
Makhi  Efendi  339. 
Malähi   334. 

Malik  Beg  Pers.    18,11,4,1,. 
Mulki  {MaJikl,  Malakt?)   334. 
Manfl  312. 

Muniri   334.   5*,7unii8  (Balyrädl). 
Munlf  Efendi  243. 
Matilrl   Balyradi    {Ibrälnm    ibn   Is- 

kandar)   5*,7  und  8. 
ilfzVirf  27,3.   333.   334. 
Mihrl  Qadirl  330. 
Mausili  Efendi  314. 
Mauläna  (?)   308. 
iftt^J   27,7.   333. 
Maill   6,1.   29,22. 


iVäil   37,2.   50.    297.    304.    306.  309. 

312.    319.    327.    330.    349.    424. 
Nadirl  326.   340. 
Näzuki   6. 
iVä2»   340. 


Näsirl  äalwä§i  Pers.   688,4. 
NätiqT  29,14. 
iVäm?  334. 
JVäwf  335. 
JVä'z7f   303.   312. 


Türkische  Handschriften. 

Nä'l   315,11,4. 

Nabäti   331. 

Na^ätl   Q,l.    27,2;  3;  11.    29,7.    4  1,4. 

297.    299.    331.    334.    349.    356,4. 

393. 
NiJiaß  41,9. 
Naliifi  297.   305. 
Ntdä'I   38,3.    41,1.    281.    324. 
Nadlm    297.   357,1. 
Nargisl  28*,3. 
Nargisl-zädah  Miüiammad  Efendi 

145. 
Narmi  311. 
Naslml  331.    332.    334.    337.    349. 

350,1.    367. 
Nasan  29,22.   418,2.   418*,5- 
Nisäni    27,3.   302.   334. 
Nasr  al-dln  Xwä(^ak    15  6. 
Äbü   Nasr   ibv    Tälirr   {ihn   Muliam- 

mad)  al-Sara^si   10  3. 
AbtJ  Nas7'  FaräJii   73,2. 
NasüTii   35,1. 
Naslbl  331. 

Naslr  al-din  Tüsi  279,2.   286,1. 
Saiyid  Nizäm   308. 
Nizäm-oyli  308. 
Saiyid  Nizäm-oyli  305. 
Ni^aml    238.    295.    297.    305.    331. 

334.   :J5  6,4.   585.   45  6,25. 


Hätifi   41,4. 

alSaiyid  HäSim  Mustafa    al   Usku- 

därt   al    Galwati    (Bandurmali-zä- 

dali)    14  6. 

Türkische  Handscbriften. 


Register  III  (Verfasser).         545 

Nazrl  334. 

Nazml  295.  301.  303.  305.  334.  341. 

Nazmi-zädah    244.    252. 

Naztrl  303.   326. 

Naglm  303.    319. 

Nalti  MuliammadÖelebi  312  fol.  38*. 

Nuimän  Beg  499   S.    1    u.   2. 

Nailmä   426. 

Naiimi   305. 

JVrt/j?    37,2.     297.     326.     327.     340. 

357,2. 
Naqdi   (?)    335. 
Naqsi   305.   306.   308. 
Nihädi  40  3. 
Nihali  331.   334. 
Naiväh-zädah  iAfjVt   340   fol.   3\ 
Naioä'i  s.   Jfw-  i^/z  /§er. 
^«Z?  ^^(7,  zYw  J^M  aZ  mannän    105. 
iV«/i  ^■6w  Mustafa    142. 
iViZr?    208*  (.Sey).   305.   308. 
Naun    6,1.    27,3.    29,6.    41,3:9.    56. 

333.    342.    349. 
Nauii-zädali  Efendi    6,1;    s.    auch 

Nuioedl   327. 

Niyäzi    25.     35,1.     297.     305.     306. 

308.    331.    334.    339.    352,1.    447. 
Nill  330. 


H 

IlaSimi   25.   324. 

Hihat     alläh      ihn     Ibrälivm      136 

(s.  die  Nachträge). 
i?/^r«   3  34. 

69 


546 


Türkische  Haudschriften. 


Hudä'1   27,3.    41,4.    299.    305.    306. 

308. 
Hazärfa7in  s.  Husain. 
Ihn  ms  am   4,8. 
HilaU  27,3.    334.   356,4. 


Register  III  (Verfasser). 

Ibii  Humäm  19,3, 
Himmat  305.   308.- 
Hawä'i  37,2. 

Haibat    alläh    ihn    Ibrahlhi    GauM 
134. 


Wajid  Efendi  (DarweS)   332. 

Wäsif  208»-^ 

Wäqidt  (Pseudo-)   201. 

Walihi  27,3.   413. 

Wäll   305.    307.    399. 

Wajdi    14,2.   305. 

Wajhl  325.   334. 

Wajihl   303. 

W alidatl  s.    Yümis  Efendi. 

Waüdl  305. 

WaMld  303. 

WaRldl   297.   333. 

W^assä/  243. 


Wisah   334. 

Wasfl   331. 

Wusüll  41,11.   333. 

Wasiijatl  Beg   332. 

>§a^■x    IFa/fZ   17  0. 

PFa/ö'?   334. 

IFah  z'ö«   Yüsuf  139. 

IFaZ?  al-dln  Efendi  332. 

TFaÄÄz    297.     335   (?).     347    (Saj^c? 

Wahyl  (?)   335. 


I^a^s^ 


5*,  G8. 


6,1.     -li 


,1   u. 


312. 


334.    340. 


Yär-AUmad  337. 

Yärsiz   27,3. 

Fäz?  (?)    347. 

Yaziji-oyli    5  *,  40.     i77    {Bl^än). 

178.    371.   455. 
Yäli-Beg-oyli  323. 
Yatiml   27,3.   320.   331.   334. 
YaUya    5*,12-    9,1-    27,7.    41,4.    297. 

299.     303.     305.     308.     326.     327. 

331.    333.    334.    349.    350,5.    356,4. 

408    bis    412.     469.    Mit   Efendi: 


6,1.     29,12.     261.     332.     338.     340. 

Bosnawi   21^2. 
YaRyä    ihn    Pir    iAh    ihn    NasüR 

Nauli  5  6. 
Yalqab   308. 
I^.3Läj  s.  Gennadius. 
Misirli  Ya nnäki   512. 
Yüsuf  al  Irblll  (gen.  raribl)   351,18. 
Yüsuf  al  Basin   (gen.  rarlM)    351, 

13:  IG:  19. 
Yüsuf  ibn   lAhd  al-latjf  247. 


Türkische  Hands^chriften. 

Yüsuf  ihn  lAll  276,2. 

Yüsuf  ihn  MuRammad,  bekannt  als 

s^Lixi  ,_^ji^    1  2,3. 
Abu   H  fadl   Yüsuf  ihn  MuJiammad 

al-Tauzarl  cd  Mayrihi   5*,ll. 


Aristoteles   249.   288. 
Avicenna  s.  Ahü  lAli  Sinä. 
Bonneval  (Graf)  s.  Ahmad  Beg. 
Clodius,  J.  Chr.,  228. 
Comte  (Charles)   259. 
Daniel  (der  Prophet)    158. 
V.   Diez   499.   504. 
Gennadius  512. 
Krusinski,  Thad.   228. 


Register  III  (Verfasser).         547 

Yünus  308. 

Yümis    Efendi    Walidaü    334.    351, 

9;   10;   11;   13;   14;   16;   18. 

Yüntls  Amravi  (svxl)    146*. 


Meninski  55,1. 

„Moclfes  (Dervis)"  458. 

Porphyrius    149*. 

Rosa  (Marc'  Antonio)   5  7.   7  7  bis  79. 

81   bis  83. 
Rudolf  II  (der  Kaiser)  38,9,g. 
Say  (B.)   259. 
Scholarius  512. 


Verfasser  arabischer  Schriften. 

ARmad  ihn  Hagar  al  HaiGaml  Sihäh  \  lAli  ihn  ahi  Tälih    315,1,9.    418*,7. 

al-din   1,9.  435. 

ARmad  ihn  iAh  al-Nühi    1,9. 
Bünl  159,6. 
GaläJ  al-din  al-SuyütJ  1,9. 


Htisain  ihn  Kamäl   1,9. 

Ihn  Xaldün   189*. 

Ihn  Saräyä  =  Safi  al-dln  al  Hilll 

30. 
al-SäJill  {cd  Imäm)   306. 
al-Tantaränl  447. 


Ihn  Kamäl  al  vmzJr  d.  i.   Kamäl- 

Pa^a-zädah  30,1. 
MuRammad   Gamäl    al-din    ahü   'l 

Yamln  ihn  Zain  al-dln  al  Maräyl 

al  Madanl  297. 
al-NaioawT  (al  Imäm)   306. 
Ihn  Hisäm  d,s. 
Yüsuf  ihn   YaRyä  al  MaqdisJ   1,9. 


69* 


518 


Türkische  Handschiiften. 


Register  IV  (Schreiber). 


IV. 

Schreiber. 


^ffi 


r^y  c 


u\ 


Mulla  Ihrähim   353,1;  2, 

(X^Ski    wmJLOwJ    ^j'lXJ    >A.£„w,'l 

^UäÄsw-c   ItXiir  445. 
Ihrähim  ihn  lÄbd  allüh   193. 
AUmad  (  SfAl)   228. 
A  Jim  ad  Palang-zädah  491,1. 
Saiyid  A  Jim  ad  Saitd  491,2. 
AJimad  TäJiir  238. 
AJimad  ihn  MuJiammad  45  3\ 

Ismälll  ibn  lAbd  aUäJi  al-NaJuf  453. 
Ismäiil  ihn  MuJiammad   139. 
J^L^jibf   65. 
Amin  aUäJi  ihn   Yüsuf  401. 


2C^t^~>.      ici>t>l,  ,».,  ,A*. 


^_jl    tol^i 


cj*^' 


^gjbCjJöt    235 
Bektas  {Bentasl)  ihn  Mustafa  4  20. 
BaJcr  ihn  Sädiq  391. 
Ähü  BaJcr  ihn    Wall   18,1. 
Oäqih  Ardirümt  Amün-zädah  349. 
al- Saiyid  GumiaJi   19. 
Sultan  a usain  337, 
Husain   ihn   lAll   al   J^ätib    al  Bay- 

dadi   152. 
DarweS  Husain  al-Naqsbandi    l,io. 
DarweS  aamzaJi    ihn  Häggl  Murad 

277. 
Al-Saiyid  Xaltl  ihn  al-sai-/,  iAli  J  37*. 
Xair  all  all  ibn  al-saiyid  Mustafa  4  26. 


Xair  al-dln  262. 

Bachab  ihn  Mustafa   147. 

Ridä'i   16. 

Eid  10 an  ibn  MuJiainmad  ihn  Mu- 
stafa 227. 

Sallm  ihn  iUGmän  485. 

Salim  MuJiammad  Anwar  490. 

Monlä  Sulaiman   170,7. 

fiä^2  Sulaiman  ihn  AJimad  244. 

Sulaiman  ihn  SäliJi  5  6*. 

oay)f  ÄäA  MuJiammad  ihn  Saix 
lÄbd  al-raJimän  SaJiäbädl  59. 

SuJcr  ibn  MuJiammad   109. 

SaJibäz  5*,68. 

SarugaJi  ihn  MuJiammad  454. 

SähVi  ?■&«  -SfeZ   440. 

ifz^Zte   Talib  ihn  Xalil  4  75. 

iAbhas  404. 

lAhd  al  haqi  ihn  AJimad  4  24. 

al- Saiyid  lAbd  al-raJimän  al  Us- 
liudari    14  6.   423. 

ä^&(^  oi/öÄ   20,8. 

iAbd  allaJi  Säml-züdaJi   144*. 

lAbd  allaJi  ihn  iAbd  alläJi   375. 

io-S    ^    dy*^    ^    ^^Xl&Jl    JkAAi.     14  0. 

l  UOmän  ibn  Mustafa,  bekannt  unter 

dem  Namen  KesJcin  74. 
iAli  (der  Derwisch)  226. 


Türkische  Handschriften. 

iAll    ibn    Amlr    äüxj^    ibn    Btisqäq 

359. 
iAll  ibn  liusain  ^^j^l   J^Jb"    150. 
l Ah  Xwägak  ibn  Sulaimän  477. 
lAll  Sah  BaxSi  436*. 
iUmar  ibn  Hä§§  AKmad  239. 
Midlä  Fadll  s.  Muhammad  abü  'l 

Fadl 
FatJi  alläh  ibn  lAbd  al  karim   158. 

451. 
Farhäd  ibn  iAbd  alläh   275. 
Faid  alläh  ibn  iAbd   al   qädir  ibn 

Ismälil  64*. 
Qanbar  ibn  Muräd  1hl. 
Keskin  s .  iUOmän  ibn  Mustafa. 
Kam  an  ibn  iAbd  alläh  454*. 
al   Mu^ib    ibn   Husain    al   Mixäli^i 

186. 
MuRarram  ibn  Mustafa   178. 
Muhammad  101.   406.   506. 
Muhammad  ibn  Aiyüb   368. 
Muhammad    ibn    al    hägg    Ahmad 

199.   203. 
Muhammad  ibn  al  Hasan  38,f>. 

^j'JL^'l  ^e^l  tXA£  AA.W  (X^Ä^  d>-*^  ■/^-t^ 

f^L_«_A_Mjl>       (^cV.lt-m.'l«       |^(.XÄX^M.iLiJu 

^5yJJCw^f|   ^5tü^l^   418. 
Muhammad     ibn     al-saix     Ra§ab 

Efmdi  236. 
Muhammad  Zuhdl   149*. 
Mulla  Muhammad  ibn  Häj^i  Safar 

al-sahhäf  al  häfiz   134. 
Muhammad   Celebi  ibn   iAbd   alläh 

136  (Nachträge). 


Register  IV  (Schreiber).         .549 

Muhammad  ibn  iAbdl  Brüsawl  433. 
Muhammad  iAuni-zädah   213. 
Muhammad   Abu   'l  fadl,    genannt 

Mulla  Fadll  399. 
ojU.  (?)  Ol^  ,^A-a»   cUä?    125. 
Muhammad  al  Kütähl   142. 
Muhammad  ibn  Mustafa   103. 
Muhammad  ibn  Muzaffar  414. 
\L&£ol   öö  ^jI   Jl*^    121. 
Mahmud  (Oj^-f,)   387. 
Masiüd  ibn  Ibrähim  ibn  Amr  alläh 

ibn  iAbdl  232. 
Misrl  29,22. 
Mustafa  95.   258. 
Mustafa  ibn  Ahmad  al  qädl  33,2. 
a/  J^ä^^  Mustafa   ibn    al   häjg  Is- 

häq    1 ,7. 
Borek^i- (oder  Burgji-?)  zädah  Mu- 
stafa al-Nüri   284*. 
Mustafa  ibn  Xicä^ah  Gän  284. 
Mustafa  ibn  Hasan  al  iAlä'l  7  2. 
Mustafa  BuMi  al  Qünaiol  8**,l. 
Mustafa   ibn   iAbd   al    mu'min   ihn 

Sidaiman  246. 
Mustafa    ibn    al   hä§(j   iÄll   ibn   al 

hag§  iUmar  Azall  287. 
Monlä  Mustafa    täbii-i  iümar  Beg 

339. 
Mustafa  ibn  Qurd  447. 
Mustafa  ibn   Yüsuf  39   tbl.   9l\ 
31  uz  äff  ar  iAli   296. 
Maqsüd  ibn  Ramadan  358. 
Müsa  ibn  Mahmud  405. 
Näzukl  6. 
Nüri  348. 


550         Türkische  Handschriften. 

Maiilä    Yäsln    al   Baydädl   al   Ha- 

nafl  al  Qädiri  191. 
Yüsuf  453**. 


Register  V  (Personennamen). 

Yüsuf   ihn   Plr   ÄRmad   ihn    Älwän 

ihn  IsHäq  241. 
Yüsuf  ihn  MuUammad  378. 


Diez   131.    188.   354. 

Bosa  (Marc'  Antonio)   57.    75   bis   77.    81    bis  83, 


V. 

Personennamen  ausser  denen  der  Verfasser  und 

der  Schreiber. 


I 


Aya  Pasa  497. 

Äftähl  294. 

Äq^  Sams  al-din   26,1.    154.   376. 

Älil  äelehi  294. 

Ihrähim  6.   205,1.   209. 

Ihräliim,  Bruder  Muräd^&YV :   8,16. 

Ibrahim  Äya   ihn    al   fiögji    Rajab 

477. 
Ihrähim  Aya  ihn  Mustafa  Äya  459. 
Ihrähim  Pasa  41,5.   292, 
Däviäd  Ihrähim  PaSa   190.   238. 
Ihrähim  Grulsam   294. 
ÄRmad  396. 

Ahmad  I:    36,1.    106.   208.    264. 
Ahmad  lU:    208\    247.    252.     266. 

351,15. 
Ahmad  Äya  471. 


Barast änl,   (?)    Ahmad   Äya    ihn    al 

hä^g  lAll  Efendi  4  71. 
Ahmad  Pasa   21, Z.   260,15.  294.  348. 
Ahmad  Pasa  (Grofsvezier)    191. 
Ahmad  Pakt,  Statthalter  von  Bay- 

däd  221. 
Ahmad  PaSa  {B.asan-Beg-zädali)  506. 
Ahmad   Uelehi   MvftI   d.    i.    Kainäl- 

Pasa-zädah   294. 
aä^ßi  Ahmad  459. 
Ahmad  Bali   294. 
Ahmad  Ridtijän  29  4. 
Ah  VI  ad  Röznämahgi  lAtiq   4  25. 
Ahmad  zaiivi   294. 
Saiyid  Ahmad  Saiid  491,2. 
Xwäjah   Ahmad   al-sädiq    al-Naqs- 

handi  5*,35. 


Türkische  Handschriften. 

al-Saiyid  ARmad  Nafff  106. 

ARmad  ihn  ARmad  227. 

ARmad  ihn  MuRammad  396. 

Azkart   294. 

Ispiri-zädah  36,3. 

IsRäq   294. 

Qädl  IsRäq  Celebi  27,3. 

Abu  IsRäq  Efendi  236. 

Asiad  Efendi  {Saix  al  isläm)   28*,4. 

Iskandar   Jü   'l    qarnain    25  7;    s. 

auch  Alexander  d.  Gr. 
Iskandar  Sirüzi  4  36*. 
Ismälll   233. 
Ismäiil  Äta  8*,5. 
Ismälll  Pasa   145*. 
DarwSS  Ismäiil  453*. 


Register  V  (Personennamen). 

5äÄ  Ismälll  506. 

ASraf  Sah  von  Persien   2  28. 

?7sMh   294. 

Alwän  Slräzi   294. 

Imäm-quli  Xän  39. 

-4mr?  27,3. 

.^mejz  5e^   162. 

4m?r?  294. 

^«2üarf  294. 

Ahl-t  ^annat  Efendi  146. 

Ewrenos  Beg  5*,30.   260,3. 

Ij^j^^'  |V*Xä.    38,7. 

Atmin   165. 

^6m  Aiyüh  al  Ansäri   1,12. 

Aiyüb  ibn  Xusrau  45  3*. 


551 


^ägZ   27,3.    294. 

Bäliyl  Beg   27,3. 

5ä/l   294. 

Bäyazld  I:   280.   360.   365. 

Bäyazld  11:    34,6.    105.    294.    378. 

379.   386.    401.    460. 
Sultan  Bäyazld  284*.   446. 
Saiy^  Bäyazld  294. 
Bäyazld  Bistäml   13,2. 
Bäyazld  Beg  ihn   Ur%än  Beg   3  65. 
Bäyazld  [Sahzädah  Sultan)   27,3. 
Bäyazld  (Prinz,  Sohn  Sulaimän's  1) 

34,3. 
Bu^aq-oyli  330   fol.   43\ 
Badll  al-zamän  Bakädur  382,2. 


Buzur^mihr  24,1. 

Bazml  294. 

BaSlr  Celebi  1,4. 

Basiri   294. 

5aÄ;r  20,7. 

AbüBakr  (der  Chalif)   34,10.  35  3,2. 

418,2. 
Bahärl  294. 
Bah^at  al-zamän   42,2. 
BakiStl   27,3.   294. 
BakiSil  icäliz   294. 
BaJilül-i  sablah-xioän  294. 
^MW«    159,6. 
Bayänl  294. 
Hä^jl  Bairäiit   181. 


hii         Töi^isc^  Handschriften. 


Register  V  ( Personeimaineii). 


PTrJ-zädah    166*.   501. 


Tab  in 
Turähl 


294. 


Tamanna'i    294. 
Tlmür  436^ 


Sani 

Oanä^T 

Oiyähi 


6 


294. 


c 


G 


Gähir  ihn  lAhd  oRäh   25.  Gall'lT  294. 

(^ämJ  382.  öam   294. 

ÖämT  Eümi  294.  (ramäh   294. 

Galfar  Cäei/i  2 7,3.  294  {Tä^-zädah).     Gamili  294. 

.4feö  Galfar  Säyxh  201.  (aZ)   Ganähl  '199.   294. 

Öaläl  GSebi  27,3.  Ganäni   294. 

Galäl  al-din  Büml   143.    294.  (?a^än^Tr  (Prinz,  Sohn  <SM7a?'/nän'sI) 

Galäl-zädah   266.  34,3. 


ÖaläU  294. 


^&ö   (raA?   233. 


^ 


CäharJ  294   (s.  Xachtr.  zu  S.  309).  ;  Ciwi-zädah  Efendi  456,11. 
Öingiz  '/.an   204,1;  3. 


c 


^&ö  V  därie  4S6.   4S7. 
Üafiz  ^räzl  294. 


Häfi^-i  lAgam   294. 
näfig  Qänam   294. 


Türkische  "HandJchriften. 

äaraid   al   Müravtl  (d  BandirrrJ  al 

UskudärT  146. 
Hälati 

Öabibi         294. 
äadldi   \ 
äarib  4S4. 

Uariri     \ 

A      -     -        294. 
Harimi    | 

iasan  (der  Sohn  des  lÄÜ)  5*,50. 

Öasan  (ein  Diener  Sahm's  Ii   212. 

äasan  Basri  20,i. 

äasan  Cdebi  294. 

Uasan  Pasa  252. 

Tiryälä  Hasan  Pasa   28,1. 

Hasan  Eüml  294. 

aus a in   (der  Sohn   des  J.JZl)    5*, 20. 

4S5. 
ä usain  (ein  Musiker)   163. 
al-Saiyid  U usain    106. 
ä usain    Pasa    39    foL     64.     351^1. 

496. 


Begister  V  (Personennamai).         ȊS 

ä usain    Pasa    iAhd.-al-gaW.-zädah 

351,2. 
5«7iäH  äusain  3S2,l;  2. 
ä usain  ihn  iJll  201. 
(6'äÄ)    J^&M    *Z   yäzi   Suliän   Husain 

(Balladur  Xän)   3S2,2.   3S5. 

äusaini   294. 

Öadrat  Pasa  39. 

HudürT  I 

aal  mit    I 

äamdi   26,1. 

Uamdi  Cdebi      1 

^  294. 

H.amdl-i  qadim  I 

Öamzak  Beg  2S%3. 

äamzah  Pasa  al-Tau^l  260,9. 

Sarif-zädak   Hamzah   Hamid   Pasa 

145*. 
al Öägg  Hamzah  Hämid-Pasa-zädah 

106. 
Hauäti    \ 
Haidar   j 
Hairati   27,3.   294. 


/ 


><:äitl  294. 

y.älid   ibn  Zaid  ahü   Aiyub   al  An- 

särt    1 ,12. 

Xäwari    I 

}■    294. 
Zudä'i     j 

Zadlgah  8,2.  20,s. 

Zursed  479. 

Zusrau  Pasa  39  fol.    111*. 

Zadir  [Zidr)  Efendi  1,6. 

Zadiri  (Zidri)   294. 

Xsrkifcie  EutdsciuiäeB. 


/a/>  294. 

/«/??  (d.  L  Abraham)   133,e. 

Zalil Pasa ( Couimandant von  Widdin) 

509. 
Zahl    al    Hägg    Ibrählm-Beg-zädah 

453. 

Zalll-i  zard    \ 

K    294. 
Zalill  j 

Z  wäg  ah  CeJ.ehi  Efendi  5*,3S. 

y.vcändamir  S.   160  Anm.   3. 

70 


554         Türkisclie  Handschriften. 

ZayäJi   27^. 
Zayäli  Beg      ] 
Xayall  Celebi  j 


Register  V  (Personennamen). 
Xair  Beg  (der  Tscherkesse)   I 


2  05. -2. 


Dan  294.  Dum 

Dä'üd  ider  Prophet!  s.  David.  Diiiä'J  \  294. 

DarünJ  294.  Dileri 


Jätl   27,3.   294. 
Jakä't  294. 


j      ^ 


Jihni   294. 

^S  '/  ^"ün  J/ilfrl  44,12. 


Räsid  Efendi  (,^.lij3  ,.f-*S.)  497. 

Räyib  MvÄammad  Pasa,  501. 

Bäml  Pasa   229. 

Rämt  MuJiammad  Pasa   23 S. 

i?ö'?  294. 

Bagah  Pasa   449. 

BaFimi   27,3.   294. 

RaTiiql   294. 

Bustam  Pasa   -Ib.   334,  Buchst.    « 


i? 

Basmi    294. 
Bidä'T  294. 
Bidicän   443\ 
Ä  a/'l  5 1  I 

Bamzi  (Celebi)   [ 
Bawäiii   27,3.    294. 

.Sa?/  Bös  an! 
Biyädl 


294. 


294. 


.^ärf  294.  Zaini 

ZaTcarlyä  (der  Prophet)   34,10.  Zainah 

Zamänl  294. 


294. 


Sälati   294. 


L/* 


Säyirl   294. 


294. 


Türkische  Handschriften. 

Säql 

Sahzl 

Su^üdi 

SaHäbt 

Saxä'i 

Surürl 

Abu  Said  4S4. 

Said  aUah  Beg  351,2. 

Saidl 

Saidi  Garn 

Saidl  Efejidi 

Saidl-i  qadlm 

Abu  'l-suiüd  266. 

Saii'l  Äidlni  1 

SalJqt  j 

Sallm  27,3. 

Sidtwi  Sahnt   255,1. 

Sallm  I:    8,1.    1S3.    20S.   212.   213. 

294.   456,11.   460.   506. 
Sallm  IL:   3S,3.   275.    403. 
Sallm  III:   32   S.   6.   2uS'.   23S. 


294. 


294. 


Register  V  (Tersonennamen).         äää 

Sulaimän  (der  Prophet;  s.  Salomo. 
Sulaimän  Pasa  221.  351,4: 10;  14;  16. 

4S0   (?a-ij). 
Sultan  Sulaimän  446. 
t  Sulaimän  I:   5*,6l.    1S,3.   31,3.  3S,3. 

45,9.    47,1.     16S,     193.    20S.    235. 

236.     247.     263.     266.     294.    310. 

334  (Buckstabe    c  .   402.  403.  447. 
,        451.    456,«3. 
Sulaimän  U:   31,5.   263.   493. 
Sulaimän     Paso     iAbd  -  al-galil- 

zädah  351,3. 
Sulaimän  Celebi  294. 
Sinän   165. 
Sin  an  Beg  38,5. 
Sinän  Pasa   39  foL   105*. 
Sinän  Cdebi 
Sozi 

SaTil  Beg 
Siyähl  I 

Saiyid  BattäJ  4  75. 


294. 


-      S 


Imam  Sajzi i   3 8,7. 

ääkir  Efendi   163. 

Sämi 

Säni 

Säwarl  {Säicar)      *■    294. 

Sähidl 

Sähi 

oaix  Sibll  8,15. 

Saraf /.an   39  fol.   IS' ff. 

Saibän  (e^,^^\  ...äx   ..I^Jo    i.La. 

454*. 
Saqlq  Balyl   24,1. 
äukrl  294. 


Sa  ms  al-dln  Buyßrl  294. 
Samsi  Äya   27,3.   294. 
Samsi  Adwärf    . 

—  äisärl  294. 

—  Daßarl    ^ 
Samsl-i  qädi   294. 
Samil  27,3.   294.   34S. 
Si'häb  al-dln  Suhraicardl  92,6. 
Sahdi\ 

Sauqt  I 

§ai/J  27,3.   294. 

J^erJ  294. 


7ü' 


5-5  6  Türkisclie  Handschiiiteii. 


Register  V  (Personennamen). 


Säbt'rt   294. 

SäXt'b  Giräy  Xän  3S^. 

Saru   '/.ahfah  39  foL  36*. 

Saft   294. 

SäliJi  Beg  205,4. 

SäJiK  Cdeiti    1 

Sahü'i  j 


294. 


U^      ^ 


SiibSl  Efendi 

Suh7il  JBrüsaicJ 

Sadr  al-dln  QünaicT 
\  Sadrt 
i  Sifätt 

Safari 
]  SaniT  (verschiedene) 


294. 


DaMäk  479. 
Daiifi   294. 


^      I) 


Damtri  \ 

\  •    ">  9  4 

Diya^l     j 


TäUhi    I 

-^94 

Tälir  Beg  499   S.    1  2. 
Tarlql  294. 


ir     T 


Tahmäs  Bahädur  3S,9,p. 

■§äÄ  Tahmäs  38,9,c,   39. 

TahmüraO  479. 

J^<-^    .o     .^.x.J;,  Besitzer  Ton   127. 


294. 
Zufiüri    I 


Zahlri    294. 


(,, 


iAbi'r  42^, 

lÄsiq  Paso     '     294. 
lÄsiqJ  \ 

iÄli  Efendi  199. 
lÄyisah    178^. 
iÄyisaJt  bird  lUmctr  29,10. 
*^äÄ  Jjiiä«  2S*,4.   39. 


Sultan  ,'^feJ  aZ  Jiamld    208^.    247, 

267. 
lAbd  aJ-raTimän  73,1. 
lÄhd  al-raTimän  Cdebi  294. 
lAbd  al-razzäq  3S,7. 
Zicä^ah  iAhd  al-ra'uf  8,19. 
lAbd  al  qädir  GÜünl   16.4. 
J^&<?  a/Zä7«   322. 


Türkische  Handschriften. 

lAhd  alläh  (der  Vater  des  Pro- 
pheten) 44,9. 

iAhd  all  ah  (Sohn  des  Dances  Äya) 
4  2  2. 

^aix  iAhd  allah    146. 

iAhd  allah  Ilcdä  294. 

iAhd  al  ma§id  35  1,3, 

iAhd  al  mann  an  Beg  351,10. 

iAhdi   294. 

i  Uhaidi   27,3. 

iüQman  (der  Chalif)  1,3.  34,10. 
353,2.   418,2. 

iUOmän  (Gründer  der  osman.  Dy- 
nastie)  2  l  ,4. 

Sultan  iUdmän   10,5.   208. 

Uskudän  tahhäx  iUOmän  Äya  313. 

iUenian  III:   208'. 

iUOmän  Pasa  (lebte  989)   9,2. 

„Osman  Schidai"  284. 

iAdnl 

ildari 

^.  294. 

iUSrt 

i  Ashari 


Register  V  (Personennamen).         5.57 

ilSqi   294. 

iAttar    143. 

iAta   üskühi    I 

29  4. 
lAtä'l  J 

iAla  al-dln  Efendi  23  6. 

iUlioi  (zwei)   294. 

iAli  (der  Chalif)  1,3.  5*, 48.  34,10. 
133,9.  353,2.  418,2.  484;  ein  an- 
derer  145*. 

{äa^0)  iAli    165. 

i Ah  Efendi  [Naqshandi  Sai'x)   306. 

iAli  Pasa  2S*,4-   38,2. 

iAli  Pasa  (HaJclm-hasi'-zädah)   501. 

iAh  Celehi  294. 

iAli  al  Xuläsi  Efendi  284*. 

Abu  iAli  Slnä  486.   487. 

iUmar  (der  Chalif)  1,3.  S,iö.  34,10. 
353,2.   418,2. 

i  Um  a  r  (Besitzer)   26,1. 

^,^   2  7,3.    294. 

iAndallh-i  liäfiz     1 

iAndallh-i  qadlm     294. 

iAhdi-i  kätih  \ 


Fazl   Giräy  Xän   3 8, 9, f. 
Fuhärl  27,3.    294. 
Farlhl  294. 
Fazäh  5*,n«   294. 


Tadanfar  Aya   105. 
rulam-Mutalihar  -  iAli    7,än    Bahä- 
dur  62. 


Fatimah   44,n.    133,l. 


Fant 


±  axari   j 


294. 


558 


Türkische  Handschriften. 


•294. 


Far  mixt 

Firdaii  si 

Fardl 

Farid'i 

Fadl  allüh   453. 

Fadll   27,3.    294. 

Fiyam  27,3.   294. 


Register  V  (Personennamen). 

Faqlr  allah  56*  Anra. 

Faqlri 

Fikrt 

FahmJ      )    294. 

FaurJ 

Faidt 


o    ^ 


Q 


Qädirl  Efendi  27,3.   294. 
Qänsüli  al  l'aurl   158. 
Qänili     1 
Qadrl  294. 

Qudsi      1 

Qitmir  (der Hund  der  sieben  Schläfer) 
415. 


Q in äli- z ä dali   (Hasan)   4 9  1  ,l. 
Qandi  Slruzi   294;  Brüsa wl  das. 
Qüwat  al  qulüb  42,2. 
Qorqud    (Solin    Bäyazid's    II)     29  4. 
460. 


Kätibi 

Kalif l 

Käziml 

Käfi 

Kävii 

Kalfl  (Sürüyßrä) 


294. 


Ka  l  h   al  alihär    131. 

Ka  in  ä  l   Uvirnt   29  4. 

Kamäl   Celebi  5 7,3. 

Kamäl  XahcatJ  294. 

Kamäl- Pal a-zad ah   27,22.   294. 

Ka m äl-zädali   294. 

S  (^ 

Gullant    294. 


J    L 


La'äh 

LämilT    \    294. 
Lä'iRi 

Lutf  allah  ihn   lAhd  allüh   489. 
Lutfl  294. 


Lallt 


\ 


294. 


Laqa'l    j 
Luqmän   37,3. 
Lala  PaSa   5*,33. 


Türkische  Handschriften. 


Register  V  (Personennamen).         559 


21  all  Bcg  (Woiewode  der  Walachei) 

512. 
Ma'mün  (der  Clialif)   8,15.   27  7,1. 
MuRibhl  ll^Z.    348. 
MnJiraml  294. 

MuVisin-zädali  (Grofsvezier)   497. 
MuTiammad  (der  Prophet)  5*,20.  8,i5. 

20,1.    34,10.    178,2.   418,2.    484. 
MuRaitimad     (Grofsvezier)      5  *,  17. 

173%3.     510,2;  3. 

MuTiammad  I:   368. 

MuRammad  II:    1,5.  2  13.  294.  378. 

MuUammad  III:   38,  it,f.   208.   209. 

MvJiammad  IV:    194.   205,1. 

.  .  .  ihn  Mulla inmad  ...   487. 

MuRammad  Efendi   133,4.   236. 

Mulla  MuRammad  Efendi  4  0  5. 

MuRammad  Bec/  Anün-Pasa-zädah 
351,5. 

Bauwäh  MuRammad  Beg  28*,3. 

MuRammad  Bahäyl  266. 

MuRammad  Pasa  (lebte  1017)  173; 
Jjxüll  wxx<f  35l,G;lü:18;  AviJn  351,1; 
Oyuz  205,3;  Babar  das.;  „Tahani- 
yassi"  das.;  al  Galili  35  1,7:  19;  ^\y=?- 
^'3^\  ^L)  i^^xi"  205,3;  Rusdi  238; 
SrtJZcZ  das.;  Saiyid  205,3;  Sarl/das.; 
Ä{/Idas.;  al  iatiq  22,2.  38,2;  §ara 
205,3;  ^^ItXsii' *ibj^.«Ul  Jy  das.; 
Gür(ji  das.;   yl&?7  "/  maliärim  351,14. 

MuRammad  Plrl-zädah  Efendi  166*. 

-(4&?7  '/  /azV  MuRammad  Celehi  424. 

Toqmaq  MuRammad  Xän   194. 


Sultä7i   MuRammad  Xän   2  7,3. 
MuRammad,    Xudäbandali     39     fol. 

13  7\ 
(Sa?/  MuRammad  Päjü    189. 
J/?<  7« ''/  ?;;  m  a  d  Päzl   3  8,7. 
MuRammad.  ihn  Zaid  201. 
MuRammad    Sarjf    al-liäjg-Ilam- 

zak-Hclmid-Pasa-Zädah   10  6. 
MuRammad  ihn  Sarnn   3  9  0. 
J/  ?( R  a  m  m  a  d  Sokolh    19  4. 
MuRammad    ihn  lAhd  al    lazlz  Za- 

hfali    113. 
MuRammad  lAIßd.   aJlnh  Xän  Bahä- 

dur  6  2. 
Sai/^   JIuRammad  Fardi   41,10. 
MuRammad    Fanä'i    Akl-i    (jannat 

Efendi  14  6. 
MuRamviad  ihn  Ic^'i    140. 
MtiJiammad   ihn    MuMafä    ihn   AR- 

mad  al  Ganänl  7  2. 
Mu  R  a  m-madi    165. 
MaRmüd  I:    21,1.    166*.    175.    189*. 

20S\ 
MaRmiid  II:   2  0  8^ 
MaRmüd    (der    Afghane,    Sah.    von 

Persieu)   228. 
MaRmüd  (Beherrscher  von  Täyisfän) 

39. 
MaRmüd   ihn    ARmad   Aya  .  .  Räfz 

102,1. 
iAzlz   MaRmüd  Efendi   al   Uskudärl 

[Plr  Hudäyi)    14  6. 
MaRmüd  Beg  351,7:  y;  19. 


560 


Türkische  Handschriften. 


MaFiinüd  Pasa   20,9.   245. 
MaRmüd  Pasa  iÄdani   1,6. 
MuHyi  al-diii  (ibn)  al  lArabl  38,7. 
92,11. 

~        *  211.     241.     250. 


Muräd  ü:    5*,6i 


256.    294.    36S.    37S.   454.    455. 


Muräd  rH:    36,1.    3S,4. 


is: 


5*.34.   s.ie. 


20S.    209 
Muräd  K 

215.    255,1.    263. 
Muräd  Pasa   264. 
Murtadä  Pasa  39  fol.   6l' 
Margän  42,2. 
Mar u: an  ibn  Hakam   192. 
Mastl  294. 
MasiJii   27,3.   294. 
Masrahi    27,3.   294. 
Mustafa   1,7. 
Mustafa  I:   20S.   446. 
Mustafa  IH:    20S'.   510,1. 
Mustafa  IV:    208*. 


190. 


34, S.    208. 


Register  V  (Personennamen). 

1  Mustafa  Pasa    140.   23S. 
i  al  lää^g  Mustafa  229. 

Prinz   Suhän   Mustafa   41,5. 

(?)  2ü\yjS'^  ^fJr.^<,  Besitzer  von  125. 

Miiiammä'J   1 

094 
Muudl  \ 

Mi'qdad  ibn  Aswad  S,2. 

MaqsimilyäJiüs  506. 

Malik  Asraf  24,1. 

Malik  ibn  Anas  485. 

MahÄi   294. 

Mansür  (Chalif)  S,15. 

Mansür  (Ph^-siognomiker)   38,7. 

MunlrJ  294. 

Balyrädl  MunirJ  Efendi  5*,5. 

Makdl  294. 

Mihri   27,3.    294. 

Müsä  s.  Moses. 

Mtry/tcand   199. 

J/FrflZ:| 

J/Irz      j 


294. 


Nadir  Sah  220,1.  221. 
Nagatl  27,3.    294. 

,      _     _        294. 
Nasimi    I 

Nisängi  Pasa  47,3. 

Nisäni    27,3.   294. 

Nasrt   294. 


Nuiraän  Beg   146,   351.ll. 

Niqabi  294. 

Naqsbandl  Saiyi  iAli  Efendi  306. 

Nigähi 

Samäzi 

Nakäri 

Xihäh 


Nasr  al-din  V.icagaJi  23,4.  461.  462.      Xihäni 


294. 


Nizämi 
Na^mi 
Na  2  2y"l 


294. 


^Tu^  s.  Noah. 
jVörl  34S.   294. 
Nüri  EfendA  2,2. 


Türkische  B[andschriften. 


Nöslrwaii    1,3.   44,5. 


.,t,~'l 


cJ 


1,3.    44,5. 


Naioä'J.   27,3. 


R^ister  V  (Personennamen). 

NauU   27,3, 
yiyäzl   294. 


5«1 


S 

/y 

Hätifl    \ 

Hilah   27,3.    294. 

TT    /■         \    294. 
HaSiml  j 

HumäTai   294. 

Hudä'l   27,3, 

Humäyün    1S9. 

Halahl  (QaramänT) 

294. 

Ä/Ztf  233. 

• 

H 

Wüßt  dl  1 

TFg%i 

094 
Was  in   J 

TF?'§ä?l 

294. 

Wälthl   27,3. 

]ra5/> 

iÖa?/    TFö/ö   170. 

17 

3.   294. 

TT'a/l  al-dln  al  inu§äkid  al-Tüngä 

WaRdi 

naliwl    14  6. 

OQ  4 

>^ 

r 

Tarsuz  27,3. 
FöT-r  294, 


Yeiiin    .saXj   Pa^a    229. 

^,,  -   - 

Yüsuf  212. 


Yazigi-zadah     MuRammad    Celebi  \  Yusuf  (    "<U:a. 


o    \  «^.♦j ';    512. 


294. 
YänqO  ihn  Müdyän    1,5.   231. 
Yatim   294. 
Yatlml  27,3, 
YaJiyü   279.   294. 
YaRyä  Efendi  266. 


Ym  s  «_/'  Efendi  Ca  us-basi  Xicägah  363. 
i  Yüsuf  PaSa  {Diyä)   23S. 
Yüsuf   pir-i     Oä/tT     al     BandirmT 

al    Uskudäri    {al  -  saiyid   al  -  saix) 

146. 
Yü7ius  Beg  394,1. 


Abraham:   20,1,   34,10.   233.   41S,>. 
Adam:    34,10.    233.    257.    4lS,-2. 
Alexander  d.  Gr.:    ISl.   249.   257. 

288. 
Alexander  VI  (Papst):   379. 
Aristoteles:   3S,T. 


„ßenk'o":  S.  2  Anm, 
Benzelius  (Henricus):  495. 
Bessaraba  s.  Matthä. 
ßettera  (R.):   81   bis  83. 
^onuQY ?i.\  {ARmad  PaSa):  32  S.  15. 
Bru^sch  (H.h   230. 


Törkieciie  H&itdäcliriitea. 


562 


Türkische  Handschriften. 


Register  VI  (Ansah). 


Bruiisius  (J.  J.):   336. 

Carl  II  von  England:   5  08,1. 

Carl  VI,  der  Kaiser:   229. 

Ciavis  (Dionisio):    45  3**.   49  0. 

Daniel  (der  Prophet):    15  7,7. 

David:    34,lO.   418,2. 

E  b  e  r  t  ( Jacobus) :    119. 

Esau:   233. 

Feldniann:    268   bis   274,    Anm.   2. 

Finckenstein  (Graf):   5  10,3. 

Frangopuli:    268  bis  274,  Anm.  2. 

Friedrich  d.   Gr.:    508,2.   510,1;  2. 

Guy  le  Strange:   436*. 

Hart  mann  (P.  L):   33. 

Hencke  (Abt):    100. 

Hippokrates:    24,i. 

Ho  eck  (Franc):   208. 

Jakob:  233. 

„Jenk'o":   S.   2   Anm. 

Jesus:  20,1;  2.  418,2. 

Johannes:   418,2. 

Joseph:   8,15.  4  18,2. 

Isaak:   233.   418,2. 

Ismael:   4  18,2. 

Kohl  (Köhler?):   95. 


Krieger  (Joh.):   121. 

Lichtenstein  (Abt):    100. 

Lot:   418,2. 

Matthä  Bessaraba:   512. 

Maximilian  (Kaiser,  ^  JM)-  ^06. 

Michel  (H.):   230. 

Mi  er  an  der  (Freiherr  von):   3  9  2. 

Moses:   20,1.    418,2. 

Muchlinski:    14.    393.   425. 

Napoleon  I:   230. 

Noah:   232.   233. 

Olearius  (Adam):   67.    103.   367, 

P  e  t  e  r  m  a  n  n  (Professor) :   4  97. 

Plato:   38,7. 

V.  Rexin:   510,2. 

Roloff:    268   bis   274,  Anm.    2. 

Salomo:  8,15.  34,10.  37,4.  233.  418,2. 

506. 
Schmid  (Franc.  Mich.):    14  5. 
S  c  h  u  1  z  i  u  s :   33. 
Wagner  (Ad.):    20  8. 
Werther  (ßarpn):   509. 
Willemey:    111. 
Zacharias  s.   ZaharJyü. 
V.  Zegelin:   510,2:  3. 


VI.  Ansäb). 


5*,25.    45,9. 
16.         S.      125, 
Anm.    2. 

^^/J 

^^.'^^ 

315,  1,5. 
38,5.      294 
{SaiVl). 

*)    „Mostras"    hezielit    sich    in    diesem    und    dem    folgenden    Eegister    nuf    das    S.    485 
Anm.    1   citierte  Ruch, 


Türkische  Handschril'ten. 


Register  VI  (Ansäb). 


^r^;*^' 

241. 

15^*^' 

260,u  (Mostras 

^y?^' 

294   {^amsl). 

p.    17). 

J-;l 

351,18. 

^jj'-e^t 

19,3. 

J-^'>)^ 

35  1,1!». 

^u 

Pers.   60,4. 

^^r^)^ 

349. 

^' 

294   {Kamäl). 

i;» 

287. 

^jJot 

S*,6- 

;5^i;' 

294   {Sann). 

^K^jüt 

235. 

^yJ^\.'JiMj\ 

137*. 

t5*^' 

26,1. 

^5J-wt 

5*,(il. 

^5^l.oil 

1,12. 

^5;|J^I 

5*,5und22.    113. 

15/^' 

25  6. 

146.297.418. 

^lo^l  (^LL.I) 

64*. 

423. 

|<^|l.>^.X.iU^f 

s.  ^5>lt>.Xlwl . 

^.^1 

10,5;  8.  43.  294 

i5^>' 

S.  35  4  Anm.  2. 

{lAiä). 

^>^"' 

137*. 

t^ 

^W 

S.  33,  Anm.  1. 

^Lk^ 

5*,65.    13,2. 

^'/^ 

38,1. 

^/^ 

351,1. 

^5-^^ 

211. 

j5k>(jju 

105.    152.  191. 

is^'^^r' 

471. 

238.   340. 

227. 

;50(^^ 

5*,5;  7;  8. 

0    ? 

12,2. 

294  {SubM  und 
Qandi).   433. 
508,2. 

146. 

110,8.    261. 

249. 

159,6. 

64*(s.dieNacli- 

15=^**^ 

354,4. 

ü-äge).    166*. 

290. 

208. 


S.   304   Anm.    1. 


59,2. 
25  6. 
19,3, 


^^MJ^XXJÜ 

162. 

^»y^ 

5*,11 

^iy^ 

38,5. 
71' 

14«-  *!»- 


c 


5*1. 


**ä. 


:!SBlliK 


SiL   S*T. 


.^f.  21«« 


^««2 

•^a?" 


1C3. 


-43u  IM-  IWl  2M.  5*«. 


1, 


-"r 


-i'*. 


[4l^. 


-^      *ri-Sä4- 


11       *  Un' 


l*i_ 


^^      143>- 


:4ri- 


■4.       ^S.  ~- 


««L- 


Z-r-:- 


^^- 


fl       -i-TnT. 


,,3.^-i 


-5^         -i^** 


566         Tüi-kische  Handschiiften. 


Register  VI  (Ansab). 


s 


S*,5-    234. 
241. 
162. 
19,1.   38,8. 

'8*,6. 
137*. 

278,1. 
5*,33.    418. 

297. 

297. 

36,1. 

Nchtr.  zu  4  1,10 

512. 

144,1. 
5*,31. 

146. 

S.  292  Anm.  3 

£ 


U 


142. 
215. 
339. 


^^iUf  i   16,4.    18,1. 


^5^/j 

44,12.    332;    s. 
auch  Register 

TTT  und  IV. 

5*,ii.   162. 

146. 

S.  292  Anm.  3. 

186. 

» 

1,10.  5*,35.  418. 

^>y 

306. 

^5^XxS^  1   15  9,1. 


5 

^^«,j  I  Pers.    10  2,5  (vgl.  Mostras  p.    179). 


i^y^fXi  j  vgl.    64*  Anm. 


Türkische  Handschriften. 


Register  VU  (Geographische  Namen).         567 


vn. 

Geographische  Namen. 


;^J 

45,11.    332. 

^Jxisl   läSLil 

184,  XLn,3. 

u^/  J 

348   fol.   83^ 

^^LiÄ^I 

4  40,7. 

jüoT 

260,16. 

Äxbl 

184,  V, 2. 

sJyLkj     L! 

184,XLlV,2Anm. 

^^Jdst   )-0;il 

184,  XLII,4. 

^^A-xicl  «w-'yixj   LjI 

184,  1,3. 

J3^\ 

512. 

^^^   J>^.   M 

184,  1,3. 

J^    ^/l 

184,  XL,3. 

C^LjalXjl 

S.     y:DLj.  Jk.jl . 

J57^' 

184,  XLn,3. 

^;^  ^^ 

184,  n,i. 

a^bi 

184,  V,l. 

SyAüJ    und   üS^»^' 

184,  11,3. 

^^^sisl    jltJoLjI 

184,  XLIV,2. 

5>.Ojl 

ilbl 

260,16.    262. 

^-»».«isl  uSJ.*^J 

184,  XXVII,  4. 

^•L  ^;3l 

184,  XLR',1. 

15-^^'    *=?7^^' 

184,  L, 4. 

^^\  i^^l 

184,  XXXVI,  1. 

l^AA-jdsl    ijä:^^! 

184,  XXXVI, 4. 

u5;r^  ^' 

184,  1,4. 

&j,jl 

291. 

^^.w^l     _.^tUi 

184,  V,-'  und 

J^;l 

260,15. 

XLIX,i. 

r^;c;;;' 

5  6*. 

j^.*vjdsl   5>bst)ül 

184,  XLIX,2. 

ÄAAJ^  u«;' 

201. 

^bojöl 

235. 

n)  ^;' 

260,16. 

«.<Lkjl 

7,1. 

r5;r^;' 

244. 

^/JjCil 

184,  XLIV,2. 

ü')' 

252. 

^j^äJsI  jjl^jf 

184,  XXIX,3  und 

^^Läa^I 

8*,6. 

XL,  3. 

^g*-Jtist  (5^ La*.-! 

184,  XXXVI, 4. 

0^57^^' 

275. 

^f^sist    xJ^Lwil 

184,  XXXVI, 4. 

5;L,^5l 

184,  vn,3. 

^^*.«icl  JkjjokÄ*»! 

184,    V,  3        und 

tiJw^^l 

5*,19. 

XLIII,4. 

uL^,' 

184,  VI,  4. 

iUyd-iSLu.\ 

184,  L. 

(^  «ybjjol 

5*,68. 

^^S^m} 

29,8. 

c;'7=*' 

208*. 

')  Nach  Mostrag 

p.   37  ist    c.jLi«tXjl  zu 

schreiben. 

568 


Türkische  Handschriften. 


Register  VII  (Geographische  Namen). 


184,  XXV1I,1. 

i^a*/äJoI  »Xj\ 

184,  xxxvm,i 

.>*xJst      ^y>>SJ\ 

184,  XXXIV, 2. 

J^l 

5Ü7. 

^^S  Jl,\ 

184,  XXXIV,  1. 

^f)^  ^^^ 

184,  A^,l   und 

^^«Jal    &A4.ijl 

184,  XLVI,1. 

XXX,  2. 

^I^ill  v^ 

9,2. 

uUlc-  S^ 

Bona       184, 

^^.wjücl    S^b 

184,  XLIX,2. 

VI,  3. 

.^xiflt    vy.isLj 

184,  XXXIV, 3. 

.S^ 

29,16.    2  20,2, 

^^.^X^aJLj 

23  6     (Mostras    p. 

Ol^xi. 

—    Zara    vecchia 

X 

45). 

184,  XXXVI, 2. 

r 

(Wien)        39,  9,g. 

JsLyo^    sd^ 

440. 

506. 

^j>.j     &/ÜÄJ 

184,  IV,3. 

lXaÄm    v^ 

208"'^ 

r3;'^r? 

184,  IX,3. 

^^»jxisl    ^A..^-..^ 

184,  XLIV,1. 

^■^y^ 

38,  9,g. 

I;U? 

189. 

^!^\      ■^yS.^y, 

184,  XXIX, 3. 

cj;'>^^ 

(Ofen)        29,  1;10. 

*i»f)r? 

184,  XXVII,  1. 

269.    275. 

^AujJsl     ^!^)*J 

184,  XXIX, 4. 

xils 

99. 

e'^^:-        J-^)y^ 

3  77  (vgl.  Mostras 

*^;;^ 

Brüsah:    25.    64* 

p.   55). 

Anm.    186.  236. 

h^ 

260,9  (Mostras  p. 

377,  5;  14.      460. 

5  7). 

407.   451. 

'^^^'3y^ 

45  3**,  1     (Mostras 

^U°  L(L:w^j 

184,  IV, 4. 

p.    57). 

5j.An.JI 

188. 

W  ^^ 

45  3**,1. 

Ofjij 

5*,(37.    45,10.     14  7. 

;yu. 

323,  11,2. 

189.  260,10.475. 

v.4äXaj 

64*  Aura.  (s.   die 

y;ü^ 

184,  1,2. 

Nachträge). 

184,  IV,  3. 

208. 

184,  VU,3. 

5^^A^. 

184,  XI,1. 

184,  IV,  3  Anm. 


XÄJvi^J   i    184,  XI,  2. 


27,9. 


^■fy^- 


Türkische  Handschriften. 


Register  VII  (Geogi-aphische  Namen).         569 


f-7^ 

5^^- 


113.    306.   308. 
184,  XLI,4. 


5  wo' 


38,5. 


C 


<^AjL=>- 

2G7     (Mostvas    p. 

J^st  J.*^ 

18  4,  VI, 4 

73). 

T^yr 

378. 

^^UJ   ^U^^5L=► 

184,  VIII, 4. 

J-'^y^ 

3  23,  11,2. 

^ 


x.s>JLxiLs. 

184,  XX VII,  1. 

oix=>. 

273. 

u^'7^ 

219. 

(iptx-^- 

184,  XXIX, 3 

r^T^ 

18  4,  IV,  Anin. 

^^jdol   «J^ 

184,  IV,3. 

&4.^S. 

184,  11,2. 

ü-^?- 

183. 

y^[ 


^AvxJal    (^_3^wA.«ai». 


184,  1,1. 

184,  XX VIT, 4. 


^JU  I   158.    188.   260,16. 


,^.w«Jal   ^t^U^  1   184,  XL,4. 


183. 


(jL^ljis.   S^^ 

201.   440,7 

f))^y^ 

189. 

^—UJ&JO]      lX,fMJ\yb^ 

184,  L,l. 

^^SiXil^^ 

499  (S.  477  Anm. 

jCLjM*i^^y£-\^^ 

512. 

0- 

isLjOc> 

440. 

4>.JO<l> 

9,2. 

JjSJ 

189. 

^Axxbl   »iSjU/is^ 

184,  XXI,  1    und 
XXXVII[,4. 

Jo>bo> 

189.    201 

TüikiBChe  Handschriften. 

72 

570         Türkische  Handschriften. 


Register  VII  (Geographische  Namen). 


&JLe« 


184,  VI,4. 
184,  XXXI,  3. 
39   tul.    15\ 


c^l 


262. 


1S4,  MI,4. 


v^ 


184,  XL,  2. 

IS4,  1,1  u.  4, 

9,2. 

i_«,«i;t   xJjcw 

184,  XL]X,4. 

j^UjJ   «^>*" 

184,  1,4. 

270. 
351,15. 

\ta.ÄX.»«> 

5*,62. 

^^aicf    ioJX**. 

IS 4,  IV, 3. 

;57^  o 


Lr'^"^*" 


484. 

28*,3  u.  4. 

323,  n,2. 

189. 

184,XLn,3  Anm. 

und  XLVI,l— 3. 

184,  XLIV,3. 

1S4,  XLM,4. 

351,16. 


UuyJi   ^U  I   260,1G. 


U^ 


\\yjJi.  I   440,7, 


y^ 


5b   ^vLs      1S4,  II,- 


saJIc^Lo 

184,  111,3. 

'V 

IS 4,  VII,  1. 

&j<Ltf  sJuLs 

184,  111,1. 

(^_ä.=.Li«o 

184,  11,1  u.  2. 

üJi=>«Ä.o 

1S4,  XL1X,4 

U^ 


^^i^s\   JjL^Jua  ;    184,  XLrX,4. 


,lju_o     484     (vgl.    Rieu 
p.    302''). 
184,  VII, 2. 
^^.wsisl    pLs^      184,  11,4  u.  XL,1. 


s.^   aLo«_o 


iS^ 


idsl 


^T^y^ 


184,  XLIX,i. 


.c^jCiUa  :    6,1. 


'y  ' 


vwiUs  :    184,  XLVLl. 


«ÜCuojLig 


u-. 


,^(^ 


39   fol.    25\ 
72. 


U 


^;..     iU;Js     j     184,    1,2. 


hJo 


j-u-xbl    ^_3^LcJa 


184,  n,2   u.    V,l. 
184,  L,4. 


Türkische  Han'dsclu-il'ten. 


Register  VII  (GeographiBchc  Namen).         571 


,^  äJJU- 

201.  294    {äaßz). 

o*>^ 

257. 

ü't^ 

201. 

^^       1S4,  XXXI,3. 


i.jLäaa£         t 


^U-  ol^ii 


125. 


^^«isl  n^.yt  I   184,  XXXVI, 4. 
iwJi.^      1S4,  1,3. 


»^  I    184,  XXXI,3. 
iisXt.       146.    249. 


^JÜi^  j    184,  L,4. 
^  ÜJC-I  I    184,  III,lu.  4. 


u^    SwS 


512. 

^y  ;  184,  xxxvn,4. 


o 


r^;o'  u«;*^' 

244. 

^^yj^^ 

294. 

^^15^^' 

74. 

s.  Konstantinopel 

405. 

^jLiö 

27,10. 

J^/ 

(?)    Sfc*iLyc    «Is 

368. 

\.Juyij   (j-'fX* 

260,16. 

J^ 

184,  \1,4. 

L»yki5'  (^-5 

5  08,2. 

J^ö^ 

323,  n,2. 

J^f 

260,9.    262. 

sClaäü 

28,1. 

^^-1  y 

184,  Vül,lu.  4. 

184,  XXX VI,  4. 

c;?;^'^  V 

184,  XL  VI,  4. 

t5^^'    J^.i- 

184,  XLIV,2. 

^;-  ^-^^ 

184,  xxvni,3. 

-.wXisl    ^Lwvjji 

184,  xxx^^,2. 

plO    Sjs 

184,  XI,  2. 

^^\  (sie)  ^b^^- 

184,  XL, 4. 

U«i    sJi 

512. 

^^.«««iel    (sie)  )ljj^" 

184,  L,i. 

^  y 

184,  VI, 2. 

C^^aJsl  jiyt 

184,  n,la.  4. 

.*y 

184,XXXV,4.3S,s. 

2UöLc^' 

1S4,  M,3. 

vL&J:*     JȊ 

184,  V,2. 

"jj'l^'y 

260,3. 

c^y 

189. 

v5^               •  y     y  ■■ 

1S4,  XXI, 4. 

•)  Ist  nach  ilostras,  Dict.  geogr.  de  l'Emp.  ültoman  p.   145,  Scalanuova. 

72  • 


6^z 


Türkische  Handschriften. 


Kegister  VII  (Geographische  Namen). 


^ 


Juk; 

189. 

i_Äj>.w    &xai     1 

260,16. 

^g^aJcl  ,;« 

184,  XLIII,2. 

slf  '\ 

38,8.    213. 

to,UjLi"    ii^y^sS 

210.   222. 

^^\    ^^< 

i     184.  1,3. 

{^^\)    ^^ 

184, 1,3;XXVn,4. 

15--^'  oy*^  \ 

A.    \J     .A.  ■       -■-  m    ^^  0 

^^.wxisl   ÄJ^y 

184,  VTn,2. 

i^*««Jcl    ^y-f:J^ 

184,  XXXIV, 2. 

^^^xisl    <^JvS' 

184,  IV,  In.  2. 

^)^   ^f/ 

184,  vin,i. 

^jili^ji^ 

400. 

^^\  y^/ 

184,  XLIVjl. 

^ 

cjIjäT 

188. 

a^xjLf 

371. 

u^-**'*^y' 

405. 

j 

jy»s 

189. 

j^-*«^l  äjU'äJ 

184,  XXX, 3. 

184,  XLIV,2. 

^.w.^1     X*1.  t  J 

184,  XXXIV, 4. 

'^'^ijy*^{'^'^^y^'^) 

184,  m,4. 

f 

» 

c^^"^ 

183. 

^T^;/);*^ 

184,  XLn,2. 

yf;U 

184,  XLin,3. 

^ 

447. 

y.A  v   oü;?    LLs? 

477. 

^Ul« 

189. 

^.J.J| 

184,  VI, 2. 

ii-Cj'  15=»'-=^  L^^tV^ 

20,7. 

J.-o^ 

189.    351,14;  18 

^LiLw    ^^»Is»  ^U^/^<.^^ 

20,8. 

-*».&iat    äu5^ 

184,  XLIII,4. 

^^Xio]     JJiXiO 

184,  XXTX,iu.2. 

^Z;/""^  *j^ 

184,  VI,1. 

SnIjuo   LlsJuo 

:  260,16. 

^L^ 

186. 

e^l-^T^I 

235. 

(?)     S^LwC      »Jji 

368. 

145*.260,16.454*. 

^^xisl    ^^  ^ 

i84,xxvin,4. 

{lUy^\^ 

491,2.   501. 

u 


144,1. 


^^&ia\   iUcJÜ      184,  XLIX,3. 
J^aJCü  I  264,3. 


Türkische  Handschriften. 


Register  VII  (Geographische  Namen).         573 


^jd.-(   »Tsye  I   184,  XXXIV,4.       | 


^Uü-jJüJ»      189. 


^^äIsI  iiAj\y    1S4,  XLm,2. 

^J^i>'^y      5  09. 
äjsö^,  I   184,  XXXVII, 4. 


(£$oJü,  i   184,    VII, 2    und 
XXXVI,  3. 


^adfl 


b 


jLä^    ^ 


184,  XLIII,3. 

38,9,e. 

184,  XXIjlu.  4, 

8:^  o 

184,  XXXV,2. 


&=>. 


y^  ^      64*  Aum.    410. 
y    ääJCj       IS 4,  XXIX, 3. 


SȀJ 


14,2. 


Adrianopel   188.    189.   291. 
Aegina   184,  XLII,2. 
Aegypten  184,  XXIV,iund4.  L,lund2. 
Africa   184,  X,].   XIV, i:  3;  4.  XXII, 

1;  3:  4. 

Albanien    184,  XI, 4.  XXX, 3. 

Alexandria    184,   L,2. 

Algier   1S4,  X,4.  XXI, 2  u.  3.  378. 

Altun  Beschtemo    184,  XXXI, 4. 

Amorgos   184,  XLIII,3, 

Anatolien    184,  I,  i ;  2;  4.      II, l;  2;  4. 

VIII,  lu.  4.       IX,  lu.  4.       XV,  1«.  4. 

XXIX,  1  u.  2.   XL,  1  u.  3.    26  2. 
Ancona   184,  111,2. 
Ano-ora    189. 

Andi-os  184,  V,  2  u.  3.  XLin,4.  XLIX,l. 
Antiparos   184,  XLIX,2. 
Antipasso    184,  XLIV,l. 


Apulieu   184,  XX. 

Asow   25  2. 

Athen    184,  V,  1  u.  2. 

!  Aya  Nicola  1  ^^t  n-      a 

^  184,  XLr\,2  Anm. 

„Ayani  Kolla"    j 

Ayasiinda   184,  XI,  4. 

Balearen    184,  XVII. 

Bai-ka  (Meerbusen  von)    184,  VI,  i. 

Barletta    184,  XLVn,2. 

Belgrad   29,lC.   220,2. 

Beroea  512. 

Bocksinsel   184,  XXMI,4  Anra. 

„Boi  Abad"  4  5  3**,i. 

Bona    184,  VI,  3. 

Brandenburg  S.  476  Anm.  2. 

Bi-indisi  184,  xxxn  u.  xxxm. 

ßrussa  25.  186.  377,5  u.U.   407.  451. 
Cairo   184,  XXV,  l  u.  2. 


574         Türkische  Handschriften. 

Calmine   184,1,3;  vgl.  XXXIV,  2. 

Calymna   184,1,3,  XXX W,  2  Anm. 

Candia    184,  IV,  1  n.  2.  Vni,2. 

Capo  Fino   184,  XXXI,  4, 

Capri   184,  XXX\TI,4  Anm. 

Carchi   184,  XXXI\^4. 

Carlowitz   217,1. 

Cataloiiien   184,  XLI,4. 

Cattaro   184,  XIX, 3. 

Ceplialonia   184,  XLI V,  3. 

Cerigo  und  Cerigotto    184,  IV, 3  u.  4. 

Cesenatico    184,  XXXVII, 2. 

Cherso    184,  XI, 2. 

Chios    184,  n,i  u.  3.  XL,  2. 

Cinque  terre    184,  XXXVn,4. 

Cittä  nuova    184,  VII, 2. 

Civitä  vecchia   184,  XVI, 2  u.  3. 

Colniine    184,  XXXIV, 2;  vgl.  1,3. 

Corfu    184,  XLIV,iu.4. 

Corsica    184,  XVJl. 

Csanäd  S.   29  0   Anm.   3. 

Cnrzola   184,  XXXVI,  2. 

Cvpern    184,  XXXI,  i. 

Dalmatien    184,  XI,2;  3;  4,  XXXVI,2. 

XXXIX. 

Dardanellen    184,  XL1I,3. 

Dehli  s.  ^^J> . 

Delos    184,  XLIX,4. 

Denia    184,  XLI, 4. 

Dniepr  1 

^  .  ^         184,  XXX,  1. 

Dniestr  J  '  ' 

Donaumündungen   184,  XXX,  4. 

Elaphonisi  ((Impov  i'rjaoi;)    184,  IV, 3. 

Elba   184,  XVI,2u.  3. 

Erzerum   5  6*. 


Register  VII  (Geographische  Namen). 

Fermo    184,  111,1  u.  4. 

Fen-ara   184,  XXXMI,3. 

Formentera   184,  XVII. 

Forta   184,  XXX\TI,4. 

Frankreich   184,  XIV,  2. 

Fünfkirchen   20  8. 

Gallipoli    181.    371. 

Genua   1 8  4,  R^,  2  u.  3.  XXXI,  4, 

Ghaza   184,  XXXI, 3. 

Gibraltar   184,  XLI,  2. 

Gradacatz  S.    144   Anm.   3. 

Guardia   184,  XXXVII,  i. 

Halicarnassus    184,  IX,3. 

Hydra    184,  XXVü,!. 

Ibiza   184,  XVIL 

Iconium    1 ,4. 

Jenikale    184,  XXXV,  2. 

Imbros    184,  XLII,3. 

Isti-ien    184,  XVIII. 

Italien    184,  IH.    XVI,  2  u.  3.    XXXIL 

xxxm.  XLvn. 

Ithaka   184,  XLIV,3. 

Kalolimno    184,  XXVIII,  4. 

Kalymna  s.  Calymna. 

Kanischa   28,1. 

Karamanien  lS4,XLVin.  260,9.  262. 

Karpatho    184,  Vin,2. 

Kirchenstaat     184,  XXXIL    XXXIII. 

XXXVII,!. 
Kleinasien  s.   Anatolien. 
Konia  34,4. 
Konstantinopel    1,2;  7;  8.   25.  74.   175. 

181.     184,  XXVIII, 1.     188.     189. 

219.    232.    375. 
Kossowa  S.   282  Anm.   2. 


Türkische  Handschriften. 

Krim  s.  Qrim. 

Languedoc   184,  XLI,i. 

Lemnos   IS 4,  XLVI,i. 

Lepanto  (Busen  von)  184,V,  i.  XXX,2. 

Leucas  184,  XXX, 3. 

Limonia   184,  XXXR'',4. 

Lipso    184,  XXX W,  2. 

Loreto    184,111,4  Anm. 

Majorca   184,  XVIl. 

Malatia   189. 

Malfetta    18  4,  XX, 3. 

Malia  (Vorgebirge)    184,  IV, 3  u.  4. 

Malta    184,  XVI, 4, 

Manfredonia   184,  XL VU,  2. 

Marco    184,  XLIII,3. 

Marmara  (Cap)    18  4,  VIII,  l. 

(Insel)   184,  XX\^I,3. 
„  (Meer)    184,  XXVII, 2. 

xxvm,4. 

„  (Meerbusen)    184,  VIII, 4. 

Marseille    184,  XIV, 2. 
Meer,  das  adriatische:  184,Xn.  XLV. 

„       das  aegaeische    184,  XV,  2  u.  3. 

„       das  asovv'sche   184,  XXXV,i. 

„       das  mittelländische   208""^. 

„       das  schwarze   184,  XXIII. 

xxvm,3.  XXX,  1.  XXXV,  2. 

Megaris  (Busen  von)    184,  XLII,2. 

Melos  s.  Milo. 

Messina   184,  XL VII,  4. 

Miconi   184,  XLIII,l. 

Milo   184,  XXI,  1.  XXXVIII,4. 

Minorca   184,  XVII. 

Modon   184,  XIX,l. 

Montenegro    1 8  4 ,  XI,  2. 


Register  VII  (Geographische  Namen).         575 
Morea   184,  V,l.  XIX,l  u.  4.  XXXVIII, 

2u.  3. 

Mytilene    184,  XXIX, i. 
Nakaria   184,  L,4. 
Nauplia   184,  V,l  u.  4. 
Navarin   184,  XIX,  1. 
Naxos    184,  XLIX,3. 
Negroponte   184,  V,2.  XLII,4. 
Neumondgebirge   18  4,  \^I,4. 
Nicaria   184,  L,4. 
Nicero   184,  XXXVI,  1. 
Nikopoli   264,3. 

Nil        184,      XXr\\2u.3.       XXV,  3  a.  4. 
XXVI,lu.2. 

Nizza    184,  X,2. 

Ofen   29,1  u.  10,   38,9,g.    213.   269. 

Oran    184,  X,l. 

Orsera   184,  Vn,3  u.  4. 

Osero    184,  XI, 2. 

Palaestina    184,  XXXI,  3. 

Parenzo   184,  Vn,3. 

Faros    184,  XLIX,2. 

Passo    184,  XLIVji. 

Patnios    184,  XXXIV,3. 

Pecs  S.   234   Anm.    1. 

Pera   81-83. 

Perga  99. 

Perganium   227. 

Piemont   184,  X,2. 

Pisa   184,  X, 3.  X\^,2u.  3, 

Pischtun-a   184,  XI,  l. 

Piscopi   184,  XXXIV,  1. 

Po   184,  XXX Vn,  3. 

Pofritscha   184,  XI,  2. 

Pola   184,  Vn,i. 


676         Türkische  Handschriften. 

Porto  Cerigo   184,  IV,3  Anm. 

Psara  und  Klein-Psara    184,11,3, 

Pyrannclen    1 8  4 ,  XX V,  i  u.  2. 

Pjrrgos   27,9. 

Qrim    184,  XXXV,4.   38,8. 

Raab   38,9,e. 

Eagusa   57.   81-83.    184,  XIX,2. 

Ramie    184,  XXXI, 3. 

Ravenua   184,  XXXVII, 2. 

Reggio   184,  XL VII, 4. 

Rhodns   184,I,iu.  4.   VIII,2u.  4. 

Rimini    184,  XXXVII,  1. 

Rom    184,  XVI,2u.  3. 

Roussillon    184,  XLI,1. 

Rovigno    184,  VII,  4. 

Rumelieu  184,  XLIV,1.  XL  VI,  4.  262. 

Saloniki   28*,3  u.  4.    184,  XLII,l. 

Samos   184,  n,l  u.  4.  XL,i. 

Samothrake    184,  XLn,3.  XLVI,l-3. 

San  Giorgio   184,  1,3. 

San  Nicola   184,  1,3. 

Sant'  Andrea    184,  VII,  1. 

Santa  Maria    184,111,1.  XXXVII, 4. 

Santorin    184,  XV, 2  u.  3. 

Savona   184,  XX, 3. 

Scutari   184,  XXVIII,!  u.  2. 

Sicilien   184,  XVI,  lu.  4.   XLVIL 

Sidron    184,  XXVII,  1. 

Sinigaglia   184,  111,3. 

Smyrna    184,  11,1. 

La  Spezia   184,  XXX VE, 4. 

Staareninselu   184,  XLIX,4. 

Stampalia   184,  Vni,3. 


Register  VII  (Geographische  Namen). 

Stankio   184,  IX,  lu.  2. 

Stromboli   184,  XVI,  1. 

Suez   188. 

Symi   184,  1,1  u.  4. 

Syra   184,  XLIX,1. 

Syrien    184,  Xm.   XXII, 2.   XXXI, 2. 

XLVm. 
Szigeth   5*62.   27,18. 
Tarent   184,  XXXIL  XXXHI. 
Temesvvar  260,10. 
Tenedos   184,  XXIX, 4. 
Tenos   184,  V, 3.  XL1II,4. 
Tergovist  512. 
Thasos   184,  XLVI,l. 
Tino  s.  Tenos. 
Tlemcen    184,  X,i. 
Toulon    184,  XIV, 2. 
Tragonissi   184,  XXVII,  4. 
Trani    184,  XX, 3. 
Trapezunt   267. 
Tunis    184,  VI, 2. 
Ujvaros    121. 
Ungarn   260,10. 
Valencia   184,  XLI,  3  u.  4. 
Vegia   184,  XI, 3, 
Venedig   184,  XXXVI, 3.   217. 
Vernazo   184,  XXXVn,4. 
Vogelinsel  s.  ^-wjdal  gi^». 
Wetros  (Vorgebirge)    184,  XIX,  i. 
Widdin   509. 
Zante    184,  XrX,4. 
Zara  vecchia   184,  XXX  VI,  2. 
Ziegeninsel   184,  XXVII,  4  Anm. 


Türkische  Handscliriften. 


Chronologie  der  Handschriften.         577 


VIII. 

Chronologisches  Verzeichiiiss  der  datierten 

Handschriften. 


4. 


807:    365. 

840:    359.   (436*.) 

848:   444. 

890:   377. 

895:   490*. 

896:   337. 

897:    158. 

898:   375. 

901:   454. 

910:   370. 

915:    397,1. 

927:   262. 

931:   394,1. 

941:   401. 

945:    164. 

949:    387. 

954:   451. 

958:    395. 

959:    243.    399. 

962:   439. 

964:' 

965:^ 

966:   296*. 

969:    143. 

974:   4  33. 

975:   456. 

978:    95.    125.    275.    411. 

Türkische  UaDdschrifteD. 


Jahre  der  Flucht: 

979:  348.  447. 
980:  491,1. 
981:  284. 
982:  296. 
983:  227. 
985:  355,2.  396. 
989:  378. 
991:  3.  453^ 
995:  241. 
997:  402. 
999:  391. 

1000:  289. 

1003:  9,1.  38,3. 

1011:  354. 

1013:  260,2. 

1018:  103. 

1021:  231. 

1024:  368. 

1032:  450. 

1033:  279. 

1038:  454*. 

1042:  193.  506. 

1043:  10,:3. 

1045:  38,2. 

1046:  18,1.  127.  232.  392. 

um  1050:  6.  16. 

1055:  101, 

73 


578 


Türkische  Handschril'ten. 


1056: 

448.  512. 

1060: 

485. 

1063: 

178. 

1064: 

406. 

1067: 

362. 

1068: 

121.  372. 

1078: 

213. 

1081: 

234. 

1086: 

19. 

1088: 

96.  459. 

1092: 

4  22. 

1096: 

152. 

1097: 

97.  281. 

1099: 

139.  493. 

1100: 

139. 

1102: 

5*,<J8.  139.  404. 

1109: 

147. 

1110: 

250. 

1111: 

20,8;  9.  453. 

1112: 

35  2,1. 

1114: 

142. 

1115: 

2  29. 

1116: 

86. 

1117: 

429. 

112?: 

405. 

1120: 

47,2. 

1122: 

199.  247, 

1123: 

440. 

1124: 

480, 

1125: 

460. 

1126 

72.  252.  477. 

1127- 

206.  478. 

1129- 

140, 

1130 

2,1. 

1135 

109. 

1136: 

1137: 

1141  : 

1142: 

1143: 

1145: 

1146: 

1147: 

1148: 

1149: 

1150: 

1  154: 

1155: 

1  157: 

1159: 

1160: 

1161: 

(1162: 

1165: 

1166: 

1167: 

1168: 

1 170: 

1 171  : 

1172: 

1173: 

1175: 

1176: 

1180: 

1184: 

1185: 

1186: 

1190: 

1191: 

1192: 


Clironologie  der  Handschriften. 

382.  383. 
157,9.    239. 

183.  486. 
186. 

184.  228. 
410. 
445.  470. 

5,21.    36,1.    431    (?). 
173.   506. 
133,1.    201. 
33,2.    204.    464. 
191.    421. 


357,2. 


137*.    292. 
418. 
170,7. 
287.    424. 
108*.) 
133,1.    290. 
133,4, 

133,5  Anm.  175. 
59. 
134. 
308. 
308. 
458. 
357,1. 

64*.    133,5.    144*. 
238. 

157,4.   484. 
74. 
309. 
339. 

261.    351,9. 
446. 


Türkische  Handschrilten. 


Siegelstempel.         570 


1194:  99. 

1197:  4GI.  462.  (471.) 

119S:1 

308. 
1199:) 

1200:  328. 

1201  :  61. 

1202:  222. 

1203:  218. 

1204:  146. 

1207:  244. 

1212:  4  97. 

1213:  135. 


1216:  283. 

1218:  353,2. 

1223:  235. 

1227:  509. 

1229:  136  (Nachtrag  zu  S.  151). 

1240:  56*. 

1242:  475. 

1253:  490. 

1256:  149*. 

1260:  8**,1. 

1262:  107. 

(1267):  163. 


nach   Chi-isti    Geburt: 
1741/2:  81  bis  83. 


IX. 

Siegelstempel 

sind  in  folgenden  Handschriften  abgedx'ückt : 

Nr.  1,7.  S*.  14.  19,3,  26,1.  28*.  47.  50.  54.  62.  85.  102,1.  106.  134. 
138.  140.  145*.  150.  15  1.  163.  165.  180.  186.  195  {Tiiyra  iAbd  cd  lla- 
mid's).  201.  212.  221.  227.  229.  238.  246.  261.  275.  278.  279.  282. 
286.  306.  322.  323.  325.  326.  327.  328.  333.  350,5.  366.  388.  390.  394. 
396.  411.  415.  425.  436*.  443".  445.  447.  448.  453\  459.  471.  475. 
480.    489.   491,1;  2.    493.   499.    500.   504.   507. 

Bilder 

tinilL-n    sich    in:    31.     106.    184   (Karten).    185    (desgl.).    208"^°.    316.    (386). 
388.   453*.   513; 

Verzierungen 

(abgesehen  von  lUnwfai    und  Randleisten)  in:    25.    120.    144*.    149*.    189*. 

358.    388.    489. 

7.'3* 


680         Türkische  Ilandsclu-iften.  Einige  Nachträge  und  Verbesserungen. 

Bemerkenswerthe  Einbände 

haben:   56*.    64.    137.    144*.    149*.    259.    388.    4üü.    418.    443*.    453*. 

Verfasser  -  Autographen 

sind:   (6).   8,s.    16.   57.    78-84.   348.   349.  (429). 


Einige  Nachträge  und  Verhesserungen. 

S.  2  Nr.  1,5:  dasselbe  Schriftchen  (Geschichte  von  Konstantinopel)  ist 
in  Nr.  231  enthalten.  —  S.  5  Nr.  3,2:  die  Schrift  piL*-!  >»(;■=>  ist,  nach 
Mel.  Asiat.  V,  5  76  =  Bnlletin  XI  (1867)  p.  335,  im  J.  1862  zu  Kasan 
als  „Wiederabdruck  der  Konstantinopeler  Ausgabe"  erschienen.  —  S.  13 
AI.  4 :  diese  Paraphrase  der  Sprüche  iÄIfs  ist  dieselbe,  wie  diejenige,  welche 
in  der  Gothaer  Handschrift  Arab.  3,25  enthalten  ist.  —  S.  22  AI.  61  Z.  3 
V.  u. :  seiner  Arbeit  1.  seine  Arbeit.  —  S.  29  AI.  17  Z.  2:  Oqf^Szädah 
1.  Oqgizadah.  —  S.  35  Z.  2:  Vgl.  auch  Nr.  121,1.  —  S.  3  7  AI.  3:  äJL«^ 
xajLääT,  auch  im  Brit.  Museum  vorhanden  (Rieu  p._  25  2'',  v)-  —  S.  38 
Nr.  13  AI.  1  Z.  5:  ('  1.  (^  —  S.  50  AI.  4  Z.  6  und  7:  Auch  die  Hand- 
schrift Nr.  462  enthält  1.  Auch  die  Handschriften  Nr.  462  und  163  ent- 
halten. —  S.  55  Z.  3:  Hadä'il.  Hudä'i.  —  S.  5  8  Nr.  2S*,l:  das  x;cbv_,t^~. 
oder  ajcljxjüit^  ist,  nach  Rieu  p.  29"',  auch  in  der  Gesammtausgabe  der 
Werke  des  Waisi  von  Konstantinopel  1286  gedruckt.  —  S.  70  Z.  10:  iÄll 
Sahir -^  die  Worte  lauten:  '(.tX-bl  vA*.ci.j  ^£^  ö-sS.^  54\jLj  ^  wj.^  JU  -^0^  ^ 
'j»4\J-j|  jjy^  äJLa»m  y.i  (^0^^  iJj|  (Jv.(fli  ^XjI  äJö^4.Aäx)  ^j.  —  S.  7  3  Anm.  1 
Z.  2:  al-latt<i  1.  cd  iatiq.  —  S.  75  AI.  4:  JU>J|  &J^  s.  Rieu  p.  19^  — 
S.  78  fol.  45*':  iUGinnn  Um  Tuynd  Beg;  so  steht  in  der  Handschrift,  statt 
des  zu  erwartenden  und  in  der  Handschrift  des  Brit.  Museums  (Rieu 
p.  84")  auch  wirklich  stehenden  lUGmän  ihn  Erioynd.  —  S.  81  AI.  4, 
letzte  Zeile:  iAmri  1.  lAmrl.  —  S.  82  AI.  10:  dasselbe  Schriftchen  (über 
eine  Schwefelsalbe)  ist  auch  in  der  Bamberger  Handschrift  V,  15  fol.  15  7^ 
enthalten.     Dort   steht  i5^>ä   statt   i^iJji;   in    der  Gothaer  Handschrift  t^;*-«, 


Türkische  Handschriften.  Einige  Nachträge  und  Verbesserungen.         581 

w<as  wohl  das  Richtige  sein  wird.  —  S.  99  AI.  2  Z.  7:  derselben  1.  der- 
selbe. —  S.  103  Anin.:  Bei  Mostras,  Dict.  g^ographique  p.  52  heilst  es: 
„^y^xLÜi  Beischdhri  (Isauria).  —  V.  de  la  Turquie  d'Asie,  dans  l'eyalet  de 
Karaman,  liva  de  Konia,  snr  le  lac  du  nienie  noni".  —  S.  110  Z.  2 
V.  u.:  ^aX1*xi  jj.j  ,jUi£  1.  ^j.>X^  ,j.j  (jUic.  —  S.  119  Nr.  9  2,lO:  rLco 
v-ftjwvi  ijoi^.i:.f  „Gebet  der  Aui'richtigkeit " ;  es  ist  wohl  vielmehr  gemeint: 
Gebet,  welches  sich  auf  die  112*^"  Sure,  die  yoiU.i'l  »;^,  bezieht.  —  S.  126 
Nr.  100:  die  türkische  Uebersetzung  (|.iL-w^l  oL*^)  wurde  vollendet  im 
Jahre  950  (beg.  6.  April  1543).  —  Dieses  Jahr  wird  ausgedrückt  durch 
die  beiden  Ta'rlx  /iXi  und  ^J£.J;  s.  Ö.  X.  IV,  256,  8303  und  Rieu 
p.  13*.  —  S.  128  Nr.  103:  Den  Inhalt  der  5  6  Capitel  gicbt  Flügel  zu 
der  Wiener  Handschrift  Nr.  1866  (III,  298),  wo  das  Werk  unter  dem 
Titel  ^jLiüÄLÄ  5t\jy5^  ersclieint ,  an.  Noch  weitere  Handschriften  finden  sich 
in  Strafsburg  S.  42  Nr.  2  und  im  Brit.  Museum,  Rieu  p.  24  7'',ni.  — 
S.  132  Nr.  108:  Ueber  die  Familie  des  Verfassers  vgl.  Rieu  p.  12\  — 
S.  134:  An  das  Ende  des  ersten  Absatzes  ist  zu  fügen:  Nr.  186  fol.  3 6 f. 
(über  Reinigung  und  Gebet).  —  S.  14  1  AI.  4:  Vgl.  oben  8.  35  Anfang.  — 
S.    144   Nr.    125, 4,u:    injoljySL^   1.  &xljjXw.      Es    i.st    also    das.    die  Anm.   2   zu 

streichen,  denn  jCw  (von  üS-ov^,  zucken),  nicht  JCw  (Muskel)  ist  das  Rich- 
tige. —  S.  149  Z.  7  V.  u.:  Erzählung  I.Erklärung.  —  S.  15  1  Nr.  134- 
136:  Ueber  den  Inhalt  dieser  Schrift  vgl.  man  die  genauen  Angaben  von 
Rieu  p.  2P.  In  Nr.  136  heifst  der  Verfasser,  wie  in  der  Handschrift  des 
Brit.  Museums,  Jlihat  (nicht  Haihat,  wie  in  den  beiden  anderen  Hand- 
schriften) allah  ihn  IhräJüni  (Fol.  4*'  Z.  7).  Der  Kolophon  am  Ende  von 
Nr.    136  lautet  folgendermafsen :    3    ^uÄxi^>>    -^j    ^j,    ,j')JI    s;*>-äj    (j'^j^'l    o^' 

ij-j  i^*-^^?'  i^"»^  1^^  ^jUaX^  ^\s  jXmo  ^u^  ^i,J  rV     r^"^'  t^  ^  >.*i«-'i  o-ij 

e>~UI  äJJI  ^jyJLJ  v_)UXl!i  v^*j  Jl*j  jJUl  JL^i»^  J(  ^jU^U^sJI  (sie)  8iLu  aJUl  Jy.£ 
^^ü  ^jLc  vr";  is^^  <>.A»J(^  ^jü  v**-''^  ^^^b  iail  i-jUJIj  /*^t*-'  *^';  ^Uc^l 
tffi  Ä-U..  —  S.  157  Nr.  142:  J^j  JJLo  ist  nach  Rieu  p.  35''  in  Cairo  1263 
(184  6/7)  gedruckt  worden.  —  S.  203  Nr.  184:  Ueber  den  Piri  Ra'is  vgl. 
auch  Hammer,  Osman.  Reich  HI,  414  f.,  über  weitere  Handschriften  seines 
Atlasses  das.  S.  745  (eine  im  Vatican,  zwei  in  Bologna  =  Marsigli  p.  19 
Nr.  3612  und  3613).  —  Zu  den  geographischen  Namen  habe  ich  noch 
zu   bemerken:    IX,i    Staukio,    d.   i.    das    alte  Kos;    XXXI V,i:  Piscopi  d.  i. 


582  Türkische  Handsehrit'tcn.  Eiuige  Nachträge  und  Verbesserungen. 

das  alte  Telos;  L,4:  !uS  ^i.!  =  Icai-ia,  nach  Hammer,  ßumeli  mid 
Bosiia  (Zenker  m-.  103  2),  S.  196;  aufserdem  XXIX,iu.  2:  Mitylene  1.  My- 
tilene.  —  S.  2  22  Nr.  195:  Ueber  den  Inhalt  der  Chronoloo-lschen  Tafeln 
des  H.  X.  handelt,  im  Anschlufs  an  die  Beschreibung  einer  dort  anf- 
bewaln-ten  Handschrift  des  Werkes,  Sim.  Asseraani  im  Catalogo  della 
Biblioteca  Naniana  II  p.  71  —  192.  Eine  ai-abische  Uebersetzmig  besitzt 
das  Brit.  Museum  als  Nr.  MCCLIII  (p.  5  7  2*'  des  arab.  Kataloges).  — 
S.  231  AI.  3  Z.  9 :  seinen  Zeitgenossen  1.  seiner  Zeitgenossen.  —  das. 
Z.  14/15:  Guwän  L  Ö-imän.  —  S.  241  Nr.  212:  Diese  Schrift  ist  unter 
dem  Titel  jocLja-a-Lia,  als  Anhang  zu  der  Ausgabe  des  ^jvlyJI  _Lj  von 
Said  al-dln  gedruckt  (Konstantinopel  1280);  dem  Said  al-dln  wird  ja 
auch  die  Schrift  von  Hammer,  Osman.  Reich  H  S.  vi  Nr.  10  und 
S.  G34,  sowie  IX,  20  3,  5  9  zugeschrieben.  In  Wien  ist  unter  dem  Titel 
|V-J.-*"  (jLia„LA«  v_AiLwo  noch  eine  zweite  Handschiüft  vorhanden  (Nr.  1999 
fol.  68'- SS''  [III,  5  16]).  —  S.  24  2  Nr.  213:  Ueber  das  Leben  des  Said 
al-dln  handelt  R  i  e  u  p.  5  1*';  weitere  Litteraturnachweise  über  sein  Werk 
s.    das.    p.    5  2\       Vgl.    auch   Zenker    Nr.    919    und    9  22.    —    das.    Z.    4 

V.  u.:  (918  =  1512)  1.  (926  =  1520).  —  S.  257  Nr.  231:  Dieselbe 
Schrift  (Geschichte  von  Konstantinopel)  steht  auch  in  Nr.  1,5.  —  S.  261: 
das  Werk  !.lj.*.wJI  'iJ.^ö^=^  ist  nach  Rieu  p.  4  0''  auch  im  Jahre  1261  in 
BalcKi  g^Axwckt  worden.  —  S.  26  6  Nr.  239:  das  Werk  11  ^d<l^  ^^i  Si^^y 
ist  nach  Rieu  p.  36''  auch  in  Konstantinopel  1273  (185  6/7)  erschienen, 
und  „die  Konstantinopeler  Ausgabe"  ist  nach  Mel.  Asiat.  V^,  580  =  Bulle- 
tin XI  (1867),  337  in  Kasan  1865  abgedruckt  worden.  —  das.  Z.  5: 
Alti-parmaq  1.  Älti-parmaii.  —  S.  275:  Es  ist  hinzuzufügen  l)  am  Ende 
des    Textes:    Vgl.  jedoch  R.    Fo  erst  er    im    Centralbl.    f.    Bibliothekswesen 

VI,  5  7 ;  und  2)  am  Ende  von  Anm.  2 :  und  Ders.  in  Centralbl.  f.  Biblio- 
thekswesen VI.  —  S.  276  Nr.  250:  Nach  A.  Querry,  Le  Cabous  Namfe 
(Paris  1886,  8°),  Introduction  p.  XI  ist  das  Werk  des  Jilarcjiimak  Ällmad 
ihn  Ihjas  auch  in  das  OsttUrkische  übersetzt  und  diese  Uebersetzung  im 
Jahre  129  8  (1882)  in  Kasan  gedruckt  worden.  —  S.  283  AL  4  Z.  2: 
lUOmän  ihn  TJryän  (nicht  Urxän  ihn  lUßniän)]  so  steht  in  der  Hand- 
schrift. —  S.  309  unter  :  Gagtri  \.  CaharJ.  —  S.  310  Z.  2:  Sayälii  1. 
Siyala.  —  S.  332  Nr.  332  Z.  13:  MuliammadlY  1.  Iluräd  IV.  —  S.  34  3 
Nr.  340  Z.    18:   (^  L  {\   —   S.   347:    S.  auch  „Türkische  Volkslieder,  mit- 


Tm-kische  Handschriften.  Einige  Nachträge  nnrl  Verbesserungen.  583 

getheilt  von  Ignaz  Kimo.s",  in:  Wiener  Ztsclir.  f.  d.  Kunde  des  Morgen- 
landes 11,  319-324  und  III,  69-76.  —  S.  353  AI.  4  Z.  2:  RöMnlX.  Bö- 
sanl.  —  S.  359  Nr.  35  8:  Vgl.  über  dieses  Gedicht  jetzt  den  Aufsatz  von 
M.  Th.  Houtsma  in  ZDMG.  XLllI,  69-98.  —  S.  360  Nr.  359:  Vom 
soo-enannten  Diwän  des  lÄsiq  PaSa  beünden  sich  im  Brit.  Museum  zwei 
Handschriften  (Rieu  p.  160*'  und  162'');  auch  in  Bologna  {Marsigli  p.  20 
Nr.  3627)  und  im  Asiat.  Museum  zu  St.  Petersburg  (Mel.  Asiat.  V,  460,13 
=  Bulletin  X  [1866]  p.  166,13)  ist  je  ein  Exemplar  vorhanden.  —  S.  377 
Anm.  1:  Auch  in  AbuSqa  ed.  Weljaminof-Zernof  p.  fl",  ed.  Vamb^ry 
p.  6  werden  die  Werke  des  Mir  iÄl%  Ser  aufgezählt.  —  S.  405:  Von  Fu- 
dfih's  Gedicht  Lailä  und  Ma^mn  befindet  sich  auch  in  Berlin  selbst  eine 
zweite  Handschrift  als  Pers.  18,  n,5,b  (S.  63  des  Kataloges).  —  Das.  in  den 
Anfangsworten:  ^^i^i  L  v_/^LaJ.  —  S.  44  8  Nr.  448  Anm.  3:  Wie  ich  so- 
eben bemerke,  hat  bereits  H.  Zotenberg  (Histoire  d'^Ala  al-din  ou  la 
lampe  merveilleuse.  Paris  1888.  Gr.- 8",  p.  27)  ausgesprochen,  dafs  der 
gröfste  Theil  (la  plupart)  der  in  den  Mille  et  un  jours  enthaltenen  Er- 
zählungen aus  dem  türkischen  Werke  »tX.oi.JI  tX-»-J  ttT"*""  entnommen  sei. 
Vgl.  auch:  Alaeddin  and  the  enchanted  Lamp;  Zein  ul  asnam  and  the 
King  of  the  Jinn:  two  Stories  done  into  English  froni  the  recently  dis- 
covered  Arabic  Text  by  John  Payne.  London  1889.  8".  p.  XXIHf.  — 
S.  449  Anm.  2  Z.  2  v.  u.:  Anm.  3  1.  Anm.  2.  —  S.  471  Z.  17:  erhöht; 
dafs  1.  erhöht,  dafs.  • —  S.  481  Nr.  5  07  Z.  7:  diwif  (diwlt)  ist  allerdings 
die  türkische  Aussprache ;  persisch  heifst  es  eigentlich  dawef.  —  S.  485 
Anm.  1  Z.  3:  die  1.  sie.  —  S.  499=^  Z.  10:  ^\j>  l.  ^{j.  —  S.  515": 
*:DLa.L^I  ^e^öLs  slittXj  ;:i)U»LÄx!  ist  (als  persisch)  zu  streichen.  —  S.  5  29": 
Bahä'T]  füge  hinzu:   315,11,4.  — 


Driicli  von  Friedrich  Andreas  Perthes  in  Gotha. 


iJlMSa« 


Druck  von  Friedrich  Andreas  Perthes  in  Gotha.